[0001] Die Erfindung betrifft einen Rotor für ein Triebwerk, insbesondere ein Gasturbinentriebwerk
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Die
EP 2 873 807 A1 und
EP 2 860 350 A1 offenbaren bekannte Rotoren nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.Ein gattungsgemäßer
und beispielsweise aus der
US 5,256,035 bekannter Rotor weist ein Rotorbasisteil auf, das entlang einer Umfangsrichtung um
eine Rotationsachse hintereinander angeordnete Befestigungsminuten für Laufschaufeln
aufweist. Die einzelnen Laufschaufeln sind hierbei jeweils über einen Schaufelfuß
formschlüssig in einer zugehörigen Befestigungsnut gehalten. Zur axialen Sicherung
bezüglich der Rotationsachse ist ein einteiliges oder mehrteiliges Sicherungselement
vorgesehen, das an einem radial äußeren Rand formschlüssig an wenigstens einer der
Laufschaufel und an einem radial inneren Rand formschlüssig an dem Rotorbasisteil
gehalten ist.
[0003] In der
US 5,256,035 ist beispielsweise ein mehrteiliges Sicherungselement vorgesehen, das aus mehreren
Plattensegmenten und einem Befestigungsring besteht. Ein radial innerer Rand der einzelnen
Plattensegmente ist hierbei in einer Nut des Rotorbasisteils formschlüssig aufgenommen,
sodass ein sich radial nach außen erstreckender Überhang des Rotorbasisteils den radial
inneren Rand der Plattensegmente jeweils umgreift. Der Befestigungsring ist wiederum
in einer Nut aufgenommen, die jeweils an einer Schaufelbasis einer Laufschaufel gebildet
ist. Dabei umgreift ein sich radial nach innen erstreckender Überhang der Schaufelbasis
den radial äußeren Rand des Befestigungsringes, worüber auch ein Plattensegment gesichert
ist, das benachbart zu und in axialer Richtung neben dem Befestigungsring angeordnet
ist.
[0004] Mit Blick auf die einzelnen Überhänge der mehreren mit dem Rotorbasisteil verbundenen
Laufschaufeln kann sich jedoch im Betrieb des Rotors eine unerwünschte Verwirbelungen
im Bereich zweier aneinander angrenzende Überhänge ergeben, insbesondere bei einem
schnell drehenden und hochbelasteten Rotor, wie er in einem Gasturbinentriebwerk,
zum Beispiel im Hochdruckverdichter oder der Hochdruckturbine eingesetzt ist. Dies
ist anhand der Figuren 5A, 5B, 5C und 5D näher veranschaulicht, die einen aus dem
Stand der Technik bekannten Rotor jeweils ausschnittsweise zeigen.
[0005] Der Rotor umfasst hierbei ein Rotorbasisteil in Form einer Rotorscheibe 2 mit mehreren
entlang einer Umfangsrichtung U zueinander beabstandeten Befestigungsnuten 20. In
jeder Befestigungsnut 20 ist ein Schaufelfuß 32 einer Laufschaufel 3a, 3b aufgenommen.
Von der Vielzahl der Laufschaufel, die entlang des Umfangs des Rotors hintereinander
angeordnet sind (beispielsweise 20 Stück) sind in den Figuren 5A, 5B, 5C und 5D jeweils
nur zwei ausschnittsweise mit Blick entlang der Rotationsachse des Rotors dargestellt.
Jede Laufschaufel 3a, 3b umfasst eine Schaufelbasis 31, von der jeweils ein Schaufelblatt
30 radial vorsteht. In radial nach innen weisender Richtung ri erstreckt sich von
der Schaufelbasis 31 der Schaufelfuß 32.
[0006] Die Schaufelbasis 31 einer Laufschaufel 3a oder 3b bildet jeweils einen sich radial
nach innen, d.h., sich entlang der nach ihnen weisenden Radialrichtung ri erstreckenden
Überhang 310 aus. Über diesen Überhang 310 ist ein radial äußerer Rand 43 einer Sicherungsplatte
4 umgriffen. Über diese Sicherungsplatte 4 sind mehrere (mindestens zwei) Laufschaufeln
3a und 3b in axialer Richtung an dem Rotorbasisteil 2 im Bereich der Befestigungsnuten
20 gesichert. Hierfür ist die Sicherungsplatte 4 nicht nur mit den Laufschaufeln 3a
und 3b, sondern auch mit dem Rotorbasisteil 2 verbunden. Für einen Formschluss zwischen
dem Rotorbasisteil 2 und der Sicherungsplatte 4 umgreift dabei ein in den Figuren
5A bis 5C nicht dargestellter Überstand des Rotorbasisteils 2 einen radial inneren
Rand 42 der Sicherungsplatte 4. Die längserstreckte und sich in Umfangsrichtung erstreckende
Sicherungsplatte 4 ist somit sowohl an ihrem radial äußeren Rand 43 als auch an ihrem
radial inneren Rand 42 gehalten und jeweils in einer Nut aufgenommen, die von einer
Laufschaufel 3a, 3b oder dem Rotorbasisteil 2 gebildet wird.
[0007] Wie insbesondere anhand der Figur 5A ersichtlich ist, bildet eine aus dem Stand der
Technik bekannte Laufschaufel 3a, 3b jeweils einen Überhang 310 zum Umgriff des radial
äußeren Rand 43 der Sicherungsplatte 4 aus, der über eine Gesamtlänge L entlang der
Umfangsrichtung U einen durchgehenden geradlinig oder kreisbogenförmig verlaufenden
Rand 311 ausgebildet ist. Entlang der Umfangsrichtung U sollten somit an einem Paar
zueinander benachbart angeordneter Laufschaufel 3a und 3b ihre jeweiligen Überhänge
310 aneinander angrenzender Ränder 311 miteinander fluchten, sodass die radial innen
liegenden Unterkanten dieser Ränder 311 auf einer Kreisbahn um die Rotationsachse
M des Rotors liegen.
[0008] Dies ist jedoch in der Praxis tatsächlich häufig nicht der Fall, wie die Figuren
5B und 5C veranschaulichen. So kommt es auf Grund zuzulassender Toleranzen vor, dass
die einzelnen Überhänge 310 zueinander benachbarter Laufschaufeln 3a, 3b radial zueinander
versetzt sind. Die Figuren 5B und 5C zeigen hierbei exemplarisch jeweils einen Versatz
g der beiden Laufschaufeln 3a und 3b im Bereich ihrer Überhänge 310. Dabei ist bei
der Variante der Figur 5B die eine (linke) Laufschaufel 3b radial nach innen gegenüber
der benachbarten (rechten) Laufschaufel 3a versetzt. Bezogen auf eine Rotationsachse
des Rotors um die Rotationsachse M entlang der Umfangsrichtung ragt somit der eine
Überhang 310 der einen Laufschaufel 3b in eine Ringspaltströmung in Umfangsrichtung
U (Versatz "into wind"). Bei der Variante der Figur 5C ist die eine (linke) Laufschaufel
3b radial nach außen gegenüber der anderen (rechten) Laufschaufel 3a versetzt (Versatz
"out of wind"). Der Rand 311 des Überhangs 310 der einen Laufschaufel 3b ist somit
vollständig gegenüber dem Überhang 310 der anderen Laufschaufel 3a radial nach außen
versetzt.
[0009] Ein in der Praxis beobachtbarer Versatz g für beide Fälle liegt dabei zwar bei einem
Rotor nur im Bereich von 0,2 mm bis 0,4 mm. Jedoch kann es hier gerade bei schnelldrehenden
Rotoren für ein Gasturbinentriebwerk, beispielsweise bei einem Rotor einer Hochdruckturbine
oder eines Hochdruckdichters, zu unerwünschten Verwirbelungen im Bereich aneinander
angrenzende Schaufelbasen 31 und damit aneinander angrenzender Überhänge 310 kommen.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Rotor in dieser Hinsicht zu verbessern.
[0011] Diese Aufgabe wird mit einem Rotor des Anspruchs 1 gelöst.
[0012] Erfindungsgemäß ist ein Rotor mit einem speziell ausgestalteten Überhang an wenigstens
einer mit dem Rotorbasisteil formschlüssig verbundenen Laufschaufel vorgeschlagen.
Hierbei weist der Überhang entlang seiner Erstreckung in Umfangsrichtung zwei, erste
und zweite, Randabschnitte auf, die jeweils, bezogen auf die Umfangsrichtung, an einem
Ende des Überhangs vorgesehen sind und jeweils gegenüber wenigstens einem weiteren,
den Rand des Sicherungselements ebenfalls umgreifenden dritten Randabschnitts des
Überhangs in radial nach außen weisender Richtung derart zurückgenommen sind, dass
der Schaufelfuß und eine Unterkante des Überhangs durch die Lücke in dem Rotorbasisteil
hindurchgeschoben werden können, wenn das Sicherungselement noch nicht oder nicht
mehr angebracht ist. An wenigstens zwei entlang der Umfangsrichtung zueinander benachbart
angeordneten Laufschaufeln des Rotors sind Überhänge mit aneinander angrenzenden und
jeweils radial nach außen zurückgenommenen Randabschnitten vorgesehen. Auf diese Weise
ist dann im Bereich der aneinander angrenzenden Randabschnitte zweier benachbarter
Laufschaufeln ein radial nach außen gerichteter Rücksprung definierter Mindestlänge
und Mindesthöhe gebildet. An dem radialen Rücksprung ist somit gezielt eine Unterbrechung
eines kreisbahnförmigen Verlaufs der entlang der der Umfangsrichtung aufeinanderfolgender
Ränder der einzelnen Überhänge vorgesehen.
[0013] Folglich ist der Überhang wenigstens einer Laufschaufel bei einem erfindungsgemäßen
Rotor derart an einer Unterkante des Überhangs in radial nach außen weisender Richtung
zurückgenommen oder zurückgesetzt, dass der Überhang an einer radial innen liegenden
Unterkante keinen geradlinigen oder kreisbogenförmigen Verlauf entlang der Umfangsrichtung
aufweist. Dies schließt insbesondere die Ausbildung eines Randabschnitts mit radialen
Versatz zu einem angrenzenden Randabschnitt desselben Überhangs ein wie auch die Ausbildung
eines Randabschnitts, dessen radiale Erstreckung in Umfangsrichtung stetig abnimmt
und somit einen schräg zur Umfangsrichtung verlaufenden Bereich der Unterkante des
Überhangs definiert. An einer radial innen liegenden Unterkante eines Überhangs sind
somit zum Beispiel radial zueinander versetzte und/oder unter einem Winkel zueinander
verlaufende Bereiche ausgebildet. Es ist somit von vornherein ein Rücksprung, vorzugsweise
im Bereich aneinandergrenzender Überhänge, definiert. Dieser kann, insbesondere bei
entsprechender Dimensionierung, zur Minimierung oder Vermeidung störender Verwirbelungen
im Bereich des Sicherungselements führen. Ferner ist hierüber eine Gewichtsreduzierung
erzielbar sowie eine Vereinfachung bei der Montage und/oder Demontage einer Laufschaufel.
Letzteres indem der wenigstens eine zurückgenommene Randabschnitt derart ausgebildet
und entlang der Umfangsrichtung angeordnet sein kann, dass zumindest ein Teil des
Überhangs in axialer Richtung durch die Befestigungsnut hindurchgeschoben werden kann,
wenn das Sicherungselement noch nicht oder nicht mehr an dem Rotorbasisteil festgelegt
ist.
[0014] Wenigstens einer der ersten und zweiten radial nach außen zurückgenommenen Randabschnitte
kann eine geringere Erstreckung in radial nach innen weisender Richtung aufweisen
als ein angrenzender Randabschnitt. Der Überhang erstreckt sich somit im Bereich des
zurückgenommenen Randabschnitts weniger stark radial nach innen. Wenigstens einer
der ersten und zweiten radial nach außen zurückgenommenen Randabschnitte ist in einem
Ausführungsbeispiel an einem in Umfangsrichtung liegenden Ende des Überhangs vorgesehen.
Auf diese Art und Weise wird über den zurückgenommenen Randabschnitt in demjenigen
Bereich ein definierter Rücksprung bereitgestellt, an dem zwei zueinander benachbarte
Laufschaufeln mit ihren Schaufelbasen aneinandergrenzen.
[0015] Wenigstens einer der ersten und zweiten radial nach außen zurückgenommenen Randabschnitte
bildet in einem Ausführungsbeispiel einen Bereich an der radial inneren Unterkante
des Überhangs aus, der zur Umfangsrichtung wenigstens teilweise geneigt verläuft.
So kann der zurückgenommene Randabschnitt folglich nicht nur stufig zu einem angrenzenden
Randabschnitt des Überhangs zurückspringend ausgeführt ein, sondern auch einen sich
zumindest abschnittsweise in Umfangsrichtung stetig vergrößernden oder verkleinerten
Rücksprung bilden.
[0016] Es hat sich gezeigt, dass für bestimmte Einsatzzwecke und insbesondere Drehzahlen
des Rotor eine bestimmte Mindestgröße für die radial nach außen gerichtete Rücknahme
des Randabschnitts eines Laufschaufelüberhangs von Vorteil ist, um Verwirbelungen
zu reduzieren. Im diesem Zusammenhang sieht ein Ausführungsbeispiel vor, dass sich
der wenigstens eine radial nach außen zurückgenommenen Randabschnitt mit einer Länge
entlang der Umfangsrichtung des Rotors erstreckt, die mindestens dem Dreifachen, in
einer Variante mindestens dem Vierfachen einer Höhe entspricht, mit der der radial
nach außen zurückgenommenen Randabschnitt gegenüber einem angrenzenden Randabschnitt
des Überhangs (mindestens) zurückgenommen ist. Bei einer minimalen Höhe b, mit der
der wenigstens eine Randabschnitt gegenüber einem angrenzenden Randabschnitt des Überhangs
radial nach außen, d.h., radial in nach außen weisender Richtung zurückgenommen ausgeführt
ist, und einer Länge a, mit der sich der wenigstens eine zurückgenommene Randabschnitt
entlang der Umfangsrichtung erstreckt, bedeutet dies folglich, dass gilt: a ≥ 3b.
[0017] Alternativ oder ergänzend ist der wenigstens eine radial nach außen zurückgenommene
Randabschnitt gegenüber einem angrenzenden Randabschnitt des Laufschaufelüberhangs
mindestens um eine Höhe von 0,5 mm, insbesondere mindestens um eine Höhe von 0,8 mm
oder 1 mm zurückgenommen. Es ist über den zurückgenommenen Randabschnitt somit ein
Rücksprung gebildet, der bei nomineller Ausrichtung zweier benachbarter Laufschaufeln
eine maximale Tiefe von mindestens 0,5 mm, 0,8 mm oder 1 mm aufweist.
[0018] In einer Variante kann der Überhang einer Laufschaufel des Rotors zwei Randabschnitte,
nämlich einen ersten und einen zweiten Randabschnitt, aufweisen, die jeweils gegenüber
wenigstens einem weiteren, den Rand des Sicherungselements ebenfalls umgreifenden
dritten Randabschnitt des Überhangs in radial nach außen weisender Richtung zurückgenommen
sind. Der erste Randabschnitt und der zweite Randabschnitt sind somit entlang der
Umfangsrichtung räumlich voneinander getrennt und zueinander beabstandet, jedoch jeweils
gegenüber wenigstens einem dritten Randabschnitt des Laufschaufelüberhangs radial
nach außen zurückgenommen.
[0019] Hierbei können die zwei zurückgenommenen Randabschnitte unterschiedlich stark zurückgenommen
sein und/oder sich entlang der Umfangsrichtung mit zueinander unterschiedlichen Längen
erstrecken. Der Überhang einer Laufschaufel kann somit asymmetrisch bezüglich einer
Radialrichtung ausgestaltet sein. Dies ermöglicht beispielsweise eine drehrichtungsoptimierte
Ausgestaltung eines Rücksprungs, der durch zwei aneinander angrenzende und jeweils
radial nach außen zurückgenommene Randabschnitte zweier benachbarter Laufschaufeln
gebildet ist.
[0020] Insbesondere mit Blick auf eine solche Variante kann vorgesehen sein, dass die ersten
und zweiten radial nach außen zurückgenommenen Randabschnitte einer Laufschaufel an
entlang der Umfangsrichtung zueinander beabstandeten Enden des zugehörigen Überhangs
(und einer Schaufelbasis der zugehörigen Laufschaufel) vorgesehen sind. Entlang des
Umfangs des Rotors grenzen somit bei benachbarten Laufschaufeln und einander angrenzenden
Schaufelbasen ein zweiter Randabschnitt eines (ersten) Laufschaufelüberhangs und ein
erster Randabschnitt eines anderen (zweiten) Laufschaufelüberhangs aneinander an.
[0021] In einer Variante ist wenigstens einer der ersten und zweiten radial nach außen zurückgenommenen
Randabschnitte gegenüber dem angrenzenden dritten Randabschnitt des Laufschaufelüberhangs
mindestens um die Summe der Form- und Lagetoleranzen diesen dritten Randabschnitts
zurückgenommen. Über einen zurückgenommenen ersten oder zweiten Randabschnitt ist
somit ein Rücksprung gebildet, der bei nomineller Ausrichtung zweier benachbarter
Laufschaufeln eine maximale (radiale) Tiefe von mindestens der Summe der Form- und
Lagetoleranzen des dritten Randabschnitts aufweist. Über die Form- und Lagetoleranzen
ist dabei eine nominelle Position des dritten Randabschnitts bezüglich der zugehörigen
Befestigungsnut und/oder bezüglich eines Überhangs einer benachbarten Laufschaufel
des Rotors vorgegeben ist.
[0022] Ein im Bereich der Schaufelbasen zweier benachbarter Laufschaufeln definierter Rücksprung
ist hierbei beispielsweise in einer Ansicht entlang der Rotationsachse ellipsenförmig,
trapezförmig oder dreiecksförmig.
[0023] Entlang der Umfangsrichtung des Rotors können an jedem Paar zueinander benachbart
angeordneter Laufschaufeln Überhänge mit aneinander angrenzenden und jeweils radial
nach außen zurückgenommenen Randabschnitten vorgesehen sein, sodass entlang der Umfangsrichtung
im Bereich aneinander angrenzender Randabschnitte zweier benachbarter Laufschaufeln
jeweils ein radial nach außen gerichteter Rücksprung definierter Mindestlänge und
Mindesthöhe gebildet ist. Die Ausbildung eines Rücksprungs ist in dieser Variante
somit nicht auf einzelne Laufschaufelpaare beschränkt, sondern durchgehend in jedem
Bereich zweier benachbarter Laufschaufeln vorgesehen.
[0024] Wenigstens einer der ersten und zweiten radial nach außen zurückgenommenen Randabschnitte
kann beispielsweise durch mechanischen Materialabtrag hergestellt sein. Dies schließt
eine Herstellung durch ein spanabhebendes Fertigungsverfahren, wie zum Beispiel Schleifen
oder Fräsen ein. In einer solchen Variante kann folglich am Überhang einer Laufschaufelbasis
gezielt Material abgetragen, beispielsweise abgeschliffen sein, um zu erreichen, dass
eine radial innen liegende Unterkante des Überhangs keinen geradlinigen Verlauf mehr
aufweist.
[0025] Alternativ kann ein radial nach außen zurückgenommener Randabschnitt durch thermischen
Materialabtrag hergestellt sein. Beispielsweise kann in diesem Zusammenhang vorgesehen
sein, dass die Herstellung mittels Erodieren erfolgt. Dies schließt eine Herstellung
durch Funkenerodieren ein, wodurch ein zurückgenommener Randabschnitt auch nachträglich
an einem Überhang aus hochfestem Material eines vergleichsweise einfach herstellbar
ist. Hierbei kann vorgesehen, dass der (thermische) Materialabtrag am Überhang zur
Erzeugung eines zurückgesetzten Randabschnitts in einem Arbeitsgang mit der Herstellung
von bestimmten Funktionsbereichen an einer Laufschaufel erfolgt. Beispielsweise ist
es üblich, dass ein Funktionsbereich, wie zum Beispiel eine Dämpfertasche oder ein
zur Gewichtsreduzierung mit wenigstens einer Aussparung versehener Schaufelbasisbereich,
an einer Laufschaufel im Bereich der Schaufelbasis durch Erodieren hergestellt wird.
In einem solchen Arbeitsgang kann dann auch der Überhang einer Laufschaufel entsprechend
bearbeitet werden, um hieran einen radial nach außen zurückgenommenen Randabschnitt
vorzusehen.
[0026] Grundsätzlich kann das mindestens eine Sicherungselement zur axialen Sicherung von
mindestens zwei Laufschaufeln vorgesehen sein. Hierbei ist dann ein vorzugsweise plattenförmig
ausgestattetes Sicherungselement an einem (radial äußeren) Rand von den Überhängen
mindestens zweier Laufschaufeln umgriffen.
[0027] Die beigefügten Figuren veranschaulichen exemplarisch mögliche Ausführungsvarianten
der Erfindung.
[0028] Es zeigen:
- Figur 1A
- ausschnittsweise einen erfindungsgemäß ausgestalteten Rotor mit Blick entlang einer
Rotationsachse des Rotors auf zwei abschnittsweise radial nach außen zurückgenommene
Überhänge zweier benachbarter Laufschaufeln des Rotors;
- Figur 1B
- in mit der Figur 1A übereinstimmender Ansicht einen radialen Versatz zwischen zwei
Schaufelbasen der benachbarten Laufschaufeln gegenüber der in der Figur 1A dargestellten
nominellen Ausrichtung der beiden Laufschaufeln zueinander;
- Figur 1C
- in mit der Figur 1A übereinstimmender Ansicht den Rotor unter teilweiser Ausblendung
eines Sicherungselements zur Veranschaulichung eines Schaufelhalses einer Laufschaufel,
der in eine Befestigungsnut eingeschoben ist;
- Figur 1D
- eine Laufschaufel in Einzeldarstellung;
- Figur 2A
- in mit den Figuren 1A und 1B übereinstimmender Ansicht eine weitere Ausführungsvariante
mit geometrisch unterschiedlich ausgestalteten zurückgenommenen Randabschnitten an
zwei Überhängen zweier Laufschaufeln;
- Figur 2B
- in mit der Figur 1C übereinstimmender Ansicht den Rotor der Figur 2A;
- Figur 3
- eine Schnittdarstellung längs der Rotationsachse eines erfindungsgemäß ausgestalteten
Rotor im eingebauten Zustand in ein Gasturbinentriebwerk;
- Figur 4
- ausschnittsweise eine entlang einer Schnittlinie parallel zur Rotationsachse des Rotors
gewonnene Schnittdarstellung des Rotors;
- Figuren 5A - 5D
- jeweils ausschnittsweise ein aus dem Stand der Technik bekannter Rotor mit zwei benachbarten
Laufschaufeln, deren Überhänge mit einem geradlinig verlaufenden Rand und damit nominell
miteinander fluchtenden Unterkanten (Figur 5A) sowie gegebenenfalls toleranzbedingt
zueinander versetzten Unterkanten (Figuren 5B und 5C) sowie unter teilweiser Ausblendung
eines Sicherungselements (Figur 5D) dargestellt sind;
- Figur 6
- in Schnittdarstellung schematisch ein Gasturbinentriebwerk, in dem ein erfindungsgemäßer
Rotor Verwendung findet.
[0029] Die Figur 6 veranschaulicht schematisch und in Schnittdarstellung ein (Gasturbinen-)
Triebwerk T, bei dem die einzelnen Triebwerkskomponenten entlang einer Mittelachse
oder Rotationsachse M hintereinander angeordnet sind. An einem Einlass oder Intake
E des Triebwerks T wird Luft entlang einer Eintrittsrichtung E mittels eines Fans
F angesaugt. Angetrieben wird dieser Fan F über eine Welle, die von einer Turbine
TT in Drehung versetzt wird. Die Turbine TT schließt sich hierbei an einen Verdichter
V an, der beispielsweise einen Niederdruckverdichter 11 und einen Hochdruckverdichter
12 aufweist, sowie gegebenenfalls noch einen Mitteldruckverdichter. Der Fan F führt
einerseits dem Verdichter V Luft zu sowie andererseits einem Bypasskanal B zur Erzeugung
des Schubs. Die über den Verdichter V geförderte Luft gelangt schließlich in einen
Brennkammerabschnitt BK, in dem die Antriebsenergie zum Antreiben der Turbine TT erzeugt
wird. Die Turbine TT weist hierfür eine Hochdruckturbine 13, eine Mitteldruckturbine
14 und eine Niederdruckturbine 15 auf. Die Turbine TT betreibt über die bei der Verbrennung
freiwerdende Energie den Fan F an, um dann über die in den Bypasskanal B geförderte
Luft den erforderlichen Schub zu erzeugen. Die Luft verlässt hierbei den Bypasskanal
B im Bereich eines Auslasses A am Ende des Triebwerks T, an dem die Abgase aus der
Turbine TT nach außen strömen. Der Auslass A weist hierbei üblicherweise eine Schubdüse
auf.
[0030] Insbesondere im Bereich der Hochdruckturbine 13 kommt wenigstens ein Rotor mit der
einleitend in Zusammenhang mit den Figuren 5A bis 5D dargestellten Konfiguration zur
Anwendung. Hierbei ist der Rotor derart angeordnet und um die Mittelachse oder Rotationsachse
M drehbar gelagert, dass die einzelnen entlang der Umfangsrichtung U zur axialen Sicherung
der Laufschaufeln 3a, 3b vorgesehenen Sicherungsplatten 4 an einer stromab liegenden
Stirnseite des Rotors 2 angeordnet sind. Die einzelnen Sicherungselemente 4 sind somit
einem Ringraum 5 zugewandt, der im Bereich der Schaufelfüße 32 der einzelnen Laufschaufeln
3a, 3b zwischen dem Rotor und einer Leitschaufelanordnung 6 gebildet ist. Die in diesem
Ringraum 5 entstehende Strömung kann - wie einleitend erläutert - bei einer Konfiguration
der zur Verbindung zwischen den Laufschaufeln 3a, 3b und einem Sicherungselement 4
genutzten Überhänge 310 der Schaufelbasen 31 unerwünscht verwirbelt werden, wenn einzelne
Überhänge 310 toleranzbedingt zueinander versetzt sind. Dann ragen einzelne Überhänge
31 vollständig in den kreisringförmig um die Rotationsachse entlang der Sicherungsplatten
4 definierten Strömungspfad oder sind hierzu radial nach außen zurückgesetzt (vergleiche
Figuren 5B und 5C).
[0031] Hier lässt sich mit der erfindungsgemäßen Lösung eine Verbesserung erzielen. Hiernach
ist ein Überhang 310, der zur formschlüssigen Verbindung mit einem radial äußeren
Rand 43 einer mehrteiligen oder einteiligen Sicherungselement, wie einer Sicherungsplatte
4, vorgesehen ist, mit einem in radial äußerer Richtung ra zurückgenommenen Randabschnitt
definierter Geometrie und Größe ausgebildet. Mit der erfindungsgemäßen Lösung kann
somit auch bei nomineller Anordnung der einzelnen Laufschaufeln 3a, 3b zueinander
ausgeschlossen werden, dass an jedem Paar benachbarter Laufschaufeln 3a, 3b ein geradliniger
oder kreisbogenförmiger Verlauf der die entlang der Umfangsrichtung U aufeinanderfolgenden,
radial innen liegenden Unterkanten der Überhänge 310 gegeben ist. Vielmehr ist von
vornherein wenigstens ein definierter radialer Rücksprung bereitstellt, der die Strömung
möglichst wenig, jedoch in jedem Fall vorhersehbar beeinflusst. Vorzugsweise sind
mehrere entlang der Umfangsrichtung U verteilte Rücksprünge vorgesehen, insbesondere
an jedem Paar zueinander benachbart angeordneter Schaufelbasen 31.
[0032] Bei der Ausführungsvariante der Figuren 1A bis 1C weist beispielsweise ein Überhang
310 einer Schaufelbasis 31 jeder an dem Rotorbasisteil 2 fixierten Laufschaufel 3a,
3b zwei radial nach außen zurückgenommene Randabschnitte 311a und 311c auf. Diese
zwei radial zurückgenommenen Randabschnitte 311a und 311c weisen eine geringere Erstreckung
in radial nach innen weisender Richtung ri auf als ein zwischen ihnen ausgebildeter
dritter Randabschnitt 311b. Die Länge des dritten Randabschnitts 311b entlang der
Umfangsrichtung U kann dabei mindestens das Zweifache der Form- und Lagetoleranzen
eines Spaltes zwischen den axialen Sicherungselementen 4 und/oder mindestens der Hälfte
einer minimalen Breite d eines in die zugehörige Befestigungsnut 20 eingeschobenen
Schaufelhalses 320 des Schaufelfußes 32 einer Laufschaufel 3a oder 3b sein (vgl. die
Einzeldarstellung einer Laufschaufel 3a der Figur 1D). Die Länge des dritten Randabschnitts
311b entlang der Umfangsrichtung U macht hierbei weniger als 60%, gegebenenfalls weniger
als 50% oder sogar weniger als 35% der Gesamtlänge L eines Überhang 310 entlang der
Umfangsrichtung U aus.
[0033] An den entlang der Umfangsrichtung U zueinander beabstandeten Enden eines Überhangs
310 ist jeweils ein zurückgenommener Randabschnitte 311a oder 311c vorgesehen. Die
Randabschnitte 311a und 311c erstrecken sich dabei mit unterschiedlichen Längen a1
und a2 in Umfangsrichtung U. Beide zurückgenommenen Randabschnitte 311a und 311c bilden
ferner einen geneigt zu Umfangsrichtung U verlaufenden Bereich der Unterkante des
Überhangs 310 aus. Jeder zurückgenommene Randabschnitt 311a, 311c verläuft dabei ausgehend
von dem mittleren, dritten Randabschnitt 311b schräg nach außen zum jeweiligen Ende
hin, sodass eine radiale Erstreckung des jeweiligen zurückgenommenen Randabschnitts
311a oder 311c zum jeweiligen seitlichen Rand des Überhangs 310 hin stetig abnimmt.
[0034] Hierbei sind die einzelnen Randabschnitte 311a und 311c jeweils bis zu einer Höhe
b1 oder b2 gegenüber dem mittleren Randabschnitts 311b zurückgenommen. Diese Höhe
b1 oder b2 ist vorliegend größer als 0,8 mm und beträgt etwa 1 mm. Die Erstreckung
in Umfangsrichtung U des jeweiligen zurückgenommenen Randabschnitts 311a, 311c wiederum
bemisst sich als - vorzugsweise ganzzahliges - Vielfaches dieser Höhe b1 oder b2.
Vorliegend entspricht eine Länge a1, a2 wenigstens dem Dreifachen einer Höhe b1 oder
b2 des jeweiligen zurückgenommenen Randabschnitts 311a, 311c.
[0035] Die Höhen b1 und b2 der zurückgenommenen Randabschnitte 311a und 311c sind so bemessen,
dass im Bereich zueinander benachbart liegender Laufschaufeln 3a, 3b und damit aneinander
angrenzender Schaufelbasen 31 durch zwei schräg aufeinander zu verlaufende zurückgenommene
Randabschnitte 311c und 311a jeweils ein radialer Rücksprung 33 im Verlauf der in
Umfangsrichtung U aufeinanderfolgenden Unterkanten mehrerer Sicherungsplatten 4 gebildet
ist. Dieser radialer Rücksprung 33 ist über die zurückgenommenen Randabschnitte 311c
und 311a der einzelnen Laufschaufeln 3a und 3b so bemessen, dass auch bei einem toleranzbedingten
maximalen radialen Versatz g zweier Laufschaufeln 3a und 3b eine radiale Tiefe des
jeweiligen Rücksprung 33 größer als der Versatz g ist und vorzugweise einem Vielfachen
des Versatzes g entspricht. Damit ist eine (relevante) Strömungsbeeinflussung aufgrund
des Versatzes g ausgeschlossen oder minimal (vergleiche Figur 1B).
[0036] Die zurückgenommenen Randabschnitte 311a und 311c stellen selbstverständlich weiterhin
noch einen ausreichende Erstreckung des Überhang 310 in radial innerer Richtung ri
bereit, sodass auch im Bereich eines zurückgenommenen Randabschnitts 311a oder 311c
eine Nut 3100 für den umgriffenen radial äußeren Rand 43 der Sicherungsplatte 4 vorhanden
ist. Der radial innere Rand 42 einer Sicherungsplatte 4 ist in einer Nut 2100 des
Rotorbasisteils 2 aufgenommen, die durch einen in radial äußerer Richtung ra vorstehenden
Überstand 210 gebildet ist. Derart stellt die Sicherungsplatte 4 sicher, dass die
einzelnen Laufschaufeln 3a, 3b im Bereich ihres jeweiligen Schaufelfußes 32, den eine
Sicherungsplatte 4 zumindest teilweise überdeckt, an dem Rotorbasisteil 2 axial gesichert
sind (vergleiche auch Figur 3).
[0037] Im Unterschied zu der aus dem Stand der Technik bekannten Lösung nach den Figuren
5A bis 5D (vgl. insbesondere Figur 5D) ist über die zurückgenommenen Randabschnitte
311a und 311c ferner erreicht, dass mit dem sich entlang der Umfangsrichtung U dazwischenliegenden
Randabschnitt 311b der Überhang 310 nur in dem Bereich weiter radial nach innen erstreckt,
in dem sich die Befestigungsnut 20 befindet. Derart ist der radial nach innen weiter
vorstehende Randabschnitt 311b so bemessen, dass der Schaufelfuß 32 in axialer Richtung
durch die Befestigungsnut 20 und die damit zwischen zwei Stegen 22 des Rotorbasisteils
2 definierte Lücke hindurchgeschoben werden kann, wenn die Sicherungsplatte 4 noch
nicht oder nicht mehr angebracht ist. Dies ist bei einem Überhang gleichbleibender
radialer Erstreckung entsprechend der Figur 5D nicht möglich. Hier ist ein Hindurchschieben
des Schaufelfußes 32 durch eine Befestigungsnut 20 durch den Überhang 310 blockiert.
Der Überhang 310 kann über die einander gegenüberliegenden, eine Befestigungsnut 20
seitlich berandeten Stege 22 des Rotorbasisteils 2 nicht hinweg geschoben werden.
Für eine vollständige axiale Verschieblichkeit durch die Befestigungsnut 30 hindurch,
müsste hier die radiale Erstreckung des Schaufelfußes 32 und damit die Länge eines
Schaufelhalses 320 erhöht werden, so dass eine Unterkante des Überhangs 310 durchweg
radial weiter außen verläuft als die Ende der Stege 22. Damit ginge aber eine Erhöhung
des Gewichts einer Laufschaufel 3a, 3b einher. Demgegenüber lässt sich der zusätzliche
Montagevorteil bei der dargestellten Ausführungsvariante einer erfindungsgemäßen Lösung
ohne Gewichtsnachteil realisieren.
[0038] Bei der mit den Figuren 2A und 2B veranschaulichten Variante ist die Form der zurückgenommenen
Randabschnitte 311a und 311c gegenüber der Variante der Figuren 1A bis 1C variiert.
Ein Überhang 310 an einer Schaufelbasis 31 ist hierbei profiliert ausgeführt, sodass
die beiden entlang der Umfangsrichtung U zueinander beabstandeten Randabschnitte 311a
und 311b einer Laufschaufel 3a oder 3b in radial äußerer Richtung ra gegenüber dem
mittleren, dritten Randabschnitt 311b des Überhangs 310 der jeweiligen Laufschaufel
3a oder 3b radial zurückspringend ausgebildet sind. Die einzelnen zurückgenommenen
Randabschnitte 311a und 311c weisen dabei jeweils Bereiche konstanter radialer Erstreckung
entlang der Umfangsrichtung U auf. Mit anderen Worten weist jeder der zurückgenommenen
Randabschnitte 311a, 311c einer Laufschaufel der Figuren 2A und 2B wenigstens einen
Bereich auf, an dem eine Höhe des jeweiligen zurückgenommenen Randabschnitts 311a,
311c in Umfangsrichtung U oder entgegengesetzt hierzu nicht abnimmt.
[0039] Insbesondere hierdurch ist erreicht, dass ein im Bereich der Schaufelbasen 31 zweier
benachbarter Laufschaufel 3a, 3b definierter Rücksprung 33 in der Ansicht entlang
der Rotationsachse der Figur 2 trapezförmig ist, während der Rücksprung 33 bei der
Variante der Figuren 1A bis 1C dreiecksförmig ist. Bei stärker abgerundetem Verlauf
der Unterkanten der zurückgenommenen Randabschnitte 311a, 311c kann in einer möglichen
Weiterbildung auch ein ellipsenförmiger Rücksprung gebildet sein.
[0040] Für die Herstellung der zurückgenommenen Randabschnitte 311a, 311c an einer Laufschaufel
3a oder 3b kann ein spanabhebendes Fertigungsverfahren oder ein thermischer Materialabtrag
vorgesehen sein. So können beispielsweise die zurückgenommen Randabschnitte 311a und
311c in der Ausführungsvariante der Figuren 1A bis 1C vergleichsweise einfach durch
Abschleifen hergestellt werden. Eine profilierte Ausführung entsprechend der Variante
der Figuren 2A und 2B lässt sich beispielsweise durch Erodieren herstellen. Dabei
kann die Herstellung der zurückgenommenen Randabschnitte 311a und 311c in einem Arbeitsgang
mit (hier nicht dargestellten) Dämpfertaschen oder anderen Funktionsbereichen an den
Laufschaufeln 3a, 3b vorgenommen werden, die üblicherweise ebenfalls durch Erodieren
hergestellt werden.
[0041] Anhand der Figur 2B ist in Übereinstimmung mit der Figur 1C noch unter teilweiser
Ausblendung der Sicherungsplatte 4 veranschaulicht, dass auch bei dieser Ausführungsvariante
durch die zurückgenommenen Randabschnitte 311a und 311c der Überhang 310 ein Hindurchschieben
des Schaufelfußes 32 in axialer Richtung durch eine Befestigungsnut 20 nicht blockiert.
Der radial nach innen weiter vorstehende (mittlere) Randabschnitt 311b ist so bemessen,
dass er am oberen Ende der Befestigungsnut 20 durch die zwischen zwei Stegen 22 des
Rotorbasisteils 2 definierte Lücke passt.
[0042] Anhand der ausschnittsweisen Darstellung eines Längsschnitts entsprechend der Figur
4 ist die Ausgestaltung der Sicherungsplatte 4 gesondert veranschaulicht. Die Sicherungsplatte
4 weist einen zwischen den radial inneren und radial äußeren Rändern 42 und 43 liegenden
Mittelbereich 40 auf. Aus der Figur 4 ist insbesondere ersichtlich, wie ein radial
äußerer Rand 43 der Sicherungsplatte 4 in der Nut 3100 der Schaufelbasis 31 einer
Laufschaufel 3b aufgenommen und durch den sich radial nach innen erstreckenden Überhang
310 umgriffen ist, während sich der Mittelbereich 40 außerhalb der Nut 3100 entlang
des Schaufelfußes 32 erstreckt.
Bezugszeichenliste
[0043]
- T
- Gasturbinentriebwerk
- 11
- Niederdruckverdichter
- 12
- Hochdruckverdichter
- 13
- Hochdruckturbine
- 14
- Mitteldruckturbine
- 15
- Niederdruckturbine
- 2
- Rotorbasisteil
- 20
- Befestigungsnut
- 210
- Überstand
- 2100
- Nut
- 22
- Steg
- 30
- Schaufelblatt
- 31
- Schaufelbasis
- 310
- Überhang
- 3100
- Nut
- 311
- Rand
- 311a, 311b, 311c
- Randabschnitt
- 32
- Schaufelfuß
- 320
- Schaufelhals
- 33
- Radialer Rücksprung
- 3a, 3b
- Laufschaufel
- 4
- Sicherungsplatte (Sicherungselement)
- 40
- Mittelbereich
- 42
- Innerer Rand
- 43
- Äußerer Rand
- 5
- Ringspalt
- 6
- Leitschaufelanordnung
- A
- Auslass
- a1, a2
- Länge
- B
- Bypasskanal
- BK
- Brennkammerabschnitt
- b1, b2
- Höhe
- c
- Breite
- d
- Minimale Breite des Schaufelhalses
- E
- Einlass / Intake
- F
- Fan
- g
- Versatz
- L
- Gesamtlänge
- M
- Mittelachse / Rotationsachse
- R
- Eintrittsrichtung
- ra, ri
- Radialrichtung
- TT
- Turbine
- U
- Umfangsrichtung
- V
- Verdichter
1. Rotor für ein Triebwerk (T), mit
- einem Rotorbasisteil (2), das entlang einer Umfangsrichtung (U) um eine Rotationsachse
(M) hintereinander angeordnete Befestigungsnuten (20) für Laufschaufeln (3a, 3b) aufweist,
- mehreren jeweils über einen Schaufelfuß (32) formschlüssig in einer zugehörigen
Befestigungsnut (20) gehaltenen Laufschaufeln (3a, 3b) und
- mindestens einem Sicherungselement (4) zur, bezogen auf die Rotationsachse (M),
axialen Sicherung wenigstens einer der Laufschaufeln (3a, 3b) an dem Rotorbasisteil
(2),
wobei das mindestens eine Sicherungselement (4) zwei radial zueinander beabstandete
Ränder (42, 43) aufweist, über die das Sicherungselement (4) einerseits an dem Rotorbasisteil
(2) und andererseits an der wenigstens einen Laufschaufel (3a, 3b) formschlüssig gehalten
ist und für den Formschluss mit der Laufschaufel (3a, 3b) der eine Rand (43) des Sicherungselements
(4) zumindest in einem Bereich von einem Überhang (310) der Laufschaufel (3a, 3b)
umgriffen ist, der sich hierfür bezüglich der Rotationsachse (M) radial nach innen
über den einen Rand (43) des Sicherungselements (4) hinweg und entlang der Umfangsrichtung
(U) erstreckt,
wobei durch eine Befestigungsnut (20) jeweils eine Lücke zwischen zwei Stegen (22)
des Rotorbasisteils (2) definiert ist, und
wobei der Überhang (310) entlang seiner Erstreckung in Umfangsrichtung (U) wenigstens
einen den Rand (43) des Sicherungselements (4) umgreifenden Randabschnitt (311a, 311c)
aufweist, der an einer radial innen liegenden Unterkante des Überhangs (310) gegenüber
wenigstens einem weiteren, den Rand (43) des Sicherungselements (4) ebenfalls umgreifenden
Randabschnitt (311b) des Überhangs (310) in radial nach außen weisender Richtung (ra)
zurückgenommen ist
dadurch gekennzeichnet, dass
der Überhang (310) zwei, erste und zweite, Randabschnitte (311a, 311c) aufweist, die
jeweils, bezogen auf die Umfangsrichtung (U), an einem Ende des Überhangs (310) vorgesehen
sind und jeweils gegenüber wenigstens einem weiteren, den Rand (43) des Sicherungselements
(4) ebenfalls umgreifenden dritten Randabschnitts (311b) des Überhangs (310) in radial
nach außen weisender Richtung (ra) derart zurückgenommen sind, dass der Schaufelfuß
(32) und eine Unterkante des Überhangs (310) durch die Lücke in dem Rotorbasisteil
(2) hindurchgeschoben werden können, wenn das Sicherungselement (4) noch nicht oder
nicht mehr angebracht ist, und
an wenigstens zwei entlang der Umfangsrichtung (U) zueinander benachbart angeordneten
Laufschaufeln (3a, 3b) des Rotors Überhänge mit aneinander angrenzenden und jeweils
radial nach außen zurückgenommenen Randabschnitten (311a, 311c) vorgesehen sind, sodass
im Bereich der aneinander angrenzenden Randabschnitte (311a, 311c) der zwei benachbarten
Laufschaufeln (3a, 3b) ein radial nach außen gerichteter Rücksprung (33) definierter
Mindestlänge und Mindesthöhe gebildet ist.
2. Rotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer der ersten und zweiten radial nach außen zurückgenommenen Randabschnitte
(311a, 311c) eine geringere Erstreckung in radial nach innen weisender Richtung (ri)
aufweist.
3. Rotor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer der ersten und zweiten radial nach außen zurückgenommenen Randabschnitte
(311a, 311c) einen Bereich an der radial inneren Unterkante ausbildet, der zur Umfangsrichtung
(U) wenigstens teilweise geneigt verläuft.
4. Rotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich wenigstens einer der ersten und zweiten radial nach außen zurückgenommenen Randabschnitte
(311a, 311c) mit einer Länge (a1, a2) entlang der Umfangsrichtung (U) erstreckt, die
mindestens dem Dreifachen einer Höhe (b1, b2) entspricht, mit der der radial nach
außen zurückgenommene Randabschnitt (311a, 311c) gegenüber dem angrenzenden dritten
Randabschnitt (311b) des Überhangs (310) maximal zurückgenommen ist.
5. Rotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer der ersten und zweiten radial nach außen zurückgenommenen Randabschnitte
(311a, 311c) gegenüber dem angrenzenden dritten Randabschnitt (311b) des Überhangs
(310) mindestens um eine Höhe (b1, b2) von 0,5 mm, insbesondere mindestens um eine
Höhe (b1, b2) von 0,8 mm oder 1 mm zurückgenommen ist.
6. Rotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei zurückgenommenen Randabschnitte (311a, 311c) unterschiedlich stark zurückgenommen
sind und/oder sich entlang der Umfangsrichtung (U) mit zueinander unterschiedlichen
Längen (a1, a2) erstrecken.
7. Rotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten und zweiten radial nach außen zurückgenommenen Randabschnitte (311a, 311c)
an entlang der Umfangsrichtung (U) voneinander beabstandeten Enden des Überhangs (310)vorgesehen
sind.
8. Rotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass einer der ersten und zweiten radial nach außen zurückgenommenen Randabschnitte (311a,
311c) gegenüber dem angrenzenden dritten Randabschnitt (311b) des Überhangs (310)
mindestens um die Summe vorgegebener Form- und Lagetoleranzen diesen dritten Randabschnitts
(311b) zurückgenommen sind, wobei über die Form- und Lagetoleranzen eine nominelle
Position des dritten Randabschnitts (311b) bezüglich der zugehörigen Befestigungsnut
(20) und/oder bezüglich eines Überhangs (310) einer benachbarten Laufschaufel (3b,
3a) des Rotors vorgegeben ist.
9. Rotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rücksprung (33) in einer Ansicht entlang der Rotationsachse (M) ellipsenförmig,
trapezförmig oder dreiecksförmig ist.
10. Rotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass entlang der Umfangsrichtung (U) an jedem Paar zueinander benachbart angeordneter
Laufschaufeln (3a, 3b) Überhänge mit aneinander angrenzenden und jeweils radial nach
außen zurückgenommenen Randabschnitten (311a, 311c) vorgesehen sind, sodass entlang
der Umfangsrichtung (U) im Bereich aneinander angrenzender Randabschnitte (311a, 311c)
zweier benachbarter Laufschaufeln (3a, 3b) jeweils ein radial nach außen gerichteter
Rücksprung (33) definierter Mindestlänge und Mindesthöhe gebildet ist.
11. Rotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine radial nach außen zurückgenommene Randabschnitt (311a, 311c)
durch mechanischen oder thermischen Materialabtrag hergestellt ist.
12. Rotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Sicherungselement (4) zur axialen Sicherung von mindestens zwei
Laufschaufeln (3a, 3b) vorgesehen ist und der eine Rand (43) des Sicherungselements
(4) somit von Überhängen (310) mindestens zweier Laufschaufeln (3a, 3b) umgriffen
ist.
1. Rotor for an engine (T), comprising
- a rotor base part (2) which has fastening grooves (20) for rotor blades (3a, 3b),
said fastening grooves being arranged in succession along a circumferential direction
(U) about an axis of rotation (M),
- a plurality of rotor blades (3a, 3b) which are each held in an associated fastening
groove (20) in a positively locking manner by way of a blade root (32), and
- at least one securing element (4) for axially securing, in relation to the axis
of rotation (M), at least one of the rotor blades (3a, 3b) to the rotor base part
(2),
wherein the at least one securing element (4) has two peripheries (42, 43) which are
spaced apart radially from one another and by way of which the securing element (4)
is held, on the one hand, on the rotor base part (2) and, on the other hand, on the
at least one rotor blade (3a, 3b) in a positively locking manner, and for the positively
locking engagement with the rotor blade (3a, 3b), the one periphery (43) of the securing
element (4) is encompassed at least in one region by an overhang (310) of the rotor
blade (3a, 3b), said overhang for this purpose extending, with respect to the axis
of rotation (M), radially inwardly over the one periphery (43) of the securing element
(4) and along the circumferential direction (U),
wherein a respective gap between two webs (22) of the rotor base part (2) is defined
by a fastening groove (20), and
wherein the overhang (310) has, along its extent in the circumferential direction
(U), at least one peripheral portion (311a, 311c) which engages around the periphery
(43) of the securing element (4) and which is set back, at a radially inner lower
edge of the overhang (310), in a radially outwardly pointing direction (ra) in relation
to at least one further peripheral portion (311b) of the overhang (310), said further
peripheral portion likewise engaging around the periphery (43) of the securing element
(4),
characterized in that
the overhang (310) has two, first and second, peripheral portions (311a, 311c) which
are each provided at an end of the overhang (310) in relation to the circumferential
direction (U) and are each set back in the radially outwardly pointing direction (ra)
in relation to at least one further third peripheral portion (311b) of the overhang
(310), said further peripheral portion likewise engaging around the periphery (43)
of the securing element (4), in such a way that the blade root (32) and a lower edge
of the overhang (310) can be pushed through the gaps in the rotor base part (2) when
the securing element (4) is not yet attached or is no longer attached, and
overhangs with mutually adjoining and in each case radially outwardly set-back peripheral
portions (311a, 311c) are provided on at least two rotor blades (3a, 3b) of the rotor
which are arranged adjacent to one another along the circumferential direction (U),
such that a radially outwardly directed recess (33) of defined minimum length and
minimum height is formed in the region of the mutually adjoining peripheral portions
(311a, 311c) of the two adjacent rotor blades (3a, 3b).
2. Rotor according to Claim 1, characterized in that at least one of the first and second radially outwardly set-back peripheral portions
(311a, 311c) has a smaller extent in the radially inwardly pointing direction (ri).
3. Rotor according to Claim 1 or 2, characterized in that at least one of the first and second radially outwardly set-back peripheral portions
(311a, 311c) forms, at the radially inner lower edge, a region that runs in an at
least partially inclined manner with respect to the circumferential direction (U).
4. Rotor according to one of the preceding claims, characterized in that at least one of the first and second radially outwardly set-back peripheral portions
(311a, 311c) extends, along the circumferential direction (U), with a length (a1,
a2) that corresponds to at least three times a height (b1, b2) by which the radially
outwardly set-back peripheral portion (311a, 311c) is maximally set back in relation
to the adjoining third peripheral portion (311b) of the overhang (310).
5. Rotor according to one of the preceding claims, characterized in that at least one of the first and second radially outwardly set-back peripheral portions
(311a, 311c) is set back in relation to the adjoining third peripheral portion (311b)
of the overhang (310) at least by a height (b1, b2) of 0.5 mm, in particular at least
by a height (b1, b2) of 0.8 mm or 1 mm.
6. Rotor according to one of the preceding claims, characterized in that the two set-back peripheral portions (311a, 311c) are set back to differing extents
and/or extend along the circumferential direction (U) with differing lengths (a1,
a2).
7. Rotor according to one of the preceding claims, characterized in that the first and second radially outwardly set-back peripheral portions (311a, 311c)
are provided at ends of the overhang (310) which are spaced apart from one another
along the circumferential direction (U).
8. Rotor according to one of the preceding claims, characterized in that one of the first and second radially outwardly set-back peripheral portions (311a,
311c) are set back in relation to the adjoining third peripheral portion (311b) of
the overhang (310) at least by the sum of predefined dimensional and positional tolerances
of this third peripheral portion (311b), wherein the dimensional and positional tolerances
predefine a nominal position of the third peripheral portion (311b) with respect to
the associated fastening groove (20) and/or with respect to an overhang (310) of an
adjacent rotor blade (3b, 3a).
9. Rotor according to one of the preceding claims, characterized in that the recess (33) is elliptical, trapezoidal or triangular in a view along the axis
of rotation (M).
10. Rotor according to one of the preceding claims, characterized in that overhangs with mutually adjoining and in each case radially outwardly set-back peripheral
portions (311a, 311c) are provided along the circumferential direction (U) at each
pair of mutually adjacently arranged rotor blades (3a, 3b), such that a respective
radially outwardly directed recess (33) of defined minimum length and minimum height
is formed along the circumferential direction (U) in the region of mutually adjoining
peripheral portions (311a, 311c) of two adjacent rotor blades (3a, 3b).
11. Rotor according to one of the preceding claims, characterized in that the at least one radially outwardly set-back peripheral portion (311a, 311c) is produced
by mechanical or thermal abrasion of material.
12. Rotor according to one of the preceding claims, characterized in that the at least one securing element (4) is provided for axially securing at least two
rotor blades (3a, 3b), and the one periphery (43) of the securing element (4) is thus
encompassed by overhangs (310) of at least two rotor blades (3a, 3b).
1. Rotor pour un mécanisme d'entraînement (T), comprenant
- une partie de base de rotor (2), qui présente des rainures de fixation (20) pour
des aubes mobiles (3a, 3b) agencées les unes derrière les autres le long d'une direction
périphérique (U) autour d'un axe de rotation (M),
- plusieurs aubes mobiles (3a, 3b) maintenues chacune par complémentarité de forme
dans une rainure de fixation (20) correspondante par l'intermédiaire d'un pied d'aube
(32) et
- au moins un élément de blocage (4) pour le blocage axial, par rapport à l'axe de
rotation (M), d'au moins l'une des aubes mobiles (3a, 3b) sur la partie de base de
rotor (2),
l'au moins un élément de blocage (4) présentant deux bords (42, 43) espacés radialement
l'un de l'autre, par l'intermédiaire desquels l'élément de blocage (4) est maintenu
par complémentarité de forme d'une part sur la partie de base de rotor (2) et d'autre
part sur l'au moins une aube mobile (3a, 3b) et, pour la complémentarité de forme
avec l'aube mobile (3a, 3b), l'un des bords (43) de l'élément de blocage (4) étant
entouré, au moins dans une zone, par un surplomb (310) de l'aube mobile (3a, 3b),
qui s'étend à cet effet radialement vers l'intérieur par rapport à l'axe de rotation
(M), au-delà de l'un des bords (43) de l'élément de blocage (4) et le long de la direction
périphérique (U),
une rainure de fixation (20) définissant à chaque fois un espace entre deux entretoises
(22) de la partie de base de rotor (2), et
le surplomb (310) présentant, le long de son extension dans la direction périphérique
(U), au moins une section de bord (311a, 311c) entourant le bord (43) de l'élément
de blocage (4), qui est en retrait dans une direction (ra) dirigée radialement vers
l'extérieur sur un bord inférieur du surplomb (310) situé radialement vers l'intérieur
par rapport à au moins une autre section de bord (311b) du surplomb (310) entourant
également le bord (43) de l'élément de blocage (4),
caractérisé en ce que
le surplomb (310) présente deux, première et deuxième, sections de bord (311a, 311c)
qui sont prévues chacune, par rapport à la direction périphérique (U), à une extrémité
du surplomb (310) et qui sont chacune en retrait par rapport à au moins une autre,
troisième section de bord (311b) du surplomb (310), entourant également le bord (43)
de l'élément de blocage (4), dans une direction (ra) orientée radialement vers l'extérieur,
de telle sorte que le pied d'aube (32) et un bord inférieur du surplomb (310) peuvent
être glissés à travers l'espace dans la partie de base de rotor (2) lorsque l'élément
de blocage (4) n'est pas encore ou n'est plus monté, et
sur au moins deux aubes mobiles (3a, 3b) du rotor, agencées au voisinage l'une à l'autre
le long de la direction périphérique (U), des surplombs sont prévus avec des sections
de bord (311a, 311c) adjacentes les unes aux autres et chacune en retrait radialement
vers l'extérieur, de telle sorte que, dans la zone des sections de bord (311a, 311c)
adjacentes les unes aux autres des deux aubes mobiles (3a, 3b) voisines, un renfoncement
(33) dirigé radialement vers l'extérieur, ayant une longueur minimale et une hauteur
minimale définies, est formé.
2. Rotor selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins l'une des première et deuxième sections de bord en retrait radialement vers
l'extérieur (311a, 311c) présente une extension réduite dans la direction (ri) orientée
radialement vers l'intérieur.
3. Rotor selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'au moins l'une des première et deuxième sections de bord en retrait radialement vers
l'extérieur (311a, 311c) forme une zone sur le bord inférieur radialement intérieur
qui s'étend au moins partiellement de manière inclinée vers la direction périphérique
(U).
4. Rotor selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins l'une des première et deuxième sections de bord en retrait radialement vers
l'extérieur (311a, 311c) s'étend le long de la direction périphérique (U) avec une
longueur (a1, a2) qui correspond au moins au triple d'une hauteur (b1, b2) avec laquelle
la section de bord en retrait radialement vers l'extérieur (311a, 311c) est en retrait
maximal par rapport à la troisième section de bord adjacente (311b) du surplomb (310).
5. Rotor selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins l'une des première et deuxième sections de bord en retrait radialement vers
l'extérieur (311a, 311c) est en retrait par rapport à la troisième section de bord
adjacente (311b) du surplomb (310) d'au moins une hauteur (b1, b2) de 0,5 mm, notamment
d'au moins une hauteur (b1, b2) de 0,8 mm ou 1 mm.
6. Rotor selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les deux sections de bord en retrait (311a, 311c) sont en retrait de manière différente
et/ou s'étendent le long de la direction périphérique (U) avec des longueurs (a1,
a2) différentes l'une de l'autre.
7. Rotor selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les première et deuxième sections de bord en retrait radialement vers l'extérieur
(311a, 311c) sont prévues à des extrémités du surplomb (310) espacées l'une de l'autre
le long de la direction périphérique (U).
8. Rotor selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'une des première et deuxième sections de bord en retrait radialement vers l'extérieur
(311a, 311c) est en retrait par rapport à la troisième section de bord adjacente (311b)
du surplomb (310) d'au moins la somme des tolérances de forme et de position prédéterminées
de cette troisième section de bord (311b), une position nominale de la troisième section
de bord (311b) par rapport à la rainure de fixation (20) correspondante et/ou par
rapport à un surplomb (310) d'une aube mobile (3b, 3a) voisine du rotor étant prédéterminée
par les tolérances de forme et de position.
9. Rotor selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le renfoncement (33) est de forme elliptique, de forme trapézoïdale ou de forme triangulaire
lorsqu'il est vu le long de l'axe de rotation (M).
10. Rotor selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que, le long de la direction périphérique (U), sur chaque paire d'aubes mobiles (3a, 3b)
agencées au voisinage l'une à l'autre, des surplombs sont prévus avec des sections
de bord (311a, 311c) adjacentes les unes aux autres et chacune en retrait radialement
vers l'extérieur, de telle sorte que, le long de la direction périphérique (U), dans
la zone des sections de bord (311a, 311c) adjacentes les unes aux autres de deux aubes
mobiles (3a, 3b) voisines, un renfoncement (33) dirigé radialement vers l'extérieur,
ayant une longueur minimale et une hauteur minimale définies, est formé.
11. Rotor selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'au moins une section de bord en retrait radialement vers l'extérieur (311a, 311c)
est réalisée par enlèvement de matière mécanique ou thermique.
12. Rotor selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'au moins un élément de blocage (4) est prévu pour le blocage axial d'au moins deux
aubes mobiles (3a, 3b) et l'un des bords (43) de l'élément de blocage (4) est ainsi
entouré par des surplombs (310) d'au moins deux aubes mobiles (3a, 3b).