[0001] Die Erfindung betrifft einen elektrohydraulischer Steuerkreis zum Ansteuern eines
hydraulisch betätigten Antriebsaggregates, mittels dessen ein Mastsegment eines Manipulators,
insbesondere eines Großmanipulators für Autobetonpumpen, hinsichtlich seiner Orientierung
verstellbar ist, wobei das Antriebsaggregat in einem ersten Betriebszustand mittels
einer ersten hydraulischen Druckversorgungseinheit antreibbar ist, wobei das Antriebsaggregat
in einem zweiten Betriebszustand mittels einer der ersten Druckversorgungseinheit
zuschaltbaren weiteren, zweiten hydraulischen Druckversorgungseinheit antreibbar ist,
und mit einer dritten Druckversorgungseinheit zum Antrieb einer Zwei-Zylinder-Kolbenpumpe.
Außerdem betrifft die Erfindung einen Manipulator, insbesondere einen Großmanipulator
für Autobetonpumpen, mit einem solchen Steuerkreis.
[0002] Ein solcher elektrohydraulischer Steuerkreis ist in der
WO 2013/178373 A1 offenbart. Um in diesem Steuerkreis erhöhte Betriebsgeschwindigkeiten für spezielle
Aufgabenstellungen innerhalb des Hydrauliksystems bei gegebener Pumpleistung zu ermöglichen,
wird vorgeschlagen eine zweite hydraulische Druckversorgungseinheit zuzuschalten.
[0003] Seit langem gibt es die Bestrebung, die Betriebsgeschwindigkeiten, insbesondere der
Verschwenkbewegungen der einzelnen Mastsegmente beim Ein- und Ausfalten des als Knickmast
ausgebildeten Manipulators zu verbessern. Zur Gewährleistung der Betriebssicherheit
existieren gesetzliche Normen, welche die zulässige Maximalgeschwindigkeit der Spitze
des Knickmastes festlegen. Um diese zulässige Maximalgeschwindigkeit optimal ausnutzen
zu können, existieren verschiedene Ansätze.
[0004] Um die Möglichkeiten hinsichtlich der Verfahrgeschwindigkeit bzw. Betriebsgeschwindigkeit
auszuschöpfen, ist es erforderlich, ein ausreichend hohes Fördervolumen durch die
Druckversorgungseinheit vorzusehen. Außerdem ist es erforderlich, das Fördervolumen
genau auf die erforderliche Betriebsgeschwindigkeit hin anzupassen, um die zulässige
Maximalgeschwindigkeit optimal ausnutzen zu können.
[0005] In der zuvor erwähnten
WO 2013/178373 A1 wird vorgeschlagen, die Hydraulikpumpen, die die Hydraulikzylinder der Betonpumpenbatterie,
d.h. die Zwei-Zylinder-Kolbenpumpe antreiben, für eine schnellere Mastbewegung zuzuschalten.
Da diese Hydraulikpumpen jedoch ein sehr hohes Fördervolumen aufweisen, sind aufwändige
Regelungs- und Begrenzungssysteme erforderlich, um das Fördervolumen an die erforderliche
Betriebsgeschwindigkeit anzupassen.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Steuerkreis sowie einen Manipulator anzugeben,
der die beschriebenen Nachteile behebt und eine optimale Druckversorgung der Antriebsaggregate
zur Erhöhung der Betriebsgeschwindigkeit ermöglicht.
[0007] Gelöst wird diese Aufgabe durch einen elektrohydraulischen Steuerkreis gemäß Anspruch
1 und einen Manipulator gemäß Anspruch 11.
[0008] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die hydraulische Leistung der zuschaltbaren
zweiten Druckversorgungseinheit geringer ist als die hydraulische Leistung der dritten
Druckversorgungseinheit, das heißt der Druckversorgungseinheit zum Antrieb der Zwei-Zylinder-Kolbenpumpe.
[0009] Dadurch lässt sich bei Zuschaltung der zweiten Druckversorgungseinheit ein ausreichend
hohes Fördervolumen zur Verfügung stellen, ohne hierfür ein aufwändiges Regelungs-
und Begrenzungssystem, insbesondere auf der Seite der zugeschalteten zweiten Druckversorgungseinheit,
vorsehen zu müssen. Ein solches ist nämlich erforderlich, wenn man, wie in der erwähnten
WO 2013/178373 A1 die Druckversorgungseinheit der Zwei-Zylinder-Kolbenpumpe für eine schnellere Mastbewegung
zuschaltet. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben
sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0010] Im zweiten Betriebszustand, vorzugsweise beim Ein- und Ausfalten des Knickmastes,
wird die zweite Druckversorgungseinheit der ersten Druckversorgungseinheit zum Antrieb
der Antriebsaggregate, erfindungsgemäß zugeschaltet. Hierdurch ist beim Ein- und Ausfalten
des Knickmastes eine optimale Druckversorgung der Antriebsaggregate zur Erhöhung der
Betriebsgeschwindigkeit gewährleistet.
[0011] Die zweite Druckversorgungseinheit ist vorzugsweise druckgeregelt betrieben, denn
eine druckgeregelte Druckversorgungseinheit lässt sich einfacher an die erste Druckversorgungseinheit
im zweiten Betriebszustand anpassen.
[0012] Vorteilhafterweise ist auch die erste hydraulische Druckversorgungseinheit druckgeregelt
betrieben, denn die Zuschaltung der zweiten Druckversorgungseinheit zu der ersten
Druckversorgungseinheit lässt sich wesentlich einfacher durchführen, wenn beide Druckversorgungseinheiten
nach dem gleichen Regelungskonzept arbeiten.
[0013] In einer weiteren, vorteilhaften Ausführungsform ist die zweite Druckversorgungseinheit
konstantdruckgeregelt und der Hydraulikdruck der zweiten Druckversorgungseinheit ist
kleiner oder gleich dem maximalen Hydraulikdruck der ersten Druckversorgungseinheit.
Hiermit ist es besonders einfach, bei der Umschaltung in den zweiten Betriebszustand
die Drücke der ersten und der zweiten Druckversorgungseinheiten aneinander anzupassen.
[0014] Vorteilhafterweise wird im zweiten Betriebszustand der Druck der ersten Druckversorgungseinheit
so eingestellt, dass er gleich oder etwas niedriger ist, als der von der zweiten Druckversorgungseinheit
zur Verfügung gestellte Druck. Durch diese Maßnahme sind die Drücke beider Druckversorgungseinheiten
zur Ansteuerung der Antriebsaggregate auf einem annähernd gleichen Niveau und beide
Druckversorgungseinheiten stellen ihre Pumpleistungen gleichermaßen für den Antrieb
der Antriebsaggregate zur Verfügung.
[0015] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist zwischen der ersten Druckversorgungseinheit
und der zweiten Druckversorgungseinheit ein Rückschlagventil angeordnet, und das Rückschlagventil
ist geschlossen, wenn im zweiten Betriebszustand die erste Druckversorgungseinheit
für den Antrieb des Antriebsaggregates auf einen höheren Druck eingestellt wird als
ihn die zweite Druckversorgungseinheit zur Verfügung stellt. Mit dieser Maßnahme kann
bei Maststellungen, die einen höheren Hydraulikdruck verlangen als die zugeschaltete
zweite Druckversorgungseinheit zur Verfügung stellen kann, die zugeschaltete Druckversorgungseinheit
automatisch abgekoppelt und an der ersten Druckversorgungseinheit kann ein ausreichend
hoher Druck eingestellt werden, um die Antriebsaggregate der Mastsegmente zu verfahren.
[0016] Die zweite Druckversorgungseinheit versorgt während des Betoniervorgangs, also im
ersten Betriebszustand, bevorzugt einen Hydraulikspeicher, der für das Umschalten
des Betonschaltventils bei einer Zwei-Zylinder-Kolbenpumpe benötigt wird. Das Betonschaltventil
muss innerhalb weniger Zehntelsekunden von einem oder zwei Hydraulik- oder Plungerzylindern
umgeschaltet werden, wenn der eine Förderkolben der Zwei-Zylinder-Kolbenpumpe vom
Druck- in den Saughub umschaltet und der andere Förderzylinder vom Saug- in den Druckhub
umschaltet. Die zweite Druckversorgungseinheit hat zwischen den Umschaltvorgängen
etwa 5-15 Sekunden Zeit, um den Hydraulikspeicher für den nächsten Umschaltvorgang
des Betonschaltventils zu füllen. Aus diesem Grund muss die zweite Druckversorgungseinheit
zwar einen hohen Druck bereitstellen, aber das Fördervolumen der zweiten Druckversorgungseinheit
ist nicht so groß, dass für deren Zuschaltung zum Mastantrieb aufwändige Regelungs-
und Begrenzungssysteme erforderlich wären, insbesondere weil diese Pumpe konstantdruckgeregelt
ist.
[0017] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltungsform ist mindestens eine weitere, vierte,
hydraulische Druckversorgungseinheit im zweiten Betriebszustand zum Antrieb des Antriebsaggregates
zuschaltbar. Hierbei handelt es sich beispielsweise um die Druckversorgungseinheit
zum Antrieb eines Rührwerks.
[0018] Das Rührwerk wird im ersten Betriebszustand von einem hydraulischen Motor angetrieben
und rührt den flüssigen Beton im Aufgabetrichter um, so dass der Beton nach dem Einfüllen
durch einen Fahrmischer in dem Aufgabetrichter nicht verfestigt und den Saugöffnungen
der Förderzylinder besser zugeführt werden kann. Beim Ein- und Ausfalten des Knickmastes
ist diese Pumpe üblicherweise nicht aktiv ist und kann daher in diesem Betriebszustand
der ersten Druckversorgungseinheit hinzugeschaltet werden. Das Fördervolumen der Rührwerkspumpe
ist wesentlich geringer als das Fördervolumen der dritten Druckversorgungseinheit,
d.h. der Druckversorgungseinheit zum Antrieb der Zwei-Zylinder-Kolbenpumpe, sodass
für deren Zuschaltung zum Mastantrieb keine aufwändige Regelungs- und Begrenzungssysteme
erforderlich sind. Auch die Druckversorgungseinheit zum Antrieb des Rührwerks ist
üblicherweise konstantdruckgeregelt.
[0019] Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass mindestens noch eine
weitere hydraulische Druckversorgungseinheit im zweiten Betriebszustand zum Antrieb
des Antriebsaggregates zuschaltbar ist. Hierbei kann es sich beispielsweise um den
hydraulischen Antrieb einer Wasserpumpe für einen Hochdruckreiniger handeln, da diese
Druckversorgungseinheit im zweiten Betriebszustand üblicherweise nicht genutzt wird
und daher für den Antrieb im zweiten Betriebszustand zu Verfügung steht. Diese Mehrfachnutzung
sowohl im ersten als auch im zweiten Betriebszustand spart Gewicht ein und reduziert
die Zahl erforderlicher Komponenten.
[0020] Besonders vorteilhaft ist, dass zumindest die zweite und oder weitere Druckversorgungseinheiten
in Abhängigkeit vom maximalen in der Masthydraulik auftretendem Lastdruck und / oder
der Stellung und Position der Mastsegmente zugeschaltet werden. Auf diese Weise kann
das nötige Fördervolumen im zweiten Betriebszustand, also insbesondere beim Ein- und
Ausfalten des Mastes, optimal zur Verfügung gestellt werden.
[0021] Eine vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, dass die zweite, vierte und ggf. weitere
Druckversorgungseinheiten nach Bedarf unabhängig voneinander zuschaltbar sind. Insbesondere
kann je nach Bedarf an Antriebsleistung und Lastdruck (bevorzugt automatisch, z.B.
mittels einer geeigneten Steuereinheit) selektiert werden, welche der verfügbaren
Druckversorgungseinheiten jeweils zugeschaltet wird. Eine automatische Zuschaltung
der weiteren Druckversorgungseinheiten vereinfacht die Bedienung des Manipulators
und hilft dadurch, die Verfahrgeschwindigkeit einfach zu erhöhen und so die maximal
zulässige Verfahrgeschwindigkeit der Mastspitze auszunutzen. Im zweiten Betriebszustand
können mehrere Druckversorgungseinheiten, welche in diesem Betriebszustand zur Verfügung
stehen, gleichzeitig oder unabhängig voneinander zum Antrieb des Antriebsaggregates
zuschaltbar sein. Somit können beispielsweise die Druckversorgungseinheit zur Versorgung
des Hydraulikspeichers für die Umschaltung des Betonschaltventils und die Rührwerkspumpe
gleichzeitig der ersten Druckversorgungseinheit zugeschaltet werden. Weitere mögliche
zuschaltbare Druckversorgungseinheiten stellen beispielsweise der hydraulische Antrieb
einer Wasserpumpe für einen Hochdruckreiniger dar, da diese Druckversorgungseinheit
im zweiten Betriebszustand üblicherweise nicht genutzt wird und daher für den Antrieb
im zweiten Betriebszustand zu Verfügung steht. Mit der Zuschaltung mehrerer Druckversorgungseinheiten
kann das Hydrauliköl-Fördervolumen flexibel erhöht und so optimal auf die Erfordernisse
abgestimmt werden. Diese Mehrfachnutzung der Druckversorgungseinheiten sowohl im ersten
als auch im zweiten Betriebszustand spart Gewicht ein und reduziert die Zahl erforderlicher
Komponenten. Hierbei ist von besonderem Vorteil, dass das unterschiedliche Fördervolumen
der einzelnen Druckversorgungseinheiten in die Auswahl zur Zuschaltung einfließen
kann.
[0022] Ferner ist Gegenstand der Erfindung ein Manipulator, insbesondere Großmanipulator
für Autobetonpumpen, mit einem ausfaltbaren Knickmast, der einen um eine Hochachse
drehbaren Drehschemel und eine Mehrzahl von Mastsegmenten aufweist, wobei die Mastsegmente
an Knickgelenken jeweils um Knickachsen gegenüber einem benachbarten Mastsegment oder
dem Drehschemel mittels je eines Antriebsaggregates begrenzt verschwenkbar sind, wobei
ein elektrohydraulischer Steuerkreis, wie oben und im Nachfolgenden beschrieben, zum
Steuern des Antriebsaggregates vorgesehen ist. Ein Manipulator mit einem solchen Steuerkreis
ermöglicht es, die maximal zulässige Geschwindigkeit für das Verschenken und für das
Ein- und Ausfalten des Knickmastes zu nutzen, da das für den Antrieb der Antriebsaggregate
erforderliche Fördervolumen der Druckversorgungseinheiten im zweiten Betriebszustand
genutzt werden kann. Ein Verschwenken des Manipulators ist gleichwohl auch im ersten
Betriebszustand möglich, hierfür reicht das Fördervolumen der ersten Druckversorgungseinheit
aus.
[0023] Eine Ausführungsform des Manipulators sieht vor, dass eine Steuereinheit zur Ansteuerung
der Antriebsaggregate eingerichtet ist, wobei die Steuereinheit einen Fahrbefehl,
der eine gewünschte Bewegungsrichtung und Verfahrgeschwindigkeit der Mastspitze des
Knickmastes oder eines daran angebrachten Endschlauchs angibt, in Ansteuersignale
für die Antriebsaggregate umsetzt, wobei abhängig von der gewünschten Verfahrgeschwindigkeit
wenigstens eine weitere Druckversorgungseinheit durch die Steuereinheit der ersten
Druckversorgungseinheit zum Antrieb der Antriebsaggregate zuschaltbar ist. Dies ist
von besonderem Vorteil, wenn beim gleichzeitigen Verfahren mehrerer Antriebsaggregate
des Mastes (z.B. im Rahmen einer sogenannten Einhebelsteuerung), ein höheres Fördervolumen
für den Antrieb der Antriebsaggregate erforderlich ist, um die maximal zulässige Geschwindigkeit
optimal auszunutzen.
[0024] Eine vorteilhafte Ausgestaltung des Manipulators sieht vor, dass die Steuereinheit
zur Erhöhung der Verfahrgeschwindigkeit wenigstens eine weitere Druckversorgungseinheit
zum Antrieb der Antriebsaggregate automatisch zuschaltet.
[0025] Von besonderem Vorteil ist, dass die Steuereinheit zwischen erstem und zweitem Betriebszustand
umschaltbar ist, wobei eine automatische Zuschaltung der weiteren Druckversorgungseinheiten
nur im zweiten Betriebszustand erfolgt. Auf diese Weise kann der Benutzer den jeweiligen
Betriebszustand einfach wählen, abhängig von den auszuführenden Arbeiten.
[0026] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aufgrund der
nachfolgenden Beschreibung sowie anhand der Zeichnungen. Ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung ist in den folgenden Zeichnungen rein schematisch dargestellt und wird nachfolgend
näher beschrieben. Einander entsprechende Gegenstände sind in allen Figuren mit den
gleichen Bezugszeichen versehen. Es zeigen:
- Figuren 1 und 2:
- Steuerkreis für Antriebsaggregate und
- Figur 3:
- erfindungsgemäßer Manipulator.
[0027] Die Figur 1 zeigt einen erfindungsgemäßen elektrohydraulischen Steuerkreis 1 zum
Ansteuern von hydraulisch betätigten Antriebsaggregaten, wobei in Figur 1 insgesamt
fünf Antriebsaggregate 2, 2a, 2b, 2c, 2d zum Antrieb der Mastsegmente 3, 3a, 3b, 3c,
3d (Fig. 3) gezeigt sind. Die Antriebsaggregate 2, 2a, 2b, 2c, 2d ermöglichen eine
Verstellung der Mastsegmente 3, 3a, 3b, 3c, 3d (Fig. 3) des Manipulators 4 (Fig. 3)
hinsichtlich ihrer Orientierung. Die Antriebsaggregate 2, 2a, 2b, 2c, 2d sind in einem
ersten Betriebszustand mittels einer ersten hydraulischen Druckversorgungseinheit
5 antreibbar, wobei dieser Betriebszustand in Figur 1 gezeigt ist. Hier versorgt die
erste Druckversorgungseinheit 5 die Antriebsaggregate 2, 2a, 2b, 2c, 2d über die Druckversorgung
(P1) 24 mit Hydraulikdruck, um die Antriebsaggregate 2, 2a, 2b, 2c, 2d anzutreiben.
Die erste Druckversorgung (P1) 24 ist in den Figuren 1 und 2 gestrichelt dargestellt,
während der erste Rücklauf (T1) 25 strichpunktiert dargestellt ist. Das von der ersten
Druckversorgungseinheit 5 geförderte Hydrauliköl wird mittels der ersten Druckversorgung
(P1) 24 über das Hauptventil 18 an die einzelnen Mastsegmente 3, 3a, 3b, 3c, 3d (Fig.
3) bzw. die dort angeordneten Antriebsaggregate 2, 2a, 2b, 2c, 2d verteilt. Der erste
Rücklauf (T1) 25 führt das Hydrauliköl von den Antriebsaggregaten 2, 2a, 2b, 2c, 2d
zurück in den Tank 23, von wo aus das Hydrauliköl für die erneute Förderung durch
den Hydraulikpumpenstrang 22 zur Verfügung steht. Der Hydraulikpumpenstrang 22 umfasst
neben der ersten Druckversorgungseinheit 5 weitere Druckversorgungseinheiten 6, 8,
29. Während die zweite Druckversorgungseinheit 6 im ersten Betriebszustand zur Aufladung
eines Hydraulikspeichers 7 geschaltet ist, wird durch die dritte Druckversorgungseinheit
8 in diesem Betriebszustand ein Rührwerk 9 bzw. dessen Antriebsmotor mit Hydraulikdruck
versorgt. Zwei weitere, dritte Druckversorgungseinheiten 29 versorgen die Differentialzylinder
einer nicht dargestellten Zwei-Zylinder-Kolbenpumpe, die, wenn der Manipulator beispielsweise
Teil einer Autobetonpumpe ist, Beton durch eine Förderleitung entlang des Manipulators
4 zu einem Ausbringungsort fördert. Grundsätzlich ist für diesen Zweck auch eine einzelne
Druckversorgungseinheit 29 einsetzbar, aber um das notwendige Fördervolumen bereitzustellen,
sind hier zwei dritte Druckversorgungseinheiten 29 parallel zueinander geschaltet.
Den einzelnen Antriebsaggregaten 2, 2a, 2b, 2c, 2d sind nicht gezeigte Steuerventile,
vorzugsweise Proportionalventile, zugeordnet, die auf der ersten Druckversorgung (P1)
24 und auf dem ersten Rücklauf (T1) 25 parallel zueinander angeordnet sind. Vorzugsweise
ist das Proportionalventil mit einem Schrittmotor ansteuerbar. Mit dem Steuerventil
kann das zugeordnete Antriebsaggregat 2, 2a, 2b, 2c, 2d, insbesondere der Hydraulikzylinder,
verfahren werden, indem das Steuerventil die dem Antriebsaggregat 2, 2a, 2b, 2c, 2d
zugeordneten nicht gezeigten Arbeitsleitungen mit einer Druckdifferenz beaufschlagt.
Hierfür werden die Arbeitsleitungen wahlweise jeweils mit einer ersten Druckversorgung
(P1) 24 oder einem ersten Rücklauf (T1) 25 durch das Steuerventil verbunden. In Figur
1 auch zu erkennen ist ein Not-Aus-Kreislauf mit Not-Aus-Ventil 21 durch welches das
durch die Druckversorgungseinheiten 5, 6 geförderte Hydrauliköl im Notfall einfach
in den Tank 23 zurücklaufen kann. Die zweite Druckversorgungseinheit 6 hat eine nachgeschaltete
Umschaltung 19, über welche das geförderte Hydrauliköl vom Hydraulikspeicher 7, der
das Umschaltventil der Zwei-Zylinder-Kolbenpumpe steuert, weg auf die erste Druckversorgung
(P1) 24 hin umgeschaltet werden kann. Die vierte Druckversorgungseinheit 8 weist ebenfalls
eine nachgeschaltete Umschaltung 20 auf, wobei hier das geförderte Hydrauliköl weg
von dem Rührwerk 9 hin zum Notkreislauf (P2, T2) geschaltet werden kann. Dieser Notkreislauf
ermöglicht ein Verfahren der Antriebsaggregate 2, 2a, 2b, 2c, 2d bei Ausfall der regulären
Druckversorgung (P1, T1) 24, 25. Die Antriebsaggregate 2, 2a, 2b, 2c, 2d, insbesondere
die Hydraulikzylinder, können so im Notbetrieb verfahren werden, indem die separate
Druckversorgung (P2) 26 bzw. der separate Rücklauf (T2) 27 die Antriebsaggregate 2,
2a, 2b, 2c, 2d mit einer Druckdifferenz beaufschlagt. Hierfür werden die nicht gezeigten
Arbeitsleitungen wahlweise jeweils mit der zweiten Druckversorgung (P2) 26 oder einem
zweiten Rücklauf (T2) 27 von dem Steuerventil verbunden. Im Notbetrieb erfolgt die
Druckversorgung der Antriebsaggregate 2, 2a, 2b, 2c, 2d vorzugsweise durch die vierte
Druckversorgungseinheit 8 über die separate Druckversorgung (P2) 26 und den separaten
Rücklauf (T2) 27, sodass bei einer Undichtigkeit der Druckversorgung (P1) 24 oder
des Rücklaufs (T1) 25, aber auch bei Ausfall der ersten Druckversorgungseinheit 5,
weiterhin eine Steuerung der Antriebsaggregate 2, 2a, 2b, 2c, 2d möglich ist. Hierdurch
kann sichergestellt werden, dass bei Ausfall der regulären Druckversorgung (P1, T1)
24, 25, der Knickmast 10 (Fig. 3) noch verfahren werden kann, um beispielsweise den
Knickmast 10 (Fig. 3) einzufahren und gegebenenfalls den Restbeton aus der Betonpumpe
und den Förderrohren herauszupumpen.
[0028] Die zweite Druckversorgungseinheit 6 weist üblicherweise eine hydraulische Leistung
auf, die geringer ist, als die hydraulische Leistung der dritten Druckversorgungseinheiten
29 und verfügt über eine Druckregelung. insbesondere ist die zweite Druckversorgungseinheit
6, 8 konstantdruckgeregelt. Das bedeutet, dass die Druckversorgungseinheit 6 einen
konstanten Druck von beispielsweise 200 bar zur Verfügung stellt, mit dem der Hydraulikspeicher
7 während des Pumpvorganges geladen wird. Die zweite Druckversorgungseinheit 6 wird
beim Auf- und Abbau des Manipulators 4 normalerweise nicht benötigt.
[0029] Die erste Druckversorgungseinheit 5 ist ebenfalls eine druckgeregelte Pumpe und verfügt
damit über das gleiche Regelungskonzept wie die zweite Druckversorgungseinheit 6.
Der Unterschied besteht aber darin, dass der Druck der ersten Druckversorgungseinheit
5 beispielsweise von 0 bis 280 bar regelbar ist und z.B. an den von den Antriebsaggregaten
2, 2a, 2b, 2c, 2d angeforderten Druck, der von der Stellung des Manipulators 4 abhängig
ist, angepasst werden kann.
[0030] In Figur 2 ist der elektrohydraulische Steuerkreis 1 aus Figur 1 im zweiten Betriebszustand
gezeigt. Die zweite Druckversorgungseinheit 6 ist über die Umschaltung 19 der ersten
Druckversorgungseinheit 5 zugeschaltet und versorgt die Antriebsaggregate 2, 2a, 2b,
2c, 2d über das Hauptventil 18 mittels der ersten Druckversorgung (P1) 24 mit Hydraulikdruck
und treibt so die Antriebsaggregate 2, 2a, 2b, 2c, 2d zusätzlich an. Mit der Umschaltung
der zweiten Druckversorgungseinheit 6 auf die erste Druckversorgung (P1) 24 kann das
Fördervolumen derart gesteigert werden, dass die Antriebsaggregate 2, 2a, 2b, 2c,
2d die Mastsegmente 3, 3a, 3b, 3c, 3d (Fig. 3) derart schnell verschwenken, dass die
maximal zulässige Geschwindigkeit an der Mastspitze 14 (Fig. 3) erreichbar ist. Insbesondere
für das schnelle Auf-und Abbauen des Knickmastes 10 (Fig. 3) ist die Zuschaltung der
zweiten Druckversorgungseinheit 6 im Rahmen des zweiten Betriebszustandes sinnvoll,
um den Manipulator 4 (Fig. 3) im Bereich der maximal zulässigen Geschwindigkeit verschwenken
zu können.
[0031] In dem zweiten Betriebszustand wird der Druck der ersten Druckversorgungseinheit
5 auf den konstanten Druck der zugeschalteten Druckversorgungseinheit 6 (im Beispiel
200 bar) eingestellt, kann aber etwas geringer sein, damit das zwischen der Umschalteinrichtung
19 und dem Zuschaltpunkt angeordnete Rückschlagventil 28 von der Druckdifferenz geöffnet
wird, damit das Hydrauliköl von der zweiten Druckversorgungseinheit 6 zum Hauptventil
18 fließen kann.
[0032] Das Rückschlagventil 28 schliesst sich im zweiten Betriebszustand, sobald an der
ersten Druckversorgungseinheit 5 ein Druck eingestellt wird, der etwas höher ist als
der konstante Druck der zugeschalteten zweiten Druckversorgungseinheit 6. Dieser Fall
tritt beispielweise ein, wenn der Manipulator 4 eine Stellung einnimmt, in der der
von der zugeschalteten Druckversorgungseinheit 6 zur Verfügung gestellte Druck nicht
ausreicht, um den Manipulator 4 über die Antriebsaggregate 2, 2a, 2b, 2c, 2d in seiner
Stellung zu halten, beziehungsweise in dieser Stellung zu verfahren. Damit verhindert
das Rückschlagventil 28 einen unerwünschten Rückfluss des Hydrauliköls von der ersten
Druckversorgungseinheit 5 zur zweiten Druckversorgungseinheit 6. Weil dieser Zustand
aber nur bei bestimmten Stellungen des Manipulators auftritt, kann der Manipulator
4 in der Regel parallel von der ersten und zweiten Druckversorgungseinheit 5, 6 betrieben
und damit schneller verfahren werden.
[0033] In ähnlicher Weise können auch andere konstantdruckgeregelte Druckversorgungseinheiten,
beispielsweise die zum Antrieb des Rührwerks vorgesehene Druckversorgungseinheit 8
zugeschaltet werden. Ebenso ist die parallele Zuschaltung von mehreren Druckversorgungseinheiten
im Sinne der Erfindung möglich.
[0034] In Figur 3 schematisch dargestellt ist ein erfindungsgemäßer Manipulator 4, insbesondere
Großmanipulator für Autobetonpumpen, mit ausfaltbarem Knickmast 10, der einen um eine
Hochachse 11 drehbaren Drehschemel 12 und eine Mehrzahl von Mastsegmenten 3, 3a, 3b,
3c, 3d aufweist. Die Mastsegmente 3, 3a, 3b, 3c, 3d, im Ausführungsbeispiel insgesamt
fünf Stück, sind an Knickgelenken 13, 13a, 13b, 13c, 13d jeweils um Knickachsen gegenüber
einem benachbarten Mastsegment 3, 3a, 3b, 3c, 3d oder dem Drehschemel 12 begrenzt
verschwenkbar. Hierzu ist an den Mastsegmenten 3, 3a, 3b, 3c, 3d in den Knickgelenken
13, 13a, 13b, 13c, 13d jeweils ein Antriebsaggregat 2, 2a, 2b, 2c, 2d (Fig. 1 u. 2)
angeordnet. Zur Ansteuerung der Antriebsaggregate 2, 2a, 2b, 2c, 2d (Fig. 1 u. 2)
ist eine Steuereinheit eingerichtet, die einen Fahrbefehl, der eine gewünschte Bewegungsrichtung
und Verfahrgeschwindigkeit der Mastspitze 14 des Knickmastes 10 oder eines daran angebrachten
Endschlauchs angibt, in Ansteuersignale für die Antriebsaggregate 2, 2a, 2b, 2c, 2d
(Fig. 1 u. 2) umsetzt. Hierfür wird von der Steuereinheit die messtechnisch erfasste
Stellung des Manipulators 4, was z.B. durch Neigungssensoren an den Mastsegmenten
oder Drehwinkelsensoren in den Knickgelenken 13, 13a, 13b, 13c, 13d umgesetzt sein
kann, verarbeitet. Mit dem Steuerhebel 16 an der Fernsteuereinrichtung 15, welcher
in mehrere Stellrichtungen verstellbar ist, lässt sich ein entsprechender Fahrbefehl
generieren. Dies kann beispielsweise eine gewünschte Bewegung der Mastspitze 14 des
Knickmastes 10 oder eines daran angebrachten Endschlauchs sein. Hierzu wird der Steuerhebel
16 in eine Stellrichtung verstellt und die Steuereinheit empfängt den generierten
Fahrbefehl, welcher vorzugsweise eine gewünschte Bewegung der Mastspitze 14 des Knickmastes
10 oder eines daran angebrachten Endschlauchs in einer Richtung in kartesischen oder
Polar-Koordinaten angibt. Die Steuereinheit setzt den Fahrbefehl dann in Ansteuersignale
für die Antriebsaggregate 2, 2a, 2b, 2c, 2d (Fig. 1 u. 2) um. Mit dem Fahrbefehl wird
auch die gewünschte Verfahrgeschwindigkeit vorgegeben. Um höhere Verfahrgeschwindigkeiten
realisieren zu können schaltet die Steuereinheit zum Antrieb der Antriebsaggregate
2, 2a, 2b, 2c, 2d (Fig. 1 u. 2) weitere Druckversorgungseinheiten 6 ,8 (Fig. 1 u.
2) der ersten Druckversorgungseinheit 5 (Fig. 1 u. 2) zu, dies erfolgt vorzugsweise
automatisch. Die Steuereinheit lässt sich zwischen zwei Betriebszuständen umschalten,
wobei die automatische Zuschaltung der weiteren Druckversorgungseinheiten 6, 8 (Fig.
1 u. 2) nur im zweiten Betriebszustand erfolgt. Diesen zweiten Betriebszustand wählt
der Benutzer insbesondere beim Ein- und Ausfalten des Knickmastes 10, um hier die
maximal zulässige Geschwindigkeit für die Antriebsaggregate 2, 2a, 2b, 2c, 2d (Fig.
1 u. 2) optimal ausnutzen zu können.
Bezugszeichenliste
[0035]
- 1
- Steuerkreis
- 2 2a, 2b, 2c, 2d
- Antriebsaggregate
- 3 3a, 3b, 3c, 3d
- Mastsegmente
- 4
- Manipulator
- 5
- Erste Druckversorgungseinheit
- 6
- Zweite Druckversorgungseinheit
- 7
- Hydraulikspeicher
- 8
- Vierte Druckversorgungseinheit
- 9
- Rührwerk
- 10
- Knickmast
- 11
- Hochachse
- 12
- Drehschemel
- 13 13a, 13b, 13c, 13d
- Knickgelenke
- 14
- Mastspitze
- 15
- Fernsteuereinrichtung
- 16
- Steuerhebel
- 17
- Steuerung
- 18
- Hauptventil
- 19
- Umschaltung A
- 20
- Umschaltung B
- 21
- Not-Aus
- 22
- Hydraulikpumpenstrang
- 23
- Tank
- 24
- Druckversorgung (Normalbetrieb)
- 25
- Rücklauf (Normalbetrieb)
- 26
- Druckversorgung (Notbetrieb)
- 27
- Rücklauf (Notbetrieb)
- 28
- Rückschlagventil
- 29
- Dritte Druckversorgungseinheit
1. Elektrohydraulischer Steuerkreis (1) zum Ansteuern eines hydraulisch betätigten Antriebsaggregates
(2, 2a, 2b, 2c, 2d), mittels dessen ein Mastsegment (3, 3a, 3b, 3c, 3d) eines Manipulators
(4), insbesondere eines Großmanipulators für Autobetonpumpen, hinsichtlich seiner
Orientierung verstellbar ist, wobei das Antriebsaggregat (2, 2a, 2b, 2c, 2d) in einem
ersten Betriebszustand mittels einer ersten hydraulischen Druckversorgungseinheit
(5) antreibbar ist, wobei das Antriebsaggregat (2, 2a, 2b, 2c, 2d) in einem zweiten
Betriebszustand mittels einer der ersten Druckversorgungseinheit (5) zuschaltbaren
weiteren, zweiten hydraulischen Druckversorgungseinheit (6) antreibbar ist, und mit
einer dritten hydraulischen Druckversorgungseinheit (29) zum Antrieb einer Zwei-Zylinder-Kolbenpumpe,
dadurch gekennzeichnet, dass die hydraulische Leistung der zweiten Druckversorgungseinheit (6) geringer ist als
die hydraulische Leistung der dritten Druckversorgungseinheit (29).
2. Steuerkreis (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Druckversorgungseinheit (6) druckgeregelt betrieben ist.
3. Steuerkreis (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste hydraulische Druckversorgungseinheit (5) druckgeregelt betrieben ist.
4. Steuerkreis (1) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Druckversorgungseinheit (6) konstantdruckgeregelt ist und der Hydraulikdruck
der zweiten Druckversorgungseinheit (6) kleiner oder gleich einem maximal einstellbaren
Hydraulikdruck der ersten Druckversorgungseinheit (5) ist.
5. Steuerkreis (1) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass im zweiten Betriebszustand der Hydraulikdruck der ersten Druckversorgungseinheit
(5) so eingestellt ist, dass er gleich oder etwas niedriger ist als der Druck der
zweiten Druckversorgungseinheit (6).
6. Steuerkreis (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der ersten Druckversorgungseinheit (5) und der zweiten Druckversorgungseinheit
(6) ein Rückschlagventil (28) angeordnet ist und dass das Rückschlagventil (28) im
zweiten Betriebszustand geschlossen ist, wenn die erste Druckversorgungseinheit (5)
für den Antrieb des Antriebsaggregates (2, 2a, 2b, 2c, 2d) auf einen höheren Druck
eingestellt wird als die zweite Druckversorgungseinheit (6) zur Verfügung stellt.
7. Steuerkreis (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Druckversorgungseinheit (6) im ersten Betriebszustand einen Hydraulikspeicher
(7) für ein Umschalten eines Betonschaltventils der Zwei-Zylinder-Kolbenpumpe versorgt.
8. Steuerkreis (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine weitere, vierte hydraulische Druckversorgungseinheit (8) im zweiten
Betriebszustand zum Antrieb des Antriebsaggregates (2, 2a, 2b, 2c, 2d) zuschaltbar
ist.
9. Steuerkreis (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die zweite und/oder weitere Druckversorgungseinheit (6, 8) in Abhängigkeit
vom maximalen in der Masthydraulik auftretendem Lastdruck zugeschaltet wird.
10. Steuerkreis (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die vierte Druckversorgungseinheit (8) unabhängig von der zweiten Druckversorgungseinheit
(6) und/oder einer weiteren Druckversorgungseinheit (6, 8) zuschaltbar ist.
11. Manipulator (4), insbesondere Großmanipulator für Autobetonpumpen, mit einem ausfaltbaren
Knickmast (10), der einen um eine Hochachse (11) drehbaren Drehschemel (12) und eine
Mehrzahl von Mastsegmenten (3, 3a, 3b, 3c, 3d) aufweist, wobei die Mastsegmente (3,
3a, 3b, 3c) an Knickgelenken (13, 13a, 13b, 13c, 13d)jeweils um Knickachsen gegenüber
einem benachbarten Mastsegment (3, 3a, 3b, 3c, 3d) oder dem Drehschemel (12) mittels
je eines Antriebsaggregates (2, 2a, 2b, 2c, 2d) begrenzt verschwenkbar sind, gekennzeichnet durch einen elektrohydraulischen Steuerkreis (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche
zum Steuern des Antriebsaggregates (2, 2a, 2b, 2c, 2d).
12. Manipulator (4) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuereinheit (14) zur Ansteuerung der Antriebsaggregate (2, 2a, 2b, 2c, 2d)
eingerichtet ist, wobei die Steuereinheit einen Fahrbefehl, der eine gewünschte Bewegungsrichtung
und Verfahrgeschwindigkeit der Mastspitze (14) des Knickmastes (10) oder eines daran
angebrachten Endschlauchs angibt, in Ansteuersignale für die Antriebsaggregate (2,
2a, 2b, 2c, 2d) umsetzt, wobei die Steuereinheit weiter eingerichtet ist, abhängig
von der gewünschten Verfahrgeschwindigkeit wenigstens eine weitere Druckversorgungseinheit
(6, 8) der ersten Druckversorgungseinheit (5) zum Antrieb der Antriebsaggregate (2,
2a, 2b, 2c, 2d) zuzuschalten.
13. Manipulator nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit zur Erhöhung der Verfahrgeschwindigkeit wenigstens eine weitere
Druckversorgungseinheit (6, 8) zum Antrieb der Antriebsaggregate (2, 2a, 2b, 2c, 2d)
automatisch zuschaltet.
14. Manipulator nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit zwischen erstem und zweitem Betriebszustand umschaltbar ist, wobei
eine automatische Zuschaltung der weiteren Druckversorgungseinheiten (6, 8) nur im
zweiten Betriebszustand erfolgt.