[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Arbeitsmaschine, insbesondere einen Radlader,
mit wenigstens einer Kabine, die zumindest eine Kabinentür aufweist, die an den Kabinenrahmen
mittels wenigstens einer Scharnieranordnung schwenkbar angeordnet ist, wobei die Scharnieranordnung
wenigsten ein Rahmenteil, dass am Kabinenrahmen angeordnet ist und wenigstens ein
relativ zu dem Rahmenteil drehbares Türteil, das an der Kabinentür angeordnet ist,
aufweist.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Arbeitsmaschinen, wie beispielsweise Radlader bekannt,
die eine gefedert angeordnete Fahrerkabine aufweisen. Diese Fahrerkabine wird zumeist
in einer quaderförmigen Form hergestellt und zwar aus einer Kombination aus Rohr-Rahmenkonstruktionen
und Flächenelementen, insbesondere Metallblechen. Diese Konstruktion gibt dem Fahrer
die Sicherheit im Gefahrenfall und erlaubt abgesehen davon einen maximalen Sichtbereich
für eine Erfassung des Maschinenumfeldes mittels durchsichtiger Scheiben.
[0003] Die Türe ist an der Kabine mittels wenigstens einer Scharnieranordnung schwenkbar
gelagert. Eine solche Ausführungsform ist beispielsweise aus der
DE 10 2014 015 711.3 bekannt.
[0004] Bei der Verwendung mehrerer, übereinander angeordneter Scharnieranordnungen besteht
das Problem, dass es mitunter schwierig ist, die Scharniere so zueinander auszurichten,
dass diese einerseits den gewünschten Abstand voneinander aufweisen und zum anderen
auf einer Linie liegen bzw. exakt miteinander fluchten, sodass keine Verpannungen
auftreten.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Arbeitsmaschine
der eingangs genannten Art dahingehend weiter zu bilden, dass deren Scharnieranordnung
auf einfache Art und Weise zuverlässig und in der gewünschten Position montiert werden
kann.
[0006] Diese Aufgabe wird durch eine Arbeitsmaschine mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Danach ist vorgesehen, dass zumindest zwei Scharnieranordnungen vorgesehen sind, die
in Höhenrichtung der Kabinentür voneinander beabstandet sind und deren Rahmenteile
durch wenigstens eine Stange miteinander verbunden sind, die den Abstand der Rahmenteile
voneinander und deren Orientierung zueinander fixiert. Die wenigstens eine Stange,
die vorzugsweise als Metallstange ausgeführt ist, stellt somit sicher, dass die Rahmenteile
der Scharniere, d.h. die ortsfesten Scharnierelemente, die an der Kabine festgelegt
werden in der gewünschten Weise relativ zueinander angeordnet sind. In der Praxis
hat sich herausgestellt, dass es schwierig bzw. unmöglich ist, die Scharnieranordnungen
durch Lehren oder dergleichen so auszurichten, dass ein reibungsloser Öffnungs- und
Schließmechanismus durchgeführt werden kann und eine Befestigung an der Kabine ordnungsgemäß
durchführbar ist. Im Rahmen der Montage kann es vorkommen, dass sich die Scharnieranordnungen
verspannen bzw. schwergängig werden und damit nur eine vergleichsweise kurze Lebensdauer
aufweisen.
[0007] Durch den Einsatz der erfindungsgemäßen Stange, die die ortsfesten Teile der Scharnieranordnungen
fest miteinander verbindet, ist sichergestellt, dass die Scharniere in der richtigen
Position und Anordnung relativ zueinander angeordnet werden.
[0008] Auf den Einsatz von Lehren oder sonstigen zusätzlichen Hilfsmitteln kann verzichtet
werden. Die Stange stellt sicher, dass die Scharniere reibungslos öffnen und schließen
und dass eine Verspannung der Scharnieranordnungen relativ zueinander ausgeschlossen
ist.
[0009] Vorzugsweise weisen die Scharnieranordnungen jeweils Rahmenteile auf, die in derselben
Richtung verlaufen, wie die Stange, d.h. die Rahmenteile, wie beispielsweise innenliegende
Scharnierelemente, fluchten in bevorzugter Ausgestaltung mit der genannten Stange,
die sich zwischen den zwei (oder mehr als zwei) Scharnieranordnungen erstreckt.
[0010] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist wenigstens eine der Scharnieranordnungen
ein Hubscharnier. Darunter ist zu verstehen, dass dieses bei einer Öffnungsbewegung
der Kabinentür eine Hubbewegung des Türteils relativ zu dem Rahmenteil bewirkt. Durch
ein solches Hubscharnier wird die Tür insgesamt angehoben, was den Vorteil mit sich
bringt, dass diese bei der Schwenkbewegung bzw. im offenen Zustand nicht mit Bestandteilen,
wie beispielsweise einem Aufstieg etc. der Arbeitsmaschine kollidiert.
[0011] Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass eine weitere Scharnieranordnung ein einfaches
Drehscharnier ist und keine Hubfunktionen aufweist. Unter einem Drehscharnier wird
hier ein Scharnier verstanden, bei dem sich ein erstes Teil um ein zweites Teil dreht,
wenn die Kabinentür geöffnet wird, ohne dass damit eine Hubbewegung eines Scharnierteils
relativ zu dem anderen Scharnierteil bedingt ist.
[0012] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist wenigstens eine erste Scharnieranordnung
oberhalb der wenigstens einen zweiten Scharnieranordnung angeordnet, wobei es sich
bei der oberen Scharnieranordnung um das genannte Hubscharnier und bei der zweiten
Scharnieranordnung um das genannte einfache Drehscharnier handelt.
[0013] Anstelle eines einzigen Drehscharniers können grundsätzlich auch mehrere Drehscharniere
verwendet werden. Grundsätzlich können auch mehrere Hubscharniere verwendet werden,
jedoch besteht eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung darin, dass pro Tür nur
genau ein Hubscharnier verwendet wird.
[0014] Vorzugsweise handelt es sich bei der Stange um eine Metallstange und vorzugsweise
um eine Stahlstange, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass die Stange insgesamt
oder zumindest bereichsweise ausgeführt ist. Die Stange hat die Aufgabe, die ortsfesten
Elemente, d.h. die Rahmenteile der beiden oder mehreren Scharnieranordnungen stets
in der gewünschten Position relativ zueinander zu halten, was eine entsprechend stabile
Ausgestaltung der Stange voraussetzt.
[0015] Das Rahmenteil des Scharniers kann wenigstens ein inneres Teil aufweisen, das von
wenigstens einem äußeren Teil des Türteils umgeben ist, wobei die genannte Stange
vorzugsweise einen Durchmesser aufweist, der im Bereich von +/- 20% des Durchmessers
des inneren Scharnierteils liegt. Von der Erfindung ist somit auch der Teil umfasst,
dass die Stange einen Durchmesser hat, der im Wesentlichen oder genau den Durchmesser
des inneren Teils des Rahmenteils des Scharniers entspricht.
[0016] Unter "Rahmenteil" ist jedes ortsfeste Teil der Scharnierordnung zu verstehen und
unter "Türteil" jedes mit der Tür bewegbare Teil der Scharnieranordnung.
[0017] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Stange durch
eine kraftschlüssige und/oder durch eine formschlüssige Verbindung mit den Rahmenteilen
der zumindest zwei Scharnieranordnungen verbunden ist.
[0018] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist das Hubscharnier wenigstens ein
inneres Teil auf, mit dem die genannte Stange verbunden ist und wenigstens ein äußeres
Teil, das relativ zu dem inneren Teil drehbar ist, wobei das innere Teil mit einem
oder mehreren Bolzen versehen ist, die in einer oder mehreren Nuten des äußeren Teils
laufen oder auch umgekehrt. Durch diese Anordnung wird erreicht, dass eine Drehbewegung
des inneren Teils relativ zu dem äußeren Teil zu einer vertikal bzw. Hubbewegung führt.
Dabei kann beispielsweise das innere Teil eine oder mehrere Bolzen aufweisen, die
in Nuten des äußeren Teils laufen oder umgekehrt das äußere Teil einen oder mehrere
Bolzen, die in einer oder mehreren Nuten des inneren Teils laufen.
[0019] Der Begriff "Bolzen" ist allgemein zu verstehen und umfasst jeden beliebigen Vorsprung,
wie beispielsweise auch eine Kugel, Walze etc., die in einer Nut oder dergleichen
läuft.
[0020] Die Stange kann auch vorteilhaft zweiteilig ausgeführt sein oder aus mehr als zwei
Teilen bestehen, wobei sich betreffende Teile in Material und/oder in Werkstoffklasse
unterscheiden. Der Vorteil dieser Anordnung ist, dass betreffendes unteres Scharnier
ohne weiter Abdeckung auskommt. Vorzugsweise wird dies dadurch erreicht, dass der
erste Teil der Stange kostengünstig eine Metallstange ist, vorzugsweise eine Stahlstange
ist und ein zweiter Teil unter Führung des unteren Scharniers eine nicht rostende
Stange, vorzugsweise in Edelstahlausführung verwendet wird.
[0021] Die Verbindung der beiden Teile kann entweder über ein zusätzliches Zwischenteil
erfolgen, das beispielhaft mit beiden Teilen kraftschlüssig verbunden wird, oder es
wird der erste Teil und der zweite Teil der Stange überlappend so gefertigt, dass
Außendurchmesser der beiden Stangenteile in etwa gleich groß sind, jedoch sich die
Innendurchmesser beider Teile merklich unterscheiden. Die verschieden Innendurchmesser
der beiden Teile resultieren aus Krafteintragungen im Bereich der Hülse, die über
den Rahmenbeschlagteil abgetragen werden.
[0022] Das zweite Teil ist vorzugsweise kein Vollteil, da dies ein höheres Gewicht, eine
Bearbeitung im Bereich der Verschraubung mit dem Rahmenbeschlagsteil nötig macht und
die gesamte Stange dadurch verteuert.
[0023] Anstelle der Verwendung von Metall kommt für die Stange auch jedes andere geeignete
Material in Betracht, wie z.B. GfK.
[0024] Denkbar ist des Weiteren, dass das Hubscharnier zumindest ein inneres Teil aufweist,
mit dem die Stange verbunden ist und dass das innere Teil zudem wenigstens einen Hohlraum
aufweist, in dem ein Dämpfer angeordnet ist. Dieser Dämpfer hat die Aufgabe, die Türbewegung
zumindest im Endbereich, d.h. im fast geöffneten und fast geschlossenen Zustand zu
dämpfen und dies bringt den Vorteil mit sich, dass die Tür nicht bzw. nur gedämpft
anschlägt.
[0025] Das Hubscharnier kann wenigstens eine Abdeckung aufweisen, die angeordnet ist, sodass
das innere Teil bei angehobenem Türteil von der Umgebung zumindest teilweise abgeschirmt
wird. Diese Abdeckung kann z.B. als Becher oder Topf oder auch als Balg ausgebildet
sein. Vorzugsweise ist die Abdeckung nur im einen Ende fest fixiert, und am anderen
Ende frei drehbar, um Torsionsbeanspruchungen zu vermeiden.
[0026] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden anhand eines in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
[0027] Es zeigen:
- Figur 1:
- eine Seitenansicht auf die Kabine mit Kabinentür
- Figur 2:
- eine erste perspektivische Schnittansicht durch die obere Scharnieranordnung,
- Figur 3:
- eine zweite perspektivische Schnittansicht durch die obere Scharnieranordnung,
- Figur 4:
- eine Schnittansicht durch den unteren Abschnitt der oberen Scharnieranordnung,
- Figur 5:
- eine Schnittansicht durch die untere Scharnieranordnung,
- Figur 6:
- eine Schnittansicht durch die gesamte Einrichtung einschließlich oberer und unterer
Scharnieranordnung und Stange.
[0028] Figur 1 zeigt mit dem Bezugszeichen 10 die Kabine einer Arbeitsmaschine, insbesondere
eines Radladers. An der Kabine 10 ist eine Tür 20 angeschlagen, die im geöffneten
Zustand Zutritt zu dem Kabineninnenraum gewährt und im geschlossenen Zustand die Kabine
10 abschließt.
[0029] Das Bezugszeichen 30 kennzeichnet eine obere Scharnieranordnung und das Bezugszeichen
40 eine untere Scharnieranordnung. Die Tür 20 ist mittels beider Scharnieranordnungen
30, 40 schwenkbar an der Kabine 10 befestigt.
[0030] Die obere Scharnieranordnung 30 ist als Hubscharnier ausgeführt, worunter verstanden
werden soll, dass eine Drehbewegung der Tür von der geschlossenen in die offene Position
mit einem Anheben der Tür gekoppelt ist.
[0031] Die untere Scharnieranordnung 40 ist nicht als Hubscharnier angeordnet, sondern umfasst
im Wesentlichen ein Türteil, das an der Tür angeordnet ist und das mit einem hülsenförmigen
Abschnitt eine Stange umgibt, die an der Kabine fixiert ist.
[0032] Wie dies aus Figur 1 weiter hervorgeht, sind die beiden Scharnieranordnungen durch
eine Stange 50 miteinander verbunden, die ihrerseits jeweils mit einem feststehenden
Teil, d.h. nicht mit einem mit der Tür bewegten Teil der Scharnieranordnungen, z.B.
kraft- und/oder form- und/oder stoffschlüssig verbunden ist.
[0033] Figur 2 zeigt die obere Scharnieranordnung 30 in einer Schnittansicht.
[0034] Die obere Scharnieranordnung 30 umfasst ein Außenteil A, das mit einem Türbeschlagsteil
32 fest verbunden ist und das mit der Tür gedreht wird.
[0035] Innerhalb des Außenteils A befinden sich das Kulissenteil 60 und in einem von diesem
gebildeten Hohlraum der Dämpfer 70, der verhindert, dass die Tür bei Erreichen ihrer
Endstellungen ungebremst anschlägt.
[0036] Das Kulissenteil 60 kann mit einem oder mehreren Vorsprüngen versehen sein, die in
schräg stehenden Nuten des Außenteils A laufen, so dass die bei einer Relativbewegung
zwischen dem Kulissenteil 60 und dem Außenteil eine vertikale Bewegung der Tür ergibt.
Auch die umgekehrte Ausführung (Vorsprünge am Außenteil und Nuten am Kulissenteil)
ist von der Erfindung mit umfasst.
[0037] Das Bezugszeichen 31 kennzeichnet das Rahmenbeschlagsteil, mit dem die obere Scharnieranordnung
fest an der Kabine fixiert ist. Mit diesem Rahmenbeschlagsteil steht die Stange bzw.
ein im Endbereich der Stange angeordnetes Zwischenteil 51 drehfest und vorzugsweise
kraftschlüssig und/oder formschlüssig in Verbindung. Das Zwischenteil 51 ist in den
oberen Endbereich der rohrförmigen Stange 50 eingepresst. Ebenso ist das Zwischenteil
51 mit dem Kulissenteil 60 verpresst. Wie aus der Figur ersichtlich, erstreckt sich
das Zwischenteil 51 von unten in einen Hohlraum des Kulissenteils 60.
[0038] Damit ergibt sich, dass das Kulissenteil, das Rahmenbeschlagsteil, das Zwischenteil
und die Stange 50 drehfest an der Kabine angeordnet sind.
[0039] Figur 3 zeigt die obere Scharnieranordnung in einer anderen Perspektive und verdeutlicht
insbesondere die winkelförmige Ausführung des Rahmenbeschlagsteils 31.
[0040] Figur 4 zeigt eine Schnittansicht durch den unteren Bereich der oberen Scharnieranordnung
30. Daraus wird deutlich, dass zusätzlich zu der genannten Verpressung zwischen dem
Zwischenteil 51 und dem Kulissenteil 60 eine formschlüssige Verbindung durch einen
Bolzen 80 erreicht wird. Dieser durchdringt das Zwischenteil 51 und das Kulissenteil
60 und stellt damit ebenfalls eine drehfeste Verbindung zwischen beiden Teilen sicher.
[0041] Aus Figur 4 ergibt sich ferner, dass das Zwischenteil auf einer Seite so dimensioniert
ist, dass es im Endbereich der Stange 50 aufgenommen werden kann und auf der anderen
Seite so dimensioniert ist, dass es in dem Hohlraum der Kulisse 60 aufgenommen werden
kann.
[0042] Aus Figur 5 ist eine Schnittansicht durch die untere Scharnieranordnung 40 ersichtlich.
[0043] Diese umfasst ein Rahmenbeschlagsteil 41, mit dem drehfest ein Rohr 90 in Verbindung
steht, das als Edelstahlrohr ausgeführt sein kann. Teilweise oder vollständig um dieses
Rohr 90 erstreckt sich die Schelle oder Hülse 100, die mit dem Türbeschlagsteil der
unteren Scharnieranordnung 40 fest verbunden ist. Wie dies aus Figur 5 weiter hervorgeht,
ist das Rohr in seinem oberen Ende mit einem kleineren Durchmesser ausgeführt, so
dass es in der Stange 50 aufgenommen und mit dieser verpresst werden kann. Das Verhältnis
von Außendurchmesser zu Innendurchmesser ist bezüglich der Stange 50 vorzugsweise
geringer als für das Rohr 90, das eine vergleichsweise kleine Innenbohrung und eine
relativ große Materialstärke aufweist.
[0044] Der Vollständigkeit halber wird erwähnt, dass zwischen Hülse und Schelle Führungsbuchsen
und Dichtungsringe angebracht werden können und zwischenliegend Mittel zur Eingabe
von Schmiermitteln (alle nicht dargestellt) angebracht werden können.
[0045] Figur 6 zeigt schließlich die gesamte Anordnung aus oberer und unterer Scharnieranordnung
sowie der Stange 50, die sich zwischen jeweils feststehenden, d.h. nicht mit der Tür
bewegten Teilen der Scharnieranordnungen z.B. durch Kraftschluss oder Formschluss
oder auf sonstige Weise verbunden ist.
[0046] In einer bevorzugten Ausführungsform wird die gesamte in Figur 6 gezeigte Anordnung
zunächst an der Tür mittels der Türbeschlagsteile fixiert und dann insgesamt an der
Kabine verschraubt, vernietet etc.
1. Arbeitsmaschine, insbesondere Radlader, mit wenigstens einer Kabine, die zumindest
eine Kabinentür aufweist, die an dem Kabinenrahmen mittels wenigstens einer Scharnieranordnung
schwenkbar angeordnet ist, wobei die Scharnierordnung wenigstens ein Rahmenteil, das
am Kabinenrahmen angeordnet ist und wenigstens ein relativ zu dem Rahmenteil drehbares
Türteil, das an der Kabinentür angeordnet ist, aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei Scharnieranordnungen vorgesehen sind, die in Höhenrichtung der Kabinentür
voneinander beabstandet sind und deren Rahmenteile durch wenigstens eine Stange miteinander
verbunden sind, die den Abstand der Rahmenteile voneinander und deren Orientierung
zueinander fixiert.
2. Arbeitsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Scharnieranordnungen ein Hubscharnier ist, dass bei einer Öffnungsbewegung
der Kabinentür eine Hubbewegung des Türteils relativ zu dem Rahmenteil bewirkt.
3. Arbeitsmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Scharnieranordnungen ein einfaches Drehscharnier und kein Hubscharnier ist.
4. Arbeitsmaschine nach Anspruch 2 und 3, durch gekennzeichnet, dass wenigstens eine
erste Scharnieranordnung oberhalb wenigstens einer zweiten Scharnieranordnung angeordnet
ist und dass es sich bei der ersten Scharnieranordnung um das Hubscharnier und bei
der zweiten Scharnieranordnung um das einfache Drehscharnier handelt.
5. Arbeitsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der Stange um eine Metallstange und vorzugsweise um eine Stahlstange
handelt, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass die Stange insgesamt oder zumindest
in ihren Enden hohl ausgeführt ist.
6. Arbeitsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stange zweiteilig oder mehr als zweiteilig ausgeführt ist, wobei sich die mehreren
Teile in Material und/oder in Werkstoffklasse unterscheiden.
7. Arbeitsmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Teil der Stange eine Metallstange ist, vorzugsweise eine Stahlstange und
ein zweiter Teil eine nicht rostende Stange, vorzugsweise in Edelstahlausführung verwendet
wird.
8. Arbeitsmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich der erste Teil und der zweite Teil der Stange überlappen, wobei die Außendurchmesser
der beiden Stangenteile in etwa gleich groß sind, jedoch sich die Innendurchmesser
beider Teile unterscheiden.
9. Arbeitsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rahmenteil des Scharniers wenigstens ein inneres Teil aufweist, das von wenigstens
einem äußeren Teil des Türteils umgeben ist und dass die Stange einen Durchmesser
aufweist der im Bereich von ± 20% des Durchmessers des inneren Scharnierteils liegt.
10. Arbeitsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stange durch eine kraftschlüssige und/oder durch eine formschlüssige Verbindung
mit den Rahmenteilen verbunden ist.
11. Arbeitsmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Hubscharnier wenigstens ein inneres Teil aufweist, mit dem die Stange verbunden
ist, und wenigstens ein äußeres Teil aufweist, das relativ zu dem inneren Teil drehbar
ist, wobei das innere Teil mit einem oder mehreren Bolzen versehen ist, die in einer
oder mehreren Nuten des äußeren Teils laufen oder umgekehrt.
12. Arbeitsmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Hubscharnier wenigstens ein inneres Teil aufweist, mit dem die Stange verbunden
ist und dass das innere Teil zudem einen Hohlraum aufweist, in dem ein Dämpfer angeordnet
ist.
13. Arbeitsmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Hubscharnier wenigstens eine Abdeckung aufweist, die angeordnet ist, das innere
Teil bei angehobenem Türteil vor der Umgebung zumindest teilweise abzuschirmen, wobei
vorzugsweise vorgesehen ist, dass die Abdeckung becherförmig oder als Balg ausgebildet
ist.