TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Textilausrüstung. Sie betrifft
ein Verfahren zur Ausrüstung von textilen Flächengebilden mit einer Silikon-Ausrüstungsschicht
gemäss Oberbegriff des Patentanspruchs 1, sowie eine Vorrichtung zur Ausrüstung von
textilen Flächengebilden mit einer Silikon-Ausrüstungsschicht gemäss Oberbegriff des
Patentanspruchs 5.
[0002] Sie betrifft weiterhin entsprechend ausgerüstete Textilien mit silikonhaltiger Ausrüstungsschicht
gemäss Oberbegriff des Patentanspruchs 11.
STAND DER TECHNIK
[0003] Aus dem Stand der Technik sind Silikonbeschichtungen von Textilien bekannt. Bei diesen
Silikonbeschichtungen wird eine dünne Schicht Silikon auf ein textiles Gewebe aufgetragen
um es wasserdicht zu machen und um die Reißfestigkeit sowie die Weiterreissfestigkeit
des Gewebes zu erhöhen. Durch die Silikonbeschichtung lassen sich sehr leichte, dünne,
wasserdichte aber trotzdem reißfeste Gewebe herstellen.
[0004] Ein grosser Nachteil der bekannten silikonbeschichteten Textilien besteht darin,
dass sie nicht mehr atmungsaktiv sind. Werden silikonbeschichtete Textilien zur Herstellung
von Bekleidung eingesetzt, so macht es diese zwar wasserdicht und reissfest, aber
die geringe Wasserdampfdurchlässigkeit führt zu Komforteinbussen beim Tragen, da Körperschweiss
kaum durch das Textil nach aussen abgegeben werden kann
WO-A-03 66960 offenbart ein ähnliches Verfahren und eine ähnliche Vorrichtung, jedoch mit einem
einzigen Schritt anstelle von drei.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0005] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Verfahren zum Ausrüsten
von Textilien mit silikonhaltigen Ausrüstungsschichten sowie entsprechend ausgerüstete
textile Flächengebilde zur Verfügung zu stellen, die die Nachteile der bekannten Vorrichtungen,
Verfahren und silikonbeschichteten Textilien zumindest stark verringern.
[0006] Es ist zudem eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine neue Vorrichtung zum Ausrüsten
von Textilien mit silikonhaltigen Ausrüstungsschichten zur Verfügung zu stellen.
[0007] Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung neue atmungsaktive Textilien
mit silikonhaltigen Ausrüstungsschichten zur Verfügung zu stellen.
[0008] Gelöst werden diese und andere Aufgaben durch Merkmale der Ansprüche 1, 5 und 11.
[0009] Das erfindungsgemässe Verfahren zum Ausrüsten von Textilien mit silikonhaltigen Ausrüstungsschichten
zeichnet sich dadurch aus, dass die hergestellte oder fertige Ausrüstungsschicht nicht
geschlossen ist sondern zahlreiche Poren aufweist. Diese Poren können gemäss der Erfindung
auf verschiedene Arten generiert werden.
[0010] Gemäss einer ersten Ausführungsform des Herstellungsverfahrens gemäss der Erfindung
werden die Poren in der Silikonbeschichtung, respektive in der silikonhaltigen Ausrüstungsschicht
dadurch generiert, dass das auszurüstende textile Flächengebilde in einem ersten Schritt
mit einer wässrigen Lösung imprägniert und anschliessend in einem nachfolgenden Schritt
auf einer Seite mit der silikonhaltigen Ausrüstungsschicht versehen wird. Diese ist
geschlossen und durchgängig und erst beim anschliessenden Kondensieren (vorzugsweise
beim Durchlauf durch einen geheizten Spannrahmen) werden durch den von der wässrigen
Imprägnierung des Textils austretenden Wasserdampf Poren in der darüberliegenden Silikonbeschichtung
erzeugt.
[0011] Bei diesen zweistufigen Verfahren (wässrige Imprägnierung im ersten Schritt und Silikon-Beschichtung
im zweiten Schritt) können die Silikonharze, die vorzugsweise zur Beschichtung verwendet
werden, ohne oder mit Lösungsmittel aufgebracht werden.
[0012] Gemäss einer zweiten Ausführungsform des Herstellungsverfahrens, welche nicht Teil
der beanspruchten Lehre ist, werden die Poren in der Silikonbeschichtung, respektive
in der silikonhaltigen Ausrüstungsschicht dadurch generiert, dass in einem einstufigen
Verfahren eine Silikon-Beschichtung auf das textile Flächengebilde aufgebracht wird,
wobei der Silikonharz-Zusammensetzung ein Anteil an fein gemahlenem Salz zugegeben
ist. Das Salz mit einer durchschnittlichen Teilchengrösse von 1 bis 300 µm, vorzugsweise
10 bis 30 µm und besonders bevorzugt 10 µm löst sich nicht in der Silikonharz-Zusammensetzung,
sondern behält weitestgehend seine ursprüngliche Partikelstruktur bei und kann nach
dem Trocknen und Fixieren oder Kondensieren einfach mit Wasser aus der Beschichtung
ausgewaschen werden. Durch die Salzpartikel entstehen Poren in der silikonhaltigen
Beschichtung, deren Grösse und Form von den ausgewaschenen Salzpartikeln vorgegeben
sind. Im einfachsten Fall werden gewöhnliche Kochsalz (NaCl) Kristalle verwendet,
die auf die gewünschte Grösse vermahlen sind. Es lassen sich aber auch andere gut
in Wasser lösliche, aber in der silikonhaltigen Ausrüstungszusammensetzung unlösliche,
Partikel verwenden, die sich nach dem Trocknen und Kondensieren wieder einfach auswaschen
lassen. Der Begriff Salz soll im Folgenden alle diese Partikel umfassen.
[0013] Das Verfahren der zweiten Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass in einem
ersten Schritt eine silikonhaltige Ausrüstungszusammensetzung auf das textile Flächengebilde
aufgebracht wird, die einen Anteil an Salzpartikeln enthält, in einem weiteren Schritt,
vorzugsweise beim Durchlauf durch einen geheizten Spannrahmen, die silikonhaltige
Ausrüstungszusammensetzung zu einer salzhaltigen Ausrüstungsschicht kondensiert wird,
und in einem nachfolgenden Schritt das Salz aus der Ausrüstungsschicht ausgewaschen
wird und dadurch Poren in der silikonhaltigen Ausrüstungsschicht generiert werden.
Bevorzugt liegen die Salzpartikel, vorzugsweise NaCl, in der zweiten Ausführungsform
mit einer durchschnittlichen Teilchengrösse von 1 bis 300, vorzugsweise 10 bis 50,
besonders bevorzugt 20 µm in der Ausrüstungszusammensetzung vor. Bevorzugt umfasst
die silikonhaltige Ausrüstungszusammensetzung in der zweiten Ausführungsform einen
Anteil von 10 bis 60 Gew.%, vorzugsweise 20 Gew.% an Salzpartikeln.
[0014] Gemäss einer dritten Ausführungsform des Herstellungsverfahrens, welche nicht Teil
der beanspruchten Lehre ist, werden die Poren in der Silikonbeschichtung, respektive
in der silikonhaltigen Ausrüstungsschicht dadurch generiert, dass in einem einstufigen
Verfahren eine wässrige Suspension der Silikonharze aufgebracht wird und anschliessend
beim Heizen (vorzugsweise im Spannrahmen) das verdampfende Wasser wiederum Poren in
der der silikonhaltigen Beschichtung generiert werden.
[0015] Das Verfahren der dritten Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass einem
ersten Schritt eine silikonhaltige Ausrüstungszusammensetzung auf das textile Flächengebilde
(T) aufgebracht wird, wobei die Ausrüstungszusammensetzung eine wässrige Suspension
von Silikonharzen umfasst und anschliessend, vorzugsweise beim Durchlauf durch einen
geheizten Spannrahmen, getrocknet und kondensiert wird, wobei durch den von der wässrigen
Imprägnierung austretenden Wasserdampf Poren in der silikonhaltigen Ausrüstungsschicht
generiert werden.
[0016] Die Silikon-Beschichtungsauflage beträgt im trockenen Zustand vorzugsweise 2-30g/m
2.
[0017] Gemäss der vorliegenden Erfindung können alle hitzebeständigen (bis 1 70°C) textilen
Flächengebilde, vorzugsweise textile Gewebe, mit einer silikonhaltigen Ausrüstungsschicht
mit Poren ausrüstbar.
[0018] Eine Vorrichtung zum Ausrüsten von textilen Flächengebilden mit silikonhaltigen Ausrüstungsschichten
gemäss der Erfindung umfasst erste Einrichtungen zum Aufbringen einer silikonhaltigen
Ausrüstungszusammensetzung auf ein textiles Flächengebilde und zweite Einrichtungen
zum Trocknen und Kondensieren der silikonhaltigen Ausrüstungszusammensetzung zu einer
silikonhaltigen Ausrüstungsschicht, die vorzugsweise mittels einer Steuerung derart
betreibbar ist, dass in der silikonhaltigen Ausrüstungsschicht Poren generiert werden.
[0019] Die silikonhaltige Ausrüstungszusammensetzung wird gemäss einer bevorzugten Ausführungsform
durch Rakelbeschichtung (vorzugsweise eine Beschichtungsanlage vom Typ Magnoroll der
Firma Zimmer) vorzugsweise explosionsgeschützt aufgebracht. Der Explosionsschutz ist
bevorzugt, da durch volatile Lösungsmittel, die von den aufgebrachten Beschichtungen
in die Umgebungsluft abgeben werden, explosive Gas-Luftgemische entstehen können.
Als ein geeigneter Rakeltyp haben sich Spitzrakel erwiesen. Gemäss weiterer bevorzugter
Ausführungsformen wird die silikonhaltige Ausrüstungszusammensetzung mittels Schablone
aufgebracht. Das Aufbringen der silikonhaltigen Ausrüstungszusammensetzung kann ausser
mit den vorgenannten Einrichtungen auch mit einer Zylinderrakel, Luftrakel und Teppichrakel
oder durch Auffüllen, insbesondere durch Pressen zwischen zwei Walzen oder auch durch
eine Leckwalze, Rotationsmaschine, Gegenwalze "Reverse Roll", durch Übertragung, durch
Siebdruck, durch Lichtdruck oder durch Besprühen durchgeführt werden.
[0020] Um den Explosionsschutz zu gewährleisten sind die geschützten Einrichtungen jeweils
mit einem Gehäuse umgeben, aus dem mittels einer Absauganlage die Luft mit den explosiven
Gasanteilen abgesaugt werden kann um sicherzustellen, dass in der jeweiligen Einrichtung
keine explosives Luft/Gasgemisch entstehen kann, das sich entzünden oder explodieren
kann. Die relative Konzentration an entzündlichen/explosiven Gasen wird derart kontrolliert
unter dem relevanten Grenzwert gehalten.
[0021] Gemäss weiterer Ausführungsformen der erfindungsgemässen Vorrichtung ist stromaufwärts
von den Einrichtungen zum Aufbringen einer silikonhaltigen Ausrüstungszusammensetzung
eine Einrichtung zum wässrigen Imprägnieren des textilen Flächengebildes angeordnet.
[0022] Die Trocknung und das Kondensieren zu einer silikonhaltigen Ausrüstungsschicht erfolgt
vorzugsweise im Spannrahmen, wobei dieser bevorzugt nicht direkt beheizt und explosionsgeschützt
ist.
[0023] Gemäss bevorzugter Ausführungsformen ist die Vorrichtung zum Ausrüsten von textilen
Flächengebilden mit silikonhaltigen Ausrüstungsschichten gemäss der Erfindung mit
einem oder mehreren Sensoren, wie beispielsweise einen Gravimat FMI Sensor der Firma
Mahlo GmbH versehen, mit deren Hilfe zum Beispiel die Auflage an silikonhaltiger Ausrüstungsschicht
auf dem textilen Flächengebilde kontrolliert werden kann.
[0024] Alternativ und/oder zusätzlich zu den Sensoren zur Bestimmung der Auflage können
auch Sensoren zur Luftdurchlassmessung vorgesehen sein, mit Hilfe derer die offene
Fläche in der Ausrüstungsschicht bezogen auf die Gesamtfläche ermittelt werden kann.
[0025] Die Vorrichtung umfasst gemäss weiterer bevorzugter Ausführungsformen eine Steuereinrichtung,
zu der die Messdaten der Sensoren übermittelt werden können. Entsprechend der Messergebnisse
kann die Steuervorrichtung, die vorzugsweise die vorgenannten Einrichtungen der erfindungsgemässen
Vorrichtung steuert, zum Beispiel die Fördergeschwindigkeit des auszurüstenden textilen
Flächengebildes, die Auftragsmenge an silikonhaltiger Ausrüstungszusammensetzung,
die Temperatur und/oder die Verweilzeit bei der Trocknung und Kondensierung (vorzugsweise
im Spannrahmen) steuern.
[0026] Die erfindungsgemäss ausgerüsteten textilen Flächengebilde die eine poröse silikonhaltige
Ausrüstungsschicht umfassen zeichnen sich durch folgende vorteilhafte Eigenschaften
aus:
- Sie können die Flammschutznorm nach EN ISO 11612 erfüllen (Prüfnorm EN 15025, 10s
Beflammung nach Norm, Nachbrennen & Nachglimmen <2s, keine Lochbildung, kein Abtropfen)
und schützen dabei den Träger vor kurzen Kontakten mit einer Flamme ebenso wie vor
Konvektions- und Strahlungshitze;
- sie sind atmungsaktiv (Wasserdampfdurchlässigkeit im Originalzustand nach ISO 15496
> 3000g/m2/24h, vorzugsweise > 6000g/m2/24h) wobei es vorzugsweise zu annähernd einer Verdoppelung dieser Werte nach einem
Waschgang bei 40°C kommen kann;
- sie sind winddicht (0-30l/m2/s, vorzugsweise 0-3 l/m2/s Luftdurchlass nach EN ISO 9237); und
- sie sind wasserdicht (Wasserdurchtritt nach AATTCC 35 < 1g).
[0027] Die gemäss dem neuen Verfahren hergestellten Silikonbeschichtungen mit Poren machen
die Textilien einerseits - wie von silikonbeschichteten Textilien bekannt - wasserabweisend,
aber erstmals auch atmungsaktiv und bieten zudem einen hohen Brandschutz. Durch die
Wasserdampfdurchlässigkeit erhöhen Sie den Tragekomfort ganz erheblich.
KURZE ERLÄUTERUNG DER FIGUREN
[0028] Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen im Zusammenhang mit
der Zeichnung näher erläutert werden. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Vorrichtung zur Ausrüstung von textilen Flächengebilden mit einer Silikon-Ausrüstungsschicht
gemäss einer ersten Ausführungsform, bei der das auszurüstende textile Flächengebilde
erst in einem Foulardierbad in Lösung getaucht, dann in einer explosionsgeschützten
zweiten Einrichtung einseitig mit einem Spitzrakel beschichtet und anschliessend in
einem ebenfalls explosionsgeschützten Spannrahmen getrocknet wird;
- Fig. 2
- eine Vorrichtung zur Ausrüstung von textilen Flächengebilden mit einer Silikon-Ausrüstungsschicht
gemäss einer zweiten Ausführungsform, welche nicht Teil der beanspruchten Lehre ist,
bei der das auszurüstende textile Flächengebilde zuerst in einer explosionsgeschützten
zweiten Einrichtung einseitig mit einem Spitzrakel beschichtet, anschliessend in einem
ebenfalls explosionsgeschützten Spannrahmen getrocknet und nach dem Trocknen und Kondensieren
ausgewaschen und nochmals getrocknet wird; und
- Fig. 3
- eine Vorrichtung zur Ausrüstung von textilen Flächengebilden mit einer Silikon-Ausrüstungsschicht
gemäss einer weiteren Ausführungsform, welche nicht Teil der beanspruchten Lehre ist,
bei der das auszurüstende textile Flächengebilde erst in einer explosionsgeschützten
Einrichtung einseitig mit einem Spitzrakel beschichtet und dann in einem explosionsgeschützten
Spannrahmen getrocknet wird.
WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0029] Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung 1 zur Ausrüstung eines textilen Flächengebildes T,
zum Beispiel in Form eines Gewebes, mit einer Silikon-Ausrüstungsschicht gemäss einer
ersten Ausführungsform der Erfindung. In der Figur ist stark schematisiert dargestellt,
dass das auszurüstende Gewebe in einer ersten Einrichtung in einem Foulardierbad 30
mit einer wässrigen Lösung oder Flotte foulardiert und anschliessend in einer explosionsgeschützten
zweiten Einrichtung 10 einseitig mit einem Spitzrakel mit einer silikonhaltigen Ausrüstungszusammensetzung
beschichtet wird. In der Figur 1 ist gezeigt, dass das Gewebe T nach Verlassen des
Foulardierbads 3 und dem Entfernen der überschüssigen Flotte durch zwei Quetschwalzen
direkt zur Rakelbeschichtung gefördert wird. Vorzugsweise erfolgt die Beschichtung
mit der silikonhaltigen Ausrüstungsschicht "nass-in-nass" vor dem Durchlauf durch
einen geheizten Spannrahmen 20 in dem es anschliessend getrocknet und fixiert wird.
Beide Schritte, also Foulardieren und Aufbringen der silikonhaltigen Ausrüstungszusammensetzung,
erfolgen in einem Durchlauf.
[0030] Da die silikonhaltigen Ausrüstungszusammensetzungen, wie im Folgenden genauer gezeigt
wird, gemäss bevorzugter Ausführungsformen leicht entzündliche Lösungsmittel enthalten
kann, erfolgt die Rakelbeschichtung explosionsgeschützt.
[0031] In den Figuren ist der Explosionsschutz mittels doppelter Linien der Gehäuse einer
Beschichtungsanlage 80 und eines Spannrahmens 81 angedeutet. Die explosionsgeschützten
Gehäuse 80, 81 stehen über Absaugleitungen 83 mit mindestens einer in den Figuren
nicht dargestellten Absaugeinrichtung in kommunizierender Verbindung. Die Richtung
des Fluidstromes beim Absaugen ist in der Figur mittels doppellinierter Pfeile angedeutet.
Nach dem Auftragen der silikonhaltigen Beschichtung wird die Gewebebahn T in einen
Spannrahmen 20 geführt der vorzugsweise indirekt beheizt ist. Während dem Durchlaufen
des Spannrahmens 20 verdampft das Wasser aus der im Foulardierbad aufgetragenen Lösung
und erzeugt durch den anliegenden Dampfdruck in der oberseitig aufgetragenen, feuchten
silikonhaltigen Beschichtung, die sich durch die Erwärmung unterstützt im Prozess
des Kondensierens befindet, eine Vielzahl von kleinen Poren, die von Auge nicht wahrnehmbar
sind. Da die silikonhaltigen Ausrüstungszusammensetzungen gemäss bevorzugter Ausführungsformen
der Erfindung entzündliche Lösungsmittel enthalten können, ist auch der Spannrahmen
explosionsgeschützt, respektive von einem explosionsgeschützten Gehäuse umgeben, das
über mindestens eine Absaugleitung mit einer nicht in der Figur dargestellten Absauganlage
verbunden ist.
[0032] Nach dem Trocknen und Kondensieren im Spannrahmen 20 wird das nun Ausgerüstete und
mit Poren versehene Textil aufgerollt und ist für die Weiterverarbeitung oder den
Versand bereit.
[0033] Aus der Figur 1 ist zudem ersichtlich, dass das Gewebe T vor und nach allen relvanten
Bearbeitungsschritten mittels Sensoren 91 - 94 geprüft werden kann. Die Sensoren sind
entsprechend vor und nach den relevanten Einrichtungen der Ausrüstungsvorrichtung
ober- und unterhalb des Förderwegs der Gewebebahn angeordnet und messen zum Beispiel
das Flächengewicht der Gewebebahn berührungslos und kontinuierlich mit hoher Genauigkeit.
Die Messung beruht bei bekannten Sensoren wie den Gravimat FMI Sensoren der Firma
Mahlo GmbH + Co. KG, Donaustr. 12, D-93342 Saal/Donau bei den üblichen textilen Flächengewichtsbereichen
auf der Schwächung radioaktiver Strahlung durch das im Messspalt befindliche Substrat.
Diese Schwächung der Intensität ist ein Maß für das Flächengewicht der Ware. Die Messwerte
werden über Kabel, ein Bussystem oder drahtlos an eine Steuerung 90 übermittelt, die
aus den Werten vor und nach einem Bearbeitungsschritt die Auftragsmengen (durch Vergleich
des Flächengewichts vor und nach dem Foulardierbad oder vor und nach der Rakelbeschichtung)
oder den Trocknungsgrad nach Durchlaufen des Spannrahmens ermitteln kann.
[0034] Wie in der Figur dargestellt steht die Steuerung vorzugsweise auch mit den Anlagenteilen
wie Foulardierbad 30, Rakelbeschichtung 10 und Spannrahmen 20 in Verbindung und kann
auf Basis der ermittelten Massengewichte bei Abweichung von den vorgegebenen Werten
die Prozessparameter wie zum Beispiel Temperaturen, Auftragsmengen, Druchlaufgeschwindigkeiten
u.Ä. anpassen um die gewünschten Auftragsmengen zu erreichen.
[0035] Anstelle oder zusätzlich zu den Sensoren zur Messung des Flächengewichts der Gewebebahn
können auch Sensoren vorgesehen sein, die die Luft- und oder Wasserdampfdurchlässigkeit
messen. Solche Online-Sensoren sind zum Beispiel von der Firma Schaltag AG in CH-8307
Effretikon für die Firma Testex AG bekannt. Durch die Messung der Luftdurchlässigkeit
des Gewebes nach dem Trocknen und Kondensieren im Spannrahmen kann indirekt auf die
offene Porenfläche in der Silikonbeschichtung geschlossen werden. Je Luftdurchlässiger
das ausgerüstete Gewebe ist, umso grösser ist die offene Porenfläche, die den Luftdurchtritt
ermöglicht. Die genaue Grösse und Anzahl der Poren pro Fläche kann offline mittels
mikroskopischer Untersuchungen, insbesondere im Elektronenmikroskop, ermittelt werden.
[0036] Im Folgenden werden zwei Verfahrensbeispiele gegeben, die verdeutlichen, welche Ausrüstungszusammensetzungen
vorzugsweise mit einer Vorrichtung 1 gemäss Figur 1 zum Einsatz kommen.
1. Beispiel: zweistufiges Verfahren ohne brennbare Lösungsmittel
1. 1 Grund-Zusammensetzung Flotte (für Foulardierbad 30)
[0037]
| a) |
10g/l |
Tubiguard BS (Fluorcarbon-Zubereitung) |
| b) |
5g/l |
Phobol NOB (Blockierter Isocyanat, Vernetzer) |
| c) |
0.5g/l |
Invadin PBA (Netzmittel) |
| d) |
0.5g/l |
Essigsäure 90% (Säure für Badeinstellung auf ca. pH 5) |
| e) |
1l |
Wasser |
1.2 Zusammensetzung der silikonhaltigen Beschichtung (für Rakelbeschichtung 10)
[0038]
| f) |
50 Gew.% Textal 9118A (Silikonharz Komponente 1) |
| g) |
50 Gew.% Textal 9119B (Silikonharz Komponente 2) |
[0039] Beide Silikonharze stammen von der Firma ERBA AG, CH-8037 Zürich und sind zweikomponentige
Silikonkautschukzubereitungen.
[0040] Das auszurüstende Gewebe ist eine 100% PA-6.6 Ware in Leinwandbindung mit einem Flächengewicht
von 140g/m
2.
[0041] Im ersten Schritt wird Foulardierbad mit ca. 70% Flottenaufnahme foulardiert (Nass
in Nass Beschichtung), und anschliessend wird das Gewebe durch zwei Quetschwalzen
geführt um überschüssige Flotte zu entfernen.
[0042] Vor der Spannrahmenpassage wird die silikonhaltigen Beschichtung mittels Spitzrakel
einseitig auf das noch nasse, foulardierte Gewebe aufgebracht und anschliessend im
Spannrahmen bei 170°C mit einer Verweilzeit von 1 min 30s getrocknet und kondensiert.
2. Beispiel: zweistufiges Verfahren mit brennbarem Lösungsmittel
2. 1 Zusammensetzung Imprägnierung (für Foulardierbad 30)
[0043]
| a) |
10g/l |
Tubiguard BS (Fluorcarbon-Zubereitung) |
| b) |
5g/l |
Phobol NOB (Blockierter Isocyanat, Vernetzer) |
| c) |
0.5g/l |
Invadin PBA (Netzmittel) |
| d) |
0.5g/l |
Essigsäure 90% (Säure für Badeinstellung ca. pH 5) |
2.2 Zusammensetzung der silikon- und lösungsmittelhaltigen Beschichtung (für Rakelbeschichtung
10)
[0044]
| e) |
60-100 Gew.% |
vorzugsweise 60 Gew.% Silikonharz Tecoplast SBW mit TC-Katalysator SEW gelöst in Toluol |
| f) |
0-40 Gew.% |
vorzugsweise 37.5 Gew.% Lösungsmittel (Xylol oder Toluol, reguliert Viskosität und
Auflage) |
| g) |
2.5 Gew.% |
TC-Katalysator SEW |
[0045] Tecoplast SBW ist ein Silikonharz von der Firma Textilcolor AG, Schildstrasse 2,
CH-9475 Sevelen. Der TC-Katalysator SEW ist ein Methylhydrogenpolysiloxan und ist
ebenfalls von der Firma Textilcolor erhältlich.
[0046] Das auszurüstende Gewebe ist eine 100% PES Ware in Köperbindung mit einem Flächengewicht
von 60 g/m
2.
[0047] In einem ersten Schritt wird im Foulardierbad mit ca. 70% Flottenaufnahme beschichtet,
wobei wiederum überflüssige Flotte mittels gegenläufiger Quetschwalzen entfernt wird.
In einem zweiten Schritt wird auf das foulardierte und noch nasse Gewebe einseitig
eine silikon- und lösungsmittelhaltigen Ausrüstungszusammensetzung (nass-in-nass)
gem. 2.2 mittels Spitzrakel aufgebracht. Anschliessend wird im Spannrahmen bei 170
°C mit einer Verweilzeit von 1min 30s getrocknet und kondensiert.
[0048] Gemäss einer weiteren Ausführungsform, welche nicht Teil der beanspruchten Lehre
ist, werden in einem sogenannten "Sinter"-verfahren die Poren in der Silikonbeschichtung
auf dem Gewebe mit Hilfe von auswaschbaren Partikeln, vorzugsweise von Salzen, erzeugt.
[0049] In der Figur 2 ist eine entsprechende Vorrichtung 2 dargestellt, die zum Herstellen
einer solchen porösen Silikonbeschichtung entwickelt wurde.
[0050] Das auszurüstende Gewebe T wird, wie in der Figur 2 stark schematisiert dargestellt
ist, in einem ersten Schritt in einer explosionsgeschützten Einrichtung 10 einseitig
mit einem Spitzrakel mit einer silikonhaltigen Ausrüstungszusammensetzung beschichtet.
Wie bereits zu den vorherigen Beispielen beschrieben erfolgt die Rakelbeschichtung
explosionsgeschützt. Der Explosionsschutz ist wiederum mittels doppelter Linien der
Gehäuse der Beschichtungsanlage 80 und des Spannrahmens 81 angedeutet. Die explosionsgeschützten
Gehäuse 80, 81 stehen über Absaugleitungen 83 mit mindestens einer in den Figuren
nicht dargestellten Absaugeinrichtung in kommunizierender Verbindung. Die Richtung
des Fluidstromes beim Absaugen ist in der Figur mittels doppellinierter Pfeile angedeutet.
[0051] Nach dem Auftragen der silikonhaltigen Beschichtung mit den Salzpartikeln wird die
Gewebebahn T in einen Spannrahmen 20 geführt der vorzugsweise indirekt beheizt ist.
Während dem Durchlaufen des Spannrahmens 20 kondensiert die silikonhaltige Beschichtung
in der sich die Salzpartikel befinden. Da die silikonhaltigen Ausrüstungszusammensetzungen
gemäss bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung entzündliche Lösungsmittel enthalten
können, ist auch der Spannrahmen explosionsgeschützt, respektive von einem explosionsgeschützten
Gehäuse umgeben, das über mindestens eine Absaugleitung mit einer nicht in der Figur
dargestellten Absauganlage verbunden ist. Spannrahmen die explosionsgeschützt sind,
können zum Beispiel von der Firma Monforts Textilmaschinen GmbH & Co. KG, Blumenberger
Straße 143-145, D-41061 Mönchengladbach bezogen werden.
[0052] Nach dem Trocknen und Kondensieren im Spannrahmen 20 wird das ausgerüstete Gewebe
in einer Breitwaschanlage 40 gewaschen um die gut wasserlöslichen Salzpartikel aus
der silikonhaltigen Beschichtung auszuwaschen und dadurch die Poren in der Beschichtung
zu erzeugen.
[0053] Anschliessend wird das nun fertig ausgerüstete und mit einer porenhaltigen Silikonbeschichtung
versehene Textil in einer Trocknung 41 getrocknet und nachfolgend aufgerollt und ist
für die Weiterverarbeitung oder den Versand bereit.
[0054] Aus der Figur 2 ist wiederum ersichtlich, dass das Gewebe T vor und nach allen relevanten
Bearbeitungsschritten mittels Sensoren 91, 93, 94 und 95 geprüft werden kann. In Abweichung
von dem Bereits für die Vorrichtung gemäss Figur 1 gesagten, hat es sich als vorteilhaft
erwiesen beim Durchführen des "Sinter"-Verfahrens die Luftdurchlässigkeit nach dem
durchlaufen der Breitwaschanlage 40 und der Trocknung 41 mittels Sensor 95 zu messen.
[0055] Wie in der Figur dargestellt steht die Steuerung 90 wiederum mit den Sensoren und
Anlagenteilen wie Rakelbeschichtung 10, Spannrahmen 20, Breitwaschanlage 40 und Trocknung
41 in Verbindung und kann auf Basis der ermittelten Massengewichte bei Abweichung
von den vorgegebenen Werten die Prozessparameter wie zum Beispiel Temperaturen, Auftragsmengen,
Durchlaufgeschwindigkeiten u.Ä. anpassen um die gewünschten Auftragsmengen zu erreichen.
Bei Abweichungen vom gewünschten Wert der Luftdurchlässigkeit können die Salzmenge
oder die Grössenverteilung der eingesetzten Salzpartikel angepasst werden.
[0056] Im Folgenden wird ein Verfahrensbeispiel gegeben, das verdeutlicht, welche Ausrüstungszusammensetzungen
vorzugsweise mit einer Vorrichtung 1 gemäss Figur 1 zum Einsatz kommen.
3. Beispiel: "Sinter"-verfahren
3.1 Zusammensetzung der silikon- und salzhaltigen Beschichtung (für Rakelbeschichtung
10)
[0057]
| a) |
20-45 Gew.% |
vorzugsweise 40 Gew.% Textal 9118A |
| b) |
20-45 Gew.% |
vorzugsweise 40 Gew.% Textal 9118B |
| c) |
10-60 Gew.% |
vorzugsweise 20 Gew.% NaCl (Partikelgrösse 10 µm) |
[0058] Das auszurüstende Gewebe ist eine 100% PES/CO Ware in Leinwandbindung mit einem Flächengewicht
von 100g/m
2.
[0059] Vor der Spannrahmenpassage wird die silikon- und salzhaltige Ausrüstungszusammensetzung
mittels Spitzrakel einseitig auf das Gewebe aufgebracht und anschliessend wird im
Spannrahmen bei einer Temperatur von 130-170°C (ansteigend) mit einer Verweilzeit
von etwa 2min 30s getrocknet und kondensiert.
[0060] Nach der Spannrahmenpassage wird das ausgerüstete Gewebe auf einer Breitwaschanlage
40 ausgewaschen um die Salzpartikel aus der Silikonbeschichtung zu entfernen und damit
die Poren in der Beschichtung zu öffnen.
[0061] Gemäss einer weiteren Ausführungsform, welche nicht Teil der beanspruchten Lehre
ist, wird in einem sogenannten einstufigen Verfahren eine mit Poren versehene Silikonbeschichtung
auf einem textilen Flächengebilde hergestellt.
[0062] In der Figur 3 ist eine entsprechende Vorrichtung 3 dargestellt, die zum Herstellen
einer solchen porösen Silikonbeschichtung entwickelt wurde.
[0063] Das auszurüstende Gewebe Twird, wie in der Figur 3 stark schematisiert dargestellt
ist, in einem ersten Schritt in einer explosionsgeschützten Rakel-Beschichtungseinrichtung
31 mit einem Spitzrakel mit einer silikonhaltigen Ausrüstungszusammensetzung in Form
einer wässrigen Silikonharz-Suspension beschichtet.
[0064] Nach der Beschichtung mit der silikonhaltigen Ausrüstungszusammensetzung wird die
Gewebebahn T in den Spannrahmen 20 geführt der vorzugsweise indirekt beheizt ist.
Während dem Durchlaufen des Spannrahmens 20 verdampft das Wasser aus der aufgebrachten
Suspension und erzeugt durch den Dampfdruck in der aufgetragenen silikonhaltigen Beschichtung,
die sich durch die Erwärmung unterstützt im Prozess des Kondensierens befindet, eine
Vielzahl von kleinen Poren.
[0065] Wie bereits zu den vorherigen Beispielen beschrieben, erfolgt die Beschichtung explosionsgeschützt.
Der Explosionsschutz ist wiederum mittels doppelter Linien der Gehäuse der Beschichtungsanlage
80 und des Spannrahmens 81 angedeutet. Die explosionsgeschützten Gehäuse 80, 81 stehen
über Absaugleitungen 83 mit mindestens einer in den Figuren nicht dargestellten Absaugeinrichtung
in kommunizierender Verbindung. Die Richtung des Fluidstromes beim Absaugen ist in
der Figur mittels doppellinierter Pfeile angedeutet.
[0066] Aus der Figur 3 ist wiederum ersichtlich, dass das Gewebe T vor und nach allen relevanten
Bearbeitungsschritten mittels Sensoren 91, 92 und 95 geprüft werden kann. Wie in der
Figur dargestellt und bereits vorgängig erläutert steht die Steuerung 90 nicht nur
mit den Sensoren, sondern vorzugsweise auch mit den Anlagenteilen wie Beschichtungseinrichtung
10 und/oder Spannrahmen 20 in Verbindung. Dadurch können auf Basis der ermittelten
Massengewichte und/oder Luftdurchlässigkeiten bei Abweichungen von den vorgegebenen
Werten die Prozessparameter wie zum Beispiel Temperaturen, Auftragsmengen, Durchlaufgeschwindigkeiten
u.Ä. anpassen um die gewünschten Produkteigenschaften zu erreichen
4. Beispielrezeptur für einstufiges Verfahren als Suspension
4.1 Zusammensetzung Imprägnierung (Suspension für Beschichtung)
[0067]
| a) |
30 Gew. % |
Textal 9118A (Silikonharz Komponente 1) |
| b) |
30 Gew.% |
Textal 9119B (Silikonharz Komponente 2) |
| c) |
40 Gew. % |
Wasser |
[0068] Die verwendeten Silikonharze entsprechen denen aus Beispiel 1.
[0069] Gemäss weiterer bevorzugter Ausführungsbeispiele kann die Wassermenge zwischen 5
und 80 Gew.% variiert werden, je nach Anforderung, wobei die beiden Harzkomponenten
vorzugsweise zu gleichen Anteilen vorliegen.
[0070] Die Suspension für die Rakelbeschichtung wird im Hochdruckhomogenisator im Wasser
während 10min zu einer homogenen Masse homogenisiert. Die durchschnittliche Teilchengrösse
liegt bei 2 bis 40 µm, vorzugsweise bei 20 µm.
[0071] Das auszurüstende Gewebe ist eine 100% PA-6.6 Hochfest-Ware (Cordura) in Leinwandbindung
mit einem Flächengewicht von 170g/m
2.
[0072] Vor der Spannrahmenpassage wird mittels Rakel mit der wässrigen Silikonharzsuspension
beschichtet (nass-in-nass), und anschliessend wird das Gewebe im Spannrahmen bei 130-170°C
(ansteigend) mit einer Verweilzeit von etwa 2min 30s getrocknet und die Beschichtung
kondensiert, wobei die Poren generiert werden.
[0073] Allgemein kann gesagt werden, dass die Geschwindigkeit mit der die Gewebebahn durch
den Spannrahmen geführt wird abhängig von Spannrahmenlänge ist.
Liste der Bezugszeichen
[0074]
- 1,2,3
- Vorrichtungen zur
- T
- textiles Flächengebilde
- 10
- Beschichtungseinrichtung
- 11
- Spitzrakel
- 20
- Spannrahmen
- 30
- Foulardierbad
- 40
- Breitwaschanlage
- 41
- Trocknung
- 50
- Absauganlage
- 60
- Abwicklung
- 70
- Aufwicklung
- 80
- explosionsgeschütztes Gehäuse der Beschichtungsanlage
- 81
- explosionsgeschütztes Gehäuse des Spannrahmens
- 83
- Absaugleitungen
- 90
- Steuerung
- 91-95
- Sensoren
1. Verfahren zum Ausrüsten von textilen Flächengebilden mit mindestens einer silikonhaltigen
Ausrüstungsschicht, dadurch gekennzeichnet, dass das auszurüstende textile Flächengebilde in einem ersten Schritt mit einer wässrigen
Lösung imprägniert und in einem nachfolgenden Schritt im noch nassen Zustand auf einer
Seite mit der silikonhaltigen Ausrüstungsschicht versehen wird, die in einem weiteren
Schritt, vorzugsweise beim Durchlauf durch einen geheizten Spannrahmen, kondensiert
wird, wobei durch den von der wässrigen Imprägnierung austretenden Wasserdampf Poren
in der darüberliegenden silikonhaltigen Ausrüstungsschicht generiert werden und die
fertige Silikonbeschichtung auf dem textilen Flächengebilde nicht geschlossen ist,
sondern eine Vielzahl von Poren aufweist.
2. Verfahren gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die silikonhaltige Ausrüstungszusammensetzung Silikonharze umfasst, die ohne oder
mit Lösungsmittel aufgebracht werden.
3. Verfahren gemäss Patentanspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung der silikonhaltigen Ausrüstungsschicht eine silikonhaltige Ausrüstungszusammensetzung
auf das textile Flächengebilde aufgebracht wird, vorzugsweise mit einem Rakel, besonders
bevorzugt mit einem Spitzrakel, oder mit einer Schablone.
4. Verfahren gemäss einem der Patentansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die silikonhaltige Ausrüstungszusammensetzung Silikonharze und bis zu 50 Gew.%, vorzugsweise
40 Gew.% eines Lösungsmittels, besonders bevorzugt Xylol oder Toluol, umfasst.
5. Vorrichtung zum Ausrüsten eines textilen Flächengebildes (T) mit einer silikonhaltigen
Ausrüstungsschicht gemäss einem Verfahren der Ansprüche 1 bis 4, umfassend eine Einrichtung
zum Aufbringen einer silikonhaltigen Ausrüstungszusammensetzung auf ein textiles Flächengebilde
(T), eine dieser Einrichtung vorgeschalteten Einrichtung zum Imprägnieren (30) des
textilen Flächengebildes (T), vorzugsweise ein Foulardierbad (30), und weitere Einrichtungen
zum Kondensieren der silikonhaltigen Ausrüstungszusammensetzung zu einer silikonhaltigen
Ausrüstungsschicht, die vorzugsweise mittels einer Steuerung (90) derart betreibbar
ist, dass in der silikonhaltigen Ausrüstungsschicht Poren generiert werden.
6. Vorrichtung gemäss Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zum Aufbringen einer silikonhaltigen Ausrüstungszusammensetzung auf
ein textiles Flächengebilde (T) eine Rakelbeschichtungseinrichtung, vorzugsweise mit
einer Spitzrakel oder eine Schablonenbeschichtungseinrichtung ist.
7. Vorrichtung gemäss Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zum Aufbringen der silikonhaltigen Ausrüstungszusammensetzung (10,
30) auf ein textiles Flächengebilde (T) und/oder die zweite Einrichtung zum Kondensieren
der silikonhaltigen Ausrüstungszusammensetzung zu einer silikonhaltigen Ausrüstungsschicht
(20) explosionsgeschützt (31,80,81) sind.
8. Vorrichtung gemäss einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass nachgeschaltet zur zweiten Einrichtungen zum Kondensieren (20), vorzugsweise einem
Spannrahmen, eine Breitwaschanlage (40) angeordnet ist.
9. Vorrichtung gemäss einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen oder mehrere Sensoren umfasst, zum Ermitteln des Flächengewichts des und
der Auflage an silikonhaltiger Ausrüstungsschicht auf dem textilen Flächengebilde
und/oder zur Ermittlung der Dampf- und/oder Gasdurchlässigkeit derselben.
10. Vorrichtung gemäss Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Steuerung (90) umfasst, die mit den Sensoren (91-95) verbunden ist und anhand
von den Sensoren (91 - 95) zur Verfügung gestellten Messwerte die Einrichtungen zum
Aufbringen der Ausrüstungszusammensetzung und zum Trocknen und Kondensieren derart
steuert, dass eine voreingestellte Grösse und Anzahl an generierten Poren in der Ausrüstungsschicht
pro Fläche erreicht werden.
11. Textilien mit silikonhaltiger Ausrüstungsschicht hergestellt nach einem Verfahren
nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die silikonhaltige Ausrüstungsschicht eine Vielzahl von Poren aufweist.
1. Method of finishing textile fabrics with at least one silicone-containing finishing
layer, characterized in that the textile fabric to be finished is impregnated in a first step with an aqueous
solution and, in a subsequent step, in the still-wet state, is provided on one side
with the silicone-containing finishing layer, which is condensed in a further step,
preferably while running through a heated tenter frame, wherein the water vapour that
exits from the aqueous impregnation generates pores in the silicone-containing finishing
layer above it and the finished silicone coating on the textile fabric is not closed
but has a multitude of pores.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the silicone-containing finishing composition comprises silicone resins that are
applied without or with solvent.
3. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that the silicone-containing finishing layer is produced by applying a silicone-containing
finishing composition to the textile fabric, preferably with a coating bar, more preferably
with a doctor blade, or with a stencil.
4. Method according to any of Claims 1 to 3, characterized in that the silicone-containing finishing composition comprises silicone resins and up to
50% by weight, preferably 40% by weight, of a solvent, more preferably xylene or toluene.
5. Apparatus for finishing a textile fabric (T) with a silicone-containing finishing
layer by a method of Claims 1 to 4, comprising a device for applying a silicone-containing
finishing composition to a textile fabric (T), a device upstream of said device for
impregnating (30) the textile fabric (T), preferably a padding bath (30), and further
devices for condensing the silicone-containing finishing composition to give a silicone-containing
finishing layer, which is preferably operable by means of a control system (90) in
such a way that pores are generated in the silicone-containing finishing layer.
6. Apparatus according to Claim 5, characterized in that the device for applying a silicone-containing finishing composition to a textile
fabric (T) is a bar coating device, preferably with a doctor blade or a stencil coating
device.
7. Apparatus according to Claim 5 or 6, characterized in that the device for applying the silicone-containing finishing composition (10, 30) to
a textile fabric (T) and/or the second device for condensing the silicone-containing
finishing composition to a silicone-containing finishing layer (20) are explosion-protected
(31, 80, 81).
8. Apparatus according to any of Claims 5 to 7, characterized in that an open-width washing machine (40) is disposed downstream of the second device for
condensing (20), preferably a tenter frame.
9. Apparatus according to any of Claims 5 to 8, characterized in that it comprises one or more sensors for determining the basis weight of the textile
fabric and the coating of silicone-containing finishing layer thereon and/or determining
vapour permeability and/or gas permeability.
10. Apparatus according to Claim 9, characterized in that it comprises a control system (90) connected to the sensors (91-95), and measurements
provided by the sensors (91-95) are used to control the devices for applying the finishing
composition and for drying and condensing in such a way that a preset size and number
of pores generated in the finishing layer are achieved per unit area.
11. Textiles having a silicone-containing finishing layer produced by a method according
to any of Claims 1 to 4, characterized in that the silicone-containing finishing layer has a multitude of pores.
1. Procédé d'apprêtage de structures textiles plates avec au moins une couche d'apprêt
contenant de la silicone, caractérisé en ce que la structure textile plate à apprêter est imprégnée avec une solution aqueuse lors
d'une première étape et, lors d'une étape ultérieure, munie à l'état encore humide
sur un côté avec la couche d'apprêt contenant de la silicone, qui est condensée lors
d'une étape ultérieure, de préférence par passage au travers d'un cadre de serrage
chauffé, des pores étant générés dans la couche d'apprêt contenant de la silicone
sus-jacente par la vapeur d'eau sortant de l'imprégnation aqueuse, et le revêtement
de silicone fini sur la structure textile plate n'étant pas fermé, mais présentant
plutôt une pluralité de pores.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la composition d'apprêt contenant de la silicone comprend des résines de silicone,
qui sont appliquées sans ou avec des solvants.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que, pour la fabrication de la couche d'apprêt contenant de la silicone, une composition
d'apprêt contenant de la silicone est appliquée sur la structure textile plate, de
préférence avec une racle, de manière particulièrement préférée avec une racle effilée,
ou avec un gabarit.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la composition d'apprêt contenant de la silicone comprend des résines de silicone
et jusqu'à 50 % en poids, de préférence 40 % en poids, d'un solvant, de manière particulièrement
préférée le xylène ou le toluène.
5. Dispositif pour l'apprêtage d'une structure textile plate (T) avec une couche d'apprêt
contenant de la silicone par un procédé selon les revendications 1 à 4, comprenant
un appareil pour l'application d'une composition d'apprêt contenant de la silicone
sur une structure textile plate (T), un appareil en amont de cet appareil pour l'imprégnation
(30) de la structure textile plate (T), de préférence un bain de foulardage (30),
et d'autres appareils pour la condensation de la composition d'apprêt contenant de
la silicone en une couche d'apprêt contenant de la silicone, qui peut de préférence
être exploité au moyen d'un appareil de commande (90) de telle sorte que des pores
soient générés dans la couche d'apprêt contenant de la silicone.
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'appareil pour l'application d'une composition d'apprêt contenant de la silicone
sur une structure textile plate (T) est un appareil de revêtement à racle, de préférence
comprenant une racle effilée, ou un appareil de revêtement à gabarit.
7. Dispositif selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que l'appareil pour l'application de la composition d'apprêt contenant de la silicone
(10, 30) sur une structure textile plate (T) et/ou le deuxième appareil pour la condensation
de la composition d'apprêt contenant de la silicone en une couche d'apprêt contenant
de la silicone (20) sont protégés contre les explosions (31, 80, 81).
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 5 à 7, caractérisé en ce qu'une unité de lavage au large (40) est agencée en aval du deuxième dispositif pour
la condensation (20), de préférence d'un cadre de serrage.
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 5 à 8, caractérisé en ce qu'il comprend un ou plusieurs capteurs, destinés à déterminer le poids surfacique de
la structure textile plate et du revêtement de couche d'apprêt contenant de la silicone
sur la structure textile plate et/ou destinés à déterminer la perméabilité à la vapeur
et/ou aux gaz de ceux-ci.
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'il comprend un appareil de commande (90), qui est raccordé avec les capteurs (91 à
95), et qui commande les appareils pour l'application de la composition d'apprêt et
pour le séchage et la condensation à partir de valeurs de mesure mises à disposition
par les capteurs (91 à 95), de telle sorte qu'une taille et un nombre prédéterminés
de pores générés dans la couche d'apprêt par surface soient atteints.
11. Textiles comprenant une couche d'apprêt contenant de la silicone, fabriqués par un
procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisés en ce que la couche d'apprêt contenant de la silicone comprend une pluralité de pores.