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EP 3 231 966 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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18.10.2017 Patentblatt 2017/42 |
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Anmeldetag: 08.03.2017 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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BA ME |
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Benannte Validierungsstaaten: |
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MA MD |
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Priorität: |
23.03.2016 DE 102016204885
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Anmelder: Aug. Winkhaus GmbH & Co. KG |
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48291 Telgte (DE) |
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Erfinder: |
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- Theising, André
48268 Greven (DE)
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ADAPTERHÜLSE ZUR ANPASSUNG EINES MEHRKANTDORNES |
(57) Eine Adapterhülse (1) zur Anpassung eines Mehrkantdornes (9) an eine Mehrkantöffnung
(10) einer Nuss (11) insbesondere eines Schlosses oder eines Antriebsgetriebes eines
Treibstangenbeschlages, hat Längsglieder (2 - 5) mit unterschiedlicher Festigkeit.
An den Enden der Längsglieder (2 - 5) sind Stützflächen (12 - 15) angeordnet, mit
denen sich die Adapterhülse (1) an dem Mehrkantdorn (9) und der Mehrkantöffnung (10)
abstützt. An den Stützflächen (12 - 15) weist die Adapterhülse (1) eine besonders
hohe Festigkeit auf.
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[0001] Die Erfindung betrifft eine Adapterhülse zur Anpassung eines Mehrkantdornes insbesondere
einer Handhabe an einer Mehrkantöffnung einer Nuss insbesondere eines Schlosses oder
eines Antriebsgetriebes eines Treibstangenbeschlages, mit mehreren, miteinander verbundenen
und an Kanten des Mehrkantdornes aneinandergrenzenden Längsgliedern.
[0002] Eine solche Adapterhülse ist beispielsweise aus der
EP 1 052 347 A1 bekannt. Diese Adapterhülse hat auf Längsseitenflächen eine Außenwölbung zur Herstellung
eines Kraftschlusses mit einer Vierkantöffnung. Die Adapterhülse wird auf einen Vierkantstift
aufgeschoben. Bei der Drehung des mit der bekannten Adapterhülse ausgestatteten Vierkantstiftes
werden die Kräfte jedoch an den Kanten des Vierkantstiftes übertragen. Die im mittleren
Bereich der Längsseitenflächen angeordnete Außenwölbung vermag daher nur wenig zur
Kraftübertragung beitragen. Damit erzeugt die Adapterhülse einen Totgang bei der Drehung
des Vierkantstiftes in der Vierkantöffnung.
[0003] Aus der
DE 90 16 080 U1 ist eine Nuss eines Tür- oder Fensterschlosses bekannt geworden, bei dem an zwei
rechtwinklig zueinander stehenden Seiten eines Vierkantkanals federnde Elemente angeordnet
sind. Diese federnden Elemente verhindern eine direkte Kraftübertragung zwischen Nuss
und Vierkantkanal.
[0004] Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Adapterhülse der eingangs genannten
Art so weiter zu bilden, dass sie Maßtoleranzen zwischen dem Mehrkantdorn und der
Mehrkantöffnung ausgleicht und eine hohe Kraftübertragung zwischen Mehrkantdorn und
Mehrkantöffnung dauerhaft sicherstellt.
[0005] Dieses Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Längsglieder an ihren
Enden eine größere Materialstärke aufweisen als in ihren mittleren Bereichen und sich
die größere Materialstärke in Richtung des Mehrkantdornes erstreckt.
[0006] Durch diese Gestaltung werden vornehmlich die an Kanten des Mehrkantdornes aneinandergrenzenden
Enden der Längsglieder belastet. Durch die Stauchung der Enden der Längsglieder bei
der Montage der Adapterhülse zwischen dem Mehrkantdorn und der Mehrkantöffnung, bedingt
durch die kleinen Auflageflächen, wird das Material an den Enden der Längsglieder
weiter verfestigt. Dies führt zu einer sehr hohen Beständigkeit gegenüber den zu übertragenden
Torsionskräften, die an den aneinandergrenzenden Enden der Längsglieder am größten
sind. Da sich die größere Materialstärke in Richtung des Mehrkantdornes erstreckt,
kann die Adapterhülse einfach in eine Mehrkantöffnung einer Nuss eingesetzt werden.
Diese Mehrkantöffnungen sind in der Regel Sacklöcher, so dass die Verschiebung der
Adapterhülse begrenzt ist. Die Adapterhülse kann aber auch zuerst auf den Mehrkantdorn
aufgeschoben werden, wobei die in Richtung des Mehrkantdornes erstreckende größere
Materialstärke für ausreichenden halt gegen ungewolltes Verschieben gegenüber dem
Mehrkantdorn sorgt. Außerdem sind durch diese Gestaltung die Längsglieder in ihrem
mittleren Bereich schmaler als der Abstand zwischen Mehrkantdorn und Mehrkantöffnung.
Damit lässt sich der mit der Adapterhülse vormontierte Mehrkantdorn besonders leichtgängig
in die Mehrkantöffnung einführen. Eine Reibung bei der Montage wird durch die Abmessungen
der Längsglieder in dem mittleren Bereich besonders gering gehalten.
[0007] Die Adapterhülse ermöglicht eine unmittelbare Übertragung von Kräften zwischen der
Handhabe und der Nuss, wenn die Längsglieder an ihren Enden gegenüberliegende Stützflächen
zur Abstützung an dem Mehrkantdorn und der Mehrkantöffnung aufweisen.
[0008] Die Adapterhülse ermöglicht gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung
einen besonders großen Toleranzausgleich, wenn zumindest zwei diametral gegenüberliegende
Eckbereiche an der Außenseite eine Freiformung aufweisen. Durch diese Gestaltung schwächt
die Freiformung die Adapterhülse in den diametral gegenüberliegenden Eckbereichen,
so dass sie bei zu großem Mehrkantdorn einreißen kann. Da die Adapterhülse jedoch
zwischen Mehrkantdorn und Mehrkantöffnung eingespannt ist, vermag sie dennoch auch
in den Eckbereichen hohe Kräfte zu übertragen. Im einfachsten Fall ist die Freiformung
als Hohlkehle ausgebildet.
[0009] Die Längsglieder ermöglichen gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der
Erfindung einen einfachen Toleranzausgleich des Mehrkantdornes, wenn die Längsglieder
in ihren mittleren Bereichen zumindest eine Querschnittsverringerung aufweisen. Durch
diese Gestaltung lassen sich die Längsglieder dehnen. Vorzugsweise weisen die Längsglieder
mehrere abwechselnd auf einander gegenüberliegenden Seiten angeordnete Vertiefungen
zur Querschnittsverringerung auf. Dies schafft Raum für das Material bei möglichen
Materialstauchungen.
[0010] Die Längsglieder ermöglichen gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der
Erfindung ebenfalls einen einfachen Toleranzausgleich des Mehrkantdornes, wenn die
Längsglieder in ihren mittleren Bereichen wellen- oder ziehharmonikaförmig ausgeführt
sind. Durch diese Gestaltung lassen sich die Längsglieder besonders gut dehnen. Außerdem
wird die Reibung bei der Montage durch die reduzierten Auflageflächen der Längsglieder
in dem mittleren Bereich besonders gering gehalten.
[0011] Die Erzeugung unterschiedlicher Festigkeiten gestaltet sich gemäß einer anderen vorteilhaften
Weiterbildung der Erfindung konstruktiv besonders einfach, wenn die Längsglieder aus
unterschiedlichen Materialien gefertigt sind, wobei die Endbereiche ein Material mit
einer höheren Festigkeit aufweisen als die mittleren Bereiche. Durch diese Gestaltung
ist die Adapterhülse unterteilt in Eckbereiche, in denen sie Kräften einen hohen Widerstand
entgegensetzt und in mittlere Bereiche, in denen sie eine geringere Festigkeit hat.
Da die Längsglieder im montierten Zustand an den Kanten des Mehrkantdornes und der
Mehrkantöffnung aneinander stoßen, führt die hohe Festigkeit in diesen Bereichen zu
der Möglichkeit, besonders hohe Kräfte zu übertragen. Die mittleren Bereiche mit einer
geringen Festigkeit ermöglichen einen Toleranzausgleich zwischen den Bauteilen der
Handhabe und der Nuss. Dadurch wird auch ein Totgang bei der Betätigung der Handhabe
dauerhaft besonders gering gehalten.
[0012] Unterschiedliche Materialeigenschaften in der Adapterhülse gestalten sich gemäß einer
anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung konstruktiv besonders einfach, wenn
die Längsglieder an ihren Enden Einlegeteile aufweisen. Damit lassen sich die unterschiedlichen
Festigkeiten der Längsglieder oder Gleiteigenschaften der Adapterhülse einfach erzeugen.
Vorzugsweise sind die Einlegeteile zur Anlage an dem Mehrkantdorn vorgesehen und auf
der Innenseite der Adapterhülse angeordnet. Damit lässt sich die Adapterhülse bei
der Montage einfach auf den Mehrkantdorn aufschieben.
[0013] Eine hohe Kraftübertragung an den Enden Kanten des Mehrkantdornes lässt sich gemäß
einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung einfach sicherstellen, wenn
die Einlegeteile keilförmig gestaltet sind und sich zu den mittleren Bereichen der
Längsglieder hin verjüngen.
[0014] Die Erfindung lässt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung
ihres Grundprinzips ist eine davon in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend
beschrieben. Diese zeigt in
- Fig. 1
- perspektivisch eine Adapterhülse,
- Fig. 2
- die Adapterhülse aus Figur 1 im montierten Zustand.
[0015] Figur 1 zeigt eine Adapterhülse 1 mit vier untereinander verbundenen Längsgliedern
2 - 5. In den aneinander stoßenden Bereichen der Längsglieder 2 - 5 hat die Adapterhülse
1 als Hohlkehlen ausgebildete Freiformungen 6. Weiterhin haben die Längsglieder 2
- 5 in ihren mittleren Bereichen Querschnittsverringerungen 7. Die Querschnittsverringerungen
7 sind als auf einander gegenüberliegenden Seiten angeordnete Vertiefungen ausgebildet
und ermöglichen ein ziehharmonikaartiges Dehnen der Längsglieder 2 - 5. Bei einer
nicht dargestellten Variante sind die mittleren Bereiche wellen- oder ziehharmonikaförmig
ausgeführt und weisen eine weitgehend konstante Materialstärke auf. Die Adapterhülse
1 ist aus Kunststoff im Spritzgussverfahren gefertigt und hat an den Enden der Längsglieder
2 - 5 angeordnete Einlegeteile 8. Diese erzeugen an den Enden der Längsglieder 2 -
5 eine größere Materialstärke 16, die sich in Richtung des Mehrkantdornes 9 erstreckt.
Die Einlegeteile 8 sind aus einem Material mit einer höheren Festigkeit gefertigt
als der mittlere Bereich der Längsglieder 2 - 5 und stoffschlüssig mit den übrigen
Bereichen der Längsglieder 2 - 5 verbunden. Weiterhin sind die Einlegeteile 8 keilförmig
gestaltet und verjüngen sich in Richtung der mittleren Bereiche der Längsglieder 2
- 5.
[0016] Figur 2 zeigt die Adapterhülse 1 in einem montierten Zustand. Die Adapterhülse 1
ist auf einem Mehrkantdorn 9 aufgeschoben und in einer Mehrkantöffnung 10 einer Nuss
11 angeordnet. Die Nuss 11 und der Mehrkantdorn 9 sind Teil eines nicht dargestellten
Schlosses oder eines Antriebsgetriebes eines Treibstangenbeschlages für ein Fenster.
Die Adapterhülse 1 hat an den Enden der Längsglieder 2 - 5 angeordnete Stützflächen
12 - 15 und damit eine größere Materialstärke 16 zur Abstützung an dem Mehrkantdorn
9 und der Mehrkantöffnung 10. Die größere Materialstärke 16 erstreckt sich in Richtung
des Mehrkantdornes 9. Eine in den Mehrkantdorn 9 eingeleitete Torsionskraft wird über
die gegenüberliegenden Stützflächen 12 - 15 auf die Mehrkantöffnung 10 übertragen.
Damit werden die Torsionskräfte über die in Figur 1 beschriebenen Einlegeteile 8 mit
einer hohen Festigkeit geleitet. Die Längsglieder 2 - 5 sind im mittleren Bereich
schmaler gestaltet als der Abstand zwischen Mehrkantdorn 9 und Mehrkantöffnung 10.
1. Adapterhülse (1) zur Anpassung eines Mehrkantdornes (9) insbesondere einer Handhabe
an eine Mehrkantöffnung (10) einer Nuss (11) insbesondere eines Schlosses oder eines
Antriebsgetriebes eines Treibstangenbeschlages, mit mehreren, miteinander verbundenen
und an Kanten des Mehrkantdornes (9) aneinandergrenzenden Längsgliedern (2 - 5), dadurch gekennzeichnet, dass die Längsglieder (2 - 5) an ihren Enden eine größere Materialstärke (16) aufweisen
als in ihren mittleren Bereichen und sich die größere Materialstärke (16) in Richtung
des Mehrkantdornes (9) erstreckt.
2. Adapterhülse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsglieder (2 - 5) an ihren Enden gegenüberliegende Stützflächen (12 - 15)
zur Abstützung an dem Mehrkantdorn (9) und der Mehrkantöffnung (10) aufweisen.
3. Adapterhülse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei diametral gegenüberliegende Eckbereiche an der Außenseite eine Freiformung
(6) aufweisen.
4. Adapterhülse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsglieder (2 - 5) in ihren mittleren Bereichen zumindest eine Querschnittsverringerung
(7) aufweisen.
5. Adapterhülse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsglieder (2 - 5) in ihren mittleren Bereichen wellen- oder ziehharmonikaförmig
ausgeführt sind.
6. Adapterhülse nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsglieder (2 - 5) aus unterschiedlichen Materialien gefertigt sind, wobei
die Endbereiche ein Material mit einer höheren Festigkeit aufweisen als die mittleren
Bereiche.
7. Adapterhülse nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsglieder (2 - 5) an ihren Enden Einlegeteile (8) aufweisen.
8. Adapterhülse nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlegeteile (8) keilförmig gestaltet sind und sich zu den mittleren Bereichen
der Längsglieder (2 - 5) hin verjüngen.


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