[0001] Die Erfindung betrifft ein Kunststoffbeutelband, von dem einzelne Beutel, insbesondere
Müllbeutel, abgerissen werden können.
[0002] Aus
US 2009/0184123 A1 ist ein Kunststoffbeutelband bekannt, bei dem einzelne Müllbeutel entlang einer zwischen
einer Bodennaht eines ersten Beutels und einer Öffnungskante eines zweiten Beutels
entlang einer Perforation abgerissen werden können. Die Perforation ist in der Mitte
durch eine ausgestanzte Öffnung unterbrochen, durch die im ausgefalteten Zustand des
Beutels eine Öffnung eines Mülleimers hindurchgepresst werden kann. Ferner kann eine
Person an der Öffnung angreifen, um den zweiten Beutel entlang der Perforation von
dem ersten Beutel abreißen zu können.
[0003] Es besteht ein ständiges Bedürfnis die Handhabung eines von einem Kunststoffbeutelband
abreißbaren Beutels zu vereinfachen.
[0004] Es ist die Aufgabe der Erfindung Maßnahmen aufzuzeigen, die eine einfache Handhabung
eines von einem Kunststoffbeutelband abreißbaren Beutels ermöglichen.
[0005] Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch ein Kunststoffbeutelband mit
den Merkmalen des Anspruchs 1. Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen und der folgenden Beschreibung angegeben, die jeweils einzeln oder
in Kombination einen Aspekt der Erfindung darstellen können.
[0006] Erfindungsgemäß ist ein Kunststoffbeutelband zum Abreißen einzelner Beutel vorgesehen
mit einem ersten Beutel, wobei der erste Beutel eine Bodennaht zur Ausbildung eines
Beutelbodens aufweist, einem zweiten Beutel, wobei der zweite Beutel eine durch eine
Perforationslinie teilweise begrenzte Öffnungskante zum Öffnen des zweiten Beutels
aufweist, wobei die Öffnungskante des zweiten Beutels mit der Bodennaht des ersten
Beutels über einen sich an der Bodennaht des ersten Beutels und an der Perforationslinie
des zweiten Beutels anschließenden Zwischenstreifen verbunden ist, wobei der zweite
Beutel einen zur Bodennaht des ersten Beutels hin von der Perforationslinie des zweiten
Beutels in den Zwischenstreifen hinein abstehenden Öffnungsansatz aufweist, wobei
der Öffnungsansatz in dem Zwischenstreifen durch einen durchgehenden Trennschlitz
begrenzt ist.
[0007] Der jeweilige Beutel kann einen mit der Bodennaht verschlossenen Boden aufweisen,
während die Öffnungskante nicht verschlossen ist. Der Beutel kann dadurch im abgerissenen
Zustand an der Öffnungskante geöffnet und gegebenenfalls auseinander gefaltet werden,
um das durch den Beutel begrenzte Volumen zu nutzen, insbesondere um Müll aufzunehmen.
Wenn der Beutel noch nicht abgerissen ist und noch Teil des Kunststoffbeutelbands
ist, liegen die im von dem Kunststoffbeutelband abgerissenen Zustand des Beutels zueinander
beabstandeten Lagen des Beutels flächig einander an. Die jeweiligen Lagen können dadurch
leicht aneinander haften, beispielsweise durch Adhäsionseffekte und/oder elektrostatische
Aufladung. Deswegen hat es sich als schwierig herausgestellt den abgerissenen Beutel
zu öffnen. Durch die aneinander haftenden Lagen des Beutels hat eine Person Schwierigkeiten
mit Daumen und Zeigerfinger der einen Hand die eine Seite und mit Daumen und Zeigerfinger
der anderen Hand die andere Seite zu greifen und den Beutel aufzuziehen.
[0008] Durch den Öffnungsansatz ist jedoch ein von der Öffnungskante abstehender Bereich
ausgebildet, den eine Person leicht und intuitiv zwischen Daumen und Zeigerfinger
stecken würde. Anschließend kann die Person durch eine Relativbewegung von Daumen
und Zeigerfinger an den im Bereich des Öffnungsansatzes übereinanderliegenden Lagen
des Beutels reiben, wodurch die einzelnen Lagen relativ zueinander verschoben werden.
In diesem Zustand steht ein Teil der einen Lage des Öffnungsansatzes über den Teil
der anderen Lage des Öffnungsansatzes über und umgekehrt. An diesen überstehenden
Teilen der jeweiligen Lage des Beutels kann dann die Person jeweils mit Daumen und
Zeigefinger angreifen und den Beutel leicht und intuitiv auseinander ziehen. Das Risiko,
dass die Person unbeabsichtigt beide Lagen der übereinander liegenden Lagen des Beutels
greift, ist dadurch erheblich reduziert. Die einzelnen Lagen des Beutels können im
Bereich des Halteansatzes durch ein Reiben mit Daumen und Zeigefinger auseinandergezogen
werden, wodurch leicht die jeweilige Lage zum Auseinanderziehen des Beutels gegriffen
werden kann, so dass eine einfache Handhabung eines von einem Kunststoffbeutelband
abreißbaren Beutels ermöglicht ist.
[0009] Bei einem Beutel mit einer geraden Abrisskante würden bei einer Relativbewegung der
übereinanderliegenden Lagen des Beutels parallel zur Abrisskante die beiden Lagen
übereinander liegen bleiben und es würde sich allenfalls an einer zufälligen Position
ein leichtes Abstehen der einen Lage zur anderen Lage ergeben. Die abstehenden Bereiche
können dabei soweit zueinander versetzt sein, dass die für die Relativbewegung verantwortliche
Hand umgesetzt werden müsste, wodurch die an den Lagen angreifende Kraft wegfällt.
Die Lagen würden sich dann wieder in ihre ursprüngliche Lage zurückbewegen und wieder
flach aneinander anliegen. Ein leichtes Ergreifen der einzelnen Lagen wäre in dieser
Situation nicht möglich. Wenn bei einem Beutel mit einer geraden Abrisskante eine
Relativbewegung der übereinanderliegenden Lagen des Beutels senkrecht zur Abrisskante
der beide Lagen erfolgt, kann nur eine der Lagen überstehen, so dass zumindest die
andere Lage nicht einfach gegriffen werden kann und der Beutel nicht aufgefaltet werden
kann. Durch den abstehenden Öffnungsansatz können jedoch die übereinander liegenden
Lagen mit einer Hand zueinander verlagert und festgehalten werden, so dass mit der
anderen Hand ein überstehender Teil der einen Lage gegriffen werden kann und die jeweils
andere Lage von der ersten Hand gegriffen werden kann. Dies lässt sich sehr schnell
und routiniert in einem eng begrenzten Bereich durchführen, so dass sich ein derartiges
Kunststoffbeutelband insbesondere für den gewerblichen Einsatz, beispielsweise bei
Raumpflegern, eignet, da unnötige zeitliche Verzögerungen vermieden werden können.
[0010] Der Öffnungsansatz ist nicht durch eine Perforation, sondern einen durchgehenden
Trennschlitz begrenzt, wobei die von der Bodennaht des ersten Beutels wegweisende
Seite des Öffnungsansatzes, die insbesondere in einer Verlängerung der Perforationslinie
verläuft, ununterbrochen, das heißt ohne Perforation und ohne Trennschlitz, einstückig
in das Material des zweiten Beutels übergeht. Wenn der zweite Beutel abgerissen werden
soll, kann der zweite Beutel entlang der Perforation von dem Zwischenbereich des ersten
Beutel abgetrennt werden. Wenn der sich entlang der Perforation entstehende Riss den
Öffnungsansatz erreicht, triff der Riss auf den Trennschlitz, so dass der Öffnungsansatz
automatisch von dem Zwischenbereich abgetrennt ist. Nach dem Trennschlitz kann der
Riss sich entlang der verbliebenen Perforation weiter ausbreiten, bis der zweite Beutel
vollständig von dem ersten Beutel abgerissen ist. Durch den beispielsweis durch Stanzen
herstellbaren Trennschlitz wird sicher vermieden, dass das Material des Öffnungsansatzes
versehentlich von dem zweiten Beutel abgerissen wird. Stattdessen kann der beim Abreißen
des zweiten Beutels entstehende Riss über den Trennschlitz einen ungeraden Verlauf
nehmen ohne eine Beschädigung des Öffnungsansatzes oder der Bodennaht befürchten zu
müssen.
[0011] Der Öffnungsansatz kann in dem sowieso vorgesehenen Zwischenbereich des ersten Beutels
vorgesehen sein. Der Zwischenbereich ist erforderlich, damit bei einem Abreißen des
zweiten Beutels von dem ersten Beutel entlang der Perforation nicht die Bodennaht
des ersten Beutels beschädigt werden kann. Da der Öffnungsansatz durch einen durchgehenden
Trennschlitz und nicht durch eine unterbrochene Perforation begrenzt ist, sind im
Bereich des Öffnungsansatzes keine größeren Kräfte zu erwarten, so dass auch kein
Sicherheitsabstand zur Bodennaht gewahrt werden braucht. Zudem kann der Trennschlitz
mit einer hohen Präzision relativ zur Bodennaht vorgesehen werden, so der Trennschlitz
deutlich näher als die Perforation an die Bodennaht heranreichen kann. Der Materialeinsatz
für das Kunststoffbeutelband mit einer bestimmten Anzahl an Beuteln ist dadurch nicht
oder zumindest nicht signifikant erhöht. Da die Perforation durch einen Stanzstempel
hergestellt werden kann, ist es leicht möglich in dem Stanzstempel auch das Schneidwerkzeug
für den den Öffnungsansatz begrenzenden Trennschlitz vorzusehen, so dass auch die
Werkzeugkosten und die Herstellungskosten im Wesentlichen unverändert bleiben.
[0012] Die Beutel können insbesondere aus einem Kunststoffinaterial hergestellt sein, das
vorzugsweise im Wesentlichen transparent oder farbig und/oder eingefärbt ausgestaltet
ist. Vorzugsweise ist das Kunststoffbeutelband aus einer aus Polyethylen oder Polypropylen
hergestellten Kunststofffolie hergestellt. Das Kunststoffmaterial kann insbesondere
aus einem nicht- regenerativen oder regenerativen Material ("Regenerat"), das vorzugsweise
biologisch abbaubar ist, hergestellt sein.
[0013] Insbesondere ist vorgesehen, dass der Trennschlitz an der Perforationslinie beginnt
und an der Perforationslinie endet, wobei die Perforationslinie in einem von dem Öffnungsansatz
überspannten Breitenbereich unterbrochen ist. Die Perforationslinie kann sich von
einer Seitenkante zur anderen Seitenkante des Beutels erstrecken, wobei die Perforationslinie
im Bereich des Öffnungsansatzes unterbrochen, das heißt nicht vorgesehen, ist. Der
Trennschlitz kann in einer gedachten Verlängerung der Perforationslinie an der einen
Seite beginnen und an der anderen Seite enden. Die Perforationslinie kann dadurch
sozusagen übergangslos über den Trennspalt entlang verlaufen. Die Perforationslinie
kann zusammen mit dem Trennschlitz von der einen Seitenkante bis zur anderen Seitenkante
durchgängig verlaufen. Ein einfaches Abtrennen des zweiten Beutels von dem übrigen
Kunststoffbeutelband ist dadurch einfach möglich.
[0014] Vorzugsweise entspricht die Fläche und/oder die Form des Öffnungsansatzes im Wesentlichen
der Auflagefläche eines ausgewachsenen Daumens eines Erwachsenen im Bereich des Phalanx
distalis. Der Öffnungsansatz kann dadurch an den Flächenbedarf angepasst sein, der
zum Greifen und Reiben zwischen Daumen und Zeigefinger intuitiv ausreichend ist.
[0015] Besonders bevorzugt weist der einzelne Öffnungsansatz eine Erstreckung s parallel
zur Erstreckung D der Bodennaht auf, wobei 0,05 ≤ s/D ≤ 0,30, insbesondere 0,10 ≤
s/D ≤ 0,25 und vorzugsweise 0,15 ≤ s/D ≤ 0,20 gilt. Beispielsweise beträgt die Erstreckung
s = 3 cm ± 0,5 cm. Die Erstreckung s des Öffnungsansatzes ist dadurch groß genug,
um ihn gut greifen und reiben zu können. Gleichzeitig ist die Erstreckung s des Öffnungsansatzes
aber auch klein genug, damit die über die Perforationslinie miteinander verbundenen
Beutel leicht aufgerollt und abgerollt werden können, ohne dass der Öffnungsansatz
beim Aufrollen umgeknickt wird.
[0016] Insbesondere weist der einzelne Öffnungsansatz eine Erstreckung h senkrecht zur Bodennaht
und der Zwischenstreifen eine zur Erstreckung H senkrecht zur Bodennaht auf, wobei
0,50 ≤ h/H ≤ 0,95 insbesondere 0,60 ≤ h/H ≤ 0,90, vorzugsweise 0,70 ≤ h/H ≤ 0,85 und
besonders bevorzugt 0,75 ≤ h/H ≤ 0,80 gilt. Beispielsweise beträgt die Erstreckung
h = 2,5 cm ± 0,4 cm. Die Erstreckung h des Öffnungsansatzes ist dadurch groß genug,
um ihn gut greifen und reiben zu können. Gleichzeitig ist sichergestellt, dass bei
der Herstellung des Trennspalts die Bodennaht nicht verletzt wird.
[0017] Vorzugsweise ist der Öffnungsansatz im Wesentlichen mittig zwischen einer die jeweilige
Bodennaht mit der Perforationslinie verbindenden ersten Längskante und zweiten Längskante
des ersten Beutels und des zweiten Beutels vorgesehen. Insbesondere ist nur genau
ein Öffnungsansatz vorgesehen, in dem eine obere Lage und eine untere Lage des jeweiligen
Beutels vorgesehen sind. Wenn der Beutel von dem Kunststoffbeutelband abgerissen ist,
ergibt sich eine durch den Öffnungsansatz mittige Hervorhebung, an der intuitiv angegriffen
wird, um den Beutel auszufalten und zu öffnen. Insbesondere ist es möglich an den
Längskanten einen Teil des Beutels einzufalten, so dass es einen Teilbereich mit vier
Lagen geben kann. Durch den mittigen Öffnungsansatz kann sichergestellt werden, dass
sich dort nur genau zwei Lagen befinden und das Öffnen des Beutels besonders einfach
ist.
[0018] Besonders bevorzugt sind ein erster Öffnungsansatz und ein zu dem ersten Öffnungsansatz
seitlich beabstandeter zweiter Öffnungsansatz vorgesehen, wobei insbesondere der erste
Öffnungsansatz und der zweite Öffnungsansatz zu einer Mittellinie des ersten Beutels
und des zweiten Beutels in unterschiedliche Richtungen um einen im Wesentlichen gleich
großen Betrag beabstandet angeordnet sind. Insbesondere bei einem vergleichsweise
großen Beutel, beispielsweise ein 1201 Müllsack, kann es zum Öffnen einfacher sein,
wenn der Öffnungsansatz außermittig vorgesehen ist, so dass der Beutel mit dem Öffnungsansatz
an der höchsten Stelle festgehalten und aufgerieben werden kann. Ein den Öffnungsansatz
überdeckender Bereich des Beutels, der schwerkraftbedingt herunterhängt, kann dadurch
vermieden werden.
[0019] Insbesondere schließt sich der Trennschlitz des Öffnungsansatz scharfkantig an die
Perforationslinie an, wobei insbesondere zwischen dem Trennschlitz und der Perforationslinie
am Verbindungspunkt ein Winkel α von 80° ≤ α ≤ 135°, vorzugsweise 90° ≤ α ≤ 120° und
besonders bevorzugt 100° ≤ α ≤ 110° eingeschlossen ist. Da der Öffnungsansatz durch
den Trennschlitz begrenzt ist, ist es nicht erforderlich einen weichen Übergang der
Steigung zwischen der Perforationslinie und dem Trennschlitz vorzusehen. Durch den
Trennschlitz kann ein versehentliches Abreißen oder Beschädigen des Öffnungsansatzes
vermieden werden. Stattdessen kann der Trennschlitz scharfkantig, insbesondere im
Wesentlichen übergangslos, mit einer sprungartigen Änderung der Steigung eine Richtungsänderung
des sich ausbreitenden Risses beim Abreißen des Beutels von der Perforationslinie
abstehen. Die Fläche des Öffnungsansatzes kann dadurch leicht auf die zum Aufreiben
der übereinanderliegenden Lagen des Beutels erforderliche Fläche begrenzt werden.
[0020] Vorzugsweise verläuft die Perforationslinie über ihre gesamte Erstreckung im Wesentlichen
parallel zur Bodennaht. Eine Änderung des Abstands des sich beim Abreißen des Beutels
ergebenen ausbreitenden Risses zur Bodennaht erfolgt dadurch nur im Bereich des mindestens
einen Öffnungsansatzes. Der Verlauf der Perforationslinie erstreckt sich dadurch entlang
einer sich intuitiv ergebenen Abreißrichtung, um den jeweiligen Beutel von dem Kunststoffbeutelband
abzutrennen.
[0021] Besonders bevorzugt verläuft die Bodennaht und/oder die Perforationslinie im Wesentlichen
als Gerade. Die Herstellung des Kunststoffbeutelbands ist dadurch vereinfacht.
[0022] Insbesondere sind die Beutel zu einer Rolle aufgerollt. Der Lagerraumbedarf für das
Kunststoffbeutelband kann dadurch minimiert werden. Zudem kann jeweils ein abzureißender
Beutel von dem Kunststoffbeutelband leicht abgerollt und nachfolgend abgerissen werden,
so dass der Umgang mit dem Kunststoffbeutelband vereinfacht und beschleunigt ist.
[0023] Vorzugsweise sind die Beutel aus einem schlauchförmigen Endlosmaterial, insbesondere
durch Schweißen und Stanzen, hergestellt. Die Herstellung des Kunststoffbeutelbands
ist dadurch vereinfacht und der Massenproduktion zugänglich.
[0024] Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die anliegende Zeichnung anhand
eines bevorzugten Ausführungsbeispiels exemplarisch erläutert, wobei die nachfolgend
dargestellten Merkmale sowohl jeweils einzeln als auch in Kombination einen Aspekt
der Erfindung darstellen können. Es zeigt:
Fig. 1: eine schematische Draufsicht auf einen Teil eines Kunststoffbeutelbands.
[0025] Das in Fig. 1 nur teilweise im aufgerollten Zustand dargestellte Kunststoffbeutelband
10 weist einen ersten Beutel 12 und einen zweiten Beutel 14 auf. Der erste Beutel
12 ist an seinem zum zweiten Beutel 14 weisenden Boden durch eine durch Schweißen
hergestellte Bodennaht 16 geschlossen. Der zweite Beutel 14 ist über eine parallel
zur Bodennaht 16 verlaufende Perforationslinie 18 mit dem ersten Beutel 12 verbunden,
wobei der zweite Beutel 14 durch Aufreißen der Perforationslinie 18 von dem ersten
Beutel 12 getrennt werden kann. Nach dem Abreißen entspricht der erste Beutel 12 dem
zweiten Beutel 14, der wiederum von einem ersten Beutel 12 entlang der Perforationslinie
18 abgerissen werden kann und so weiter bis der letzte Beutel erreicht ist. Der erste
Beutel 12 und der zweite Beutel 14 sind identisch ausgestaltet. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
verlaufen die Bodennaht 16 und die Perforationslinie 18 von einer ersten Seitenkante
20 zu einer gegenüberliegenden zweiten Seitenkante 22 über die gesamte Breite D der
Beutel 12, 14.
[0026] Zwischen der Bodennaht 16 und der Perforationslinie 18 ist ein Zwischenstreifen 24
mit einer Höhe H in Längsrichtung des Kunststoffbeutelbands 10 ausgebildet, damit
das Auftrennen der Perforationslinie 18 nicht die Bodennaht 16 beschädigen kann. Wenn
der zweite Beutel 14 von dem ersten Beutel 12 abgetrennt ist, ergibt sich entlang
der Perforationslinie 18 eine Öffnungskante 26, die im aufgefalteten Zustand des zweiten
Beutels 14 eine Öffnung zum inneren Volumen des zweiten Beutels 14 ausbildet. Um das
Öffnen des zweiten Beutels 14 zu erleichtern ist, vorzugsweise mittig, ein Öffnungsansatz
28 vorgesehen, der entlang einer Breite s die Perforationslinie 18 unterbricht. Der
Öffnungsansatz 28 ragt mit einer Höhe h in den Zwischenstreifen 24 hinein ohne die
Bodennaht 16 zu erreichen. Der Öffnungsansatz 28 ist in dem Zwischenstreifen 24 durch
einen durchgehenden Trennschlitz 30 begrenzt, der an beiden lateralen Seiten des Öffnungsansatzes
28 an seinen Enden mit einem Winkel α in die Perforationslinie übergeht. Das Abreißen
des zweiten Beutels 14 von dem ersten Beutel 12 ist dadurch leicht möglich ohne die
Bodennaht 16 des ersten Beutels 12 zu beschädigen. Wenn der zweite Beutel 14 von dem
ersten Beutel 12 abgerissen ist, können die im Bereich des Öffnungsansatzes 28 übereinanderliegenden
Lagen des zweiten Beutels 14, beispielsweise eine Vorderseite und eine Rückseite,
mit Daumen und Zeigefinger gegriffen und durch eine reibende Relativbewegung von Daumen
und Zeigefinger seitlich zueinander verschoben werden. Dadurch kann die eine Lage
an der einen Seite und die andere Lage an der anderen Seite überstehen und von jeweils
einem Paar Daumen und Zeigefinger leicht einzeln gegriffen werden, um den zweiten
Beutel 14 aufzuziehen. Dadurch kann sich eine durch die Öffnungskante 26 begrenzte
Öffnung für den zweiten Beutel 14 ergeben.
1. Kunststoffbeutelband zum Abreißen einzelner Beutel (12, 14), mit
einem ersten Beutel (12), wobei der erste Beutel (12) eine Bodennaht (16) zur Ausbildung
eines Beutelbodens aufweist,
einem zweiten Beutel (14), wobei der zweite Beutel (14) eine durch eine Perforationslinie
(18) teilweise begrenzte Öffnungskante (26) zum Öffnen des zweiten Beutels (14) aufweist,
wobei die Öffnungskante (26) des zweiten Beutels (14) mit der Bodennaht (16) des ersten
Beutels (12) über einen sich an der Bodennaht (16) des ersten Beutels (12) und an
der Perforationslinie (18) des zweiten Beutels (14) anschließenden Zwischenstreifen
(24) verbunden ist,
wobei der zweite Beutel (14) einen zur Bodennaht (16) des ersten Beutels (12) hin
von der Perforationslinie (18) des zweiten Beutels (14) in den Zwischenstreifen (24)
hinein abstehenden Öffnungsansatz (28) aufweist, wobei der Öffnungsansatz (28) in
dem Zwischenstreifen (24) durch einen durchgehenden Trennschlitz (30) begrenzt ist.
2. Kunststoffbeutelband nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Trennschlitz (30) an der Perforationslinie (18) beginnt und an der Perforationslinie
(18) endet, wobei die Perforationslinie (18) in einem von dem Öffnungsansatz (28)
überspannten Breitenbereich unterbrochen ist.
3. Kunststoffbeutelband nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Fläche und/oder die Form des Öffnungsansatzes (28) im Wesentlichen der Auflagefläche
eines ausgewachsenen Daumens eines Erwachsenen im Bereich des Phalanx distalis entspricht.
4. Kunststoffbeutelband nach einem der Ansprüche 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, dass der einzelne Öffnungsansatz (28) eine Erstreckung s parallel zur Erstreckung D der
Bodennaht (16) aufweist, wobei 0,05 ≤ s/D ≤ 0,30, insbesondere 0,10 ≤ s/D ≤ 0,25 und
vorzugsweise 0,15 ≤ s/D ≤ 0,20 gilt.
5. Kunststoffbeutelband nach einem der Ansprüche 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, dass der einzelne Öffnungsansatz (28) eine Erstreckung h senkrecht zur Bodennaht (16)
und der Zwischenstreifen (24) eine zur Erstreckung H senkrecht zur Bodennaht (16)
aufweist, wobei 0,50 ≤ h/H ≤ 0,95 insbesondere 0,60 ≤ h/H ≤ 0,90, vorzugsweise 0,70
≤ h/H ≤ 0,85 und besonders bevorzugt 0,75 ≤ h/H ≤ 0,80 gilt.
6. Kunststoffbeutelband nach einem der Ansprüche 1 bis 5 dadurch gekennzeichnet, dass der Öffnungsansatz (28) im Wesentlichen mittig zwischen einer die jeweilige Bodennaht
(16) mit der Perforationslinie (18) verbindenden ersten Längskante (20) und zweiten
Längskante (22) des ersten Beutels (12) und des zweiten Beutels (14) vorgesehen ist.
7. Kunststoffbeutelband nach einem der Ansprüche 1 bis 6 dadurch gekennzeichnet, dass ein erster Öffnungsansatz und ein zu dem ersten Öffnungsansatz seitlich beabstandeter
zweiter Öffnungsansatz vorgesehen sind, wobei insbesondere der erste Öffnungsansatz
und der zweite Öffnungsansatz zu einer Mittellinie des ersten Beutels (12) und des
zweiten Beutels (14) in unterschiedliche Richtungen um einen im Wesentlichen gleich
großen Betrag beabstandet angeordnet sind.
8. Kunststoffbeutelband nach einem der Ansprüche 1 bis 7 dadurch gekennzeichnet, dass sich der Trennschlitz (30) des Öffnungsansatzes (28) scharfkantig an die Perforationslinie
(18) anschließt, wobei insbesondere zwischen dem Trennschlitz (30) und der Perforationslinie
(18) am Verbindungspunkt ein Winkel α von 80° ≤ α ≤ 135°, vorzugsweise 90° ≤ α ≤ 120°
und besonders bevorzugt 100° ≤ α ≤ 110° eingeschlossen ist.
9. Kunststoffbeutelband nach einem der Ansprüche 1 bis 8 dadurch gekennzeichnet, dass die Perforationslinie (18) über ihre gesamte Erstreckung im Wesentlichen parallel
zur Bodennaht (16) verläuft.
10. Kunststoffbeutelband nach einem der Ansprüche 1 bis 9 dadurch gekennzeichnet, dass die Bodennaht (16) und/oder die Perforationslinie (18) im Wesentlichen als Gerade
verläuft.
11. Kunststoffbeutelband nach einem der Ansprüche 1 bis 10 dadurch gekennzeichnet, dass die Beutel (12, 14) zu einer Rolle aufgerollt sind.
12. Kunststoffbeutelband nach einem der Ansprüche 1 bis 11 dadurch gekennzeichnet, dass die Beutel (12, 14) aus einem schlauchförmigen Endlosmaterial, insbesondere durch
Schweißen und Stanzen, hergestellt sind.