[0001] Die Erfindung betrifft ein, einen Farbkippeffekt aufweisendes Sicherheitselement,
das zusätzlich im Durchlicht erkennbare Aussparungen und fluoreszierende Merkmale
aufweist.
[0002] Sicherheitselemente, die einen Farbkippeffekt aufweisen sind bekannt. Farbkippeffekte
können durch unterschiedliche Maßnahmen erzielt werden, beispielsweise durch Dünnschichtinterferenz,
wie durch Aufbauten, die eine elektromagnetische Wellen reflektierende Schicht, eine
Abstandsschicht und eine Schicht gebildet aus metallischen Clustern aufweisen. Derartige
Sicherheitselemente sind beispielsweise in
US 2005/042449 A oder in
EP 1 558 449 A beschrieben.
[0003] Eine weitere Möglichkeit ein Sicherheitselement bereitzustellen, das einen Farbkippeffekt
aufweist, ist die Verwendung einer Beschichtung aus Flüssigkristallen, entweder in
Form einer pigmentierten Schicht oder eines polymerisierten Films.
[0004] Aus
EP 0 435 129 A ist ein Datenträger mit einem flüssigkristallinem Sicherheitselement bekannt, wobei
das Material ein Flüssigkristallpolymer ist, das in orientierter Form und bei Raumtemperatur
als Festkörper vorliegt.
[0005] In
WO 00/50249 A ist ein Sicherheitselement geoffenbart, das ein optisch variables Material, das beispielweise
ein flüssigkristallines Material sein kann, und zumindest einen zusätzlichen maschinenlesbaren
Merkmalstoff in derselben Schicht aufweist.
[0006] Um den Farbkippeffekt optimal zu erkennen, ist es erforderlich einen lichtabsorbierenden,
vorzugsweise schwarzen, Hintergrund bereitzustellen. Der lichtabsorbierende, vorzugsweise
schwarze Hintergrund ist jedoch auf der Rückseite eines Sicherheitselements, wie beispielsweise
eines Fadens oder Streifens, das zumindest teilweise in ein Wertdokument, wie eine
Banknote oder dergleichen eingebettet ist, deutlich als dunkler Bereich sichtbar.
Dieser lichtabsorbierende Hintergrund muss also, um das Sicherheitselement nicht von
vornherein erkennbar zu machen, abgedeckt werden. Diese Abdeckung kann beispielsweise
durch eine metallische Schicht erfolgen.
[0007] Aus
EP 1 467 873 A ist ein Verfahren zur Herstellung eines Substrats bekannt, das folgende Schritte
umfasst: Auftragen eines Abdecklacks auf wenigstens einem Teil einer Metallschicht
auf einer ersten Seite eines transparenten Polymerfilms, Entfernen von Metall von
den nicht durch die Abdeckschicht bedeckten Bereichen zur Bildung metallfreier Abschnitte
und Auftragen einer weiteren Schicht zur Abdeckung des Abdecklacks und der metallfreien
Abschnitte, wobei die weitere Schicht eine Schicht aus Flüssigkristallpolymermaterial
ist, und der Abdecklack dunkel gefärbt ist und die darunter liegenden Metallbereiche
maskiert und in den durch das Flüssigkristallpolymermaterial bedeckten Bereichen bei
Betrachtung unter Reflexion von der ersten Seite zu einem Farbveränderungseffekt führt
und wobei der Kontrast zwischen den metallisierten und den metallfreien Bereichen
deutlich unterschieden werden kann.
[0008] Ferner können Sicherheitselemente, die einen Farbkippeffekt aufweisen durch Schichten
mit optisch variablen Pigmenten hergestellt werden.
Derartige Pigmente sind beispielsweise in
US 2003/0207113 oder
US 5,171,363 bekannt.
[0009] Diese Sicherheitselemente können auch weitere Sicherheitsmerkmale aufweisen, insbesondere
auch fluoreszierende Merkmale, die allerdings auf der der Seite mit dem optisch variablen
Effekt abgewandten Seite vorhanden sind.
[0010] Auf der Seite, auf der der optisch variable Effekt sichtbar ist, werden fluoreszierende
Farben nicht eingesetzt, da diese durch ihre Opazität die Erkennbarkeit des optische
variablen Effekts erheblich beeinträchtigen.
[0012] Aufgabe der Erfindung war es, ein Sicherheitselement, das ein Material aufweist,
das einen optisch variablen Effekt, vorzugsweise einen Farbkippeffekt, und im Durchlicht
erkennbare Aussparungen aufweist, bereitzustellen, wobei das Sicherheitselement derart
ausgeführt ist, dass es sowohl eine optimale Erkennung des optisch variablen Effekts
erlaubt, und zusätzlich als weiteres Sicherheitsmerkmal eine oder mehrere Beschichtungen
mit fluoreszierenden Farben auf der Seite, auf der der optisch variable Effekt erkennbar
ist, aufweist, die mit dem optisch Sicherheitselement, das einen optisch variablen
Effekt aufweist, korrespondieren.
[0013] Diese Aufgabe wird mit einem Sicherheitselement gemäß Anspruch 1 gelöst.
[0014] In einer Ausführungsform kann die partielle Schicht mit im Durchlicht erkennbaren
Aussparungen gebildet sein aus einer opaken Beschichtung, die auf der, der Beschichtung
aus dem Material, das einen optisch variablen Effekt aufweist, zugewandten Seite lichtabsorbierende
Eigenschaften aufweist und auf der, der Beschichtung aus dem Material das einen optisch
variablen Effekt aufweist, abgewandten Seite eine metallische Färbung aufweist, wobei
die partielle opake Beschichtung aus einer lichtabsorbierenden metallischen Schicht
und einer reflektierenden metallischen Schicht besteht.
[0015] Das Material, das einen Farbkippeffekt aufweist, kann eine Druckfarbe sein, die Pigmente
aus flüssigkristallinem Material enthält. Insbesondere bestehen die Pigmente aus cholesterischen
oder einer Mischung aus nematischen und cholesterischen Flüssigkristallen.
Ferner können optisch variable Interferenzpigmente (OVI-Pigmente) verwendet werden.
Derartige Pigmente sind beispielsweise in
US 2003/0207113 beschrieben.
In einer weiteren Ausführungsform können irisierende Pigmente, beispielsweise Iriodine®
Pigmente verwendet werden. Iriodine® basieren auf natürlich vorkommenden mineralischen
Glimmerplättchen, die mit halbtransparenten Metalloxiden ummantelt sind.
Weiters kann das Material, das einen Farbkippeffekt aufweist, aus einem Flüssigkristallpolymer
bestehen, das als Lösung der cholesterischen Monomere oder der Mischung aus cholesterischen
und nematischen Monomeren aufgetragen und anschließend vernetzt wird. Die Vernetzung
kann thermisch oder durch Behandlung mit UV- Strahlung oder Elektronenstrahlung erfolgen.
[0016] Bei einem derartigen Schichtaufbau sind bei der Betrachtung im Durchlicht die Aussparungen
als deutlicher Kontrast gegenüber den Bereichen, die eine lichtabsorbierende und eine
reflektierende metallische Schicht aufweisen, erkennbar. Durch die reflektierende
metallische Schicht ist das Sicherheitselement, wenn es in ein Wertdokument eingebettet
ist, auch im Auflicht von der Rückseite durch die Papieroberfläche nicht bzw. kaum
erkennbar. Von der Rückseite sind im Durchlicht die Aussparungen aber deutlich erkennbar.
Von der Vorderseite sind der optisch variable Effekt und die Aussparungen im Auflicht
deutlich erkennbar.
[0017] Als lichtabsorbierende metallische Schicht kommen vorzugsweise unstöchiometrisches
Aluminiumoxid und stöchiometrisches oder unstöchiometrisches Kupferoxid in Frage.
Die lichtabsorbierende metallische Schicht weist eine vorzugsweise dunkle bis schwarze
Färbung auf. Je stärker die Absorption des Hintergrunds im sichtbaren Spektralbereich
(350 - 800 nm), desto stärker der sichtbare optisch variable Effekt.
[0018] Als reflektierende metallische Schicht kommen Metalle, wie Al, Sn, Cu, Zn, Pt, Au,
Ag, Cr, Ti, Mo, Fe, Pd, Ni, Co oder eine Cu/Al Legierung in Frage.
[0019] In einer besonderen Ausführungsform kann die lichtabsorbierende metallische Schicht
aus unstöchiometrischem Aluminiumoxid, vorzugsweise mit einem Sauerstoffgehalt von
etwa 19 - 58 at%, und die reflektierende metallische Schicht aus Aluminium bestehen.
[0020] Die Aussparungen in der lichtabsorbierenden metallischen Schicht und der reflektierenden
metallischen Schicht sind vollkommen deckungsgleich und können in Form von Zeichen,
Buchstaben, Ziffern, Bildern, Symbolen, Linien, Guillochen und dergleichen vorliegen.
Auch Kombinationen dieser Formen sind möglich.
Die Aussparungen können auch in negativer Form vorliegen, das heißt, dass beispielsweise
der Bereich um ein Zeichen, einen Buchstaben und dergleichen die Aussparung bildet.
[0021] In einer weiteren Ausführungsform kann der einen optisch variablen Effekt aufweisende
Schichtaufbau aus jeweils mindestens einer elektromagnetische Wellen reflektierenden
Schicht, einer polymeren Abstandsschicht und einer Schicht gebildet von metallischen
Clustern bestehen.
[0022] Dabei wird eine elektromagnetische Wellen reflektierende Schicht auf ein Trägersubstrat
aufgebracht. Diese Schicht kann vorzugsweise aus Metallen, wie beispielsweise Aluminium,
Gold, Chrom, Silber, Kupfer, Zinn, Platin, Nickel oder Tantal, aus Halbleitern, wie
beispielsweise Silizium, und deren Legierungen, beispielsweise Nickel/Chrom, Kupfer/Aluminium
und dergleichen oder einer Druckfarbe mit Metallpigmenten bestehen.
Die elektromagnetische Wellen reflektierende Schicht wird vollflächig oder partiell
durch bekannte Verfahren, wie Sprühen, Bedampfen, Sputtern, oder beispielsweise als
Druckfarbe durch bekannte Druckverfahren (Tief-, Flexo-, Sieb-, Digitaldruck), durch
Lackieren, Walzenauftragsverfahren, Schlitzdüsen-(Slot-Eye), Tauch- (roll dip coating)
oder Vorhangauftragsverfahren (curtain coating) und dergleichen aufgebracht.
Die darauffolgende polymere Abstandschicht bzw. die polymeren Abstandsschichten können
ebenfalls vollflächig oder vorzugsweise partiell aufgebracht werden.
Die polymeren Schichten bestehen beispielsweise aus konventionell oder strahlungshärtenden,
insbesondere UV-härtenden, Farb- oder Lacksystemen auf Basis von Nitrocellulose, Epoxy-,
Polyester-, Kolophonium-, Acrylat-, Alkyd-, Melamin-, PVA-, PVC-, Isocyanat-, Urethan-
oder PS-Copolymersystemen . Auf die polymere Schicht wird anschließend eine vollflächige
oder partielle Schicht, gebildet aus metallischen Clustern, aufgebracht. Die metallischen
Cluster können beispielsweise aus Aluminium, Gold, Palladium, Platin, Chrom, Silber,
Kupfer, Nickel, Tantal, Zinn und dergleichen oder deren Legierungen, wie beispielsweise
Au/Pd, Cu/Ni oder Cr/Ni bestehen.
[0023] Die fluoreszierenden Farben weisen erfindungsgemäß im sichtbaren Licht eine hohe
Transparenz auf und beeinträchtigen so das Erscheinungsbild des optisch variablen
Elements nicht.
Bei Betrachtung unter UV-Licht sind die fluoreszierenden Farben dann deutlich (über
dem optisch aktiven Effekt) erkennbar.
In einer bevorzugten Ausführungsform sind die fluoreszierenden Farben auf den optisch
aktiven Effekt abgestimmt. So können beispielsweise bei einem Farbkippeffekt von goldfarben
zu grün fluoreszierenden Farben in gelb und grün auf dem Sicherheitselement vorhanden
sein, analog bei einem Farbkippeffekt von rot zu blau, Fluoreszenzfarben in rot und
blau.
Es ist jedoch auch möglich zum Farbkippeffekt kontrastierende bzw. mehr als zwei unterschiedliche
Fluoreszenzfarben zu wählen. Gegebenenfalls können die Fluoreszenzfarben auch in Form
eines sogenannten Regenbogenlayouts angeordnet sein.
[0024] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform können die Fluoreszenzfarben balkenförmig
in abwechselnder Abfolge auf dem Sicherheitselement vorhanden sein, wobei die Ausdehnung
der einzelnen unterschiedlichen Fluoreszenzfarben mit den im Durchlicht erkennbaren
Aussparungen korrespondieren kann.
[0025] Die fluoreszierende Beschichtung ist erfindungsgemäß so beschaffen, dass sie im sichtbaren
Licht vollkommen transparent erscheint.
[0026] Zur Herstellung dieser Beschichtung werden transparente fluoreszierende Farbstoffe
in einem geeigneten Lösungsmittel, beispielsweise Diacetonalkohol, i-Propylalkohol,
Ethanol, Ethoxypropanol, Monoethylenglykol, Methoxypropanol, Methoxydipropanol, n-Propanol,Methoxybutanol,
n-Butanol, Ethoxypropanol, Butylglykol, Hexan, Cyclopentanon, Aceton, Ethylacetat,
Butylacetat, Cyclohexanon, I-Propylacetat, Metyhlethylketon, Methoxypropylacetat,
n-Propylacetat, Spezialbenzin, Toluol, Wasser, Xylol, Methylisobutylketon bei erhöhter
Temperatur, vorzugsweise bis zur Siedetemperatur des Lösungsmittels gelöst. Sobald
der Farbstoff vollständig gelöst ist, wird das Gemisch in einen transparenten Standardlack
eingerührt. Als transparente Standardlackzusammensetzungen kommen beispielsweise Lacke
auf Basis von Nitrocellulose, PE-Acrylat, PET-Acrylat, Urethan-Acrylat, PVC, PMMA
Ethylenacrylatcopolymeren, Styrolacrylaten oder Epoxyacrylat, PET, PC in Frage.
[0027] Als transparente fluoreszierende Farbstoffe kommen vor allem organische fluoreszierende
Farbstoffe in Frage. Besonders geeignet sind organische fluoreszierende Farbstoffe
beispielsweise auf Basis von Chelaten, Oxinaten, Derivaten der Therphthalsäure, der
Anthranilsäure, ob Benzimidazol, Benzthiazol, Benzoxazinon, Quinazolinon, oder von
Thioxanthen, der Salicylsäure, organische Komplexe von Seltenerdmetallen, insbesondere
Pigmente aus der Lumilux® - Serie (Honeywell), beispielsweise Lumilux® CD 335, Lumilux®
CD 740, Lumilux® CD 340, Lumilux® Red CD 335, Lumilux® Red CD 332 (rote Fluoreszenz),
optische Aufheller, wie Tinopal® OB, Lumilux® Blue CD 302, Lumilux® Blue CD 311, Lumilux®
Blue 710, Lumilux® Blue CD 310 (blaue Fluoreszenz), Lumilux® CD 702, Lumilux® Green
CD 302, Lumilux® Green CD 708, Lumilux® Green CD 308, Lumilux® Green CD 396 (grüne
Fluoreszenz) oder Lumilux® CD 792, Lumilux® CD 797, Lumilux® CD 782, Lumilux® CD 382
(gelbgrüne Fluoreszenz).
Die Intensität der Fluoreszenz ist abhängig von der Konzentration an gelöstem Farbstoff
im Lack. Die größte Intensität wird daher bei Erreichung der Löslichkeitsgrenze bei
Siedetemperatur des verwendeten Lösungsmittels erzielt. Je nach Konzentration des
Farbstoffs können beliebige Abstufungen der Intensität erreicht werden.
[0028] Als Trägersubstrate kommen beispielsweise Trägerfolien vorzugsweise transparente
flexible Kunststofffolien, beispielsweise aus PI, PP, MOPP, PE, PPS, PEEK, PEK, PEI,
PSU, PAEK, LCP, PEN, PBT, PET, PA, PC, COC, POM, ABS, PVC, PTFE, ETFE (Ethylentetrafluorethylen),
PFA (Tetrafluorethylen-Perfluorpropylvinylether-Fluorcopolymer), MFA (Tetrafluormethylen-Perfluorpropylvinylether-Fluorcopolymer),
PTFE (Polytetrafluorethylen), PVF (Polyvinylfluorid), PVDF (Polyvinylidenfluorid),
und EFEP (Ethylen-Tetrafluorethylen-Hexafluorpropylen-Fluorterpolymer) in Frage.
Die Trägerfolien weisen vorzugsweise eine Dicke von 5 - 700 µm, bevorzugt 5 - 200
µm, besonders bevorzugt 5 - 50 µm auf.
[0029] Das erfindungsgemäße Sicherheitselement kann auch weitere Sicherheitsmerkmale aufweisen,
die in weiteren Schichten vorliegen können. Diese Sicherheitsmerkmale beispielsweise
können bestimmte chemische, physikalische und auch optische oder optische aktive Eigenschaften
aufweisen.
[0030] Zur Einstellung der magnetischen Eigenschaften einer Schicht können paramagnetische,
diamagnetische und auch ferromagnetische Stoffe, wie Eisen, Nickel und Cobalt oder
deren Verbindungen oder Salze (beispielsweise Oxide oder Sulfide) verwendet werden.
[0031] Besonders geeignet sind Magnetpigmentfarben mit Pigmenten auf Basis von Fe-oxiden,
Eisen, Nickel Cobalt und deren Legierungen, Barium oder Cobaltferrite, hart- und weich
magnetische Eisen- und Stahlsorten in wässrigen bzw. lösungsmittelhaltigen Dispersionen.
Als Lösungsmittel kommen beispielsweise i-Propanol, Ethylacetat, Methylethylketon,
Methoxypropanol und deren Mischungen in Frage.
Vorzugsweise sind die Pigmente in Acrylat- Polymerdispersionen mit einem Molekulargewicht
von 150.000 bis 300.000, in Nitrocellulose, Acrylat-Urethan-Dispersionen, Acrylat-
Styrol oder PVC-haltigen Dispersionen oder in lösemittelhaltige derartige Dispersionen
eingebracht.
[0032] Die magnetische Schicht kann auch eine Codierung aufweisen. Dabei können sowohl magnetische
Materialien gleicher Koerzitivtät und/oder Remanenz, als auch unterschiedlicher Koerzitivität
und/oder Remanenz zur Bildung der Codierung verwendet werden.
In einer weiteren Ausführungsform kann die reflektierende metallische Schciht selbst
magnetische Eigenschaften aufweisen. Die wird beispielsweise durch die Verwendung
eines magnetischen Materials, wie Fe, Ni, Co, erreicht.
[0033] Die optischen Eigenschaften der Schicht lassen sich durch sichtbare Farbstoffe bzw.
Pigmente, wärmeempfindliche Farben bzw. Pigmente beeinflussen. Diese sind einzeln
bzw. in allen möglichen Kombinationen einsetzbar.
[0034] Unter optisch aktiven Merkmalen, werden hier Beugungsstrukturen, Beugungsgitter,
Kinegramme, Hologramme, DID® (Mikrostrukturen 0. Ordnung in Verbindung mit Dünnschichten)
verstanden.
[0035] Diese optisch aktiven Merkmale können beispielsweise durch bekannte UV-Prägeverfahren,
wie sie beispielsweise in
EP 1 310 381 A beschrieben sind oder durch Heißprägeverfahren hergestellt werden
[0036] Um das Sicherheitselement im oder am Wertdokument zu verankern, wird dieses üblicherweise
ein- oder beidseitig mit einer Klebebeschichtung versehen. Diese Klebebeschichtung
kann entweder in Form einer Heißsiegel-, Kaltsiegel- oder Selbstklebebeschichtung
ausgeführt sein. Der Kleber kann auch pigmentiert sein, wobei als Pigmente alle bekannte
Pigmente oder Farbstoffe, beispielsweise TiO
2, ZnS, Kaolin, ATO, FTO, Aluminium, Chrom- und Siliziumoxide oder beispielsweise organische
Pigmente wie Pthalocyaninblau, i-Indolidgelb, Dioxazinviolett und dergleichen verwendet
werden können. Ferner können lumineszierende Farbstoffe bzw. Pigmente, die im sichtbaren,
im UV-Bereich oder im IR-Bereich fluoreszieren bzw. phosphoreszieren, wärmeempfindliche
Farben bzw. Pigmente zugegeben werden. Diese sind in allen möglichen Kombinationen
einsetzbar. Zusätzlich können auch lumineszierende Pigmente allein oder in Kombination
mit anderen Farbstoffen und/oder Pigmenten eingesetzt werden.
[0037] Gegebenenfalls kann das Sicherheitselement auch noch durch eine oder mehrere Schutzlackschicht(en)
geschützt werden, die pigmentiert oder unpigmentiert sein kann, oder beispielsweise
durch Kaschieren oder dergleichen weiterveredelt werden.
[0038] In den Figuren 1 bis 4 sind Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Sicherheitselements
dargestellt.
Darin bedeuten
[0039]
- 1
- ein Trägersubstrat,
- 2
- eine fluoreszierende Schicht
- 3
- eine LC Schicht
- 4
- eine Haftvermittlerschicht
- 5
- eine Klebebeschichtung
- 6
- eine schwarze Metallisierung
- 7
- eine schwarze Druckschicht
- 8
- eine schwarze Ätzresistschicht
- 9
- eine metallische Schicht, beispielsweise eine Aluminiumschicht
- 10
- eine Kaschierkleberschicht.
[0040] Das erfindungsgemäße Sicherheitselement ist für die zumindest teilweise Einbettung
in oder Applikation auf Ausweisen, Karten, Banknoten oder Etiketten, Siegeln und dergleichen
geeignet, aber auch als Verpackungsmaterial beispielsweise in der pharmazeutischen,
der Elektronik- und/oder Lebensmittelindustrie, beispielsweise in Form von Blisterfolien,
Faltschachteln, Abdeckungen, Folienverpackungen und dergleichen geeignet.
[0041] Für die Anwendung als Sicherheitsmerkmale werden die Substrate bzw. Folienmaterialien
bevorzugt in Streifen, Fäden oder Patches geschnitten, wobei die Breite der Streifen
oder Fäden vorzugsweise 0,5 - 20 mm betragen kann und die Patches vorzugsweise mittlere
Breiten bzw. Längen von 0,3 - 20 mm aufweisen.
[0042] Für die Anwendung in oder auf Verpackungen wird das Folienmaterial bevorzugt in Streifen,
Bänder, Fäden oder Patches geschnitten, wobei die Breite der der Fäden, Streifen bzw.
Bänder vorzugsweise 0,5 - 50 mm beträgt und die Patches vorzugsweise mittlere Breiten
und Längen von 2 - 30 mm aufweisen.
1. Sicherheitselement, aufweisend ein Trägersubstrat (1), das eine Beschichtung aus einem
einen Farbkippeffekt hervorrufenden Material (3), eine partielle Schicht (6) mit im
Durchlicht erkennbaren Aussparungen und ein fluoreszierendes Merkmal (2) aufweist,
wobei von der Seite des Trägersubstrats aus betrachtet, auf der die Beschichtung aus
einem einen Farbkippeffekt hervorrufenden Material angeordnet ist, die partielle Schicht
(6) mit im Durchlicht erkennbaren Aussparungen unter der Beschichtung aus einem Material,
das einen Farbkippeffekt hervorruft, situiert ist und das fluoreszierende Merkmal
(2) aus einer partiellen Schicht mit im sichtbaren Licht transparenten und im UV-Licht
fluoreszierenden Farben besteht und über der Beschichtung aus einem Material (3),
das einen Farbkippeffekt hervorruft, situiert ist.
2. Sicherheitselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die partielle Schicht (6) mit im Durchlicht erkennbaren Aussparungen aus einer opaken
Beschichtung, die auf der der Beschichtung aus dem Material (3), das einen Farbkippeffekt
aufweist, zugewandten Seite lichtabsorbierende Eigenschaften aufweist und auf der
der Beschichtung aus dem einen Farbkippeffekt hervorrufenden Material abgewandten
Seite eine metallische Färbung aufweist, wobei die partielle opake Beschichtung (6)
aus einer lichtabsorbierenden, metallischen Schicht und einer reflektierenden metallischen
Schicht besteht.
3. Sicherheitselement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das den Farbkippeffekt hervorrufende Material (3) eine Flüssigkristallpolymerschicht
gebildet aus cholesterischen oder einer Mischung aus cholesterischen und nematischen
Flüssigkristallen ist.
4. Sicherheitselement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das den Farbkippeffekt aufweisende Material (3) eine Druckfarbe mit optisch variablen
Pigmenten, ausgewählt aus cholesterischen oder einer Mischung aus nematischen und
cholesterischen flüssigkristallinen Pigmenten, optisch variablen Interferenzpigmenten
oder irisierenden Pigmenten ist.
5. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die lichtabsorbierende metallische Schicht aus unstöchiometrischem Aluminiumoxid
oder stöchiometrischem oder unstöchiometrischem Kupferoxid besteht.
6. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die reflektierende metallische Schicht aus Al, Sn, Cu, Zn, Pt, Au, Ag, Cr, Ti, Mo,
Fe, Pd, Ni, Co oder einer Cu/Al Legierung besteht.
7. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die im Durchlicht sichtbaren Aussparungen in Form von positiven oder negativen Zeichen,
Buchstaben, Ziffern, Bildern, Symbolen, Linien, Guillochen, eines Punkt- oder Linienrasters
oder eines Halbtonrasters vorliegen.
8. Sicherheitselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das den Farbkippeffekt hervorrufende Material (3), aus jeweils mindestens einer elektromagnetische
Wellen reflektierenden Schicht, einer polymeren Abstandsschicht und einer Schicht
gebildet von metallischen Clustern besteht.
9. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die fluoreszierenden Farben aus organischen fluoreszierenden Farbstoffen bestehen.
10. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement eine oder mehrere weitere partielle oder vollflächige Schichten
mit optischen, optisch aktiven, elektrisch leitfähigen oder magnetischen Eigenschaften
aufweist.
11. Sicherheitselement nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die magnetische Schicht eine codierte magnetische Schicht ist.
12. Sicherheitselement nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die magnetische Schicht aus magnetischen Materialien mit gleicher oder unterschiedlicher
Koerzivität und/oder Remanenz besteht.
13. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement ein- oder beidseitig mit einer oder mehreren pigmentierten
oder unpigmentierten Schutzlackschicht(en) versehen ist.
14. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement ein- oder eidseitig mit einr pigmentierten oder unpigmentierten
Heißsiegel-, Kaltsiegel- oder Selbstklebebeschichtung (5) versehen ist.
1. A security element, comprising a carrier substrate (1), which comprises a coating
made from a material (3) causing a color shift effect, a partial layer (6) having
clearances that are visible in transmitted light and a fluorescent feature (2), wherein,
as viewed from the side of the carrier substrate on which the coating made from a
material causing a color shift effect is arranged, the partial layer (6) with clearances
visible in transmitted light is located under the coating made from a material causing
a color shift effect and the fluorescent feature (2) consists of a partial layer with
colors transparent in visible light and fluorescent in UV light and is located above
the coating made from a material (3) causing a color shift effect.
2. The security element according to claim 1, characterized in that the partial layer (6) having clearances that are visible in transmitted light consist
of an opaque coating, which, on a side facing the coating made from the material (3)
having a color shift effect, has light-absorbing properties and, on a side facing
away from the coating made from the material having a color shift effect, has a metallic
coloring, wherein the partially opaque coating (6) consists of a light-absorbing metallic
layer and a reflecting metallic layer.
3. The security element according to claim 2, characterized in that the material (3) causing the color shift effect is a liquid crystal polymer layer
formed of cholesteric or a mixture of cholesteric and nematic liquid crystals.
4. The security element according to claim 2, characterized in that the material (3) comprising the color shift effect is a printing ink having optically
variable pigments selected from cholesteric or a mixture of nematic and cholesteric
liquid crystalline pigments, optically variable interference pigments or iridescent
pigments.
5. The security element according to one of claims 2 to 4, characterized in that the light-absorbing metallic layer consists of non-stoichiometric aluminum oxide
or stoichiometric or non-stoichiometric copper oxide.
6. The security element according to one of claims 2 to 5, characterized in that the reflecting metallic layer consists of Al, Sn, Cu, Zn, Pt, Au, Ag, Cr, Ti, Mo,
Fe, Pd, Ni, Co or a Cu/Al alloy.
7. The security element according to one of claims 2 to 6, characterized in that the clearances visible in transmitted light are present in the form of positive or
negative characters, letters, numerals, images, symbols, lines, guilloches, a dot
or line screen or a halftone screen.
8. The security element according to claim 1, characterized in that the material (3) causing the color shift effect consists of at least one layer reflecting
electromagnetic waves, a polymer spacer layer and a layer formed of metallic clusters.
9. The security element according to one of claims 1 to 6, characterized in that the fluorescent colors consist of organic fluorescent dyes.
10. The security element according to one of claims 1 to 9, characterized in that the security element comprises one or several further partial or all-over layers
with optical, optically active, electrically conductive or magnetic properties.
11. The security element according to claim 10, characterized in that the magnetic layer is a coded magnetic layer.
12. The security element according to claim 10 or 11, characterized in that the magnetic layer consists of magnetic materials having the same or a different
coercivity and/or remanence.
13. The security element according to one of claims 1 to 12, characterized in that the security element is provided with one or several pigmented or non-pigmented protective
lacquer layer(s) on one side or on both sides.
14. The security element according to one of claims 1 to 13, characterized in that the security element is provided with a pigmented or non-pigmented heat-seal, cold
seal or self-adhesive coating (5) on one side or on both sides.
1. Elément de sécurité comprenant un substrat support (1), qui présente un revêtement
constitué d'un matériau (3) créant un effet goniochromatique, une couche partielle
(6) comportant des évidements visibles en lumière transmise et une caractéristique
fluorescente (2), élément dans lequel, quand on regarde à partir du côté du substrat
support sur lequel est disposé le revêtement constitué d'un matériau créant un effet
goniochromatique, la couche partielle (6) comportant des évidements visibles en lumière
transmise est située en-dessous du revêtement en un matériau créant un effet goniochromatique,
et la caractéristique fluorescente (2) est constituée d'une couche partielle comportant
des couleurs transparentes en lumière visible et fluorescentes en lumière UV, et est
située par-dessus le revêtement en un matériau (3) créant un effet goniochromatique.
2. Elément de sécurité selon la revendication 1, caractérisé en ce que la couche partielle (6) comportant des évidements visibles en lumière transmise est
constituée d'un revêtement opaque, qui présente des propriétés d'absorption de la
lumière sur la face dirigée vers le revêtement en le matériau (3) qui présente un
effet goniochromatique, et, sur la face opposée au revêtement en un matériau créant
un effet goniochromatique présente une coloration métallique, le revêtement opaque
partiel (6) étant constitué d'une couche métallique absorbant la lumière et d'une
couche métallique réfléchissante.
3. Elément de sécurité selon la revendication 2, caractérisé en ce que le matériau (3) créant un effet goniochromatique est une couche polymère cristalline
liquide, formée de cristaux liquides cholestériques ou d'un mélange de cristaux liquides
cholestériques et nématiques.
4. Elément de sécurité selon la revendication 2, caractérisé en ce que le matériau (3) présentant un effet goniochromatique est une encre d'imprimerie ayant
des pigments optiquement variables, choisis parmi les pigments cristaux liquides cholestériques
ou un mélange de pigments cristaux liquides nématiques et cholestériques, des pigments
d'interférence variables ou des pigments iridescents.
5. Elément de sécurité selon l'une des revendications 2 à 4, caractérisé en ce que la couche métallique non absorbante est constituée d'oxyde d'aluminium non stœchiométrique
ou d'oxyde de cuivre stœchiométrique ou non stœchiométrique.
6. Elément de sécurité selon l'une des revendications 2 à 5, caractérisé en ce que la couche métallique réfléchissante est constituée d'Al, de Sn, de Cu, de Zn, de
Pt, d'Au, d'Ag, de Cr, de Ti, de Mo, de Fe, de Pd, de Ni, de Co ou d'un alliage Cu/Al.
7. Elément de sécurité selon l'une des revendications 2 à 6, caractérisé en ce que les évidements visibles en lumière transmise se présentent sous forme de signes,
de lettres, de chiffres, d'images, de symboles, de lignes, de guillochis, d'une trame
ponctuelle ou linéaire ou d'une trame en demi-ton.
8. Elément de sécurité selon la revendication 1, caractérisé en ce que le matériau (3) créant un effet goniochromatique est constitué d'au moins une couche
choisie parmi une couche réfléchissant les ondes électromagnétiques, une couche d'écartement
polymère et une couche formée de clusters métalliques.
9. Elément de sécurité selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les couleurs fluorescentes sont constituées de colorants fluorescents organiques.
10. Elément de sécurité selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'élément de sécurité présente une ou plusieurs couches supplémentaires, partielles
ou en pleine surface, présentant des propriétés optiques, optiquement actives, conductrices
de l'électricité ou magnétiques.
11. Elément de sécurité selon la revendication 10, caractérisé en ce que la couche magnétique est une couche magnétique codée.
12. Elément de sécurité selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que la couche magnétique est constituée de matériaux magnétiques présentant des coercivités
et/ou des rémanences identiques ou différentes.
13. Elément de sécurité selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que l'élément de sécurité est, sur une face ou sur les deux faces, pourvu d'une ou plusieurs
couches de vernis de sécurité pigmentées ou non pigmentées.
14. Elément de sécurité selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que l'élément de sécurité est, sur une face ou sur les deux faces, pourvu d'un revêtement
thermoscellable, scellable à froid ou autoadhésif (5), pigmenté ou non pigmenté.