TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine hybride Kasse, umfassend eine Basis und einen
auf dieser Basis drehbar angeordneten Kassenaufsatz, wobei dieser Kassenaufsatz einen
Produktescanner und einen Bildschirm aufweist, die in eine gemeinsame Richtung ausgerichtet
sind, wobei der Kassenaufsatz in Bezug auf die Basis in zwei arretierbare Drehpositionen
verschwenkbar ist, wobei der Produktescanner in beiden Drehpositionen auf eine Scanauflage
ausgerichtet ist.
STAND DER TECHNIK
[0002] Die
US 2007/235531 A1 offenbart eine hybride Kasse, umfassend eine Basis und ein auf dieser Basis drehbar
angeordnetes Gestell, wobei dieses Gestell einen Produktescanner und eine Eingabe-/Ausgabevorrichtung
aufweist, die in eine erste Richtung ausgerichtet ist. Dabei ist das Gestell in Bezug
auf die Basis zwischen zwei Drehpositionen verschwenkbar. Die Eingabe-/Ausgabevorrichtung
ist mit dem Produktescanner winkelfest verbunden. Die hybride Kasse hat einen Selbstbedienungsmodus,
der in einer ersten Position aktiviert ist und einen bedienten Modus, der der zweiten
Winkelposition entspricht. Daraus ergibt sich, dass die Eingabe-/Ausgabevorrichtung
bei dem Selbstbedienungsmodus in eine erste Richtung ausgerichtet ist, während sie
während des bedienten Modus in einer zweiten Richtung ausgerichtet ist, die unterschiedlich
zur ersten Richtung ist. Die Basis selber umfasst einen im Wesentlichen horizontalen
Abschnitt und bei dem Selbstbedienungsmodus ist der Scanner im Wesentlichen auf den
horizontalen Abschnitt der Basis ausgerichtet. Ferner umfasst die Kasse einen Bildschirm,
der zu der beweglichen Ein-/Ausgabevorrichtung gehört.
[0003] Aus der
US 2013/0191230 ist ein Computer implementiertes Verfahren zur Programmierung einer hybriden Kasse
bekannt, wobei eine erste Schnittstelle erzeugt wird, die einem ersten Betriebsmodus
für die Kasse zugeordnet ist, wobei ein erster Workflow für Aktionen definiert wird,
welche in Bezug auf den ersten Betriebsmodus auszuführen sind. Ferner wird eine zweite
Schnittstelle erzeugt, die einem zweiten Betriebsmodus zugeordnet ist, wobei die zweite
Schnittstelle einem zweiten Workflow zugeordnet ist, der für zweite Aktionen definiert
wird, welche in Bezug auf den zweiten Betriebsmodus auszuführen sind. Dieses Programm
ist zur Ausführung in einer hybriden Kasse vorgesehen.
[0004] Die
WO 2014/164934 A1 offenbart ein POS-System, bei dem ein Bildschirm oberhalb einer Kassenschublade angeordnet
ist. Dabei ist der Bildschirm, gegebenenfalls mit einem Quittungsdrucker drehfest
verschwenkbar verbunden. Im bedienten Modus ist der Bildschirm auf die Frontseite
der Kassenschublade ausgerichtet. Im Selbstbedienungsmodus wird, nachdem ein autorisiertes
Kassenpersonal sich vom Bildschirmterminal abgemeldet hat, die Kassenschublade verriegelt
und anschliessend kann der Bildschirm um seine Basis in eine zweite Position gedreht
werden, bei dem sich der Bildschirm ungefähr senkrecht zur Vorderseite der Kassenschublade
befindet. Der gegebenenfalls mit dem Bildschirm verbundene Quittungsdrucker dreht
sich mit.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0005] Ausgehend vom diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine hybride Kasse anzugeben, die kompakter aufbaubar und in einfacherer Weise einsetzbar
ist.
[0006] Diese Aufgabe wird bei einer hhybriden Kasse, die eine Basis und einen auf dieser
Basis drehbar angeordneten Kassenaufsatz umfasst, wobei dieser Kassenaufsatz einen
Produktescanner und einen Bildschirm aufweist, die in eine gemeinsame Richtung ausgerichtet
sind, wobei der Kassenaufsatz in Bezug auf die Basis in zwei arretierbare Drehpositionen
verschwenkbar ist, wobei der Produktescanner in beiden Drehpositionen auf eine Scanauflage
ausgerichtet ist, erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die Scanauflage Teil des drehbaren
Kassenaufsatz ist.
[0007] Dabei ist dann die vollständige Kasseneinheit drehbar, was bedeutet, dass die Scanauflage
Teil des drehbaren Kassenaufsatzes ist. Somit ist nur ein im wesentlichen horizontaler
Abschnitt notwendig, wobei sowohl im Selbstbedienungsmodus als auch im bedienten Modus
der Scanner auf denselben horizontalen Abschnitt des Kassenaufsatzes ausgerichtet
ist, da sich diese Scanauflage mitdreht und sich damit die Kasse kompakter bauen lässt.
[0008] Es ist ein weiteres Ziel der Erfindung, eine hybride Kasse aus dem Stand der Technik
modularer einsetzen zu können.
[0009] Hierfür weist eine hybride Kasse, die eine Basis und einen auf dieser Basis drehbar
angeordneten Kassenaufsatz umfasst, wobei dieser Kassenaufsatz einen Produktescanner
und einen Bildschirm aufweist, die in eine gemeinsame Richtung ausgerichtet sind,
wobei der Kassenaufsatz in Bezug auf die Basis in zwei arretierbare Drehpositionen
verschwenkbar ist, wobei der Produktescanner in beiden Drehpositionen auf eine Scanauflage
ausgerichtet ist, die Merkmale auf, dass sie über an der Basis befestigte Rollen verfügt,
dass kabelgebundene Versorgungs- und Signalleitungen zu einem Kabelstrang verbunden
sind und dieser mit einer Kassen-Steckeranordnung abgeschlossen ist, die entweder
im Bereich des Unterteils der Basis oder oberhalb des Kassenaufsatzes angeordnet ist.
[0010] Dabei ist diese abschliessende Steckeranordnung mit einer im Kassenraum vorgesehenen
komplementären Steckeranordnung verbindbar, um die Kasse an entsprechend vorbereiteten
Einsatzpunkten direkt und nur über das Schliessen einer Steckverbindung einsatzfähig
zu machen.
[0011] Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel mit einer oben herausgeführten Streckverbindung
ist dabei der Kabelstrang in einem Informationsständer verborgen oder wird an diesem
geführt.
[0012] Ein Kassensystem für solche hybriden Kassen verfügt über mindestens eine im Verkaufsraum
vorgesehene zur Kassen-Steckeranordnung komplementären Steckeranordnung, die im Bodenbereich
oder im Deckenbereich des Verkaufsraums an entsprechend vorbereiteten Einsatzpunkten
vorgesehen ist, um die besagte hybride Kasse direkt und nur über das Schliessen der
Steckverbindung einsatzfähig zu machen. Bei einer Anordnung solcher Steckeranordnungen
im Boden unter entsprechenden offenbaren Bodenplatten oder bei einer Anordnung solcher
Steckeranordnungen im Deckenbereich an einer Matrix von Anschlusspunkten kann ein
Ladengeschäft situativ bei geänderten Verkaufsflächen die Kassendisposition verändern
oder Kassen je nach Kundenauftritt hinzufügen oder wegnehmen. Statt einer Geldfachschublade
rollt die Bedienung die hybride Kasse an den gewünschten Einsatzort und schafft die
elektrische- und Daten-Verbindung. Ggf. setzt sie dann Ihre Geldfachschublade in die
hybride Kasse ein.
[0013] Weitere Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0014] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnungen
beschrieben, die lediglich zur Erläuterung dienen und nicht einschränkend auszulegen
sind. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer hybriden Kasse gemäss einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung,
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht der hybriden Kasse Fig. 1 aus der entgegengesetzten Richtung,
- Fig. 3
- eine Ansicht von oben auf die hybride Kasse nach Fig. 1,
- Fig. 4
- eine schematische Seitenansicht einer hybriden Kasse gemäss einem weiteren Ausführungsbeispiel
der Erfindung,
- Fig. 5
- eine schematische Vorderansicht der hybriden Kasse nach Fig. 4,
- Fig. 6
- eine schematische Ansicht der hybriden Kasse nach Fig. 4 von der anderen Seite, und
- Fig. 7
- ein Blockschaltbild der wesentlichen Kassenelemente einer hybriden Kasse gemäss einem
Ausführungsbeispiel der Erfindung.
BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
[0015] Die Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer hybriden Kasse gemäss einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung in dem Selbstbedienungsmodus. Die Kasse verfügt über eine zylindrische
Basis 10. In anderen Ausführungsformen kann die Basis auch einen Quader bilden, der
eine quadratische Grundfläche hat oder auch ein rechteckige. Die Basis 10 kann in
der Draufsicht auch eine ovale oder ellipsoide Form haben.
[0016] Auf der Basis ist ein Kassenaufsatz 20 vorgesehen, der insgesamt gegenüber der Basis
10 drehbar ist. Bei einer zylindrischen Basis 10 wie in Fig. 1 kann eine zentrale
Achse im Innern des Korpus vorgesehen, um die der Kassenaufsatz 20 bezüglich der Basis
10 gedreht werden kann. Der Kassenaufsatz 20 weist auf seiner Oberseite eine Scanauflage
30 auf. Die Scanauflage 30 ist vorzugsweise horizontale freie Fläche, auf die ein
zu scannendes Produkt aufgelegt und gescannt werden kann. Diese Fläche nimmt hier
in der Draufsicht ungefähr die Hälfte der Oberseite des Kassenaufsatzes 20 ein. Diese
Fläche kann auch grösser oder kleiner ausgestaltet sein. Der rückwärtige Teil der
Oberseite des Kassenaufsatzes 20 ist ein Sockel 40, der verschiedene kassenübliche
Elemente enthält. Diese sind hier ein Produktescanner 50, der im Sockel 40 zentral
hinter einem Sichtfenster in der senkrecht zur Scanauflage orientierten Vorderfront
41 des Sockels 40 angeordnet ist. Auf der in der Fig. 1 rechten Seite ist im Sockel
40 ein Bondrucker 60 integriert, der einen Bon aus der Frontfläche 41 des Sockels
40 abgibt. Der Sockel 40 weist auf seiner linken Seite eine Vertiefung 42 auf, in
die ein Kartenleser 70 eingesetzt ist.
[0017] Die Vertiefung 42 verläuft quer durch den Sockel 40 und gestattet es, den Kartenleser
70 in zwei um 180 Grad gedrehte Richtungen einzusetzen, das heisst mit seiner Bedienfläche
71 in die zur Scanauflage 30 weisenden Richtung wie in Fig. 1 oder in die entgegengesetzte
Richtung, so dass eine bezüglich Fig. 1 hinter der Basis 10 und dem Sockel 40 stehende
Person diesen Kartenleser 70 bedienen kann.
[0018] Alternativ in einem zeichnerisch nicht dargestellten anderen Ausführungsbeispiel
kann der Kartenleser 70 auch auf einer auf dem Sockel 40 angeordneten Stange drehbar
befestigt sein, so dass er zwischen diesen beiden Positionen verschwenkbar ist.
[0019] Auf der rechten Seite des Kassenaufsatzes 20 ist in einer Ausnehmung ein mobiler
Scanner 55 angeordnet.
[0020] Der im Sockel 40 vorgesehene feste Scanner 50 hat seinen Scanbereich im Bereich über
der Scanauflage 30, über welche dann das von dem Produktescanner 50 zu scannende Produkt
hindurchbewegt wird. Alternativ kann das Produkt auf der Scanauflage 30 oder auf einer
ersten Abstellfläche 130 oder einer zweiten Abstellfläche 135 angeordnet sein und
dann durch den mobilen Scanner 55 erfasst werden.
[0021] Die zweite Abstellfläche 135 ist im Bereich der Trennung zwischen Kassenaufsatz 20
und Basis 10 angeordnet und ragt durch einen Schlitz 136 in den Korpus. Die erste
Abstellfläche 130 ist tiefer an der Basis 10 angeordnet und ragt durch einen Schlitz
131 in den Korpus der Basis 10. Aus der Fig. 1 und dann auch aus der Fig. 2 ist zu
erkennen, dass der Schlitz 131 einen grossen Winkelbereich von hier ca. 180 Grad abdeckt,
wohingegen die Abstellfläche 130 im Bereich, an dem sie in die Basis 10 eintritt,
nur ca. 60 Grad abdeckt. Somit kann sie, wie aus der Fig. 3 durch die dort strichlinierten
weiteren Positionen 1301 und 1302 ersichtlich, in unterschiedlichen Winkelpositionen
orientiert werden, was eine Anordnung der Kasse in verschiedenen Raumkonstellationen
ermöglicht.
[0022] Eine Verbindungsstange 110 ragt aus dem Sockel 40 des Kassenaufsatzes. Diese Verbindungsstange
110 ist also insbesondere nicht zentrisch bezüglich der Drehachse des Kassenaufsatzes
20 um die Basis 10 angeordnet, welche Drehachse in dem Ausführungsbeispiel der Fig.
1 mit der Symmetrieachse der zylindrischen Einheit Basis 10 - Kassenaufsatz 20 übereinstimmt.
[0023] An der Verbindungsstange 110 sind zwei Bildschirme 100 und 105 befestigt. Der erste
vorderseitige Bildschirm 100 ist auf die Scanauflage 30 hin ausgerichtet, während
der zweite rückseitige Bildschirm 105 entgegengesetzt ausgerichtet ist. Die Bildschirme
100 und 105 können einen Randbereich 101 aufweisen, der beispielsweise erleuchtet
werden kann und dann durch Farbgebung die Kasse als offen oder geschlossen, bedient
oder unbedient ausweisen kann.
[0024] Die Verbindungsstange 110 kann eine Teleskopstange sein, aus der ein Teleskopstab
115 herausragt. Dann ist es möglich direkt, elektrische und Signal-Verbindungen, die
in dem Stab 110 aus dem Kassenaufsatz 20 nach oben geführt werden, direkt in einer
Steckerverbindung 140, wie im Zusammenhang mit einem weiteren Ausführungsbeispiel
in den Fig. 4 bis 6 schematisch dargestellt, enden zu lassen, die sich mit einer im
Deckenbereich angeordneten komplementären Steckerverbindung verbinden lässt.
[0025] Im Kassenaufsatz 20 ist eine Bargeldkassette in Gestalt einer Kassenschublade 80
integriert, deren Abdeckung 81 in die Scanauflage 30 integriert ist, üblicherweise
im geschlossenen Zustand eine gemeinsame ebene Fläche bildet. Auf dem Sockel 40 ist
ein Bluetooth- oder NFC-Beacon 90 für eine direkte bargeldlose Bezahlung vorgesehen.
Dieser Beacon 90 ist auf der Oberseite 43 vorgesehen, um in einfacher Weise von beiden
Seiten der hybriden Kasse erreichbar zu sein. Eine drehbare Anordnung wie bei dem
Kartenleser ist ebenfalls möglich.
[0026] An der Basis 10 kann eine untere Schürze 125 vorgesehen sein, in der sich nach unten
überstehende Rollen 120 befinden, beispielsweise vier bis sechs, beispielsweise fünf
Rollen oder Rollenpaare, die ebenfalls im Zusammenhang mit einem weiteren Ausführungsbeispiel
in den Fig. 4 bis 6 schematisch dargestellt sind, so dass die hybride Kasse leicht
beweglich ist, nämlich an ihren Einsatzort gerollt werden kann.
[0027] Die Fig. 2 zeigt eine perspektivische Ansicht der Fig. 1 aus der entgegengesetzten
Richtung. Das ist die Ansicht, die der Kunde bei der bedienten Kasse hätte, mit dem
Proviso das der Kartenleser 70 dann in seine Richtung orientiert wäre. Gleiche oder
ähnliche Merkmale sind in allen Figuren mit gleichen oder ähnlichen Bezugszeichen
bezeichnet. Wesentlich bei der sozusagen Rückansicht des Selbstbedienungskasse nach
Fig. 1 ist der zweite rückseitige Bildschirm 105, der bei dem Einsatz als Selbstbedienungskasse
Bezahlinformationen für überwachendes Personal des Geschäfts anzeigen kann oder ansonsten
nur den Einsatz der hybriden Kasse als Selbstbedienungskasse. Im Falle des Einsatzes
der Kasse als bediente Kasse dient der zweite rückseitige Bildschirm 105 als Information
für den Kunden, welche Produkte abgerechnet werden und/oder welche Bezahlung vorzunehmen
ist oder welches Bezahlverfahren möglich oder derzeit aktiv ist.
[0028] Die Fig. 3 zeigt eine schematische Ansicht von oben auf die hybride Kasse nach Fig.
1. Es sind einige Elemente, wie den Beacon 90 oder die Bildschirme 100 und 105 weggelassen
worden, um die verbleibenden Elemente besser darstellen zu können. Die Vorderfront
41 des Sockels 40 ist gebogen und bildet für die scannende Person, Kunde oder Kassierpersonal,
einen konkaven Bereich der Scanauflage 30. Sie deckt zugleich die Abdeckung 81 der
Kassenschublade 80 ab. Aus der Fig. 3 sind die beiden Extrempositionen 1301 und 1302
für die Abstellfläche 130 gestrichelt zu erkennen. Auch ist klar, dass die Stange
110 bei einem Drehen des Kassenaufsatzes 20 als solchen eine Drehbewegung um die Mittelachse
der Basis 10 vollführt.
[0029] Die Fig. 4 zeigt eine schematische Seitenansicht einer hybriden Kasse gemäss einem
weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung. Die Fig. 5 zeigt eine schematische Vorderansicht
der hybriden Kasse nach Fig. 4 und Fig. 6 eine schematische Ansicht der hybriden Kasse
nach Fig. 4 von der anderen Seite.
[0030] Die Kassenelemente wie Scanner 50 und 55, Bondrucker 60, Kartenleser 70 oder Beacon
90 können bei diesem Ausführungsbeispiel ebenfalls vorhanden sein oder nicht, sie
sind zur Vereinfachung nicht dargestellt. Wesentlicher Teil der Darstellung ist die
Möglichkeit des Rollens der Kasse über den Boden 155 mit Hilfe der in der Basis 10
vorgesehenen Rollen 120, die strichliniert dargestellt sind, da sie von dem Korpus
der Basis 10 oder der Schürze 125 abgedeckt sind. Ferner ist eine Decke 150 dargestellt,
wobei dies nicht eine abschliessende Geschossdecke sein muss, sondern einen Deckenbereich,
in dem Kabelstränge und/oder Klimatisation und/oder Sprinkleranlagenteile angeordnet
sind.
[0031] Wesentlich ist, dass mit den Fig. 4 bis 6 zwei Ausführungsbeispiele dargestellt sind,
die auch kombiniert werden können. In dem einen Ausführungsbeispiel sind in oder an
der Stange 110 Versorgungs- und/oder Signalleitungen geführt, die vorzugsweise in
einer Steckeranordnung 140 enden, die im Bereich der Decke 150 mit einer komplementären
Steckeranordnung verbunden werden können. Dabei kann es sich um ein einfaches Hinaufschieben
einer Steckeranordnung in einem Teleskopstab handeln, oder es ist notwendig, dass
beispielsweise über an Kabelsträngen befestigte Steckeranordnungen, diese verbunden
und dann vorzugsweise im Deckenbereich für Kunden nicht sichtbar oder anders geführt
und angeordnet werden. Alternativ oder zusätzlich kann eine Steckeranordnung 145 im
Bodenbereich vorgesehen sein, die durch entsprechende Öffnungen im Bodenbereich durch
diese hindurch mit dort vorgesehenen komplementären Steckeranordnungen verbunden zu
werden. Vorzugsweise können dann verbleibende Kabelstränge im Innern der Basis 10
verstaut werden, bevor die hybride Kasse mit ihren Rollen 125 auf diesen Platz gerollt
wird.
[0032] Fig. 7 zeigt ein Blockschaltbild der wesentlichen Kassenelemente einer hybriden Kasse
gemäss einem Ausführungsbeispiel der Erfindung. Die hybride Kasse umfasst einen zentralen
Rechner 200 oder elektronische Kontrolleinheit, die über Stromversorgungsleitungen
141 und Signalleitungen 142 mit der Aussenwelt, hier dem der Kasse zugeordneten Geschäft
verbunden sind. Als Beispiel ist die Steckeranordnung 140 angegeben. Die Signalleitungen
142 als körperliche Leitungen sind optional. Die Signalverbindung kann auch kabellos
sein. Im Prinzip ist es auch möglich die Stromversorgung über eine Batterie sicherzustellen,
so dass keine Steckeranordnung 140 notwendig ist und die hybride Kasse autonom an
den Einsatzort gerollt werden kann.
[0033] An der elektronischen Kontrolleinheit 200 sind die oben beschriebenen Kassenelemente
angeschlossen. Dabei ist dies der notwendige Produktescanner 50, der alternativ oder
zusätzlich durch den mobilen Produktescanner ergänzt werden kann. Ein Bondrucker ist
in der Regel vorgesehen, sofern nicht eine elektronische Rechnungsübermittlung möglich
ist. Kartenleser 70 und Beacon 90 sind als bargeldlose Zahlungsmittel vorgesehen;
mindestens eines dieser Mittel ist notwendig für den Einsatz als Selbstbedienungskasse.
Ein Bildschirm 100 oder allgemeiner ein Display zur Benutzerführung ist vorgesehen.
Der zweite rückseitige Bildschirm 105 dient optional zur Kunden- oder Personalinformation.
[0034] Die Kassenschublade 80 ist in bekannter Weise in den Kassenaufsatz 20 integriert
und kann über einen Badgeleser 85 oder eine Autorisierung an einer anderen Eingabeeinheit
des Rechners 200 geöffnet, eingesetzt, entnommen oder aktiviert werden. Die Eingabeeinheit
kann eine in den Zeichnungen nicht dargestellte Tastatur sein oder durch einen berührungsempfindlichen
Bildschirm 100 realisiert sein.
[0035] Schliesslich sind Positionssensoren 160 in der Kasse vorgesehen, die die beiden Positionen
des drehbaren Kassenaufsatzes 20 erfassen, nämlich bediente Kasse und Selbstbedienungskasse,
sowie zugeordnete Verriegelungen, die diese Positionen zwischen Basis 10 und Kassenaufsatz
20 arretieren, wobei diese dann durch entsprechende Eingaben über die Kontrolleinheit
200 gelöst werden können. Die Kabelstränge werden durch entsprechende Verbindungsöffnungen
zwischen Basis 10 und Kassenaufsatz 20 für eine Deckenbefestigung über die Stange
110 durchgeführt, die eine entsprechende Drehung des Kassenaufsatz 20 um insgesamt
180 Grad gestatten.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0036]
| 10 |
Basis |
110 |
Verbindungsstange |
| 20 |
Kassenaufsatz |
115 |
Teleskopstab |
| 30 |
Scanauflage |
120 |
Rollen |
| 40 |
Sockel |
125 |
Schürze |
| 41 |
Vorderfront |
130 |
erste Abstellfläche |
| 42 |
Vertiefung |
131 |
erster Schlitz in der Basis |
| 43 |
Oberseite |
135 |
zweite Abstellfläche |
| 50 |
Produktescanner |
136 |
zweiter Schlitz in der Basis |
| 55 |
mobiler Scanner |
140 |
Steckerverbindung |
| 60 |
Bondrucker |
145 |
Steckerverbindung |
| 70 |
Kartenleser |
150 |
Decke |
| 80 |
Kassenschublade |
155 |
Boden |
| 81 |
Abdeckung Kassenschublade |
160 |
Positionssensor/Verriegelung |
| 85 |
Autorisierungsleser |
200 |
Rechner |
| 90 |
Bluetooth oder NFC Beacon |
1301 |
Position der Abstellfläche |
| 100 |
vorderseitiger Bildschirm |
1302 |
Position der Abstellfläche |
| 101 |
Randbereich |
|
|
| 105 |
rückseitiger Bildschirm |
|
|
1. Hybride Kasse, umfassend eine Basis (10) und einen auf dieser Basis (10) drehbar angeordneten
Kassenaufsatz (20), wobei dieser Kassenaufsatz (20) einen Produktescanner (50, 55)
und einen Bildschirm (100, 105) aufweist, die in eine gemeinsame Richtung ausgerichtet
sind, wobei der Kassenaufsatz (20) in Bezug auf die Basis (10) in zwei arretierbare
Drehpositionen verschwenkbar ist, wobei der Produktescanner (50, 55) in beiden Drehpositionen
auf eine Scanauflage (30) ausgerichtet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Scanauflage (30) Teil des drehbaren Kassenaufsatz (20) ist.
2. Hybride Kasse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der drehbare Kassenaufsatz (20) eine Kassenschublade (80) umfasst, die in einer der
beiden Drehpositionen verriegelt ist.
3. Hybride Kasse nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Scanauflage (30) ein im wesentlichen horizontaler Abschnitt ist.
4. Hybride Kasse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ferner eine bargeldlose Kassiereinrichtung (70, 90) vorgesehen ist, die ebenfalls
schwenkbar oder um 180 Grad umsetzbar bezüglich der Basis (10) vorgesehen ist, insbesondere
die schwenkbar oder um 180 Grad umsetzbar auf dem Kassenaufsatz (20) vorgesehen ist.
5. Hybride Kasse nach einem der Ansprüche 1 bis 4 oder nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1, dadurch gekennzeichnet, dass sie über an der Basis (10) befestigte Rollen (120) verfügt, dass kabelgebundene Versorgungs-
und Signalleitungen zu einem Kabelstrang verbunden und dieser mit einer Kassen-Steckeranordnung
(140, 145) abgeschlossen sind, die entweder im Bereich des Unterteils der Basis (10)
oder oberhalb des Kassenaufsatzes (20) angeordnet ist.
6. Hybride Kasse nach Anspruch 5, bei der die Kassen-Steckeranordnung (140) im Bereich
oberhalb des Kassenaufsatzes (20) angeordnet ist, wobei der Kabelstrang in oder an
einem vertikal verlaufenden Informationsständer (110) geführt ist.
7. Mobiles hybrides Kassensystem für einen Verkaufsraum mit mindestens einer hybriden
Kasse nach Anspruch 5 oder Anspruch 6, wobei das Kassensystem über mindestens eine
im Verkaufsraum vorgesehene zur Kassen-Steckeranordnung (140, 145) komplementären
Steckeranordnung verfügt, die im Bodenbereich (155) oder im Deckenbereich (150) des
Verkaufsraums an entsprechend vorbereiteten Einsatzpunkten vorgesehen ist, um die
besagte hybride Kasse direkt und nur über das Schliessen der Steckverbindung einsatzfähig
zu machen.