[0001] Es wird eine Akkordzither beschrieben, die mindestens einen Resonanzkörper, einen
Steg, einen Sattel und eine Vielzahl von Saiten aufweist, wobei der Resonanzkörper
aus einer Decke mit mindestens einem Schallloch, mindestens einem Stiftstock, einem
Wirbelstock und Zargen besteht. Die Saiten sind die Decke überspannend an dem Steg
und über den Sattel mit einer Vielzahl von Wirbeln an einer sich an die Decke anschließenden
Wirbelplatte angeordnet.
[0002] Akkordzithern weisen überwiegend Bestandteile auf, die aus Holz bestehen. Es werden
verschiedene Holzarten für verschiedene Bestandteile verwendet, um ein bestimmtes
optisches Erscheinungsbild und einen bestimmten Klang zu erreichen. Bei Akkordzithern
ist zusätzlich über dem Steg eine Leiste angeordnet, die mit dem Resonanzkörper verbunden
ist. Die Leiste dient als Ablagefläche für die Handballen der Hände eines Spielers.
[0003] Bei Akkordzithern wird oftmals ein Notenblatt unter die Melodiesaiten gelegt. Das
Notenblatt dient dazu, einem Spieler die zu spielenden Saiten anzuzeigen. Bei schlechten
Lichtverhältnissen ist das Notenblatt für den Spieler jedoch schwer einsehbar. Hierzu
werden Beleuchtungsmittel aufgestellt, um zumindest die Zither zu erhellen. Ein Problem
besteht hierbei aber darin, dass in Abhängigkeit der Position des Beleuchtungsmittels
Schattenlinien auf dem Notenblatt erscheinen, die einen Spieler irritieren können.
Dies tritt vor allem dann auf, wenn die Schattenlinien versetzt und seitlich neben
den Melodiesaiten auf dem Notenblatt verlaufen. Das Problem des Schattenwurfs kann
sich ebenfalls bei einer ausreichenden Umgebungsbeleuchtung einstellen.
[0004] Es ist daher Aufgabe, eine Akkordzither anzugeben, welche die Nachteile des Stands
der Technik behebt und einen einfachen Aufbau aufweist.
[0005] Die Aufgabe wird durch eine Akkordzither mit den in Anspruch 1 angegebenen technischen
Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen im Detail
angegeben.
[0006] Bei einer die vorstehend genannte Aufgabe lösenden Akkordzither, mindestens aufweisend
einen Resonanzkörper, bestehend aus einer Decke mit mindestens einem Schallloch, mindestens
einem Stiftstock, einem Wirbelstock und Zargen, einen Steg, einen Sattel und eine
Vielzahl von Saiten, wobei die Saiten die Decke überspannend an dem Steg und über
den Sattel mit einer Vielzahl von Wirbeln an einer sich an die Decke anschließenden
Wirbelplatte angeordnet sind, ist mindestens eine Beleuchtungseinrichtung vorgesehen,
die so angeordnet ist, dass Licht mindestens zwischen Melodiesaiten und die Decke
einbringbar ist.
[0007] Dadurch, dass die Beleuchtungseinrichtung zwischen die Decke und die Melodiesaiten
Licht einbringt, werden Schattenwürfe durch die Melodiesaiten verhindert. Der Spieler
der Akkordzither kann damit die Saiten der Akkordzither bespielen, ohne durch Schattenwürfe
der Saiten irritiert zu werden. Die mindestens eine Beleuchtungseinrichtung ist vorzugsweise
so angeordnet und ausgebildet, dass das von ihr ausgegebene Licht mindestens zwischen
die Melodiesaiten und die Decke einbringbar ist. In weiteren Ausführungsformen kann
auch eine Beleuchtung des Bereichs zwischen den Akkordsaiten und der Decke durch die
mindestens eine Beleuchtungseinrichtung oder durch eine weitere Beleuchtungseinrichtung
erreicht werden.
[0008] In weiteren Ausführungsformen kann eine erste Beleuchtungseinrichtung im Bereich
des Stegs angeordnet sein und sich mindestens abschnittsweise entlang des Stegs erstrecken.
Die Anordnung der ersten Beleuchtungseinrichtung an dem Steg eignet sich besonders
für die Beleuchtung des Bereichs zwischen den Saiten und der Decke, da sich der Steg
lotrecht zu der Decke erstreckt. Der Steg stellt damit eine Erhebung dar, die zur
Aufnahme einer ersten Beleuchtungseinrichtung geeignet ist. Die Saiten der Akkordzither
sind dabei über der Beleuchtungseinrichtung angeordnet.
[0009] In noch weiteren Ausführungsformen kann eine zweite Beleuchtungseinrichtung im Bereich
des Sattels angeordnet sein und sich zumindest abschnittsweise entlang des Sattels
erstrecken. Der Sattel erstreckt sich ebenso wie der Steg rechtwinklig zur Oberfläche
der Decke und stellt somit einer Erhebung dar, die zur Aufnahme der zweiten Beleuchtungseinrichtung
geeignet ist. Die Saiten der Akkordzither sind über der zweiten Beleuchtungseinrichtung
und über dem Sattel gespannt, so dass eine Beleuchtung des Bereichs zwischen der Oberfläche
der Decke und den Saiten erfolgt.
[0010] In weiteren Ausführungen sind in die Decke Lichtleisten eingebracht, die sich im
Wesentlichen zwischen dem Steg und dem Sattel oder parallel zu dem Steg erstrecken.
Die Lichtleisten können in entsprechende Nuten in der Decke eingesetzt sein. Über
eine solche Decke kann eine klare Lackschicht aufgebracht werden, die eine plane Oberfläche
erzeugt.
[0011] In noch weiteren Ausführungsformen weist die Akkordzither ein Stimmgerät und einen
damit verbundenen Tonabnehmer auf. Das Stimmgerät und der Tonabnehmer sind in der
Akkordzither aufgenommen, wobei der Tonabnehmer bspw. im Inneren des Resonanzkörpers
oder direkt im Bereich der Saiten angeordnet sein kann. Dadurch ergibt sich ein genaues
und einfaches Stimmen der Akkordzither. Es ist nicht erforderlich, ein externes Stimmgerät
zu positionieren, um ein exaktes Stimmen der Saiten zu erreichen. Vorzugsweise kann
auch mindestens ein zweiter Tonabnehmer angeordnet sein, so dass die durch die Saiten
erzeugten Töne genau erfasst werden können. Herkömmliche Stimmgeräte, welche in die
Nähe einer Akkordzither gestellt werden, können auf Grund des Abstands des Stimmgeräts
zu der Akkordzither und anderen Einflüssen - welche sich jedes Mal unterscheiden -
die Töne nicht immer unter den gleichen Bedingungen aufnehmen. Befindet sich der mindestens
eine Tonabnehmer an einer festen Position in oder an der Akkordzither, so kann der
Ton jedes Mal im Wesentlichen unter ähnlichen Voraussetzungen und mit dem gleichen
Abstand zwischen Tonabnehmer und Saiten und ohne Störeinflüsse aufgenommen werden.
[0012] In weiteren Ausführungen weist die Akkordzither eine Verstärkereinrichtung auf. Die
Verstärkereinrichtung dient beispielsweise zur Verstärkung der über den mindestens
einen Tonabnehmer aufgenommenen Töne bzw. Schallwellen.
[0013] In noch weiteren Ausführungen kann die Akkordzither mindestens einen Lautsprecher
aufweisen. Der Lautsprecher kann beispielsweise mit der Verstärkereinrichtung gekoppelt
sein, so dass die beispielsweise über mindestens einen Tonabnehmer aufgenommenen Töne
über den Lautsprecher ausgebbar sind. Vor allem in Räumen mit einem hohen Geräuschpegel
und einer bestimmten Größe sowie im Freien sind die von einer herkömmlichen Akkordzither
ausgegebenen Töne oftmals sehr schlecht bzw. in einem beschränkten Umfang hörbar.
Über den Lautsprecher werden die Töne verstärkt ausgegeben, so dass der Umkreis, in
welchem die Töne wahrgenommen werden können, vergrößert wird.
[0014] In noch weiteren Ausführungsformen weist die Akkordzither mindestens einen Anschluss
für ein weiteres elektronisches Gerät, einen Anschluss zur Stromversorgung, einen
Anschluss zur Datenübertragung und/oder mindestens ein Bedienelement zur Steuerung
der elektronischen Komponenten der Akkordzither auf. Über den Anschluss für ein weiteres
elektronisches Gerät kann beispielsweise die Akkordzither mit einem externen Verstärker
oder mit einem externen Lautsprecher verbunden werden, so dass das Beschallen von
größeren Räumen sowie im Freien möglich ist. Die Akkordzither kann ähnlich einer elektronischen
Zither demnach über eine Beschallungsanlage mit einer Vielzahl von Lautsprechern verbunden
werden. Zusätzlich können die elektronischen Komponenten der Akkordzither über einen
Anschluss zur Stromversorgung an ein Energieversorgungsnetz angeschlossen werden.
Ein Anschluss zur Datenübertragung ermöglicht eine bidirektionale Kommunikation zwischen
der Akkordzither und einer weiteren Einrichtung, beispielsweise einem elektronischen
Gerät wie einen Computer oder dergleichen. Über ein Bedienelement können die elektronischen
Komponenten ein- und ausgeschaltet werden. Dabei ist es möglich, für jede elektronische
Komponente ein separates Bedienelement zum Ein- und Ausschalten der elektronischen
Komponente vorzusehen. Zusätzlich kann auch ein zentrales Bedienelement zum Ein- und
Ausschalten für sämtliche elektronischen Komponenten der Akkordzither vorgesehen sein.
Über Bedienelemente können auch die Lautstärke eines Lautsprechers, die Helligkeit
der mindestens einen Beleuchtungseinrichtung und der Verstärkungsgrad bzw. verschiedene
Toneinstellungen verändert werden.
[0015] In noch weiteren Ausführungsformen sind das Stimmgerät und die Verstärkereinrichtung
als gemeinsame Einrichtung ausgebildet. Die Verstärkereinrichtung mit dem integrierten
Stimmgerät bildet somit eine zentrale Steuereinheit, welche die Funktionen der elektronischen
Komponenten der Akkordzither steuern und/oder übernehmen kann.
[0016] Die Akkordzither kann ferner ein Batteriefach aufweisen. Über das Batteriefach ist
es möglich, unabhängig von einer externen Energieversorgung die Akkordzither zu betreiben
sowie deren elektronische Komponenten. Das Batteriefach kann auch zusätzlich zu einem
Anschluss bzw. einer Anbindung an ein elektronisches Energieversorgungssystem vorgesehen
sein. Auch ist es möglich, in dem Batteriefach sogenannte Akkus bzw. wiederaufladbare
Batterien einzusetzen, so dass über die externe Energieversorgung ein Aufladen der
Batterien bzw. Akkus erfolgt. Anstelle von wiederaufladbaren Batterien können auch
andere Akkumulatoren eingesetzt werden.
[0017] Die mindestens eine Beleuchtungseinrichtung kann mindestens eine lichtemittierende
Diode aufweisen. Lichtemittierende Dioden, sogenannte LEDs, ermöglichen eine Beleuchtung
des Bereichs zwischen den Saiten und der Decke mit einer geringen Stromaufnahme, wobei
keine Erwärmung im Bereich der Beleuchtungseinrichtung erfolgt. Dies ist insbesondere
deshalb wichtig, damit es zu keiner Erwärmung der Saiten, was zu einer Verstimmung
der Saiten führen würde, und es zu keiner Erwärmung der anderen Komponenten der Akkordzither
kommt. Ein Erwärmen der Akkordzither kann zu einer leichten Verformung führen, was
zu einer Veränderung der Tonlage führt.
[0018] Um die mindestens eine lichtemittierende Diode sowie andere Beleuchtungseinrichtungen
zu steuern, können ebenfalls Bedienelemente vorgesehen sein. Über die Bedienelemente
kann auch die Helligkeit der Beleuchtungseinrichtung verändert werden, um den äußeren
Einflüssen entsprechende Beleuchtungen zu erreichen. Um ein Erwärmen der Akkordzither
zu verhindern, sind die elektronischen Komponenten der Akkordzither, welche dazu neigen,
im Betrieb eine bestimmte Temperatur zu überschreiten, derart an der Akkordzither
angeordnet, dass lediglich ein Erwärmen von für die Akustik der Akkordzither nicht
relevanten Teilen erfolgt. Beispielsweise können auch Kühlrippen oder andere wärmeführende
Elemente angeordnet sein.
[0019] In noch weiteren Ausführungsformen der Akkordzither ist über dem Steg eine Leiste
angeordnet, die mit dem Resonanzkörper verbunden ist. Zusätzlich ist eine Dämpfungseinrichtung
vorgesehen, die mindestens ein Dämpfungselement aufweist, wobei das mindestens eine
Dämpfungselement an mindestens einem beweglich gelagerten Abschnitt der Leiste den
Saiten zugewandt angeordnet ist. Die Anordnung des Dämpfungselements ist an einem
beweglich gelagerten Abschnitt der über dem Steg angeordneten Leiste erlaubt es einem
Spieler, die Handballen seiner Hand auf der Leiste abzustützen und zur Dämpfung der
Saiten den Handballen leicht in Richtung des beweglich gelagerten Abschnitts zu bewegen
oder die Handflächen nach unten zu drücken, um ein Dämpfen der Saiten zu erreichen.
In Abhängigkeit des aufgebrachten Drucks auf den beweglich gelagerten Abschnitt erfolgt
ein Dämpfen der Saiten. Beispielsweise können die Saiten nur leicht gedämpft werden,
wenn ein geringer Druck auf den Abschnitt ausgeübt wird. Wird der beweglich gelagerte
Abschnitt mit einem größeren Kraftaufwand nach unten gedrückt, erfolgt ein starkes
oder ein abruptes Dämpfen der Saiten.
[0020] Der mindestens eine Abschnitt kann über mindestens ein Scharnier mit der Leiste verbunden
sein. Das mindestens eine Scharnier kann ein Federscharnier sein. Der beweglich gelagerte
Abschnitt mit dem Dämpfungselement kann über ein Federscharnier wieder in seine Ausgangslage
verbracht werden, wenn keine Kraft mehr auf den beweglich gelagerten Abschnitt aufgebracht
wird. Ferner kann das mindestens eine Dämpfungselement an der den Saiten zugewandten
Seite mindestens eine Stufe aufweisen. Eine stufenförmige Ausbildung ermöglicht es,
beim Niederdrücken des mindestens einen Abschnitts die Saiten der Akkordzither unterschiedlich
stark zu dämpfen. Darüber hinaus ist es möglich, die Saiten einer Akkordzither gleichmäßig
zu dämpfen, wenn die Saiten einen unterschiedlichen Abstand zu der Decke der Akkordzither
aufweisen. Entsprechend dem Abstand der jeweiligen Saiten zu der Decke ist demgemäß
das mindestens eine Dämpfungselement stufenförmig ausgebildet, so dass ein gleichmäßiges
Dämpfen erreicht werden kann. Das mindestens eine Dämpfungselement kann dabei aus
Kunststoff bestehen. Vorzugsweise kann das Kunststoffelement in einem Spritzgussverfahren
einfach und in hoher Stückzahl kostengünstig hergestellt werden.
[0021] Das mindestens eine Dämpfungselement kann aus einem elastischen Material bestehen
und/oder das mindestens eine Dämpfungselement kann eine Beschichtung aus einem elastischen
Material aufweisen. Elastische Materialien sind beispielsweise Schaumstoffe oder gummiartige
Materialien. Ferner kann eine Beschichtung aus Filz oder eine aus einem anderen als
Dämpfungselement bekannten Material bestehende Beschichtung auf einem aus Kunststoff
hergestellten Dämpfungselement aufgebracht sein.
[0022] Die Akkordzither kann einen Abschnitt mit einem Dämpfungselement, der sich über Akkordsaiten
der Akkordzither erstreckt und mindestens einen Abschnitt mit einem Dämpfungselement,
der sich über Melodiesaiten der Akkordzither erstreckt, aufweisen. Hierüber lassen
sich verschiedene Saiten der Akkordzither unterschiedlich zueinander dämpfen. Die
Anzahl der Abschnitte ist nicht auf zwei Abschnitte beschränkt, sondern kann auch
mehrere Abschnitte umfassen. Dadurch können beispielsweise Saiten mit einer bestimmten
Tonlage unabhängig von Saiten mit einer anderen Tonlage gedämpft werden.
[0023] Mindestens der Abstand eines Bereichs des mindestens einen Dämpfungselements zu den
Saiten kann in weiteren Ausführungen veränderbar sein. Beispielsweise werden die einzelnen
Bereiche oder Stufen des mindestens einen Dämpfungselements über Einstellmittel mit
dem beweglich gelagerten Abschnitt der Leiste verbunden.
[0024] Die Abstände der einzelnen Bereiche oder Stufen können auch verändert werden. Darüber
hinaus ist es möglich, den Abstand des gesamten Dämpfungselements zu dem mindestens
einen beweglich gelagerten Abschnitt der Leiste zu verändern. Das mindestens eine
Dämpfungselement und/oder die einzelnen Bereiche oder Stufen des mindestens einen
Dämpfungselements können beispielsweise über Schrauben oder Gewindestifte und Innengewinde
in den Dämpfungselementen bzw. Stufen in ihrem Abstand zu dem beweglich gelagerten
Abschnitt verändert werden. Hierzu können ferner an der von außen zugänglichen Oberseite
des beweglich gelagerten Abschnitts der Leiste Bereiche von Stellschrauben zugänglich
sein, über welche die Verlagerung des mindestens einen Dämpfungselements sowie der
Bereiche bzw. Stufen möglich ist. Dabei kann über einen entsprechend ausgebildeten
Schlüssel der Abstand verändert werden.
[0025] In weiteren Ausführungsformen weist die Akkordzither automatisch verstellbare Wirbel
auf, die über beispielsweise elektrische Antriebe mit der Verstärkereinrichtung und
dem Stimmgerät gekoppelt sind. Bei dem Start eines automatischen Stimmvorgangs werden
dann die Saiten nach dem Anschlagen durch einen Spieler automatisch über die Stellantriebe
gespannt.
[0026] Das Stimmgerät kann zudem eine optische Anzeige aufweisen. Die optische Anzeige ist
entweder eine elektronische oder eine analoge Anzeige, die von außen sichtbar ist.
Die Anzeige weist bspw. einen Zeiger auf, der in Abhängigkeit des Stimmergebnisses
ausschlägt. Digitale Anzeigen für Stimmgeräte sind aus dem Stand der Technik ebenfalls
bekannt und können an der Akkordzither angeordnet sein.
[0027] Weitere Merkmale, Vorteile sowie Ausgestaltungsmöglichkeiten ergeben sich aus der
nachfolgenden Figurenbeschreibung von nicht einschränkend zu verstehenden Ausführungsbeispielen.
[0028] In den Zeichnungen zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Akkordzither;
- Fig. 2
- eine weitere schematische Darstellung einer Akkordzither;
- Fig. 3
- eine schematische Schnittdarstellung einer Akkordzither;
- Fig. 4
- eine weitere schematische Schnittdarstellung einer Akkordzither;
- Fig. 5
- eine noch weitere schematische Darstellung einer Akkordzither;
- Fig. 6
- eine noch weitere schematische Darstellung einer Akkordzither;
- Fig. 7
- eine schematische Darstellung eines Dämpfungselement; und
- Fig. 8
- eine schematische Darstellung der Ausbildung einer Leiste mit einem beweglich gelagerten
Abschnitt mit einem Dämpfungselement.
[0029] In den Figuren mit gleichen Bezugszeichen versehene Teile entsprechen im Wesentlichen
einander, sofern nichts anderes angegeben ist. Ferner wird darauf verzichtet, Bestandteile
zu beschreiben, welche nicht wesentlich zum Verständnis der hierin offenbarten technischen
Lehre sind.
[0030] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Akkordzither 10. Die Akkordzither
10 besteht im Wesentlichen aus Holz. Für die nachfolgend beschriebenen Bestandteile
können die gleiche Holzart oder verschiedene Holzarten verwendet werden. Beispielsweise
werden Kirschbaum, Nussbaum, Buche, Fichte und Ahorn für Akkordzithern 10 verwendet.
[0031] Die Saiten der Akkordzither 10 bestehen in der Regel aus einem Metall. Die weiteren
nachfolgend beschriebenen elektronischen Komponenten der Akkordzither 10 bestehen
nicht aus einem Holz, sondern aus Kunststoffen und Metallen sowie aus Verbundstoffen.
Die elektronischen Komponenten umfassen nicht abschließend einen Lautsprecher 62,
Beleuchtungseinrichtungen 64 und 66, einen Tonabnehmer 68, ein Stimmgerät 70, eine
Verstärkereinrichtung 72, Anschlüsse 74, ein Batteriefach 76, einen Netzstecker 78
und Bedienelemente 84. Die elektronischen Komponenten können mittels Klebstoffen oder
über Steck- und Schraubverbindungen mit den aus Holz bestehenden Bestandteilen der
Akkordzither 10 verbunden sein.
[0032] Die Akkordzither 10 weist einen Resonanzkörper 12 auf, der durch einen in Fig. 1
nicht dargestellten Boden 14, eine Decke 16, einen Wirbelstock 24, einen Stiftstock
22 sowie seitlich angeordnete Zargen gebildet wird. Die Decke 16 weist zwei Schalllöcher
18 und 20 auf. Zudem ist die Akkordzither 10 im Wesentlichen in zwei Bereiche aufgeteilt.
Ein erster Bereich umfasst Akkordsaiten 30 und ein zweiter Bereich umfasst Melodiesaiten
32. Die Akkordsaiten 30 und die Melodiesaiten 32 sind an dem in der Fig. 1 nicht dargestellten
Steg 26 und an den Wirbeln 34 befestigt. Bevor die Melodiesaiten 32 und die Akkordsaiten
mit den Wirbeln 34 verbunden sind, liegen diese auf einem Sattel 28 auf. Der Sattel
28 weist hierzu Einkerbungen für jede einzelne Akkordsaite 30 und jede einzelne Melodiesaite
32 auf. Der untere Verbindungsbereich der Akkordsaiten 30 und der Melodiesaiten 32
ist von einer Leiste 38 überdeckt. Die Akkordzither 10 weist zwei Beleuchtungseinrichtungen
64 und 66 auf. Die Beleuchtungseinrichtung 64 ist an dem Steg 26 angeordnet und erstreckt
sich über den Bereich, in welchem die Melodiesaiten 32 angeordnet sind. Die zweite
Beleuchtungseinrichtung 66 ist am Sattel 28 angeordnet und erstreckt sich ebenfalls
über den Bereich, in welchem die Melodiesaiten 32 angeordnet sind. Die Beleuchtungseinrichtungen
64 und 66 sind als Lichtleiste mit einer Vielzahl von LEDs ausgebildet. Sobald die
Beleuchtungseinrichtungen 64 und 66 in Betrieb genommen wurden, bringen diese Licht
in einen Bereich zwischen der Decke 16 und den Melodiesaiten 32 ein. In diesen Bereich
kann ein Notenblatt 82 eingeschoben werden, welches anzeigt, welche Melodiesaiten
32 zu bespielen sind. Das Notenblatt 82 wird hierbei auf der Decke 16 abgelegt. Die
Beleuchtungseinrichtungen 64 und 66 zwischen den Melodiesaiten 32 und der Decke 16
ermöglichen eine Beleuchtung des Notenblatts 82, ohne dass es zu Schattenwürfen auf
dem Notenblatt 82 durch die Melodiesaiten 32 kommt. Anstelle einer Beleuchtungseinrichtung
64 und einer Beleuchtungseinrichtung 66, die sich nur über den Bereich der Melodiesaiten
32 erstrecken, können die Beleuchtungseinrichtungen 64 und 66 auch so ausgebildet
sein, dass sie sich über die gesamte Breite des Stegs 26 und des Sattels 28 erstrecken.
In alternativen Ausführungsformen können auch zusätzliche Beleuchtungseinrichtungen
vorgesehen sein, die am Steg 26 und am Sattel 28 angeordnet sind.
[0033] In noch weiteren Ausführungsformen weist die Decke 16 eine Vielzahl von Nuten auf,
die sich parallel zu dem Steg 26 oder von dem Steg 26 zu dem Sattel 28 erstrecken.
In den Nuten sind Lichtleisten angeordnet, die eine Vielzahl von LEDs aufweisen. Die
Lichtleisten weisen eine geringe Höhe auf, so dass die Höhe der Decke 16 im Wesentlichen
der Höhe einer Decke einer konventionellen Akkordzither oder einer der Akkordzithern
10 mit einer in den Figuren gezeigten Beleuchtungseinrichtung 64, 66 entspricht. Über
den Lichtleisten und der restlichen Oberfläche der Decke 16 ist eine klare Lackschicht
aufgebracht, so dass eine durchleuchtbare und plane Oberfläche bereitgestellt wird.
Durch die Lackschicht hindurch können die LEDs Licht von unten in ein Notenblatt 82
einbringen.
[0034] Die Akkordzither 10 weist zusätzlich eine Verstärkereinrichtung 72 auf, die als Steuerung
für die elektronischen Komponenten der Akkordzither 10 dient. Die Akkordzither 10
weist zusätzlich einen Lautsprecher 62 auf, der in die Leiste 38 integriert ist. Zusätzlich
weist die Akkordzither 10 weitere nicht dargestellte elektronische Komponenten auf.
Diese umfassen eine Energieversorgungseinheit sowie mindestens einen Tonabnehmer 68
(in Fig. 1 nicht dargestellt). Die Energieversorgungseinheit kann über ein Batteriefach
76 und/oder einen Netzstecker 78 realisiert werden. Diese sind über nicht dargestellte
elektrische Verbindungen mit der Verstärkereinrichtungen 72 sowie über die Verstärkungseinrichtung
72 mit den Beleuchtungseinrichtungen 64 und 66 sowie dem Lautsprecher 62 und dem Tonabnehmer
68 verbunden. Über Bedienelemente 84 (in Fig. 1 nicht dargestellt) können die einzelnen
Komponenten ein bzw. ausgeschaltet werden. Über Bedienelemente 84 können auch die
Lautstärke der über den Lautsprecher 62 ausgegebenen Töne und die Helligkeit der Beleuchtungseinrichtungen
64 und 66 gemeinsam oder getrennt voneinander eingestellt werden. Zusätzlich ist es
möglich, dass über eine Schalteinrichtung zwischen einem Batteriebetrieb und einem
Netzbetrieb gewechselt werden kann. Die Verstärkereinrichtung 72 verstärkt die von
dem mindestens einen Tonabnehmer 68 empfangenen Töne, die als elektrische Signale
an die Verstärkereinrichtung 72 gesendet werden, und gibt diese über den Lautsprecher
62 als Töne wieder aus. Zusätzlich kann ein Stimmgerät 70 (in Fig. 1 nicht dargestellt)
in der Verstärkereinrichtung 72 integriert sein, die über eine optische und/oder akustische
Anzeige ein Stimmen der Melodiesaiten 32 und der Akkordsaiten 30 ermöglicht. Die optische
Anzeige kann digital oder analog ausgeführt sein. Bei einer analogen Anzeige ist ein
Zeiger vorgesehen, der ausgehend von einer Mittelposition nach rechts oder links ausschlägt,
in Abhängigkeit des Messergebnisses der jeweiligen Saite über das Stimmgerät 70. Eine
optische Anzeige ist in Fig. 1 bis 8 nicht dargestellt, jedoch ist selbstverständlich,
dass ein Stimmgerät 70 stets mit einer Anzeige gekoppelt sein kann, um einem Spieler
das Stimmen der Saiten überhaupt zu ermöglichen. In weiteren nicht dargestellten Ausführungsformen
können die Wirbel 34 mit einer Stellvorrichtung gekoppelt sein, die ein automatisches
Stimmen der Saiten in Abhängigkeit der Messergebnisse über das Stimmgerät 70 durchführt,
nachdem ein Spieler die jeweilige Saite angeschlagen hat.
[0035] Die Verstärkereinrichtung 72 kann auch als Vorverstärker dienen, der beispielsweise
im Schallraum der Akkordzither 10 oder an einer anderen Stelle der Akkordzither 10
angeordnet ist. Der Tonabnehmer 78 kann sich im Resonanzkörper, dem Schallraum für
die Akkordsaiten 30 und die Melodiesaiten 32, oder an einer anderen Stelle befinden.
Der Tonabnehmer 68 kann auch als Teil der Verstärkereinrichtung 72 oder als Teil des
Stimmgeräts 70 ausgebildet sein. Der Tonabnehmer 68, der mit der Verstärkereinrichtung
72 und einer Buchse zum Verbinden mit einem externen Stimmgerät ebenfalls gekoppelt
sein kann, ermöglicht ein genaues Stimmen der Akkordsaiten 30 und der Melodiesaiten
32, da der Abstand des Tonabnehmers 68 nicht verändert wird. Zudem kann der Tonabnehmer
68 direkt im Bereich der Akkordsaiten 30 und Melodiesaiten 62 angeordnet sein, so
dass Störgeräusche sich weniger stark auf das Stimmergebnis auswirken.
[0036] Fig. 2 zeigt eine weitere schematische Darstellung einer Akkordzither 10. Fig. 2
zeigt schematisch die Anordnung von einem Teil der elektronischen Komponenten der
Akkordzither 10. Die Akkordzither 10 weist an dem Stiftstock 22 verschiedene Anschlüsse
74 auf. Die Anschlüsse 74 umfassen beispielsweise einen Netzstecker 78 sowie eine
Buchse zum Verbinden mit einem Datenkabel 80. Über das Datenkabel 80 kann eine bidirektionale
Kommunikation mit einem weiteren elektronischen Gerät, wie beispielsweise einem Computer,
durchgeführt werden. Über den Netzstecker 78 erfolgt die Stromversorgung für die Akkordzither
10. Die Akkordzither kann weiter ein Batteriefach 76 aufweisen, über welches bei einem
nicht angeschlossenen Netzstecker 78 eine Stromversorgung erfolgt.
[0037] An dem Stiftstock 22 sind ferner Bedienelemente 84 angeordnet. Die Bedienelemente
84 umfassen Taster, Schalter oder Drehknöpfe, die zum Ein- und Ausschalten sämtliche
Komponenten der Akkordzither 10 dienen. Über die Bedienelemente 84 können auch die
verschiedenen Funktionen gesteuert werden.
[0038] Beispielsweise kann über eines der Bedienelemente 84 die Beleuchtungseinrichtung
64 und/oder die Beleuchtungseinrichtung 66 gesteuert werden. Über ein Bedienelement
84 kann auch die Lautstärke der ausgegebenen Töne über den Lautsprecher 62 gesteuert
werden. Zusätzlich können Drehregler zur Einstellung verschiedener Tongruppen vorgesehen
sein. Über den Netzstecker 78 können auch in dem Batteriefach 76 aufgenommene wiederaufladbare
Batterien geladen werden. Die Verstärkereinrichtung 72 dient als zentrale Steuereinrichtung
und ist mit den Komponenten, Beleuchtungseinrichtungen 64 und 66, Tonabnehmer 68,
integriertem Stimmgerät 70, Lautsprecher 72 und dem Batteriefach 76 gekoppelt.
[0039] Wie in Fig. 2 dargestellt, kann auch die Beleuchtungseinrichtung 64 direkt über eines
der Bedienelemente 84 angesteuert und in seiner Helligkeit verändert werden, ohne
dass hierzu die Verstärkereinrichtung 72 aktiv sein muss. Dies ermöglicht das Beleuchten
eines Bereich der Decke 16 und der Melodiesaiten 32 auch dann, wenn beispielsweise
keine Verstärkung und kein Ausgeben von Tönen über den Tonabnehmer 62 sowie kein Stimmen
der Melodiesaiten 32 und der Akkordsaiten 30 durchgeführt werden soll.
[0040] Die Fig. 3 und 4 zeigen schematische Schnittdarstellungen einer Akkordzither 10.
Aus den Fig. 3 und 4 ist die Anordnung der Beleuchtungseinrichtung 64 und der Beleuchtungseinrichtung
66 ersichtlich. Die Beleuchtungseinrichtungen 64 und 66 sind in dem Steg 26 und dem
Steg 28 integriert. Über nicht dargestellte Versorgungsleitungen sind diese mit der
Verstärkereinrichtung 72, welche zusätzlich mit einem Tonabnehmer 78 ausgebildet sein
und ein integriertes Stimmgerät 70 aufweisen kann, gekoppelt. Die Verstärkereinrichtung
72 ist zusätzlich mit nicht dargestellten Energieversorgungssystemen, wie einem Netzstecker
78 und einem Batteriefach 76, verbunden. Der Netzstecker 78 kann beispielsweise über
Anschlüsse 74 mit der Akkordzither 10 verbunden werden. Zusätzlich sind Bedienelemente
84 angeordnet, die ein Ein- und Ausschalten der elektronischen Komponenten der Akkordzither
10 und eine Steuerung der elektronischen Komponenten ermöglichen.
[0041] Ein Notenblatt 82 wird auf die Decke 16 der Akkordzither 10 aufgelegt. Dazu wird
das Notenblatt 82 seitlich zwischen die Melodiesaiten 32 und die Decke 16 eingeschoben.
Über die Beleuchtungseinrichtungen 64 und 66 wird dann der Bereich zwischen dem Notenblatt
82 und den Melodiesaiten 32 beleuchtet. Für einen Spieler der Akkordzither 10, der
der von oben auf die Melodiesaiten 32 und das Notenblatt 82 sieht, ergibt sich dabei
eine ausreichende Beleuchtung des Notenblatts 82, ohne dass es zu Schattenwürfen auf
Grund der Melodiesaiten 32 kommt. Über ein entsprechend ausgebildetes Bedienelement
84, welches beispielsweise als Drehknopf ausgebildet ist, kann die Helligkeit der
Beleuchtungseinrichtungen 64 und 66 gesteuert werden.
[0042] In den Fig. 3 und 4 ist schematisch ferner die Ausbildung des Resonanzkörpers 12
mit dem Stiftstock 22 und dem Wirbelstock 24 dargestellt. Darüber hinaus sind an der
Unterseite der Akkordzither 10 am Boden 14 Standfüße 46 angeordnet, über welche die
Akkordzither 10 beispielsweise auf einem Tisch oder einer anderen, leicht schräg ausgebildeten
Standfläche aufgesetzt werden kann. Zudem kann beispielsweise der Standfuß 46 im Bereich
des Wirbelstocks 24 eine größere Höhe aufweisen als der sich auf der linken Seite
der Fig. 3 und 4 befindliche Standfuß 46, so dass die Akkordzither 10 eine schräge
Anordnung annimmt. Wie in den Fig. 3 und 4 dargestellt, erstrecken sich die Akkordsaiten
32 von dem Steg 26 aus bis zu einem Wirbel 34 und liegen auf einem entsprechenden
Abschnitt des Sattels 28 auf.
[0043] Fig. 5 zeigt noch eine weitere schematische Darstellung einer Akkordzither 10. Die
Akkordzither 10 weist wieder die Beleuchtungseinrichtungen 64 und 66 sowie eine Verstärkereinrichtung
72, Anschlüsse 74, ein Batteriefach 76, einen Netzstecker 78 (in Fig. 5 nicht dargestellt)
und Bedienelemente 84 auf. Darüber hinaus ist in dem Resonanzkörper ein Tonabnehmer
68 angeordnet, der mit einem in der Verstärkereinrichtung 72 ausgebildeten Stimmgerät
70 kombiniert ist. Darüber hinaus weist die Akkordzither 10 eine optische Anzeige
auf, die mit dem Stimmgerät 70 gekoppelt ist und ein Stimmen der Melodiesaiten 72
und der Akkordsaiten 30 ermöglicht.
[0044] Zusätzlich weist die Akkordzither 10 eine Dämpfungseinrichtung auf. Um beim Bespielen
der Akkordzither 10 die Akkordsaiten 30 und/oder die Melodiesaiten 32 zu dämpfen,
weist die Leiste 38 zwei beweglich gelagerte Abschnitte 42 und 44 auf. Die Abschnitte
42 und 44 sind über eine Federanordnung so gehalten, dass sie im unbetätigten Zustand
im Wesentlichen auf der gleichen Ebene liegen wie der restliche Teil der Leiste 38.
Wird ein Druck auf die Abschnitte 42 und 44 ausgeübt, werden diese im Wesentlichen
um die in Fig. 5 dargestellten unteren Kanten der Abschnitte 42 und 44 verschwenkt
und drücken auf die Akkordsaiten 30 bzw. die Melodiesaiten 32, was zu einer Dämpfung
der Melodiesaiten 32 und der Akkordsaiten 30 führt. Die Schwenkachse kann durch Einrichtungen
zum Verschwenken vorgegeben sein und durch die Einrichtungen zum Verschwenken verlaufen.
Beispielsweise verläuft die Schwenkachse durch Scharniere 48 bzw. Federscharniere
60 (siehe Fig. 6 und 8).
[0045] An der Unterseite der Abschnitte 42 und 44 sind Dämpfungselemente angeordnet. Die
Dämpfungselemente 40 sind so ausgebildet und aus einem entsprechenden Material gewählt,
dass sie das Schwingen, insbesondere das Nachschwingen, der Akkordsaiten 30 und der
Melodiesaiten 32 dämpfen. Die Dämpfungselemente 40 können hierzu beispielsweise aus
Filz oder aus einem gummiartigen Material bestehen.
[0046] Fig. 6 zeigt eine weitere schematische Schnittdarstellung einer Akkordzither 10 mit
Dämpfungselementen 40. Um eine Dämpfung nach dem Anschlagen der Melodiesaiten 32 zu
erreichen, kann ein beweglich gelagerter Abschnitt 44 über ein Scharnier 48 in Richtung
des Pfeils nach unten gedrückt werden. Das an der Unterseite des Abschnitts 44 angeordnete
Dämpfungselement 40 drückt dabei auf die Melodiesaiten 32 und dämpft die Schwingung
der Melodiesaiten 32. In Abhängigkeit des aufgebrachten Drucks auf den Abschnitt 44
kann ein leichtes oder starkes Dämpfen der Melodiesaiten 32 erreicht werden. Die Anordnung
des Scharniers 48 an der Unterseite der Leiste 38 und des Abschnitts 44 erlaubt in
Kombination mit einer im Wesentlichen geradlinigen Ausführung der aneinander liegenden
Seiten des Abschnitts 44 und der Leiste 38, dass ein Bewegen des Abschnitts 44 über
den in Fig. 6 gezeigten Zustands nach oben hinaus nicht möglich ist. Ein Bewegen des
Abschnitts 44 ist nur in Richtung des Pfeils nach unten und wieder zurück in die in
Fig. 6 gezeigte Stellung möglich. Das Scharnier 48 ist hierfür entsprechend ausgebildet
und kann beispielsweise wie in Fig. 8 dargestellt, ein Federscharnier 60 sein, über
welches der Abschnitt 44 mit der Leiste 38 verbunden ist. Der Abschnitt 42 kann ebenfalls
über Scharniere 48 bzw. Federscharniere 60 mit der Leiste 38 verbunden sein.
[0047] Fig. 7 zeigt eine schematische Darstellung eines Dämpfungselementes 40. Über die
Seite 54 kann das Dämpfungselement 40 beispielsweise an der Unterseite des Abschnitts
44 aufgeklebt sein. Das Dämpfungselement 40 kann auch lösbar mit der Unterseite des
Abschnitts 44 verbunden sein, damit ein Austausch des Dämpfungselements 40 mit anderen
Dämpfungselementen 40 möglich ist. Eine lösbare Befestigung kann über Rast-, Steck-,
Klipp- oder auch Schraubverbindungen erfolgen. An der Unterseite 56 weist das Dämpfungselement
40 eine Vielzahl von Stufen 58 auf. Über die Stufen 58 kann beim Herunterdrücken des
Abschnitts 44 und damit beim Aufdrücken des Dämpfungselementes 40 auf die Melodiesaiten
32 und die Akkordsaiten 30 eine unterschiedlich starke Dämpfung der Akkordsaiten 30
und Melodiesaiten 32 erreicht werden, wenn die Akkordsaiten 30 und die Melodiesaiten
32 den gleichen Abstand zu der Decke 16 und der Unterseite des Abschnitts 44 bzw.
42 aufweisen. In der Regel weisen die Akkordsaiten 30 und die Melodiesaiten 32 jedoch
unterschiedliche Abstände zu der Decke 16 und damit auch zu der Unterseite der Abschnitte
42 und 44 auf. Dementsprechend kann über Stufen 58 der Abstand ausgeglichen werden,
so dass beim Herunterdrücken der Abschnitte 42 und 44 und damit der Dämpfungselemente
40 ein gleichmäßiges Dämpfen aller Saiten bzw. der Akkordsaiten 30 und/oder Melodiesaiten
32 erreicht werden kann.
[0048] Die in Fig. 7 gezeigte Ausbildung der Stufen 58 ist nur beispielhafter Natur. So
können die Stufen 58 einen größeren oder einen kleineren Bereich der Melodiesaiten
32 oder Akkordsaiten 30 umfassen und auch zueinander verschiedene oder ähnliche Abstände
aufweisen. Ebenso sind die Höhen der Stufen 58 in Fig. 7 nur beispielhaft dargestellt.
[0049] Das Dämpfungselement 40 kann beispielsweise aus Kunststoff bestehen und an der Unterseite
56 eine Beschichtung zum Dämpfen der Akkordsaiten 30 und der Melodiesaiten 32 aufweisen.
Die Beschichtung kann beispielsweise Filz oder ein gummiartiges Material umfassen.
[0050] Fig. 8 zeigt eine schematische Darstellung der Ausbildung einer Leiste 38 mit einem
beweglich gelagerten Abschnitt 44 mit einem Dämpfungselement 40. Fig. 8 zeigt die
Ausbildung der Scharniere 48 als Federscharniere 60, wodurch nach dem Herunterdrücken
des Abschnitts 44 dieser automatisch über die Federn wieder nach oben gedrückt wird.
[0051] Die Federscharniere 60 können über Befestigungsmittel wie Schrauben mit der aus Holz
bestehen Leiste 38 und dem aus Holz bestehenden Abschnitt 44 verschraubt werden. Hierzu
sind in Fig. 8 Öffnungen eingezeichnet, durch welche Befestigungsmittel eingebracht
werden.
Bezugszeichenliste
[0052]
- 10
- Akkordzither
- 12
- Resonanzkörper
- 14
- Boden
- 16
- Decke
- 18
- Schallloch
- 20
- Schallloch
- 22
- Stiftstock
- 24
- Wirbelstock
- 26
- Steg
- 28
- Sattel
- 30
- Akkordsaite
- 32
- Melodiesaite
- 34
- Wirbel
- 36
- Wirbelplatte
- 38
- Leiste
- 40
- Dämpfungselement
- 42
- Abschnitt
- 44
- Abschnitt
- 46
- Standfuß
- 48
- Scharnier
- 54
- Seite
- 56
- Unterseite
- 58
- Stufe
- 60
- Federscharnier
- 62
- Lautsprecher
- 64
- Beleuchtungseinrichtung
- 66
- Beleuchtungseinrichtung
- 68
- Tonabnehmer
- 70
- Stimmgerät
- 72
- Verstärkereinrichtung
- 74
- Anschlüsse
- 76
- Batteriefach
- 78
- Netzstecker
- 80
- Datenkabel
- 82
- Notenblatt
- 84
- Bedienelement
1. Akkordzither, mindestens aufweisend einen Resonanzkörper (12), bestehend aus einer
Decke (16) mit mindestens einem Schallloch (18; 20), mindestens einem Stiftstock (22),
einem Wirbelstock (24) und Zargen, einen Steg (26), einen Sattel (28), und eine Vielzahl
von Saiten, wobei die Saiten die Decke (16) überspannend an dem Steg (26) und über
den Sattel (28) mit einer Vielzahl von Wirbeln (34) an einer sich über die Decke (16)
anschließenden Wirbelplatte (36) angeordnet sind, und wobei
mindestens eine Beleuchtungseinrichtung (64; 66) vorgesehen ist, die so angeordnet
ist, dass Licht mindestens zwischen Melodiesaiten (32) und die Decke (36) einbringbar
ist.
2. Akkordzither nach Anspruch 1, wobei eine erste Beleuchtungseinrichtung (64) im Bereich
des Stegs (26) angeordnet ist und sich mindestens abschnittsweise entlang des Stegs
(26) erstreckt.
3. Akkordzither nach Anspruch 1 oder 2, wobei eine zweite Beleuchtungseinrichtung (66)
im Bereich des Sattels (28) angeordnet ist und sich mindestens abschnittsweise entlang
des Sattels (28) erstreckt.
4. Akkordzither nach einem der Ansprüche 1 bis 3, aufweisend ein Stimmgerät (70) und
mindestens einen damit verbundenen Tonabnehmer (68).
5. Akkordzither nach einem der Ansprüche 1 bis 4, aufweisend eine Verstärkereinrichtung
(72).
6. Akkordzither nach einem der Ansprüche 1 bis 5, aufweisend mindestens einen Lautsprecher
(62).
7. Akkordzither nach einem der Ansprüche 1 bis 6, aufweisend mindestens einen Anschluss
für ein weiteres elektronisches Gerät, einen Anschluss zur Stromversorgung, einen
Anschluss zur Datenübertragung und/oder mindestens ein Bedienelement (84) zur Steuerung
der elektronischen Komponenten der Akkordzither (10).
8. Akkordzither nach einem der Ansprüche 4 bis 7, wobei das Stimmgerät (70) und die Verstärkereinrichtung
(72) als gemeinsame Einrichtung ausgebildet sind.
9. Akkordzither nach einem der Ansprüche 1 bis 8, aufweisend ein Batteriefach (76).
10. Akkordzither nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die mindestens eine Beleuchtungseinrichtung
(64; 66) mindestens eine lichtemittierende Diode aufweist.