Stand der Technik
[0001] Es ist bereits ein Gleichstromzyklon zur zumindest weitgehenden Abscheidung zumindest
einer dispersen Phase aus zumindest einem kontinuierlichen Fluidstrom, mit zumindest
einem Rohfluideinlass und zumindest einem Reinfluidauslass vorgeschlagen worden.
Offenbarung der Erfindung
[0002] Die Erfindung geht aus von einem Gleichstromzyklon zur zumindest weitgehenden Abscheidung
zumindest einer dispersen Phase aus zumindest einem kontinuierlichen Fluidstrom, mit
zumindest einem Rohfluideinlass und zumindest einem Reinfluidauslass.
[0003] Es wird vorgeschlagen, dass der Gleichstromzyklon einen Abscheideraum aufweist, welcher
sich entlang einer Nettofluidströmungsrichtung aufweitet.
[0004] Unter einem Gleichstromzyklon soll in diesem Zusammenhang insbesondere ein Fliehkraftabscheider
verstanden werden, welcher sowohl von einer dispersen Phase als auch von einem Fluid
lediglich in einer Richtung durchströmt wird. Unter einer "dispersen Phase" soll in
diesem Zusammenhang ein Stoff und/oder Stoffgemisch verstanden werden, welcher in
dem Fluidstrom in feinster Form verteilt ist. Die disperse Phase kann insbesondere
fest und/oder flüssig sein. Unter einer "weitgehenden Abscheidung" soll in diesem
Zusammenhang insbesondere verstanden werden, dass der Gleichstromzyklon insbesondere
dazu vorgesehen ist, die zumindest eine disperse Phase zumindest zu 75 %, vorzugsweise
zumindest zu 85 % und besonders bevorzugt zumindest zu 95 % aus dem zumindest einem
kontinuierlichen Fluidstrom abzuscheiden. Unter "vorgesehen" soll insbesondere speziell
programmiert, ausgelegt und/oder ausgestattet verstanden werden. Darunter, dass ein
Objekt zu einer bestimmten Funktion vorgesehen ist, soll insbesondere verstanden werden,
dass das Objekt diese bestimmte Funktion in zumindest einem Anwendungs- und/oder Betriebszustand
erfüllt und/oder ausführt. Insbesondere ist der Gleichstromzyklon dazu vorgesehen,
zumindest eine insbesondere feste disperse Phase zumindest weitgehend aus einem kontinuierlichen
Flüssigkeitsstrom, insbesondere einem Wasserstrom, abzuscheiden. Der Gleichstromzyklon
ist insbesondere zu einer Verwendung in einem Warmwasserbereiter, insbesondere einem
Boiler, vorgesehen. Insbesondere ist der Gleichstromzyklon zu einer Anordnung in einer
Zuleitung eines Warmwasserbereiters vorgesehen. Insbesondere ist der Gleichstromzyklon
dazu vorgesehen, Partikel, insbesondere Schmutz- und/oder Metallpartikel, aus einem
Fluidstrom, insbesondere einem Wasserstrom, welcher einem Warmwasserbereiter zugeführt
wird, abzuscheiden.
[0005] Unter einem "Rohfluideinlass" soll in diesem Zusammenhang insbesondere eine Zuleitung
verstanden werden, welche dazu vorgesehen ist, ein Rohfluid den Gleichstromzyklon
einzuleiten. Unter einem "Rohfluid" soll in diesem Zusammenhang insbesondere ein von
einer dispersen Phase zu reinigendes Fluid verstanden werden. Unter einem "Reinfluidauslass"
soll in diesem Zusammenhang insbesondere eine Ableitung verstanden werden, welche
dazu vorgesehen ist, ein Reinfluid aus dem Gleichstromzyklon auszuleiten. Unter einem
"Reinfluid" soll in diesem Zusammenhang insbesondere ein von einer dispersen Phase
zumindest weitgehend gereinigtes Fluid verstanden werden. Insbesondere sind der Rohfluideinlass
und der Reinfluidauslass zumindest im Wesentlichen senkrecht zueinander angeordnet.
Der Ausdruck "im Wesentlichen senkrecht" soll hier insbesondere eine Ausrichtung einer
Richtung relativ zu einer Bezugsrichtung definieren, wobei die Richtung und die Bezugsrichtung,
insbesondere in einer Ebene betrachtet, einen Winkel von 90° einschließen und der
Winkel eine maximale Abweichung von insbesondere kleiner als 8°, vorteilhaft kleiner
als 5° und besonders vorteilhaft kleiner als 2° aufweist. Unter einem "Abscheideraum"
soll in diesem Zusammenhang insbesondere ein zumindest im Wesentlichen geschlossener
Raum verstanden werden, innerhalb dessen eine zumindest weitgehende Separation der
dispersen Phase von dem Rohfluid erfolgt. Insbesondere strömt das Rohfluid über den
Rohfluideinlass in den Abscheideraum ein. Insbesondere wird das einströmende Rohfluid
innerhalb des Abscheideraums in eine Drallströmung versetzt. Die disperse Phase wird
insbesondere durch eine auf sie wirkende Fliehkraft radial nach außen an eine Wandung
des Abscheideraums gezwungen.
[0006] Der Abscheideraum weist insbesondere einen Einströmbereich auf, welcher dazu vorgesehen
ist, das einströmende Rohfluid in eine Drallströmung zu versetzen. Der Einströmbereich
ist insbesondere zumindest im Wesentlichen zylinderförmig ausgebildet. Der Rohfluideinlass
ist insbesondere derart angeordnet, dass ein Rohfluid zumindest im Wesentlichen tangential
in den zumindest im Wesentlich zylindrischen Einströmbereich des Abscheideraums einströmt.
Durch die zylindrische Form und das tangentiale Einströmen wird das Rohfluid in eine
zur Abscheidung der dispersen Phase notwendige Drallströmung versetzt. Alternativ
oder zusätzlich kann in dem Einströmbereich eine Leiteinheit insbesondere mit einer
Mehrzahl von feststehenden Leitelementen, insbesondere einer Mehrzahl von Leitschaufeln,
angeordnet sein, welche dazu vorgesehen sind, das Rohfluid in eine Drallströmung zu
versetzen. Der Reinfluidauslass ist insbesondere als ein Tauchrohr ausgebildet, welches
insbesondere zumindest teilweise in den Abscheideraum hineinragt.
[0007] Unter einer "Nettofluidströmungsrichtung" soll in diesem Zusammenhang insbesondere
eine aus allen Teilströmungen innerhalb des Abscheideraums resultierende Richtung
einer Fluidströmung innerhalb des Abscheideraums verstanden werden. Insbesondere verläuft
die Nettofluidströmungsrichtung zumindest im Wesentlichen horizontal. Die Nettofluidströmungsrichtung
verläuft zumindest im Wesentlichen parallel zu einer Haupterstreckungsrichtung des
Abscheideraums. Unter "im Wesentlichen parallel" soll hier insbesondere eine Ausrichtung
einer Richtung relativ zu einer Bezugsrichtung, insbesondere in einer Ebene, verstanden
werden, wobei die Richtung gegenüber der Bezugsrichtung eine Abweichung insbesondere
kleiner als 8°, vorteilhaft kleiner als 5° und besonders vorteilhaft kleiner als 2°
aufweist. Die Nettofluidströmungsrichtung verläuft zumindest im Wesentlichen parallel
zu dem Reinfluidauslass. Darunter, dass sich der Abscheideraum entlang einer Nettofluidströmungsrichtung
"aufweitet", soll in diesem Zusammenhang insbesondere verstanden werden, dass ein
Durchmesser des Abscheideraums insbesondere ausgehend von dem zumindest im Wesentlichen
zylinderförmigen Einströmbereich in Richtung des Reinfluidauslasses zumindest über
einen Teilabschnitt hinweg zunimmt. Insbesondere kann sich der Abscheideraum entlang
der Nettofluidströmung stufenweise und/oder vorzugsweise stetig aufweiten.
[0008] Durch eine derartige Ausgestaltung kann ein Gleichstromzyklon mit verbesserten Eigenschaften
hinsichtlich einer Abscheidung einer dispersen Phase aus einem kontinuierlichen Fluidstrom
bereitgestellt werden. Insbesondere kann durch den sich entlang der Nettofluidströmungsrichtung
aufweitenden Abscheideraum eine vorteilhafte Sammlung einer abgeschiedenen dispersen
Phase in einem definierten Bereich des Abscheideraums erreicht werden. Ferner kann
eine vorteilhaft große Kapazität hinsichtlich einer Aufnahme einer abgeschiedenen
Phase erreicht werden, wodurch Reinigungs- und/oder Wartungsintervalle vorteilhaft
verlängert werden können.
[0009] Ferner wird vorgeschlagen, dass der Abscheideraum zumindest teilweise zumindest im
Wesentlichen konusförmig ausgebildet ist. Insbesondere ist der Abscheideraum in zumindest
einem entlang der Nettofluidströmungsrichtung an einen Einstrombereich des Abscheideraums
anschließenden Teilabschnitt zumindest im Wesentlichen konusförmig ausgebildet. Unter
"konusförmig" soll insbesondere eine Form verstanden werden, die in unterschiedlichen
Querschnittsebenen zumindest im Wesentlichen kreisförmig ist und die sich entlang
der Nettofluidströmungsrichtung senkrecht zu den Querschnittsebenen erweitert. Hierdurch
kann eine vorteilhafte Geometrie des Abscheideraums erreicht werden. Insbesondere
kann eine vorteilhafte Abscheidung und/oder Ablagerung einer dispersen Phase in dem
Abscheideraum erreicht werden.
[0010] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass der Abscheideraum bezüglich der Nettofluidströmungsrichtung
zumindest teilweise asymmetrisch ausgebildet ist. Darunter dass der Abscheideraum
bezüglich der Nettofluidströmungsrichtung zumindest teilweise "asymmetrisch" ausgebildet
ist, soll in diesem Zusammenhang insbesondere verstanden werden, dass sich ein Durchmesser
des Abscheideraums entlang der Nettofluidströmungsrichtung mit Bezug auf die Nettofluidströmungsrichtung
asymmetrisch vergrößert. Insbesondere erweitert sich der Abscheideraum ausgehenden
von der Nettofluidströmungsrichtung stärker vertikal nach unten als vertikal nach
oben. Hierdurch kann eine vorteilhafte Ablagerung einer dispersen Phase in dem Abscheideraum
erreicht werden.
[0011] Ferner wird vorgeschlagen, dass der Abscheideraum zumindest einen Absetzbereich aufweist,
welcher zu einer Aufnahme der abgeschiedenen dispersen Phase vorgesehen ist. Vorzugsweise
ist der Absetzbereich unterhalb des Reinfluidauslasses angeordnet. Unter einem "Absetzbereich"
soll in diesem Zusammenhang insbesondere ein Bereich des Abscheideraums verstanden
werden, in welchem sich eine von einem Fluid abgeschiedene disperse Phase gesammelt
ablagert. Insbesondere weist der Abscheideraum im Bereich des Absetzbereichs einen
deutlich größeren Durchmesser als im Bereich des Einströmbereichs auf. Insbesondere
ist der Absetzbereich zumindest im Wesentlichen wannenförmig ausgebildet. Hierdurch
kann eine abgeschiedene disperse Phase vorteilhaft innerhalb des Abscheideraums gesammelt
werden. Ferner kann eine Kapazität zur Aufnahme einer abgeschiedenen dispersen Phase
vorteilhaft erhöht werden.
[0012] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass der Gleichstromzyklon zumindest eine von dem
Reinfluidauslass verschiedene Abflussleitung aufweist, welche zu einer Reinigung des
Abscheideraums vorgesehen ist. Insbesondere ist die Abflussleitung zur Reinigung des
Absetzbereichs vorgesehen. Vorzugsweise mündet die Abflussleitung unmittelbar in den
Absetzbereich. Die Abflussleitung verläuft zumindest abschnittsweise zumindest im
Wesentlichen parallel zu dem Reinfluidauslass. Insbesondere ist die Abflussleitung
während eines Normalbetriebs des Gleichstromzyklons, beispielsweise mittels eines
Ventils, verschlossen. Die Abflussleitung ist insbesondere dazu vorgesehen, die abgeschiedene
disperse Phase während eines Reinigungsbetriebs des Gleichstromzyklons aus dem Abscheideraum,
insbesondere aus dem Absetzbereich, auszuleiten. Insbesondere ist die Abflussleitung
zu einem Ausspülen des Abscheideraums, insbesondere des Absetzbereichs, vorgesehen.
Hierdurch kann eine vorteilhaft einfache und/oder zuverlässige Reinigung des Abscheideraums,
insbesondere des Absetzbereichs, ermöglicht werden.
[0013] Ferner wird vorgeschlagen, dass der Gleichstromzyklon zumindest ein Zugangselement
aufweist, welches dazu vorgesehen ist, einen manuellen Zugriff in den Abscheideraum
zu ermöglichen. Insbesondere ist das Zugangselement dazu vorgesehen, einen manuellen
Zugriff in den Absetzbereich zu ermöglichen. Insbesondere kann das Zugangselement
als eine Zugangsklappe ausgebildet sein. Insbesondere ist das Zugangselement während
eines Normalbetriebs des Gleichstromzyklons geschlossen. Insbesondere ist das Zugangselement
dazu vorgesehen, zu einer Reinigung- und/oder Wartung des Abscheideraums, insbesondere
zu einer Reinigung des Absetzbereichs, geöffnet zu werden. Hierdurch kann eine vorteilhaft
einfache Reinigung- und/oder Wartung ermöglicht werden.
[0014] Zudem wird vorgeschlagen, dass der Gleichstromzyklon zumindest ein Magnetelement
aufweist, welches in dem Abscheideraum angeordnet ist. Insbesondere ist das Magnetelement
in dem Absetzbereich angeordnet. Insbesondere ist das Magnetelement dazu vorgesehen,
ferromagnetische Partikel der dispersen Phase anzuziehen und festzuhalten. Vorzugsweise
ist das Magnetelement zumindest in einem Teilabschnitt des Abscheideraums, insbesondere
innerhalb des Absetzbereichs, flächig an einer Wandung des Abscheideraums angeordnet.
Vorzugsweise ist das Magnetelement an dem Zugangselement angeordnet. Insbesondere
ist das Magnetelement einstückig mit dem Zugangselement ausgebildet. Unter "einstückig"
soll insbesondere stoffschlüssig verbunden, wie beispielsweise durch einen Schweißprozess
und/oder Klebeprozess usw., und besonders vorteilhaft angeformt verstanden werden,
wie durch die Herstellung aus einem Guss und/oder durch die Herstellung in einem Ein-
oder Mehrkomponentenspritzverfahren. Hierdurch können metallische Partikel vorteilhaft
sicher und/oder zuverlässig in dem Abscheideraum zurückgehalten werden.
[0015] Ferner wird ein Warmwasserbereiter mit zumindest einem erfindungsgemäßen integrierten
Gleichstromzyklon vorgeschlagen. Unter einem "Warmwasserbereiter" soll in diesem Zusammenhang
insbesondere eine Vorrichtung verstanden werden, welche insbesondere zu einem Aufstellen
und/oder zu einer Installation innerhalb eines Gebäudes vorgesehen ist, und welche
insbesondere zu einer Speicherung und/oder Erwärmung von Trink- und/oder Heizungswasser
vorgesehen ist. Insbesondere ist der Warmwasserbereiter als ein Boiler ausgebildet.
Der Gleichstromzyklon ist insbesondere in ein Gehäuse des Warmwasserbereiters integriert.
Insbesondere ist der Gleichstromzyklon in einer Wasserzuleitung des Warmwasserbereiters
integriert. Bei einer Anwendung in einem Heizungssystem ist der Gleichstromzyklon
insbesondere in einer Rücklaufleitung des Heizungssystems angeordnet. Hierdurch kann
eine disperse Phase, insbesondere Schmutz und/oder Metallpartikel, vorteilhaft zuverlässig
aus einem dem Warmwasserbereiter zugeführten Wasserstrom abgeschieden werden. Hierdurch
können eine Verschmutzung des Warmwasserbereiters vorteilhaft vermindert und eine
Standzeit vorteilhaft erhöht werden.
[0016] Ferner wird eine Hydraulikgruppe mit zumindest einem erfindungsgemäßen integrierten
Gleichstromzyklon vorgeschlagen. Unter einer "Hydraulikgruppe" soll in diesem Zusammenhang
insbesondere eine Vorrichtung verstanden werden, welche insbesondere zu einem Verbinden
und/oder Anschließen von hydraulischen Komponenten beispielsweise in einem Warmwasserbereiter
und/oder einem Trinkwarmwassersystem und/oder Heizungssystem vorgesehen ist. Eine
solche Hydraulikgruppe umfasst zum Beispiel insbesondere Rohrleitungsabschnitte mit
Anschlussvorrichtungen zur Verbindung von und mit weiteren hydraulischen Komponenten
wie zum Beispiel mindestens ein Gleichstromzyklon, mindestens eine Pumpe, mindestens
ein Ventil, mindestens ein Messwertfühler wie zum Beispiel ein Temperatur- oder Druckmessgerät,
mindestens einer Messwertanzeige wie zum Beispiel eine Temperatur- oder Druckanzeige.
Der Gleichstromzyklon ist insbesondere in eine Hydraulikgruppe integriert oder integrierbar.
Insbesondere ist der Gleichstromzyklon in einem Rohrleitungsabschnitt einer Hydraulikgruppe
integriert oder integrierbar. Hierdurch kann eine disperse Phase, insbesondere Schmutz
und/oder Metallpartikel, vorteilhaft zuverlässig aus einem die Hydraulikgruppe durchfließenden
Wasserstrom abgeschieden werden. Hierdurch können eine Verschmutzung integrierter
und/oder verbundener weiterer hydraulischer Komponenten vorteilhaft vermindert und
eine Standzeit vorteilhaft erhöht werden.
[0017] Der erfindungsgemäße Gleichstromzyklon soll hierbei nicht auf die oben beschriebene
Anwendung und Ausführungsform beschränkt sein. Insbesondere kann der erfindungsgemäße
Gleichstromzyklon zu einer Erfüllung einer hierin beschriebenen Funktionsweise eine
von einer hierin genannten Anzahl von einzelnen Elementen, Bauteilen und Einheiten
abweichende Anzahl aufweisen.
Zeichnung
[0018] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung
ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
[0019] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Warmwasserbereiters mit einem integrierten Gleichstromzyklon
und
- Fig. 2
- eine perspektivische Darstellung des Gleichstromzyklons.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0020] Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Warmwasserbereiters 28. Der Warmwasserbereiter
28 ist insbesondere zu einem Aufstellen und/oder zu einer Installation innerhalb eines
Gebäudes vorgesehen. Insbesondere ist der Warmwasserbereiter 28 zu einer Speicherung
und/oder Erwärmung von Trink- und/oder Heizungswasser vorgesehen. Insbesondere ist
der Warmwasserbereiter 28 als ein Boiler ausgebildet. Der Warmwasserbereiter 28 weist
einen Kaltwasserzufluss 30 und einen Warmwasserabfluss 32 auf. Ferner weist der Warmwasserbereiter
28 einen integrierten Gleichstromzyklon 10 auf. Der Gleichstromzyklon 10 ist innerhalb
eines Gehäuses 34 des Warmwasserbereiters 28 angeordnet. Insbesondere ist der Gleichstromzyklon
10 in dem Kaltwasserzufluss 30 des Warmwasserbereiters 28 angeordnet.
[0021] Figur 2 zeigt den Gleichstromzyklon 10 in einer perspektivischen Darstellung. Der
Gleichstromzyklon 10 ist zur zumindest weitgehenden Abscheidung zumindest einer dispersen
Phase aus zumindest einem kontinuierlichen Fluidstrom vorgesehen. Insbesondere ist
der Gleichstromzyklon 10 dazu vorgesehen, zumindest eine insbesondere feste disperse
Phase zumindest weitgehend aus einem kontinuierlichen Flüssigkeitsstrom, insbesondere
einem Wasserstrom, abzuscheiden. Insbesondere ist der Gleichstromzyklon 10 zu einer
Anordnung in einer Zuleitung eines Warmwasserbereiters 28 vorgesehen. Insbesondere
ist der Gleichstromzyklon 10 dazu vorgesehen, Partikel, insbesondere Schmutz- und/oder
Metallpartikel, aus einem Fluidstrom, insbesondere einem Wasserstrom, welcher einem
Warmwasserbereiter 28 zugeführt wird, abzuscheiden. Der Gleichstromzyklon 10 weist
einen Rohfluideinlass 12 und einen Reinfluidauslass 14 auf. Der Rohfluideinlass 12
ist in einem montierten Zustand des Gleichstromzyklons 10 mit dem Kaltwasserzufluss
30 des Warmwasserbereiters 28 verbunden. Der Rohfluideinlass 12 und der Reinfluidauslass
14 sind zumindest im Wesentlichen senkrecht zueinander angeordnet.
[0022] Der Gleichstromzyklon 10 weist einen Abscheideraum 16 auf, welcher sich entlang einer
Nettofluidströmungsrichtung 18 aufweitet. Die Nettofluidströmungsrichtung 18 verläuft
in einem montierten Zustand des Gleichstromzyklons 10 zumindest im Wesentlichen horizontal.
Der Abscheideraum 16 weist ferner einen Einströmbereich 36 auf, welcher dazu vorgesehen
ist, das einströmende Rohfluid in eine Drallströmung 38 zu versetzen. Der Einströmbereich
36 ist zumindest im Wesentlichen zylinderförmig ausgebildet. Der Abscheideraum 16
ist ferner teilweise konusförmig ausgebildet. Der Abscheideraum 16 ist insbesondere
in einem entlang der Nettofluidströmungsrichtung 18 an den Einstrombereich 36 anschließenden
Teilabschnitt zumindest im Wesentlichen konusförmig ausgebildet. Der Abscheideraum
16 ist bezüglich der Nettofluidströmungsrichtung 18 teilweise asymmetrisch ausgebildet.
Insbesondere erweitert sich der Abscheideraum 16 ausgehend von der Nettofluidströmungsrichtung
18 stärker vertikal nach unten als vertikal nach oben. Der Rohfluideinlass 12 ist
insbesondere derart angeordnet, dass das Rohfluid zumindest im Wesentlichen tangential
in den Einströmbereich 36 des Abscheideraums 16 einströmt. Durch die zylindrische
Form des Einströmbereichs 36 und das tangentiale Einströmen wird das Rohfluid die
zur Abscheidung der dispersen Phase notwendige Drallströmung 38 versetzt. Die disperse
Phase wird durch eine auf sie wirkende Fliehkraft radial nach außen an eine Wandung
des Abscheideraums 16 gezwungen. Das von der dispersen Phase gereinigte Fluid wird
entlang der Nettofluidströmungsrichtung 18 über den Reinfluidauslass 14 aus dem Abscheideraum
16 ausgeleitet. Der Reinfluidauslass 14 ist als ein Tauchrohr ausgebildet, welches
zumindest teilweise in den Abscheideraum 16 hineinragt. Ferner weist der Abscheideraum
16 einen Absetzbereich 20 auf, welcher zu einer Aufnahme der abgeschiedenen dispersen
Phase vorgesehen ist. Der Absetzbereich 20 ist unterhalb des Reinfluidauslasses 14
angeordnet. Der Abscheideraum 16 weist im Bereich des Absetzbereichs 20 einen deutlich
größeren Durchmesser als im Bereich des Einströmbereichs 36 auf. Der Absetzbereich
20 ist unterhalb des Reinfluidauslasses 14 im Wesentlichen wannenförmig ausgebildet.
[0023] Zudem weist der Gleichstromzyklon 10 eine von dem Reinfluidauslass 14 verschiedene
Abflussleitung 22, welche zu einer Reinigung des Abscheideraums 16 vorgesehen ist.
Die Abflussleitung 22 mündet unmittelbar in den Absetzbereich 20. Insbesondere ist
die Abflussleitung 22 zur Reinigung des Absetzbereichs 20 vorgesehen. Vorzugsweise
mündet die Abflussleitung 22 unmittelbar in den Absetzbereich 20. Die Abflussleitung
22 verläuft zumindest abschnittsweise zumindest im Wesentlichen parallel zu dem Reinfluidauslass
14. Insbesondere ist die Abflussleitung 22 während eines Normalbetriebs des Gleichstromzyklons
10, beispielsweise mittels eines Ventils, verschlossen. Die Abflussleitung 22 ist
insbesondere dazu vorgesehen, die abgeschiedene disperse Phase während eines Reinigungsbetriebs
des Gleichstromzyklons 10 aus dem Abscheideraum 16, insbesondere aus dem Absetzbereich
20, auszuleiten. Insbesondere ist die Abflussleitung 22 zu einem Ausspülen des Abscheideraums
16, insbesondere des Absetzbereichs 20, vorgesehen.
[0024] Ferner weist der Gleichstromzyklon 10 zumindest ein Zugangselement 24 auf, welches
dazu vorgesehen ist, einen manuellen Zugriff in den Abscheideraum 16 zu ermöglichen.
Insbesondere ist das Zugangselement 24 dazu vorgesehen, einen manuellen Zugriff in
den Absetzbereich 20 zu ermöglichen. Insbesondere kann das Zugangselement 24 als eine
Zugangsklappe ausgebildet sein. Insbesondere ist das Zugangselement 24 dazu vorgesehen,
zu einer Reinigung- und/oder Wartung des Abscheideraums 16, insbesondere zu einer
Reinigung des Absetzbereichs 20, geöffnet zu werden. Zudem weist der Gleichstromzyklon
10 zumindest ein Magnetelement 26, welches in dem Abscheideraum 16 angeordnet ist.
Insbesondere ist das Magnetelement 26 in dem Absetzbereich 20 angeordnet. Insbesondere
ist das Magnetelement 26 dazu vorgesehen, ferromagnetische Partikel der dispersen
Phase anzuziehen und festzuhalten. Vorzugsweise ist das Magnetelement 26 zumindest
in einem Teilabschnitt des Abscheideraums 16, insbesondere innerhalb des Absetzbereichs
20, flächig an einer Wandung des Abscheideraums 16 angeordnet. Das Magnetelement 26
ist vorzugsweise an dem Zugangselement 24 angeordnet.
1. Gleichstromzyklon zur zumindest weitgehenden Abscheidung zumindest einer dispersen
Phase aus zumindest einem kontinuierlichen Fluidstrom, mit zumindest einem Rohfluideinlass
(12) und zumindest einem Reinfluidauslass (14), gekennzeichnet durch einen Abscheideraum (16), welcher sich entlang einer Nettofluidströmungsrichtung
(18) aufweitet.
2. Gleichstromzyklon nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abscheideraum (16) zumindest teilweise zumindest im Wesentlichen konusförmig
ausgebildet ist.
3. Gleichstromzyklon nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Abscheideraum (16) bezüglich der Nettofluidströmungsrichtung (18) zumindest teilweise
asymmetrisch ausgebildet ist.
4. Gleichstromzyklon nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abscheideraum (16) zumindest einen Absetzbereich (20) aufweist, welcher zu einer
Aufnahme der abgeschiedenen dispersen Phase vorgesehen ist.
5. Gleichstromzyklon nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Absetzbereich (20) unterhalb des Reinfluidauslasses (14) angeordnet ist.
6. Gleichstromzyklon nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zumindest eine von dem Reinfluidauslass (14) verschiedene Abflussleitung (22), welche
zu einer Reinigung des Abscheideraums (16) vorgesehen ist.
7. Gleichstromzyklon zumindest nach den Ansprüchen 4 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Abflussleitung (22) unmittelbar in den Absetzbereich (20) mündet.
8. Gleichstromzyklon nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zumindest ein Zugangselement (24), welches dazu vorgesehen ist, einen manuellen Zugriff
in den Abscheideraum (16) zu ermöglichen.
9. Gleichstromzyklon nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zumindest ein Magnetelement (26), welches in dem Abscheideraum (16) angeordnet ist.
10. Gleichstromzyklon nach den Ansprüchen 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Magnetelement (26) an dem Zugangselement (24) angeordnet ist.
11. Warmwasserbereiter mit zumindest einem integrierten Gleichstromzyklon (10) nach einem
der vorhergehenden Ansprüche.
12. Hydraulikgruppe mit zumindest einem integrierten Gleichstromzyklon (10) nach einem
der vorhergehenden Ansprüche.