[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Inspizieren von Wäschestücken gemäß den
Oberbegriffen der Ansprüche 1 und 12. Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Vorrichtung
zum Inspizieren von Wäschestücken gemäß den Oberbegriffen der Ansprüche 9 und 15.
[0002] Wäschestücke, insbesondere Formteile wie beispielsweise Arbeitskleidung, werden in
Wäschereien behandelt. Dabei kommt es vor, dass die angelieferte Schmutzwäsche und
hier insbesondere schmutzige Arbeitskleidung Fremdkörper aufweisen. So weisen beispielsweise
Taschen von Kitteln aus dem Krankenhausbetrieb Spritzen, chirurgische Instrumente,
aber auch Stifte oder dergleichen auf. In Berufsbekleidung von Handwerkern können
sich hingegen Werkzeuge oder andere Baumaterialien befinden.
[0003] Damit der Behandlungsprozess der Wäschestücke durch diese Fremdkörper nicht gestört
oder die Wäschestücke dadurch sogar beschädigt werden, müssen die einzelnen Wäschestücke
vor der Behandlung entlang einer Prüfstrecke händisch auf Fremdkörper inspiziert werden.
Das birgt zum einen die Gefahr, dass kleinere Teile wie beispielsweise Filzstifte
übersehen werden oder dass die die Inspizierung durchführende Person sich an den Fremdkörpern,
wie beispielsweise Spritzen oder Messern, verletzen. Darüber hinaus ist die händische
Inspizierung der Wäschestücke sehr zeitaufwendig und somit teuer.
[0004] Außerdem gilt es zu vermeiden, dass sich bei der Behandlung der Wäschestücke, insbesondere
bei Formteilen oder Flachwäsche, nasse bzw. feuchte Stellen, sogenannte Nässenester,
bilden. Nässenester entstehen beispielsweise, wenn sich das bereits gewaschene Wäschestück
im Trockner nicht ganz entfaltet, sondern wenigstens teilweise "zusammengeknüllt"
bleibt, sodass das Wäschestück nicht vollständig getrocknet werden kann. Außerdem
ist es denkbar, dass dem Trocknungsprozess ein Wäscheteil zugeführt wird, dessen Feuchtegehalt
höher ist als das der anderen Wäschestücke. Hier wird das hinzugefügte Wäschestück
nicht nur nicht vollständig getrocknet, darüber hinaus wird Feuchtigkeit an die trockenen
Wäschestücke übertragen, sodass das Ergebnis der Wäschebehandlung insgesamt ungenügend
ausfällt. Auch hier erfolgt bisher eine händische Inspizierung der einzelnen Wäschestücke
auf Nässenester.
[0005] Davon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
und eine Vorrichtung zu schaffen, mit der Wäschestücke auf eine günstige und zuverlässige
Weise inspizierbar sind.
[0006] Ein Verfahren zur Lösung dieser Aufgabe weist die Maßnahmen des Anspruchs 1 auf.
Demnach ist es vorgesehen, dass die Wäschestücke mit Terahertz-Strahlung beaufschlagt
werden, um zu prüfen, ob die Wäschestücke Fremdkörper und/oder nasse bzw. feuchte
Stellen aufweisen. Bei den zu inspizierenden Wäschestücken kann es sich beispielsweise
um Formteile wie Arbeitsbekleidung oder um Flachwäsche handeln. Die Verwendung von
Terahertz-Strahlung zum Inspizieren von Wäschestücken ist besonders vorteilhaft, da
dadurch eine händische Überprüfung entfällt. Darüber hinaus kann die Überprüfung vollständig
automatisiert erfolgen und gestaltet sich somit als schnell und günstig. Ein weiterer
Vorteil der Verwendung von Terahertz-Strahlung besteht darin, dass sowohl die Strahlung
als auch deren Erzeugung keinerlei Gefahren für das Bedienpersonal darstellen. Da
es sich bei Terahertz-Strahlung um nicht-ionisierende Strahlung handelt, können Strahlungsschäden
des Bedienpersonals ausgeschlossen werden. Zum Inspizieren werden die Wäschestücke
einzeln nacheinander entlang einer Prüfstrecke bewegt. Diese Prüfstrecke kann verschiedenen
Stationen des Behandlungsprozesses der Wäschestücke vor- oder nachgeordnet sein.
[0007] Insbesondere sieht es die Erfindung vor, dass die reflektierte Terahertz-Strahlung
von mindestens einem Detektor detektiert und von einer Steuereinheit zu einem Bild
oder Video umgewandelt wird. Die insbesondere von den Fremdkörpern und/oder nassen
bzw. feuchten Stellen reflektierte Terahertz-Strahlung wird von dem terahertzsensitiven
Detektor, insbesondere ortsaufgelöst, aufgenommen. Da Wäschestücke bzw. Textilien
für Terahertz-Strahlung, wenigstens größtenteils, transparent ist, kann auf diese
Weise inspiziert werden, ob sich Fremdkörper oder nasse Stellen in den Wäschestücken
befinden. Feuchte Stellen, insbesondere Wasser, reflektiert zum einen Teil Terahertz-Strahlung
und zum anderen absorbiert Wasser die Terahertz-Strahlung, was zu einer Aufwärmung
des Wassers führt. Über Detektion der imitierten Infrarotstrahlung des erwärmten Wassers
lassen sich feuchte Stellen auch mit infrarotsensitiven Detektoren nachweisen. Alternativ
ist es ebenso denkbar, dass die durch das Wäschestück transmittiere Strahlung von
einem Detektor nachgewiesen wird. Da die Wäschestücke an sich zumindest größtenteils
transparent sind, zeichnen sich Fremdkörper und/oder feuchte Stellen mit ihren Umrissen
als Art Schatten ab.
[0008] Bevorzugt sieht es die vorliegende Erfindung weiter vor, dass auf den durch die Steuereinheit
rekonstruierten Bildern der Wäschestücke, vorzugsweise automatisch, Fremdkörper oder
nasse bzw. feuchte Stellen nachgewiesen und klassifiziert werden. Durch den Nachweis
eines Fremdkörpers bzw. einer nassen Stelle kann die Klassifizierung initiiert werden.
Durch die Klassifizierung wird durch die Steuereinheit ermittelt, um was es sich bei
dem Fremdkörper handelt. Abhängig von der Art des Fremdkörpers kann dann entschieden
werden, wie mit dem Wäschestück weiterverfahren wird. Aufgrund dieser vorzugsweise
automatischen Inspizierung kann die Behandlung der Wäschestücke wesentlich schneller,
günstiger sowie sicherer gestaltet werden.
[0009] Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung kann es vorsehen,
dass zur Klassifizierung der Bilder eine Vielzahl von verschiedenen Mustern von Fremdkörpern
und nassen bzw. feuchten Stellen in der Steuereinheit hinterlegt ist und die Bilder
mit diesen Mustern verglichen werden. Eine derartige Bibliothek von Mustern kann beispielsweise
eine Vielzahl verschiedener Stiftformen, medizinischer Geräte, handwerklicher Geräte
oder sonstigen Gegenständen aufweisen. Darüber hinaus können verschiedene charakteristische
Muster für nasse bzw. feuchte Stellen in der Steuereinheit abgelegt werden. Für den
Vergleich der Muster mit den rekonstruierten Bildern der Fremdkörper ist es vorgesehen,
dass eine gewisse Abweichung der Bilder von den Mustern zugelassen ist. Die Größe
dieses Toleranzbereichs kann eingestellt werden und ermöglicht es somit die Genauigkeit
der Klassifikation bzw. des Inspizierens zu wählen.
[0010] Weiter kann es vorgesehen sein, dass ein Hintergrund, insbesondere Bereiche des Wäschestücks,
die für die Terahertz-Strahlung transparent sind, für die Klassifizierung der Fremdkörper
und/oder nassen bzw. feuchten Stellen ausgeblendet werden. Durch dieses Ausblenden
der transparenten bzw. semitransparenten Bereiche können störende Einflüsse, wie beispielsweise
Nähte, vermieden werden. Dadurch wird der Nachweis von Fremdkörpern und nassen bzw.
feuchten Stellen zuverlässiger und genauer.
[0011] Ein alternatives Ausführungsbeispiel kann es außerdem vorsehen, dass Merkmale, die
für Wäschestücke spezifisch sind, wie beispielsweise Reißverschlüsse, Knöpfe, Nähte
und dergleichen, für die Klassifizierung der Fremdkörper und/oder nassen bzw. feuchten
Stellen ausgeblendet werden. Diese Merkmale reflektieren teilweise die Terahertz-Strahlung
bzw. ist die Transparenz dieser Merkmale geringer als die des übrigen Wäschestücks.
Da die vorbezeichneten Merkmale jedoch nicht als Fremdkörper gelten, ist es vorteilhaft,
diese als solche zu erkennen und für die Klassifizierung auszublenden. Dadurch lässt
sich eine zuverlässigere und genauere Inspizierung der Wäschestücke erreichen.
[0012] Weiter kann es vorgesehen sein, dass Wäschestücke die Fremdkörper und/oder nasse
bzw. feuchte Stellen aufweisen, aus der Prüfstrecke ausgeschleust und/oder markiert
werden, insbesondere dass an ein Transportmittel eines Wäschestücks die Informationen
über den Fremdkörper und/oder die nasse bzw. feuchte Stelle übertragen werden. Werden
die Wäschestücke beispielsweise hängend an einem Transportbügel transportiert, welche
einen Datenspeicher zur Identifizierung des Wäschestücks aufweist, so kann die Information
bezüglich eines Fremdkörpers und/oder einer nassen bzw. feuchten Stelle auf diesen
Datenspeicher des Transportbügels übertragen werden. Dieses Wäschestück, in dem ein
Fremdkörper oder eine nasse bzw. feuchte Stelle nachgewiesen wurde, kann dann im weiteren
Behandlungsprozess ausgeschleust und einer entsprechenden Behandlungsstation zugeführt
werden.
[0013] Ein weiteres vorteilhaftes Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung kann es
vorsehen, dass die Wäschestücke bereichsweise, vorzugsweise nur Bereiche an denen
die Wäschestücke Taschen aufweisen, oder komplett mit Terahertz-Strahlung beaufschlagt
werden. Insbesondere Stifte oder andere Fremdkörper wie Spritzen oder Werkzeuge sind
nur in Taschen zu erwarten. Um die Zeit des Inspizierens zu reduzieren und um den
Behandlungsprozess somit noch effizienter zu machen, ist es somit vorteilhaft, gerade
nur diese Bereiche des Wäschestücks zu scannen bzw. zu inspizieren, die potentiell
einen Fremdkörper aufweisen können. Insbesondere für hängend geförderte Arbeitskleidung
werden somit nur bestimmte Bereiche gescannt bzw. ein Großteil des Wäschestücks nicht
inspiziert.
[0014] Insbesondere kann es die vorliegende Erfindung vorsehen, dass die Wäschestücke mit
kontinuierlicher oder gepulster Terahertz-Strahlung beaufschlagt werden. Bei einem
Inspizieren von Wäschestücken, bei dem die Wäschestücke nacheinander auf Fremdkörpern
und/oder nasse bzw. feuchte Stellen geprüft werden, kann ein gepulster Betrieb der
Terahertz-Strahlung vorteilhaft sein. Bei dem Inspizieren von vermengten Wäschestücken,
die beispielsweise auf einem Förderer transportiert werden, kann eine kontinuierliche
Beaufschlagung mit Terahertz-Strahlung vorteilhaft sein.
[0015] Die Erfindung kann es weiter vorsehen, dass Fremdkörper in den Wäschestücken anhand
eines Absorptionsspektrums der Terahertz-Strahlung klassifiziert und/oder identifiziert
werden. So lassen sich beispielsweise bestimmte Stoffe anhand Ihres spezifischen Absorptionsspektrums
erkennen. Durch das Hinterlegen verschiedener derartiger Absorptionsspektren von verschiedenen
Stoffen in der Steuereinheit lässt sich einfach und schnell ermitteln, um welche Art
von Fremdkörper es sich in dem Wäschestück handelt.
[0016] Eine Vorrichtung zur Lösung der eingangs genannten Aufgabe weist das Merkmal des
Anspruchs 9 auf. Demnach ist es vorgesehen, dass die Prüfstrecke mindestens eine Strahlungsquelle
für Terahertz-Strahlung und mindestens einen Detektor zum Detektieren von Terahertz-Strahlung
aufweist, wobei die Wäschestücke zum Nachweis von Fremdkörpern und/oder nassen bzw.
feuchten Stellen wenigstens bereichsweise mit Terahertz-Strahlung beaufschlagbar sind.
Bei der mindestens einen Strahlungsquelle für die Terahertz-Strahlung kann es sich
um die bekannten Quellen für derartige Strahlung handeln. Der mindestens eine Detektor
ist sensitiv für Terahertz-Strahlung und nimmt diese vorzugsweise ortsaufgelöst wahr.
Durch diese Anordnung lassen sich die Wäschestücke automatisch auf Fremdkörper und/oder
nasse bzw. feuchte Stelle hin prüfen. Ein händisches Inspizieren durch eine Bedienperson
entfällt somit.
[0017] Bevorzugt kann es die vorliegende Erfindung vorsehen, dass dem Detektor eine Steuereinheit
zugeordnet ist, mit der vom Wäschestück bzw. vom Fremdkörper und/oder den nassen bzw.
feuchten Stellen reflektierte und/oder transmittierte Terahertz-Strahlung zu einem
Bild oder Video umwandelbar ist. Dabei detektiert der Detektor die reflektierte bzw.
transmittierte Strahlung ortsaufgelöst und rekonstruiert somit ein Bild. Dadurch,
dass bestimmte Stoffe für Terahertz-Strahlung transparent sind und manche nicht bzw.
dass mansche Stoffe Terahertz-Strahlung reflektieren, lässt sich auf diese Weise ein
genaues Abbild der Fremdkörper erstellen und lokalisieren.
[0018] Es ist außerdem denkbar, dass ein Array von Terahertz-Strahlungsquellen entlang der
Prüfstrecke angeordnet ist, welches das Wäschestück mit Terahertz-Strahlung beaufschlagen
und die reflektierte bzw. transmittierte Strahlung von einem Array von Detektoren
nachgewiesen wird.
[0019] Weiter kann es erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass die Steuereinheit mindestens
einen Datenspeicher aufweist, auf dem eine Vielzahl von Mustern für Fremdkörper und/oder
nassen bzw. feuchten Stellen gespeichert ist, mit denen die aufgenommenen Bilder vergleichbar,
insbesondere klassifizierbar, sind. Dieser Datenspeicher kann entweder direkt mit
der Steuereinheit verbunden sein oder auf einem externen Server liegen, der über kabellosen
Datentransfer angesteuert werden kann. Je nach Anwendung der Vorrichtung können auf
dem Speicher verschiedene Muster für die entsprechenden zu behandelnden Wäschestücke
gespeichert werden. Um die Genauigkeit des Inspizierens regeln zu können, ist es vorgesehen,
dass dem Vergleich bzw. dem Klassifizieren ein gewisser Toleranzbereich beigemessen
werden kann, innerhalb dessen sich das rekonstruierte Bild von dem Muster bewegen
kann.
[0020] Eine vorteilhafte Weiterbildung der vorliegenden Erfindung kann es außerdem vorsehen,
dass die Prüfstrecke einer Wäschereimaschine, insbesondere einer Durchlaufwaschmaschine,
einem Trockner, einem Finisher, einer Mangel oder dergleichen, zugeordnet ist. Insbesondere
vor dem Waschen des Wäschestücks ist es von besonderem Interesse, Fremdkörper wie
beispielsweise einem Filzstift, zu erkennen und auszusondern. Außerdem ist das Erkennen
von nassen bzw. feuchten Stellen in Wäschestücken nach dem Trocknen vorgesehen, da
somit verhindert wird, dass ein noch feuchtes Wäschestück dem weiteren Behandlungsprozess
zugeführt wird. Dadurch lässt sich insgesamt die Qualität der Behandlung jedes einzelnen
Wäschestücks auf eine einfache Art und Weise verbessern.
[0021] Ein weiteres Verfahren zur Lösung der eingangs genannten Aufgabe, wobei es sich auch
um eine vorteilhafte Weiterbildung des zuvor beschriebenen Verfahrens handeln kann,
weist die Maßnahmen des Anspruchs 12 auf. Demnach ist es vorgesehen, dass die Wäschestücke,
um zu prüfen, ob die Wäschestücke Fremdkörper und/oder nasse bzw. feuchte Stellen
aufweisen, im Inneren eines Trommeltrockners mit Terahertz-Strahlung beaufschlagt
werden. Durch diese in-situ Prüfung der Wäschestücke, lässt sich sofort erkennen,
ob sich während des Trocknens Nässenester in den Wäschestücken bilden. Da sich die
Wäschestücke in der Trommel in ständiger Bewegung befinden, lässt sich so über eine
gewisse Zeitspanne der Feuchtegrad eines jeden einzelnen Wäschestückes bestimmen.
[0022] Bevorzugt kann es so vorgesehen sein, dass die von den Wäschestücken reflektierte
und/oder transmittierte Terahertz-Strahlung, von mindestens einem Detektor detektiert
und von einer Steuereinheit ein Feuchtegrad der Wäschestücke, insbesondere der nassen
bzw. feuchten Stellen der Wäschestücke, bestimmt wird. Die Bestimmung erfolgt dabei
entweder innerhalb oder außerhalb der Trommel. Die Bestimmung des Feuchtegrades erfolgt
quasi simultan mit der Beaufschlagung der Terahertz-Strahlung, so dass der Feuchtegrad
der Wäschestücke in "Echtzeit" messbar ist.
[0023] Weiter kann es die vorliegende Erfindung vorsehen, dass die Wäschestücke solange
im Trockner getrocknet werden, bis der ermittelte Feuchtegrad einen vorbestimmten
Wert erreicht hat, insbesondere keine nassen bzw. feuchten Stellen mehr nachgewiesen
werden. Lässt sich ein Feuchtenest auch nach längerem Trocknen nicht ausreichend stark
trocknen, so kann die Wäschecharge aus dem Trockner ausgegeben und das Nässenest händisch
entfernt werden.
[0024] Eine weitere Vorrichtung zur Lösung der vorbezeichneten Aufgabe, wobei es sich auch
um eine vorteilhafte Weiterbildung der zuvor beschriebenen Vorrichtung handeln kann,
weist die Merkmale des Anspruchs 15 auf. Demnach ist es vorgesehen, dass im Innenraum
des Trommeltrockners mindestens eine Strahlungsquelle für Terahertz-Strahlung angeordnet
ist, wobei die Wäschestücke zum Nachweis von Fremdkörpern und/ oder nassen bzw. feuchten
Stellen mit Terahertz-Strahlung beaufschlagbar sind. Durch diese Positionierung der
Strahlungsquelle in der Trommel können die Wäschestücke in-situ geprüft werden. Die
Wäschestücke sind nicht mehr einzeln aufzunehmen und zu prüfen, sondern werden vielmehr
zusammen und gemeinsam gescannt. Dabei kann es vorgesehen sein, dass die Strahlungsquelle
an einer stillstehenden Innenwandung bzw. an der Innenseite der Beladetür des Trommeltrockners
befestigt ist, so dass sich die Quelle nicht mitdreht.
[0025] Außerdem kann es erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass innerhalb oder außerhalb der
Trommel ein Detektor zum Detektieren von Terahertz-Strahlung angeordnet ist. Auch
dieser Detektor kann beispielsweise an einer inneren Wandung der Trommel bzw. an der
Innenseite der Beladetür installiert sein.
[0026] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung
näher erläutert. In dieser zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Verfahrens,
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels des Verfahrens,
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung einer Inspizierung eines Wäschestücks nach dem Trocknen,
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung einer Inspizierung eines Wäschestücks während des Trocknens,
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung der Inspizierung nach dem Mangeln, und
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung einer Inspizierung eines Wäschestücks während des Trocknens
[0027] Bei der vorliegenden Erfindung geht es darum, Wäschestücke 10 zu inspizieren. Bei
dieser Inspizierung sollen Fremdkörper und/oder nasse bzw. feuchte Stellen in den
Wäschestücken 10 gefunden und gegebenenfalls klassifiziert werden. Dazu werden die
Wäschestücke 10 mit Terahertz-Strahlung 11 beaufschlagt und die reflektierte und/oder
transmittierte Strahlung durch einen Detektor detektiert. Gemäß den hier dargestellten
Ausführungsbeispielen kann diese Inspizierung im Rahmen verschiedener Behandlungsschritte
der Wäschestücke 10 erfolgen.
[0028] Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel wird eine Vielzahl von Wäschestücken
10 von einem Transportbehälter 12 auf einen Förderer 13 abgelegt. Auf diesem Förderer
13 befinden sich die Wäschestücke 10 ungeordnet und vermengt zu einem Wäschehaufen
14. Die einzelnen Wäschestücke 10 werden dann von dem Förderer 13 von einer Bedienperson
15 aufgenommen und an einen weiteren Förderer 16 derart übergeben, dass die einzelnen
Wäschestücke 10 hängend entlang einer Prüfstrecke 17 geführt werden. Jedes der Wäschestücke
10 kann dabei beispielsweise ein elektronisches Identifikationsmittel 18 mit einem
Datenspeicher aufweisen, auf dem sämtliche Eigenschaften des jeweiligen Wäschestücks
10 gespeichert sind.
[0029] Die Wäschestücke 10 werden in Förderrichtung 19 durch eine torartige Vorrichtung
20 zum Inspizieren der Wäschestücke 10 geführt. Diese Vorrichtung 20 weist eine Strahlungsquelle
auf, die elektromagnetische Wellen im Terahertz-Bereich emittiert. Die Wäschestücke
10, die durch die Vorrichtung 20 geführt werden, werden vollständig oder punktuell
bzw. bereichsweise mit dieser Terahertz-Strahlung 11 beaufschlagt. Da Textilien bzw.
die Wäschestücke 10 für die Terahertz-Strahlung 11 transparent sind, durchdringt ein
Großteil der Strahlung die Wäschestücke 10, ohne dass sie absorbiert oder reflektiert
wird. Trifft die Terahertz-Strahlung 11 allerdings auf nichttextile Gegenstände, so
wird die Strahlung entweder absorbiert oder reflektiert. Die reflektierte Strahlung
wird sodann durch einen nicht dargestellten Detektor, der sich ebenfalls in der Vorrichtung
20 befindet, detektiert. Dieses Detektieren der reflektierten Strahlung erfolgt ortsaufgelöst,
so dass ein Abbild des Gegenstandes, von dem die Strahlung reflektiert wurde, gebildet
werden kann. Dieses Erstellen eines Abbildes des Fremdkörpers erfolgt in einer hier
nur schematisch dargestellten Steuereinheit 21.
[0030] Bei dem in der Fig. 1 beispielhaft dargestellten Fremdkörper handelt es sich um einen
Stift 22. Dieser Stift befindet sich anfänglich in einem der Wäschestücke 10. Die
von dem Stift 22 reflektierte Terahertz-Strahlung 11 wird von dem Detektor aufgenommen,
und von der Steuereinheit zu einem Bild verarbeitet. Durch die Verwendung mehrerer
Detektoren, kann alternativ ein dreidimensionales Abbild des Fremdkörpers erstellt
werden.
[0031] Die Steuereinheit 21 weist eine Sammlung bzw. eine Bibliothek auf, in der eine Vielzahl
von Bildern von Gegenständen bzw. Fremdkörpern hinterlegt ist. Der von dem Detektor
detektierte Gegenstand wird sodann mit jedem der hinterlegten Muster von der Steuereinheit
21 verglichen. Wenn eine Übereinstimmung erfolgt, bzw. der Fremdkörper klassifiziert
oder identifiziert wurde, kann diese Klassifikation des Fremdkörpers an den Speicher
des Identifikationsmittels 18 des Wäschestücks 10 übertragen werden. Im weiteren Verlauf
des Transportes entlang des Förderers 16 wird das Wäschestück 10 gegebenenfalls aussortiert.
Dies kann automatisiert oder händisch erfolgen. Da die Beaufschlagung der Terahertz-Strahlung
und der Nachweis der reflektierten Strahlung nahezu simultan erfolgt, können die einzelnen
Wäschestücke 10 mit einer relativ hohen Durchsatzrate und somit mit einer hohen Prüfrate
durch die Vorrichtung 20 bewegt werden.
[0032] Alternativ zu der von den Fremdkörpern reflektierten Strahlung kann auch die transmittierte
Terahertz-Strahlung 11 detektiert werden. Falls sich in dem Wäschestück 10 ein Fremdkörper
befindet, so wirft dieser eine Art Schatten. Dieser Schatten kann sodann durch einen
Detektor aufgenommen werden und von der Steuereinheit 21 ausgewertet werden.
[0033] Des Weiteren kann es die Erfindung vorsehen, dass innerhalb der Vorrichtung 20 ein
Absorptionsspektrum von dem Wäschestück 10 erstellt wird. Dabei wird dieses mit Terahertz-Strahlung
11 beaufschlagt und die reflektierte bzw. transmittierte Strahlung energieaufgelöst
detektiert. Anhand der detektierten Absorptionslinien können Gegenstände in den Wäschestücken
identifiziert werden. So lassen sich beispielsweise chemische Stoffe erkennen, die
sich nur mit einem speziellen Reinigungsverfahren aus dem Wäschestück 10 entfernen
lassen. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel können die Informationen des Absorptionsspektrums
an den Speicher des Identifikationsmittels übertragen werden, damit das Wäschestück
10 im Weiteren entsprechend behandelt werden kann.
[0034] Neben der Erkennung von Fremdkörpern kann durch die Vorrichtung 20 auch eine nasse
bzw. feuchte Stell oder auch ein Nässenest erkannt werden. Dies erfolgt wieder über
das bildgebende Verfahren, bei dem die nasse Stelle als Reflektionsbild aufgenommen
wird. Alternativ kann es vorgesehen sein, dass die Wärmestrahlung, welche von der
durch die Terahertz-Strahlung 11 aufgewärmte feuchte Stelle emittiert wird, von einem
Detektor, der für Wärmestrahlung bzw. Infrarotstrahlung sensitiv ist, detektiert wird.
[0035] Als weitere Möglichkeit kann es vorgesehen sein, dass in der Vorrichtung 20 eine
Strahlungsquelle für andere elektromagnetische Strahlung, wie beispielsweise Radarstrahlung
positioniert ist. Durch einen entsprechenden Detektor lassen sich auch so Fremdkörper
bzw. nasse oder feuchte Stellen in den Wäschestücken 10 detektieren.
[0036] Bei dem in der Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel werden die Wäschestücke 10
von dem Förderer 13 durch einen Greifer 23 aufgenommen und vor eine Strahlungsquelle
24 für Terahertz-Strahlung 11 geführt. Dadurch wird das Wäschestück 10 mit Terahertz-Strahlung
11 beaufschlagt. Wenn sich in diesem Wäschestück 10 ein Fremdkörper befindet, so wird
die reflektierte Strahlung, wie zuvor beschrieben, durch einen nicht dargestellten
Detektor gemessen und in der Steuereinheit 21 mit den in der Bibliothek hinterlegten
Mustern verglichen. Bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel befindet sich in
dem Wäschestück 10 erneut ein Stift 22. Dieser Stift 22 wird als solcher erkannt und
als Fremdkörper klassifiziert. Das den Stift 22 aufweisende Wäschestück 10 wird sodann
von dem Greifer 23 ausgesondert. Der Stift 22 kann im Weiteren beispielsweise durch
die Bedienperson 15 aus dem Wäschestück 10 entnommen werden. Daraufhin kann die Bedienperson
15 das Wäschestück 10 für die Weiterbehandlung dem Förderer 16 zuführen.
[0037] Wenn bei der Beaufschlagung des Wäschestücks 10 mit Terahertz-Strahlung 11 kein Fremdkörper
nachgewiesen wird, übergibt der Greifer 23 das überprüfte Wäschestück 10 direkt an
den Förderer 16, damit die Wäschestücke 10 in Förderrichtung 19 abgeführt werden können.
Für den Nachweis einer nassen bzw. feuchten Stelle wird gleichermaßen verfahren wie
zuvor anhand des Ausführungsbeispiels der Fig. 1 dargestellt.
[0038] Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen,
dass gewaschene Wäschestücke 10 zunächst in einem Tunnelfinisher 25 getrocknet werden
(Fig. 3). Dazu werden die Wäschestücke 10 in Förderrichtung 19 durch die verschiedenen
Module 26 geführt. In diesen Modulen 26 werden die Wäschestücke 10 sukzessive getrocknet.
Nach dem Tunnelfinisher 25 wird jedes einzelne Wäschestück von einer Strahlungsquelle
24 mit Terahertz-Strahlung 11 beaufschlagt. Anhand der reflektierten bzw. transmittierten
Strahlung kann mittels eines nicht dargestellten Detektors sodann nachgewiesen werden,
ob das Wäschestück 10 trocken ist, noch restfeuchte bzw. Nässenester aufweist oder
ob sich in dem Wäschestück 10 ein Fremdkörper befindet. Der entsprechende Detektor
kann in die Strahlungsquelle 24 integriert sein, so dass direkt zurückreflektierte
Strahlung von dem Detektor detektiert werden kann.
[0039] Bei dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel wurde in dem Wäschestück 10 eine
Schere 27 festgestellt. Da es sich bei einer Schere 27 um einen ungewünschten Fremdkörper
handelt, wird das Wäschestück 10 aussortiert, damit die Schere beispielsweise durch
eine Bedienperson entnommen werden kann. Ein anderes in Fig. 3 dargestelltes Szenario
sieht es vor, dass das Wäschestück 10 noch Restfeuchte aufweist. Auch dieses Wäschestück
10 wird aussortiert und gegebenenfalls nochmal dem Tunnelfinisher 25 zum Trocknen
zugeführt. Die durch den Detektor detektierte Strahlung wird genau wie zuvor anhand
der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiele durch eine in Fig. 3 nicht
dargestellte Steuereinheit 21 ausgewertet. Nur Wäschestücke 10, die weder Fremdkörper
noch nasse bzw. feuchte Stellen aufweisen, werden den weiteren Behandlungsschritten
zugeführt.
[0040] Bei dem in der Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung
wird das feuchte Wäschestück 10 ebenfalls durch einen Tunnelfinisher 25 geführt. Im
Gegensatz zu dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel findet sich hier allerdings
die Strahlungsquelle 24 für die Terahertz-Strahlung 11 innerhalb eines Moduls 26 des
Tunnelfinishers 25. Hier wird in-situ überprüft, ob die Wäschestücke einen Fremdkörper
und/oder nasse bzw. feuchte Stellen aufweisen. Vorzugsweise ist die Strahlungsquelle
24 in einem der in Förderrichtung 19 gesehen hinteren Module 26 des Tunnelfinishers
25 angeordnet. Wenn in diesem Modul 26 durch die Beaufschlagung der Terahertz-Strahlung
11 nachgewiesen wird, dass das Wäschestück 10 noch einen zu hohen Restfeuchtegehalt
aufweist, kann durch Beaufschlagung zusätzlicher Wärmestrahlung in dem Tunnelfinisher
25 auch die verbliebene Restfeuchte aus dem Wäschestück 10 entfernt werden. Auf diese
Weise verlassen nur vollständig getrocknete Wäschestücke 10 den Tunnelfinisher 25.
Somit können nasse bzw. feuchte Stellen oder Nässenester noch innerhalb des Tunnelfinishers
25 nachgewiesen werden und der Trocknungsvorgang entsprechend geregelt werden. Die
Analyse der reflektierten bzw. transmittierten Terahertz-Strahlung 11 erfolgt genau
so, wie zuvor an den anderen Ausführungsbeispielen dargelegt. Wird innerhalb des Tunnelfinishers
25 festgestellt, dass sich innerhalb des Wäschestücks 10 ein Fremdkörper, hier eine
Schere 27, befindet, so wird dieses Wäschestück 10 ausgesondert, damit der Fremdkörper
entfernt werden kann. Dieses Aussondern kann beispielsweise durch ein Fördersystem
mit verschiedenen Weichen erfolgen.
[0041] Das Inspizieren von Wäschestücken 10 nach Fremdkörpern und/oder nassen bzw. feuchten
Stellen kann ebenfalls, gemäß dem in Fig. 5 dargestellten Ausführungsbeispiel, nach
dem Mangeln erfolgen. Dabei werden die Wäschestücke 10 zunächst im feuchten Zustand
von einer Bedienperson 15 an eine Eingabeeinrichtung 28 übergeben. Von dieser Eingabeeinrichtung
28 werden die Wäschestücke 10 sodann in einer Mangel 29 getrocknet. Nach dem Verlassen
der Mangelmulde 30 wird das Wäschestück 10 zunächst auf einem Zwischenförderer 31
abgelegt. Bei dem in Fig. 5 dargestellten Ausführungsbeispiel befindet sich über diesem
Zwischenförderer 31 eine Strahlungsquelle 24 für Terahertz-Strahlung 11. Das Wäschestück
10 wird, wie bei den anderen Ausführungsbeispielen, mit Terahertz-Strahlung 11 beaufschlagt.
Die von dem Wäschestück 10 reflektierte Strahlung wird sodann durch einen entweder
der Strahlungsquelle 24 integralen Detektor, oder einen nicht dargestellten Detektor
aufgenommen und durch eine nicht dargestellte Steuereinheit weiter verarbeitet. Wenn
durch die Steuereinheit festgestellt wird, dass das Wäschestück 10 noch Restfeuchte
bzw. ein Nässenest aufweist, wird dieses Wäschestück 10 ausgesondert und gegebenenfalls
nochmals gemangelt. Falls nach dem Mangeln festgestellt wird, dass das Wäschestück
10 einen Fremdkörper aufweist, wird das Wäschestück 10, wie zuvor beschrieben, ausgesondert
und der Fremdkörper manuell entfernt. Wäschestücke 10, die weder Fremdkörper noch
Nässenester aufweisen, werden weiteren Behandlungsschritten zugeführt.
[0042] Erfindungsgemäß ist es ebenso vorgesehen, dass die Vorrichtung zum Inspizieren von
Wäschestücken vor der Mangel 29 positioniert ist, so dass Fremdkörper in den Wäschestücken
10 schon vor dem Mangeln erkannt werden und eine eventuelle Beschädigung des Mangelkörpers
32 bzw. der Mangelmulde 30 verhindert werden kann.
[0043] Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen,
dass die Wäschestücke 10 innerhalb eines Trommeltrockners 33 inspiziert werden (Fig.
6). Dabei befindet sich eine Vielzahl von Wäschestücken 10 vermengt und unsortiert
in einer Trommel 34 des Trommeltrockners 33 und wird zum Trocknen mit heißer Luft
beaufschlagt. Damit die Wäschestücke 10 vollständig getrocknet werden, dreht sich
die Trommel 34 um eine Achse 35, wobei die Wäschestücke 10 durch Mitnehmer 36 in Bewegung
gehalten werden. Während des Trocknungsvorganges werden sodann die Wäschestücke 10
mit Terahertz-Strahlung 11 beaufschlagt. Dazu ist innerhalb der Trommel 34 eine Strahlungsquelle
24 angeordnet. Diese Strahlungsquelle 24 dreht sich allerdings nicht mit der Trommel
34 mit, sondern ist vielmehr fest an der Innenseite der Beladetür oder an einer gegenüberliegenden
Wandung befestigt.
[0044] Durch die Beaufschlagung der Wäschestücke 10 mit Terraherzstrahlung 11 während des
Trocknungsprozesses, kann in-situ der Feuchtegrad der Wäschestücke 10 bestimmt werden.
Dadurch wird die von den Wäschestücken 10 reflektierte Strahlung durch einen nicht
dargestellten Detektor detektiert und von einer nicht dargestellten Steuereinheit
verarbeitet. Der Detektor kann sich ebenfalls innerhalb der Trommel 34 oder außerhalb
der Trommel 34 befinden. Sobald durch die Beaufschlagung der Wäschestücke 10 mit Terahertz-Strahlung
11 festgestellt wird, dass alle Wäschestücke 10 einen bestimmten Trocknungsgrad bzw.
Restfeuchtegehalt erreicht haben, kann der Trocknungsvorgang abgebrochen werden. Wenn
allerdings festgestellt wird, dass mindestens ein Wäschestück 10 noch nicht den vorbestimmten
Anforderungen für den Trocknungsgrad entspricht, wird der Trocknungsvorgang in dem
Trommeltrockner 33 fortgesetzt. Wird durch die Steuereinheit 24 festgestellt, dass
sich innerhalb der vermengten Wäschestücke 10 ein Nässenest befindet, so wird der
Trocknungsprozess angehalten bzw. unterbrochen und gegebenenfalls das Nässenest aus
der Trommel 34 entfernt.
[0045] Neben den hier dargestellten Ausführungsbeispielen ist es erfindungsgemäß denkbar,
dass das Verfahren bzw. die Vorrichtung zum Inspizieren von Wäschestücken mittels
Terahertz-Strahlung 11 auf weitere Behandlungsschritte von Wäschestücken 10 angewendet
werden. So sind die hier dargestellten Ausführungsbeispiele lediglich als exemplarisch
zu verstehen.
Bezugszeichenliste:
[0046]
| 10 |
Wäschestück |
36 |
Mitnehmer |
| 11 |
Terahertz-Strahlung |
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| 12 |
Transportbehälter |
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| 13 |
Förderer |
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| 14 |
Wäschehaufen |
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| 15 |
Bedienperson |
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| 16 |
Förderer |
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| 17 |
Prüfstrecke |
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| 18 |
Identifikationsmittel |
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| 19 |
Förderrichtung |
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| 20 |
Vorrichtung |
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| 21 |
Steuereinheit |
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| 22 |
Stift |
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| 23 |
Greifer |
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| 24 |
Strahlungsquelle |
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| 25 |
Tunnel-Finisher |
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| 26 |
Modul |
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| 27 |
Schere |
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| 28 |
Eingabeeinrichtung |
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| 29 |
Mangel |
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| 30 |
Mangelmulde |
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| 31 |
Zwischenförderer |
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| 32 |
Mangelkörper |
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| 33 |
Trommeltrockner |
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| 34 |
Trommel |
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| 35 |
Achse |
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1. Verfahren zum Inspizieren von Wäschestücken (10), wobei einzelne Wäschestücke (10)
entlang einer Prüfstrecke (17) bewegt und dabei geprüft werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Wäschestücke (10), um zu prüfen, ob die Wäschestücke (10) Fremdkörper und/oder
nasse bzw. feuchte Stellen aufweisen, mit Terahertz-Strahlung (11) beaufschlagt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die von den Wäschestücken (10) reflektierte und/oder transmittierte Terahertz-Strahlung
(11) von mindestens einem Detektor detektiert und von einer Steuereinheit (21) zu
einem Bild oder Video umgewandelt wird und/oder auf den durch die Steuereinheit (21)
rekonstruierten Bildern der Wäschestücke (10), vorzugsweise automatisch, Fremdkörper
oder nasse bzw. feuchte Stellen nachgewiesen und klassifiziert werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Klassifizierung der Bilder eine Vielzahl von verschiedenen Mustern von Fremdkörpern
und/oder nassen bzw. feuchten Stellen in der Steuereinheit (21) hinterlegt ist und
die Bilder mit diesen Mustern verglichen werden, vorzugsweise ein Hintergrund, insbesondere
Bereiche des Wäschestücks (21), die für die Terahertz-Strahlung (11) transparent sind,
für die Klassifizierung der Fremdkörper und/ oder nassen bzw. feuchten Stellen ausgeblendet
werden.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Merkmale, die für Wäschestücke (10) spezifisch sind, wie beispielsweise Reißverschlüsse,
Knöpfe, Nähte oder dergleichen, für die Klassifizierung der Fremdkörper und/oder nassen
bzw. feuchten Stellen ausgeblendet werden.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass anhand der von den Wäschestücken (10) reflektierten und/oder transmittierten und
detektierten Terahertz-Strahlung (11) ein Feuchtegrad der Wäschestücke (10), insbesondere
der nassen bzw. feuchten Stellen der Wäschestücke (10), bestimmt wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Wäschestücke (10), die Fremdkörper und/oder nasse bzw. feuchte Stellen aufweisen,
aus der Prüfstrecke (17) ausgeschleust und/oder markiert werden, insbesondere dass
an ein Identifikationsmittel (18) eines Wäschestücks (10) die Informationen über den
Fremdkörper und/oder die nasse bzw. feuchte Stelle übertragen werden.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wäschestücke (10) bereichsweise, vorzugsweise nur Bereiche an denen die Wäschestücke
(10) Taschen aufweisen, oder komplett mit Terahertz-Strahlung (11) beaufschlagt werden
und/oder die Wäschestücke (10) mit kontinuierlicher oder gepulster Terahertz-Strahlung
(11) beaufschlagt werden.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Fremdkörper in den Wäschestücken (10) anhand eines Absorptionsspektrums der Terahertz-Strahlung
(11) klassifiziert und/oder identifiziert werden.
9. Vorrichtung (20) zum Inspizieren von Wäschestücken (10) mit einer Prüfstrecke (17),
entlang der die Wäschestücke (10) führbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Prüfstrecke (17) mindestens eine Strahlungsquelle (24) für Terahertz-Strahlung
(11) und mindestens einen Detektor zum Detektieren von Terahertz-Strahlung (11) aufweist,
wobei die Wäschestücke (10) zum Nachweis von Fremdkörpern und/oder nassen bzw. feuchten
Stellen wenigstens bereichsweise mit Terahertz-Strahlung (11) beaufschlagbar sind.
10. Vorrichtung (20) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass dem Detektor eine Steuereinheit (21) zugeordnet ist, mit der vom Wäschestück (10)
bzw. vom Fremdkörper und/oder den nassen bzw. feuchten Stellen reflektierte und/oder
transmittierte Terahertz-Strahlung (11) zu einem Bild oder Video umwandelbar ist und/oder
die Steuereinheit (21) mindestens einen Datenspeicher aufweist, auf dem eine Vielzahl
von Mustern für Fremdkörper und/oder nassen bzw. feuchten Stellen gespeichert ist,
mit denen die aufgenommenen Bilder vergleichbar, insbesondere klassifizierbar, sind.
11. Vorrichtung (20) nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Prüfstrecke (17) einer Wäschereimaschine, insbesondere einer Durchlaufwaschmaschine,
einem Trockner, einem Finisher (25) oder einer Mangel (29), zugeordnet ist.
12. Verfahren zum Inspizieren von Wäschestücken (10), wobei die Wäschestücke (10) in einem
Trommeltrockner (33) geprüft werden, vorzugsweise nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Wäschestücke (10), um zu prüfen, ob die Wäschestücke (10) Fremdkörper und/oder
nasse bzw. feuchte Stellen aufweisen, mit Terahertz-Strahlung (11) beaufschlagt werden.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die von den Wäschestücken (10) reflektierte und/oder transmittierte Terahertz-Strahlung
(11) von mindestens einem Detektor detektiert und von einer Steuereinheit (21) ein
Feuchtegrad der Wäschestücke (10), insbesondere der nassen bzw. feuchten Stellen der
Wäschestücke (10), bestimmt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Wäschestücke (10) solange im Trockner (33) getrocknet werden, bis der ermittelte
Feuchtegrad einen vorbestimmten Wert erreicht hat, insbesondere keine nassen bzw.
feuchten Stellen mehr nachgewiesen werden.
15. Vorrichtung zum Inspizieren von Wäschestücken (10) in einem Trommeltrockner (33),
vorzugsweise nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass im Innenraum des Trommeltrockners (33) mindestens eine Strahlungsquelle (24) für
Terahertz-Strahlung (11) angeordnet ist, wobei die Wäschestücke (10) zum Nachweis
von Fremdkörpern und/oder nassen bzw. feuchten Stellen mit Terahertz-Strahlung (11)
beaufschlagbar sind.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb oder außerhalb der Trommel (34) ein Detektor zum Detektieren von Terahertz-Strahlung
(11) angeordnet ist.