TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Pfostensystem für die Befestigung von Pfosten
an einem Untergrund. Wobei unter Pfosten auch Stangen, Ständer oder dergleichen zu
verstehen sind. Beispielsweise handelt es sich dabei um Absperrpfosten, Poller, Geländer,
Absturzsicherungen, Wegweiser, Halterungen für Schilder oder Abfalleimer, oder Fahrradständer.
Der Untergrund kann beispielsweise eine Fahrbahn, ein Gehweg oder ein Platz sein,
im Freien oder im Innern eines Gebäudes.
STAND DER TECHNIK
[0002] Aus der
CH 631 769 ist ein Absperrpfostensystem bekannt, bei welchem ein Pfosten in einer Bodenverankerung
lösbar angeordnet und durch einen Bajonettverschluss von dieser gehalten ist. Ein
Schliessmechanismus verhindert, dass Unbefugte den Absperrpfosten entfernen können.
Ein Nachteil eines solchen Systems ist, dass das Einführen des Pfostens eine korrekte
Ausrichtung der Verriegelungselemente des Bajonettverschlusses bedingt. Hierfür muss
der Pfosten erst auf die Bodenverankerung aufgesetzt werden und anschliessend muss
durch Drehung des Pfostens eine korrekte Position gefunden werden. Die Bodenverankerung
eines solchen Systems ist anfällig für Verschmutzung, was sich nachteilig auf die
Einführung und Verriegelung des Pfostens auswirkt. Ein weiterer Nachteil ist die starre
Verbindung zwischen dem Pfosten und der Bodenverankerung, da diese bei einer Krafteinwirkung
auf den Pfosten dazu führt, dass zumindest die Befestigungselemente des Bajonettverschlusses
zerstört werden. Um die Zerstörung möglichst auf die Befestigungselemente zu reduzieren
weisen die Befestigungselemente Sollbruchstellen auf. Ein solches Befestigungselement
in der Form einer Schraube ist aus der
CH 707 526 bekannt. Nachteilig an einer solchen Schraube ist die aufwändige Herstellung oder
Nachbearbeitung. Zudem bewirkt das durch den Kopf in den Gewindeschaft reichende Mitnahmeprofil
eine zusätzliche Schwächung, welche zu einer stark reduzierten Schraubenfestigkeit
führt.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0003] Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, ein Pfostensystem, einen Verschluss, eine
Bodenverankerung, eine Befestigung und eine Sollbruchschraube zur Verfügung zu stellen,
welche die oben-genannten Nachteile vermeidet.
[0004] Eine solche Aufgabe löst ein Pfostensystem mit den Merkmalen des Anspruchs 1, ein
Verschluss mit den Merkmalen des Anspruchs 4, eine Bodenverankerung mit den Merkmalen
des Anspruchs 7, eine Befestigung mit den Merkmalen des Anspruchs 10 und eine Sollbruchschraube
mit den Merkmalen des Anspruchs 13.
[0005] Bei einem bevorzugten Pfostensystem mit einem Pfosten und einer Bodenverankerung
ist der Pfosten in der Bodenverankerung lösbar angeordnet, wobei der Pfosten mittels
eines unterseitig an diesem befindlichen Verschlusses auf einem oberseitig an der
Bodenverankerung befindlichen Gegenverschlusses verdrehbar angeordnet ist. Pfosten
und Bodenverankerung können aus Metall sein, wie beispielsweise Stahl, rostfreiem
Stahl, Aluminium oder dergleichen, oder aus Kunststoff oder Verbundwerkstoff, oder
aus einer Kombination davon. Im Pfosten kann oben ein Schloss und unten ein mit diesem
durch ein Zugelement in Wirkverbindung stehender Bolzen vorgesehen sein, welcher in
Schliessstellung den Verschluss durchdringend, in eine Bolzenaufnahmeausnehmung in
der Bodenverankerung eingreift. Der Verschluss ist durch eine Steck-Dreh-Verbindung,
wie beispielsweise ein Bajonettverschluss oder eine Storz-Kupplung, mit dem Gegenverschluss
lösbar verbunden. Der Pfosten weist unterseitig im Weiteren einen zentrisch angeordneten
Führungsdorn mit einem zentrischen Schaft auf und die Bodenverankerung weist oberseitig
im Weiteren eine zentrische Ausnehmung mit einer zum zentrischen Schaft komplementären
zentrischen Bohrung auf.
[0006] Vorzugsweise weist der Führungsdorn mindestens eine seitlich vom Schaft nach aussen
abstehende Erhebung auf und die zentrische Ausnehmung weist mindestens eine zur Erhebung
komplementäre radiale Ausnehmung auf, welche sich seitlich der zentrischen Bohrung
nach aussen erstreckt. Dies hat den Vorteil, dass der Pfosten beim Einführen des Führungsdorns
in die Bodenverankerung nicht nur zentriert sondern auch ausgerichtet wird. Dadurch
muss der Pfosten nicht mehr so lange gedreht werden bis irgendwann einmal die Verschlusselemente
des Pfostens in die dafür vorgesehenen Ausnehmungen in der Bodenverankerung finden.
[0007] Hierfür ist es vorteilhaft, wenn der Führungsdorn länger als die Verschlusselemente
ausgebildet ist und diesen in der Einführungsrichtung vorsteht. Ebenfalls vorteilhaft
ist die Ausgestaltung von sanften Übergängen zwischen dem zentrischen Schaft des Führungsdorns
und den an diesem vorgesehenen Erhebungen, sowie zwischen der zentrischen Bohrung
des Gegenverschlusses und den an diese anschliessende radialen Ausnehmungen, da dann
die Ausrichtung unter geringem Kraftaufwand, fast schon wie von alleine geschieht.
[0008] Vorzugsweise weist der Führungsdorn eine Spitze auf, welche durch ein konisches zusammenlaufen
des Umfangs des Schaftes realisiert ist. Im Bereich der Spitze ist keine Erhebung
vorhanden. Anschliessend an die Spitze schliesst ein Bereich mit der mindestens einen
Erhebung an. Alternativ können zwei, drei, vier oder mehr Erhebungen vorhanden sein.
Vorzugsweise entspricht die Anzahl der Erhebungen des Führungsdorns der Anzahl der
radialen Ausnehmungen im Gegenverschluss. Eine ungleiche Anzahl ist jedoch auch denkbar.
Anschliessend an den Bereich mit der mindestens einen Erhebung schliesst ein Schaftbereich
an, welcher keine Erhebungen aufweist. Dieser Bereich ermöglicht es, dass der Führungsdorn,
und somit der ganze Verschluss, nach dem Einführen in den Gegenverschluss drehbar
ist. Hierfür ist es vorteilhaft, wenn der Gegenverschluss einen oberseitigen Bereich
mit den für den Führungsdorn komplementären Ausnehmungen aufweist, und einen darunterliegenden
Bereich, der derart ausgebildet ist, dass er den Führungsdorn mit dessen Erhebungen
nicht an einer Drehung um seine Längsachse behindert.
[0009] In einer vorteilhaften Ausführungsform ist die mindestens eine radiale Ausnehmung
derart ausgebildet, dass sie beim Einführen des Führungsdorns in die zentrische Ausnehmung
als Führung für die mindestens eine Erhebung dient und nach dem Herstellen der Steck-Dreh-Verbindung
als Bolzenaufnahmeausnehmung dient. D.h. nach der Drehung in die Verschlussposition
rastet der Bolzen in eine der mindestens einen radialen Ausnehmungen ein. Hierfür
ist es vorteilhaft, wenn die Längsmittelachse des Bolzens auf einen Kreis um die Längsmittelachse
des Führungsdorns liegt, welcher innerhalb dem Bereich der radialen Ausnehmungen liegt.
Diese Ausführungsform hat den Vorteil, dass keine zusätzlichen Ausnehmungen für die
Aufnahme des Bozens im Gegenverschluss vorgesehen werden müssen.
[0010] Alternativ und mit dem gleichen Gedanken, kann der Bolzen derart angeordnet sein,
dass seine Längsmittelachse auf einem Kreis um die Längsmittelachse des Führungsdorns
liegt, welcher innerhalb dem Bereich von peripheren Ausnehmungen liegt, welche zur
Aufnahme von Verschlusselementen vorgesehen sind. Vorzugsweise befindet sich der Bolzen
im verschlossenen Zustand des Pfostens in einem Einführbereich der peripheren Ausnehmungen,
da dieser nur während der Einführung der Verschlusselemente des Pfostens in den Gegenverschluss
durch die Verschlusselemente belegt ist und im verschlossenen Zustand unbelegt ist.
Die Anordnung des Bolzens in einem peripheren Bereich hat den Vorteil, dass grössere
Drehmomente aufgenommen werden können, welche auf den Pfosten um seine Längsmittelachse,
bzw. die des Führungsdorns wirken.
[0011] Bevorzugt ist in der Bodenverankerung ein verschiebbarer Verschlusskern angeordnet,
welcher in einem mit dem Pfosten unverbundenen Zustand die an der Bodenverankerung
oberseitig befindlichen Ausnehmungen nach oben hin verschliesst und welcher durch
den Führungsdorn und/oder weitere Elemente der Steck-Dreh-Verbindung niederdrückbar
ist. Durch das Verschliessen der oberseitigen Ausnehmungen wird verhindert, dass die
Bodenverankerung verstopft wird. Beispielsweise wird verhindert, dass Laub, Schnee
oder Eis die Ausnehmungen verstopft und so die Einführung des Pfostens erschwert.
Der Verschlusskern kann aus Metall oder aus Kunststoff gefertigt sein. Ein Verschlusskern
aus Metall, ist besonders verschleissfest, wodurch eine lange Lebensdauer erreicht
werden kann. Beispielsweise ist ein metallener Verschlusskern aus rostfreiem Stahl
oder Aluminium gefertigt. Ein Verschlusskern aus Kunststoff hat den Vorteil, dass
der Kunststoff einen anderen Wärmeausdehnungskoeffizient als das ihn umgebende Gehäuse
des Gegenverschlusses aufweist. Dies verhindert oder reduziert die Gefahr von Vereisung
bei Temperaturen um oder unter dem Gefrierpunkt. Beispielsweise basiert ein solcher
Verschlusskern auf einer Polykarbonat-Mischung. Vorteilhafter Weise wird der Verschlusskern
durch ein Federelement in die oberseitig befindlichen Ausnehmungen nach oben gedrückt.
Beispielsweise durch eine Spiral- oder Blattfeder oder andere aus dem Stand der Technik
bekannte Federelemente.
[0012] Der erfindungsgemässe Verschluss lässt sich auch für aus dem Stand der Technik bekannte
Pfosten, Stangen, Ständer oder dergleichen, insbesondere Absperrpfosten einsetzen,
wobei ein solcher Verschluss einen zentrisch angeordneten Führungsdorn aufweist, und
vorzugsweise mindestens eine seitlich vom Schaft nach aussen abstehende Erhebung aufweist.
Die zu erzielenden Vorteile sind gleich wie beim oben-beschriebenen Pfostensystem.
[0013] Bevorzugt weist der Verschluss mindestens eine Kralle als Element der Steck-Dreh-Verbindung
auf. Es können auch andere bekannte Verschlusselemente wie für Bajonettverschlüsse
oder Storz-Kupplungen, wie beispielsweise eine Kombination von Schlitz und Bolzen,
verwendet werden.
[0014] In einer vorteilhaften Ausführungsform weist der Führungsdorn in seinem Innern eine
Seilaufnahme in der Form einer Bohrung auf, welche sich von der dem Führungsdorn gegenüberliegenden
Seite des Verschlusses entlang der Längsachse des Führungsdorns in diesen hinein erstreckt,
wobei am Führungsdorn Aufnahmen für Elemente zur Befestigung eines Rückhalteseils
in der Seilaufnahme vorgesehen sind. Das Rückhalteseil hat den Vorteil, dass wenn
der Verschluss vom Rest des Pfostens getrennt wird, der Verschluss dennoch mit dem
Rest des Pfostens verbunden bleibt, sodass, wenn der Verschluss noch im Gegenverschluss
verriegelt ist, sich der Rest des Pfostens nicht beliebig vom Gegenverschluss, bzw.
der Bodenverankerung entfernen kann.
[0015] Um zu verhindern, dass der Verschluss aus dem Gegenverschluss gelöst werden kann,
wenn der Rest des Pfostens vom Verschluss abgetrennt wurde, ist vorzugsweise ein Sperrbolzen
im Verschluss vorgesehen, der mit dem Gegenverschluss verriegelt, wenn der Verschluss
vom Rest des Pfostens, d.h. vom Boden des Pfostens getrennt wird.
[0016] Wie der Verschluss, lässt sich auch die erfindungsgemässe Bodenverankerung mit aus
dem Stand der Technik bekannten Pfosten, Stangen, Ständer oder dergleichen, insbesondere
Absperrpfosten einsetzen, wobei eine solche Bodenverankerung ein oberseitig an dieser
befindlicher Gegenverschluss eine zentrisch angeordnete Ausnehmung mit einer zentrischen
Bohrung aufweist, wobei die zentrische Ausnehmung mindestens eine radiale Ausnehmung
aufweist, welche sich seitlich der zentrischen Bohrung nach aussen erstreckt. Die
zu erzielenden Vorteile sind gleich wie beim oben-beschriebenen Pfostensystem.
[0017] Vorzugsweise weist die Bodenverankerung oberseitig im Weiteren mindestens eine periphere
Ausnehmung als Element der Steck-Dreh-Verbindung auf, welche einen Einführbereich
und einen Verschlussbereich aufweist, wobei der Einführbereich in radialer Richtung
breiter als der Verschlussbereich ausgestaltet ist.
[0018] Wie schon vorgängig im Zusammenhang mit dem Pfostensystem beschrieben, ist in der
alleinstehenden Bodenverankerung ein verschiebbarer Verschlusskern angeordnet, durch
welchen die an der Bodenverankerung oberseitig befindlichen Ausnehmungen nach oben
hin verschliessbar sind und welcher durch ein Federelement in einer die Ausnehmungen
verschliessende Position gehalten ist.
[0019] Eine Befestigung für einen Pfosten oder ein Pfostensystem zur unterseitigen Befestigung
des Verschlusses an einem Boden des Pfostens, aufweisend mindestens ein Befestigungselement,
eine erste Aufnahme am Verschluss und eine zweite Aufnahme am Boden, wobei jedes Befestigungselement
an seiner einen Seite in der ersten Aufnahme aufgenommen ist und an seiner anderen
Seite in der zweiten Aufnahme aufgenommen ist. Das Befestigungselement weist eine
Längsachse auf und der Verschluss und der Boden sind in der Richtung der Längsachse
gegeneinander verspannt. Vorzugsweise ist die zweite Aufnahme im Wesentlichen in der
Richtung der Längsachse in einem vorbestimmten Bereich bewegbar. Dies führt zu einer
bedingten Nachgiebigkeit der zweiten Aufnahme, was den Vorteil hat, dass die auf das
oder die Befestigungselemente wirkenden Kräfte gedämpft werden und somit eine Beschädigung
der Befestigungselemente reduziert werden kann.
[0020] Bevorzugt weist der Boden einen Durchgang für jedes Befestigungselement auf und die
zweite Aufnahme weist mindestens ein Führungselement auf, welches um jeden Durchgang
angeordnet ist, wobei mindestens eine Fixierung und mindestens ein Federelement für
das entsprechende Befestigungselement in jedem Führungselement geführt sind. Als Führungselemente
eignen sich beispielsweise Käfige oder Hülsen, als Fixierung beispielsweise Schraubenmuttern,
Splinte oder Bolzen und als Federelement beispielsweise Zug-, Druck- oder Tellerfedern.
[0021] Vorzugsweise ist das mindestens eine Federelement zwischen dem Boden und der mindestens
einen Fixierung angeordnet. Bei einer solchen Anordnung wird die Fixierung durch das
Federelement vom Boden weggedruckt und es erfolgt eine Zunahme der auf die Fixierung
wirkende Kraft, wenn die Fixierung in die Richtung des Boden verschoben wird.
[0022] In einer bevorzugten Ausführungsform wird eine Sollbruchschraube zur Befestigung
eines Verschlusses an einem Boden eines Pfostens verwendet, welche einen Gewindeschaft
mit einem Aussengewinde und einem Kopf mit einem Mitnahmeprofil aufweist, wobei die
Sollbruchschraube einen Sollbruchstellenbereich am Gewindeschaft aufweist, wobei auf
der dem Kopf gegenüberliegenden Seite des Sollbruchstellenbereichs, anschliessend
an diesen mindestens eine Ausnehmung ausgebildet ist. Die Sollbruchschraube soll verhindern
dass bei einer Überschreitung einer zulässigen Kraft auf den Verschluss, dieser beschädigt
wird. Der Sollbruchstellenbereich stellt sicher, dass die Sollbruchschraube bricht,
bevor der Verschluss beschädigt wird. Nachdem der Kopf der Schraube vom Gewindeschaft
abgetrennt wurde, ist es wichtig, dass der Gewindeschaft dennoch entfernt werden kann.
Hierfür ist am Gewindeschaft die mindestens eine Ausnehmung vorgesehen.
[0023] Vorzugsweise ist der Sollbruchstellenbereich anschliessend an den Kopf ausgebildet.
Diese Anordnung stellt sicher, dass die Ausnehmung nach dem Abtrennen des Kopfes von
der Richtung her zugänglich ist, in welcher sich zuvor der Kopf befunden hat. Mit
einem Werkzeug kann in diese Ausnehmung eingegriffen werden, um den Gewindeschaft
zu entfernen. Anstelle einer Ausnehmung können zwei, drei, vier, fünf, sechs oder
mehr Ausnehmungen vorgesehen sein. So können beispielsweise sechs Ausnehmungen derart
ausgebildet sein, dass ein herkömmlicher Sechskant verwendet werden kann, um den Gewindeschaft
herauszudrehen. Alternativ kann eine Vielzahl von Ausnehmungen vorgesehen sein, welche
beispielsweise als Torx ausgebildet sein.
[0024] In einer alternativen Ausführungsform ist die mindestens eine Ausnehmung derart ausgebildet
ist, dass sie den Gewindeschaft quer zu seiner Längsmittelachse durchdringt. Wird
dann der Kopf abgetrennt, so entsteht ein Schlitz, welcher sich quer durch den Gewindeschaft
erstreckt. Als Werkzeug kann dann ein herkömmlicher Schlitzschraubendreher verwendet
werden.
[0025] Weitere Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0026] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnungen
beschrieben, die lediglich zur Erläuterung dienen und nicht einschränkend auszulegen
sind. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemässen Pfostensystems vor dem Einführen
eines Absperrpfostens in eine Bodenverankerung,
- Fig. 2
- eine Teilschnittansicht des Pfostensystems durch einen Verschlussbolzen und ein Befestigungselement
bei eingeführtem Absperrpfosten,
- Fig. 3
- eine perspektivische Unteransicht eines erfindungsgemässen Verschlusses,
- Fig. 4
- eine perspektivische Oberansicht des Verschlusses der Figur 3,
- Fig. 5
- eine perspektivische Oberansicht eines erfindungsgemässen Gegenverschlusses,
- Fig. 6
- eine perspektivische Teilschnitt-Unteransicht des Gegenverschlusses der Figur 5,
- Fig. 7
- eine perspektivische Teilschnitt-Oberansicht einer erfmdungsgemässen zweiten Aufnahme,
- Fig. 8
- eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemässen Sollbruchschraube und
- Fig. 9
- eine Teilschnittansicht des Pfostensystems durch einen Sperrbolzen bei eingeführtem
Absperrpfosten.
BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
[0027] Die Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemässen Pfostensystems
vor dem Einführen eines Absperrpfostens 1 in eine Bodenverankerung 2. Der Absperrpfosten
1 weist ein Rohr 10, einen das Rohr 10 im unteren Bereich verschliessenden Boden 11,
einen am Boden 11 unterseitig angeordneten Verschluss 12, und einen das Rohr 10 im
oberen Bereich verschliessenden Deckel 13 auf.
[0028] Zwischen dem Deckel 13 und dem oberen Ende des Pfostens 1, kann optional ein Zwischenstück
14 angeordnet werden. Das Zwischenstück 14 ist ein ringförmiges Bauteil und schliesst
an seinem einen Ende im Wesentlichen nahtlos an das Rohr 10 des Pfostens 1 an und
hat an seinem anderen Ende eine Aufnahme für den Deckel 13 ausgebildet. Im Zwischenstück
14 sind Ausnehmungen 140 vorgesehen. Diese Ausnehmungen 140 können genutzt werden,
um beispielsweise eine Kette darin aufzunehmen, was den Vorteil hat, dass keine Ösen
am Pfosten benötigt werden. Die Bauweise mit den Ausnehmungen 14 ist kostengünstiger
als jene mit am Rohr des Pfostens befestigten Ösen. Ausserdem kann ein solcher Deckel
13 auch ohne Ketten eingesetzt werden, ohne dass Ösen störend auf der Pfostenseite
von dieser ab- und überstehen.
[0029] Im Posteninnern ist in einem oberen Bereich ein Schloss 8 angeordnet, welches von
aussen bedienbar ist und in welches ein Schlüssel 80 zur Betätigung einführbar ist.
Das Schloss 80 ist über eine Verschlussstange 70 mit einem Verschlussbolzen 7 wirkverbunden.
Ebenfalls im Pfosteninnern sind die zweiten Aufnahmen 30 zur Aufnahme der Befestigungselemente
4 des Verschlusses 12, wie sie in der Figur 2 dargestellt sind.
[0030] Die Figur 2 zeigt eine Teilschnittansicht des Pfostensystems durch einen Verschlussbolzen
7 und ein Befestigungselement in der Form einer Sollbruchschraube 4 bei eingeführtem
Absperrpfosten 1. Der Absperrpfosten 1 ist mittels seines Verschlusses 12 im Gegenverschluss
20 der Bodenverankerung 2 im Eingriff. Krallen 122 des Verschlusses 12 bilden im Verschlussbereich
2011 von peripheren Ausnehmungen 201 eine formschlüssige Verbindung mit einer entsprechend
komplementären Geometrie am Gegenverschluss 20. Der Einführbereich 2010 der peripheren
Ausnehmungen 201 ist im verschlossenen Zustand freigegeben, d.h. es befindet sich
keine Kralle 122 in dem Bereich.
[0031] Der Führungsdorn121 wird im verschlossenen Zustand in der Bodenverankerung 2 durch
eine zentrische Bohrung 2020 einer zentrischen Ausnehmung 202 geführt. Als Verdrehsicherung
ist der Verschlussbolzen 7 in einem Verschlussbolzendurchgang 110 im Boden 11 und
in einem dazu kollinearen Durchgang 127 im Verschluss 12 geführt und greift im Gegenverschluss
20 in eine radiale Ausnehmung 2021 der Zentrischen Ausnehmung 202. Um den Eingriff
zu lösen, muss der Schlüssel 80 im Schloss 8 betätigt werden, wodurch der Verschlussbolzen
7 mittels der Verschlussstange 70 aus der radialen Ausnehmung 2021 gezogen wird. Alternativ
kann der Verschlussbolzen 7 derart angeordnet sein, dass er in eine der peripheren
Ausnehmungen 201 eingreifen kann. Ist der Verschlussbolzen 7 im Radius weiter weg
vom Zentrum angeordnet, so können mit dem gleichen Bolzen die grösseren Drehmomente
aufgenommen werden, oder es kann ein kleinerer Bolzen verwendet werden, um das gleiche
Drehmoment aufzunehmen.
[0032] Der Absperrpfosten 1 weist in seinem unteren Bereich einen Boden 11 auf, welcher
in das Rohr 10 eingelassen und mit diesem fest verbunden ist. Unterhalb des Bodens
11 und an diesen fluchtend anschliessend ist der Verschluss 12 angeordnet. Der Verschluss
12 ist mittels einer Befestigung 3 am Boden 11 fest montiert, wobei die Befestigung
3 eine erste Aufnahme 123 am Verschluss 12, eine zweite Aufnahme 30 am Boden 11 und
eine Sollbruchschraube 4 aufweist. Einzelheiten des Verschlusses 12 sind in den Figuren
3 und 4 dargestellt, Einzelheiten der zweiten Aufnahme 30 in der Figur 7 und Einzelheiten
der Sollbruchschraube in der Figur 8. Der Kopf 42 der Sollbruchschraube 4 ist in der
ersten Aufnahme 123 am Verschluss 12 angeordnet. Es handelt sich bei der hier dargestellten
ersten Aufnahme 123 um eine Senkbohrung, welche die Senkung auf der Seite des Verschlusses
12 hat, auf welcher der Führungsdorn 121 angeordnet ist. So kann vermieden werden,
dass die Schraube 4 einer Unterseite des Verschlusses 12 vorsteht. Im Boden 11 ist
ein Durchgang 111 vorgesehen, welcher einen im Wesentlichen gleichen Durchmesser aufweist,
wie die Senkbohrung 123 im Verschluss 12. Der Durchmesser ist so bemessen, dass genügend
seitliches Spiel vorhanden ist, dass das Rohr 10 mit dem Boden 11 bezüglich dem Verschluss
12 um bis zu 15 Grad, vorzugsweise bis zu 10 Grad, vorzugsweise bis zu 8 Grad geneigt
werden kann, ohne dass sich die Schraube verklemmt.
[0033] Im Innern des Pfostens 1, d.h. im Innern des Rohres 10 ist die zweite Aufnahme 30
am Boden 11 angeordnet. Die zweite Aufnahme 30 weist Führungselemente 31 in der Form
von Gewindebolzen auf. Drei solcher Gewindebolzen 31 sind um jeweils eine Durchgangsbohrung
111 einer Sollbruchschraube 4 angeordnet. Zwischen den drei Gewindebolzen 31 ist ein
Stapel von Tellerfedern 35 angeordnet, welcher seitlich durch die Gewindebolzen 31
geführt ist. Auf dem Tellerfederstapel 35 ist eine Schraubenmutter 34 angeordnet,
welche als Fixierung 34 der Sollbruchaschraube 4 dient. Über der Schraubenmutter 34
ist eine Anschlagplatte 32 vorgesehen, welche die Mutter 34 nach oben abstützt und
gleichzeitig als Verdrehsicherung für die Mutter 34 dient. Die Anschlagplatte 32 ist
durch Muttern 33 gesichert, welche an den freien Enden der Gewindebolzen 31 festgeschraubt
werden. Eine Sollbruchschraube 4 kann durch die erste Aufnahme 123 im Verschluss 12
eingeführt, durch den Durchgang 111 im Boden 11 gestossen werden, bis sie die Mutter
34 erreicht, wo sie eingeschraubt werden kann. Je mehr die Schraube 4 angezogen wird,
desto mehr werden die Tellerfedern 35 zusammengedrückt und desto grösser wird die
Klemmkraft. Die Schraube 4 wird nicht vollständig angezogen, sodass ein Abheben des
Bodens 11 von bis zu 15 Millimeter, vorzugsweise bis zu 10 Millimeter, vorzugsweise
bis zu 8 Millimeter bezüglich des Verschlusses 12 möglich ist. Vergrössert sich die
Distanz zwischen Boden 11 und Verschluss 12, so nimmt die Klemmkraft zu, bis alle
Tellerfedern vollständig zusammengedrückt sind. Wird die diese Distanz weiter erhöht,
so erhöht sich die auf die Sollbruchschraube 4 wirkende Längskraft. Wenn die Kraft
den zugelassenen Wert der Sollbruchschraube übersteigt, so bricht diese im Sollbruchstellenbereich
44 und der Schraubenkopf 42 wird vom Gewindeschaft 40 getrennt. Die drei zweiten Aufnahmen
30 sind regelmässig, d.h. unter einem Winkel von 120 Grad zueinander bezüglich der
Mittelachse des Bodens 11 um diese angeordnet.
[0034] Die Figur 3 zeigt eine perspektivische Unteransicht eines erfindungsgemässen Verschlusses
12 und die Figur 4 eine entsprechende Oberansicht. Der Verschluss 12 weist im Wesentlichen
eine kreisförmige Scheibe 120 auf, welche auf ihrer Oberseite im Wesentlichen eben
ausgebildet ist und welche auf ihrer Unterseite in der Verlängerung der Scheibenmittelachse
einen Führungsdorn 121 ausgebildet hat, welcher sich von der Scheibe 120 weg nach
unten erstreckt. Der Führungsdorn 121 weist im Wesentlichen die Form einer Pfeilspitze
mit einem bolzenförmigen Schaft 1210 auf, welcher an seinem freien Ende, d.h. auf
der gegenüberliegenden Seite der Scheibe 120, eine konisch zusammenlaufende Spitze
1211 aufweist. Anschliessend an die Spitze 1211 sind drei flügelförmige Erhebungen
1212 rotationssymmetrisch bezüglich der Mittelachse des Führungsdorns 121, bzw. der
Scheibe 120 angeordnet. Die Erhebungen 1212 haben die Form von Flügeln, deren radiale
Ausdehnung von der Spitze her kontinuierlich gegen die Scheibe 120 hin zunimmt, bis
sie einen Wert erreicht, der in etwa dem Radius des Schaftes 1210 entspricht. Der
Durchmesser des Schaftes 1210 misst 5 bis 20 Millimeter, vorzugsweise 8 bis 15 Millimeter.
D.h. die Erhebungen 1212 erstrecken sich im Querschnitt vom Zentrum des Schaftes 5
bis 35 Millimeter, vorzugsweise 10 bis 25 Millimeter radial nach aussen. Der Winkel
zwischen der Längsmittelachse des Schaftes 1210 und der Aussenkontur der Erhebungen
1212 beträgt zwischen 8 und 20 Grad, vorzugsweise 10 bis 15 Grad. Anschliessend nimmt
die Ausdehnung wieder ab, sodass zwischen dem Bereich mit den Erhebungen 1212 und
der Scheibe 120 ein Bereich ist, der keine Erhebungen aufweist. Die Abnahme der Ausdehnung
zur Scheibe 120 hin ist stärker als die Zunahme auf der Seite der Spitze. Der Winkel
zwischen der Aussenkontur der Zuname und der Aussenkontur der Abnahme beträgt 90 bis
150 Grad, vorzugsweise 110 bis 130 Grad. Die Breite der einzelnen Erhebungen im Querschnitt
messen 3 bis 10 Millimeter, vorzugsweise 5 bis 8 Millimeter. Die Länge des Bereiches
ohne Erhebung ist mit der Dicke der Auflageplatte 203 des Gegenverschlusses 20 abgestimmt
und misst 10 bis 50 Millimeter, vorzugsweise 15 bis 35 Millimeter.
[0035] Von der Oberseite der Scheibe 120 ist eine Seilaufnahme 126 in der Form einer Bohrung
angeordnet, welche sich von der Oberseite auf der Mittelachse der Scheibe 120 in den
Führungsdorn 121 hinein erstreckt. Seitlich am Schaft 1210 sind Gewindebohrungen 124
vorgesehen, in welche Schraubenelemente zur Klemmung eines Drahtseils eingeschraubt
werden können.
[0036] In einem peripheren, umfangnahen Bereich der Scheibe 120 erstrecken sich drei rotationssymmetrisch
verteilte Klauen 122 von der Scheibe 120 nach unten. Jede Klaue 122 ist eine sich
von der Scheibe 120 parallel zur deren Rotationsachse erstreckende Erhebung 1220 und
hat in einem zur Scheibe 120 parallelen Querschnitt im Wesentlichen die Form eines
Ringsegments. Die radiale Abmessung jedes Ringsegments beträgt 5 bis 15 Millimeter,
vorzugsweise 5 bis 10 Millimeter. Die radiale Abmessung im Bereich der Erhebungen
1220 ist im Wesentlichen doppelt so gross, wie die der Ringsegmente, d.h. 5 bis 30
Millimeter, vorzugsweise 10 bis 20 Millimeter. Ein freies Ende der Kralle ist gegen
das freie Ende hin in Umfangrichtung zusammenlaufend. D.h. Das freie Ende weist beidseitig
in Umfangrichtung Fasen 1223 auf. In einem der Scheibe 120 anschliessenden Bereich
weist die Kralle auf der im Radius nach aussen gerichteten Seit eine Ausnehmung 1221
auf, sodass die Kralle in diesem Bereich in Radiusrichtung dünner ausgebildet ist.
Eine gegen die Scheibe 120 gerichtet Fläche der Ausnehmung 1221 ist parallel zur Scheibe
120 ausgebildet und eine dieser Fläche gegenüberliegende Verschlussfläche 1222 der
Ausnehmung 1221 ist schraubenförmig ausgebildet. Die Schraubenform bewirkt, dass sich
die Verschlussfläche 1222 des Pfostens beim Anziehen des Pfostens, d.h. beim Verdrehen
des Pfostens, gegen eine entsprechende Verschlussfläche 2013 des Gegenverschlusses
20 verspannt. Alternativ kann auch die Verschlussfläche 1222 parallel zur Scheibe
120 ausgebildet sein. Solange mindestens eine der Verschlussflächen 1222, 2013 schraubenförmig
ausgebildet ist, findet beim Anziehen des Pfostens eine Verspannung statt.
[0037] In der Scheibe 120 sind drei rotationssymmetrisch verteilet Senkbohrungen 123 ausgebildet,
wobei die Senkungen auf der Unterseite, d.h. auf der Seite des Führungsdorns 121 ausgebildet
sind. Im Weiteren sind in der Scheibe 120 eine Durchgangsbohrung 127 und eine Sperrbolzenaufnahme
125 angeordnet, deren Längsmittelachsen sich auf einem gemeinsamen Kreis um den Scheibenmittelpunkt
befinden. Die Durchgansbohrung 127 weist einen Durchmesser auf, der so mit dem Durchmesser
des Verschlussbolzens 7 abgestimmt ist, dass dieser leicht in der Durchgangsbohrung
127 geführt werden kann. Die Sperrbolzenaufnahme 125 weist von der Scheibenoberseite
her gesehen einen grösseren Durchmesser auf, als auf der gegenüberliegenden Seite.
Der so entstehende Absatz bildet einen unteren Anschlag für einen Sperrbolzen 90 wie
er in der Figur 9 abgebildet ist, der in die Sperrbolzenaufnahme 125 eingesetzt werden
kann. Die Durchmesser des Bolzens 90 und der Aufnahme 125 sind so aufeinander abgestimmte,
dass der Bolzen 90 in der Ausnahme 125 unter der Einwirkung der Schwerkraft geführt
nach unten fällt. D.h. Der Bolzen ist lose in der Aufnahme. Auf der Scheibenoberseite,
benachbart zur Sperrbolzenaufnahme 125 sind zwei Gewindebohrungen vorgesehen, in welche
Schrauben eingesetzt werden können, welche verhindern, dass der lose Bolzen aus der
Aufnahme fällt, wenn der Verschluss 12 auf den Kopf gedreht wird. Zudem verhindern
die Schrauben, dass der Bolzen unbefugt entfernt werden kann, wenn der Verschluss
12 vom Rest des Absperrpfostens abgetrennt ist.
[0038] Die Bodenverankerung 2, wie sie in der Figur 2 in einer Schnittansicht dargestellt
ist, weist einen Gegenverschluss 20 auf, der ein komplementäres Gegenstück zum Verschluss
12 bildet. Einzelzeiten des Gegenverschlusses 20 sind in den Figuren 5 und 6 dargestellt.
Der Gegenverschluss 20 ist auf einer rohrförmigen Bodenhülse 21 aufgesetzt, teilweise
in diese eingelassen und fest mit ihr verbunden.
[0039] Die Figuren 5 und 6 zeigen eine perspektivische Oberansicht, bzw. eine perspektivische
Teilschnitt-Unteransicht eines erfindungsgemässen Gegenverschlusses 20. Der Gegenverschluss
20 ist im Wesentlichen hutförmig ausgebildet und weist oberseitig eine Auflageplatte
203 und eine an diese anschliessende, umlaufende Seitenwand 2014 auf, welche sich
vom Umfang der Auflageplatte 203 nach unten erstreckt. Die Auflageplatte 203 ist im
Wesentlichen eine Kreisscheibe und die Seitenwand eine Rohrhülse.
[0040] In der Mitte der Auflageplatte 203 ist eine zentrische Ausnehmung 202 angeordnet,
welche sich entlang der Längsmittelachse des Gegenverschlusses 20 durch die Auflageplatte
203 hindurch erstreckt und einen Durchgang vom Inneren des Gegenverschlusses nach
aussen bildet. Die zentrische Ausnehmung 202 weist eine zentrische Bohrung 2020 auf,
deren Durchmesser mit dem des Schaftes 1210 des Führungsdorns 121 derart abgestimmt
ist, dass der Führungsdorn 121 leicht versschiebbar in der zentrischen Ausnehmung
202 führbar ist. Von der zentrischen Bohrung 2020 erstrecken sich drei radiale Ausnehmungen
2021 radial nach aussen. Die radialen Ausnehmungen 2021 sind rotationssymmetrisch
und gleichverteilt um die zentrische Bohrung 2020 angeordnet. Die Abmessungen der
radialen Ausnehmungen 2021 sind mit den Erhebungen 1212 des Führungsdorns 121 derart
abgestimmt, dass die Erhebungen 1212 leicht in den radialen Ausnehmungen 2021 führbar
sind.
[0041] In der Auflageplatte 203 sind um die zentrische Ausnehmung 202, beabstandet zu dieser
periphere Ausnehmungen 201 angeordnet. Die peripheren Ausnehmungen 201 sind rotationssymmetrisch
und gleichmässig um die zentrische Ausnehmung 202 angeordnet, d.h. in einem Winkel
von 120 Grad zueinander. In einem zur Auflageplatte 203 parallelen Querschnitt hat
jede periphere Ausnehmung 201 im Wesentlichen die Form eines Ringsegments, wobei jede
periphere Ausnehmung 201 in einen Einführbereich 2010 und in einen Verschlussbereich
2011 aufgeteilt ist Jede periphere Ausnehmung 201 erstreckt sich am Umfang über einen
Winkelbereich, der hälftig in den Einführungsbereich 2010 und den Verschlussbereich
2011 aufgeteilt ist. Der Querschnitt des Einführungsbereichs 2010 ist derart mit dem
Querschnitt der Erhebung 1220 der Klaue 122 des Verschlusses 12 abgestimmt, dass dieser
leicht in den Einführungsbereich 2010 einführbar ist. Der Querschnitt des Verschlussbereichs
2011 ist derart mit dem Querschnitt im Bereich der Ausnehmung 1221 der Klaue 122 des
Verschlusses 12 abgestimmt, dass der Verschluss 12 vom Einführbereich 2010 leicht
drehbar in den Verschlussbereich 2011 führbar ist. Der Innenradius des Einführungsbereichs
2010 entspricht dem Innenradius des Verschlussbereichs 2011. Der Aussenradius des
Verschlussbereichs 2011 ist kleiner als der Aussenradius des Einführungsbereichs 2010,
wodurch in Radiusrichtung ein Absatz zwischen den beiden Bereichen entsteht. Der Absatz
erstreckt sich jedoch nicht über die gesamte Höhe des Gegenverschlusses 20. Im Verschlussbereich
2011 ist eine Ausnehmung 2012 vorhanden, welche im Querschnitt die gleichen Abmessungen
wie die des Absatzes aufweist und welche bewirkt, dass der Aussendurchmesser im Bereich
der Ausnehmung, dem Aussendurchmesser des Einführungsbereichs 2010 entspricht. Durch
die Ausnehmung 2012 entsteht eine Verschlussfläche 2013, welche zur Auflagefläche
203 beabstandet und dieser gegenüberliegend angeordnet ist. Die Verschlussfläche 2013
ist schraubenförmig ausgebildet. Alternativ kann die Verschlussfläche 2013 parallel
zur Auflagefläche 203 ausgebildet sein. Die Verschlussfläche 2013 des Gegenverschlusses
20 ist komplementär zur Verschlussfläche 1222 des Verschlusses 12 ausgebildet.
[0042] Wie in der Figur 2 zu erkennen ist, ist auf der Innenseite der Auflageplatte 203
des Gegenverschlusses 20 ein Ring 22 angeordnet. Der Ring 22 ist anschliessend an
die peripheren Ausnehmungen 201 auf deren Innenseiten angeordnet und erstreckt sich
von der Auflageplatte 203 im Wesentlichen parallel zur Seitenwand 204 des Gegenverschlusses
20. Der Ring 22 ist derart ausgestaltet, dass er für die einzuführenden Klauen 122
des Verschlusses 12 eine innere Führung bildet. Die Länge des Ringes ist derart bemessen,
dass er die Klauen 122 bis zu deren vollständigen Einführung führen kann. Der Ring
22 weitet sich im Durchmesser entlang seiner Längsmittelachse von der Auflageplatte
203 her in der Richtung von der Platte weg. Der Ring 22 dient einerseits als Führung
und andererseits als Schmutzabweiser. Zudem wirkt der Ring 22 als Verstärkungselement
für die Auflageplatte 203. In der dargestellten Ausführungsform ist der Ring 22 ein
Einzelteil, welches mit der Innenseite der Auflageplatte 203 verbunden ist. Alternativ
können die Auflageplatte 203 und der Ring 22 gemeinsam einstückig miteinander ausgebildet
sein.
[0043] Ein Rohr 23 ist ebenfalls auf der Innenseite der Auflageplatte 203 des Gegenverschlusses
20 angeordnet. Das Rohr 23 ist konzentrisch um die Längsmittelachse des Gegenverschlusses
20 angeordnet und somit auch um die zentrische Ausnehmung 202 des Gegenverschlusses
20. Der Rohrdurchmesser ist derart bemessen, dass das Rohr 23 die zentrische Ausnehmung
202 vollständig umschliesst. Das Rohr 23 erstreckt sich von der Innenseite der Auflageplatte
203 bis über den Gegenverschluss 20 hinaus und im Wesentlichen gleich weit wie eine
untere Kante der Bodenhülse 21 der Bodenverankerung 2. Das Rohr 23 dient einerseits
als Schmutzabweiser und andererseits als Führung für den Verschlusskern 5. Um eine
Verdrehung des Verschlusskerns 5 zu verhindern, ist das Rohr 23 als Vierkantrohr ausgebildet.
Alternativ kann ein Rundrohr mit einer Verdrehsicherung verwendet werden. Das Rohr
23 ist als Einzelteil ausgebildet, welches mit der Innenseite der Auflageplatte 203
verbunden ist. Alternativ können die Auflageplatte 203 und das Rohr 23 gemeinsam einstückig
miteinander ausgebildet sein.
[0044] Um das Rohr 23 ist ein im Wesentlichen hutförmiger Verschlusskern 5 angeordnet, wobei
der Verschlusskern 5 einen Boden 50 und eine umlaufende Seitenwand 51 aufweist. Im
eingebauten Zustand ist der Verschlusskern 5 mit einer zum Rohr 23 komplementären
Ausnehmung im Boden 50 um das Rohr 23 angeordnet und wird von diesem so geführt, dass
nur eine Bewegung in der Längsrichtung möglich ist. Die umlaufende Seitenwand 51 weist
Unterbrechungen auf und die Querschnitte durch die Seitenwand 51 in einer Ebene parallel
zum Boden, entsprechen den Querschnitten der peripheren Ausnehmungen 201 des Gegenverschlusses
20. Die Länge der Seitenwand 51 ist so bemessen, dass der Boden 50 am Ring 22 anschlägt,
wenn die Abschnitte der Seitenwand 51 in die peripheren Ausnehmungen 201 hineinreichen
und eine obere Stirnfläche der Seitenwandabschnitte 51 im Wesentlichen fluchtend mit
der Oberfläche der Auflageplatte 203 ist. Im Boden 50 des Verschlusskerns 5 sind Entwässerungsöffnungen
52 vorgesehen, durch welche Wasser ablaufen kann, welches durch den Gegenverschluss
20 in den Verschlusskern 5 gelangt ist.
[0045] Am unteren freien Ende des Rohres 23 ist eine Ringplatte 24 angeordnet und zumindest
teilweise an diesem fixiert. Ein Anschlag, beispielsweise in der Form eines Splints
oder eines Bolzens verhindert, dass die Ringplatte 24 über das freie Ende hinaus,
vom Gegenverschluss 20 wegbewegt werden kann. Die Gegenrichtung kann ebenfalls blockiert
sein, muss es jedoch nicht. Die Ringplatte 24 dient einer Druckfeder 6 als unterer
Anschlag. Der Aussendurchmesser der Ringplatte 24 ist grösser als der Aussendurchmesser
der Druckfeder. Die Druckfeder ist zwischen der Ringplatte 24 und dem Verschlusskern
5 angeordnet und bewirkt, dass der Verschlusskern 5, bzw. die Abschnitte der Seitenwand
51 in die peripheren Ausnehmungen 201 des Gegenverschlusses gedrückt werden.
[0046] Die Figur 8 zeigt eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemässen Sollbruchschraube
4. Die erfindungsgemässe Sollbruchschraube 4 entspricht einer herkömmlichen Senkkopfschraube
mit einem Innensechskant 43, welche nachbearbeitet wurde. Alternativ kann es sich
dabei auch um eine Spezialschraube ohne Nachbearbeitung handeln. Eine Nachbearbeitung
stellt die Sollbruchstelle 44 dar, welche im Bereich anschliessend an den Kopf 42
im Gewindeschaft 40 angebracht ist. Die Sollbruchstelle 44 ist in der dargestellten
Form eine umlaufende Nut, welche lokal den Durchmesser des Gewindeschaftes 40 reduziert.
Die Nut ist anschliessend an den Kopf 42 angeordnet, sie kann jedoch auch beabstandet
zu diesem im Gewindeschaft 40 ausgebildet sein. Eine weitere Nachbearbeitung stellen
die seitlich vom Gewindeschaft 40 anschliessend an die Sollbruchstelle 44 angeordneten
Ausnehmungen 45 dar. Dargestellt sind vier Ausnehmungen 45, welche rotationssymmetrisch
um die Längsmittelachse L der Sollbruchschraube 4 angeordnet sind. Nach der Abtrennung
des Schraubenkopfes 42 vom Gewindeschaft 40 bilden die vier Ausnehmungen bilden im
Querschnitt einen Vierkant, welcher mit einem entsprechenden komplementären Werkzeug
gefasst werden kann.
[0047] Alternativ können andere Querschnitte realisiert sein, wie beispielsweise solche
mit drei, fünf, sechs oder mehr Kanten. Als weitere Alternative kann auch ein ovaler
Querschnitt realisiert sein.
[0048] Als weitere Alternative kann eine Sollbruchschraube anstelle der Ausnehmungen 44,
welche sich im Wesentlichen an der Oberfläche des Schraubenschafts erstrecken, auch
Ausnehmungen aufweisen, welche sich durch den Schraubenschaft erstrecken. So bildet
eine einzelne Ausnehmung, welche sich quer zur Schraubenlängsachse L erstreckt, einen
bezüglich des Schraubenschafts stirnseitigen Schlitz, wenn der Schraubenkopf abgetrennt
wird. In diesen Schlitz kann dann ein Schlitz-Schraubendreher eingeführt werden, um
den Schraubenschaft aus seiner Aufnahme herauszudrehen. Alternativ können zwei oder
mehr solcher durchgehender Ausnehmungen regelmässig oder unregelmässig verteilt bezüglich
des Umfangs der Schraube angeordnet sein und bilden so unterschiedliche Eingriffsformen
für ein entsprechendes Werkzeug nach dem Abtrennen des Schraubenkopfes. Beispielsweise
bilden zwei bezügliche der Längsmittelachse L zueinander senkrechte, durchgehende
Ausnehmungen, nach dem Abtrennen des Schraubenkopfes eine Eingriffsform für einen
Kreuz-Schraubendreher.
[0049] Die Figur 9 zeigt eine Teilschnittansicht des Pfostensystems durch einen Sperrbolzen
90 bei eingeführtem Absperrpfosten 1. Um zu verhindern, dass der Verschluss 12 des
Absperrpfostens 1 von unbefugten entkoppelt werden kann, wenn der Verschluss 12 von
Rest des Absperrpfostens 1 abgetrennt wurde, ist im zusammengebauten Zustand der Sperrbolzen
90 zwischen dem Boden 11 und dem Verschluss 12 des Pfostens 1 angeordnet. Der Sperrbolzen
90 weist einen Schaft auf, der beabstandet zu den beiden freien Enden einen umlaufenden
Flansch 91 aufweist. Eines der beiden freien Enden ist konisch zulaufend und das andere
freie Ende weist ein Klemmelement 92 in der Form eines Gummirings auf, der in einer
Nut angeordnet ist. Der Bolzen 90 ist im Zusammenbau in einer dafür vorgesehenen Sperrbolzenaufnahme
125 im Verschluss 12 aufgenommen und durch zwei Schrauben gesichert. Es können jedoch
auch andere Halteelemente in einer anderen Anzahl verwendet werden. Im Boden 11 ist
eine weitere Sperrbolzenaufnahme 112 vorgesehen, in welcher das freie Ende des Sperrbolzens
90 mit dem Klemmelement aufgenommen werden kann. Der Durchmesser der Sperrbolzenaufnahme
112 im Boden 11 ist derart bemessen, dass der Sperrbolzen 90 durch das Klemmelement
in der Sperrbolzenaufnahme 112 klemmend gehalten ist und nicht schwerkraftbedingt
nach unten fallen kann. Erst wenn der Boden 11 vom Verschluss 12 getrennt wird, kann
der Sperrbolzen 90 nach unten in eine dafür vorgesehene Ausnehmung im Gegenverschluss
20 fallen. In der dargestellten Ausführungsform fällt der Bolzen 90 in eine der radialen
Ausnehmungen 2021 der zentrischen Ausnehmung 202. Alternativ kann der Bolzen in eine
separate Ausnehmung oder in eine der peripheren Ausnehmungen 201 fallen. Mit der Anordnung
in den peripheren Ausnehmung können grössere Drehmomente aufgenommen werden oder mit
einem kleineren Bolzen das gleiche Drehmoment.
BEZUGSZEICHENLISTE
| 1 |
Absperrpfosten |
2013 |
Verschlussfläche |
| 10 |
Rohr |
202 |
Zentrische Ausnehmung |
| 11 |
Boden |
2020 |
Zentrischen Bohrung |
| 110 |
Verschlussbolzendurchgang |
2021 |
Radiale Ausnehmung |
| 111 |
Durchgang |
203 |
Auflageplatte |
| 112 |
Sperrbolzenaufnahme |
204 |
Seitenwand |
| 12 |
Verschluss |
21 |
Bodenhülse |
| 120 |
Scheibe |
22 |
Ring |
| 121 |
Führungsdorn |
23 |
Rohr |
| 1210 |
Schaft |
24 |
Ringplatte |
| 1211 |
Spitze |
3 |
Befestigung |
| 1212 |
Erhebung |
30 |
Zweite Aufnahme |
| 122 |
Klaue |
31 |
Führungselement |
| 1220 |
Erhebung |
32 |
Anschlag |
| 1221 |
Ausnehmung |
33 |
Fixierung |
| 1222 |
Verschlussfläche |
34 |
Fixierung |
| 1223 |
Fase |
35 |
Federelement |
| 123 |
Erste Aufnahme |
4 |
Sollbruchschraube |
| 124 |
Gewindebohrung |
40 |
Gewindeschaft |
| 125 |
Sperrbolzenaufnahme |
41 |
Gewinde |
| 126 |
Seilaufnahme |
42 |
Kopf |
| 127 |
Durchgang |
43 |
Mitnahmeprofil |
| 13 |
Deckel |
44 |
Sollbruchstelle |
| 14 |
Zwischenstück |
45 |
Ausnehmung |
| 140 |
Ausnehmung |
5 |
Verschlusskern |
| 2 |
Bodenverankerung |
50 |
Boden |
| 20 |
Gegenverschluss |
51 |
Seitenwand |
| 201 |
Periphere Ausnehmung |
52 |
Entwässerung |
| 2010 |
Einführbereich |
6 |
Feder |
| 2011 |
Verschlussbereich |
7 |
Verschlussbolzen |
| 2012 |
Ausnehmung |
70 |
Verschlussstange |
| 8 |
Schloss |
91 |
Flansch |
| 80 |
Schlüssel |
92 |
Klemmelement |
| 9 |
Rückhalteseil |
L |
Längsachse |
| 90 |
Sperrbolzen |
|
|
1. Pfostensystem mit einem Pfosten (1), insbesondere einem Absperrpfosten (1) und einer
Bodenverankerung (2), wobei der Pfosten (1) in der Bodenverankerung (2) lösbar angeordnet
ist, wobei der Pfosten (1) mittels eines unterseitig an diesem befindlichen Verschlusses
(12) auf einem oberseitig an der Bodenverankerung (2) befindlichen Gegenverschlusses
(20) verdrehbar angeordnet ist, wobei im Pfosten (1) oben ein Schloss (8) und unten
ein mit diesem durch ein Zugelement (70) in Wirkverbindung stehender Bolzen (7) vorgesehen
ist, welcher in Schliessstellung den Verschluss (12) durchdringend, in eine Bolzenaufnahmeausnehmung
in der Bodenverankerung (2) eingreift, wobei der Verschluss (12) durch eine Steck-Dreh-Verbindung
mit dem Gegenverschluss (20) lösbar verbunden ist, wobei der Pfosten (1) unterseitig
im Weiteren einen zentrisch angeordneten Führungsdorn (121) mit einem zentrischen
Schaft (1210) aufweist und die Bodenverankerung (2) oberseitig im Weiteren eine zentrische
Ausnehmung (202) mit einer zum zentrischen Schaft (1210) komplementären zentrischen
Bohrung (2020) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsdorn (121) mindestens eine seitlich vom Schaft (1210) nach aussen abstehende
Erhebung (1212) aufweist und die zentrische Ausnehmung (202) mindestens eine zur Erhebung
(1212) komplementäre radiale Ausnehmung (2021) aufweist, welche sich seitlich der
zentrischen Bohrung (2020) nach aussen erstreckt.
2. Pfostensystem gemäss Anspruch 1, wobei die mindestens eine radiale Ausnehmung (2021)
derart ausgebildet ist, dass sie beim Einführen des Führungsdorns (121) in die zentrische
Ausnehmung (202) als Führung für die mindestens eine Erhebung (1212) dient und nach
dem Herstellen der Steck-Dreh-Verbindung als Bolzenaufnahmeausnehmung dient.
3. Pfostensystem gemäss Anspruch 1 oder 2, wobei in der Bodenverankerung (2) ein verschiebbarer
Verschlusskern (5) angeordnet ist, welcher in einem mit dem Pfosten (1) unverbundenen
Zustand die an der Bodenverankerung (2) oberseitig befindlichen Ausnehmungen (201,
202) nach oben hin verschliesst und welcher durch den Führungsdorn (121) und/oder
weitere Elemente der Steck-Dreh-Verbindung niederdrückbar ist.
4. Verschluss (12) für einen Pfosten (1) eines Pfostensystems des Anspruchs 1, wobei
der Verschluss (12) einen zentrisch angeordneten Führungsdorn (121) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsdorn (121) mindestens eine seitlich vom Schaft (1210) nach aussen abstehende
Erhebung (1212) aufweist.
5. Verschluss (12) gemäss Anspruch 4, wobei der Verschluss (12) mindestens eine Kralle
(122) als Element der Steck-Dreh-Verbindung aufweist.
6. Verschluss (12) gemäss einem der Ansprüche 4 oder 5, wobei der Führungsdorn (121)
eine Seilaufnahme (126) in der Form einer Bohrung aufweist, welche sich von der dem
Führungsdorn (121) gegenüberliegenden Seite des Verschlusses entlang der Längsachse
(L) des Führungsdorn (121) in diesen hinein erstreckt, wobei am Führungsdorn (121)
Aufnahmen für Elemente zur Befestigung eines Rückhalteseils (90) in der Seilaufnahme
(126) vorgesehen sind.
7. Bodenverankerung (2) zur Verwendung mit einem Pfosten (1) eines Pfostensystems des
Anspruchs 1, wobei ein oberseitig an der Bodenverankerung (2) befindlicher Gegenverschluss
(20) eine zentrisch angeordnete Ausnehmung (202) mit einer zentrischen Bohrung (2020)
aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die zentrische Ausnehmung (202) mindestens eine radiale Ausnehmung (2021) aufweist,
welche sich seitlich der zentrischen Bohrung (2020) nach aussen erstreckt.
8. Bodenverankerung (2) gemäss Anspruch 7, wobei die Bodenverankerung (2) oberseitig
im Weiteren mindestens eine periphere Ausnehmung (201) als Element der Steck-Dreh-Verbindung
aufweist, welche einen Einführbereich (2010) und einen Verschlussbereich (2011) aufweist,
wobei der Einführbereich (2010) in radialer Richtung breiter als der Verschlussbereich
(2011) ausgestaltet ist.
9. Bodenverankerung (2) gemäss Anspruch 7 oder 8, wobei in der Bodenverankerung (2) ein
verschiebbarer Verschlusskern (5) angeordnet ist, durch welchen die an der Bodenverankerung
(2) oberseitig befindlichen Ausnehmungen (201, 202) nach oben hin verschliessbar sind
und welcher durch ein Federelement (6) in einer die Ausnehmungen (201, 202) verschliessende
Position gehalten ist.
10. Befestigung (3) für einen Pfosten (1) eines Pfostensystems des Anspruchs 1 zur unterseitigen
Befestigung des Verschlusses (12) an einem Boden (11) des Pfostens (1), aufweisend
mindestens ein Befestigungselement (4), eine erste Aufnahme (123) am Verschluss und
eine zweite Aufnahme (30) am Boden (11), wobei jedes Befestigungselement (4) an seiner
einen Seite in der ersten Aufnahme (123) aufgenommen ist und an seiner anderen Seite
in der zweiten Aufnahme (30) aufgenommen ist, wobei das Befestigungselement (4) eine
Längsachse (L) aufweist und der Verschluss (12) und der Boden (11) in der Richtung
der Längsachse (L) gegeneinander verspannt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Aufnahme (30) im Wesentlichen in der Richtung der Längsachse (L) in einem
vorbestimmten Bereich bewegbar ist.
11. Befestigung (3) gemäss Anspruch 10, wobei der Boden (11) einen Durchgang (111) für
jedes Befestigungselement (4) aufweist und die zweite Aufnahme (30) mindestens ein
Führungselement (31) aufweist, welches um jeden Durchgang (111) angeordnet ist, wobei
mindestens eine Fixierung (34) und mindestens ein Federelement (35) für das entsprechende
Befestigungselement (4) in jedem Führungselement (31) geführt sind.
12. Befestigung (3) gemäss Anspruch 10 oder 11, wobei das mindestens eine Federelement
(35) zwischen dem Boden (11) und der mindestens einen Fixierung (34) angeordnet ist.
13. Sollbruchschraube (4) zur Befestigung eines Verschlusses (12) an einem Boden (11)
eines Pfostens (1) eines Pfostensystems des Anspruchs 1, aufweisend einen Gewindeschaft
(40) mit einem Aussengewinde (41) und einem Kopf (42) mit einem Mitnahmeprofil (43),
wobei die Sollbruchschraube (4) einen Sollbruchstellenbereich (44) am Gewindeschaft
(40) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass auf der dem Kopf (42) gegenüberliegenden Seite des Sollbruchstellenbereichs (44),
anschliessend an diesen mindestens eine Ausnehmung (45) ausgebildet ist.
14. Sollbruchschraube (4) gemäss Anspruch 13, wobei Sollbruchstellenbereich (44) anschliessend
an den Kopf (42) ausgebildet ist.
15. Sollbruchschraube (4) gemäss Anspruch 13 oder 14, wobei die mindestens eine Ausnehmung
(45) derart ausgebildet ist, dass sie den Gewindeschaft (40) durchdringt.