[0001] Die Erfindung betrifft eine Bearbeitungsmaschine gemäß dem Oberbegriff von Anspruch
1.
Stand der Technik
[0002] An für den Etikettendruck oder Verpackungsdruck konzipierte oder eingesetzte Druckmaschinen
werden zunehmend hohe Anforderungen hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit und der Einfachheit
der Bedienung bei gleichzeitig maximierter Variabilität für die Produktherstellung
gestellt. Beispielsweise soll die Druckmaschine möglichst wenig Makulatur, beispielsweise
beim Umrüsten zwischen verschiedenen Druckaufträgen, auch zwischen verschiedenen Druckverfahren
oder Drucklängen, verursachen. Geläufige für den Etikettendruck, insbesondere für
den Selbstklebeetikettendruck, ausgelegte Schmalbahndruckmaschinen und für den Faltschachteldruck
ausgelegte Bahndruckmaschinen in Reihenbauweise weisen meist einen Maschinenaufbau
auf, in dem ein Bedruckstoff oder ein Substrat über eine Vielzahl von Zylindern und
Walzen zwischen verschiedenen Prozessebenen (beispielsweise für den Druck und für
die Trocknung) geführt wird. Eine zwischen verschiedenen Druckverfahren umrüstbare
Etikettendruckmaschine ist im Dokument
WO 2005/028202 A1 beschrieben. Um zu erreichen, dass die Druckmaschine schnell umgerüstet werden kann,
ist beispielsweise die Verwendung von Sleevezylindern bekannt, welche einfach gewechselt
werden können.
[0003] Die
DE 699 10 299 T2 zeigt eine Schmalbahn-Druckmaschine mit einer Vielzahl von Flexodruckwerken. Die
Druckzylinder sind freigebbar ausgebildet, so dass Drucksleeves einfach gewechselt
werden können. Dazu bleiben die Druckzylinder an ihrem antriebsseitigen Ende in einem
Lager gehalten, während das bedienseitige Lager geöffnet wird. Aufgrund des hohen
Eigengewichts der Druckzylinder senken diese sich auf der Bedienseite ab, sobald das
Lager geöffnet ist. Daher kann es beim Wiederverschließen des Lagers zum Arretieren
des Druckzylinders auch auf seiner bedienseitigen Antriebsachse zu Schwierigkeiten
beim Schließen des Lagers kommen. Weil der Druckzylinder eben nicht in einer exakt
waagrechten Position verbleibt, muss beim Schließen des bedienseitigen Lagers, das
heißt beim Einfädeln der bedienseitigen Antriebsachse in das Lager, ein Abstand bzw.
eine Neigung von wenigen Millimetern überbrückt werden.
[0004] Zur Lösung dieses Problems schlägt die
EP 0 279 394 A2 eine spezielle Lagerung des antriebsseitigen Achsenendes eines Bearbeitungszylinders
vor, um eine Absenkbewegung des freien Endes der Achse, das heißt des bedienseitigen
Endes der Achse, zu verhindern. Dazu ist eine Haltevorrichtung mit einer einseitigen
Abstützeinheit vorgesehen. Die Abstützeinheit besitzt eine Hilfswelle, welche auf
dem antriebsseitigen Achszapfen aufsitzt. Diese mechanisch aufwändige Lösung erfordert
im Bereich des Antriebsstranges zusätzlichen Bauraum. Da dieser nicht bei allen Maschinentypen
vorhanden ist, lässt sich die vorgeschlagene Haltevorrichtung nicht in allen Maschinen
anwenden; auch ist eine Nachrüstung von Gebrauchtmaschinen kaum möglich.
Aufgabenstellung
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Bearbeitungsmaschine mit freigebbarem
Bearbeitungszylinder zu schaffen, welche die Nachteile des Standes der Technik nicht
aufweist und bei unterschiedlichsten Maschinentypen anwendbar ist.
Technische Lösung
[0006] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Bearbeitungsmaschine mit den Merkmalen von Anspruch
1.
[0007] Die erfindungsgemäße Bearbeitungsmaschine, insbesondere eine Druckmaschine, dient
der Bearbeitung eines flächenförmigen Substrats, welches ein bahnförmiger oder bogenförmiger
Bedruckstoff sein kann. Die Bearbeitungsmaschine besitzt mindestens einen Bearbeitungszylinder,
insbesondere einen Sleevezylinder eines Druckwerks zum Bearbeiten des Substrats, wobei
das Substrat an dem Bearbeitungszylinder entlang geführt wird. Der Bearbeitungszylinder
weist antriebsseitig und bedienseitig jeweils eine Lagervorrichtung auf, wobei zumindest
das bedienseitige Lager ein Rotationslager, zum Beispiel ein Nadellager, und eine
Lagerschale zur Aufnahme des Rotationslagers aufweist. Erfindungsgemäß ist die Lagerschale
an einer verschieblichen Seitenwange als Teil des Maschinengestells angebracht. Die
Seitenwange ist entlang mindestens einer, insbesondere horizontalen Führungsschiene
verschieblich. Eine Führungsfläche der Seitenwange kann dabei mit einer jeweiligen
Führungsschiene zusammen wirken und beide so einen Führungsschlitten bilden. In vorteilhafter
Weise ist die Lagerschale relativ zur Seitenwange absenkbar und anhebbar ausgeführt.
Das heißt, die Lagerschale kann eine Bewegung nach unten mit zumindest einem vertikalen
Anteil ausführen. Ein Freigeben des mindestens einen Bearbeitungszylinders erfolgt
durch ein Absenken der Lagerschale und ein Verschieben der Seitenwange. Ein Arretieren
des mindestens einen Bearbeitungszylinders erfolgt dann durch Verschieben der Seitenwange
und Anheben der Lagerschale. Dank der Absenk- und Anhebbewegung der Lagerschale mit
vertikaler Bewegungskomponente wird das aufgrund der Gewichtskraft abgesenkte bedienseitige
Ende des Bearbeitungszylinders beim Wiederarretieren von der Lagerschale dort aufgenommen,
wo es sich befindet. Es gibt somit keinen störenden Versatz zwischen der Achse des
Bearbeitungszylinders und der Lagerschale. Damit wird ein einfaches und schnelles
Freigeben des Bearbeitungszylinders bei geringer mechanischer Beanspruchung des Bearbeitungszylinders
beim Schließen und Arretieren des bedienseitigen Lagers realisiert.
[0008] In vorteilhafter Weiterbildung der erfindungsgemäßen Bearbeitungsmaschine ist ein
der Lagerschale zugeordneter Aktuator vorgesehen, welcher insbesondere an der Seitenwange
befestigt sein kann zum Bewegen, das heißt Absenken und Anheben der Lagerschale. In
vorteilhafter Ausführungsform ist der Aktuator als Pneumatikzylinder ausgeführt. Zusätzlich
kann eine Klemmeinheit vorgesehen sein zum Fixieren des Aktuators in einer Arbeitsstellung,
derart, dass der Aktuator der Lagerschale unbeweglich wird. Ist der Aktuator der Lagerschale
als Pneumatikzylinder ausgeführt, so kann die Klemmeinheit als pneumatische Kolbenklemmung
ausgeführt sein.
[0009] In einer möglichen Ausführungsvariante der erfindungsgemäßen Bearbeitungsmaschine
besitzt die Lagerschale eine Anschlagfläche und die Seitenwange besitzt eine komplementäre
Anschlagfläche, wobei ein Kontaktieren beider Flächen durch Anheben der Lagerschale
erfolgt und so eine definierte Position des Rotationslagers vorgegeben wird.
[0010] In einer besonders vorteilhaften und daher bevorzugten Weiterbildung der erfindungsgemäßen
Bearbeitungsmaschine ist die Lagerschale an einem Drehpunkt an der Seitenwange aufgenommen,
und ist verschwenkbar zur Ausführung der Absenk- und Anhebbewegung. In einer alternativen
Ausführungsvariante weist die Seitenwange eine Linearführung auf, in welcher die Lagerschale
geführt wird zur Ausführung der Absenkund Anhebbewegung.
[0011] In Weiterbildung der Bearbeitungsmaschine kann auch der Seitenwange ein Aktuator
zugeordnet sein zum Verschieben der Seitenwange. Der Aktuator kann dabei als Spindelantrieb
mit Elektromotor ausgeführt sein.
[0012] Um das Freigeben und Arretieren des Bearbeitungszylinders zu automatisieren, so dass
hier kein Eingriff des Maschinenbedieners erforderlich ist, ist zum einen eine Maschinensteuerung
vorgesehen. Zum anderen sind der Aktuator der Lagerschale, die Klemmeinheit und der
Aktuator der Seitenwange datenübertragungstechnisch mit der Maschinensteuerung verbunden
und sind von dieser ansteuerbar zum automatischen Freigeben und Arretieren des Bearbeitungszylinders
durch Verschieben der Seitenwange und Absenken bzw. Anheben der Lagerschale.
[0013] Bei der Bearbeitungsmaschine kann es sich bevorzugt eine Bahndruckmaschine mit einer
Mehrzahl von Druckwerken handeln.
[0014] Die beschriebene Erfindung und die beschriebenen vorteilhaften Weiterbildungen der
Erfindung stellen auch in Kombination miteinander - soweit dies technisch sinnvoll
ist - vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung dar.
[0015] Hinsichtlich weiterer Vorteile und in konstruktiver und funktioneller Hinsicht vorteilhafter
Ausgestaltungen der Erfindung wird auf die Unteransprüche sowie die Beschreibung von
Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beiliegenden Figuren verwiesen.
Ausführungsbeispiel
[0016] Die Erfindung soll an Hand beigefügter Figuren noch näher erläutert werden. Einander
entsprechende Elemente und Bauteile sind in den Figuren mit gleichen Bezugszeichen
versehen. Zugunsten einer besseren Übersichtlichkeit der Figuren wurde auf eine maßstabsgetreue
Darstellung verzichtet.
Es zeigen in schematischer Darstellung
- Fig. 1a
- ein Bearbeitungswerk mit einem arretierten Bearbeitungszylinder
- Fig. 1b
- das Bearbeitungswerk aus Fig. 1a mit einem freigegebenen Bearbeitungszylinder
- Fig. 2
- eine Druckmaschine mit Bearbeitungswerken gem. Fig. 1a und b
[0017] In der Figur 2 ist eine Ansicht einer Bearbeitungsmaschine in der bevorzugten Ausführungsform
einer Druckmaschine 100, genauer einer Bahn-Druckmaschine in Reihenbauweise, mit in
horizontaler Richtung folgenden Druckwerken 110 gezeigt. Die Druckmaschine dient der
Bearbeitung eines Substrats 1000 in Bahnform. Das Substrat wird von einer Substratrolle
146 in einem Zuführteil 148 der Druckmaschine 142 abgerollt und entlang eines Weges
in Maschinenlaufrichtung M durch die Druckmaschine 142 geführt. Die Druckmaschine
142 kann eine Mehrzahl von Gestellmodulen 126, hier beispielhaft drei Gestellmodule
126, aufweisen, welche zusammen das Maschinengestell 9 bilden. In dieser Ausführungsform
sind jeweils zwei Druckwerke 110 beziehungsweise ein Druckwerk 110 und ein Bearbeitungswerk
150, hier ein Stanzwerk zum Ausstanzen von Etiketten oder Faltschachteln auf dem bahnförmigen
Substrat 100, an einem Gestellmodul 126 aufgenommen. Nach den einzelnen Bearbeitungsstationen
folgt ein Auslaufteil 152, in welchem die fertigen Produkte in eine Rolle 154 aufgewickelt
werden. Zuführteil 148, Gestellmodule 126 und Auslaufteil 152 sind lösbar bzw. trennbar
miteinander verbunden sodass sich ein modularer Aufbau der Druckmaschine 142 ergibt.
[0018] In der Darstellung der einzelnen Druckwerke 110, hier Flexodruckwerke sind neben
den Druckzylindern, den Gegendruckzylindern und den Farbauftragswalzen auch Kammerrakel
gezeigt. Des Weiteren weisen die Druckwerke 110 in der Druckmaschine 100 diverse Trocknungseinrichtungen
auf: Den Gegendruckzylindern sind an dem jeweiligen Druckspalt des Druckwerks 110
nachgeordnet UV-Trocknungseinrichtungen zugeordnet, so dass das bedruckte Substrat
1000 direkt auf dem Gegendruckzylinder getrocknet werden kann. Die Druckwerke 110
weisen auch Bahnleitwalzen 160 zur Führung des bahnförmigen Substrats 1000 auf. In
der gezeigten Ausführungsform umfasst das fünfte Druckwerk 110 eine Heißlufttrocknungseinrichtung
162. Alternativ könnte auch hier eine UV- oder eine IR-Trocknungseinrichtung eingesetzt
werden. Nachfolgend ist ein Stanzwerk 150 angeordnet, welches als rotierende Werkzeuge
einen Stanzzylinder und einen Gegenstanzzylinder aufweist. Zusätzlich bzw. alternativ
zu dem Stanzwerk kann auch ein Prägewerk, beispielsweise ein Heißfolienprägewerk Verwendung
finden. Alternativ zu den dargestellten Flexodruckwerken können auch Tiefdruck-, Offset-Druckwerke
und Rotationssiebdruckwerke eingesetzt werden.
[0019] In den Figuren 1a und 1b ist ein Druckwerk 110 einer Druckmaschine 100 dargestellt.
Zur besseren Erkennbarkeit ist das Substrat 1000, welches in dem Druckwerk 110 bearbeitet
wird, nicht dargestellt. Auch ist ausschließlich der eine Bearbeitungszylinder 1 dargestellt,
welcher freigegeben werden soll, beispielsweise zum Austausch eines Drucksleeves.
Die weiteren Bearbeitungszylinder sowie Transportwalzen des Druckwerks 110 sind ebenfalls
nicht dargestellt.
[0020] Der Bearbeitungszylinder 1 wird an seinen beiden Enden, das heißt antriebsseitig
sowie bedienseitig, jeweils durch eine Lagervorrichtung 2 aufgenommen und gelagert.
Die antriebsseitige Lagervorrichtung 2 ist in den Figuren 1a und 1b nicht zu erkennen.
Die bedienseitige Lagervorrichtung 2 weist eine Lagerschale 4 auf, in welcher ein
Lager 3, beispielsweise ein als Nadellager ausgeführtes Rotationslager, aufgenommen
werden kann.
[0021] In der Darstellung von Figur 1a ist der Bearbeitungszylinder 1 in seiner Arbeitsstellung
beidseitig von den Lagervorrichtungen 2 aufgenommen und das Lager 3 ist fest in der
Lagerschale 4 arretiert. Die Lagerschale 4, welche um einen Drehpunkt 10 schwenkbar
an einer Seitenwange 8 aufgenommen ist, wird in dieser Position von einem Aktuator
11 der Lagerschale 8 gehalten, welcher ausgeführt ist als Pneumatikzylinder. Damit
dieser Pneumatikzylinder 11 in seiner Position fixiert bleibt und sich die Lagerschale
4 nicht bewegen kann, ist eine Klemmeinheit 12 vorgesehen, welche auf den Aktuator
11 derart einwirkt, dass der Aktuator in dieser Arbeitsstellung fixiert bleibt. Die
Klemmeinheit 12 ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel als pneumatische Kolbenklemmung
ausgeführt.
[0022] Soll nun der Bearbeitungszylinder 1 auf der Bedienerseite freigegeben werden, so
wird die Lagerschale 4 von dem Aktuator 11 um den Drehpunkt 10 geschwenkt, nachdem
die Klemmeinheit 12 deaktiviert wurde. Die Lagerschale 4 führt dabei eine Absenkbewegung
a aus. In einem zweiten Schritt wird die Seitenwange 8 verschoben entlang von Führungsschienen
5, welche am Maschinengestell 9 angebracht sind. Diese Verschiebebewegung v, welche
eine horizontale Bewegung ist, kann durch einen der Seitenwange 8 zugeordneten Aktuator
13 initiiert werden. In der Seitenwange 8 sind Führungsflächen 6 vorgesehen, beispielsweise
auch unter Verwendung von Gleitflächen oder Führungsrollen, welche mit den Führungsschienen
5 zusammen wirken und jeweils Führungsschlitten 7 bilden.
[0023] Der Aktuator 11 der Lagerschale 4, die Klemmeinheit 12 sowie der Aktuator 13 der
Seitenwange 8 sind mit einer Maschinensteuerung 15 über Datenleitungen verbunden und
können von dieser angesteuert werden.
[0024] Damit sich das Lager 3 in der Arbeitsposition in einer definierten Lage befindet,
ist sowohl an der Seitenwange 8 eine Anschlagfläche 15 als auch an der Lagerschale
4 eine Anschlagfläche 16 vorgesehen, welche komplementär zueinander ausgebildet sind
und welche sich kontaktieren, wenn die Lagerschale in angehobenem Zustand arretiert
ist.
Bezugszeichenliste
[0025]
- 1
- Bearbeitungszylinder
- 2
- Lagervorrichtung
- 3
- Lager
- 4
- Lagerschale
- 5
- Führungsschiene
- 6
- Führungsfläche
- 7
- Führungsschlitten
- 8
- Seitenwange
- 9
- Maschinengestell
- 10
- Drehpunkt
- 11
- Aktuator Lagerschale
- 12
- Klemmeinheit
- 13
- Aktuator Seitenwange
- 14
- Maschinensteuerung
- 15
- Anschlagfläche Seitenwange
- 16
- Anschlagfläche Lagerschale
- 100
- Druckmaschine (Bearbeitungsmaschine)
- 110
- Druckwerk
- 126
- Gestellmodul
- 146
- Substratrolle
- 148
- Zuführstation
- 150
- Stanzwerk
- 152
- Auslaufstation
- 154
- Substratrolle
- 160
- Bahnleitwalze
- 162
- Heißlufttrockner
- 1000
- Substrat
- M
- Maschinenlaufrichtung
- a
- Absenk- und Anhebbewegung Lagerschale
- v
- Verschiebebewegung Seitenwange
1. Bearbeitungsmaschine (100) zur Bearbeitung eines flächenförmigen Substrats (1000)
mit mindestens einem Bearbeitungszylinder (1),
wobei der mindestens eine Bearbeitungszylinder (1) antriebsseitig und bedienseitig
jeweils eine Lagervorrichtung (2) aufweist,
wobei die bedienseitige Lagervorrichtung (2) ein Rotationslager (3) und eine Lagerschale
(4) zur Aufnahme des Rotationslagers (3) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lagerschale (4) an einer verschieblichen Seitenwange (8) angebracht ist, dass
mindestens eine Führungsschiene (5) zum Verschieben der Seitenwange (8) vorgesehen
ist und
dass die Lagerschale (4) absenkbar und anhebbar ausgeführt ist, und
dass ein Freigeben des mindestens einen Bearbeitungszylinders (1) durch Absenken (a) der
Lagerschale (4) und Verschieben (v) der Seitenwange (8) erfolgt.
2. Bearbeitungsmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Arretieren des mindestens einen Bearbeitungszylinders (1) durch Verschieben (v)
der Seitenwange (8) und Anheben (a) der Lagerschale (4) erfolgt.
3. Bearbeitungsmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Aktuator (11) vorgesehen ist zum Bewegen der Lagerschale (4), insbesondere ausgeführt
als Pneumatikzylinder.
4. Bearbeitungsmaschine nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Klemmeinheit (12) vorgesehen ist zum Fixieren des Aktuators (11) der Lagerschale
(4) in eine Arbeitsstellung.
5. Bearbeitungsmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lagerschale (4) eine Anschlagfläche (16) und die Seitenwange (8) eine komplementäre
Anschlagfläche (15) besitzt,
wobei ein Kontaktieren beider Flächen (15, 16) durch Anheben (a) der Lagerschale (4)
erfolgt.
6. Bearbeitungsmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lagerschale (4) an einem Drehpunkt (10) an der Seitenwange (8) aufgenommen und
verschwenkbar ist.
7. Bearbeitungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Seitenwange (8) eine Linearführung aufweist, in welcher die Lagerschale geführt
wird.
8. Bearbeitungsmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Seitenwange (8) ein Aktuator (13) zugeordnet ist zum Verschieben (v) der Seitenwange
(8).
9. Bearbeitungsmaschine gemäß den Ansprüche 3, 4 und 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Maschinensteuerung (14) vorgesehen ist, dass der Aktuator (11) der Lagerschale,
die Klemmeinheit (12) und der Aktuator (13) der Seitenwange datenübertragungstechnisch
mit der Maschinensteuerung (14) verbunden und von dieser ansteuerbar sind.