[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Absturzsicherung am Übergang zu einem Gebäude
oder Gerüst eines Aufzugs, beispielsweise eines Bauaufzugs oder eines Industrieaufzugs,
nach dem Oberbegriff von Patentanspruch 1.
[0002] Die Übergänge von einem Aufzug zu einem Gebäude oder einem Gerüst, wie beispielsweise
einem Baustellengerüst, sind besonders absturzgefährdet. Die Absturzgefahr betrifft
sowohl Personen als auch Ladung wie Baumaterial oder andere Dinge, die mit dem Aufzug
in die jeweilige Etage transportiert werden sollen. Auch beim Absturz von Ladung oder
anderen Dingen an einem Gebäude- oder Gerüstübergang kann großer Schaden entstehen,
da die herunterfallenden Teile nicht nur Sachbeschädigung sondern auch Personenschäden
hervorrufen können. Deshalb ist es von größter Wichtigkeit, dass diese Übergangsstellen
besonders gut gesichert sind. Es sei angemerkt, dass die beschriebenen Übergangsstellen
in der Fachsprache auch als Ladestellen oder Ladestellenübergänge bezeichnet werden.
Stand der Technik
[0003] Im Stand der Technik ist zur Absturzsicherung gängig, dass vom Gebäude bzw. Gerüst
aus betrachtet an dem Übergang eine Art Tür, bisweilen als Etagensicherungstür bezeichnet,
befestigt ist, die sich nur dann öffnen lässt, wenn ein Aufzug in der richtigen Stellung
und Position vor dieser Etagensicherungstür hält. In allen anderen Fällen muss die
Tür geschlossen bleiben und darf nicht zu öffnen sein, da Absturzgefahr bestehen würde.
[0004] Um einen Spalt zwischen Aufzug und Übergang zum Gebäude oder Gerüst zu überbrücken
weist der Aufzug oftmals eine Rampe auf, die ausgeklappt wird, wenn der Aufzug in
der anzufahrenden Etage hält. Wichtig ist in diesem Fall, dass die den Übergang sichernde
und verschließende Tür nur dann zu öffnen ist, wenn die Rampe auch tatsächlich ausgelegt
worden ist, das heißt der Spalt zwischen Gerüst und Übergang von der Rampe überbrückt
ist. Andernfalls droht wiederum die Gefahr, dass Personen oder Ladungen in den Spalt
stürzen könnten.
[0005] Ein Beispiel für eine solche Aufzugs-Etagentür ist beschrieben in den Europäischen
Patentanmeldungen
EP 2 974 989 A1 und
EP 1 300 529 A1 sowie dem Gebrauchsmuster
Aufgabenstellung
[0006] Bei Aufzügen, die nicht nur zum Transport von Ladung sondern auch zum Personentransport
eingesetzt werden, verlangen Sicherheitsvorschriften Türen, die wenigstens 200 cm
hoch sind. Anders bei reinen Transportaufzügen; hier reicht es, eine Etagensicherungstür
in einer Höhe mit 100 - 120 cm vorzusehen. Hohe Türen werden auch bei schneller fahrenden
Aufzügen verlangt, das heißt wenn der Aufzug mit einer Geschwindigkeit von mindestens
42 m/min fährt.
[0007] Auch gibt es Konstellationen, in denen die Breite üblicher Etagensicherungstüren
nicht ausreichend ist, z. B. wenn Gebäudeübergänge besonders breit sind oder in den
Fällen, in denen ein überbreiter Aufzug eingesetzt wird, um sperriges Ladegut zu transportieren.
[0008] Ausgehend von dem Vorstehenden ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung die Bereitstellung
einer Absturzsicherung am Übergang zu einem Gebäude oder Gerüst eines Aufzugs, mit
der sich die Anforderungen an unterschiedliche Höhen und Breiten zur Absicherung des
Übergangs besonders einfach realisieren lassen.
[0009] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Absturzsicherung nach Patentanspruch 1. Bevorzugte
Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
Erfindungsbeschreibung
[0010] Die Absturzsicherung am Übergang zu einem Gebäude oder Gerüst eines Aufzugs weist
einen Rahmen und ein Öffnungsverschlussblatt zum Verschluss einer Öffnung an dem Übergang
auf. Der Rahmen weist eine untere Quertraverse und seitliche Rahmenteile auf. Die
Quertraverse und die seitlichen Rahmenteile sind miteinander mit dem Rahmen verbindbar,
wobei die Verbindung so erfolgt, dass sie lösbar ist. Erfindungsgemäß ist der Rahmen
modulartig erweiterbar, in dem weitere Quertraversen und/oder seitliche Rahmenteile
einfügbar sind. Durch Einfügen von weiteren Quertraversen ist die Absturzsicherung
in der Breite erweiterbar; durch Einfügen von weiteren seitlichen Rahmenteilen ist
sie in der Höhe erweiterbar. Durch die Lösbarkeit der Verbindung ist eine vorhandene
Absturzsicherung jederzeit sowohl in der Höhe als auch in der Breite erweiterbar,
sollten neue Anforderungen auftreten, die eine Erweiterung erforderlich machen. Wird
beispielsweise an Stelle eines vorhandenen langsamen Aufzugs nun ein neuer Aufzug
eingesetzt, der mit einer Geschwindigkeit von mehr als 42 m/min fährt, so kann entsprechend
die Absturzsicherung einfach erhöht werden, indem die Verbindungen der Einzelteile
des Rahmens gelöst werden, weitere seitliche Rahmenteile eingefügt werden und alles
wieder neu verbunden wird. Ebenso lässt sich die Absturzsicherung einfach in der Breite
erweitern durch Einfügen weiterer unterer Quertraversen, wenn beispielsweise der Aufzug
nun an einem Gebäude mit einer entsprechend breiteren Gebäudeübergangsöffnung eingesetzt
werden soll.
[0011] Wie sich aus dem Vorstehenden ergibt, ist die Erfindung insbesondere darin zu sehen,
dass die Absturzsicherung mit vergleichsweise geringem Aufwand den entsprechenden
gesetzlichen Vorgaben und örtlichen Gegebenheiten angepasst werden kann. Bis zum jetzigen
Zeitpunkt mussten jeweils komplett neue Absturzsicherungen gekauft werden. Es wäre
auch gar nicht möglich gewesen, die bekannten Absturzsicherungen, wie sie oben beispielhaft
anhand der zitierten Druckschriften des Standes der Technik vorgestellt worden sind,
in irgendeiner Dimension zu erweitern. Die Konstruktion derselben ließe dies nicht
zu.
[0012] Vorzugsweise ist an der Absturzsicherung ein Verriegelungsmechanismus vorgesehen,
so dass das Öffnungsverschlussblatt nur dann geöffnet werden kann, wenn sich der Aufzug
tatsächlich an dem Übergang in der richtigen Stellung und in einer Halteposition befindet.
Dieser Verriegelungsmechanismus soll dann betätigt werden, wenn der Aufzug vor der
Etage hält.
[0013] Besonders bevorzugt ist der Verriegelungsmechanismus durch eine Rampe des Aufzugs
betätigbar. Wie eingangs erwähnt, überbrückt diese Rampe den Spalt zwischen Aufzug
und Gebäude bzw. Gerüst.
[0014] Bevorzugt hat der Verriegelungsmechanismus einen Kipphebel, der nur in einer waagrechten
Position, das heißt in einer Position parallel zur unteren Quertraverse, ein Öffnen
des Öffnungsverschlussblattes erlaubt. Durch Auflegen der Rampe geht der Kipphebel
in diese waagerechte Position über. Ohne aufgelegte Rampe ist der Kipphebel in einer
gekippten Stellung, das heißt in einer Stellung, die von der Parallele zur unteren
Quertraverse abweicht, welche das Öffnungsverschlussblatt sperrt, so dass es nicht
geöffnet werden kann. Ohne aufliegende Rampe fällt der Kipphebel, bedingt durch die
Schwerkraft, immer in eine verriegelte Position.
[0015] Als Gegenstück zu dem Kipphebel ist in einer bevorzugten Ausführung zumindest ein,
bevorzugt sind zumindest zwei, Arretierungsbolzen an der Unterseite des Öffnungsverschlussblattes
vorgesehen, welche/r in das Öffnungsverschlussblatt eingreift/en, z. B. in einen Rahmen
des Öffnungsverschlussblattes. Durch die Öffnungsbewegung des Kipphebels wird der
Arretierungsbolzen ebenfalls geöffnet, das heißt aus dem Eingriff mit dem Öffnungsverschlussblatt
genommen. Sind mehrere Arretierungsbolzen vorhanden, so wird die Sicherheit weiter
erhöht - selbst wenn ein Arretierungsbolzen versehentlich geöffnet sein sollte, so
hält der zweite oder halten die weiteren Arretierungsbolzen das Öffnungsverschlussblatt
immer noch geschlossen. Damit das Öffnungsverschlussblatt verschoben und damit geöffnet
werden kann, müssen alle Arretierungsbolzen geöffnet worden sein.
[0016] Bevorzugt wird der modulartige Aufbau des Rahmens dadurch erzielt, dass als seitliche
Rahmenteile sogenannte Basisrahmenteile vorgesehen sind, welche in die untere Quertraverse
einführbar sind. Es wird sozusagen rechts und links jeweils ein Basisrahmenteil in
die untere Quertraverse eingeführt. Bevorzugt ist dieses Basisrahmenteil L-förmig,
das heißt es weist einen langen Schenkel auf, der die seitliche Begrenzung des Rahmens
darstellt, und einen kurzen Schenkel, der auch als Querschenkel bezeichnet wird, der
zumindest teilweise in eine entsprechende Öffnung der unteren Quertraverse einführbar
ist. Durch Zusammenstecken von zwei Basisrahmenteilen und einer unteren Quertraverse
lässt sich ein erfindungsgemäßer Rahmen aufbauen.
[0017] Insbesondere bei höheren Türen ist neben einer unteren Quertraverse eine obere Quertraverse
vorgesehen. Diese obere Quertraverse ist wiederum in die seitlichen Rahmenteile, beispielsweise
in die Basisrahmenteile, einführbar. Hierfür sieht die obere Quertraverse aus wie
eine Bank oder wie ein langer Tisch, jedoch nur mit zwei Beinen. Die lange Seite stellt
die Begrenzung des Rahmens nach oben dar. Die beiden kurzen Beine weisen nach unten
in Richtung der unteren Quertraverse und sind in Öffnungen der seitlichen Rahmenteile
einführbar.
[0018] Zur Erhöhung der Absturzsicherung sind neben Basisrahmenteilen sogenannte Rahmenverlängerungen
vorgesehen, die in die Basisrahmenteile einführbar sind und in welche wiederum eine
obere Quertraverse eingeführt werden kann. Durch beliebiges Einführen einer beliebigen
Anzahl an Rahmenverlängerungen ist im Grunde der Rahmen beliebig in die Höhe erweiterbar.
[0019] Zur Verbreiterung der Absturzsicherung, genauer des Rahmens der Absturzsicherung,
ist bevorzugt vorgesehen, dass mehrere untere Quertraversen hintereinander gereiht
und miteinander verbunden werden können. So können beispielsweise zwei untere Quertraversen
nebeneinander gelegt und miteinander verbunden werden, so dass der Rahmen nun doppelt
so breit ist. Selbstverständlich müssen hier wiederum die seitlichen Rahmenteile und
eventuell eine entsprechend lange bzw. breite obere Quertraverse noch hinzugefügt
werden, um einen vollständigen Rahmen zu erhalten.
[0020] Das Verbinden der unteren Quertraversen geschieht bevorzugt mit Hilfe eines Verbinders,
beispielsweise in der Art eines kurzen Zwischenstücks, das sowohl auf der einen Seite
in die erste untere Quertraverse und auf der anderen Seite in die zweite untere Quertraverse
einführbar ist.
[0021] Die einzelnen Rahmenteile können miteinander lösbar verbunden werden; sie können
beispielsweise miteinander verschraubt werden.
[0022] Nicht nur der Rahmen der Absturzsicherung ist modulartig erweiterbar, bevorzugt ist
auch das Öffnungsverschlussblatt modulartig erweiterbar. Hierfür können mehrere Öffnungsverschlussblätter
nebeneinander bzw. übereinander miteinander verbunden werden. Soll beispielsweise
eine doppelt so hohe Absturzsicherung zur Verfügung gestellt werden, so werden zwei
Öffnungsverschlussblätter übereinander gestellt und beispielsweise miteinander verschraubt.
[0023] In einer bevorzugten Ausführung ist das Öffnungsverschlussblatt in Form einer Schiebetür
gestaltet, das heißt es lässt sich zu einer Seite hin verschieben. Wie es im Stand
der Technik bekannt ist, kann der Anschlag dabei so gewählt werden, dass das Öffnungsverschlussblatt
zur rechten Seite oder zur linken Seite verschoben werden kann, je nach Bedarf und
örtlichen Gegebenheiten.
[0024] Das Verschieben geschieht insbesondere dadurch, dass eine Laufschiene vorhanden ist,
wobei die Laufschiene bevorzugt vor die untere Quertraverse gesetzt ist. Auf diese
Art und Weise kann das Öffnungsverschlussblatt vor der Gebäudeöffnung bzw. vor dem
Gerüstübergang verschoben werden, so dass der Öffnungsweg für das Öffnungsverschlussblatt
stets frei ist.
[0025] Bevorzugt ist das Öffnungsverschlussblatt am Rahmen gelagert.
[0026] In einer weiteren bevorzugten Ausführung ist eine Halterung vorgesehen, die die Funktion
hat, das Öffnungsverschlussblatt vor dem Herausfallen zu sichern, die jedoch zugleich
als Führung beim Öffnen des Öffnungsverschlussblattes dienen soll. Es handelt sich
zuzusagen um eine "Halterung und Torführung".
[0027] In einer Ausgestaltung ist die Halterung mehrteilig, das heißt sie weist ein Befestigungsteil
auf, das am Rahmen befestigbar ist, und ein sogenanntes Aufnahmeteil welches einen
Bereich des Öffnungsverschlussblattes aufnimmt und das auch zugleich die Führung beim
Öffnen des Öffnungsverschlussblattes bereitstellt.
[0028] Besonders bevorzugt ist die Halterung symmetrisch gestaltet, so dass nur eine Halterung
bereitgestellt werden muss, die beiderseits montiert werden kann, das heißt die sowohl
rechts als auch links angebaut werden kann.
Figurenkurzbeschreibung
[0029] Die vorliegende Erfindung kann noch besser verstanden werden, wenn Bezug auf die
beiliegenden Figuren genommen wird, die beispielhaft besonders vorteilhafte Ausgestaltungsmöglichkeiten
darlegen, ohne die vorliegende Erfindung auf diese einzuschränken, wobei
Figur 1 eine Absturzsicherung im geschlossenen (Figur 1A) und im geöffneten Zustand
(Figur 1 B);
Figur 2 eine schematische Darstellung des Aufbaus eines ersten Ausführungsbeispiels
eines Rahmens;
Figur 3 eine schematische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels eines Rahmens;
Figur 4 ein drittes Ausführungsbeispiel eines Rahmens in Einzelteilen (Figur 4A) und
im zusammengebauten Zustand (Figur 4B);
Figur 5 ein viertes Ausführungsbeispiel eines Rahmens in Einzelteilen (Figur 5A) und
im zusammengebauten Zustand (Figur 5B);
Figur 6 ein fünftes Ausführungsbeispiel eines Rahmens;
Figur 7 ein sechstes Ausführungsbeispiel eines Rahmens;
Figur 8 ein Ausführungsbeispiel eines Öffnungsverschlussblattes;
Figuren 9, 10 und 11 verschiedene Ausführungsbeispiele von modularen Anordnungen von
Öffnungsverschlussblättern;
Figur 12 eine Detailansicht eines Verriegelungsmechanismus einer Absturzsicherung;
Figur 13 eine erfindungsgemäße Halterung in perspektivischer Darstellung;
zeigen.
Figurenbeschreibung
[0030] Die in den einzelnen Figuren gezeigten Ausgestaltungsmöglichkeiten lassen sich auch
untereinander in beliebiger Form verbinden.
[0031] Vorab sei angemerkt, dass die Bezugszeichen für Teile mit gleicher Funktion jeweils
um 100 erhöht sind, z. B. trägt eine untere Quertraverse die Bezugszeichen 21, 121,
221 etc.. Kommen die gleichen Teile mehrfach in einem Ausführungsbeispiel vor, z.
B. zwei Basisrahmenteile 23, so werden sie zur Unterscheidung mit Hochstrichen gekennzeichnet,
das heißt erstes Basisrahmenteil 23, zweites Basisrahmenteil 23'. Zur Vermeidung von
Wiederholungen sind nachfolgend die Figuren nicht immer vollständig beschrieben, sondern
es sind vor allem die Unterschiede zu vorangehenden Figuren dargelegt. Der Fachmann
ist in der Lage, die Beschreibung auch der konkret zu einer Figur nicht erläuterten
Bezugszeichen der Beschreibung vorangegangener Figuren zu entnehmen und entsprechend
die Bezugszeichen der betroffenen Figur einzusetzen.
[0032] Die Figuren 1A und 1B zeigen ein Beispiel einer erfindungsgemäßen Absturzsicherung
1. Das dargestellte Ausführungsbespiel kann auch als Etagensicherungstür bezeichnet
werden. Derartige Absturzsicherungen können beispielsweise am Übergang zwischen einem
Aufzug und einem Gebäude oder zwischen einem Aufzug und einem Gerüst, beispielsweise
einem Baugerüst, eingesetzt werden.
[0033] Die Absturzsicherung 1 besteht aus einem Rahmen 2 und einem Öffnungsverschlussblatt
3. Genauer, das Öffnungsverschlussblatt 3 ist in der dargestellten Ausführungsform
zweiteilig, es besteht aus einem Basisöffnungsverschlussblatt 53 und einer Öffnungsverschlussblatterhöhung
54. Es handelt sich bei der vorgestellten Absturzsicherung um eine erhöhte Version,
beispielsweise mit einer Gesamthöhe von ca. 200 cm.
[0034] Mit Hilfe von Streben zur Anbindung an ein Gerüst 6, 6', 6", 6'" ist der Rahmen 2
und damit die Absturzsicherung 1 an dem Gerüst oder auch an einem Gebäude befestigbar.
Die Befestigung erfolgt im vorliegenden Ausführungsbeispiel mit Hilfe von Befestigungsschellen
7, wovon in der Darstellung der Figur 1A eine dargestellt ist.
[0035] Das Öffnungsverschlussblatt 3 wird im Rahmen 2 von einer Halterung gehalten und von
dieser auch bei seiner Öffnungs- und Schließbewegung, dargestellt durch den Pfeil
LR, gehalten und geführt. Der Anschlag 9 begrenzt die Beweglichkeit des Öffnungsverschlussblattes
3.
[0036] Der Rahmen 2 ist aus einer unteren Quertraverse 21 und einer oberen Quertraverse
22, zwei Basisrahmenteilen 23, 23' und zwei Rahmenverlängerungen 24, 24' zusammengesetzt.
[0037] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung werden Basisrahmenteile und Rahmenverlängerungen
unter dem Begriff "seitliche Rahmenteile" zusammengefasst.
[0038] Auf der zum Gebäude gewandten Seite der Absturzsicherung 1 ist eine Schwelle 10 in
der dargestellten Ausführungsform vorgesehen, die mit der unteren Quertraverse 21
verbunden ist.
[0039] Zu sehen ist in Figur 1 auch der Verriegelungsmechanismus 4, genauer der Kipphebel
60 des Verriegelungsmechanismus 4. In Figur 1 ist die Absturzsicherung 1 geschlossen
und der Kipphebel 60 und damit der Verschlussmechanismus 4 nicht betätigt, so dass
das Öffnungsverschlussblatt 3 nicht geöffnet werden kann. Es muss solange in einer
geschlossenen Stellung verharren, bis der Verriegelungsmechanismus 4 betätigt worden
ist, beispielsweise durch die abgeklappte und auf den Verriegelungsmechanismus 4 aufgelegte
Rampe eines an diesem Geschoss und damit vor der Absturzsicherung 1 haltenden Aufzugs.
Der Verriegelungsmechanismus 4, genauer der Kipphebel 60, nimmt daraufhin die in Figur
1 B gezeigte waagrechte Position ein, so dass das Öffnungsverschlussblatt 3 aufgeschoben
werden kann.
[0040] Anzumerken ist, dass anstelle einer Schiebetür selbstverständlich auch eine Klapptür
in der Art einer Flügeltür als Öffnungsverschlussblatt denkbar ist. Die dargestellte
Erfindung lässt sich ebenfalls mit einem Klappmechanismus anstelle eines Schiebemechanismus
zum Öffnen des Öffnungsverschlussblattes realisieren.
[0041] In Figur 2 ist schematisch das Prinzip der Erfindung dargestellt. Es zeigt den Aufbau
eines in der Höhe erweiterten Rahmens 102 einer erfindungsgemäßen Absturzsicherung,
ähnlich wie sie anhand der Figuren 1 beschrieben worden ist. Der Rahmen 102 ist zusammengesetzt
aus einer unteren Quertraverse 121, einer oberen Quertraverse 122, aus zwei Basisrahmenteilen
123, 123' und aus zwei Rahmenverlängerungen 124, 124'. Die einzelnen Teile werden
ineinander gesteckt, wie angedeutet durch die Pfeile S. Außerdem ist noch eine Laufschiene
105 vorgesehen, die vor der unteren Quertraverse 121 befestigt wird.
[0042] Das Basisrahmenteil 123 hat eine L-Form mit einem langen Schenkel 125 und einem kurzen
Schenkel 126. Der kurze Schenkel 126 wird in eine entsprechende Öffnung 128 der unteren
Quertraverse 121 eingeführt. Ähnlich verhält es sich beim Basisrahmenteil 123' mit
langem Schenkel 125' und kurzem Schenkel 126', welcher in eine Öffnung 128' der unteren
Quertraverse 121 eingesteckt wird.
[0043] In die Öffnungen 127, 127' der Basisrahmenteile 123, 123' wird wiederum jeweils eine
Rahmenverlängerung 124, 124' eingesteckt. Hierfür weist die Rahmenverlängerung 124,
124' entsprechende Steckzapfen 129, 129' auf.
[0044] In Aufnahmeöffnungen 130, 130' der Rahmenverlängerungen 124, 124' wird eine obere
Quertraverse 122 eingeführt. Hierfür weist die obere Quertraverse 122 zwei Steckzapfen
131, 131' auf.
[0045] Nach dem Ineinanderstecken werden die einzelnen Teile miteinander verbunden, beispielsweise
durch Schrauben.
[0046] Figur 3 zeigt wiederum in schematischer Darstellung ein weiteres Ausführungsbeispiel
eines Rahmens 202. In diesem Fall handelt es sich um einen sowohl in der Höhe erweiterten
Rahmen als auch in der Breite erweiterten Rahmen. Die zu verwendenden Öffnungsverschlussblätter
sind in Figur 9 bzw. 11 dargestellt. Zwei in der Höhe erweiterte Öffnungsverschlussblätter
werden eingesetzt, die jeweils zu entgegengesetzten Seiten hin zu öffnen sind.
[0047] Zur Erzielung der doppelten Breite sind zwei untere Quertraversen 221 und 221' miteinander
verbunden. Hierfür ist ein Verbinder 232 vorgesehen, der in die einander zugewandten
Aufnahmeöffnungen der unteren Quertraversen 221 und 221' eingeführt wird. Der Verbinder
232 ist in der Darstellung der Figur 3 gestrichelt dargestellt.
[0048] Zur Verstärkung des Rahmens 202, insbesondere aufgrund der Tatsache, dass zum Teil
sehr hohe Lasten über den Rahmen hinweg transportiert werden, ist eine Aussteifung
233 vorgesehen, die mit den beiden unteren Quertraversen 221, 221' verbunden wird.
[0049] Wiederum sind zwei Laufschienen als Bestandteile der Quertraversen vorgesehen. Dargestellt
sind die Verlängerungen der Laufschienen 205, 205', auf welchen je ein Öffnungsverschlussblatt
im geöffneten Zustand läuft. Die beiden Öffnungsverschlussblätter, die in einem Rahmen
202 verwendet werden können, bewegen sich folglich nicht auf die gleiche Seite des
Rahmens 202 und damit der entsprechenden Absturzsicherung, sondern es bewegt sich
je ein Öffnungsverschlussblatt auf die ihm naheliegende Seite, das heißt ein Öffnungsverschlussblatt
geht nach rechts und das andere nach links auf.
[0050] Im Übrigen ist der Aufbau wie anhand der Figur 2 beschrieben, das heißt es setzt
sich der Rahmen zusammen aus zwei Basisrahmenteilen 223, 223', zwei Rahmenverlängerungen
224, 224' sowie einer oberen Quertraverse 222 und, im Fall der Figur 3, aus zwei unteren
Quertraversen 221, 221', die durch einen Verbinder 232 miteinander verbunden und somit
aneinander befestigt sind. Wie aus einem Vergleich der Figuren 2 und 3 zu sehen ist,
ist die obere Quertraverse 222 doppelt so lang wie die obere Quertraverse 122. Anders
als bei der unteren Quertraverse wird bei der oberen Quertraverse eine Verbreiterung
durch eine gesonderte obere Quertraverse erzeugt, anstelle des Miteinanderverbindens
von zwei oberen Quertraversen. Dies insbesondere deshalb, da nach unten stehende Zapfen
231 eine Verletzungsgefahr für durchgehende Personen bergen würden.
[0051] In Figur 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Rahmens dargestellt. Es handelt
sich um einen in der Höhe erweiterten Rahmen 302, wobei Figur 4A die Einzelteile vor
dem Zusammenbau und Figur 4B den Rahmen 302 im zusammengebauten Zustand zeigt. Vergleichbar
ist der Aufbau mit dem Rahmen 2 der Absturzsicherung 1, wie sie in Figur 1 dargestellt
ist. Der grundsätzliche Aufbau eines solchen Rahmens wurde anhand von Figur 2 vorgestellt.
[0052] Der Rahmen 302 ist aus einer unteren Quertraverse 321 mit Verriegelungsmechanismus
304, einer oberen Quertraverse 322, zwei Basisrahmenteilen 323, 323', zwei Rahmenverlängerungen
324, 324', einer Laufschiene 305, vier Streben zur Anbindung an ein Gerüst 306, 306',
306", 306'" mit entsprechenden Befestigungsschellen 307, 307', 307", 307'", einer
Halterung 308 und verschiedenen Anschlägen 309 zusammengesetzt. Wie anhand der Figur
2 erläutert, werden die Einzelteile ineinander gesteckt und miteinander lösbar befestigt.
Hierfür sind zahlreiche Befestigungsmittel vorhanden, von denen einzelne mit dem Bezugszeichen
370 bezeichnet worden sind. Es ist jedoch für den Fachmann sofort aus der Zeichnung
ersichtlich, dass eine ganze Anzahl weiterer Befestigungsmittel vorgesehen sind, um
die einzelnen Rahmenteile lösbar miteinander zu verbinden. In der bevorzugten Ausführung
der Figur 4 handelt es sich um Schrauben. Es können jedoch auch Nieten oder andere
lösbare Befestigungsmittel eingesetzt werden.
[0053] Es sind hier drei verschiedene Anschläge 309, die den Weg des Öffnungsverschlussblattes
begrenzen, unterscheidbar. Zum einen der Anschlag 309, der als Anschlag beim Schließen
dient, der Anschlag 309', der als ein erster Anschlag beim Öffnen dient, und der Anschlag
309", der als ein zweiter Anschlag beim Öffnen eine erweiterte Sicherheitsfunktion
bietet.
[0054] In den Figuren 5A und 5B ist der Rahmen 402 einer doppelt breiten und einer doppelt
hohen Absturzsicherung dargestellt, ähnlich wie bereits schematisch anhand von Figur
3 beschrieben. Der Rahmen ist aufgebaut aus einer oberen Quertraverse 422, zwei Rahmenverlängerungen
424, 424', zwei Basisrahmenteilen 423, 423' und zwei unteren Quertraversen 421, 421'.
Verbunden werden die beiden unteren Quertraversen 421, 421' mittels eines Verbinders
434, der in der Darstellung der Figur 5A bereits in die Öffnung 428" der unteren Quertraverse
421' eingesteckt worden ist.
[0055] Zur Aussteifung der unteren Quertraverse 421 ist eine Aussteifung 433 vorgesehen,
die mit der unteren Quertraverse 421 verbunden wird.
[0056] Zur Anbindung an ein Gerüst sind vier Streben 406, 406', 406", 406'" vorgesehen,
die mittels der ebenfalls eingetragenen Befestigungsschellen 407, 407', 407", 407'"
mit einem Gerüst verbindbar bzw. an einem Gerüst befestigbar sind.
[0057] Zum Öffnen des Öffnungsverschlussblattes, das in der Darstellung der Figur 5 nicht
gezeigt ist, sind zwei Laufschienenelemente 405, 405', vorgesehen, die an den übrigen
Rahmenteilen des Rahmens 402 befestigt werden, so dass die beiden Öffnungsverschlussblätter
jeweils nach außen geöffnet werden können, sobald der Verriegelungsmechanismus 404,
404' betätigt worden ist.
[0058] In Figur 6 ist sozusagen eine Grundversion eines Rahmens einer erfindungsgemäßen
Absturzsicherung gezeigt. Der Rahmen 502 ist aufgebaut aus einer unteren Quertraverse
521 und zwei Basisrahmenteilen 523, 523'. Eine obere Quertraverse ist nicht vorgesehen,
da es sich um eine sogenannte halbhohe Absturzsicherung handelt, das heißt mit einer
Höhe von beispielsweise 100 - 120 cm. Eine solche Absturzsicherung kann z. B. bei
reinen Lastenaufzügen, die mit niedrigen Geschwindigkeiten fahren, eingesetzt werden.
[0059] Wie bereits anhand der anderen Ausführungsbeispiele erläutert, weist der Rahmen daneben
noch Streben zum Befestigen an einem Gerüst 506, 506', 506", 506'" mit entsprechenden
Befestigungsschellen 507, 507', 507", 507'" auf.
[0060] Vorgesehen ist außerdem ein Anschlag 509 zum Begrenzen des Fahrwegs beim Schließen
eines Öffnungsverschlussblattes, das in der Darstellung der Figur 6 nicht gezeigt
ist. Das Öffnungsverschlussblatt öffnet in der gezeigten Darstellung nach rechts.
Entsprechend ist eine Laufschiene 505 vorgesehen. Während der Verriegelungsmechanismus
504 betätigt und in eine waagerechte Stellung verbracht worden ist (vgl. Figur 1B),
kann das Öffnungsverschlussblatt bewegt und nach rechts verschoben werden. Neben dem
Anschlag zum Schließen 509 sind noch zwei weitere Anschläge beim Öffnen vorgesehen
- der erste Anschlag beim Öffnen 509' und der zweite Anschlag beim Öffnen 509".
[0061] Wie anhand von beispielsweise Figur 2 beschrieben, werden die beiden Basisrahmenteile
523, 523' in die untere Quertraverse 521 eingeschoben und mit Hilfe von Befestigungsmitteln
570 lösbar befestigt.
[0062] Die Erfindung liegt darin, dass diese Grundversion des Rahmens 502 modular erweitert
werden kann. Der Rahmen kann dadurch erhöht werden, dass zwei Rahmenverlängerungen
oben auf die beiden Basisrahmenteile 523, 523' eingesteckt werden und oberseits mit
einer oberen Quertraverse zu einem festen Rahmen verbunden werden. Typischerweise
wird man außerdem die beiden Streben 506' und 506" von den beiden Basisrahmenteilen
abmontieren und stattdessen jeweils eine Rahmenverlängerung montieren, damit der erhöhte
Rahmen gut am Gerüst befestigt ist. Der Rahmen 502 kann auch verbreitert werden. Hierzu
wird eine weitere untere Quertraverse eingefügt und mit der vorhandenen Quertraverse
521 verbunden. Zur Absteifung der Konstruktion ist es vorteilhaft ein Versteifungsmittel,
z. B. in Form einer U-Schiene oder eines Vierkantrohres, mit der verlängerten unteren
Quertraverse zu verbinden.
[0063] In Figur 7 ist eine niedrige, jedoch in der Breite erweiterte Version eines Rahmens
für eine entsprechende Absturzsicherung dargestellt. In der Ausführung der Figur 7
müssen hierfür zwei Öffnungsverschlussblätter verwendet werden, die jeweils nach außen
aufgeschoben werden.
[0064] Der Rahmen 602 ist zusammengesetzt aus zwei unteren Quertraversen 621, 621' und zwei
Basisrahmenteilen 623, 623'. Die Befestigung am Gerüst erfolgt über entsprechende
Streben 606, 606', 606" und 606'" mit Befestigungsschellen 607, 607', 607" und 607'".
[0065] Die beiden Öffnungsverschlussblätter werden mit Hilfe zweier Halterungen 608, 608'
am Rahmen 602 gehalten und bei der Öffnungs- und Schließbewegung geführt. Geöffnet
werden kann jedes Öffnungsverschlussblatt erst nach Entsicherung bzw. Freigabe durch
den Verriegelungsmechanismus 604, 604'. Dann kann das Öffnungsverschlussblatt jeweils
auf seiner ihm zugeordneten Laufschiene 605, 605' verschoben werden.
[0066] In Figur 8 ist ein Öffnungsverschlussblatt 703 dargestellt. Man könnte auch sagen,
es handelt sich um ein Öffnungsverschlussblattelement 703, denn wie anhand der Figur
10 erläutert, lassen sich einzelne Öffnungsverschlussblätter 703 jeweils miteinander
zu verbreiterten Öffnungsverschlussblättern zusammensetzen.
[0067] Ein Öffnungsverschlussblatt 703 besteht aus dem eigentlichen Blatt 751, das von einem
Rahmen 750 gehalten wird. Vorgesehen sind außerdem zwei Laufrollen 752, 752', die
in einer Laufschiene, beispielsweise Bezugszeichen 5 in Figur 1, laufen.
[0068] Das in Figur 8 dargestellte bevorzugte Ausführungsbespiel eines Öffnungsverschlussblattes
ist ein sogenanntes geschlossenes Öffnungsverschlussblatt, das besonders hohe Sicherheitsanforderungen
erfüllt. Anstelle dieses vollständig geschlossenen Blattes 751 könnte jedoch auch
eines beispielswiese in der Art eines Gitters oder in Form von mehreren Quer- oder
Längsstreben, die in den Rahmen 750 eingefügt sind, eingesetzt werden.
[0069] Figur 9 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines erhöhten Öffnungsverschlussblattes 703a.
Es ist zusammengesetzt aus einem Basisöffnungsverschlussblatt 753, das identisch oder
annähernd identisch aufgebaut ist wie das Öffnungsverschlussblatt 703 der Figur 8,
und einer Öffnungsverschlussblatterhöhung 754, die mit dem Basisöffnungsverschlussblatt
753 verbunden werden kann. Das Basisöffnungsverschlussblatt 753 weist zwei Laufrollen
752, 752' auf, mit denen das Öffnungsverschlussblatt 703' verschoben werden kann.
[0070] Figur 10 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines verbreiterten Öffnungsverschlussblattes
703b. Zwei Öffnungsverschlussblätter 703, 703', wie sie in Figur 8 gezeigt und anhand
derselben beschrieben worden sind, könnten miteinander zu einem verbreiterten Öffnungsverschlussblatt
703b verbunden werden. Alternativ ist es auch möglich, die beiden Öffnungsverschlussblätter
703, 703' einzeln in einen verbreiterten Rahmen einzubauen, wie er mit dem Bezugszeichen
602 bezeichnet und in Figur 7 dargestellt ist, sodass zwei einzelne Öffnungsverschlussblätter
703, 703' verwendet werden können, die jeweils nach außen, das heißt in entgegengesetzte
Richtungen öffnen. Möglich ist jedoch auch, dass die beiden Öffnungsverschlussblätter
703, 703', miteinander zu einem einzigen Öffnungsverschlussblatt 703b verbunden werden.
[0071] Figur 11 schließlich zeigt eine Version eines Öffnungsverschlussblattes 703c, bei
dem zwei Basisöffnungsverschlussblätter 753, 753' mit jeweils einer Öffnungsverschlussblatterhöhung
754, 754' verbunden worden sind. Diese beiden erhöhten Öffnungsverschlussblätter können
dann miteinander zu einem überhohen und überbreiten Öffnungsverschlussblatt 703c verbunden
und aneinander befestigt werden. Auch hier wiederum ist denkbar, dass zwei erhöhte
Öffnungsverschlussblätter im unverbundenen Zustand, das heißt einzeln, in einer verbreiterten
und erhöhten Ausführungsversion eines Rahmens, beispielsweise wie schematisch anhand
von Figur 3 erläutert, eingesetzt werden und dann jeweils in entgegengesetzte Richtungen
nach außen öffnen.
[0072] Figur 12 zeigt ein Detail einer Absturzsicherung 800, genauer es zeigt die Funktionsweise
des Verriegelungsmechanismus 804. Der Verriegelungsmechanismus 804 weist einen Kipphebel
860 auf, der in der Darstellung der Figur 12A in gekippter Stellung und in der Darstellung
der Figur 12B in waagrechter Stellung gezeigt ist. In der gekippten Stellung der Figur
12A ist das Öffnungsverschlussblatt 803 nicht bewegbar, das heißt es kann nicht verschoben
und damit nicht geöffnet werden, da der Verriegelungsmechanismus 804 in den Rahmen
850 des Öffnungsverschlussblattes 803 eingreift, z. B. mittels eines Arretierungsbolzens
(nicht dargestellt). Wird der Kipphebel 860 in eine waagrechte Position verbracht,
das heißt in eine Stellung, die parallel zu der Längserstreckung der unteren Quertraverse
821 ist, wie dargestellt in Figur 12B, so ist das Öffnungsverschlussblatt 803 frei
- es kann verschoben werden über die Laufrollen 852. Die Kippbewegung des Kipphebels
860 ist eingetragen mit dem Doppelpfeil K. Wird die Kraft, welche den Kipphebel 860
in eine waagrechte Position verbringt, das heißt die Absturzsicherung 800 zum Öffnen
frei gibt, weggenommen, so fällt der Kipphebel 860 aufgrund seiner Konstruktion, insbesondere
der außermittigen Lagerung, zuverlässig in die gekippte Position zurück, rein bedingt
durch auf ihn einwirkende Schwerkraft.
[0073] Ein Kipphebel 860 ist so konstruiert, dass er sowohl für links als auch für rechts
öffnende Öffnungsverschlussblätter eingesetzt werden kann. Hierzu sind zwei außermittig
gesetzte Bohrungen 834, 834' vorgesehen, welche jeweils als Drehpunkt eingesetzt werden
können. In der Darstellung der Figur 12 wurde die Bohrung 834 als Drehpunkt des Kipphebels
860 genutzt - es handelt sich um eine nach rechts öffnende Absturzsicherung.
[0074] In Figur 13 ist die Halterung 908 im Detail dargestellt. Wie zu sehen ist, ist die
Halterung 908 aus einem Befestigungsteil 980 und einem Aufnahmeteil 981 zusammengesetzt.
[0075] Die Halterung 908 ist spiegelbildlich gestaltet - man könnte auch sagen, sie ist
symmetrisch entlang einer durch das Befestigungsteil 980 hindurchlaufenden Spiegelungsebene,
die parallel zur größten Fläche des Befestigungsteils 980 verläuft. Infolgedessen
kann die Halterung 908 beidseitig montiert werden, das heißt sie kann sowohl so montiert
werden, dass - betrachtet anhand der Figur 13 - das seitliche Rahmenteil, an dem das
Befestigungsteil 980 befestigt werden soll, auf der Rückseite des Befestigungsteils
980 als auch auf dessen Vorderseite sich befinden kann.
[0076] Das Befestigungsteil 980 wird mit Hilfe von Befestigungsmitteln an entweder dem Basisrahmenteil
im Falle einer niedrigen Absturzsicherung (vgl. Figur 6) oder an der Rahmenverlängerung
im Falle einer erhöhten Absturzsicherung (vgl. Figur 1) befestigt. Hierfür sind entsprechende
Ausnehmungen für Befestigungsmittel 982, 982' vorgesehen, z. B. als Langlöcher wie
in der Darstellung der Figur 13, was überdies den Vorteil hat, dass eine gewisse Anpassung
der Höhe der Befestigung der Halterung 908 möglich wird.
[0077] Durch Vorsehen von Bohrungen zur Befestigung der Halterung sowohl an den Basisrahmenteilen
als auch an den Rahmenverlängerungen kann die Halterung immer so montiert werden,
dass das Öffnungsverschlussblatt durch sie gehalten und geführt werden kann - egal,
ob es sich um eine niedrige Version der Absturzsicherung (vgl. Figur 6) oder um eine
hohe Version (vgl. Figur 1) handelt. Die Halterung ist in der Höhe variabel montierbar.
[0078] Das Aufnahmeteil 980 nimmt einen Bereich des Öffnungsverschlussblattes auf, genauer
sie umgreift einen Bereich des oberen Rahmenteils eines Öffnungsverschlussblattes,
wie unschwer aus einer Zusammenschau der Figuren 8 und 13, insbesondere unter Berücksichtigung
der Darstellung der Figuren 1A und 1B, für einen Fachmann zu erkennen sein wird. Das
Aufnahmeteil 981 hält das Öffnungsverschlussblatt in seiner Position, das heißt verhindert
ein Herausfallen des Öffnungsverschlussblattes aus der Laufschiene. Außerdem bietet
es auch eine Führung beim Verschieben, so dass das Öffnungsverschlussblatt auch beim
Verschieben nicht herausfällt und überdies leichtgängig verschoben werden kann, das
heißt dass ein Verkanten verhindert wird.
Bezugszeichenliste
[0079]
- Nr.
- Merkmal
- 1, 800
- Absturzsicherung
- 2, 102, 202, 302, 402, 502, 602, 802
- Rahmen
- 3, 703, 803
- Öffnungsverschlussblatt
- 703a
- erhöhtes Öffnungsverschlussblatt
- 703b
- verbreitertes Öffnungsverschlussblatt
- 703c
- Maxi-Öffnungsverschlussblatt
- 4, 304, 404, 504, 604, 804
- Verriegelungsmechanismus
- 5, 105, 205, 305, 405, 505, 605
- Laufschiene
- 6, 306, 406, 506, 606
- Strebe zum Anbinden an ein Gerüst
- 7, 307, 407, 507, 607
- Befestigungsschelle
- 8, 308, 408, 508, 608, 908
- Halterung
- 9, 309, 409, 509
- Anschlag
- 10
- Türschwelle
- 21, 121, 221, 321, 421, 521, 621, 821
- untere Quertraverse
- 22, 122, 222, 322, 422
- obere Quertraverse
- 23, 123, 223, 323, 423, 523, 623
- Basisrahmenteil
- 24, 124, 224, 324, 424
- Rahmenverlängerung
- 125, 225, 325, 425
- langer Schenkel
- 126, 226, 326, 426
- kurzer Schenkel
- 127, 227, 327, 427
- Aufnahmeöffnung des Basisrahmenteils
- 128, 228, 328, 428
- Aufnahmeöffnung der unteren Quertraverse
- 129, 229, 329, 429
- Steckzapfen der Rahmenverlängerung
- 130, 230, 330, 430
- Aufnahmeöffnung der Rahmenverlängerung
- 131, 231, 331, 431
- Steckzapfen der oberen Quertraverse
- 232, 432
- Verbinder
- 233, 433
- Aussteifung
- 834
- Bohrungen
- 750, 850
- Rahmen des Öffnungsverschlussblattes
- 751, 851
- Blatt
- 752, 852
- Laufrolle
- 53, 753
- Basisöffnungsverschlussblatt
- 54, 754
- Öffnungsverschlussblatterhöhung
- 60, 860
- Kipphebel
- 370, 470, 570
- Befestigungsmittel
- 980
- Befestigungsteil
- 981
- Aufnahmeteil
- 982
- Öffnungen für Befestigungsmittel
- LR
- Laufrichtung
- S
- Einsteckrichtung
- K
- Kipprichtung
1. Absturzsicherung (1, 800) am Übergang zu einem Gebäude oder Gerüst eines Aufzugs,
insbesondere eines Bauaufzugs oder eines Industrieaufzugs, aufweisend einen Rahmen
(2, 102, 202, 302, 402, 502, 602, 802) und ein Öffnungsverschlussblatt (3, 703, 803)
zum Verschluss einer Öffnung am Übergang,
wobei der Rahmen eine untere Quertraverse (21, 121, 221, 321, 421, 521, 621, 821)
und seitliche Rahmenteile (23, 24, 123, 124, 223, 224, 323, 324, 423, 424, 523, 623)
aufweist, wobei untere Quertraverse und seitliche Rahmenteile miteinander zu dem Rahmen
lösbar verbindbar sind,
dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen modulartig erweiterbar ist, indem zumindest eine weitere untere Quertraverse
und/oder seitliche Rahmenteile einfügbar sind, so dass die Absturzsicherung in einer
Breite und/oder in einer Höhe erweiterbar ist.
2. Absturzsicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Absturzsicherung ein Verriegelungsmechanismus (4, 304, 404, 504, 604, 804)
vorgesehen ist, so dass das Öffnungsverschlussblatt nur geöffnet werden kann, wenn
sich der Aufzug vor der Absturzsicherung am Übergang in einer Haltestellung befindet,
wodurch der Verriegelungsmechanismus betätigbar ist.
3. Absturzsicherung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungsmechanismus durch eine Rampe des Aufzugs betätigbar ist.
4. Absturzsicherung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungsmechanismus einen Kipphebel (60, 860) umfasst, der in einer gekippten
Position ein Öffnen des Öffnungsverschlussblattes verhindert und der in einer waagrechten
Position das Öffnen ermöglicht, wobei durch ein Aufliegen der Rampe auf dem Verriegelungsmechanismus
der Verriegelungsmechanismus von der gekippten in die waagrechte Position verbringbar
ist.
5. Absturzsicherung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als ein seitliches Rahmenteil ein Basisrahmenteil (23, 123, 223, 323, 423, 523, 623)
vorgesehen ist, das in die untere Quertraverse einführbar, insbesondere einsteckbar,
und damit verbindbar ist, insbesondere dass das Basisrahmenteil L-förmig ist und ein
kurzer Schenkel (126, 226, 326, 426) der L-Form in die untere Quertraverse einführbar
ist.
6. Absturzsicherung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine obere Quertraverse (22, 122, 222, 322, 422) vorgesehen ist, die in die seitlichen
Rahmenteile einführbar, insbesondere einsteckbar, und damit verbindbar ist, insbesondere
dass die obere Quertraverse bankartig gestaltet ist, wobei nach unten weisende Steckzapfen
(131, 231, 331, 431) der oberen Quertraverse in die seitlichen Rahmenteile einführbar
sind.
7. Absturzsicherung nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass als seitliche Rahmenteile zur Erhöhung der Absturzsicherung Rahmenverlängerungen
(24, 124, 224, 324, 424) vorgesehen sind, die in die Basisrahmenteile einführbar,
insbesondere einsteckbar, und damit verbindbar sind.
8. Absturzsicherung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere untere Quertraversen miteinander verbindbar sind, so dass die Absturzsicherung
in der Breite erweiterbar ist, wobei insbesondere die Verbindung der unteren Quertraversen
mittels eines Verbinders (232, 432) geschieht, insbesondere eines Verbinders, der
in die unteren Quertraversen einführbar, insbesondere einsteckbar, und jeweils damit
verbindbar ist.
9. Absturzsicherung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Öffnungsverschlussblatt (3, 703, 703b, 803) in einer Breite modulartig erweiterbar
ist, insbesondere indem mehrere Öffnungsverschlussblätter nebeneinander, insbesondere
lösbar, verbindbar sind.
10. Absturzsicherung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Öffnungsverschlussblatt (3, 703, 703a, 803) in einer Höhe modulartig erweiterbar
ist, insbesondere indem zumindest eine Öffnungsverschlussblatterhöhung (54, 754) auf
ein Basisöffnungsverschlussblatt (53, 753) setzbar und mit diesem, insbesondere lösbar,
verbindbar ist.
11. Absturzsicherung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Öffnungsverschlussblatt türblattartig ist, wobei es in der Art des Türblattes
einer Schiebetüre verschiebbar ist.
12. Absturzsicherung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das verschiebbare türblattartige Öffnungsverschlussblatt auf einer Laufschiene (5,
105, 205, 305, 405, 505, 605) verschiebbar ist, wobei insbesondere die Laufschiene
der unteren Quertraverse vorgelagert ist.
13. Absturzsicherung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Öffnungsverschlussblatt am Rahmen gelagert ist, insbesondere dass zumindest eine
Halterung (8, 308, 408, 508, 608, 908) vorgesehen ist, welche das Öffnungsverschlussblatt
hält und insbesondere zugleich als Führung beim Öffnen des Öffnungsverschlussblattes
dient.
14. Absturzsicherung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung mehrteilig ist, aufweisend ein Befestigungsteil (980), welches am Rahmen
befestigbar ist, und ein Aufnahmeteil (981), welches einen Bereich des Öffnungsverschlussblattes
aufnimmt und das insbesondere das Öffnungsverschlussblatt beim Öffnen führt.
15. Absturzsicherung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung symmetrisch gestaltet ist, so dass eine einzige Halterung sowohl auf
einer linken als auch auf einer rechten Seite der Absturzsicherung montierbar ist.