[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Anbringung einer Rückwand an einem bewegbaren
Möbelteil eines Möbels, insbesondere an eine Schublade, sowie ein bewegbares Möbelteil
oder ein Möbel mit einer solchen Vorrichtung.
Stand der Technik
[0002] Schubladenbausätze zur Anbringung einer Schubladenrückwand an einer Schublade eines
Möbels sind bekannt.
[0003] Beispielsweise sind Schubladenbausätze bekannt, bei denen metallische Schubladenzargen
und die Schubladenrückwand ohne Werkzeuge verbunden werden. Die Schubladenrückwand
ist hierzu mit Haken versehen, die in Schlitze der Schubladenzargen einhängbar sind.
Weiter besitzt die Schubladenrückwand Positionierungszapfen, die im montierten Zustand
in korrespondierende Öffnungen der Schubladenzarge ragen, sodass ein vertikales Verschieben
der Schubladenrückwand relativ zu den Zargen verhindert ist.
[0004] Nachteilig an den bekannten Schubladenbausätzen ist, dass die Komponenten der Schublade
bzw. die Schubladenzarge auf die Schubladenrückwand abgestimmt sein muss. Beispielsweise
ist eine flexible Kombination von einer Schubladenzarge und verschiedenen Schubladenrückwänden
bei den bekannten Schubladenbausätzen vergleichsweise unvorteilhaft umgesetzt.
Aufgaben und Vorteile der Erfindung
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine alternative Vorrichtung zur Anbringung
einer Rückwand an einem bewegbaren Möbelteil eines Möbels bereitzustellen.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst.
[0007] In den abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte und zweckmäßige Ausführungsformen
der Erfindung angegeben.
[0008] Die Erfindung geht von einer Vorrichtung zur Anbringung einer Rückwand an ein bewegbares
Möbelteil eines Möbels, insbesondere an eine Schublade aus, wobei das bewegbare Möbelteil
eine Rückwand und eine Zarge umfasst.
[0009] Ist das bewegbare Möbelteil als Schublade ausgebildet, so umfasst das bewegbare Möbelteil
beispielsweise einen Boden, eine Frontwand, eine Rückwand und zwei gegenüberliegend
ausgebildete Seitenwände und/oder zwei Zargen. Die Seitenwände erstrecken sich vorteilhaft
jeweils parallel zu einer Längsachse einer Zarge auf einer Zarge. Die Zarge kann hierbei
die Seitenwand bilden oder ein Teil einer Seitenwand des bewegbaren Möbelteils sein.
[0010] Die Schublade ist beispielsweise über zwei jeweils gegenüberliegend angeordneten
Schubladenführungen verschiebbar mit dem Möbel verbunden. Eine Schubladenführung umfasst
z.B. eine an einer inneren Seitenwand des Möbels befestigte Korpusschiene und eine
dazu beweglich gelagerte und an einer Unterseite der Schublade, insbesondere an einer
Unterseite des Schubladenbodens und/oder der Zarge angeordnete Schubladenschiene.
[0011] Der wesentliche Aspekt der Erfindung ist nun darin zu sehen, dass die Vorrichtung
zur Anordnung zwischen einem an einer Zarge sich in eine Ebene der Rückwand erstreckenden
Rückwandhalter und der Rückwand vorgesehen ist, und dass die Vorrichtung Eingreifmittel
zum Eingriff in den Rückwandhalter umfasst.
[0012] Die Eingreifmittel verbinden die Vorrichtung mit dem Rückwandhalter z.B. durch einen
übergreifenden Eingriff am Rückwandhalter.
[0013] Bevorzugterweise ist die Vorrichtung derart ausgestaltet, dass die Vorrichtung insbesondere
werkzeuglos zwischen Rückwand und Zarge montierbar ist. Die Eingreifmittel der Vorrichtung
sind beispielsweise derart ausgestaltet, dass die Vorrichtung in einem ersten Vormontageschritt
insbesondere werkzeuglos an der Rückwand angeordnet werden kann. Eine solche Ausgestaltung
der Vorrichtung nennt sich auch RTA-Lösung (RTA - Ready To Assemble).
[0014] Durch diese Ausbildung der Vorrichtung kann eine Montage der Rückwand des bewegbaren
Möbelteils durch einen Monteur vor Ort beim Kunden vergleichsweise einfach und werkzeuglos
realisiert werden.
[0015] Vorstellbar ist, dass die Vorrichtung in einem ersten Montageschritt an der Rückwand
eingeschoben und/oder eingesteckt wird. Hierdurch kann eine Vormontage der Vorrichtung
an der Rückwand z.B. im Werk erfolgen. In einem auf den ersten Montageschritt folgenden
weiteren Montageschritt wird die Rückwand beispielsweise mit der Vorrichtung am Rückwandhalter
verbunden, z.B. aufgesteckt und/oder aufgeschoben, zum Beispiel bei einer Montage
des bewegbaren Möbelteils durch einen Monteur.
[0016] Auch ist es vorteilhaft, dass zunächst die Rückwand am Rückwandhalter angeordnet
wird und in einem folgenden Montageschritt die Vorrichtung an der Rückwand und am
Rückwandhalter, sodass die Vorrichtung die Rückwand und den Rückwandhalter insbesondere
klemmend verbindet.
[0017] Bevorzugterweise ist die Rückwand des bewegbaren Möbelteils aus Metall ausgebildet.
Auch ist es vorstellbar, dass die Rückwand aus einem oder einer Kombination der nachgenannten
Materialien besteht: Holz, Kunststoff, Metall, Glas, Stoff.
[0018] Gegebenenfalls ist die Vorrichtung aus Kunststoff ausgebildet. Mittels eines Kunststoffspritzgussverfahrens
ist eine vergleichsweise kostengünstige Herstellung denkbar.
[0019] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Vorrichtung dazu ausgestaltet,
unter ein, von einer Hauptebene der Rückwand abstehendes Element entlang der Hauptebene
der Rückwand und dem Vorsprung untergeschoben werden zu können, wobei das abstehende
Element vorteilhafterweise einen Vorsprung aufweist.
[0020] Denkbar ist auch, dass die Vorrichtung derart ausgestaltet ist, parallel zur Hauptebene
der Rückwand, insbesondere entlang der Hauptebene der Rückwand, in das abstehende
Element, insbesondere in eine Öffnung des abstehenden Elements einschiebbar zu sein.
[0021] Dadurch ist eine Vormontage der Vorrichtung an der Rückwand vergleichsweise einfach
realisierbar.
[0022] Das abstehende Element kann senkrecht abstehend zu einer Hauptebene der Rückwand
an einer kurzen schmalen Seitenkante der Rückwand ausgebildet sein. Vorteilhafterweise
ist das abstehende Element an den beiden sich gegenüberliegenden schmalen Seitenkanten
der Rückwand insbesondere spiegelsymmetrisch vorhanden. Das abstehende Element kann
beispielsweise an allen Seitenkanten der Rückwand ausgebildet sein.
[0023] Das abstehende Element mit Vorsprung kann auch L-förmig abstehend an einer Seitenkante
der Rückwand angeordnet sein. Hierdurch bildet das abstehende Element mit dem Vorsprung
und mit der großen Seitenfläche der Rückwand an den Seitenbereichen der Rückwand zum
Beispiel ein U-Profil aus. Beispielsweise ist die Vorrichtung, insbesondere der Grundkörper
der Vorrichtung, dazu ausgestaltet in das U-Profil des Rückwandabschnitts eingeschoben
zu werden und beispielsweise durch das U-Profil des Rückwandabschnitts vorteilhafterweise
klemmend gehalten zu werden. Insbesondere umfasst die Vorrichtung einen Absatz, zur
Aufnahme des Vorsprungs.
[0024] Auch ist es von Vorteil, dass die Vorrichtung Haltemittel aufweist, wobei die Haltemittel
dazu ausgebildet sind, in einen, insbesondere von einer Hauptebene der Rückwand abstehenden
Rückwandabschnitt einzugreifen.
[0025] Bevorzugterweise sind die Haltemittel derart an der Vorrichtung ausgebildet, dass
die Vorrichtung mit Ihrem quaderförmigen Grundkörper und den Haltemitteln eine Dicke
d umfasst, wobei die Dicke d kleiner oder gleich einer Breite b des von einer Hauptebene
der Rückwand abstehenden Elements ist. Beispielsweise umfasst der Grundkörper eine
Dicke d, so dass die Vorrichtung mit dem Grundkörper in das abstehende Element einschiebbar
ist, insbesondere mit den Haltemitteln voraus. Hierdurch können die Haltemittel in
eine Ausnehmung der Rückwand eingreifen. Der Grundkörper, z.B. die Dicke d des Grundkörpers,
kann eine Größe aufweisen, so dass die Vorrichtung insbesondere mit den Haltemitteln
in einer Weise am Rückwandabschnitt, z.B. in der Ausnehmung einschiebbar ist, dass
die Vorrichtung, insbesondere die Haltemittel eine klemmende Verbindung mit der Rückwand
eingeht.
[0026] Vorteilhafterweise ist die Verbindung der Haltemittel mit der Rückwand, insbesondere
mit der Ausnehmung lösbar.
[0027] Der Rückwandabschnitt ist beispielsweise als Abkantung und/oder Umbiegung von einer
Hauptebene der Rückwand realisiert, z.B. als das abstehende Element.
[0028] Die Haltemittel dienen z.B. ausschließlich zur Anordnung der Vorrichtung in einem
Vormontageschritt an der Rückwand oder als Transportsicherung der Vorrichtung an der
Rückwand. Insbesondere, wenn die Vorrichtung bereits im Werk an der Rückwand vormontiert
wird.
[0029] Überdies ist es vorteilhaft, dass der Grundkörper der Vorrichtung quaderförmig ausgestaltet
ist, und die Haltemittel von einer schmalen, langen Seitenfläche des Grundkörpers
abstehend ausgebildet sind.
[0030] Beispielsweise sind im angeordneten Zustand der Vorrichtung an der Rückwand die Haltemittel
parallel zur Hauptebene der Rückwand abstehend an der schmalen, langen Seitenfläche
der Vorrichtung ausgebildet. Vorteilhafterweise sind die Haltemittel als eine Rastnase
ausgebildet, wobei ein Rastorgan an der Rastnase abgewinkelt zur Rastnase vorhanden
sein kann.
[0031] Der Grundkörper ist insbesondere als quaderförmiger Kasten ausgebildet, mit einer
großen offenen Seitenfläche. Vorteilhafterweise ist der Grundkörper innen hohl. Hierdurch
ist ein Gewicht der Vorrichtung vergleichsweise gering und die Vorrichtung ist vergleichsweise
kostengünstig herstellbar.
[0032] Auch ist es von Vorteil, dass die Haltemittel elastisch auslenkbar ausgestaltet sind.
[0033] Zum Beispiel ist die Rastnase als Federelement ausgestaltet.
[0034] Insbesondere wird, bei der Montage der Vorrichtung an der Rückwand, die Rastnase
aus einer Ruheposition an der Vorrichtung derart ausgelenkt, dass das Federelement
mit der Ausnehmung der Rückwand eine rastende Verbindung eingehen kann, wobei die
Rastnase sich im verrasteten Zustand an der Rückwand in ihrer Ruheposition befindet.
[0035] In einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung sind die Eingreifmittel der Vorrichtung
als Rastmittel ausgestaltet, wobei die Rastmittel im angeordneten Zustand der Vorrichtung
am bewegbaren Möbelteil eine rastende Verbindung mit dem Rückwandhalter ausbilden.
[0036] Vorteilhafterweise ist die Verbindung der Rastmittel mit dem Rückwandhalter lösbar.
Insbesondere ist die rastende Verbindung der Rastmittel mit dem Rückwandhalter vergleichsweise
stärker ausgebildet als die rastende Verbindung der Haltemittel mit der Rückwand.
[0037] Auch ist es von Vorteil, dass die Rastmittel L-förmig abstehend am Grundkörper der
Vorrichtung vorhanden sind.
[0038] Durch die L-förmige Ausbildung der Rastmittel kann im angeordneten Zustand ein Halteelement
des Rückwandhalters und der Vorsprung des abstehenden Elements klemmend zwischen den
Rastmitteln und dem Grundkörper gehalten sein. Dadurch ist eine positionsfeste Verbindung
der Rückwand mit dem Rückwandhalter realisiert. Insbesondere ist hierdurch die Rückwand
parallel zu einer Öffnungs- oder Schließbewegung des bewegbaren Möbelteils bzw. parallel
zu einer Längsachse der Zarge positionsfest festgelegt. Das Halteelement des Rückwandhalters
erstreckt sich im angeordneten Zustand der Rückwand am bewegbaren Möbelteil beispielsweise
parallel zu einer Hauptebene der Rückwand.
[0039] Vorteilhaft erweist sich auch, dass die Rastmittel ein Rastelement umfassen, wobei
im angeordneten Zustand der Vorrichtung am Rückwandhalter das Rastelement dazu vorgesehen
ist, in eine Öffnung des Rückwandhalters einzurasten.
[0040] Die Öffnung des Rückwandhalters ist z.B. am Halteelement ausgebildet, insbesondere
an einer Außenseite des Halteelements. Vorteilhafterweise ist die Öffnung als Ausnehmung
ausgestaltet, sodass das Rastelement im angeordneten Zustand in die Ausnehmung eingreift
und/oder einen Rand der Ausnehmung hintergreift. Das Rastelement ist beispielsweise
als Rasthaken vorhanden.
[0041] Überdies ist es vorteilhaft, dass die Vorrichtung, insbesondere der Grundkörper der
Vorrichtung, Federmittel aufweist, um in einer Richtung parallel zur Hauptebene der
Rückwand die Vorrichtung an der Rückwand vorzuspannen.
[0042] Dadurch wird eine Geräuschentstehung bei einer Bewegung des bewegbaren Möbelteils,
zum Beispiel ein Klappern, ein Klacken oder ein Schlagen der Vorrichtung und/oder
der Rückwand vermieden.
[0043] Die Federmittel sind insbesondere elastisch abstehend am Grundkörper ausgebildet.
[0044] Die Vorrichtung ist z.B. durch die Federmittel derart am Rückwandhalter montiert,
dass die Vorrichtung sich positionsfest in einer klemmenden Position am Rückwandhalter
befindet. Insbesondere drücken die Federmittel im montierten Zustand das Rastelement
der Rastmittel derart gegen das Halteorgan des Rückwandhalters, insbesondere gegen
die Öffnung des Halteorgans, dass die Vorrichtung in einer Richtung parallel zur Hauptebene
der Rückwand bzw. senkrecht zu einer Längsachse der Zarge vorgespannt ist, beispielsweise
positionsfest festgelegt. Im angeordneten Zustand der Vorrichtung und der Rückwand
am bewegbaren Möbelteil ist z.B. hierdurch die Rückwand in einer Richtung senkrecht
zu einer Längsachse der Zarge positionsfest und/oder unbeweglich festgelegt.
[0045] Bevorzugterweise umfasst der Grundkörper die Federmittel. Die Federmittel sind z.B.
Bestandteil der schmalen, langen Seitenfläche des Grundkörpers. Vorteilhafterweise
sind die Federmittel und die Rastnase insbesondere abstehend an der gleichen schmalen,
langen Seitenfläche des Grundkörpers der Vorrichtung vorhanden.
[0046] Vorteilhafterweise ist die Rückwand ausschließlich durch die Federmittel und das
Rastelement positionsfest am bewegbaren Möbelteil, insbesondere am Rückwandhalter
montiert und vorgespannt.
[0047] In einer vorteilhaften Modifikation der Erfindung weist die Vorrichtung ein Befestigungsorgan
auf, wobei die Vorrichtung am Befestigungsorgan über Montagemittel am Rückwandhalter
sicherbar ist.
[0048] Das Befestigungsorgan kann als zusätzliche Sicherung und/oder Befestigung der Rückwand
am bewegbaren Möbelteil dienen. Die Montagemittel können als Schraube, Gewindebolzen,
Bolzen und/oder Kunststoffstift ausgestaltet sein.
[0049] Das Befestigungsorgan ist zum Beispiel als Loch oder Öse ausgestaltet. Hierdurch
ist z.B. eine positionsfeste Verbindung der Rückwand mit dem Rückwandhalter realisierbar.
Insbesondere ist hierdurch die Rückwand parallel zu einer Öffnungs- oder Schließbewegung
des bewegbaren Möbelteils bzw. parallel zu einer Längsachse der Zarge positionsfest
festlegbar. Vorteilhafterweise ist durch die Verbindung der Vorrichtung mit dem Rückwandhalter
über ein Montagemittel, z.B. eine Schraube, der Rücksprung der Rückwand zwischen der
Vorrichtung und dem Rückwandhalter klemmend und positionsfest gehalten. Dadurch wird
ein Geräusch, z.B. ein Schlagen oder Klappern, der Rückwand bei einer Bewegung des
bewegbaren Möbelteils vermieden.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0050] Mehrere Ausführungsbeispiele werden anhand der nachstehenden schematischen Zeichnungen
unter Angabe weiterer Einzelheiten und Vorteile näher erläutert.
[0051] Es zeigen:
- Figuren 1 - 6
- eine erfindungsgemäße Vorrichtung in unterschiedlichen Ansichten,
- Figur 7
- eine perspektivische Ansicht von schräg vorne oben auf eine weitere erfindungsgemäße
Vorrichtung,
- Figur 8
- eine perspektivische Ansicht von schräg vorne oben auf die Vorrichtung aus Figur 7
im angeordneten Zustand an einer Rückseite einer Schubladenrückwand,
- Figuren 9 - 11
- eine perspektivische Ansicht von schräg hinten oben auf die Vorrichtung aus Figur
7 an der Rückseite der Schubladenrückwand und einem Rückwandhalter einer Zarge in
unterschiedlichen Montagepositionen und
- Figuren 12 - 13
- eine perspektivische Ansicht von schräg hinten oben auf die Vorrichtung aus Figur
7 am Rückwandhalter der Zarge und der Rückseite der Schubladenrückwand in weiteren
möglichen Montagepositionen.
[0052] Eine erfindungsgemäße Vorrichtung 1 ist in perspektivischer Ansicht in Figur 1 gezeigt.
Die Vorrichtung 1 umfasst einen Grundkörper 2, Eingreifmittel z.B. in Form von Rastmittel
3, 4, Haltemittel 5, 6, Federmittel 7 - 9 und Befestigungsorgane in Form von Bohrlöchern
10, 11.
[0053] Der Grundkörper 2 der Vorrichtung 1 ist beispielsweise als innen hohler quaderartiger
Kasten ausgestaltet. Der Grundkörper 2 der Vorrichtung 1 umfasst fünf Seitenflächen,
zwei kurze, schmale Seitenflächen 12, 13, zwei lange, schmale Seitenflächen 14, 15
und eine große Seitenfläche 16.
[0054] Die große Seitenfläche 16 besitzt zum Beispiel einen Absatz 17, welcher nach innen
zurückversetzt an der großen Seitenfläche 16 vorhanden ist. An der großen Seitenfläche
16 sind beispielsweise die Bohrlöcher 10, 11 eingebracht. Die Rastmittel 3, 4 sind
insbesondere senkrecht abstehend von der großen Seitenfläche 16 an der großen Seitenfläche
16 ausgebildet.
Die lange, schmale Seitenfläche 15 des Grundkörpers 2 besitzt somit eine Breite d
1 und die gegenüberliegend zur Seitenfläche 15 angeordnete lange, schmale Seitenfläche
14 eine Breite d
2. Wobei die Breite d
2 aufgrund des Absatzes 17 kleiner ist, als die Breite d
1.
[0055] Die Rastmittel 3, 4 sind beispielsweise L-förmig ausgestaltet, sodass ein erster
Schenkel des L's senkrecht abstehend von der großen Seitenfläche 16 an der großen
Seitenfläche 16 angeordnet ist und ein zweiter Schenkel des L's parallel zur großen
Seitenfläche 16 verläuft. Vorteilhafterweise ist der zweite Schenkel des L's in einem
Bereich zwischen den langen schmalen Seitenflächen 14, 15 des Grundkörpers 2 ausgebildet.
Der erste Schenkel des L's ist außerdem zum Beispiel als Verlängerung der langen schmalen
Seitenfläche 15 ausgebildet. Das Rastmittel 3, 4 umfasst vorteilhaft am zweiten Schenkel
des L's ein Rastelement in Form eines Rasthakens 18, 19, wobei der Rasthaken 18, 19
vorteilhafterweise an einer zur großen Seitenfläche 16 zeigenden Seitenfläche 53,
54 des zweiten Schenkels des L's an der Seitenfläche 53 - 55 abstehend ausgebildet
ist.
[0056] Parallel zur Seitenfläche 16 bzw. zum Absatz 17 sind die Haltemittel 5, 6 angeordnet.
Die Haltemittel 5, 6 sind am Grundkörper 2 und der großen Seitenfläche 16 insbesondere
senkrecht abstehend zur langen, schmalen Seitenfläche 14 vorhanden. Das Haltemittel
5, 6 besitzt eine Rastnase 20, 21. Die Rastnase 20, 21 ist insbesondere senkrecht
abstehend zum Absatz 17 und/oder der Seitenfläche 16 am Haltemitteln 5, 6 vorhanden.
Denkbar ist auch, dass die Haltemittel an der langen, schmalen Seitenfläche 14 abstehend
oder zurückversetzt vorhanden sind.
[0057] Die Federmittel 7 - 9 sind als laschenartige Elemente federnd und/oder abstehend
an der Seitenfläche 14 des Grundkörpers 2 angeordnet. Beispielsweise bildet ein laschenartiges
Element bzw. ein Federmittel 7 - 9 einen Teil der Seitenfläche 14 des Grundkörpers
2. Die Federmittel sind in einem ersten Kantenbereich 56 - 58 an einem Eckbereich
59 des Grundkörpers 2 am Grundkörper 2 befestigt. Ein zweiter Kantenbereich 60 - 62,
welcher dem ersten Kantenbereich gegenüberliegend ausgebildet ist, ist federnd abstehend
von der langen, schmalen Seitenfläche 14 vorhanden.
[0058] Die Figuren 2 - 6 zeigen die Vorrichtung 1 in unterschiedlichen Seitenansichten von
vorne, rechts, links, unten oder oben, jeweils mit Blick auf eine der Seitenflächen
12 - 16 des Grundkörpers 2.
[0059] Figur 7 zeigt eine weitere Variante einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 22. Die Vorrichtung
22 umfasst einen Grundkörper 23 mit bspw. einem Rastmittel 24, einem Haltemittel 25,
Federmittel 26 - 28, einem Bohrloch 29 und einem Verdrehsicherungsmittel 30.
[0060] Das Verdrehsicherungsmittel 30 ist als federndes Element mit einer von einer großen
Seitenfläche 31 des Grundkörpers 23 insbesondere senkrecht abstehenden Nase 32 an
der großen Seitenfläche 31 des Grundkörpers 23 ausgebildet.
[0061] Figur 8 zeigt eine Schubladenrückwand 33 mit einer rückseitigen Hauptebene 34 und
an Seitenkanten 35 - 37 der Hauptebene 34 insbesondere senkrecht von der Hauptebene
34 abstehend Elemente, welche als Abkantungen 38 - 40 ausgebildet sind. Die Abkantung
39 umfasst des Weiteren einen insbesondere rechtwinklig abstehenden Vorsprung 41.
Die Abkantung 39 und der Vorsprung 41 sind insbesondere L-förmig vorhanden und bilden
aus einer Sicht parallel zur Hauptebene 34 auf die Abkantung 39 bzw. den Vorsprung
41 mit einem Rückwandabschnitt 63 der Hauptebene 34 eine U-Form aus.
[0062] Die Vorrichtung 22 ist z.B. in einem Vormontageschritt mit den Federmitteln 26 -
28 voran in die U-Form eingeschoben und beispielsweise klemmend zwischen dem Rückwandabschnitt
63 der Hauptebene 34 und dem Vorsprung 41 gehalten. Beispielsweise greift zusätzlich
das Haltemittel 25 mit seiner Rastnase 42 in eine Öffnung 52 an der Abkantung 39 ein
und umgreift die Abkantung 39 und/oder den Vorsprung 41 an der Öffnung 52 und/oder
verrastet mit der Abkantung 39 und/oder dem Vorsprung 41 an der Öffnung 52. Ein Rastorgan
43 der Rastnase 42 des Haltemittels 25 sichert vorteilhafterweise die Vorrichtung
22 vor einem Herausfallen aus der Vormontageposition an der Rückwand 33.
[0063] An einer Zarge 44 einer Schublade 45 ist, an einem unteren Bereich 64 ein Schubladenboden
46 angeordnet. In einem hinteren Bereich 65 der Zarge 44 ist zu einer Längsachse der
Zarge 44 abstehend, insbesondere senkrecht von der Zarge 44 abstehend ein Rückwandhalter
47 vorhanden. Am Rückwandhalter 47 ist an einem Haltelement 67 eine Öffnung 48, eine
weitere Öffnung 50 und eine Bohrung 51 ausgebildet. Die Bohrung 51 dient zur Fixierung
der an den Rückwandhalter 47 und die Rückwand 33 montierten Vorrichtung 22 am Bohrloch
29 durch das Montagemittel, beispielsweise eine Schraube (nicht dargestellt).
[0064] In dem nach unten offenen Bereich 69 der Zarge 44 wird eine Schubladenführung angeordnet,
zur Längsverschieblichkeit der Schublade 45. Eine Korpusschiene der Schubladenführung
kann an jeweils gegenüberliegenden Seiten der Schublade 45 an einer Korpuswand (nicht
dargestellt) eines Möbelkorpus (nicht dargestellt) montiert sein. Damit ist die Schublade
45 am Möbelkorpus längsverschiebbar angeordnet.
[0065] In den Figuren 9 bis 11 ist ein möglicher Montageverlauf der Rückwand 23 zusammen
mit der Vorrichtung 22 an die Zarge 44 der Schublade 45 illustriert. In einem ersten
Montageschritt wird die Vorrichtung 22 zwischen den Vorsprung 41 und die Hauptebene
34 der Rückwand 33 geschoben, bis die Vorrichtung 22 mit ihren Federmitteln 26 - 28
an einer Innenseite 66 der Abkantung 39 ansteht (Figuren 9, 10). In dieser Vormontageposition
ist die Vorrichtung 22 z.B. klemmend zwischen dem Vorsprung 41 und der Hauptebene
34 gehalten und durch die verrastete Verbindung des Haltemittels 25 und der Öffnung
52 an der Rückwand 33 fixiert.
[0066] In einem folgenden Montageschritt (Figuren 10, 11) wird die Rückwand 33 beispielsweise
zusammen mit der Vorrichtung 22 in Richtung Zarge 44 geführt. Hierbei ist die Hauptebene
34 der Rückwand 33 vorteilhaft senkrecht zur Längsachse der Zarge 44 ausgerichtet.
Im angeordneten Zustand an der Zarge 44 umgreift das Rastmittel 24 der Vorrichtung
22 das plattenförmige Halteelement 67 des Rückwandhalters 47, sodass das Rastmittel
24 mit seinem Rasthaken 49 in die Öffnung 48 des Haltelements 67 eingreift. Im montierten
Zustand an der Zarge 44 wird die Vorrichtung 22 durch die Federmittel 26 - 28 in entgegengesetzter
Richtung zur Montagerichtung von der Abkantung 39 abgedrückt. Dadurch wird der Rasthaken
49 gegen einen Anschlag 68 der Öffnung 48 gedrückt. Hierdurch sichert das der Rasthaken
49 die Vorrichtung 22 und damit zum Beispiel auch die Rückwand 33 vor einem Lösen
aus der Montageposition in entgegengesetzter Richtung zur Montagerichtung. Insbesondere
ist die Vorrichtung 22 hierdurch derart unbeweglich angeordnet, dass die Vorrichtung
22 bei einer Bewegung der Schublade 45 keine Geräusche erzeugt.
[0067] Weiterhin ist das Rastmittel 24 elastisch und federnd an der Vorrichtung 22 ausgebildet.
Dadurch wird im montierten Zustand der Vorrichtung 22 und der Rückwand 33 an der Zarge
44 sowohl der Vorsprung 41 der Rückwand 33 als auch der Rückwandhalter 47 zwischen
der Seitenfläche 31 und den Rastmittel 24 geklemmt und damit fixiert. Hierdurch ist
die Rückwand 33 in paralleler Richtung zur Längsachse der Zarge 44 insbesondere unbeweglich
am Rückwandhalter 47 befestigt.
[0068] Als Verdrehsicherung für die Vorrichtung 22, insbesondere für den Fall, dass die
Vorrichtung ein einziges Haltemittel aufweist, wie zum Beispiel an der Vorrichtung
22, kann die Vorrichtung ein Verdrehsicherungsmittel 30 umfassen. Das Verdrehsicherungsmittel
30 greift im montierten Zustand der Vorrichtung 22 an der Zarge 44 in die Öffnung
50 des Rückwandhalters 47 mit seiner Nase 32 ein, und sichert so die Vorrichtung 22
gegen ein Verdrehen in einer Ebene parallel zur Hauptebene 34 der Rückwand 33.
[0069] In den Figuren 12 und 13 ist ein weiterer möglicher Montageverlauf der Vorrichtung
22 und der Rückwand 33 an der Zarge 44 dargestellt. So ist es denkbar, dass in einem
ersten Montageschritt durch den Monteur die Rückwand 33 an der Zarge 44 und am Rückwandhalter
47 angeordnet wird (Figur 12) und in einem darauffolgenden Montageschritt die Vorrichtung
22 in die Montageposition am Rückwandhalter 47 und der Rückwand 33 eingeschoben wird
(Figuren 13).
Bezugszeichenliste:
[0070]
- 1
- Vorrichtung
- 2
- Grundkörper
- 3 - 4
- Rastmittel
- 5 - 6
- Haltemittel
- 7 - 9
- Federmittel
- 10 - 11
- Bohrloch
- 12 - 16
- Seitenfläche
- 17
- Absatz
- 18 - 19
- Rasthaken
- 20 - 21
- Rastnase
- 22
- Vorrichtung
- 23
- Grundkörper
- 24
- Rastmittel
- 25
- Haltemittel
- 26 - 28
- Federmitteln
- 29
- Bohrloch
- 30
- Verdrehsicherungs-mittel
- 31
- Seitenfläche
- 32
- Nase
- 33
- Rückwand
- 34
- Hauptebene
- 35 - 37
- Seitenkante
- 38 - 40
- Abkantung
- 41
- Vorsprung
- 42
- Rastnase
- 43
- Rastorgan
- 44
- Zarge
- 45
- Schublade
- 46
- Schubladenboden
- 47
- Rückwandhalter
- 48
- Öffnung
- 49
- Rasthaken
- 50
- Öffnung
- 51
- Bohrung
- 52
- Öffnung
- 53 - 55
- Seitenfläche
- 56 - 58
- Kantenbereich
- 59
- Eckbereich
- 60 - 62
- Kantenbereich
- 63
- Rückwandabschnitt
- 64 - 65
- Bereich
- 66
- Innenseite
- 67
- Halteelement
- 68
- Anschlag
- 69
- Bereich
1. Vorrichtung (1, 22) zur Anbringung einer Rückwand (33) an ein bewegbares Möbelteil
eines Möbels, insbesondere an eine Schublade (45), wobei das bewegbare Möbelteil eine
Rückwand (33) und eine Zarge (44) umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Vorrichtung (1, 22) zur Anordnung zwischen einem an einer Zarge (44) sich in eine
Ebene der Rückwand erstreckenden Rückwandhalter (47, 67) und der Rückwand (33) vorgesehen
ist, und dass die Vorrichtung (1, 22) Eingreifmittel (3, 4, 20, 21, 24, 30) zum Eingriff
in den Rückwandhalter (47, 67) umfasst.
2. Vorrichtung (1, 22) nach dem Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1, 22) dazu ausgestaltet ist, unter ein von einer Hauptebene (34)
der Rückwand (33) abstehendes Element (38 - 40) mit einem Vorsprung (41) entlang der
Hauptebene (34) der Rückwand (33) und dem Vorsprung (41) untergeschoben werden zu
können.
3. Vorrichtung (1, 22) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1, 22) Haltemittel (5, 6, 25) aufweist, wobei die Haltemittel (5,
6, 25) dazu ausgebildet sind, in einen, insbesondere von einer Hauptebene (34) der
Rückwand (33) abstehenden Rückwandabschnitt (38 - 41) einzugreifen.
4. Vorrichtung (1, 22) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (2, 23) der Vorrichtung (1, 22) quaderförmig ausgestaltet ist, und
die Haltemittel (5, 6, 25) von einer schmalen, langen Seitenfläche (14) des Grundkörpers
(2, 23) abstehend ausgebildet sind.
5. Vorrichtung (1, 22) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltemittel (5, 6, 25) elastisch auslenkbar ausgestaltet sind.
6. Vorrichtung (1, 22) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Eingreifmittel (3, 4, 20, 21, 24, 30) der Vorrichtung (1, 22) als Rastmittel (3,
4, 25) ausgestaltet sind, wobei die Rastmittel (3, 4, 25) im angeordneten Zustand
der Vorrichtung (1, 22) am bewegbaren Möbelteil eine rastende Verbindung mit dem Rückwandhalter
(47, 67) ausbilden.
7. Vorrichtung (1, 22) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastmittel (3, 4, 25) L-förmig abstehend am Grundkörper (2, 23) der Vorrichtung
(1, 22) vorhanden sind.
8. Vorrichtung (1, 22) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastmittel (3, 4, 25) ein Rastelement (18, 19, 49) umfassen, wobei im angeordneten
Zustand der Vorrichtung (1, 22) am Rückwandhalter (47, 67) das Rastelement (18, 19,
49) dazu vorgesehen ist, in eine Öffnung (48) des Rückwandhalters (47) einzurasten.
9. Vorrichtung (1, 22) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1, 22), insbesondere der Grundkörper (2, 23) der Vorrichtung (1,
22), Federmittel (7 - 9, 26 - 28) aufweist, um in einer Richtung parallel zur Hauptebene
(34) der Rückwand (33) die Vorrichtung (1, 22) an der Rückwand (33) vorzuspannen.
10. Vorrichtung (1, 22) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1, 22) ein Befestigungsorgan (10, 11, 29) aufweist, wobei die Vorrichtung
(1, 22) am Befestigungsorgan (10, 11, 29) über Montagemittel am Rückwandhalter (47,
67) sicherbar ist.
11. Bewegbares Möbelteil mit einer Vorrichtung (1, 22) nach einem der vorangegangenen
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass insbesondere genau zwei Vorrichtungen (1, 22) zur Befestigung einer Rückwand (33)
am bewegbaren Möbelteil vorgesehen sind.
12. Möbel mit einem bewegbaren Möbelteil nach Anspruch 11 und/oder einer Vorrichtung (1,
22) nach einem der Ansprüche 1 bis 10.