[0001] Die Erfindung betrifft ein Druckkopfmodul für einen Single-Pass-Tintenstrahldrucker,
welches ein Gehäusebauteil mit einem Querbügel umfasst, an dem eine Anzahl von Druckköpfen
angeordnet ist, die zu mindestens einer Referenzposition lagejustiert sind. Die Erfindung
betrifft weiter einen Single-Pass-Tintenstrahldrucker mit einem derartigen Druckkopfmodul.
[0002] Während bei einem herkömmlichen Tintenstrahldrucker die auf einem Schlitten montierten
Druckköpfe in Querrichtung zeilenweise Tintentropfen auf das in Laufrichtung diskontinuierlich
transportierte Medium sprühen, sind bei einem Single-Pass-Tintenstrahldrucker die
Druckköpfe in Druckkopfmodulen der eingangs genannten Art in Querrichtung über die
gesamte Breite des Druckmediums montiert. Das Druckmedium wird kontinuierlich in Laufrichtung
bewegt. Während bei einem konventionellen Tintenstrahldrucker Druckgeschwindigkeiten
bis zu 2 m pro Minute erreicht werden, lassen sich mit einem Single-Pass-Tintenstrahldrucker
Druckgeschwindigkeiten bis über 50 m pro Minute erzielen. Zum Farbdruck sind bei einem
Single-Pass-Tintenstrahldrucker mehrere Druckkopfmodule in Laufrichtung hintereinander
montiert. Den Druckkopfmodulen ist dabei jeweils eine Grundfarbe, insbesondere Cyan,
Magenta und Gelb sowie ggf. Schwarz, zugeordnet. Für besondere Druckeinsätze sind
Druckkopfmodule mit einer Spezialfarbe hinzugefügt.
[0003] Ein Single-Pass-Tintenstrahldrucker eignet sich insbesondere für den industriellen
Einsatz, bei dem Mengenware bedruckt werden muss, und es somit auf einen hohen Durchsatz
ankommt. Ebenso eignet sich ein Single-Pass-Tintenstrahldrucker aufgrund der hohen
Druckgeschwindigkeiten zum Bedrucken großflächiger Objekte. Ein Single-Pass-Tintenstrahldrucker
eignet sich daher insbesondere für Industrieanwendungen der Möbel- oder Keramikindustrie,
wo Bodenbeläge, wie Laminate oder Keramikfliesen, Arbeitsplatten, Profilleisten oder
dergleichen mit einem Dekor zu versehen sind. Dabei kommen verschiedenste Tinten zum
Einsatz, die beispielsweise widerstandsfähig gegenüber einem späteren Schutzüberzug
sind.
[0004] Gegenüber herkömmlichen Druckverfahren, wie beispielsweise Tiefdruck, kommt der Single-Pass-Tintenstrahldrucker
gerade auch bei kleinen Losgrößen zum Einsatz, wo sich die Herstellung einer Druckwalze
nicht lohnt. Ein Single-Pass-Tintenstrahldrucker ermöglicht demgegenüber auch eine
Individualisierung des Dekors sowie sogenannte unmögliche Dekore, die mit Walzen nicht
erzielbar sind. Der Single-Pass-Tintenstrahldrucker ist nicht auf eine beständige
Wiederholung eines Druckmusters oder Rapports beschränkt, wie dies bei einem Walzendruck
der Fall ist.
[0005] Ein Druckkopfmodul für einen Single-Pass-Tintenstrahldrucker erreicht in Querrichtung
und in der Höhe Abmessungen von mehr als 1 m, wobei eine Tendenz zu noch größeren
Druckbreiten und damit zu einer weiteren Vergrößerung der Abmessungen vorherrscht.
Die im Querbügel des Druckkopfmoduls zusammengefassten einzelnen Druckköpfe erreichen
Breiten bis zu einigen 10 cm. Dabei sind Auflösungen bis zu 600 x 600 dpi (dots per
inch) und mehr erreicht. Pro Druckkopf sind hierbei mehrere tausend Düsen enthalten.
Im Druckkopfmodul sind demnach mehrere Druckköpfe angeordnet, die ihrerseits eine
Vielzahl von Druckdüsen enthalten. Insbesondere erstreckt sich der Querbügel des Druckkopfmoduls
über die gesamte Druckbreite bzw. über die gesamte Breite des Druckmediums.
[0006] Mit dem menschlichen Auge sind in einem Druckbild Lageabweichungen von wenigen Mikrometern
(µm) sichtbar. Bei den oben genannten Auflösungen liegen die einzelnen Düsen eines
Druckkopfes nur einige 10 µm auseinander. Die Größe eines Bild- bzw. Druckpunkts selbst
bewegt sich im Bereich von 10 µm. Es wird ersichtlich, dass bei einem Single-Pass-Tintenstrahldrucker
mit mehreren in Laufrichtung des Mediums hintereinander angeordneten Druckkopfmodulen
eine Justierung der Druckköpfe im Mikrometerbereich notwendig wird, um ein qualitativ
hochwertiges Druckbild zu erzeugen. Die Justierung eines Druckkopfmoduls in einem
Single-Pass-Tintenstrahldrucker gestaltet sich daher aufwändig. Die Lage der Druckköpfe
muss beispielsweise lichtmikroskopisch erfasst und manuell aufwendig eingestellt werden.
So ist der Aufbau eines Single-Pass-Tintenstrahldruckers verhältnismäßig langwierig.
Auch nach jedem Austausch eines Drucckopfmoduls muss eine Justierung durchgeführt
werden. Dies führt zu einer unnötigen Verlängerung der Stillstandszeiten.
[0007] Aus der
WO 2011/157281 A1 ist ein Druckkopfmodul der eingangs genannten Art bekannt. Dieses Druckkopfmodul
weist an seinem Gehäuse ein Gehängeteil zu einer durch Schwerkraft ausgerichteten
Aufhängung auf. Die am Gehäuse angeordneten Druckköpfe sind zu mindestens einer Referenzposition
lagejustiert. Die über das Gehängeteil mögliche hängende Befestigung des Druckkopfmoduls
erlaubt einen erleichterten Ein- und Ausbau in vertikaler Richtung. Zugleich ermöglicht
die hängende Anordnung des Druckkopfmoduls eine Selbstausrichtung aufgrund der am
Schwerpunkt angreifenden Schwerkraft. Beim Einsetzen des hängenden Druckkopfmoduls
ist hierdurch bereits eine Grobpositionierung zu einer späteren gerätefesten Druckposition
gegeben. Insbesondere erlaubt die hängende Befestigung eine Selbstjustierung des Druckkopfmoduls
in die gerätefeste Druckposition, wozu beispielsweise am Single-Pass-Tintenstrahldrucker
offene Lagerelemente vorgesehen sind, in die Lagerstücke des Druckkopfmoduls beim
Einheben unter exakter Ausrichtung einsinken. Eine manuelle Nachjustage wird nicht
notwendig. Über die zu einer Referenzposition lagejustierten Druckköpfe wird bei exakter
Ausrichtung des Druckkopfmoduls eine ebenfalls exakte Ausrichtung der Druckköpfe gegenüber
dem Single-Pass-Tintenstrahldrucker erzielt.
[0008] Aus
US 2011/0149003 A1 ist ein Single-Pass-Tintenstrahldrucker bekannt, bei dem eine als head retaining
member bezeichnete und mehrere Druckkopfmodule tragende Rahmenkonstruktion verschwenkbar
um die Achse einer Papiertransporttrommel (drum) gelagert ist. Zum Wechseln der Druckköpfe
kann die Rahmenkonstruktion von einer Druckposition, in der die Rahmenkonstruktion
über der Papiertransporttrommel angeordnet ist, in eine geneigte Position verschwenkt
werden. Ausgehend von dieser geneigten Position wird die Rahmenkonstruktion dann mittels
zweier Auszugschienen (draw-out shafts) in horizontaler Richtung von der Papiertransporttrommel
weggefahren.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine weitere Vergrößerung der Abmessungen
des Druckkopfmoduls und damit der erreichbaren Druckbreite eines Single-Pass-Tintenstrahldruckers
zu erzielen, und zwar ohne dass sich die Positioniergenauigkeit der Druckköpfe verringert.
[0010] Diese Aufgabe wird für ein Druckkopfmodul für einen Single-Pass-Tintenstrahldrucker
erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass ein Gehäusebauteil mit einem sich in X-Richtung
erstreckenden Querbügel, an dem eine Anzahl von Druckköpfen angeordnet ist, die zu
mindestens einer Referenzposition lagejustiert sind, und ein Tragrahmen mit Auflagemitteln
zu einer Auflagerung des Tragrahmens umfasst sind, wobei das Gehäusebauteil um eine
Pendelachse pendelnd an dem Tragrahmen montiert ist.
[0011] Die gestellte Aufgabe wird weiterhin erfindungsgemäß durch einen Single-Pass-Tintenstrahldrucker
gelöst, der eine Rahmenkonstruktion und wenigstens ein Druckkopfmodul der vorgenannten
Art umfasst, wobei der Tragrahmen des Druckkopfmoduls mittels der Auflagemittel auf
wenigstens einem an der Rahmenkonstruktion angeordneten Auflager abgelegt ist.
[0012] Die Erfindung geht dabei in einem ersten Schritt davon aus, dass es bei einer Vergrößerung
eines aus dem Stand der Technik bekannten Druckkopfmoduls aufgrund des wachsenden
Eigengewichts zu unerwünschten Lageveränderungen der Druckköpfe kommt. Das Gehäuse
des Druckkopfmoduls verändert unter einer Gewichtsbelastung seine Form. Bei einer
Dimensionierung des Druckkopfmoduls über Breiten von 1 m in Querrichtung oder X-Richtung
hinaus gestaltet sich die exakte Positionierung der Druckköpfe aufgrund der gegebenen
Verformung schwierig.
[0013] In einem zweiten Schritt geht die Erfindung von der Überlegung aus, die Gewichtsbelastung
auf das die Druckköpfe tragende Gehäusebauteil zu verringern, um hierdurch die Materialbelastungen
durch Eigengewicht zu reduzieren. Eine Materialverstärkung im Druckkopfmodul zur Verbesserung
seiner Formstabilität würde unerwünscht zu einer weiteren Gewichtszunahme führen,
wodurch sich der konstruktive und materielle Aufwand seiner Lagerung erhöhen und das
Handling des Druckkopfmoduls bei der Montage und Demontage erschweren würde.
[0014] Zur Verringerung der Gewichtsbelastung auf das die Druckköpfe tragende Gehäusebauteil
sieht die Erfindung einen Tragrahmen vor, der mittels Auflagemittel an einem Auflager
des Single-Pass-Tintenstrahldruckers abgelegt wird. Somit wird das Gewicht des Tragrahmens
vom Auflager des Single-Pass-Tintenstrahldruckers aufgenommen. Das die Druckköpfe
tragende Gehäusebauteil als solches ist am Tragrahmen pendelnd montiert. Dadurch ist
weiter eine einfache Selbstausrichtung durch Schwerkraft beim Einheben in den Single-Pass-Tintenstrahldrucker
gegeben. Der Tragrahmen bietet die Möglichkeit, schwere Bauteile des Druckkopfmoduls,
wie beispielsweise die Steuerplatinen der Druccköpfe oder Versorgungsleitungen für
Betriebsmittel, Leitungen für elektrische Energie, Steuerleitungen für Informationssignale,
Leitungen oder Rohre für Luft oder elektrische Sicherungen usw. aufzunehmen. Das Gehäusebauteil
wird von Gewicht entlastet. Auch bietet der Tragrahmen die Möglichkeit, Gewicht konstruktiv
an vorbestimmten Positionen abzuleiten, und hierdurch die Belastung des die Druckköpfe
tragenden Gehäusebauteils definiert zu gestalten. Mit anderen Worten sieht die Erfindung
eine Aufteilung des Druckkopfmoduls in einen ablegbaren Tragrahmen und in ein pendelndes
Gehäusebauteil vor, welches die Druckköpfe trägt.
[0015] Die Erfindung bietet damit den Vorteil, die Dimension des Druckkopfmoduls gerade
in der Quer- oder X-Richtung zum Erzielen größerer Druckbreiten weiter zu erhöhen,
wobei jedoch die Möglichkeit einer einfachen und präzisen Justierung der Druckköpfe
erhalten bleibt. Ein Teil des Gewichts des Druckkopfmoduls wird über den Tragrahmen
in das Auflager des Single-Pass-Tintenstrahldruckers abgeleitet. Eine eventuelle Materialverformung
des die Druckköpfe tragenden Gehäusebauteils durch Eigengewicht ist auf ein Minimum
reduziert.
[0016] Das Druckkopfmodul, insbesondere der die Druckköpfe tragende Querbügel, erstreckt
sich bevorzugt über die gesamte Druckbreite bzw. über die gesamte Breite des Druckmediums.
Mit der Erfindung werden Druckbreiten und damit Querdimensionierungen des Druckkopfmoduls
bzw. des Querbügels von über 2 m erreicht. Zugleich ist eine weiterhin exakte Positionierbarkeit
der Druckköpfe im Mikrometerbereich gegeben.
[0017] Zur weiteren Beschreibung wird ein orthogonales Koordinatensystem verwendet, wobei
die drei Raumrichtungen mit X-, Y- und Z-Richtung bezeichnet sind. Die verwendeten
Richtungsangaben beziehen sich auf den positiven Raumsektor. Befindet sich demnach
entlang einer der Raumachsen ein Bauteil "oberhalb" eines anderen Bauteils, so ist
sein entsprechender Achsabschnitt größer. Umgekehrt ist der Achsabschnitt eines Bauteils
kleiner, sofern sich dieses "unterhalb" eines anderen Bauteils bezüglich der genannten
Raumachse befindet.
[0018] In einer bevorzugten Ausgestaltung des Druckkopfmoduls befindet sich die Pendelachse
in Z-Richtung oberhalb des die Druckköpfe aufnehmenden Querbügels des Gehäusebauteils.
Mit anderen Worten "hängt" der Querbügel am Tragrahmen, so dass er sich bei einem
vertikalen Einheben des Druckkopfmoduls durch Schwerkraft orientiert unterhalb der
Pendelachse positioniert und gegenüber dem Tragrahmen um einen Neigungs- oder Polarwinkel
geschwenkt werden kann. Dadurch sind in einfacher Weise durch Selbstjustierung beim
Einheben auch geneigte gerätefeste Druckpositionen zu erzielen, die beispielsweise
bei einem technisch gewünschten bogenförmigen Verlauf des Druckmediums notwendig sind.
[0019] Weiter vorteilhaft ist die Pendelachse parallel zur X-Richtung, also in einer zur
Laufrichtung des Druckmediums senkrechten Querrichtung, ausgerichtet. Damit verläuft
die Pendelachse parallel zur Hauptrichtung des Querbügels. Ein Pendeln des Querbügels
um die Pendelachse führt dann nicht zu einer Änderung des Azimutwinkels. Eine azimuthale
Verdrehung des Druckkopfmoduls bzw. des Querbügels ist beispielsweise über eine entsprechende
Verlagerung des Tragrahmens im Auflager gegeben. Alternativ oder zusätzlich ist im
Lager der Pendelachse bevorzugt ein geringes Spiel vorgesehen, um eine kleine azimuthale
Verdrehung des Gehäusebauteils bzw. des Querbügels gegenüber dem Tragrahmen zu erlauben.
[0020] In einer weiter bevorzugten Ausgestaltung des Druckkopfmoduls sind die Auflagemittel
des Tragrahmens in Z-Richtung oberhalb der Pendelachse angeordnet. Mit anderen Worten
"hängt" der Tragrahmen und damit das an ihm pendelnde Gehäusebauteil an den Auflagemitteln.
Das am Auflager des Single-Pass-Tintenstrahldruckers abgelegte Druckkopfmodul schwingt
bei einer schwerkraftorientierten Ausrichtung nach unten. Hierdurch ist es neben einer
einfachen Montage und Demontage in vertikaler Richtung möglich, das Druckkopfmodul
als Ganzes am Auflager ohne weitere Hilfs- oder Befestigungsmittel abzulegen. Durch
Schwerkraft verbleibt das abgelegte Druckkopfmodul aufgrund seines Eigengewichts stabil
am Auflager abgelegt. Dazu ist zweckmäßigerweise der Massenschwerpunkt des Druckkopfmoduls
bezüglich der Z-Richtung unterhalb der Auflagemittel des Tragrahmens angeordnet. Insbesondere
ist dies gegebenenfalls zu berücksichtigen, sofern dem Tragrahmen weitere Module aufgesetzt
werden.
[0021] Bevorzugt umfasst der Tragrahmen zwei in X-Richtung voneinander beabstandete Tragarme,
wobei die Auflagemittel im Bereich der freien Enden der Tragarme angeordnet sind.
Tragarme bieten die Möglichkeit, den Auflagepunkt des Tragrahmens konstruktiv zu verlagern.
Beispielsweise sind die Tragarme in X-Richtung seitlich jeweils über den Querbügel
hinaus verlängert. Hierdurch kann das Auflager am Single-Pass-Tintenstrahldrucker
konstruktiv vom Gehäusebauteil beabstandet angeordnet werden, was wiederum vorteilhaft
für eine gewünschte Selbstjustierung des Druckkopfmoduls und insbesondere des Gehäusebauteils
beim Einheben in entsprechende Lagermittel des Single-Pass-Tintenstrahldruckers ist.
[0022] Zweckmäßigerweise umfasst der Tragrahmen einen sich in X-Richtung erstreckenden Querträger,
der in Z-Richtung oberhalb der Pendelachse angeordnet ist. Über einen derartigen Querträger
wird die mechanische Stabilität des Druckkopfmoduls erhöht. Dem Querträger sind gegebenenfalls
weitere Module aufgesetzt. Die Gewicht tragenden Bauteile des Druckkopfmoduls sind
am Querträger direkt oder über eine entsprechende Rahmenkonstruktion indirekt montiert.
[0023] Weiter vorteilhaft sind in Z-Richtung oberhalb des Massenschwerpunkts des Druckkopfmoduls
Montagehilfsmittel zu einem durch Schwerkraft frei orientierten Ein- und Ausheben
in vertikaler Richtung angeordnet. Über solche Montagehilfsmittel wird das Druckkopfmodul
im Wesentlichen entsprechend der zu erreichenden gerätefesten Druckposition mittels
Schwerkraft selbsttätig ausgerichtet. Während der Montage findet durch die entsprechenden
Lagermittel des Single-Pass-Tintenstrahldruckers eine Feinjustierung im Sinne einer
Abweichung von der schwerkraftorientierten Ausrichtung des Druckkopfmoduls, wie beispielsweise
eine Neigung oder eine azimuthale Verdrehung, aber auch ein Versatz in die X- oder
Y-Richtung statt, da das Druckkopfmodul frei beweglich aufgehängt eingehoben wird.
Insbesondere sind die Montagehilfsmittel als Seilbefestigungsmittel ausgebildet, wobei
die Montage und Demontage des Druckkopfmoduls in vertikaler Richtung mittels eines
Seilhebesystems bewerkstelligt wird.
[0024] In einer weiter bevorzugten Ausgestaltung des Druckkopfmoduls ist dem Tragrahmen
in Z-Richtung ein Kupplungsmodul aufgesetzt, das ein erstes Kupplungsteil mit einer
Mehrzahl von ersten Anschlüssen wenigstens zur Zufuhr von Betriebsmitteln und zur
Bereitstellung von elektrischer Energie umfasst, wobei der Tragrahmen ein zweites
Kupplungsteil mit einer Mehrzahl von zu den ersten Anschlüssen komplementären zweiten
Anschlüssen umfasst, und wobei das erste Kupplungsteil und das zweite Kupplungsteil
unter Verbindungsherstellung zwischen den ersten Anschlüssen und den zweiten Anschlüssen
mechanisch miteinander ent- und verkuppelbar sind. Mit anderen Worten erfolgt die
Ankopplung des Kupplungsmoduls an das Druckkopfmodul über eine Multikupplung, die
sowohl verschiedene Anschlüsse für Betriebsmittel, Strom, Steuersignale etc. bei Kupplung
verbindet, als auch eine mechanische Verbindung herstellt. Beispielsweise wird die
mechanische Verbindung der Kupplungsteile über eine Schraubverbindung hergestellt.
Bei Annäherung der beiden Kupplungsteile erfolgt auch die Kopplung der ersten und
zweiten Anschlüsse. Umgekehrt erfolgt die Entkupplung durch Lösen der Schraubverbindung,
wobei die komplementären Anschlüsse sich voneinander entfernen. Bevorzugt ist die
Schraubverbindung insbesondere motorbetrieben ausgestaltet. Bevorzugt sind Sicherungsmittel
umfasst, die ein unbeabsichtigtes Öffnen der gekuppelten Teile verhindern.
[0025] Das Vorsehen eines Kupplungsmoduls, welches mittels einer Multikupplung mechanisch
und verbindungstechnisch mit dem Druckkopfmodul bzw. seinem Tragrahmen verbunden wird,
bietet mehrere Vorteile. Beispielsweise ist hierdurch ein vereinfachter Anschluss
des Druckkopfmoduls an die Steuer- und Versorgungsleitungen möglich. Über ein einziges
zentrales Modul erfolgen somit die Ansteuerung und die Versorgung der Vielzahl von
Druckköpfen. Zum anderen wird hierdurch auch die Last von zugeführten Steuer- und
Versorgungsleitungen über den Tragrahmen ohne Belastung des die Druckköpfe tragenden
Gehäusebauteils abgeleitet. Besonders bevorzugt wird das Kupplungsmodul durch Vorratsbehälter,
wie z.B. Tintentanks, ergänzt. Auch deren Gewicht wirkt nicht auf das die Druckköpfe
tragende Gehäusebauteil. Weiter erlaubt das Kupplungsmodul über die Multikupplung
eine einfache Ent- und Verkupplung des Druckkopfmoduls, was hinsichtlich Reparatur-
und Wartungsarbeiten sinnvoll ist. Bei abgenommenem Kupplungsmodul ist eine leichtere
Zugänglichkeit des Druckkopfmoduls gegeben. Insgesamt wird somit das Druckkopfmodul
wartungs- und reparaturfreundlicher. Zudem kann es leichter ein- und ausgebaut werden.
[0026] Zweckmäßigerweise ist das Kupplungsmodul dem Querträger des Tragrahmens aufgesetzt.
Dabei sind vorteilhafterweise die Montagehilfsmittel am Kupplungsmodul angeordnet.
Das Gewicht des Kupplungsmoduls wird unmittelbar über den Querträger vom Tragrahmen
aufgenommen. Über das Kupplungsmodul ist das Druckkopfmodul in den Single-Pass-Tintenstrahldrucker
sowohl ein- als auch aushebbar. Über die Multikupplung wird das Druckkopfmodul sowohl
leicht aufnehmbar als auch absetzbar.
[0027] In einer weiteren sinnvollen Ausgestaltung des Druckkopfmoduls umfasst das Gehäusebauteil
zwei sich in Z-Richtung erstreckende Seitenwangen, die mit dem Querbügel verbunden
sind, wobei der Tragrahmen zwischen den Seitenwangen angeordnet ist. Mit anderen Worten
erhält das Gehäusebauteil hierdurch insgesamt eine Bügel- oder U-Form, wobei die Schenkel
durch die Seitenwangen gebildet sind. Die Pendelachse ist insbesondere durch jeweils
ein Drehlager an den freien Enden der Seitenwangen definiert, wobei die Pendelachse
die Seitenwangen jeweils am Drehlager durchsticht.
[0028] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist das oder jedes Drehlager als ein radiales
Gleitlager ausgebildet. Ein radiales Gleitlager erlaubt einen Versatz des die Druccköpfe
tragenden Querbügels des pendelnden Gehäusebauteils gegenüber dem Tragrahmen entlang
der Pendelachse. Dies erleichtert die Feinpositionierung des Druckkopfmoduls während
der Montage.
[0029] Besonders bevorzugt ist das oder jedes radiale Gleitlager durch einen sich in X-Richtung
erstreckenden Führungsbolzen gebildet, der durch eine Öffnung mit Übermaß geführt
ist. Hierdurch wird dem die Druckköpfe tragenden Querbügel des Gehäusebauteils gegenüber
dem Tragrahmen zusätzliche Freiheitsgrade in X- und Y-Richtung eingeräumt. Soll in
einer der beiden Richtungen aus Gründen einer eindeutigen Festlegung der räumlichen
Lage des Gehäusebauteils der Bewegungsspielraum zusätzlich beschränkt werden, so erfolgt
dies durch eine entsprechende Verringerung des Spiels zwischen der Öffnung und dem
Führungsbolzen. Insbesondere ist bevorzugt eine Öffnung als ein Langloch ausgeführt,
wobei die Spielfreiheit beispielsweise in Y-Richtung eingeschränkt ist. Ist im Falle
zweier derartiger Gleitlager eine Öffnung als Langloch mit einer Ausrichtung in Z-Richtung
und die andere Öffnung als Rundbohrung mit Übermaß ausgeführt, so ist eine azimuthale
Drehung des Gehäusebauteils gegenüber dem Tragrahmen ermöglicht, wobei jedoch der
Drehpunkt durch das eine Gleitlager mit Langloch festgelegt ist.
[0030] Zeckmäßigerweise ist der Führungsbolzen des oder jedes radialen Gleitlagers am Tragrahmen
montiert, welcher in einer Öffnung am Gehäusebauteil, insbesondere in einer Seitenwange,
geführt ist. Eine derartige Ausgestaltung ermöglicht eine einfache Montage des Gehäusebauteils
am Tragrahmen. Dazu ist beispielsweise der Führungsbolzen als eine Führungsschraube
ausgebildet.
[0031] Weiter bevorzugt ist am Querbügel und an den Seitenwangen des Gehäusebauteils beidseits
jeweils eine Seitenwand montiert. Über die Seitenwand wird das Gehäusebauteil mechanisch
stabilisiert. Auch können sich im Gehäusebauteil enthaltene innere Bauteile gegen
die Seitenwand abstützen, wohingegen bei einer offenen Ausführung eine Verlagerung
derartiger Bauteile zu einem unerwünschten Verdrehen des die Druckköpfe tragenden
Querbügels führen kann.
[0032] In einer bevorzugten Ausgestaltung umfassen die Auflagemittel des Tragrahmens jeweils
eine sich in der X-Y-Ebene erstreckende plane Auflagefläche. Eine derartige Auflagefläche
ermöglicht bei fester Z-Position eine in der X-Y-Ebene variable Ablage des Tragrahmens
und damit des Druckkopfmoduls. Die Ablageposition des Tragrahmens in der X-Y-Ebene
resultiert hierbei durch die selbsttätige Feinjustierung beim Absenken des Druckkopfmoduls
mittels der am Single-Pass-Tintenstrahldrucker entsprechend vorgesehenen Gegenlager
oder Fangmittel.
[0033] Vorteilhafterweise ist zu einer Abstützung des Tragrahmens am Gehäusebauteil in Y-Richtung
wenigstens ein Stützlager zusätzlich umfasst. Über ein derartiges Stützlager wird
bedarfsgerecht ein Gewichtsanteil des Tragrahmens in das Gehäusebauteil abgeleitet.
Hierdurch wird gegebenenfalls die eingenommene und gewünschte Position des die Druckköpfe
tragenden Querbügels im Betrieb des Single-Pass-Tintenstrahldruckers stabilisiert.
Das Stützlager ist insbesondere so ausgeführt, dass es bei einem Versatz in Z-Richtung
beim Ausheben des Drucckopfmoduls die Bewegungsfreiheit in Y-Richtung vergrößert,
und somit in der ausgehobenen Position des Druckkopfmoduls die Pendelbewegung bzw.
eine Neigung des Gehäusebauteils gegenüber dem Tragrahmen um den Polarwinkel zulässt.
Im eingehobenen Zustand ist das Stützlager dann bevorzugt so ausgestaltet, dass es
die Freiheitsgrade in Z-Richtung und in Y-Richtung beschränkt. Insbesondere ist als
Stützlager ein Kugelzapfenlager vorgesehen. Bevorzugt sind zwei Stützlager vorgesehen,
die in X-Richtung voneinander beabstandet sind. Zweckmäßig ist dazu bezüglich der
X-Richtung als Lagerkombination eine Fest-Los-Lagerung oder eine Los-Los-Lagerung
eingesetzt. Bevorzugt ist hierbei eines der Stützlager als ein Festlager und das andere
der Stützlager als ein Festlager ausgebildet ist. Bevorzugt ist dabei das Festlager
als Kugelzapfenlager mit einer Kegel- oder Kugelpfanne ausgebildet. Das Loslager ist
vorteilhaft als ein Prismenschublager, insbesondere ebenfalls als Kugelzapfenlager
ausgebildet. Dabei ist eine in X-Richtung verlaufende Prismenpfanne vorgesehen. Eine
derartige Ausgestaltung erlaubt es, einen beispielsweise als Folge einer Temperaturwechselbeanspruchung
entstehenden Längenversatz des Querbügelauflagers in X-Richtung aufzunehmen. *
[0034] Vorteilhafterweise sind am Gehäusebauteil des Druckkopfmoduls wenigstens zwei in
X-Richtung beabstandete Lagerstücke angeordnet, die jeweils zu einer selbstjustierenden
Positionierung in einem offenen Lager ausgebildet sind. Insbesondere dann, wenn weiter
bevorzugt am Gehäusebauteil Fangmittel zu einer Grobpositionierung in Bezug auf den
Lagersitz der der Lagerstücke angeordnet sind, sind die insbesondere in Vertikalrichtung
selbstjustierenden Lager nicht kompliziert aufgebaut. Es ist lediglich notwendig,
dass die das Lager realisierenden beiden Lagerelemente beim allmählichen Einbringen
des Druckkopfmoduls in insbesondere schwerkraftorientierter vertikaler Ausrichtung
selbsttätig zueinander finden, wodurch letztlich die endgültige Druckposition festgelegt
wird. Geeignete Lagerstücke sind zum Zusammenwirken mit beispielsweise einem Pfannen-,
Schneiden- oder Spitzenlager ausgebildet. Die Lagerstücke sind insofern insbesondere
konisch, kegelig, kantig, spitz oder kugelig ausgeführt.
[0035] In einer weiter bevorzugten Ausgestaltung sind die Lagerstücke höhenverstellbar am
Gehäusebauteil montiert. Auf diese Weise können fertigungsbedingte Maßtoleranzen ausgeglichen
oder die Druckköpfe zur Druckposition in der Höhe bzw. in Z-Richtung justiert werden.
[0036] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist eines der Lagerstücke zur Positionierung in
einem Fest- und das andere der Lagerstücke zur Positionierung in einem Loslager in
X-Richtung bzw. Querrichtung ausgebildet. Über das Loslager wird wiederum beispielsweise
eine Ausdehnung des Druckkopfmoduls in Querrichtung abgefangen. In einer zweckmäßigen
Ausgestaltung ist jeweils das Festlager als ein Kugelzapfenlager ausgebildet und das
Loslager durch eine Prismenschubführung in Querrichtung gegeben. Dazu sind die Lagerstücke
bevorzugt jeweils als Kugelzapfen ausgebildet. Das Festlager ist dann vorteilhaft
zu einer punktförmigen Drehlagerung mit einer Kegelpfanne ausgestattet, in die das
Kugelende des Zapfens beim vertikalen Einbringen des Druckkopfmoduls aufgenommen und
positioniert wird. Die Prismenschubführung ist insbesondere ebenfalls als ein Kugelzapfenlager
ausgestaltet, wobei allerdings die Pfanne mit einem prismenförmigen Querschnitt entlang
der Querrichtung ausgestaltet ist. Die Prismenschubführung legt dann die parallele
Position des Druckkopfmoduls zur Querrichtung fest. In Querrichtung selbst ist als
ein Freiheitsgrad noch ein Linearversatz gegeben.
[0037] Weiter bevorzugt ist am Druckkopfmodul ein Anschlagstück zum Anschlagen einer Anschlagfläche
angeordnet. Ein solches Anschlagstück richtet insbesondere die Neigung des Druckkopfmoduls
um den Polarwinkel aus, wenn das Drucckopfmodul vertikal eingehoben wird.
[0038] Besonders vorteilhaft umfasst das Anschlagstück einen sich in Querrichtung bzw. X-Richtung
erstreckenden Kugelzapfen. Bei einer Bewegung des hängenden Druckkopfmoduls in die
Druckposition gelangt der Kugelzapfen allmählich in Kontakt mit einer gerätefesten
Anschlagfläche, die den Kugelzapfen in Y-Richtung bzw. Laufrichtung des Druckmediums
endgültig positioniert. Ein Kugelzapfen erlaubt zusammen mit einer beispielsweise
balligen Anschlagfläche unabhängig von der vertikalen Höhe einen definierten Anschlag.
In der endgültigen Druckposition ist das jeweilige Druckkopfmodul dann beispielsweise
durch die beiden offenen Lager, nämlich einem Kugelzapfenlager als Festlager und einer
Prismenschubführung als Loslager sowie durch das der Anschlagfläche angelehnte Anschlagstück
exakt festgelegt. Durch das angelehnte Anschlagstück ist der Neigungsoder Polarwinkel
festgelegt. Die entsprechende Führung übernimmt das Anschlagstück im Zusammenspiel
mit der gerätefesten vertikalen Anschlagfläche.
[0039] Durch die Festlegung der Lage der Druckköpfe zu mindestens einer Referenzposition
sind diese bei Erreichen der Druckposition des Druckkopfmoduls bis auf nicht vermeidbare
Maßtoleranzen stets identisch ausgerichtet. Mit anderen Worten weist jedes Druckkopfmodul
bezüglich mindestens einer Referenzposition stets dieselbe Lageausrichtung ihrer jeweiligen
Druckköpfe auf. Hierdurch wird ein einfacher Austausch des Druckkopfmoduls erreicht.
Die Lage der Druckköpfe des ausgetauschten und eines neu eingesetzten Druckkopfmoduls
sind bezüglich der Geräteseite identisch.
[0040] Durch diese Maßnahme entfällt ein aufwändiges Neujustieren eines eingesetzten Druckkopfmoduls.
Die Druckköpfe sind nach dem einfachen Einsetzen des Drucckopfmoduls bereits bis auf
Maßtoleranzen justiert. Lediglich bei einem Neuaufbau des Single-Pass-Tintenstrahldruckers
müssen aufgrund von Fertigungstoleranzen zunächst die Druckkopfmodule geräteseitig
in den jeweiligen Lagerstellen ausgerichtet werden. Durch die identische Vorpositionierung
der Druckköpfe aller Druckkopfmodule gestaltet sich aber auch dies vor Ort einfach.
[0041] Zum Zwecke der Lagejustierung der Druckköpfe sind diese im Druckkopfmodul beispielsweise
in X- und in Y-Richtung verschiebbar montiert. In einem geeigneten Werkzeug wird zur
Lagejustierung das Druckkopfmodul vor seiner Auslieferung in eine mit der späteren
Druckposition vergleichbare Montageposition gebracht. Anschließend werden die einzelnen
Druckköpfe beispielsweise lichtmikroskopisch im Mikrometerbereich zu einer Referenzposition
lagejustiert.
[0042] Bevorzugt sind die Druckköpfe jeweils zu den Lagerstücken, beispielsweise den Kugelzapfen,
lagejustiert. Dazu werden die Druckkopfmodule vor Auslieferung in das entsprechende
Werkstück entsprechend der späteren Druckposition eingebracht. Dieses Werkzeug weist
die identischen Lager wie der spätere Single-Pass-Tintenstrahldrucker auf. Die Druckköpfe
werden insbesondere parallelisiert sowie in X- und in Y-Richtung ausgerichtet.
[0043] Der das Druckkopfmodul aufnehmende Single-Pass-Tintenstrahldrucker weist bevorzugt
ein Auflager zur Gegenlagerung des Tragrahmens auf, welches eine ebene Auflagefläche
umfasst, die sich über ein Kugelgelenk abstützt. Mit einem insbesondere frei beweglichen
Kugelgelenk richtet sich die Auflagefläche des Auflagers bei Ablage des Druckkopfmoduls
selbsttätig parallel zur Auflagefläche der Auflagemittel des Tragrahmens aus. Mithin
erfolgt hierdurch selbsttätig eine stabile, weil flächige Ablage des Druckkopfmoduls
am Single-Pass-Tintenstrahldrucker. Durch die Ausrichtung des Kugelgelenks resultiert
eine flächige Auflage insbesondere auch dann, wenn das Druckkopfmodul in der Druckposition
bei einem bogenförmig geführten Druckmedium einen Neigungswinkel aufweist.
[0044] Bevorzugt sind - sofern vorgesehen - die wenigstens zwei in X-Richtung beabstandeten
Lagerstücke des Gehäusebauteils des wenigstens einen Druckkopfmoduls in jeweils einem
an der Rahmenkonstruktion des Single-Pass-Tintenstrahldruckers angeordneten offenen
Lager positioniert. Die hieraus resultierenden entsprechenden Vorteile einer einfachen
Selbstjustierung sind vorstehend bereits erläutert.
[0045] Zweckmäßigerweise liegt das Anschlagstück des Gehäusebauteils des wenigstens einen
Druckkopfmoduls einer an der Rahmenkonstruktion des Single-Pass-Tintenstrahldruckers
angeordneten Anschlagfläche an. Hierdurch erfolgt, wie vorbeschrieben, eine exakte
und reproduzierbare Ausrichtung des Druckkopfmoduls.
[0046] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind anhand einer Zeichnung näher erläutert. Dabei
zeigen:
- Fig. 1
- in einer teilweise aufgebrochenen dreidimensionalen Darstellung ein Druckkopfmodul
für einen Single-Pass-Tintenstrahldrucker mit einem Tragrahmen, mit einem daran pendelnd
montierten Gehäusebauteil mit Druckköpfen und mit einem dem Tragrahmen aufgesetzten
Kupplungsmodul,
- Fig. 2
- das Druckkopfmodul nach Fig. 1 in einer vergrößerten Detailansicht,
- Fig. 3
- den Tragrahmen des Druckkopfmoduls nach Fig. 1 in einer vergrößerten Detailansicht
und
- Fig. 4
- im Ausschnitt einen Tintenstrahldrucker mit einem Druckkopfmodul nach Fig. 1, welches
in einer gerätefesten Druckposition abgelegt ist.
[0047] In Fig. 1 ist in dreidimensionaler und in teilweise aufgebrochener Darstellung ein
Druckkopfmodul 1 für einen Single-Pass-Tintenstrahldrucker gezeigt. Das Drucckopfmodul
1 umfasst ein Gehäusebauteil 2, welches pendelnd an einemTragrahmen 3 montiert ist.
Die entsprechende Pendelachse 5 ist eingezeichnet. Dem Tragrahmen 3 ist weiter ein
Kupplungsmodul 6 aufgesetzt.
[0048] Das um die Pendelachse 5 pendelnd am Tragrahmen 3 montierte Gehäusebauteil 2 umfasst
einen sich in X-Richtung erstreckenden Querbügel 8, entlang dem eine Mehrzahl von
zueinander lagejustierten Druckköpfen 10 montiert ist. Der Querbügel 8 ist zwischen
zwei sich jeweils in Z-Richtung erstreckenden Seitenwangen 12 befestigt. Am Querbügel
8 und an den Seitenwangen 12 ist beidseitig jeweils eine Seitenwand 13 montiert. Die
Seitenwand 13 stabilisiert das Gehäusebauteil 2 mechanisch. Auch verhindert sie eine
unerwünschte Verlagerung von im Inneren des Druckkopfmoduls 1 aufgenommenen Komponenten.
[0049] Die Pendelachse 5 ist durch zwei jeweils an den oberen Enden der Seitenwangen 12
befindliche radiale Gleitlager 14 definiert. Das Gehäusebauteil 2 ist um die Pendelachse
5 gegenüber dem Tragrahmen 3 verschwenkbar. Auch ist entlang der X-Richtung ein Linearversatz
des Gehäusebauteils2 gegenüber dem Tragrahmen 3 ermöglicht.
[0050] Der Tragrahmen 3 umfasst einen sich ebenfalls in X-Richtung erstreckenden Querträger
17, an dem beidseits sich in X-Richtung über das Gehäusebauteil 2 hinaus erstreckende
Tragarme 18 montiert sind. An den freien Enden der Tragarme 18 sind jeweils Auflagemittel
20 zu einer Gegenlagerung bzw. Ablage auf einem entsprechenden gerätefesten Auflager
des Single-Pass-Tintenstrahldruckers ausgebildet.
[0051] Die Pendelachse 5 sowie die Auflagemittel 20 sind in Z-Richtung oberhalb des Massenschwerpunkts
S des Druckkopfmoduls 1 angeordnet. Ebenfalls ist die Pendelachse 5 oberhalb des die
Druckköpfe 10 tragenden Querbügels 8 definiert. Mit anderen Worten hängt bei einer
schwerkraftorientierten Ausrichtung der Querbügel 8 unterhalb des Tragrahmens 2 bzw.
unterhalb des Querträgers 17. Auch hängt das Druckkopfmodul 1 als solches mit Tragrahmen
3 und Gehäusebauteil 2 unterhalb der Auflagemittel 20. Das an den Auflagemitteln 2
abgelegte Drucckopfmodul 1 ist insofern durch Schwerkraft bereits entsprechend einer
vorgesehenen gerätefesten Druckposition ausgerichtet und kann insofern leicht aus
dem Single-Pass-Tintenstrahldrucker ein- und ausgehoben werden.
[0052] Der Querbügel 8 mit den darin angeordneten Druckköpfen 10 erstreckt sich über die
gesamte Druckbreite bzw. über die gesamte Breite eines Druckmediums. Der Querbügel
8 hat beispielsweise eine Länge von 2,5 m.
[0053] Am Tragrahmen 3 sind über eine entsprechende Rahmenkonstruktion die entsprechenden
Versorgungs- und Antriebseinheiten 23 für die Druckköpfe 10, Betriebs- und Versorgungsleitungen
24, Kabelbündel 25 für Versorgungs- und Steuerleitungen, elektrische Sicherungen 26
sowie die Steuerplatinen 27 für die Druckköpfe 10 montiert. Hierdurch wird das Gehäusebauteil
2 und somit insbesondere der die Druckköpfe 10 tragende Querbügel 8 von Gewicht entlastet.
Das Gehäusebauteil 2 trägt lediglich die Druckköpfe 10 als solche. Die Druckköpfe
10 selbst sind in X- und in Y-Richtung am Querbügel 8 verschiebbar montiert.
[0054] Durch die Gewichtsentlastung des die Druckköpfe 10 tragenden Gehäusebauteils 2 ist
eine Dimensionsvergrößerung des Druckkopfmoduls 1 möglich. In der Druckposition am
Single-Pass-Tintenstrahldrucker sind die Druckköpfe 10 exakt positionierbar. Eine
Lageveränderung der Druckköpfe 10 infolge einer gewichtsbedingten Materialverformung
ist unterhalb der Toleranzgrenze. Die Position der Druckköpfe 10 ist im Mikrometerbereich
festlegbar und stabil. Das Gewicht vieler Komponenten des Druckkopfmoduls 1 ist auf
den Tragrahmen 3 übertragen. Der Tragrahmen 3 ist über die Auflagemittel 20 einem
Gegenlager am Single-Pass-Tintenstrahldrucker abgelegt. Das Hauptgewicht des Druckkopfmoduls
1 wird über die Auflagemittel 20 vom entsprechenden Auflager aufgenommen.
[0055] Zum Ein- und Ausheben des Druckkopfmoduls 1 in vertikaler und schwerkraftorientierter
Ausrichtung sind am Kupplungsmodul 6 Montagehilfsmittel 30 vorgesehen, an die ein
Seil eines Seilhebesystems montiert ist. Das Kupplungsmodul 6 ist über eine Multikupplung
mechanisch und verbindungstechnisch dem Querträger 17 des Tragrahmens 3 aufgesetzt.
Dazu umfasst das Kupplungsmodul 6 ein erstes Kupplungsteil 31, welches mit einem zweiten
Kupplungsteil 32 koppelt, das mit dem Querträger 17 fest verbunden ist.
[0056] Das erste Kupplungsteil 31 weist eine Anzahl erster Anschlüsse 34 auf. Entsprechend
sind vom zweiten Kupplungsteil 32 hierzu komplementäre zweite Anschlüsse 35 umfasst.
Die ersten und zweiten Anschlüsse 34,35 sind als Betriebsmittelleitungen, als Steuerleitungen
oder als elektrische Leitungen zur Energieversorgung ausgebildet. Über einen Motor
36 erfolgt beispielsweise mittels einer Schraubverbindung eine mechanische Kopplung
des ersten Kupplungsteils31 und des zweiten Kupplungsteils 32, wobei zugleich die
ersten Anschlüsse 34 mit den zweiten Anschlüssen 35 verbunden werden. Insbesondere
werden hierbei Betriebsmittelleitungen betriebsmitteldicht miteinander gekoppelt.
Auf dem Kupplungsmodul 6 sind weiter Tintentanks 38 angeordnet. Weiter sind Zugentlastungen
40 für die entsprechenden Kabeldurchführungen montiert.
[0057] Am Gehäusebauteil 2 und dabei jeweils an dessen Seitenwangen 12 sind Lagerstücke
42 zu einer Positionierung in einem offenen Lager des Single-Pass-Tintenstrahldruckers
montiert. Die Lagerstücke 42 sind beispielsweise als höhenverstellbare Kugelzapfen
ausgebildet. Die entsprechenden Lagerelemente am Single-Pass-Tintenstrahldrucker sind
als nach oben offene Lagerpfannen mit einer Kegel- oder Kugelpfanne oder mit einer
Prismenpfanne ausgebildet. Zusätzlich sind Fangmittel 43 jeweils an den Seitenwangen
12 des Gehäusebauteils 2 montiert. Die Fangmittel 43 sind beispielsweise mit einem
Keilschacht ausgebildet, der beim Absenken des Druckkopfmoduls 1 mit einem Fangkeil
am Single-Pass-Tintenstrahldrucker in Eingriff gerät und hierdurch orientiert wird,
so dass sich das Druckkopfmodul 1 mit den jeweiligen Lagerstücken 42 selbsttätig beim
Absenken in die Lagerpfannen der offenen Lager absetzt und dabei die gewünschte und
exakt ausgerichtete Druckposition erreicht. Dazu ist über die entsprechend ausgestalteten
radialen Gleitlager 14 ein entsprechendes Spiel des Gehäusebauteils 2 gegenüber dem
Tragrahmen 3 erlaubt. Auch ist über eine flächige Auflagefläche der Auflagemittel
20 eine in der X-Y-Ebene variable Positionierung am Single-Pass-Tintenstrahldrucker
ermöglicht. Über das Anschlagstück 44 erfolgt beim Einheben eine Festlegung in Y-Richtung.
[0058] Aus Fig. 2 werden in einer vergrößerten Detailansicht des Druckkopfmoduls 1 gemäß
Fig. 1 Einzelheiten der Lagerung ersichtlich. Das Anschlagstück 44 ist als ein Kugelzapfen
ausgebildet, der beim Absenken in einer Prismenführung in der Y-Richtung ausgerichtet
und fixiert wird. Die Montagehilfsmittel 30 sind als Seilbefestigungsmittel 47 ausgebildet.
Deutlich erkennbar ist ein höhenverstellbares Lagerstück 42 sowie die daran befestigten
Fangmittel 43.
[0059] Die an beiden Seitenwangen 12 des Gehäusebauteils 2 angeordneten radialen Gleitlager
14 umfassen jeweils einen Führungsbolzen 50, der eine Öffnung 51 in der jeweiligen
Seitenwange 12 durchsetzt. Die Öffnung 51 weist hierbei ein Übermaß auf, so dass entsprechend
dem gegebenen Spiel ein Versatz des Gehäusebauteils 2 gegenüber dem Tragrahmen 3 auch
in der Y-Z-Ebene möglich ist. Ebenfalls wird ersichtlich, dass das Gehäusebauteil
2 entlang der X-Richtung entlang der Pendelachse 5 gegenüber dem Tragrahmen 3 linear
versetzt werden kann. An den Auflagemitteln 20 ist die ebene Auflagefläche 49 erkennbar.
[0060] Aus Fig.3 wird der im Gehäusebauteil 2 aufgenommene Tragrahmen 3 des Druckkopfmoduls
1 nach Fig. 1 ersichtlich. Wie in Fig. 2 ist die ebene Auflagefläche 49 an den Auflagemitteln
20 ersichtlich. Im Inneren des Tragrahmens 3 sind die Steuerplatinen 27 sowie Betriebsmittelleitungen
24 aufgenommen.
[0061] Der Querträger 17 des Tragrahmens 3 ist zwischen zwei sich in Z-Richtung erstreckenden
Seitenblechen 53 montiert. An den beiden Seitenblechen 53 ist jeweils der Führungsbolzen
50 des radialen Gleitlagers 14 eingeschraubt. Am unteren Ende der Seitenbleche 53
ist ein Stützlager 56 gebildet, mit dem der Tragrahmen 3 zusätzlich am Gehäusebauteil
2 abgestützt werden kann. Hierdurch ist es möglich, ein Teilgewicht des Tragrahmens
3 und der darin aufgenommenen Komponenten auf das Gehäusebauteil 2 und insbesondere
auf den die Druckköpfe tragenden Querbügel 8 zu übertragen. Dadurch kann gegebenenfalls
die Druckposition des Gehäusebauteils 2 am Single-Pass-Tintenstrahldrucker stabilisiert
werden.
[0062] Die auf beiden Seiten vorgesehenen Stützlager 56 umfassen einen Kugelzapfen 57. Der
Kugelzapfen 57 ist am Seitenblech 53 montiert. Das entsprechend komplementäre Lagerelement
ist als eine Lagerpfanne gegeben, die jeweils auf der Innenseite der entsprechenden
Seitenwange 12 des Gehäusebauteils 2 befestigt ist.
[0063] Eines der Stützlager 56 umfasst eine Kugel- bzw. Kegelpfanne 61. Das andere der Stützlager
56 umfasst als komplementäres Lagerelement eine Prismenpfanne 62. Während die Kugel-
bzw. Kegelpfanne 61 einen exakten Drehpunkt des Tragrahmens 3 am Gehäusebauteil 2
definiert, wird über die Prismenpfanne 62 in X-Richtung ein Längenversatz infolge
einer Temperaturwechselbeanspruchung aufgenommen.
[0064] In Fig. 4 ist ein Single-Pass-Tintenstrahldrucker 65 gezeigt. Dieser umfasst eine
Rahmenkonstruktion 66, an der das Druckkopfmodul 1 entsprechend Fig. 1 abgelegt ist.
So sind insbesondere die Auflagemittel 20 an den Tragarmen 18 auf einem Auflager 68
abgelegt. Das Auflager 68 umfasst hierbei eine ebene Auflagefläche 70, die in einem
Kugelgelenk 71 drehbeweglich montiert ist. Durch das Gewicht des abgelegten Tragrahmens
3 orientiert sich die Auflagefläche 70 des Auflagers 68 im Kugelgelenk 71, so dass
unabhängig von einem Neigungswinkel des Druckkopfmoduls 1 stets eine flächige Auflage
gegeben ist.
[0065] Die Lagerstücke 42 an den Seitenwangen des Gehäusebauteils 2 sind lagejustiert in
entsprechenden Lagerpfannen der offenen Lager 74 aufgenommen. Die jeweiligen Fangmittel
43 sind an entsprechenden Fangkeilen positioniert.
[0066] Das Anschlagstück 44 an einer Seitenwange des Gehäusebauteils 2 ist zu einer Anschlagfläche
75 an der Rahmenkonstruktion 66 definiert. Die Laufrichtung L eines Druckmediums wird
ersichtlich.
Bezugszeichenliste
[0067]
- 1
- Druckkopfmodul
- 2
- Gehäusebauteil
- 3
- Tragrahmen
- 5
- Pendelachse
- 6
- Kupplungsmodul
- 8
- Querbügel
- 10
- Druckköpfe
- 12
- Seitenwange
- 13
- Seitenwand
- 14
- radiales Gleitlager
- 17
- Querträger
- 18
- Tragarm
- 20
- Auflagemittel
- 23
- Versorgungs- und Antriebseinheit
- 24
- Betriebsmittelleitung
- 25
- Kabelbündel
- 26
- Sicherungen
- 27
- Steuerplatinen
- 30
- Montagehilfsmittel
- 31
- erstes Kupplungsteil
- 32
- zweites Kupplungsteil
- 34
- erste Anschlüsse
- 35
- zweite Anschlüsse
- 36
- Motor
- 38
- Tintentank
- 40
- Zugentlastung
- 42
- Lagerstück
- 43
- Fangmittel
- 44
- Anschlagstück
- 47
- Seilbefestigungsmittel
- 49
- Auflagefläche
- 50
- Führungsbolzen
- 51
- Öffnung
- 53
- Seitenblech
- 56
- Stützlager
- 57
- Kugelzapfen
- 61
- Kugelpfanne
- 62
- Prismenpfanne
- 65
- Single-Pass-Tintenstrahldrucker
- 66
- Rahmenkonstruktion
- 68
- Auflager
- 70
- Auflagefläche
- 71
- Kugelgelenk
- 74
- offenes Lager
- 75
- Anschlagfläche
- L
- Laufrichtung
- S
- Massenschwerpunkt
1. Druckkopfmodul (1) für einen Single-Pass-Tintenstrahldrucker (65), der eine Rahmenkonstruktion
(66) umfasst, an der das Druckkopfmodul (1) ablegbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Druckkopfmodul (1) ein Gehäusebauteil (2) mit einem sich in einer X-Richtung
erstreckenden Querbügel (8) umfasst, an dem eine Anzahl von Druckköpfen (10) angeordnet
ist, die zu mindestens einer Referenzposition lagejustiert sind, und wobei das Druckkopfmodul
(1) einen Tragrahmen (3) mit Auflagemitteln (20) zu einer Auflagerung des Tragrahmens
(3) an einem Auflager (68) der Rahmenkonstruktion (66) umfasst, wobei das Gehäusebauteil
(3) um eine Pendelachse (5) pendelnd an dem Tragrahmen (3) montiert ist, wobei die
X-Richtung zusammen mit einer Y-Richtung und einer Z-Richtung ein orthogonales Koordinatensystem
bilden.
2. Druckkopfmodul (1) nach Anspruch 1,
wobei sich die Pendelachse (5) in Z-Richtung oberhalb des Querbügels (8) befindet.
3. Druckkopfmodul (1) nach Anspruch 1 oder 2,
wobei die Pendelachse (5) parallel zur X-Richtung ausgerichtet ist.
4. Druckkopfmodul (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die Auflagemittel (20) des Tragrahmens (3) in Z-Richtung oberhalb der Pendelachse
(5) angeordnet sind.
5. Druckkopfmodul (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die Auflagemittel (20) des Tragrahmens (3) in Z-Richtung oberhalb des Massenschwerpunkts
(S) des Druckkopfmoduls (1) angeordnet sind.
6. Druckkopfmodul (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Tragrahmen (3)
zwei in X-Richtung voneinander beabstandete Tragarme (18) umfasst, und wobei die Auflagemittel
(20) im Bereich der freien Enden der Tragarme (18) angeordnet sind.
7. Druckkopfmodul (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Tragrahmen (3)
einen sich in X-Richtung erstreckenden Querträger (17) umfasst, der in Z-Richtung
oberhalb der Pendelachse (5) angeordnet ist.
8. Druckkopfmodul (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Pendelachse
(5) durch wenigstens ein radiales Gleitlager (14) festgelegt ist.
9. Druckkopfmodul (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei wenigstens ein Stützlager
(56) zu einer Abstützung des Tragrahmens (3) am Gehäusebauteil (2) in Y-Richtung umfasst
ist.
10. Druckkopfmodul (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei am Gehäusebauteil
(2) wenigstens zwei in X-Richtung beabstandete Lagerstücke (42) angeordnet sind, die
jeweils zu einer selbstjustierenden Positionierung in einem offenen Lager (74) ausgebildet
sind.
11. Druckkopfmodul (1) nach Anspruch 10,
wobei am Gehäusebauteil (2) Fangmittel (43) zu einer Grobpositionierung in Bezug auf
den Lagersitz der Lagerstücke (42) angeordnet sind.
12. Druckkopfmodul (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei am Tragrahmen (3)
zumindest die Steuerplatinen (27) der Druckköpfe (10) sowie insbesondere Versorgungsleitungen
(24) für Betriebsmittel, elektrische Energie, Luft und/oder Kühlmittel, Steuerleitungen
für Informationssignale, Sicherungen (26) und/oder Versorgungs- oder Antriebseinheiten
(23) für die Druckköpfe (10) montiert sind.
13. Single-Pass-Tintenstrahldrucker (65) mit einer Rahmenkonstruktion (66) und mit wenigstens
einem Druckkopfmodul (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dessen Tragrahmen
(3) mittels der Auflagemittel (20) auf wenigstens einem an der Rahmenkonstruktion
(66) angeordneten Auflager (68) abgelegt ist.
14. Single-Pass-Tintenstrahldrucker (65) nach Anspruch 13,
wobei das wenigstens eine Auflager (68) eine ebene Auflagefläche (70) umfasst, die
sich über ein Kugelgelenk (71) abstützt.
15. Single-Pass-Tintenstrahldrucker (65) nach Anspruch 13 oder 14,
wobei die wenigstens zwei in X-Richtung beabstandeten Lagerstücke (42) des Gehäusebauteils
(2) des wenigstens einen Druckkopfmoduls (1) in jeweils einem an der Rahmenkonstruktion
(66) angeordneten offenen Lager (74) positioniert sind.
1. Printhead module (1) for a single pass ink jet printer (65) comprising a frame construction
(66), on which the printhead module (1) is supportable,
characterised in
that the printhead module (1) comprises a housing component (2) with a transverse bracket
(8) extending in an X-direction, on which a number of printheads (10) are arranged,
which are positionally adjusted to at least one reference position, and wherein the
printhead module (1) comprises a support frame (3) with support means (20) for supporting
the support frame (3) on a support (68) of the frame construction (66), wherein the
housing component (3) is mounted on the support frame (3) so as to swing about a swing
axis (5), wherein the X-direction together with a Y-direction and a Z-direction form
an orthogonal coordinate system.
2. Printhead module (1) according to claim 1,
wherein the swing axis (5) is located above the transverse bracket (8) in the Z-direction.
3. Printhead module (1) according to claim 1 or 2,
wherein the swing axis (5) is aligned parallel to the X-direction.
4. Printhead module (1) according to one of the preceding claims,
wherein the support means (20) of the supporting frame (3) are arranged above the
swing axis (5) in the Z-direction.
5. Printhead module (1) according to one of the preceding claims,
wherein the support means (20) of the support frame (3) are arranged in the Z-direction
above the center of mass (S) of the printhead module (1).
6. Printhead module (1) according to one of the preceding claims,
wherein the support frame (3) comprises two support arms (18) spaced from each other
in the X-direction, and wherein the support means (20) are arranged in the region
of the free ends of the support arms (18).
7. Printhead module (1) according to one of the preceding claims,
wherein the support frame (3) comprises a cross member (17) extending in the X-direction
and arranged above the swing axis (5) in the Z-direction.
8. Printhead module (1) according to one of the preceding claims,
wherein the swing axis (5) is fixed by at least one radial plain bearing (14).
9. Printhead module (1) according to one of the preceding claims,
wherein at least one support bearing (56) is comprised for supporting the support
frame (3) on the housing component (2) in the Y-direction.
10. Printhead module (1) according to one of the preceding claims,
wherein at least two bearing pieces (42) spaced apart in the X-direction are arranged
on the housing component (2), each of which is designed for self-adjusting positioning
in an open bearing (74).
11. Printhead module (1) according to claim10,
wherein catching means (43) are arranged on the housing component (2) for rough positioning
with respect to the bearing seat of the bearing pieces (42).
12. Printhead module (1) according to one of the preceding claims,
wherein at least the control boards (27) of the printheads (10) as well as, in particular,
supply lines (24) for operating media, electrical energy, air and/or coolant, control
lines for information signals, fuses (26) and/or supply or drive units (23) for the
printheads (10) are mounted on the support frame (3).
13. Single-pass inkjet printer (65) with a frame construction (66) and with at least one
printhead module (1) according to one of the preceding claims, the supporting frame
(3) of which is supported by means of the supporting means (20) on at least one support
(68) arranged on the frame construction (66).
14. Single-pass inkjet printer (65) according to claim 13,
wherein the at least one support (68) comprises a flat bearing surface (70) supported
by a ball joint (71).
15. Single-pass inkjet printer (65) by claim 13 or 14,
wherein the at least two bearing pieces (42) of the housing component (2) of the at
least one printhead module (1), spaced apart in the X-direction, are each positioned
in an open bearing (74) arranged on the frame construction (66).
1. Module de tête d'impression (1) pour une imprimante à jet d'encre à passage unique
(65), qui comprend une construction de cadre (66) sur laquelle le module de tête d'impression
(1) peut être déposé,
caractérisé en ce
que le module de tête d'impression (1) comprend un élement de boîtier (2) avec un étrier
transversal (8) s'étendant dans une direction X, sur lequel est disposé un certain
nombre de têtes d'impression (10), qui sont ajustées en position par rapport à au
moins une position de référence, et le module de tête d'impression (1) comprenant
un cadre support (3) avec des moyens de support (20) pour un support du cadre support
(3) sur un support (68) de la construction de cadre (66), le composant de boîtier
(3) étant monté sur le cadre support (3) de manière pendulaire autour d'un axe d'oscillation
(5), la direction X formant, avec une direction Y et une direction Z, un système de
coordonnées orthogonal.
2. Module de tête d'impression (1) selon la revendication 1,
l'axe pendulaire (5) se trouvant au-dessus de l'étrier transversal (8) dans la direction
Z.
3. Module de tête d'impression (1) selon la revendication 1 ou 2,
l'axe du pendule (5) étant orienté parallèlement à la direction X.
4. Module de tête d'impression (1) selon l'une des revendications précédentes,
les moyens de support (20) du cadre support (3) étant disposés au-dessus de l'axe
pendulaire (5) dans la direction Z.
5. Module de tête d'impression (1) selon l'une des revendications précédentes,
les moyens de support (20) du cadre support (3) étant disposés dans la direction Z
au-dessus du centre de gravité de la masse (S) du module de tête d'impression (1).
6. Module de tête d'impression (1) selon l'une des revendications précédentes,
le cadre support (3) comprenant deux bras de support (18) espacés l'un de l'autre
dans la direction X, et les moyens de support (20) étant disposés dans la zone des
extrémités libres des bras de support (18).
7. Module de tête d'impression (1) selon l'une des revendications précédentes,
le cadre support (3) comprenant une traverse (17) s'étendant dans la direction X,
qui est disposée au-dessus de l'axe pendulaire (5) dans la direction Z.
8. Module de tête d'impression (1) selon l'une des revendications précédentes,
l'axe pendulaire (5) étant fixé par au moins un palier lisse radial (14).
9. Module de tête d'impression (1) selon l'une des revendications précédentes,
au moins un palier de support (56) étant compris pour un support du cadre support
(3) sur l'élement de boîtier (2) dans la direction Y.
10. Module de tête d'impression (1) selon l'une des revendications précédentes,
au moins deux pièces de palier (42) espacées dans la direction X étant disposées sur
l'élement de boîtier (2), lesquelles sont conçues chacune pour un positionnement auto-ajustable
dans un palier ouvert (74).
11. Module de tête d'impression (1) selon la revendication 10,
des moyens d'accrochage (43) étant disposés sur l'élément de boîtier (2) pour un positionnement
approximatif par rapport au siège de palier des pièces de palier (42).
12. Module de tête d'impression (1) selon l'une des revendications précédentes,
au moins les platines de commande (27) des têtes d'impression (10) ainsi que, en particulier,
des lignes d'alimentation (24) pour des moyens de fonctionnement, de l'énergie électrique,
de l'air et/ou des moyens de refroidissement, des lignes de commande pour des signaux
d'information, des fusibles (26) et/ou des unités d'alimentation ou d'entraînement
(23) pour les têtes d'impression (10) étant montés sur le cadre support (3).
13. Imprimante à jet d'encre à passage unique (65) avec une construction de cadre (66)
et avec au moins un module de tête d'impression (1) selon l'une des revendications
précédentes, dont le cadre support (3) est déposé au moyen des moyens de support (20)
sur au moins un support (68) disposé sur la construction de cadre (66).
14. Imprimante à jet d'encre à passage unique (65) selon la revendication 13, au moins
un support (68) comprenant une surface d'appui (70) plane, qui s'appuie par une articulation
à rotule (71).
15. Imprimante à jet d'encre à passage unique (65) par revendication 13 ou 14, les au
moins deux pièces de palier (42) espacées dans la direction X, de l'élément de boîtier
(2) du au moins un module de tête d'impression (1) étant positionnées chacune dans
un palier ouvert (74) disposé sur la construction de cadre (66).