| (19) |
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(11) |
EP 3 234 448 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.03.2019 Patentblatt 2019/11 |
| (22) |
Anmeldetag: 11.12.2015 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2015/079407 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2016/096651 (23.06.2016 Gazette 2016/25) |
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| (54) |
SYSTEM ZUR THERMISCH ENTKOPPELTEN MONTAGE VON LEUCHTEN
SYSTEM FOR THERMALLY DECOUPLED MOUNTING OF LIGHT FIXTURES
SYSTÈME DE MONTAGE À DÉCOUPLAGE THERMIQUE DE LUMINAIRES
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
17.12.2014 DE 202014106112 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.10.2017 Patentblatt 2017/43 |
| (73) |
Patentinhaber: Zumtobel Lighting GmbH |
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6850 Dornbirn (AT) |
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Erfinder: |
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- BADER, Martin
6850 Dornbirn (AT)
- BECHTER, Wolfgang
6952 Hittisau (AT)
- GADNER, Wolfgang
6912 Hörbranz (AT)
- LADSTÄTTER, Gerald
6833 Klaus (AT)
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| (74) |
Vertreter: Kiwit, Benedikt |
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Mitscherlich PartmbB
Patent- und Rechtsanwälte
Sonnenstraße 33 80331 München 80331 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A1-2005/124054 DE-U1-202009 011 364 US-A1- 2005 002 182
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DE-A1- 3 836 611 US-A1- 2004 177 572
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Montagesystem zur thermisch entkoppelten Montage von Leuchten
und ein entsprechendes Leuchtensystem.
[0002] Herkömmlich werden Einbauleuchten für abgehängte Decken und Wände direkt an einem
Ausschnitt der abgehängten Decke bzw. Wand angebracht. Dabei muss zunächst der Trockenbauer
einen Ausschnitt vorbereiten, in welchem anschließend der Elektriker die Leuchte montiert.
Anschließend muss erneut der Trockenbauer die Leuchte bündig mit der Oberfläche einputzen.
Diese Lösung ist nicht nur aufwendig, da die beiden Gewerke ineinander greifen müssen,
sondern neigt auch zur Rissbildung an den Kanten des Ausschnitts und insbesondere
in den Ecken des Ausschnitts, da das Leuchtengehäuse thermisch nicht von der verputzten
Oberfläche entkoppelt ist.
[0003] So zeigt die internationale Patentanmeldung
WO 2014/020015 A1 ein Montagesystem für Leuchten, bei welchem eine direkte feste Verbindung der Kanten
eines Ausschnitts, in welchem die Leuchte montiert werden soll, zu dem Leuchtengehäuse
besteht. Die dort gezeigte Lösung erfordert einen hohen Montageaufwand und neigt zur
Rissbildung entlang der Kanten und insbesondere der Ecken des Ausschnitts.
[0004] Das Dokument
US 2004/177572 A1 zeigt eine Aufhängevorrichtung für Leuchten in abgehängten Decken. Die Aufhängevorrichtung
besteht dabei aus einem um eine Öffnung in der Decke umlaufenden Profil mit einem
ersten Schenkel, welcher an der Unterseite der abhängten Decke angebracht ist, und
einem zweiten Schenkel, welcher in die Öffnung hineinragt. Der zweite Schenkel ist
dabei direkt an der Kante der Öffnung angebracht. Die Leuchte wird dabei von unten
in die von der Aufhängevorrichtung ausgekleidete Öffnung eingesetzt und rastet mittels
Federelementen in einen oberen Rand der zweiten Schenkel ein.
[0005] Das Dokument
US 2005/002182 A1 zeigt eine Leuchte und ein Montagesystem für eine Leuchte zur Montage in abgehängten
Decken. Dabei sind an den Rändern der abgehängten Decke 121 Montageschienen angeordnet,
welche über einen ersten Schenkel verfügen, welcher parallel zu der Unterseite der
abgehängten Decke verläuft, und welche über einen zweiten Schenkel verfügen, welcher
in die Öffnung in der abgehängten Decke eingreift. Verbunden mit den Montageschienen
ist ein mehrteiliges Gehäuse, in welches ein Leuchtenmodul eingesetzt werden kann.
[0006] Das Dokument
WO 2005/124054 A1 zeigt ein Montagesystem für Leuchten in abgehängten Decken. Dabei wird ein umlaufender
Rahmen bestehend aus einer Aufnahmeschiene in einer Öffnung der abgehängten Decke
platziert. Die Aufnahmeschiene ist dabei L-förmig ausgebildet. Ein erster Schenkel
liegt auf der Unterseite der abgehängten Decke auf, während ein zweiter Schenkel rechtwinklig
dazu angeordnet ist und in die Öffnung greift. Der zweite Schenkel ist dabei bündig
mit der Kante der Öffnung in der abgehängten Decke angeordnet. Die Leuchte wird dabei
von Halterungen gehalten, welche parallel zu den ersten Schenkeln in die Öffnung hineinragen.
[0007] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Montagesystem zur Montage von
Leuchten zu schaffen, welches einen geringen Montageaufwand erfordert und gleichzeitig
eine hohe Lebensdauer gewährleistet.
[0008] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß für die Vorrichtung durch die Merkmale des unabhängigen
Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der hierauf rückbezogenen
Unteransprüche.
[0009] Ein erfindungsgemäßes Montagesystem zur Montage einer Leuchte weist zwei im Wesentlichen
L-förmig ausgebildete Aufnahmeschienen auf. Die Aufnahmeschienen verfügen dabei jeweils
über einen ersten Schenkel, welcher ausgebildet ist, um an einer Vorderseite einer
abgehängten Wand oder einer Unterseite einer abgehängten Decke an jeweils einer gegenüberliegenden
Kante eines Ausschnitts der Wand bzw. Decke befestigt zu werden. Die Aufnahmeschienen
weisen weiterhin jeweils einen zweiten Schenkel auf, welcher ausgebildet ist, um in
den Ausschnitt hineinzugreifen bzw. hineinzuragen und ein Leuchtengehäuse der Leuchte
zu tragen, ohne das Leuchtengehäuse jedoch starr mit den ersten Schenkeln der Aufnahmeschienen
zu verbinden. So wird erreicht, dass sich das Leuchtengehäuse thermisch ausdehnen
und zusammenziehen kann, ohne dass diese Bewegung auf die Aufnahmeschienen und damit
die Ränder des Ausschnitts übertragen werden. Auch eine einfache Montage wird so erreicht.
Vorzugsweise sind die Aufnahmeschienen ausgebildet, um in einem definierten ersten
Abstand zueinander, gemessen zwischen den zweiten Schenkeln, angeordnet zu werden.
Die Ränder des Ausschnitts sind in diesem Fall in einem zweiten Abstand, welcher größer
ist als der erste Abstand, zueinander angeordnet. Es ergeben sich damit Abstände zwischen
den zweiten Schenkeln der Aufnahmeschienen und den Rändern des Ausschnitts. Diese
Abstände sorgen dafür, dass eine besonders gute thermische Entkopplung zwischen den
Rändern des Ausschnitts und dem Leuchtengehäuse entsteht. Darüber hinaus wird auch
eine zusätzliche mechanische Entkopplung erreicht.
[0010] Die zweiten Schenkel der Aufnahmeschienen weisen Aufnahmen, Auskragungen bzw. Profilierungen,
auf, welche ausgebildet sind, um das Leuchtengehäuse zu tragen, ohne das Leuchtengehäuse
starr mit den ersten Schenkeln der Aufnahmeschienen zu verbinden. So kann eine besonders
einfache Montage erreicht werden.
[0011] Die Aufnahmen sind bevorzugt ausgebildet, um das Leuchtengehäuse schwimmend zu tragen.
Alternativ oder zusätzlich sind die zweiten Schenkel der Aufnahmeschienen derart flexibel
ausgebildet, dass sie eine thermische Größenveränderung des Leuchtengehäuses ausgleichen,
ohne diese an die ersten Schenkel der Aufnahmeschienen oder an Ränder des Ausschnitts
zu übertragen. So wird eine Rissbildung auch durch mechanische Maßnahmen, insbesondere
eine mechanische Entkopplung, vermieden.
[0012] Die Aufnahmen sind weiterhin bevorzugt ausgebildet, um das Leuchtengehäuse und die
Aufnahmeschienen thermisch zu entkoppeln. So wird eine Wärmeübertragung in die Aufnahmeschienen
und damit in die Ränder des Ausschnitts vermieden. Eine Rissbildung durch Ausdehnung
der Aufnahmeschienen und/oder der Ränder des Ausschnitts wird somit vermieden.
[0013] Bevorzugt weisen die Aufnahmeschienen Einputzkanten auf, welche ausgebildet sind,
um ein bündiges Verputzen der ersten Schenkel mit einer Oberfläche der Wand bzw. Decke
zu ermöglichen. So wird eine besonders saubere Oberflächengestaltung ermöglicht. Darüber
hinaus wird dadurch ermöglicht, dass der Trockenbauer sein Gewerk vollständig vollenden
kann bevor der Elektriker sein Gewerk beginnt.
[0014] Vorzugsweise verfügt das Montagesystem weiterhin über zwei Randaufnahmeplatten, welche
ausgebildet sind, um in Endbereichen des Ausschnitts angebracht zu werden, die Aufnahmeschienen
vorzugsweise zu verbinden, und die Endbereiche des Ausschnitts thermisch von den Aufnahmeschienen
zu entkoppeln. Unter 'verbinde' wird hier nicht zwingend eine mechanische Verbindung
verstanden, sondern gegebenenfalls auch eine rein optische Verbindung; dass sich die
Randaufnahmeplatten also wenigstens im Wesentlichen über die Gesamtbreite beider Aufnahmeschienen
bzw. beider erster Schenkel erstreckt. Die Randaufnahmeplatten sind insbesondere vorteilhaft,
da der häufigste Entstehungsort eines Risses die Ecke eines Ausschnitts ist. Durch
eine (mechanische und) thermische Entkopplung der Ecken des Ausschnitts, welche von
den Randaufnahmeplatten umfasst werden, kann eine Rissbildung noch besser vermieden
werden.
[0015] Bevorzugt sind die zweiten Schenkel der Aufnahmeschienen weiterhin ausgebildet, um
Abdeckungen und/oder Optiken und/oder andere Bauteile - in einer Ebene der Wand bzw.
Decke - zu halten. Hierzu können bspw. entweder die zuvor erwähnten Aufnahmen oder
zusätzliche Aufnahmen (Profilierungen etc.) der zweiten Schenkel wenigstens als Anschlag
der einzusetzenden Abdeckung/Optik in Einsetzrichtung gesehen dienen. So kann eine
besonders große Montageflexibilität erreicht werden. Insbesondere kann so auf zusätzliche
Halterungen für Abdeckungen, Optiken, etc. verzichtet werden.
[0016] Ein erfindungsgemäßes Leuchtensystem beinhaltet ein zuvor beschriebenes Montagesystem,
eine Leuchte mit einem Leuchtengehäuse und eine abgehängte Decke bzw. Wand. Die Aufnahmeschienen
sind dabei mit ihrem jeweiligen ersten Schenkel an einer Vorderseite der abgehängten
Wand oder einer Unterseite der abgehängten Decke an gegenüberliegenden Rändern eines
Ausschnitts der Wand bzw. Decke befestigt. Die zweiten Schenkel der Aufnahmeschienen
greifen dabei in den Ausschnitt ein bzw. ragen in diesen hinein und tragen das Leuchtengehäuse,
ohne das Leuchtengehäuse starr mit den ersten Schenkeln der Aufnahmeschienen zu verbinden.
Eine einfache Montage wird damit erreicht, während gleichzeitig eine wand- bzw. deckenseitige
Rissbildung vermieden wird.
[0017] Bevorzugt verfügt das Leuchtensystem über eine Gehäuseaufnahme, welche auf einer
Rückseite der Wand bzw. Decke im Bereich des Ausschnitts angeordnet ist, das Leuchtengehäuse
umfasst und/oder trägt und den Ausschnitt gegenüber der Rückseite der Wand bzw. Decke
abschließt. So wird erreicht, dass die Aufnahmeschienen nicht die (gesamte) Last des
Leuchtengehäuses tragen müssen. Eine besonders einfache mechanische und thermische
Entkopplung ist damit möglich.
[0018] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnung, in der ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel
der Erfindung dargestellt ist, beispielhaft beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1:
- ein erstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Montagesystems in einer Schnittansicht,
und
- Fig. 2:
- ein zweites Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Montagesystems in einer dreidimensionalen
Detailansicht.
[0019] Anhand der Fig. 1 und 2 wird auf den detaillierten Aufbau und die Funktionsweise
des erfindungsgemäßen Montagesystems und des erfindungsgemäßen Leuchtensystems eingegangen.
Identische Elemente wurden in ähnlichen Abbildungen zum Teil nicht wiederholt dargestellt
und beschrieben.
[0020] In Fig. 1 ist ein erstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Leuchtensystems
gezeigt. Das Leuchtensystem beinhaltet ein Leuchtengehäuse 10, welches im Bereich
eines Ausschnitts 3 einer abgehängten Decke 2 oberhalb der abgehängten Decke 2 montiert
ist. Das Leuchtengehäuse 10 wird dabei von L-förmigen Aufnahmeschienen 4a und 4b in
Position gehalten. Die Aufnahmeschienen 4a und 4b sind dabei Teil des erfindungsgemäßen
Montagesystems 1. Die Aufnahmeschienen 4a und 4b weisen dabei jeweils einen ersten
Schenkel 5a und 5b auf, mit welchem sie auf der Unterseite der abgehängten Decke 2
angebracht sind. Sie können dabei zum Beispiel geschraubt oder getackert sein. Die
Aufnahmeschienen weisen weiterhin jeweils einen zweiten Schenkel 6a und 6b auf, welcher
in den Ausschnitt 3 eingreift bzw. in diesen hineinragt und das Leuchtengehäuse 10
trägt, ohne das Leuchtengehäuse 10 starr mit den ersten Schenkeln 5a und 5b der Aufnahmeschienen
4a und 4b zu verbinden; mithin also das Leuchtengehäuse 10 'schwimmend' trägt. Insbesondere
wird das Leuchtengehäuse 10 dabei von Auskragungen bzw. Profilierungen 7a und 7b der
zweiten Schenkel 6a und 6b, welche Aufnahmen bilden, getragen.
[0021] Der Ausschnitt 3 weist dabei im Bereich der Aufnahmeschienen 4a und 4b einen Abstand
d2 auf, während die zweiten Schenkel 6a und 6b der Aufnahmeschienen 4a und 4b zueinander
einen Abstand d1 aufweisen. Der Abstand d1 der zweiten Schenkel 6a und 6b zueinander
ist dabei geringer als die Breite d2 des Ausschnitts 3. Der Abstand d1 ist somit kleiner
als der Abstand d2. Dadurch wird erreicht, dass sich zwischen den zweiten Schenkel
6a und 6b und den Rändern des Ausschnitts 3 Abstände 9a und 9b bilden. Die Abstände
9a und 9b unterstützen eine thermische Entkopplung des Leuchtengehäuses 10 von den
Rändern des Ausschnitts 3 der abgehängten Decke 2. Darüber hinaus können die zweiten
Schenkel 6a und 6b derart flexibel ausgebildet sein, dass sie bei Bedarf thermische
Ausdehnungen des Leuchtengehäuses durch seitliche Bewegung in die Abstände 9a und
9b hinein oder in entgegengesetzter Richtung ausgleichen können.
[0022] Des Weiteren ermöglichen es die Aufnahmeschienen 4a und 4b, dass über den ersten
Schenkel 5a und 5b die Abstände 9a und 9b sicher ausgeglichen werden können. Auf diese
Weise kann - im Gegensatz zu der herkömmlichen Befestigungsweise - der Ausschnitt
3 mit mehr Spiel bereitgestellt werden, was den Einbau des erfindungsgemäßen Systems
vereinfacht.
[0023] Die Aufnahmeschienen 4a und 4b weisen darüber hinaus Einputzkanten 8a und 8b auf,
welche ein bündiges Einputzen der ersten Schenkel 5a und 5b der Aufnahmeschienen 4a
und 4b mit der Unterseite der abgehängten Decke 2 ermöglichen. Die Einputzkanten 8a
und 8b weisen hierzu im eingebauten Zustand des Systems von der abgehängten Decke
2 weg (nach unten), also im Wesentlichen quer zu den ersten Schenkel oder längs zu
den zweiten Schenkeln. Insbesondere wird so erreicht, dass der Trockenbauer sein Gewerk
durch Montage der Aufnahmeschienen 4a und 4b und anschließendem Einputzen der Aufnahmeschienen
4a und 4b an den Einputzkanten 8a und 8b vollständig abschließen kann. Die Montage
des Leuchtengehäuses 10 kann durch den Elektriker erfolgen, ohne dass der Trockenbauer
noch einmal nacharbeiten muss.
[0024] Die zweiten Schenkel 6a und 6b der Aufnahmeschienen 4a und 4b sind dabei zusätzlich
ausgebildet, um weitere Bauelemente wie zum Beispiel Optiken oder Abdeckungen einer
Leuchte im Bereich der Ebene der abgehängten Decke 2 zu halten. So können Ausschnitte
3, welche gerade nicht für eine Leuchte genutzt werden, einfach abgedeckt werden.
Alternativ können Ausschnitte 3, welche gerade für eine Leuchte genutzt werden, sehr
einfach mit einer Optik versehen werden, welche dann nicht in die Leuchte integriert
werden muss.
[0025] Vorzugsweise weist das Leuchtensystem, welches hier dargestellt ist, zusätzlich eine
Gehäuseaufnahme 12 auf, welche auf der Oberseite der abgehängten Decke im Bereich
des Ausschnitts 3 angeordnet ist. Die Gehäuseaufnahme 12 umfasst dabei das Leuchtengehäuse
10 und trägt es optional zusätzlich. Darüber hinaus schließt die Gehäuseaufnahme 12
den Ausschnitt 3 gegenüber der Rückseite der abgehängten Decke 2 ab.
[0026] In dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel wurde stets von einer abgehängten Decke
gesprochen. Dies ist jedoch nicht als Einschränkung zu verstehen. Bei den Elementen
2 kann es sich ebenso um eine abgehängte Wand und dergleichen handeln.
[0027] In Fig. 2 ist ein zweites Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Montagesystems
1 in einer dreidimensionalen Ansicht gezeigt. Hier wurde der Übersichtlichkeit halber
auf eine Darstellung des Leuchtengehäuses und der Gehäuseaufnahme verzichtet.
[0028] Seitliche Ränder des Ausschnitts 3 sind hier durch die Aufnahmeschienen 4a und 4b
mit dem in Fig. 1 dargestellten Abstand 9a und 9b verdeckt.
[0029] Hier ist zusätzlich eine in Fig. 1 nicht dargestellte Randaufnahmeplatte 13 gezeigt,
welche in einem Endbereich des Ausschnitts 3 angebracht ist und die Aufnahmeschienen
4a und 4b vorzugsweise verbindet oder sich wenigstens quer über den Ausschnitt 3 erstreckt,
vorzugsweise wenigstens im Wesentlichen über die gesamte Breite der Aufnahmeschienen
4a und 4b bzw. deren ersten Schenkeln 5a und 5b. Im letztgenannten Fall kann die Randaufnahmeplatte
13 sogar leicht von den Aufnahmeschienen 4a und 4b beabstandet sein; bspw. um einen
Dehnungsspalt zu den Aufnahmeschienen 4a und 4b bereitzustellen. Die Randaufnahmeplatte
13 dient dabei zur zusätzlichen (mechanischen und) thermischen Trennung des für Risse
besonders empfindlichen Randbereichs des Ausschnitts 3 von den Aufnahmeschienen 4a
und 4b. In Fig. 2 ist lediglich ein einzelner Randbereich des Ausschnitts 3 dargestellt.
Selbstverständlich ist eine entsprechende Randaufnahmeplatte auch an dem gegenüberliegenden
Rand des Ausschnitts 3 anzubringen bzw. anbringbar. Dies wurde der Übersichtlichkeit
halber hier jedoch nicht dargestellt.
[0030] Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. Wie
bereits erwähnt, kann das erfindungsgemäße Montagesystem in jeglichen abgehängten
Oberflächen eingesetzt werden. Auch kann es zur Montage anderer Bauelemente als Leuchten
genutzt werden. Alle vorstehend beschriebenen Merkmale oder in den Figuren gezeigten
Merkmale sind im Rahmen der Erfindung beliebig vorteilhaft miteinander kombinierbar.
Ferner ist es denkbar, dass die zwei zusammenwirkenden Aufnahmeschienen in mehrere
Segmente in Längsrichtung derselben gesehen unterteilt sind. Die Randaufnahmeplatten
können dann an der jeweils äußersten Aufnahmeschiene und/oder auch an beliebigen Stoßbereichen
zweier Aufnahmeschienen vorgesehen sein.
1. Montagesystem (1) zur Montage einer Leuchte, aufweisend zwei im Wesentlichen L-förmig
ausgebildete Aufnahmeschienen (4a, 4b),
wobei die Aufnahmeschienen (4a, 4b) jeweils einen ersten Schenkel (5a, 5b) aufweisen,
welcher ausgebildet ist, um an einer Vorderseite einer abgehängten Wand oder einer
Unterseite einer abgehängten Decke (2) an jeweils einer gegenüberliegenden Kante eines
Ausschnitts (3) der Wand bzw. Decke (2) befestigt zu werden,
wobei die zwei Aufnahmeschienen (4a, 4b) jeweils einen zweiten Schenkel (6a, 6b) aufweisen,
welcher ausgebildet ist, um in den Ausschnitt (3) hineinzugreifen bzw. hineinzuragen
und wobei die zweiten Schenkel (6a, 6b) der Aufnahmeschienen (4a, 4b) Aufnahmen (7a,
7b), Auskragungen oder Profilierungen (7a, 7b) aufweisen, welche ausgebildet sind,
um ein Leuchtengehäuse (10) der Leuchte zu tragen, ohne das Leuchtengehäuse (10) starr
mit den ersten Schenkeln (5a, 5b) der Aufnahmeschienen (4a, 4b) zu verbinden.
2. Montagesystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufnahmeschienen (4a, 4b) ausgebildet sind, um in einem definierten ersten Abstand
(d1) zueinander, gemessen zwischen den zweiten Schenkeln (6a, 6b), angeordnet zu werden,
dass, wenn Ränder des Ausschnitts (3) einen zweiten Abstand (d2) aufweisen, welcher größer
ist als der erste Abstand (d1), sich damit Abstände (9a, 9b) zwischen den zweiten
Schenkeln (6a, 6b) der Aufnahmeschienen (4a, 4b) und den Rändern des Ausschnitts (3)
ergeben.
3. Montagesystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufnahmen (7a, 7b) ausgebildet sind, um das Leuchtengehäuse (10) schwimmend zu
tragen, und/oder
dass die zweiten Schenkel (6a, 6b) der Aufnahmeschienen (4a, 4b) derart flexibel ausgebildet
sind, dass sie thermische Größenveränderungen des Leuchtengehäuses (10) ausgleichen
ohne diese an die ersten Schenkel (5a, 5b) der Aufnahmeschienen (4a, 4b) oder an Ränder
des Ausschnitts (3) zu übertragen.
4. Montagesystem nach Anspruch 1 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufnahmen (7a, 7b) ausgebildet sind, um das Leuchtengehäuse (10) und die Aufnahmeschienen
(4a, 4b) thermisch zu entkoppeln.
5. Montagesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufnahmeschienen (4a, 4b) Einputzkanten (8a, 8b) aufweisen, welche ausgebildet
sind, um ein bündiges Verputzen der ersten Schenkel (5a, 5b) mit einer Oberfläche
der Wand bzw. Decke (2) zu ermöglichen.
6. Montagesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Montagesystem (1) über zwei Randaufnahmeplatten (13) verfügt, welche ausgebildet
sind,
- um in Endbereichen des Ausschnitts (3) angebracht zu werden,
- um vorzugsweise die Aufnahmeschienen (4a, 4b) zu verbinden, und
- die Endbereiche des Ausschnitts (3) thermisch von den Aufnahmeschienen (4a, 4b)
zu entkoppeln.
7. Montagesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zweiten Schenkel (6a, 6b) der Aufnahmeschienen (4a, 4b) ausgebildet sind, um
Abdeckungen und/oder Optiken vorzugsweise in einer Ebene der Wand bzw. Decke (2) zu
halten.
8. Leuchtensystem mit einem Montagesystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, eine
Leuchte mit einem Leuchtengehäuse (10) und einer abgehängten Decke (2) oder Wand,
wobei die Aufnahmeschienen (4a, 4b) mit ihrem jeweiligen ersten Schenkel (5a, 5b)
an einer Vorderseite der abgehängten Wand oder einer Unterseite der abgehängten Decke
(2) an gegenüberliegenden Rändern eines Ausschnitts (3) der Wand bzw. Decke (2) befestigt
sind, und
wobei die zweiten Schenkel (6a, 6b) der Aufnahmeschienen (4a, 4b) in den Ausschnitt
(3) eingreifen bzw. hineinragen und das Leuchtengehäuse (10) der Leuchte tragen, ohne
das Leuchtengehäuse (10) starr mit den ersten Schenkeln (5a, 5b) der Aufnahmeschienen
(4a, 4b) zu verbinden.
9. Leuchtensystem nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Leuchtensystem über eine Gehäuseaufnahme (12) verfügt, welche
- auf einer Rückseite der Wand bzw. Decke (2) im Bereich des Ausschnitts (3) angeordnet
ist,
- das Leuchtengehäuse (10) umfasst und/oder trägt, und
- den Ausschnitt (3) gegenüber der Rückseite der Wand bzw. Decke (2) abschließt.
1. Mounting system (1) for mounting a lamp, having two essentially L-shaped receiving
rails (4a, 4b),
wherein the receiving rails (4a, 4b) respectively have a first leg (5a, 5b), which
is configured to be fastened on a front side of a suspended wall or an underside of
a suspended ceiling (2) to a respective opposite edge of a cutout (3) of the wall
or ceiling (2),
wherein the two receiving rails (4a, 4b) respectively have a second leg (6a, 6b),
which is configured to engage in or project into the cutout (3), and wherein the second
legs (6a, 6b) of the receiving rails (4a, 4b) have receptacles (7a, 7b), projections
or profiles (7a, 7b) which are configured to support a lamp housing (10) of the lamp
without rigidly connecting the lamp housing (10) to the first legs (5a, 5b) of the
receiving rails (4a, 4b).
2. Mounting system according to Claim 1,
characterized in that
the receiving rails (4a, 4b) are configured to be located at a defined first distance
(d1) from one another, measured between the second legs (6a, 6b) and,
if the edges of the cutout (3) have a second distance (d2) which is greater than the
first distance (d1), distances (9a, 9b) result between the second legs (6a, 6b) of
the receiving rails (4a, 4b) and the edges of the cutout (3).
3. Mounting system according to Claim 1,
characterized in that
the receptacles (7a, 7b) are configured to support the lamp housing (10) in a floating
manner, and/or
that the second legs (6a, 6b) of the receiving rails (4a, 4b) are designed to be flexible
to equalize thermal size variations of the lamp housing (10) without transferring
said variations to the first legs (5a, 5b) of the receiving rails (4a, 4b) or to the
edges of the cutout (3).
4. Mounting system according to Claim 1 or 3,
characterized in that
the receptacles (7a, 7b) are designed to decouple the lamp housing (10) and the receiving
rails (4a, 4b) thermally.
5. Mounting system according to any one of Claims 1 to 4,
characterized in that
the receiving rails (4a, 4b) have plaster edges (8a, 8b), which are configured to
allow flush plastering of the first legs (5a, 5b) to a surface of the wall or ceiling
(2).
6. Mounting system according to any one of Claims 1 to 5,
characterized in that
the mounting system (1) has two edge receiving plates (13), which are configured to
- be attached in end regions of the cutout (3),
- preferably to connect the receiving rails (4a, 4b), and
- to decouple the end regions of the cutout (3) from the receiving rails (4a, 4b)
thermally.
7. Mounting system according to any one of Claims 1 to 6,
characterized in that
the second legs (6a, 6b) of the receiving rails (4a, 4b) are configured to hold covers
and/or optics, preferably in a plane of the wall or ceiling (2).
8. Lamp system having a mounting system (1) according to any one of Claims 1 to 7, a
lamp having a lamp housing (10) and a suspended ceiling (2) or wall, wherein, with
their respective first leg (5a, 5b), the receiving rails (4a, 4b) are fastened on
a front side of the suspended wall or an underside of the suspended ceiling (2) to
opposite edges of a cutout (3) of the wall or ceiling (2), and
wherein the second legs (6a, 6b) of the receiving rails (4a, 4b) engage in or project
into the cutout (3) and support the lamp housing (10) of the lamp, without rigidly
connecting the lamp housing (10) to the first legs (5a, 5b) of the receiving rails
(4a, 4b) .
9. Lamp system according to Claim 8,
characterized in that
the lamp system has a housing receptacle (12), which
- is located on a rear side of the wall or ceiling (2) in the region of the cutout
(3),
- encloses and/or supports the lamp housing (10), and
- seals the cutout (3) with respect to the rear side of the wall or ceiling (2).
1. Système de montage (1) pour le montage d'un luminaire, comprenant deux rails de réception
(4a, 4b) essentiellement conçus en forme de L,
les rails de réception (4a, 4b) comprenant chacun une première branche (5a, 5b), laquelle
est conçue pour être fixée sur une face avant d'une paroi suspendue ou sur la face
inférieure d'un plafond suspendu (2) sur un bord opposé d'une découpe (3) de la paroi
ou du plafond (2) respectivement,
les deux rails de réception (4a, 4b) comprenant chacun une deuxième branche (6a, 6b),
laquelle est conçue pour entrer en prise avec ou pénétrer dans la découpe (3) et la
deuxième branche (6a, 6b) des rails de réception (4a, 4b) comprenant des logements
(7a, 7b), des saillies ou des profilages (7a, 7b), lesquels sont conçus pour supporter
un boîtier de luminaire (10) du luminaire, sans raccorder le boîtier de luminaire
(10) rigidement aux premières branches (5a, 5b) des rails de réception (4a, 4b).
2. Système de montage selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que les rails de réception (4a, 4b) sont conçus pour être disposés à une première distance
(d1) définie l'un de l'autre, mesurée entre les deuxièmes branches (6a, 6b), que,
lorsque les bords de la découpe (3) présentent une deuxième distance (d2) qui est
supérieure à la première distance (d1), cela produit des distances (9a, 9b) entre
les deuxièmes branches (6a, 6b) des rails de réception (4a, 4b) et les bords de la
section (3).
3. Système de montage selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que les logements (7a, 7b) sont conçus pour supporter de manière flottante le boîtier
de luminaire (10), et/ou que les deuxièmes branches (6a, 6b) des rails de réception
(4a, 4b) sont conçues de manière si flexible qu'elles compensent les modifications
thermiques des dimensions du boîtier de luminaire (10) sans les transférer aux premières
branches (5a, 5b) des rails de réception (4a, 4b) ou aux bords de la découpe (3).
4. Système de montage selon la revendication 1 ou 3,
caractérisé en ce
que les logements (7a, 7b) sont conçus pour découpler thermiquement le boîtier de luminaire
(10) et les rails de réception (4a, 4b).
5. Système de montage selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce
que les rails de réception (4a, 4b) comprennent des bords de plâtrage (8a, 8b), lesquels
sont conçus pour permettre le plâtrage affleurant des premières branches (5a, 5b)
à la surface de la paroi ou du plafond (2).
6. Système de montage selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce
que le système de montage (1) dispose de deux plaques de fixation de bord (13), lesquelles
sont conçues
- pour être montées dans les zones d'extrémité de la découpe (3),
- pour raccorder de préférence les rails de réception (4a, 4b), et
- pour découpler thermiquement les zones d'extrémité de la découpe (3) des rails de
réception (4a, 4b).
7. Système de montage selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce
que les deuxièmes branches (6a, 6b) des rails de réception (4a, 4b) sont conçues pour
soutenir des couvercles et/ou des optiques de préférence dans un plan de la paroi
ou du plafond (2).
8. Système de luminaire comprenant un système de montage (1) selon l'une quelconque des
revendications 1 à 7, un luminaire comprenant un boîtier de luminaire (10) et un plafond
ou une paroi suspendu (2),
les rails de réception (4a, 4b) étant fixés par leurs premières branches (5a, 5b)
sur une face avant de la paroi suspendue ou sur une face inférieure du plafond suspendu
(2), à des bords opposés d'une découpe (3) de la paroi ou du plafond (2), et
les deuxièmes branches (6a, 6b) des rails de réception (4a, 4b) entrant en prise avec
ou pénétrant dans la découpe (3) et supportant le boîtier de luminaire (10) du luminaire,
sans raccorder le boîtier de luminaire (10) rigidement aux premières branches (5a,
5b) des rails de réception (4a, 4b).
9. Système de luminaire selon la revendication 8,
caractérisé en ce
que le système de luminaire dispose d'un logement de boîtier (12), lequel
- est disposé sur une face arrière de la paroi ou du plafond (2) dans la zone de la
découpe (3),
- entoure et/ou supporte le boîtier de luminaire (10), et
- ferme la découpe (3) en regard de la face arrière de la paroi ou du plafond (2).


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