Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Prüfung einer Kraftstofffördereinrichtung,
insbesondere eines elektrisch angesteuerten Stellglieds, sowie ein Steuergerät und
einen Werkstatt-Tester.
[0002] Aus der
DE 103 54 656 A1 ist ein Verfahren zum Überwachen eines Einspritzsystems einer Brennkraftmaschine
bekannt. Das Einspritzsystem weist einen Kraftstoffspeicher und eine gesteuerte Zumesseinheit
zum Steuern der Kraftstoff-Fördermenge in den Kraftstoffspeicher auf. Bekannte Verfahren
dieser Art werten ein Signal, welches den zeitlichen Verlauf des Druckes in dem Kraftstoffspeicher
repräsentiert, im Hinblick auf einen möglichen Defekt einer Komponente des Einspritzsystems
aus. Um gezielt auf einen Defekt der Zumesseinheit schließen zu können, wird die Zumesseinheit
während der Auswertung des den Druck im Kraftstoffspeicher repräsentierten Signals
zunehmend geschlossen oder geöffnet.
[0003] Ein weiteres Verfahren zur Prüfung der Kraftstoffmengenbilanz in einem Common-Rail
System mit zwei elektrisch angesteuerten Stellgliedern ist in der
DE 10 2011 005 527 A1 gezeigt.
[0004] Das Dokument
EP 1 279 822 A2 offenbart ein Verfahren der Diagnose eines Kraftstofffördersystems, wobei der Druck
im Kraftstoffspeicher gesteuert wird.
Offenbarung der Erfindung
[0005] Es ist eine Aufgabe der Erfindung ein Verfahren zur Prüfung einer Kraftstofffördereinrichtung,
insbesondere eines elektrisch angesteuerten Stellglieds einer Kraftstofffördereinrichtung,
bereitzustellen. Herkömmliche Prüfverfahren bieten die Möglichkeit ein Zweisteller-System,
welches ein erstes elektrisch angesteuertes Stellglied vor der Hochdruckpumpe und
ein Druckregelventil am Hochdruckspeicher aufweist, im Bezug auf einen Defekt des
ersten elektrischen Stellgliedes zu überprüfen. Hierbei kann das erste elektrisch
angesteuerte Stellglied für alle beliebigen Betriebspunkte überprüft werden, da überschüssiger
Kraftstoff über das Druckregelventil abgesteuert werden kann.
[0006] Da in einem Einstellersystem ohne Druckregelventil diese Möglichkeit nicht gegeben
ist, kann das elektrisch angesteuerte Stellglied bisher im im Fahrzeug eingebauten
Zustand nur in einem eingeschränkten Betriebsbereich getestet werden. Treten Fehler
außerhalb dieses Betriebsbereichs auf, kann dies in der Werkstatt nicht diagnostiziert
werden. Um zu vermeiden, dass ein Fehler nicht richtig erkannt wird, bietet das erfindungsgemäße
Verfahren die Möglichkeit, das elektrisch angesteuerte Stellglied in allen Betriebsbereichen
zu testen.
[0007] Des Weiteren wird ein Steuergerät zur Durchführung des erfinderischen Verfahrens
beansprucht, sowie ein Motor-Tester, welcher das erfinderische Verfahren auf einem
Steuergerät anfordert.
[0008] Die Aufgabe wird durch ein erfindungsgemäßes Verfahren nach einem der unabhängigen
Patentansprüche 1 oder 7 und durch ein erfindungsgemäßes Steuergerät nach dem unabhängigen
Patenanspruch 10, sowie einem Motor-Tester nach dem unabhängigen Patentanspruch 11
gelöst.
[0009] Das erfinderische Verfahren umfasst die folgenden Schritte:
- 1.) Anheben der Drehzahl der Hochdruckpumpe.
- 2.) Ansteuern des regelbaren Ventils bis der Druck im Kraftstoffspeicher ein erstes
niedriges Druckniveaus erreicht hat.
- 3.) Verändern der Bestromung des regelbaren Ventils um einen ersten vorgegeben Wert,
so dass das regelbare Ventil weiter geöffnet wird und gleichzeitiges Maximieren einer
Einspritzmenge durch den mindestens einen Injektor bis der Druck im Kraftstoffspeicher
einen ersten Schwellwert erreicht hat.
- 4.) Ansteuern des regelbaren Ventils, bis der Druck im Kraftstoffspeicher wieder das
erste niedrige Druckniveau erreicht hat.
- 5.) Bestimmen einer weiteren Größe, welche abhängig von dem niedrigen Druckniveau
und einem Maximalwert des Druckes der im Kraftstoffspeicher erreicht wurde, ist.
[0010] Es ist von Vorteil wenn, die weitere Größe die Druckdifferenz zwischen dem ersten
niedrigen Druckniveau und einem Maximalwert des Druckes ist oder wenn die weitere
Größe die Zeit ist, welche benötigt wird bis der Druck vom ersten niedrigen Druckniveau
auf den Maximalwert des Druckes angestiegen ist. Beide Größen lassen sich für das
regelbare Ventil in einem Kennfeld beschreiben, so dass sie für ein funktionsfähiges
regelbares Ventil einfach und sicher reproduzierbar sind.
[0011] Eine Abweichung der Druckdifferenz und/oder der Zeit von dem jeweils hinterlegten
Kennfeld gibt auf einfache und vorteilhafte Weise Rückschluss auf einen Fehler des
regelbaren Ventils. Das regelbare Ventil muss nicht zur Überprüfung eines Fehlers
ausgebaut werden, was sowohl Zeit als auch Kosten in der Werkstatt reduziert.
[0012] Eine mehrfache Wiederholung der Schritte 1.) bis 5.), während einer Überprüfung des
regelbaren Ventils ist von Vorteil, da durch die Wiederholungen die Genauigkeit des
Testes erhöht wird und auch ein Fehler, der mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit
auftritt detektiert wird. Hierbei bietet die Bestromung des regelbaren Ventils jeweils
mit dem gleichen Wert, welcher dem ersten vorgegeben Wert entspricht, einen einfachen
Testmodus.
[0013] Bei mehrfachen Wiederholungen ist ein Vergleich der weiteren Größe zwischen den Wiederholungen
vorteilhaft, da die weitere Größe bei gleichbleibenden Randbedingungen keine Veränderung
aufweisen sollte. Auf diese Weise ist auch ohne Kennfeld ein Fehler des regelbaren
Ventils einfach zu erkennen.
[0014] Eine mehrfache Wiederholung der Schritte 1.) bis 5), wobei die Bestromung des regelbaren
Ventils um jeweils einen anderen Wert verändert wird, ist vorteilhaft, da eine größere
Bandbreite von Betriebszuständen untersucht werden kann und somit ein Fehler, der
eventuell nur bei einem bestimmten Betriebszustand auftritt mit höherer Wahrscheinlichkeit
gefunden werden kann. Eine einfache Möglichkeit ist hierbei die Bestromung bei jeder
Wiederholung um den gleichen Betrag zu verändern.
[0015] Typischerweise wird der Druck im Kraftstoffspeicher für die Verfahrensschritte 2.)
und 4.) über den Druckregler eingestellt wird, welcher dem Steuergerät eine Information
über den Druck im Kraftstoffspeicher liefert, so dass das dieser das regelbare Ventil
entsprechen ansteuert.
[0016] Im Rahmen dieser Anmeldung wird der Begriff steuern bzw. ansteuern für die in der
Reglungstechnik bekannten Begriffe steuern und regeln benutzt.
[0017] Um die Genauigkeit zu erhöhen, können vorteilhafterweise Funktionen, welche das Ergebnis
des erfinderischen Verfahrens verfälschen können, gesperrt werden.
Ausführungsbeispiele
[0018] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und
in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
[0019] Es zeigen:
- Figur 1
- eine Kraftstofffördereinrichtung in einer schematischen Darstellung und
- Figur 2
- ein Flussdiagramm des Verfahrens gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung.
Ausführungsformen der Erfindung
[0020] Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Kraftstofffördereinrichtung 10
mit einer Steuergerät 11 gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Es
sind nur die für das Verständnis der Erfindung wichtigen Bauteile dargestellt.
[0021] Eine Vorförderpumpe 12 saugt Kraftstoff über eine Zulaufleitung 13 aus einem Tank
14 an. Die Vorförderpumpe 12 versorgt ein regelbares Ventil 15, mit Kraftstoff. Das
regelbare Ventil 15 steuert die einer Hochdruckpumpe 16 zugeführte Kraftstoffmenge.
Die Hochdruckpumpe 16 fördert den ihr zugeführten Kraftstoff unter hohem Druck in
den Kraftstoffspeicher 17. Im Kraftstoffspeicher 17 wird der Druck durch einen Druckregler
20 kontrolliert.
[0022] Der Kraftstoff im Kraftstoffspeicher 17 wird weiterhin über eine Hochdruckleitung
22 mindestens einem Injektor 23 zugeführt, welcher Kraftstoff in mindestens einen
nicht gezeigten Zylinder einer Brennkraftmaschine einspritzt. Eine für den Betrieb
der Injektoren 23 erforderliche Kraftstoffmenge wird ebenfalls über eine Kraftstoffrückführungsleitung
21 zum Tank 14 zurückgeführt.
[0023] Ein Steuergerät 11 steuert über eine elektrische Steuerleitung 25 das regelbare Ventil
15 an. Des Weiteren erhält das Steuergerät 11 über eine elektrische Steuerleitung
26 den durch den Druckregler 20 gemessenen Druck im Kraftstoffspeicher 17. Das Steuergerät
11 steuert über eine elektrische Steuerleitung 27 die Injektoren 23 an. Das Steuergerät
11 enthält außerdem einer Software zur Steuerung des Motors im Betrieb und eine Software
zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Prüfung des regelbaren Ventils
15. Die Steuerung des Motors erfolgt durch elektrische Ansteuerung des elektrisch
angesteuerten Stellgliedes, nämlich des regelbaren Ventils 15, eingangsseitig der
Hochdruckpumpe 16.
[0024] Figur 2 zeigt ein Flussablaufdiagramm, welches das erfindungsgemäße Verfahren beschreibt.
Aufgabe des erfindungsgemäßen Verfahrens ist die Prüfung des elektrisch angesteuerten
Stellglieds in einer Werkstatt ohne, dass das elektrisch angesteuerte Stellglied ausgebaut
werden muss.
[0025] Bevor das eigentliche Verfahren zur Prüfung beginnt, können im Verfahrensschritt
31 optional alle Funktionalitäten gesperrt werden, welche das Ergebnis der Prüfung
des regelbaren Ventils 15 verfälschen können. Dies kann z.B. ein Partikelregenerator
sein, welcher während der Prüfung ausgeschaltet wird.
[0026] Im Verfahrensschritt 32 wird die Drehzahl der Hochdruckpumpe 16 stark angehoben,
um eine hohe Fördermenge der Hochdruckpumpe 16 und eine hohe Einspritzmenge des mindestens
einen Injektors 23 zu realisieren. Das Anheben der Drehzahl findet im Werkstattbetrieb
meist im Leerlauf statt. Das Verfahren kann aber auch bei einer Last, welche während
des gesamten Verfahrens identisch sein muss, stattfinden.
[0027] Im Verfahrensschritt 33 wird das regelbare Ventils 15 so angesteuert, dass der Druck
im Kraftstoffspeicher 17 sinkt bis der Druck im Kraftstoffspeicher 17 ein erstes niedriges
Druckniveaus erreicht hat. Die Ansteuerung des regelbaren Ventils 15 erfolgt über
das Steuergerät 11, welches durch den Druckregler 20 eine Information über den Druck
im Kraftstoffspeicher 17 erhält. Aus diesem Grund wird der Druck im Verfahrensschritt
33 über den Druckregler 20 eingestellt.
[0028] In einer weiteren Ausführungsform ist es möglich, dass der Druckregler 20 direkt
mit dem regelbaren Ventil 15 verbunden ist und dieses so ansteuert bis sich ein gewünschter
Druck, welcher dem ersten niedrigen Druckniveau entspricht, im Kraftstoffspeicher
17 einstellt.
[0029] Im Verfahrensschritt 34 wird die Bestromung des regelbaren Ventils 15 durch das Steuergerät
11 um einen ersten vorgegeben Wert verändert, so dass das regelbare Ventil 15 weiter
geöffnet wird. Abhängig von der Art des regelbaren Ventils 15 kann hierbei die Bestromung
erhöht werden oder gesenkt werden, um ein weiteres Öffnen des regelbaren Ventils 15
zu erreichen. Beispielhaft kann hier ein möglicher Wert von 50mA genutzt werden, um
den der Strom des regelbaren Ventils 15 angehoben oder gesenkt werden kann.
[0030] Gleichzeitig findet im Verfahrensschritt 34 ein Maximieren einer Einspritzmenge durch
den mindestens einen Injektor 23 statt. Die veränderte Bestromung des regelbaren Ventils
15 und das Maximieren der Einspritzmenge des mindestens einen Injektors 23 wird so
lange beibehalten bis der Druck im Kraftstoffspeicher 17 einen ersten Schwellwert
erreicht hat.
[0031] Im Verfahrensschritt 35 wird das regelbare Ventils 15 so angesteuert, dass der Druck
im Kraftstoffspeicher 17 sinkt bis der Druck im Kraftstoffspeicher 17 das erste niedrige
Druckniveau erreicht hat. Das Ansteuern des regelbaren Ventils 15 erfolgt im Verfahrensschritt
35 analog zum Verfahrensschritt 33.
[0032] Im Verfahrensschritt 36 wird eine weitere Größe bestimmt, welche abhängig von dem
ersten niedrigen Druckniveau und einem Maximalwert des Druckes ist. Der Maximalwert
liegt meist oberhalb des ersten Schwellwertes und ist durch Trägheitseffekte des Kraftstoffeinspritzsystems
10 bedingt. Ein Schließen des regelbaren Ventils 15 zeigt erst mit einer gewissen
Zeitverzögerung eine Auswirkung auf den Druck im Kraftstoffspeicher 17, so dass der
Druck im Kraftstoffspeicher 17 auch nach dem Erreichen des Schwellwertes noch ansteigt
bis der Maximalwert erreicht ist.
[0033] Die weitere Größe kann eine Druckdifferenz zwischen dem ersten niedrigen Druckniveau
und dem Maximalwert des Druckes sein. In einer alternativen Ausführungsform kann die
weitere Größe auch die Zeit sein, welche benötigt wird bis der Druck vom ersten niedrigen
Druckniveau auf den Maximalwert des Druckes angestiegen ist.
[0034] Im Verfahrensschritt 37 findet ein Vergleich der weiteren Größe, die im Verfahrensschritt
36 bestimmt wurde, mit einem hinterlegten Kennfeld der weiteren Größe des regelbaren
Ventils 15 statt.
[0035] In einer weiteren alternativen Ausführungsform ist es auch möglich sowohl die Druckdifferenz
zwischen dem ersten niedrigen Druckniveau und dem Maximalwert des Drucks zu bilden,
als auch die Zeit zu bestimmen, welche benötigt wird bis der Druck vom ersten niedrigen
Niveau auf den Maximalwert angestiegen ist. Sowohl die Druckdifferenz als auch die
Zeit können dann mit dem jeweiligen Kennfeld verglichen werden.
[0036] Eine Abweichung der Druckdifferenz und/oder der Zeit von dem jeweiligen hinterlegten
Kennfeld kann einen Rückschluss auf einen Fehler des regelbaren Ventils 15 geben.
[0037] Weist das regelbare Ventil 15 einen Fehler auf, wie zum Beispiel ein klemmendes Bauteil,
so stimmt die gemessene Druckdifferenz und/oder die gemessene Zeit nicht mit der hinterlegten
Kennlinie überein.
[0038] Die Verfahrensschritte 32 bis 37 können mehrfach wiederholt werden, wobei die Bestromung
des regelbaren Ventils 15 jeweils um den gleichen Wert, welcher dem im ersten Durchlauf
vorgegeben Wert entspricht, verändert wird.
[0039] Hierbei kann ein Vergleich der weiteren Größe zwischen den jeweiligen Wiederholungen
stattfinden. Weicht der Wert der weiteren Größe zwischen den Wiederholungen voneinander
ab, obwohl die Randbedingungen gleich waren (z.B. gleiche Veränderung der Bestromung),
so liegt ein Fehler des regelbaren Ventils 15 vor.
[0040] Alternativ ist es möglich die Verfahrensschritte 32 bis 37 mehrfach zu wiederholen,
wobei die Bestromung des regelbaren Ventils 15 um jeweils einen anderen Wert verändert
wird. Hierbei ist es möglich die Bestromung bei jeder Wiederholung um den gleichen
Betrag zu verändern.
[0041] Beispielsweise könnte bei einem ersten Durchlauf der Verfahrensschritte 32 bis 37
die Bestromung um 50 mA gesenkt oder angehoben werden, bei einem zweiten Durchlauf
der Verfahrensschritte 32 bis 37 könnte die Bestromung um 100mA gesenkt oder angehoben
werden, bei einem dritten Durchlauf der Verfahrensschritte 32 bis 37 könnte die Bestromung
um 150mA gesenkt oder angehoben werden, usw..
[0042] Es ist sowohl möglich die Differenz des Druckes und oder die Zeit nach jedem der
Durchläufe zu bestimmen. Alternativ ist es aber auch möglich nur die Verfahrensschritte
32 bis 36 zu wiederholen und eine Auswertung der Druckdifferenzen und /oder Zeit jedes
Durchlaufes am Schluss in einem gemeinsamen Verfahrensschritt 37 anzuschließen.
[0043] Das erfindungsgemäße Verfahren wird durch ein Steuergerät 11 durchgeführt, welches
über elektrische Steuerleitungen 25,26 mit dem regelbaren Ventil 15 und dem Druckregler
20 in Verbindung steht. Des Weiteren ist auf dem Steuergerät 11 eine Software hinterlegt
und Daten über das Kennfeld des jeweiligen regelbaren Ventiles.
[0044] Das erfindungsgemäße Verfahren wird durch einen Werkstatt-Tester angefordert, welcher
über eine beliebige Schnittstelle eine Verbindung mit dem Steuergerät 11 aufnehmen
kann. Die Ergebnisse des erfindungsgemäßen Verfahrens werden durch das Steuergerät
11 an den Werkstatttester übermittelt.
1. Verfahren zur Prüfung eines elektrisch angesteuerten Stellglieds in einer Kraftstofffördereinrichtung
(10) einer Brennkraftmaschine, wobei das elektrische Stellglied ein regelbares Ventil
(15) ist, welches eingangsseitig einer Hochdruckpumpe (16) angeordnet ist, wobei die
Hochdruckpumpe (16) Kraftstoff in einen Kraftstoffspeicher (17) mit einem Druckregler
(20) fördert und der Kraftstoffspeicher (17) mit mindestens einem Injektor (23) verbunden
ist, durch die folgenden Schritte gekennzeichnet:
1.) Anheben der Drehzahl der Hochdruckpumpe (16).
2.) Ansteuern des regelbaren Ventils (15) bis der Druck im Kraftstoffspeicher (17)
ein erstes niedriges Druckniveaus erreicht hat.
3.) Verändern der Bestromung des regelbaren Ventils (15) um einen ersten vorgegeben
Wert, so dass das regelbare Ventil (15) weiter geöffnet wird und gleichzeitiges Maximieren
einer Einspritzmenge durch den mindestens einen Injektor (23) bis der Druck im Kraftstoffspeicher
(17) einen ersten Schwellwert erreicht hat.
4.) Ansteuern des regelbaren Ventils (15), bis der Druck im Kraftstoffspeicher (17)
wieder das erste niedrige Druckniveau erreicht hat.
5.) Bestimmen einer weiteren Größe, welche abhängig von dem ersten niedrigen Druckniveau
und einem Maximalwert des Druckes, welcher im Kraftstoffspeicher (17) nach dem Erreichen
des Schwellwertes erreicht wurde, ist,
6.) Vergleichen der weiteren Größe mit einem hinterlegten Kennfeld für das regelbare
Ventils (15), wobei eine Abweichung von dem hinterlegten Kennfeld einen Rückschluss
auf einen Fehler gibt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die weitere Größe die Druckdifferenz zwischen dem
ersten niedrigen Druckniveau und einem Maximalwert des Druckes ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die weitere Größe die Zeit ist, welche benötigt wird
bis der Druck vom ersten niedrigen Druckniveau auf den Maximalwert des Druckes angestiegen
ist.
4. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Schritte 1.) bis 6.) mehrfach wiederholt werden
und die Bestromung des regelbaren Ventils (15) jeweils um den gleichen Wert, welcher
dem ersten vorgegeben Wert entspricht, verändert wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Schritte 1.) bis 6.) mehrfach wiederholt werden
und die Bestromung des regelbaren Ventils (15) um jeweils einen anderen Betrag verändert
wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei die Bestromung bei jeder Wiederholung um den gleichen
Betrag erhöht oder erniedrigt wird.
7. Verfahren zur Prüfung eines elektrisch angesteuerten Stellglieds in einer Kraftstofffördereinrichtung
(10) einer Brennkraftmaschine, wobei das elektrische Stellglied ein regelbares Ventil
(15) ist, welches eingangsseitig einer Hochdruckpumpe (16) angeordnet ist, wobei die
Hochdruckpumpe (16) Kraftstoff in einen Kraftstoffspeicher (17) mit einem Druckregler
(20) fördert und der Kraftstoffspeicher (17) mit mindestens einem Injektor (23) verbunden
ist, durch die folgenden Schritte gekennzeichnet:
1.) Anheben der Drehzahl der Hochdruckpumpe (16).
2.) Ansteuern des regelbaren Ventils (15) bis der Druck im Kraftstoffspeicher (17)
ein erstes niedriges Druckniveaus erreicht hat.
3.) Verändern der Bestromung des regelbaren Ventils (15) um einen ersten vorgegeben
Wert, so dass das regelbare Ventil (15) weiter geöffnet wird und gleichzeitiges Maximieren
einer Einspritzmenge durch den mindestens einen Injektor (23) bis der Druck im Kraftstoffspeicher
(17) einen ersten Schwellwert erreicht hat.
4.) Ansteuern des regelbaren Ventils (15), bis der Druck im Kraftstoffspeicher (17)
wieder das erste niedrige Druckniveau erreicht hat.
5.) Bestimmen einer weiteren Größe, welche abhängig von dem ersten niedrigen Druckniveau
und einem Maximalwert des Druckes, welcher im Kraftstoffspeicher (17) nach dem Erreichen
des Schwellwertes erreicht wurde, ist, wobei die Schritte 1.) bis 5.) mehrfach wiederholt
werden und die Bestromung des regelbaren Ventils (15) jeweils um den gleichen Wert,
welcher dem ersten vorgegeben Wert entspricht, verändert wird, wobei eine Abweichung
der weiteren Größe zwischen den Wiederholungen einen Rückschluss auf einen Fehler
des regelbaren Ventils (15) gibt.
8. Verfahren nach einem der vorherigen Anspruche, wobei der Druck in Schritt 2.) und
4.) über den Druckregler (20) eingestellt wird.
9. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei vor Schritt 1.) Funktionalitäten
gesperrt werden, welche das Ergebnis des Verfahrens verfälschen können.
10. Steuergerät (11) zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 9.
11. Werkstatt- Tester, welcher das Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9 auf dem
Steuergerät (11) des Anspruchs 10 anfordert, welcher über eine beliebige Schnittstelle
eine Verbindung mit dem Steuergerät (11) des Anspruchs 10 aufgenommen hat, und wobei
die Ergebnisse des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 9 durch das Steuergerät
an den Werkstatttester übermittelt werden.
1. Method for testing an electrically activated actuator in a fuel delivery device (10)
of an internal combustion engine, wherein the electrical actuator is a controllable
valve (15) which is located on the inlet side of a high-pressure pump (16), wherein
the high-pressure pump (16) conveys fuel into a fuel accumulator (17) having a pressure
controller (20), and the fuel accumulator (17) is connected to at least one injector
(23),
characterized by the following steps:
1.) Increasing the rotational speed of the high-pressure pump (16).
2.) Activating the controllable valve (15) until the pressure in the fuel accumulator
(17) has reached a first low pressure level.
3.) Changing the supply of current to the controllable valve (15) by a first specified
value such that the controllable valve (15) is opened further, and simultaneously
maximizing an injection quantity by means of the at least one injector (23) until
the pressure in the fuel accumulator (17) has reached a first threshold value.
4.) Activating the controllable valve (15) until the pressure in the fuel accumulator
(17) has reached the first low pressure level again.
5.) Determining a further quantity which depends on the first low pressure level and
a maximum value of the pressure that was reached in the fuel accumulator (17) after
the threshold value was reached,
6.) Comparing the further quantity to a stored characteristic map for the controllable
valve (15), wherein a deviation from the stored characteristic map indicates a fault.
2. Method according to Claim 1, wherein the further quantity is the pressure difference
between the first low pressure level and a maximum value of the pressure.
3. Method according to Claim 1, wherein the further quantity is the time required until
the pressure has increased from the first low pressure level to the maximum value
of the pressure.
4. Method according to Claim 1, wherein the steps 1.) to 6.) are repeated multiple times,
and the supply of current to the controllable valve (15) is changed each time by the
same value which corresponds to the first specified value.
5. Method according to Claim 1, wherein the steps 1.) to 6.) are repeated multiple times,
and the supply of current to the controllable valve (15) is changed each time by a
different absolute amount.
6. Method according to Claim 5, wherein the supply of current is increased or decreased
by the same absolute amount in each repetition.
7. Method for testing an electrically activated actuator in a fuel delivery device (10)
of an internal combustion engine, wherein the electrical actuator is a controllable
valve (15) which is located on the inlet side of a high-pressure pump (16), wherein
the high-pressure pump (16) conveys fuel into a fuel accumulator (17) having a pressure
controller (20), and the fuel accumulator (17) is connected to at least one injector
(23),
characterized by the following steps:
1.) Increasing the rotational speed of the high-pressure pump (16).
2.) Activating the controllable valve (15) until the pressure in the fuel accumulator
(17) has reached a first low pressure level.
3.) Changing the supply of current to the controllable valve (15) by a first specified
value such that the controllable valve (15) is opened further, and simultaneously
maximizing an injection quantity by means of the at least one injector (23) until
the pressure in the fuel accumulator (17) has reached a first threshold value.
4.) Activating the controllable valve (15) until the pressure in the fuel accumulator
(17) has reached the first low pressure level again.
5.) Determining a further quantity which depends on the first low pressure level and
a maximum value of the pressure that was reached in the fuel accumulator (17) after
the threshold value was reached,
wherein the steps 1.) to 5.) are repeated multiple times and the supply of current
to the controllable valve (15) is changed each time by the same value which corresponds
to the first specified value, wherein a deviation of the further quantity between
the repetitions indicates a fault in the controllable valve (15).
8. Method according to one of the preceding claims, wherein the pressure in step 2.)
and 4.) is set via the pressure controller (20).
9. Method according to one of the preceding claims, wherein functionalities that can
corrupt the result of the method are blocked before step 1.).
10. Control device (11) for carrying out the method according to one of Claims 1 to 9.
11. Workshop tester which requests the method according to one of Claims 1 to 9 on the
control device (11) of Claim 10 which has established a connection to the control
unit (11) of Claim 10 via any type of interface, and wherein the results of the method
according to one of Claims 1 to 9 are transmitted to the workshop tester by the control
unit.
1. Procédé pour tester un actionneur à commande électrique dans un dispositif de refoulement
de carburant (10) d'un moteur à combustion interne, dans lequel l'actionneur électrique
est une vanne réglable (15) qui est disposée à l'entrée d'une pompe à haute pression
(16), dans lequel la pompe à haute pression (16) refoule du carburant dans un réservoir
de carburant (17) pourvu d'un régulateur de pression (20) et le réservoir de carburant
(17) est relié à au moins un injecteur (23),
caractérisé par les étapes suivantes :
1) augmenter la vitesse de rotation de la pompe à haute pression (16),
2) commander la vanne réglable (15) jusqu'à ce que la pression dans le réservoir de
carburant (17) ait atteint un premier niveau de pression bas,
3) faire varier l'alimentation en courant de la vanne réglable (15) d'une première
valeur prescrite de manière à ouvrir davantage la vanne réglable (15) et à simultanément
augmenter au maximum une quantité d'injection par l'intermédiaire dudit au moins un
injecteur (23) jusqu'à ce que la pression dans le réservoir de carburant (17) ait
atteint une première valeur de seuil,
4) commander la vanne réglable (15) jusqu'à ce que la pression dans le réservoir de
carburant (17) revienne au premier niveau de pression bas,
5) déterminer une autre grandeur qui est fonction du premier niveau de pression bas
et d'une valeur maximale de la pression qui a été atteinte dans le réservoir de carburant
(17) après que la valeur de seuil a été atteinte,
6) comparer l'autre grandeur à un diagramme caractéristique stocké pour la vanne réglable
(15), dans lequel un écart par rapport au diagramme caractéristique stocké donne une
indication de défaut.
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel l'autre grandeur est la différence de
pression entre le premier niveau de pression bas et une valeur maximale de la pression.
3. Procédé selon la revendication 1, dans lequel l'autre grandeur est le temps nécessaire
pour que la pression s'élève du premier niveau de pression bas à la valeur maximale
de la pression.
4. Procédé selon la revendication 1, dans lequel les étapes 1) à 6) sont répétées plusieurs
fois et l'alimentation en courant de la vanne réglable (15) est amenée à varier de
la même valeur, qui correspond à la première valeur prédéterminée.
5. Procédé selon la revendication 1, dans lequel les étapes 1) à 6) sont répétées plusieurs
fois et l'alimentation en courant de la vanne réglable (15) est respectivement amenée
à varier d'une quantité différente.
6. Procédé selon la revendication 5, dans lequel le courant est augmenté ou diminué de
la même quantité lors de chaque répétition.
7. Procédé pour tester un actionneur à commande électrique dans un dispositif de refoulement
de carburant (10) d'un moteur à combustion interne, dans lequel l'actionneur électrique
est une vanne réglable (15) qui est disposée à l'entrée d'une pompe à haute pression
(16), dans lequel la pompe à haute pression (16) refoule du carburant dans un réservoir
de carburant (17) pourvu d'un régulateur de pression (20) et le réservoir de carburant
(17) est relié à au moins un injecteur (23),
caractérisé par les étapes suivantes :
1) augmenter la vitesse de rotation de la pompe à haute pression (16),
2) commander la vanne réglable (15) jusqu'à ce que la pression dans le réservoir de
carburant (17) ait atteint un premier niveau de pression bas,
3) faire varier l'alimentation en courant de la vanne réglable (15) d'une première
valeur prescrite de manière à ouvrir davantage la vanne réglable (15) et à simultanément
augmenter au maximum une quantité d'injection par l'intermédiaire dudit au moins un
injecteur (23) jusqu'à ce que la pression dans le réservoir de carburant (17) ait
atteint une première valeur de seuil,
4) commander la vanne réglable (15) jusqu'à ce que la pression dans le réservoir de
carburant (17) revienne au premier niveau de pression bas,
5) déterminer une autre grandeur qui est fonction du premier niveau de pression bas
et d'une valeur maximale de la pression qui a été atteinte dans le réservoir de carburant
(17) après que la valeur de seuil a été atteinte, dans lequel les étapes 1) à 5) sont
répétées plusieurs fois et l'alimentation en courant de la vanne réglable (15) est
respectivement amenée à varier de la même valeur qui correspond à la première valeur
prescrite, dans lequel un écart de l'autre grandeur entre les répétitions donne une
indication d'un défaut de la vanne réglable (15).
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la pression est réglée
aux étapes 2) et 4) par l'intermédiaire du régulateur de pression (20).
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel, avant l'étape 1),
des fonctionnalités qui peuvent fausser le résultat du procédé sont bloquées.
10. Appareil de commande (11) destiné à mettre en œuvre le procédé selon l'une des revendications
1 à 9.
11. Testeur d'atelier faisant appel au procédé selon l'une des revendications 1 à 9 sur
l'appareil de commande (11) selon la revendication 10, qui a établi une connexion
avec l'appareil de commande (11) de la revendication 10 par l'intermédiaire d'une
interface quelconque, et dans lequel les résultats du procédé selon l'une des revendications
1 à 9 sont transmis par l'appareil de commande au testeur d'atelier.