[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Bohrkopf mit einem Bohrkopfkörper,
in welchem in entsprechenden Aufnahmeöffnungen eine Mehrzahl von Bohrstiften und/oder
Bohrleisten festgelegt ist, einem Bohrkopfschaft, welcher zur Verbindung mit einem
aus einem weiteren Schaftteil oder einem Adapter gewählten Element ausgebildet ist,
wenigstens einer Ausnehmung zum Abtransport von Bohrklein sowie gegebenenfalls wenigstens
einer Öffnung zum Ausbringen von Spülfluid sowie ein Verfahren zum Zusammenbauen eines
Bohrkopfs bestehend aus einem Bohrkopfkörper, in welchem in entsprechenden Aufnahmeöffnungen
eine Mehrzahl von Bohrstiften und/oder Bohrleisten festgelegt ist, einem Bohrkopfschaft,
welcher zur Verbindung mit einem aus einem weiteren Schaftteil oder einem Adapter
gewählten Element adaptiert ist, der wenigstens eine Ausnehmung zum Abtransport von
Bohrklein sowie gegebenenfalls wenigstens eine Öffnung zum Ausbringen von Spülfluid
aufweist.
[0002] Bei herkömmlichen Einrichtungen zum Bohren von Löchern in Boden- oder Gesteinsmaterial
wird üblicherweise eine Bohreinrichtung mit einem Bohrkopf, auf welchem eine Mehrzahl
von Bohrmeisseln bzw. -schneiden oder Bohrstiften oder auch Bohrleisten angebracht
sind, entweder mittels eines Adapters oder direkt mit einem Bohrgestänge verbunden,
welches den Bohrkopf mittels einer schlagenden oder drehenden Bewegung in das Boden-
oder Gesteinsmaterial einbringt. Um bei diesem Einbringen bzw. der Lösearbeit anfallendes
Bohrklein sicher entfernen zu können, wird üblicherweise der Bohrkopf von einem Hüll-
oder Mantelrohr umgeben und dieses Hüll- oder Mantelrohr wird entweder in das Bohrloch
eingeschlagen oder eingezogen. Bei der Variante, bei welcher das Hüll- oder Mantelrohr
in das Bohrloch eingezogen wird, ist, wie dies dem Stand der Technik entspricht, der
Bohrkopf bzw. der mit dem Bohrkopf verbundene Adapter über Schlagflächen, Schlagschultern
oder sonstige Mitnehmer mit dem Hüll- oder Mantelrohr in Eingriff, um dieses in das
Innere des Bohrlochs einzubringen.
[0003] So ist der
WO 2005/033467 A1 ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Bohren von Löchern in Boden- oder Gesteinsmaterial
entnehmbar, bei welchem eine an einem Bohrgestänge gelagerte Bohrkrone zum Erstellen
eines Bohrlochs verwendet wird und ein Mantel- bzw. Hüllrohr gleichzeitig mit der
Bohrkrone in das zu bildende Bohrloch eingebracht wird. Hierbei wird die von einem
Bohrgestänge eingebrachte Schlagenergie teilweise durch das Bohrgestänge auf die Bohrkrone
aufgebracht und teilweise über einen mit dem Bohrgestänge zusammenwirkenden Schlagschuh
auf das Mantel- bzw. Hüllrohr übertragen.
[0004] Gemäß der
EP 1 818 499 B1, welche eine Einrichtung zum gleichzeitigen Bohren und Auskleiden von Bohrlöchern
beschreibt, wird eine auf einen Adapter aufgesetzte Bohrkrone mittels eines Bohrgestänges
zum Ausbilden eines Bohrlochs verwendet, wobei der Adapter sowohl die Bohrkrone beaufschlagt
als auch der Adapter mit einem Hüllrohr in Schlagkontakt steht, so dass auch das Hüllrohr
durch den Adapter in das Bohrloch eingebracht wird.
[0005] Bei derartigen bekannten Lösungen ist sowohl der Adapter von dem Bohrkopf bzw. der
Bohrkrone trennbar ausgebildet, als auch das Bohrgestänge von dem Adapter trennbar
und schließlich ist auch ein von dem Adapter lösbarer Schlagring vorgesehen, welcher
mit einem entsprechenden Schlagschuh bzw. Schlagelement eines Hüllrohrs wechselwirkt,
um das Hüllrohr in das Innere eines Bohrlochs einzubringen. Durch die großen Kräfte,
welche für ein Ausbilden des Bohrlochs aufgewandt werden müssen, besteht somit die
Gefahr, dass derartige lösbar verbundene Elemente sich während des Betriebs unbeabsichtigt
voneinander lösen, dass beispielsweise der Adapter von der Bohrkrone getrennt wird,
worauf ein Weiterbohren bzw. weiterer Vortrieb des Bohrkopfs in das Innere des Bohrlochs
nicht mehr möglich ist, da die für ein erfolgreiches Bohren erforderliche Zentrierung
von Bohrkrone, Adapter und Bohrgestänge nicht mehr gewährleistet werden kann. In einem
derartigen Fall muss das Bohrloch aufgegeben werden und zumindest das Bohrgestänge
sowie, falls möglich, Teile des Hüllrohrs aus dem Bohrloch rückgewonnen werden, um
den Schaden zu minimieren. Für ein erfolgreiches Weiterbohren ist es in so einem Fall
erforderlich, eine neue Einheit aus Bohrkopf, Adapter, Bohrgestänge und Hüllrohr zusammenzubauen,
um ein neues Bohrloch zu beginnen, woraus nicht nur ein materieller Schaden resultiert,
sondern aufgrund der aufgegebenen Bohrlöcher auch eine Schwächung des Gesteins bewirkt
wird, und schließlich ein nicht unbeträchtlicher Zeitaufwand für das Erstellen der
erforderlichen Bohrlöcher erforderlich ist, da jedes aufgegebene Bohrloch selbstverständlich
neben dem materiellen Schaden der verwendeten Einrichtungen auch mit einem nicht unbeträchtlichen
Zeitaufwand verbunden ist.
[0006] Die Erfindung zielt nun darauf ab, einen Bohrkopf mit einem Bohrkopfkörper zur Verfügung
zu stellen, mit welchem es gelingt, bei einem Bohren und/oder Drehschlagbohren gleichzeitig
mit der Ausbildung des Bohrlochs ein Hüllrohr in das Innere des Bohrlochs einzubringen,
bei welchem eine Gefahr eines unbeabsichtigten Trennens des Bohrkopfs von dem Schaft
bzw. dem für das Einbringen verwendeten Adapters hintangehalten ist.
[0007] Weiterhin zielt die vorliegende Erfindung darauf ab, ein Verfahren zum Zusammenbauen
eines Bohrkopfs mit einem Bohrkopfkörper zur Verfügung zu stellen, mit welchem es
gelingt, einen Bohrkopf und Bohrkopfkörper zur Verfügung zu stellen, welcher ein sicheres
und zuverlässiges Einbringen eines Hüllrohrs in ein Bohrloch gleichzeitig mit der
Ausbildung des Bohrlochs gewährleistet.
[0008] Zur Lösung dieser Aufgabe ist die erfindungsgemäße Vorrichtung im Wesentlichen dadurch
gekennzeichnet, dass der Bohrkopfschaft als mit einem ersten Verbindungselement zur
Verbindung mit dem weiteren Schaftteil versehener Stummelschaft ausgebildet ist, dass
ein zu dem Bohrkopf gerichteter Endbereich des im Wesentlichen rohrförmig ausgebildeten
weiteren Schaftteils oder des Adapters mit einem mit dem ersten Verbindungselement
des Bohrkopfschafts zusammenwirkenden zweiten Verbindungselement ausgebildet ist,
dass ein zu dem Bohrkopf gewandter Endbereich des weiteren Schaftteils oder des Adapters
mit wenigstens einem im Wesentlichen ringförmigen Anschlagteil ausgebildet ist und
dass ein an das im Wesentlichen ringförmige Anschlagteil in Anlage bringbarer, das
weitere Schaftteil oder den Adapter umgebender Mitnehmer vorgesehen ist. Durch die
Ausbildung des Bohrkopfschafts in zweiteiliger Form mit zwei Verbindungelementen,
welche im zusammengebauten Zustand des Bohrkopfs mit dem Bohrkopfkörper unlösbar miteinander
verbunden sind und das Anordnen eines Mitnehmers, um die beiden zu verbindenden Schaftteile
gelingt es, einen Bohrkopf auszubilden, welcher einen Mitnehmer für ein einzubringendes
Hüllrohr untrennbar von dem Bohrkopf auf dem Schaft desselben angeordnet aufweist.
Indem weiterhin wenigstens das von dem Bohrkopf abgewandte Schaftteil mit einem im
Wesentlichen ringförmigen Anschlagteil ausgebildet ist, gelingt es mit einer derartigen
Ausbildung nicht nur, gleichzeitig mit der Ausbildung eines Bohrlochs ein Hüllrohr
in dasselbe einzubringen, sondern insbesondere ausreichend Schlag- bzw. Drehschlagenergie
sowohl auf den Bohrkopfkörper als auch auf den Mitnehmer aufzubringen, so dass auf
diese Weise der Bohrkopf samt Mitnehmer und daran festlegbarem Hüllrohr sicher und
zuverlässig in das Innere eines auszubildenden Lochs eingebracht wird. Indem weiterhin
der Bohrkopfschaft so ausgebildet ist, dass ein Schaftteil mit einem ersten Verbindungselement
als Stummelschaft ausgebildet ist, wird sichergestellt, dass die Schaftlänge insgesamt
relativ kurz gehalten werden kann, wodurch nicht nur eine Materialeinsparung gelingt,
sondern insbesondere jegliche Gefahr eines Abweichens des Bohrkopfs aus der gewünschten
Richtung durch Krümmen, Knicken oder dgl. des Stummelschafts hintangehalten ist, so
dass saubere und gerade Bohrlöcher ausgebildet werden können. Weiterhin könnten auch
die zu verbindenden Schaftteile aus voneinander verschiedenen Materialien gebildet
sein, so dass z.B. teure Materialien für Bohrkopfkörper samt Stummelschaft eingesetzt
werden und die restlichen Bauteile aus weniger teuren Materialien gefertigt sind,
wodurch nicht wesentlichen Kostenvorteile, insbesondere bei verlorenen Bohrkronen
erreicht werden.
[0009] Der Mitnehmer gemäß der Erfindung wird auch als "Schlagstern" bezeichnet. Diese Bezeichnung
soll vor allem die Form des Mitnehmers charakterisieren, welche im Wesentlichen sternförmig
ausgebildet ist. Die sternförmige Ausbildung kann hierbei so gewählt sein, dass zwischen
vier und sechs Fortsätze bzw. entsprechende Ausnehmungen vorgesehen sind.
[0010] Der Bohrkopfkörper wird von Fachleuten auch als Kronenkörper bezeichnet und auch
der Bohrkopf als solcher kann als Bohrkrone bezeichnet werden. Unabhängig von der
Wahl der Bezeichnung wird unter einem Bohrkopfkörper bzw. Bohrkronenkörper jener Teil
des Bohrkopfs bzw. der Bohrkrone verstanden, in welchem die Lösewerkzeuge eingesetzt
sind.
[0011] Indem die Verbindungselemente zum Verbinden des Stummelschafts mit einem weiteren
Schaftteil aus zusammenwirkenden Gewindeteilen, Steckverbindungsteilen, wie Bajonettverbindungselementen
oder Klemmverbindungselementen gewählt sind, gelingt es in einem ersten Schritt, eine
lösbare Verbindung zur Verfügung zu stellen, welche, sofern dies erforderlich ist,
jederzeit wieder gelöst werden kann, beispielsweise wird ein derartiges Lösen dann
von Nöten sein, wenn sich herausstellt, dass der Mitnehmer falsch dimensioniert ist,
die falsche Bohrkrone gewählt wurde und eine andere Bohrkrone mit anderen Bohrstiften
bzw. Bohrleisten eingesetzt werden muss oder aber auch das zweite Schaftteil nicht
entsprechend der Bohrlochumgebung ausgewählt wurde. Mit einer derartigen Ausbildung
gelingt es somit, vor der endgültigen Verbindung, insbesondere vor der unlösbaren
Verbindung zweier Schaftteile miteinander, Einzelkomponenten leicht und zuverlässig
auszutauschen, um den Bohrkopf jeweils an den gewünschten Gegebenheiten anpassen zu
können. Weiterhin wird eine lösbare Verbindung zur Verfügung gestellt, welche jedoch
ausreichend stabil ist, dass es auch im rauen Bohrbetrieb nicht befürchtet werden
muss, dass ein unbeabsichtigtes Lockern bzw. Aufgehen derselben geschieht, selbst
wenn beispielsweise bei der Herstellung kurzer Bohrlöcher auf ein Verlöten der Verbindungsteile
verzichtet wird.
[0012] Um eine weitere Sicherheit für ein unbeabsichtigtes Lösen der beiden Verbindungselemente
voneinander zur Verfügung zu stellen, wird gemäß einer Weiterbildung der Erfindung
so vorgegangen, dass zusätzlich eine unlösbare Festlegung der ersten und zweiten Verbindungselemente
aneinander mit einem Lot vorgesehen ist. Indem zusätzlich eine unlösbare Festlegung
der ersten und zweiten Verbindungselemente aneinander mittels Lot vorgesehen ist,
wird sichergestellt, dass ein unbeabsichtigtes Lösen der beiden Verbindungselemente
und somit des Bohrkopfs mit dem Stummelschaft von dem weiteren Schaftteil auch beim
Bohren in hartem Gestein mit Sicherheit hintangehalten ist. Andererseits wird jedoch
nach dem Vorsehen der Lötverbindung ein weiterer Austausch bzw. eine weitere Adaptierung
und Anpassung des Bohrkopfs an zu erwartende Gegebenheiten nicht mehr möglich. Es
ist daher im Betrieb sinnvoll so vorzugehen, dass einerseits die miteinander zu verbindenden
Elemente entsprechend den Anforderungen ausgewählt und in einem ersten Schritt lösbar
verbunden werden, indem beispielsweise eine Schraubverbindung, Bajonettverbindung
oder dgl. vorgesehen wird und in einem zweiten Schritt die im ersten Schritt erzielte
lösbare Verbindung durch Einbringen von Lot zu einer unlösbaren Verbindung gemacht
wird, wenn Tests gezeigt haben, dass die Wahl der Einzelteile den vorliegenden Gegebenheiten
entspricht.
[0013] Bohrköpfe mit ihren Schaftteilen sind aufgrund der Tatsache, dass sie meist aus Hartmetall
oder hochvergütetem Stahl gefertigt sind, relativ teuer. Üblicherweise genügt es jedoch,
um den Erfordernissen für ein Abbauen von Gesteinsmaterial aus dem Inneren eines Bohrlochs
genügen zu können, lediglich den Bereich ihres Kopfs bzw. jenen Bereich, in welchem
Bohrstifte oder Bohrleisten eingesetzt sind, aus entsprechend hoch vergüteten Materialien
zu fertigen. Für von einer Bohrfront abgewandte Teile des Bohrkopfs reicht daher üblicherweise
das Vorsehen von ganz normalen Stahlqualitäten aus. Um derartigen Erfordernissen besser
Rechnung tragen zu können, wird gemäß einer Weiterbildung der Bohrkopf so ausgebildet,
dass der Stummelschaft mit dem Bohrkopfkörper einstückig ausgebildet ist und dass
der Stummelschaft aus einem von dem damit zu verbindenden weiteren Schaftteil oder
dem Adapter verschiedenen Material ausgebildet ist.
[0014] Um insbesondere ein in das Bohrloch einzubringendes Hüllrohr ohne ein Verdrehen oder
Verdrillen desselben mitziehen zu können, ist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung
der Bohrkopf so ausgebildet, dass der Mitnehmer an dem weiteren Schaftteil oder dem
Adapter beweglich, insbesondere drehbar angeordnet ist. Durch die bewegliche bzw.
drehbare Anordnung des Mitnehmers wird sichergestellt, dass das Hüllrohr, das von
dem drehgelagerten Mitnehmer in ein Bohrloch eingezogen wird, ohne jegliche Verdrillung
gerade und spannungsfrei in das Bohrloch eingebracht wird, während der Bohrkopf beispielsweise
ein drehendes Bohren bzw. drehschlagendes Bohren ausführt. Durch die drehbare Anordnung
des Mitnehmers bleibt, wenn der Bohrkopf gedreht wird, der Mitnehmer in Ruhe und es
kann somit ein Hüllrohr und es kann somit ohne jegliche Verdrillung und Verwindung
eingezogen werden.
[0015] Um einen sicheren Abtransport von Bohrklein in das Innere des Hüllrohrs zu gewährleisten
und eine Abfuhr desselben aus dem Bohrloch heraus sicherstellen zu können, ist gemäß
einer Weiterbildung der Erfindung der Bohrkopf so ausgebildet, dass der Mitnehmer
an seinen Außenumfang eine Mehrzahl von Ausnehmungen aufweist. Durch die Mehrzahl
von Ausnehmungen auf dem Außenumfang des Mitnehmers kann Bohrklein in das Innere des
Hüllrohrs eingebracht werden und sicher und zuverlässig zum Äußeren des Bohrlochs
transportiert werden.
[0016] Indem, wie dies einer Weiterbildung der Erfindung entspricht, der Bohrkopf so ausgebildet
ist, dass ein zu dem Bohrkopfkörper gerichteter Außenumfangsbereich des Mitnehmers
konturiert, insbesondere gekrümmt ausgebildet ist, gelingt es, das Hüllrohr sicher
mitzunehmen, ohne dass ein Abrutschen bzw. unbeabsichtigtes Durchrutschen des Mitnehmers
durch das Hüllrohr zu befürchten ist. Mit einer derartigen Konturierung, insbesondere
gekrümmten Konturierung weist der Mitnehmer einen Bereich geringeren Durchmessers
und einen Bereich größeren Durchmessers auf, und der Bereich größeren Durchmessers
gelangt mit einem Bereich geringeren Durchmessers des Hüllrohrs in Eingriff, so dass
dieses sicher und zuverlässig mitgenommen wird: Hierbei ist der Bohrkopf so ausgebildet,
dass die Konturierung des Außenumfangs des Mitnehmers als Eingriffs- und/oder Halteelement
für ein gegebenenfalls mit dem Bohrkopf zusammenwirkendes Anfängerrohr oder Hüllrohr
ausgebildet ist. Mit einem derartigen Eingriffs- und/oder Halteelement gelingt insbesondere
durch ein Einlegen des Mitnehmers in das Hüllrohr eine sichere Mitnahme des Anfängerrohrs
oder Hüllrohrs in das Innere des Bohrlochs, ohne dass ein Ausreißen desselben zu befürchten
ist oder ein Durchrutschen des Mitnehmers durch das Hüllrohr.
[0017] Indem, wie dies einer Weiterbildung der Erfindung entspricht, das weitere Schaftteil
oder der Adapter an seinem von dem Bohrkopfkörper abgewandten Endbereich mit einem
Innengewinde versehen ist, kann dieses mit entweder einem weiteren Adapter oder einer
Bohrstange durch einfaches Verschrauben verbunden werden, wodurch ein insbesondere
einfacher und zuverlässiger Zusammenbau eines Gesamtsystems gelingt.
[0018] Indem, wie dies einer Weiterbildung des Bohrkopfs gemäß der Erfindung entspricht,
der weitere Schaftteil oder Adapter mit zwei im Wesentlichen parallel zueinander angeordneten
Anschlagteilen ausgebildet ist, wird ein insbesondere gleichmäßiges Einbringen des
Bohrkopfs in das Innere des Bohrlochs gewährleistet.
[0019] Indem, wie dies einer Weiterbildung des Bohrkopfs entspricht, die Anschlagteile als
im Wesentlich normal auf eine Drehachse durch den Bohrkopfkörper, das weitere Schaftteil
oder den Adapter gerichtete im Wesentlichen ringförmige Anschlagflächen ausgebildet
sind, werden größtmögliche Anschlagflächen zur Verfügung gestellt und insbesondere
ein gleichmäßiges Beaufschlagen des gesamten Adapters gewährleistet, wodurch die Standzeit
des Gesamtsystems verlängert wird.
[0020] Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung erscheint weiterhin wesentlich, ein
Hüllrohr gleichzeitig mit dem Einbringen des Bohrkopfs in das Innere des Bohrkopfs
in dieses einzuziehen, wobei gleichzeitig gewährleistet sein muss, dass nicht durch
ein unbeabsichtigtes Trennen von Bohrkopf und Bohrgestänge bzw. Adapter beispielsweise
der Bohrkopf in das Innere des Bohrlochs eingebracht wird, das Hüllrohr jedoch nicht
mitgezogen wird oder aber dass das Hüllrohr während des Einbringens ausreißt oder
schließlich überhaupt eine ungleichmäßige Bewegung des gesamten Bohrkopfs in das Innere
des Bohrlochs geschieht. Die Erfindung zielt daher weiterhin auf ein Verfahren zum
Zusammenbauen eines Bohrkopfs gemäß der Erfindung ab, um einen Bohrkopf zur Verfügung
zu stellen, welcher einerseits sicher und zuverlässig den Bewegungen während des Bohrens
standhält und andererseits gleichzeitig kontinuierlich ein Hüllrohr bzw. Mantelrohr
in das Innere eines Bohrlochs einziehen kann.
[0021] Zur Lösung dieser Aufgabe ist das erfindungsgemäße Verfahren im Wesentlichen dadurch
gekennzeichnet, dass auf einem im wesentlichen rohrförmig ausgebildeten weiteren Schaftteil
oder Adapter ein das weitere Schaftteil oder den Adapter umgebender Mitnehmer angeordnet,
insbesondere drehbar angeordnet wird, dass das weitere Schaftteil oder der Adapter
mittels daran vorgesehener erster und zweiter Verbindungselemente in oder auf einem
an dem als Stummelschaft ausgebildeten Bohrkopfschaft vorgesehenen Verbindungselement
lösbar festgelegt wird, dass nach dem lösbaren Festlegen des weiteren Schaftteils
oder des Adapters an dem Stummelschaft des Bohrkopfkörpers, durch ein Verschweißen,
Verlöten oder Vernieten des weiteren Schaftteils oder des Adapters mit dem Stummelschaft
des Bohrkopfkörpers eine unlösbare Verbindung ausgebildet wird und dass die unlösbare
Verbindung gegebenenfalls einer Temperaturbehandlung unterworfen wird. Mit einem derartigen
Verfahren zum Zusammenbauen eines Bohrkopfs gelingt es, eine Einheit auszubilden,
welche einerseits den Bohrkopf umfasst, andererseits einen Mitnehmer für das Hüllrohr
aufweist und schließlich diesen Mitnehmer derart an dem Bohrkopfschaft gelagert aufweist,
dass ein unbeabsichtigtes Verdrillen bzw. Verdrehen des Hüllrohrs während des Einbringens
in das Bohrloch vermieden wird. Da mit diesem Verfahren im Wesentlichen ein Element
ausgebildet wird, welches sämtliche Eigenschaften, die ein Bohrkopf und ein Anfängerrohr
ebenso wie ein Adapter aufweist, wird eine deutlich apparative Vereinfachung mit einem
extrem simplen Verfahren zum Zusammenbauen erreicht.
[0022] Indem weiterhin das Verfahren so geführt wird, dass die das Überführen in eine unlösbare
Verbindung durch Verlöten, insbesondere Vakuumlöten ausgebildet wird, wird sichergestellt,
dass unabhängig von der Drehrichtung des Bohrkopfs ein unbeabsichtigtes Lösen der
Einzelteile, welche den Bohrkopf sowie den Mitnehmer ausbilden, voneinander, jedenfalls
hintangehalten ist. Eine derartige Einrichtung wird eingesetzt, um das Verfahren so
zu führen, dass gleichzeitig mit dem Einbringen des Bohrkopfs auch das Hüllrohr in
das Innere des Bohrlochs eingebracht wird, wobei nach Beendigung des Bohrvorgangs
das Bohrgestänge von dem Bohrkopf abgetrennt wird und diese Teile als verlorener Bohrkopf
im Inneren des Bohrlochs verbleiben.
[0023] Um eine besonders stabile und insbesondere auch in der rauen Umgebung des Bergbaus
nicht standfeste Verbindung zur Verfügung zu stellen, ist das erfindungsgemäße Verfahren
dahingehend weitergebildet, dass nach dem Verlöten eine Wärmebehandlung, insbesondere
ein Tempern vorgenommen wird. Indem nach dem Verlöten eine Wärmebehandlung, insbesondere
ein Tempern durchgeführt wird, wird sichergestellt, dass die Lötverbindungen keinerlei
Spannungen unterliegen und auch den massiven Belastungen des Ausbildens eines Lochs
in Boden- und Gesteinsmaterial mit Sicherheit standhalten. Weiterhin gelingt es mit
einer derartigen Verfahrensführung eine Bohrkrone auszubilden, bei welcher die einzelnen
Bestandteile aus unterschiedlichen Stahlqualitäten gefertigt sind, da durch eine Temperaturbehandlung
interne Spannungen aufgebaut und eine Rissbildung bzw. ein Brechen der Verbindung
verhindert wird. Schließlich wird mit einer derartigen Verfahrensführung erreicht,
dass beim Tempern bzw. auch nach dem Tempern die vorhandene Restwärme genutzt werden
kann, um Gefügeveränderungen in den Stahlqualitäten auszubilden. Durch eine derartige
Gefügeänderung wird die Bruchfestigkeit des Materials um bis zu 20 % erhöht und dadurch
die Standfestigkeit des Bohrkopfs weiter erhöht. Überdies kann mit einer derartigen
Verfahrensführung der Einsatz unterschiedlicher Stahlqualitäten gezielt vorgenommen
werden. So können teure Werkstoffe für lediglich den Bohrkopfkörper verwendet werden
und für die Schaftteile bzw. insbesondere das weitere Schaftteil können günstigere
Werkstoffe bzw. weichere Stahlqualitäten eingesetzt werden, ohne dass Gefahr eines
vorzeitigen Verschleißes bzw. des Brechens des Bohrkopfs zu befürchten ist.
[0024] Indem, wie dies einer Weiterbildung entspricht, das Verfahren so geführt wird, dass
die Temperatur und/oder Dauer des Temperns derart gewählt werden, dass in dem weiteren
Schaftteil oder dem Adapter während des Temperns eine Gefügeänderung bewirkt wird
und dass der Mitnehmer und Bohrkopfkörper aus einem von dem weiteren Schaftteil oder
dem Adapter verschiedenen Material ausgebildet sind, kann insbesondere eine Einsparung
bei dem für den Bohrkopf eingesetzten Materialien erzielt werden. Durch das Tempern
wird die Ausbildung einer Gefügeänderung erreicht, so dass auch voneinander deutlich
verschiedene Materialien, insbesondere Materialien mit unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten
sicher und zuverlässig verbunden werden können.
[0025] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. In diesen zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch den Bohrkopf sowie ein an diesen angelenktes Hüllrohr,
Fig. 2 den Bohrkopf von Fig. 1 in der Ansicht von außen,
Fig. 3 den Bohrkopf von Fig. 1, bei welchem das Hüllrohr weggelassen ist,
Fig. 4 eine andere Ausbildung eines Mitnehmers sowie des weiteren Schaftteils in der
Ansicht von außen, und
Fig.5 eine Draufsicht in der Perspektive auf einen Mitnehmer gemäß der Erfindung.
[0026] Im Einzelnen ist in Fig. 1 mit 1 ein Bohrkopf bezeichnet, welcher aus einem Bohrkopfkörper
2, an welchem ein Teil eines als Stummelschaft ausgebildeten Bohrkopfschafts 3 angelenkt
ist, sowie einen weiteren Schaftteil 4, welcher auch als Adapter dienen kann, besteht,
wobei das Schaftteil 4 mit dem Bohrkopfschaft 3 in der in Fig. 1 dargestellten Ausbildung
in verbundenem Zustand dargestellt ist. Die Schaftteile bzw. den Bohrkopfschaft 3,
4 umgebend ist ein Mitnehmer bzw. Schlagstern 5 vorgesehen, welcher Mitnehmer 5 beim
Ausbilden eines Bohrlochs zum Einziehen eines Hüllrohrs 6 in das Bohrloch ausgebildet
ist. Im Bohrkopfkörper 2 sind hierbei in entsprechenden Aufnahmeöffnungen eine Mehrzahl
von Bohrstiften 7 vorgesehen, welche Bohrstifte 7 sowohl in der Form als auch in der
Anzahl und ihrer Anordnung in dem Bohrkopfkörper 2 unterschiedlich ausgebildet sein
können. Weiterhin weist der Bohrkopfkörper 2 eine Öffnung 8 zum Ausbringen von Spülfluid
auf, welche Öffnung 8 mit einer entsprechenden Ausnehmung bzw. Leitung 9 im Inneren
von sowohl dem Bohrkopfschaft 3 als auch dem weiteren Schaftteil bzw. Adapter 4 in
Verbindung steht, um das Spülfluid zuverlässig zu der Öffnung 8 in dem Bohrkopfkörper
2 zuführen zu können. Zu der dargestellten Ausführung ist die Öffnung 8 als Rückspülung
ausgebildet. Schließlich ist das untere freie Ende des weiteren Schaftteils oder Adapters
4 so ausgebildet, um es mit beispielsweise einer Bohrstange, die in Fig. 1 nicht dargestellt
ist, verbinden zu können. Das weitere Schaftteil 4 ebenso wie der Bohrkopfschaft 3
sind in der in Fig. 1 dargestellten Ausbildung miteinander verschraubt dargestellt,
wobei im Bereich der Verschraubung zusätzlich eine Lötung angebracht sein kann, um
die beiden Teile miteinander untrennbar zu verbinden. Anstelle eines Verschraubens
und nachfolgenden Verlötens können die Teile 3 und 4 jedoch auch mittels Steckverbindung,
Bajonettverbindung oder Gewinde verbunden sein.
[0027] Der Mitnehmer 5 ist in der in Fig. 1 dargestellten Ausbildung als ringförmiges Element
ausgebildet, welches sich frei um den Bohrkopfschaft 3, 4 drehen kann. Um bei einem
Einbringen des Bohrkopfkörpers 2 in das Innere eines Bohrlochs das Hüllrohr 6 sicher
und zuverlässig mitziehen zu können, ist der Mitnehmer 5 hierbei so ausgebildet, dass
er um seinen Außenumfang 10 verteilt eine Mehrzahl von Ausnehmungen 9 aufweist, welche
insbesondere in Fig. 3 deutlicher dargestellt sind. Weiterhin ist der Mitnehmer so
ausgebildet, dass ein zum Bohrkopfkörper gerichteter Außenumfangsbereich 10 des Mitnehmers
konturiert, insbesondere gekrümmt ausgebildet ist. Durch eine derartige Krümmung des
Außenumfangsbereichs 10 wird eine Art Zahn 11 ausgebildet, welcher in eine entsprechende
Schulter 12 des Hüllrohrs 6 eingreift und durch diesen Eingriff bei einem Vortrieb
in Richtung des Pfeils 13 das Hüllrohr 6 in das Innere eines Bohrlochs hineinzieht.
Dieser Zahn 11 ist somit als Eingriffs- und/oder Halteelement 11 für das mit dem Bohrkopf
1 zusammenwirkende Hüllrohr 6 ausgebildet.
[0028] Für ein sicheres Funktionieren des Eintreibens eines Bohrkopfs 1 in das Innere eines
Bohrlochs ist hierbei weiterhin das weitere Schaftteil 4 bzw. der Adapter im Wesentlichen
mit zwei parallel zueinander angeordneten Anschlagteilen 14 und 15 ausgebildet. Dadurch
wird einerseits eine Begrenzung der freien Beweglichkeit des Mitnehmers 5 in Richtung
aus dem Bohrloch heraus durch das Anschlagteil 14 zur gewährleistet und andererseits
durch das Anschlagteil 15 die Möglichkeit geschaffen, dass in das weitere Schaftteil
oder den Adapter 4 beispielsweise ein weiterer Adapter eingesetzt wird, im welchem
Fall die Anschlagfläche 15 mit einer komplementären Anschlagfläche des weiteren Adapters
wechselwirkt, um eine sichere Kraftübertragung zu ermöglichen.
[0029] Bei der Darstellung gemäß Fig. 2 sind die Bezugszeichen von Fig. 1 beibehalten, wobei
in Fig. 2 zusätzlich Durchtritte 16 in dem konturierten Bohrkopfkörper 2 ersichtlich
sind, durch welche Durchtritte 16 Bohrklein in das Innere des Hüllrohrs 6 abgeführt
werden kann.
[0030] In der Darstellung von Fig. 3 ist das Hüllrohr weggelassen und auch in der Darstellung
von Fig. 3 sind der Bohrkopfschaft bzw. Stummelschaft 3 und der Adapter bzw. das weitere
Schaftteil 4 im verschraubten Zustand dargestellt. In Fig. 3 ist weiterhin die exakte
Konstruktion des Mitnehmers 5 deutlich zu erkennen, wobei insbesondere das Eingriffs-
und Halteelement 11 klar ersichtlich ist, welches in eine Schulter 12 des Hüllrohrs
6 in Eingriff bringbar ist und auf diese Weise das Hüllrohr 6 in das Innere des Bohrlochs
1 ziehen kann. Durch die freie Drehbarkeit des Mitnehmers 5 wird bei einer derartigen
Vorgangsweise ein Verdrillen des Hüllrohrs 6 im Inneren des Bohrlochs mit Sicherheit
vermieden, wodurch eine längere Standzeit des Gesamtsystems und insbesondere ein unbeabsichtigtes
Abreißen bzw. Zerstören des Hüllrohrs 6 mit Sicherheit hintangehalten ist.
[0031] In Fig. 4 ist ein Teil des Bohrkopfs 1 dargestellt, und zwar der Mitnehmer 5 sowie
der weitere Schaftteil oder Adapter 4. Der Mitnehmer 5 ist in der Darstellung gemäß
Fig. 4 analog gemäß zu jenen der Fig. 1 bis 3 ausgebildet, so dass ein näheres Eingehen
auf denselben nicht erforderlich erscheint.
[0032] Das weitere Schaftteil bzw. der Adapter 4 ist in Fig. 4 getrennt von dem Stummelschaft
bzw. Bohrkopfschaft 3 dargestellt und es ist ersichtlich, dass der Endbereich, welcher
zu dem Schaftteil 3 schauen sollte, mit einem Gewinde 17 ausgebildet ist. Das Gewinde
17 wird hierbei mit einem komplementären Gewinde in dem Schaftteil 3 verbunden und
gegebenenfalls nachfolgend verlötet, um eine unlösbare Verbindung zur Verfügung zu
stellen.
[0033] In Fig. 5 ist eine Draufsicht teilweise in der Perspektive des Mitnehmers bzw. Schlagstern
5 gezeigt. Der Mitnehmer 5 weist hierbei einen ringförmigen Durchtritt 18 auf, durch
welchen der Bohrkopfschaft 3 bzw. das weitere Schaftteil des Bohrkopfs 1 durchtreten
und um welchen Schaft der Mitnehmer 5 drehbar angeordnet ist. Weiterhin sind am Umfang
des Mitnehmers, in gleichmäßigen Abständen verteilt, Ausnehmungen 9 bzw. Fortsätze
19 ausgebildet. Die Fortsätze weisen einen gekrümmten Außenumfangsbereich 10 auf,
an welchem, wie dies im Zusammenhang mit Fig. 1 bereits beschrieben wurde, eine Art
Zahn 11 ausgebildet ist. Dieser Zahl 11 ist hierbei zum Bohrkopf 1 gerichtet und schneidet
im Betrieb in eine entsprechende Schulter des Hüllrohrs 6 ein.
[0034] Abweichend von den Darstellungen der Fig. 1 bis 3 ist auch der von dem Bohrkopf 1
abgewandte Endbereich des Adapters 4 anders ausgebildet, insbesondere weist er eine
Ausbildung mit Stirnzähnen auf, welche mit einer entsprechenden komplementären Ausbildung
eines weiteren Adapters bzw. einer Bohrstange kämmen, um ein unbeabsichtigtes Verdrehen
der Bohrstange bzw. eines weiteren Adapters, welche beide hier nicht dargestellt sind,
gegenüber dem weiteren Schaftteil 4 mit Sicherheit hintanzuhalten.
[0035] Es erübrigt sich festzuhalten, dass anstelle des Gewindes 17 zur Verbindung mit dem
Schaftteil 3 des Bohrkopfkörpers 2 beispielsweise eine Steckverbindung, eine Bajonettverbindung
oder jede andere lösbare Verbindung vorgesehen sein kann, welche in der Folge durch
Verlöten zu einer unlösbaren Verbindung gemacht werden kann, wobei dies nicht zwingend
erforderlich ist. Auch eine andere Ausbildung des ringförmigen Mitnehmers, welcher
frei auf dem Schaft des Bohrkopfs drehbar ist, ist denkbar, so kann die Zahl der sich
in radialer Richtung erstreckenden Fortsätze 10 variieren und es können insbesondere
zwischen 4 und 6 dieser Fortsätze vorgesehen sein. Wichtig ist, dass zwischen den
Fortsätzen 10 Durchtrittsöffnungen 9 vorgesehen sind, um Bohrklein abtransportieren
zu können. In gleicher Weise kann der Bohrkopfkörper 2 beliebig ausgebildet sein,
wobei jede Form von bekanntem Bohrkopf bzw. Bohrkopfkörper zum Einsatz gelangen kann,
solange dieser Bohrkopf bzw. Bohrkopfkörper einen Schaft 3, insbesondere Stummelschaft
aufweist, welcher mit einem weiteren Schaftteil 4 verbindbar ist.
1. Bohrkopf (1) mit einem Bohrkopfkörper (2), in welchem in entsprechenden Aufnahmeöffnungen
eine Mehrzahl von Bohrstiften (7) und/oder Bohrleisten festgelegt ist, einem Bohrkopfschaft
(3) , welcher zur Verbindung mit einem aus einem weiteren Schaftteil (4) oder einem
Adapter (4) gewählten Element ausgebildet ist, wenigstens einer Ausnehmung (16) zum
Abtransport von Bohrklein sowie gegebenenfalls wenigstens einer Öffnung (8) zum Ausbringen
von Spülfluid, dadurch gekennzeichnet, dass der Bohrkopfschaft (3) als mit einem ersten Verbindungselement zur Verbindung mit
dem weiteren Schaftteil (4) versehener Stummelschaft ausgebildet ist, dass ein zu
dem Bohrkopf (1) gerichteter Endbereich des im wesentlichen rohrförmig ausgebildeten
weiteren Schaftteils (4) oder des Adapters mit einem mit dem ersten Verbindungselement
des Bohrkopfschafts (3) zusammenwirkenden zweiten Verbindungselement (17) ausgebildet
ist, dass ein zu dem Bohrkopf (1) gewandter Endbereich des weiteren Schaftteils (4)
oder des Adapters mit wenigstens einem im Wesentlichen ringförmigen Anschlagteil (14)
ausgebildet ist und dass ein an das im wesentlichen ringförmige Anschlagteil (14)
in Anlage bringbarer, das weitere Schaftteil (4) oder den Adapter umgebender Mitnehmer
(5) vorgesehen ist.
2. Bohrkopf (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente (17) zum Verbinden des Stummelschafts (3) mit dem weiteren
Schaftteil oder dem Adapter (4) aus zusammenwirkenden Gewindeteilen, Steckverbindungsteilen,
wie Bajonettverbindungselementen, oder Klemmverbindungsteilen gewählt sind.
3. Bohrkopf (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich eine unlösbare Festlegung der ersten und zweiten Verbindungselemente (17)
aneinander mittels Lot vorgesehen ist.
4. Bohrkopf (1) nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Stummelschaft (3) mit dem Bohrkopfkörper (2) einstückig ausgebildet ist und dass
der Stummelschaft (3) aus einem von dem damit zu verbindenden weiteren Schaftteil
oder dem Adapter (4) verschiedenen Material ausgebildet ist.
5. Bohrkopf (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmer (5) an dem weiteren Schaftteil oder dem Adapter (4) beweglich, insbesondere
drehbar angeordnet ist.
6. Bohrkopf (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmer (5) an seinen Außenumfang (10) eine Mehrzahl von Ausnehmungen (9) aufweist.
7. Bohrkopf (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein zu dem Bohrkopfkörper (5) gerichteter Außenumfangsbereich (10) des Mitnehmers
(5) konturiert, insbesondere gekrümmt ausgebildet ist.
8. Bohrkopf (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Konturierung des Außenumfangs (10) des Mitnehmers (5) als Eingriffs- und/oder
Halteelement (11) für ein gegebenenfalls mit dem Bohrkopf (1) zusammenwirkendes Anfängerrohr
oder Hüllrohr (6) ausgebildet ist.
9. Bohrkopf (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das weitere Schaftteil oder der Adapter (4) an seinem von dem Bohrkopfkörper (5)
abgewandten Endbereich mit einem Innengewinde versehen ist.
10. Bohrkopf (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der von dem Bohrkopf (1) abgewandte Endbereich des weiteren Schaftteils oder des
Adapters (4) mit zwei im Wesentlichen parallel zueinander angeordneten Anschlagteilen
(14, 15) ausgebildet ist.
11. Bohrkopf (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagteile (15) als im Wesentlich normal auf eine Drehachse durch den Bohrkopfkörper
(5), das weitere Schaftteil oder den Adapter (4) gerichtete im Wesentlichen ringförmige
Anschlagflächen (14, 15) ausgebildet sind.
12. Verfahren zum Zusammenbauen eines Bohrkopfs (1) bestehend aus einem Bohrkopfkörper
(2), in welchem in entsprechenden Aufnahmeöffnungen eine Mehrzahl von Bohrstiften
(7) und/oder Bohrleisten festgelegt ist, einem Bohrkopfschaft (3), welcher zur Verbindung
mit einem aus einem weiteren Schaftteil oder einem Adapter (4) gewählten Element adaptiert
ist, der wenigstens eine Ausnehmung (16) zum Abtransport von Bohrklein sowie gegebenenfalls
wenigstens eine Öffnung (8) zum Ausbringen von Spülfluid aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass auf einem im Wesentlichen rohrförmig ausgebildeten weiteren Schaftteil oder Adapter
(4) ein das weitere Schaftteil oder den Adapter (4) umgebender Mitnehmer (5) aufgesteckt,
insbesondere drehbar aufgesteckt wird, dass das weitere Schaftteil oder der Adapter
(4) mittels daran vorgesehener erster und zweiter Verbindungselemente (17) in oder
auf einem an dem als Stummelschaft ausgebildeten Bohrkopfschaft (3) vorgesehenes Verbindungselement
lösbar festgelegt wird, dass nach dem lösbaren Festlegen des weiteren Schaftteils
oder des Adapters (4) an dem Stummelschaft (3) des Bohrkopfkörpers (2), durch ein
Verschweißen, Verlöten oder Vernieten des weiteren Schaftteils oder des Adapters (4)
mit dem Stummelschaft (3) des Bohrkopfkörpers (2) eine unlösbare Verbindung ausgebildet
wird und dass die unlösbare Verbindung gegebenenfalls einer Temperaturbehandlung unterworfen
wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die das Überführen in eine unlösbare Verbindung durch Verlöten, insbesondere Vakuumlöten
ausgebildet wird.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Verlöten eine Wärmebehandlung, insbesondere ein Tempern vorgenommen wird.
15. Verfahren nach Anspruch 12, 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur und/oder Dauer des Temperns derart gewählt werden, dass in dem weiteren
Schaftteil oder dem Adapter (4) während des Temperns eine Gefügeänderung bewirkt wird
und dass der Mitnehmer (5) und Bohrkopfkörper (2) aus einem von dem dem weiteren Schaftteil
oder dem Adapter (4) verschiedenen Material ausgebildet sind.