[0001] Die Erfindung betrifft ein Kabel, insbesondere ein Datenkabel, ein Bandleitungselement
und jeweils ein Verfahren zu deren Herstellung. Die Erfindung betrifft weiterhin die
Verwendung eines derartigen Datenkabels in einem Verkehrsmittel zu Land, Wasser, Raum
und/oder Luft, wie z.B. Kraftfahrzeug, Flugzeug, Schiffen, Booten, oder Luftkissenbooten
etc. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird im nachfolgenden zum Kraftfahrzeug
referiert, wobei hierdurch keine Einschränkung im Hinblick auf die Verwendung in einem
Verkehrsmittel stattfinden soll.
[0002] Durch die zunehmende Kommunikationstechnologie auch innerhalb von Kraftfahrzeugen
wächst der Bedarf für kostengünstige Datenleitungen auch für höhere Übertragungsraten.
Insbesondere setzt sich der Standard USB 3.1 zunehmend durch.
[0003] Derartige Standards stellen hohe Anforderungen an den als "physical layer" bezeichneten
Datenübertragungskanal, mit dessen Hilfe nicht nur Datenpakete über eine Anzahl von
Datenübertragungspfaden, sondern zusätzlich häufig auch noch eine Energieversorgung,
eine Übertragung eventuell vorhandener Sensorströme sowie eine Übermittlung optischer
Informationen sichergestellt werden soll.
[0004] Um diese Anforderungen erfüllen zu können, können verbreitete Basistechnologien kombiniert
werden. Diese Basistechnologien sind typischerweise nicht optimiert für die beschriebenen
hybriden Leitungskonstruktionen, sondern für eine eigenständige und von anderen Elementen
unabhängige Funktionsweise in reiner Form. Beispielsweise werden bei einem USB 3.1-Kabel
daher dann üblicherweise vier Einzeladern mit vier Koaxialleitungen verseilt, wobei
die Koaxialleitungen aus meist litzenförmigen Innenleitern bestehen, einem massiven
oder geschäumten Dielektrikum, einem Außenleiter, der als Folienschirm, Geflechtschirm,
Spiralschirm oder einer Kombination der vorgenannten Elemente ausgeführt ist, sowie
einem Mantel. Zusätzlich umfasst eine solche Leitung einen Gesamtschirm, für den dieselben
wie die vorgenannten Realisierungsmöglichkeiten bestehen, sowie einen Gesamtmantel,
aus mechanischen und chemischen Gründen. Nachteilig an dieser Lösung ist, dass weder
die Fertigungstechnologie, noch die Subelemente als solche, auf die oben beschriebene
Aufgabe hin optimiert sind. Zudem ist die Fertigung und Konfektionierung häufig aufwendig,
was zu höheren Kosten führt.
[0005] Insgesamt ergibt sich daher häufig ein Zielkonflikt hinsichtlich einer möglichst
kostengünstigen und möglichst kompakten Auslegung und einer möglichst geringen gegenseitigen
Beeinflussung der einzelnen Leitungen und/oder Adern des (Daten-) Kabels.
[0006] Vor diesem Hintergrund ist es eine Aufgabe der Erfindung, ein möglichst kompaktes
und möglichst kostengünstiges Kabel, insbesondere Datenkabel anzugeben, bei welchem
auch bei hohen Datenraten eine zuverlässige Datenübertragung gewährleistet ist und
insbesondere z.B. Effekte des Übersprechens und/oder Nebensprechens möglichst reduziert
oder gänzlich vermieden werden. Desweiteren soll ein Bandleitungselement angegeben
werden, welches insbesondere zur Herstellung eines solchen Kabels verwendbar ist.
Desweiteren sollen Herstellungsverfahren sowohl für das Kabel als auch das Bandleitungselement
angegeben werden.
[0007] Die Aufgabe wird gelöst durch ein Kabel mit den Merkmalen gemäß Anspruch 1 sowie
durch ein Bandleitungselement mit den Merkmalen gemäß Anspruch 21. Weiterhin wird
die Aufgabe jeweils gelöst durch die Verfahren mit den Merkmalen gemäß Anspruch 18
und 22. Vorteilhafte Ausgestaltungen, Weiterbildungen und Varianten sind Gegenstand
der Unteransprüche. Die im Zusammenhang mit dem Kabel genannten Vorteile und Weiterbildungen
gelten sinngemäß auch für das Bandleitungselement sowie die Verfahren und umgekehrt.
Ebenso gelten die im Zusammenhang mit einem der Verfahren genannten Vorteile und Weiterbildungen
sinngemäß auch für das andere Verfahren und umgekehrt.
[0008] Das Kabel ist insbesondere als Datenkabel ausgebildet. Das Kabel erstreckt sich in
einer Längsrichtung und weist ein Zentralelement auf, welches von einem Bandleitungselement
umgeben, insbesondere umhüllt ist. Das Bandleitungselement weist zwei Folienlagen,
d.h. Folien auf sowie eine Anzahl von Leitungen, insbesondere Adern, welche zwischen
den Folienlagen angeordnet sind.
[0010] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass ein besonders
kostengünstiges und kompaktes Kabel ausgebildet ist, welches sich besonders als Datenleitung
und insbesondere als USB-Kabel eignet. Dabei ist insbesondere sowohl im Zentralelement
als auch in der Bandleitung eine Anzahl von Leitungen untergebracht, die insbesondere
der Daten- oder Signalübertragung dienen. Als Zentralelement ist vorteilhaft jedes
bisher verfügbare Kabel verwendbar, sodass das Bandleitungselement im Sinne eines
Upgrades eine einfache Erweiterung bestehender und möglicherweise bereits standardisierter
Kabel ermöglicht.
[0011] Das Bandleitungselement ist bandartig ausgebildet und besonders dünn, sodass dieses
auf dem Zentralelement besonders gering aufbaut und zu einem nur unwesentlich erhöhten
Raumbedarf führt. Die Dicke des Bandleitungselements wird insbesondere im Wesentlichen
durch den Durchmesser der Leitungen bestimmt, welche zwischen den Folienlagen angeordnet
sind. Zwischen den Leitungen liegen die Folienlagen insbesondere aneinander an und
bilden somit insgesamt ein flaches Band, bei welchem die Leitungen entsprechende Erhebungen
oder Rippen ausbilden, welche sich insbesondere in Längsrichtung erstrecken.
[0012] Ein weiterer Vorteil besteht insbesondere darin, dass das Kabel besonders einfach
zu fertigen ist. Geeigneterweise werden das Zentralelement und das Bandleitungselement
jeweils als Halbzeug bereitgestellt und dann das Bandleitungselement um das Zentralelement
herum gelegt, bandiert oder gewickelt. Aufgrund der bandähnlichen Ausgestaltung ist
das Bandleitungselement besonders einfach zu verarbeiten.
[0013] Als Bandleitungselemente werden dabei vorzugsweise unterschiedliche Typen eingesetzt,
die nachfolgend als Bandleitungselemente koaxialer, symmetrischgeschirmter und symmetrisch-ungeschirmter
Art bezeichnet werden. Diese werden insbesondere für Hybridleitungen mit hohen oder
niedrigen Datenraten verwendet. Ein Kerngedanke ist nunmehr einerseits die Optimierung
der Bandleitungselemente und andererseits die applikationsangepasste Verwendung der
Bandleitungselemente zur Realisierung und Konstruktion hybrider Leitungsaufbauten.
[0014] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung ist das Bandleitungselement als koaxiales Bandleitungselement
mit einer Anzahl an Koaxialelementen ausgebildet. Dazu sind die Folienlagen als metallkaschierte
Folienlagen ausgebildet, jeweils mit einer leitenden Seite, und die Leitungen sind
als Innenaufbau eines Koaxialleiters ausgebildet, mit jeweils einem Innenleiter, welcher
von einem Dielektrikum umgeben ist. Die leitenden Seiten der Folienlagen sind aufeinander,
d.h. zueinander zugewandt und miteinander elektrisch leitend verbunden und bilden
dadurch einen gemeinsamen Außenleiter für die Koaxialelemente aus. Eine jeweilige
Leitung bildet dann in Kombination mit den leitenden Seiten der Folienlagen ein Koaxialelement.
[0015] Eine herkömmliche Koaxialleitung besteht allgemein aus einem insbesondere massiven
oder verlitzten Innenleiter, welcher von einem massiven oder geschäumten Dielektrikum
umgeben ist, einem Außenleiter sowie einer Hülle. Das Dielektrikum ist typischerweise
aus den Werkstoffen PP, PE, XPE oder FEP gefertigt. Der Außenleiter ist insbesondere
ausgebildet aus einer Metallfolie, einer metallkaschierten Kunststofffolie, einem
Drahtgeflecht, einer Spiralisierung oder einer leitfähig ausgeführten Kombination
mehrerer der vorgenannten Elemente. Die Hülle ist zumindest galvanisch trennend ausgebildet,
d.h. insbesondere isolierend, und z.B. als Kunststofffolie, extrudierter Kabelmantel
oder Ähnliches.
[0016] Werden mehrere solcher Koaxialleiter ohne die galvanisch trennende Hülle derart positioniert,
dass die Außenleiter jeweils elektrisch leitfähig miteinander verbunden sind, erhält
man eine sogenannte koaxiale Bandleitung.
[0017] Im Hinblick auf einen einfachen Aufbau ist nunmehr zur Konstruktion mehrerer paralleler
Koaxialleiter, deren Außenleiter auf demselben elektrischen Potential liegen, die
Ausbildung des koaxialen Bandleitungselements vorgesehen. Hierbei werden - wie oben
beschrieben - mehrere Innenaufbauten eines Koaxialleiters mit jeweils einem Innenleiter
und einem Dielektrikum, in Kombination mit einem gemeinsamen Außenleiter verwendet.
Der gemeinsame Außenleiter wird hierbei durch miteinander verbundene leitfähige Schichten
der Folien ausgebildet. Hierzu werden insbesondere metallkaschierte Folien zum Einsatz
gebracht, welche insbesondere um eine Adhäsionsschicht erweitert sind, sodass die
erforderliche mechanische Stabilität gewährleistet wird. Der besondere Vorteil ist
darin zu sehen, dass auf die Ausbildung einzelner Außenleiter verzichtet werden kann
und insbesondere auch verzichtet wird.
[0018] Gemäß einer bevorzugten Alternative ist das Bandleitungselement als symmetrisch-geschirmtes
Bandleitungselement ausgebildet. Dabei sind die Folienlagen als metallkaschierte Folienlagen
ausgebildet, jeweils mit einer leitenden Seite. Jeweils zwei der Leitungen sind zu
einem Leitungspaar zusammengefasst, insbesondere miteinander verdrillt oder parallel
zueinander verlaufend angeordnet. Die leitenden Seiten sind lediglich außerhalb der
Leitungen eines jeweiligen Leitungspaares miteinander verbunden, zur Ausbildung von
geschirmten Leitungspaaren.
[0019] Zur Ausbildung eines symmetrisch-geschirmten Bandleitungselements wird jeweils ein
Leitungspaar sandwichartig zwischen den leitenden Seiten der Folien eingeschlossen,
so dass die leitenden Seiten eine Paarschirmung für das Leitungspaar ausbilden. Hierbei
werden die Leitungen, insbesondere Adern also derart appliziert, d.h. angeordnet,
dass sich zwischen diesen kein trennendes Schirmelement befindet. Das Leitungspaar
bildet ein Übertragungspaar, über das vorzugsweise eine symmetrische Datenübertragung
erfolgt.
[0020] Zusammen mit einer passenden steckerseitigen Verschaltung der Elemente lässt sich
demgemäß ein symmetrischer Betrieb eines geschirmten Paares realisieren, wobei die
Schirmung hier mittels des Folienschirms erfolgt.
[0021] Bei den Leitungspaaren handelt es sich insbesondere um parallel nebeneinander angeordnete,
unverdrillte Adern. Alternativ sind die Adern eines Paares miteinander verdrillt.
[0022] Gemäß einer weiteren bevorzugten Alternative ist das Bandleitungselement als symmetrisch-ungeschirmtes
Bandleitungselement ausgebildet. Die Folienlagen sind als nicht-leitende Folienlagen
ausgebildet und die Leitungen sind ungeschirmt. Vorzugsweise sind jeweils zwei der
Leitungen zu einem ungeschirmten Leitungspaar zusammengefasst, insbesondere miteinander
verdrillt. Der Aufbau des symmetrisch-ungeschirmten Bandleitungselements ist vergleichbar
mit dem symmetrisch-geschirmten Bandleitungselement, mit dem Unterschied, dass durch
die Folien keine Schirmung erfolgt, also insbesondere keine metallkaschierten Folien
verwendet werden. Die insbesondere isolierenden Folien sind daher lediglich punktuell
oder alternativ vollflächig klebend miteinander verbunden. Durch geeignete Einstellung
eines lateralen Abstandes zwischen den einzelnen Leitungspaaren, wird dann insbesondere
das Nebensprechen von Datenpaar zu Datenpaar kontrolliert, welches für viele Anwendungen
zu berücksichtigen ist.
[0023] Die Herstellung der Bandleitungselemente erfolgt durch die insbesondere parallele
Ausrichtung zweier je nach Ausgestaltung metallkaschierter oder nichtmetallkaschierter
Folien, zwischen denen die einzelnen Leitungen, d.h. insbesondere Adern oder Innenaufbauten,
paarweise oder einzelweise geeignet sandwichartig eingelegt werden. Bei den ersten
beiden Varianten, d.h. bei einem koaxialen oder einem symmetrisch-geschirmten Bandleitungselement,
handelt es sich um Folien mit einer leitfähigen Schicht, wobei die leitfähigen Schichten
einander gegenüberliegen und miteinander elektrisch verbunden sind.
[0024] Zusätzlich zu den Leitungen, Adern, Innenaufbauten und/oder Koaxialelementen wird
vorteilhafterweise noch ein nicht-isolierter Leiter eingebracht, z.B. ein Draht, eine
Litze oder ein Metallfaden, zur elektrischen Kontaktierung des "Sandwichschirmes",
d.h. der beiden gegenüberliegenden metallisierten Flächen der metallkaschierten Folien,
d.h. der beiden gegenüberliegenden leitenden Seiten der Folienlagen.
[0025] Durch entsprechend geformte Walzen werden allgemein diese insbesondere drei Lagen,
d.h. die Folienlagen und die Leitungen, des Bandleitungselements thermisch oder anderweitig
aktiviert zusammengebracht. Beispielsweise sind die Walzen ähnlich eines Kalanders
ausgeführt. Die Walzen weisen insbesondere auch Vorrichtungen auf, welche die Klebewirkung
einer Adhäsionsschicht in Gang setzen, d.h. aktivieren. Beispielsweise wird ein thermischer
Mechanismus für wärmeaktivierbare Klebstoffe verwendet. Eine Adhäsionsschicht ist
beispielsweise auf einer der Folienlagen oder auf beiden Folienlage aufgebracht.
[0026] Bei diesen Ausgestaltungen wird aufgrund der gegebenenfalls leitfähigen Klebstoffschicht,
d.h. Adhäsionsschicht, im Überlappbereich der von unten und von oben aufgebrachten
Folienlage möglicherweise keine niederohmige elektrisch leitfähige Verbindung zwischen
den unten und oben liegenden metallischen Schichten realisiert. Dies wird bevorzugt
dadurch verhindert, dass die insbesondere polymere Trägerschicht der Folienlage, und/oder
der adhäsive Werkstoff, d.h. insbesondere Kleber, nicht vollflächig, sondern rasterförmig
aufgebracht werden. Die Adhäsionsschicht ist somit entsprechend nicht vollflächig,
sondern rasterförmig aufgebracht. Dadurch wird im Überlappbereich des gemeinsamen
Folienschirmes zwischen den Schichten der beiden Folienlagen durch einen Kraftschluss
eine elektrisch leitfähige Verbindung hergestellt. Hierdurch ergibt sich insbesondere
auch eine Verkleinerung des DC-Widerstandes des Außenleiters, woraus insbesondere
auch eine Verkleinerung der Einfügedämpfung folgt, welche ein wichtiges Produktmerkmal
für Datenübertragungsleitungen ist.
[0027] Das Bandleitungselement ist in einer zweckdienlichen Ausgestaltung um das Zentralelement
bandiert, also gewickelt. Hierdurch ist eine ausreichende (Biege-) Flexibilität des
Kabels gewährleistet.
[0028] Das Zentralelement weist vorzugsweise selbst mehrere Leitungen, insbesondere Datenleitungen
oder auch Leitungen zur Stromversorgungen auf. Vorzugsweise sind sowohl die Leitungen
des Zentralelements als auch die Leitungen des Bandleitungselements zur Datenübertragung
ausgebildet. Alternativ ist das Zentralelement ein Element zur optischen Übertragung
oder ein Element zur Übertragung von Fluiden oder im einfachsten Fall ein Hohlraum.
In diesem Fall ist das Kabel vorzugsweise als Hohlleiter ausgebildet, wobei die Wandung
des Hohlleiters durch das Bandleitungselement gebildet ist.
[0029] Zweckdienlicherweise ist das Kabel gemäß dem USB-Standard, insbesondere gemäß dem
USB 3.1 Standard ausgebildet. Vorzugsweise weisen sowohl das Zentralelement als auch
das Bandleitungselement jeweils 4 Übertragungselemente auf.
[0030] Insgesamt zeichnet sich das Kabel, insbesondere das Bandleitungselement zusammenfassend
durch folgende Merkmale und Eigenschaften aus:
Ein Sandwichaufbau aus zwei Folienlagen und dazwischen angeordneten Leitungen. Eine
jeweilige Folienlage ist eine Metallfolie, eine metallkaschierte Kunststofffolie,
eine galvanisch beschichtete Kunststofffolie, eine elektrochemisch beschichtete Kunststofffolie
oder eine elektrostatisch beschichtete Kunststofffolie. Auf die Folienlage ist nicht
vollflächige, d.h. lediglich teilweise eine leitende oder nicht-leitende Klebstoffschicht
aufgebracht, zur Verbesserung des Kontaktwiderstands zwischen Grund- und Deckfläche,
d.h. zwischen den beiden Folienlagen. Die Leitungen sind insbesondere Adern und verlaufen
zwischen den Folienlagen, d.h. zwischen Grund- und Deckfläche, gleichmäßig oder ungleichmäßig,
d.h. insbesondere in beliebigen Abständen zueinander. Die Leitungen sind passend dimensioniert,
d.h. insbesondere hinsichtlich des vorgesehenen Verwendungszwecks. Die Leitungen sind
z.B. massive oder geschäumte Adern. Zwischen den insbesondere parallel verlaufenden
Leitungen wird ein insbesondere gitterartiger elektrischer Kontakt zwischen metallischer
Grund- zu metallischer Deckfläche hergestellt. Eine Bandleitungselement mit einem
solchen Sandwichaufbau wird auch als "koaxiale Bandleitung" oder als "koaxiales Bandleitungselement"
bezeichnet.
[0031] Die vorgenannte Gitterstruktur ist in einer ersten Variante periodisch oder gleichmäßig
ausgeführt, in einer zweiten Variante dagegen z.B. aus mechanischen, sterischen oder
geometrischen Gründen nicht gleichmäßig ausgeführt. Umgekehrt sind auch großflächigere
Aussparungen, z.B. im Bereich des Verlaufs von Kontaktierungshilfen vorstellbar.
[0032] Bevorzugt, aber nicht ausschließlich, ist der Sandwischaufbau um nicht-isolierte
Leitelemente erweitert, z.B. einen Draht, eine Litze, einen Leitfaden, zur Kontaktierung
der als Außenleiter fungierenden leitfähigen Folie.
[0033] Alternativ wird der insbesondere gitterartiger elektrischer Kontakt zwischen metallischer
Grund- zu metallischer Deckfläche zwischen jeder zweiten der insbesondere parallel
verlaufenden Leitungen hergestellt und ist ausgebildet. Dadurch sind dann jeweils
zwei Leitungen, insbesondere Adern, zu einem Leitungspaar, insbesondere Aderpaar zusammengefasst
und nicht gegeneinander geschirmt, jedoch gegenüber anderen Leitungspaaren geschirmt.
Ein Bandleitungselement mit einem solchen Aufbau wird auch als "symmetrisch-geschirmte
Bandleitung" oder als "symmetrisch-geschirmtes Bandleistungselement" bezeichnet.
Alternativ ist eine jeweilige Folienlage eine nicht-leitende (Kunststoff-)Folie. Dabei
wird in geeignetem Abstand zwischen jeder zweiten vorzugsweise parallel verlaufenden
Leitung, insbesondere Ader, durch die Klebewirkung von Grund- und Deckfolie eine räumliche
Trennung hergestellt, mit der Funktion, dass zwei zusammengehörende Leitungen dauerhaft
nahe nebeneinander liegen und ein Datenpaar bilden und dass zwischen verschiedenen
Datenpaaren ein dauerhafter, fest eingestellter Abstand bestehen bleibt. Ein Bandleitungselement
mit einem solchen Aufbau wird auch als "symmetrisch ungeschirmte Bandleitung" oder
als "symmetrisch-ungeschirmtes Bandleitungselement" bezeichnet.
[0034] Zweckmäßigerweise ist der Sandwichaufbau erweitert um eine Anzahl an geeignet ausgeführten
Polymer- oder Glasfasern, zur Übertragung optischer Signale.
[0035] Zweckmäßigerweise ist der Sandwichaufbau erweitert um eine Anzahl an geeignet ausgeführten
Adern, zur Übertragung elektrischer Leistung und von Signalen ohne Datenübertragungsanforderungen.
[0036] Zweckmäßigerweise weist das Bandleitungselement zusätzlich eine Anzahl von Flachleiterelementen
auf, d.h. der Sandwichaufbau ist erweitert um eine Anzahl an Flachleiterelementen.
[0037] In einer vorteilhaften Ausgestaltung sind die beiden Folienlagen jeweils als metallbeschichtete
oder metallkaschierte Folie ausgebildet, mit jeweils einer Trägerfolie, auf welcher
eine Metallschicht aufgebracht ist.
[0038] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung sind die beiden Metallschichten mittels
eines Klebstoffs verbunden, welcher vorzugsweise lediglich bereichs- oder abschnittsweise
und insbesondere lediglich punktuell auf eine oder beide der Metallschichten aufgetragen
ist.
[0039] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist zwischen den beiden Metallschichten
und insbesondere zwischen zwei der Leitungen ein Leiter angeordnet, insbesondere ein
Draht oder Litzenleiter, welcher mit beiden Metallschichten elektrisch verbunden ist
und diese miteinander elektrisch kontaktiert.
[0040] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung bilden die Leitungen eine Querschnittskontur,
an welche die Folienlagen angepasst sind, wobei die Folienlagen im Bereich zwischen
zwei jeweiligen Leitungen aneinander anliegen. Unter "angepasst" wird insbesondere
verstanden, dass die Folienlagen der Querschnittskontur der Leitungen folgen und daher
in einem leitungsfreien Zwischenbereich zwischen den Leitungen direkt aneinander anliegen.
[0041] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung sind die beiden Folienlagen jeweils
ein Teil einer gemeinsamen Folie, welche zur Ausbildung der beiden Folienlagen gefaltet
ist, insbesondere längsgefaltet.
[0042] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung sind die Leitungen als Aderpaare ausgebildet
sind, mit zwei Adern, welche insbesondere miteinander verdrillt sind und welche vorzugsweise
von einem gemeinsamen Leitungsmantel umgeben sind.
[0043] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung sind die Folienlagen lediglich aus
einem elektrisch isolierenden Material gefertigt, d.h. weisen keine elektrisch leitfähige
Schicht auf.
[0044] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist das Bandleitungselement um das
Zentralelement bandiert.
[0045] Bei der Herstellung wird das Bandleitungselement vorzugsweise um das Zentralelement
herum bandiert oder längsgefaltet.
[0046] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist das Zentralelement eine Anzahl
von Leitungen auf dass sowohl die Leitungen des Zentralelements als auch die Leitungen
des Bandleitungselements sind zur Datenübertragung ausgebildet.
[0047] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist das Zentralelement eine Anzahl
von Leitungen auf, welche miteinander zu einem Verseilverbund verseilt sind, wobei
das Bandleitungselement vorzugsweise um den Verseilverbund bandiert ist und /oder
um das Bandleitungselement ein Außenschirm, beispielsweise ein Geflecht- oder Wendelschirm,
aufgebracht ist.
[0048] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist das Kabel als USB-Kabel ausgebildet,
insbesondere als USB 3.1-Kabel, wobei das Zentralelement und das Bandleitungselement
vorzugsweise jeweils vier Adern aufweisen
[0049] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist das Zentralelement als USB 2.0-Kabel
ausgebildet.
[0050] Nachfolgend wird die Verwendung von Bandleitungselementen koaxialer, symmetrisch-geschirmter
und symmetrisch-ungeschirmter Art beschrieben, insbesondere gemäß den oben genannten
Ausgestaltungen, für Kabel, Datenkabel und Hybridleitungen, im Besonderen zur Realisierung
von USB 3.1 Kabelkonstruktionen.
[0051] Die oben beschriebenen, optimierten Bandleitungselemente werden vorteilhafterweise
für Kabel, insbesondere Datenkabel und insbesondere Hybridleitungen verwendet. Folienartig
aufgebaute Leiterelemente, d.h. Bandleitungselemente zeichnen sich insbesondere dadurch
aus, dass diese zum ersten besonders kostengünstig gefertigt, zum zweiten mit verschiedenen
Technologien appliziert (z.B. längseinlaufend oder bandiert) und zum dritten für Zusatzfunktionen
wie Folienschirmung oder als Trennfolie verwendet werden können. Geeigneterweise werden
diese Leiterelemente daher entsprechend verwendet.
[0052] Erfordert ein Kabel- oder Leitungsdesign mehrere gleichartig oder verschiedenartig
aufgebaute, koaxiale oder symmetrische Leiterelemente ohne gegenseitige Abhängigkeit,
so wird vorzugsweise der oben genannte Parallelfertigungsansatz verwendet. Dadurch
ergeben sich insbesondere Kostenvorteile. Der oben beschriebene Fertigungsprozess
ist insbesondere aufgrund der nicht vollflächigen Kleberaufbringung optimiert und
vorteilhaft voll skalierbar. Dabei wird in insbesondere lediglich einem Fertigungsgang
die benötigte Anzahl an insbesondere parallelen Datenübertragungselementen koaxialer
und symmetrischer Art bereitgestellt sowie eine bzgl. der Hybridleitung benötigte
Folienschirmung oder Trennfolie.
[0053] Ein weiterer Vorteil der im Folgenden beschriebenen Verwendung dieser Elemente für
Leitungen besteht insbesondere darin, dass z.B. durch eine Bandierung eines Unterbaus,
d.h. insbesondere eines Zentralelements, mit dem Bandleitungselement die Biege-Vorzugsrichtung
vorteilhafterweise applikationsspezifisch angepasst wird. In Längsrichtung verhalten
sich solche Bandleitungselemente naturgemäß sehr steif, die Längsrichtung der fertiggestellten
Hybridleitung und der verwendeten Bandleitungselemente wird jedoch zweckmäßigerweise
durch geeignete Wahl des Bandierungswinkels ungleich gewählt und damit vorteilhaft
die Vorzugsrichtung aufgehoben. Diese Elemente werden nun bevorzugt wie folgt für
hybride Leitungsdesigns eingesetzt:
Bei einer ersten Verwendung wird das Bandleitungselement in einem längseinlaufenden
Prozess auf einen beliebig gestalteten Unterbau angeordnet. Die Längsachse der Folienlagen
und der Datenpaare ist vorzugsweise parallel zur Längsrichtung des Unterbaus. Dabei
wird die benötigte Anzahl an Leitungspaaren, insbesondere Datenübertragungspaaren
angebracht. Die Anbringung erfolgt in einem Arbeitsgang mit der Anbringung einer doppelseitig
metallisch kaschierten Folie als Folienschirm. Dies hat insbesondere den Vorteil,
dass der Bauraum optimiert wird, insbesondere durch Verzicht auf den elektrisch isolierenden
und mechanisch schützend wirkenden Außenmantel und im Vergleich zu herkömmlichen paarigen
oder koaxialen Elementen.
[0054] Bei einer zweiten Verwendung wird das Bandleitungselement in einem Bandierungsprozess
insbesondere im Gegenschlag zu einer eventuell vorhandenen Verseilschlagrichtung um
einen beliebig gestalteten Unterbau angeordnet. Die Folienlagen werden richtungsgegengleich
mit der Steigung der Verseilung um den verseilten Unterbau bzw. mit beliebiger Steigung
um den nicht-verseilten Unterbau herumgewickelt. Die Anbringung erfolgt in einem Arbeitsgang
mit der Anbringung einer doppelseitig metallisch kaschierten Folie als Folienschirm.
Dies hat insbesondere den Vorteil, dass der Bauraum optimiert wird, insbesondere durch
Verzicht auf den elektrisch isolierenden und mechanisch schützend wirkenden Außenmantel.
Bei einer dritten Verwendung wird das Bandleitungselement in einem Bandierungsprozess
im Gleichschlag zu einer eventuell vorhandenen Verseilschlagrichtung eines beliebig
gestalteten Unterbaus angebracht. Die Folienlagen werden richtungsgleich mit der Steigung
der Verseilung um den verseilten Unterbau bzw. mit beliebiger Steigung um den nicht-verseilten
Unterbau herumgewickelt. Die Anbringung erfolgt in einem Arbeitsgang mit der Anbringung
einer doppelseitig metallisch kaschierten Folie als Folienschirm. Dies hat insbesondere
den Vorteil, dass der Bauraum optimiert wird, insbesondere durch Verzicht auf den
elektrisch isolierenden und mechanisch schützend wirkenden Außenmantel und im Vergleich
zu herkömmlichen paarigen oder koaxialen Elementen.
Bei einer vierten Verwendung wird in einem Bandierungsprozess wie vorgenannt verfahren,
jedoch mit in dem selben Prozessschritt aufgebrachten metallischen Geflecht oder metallischer
Spiralisierung. Hierdurch ist insbesondere ein gemeinsamer Außenschirm ausgebildet.
[0055] Verschiedene Aspekte der genannten Verwendungen sind in einer Variante miteinander
kombiniert.
[0056] Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand einer Zeichnung
näher erläutert. Darin zeigen jeweils schematisch und in einer Querschnittansicht:
- Fig. 1
- eine metallkaschierte Folie,
- Fig. 2
- ein koaxiales Bandleitungselement während der Fertigung,
- Fig. 3
- ein koaxiales Bandleitungselement nach der Fertigung,
- Fig. 4
- ein symmetrisch-geschirmtes Bandleitungselement während der Fertigung,
- Fig. 5
- ein symmetrisch-geschirmtes Bandleitungselement nach der Fertigung,
- Fig. 6
- ein symmetrisch-ungeschirmtes Bandleitungselement während der Fertigung,
- Fig. 7
- ein symmetrisch-ungeschirmtes Bandleitungselement nach der Fertigung, und
- Fig. 8
- ein Kabel.
[0057] Fig.1 zeigt eine metallkaschierte Folienlage 2, auch als Folie bezeichnet, mit punktuell
aufgebrachter Klebstoffschicht 4, zur Gewährleistung einer Verringerung des elektrischen
Kontaktwiderstands bei einer spiegelverkehrten Verklebung zweier solcher Folien 2
oder alternativ bei einer Längsfaltung einer solchen Folie 2. Die Folie 2 selbst besteht
aus einer Trägerschicht 6 und einer darauf aufgebrachten Metallschicht 8. Die Klebstoffschicht
4, auch als Adhäsionsschicht bezeichnet, ist auf die Metallschicht 8 aufgebracht.
[0058] Fig. 2 zeigt eine Prinzipskizze eines Bandleitungselements 10, kurz einer Bandleitung,
koaxialer Art vor dem Fügeprozess. Dabei sind zwei metallkaschierte Folienlagen 2
spiegelverkehrt zueinander angeordnet. Dabei sind die Metallschichten 8 einander zugewandt.
Im gezeigten Fall weist das Bandleitungselement 10 fünf zwischen den Folienlagen 2
liegende, koaxiale Innenleiter 12 auf, die jeweils von einem Dielektrikum 14 umgeben
sind. Ein Innenleiter 12 bildet mit einem jeweiligen Dielektrikum 14 eine Leitung
16. Auf weitere Elemente, z.B. Leiter zur Kontaktierung der Metallschichten, ist hier
der Übersichtlichkeit halber verzichtet. Ebenso ist die punktuell aufgebrachte Klebstoffschicht
4 aus Fig. 1 der Übersichtlichkeit halber hier nicht dargestellt.
[0059] Fig. 3 zeigt eine Prinzipskizze eines Bandleitungselements 10 koaxialer Art nach
dem Fügeprozess, insbesondere nach dem Fügen der Anordnung aus Fig. 2, mit zwei metallkaschierten
Folienlagen 2 in spiegelverkehrter Anordnung sowie mit in diesem Fall fünf dazwischenliegenden
koaxialen Innenleitern 12, welche jeweils von einem Dielektrikum 14 umgeben sind.
Auf weitere Elemente wie Leiter zur Kontaktierung der Metallschichten 8 ist hier der
Übersichtlichkeit halber verzichtet. Ebenso ist die punktuell aufgebrachte Klebstoffschicht
4 aus Fig. 1 der Übersichtlichkeit halber hier nicht dargestellt. Aus Fig. 3 wird
deutlich, dass zwischen den Leitungen 16 Zwischenräume 18 ausgebildet sind, in welchen
die beiden Folienlagen 2 aneinander anliegen und auf diese Weise die Leitungen 16
gegeneinander abschirmen.
[0060] Fig. 4 zeigt eine Prinzipskizze eines Bandleitungselements 10 symmetrischgeschirmter
Art vor dem Fügeprozess, mit metallkaschierten Folienlagen 2 in spiegelverkehrter
Anordnung. Zwischen den Folienlagen 2 sind fünf Leitungen 16 angeordnet. Die Leitungen
16 sind hier als symmetrische Paare ausgebildet, nämlich jeweils als zwei Adern 20,
welche von einem gemeinsamen Adermantel 22 umgeben sind. Auf weitere Elemente, z.B.
Leiter zur Kontaktierung der Metallschichten 8, ist hier der Übersichtlichkeit halber
verzichtet. Ebenso ist die punktuell aufgebrachte Klebstoffschicht 4 aus Fig. 1 der
Übersichtlichkeit halber hier nicht dargestellt.
[0061] Fig. 5 zeigt eine Prinzipskizze eines Bandleitungselements 10 symmetrischgeschirmter
Art nach dem Fügeprozess, insbesondere nach dem Fügen der Anordnung aus Fig. 4. Das
eines Bandleitungselement 10 weist zwei metallkaschierte Folienlagen 2 in spiegelverkehrter
Anordnung auf sowie in diesem Fall fünf dazwischenliegende Leitungen 16, welche wie
in Fig. 4 als symmetrische Paare ausgebildet sind. Auf weitere Elemente, z.B. Leiter
zur Kontaktierung der Metallschichten 8, ist hier der Übersichtlichkeit halber verzichtet.
Ebenso ist die punktuell aufgebrachte Klebstoffschicht 4 aus Fig. 1 der Übersichtlichkeit
halber hier nicht dargestellt.
[0062] Fig. 6 zeigt eine Prinzipskizze eines Bandleitungselements 10 symmetrisch-ungeschirmter
Art vor dem Fügeprozess, mit zwei Folienlagen 2 sowie mit in diesem Fall vier dazwischenliegenden
Leitungen 16, welcher hier wie in Fig. 4 als symmetrische Paare ausgebildet sind.
Auf weitere Elemente ist hier der Übersichtlichkeit halber verzichtet. Ebenso ist
die punktuell aufgebrachte Klebstoffschicht 4 aus Fig. 1 der Übersichtlichkeit halber
hier nicht dargestellt.
[0063] Fig. 7 zeigt eine Prinzipskizze eines Bandleitungselements 10 symmetrisch-ungeschirmter
Art nach dem Fügeprozess, insbesondere nach dem Fügen der Anordnung aus Fig. 6, mit
zwei Folienlagen 2 und mit in diesem Fall vier dazwischenliegenden Leitungen 16, welche
als symmetrische Paare ausgebildet sind. Auf weitere Elemente ist hier der Übersichtlichkeit
halber verzichtet. Ebenso ist die punktuell aufgebrachte Klebstoffschicht 4 aus Fig.
1 der Übersichtlichkeit halber hier nicht dargestellt.
[0064] Aus sämtlichen der Fig. 2 bis 7 wird deutlich, dass die Folienlagen 2 nach der Herstellung
des Bandleitungselements 10 an die Querschnittskontur der Leitungen 16 angepasst sind.
In den Zwischenräumen 18 liegen die Folienlagen 2 direkt aneinander an. Im Falle von
metallkaschierten Folienlagen 2 liegen deren Metallschichten 8 aneinander an und sind
elektrisch miteinander kontaktiert.
[0065] Fig. 8 zeigt ein Kabel 24, das als Datenübertragungskabel, insbesondere USB-Kabel
ausgebildet ist, mit einem Zentralelement 26 und mit einem Bandleitungselement 10,
welches um das Zentralelement 26 herum angeordnet ist. Die Folienlagen 2 hier lediglich
stark schematisch dargestellt. Das Bandleitungselement ist insbesondere ein Bandleitungselement
10 gemäß Fig. 3. In einer nicht gezeigten Variante wird eines der Bandleitungselemente
10 gemäß den Fig. 5 und 7 mit geeigneter Aderanzahl verwendet. Das Zentralelement
26 ist als USB 2.0-Kabel ausgebildet, mit vier Adern 28. Das Bandleitungselement 10
weist vier Leitungen 16 auf, nämlich ebenfalls vier Adern. Durch die insgesamt acht
Adern 16, 28 ist das Kabel 24 dann insbesondere als USB 3.1-Kabel ausgebildet.
1. Kabel, insbesondere Datenkabel, welches sich in einer Längsrichtung erstreckt und
ein Zentralelement aufweist, welches von einem Bandleitungselement umgeben, insbesondere
umhüllt ist, wobei das Bandleitungselement zwei Folienlagen aufweist sowie eine Anzahl
von Leitungen, insbesondere Adern, welche zwischen den Folienlagen angeordnet sind.
2. Kabel nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Bandleitungselement als koaxiales Bandleitungselement mit einer Anzahl an Koaxialelementen
ausgebildet ist, indem die Folienlagen als metallkaschierte Folienlagen ausgebildet
sind, jeweils mit einer leitenden Seite, und
dass die Leitungen als Innenaufbau eines Koaxialleiters ausgebildet sind, mit jeweils
einem Innenleiter, welcher von einem Dielektrikum umgeben ist, wobei die leitenden
Seiten der Folienlagen aufeinander zugewandt und miteinander elektrisch leitend verbunden
sind und dadurch einen gemeinsamen Außenleiter für die Koaxialelemente ausbilden.
3. Kabel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Bandleitungselement als symmetrisch-geschirmtes Bandleitungselement ausgebildet
ist, indem die Folienlagen als metallkaschierte Folienlagen ausgebildet sind, jeweils
mit einer leitenden Seite, und indem jeweils zwei der Leitungen zu einem Leitungspaar
zusammengefasst sind, insbesondere miteinander verdrillt oder parallel zueinander
verlaufend angeordnet sind, und
dass die leitenden Seiten lediglich außerhalb der Leitungen eines jeweiligen Leitungspaares
miteinander verbunden sind, zur Ausbildung von geschirmten Leitungspaaren.
4. Kabel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Bandleitungselement als symmetrisch-ungeschirmtes Bandleitungselement ausgebildet
ist, indem die Folienlagen als nicht-leitende Folienlagen ausgebildet sind und die
Leitungen ungeschirmt sind und vorzugsweise jeweils zwei der Leitungen zu einem ungeschirmten
Leitungspaar zusammengefasst, insbesondere miteinander verdrillt sind.
5. Kabel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Bandleitungselement zusätzlich eine Anzahl von Flachleiterelementen aufweist.
6. Kabel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Folienlagen jeweils als metallbeschichtete oder metallkaschierte Folie
ausgebildet sind, mit jeweils einer Trägerfolie, auf welcher eine Metallschicht aufgebracht
ist.
7. Kabel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Metallschichten mittels eines Klebstoffs verbunden sind, welcher vorzugsweise
lediglich bereichs- oder abschnittsweise und insbesondere lediglich punktuell auf
eine oder beide der Metallschichten aufgetragen ist.
8. Kabel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen den beiden Metallschichten und insbesondere zwischen zwei der Leitungen
ein Leiter angeordnet ist, insbesondere ein Draht oder Litzenleiter, welcher mit beiden
Metallschichten elektrisch verbunden ist und diese miteinander elektrisch kontaktiert.
9. Kabel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Leitungen eine Querschnittskontur bilden, an welche die Folienlagen angepasst
sind, wobei die Folienlagen im Bereich zwischen zwei jeweiligen Leitungen aneinander
anliegen.
10. Kabel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Folienlagen jeweils ein Teil einer gemeinsamen Folie sind, welche zur
Ausbildung der beiden Folienlagen gefaltet ist, insbesondere längsgefaltet.
11. Kabel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Leitungen als Aderpaare ausgebildet sind, mit zwei Adern, welche insbesondere
miteinander verdrillt sind und welche vorzugsweise von einem gemeinsamen Leitungsmantel
umgeben sind.
12. Kabel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Folienlagen lediglich aus einem elektrisch isolierenden Material gefertigt sind.
13. Kabel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Bandleitungselement um das Zentralelement bandiert ist.
14. Kabel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Zentralelement eine Anzahl von Leitungen aufweist und dass sowohl die Leitungen
des Zentralelements als auch die Leitungen des Bandleitungselements zur Datenübertragung
ausgebildet sind.
15. Kabel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Zentralelement eine Anzahl von Leitungen aufweist, welche miteinander zu einem
Verseilverbund verseilt sind, wobei das Bandleitungselement vorzugsweise um den Verseilverbund
bandiert ist und /oder um das Bandleitungselement ein Außenschirm aufgebracht ist.
16. Kabel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, welches als USB-Kabel ausgebildet ist,
insbesondere als USB 3.1-Kabel, wobei das Zentralelement und das Bandleitungselement
vorzugsweise jeweils vier Adern aufweisen.
17. Kabel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Zentralelement als USB 2.0-Kabel ausgebildet ist.
18. Verfahren zur Herstellung eines Kabel, insbesondere gemäß einem der vorhergehenden
Ansprüche, wobei ein Zentralelement mit einem Bandleitungselement umgeben wird, insbesondere
umhüllt wird, wobei das Bandleitungselement zwei Folienlagen aufweist, zwischen welchen
eine Anzahl von Leitungen angeordnet ist.
19. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Bandleitungselement um das Zentralelement herum bandiert oder längsgefaltet wird.
20. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Zentralelement als ein Verseilverbund aus mehreren Leitungen, insbesondere Datenleitungen
ausgebildet ist, und dass das Bandleitungselement vorzugsweise im Gegenschlag oder
Gegenschlag zur Schlagrichtung des Verseilverbundes um das Zentralelement herum bandiert
ist.
21. Bandleitungselement, insbesondere für ein Kabel nach einem der Ansprüche 1 bis 20,
mit zwei Folienlagen sowie mit einer Anzahl von Leitungen, welche zwischen den Folienlagen
angeordnet sind.
22. Verfahren zur Herstellung eines Bandleitungselements, insbesondere gemäß dem vorhergehenden
Anspruch, wobei eine Anzahl von Leitungen zwischen zwei Folienlagen angeordnet wird
und die Folienlagen miteinander verbunden, insbesondere punktweise verklebt werden.
23. Verwendung des Kabels nach einem der Ansprüche 1 bis 20 in einem Kraftfahrzeug.