[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Aufnahme von Utensilien.
[0002] Aus der Praxis sind verschiedene Behälter bekannt, in denen Utensilien aufbewahrt
und transportiert werden. Das Prinzip dieser bekannten Behälter besteht darin, dass
ein einseitig offener Hohlkörper als Aufnahme und eine Verschlussmöglichkeit für den
Hohlkörper in Form eines separaten oder am Hohlkörper fixierten Deckels oder in Form
eines Reiß- oder Klettverschlusses, einer Haken-Ösen-Verbindung und dergleichen, vorliegen.
Ein Beispiel für ein solches Behältnis könnte eine Zigarrenkiste sein. Der bekannte
Hohlkörper mit Öffnung und Deckel kann zwar je nach Bauform Utensilien verschiedener
Art und Größe aufnehmen, jedoch werden ausschließlich zwei Funktionen erfüllt, nämlich
Aufbewahrung und Transport. Die bis auf die Öffnung geschlossen Form des Hohlkörpers
erfordert einen beträchtlichen Fertigungsaufwand.
[0003] Im Bereich der Kosmetik oder der Malerei sind Verpackungsrollen bekannt, die an der
Innenseite Befestigungsmittel in Form von Gummischlaufen zum Halten von Pinseln oder
Stiften aufweisen und aufgerollt Zugang zur gesamten Palette ermöglichen. Hier kommt
zur bloßen Aufbewahrungs- und Transportfunktion die Funktion eines Arbeitsmittels
hinzu. Der Benutzer bekommt durch die aufgerollte Verpackung Einblick in den Bestand
der Utensilien und hat einen besseren Zugriff und Überblick über Farben, Formen, etc.
Die bekannte Verpackungsrolle erlaubt durch das Öffnen und Schließen infolge eines
Rollvorgangs nur die Aufbewahrung kleinformatiger, schmaler Gegenstände. Die Fertigung
einer Verpackungsrolle ist weniger Kostenaufwendig, da es nur eines flexiblen Trägers
für die Befestigungsschlaufen und eines Bindebandes bedarf.
[0004] Für sich gesehen sind Schreibtischauflagen bekannt, die den Zweck verfolgen, den
Schreibtisch zu schonen und eine Unterlage zu bieten, auf der eine Schreibarbeit durchgeführt
werden kann.
[0005] Im Bereich der gastronomischen Ausstattung großer Event-Säle mit Gedecken, umfassend
Geschirr, Besteck, Gläser, Serviette und Menükarten besteht seit langem das Problem,
dass die gastronomische Seite einer Konferenz einen zweiten Saal erfordert sowie ein
hohes Maß an Zeit, um die Gedecke aufzubauen. Für Großveranstalter ist es wünschenswert,
einerseits nur einen Saal zu mieten und andererseits diesen von einem Konferenzsaal
in einen Speisesaal bzw. in ein Restaurant zu transformieren.
[0006] Aus diesem Bedürfnis heraus wurde die Vorrichtung zur Aufnahme von Utensilien entwickelt,
die dem Wunsch von Großveranstaltern nach kostengünstiger Kombination von Wissensvermittlung
und Nahrungsaufnahme in einem Saal nachgeht, aber auch vielfältige anderweitige Anwendungsbereiche
erschließt.
[0007] Ausgehend vom bekannten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine Vorrichtung zur Aufnahme von Utensilien anzugeben, die kostengünstig ist, Raum
für Utensilien unterschiedlicher Form bietet und die Möglichkeit zur multifunktionalen
Nutzung in verschiedenen Bereichen der Gastronomie, der Arbeits- und Lernwelt eröffnet.
[0008] Die voranstehende Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
Danach ist eine Vorrichtung zur Aufnahme von Utensilien derart ausgestaltet und weitergebildet,
dass es einen flächigen Grundkörper mit mindestens drei Querfalzen zur Ausbildung
von bezogen auf einen Hauptabschnitt umlegbaren Abschnitte umfasst, wobei während
des Transport- und Aufbewahrungszustandes der Vorrichtung
- der Hauptabschnitt mittels seiner Innenfläche die Standfläche für mindestens ein Utensil
und mittels seiner Außenfläche eine Kontaktfläche zum Untergrund bildet,
- sich zu gegenüberliegenden Seiten des Hauptabschnitts benachbarten Abschnitte abgewinkelt
zum Hauptabschnitt erstrecken und
- ein zu einem abgewinkelten Abschnitt benachbarter Abschnitt eine Deckfläche ausbildet
und
wobei mindestens ein Verbindungsmittel zur lösbaren, kraft- und / oder formschlüssigen
Verbindung des die Deckfläche ausbildenden Abschnittes mit dem abgewinkelten Abschnitt
vorgesehen ist, der an der gegenüberliegenden Seite des Hauptabschnitts angeordnet
ist.
[0009] Ausgehend vom einschlägigen Stand der Technik ist zunächst erkannt worden, dass die
Verpackungsrolle im Hinblick auf die Herstellungskosten vorteilhaft ist, jedoch keine
großformatigen Utensilien aufzunehmen vermag. Weiter ist erkannt worden, dass herkömmliche
Behälter mit Seitenwänden und Deckel auf die Funktion der Aufbewahrung und des Transports
beschränkt sind. Erfindungsgemäß ist erkannt worden, dass die Vorteile der aus der
Praxis bekannten Gegebenheiten verknüpft werden können und zugleich eine Erweiterung
der Funktion der Vorrichtung möglich wird, wenn eine Vorrichtung zur Aufnahme von
Utensilien zunächst einen flächigen Grundkörper mit mindestens drei Querfalzen zur
Ausbildung von bezogen auf einen Hauptabschnitt umlegbaren Abschnitten umfasst. Die
Anzahl der Abschnitte, die sich von gegenüberliegenden Seiten des Hauptabschnittes
ausgehend anschließen ist dabei abhängig, welche Form die Vorrichtung während des
Transport- und Aufbewahrungszustandes der Vorrichtung bezogen auf ihre Seitenansicht
aufweisen soll. Ein Viereck oder ein Trapez benötigt zusätzlich zum Hauptabschnitt
drei weitere Abschnitte. Denkbar sind auch Dreieicks- oder Polygon-Formen. Der Hauptabschnitt
ist eine konstante Größe der erfindungsgemäßen Vorrichtung und bildet mittels seiner
Innenfläche die Standfläche für mindestens ein Utensil und mittels seiner Außenfläche
eine Kontaktfläche zum Untergrund aus. Damit ein Raum aufgespannt werden kann, der
bei einer Verpackungsrolle nicht gegeben ist, erstrecken sich jeweils zu gegenüberliegenden
Seiten des Hauptabschnitts benachbarte Abschnitte abgewinkelt zum Hauptabschnitt.
Dabei wird biegesteifes Material, wie Pappe oder Kunststoff, zur Ausbildung des Grundkörpers
verwendet. Der obere Abschluss des Raums ist dadurch gebildet, dass ein zu einem abgewinkelten
Abschnitt benachbarter Abschnitt eine Deckfläche ausbildet. Weiter ist erkannt worden,
dass der Vorrichtung die zum Transport und zur Aufbewahrung erforderliche Stabilität
verliehen werden kann und auch eine bequeme Entnahme der Utensilien ermöglicht wird,
wenn mindestens ein Verbindungsmittel zur lösbaren, kraft- und / oder formschlüssigen
Verbindung des die Deckfläche ausbildenden Abschnittes mit dem abgewinkelten Abschnitt
vorgesehen ist, der an der gegenüberliegenden Seite des Hauptabschnitts angeordnet
ist. Die erfindungsgemäße Vorrichtung verzichtet auf Seitenwände, wie sie bei herkömmlichen
Behältern vorhanden sind, und kann dadurch ein breites Funktionsspektrum zur Verfügung
stellen.
[0010] Die Anordnung der Utensilien bzw. mindestens eines Utensils könnte dadurch erfolgen,
dass dieses während des Transport- und Aufbewahrungszustandes der Vorrichtung auf
der Standfläche des Hauptabschnitts aufgestellt ist. Die Fixierung der auf der Standfläche
aufgestellten Utensilien könnte durch die Verbindung des die Deckfläche bildenden
Abschnittes mit dem auf der genüberliegenden Seite des Hauptabschnitts angeordneten
abgewinkelten Abschnittes bewirkt werden. Zudem könnte die Innenfläche des Hauptabschnittes
und der anderen Abschnitte in einer der Verschiebung entgegenwirkenden Kontakt mit
dem Utensil sein. Es könnten Vertiefungen vorgesehen sein, in das das Utensil eingreift.
Zudem könnten auch zusätzlich in der Vorrichtung enthaltene Utensilien eine fixierende
Wirkung Utensilien entfalten, die auf der Standfläche des Hauptabschnitts angeordnet
sind.
[0011] Alternativ zu separaten Utensilien sind Ausführungsformen möglich, bei denen die
Utensilien mit der Vorrichtung dauerhaft lösbar oder unlösbar verbunden sind, insbesondere
mit der Standfläche des Hauptabschnitts.
[0012] Das Verbindungsmittel könnte als zusätzlicher Abschnitt des flächigen Grundkörpers
vorliegen, der während des Transport- und Aufbewahrungszustandes der Vorrichtung mit
dem die Deckfläche bildenden Abschnitt zusammenwirkt. Der zusätzliche Abschnitt (Verbindungsmittelabschnitt)
könnte den die Deckfläche bildenden Abschnitt zumindest teilweise überlappen und auf
dessen Außenfläche aufliegen.
[0013] Zur Herstellung einer kraftschlüssigen Verbindung zwischen der Außenfläche des die
Deckfläche bildenden Abschnittes und der Innenfläche des zusätzlichen Abschnittes
(Verbindungsmittelababschnittes) könnten gegengepolte Magnete vorgesehen sein. Die
Magnete könnten in die Abschnitte des Grundkörpers an passenden Stellen zumindest
bereichsweise implementiert sein. Alternativ zu Magneten könnten auch separate Verbindungsmittel,
bspw. in Form einer Klammer, vorgesehen sein um die Verbindung zu realisieren.
[0014] Nach einer im Hinblick auf die Unterbringung weiterer Utensilien in der Vorrichtung
bevorzugte Ausführungsform könnte an der Innenfläche zumindest eines zum Hauptabschnitt
des Grundkörpers benachbarten Abschnitts Befestigungsmittel für weitere Utensilien
vorgesehen sein. Dabei ist zu beachten, dass das einem zum Hauptabschnitt benachbarten
Abschnitt zugeordnete Utensil zum Erreichen der Entnahmeposition eine Lageänderung
erfährt und während des Transport- und Aufbewahrungszustandes der Vorrichtung zur
Festlegung des auf der Standfläche des Hauptabschnitts befindlichen Utensils dienen
kann.
[0015] Die erfindungsgemäße Vorrichtung könnte aus dem Transport- und Aufnahmezustand in
einen Entnahmezustand überführt werden. Dabei könnte die Verbindung zwischen dem die
Deckfläche bildenden Abschnitt und dem abgewinkelten Abschnitt gelöst sein. Zum Erreichen
des Entnahmezustandes könnten sich die Positionen aller Abschnitte in Bezug auf Hauptabschnitt
verändern. Insbesondere könnten die Abschnitte um Drehachsen geschwenkt werden, die
durch die Querfalze verlaufen. Es kommt zu einer Auflösung des Raumes, der im Transport-
und Aufbewahrungszustand vorhanden war und die Utensilien können bspw. von der Standfläche
des Hauptabschnittes zumindest temporär entfernt werden.
[0016] Der während des Transport- und Aufbewahrungszustandes der Vorrichtung abgewinkelte
Abschnitt, der mit dem die Deckfläche bildenden Abschnitt zusammenwirkt, könnte sich
vorzugsweise senkrecht zum Hauptabschnitt erstrecken. Zum Erreichen des Entnahmezustandes
könnte der in Rede stehende Abschnitt um den sich zwischen ihm und dem Hauptabschnitt
erstreckenden Querfalz umgelegt werden bis seine Außenfläche eine Kontaktfläche zum
Untergrund bildet.
[0017] Ist bspw. ein Wasserbecher für Pinsel, ein Mischgefäß oder ein Farbkasten an der
Innenfläche angebracht, so erreichen diese durch das Aufklappen des in Rede stehenden
Abschnitts eine nutzbare Ausrichtung. Das Aufklappen der beiden gegenüberliegenden
Abschnitte führt dazu, dass man bspw. einen Malkittel, Pinsel und einen Zeichenblock
von der Standfläche des Hauptabschnitts entnehmen kann. Das Nutzungskonzept der jeweiligen
Vorrichtung bestimmt darüber, ob es Utensilien gibt, die direkt am Abschnitt verbleiben,
fakultativ oder generell entfernt werden. Des Weiteren sind die Abmessungen der erfindungsgemäßen
Vorrichtung von der Nutzung abhängig. Ebenso spielt es eine Rolle, in welchem Winkel
sich die zum Hauptabschnitt benachbarten, während des Transport- und Aufbewahrungszustandes
abgewinkelten Abschnitte sich zum Hauptabschnitt erstrecken. Es könnte bspw. auf die
Stapelfähigkeit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ankommen, was Auswirkungen auf die
möglichst gerade Erstreckung des die Deckfläche bildenden Abschnittes parallel zum
Hauptabschnitt und damit auch die Abmessungen und Winkelstellung der abgewinkelten
Abschnitte. Die Stapelfähigkeit spielt bspw. bei der Vorbereitung und Bestückung des
Vorrichtungen im Gastronomiebereich eine Rolle, wo es auf kurze Wege und maximale
Ausnutzung von Lagerkapazität ankommt.
[0018] Nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform könnte die erfindungsgemäße Vorrichtung
nach der Entnahme des Utensils von der Standfläche des Hauptabschnitts eine Unterlage
für das Utensil ausbilden, wobei sich der die Deckfläche bildende Abschnitt und der
zwischen dem die Deckfläche bildenden Abschnitt und dem Hauptabschnitt befindliche
Abschnitt parallel zum Hauptabschnitt erstrecken könnten. Die beiden in Rede stehenden
Abschnitte könnten um den sich zwischen ihnen und dem Hauptabschnitt erstreckenden
Querfalz gedreht werden bis die Innenflächen der in Rede stehenden Abschnitte die
Standfläche des Hauptabschnittes kontaktieren und die gemeinsame Außenfläche der in
Rede stehenden Abschnitte die Unterlage ausbildet. Damit eine Deckungsgleichheit erzielt
wird, könnte der Hauptabschnitt dieselbe Längenabmessung und dieselbe Breitenabmessung
aufweist wie die in Rede stehenden Abschnitte gemeinsam.
[0019] Die Unterlage könnte in dem die Malutensilien betreffenden Anwendungsbeispiel die
Auflage für den Zeichenblock bilden. Neben der Anwendung auf Malutensilien oder Bastelutensilien,
könnte die Vorrichtung im medizinischen Bereich, bspw. im Rahmen der Blutentnahme,
zum Einsatz kommen oder zur Ausrüstung eines mobilen Arbeitsplatzes dienen.
[0020] Alternativ zur Unterlagenausbildung könnten die beiden in Rede stehenden Abschnitte
auch abgetrennt werden. Dann könnte die Standfläche des Hauptabschnitts als Unterlage
benutzt werden.
[0021] Der Gastronomiebereich stellt ein weiteres Anwendungsgebiet für die erfindungsgemäße
Vorrichtung dar. In erfinderischer Weise wird das Problem gelöst, in kurzer Zeit einen
Konferenzsaal in einen Speisesaal umzurüsten. Was üblicherweise viele Stunden dauert
und mit der Einzelentnahme von Gedeckteilen aus Kisten, deren Politur und Anordnung
auf den Tischen einhergeht, wird durch die erfindungsgemäße Vorrichtung enorm verkürzt
und erspart dem Großveranstalter das parallele Vorhalten zweier getrennter Lokalitäten.
Durch die vorbereitende Bestückung der erfindungsgemäßen Vorrichtungen hinter den
Kulissen kann der Aufbau der Gedecke auf den Tischen im Saal in einem Bruchteil der
Zeit realisiert werden, die herkömmlicherweise benötigt wird.
[0022] In diesem Zusammenhang könnten während des Transport- und Aufbewahrungszustandes
der Vorrichtung Utensilien in Form von mindestens einem Platzteller und einer Aufnahmetasche
mit Besteck, ggf. einer Serviette und ggf. eines Brotteller, auf der Standfläche des
Hauptabschnitts angeordnet sein. Die Aufnahmetasche könnte während des Transport-
und Aufbewahrungszustandes der Vorrichtung eine Halte- und Polsterfunktion ausüben.
Die Haltefunktion könnte dadurch ausgeübt werden, dass die Aufnahmetasche unter dem
Platzteller entlanggeführt und oberhalb des Platztellers über Verbindungsteile verbunden
ist. An der Innenseite der Aufnahmetasche sind Fächer für Besteck und Gadgets vorgesehen.
Des Weiteren könnte die Aufnahmetasche an Ihrer zum Untergrund weisenden Außenfläche
rutschfest sein. Dies könnte durch die Oberflächeneigenschaften von Samt erreicht
werden. Alternativ käme auch eine Gummierung oder eine Noppen- oder Wabenschicht aus
PE / Polystyrol in Betracht.
[0023] Auch Gläser könnten in der erfindungsgemäßen Vorrichtung untergebracht sein. Die
Gläser könnten während des Transport- und Aufbewahrungszustandes der Vorrichtung eine
Liegeposition einnehmen und bereichsweise auf der Aufnahmetasche aufliegen. Zur Fixierung
der Gläser könnte an dem sich vorzugsweise senkrecht zum Hauptabschnitt erstreckenden
Abschnitt ein besonders gestaltetes Befestigungsmittel vorgesehen sein. So wie der
die Gläser aufnehmende Abschnitt senkrecht ausgestaltet sein könnte, könnte sich der
gegenüberliegende abgewinkelte Abschnitt in einen Winkel kleiner 90° bezogen auf den
Hauptabschnitt erstrecken. Die ist mit einem handhabungsvorteil im Hinblick auf das
Erreichen der Entnahmeposition verbunden.
[0024] Wird die Entnahmeposition durch Umlegen des in Rede stehenden, die Gläser tragenden
Abschnittes um den sich zwischen ihm und dem Hauptabschnitt erstreckenden Querfalz
erlangt, werden die Gläser aus der Liegeposition in die Standposition verbracht und
der die Gläser tragende Abschnitt kontaktiert den Untergrund.
[0025] Die Befestigungsmittel für die Gläser könnten in vorteilhafter Weise durch einen
Schichtaufbau des die Gläser tragenden Abschnittes gebildet sein. Auf die Innenfläche
des in Rede stehenden Abschnitts könnte eine Unterschicht mit Aussparungen für den
Glas-Fuß aufgebracht sein und auf der Unterschicht könnte eine Oberschicht vorgesehen
ist, die die Aussparungen der Unterschicht teilweise überdeckt und selbst Aussparungen
mit einem Abschnitt für den an den Glas-Fuß anschließenden Glas-Stiel und mit einem
Ein- und Ausführkanal auf.
[0026] Der geringe Abstand zwischen Ober- und Unterschicht übt eine Klemmwirkung auf den
Glas-Fuß aus. Eine Verschiebesicherung für den Glas-Fuß könnte durch die Materialstärke
der Unterschicht gebildet sein. Wenn die Aufrechtposition der Gläser erreicht ist,
könnte eine Entnahme der Gläser aus den Aussparungen der Ober- und Unterschicht erfolgen.
Dazu muss die durch die Materialstärke der Unterschicht vorhandene Stufe überwunden
werden. Dies könnte bspw. durch leichtes Ankippen des Glases realisiert werden. Alternativ
könnte im Bereich des Ein- und Ausführkanals auch eine Verminderung der Materialstärke
der Unterschicht vorgenommen werden, um die Entnahme des Glases zu erleichtern.
[0027] Bei einer Ausführungsform mit einem zusätzlichen Abschnitt (Verbindungsmittelabschnitt),
der den die Deckfläche ausbildenden Abschnitt und den die Gläser tragenden Abschnitt
während des Transport- und Aufbewahrungszustandes verbindet, könnten die Gläser komplett
von dem relevanten Abschnitt entfernt werden. Der zusätzliche Abschnitt könnte über
die Oberschicht unter Umlegen um den entsprechende Querfalz zwischen sich und dem
Gläser tragenden Abschnitt gelegt werden und so die Befestigungsmittel verbergen.
Die so zur Ansicht kommende Außenfläche könnte das Menü anzeigen und/oder Werbeanzeigen
des Veranstalters oder weitere Informationen.
[0028] Die erfindungsgemäße Vorrichtung lässt es zu, im gastronomischen Bereich weiterführend
in Kantinen, bei der Bestückung von Flugzeugen Anwendung zu finden. Hier könnte auf
die Ausbildung der Unterlage verzichtet werden und es findet eine Vorbefüllung in
fixierte Gefäße, ggf. eine(partielle) Erhitzung statt. In materialmäßiger Hinsicht
könnte der flächige Grundkörper aus gepresster Pappe einer Stärke von ca. 1,5 mm hergestellt
sein, deren Biegesteifigkeit ausreichend ist. Die Recyclefähigkeit von Pappe ist ein
Vorteil. Weitere Materialien könnten dem Bereich der Kunststoffe entstammen. Weiterentwicklungen
könnten in Richtung des Einsatzes von schwer oder nicht entflammbaren Materialien
gehen. Zusätzliche optische oder akustische Einrichtungen könnten der Vorrichtung
zu Unterhaltungs- oder Informationszwecken hinzugefügt werden. Bspw. könnte beim Aufklappen
eines Abschnitts ein Kontakt geschlossen werden und ein Signal ausgelöst werden.
[0029] Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter
Weise auszugestalten und weiterzubilden. Dazu ist einerseits auf die dem Patentanspruch
1 nachgeordneten Ansprüche, andererseits auf die nachfolgende Erläuterung eines Ausführungsbeispiels
der Erfindung anhand der Zeichnung zu verweisen. In Verbindung mit der Erläuterung
des angeführten Ausführungsbeispiels der Erfindung werden auch im Allgemeinen bevorzugte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Lehre erläutert. In der Zeichnung zeigen
- Fig. 1
- in schematischer, skizzenhafter Darstellung, Aufsicht auf den flächigen Grundkörper
gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung,
- Fig. 2
- in schematischer, skizzenhafter Darstellung, eine Seitenansicht Des Gegenstandes nach
Fig. 1, im Transport- und Aufbewahrungszustand, mit Utensilien auf dem Hauptabschnitt
und an einem abgewinkelten Abschnitt,
- Fig. 3
- in schematischer, skizzenhafter Darstellung, eine Seitenansicht des Gegenstandes nach
Fig. 1 mit ausgebildeter Unterlage,
- Fig. 4
- in skizzenhafter, perspektivischer Darstellung, vergrößert den Gegenstand aus Fig.
1 mit Utensilien auf dem Hauptabschnitt und an einem abgewinkelten Abschnitt vor Erreichen
des Entnahmezustandes,
- Fig. 5
- in skizzenhafter, perspektivischer Darstellung, vergrößert den Gegenstand aus Fig.
1 mit Utensilien an einem abgewinkelten Abschnitt vor Ausbildung der Unterlage,
- Fig. 6
- in skizzenhafter, perspektivischer Darstellung, vergrößert den Gegenstand aus Fig.
1 mit Utensilien auf der Unterlage für den gastronomischen Einsatz,
- Fig. 7
- in schematischer, skizzenhafter Darstellung, vergrößert ein Detail aus Fig. 1, betreffend
die Befestigungsmittel für einen abgewinkelten Abschnitt und
- Fig. 8
- in schematischer, skizzenhafter Darstellung, das Detail aus Fig. 7, mit Blick auf
die Unterschicht und die Oberschicht.
[0030] Die Figuren 1 bis 6 zeigen eine Vorrichtung zur Aufnahme von Utensilien 1, 2 umfassend
einen flächigen Grundkörper 3 mit vier Querfalzen 4, 5, 6, 7 zur Ausbildung von bezogen
auf einen Hauptabschnitt 8 umlegbaren Abschnitten 9, 10, 11, 12. Der Querfalz 7 ist
als Doppelfalz ausgebildet, um der Materialstärke des Abschnitts11 Rechnung zu tragen.
Die Querfalze 4, 5, 6, inkludieren nicht näher bezeichnete Drehachsen, die sich senkrecht
zur Längsachse A des flächigen Grundkörpers erstrecken.
[0031] In Fig. 2 ist der Transport- und Aufbewahrungszustand der Vorrichtung gezeigt. Der
Hauptabschnitt 8 bildet mittels seiner Innenfläche die Standfläche 13 für das Utensil
1 und mittels seiner Außenfläche eine Kontaktfläche 14 zum Untergrund 15. Die zu gegenüberliegenden
Seiten der Hauptabschnitts 8 benachbarten Abschnitte 10, 11 erstrecken sich abgewinkelt
zum Hauptabschnitt 8. Der auf den Abschnitt 10 folgende Abschnitt 9 bildet eine Deckfläche
16 aus.
[0032] Der Abschnitt 12 des Grundkörpers 3 erfüllt im vorliegenden Ausführungsbeispiel die
Funktion des Verbindungsmittels zwischen dem die Deckfläche 16 ausbildenden Abschnitt
9 mit dem abgewinkelten Abschnitt 11, der an der gegenüberliegenden Seite des Hauptabschnitts
8 angeordnet ist.
[0033] Es handelt sich hier um eine kraftschlüssige Verbindung zwischen der Außenfläche
des Abschnittes 9 und der Innenfläche des Abschnittes 12, die über hier nicht gezeigte
gegengepolte Magnete verfügen.
[0034] Die Sicherheit der Utensilien 1, 2 während des Transport- und Aufbewahrungszustandes
der Vorrichtung wird hier durch die Verbindung der Abschnitte 9, 12 und durch den
Kontakt mit den Innenflächen des Hauptabschnitte 8 und des Abschnitts 11 und durch
den Kontakt untereinander realisiert.
[0035] An der Innenfläche des zum Hauptabschnitt 8 benachbarten Abschnitts 11 sind Befestigungsmittel
17 zu Aufnahme der in Form von drei Gläsern vorliegenden Utensilien 2 vorgesehen.
[0036] Die Fig. 4 zeigt, dass die Vorrichtung aus dem Transport- und Aufnahmezustand in
einen Entnahmezustand überführbar ist, wobei die Verbindung zwischen dem Abschnitt
9 und dem Abschnitt 12 gelöst ist. Sobald der sich in Fig. 4 noch - wie während des
Transport- und Aufbewahrungszustandes - senkrecht zum Hauptabschnitt 8 erstreckende
Abschnitt 11 um die Querfalz 6 in Pfeilrichtung bewegt wird, wird Utensil 1 freigegeben
und kann entfernt werden. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass sich der abgewinkelte
Abschnitt 10 in einem Winkel kleiner 90° zum Hauptabschnitt 8 erstreckt, was in Fig.
2 zu gezeigt ist. Der Abschnitt 11 hat den Entnahmezustand dann vollständig erreicht,
wenn seine Außenfläche eine Kontaktfläche zum Untergrund 15 bildet, wie dies in Fig.
5 gezeigt ist.
[0037] In Fig. 5 ist das Utensil 1 aus der Vorrichtung, von der Standfläche 13 des Hauptabschnitts
8 entnommen und die in Fig. 3 gezeigte Unterlage 18 kann ausgebildet werden. Bei der
Ausbildung der Unterlage 18 erstrecken sich der die Deckfläche 16 bildende Abschnitt
9, und der sich anschließende Abschnitt 10 parallel zum Hauptabschnitt 8 und bilden
gemeinsam über ihre Außenflächen die Unterlage 18 bilden. Deckungsgleichheit wird
erreicht, indem der Hauptabschnitt 8 dieselbe Längenabmessung und dieselbe Breitenabmessung
aufweist wie die Abschnitte 9, 10 gemeinsam.
[0038] Auf die Unterlage 18 kann nun - wie in Fig. 6 gezeigt - das Utensil 1 arrangiert
werden. Das Utensil 1 umfasst im vorliegenden Ausführungsbeispiel mindestens einen
Platzteller 19 und eine Aufnahmetasche 20 für Besteck 21, eine Serviette 22, einen
Brotteller 23. Mit 24 sind Schnüre bezeichnet, mit denen die verschiedenen Gegenstände
zu Utensil1 zusammengeschnürt während des Transport-und Aufbewahrungszustandes auf
der Standfläche 13 des Hauptabschnitts 8 angeordnet waren und dabei eine Halte- und
Polsterfunktion in Bezug auf die Gläser als Bestandteile des Utensils 2 ausübten.
Das Besteck 21 ist nur angedeutet, ebenso wie die in die Aufnahmetasche 20 eingearbeiteten,
nicht näher bezeichneten Besteckfächer. Die Aufnahmetasche 20 ist an ihrer Außenfläche
rutschfest. Ein Effekt ist, dass die in Fig. 6 gezeigte Tischset-Funktion der Aufnahmetasche
20 störungsfrei ausgeführt wird und die Person einen ansprechend gestalteten Essplatz
erhält.
[0039] Das in Fig. 2 nur schematisch angedeutete Utensil 2 umfasst gemäß den Fig. 4 und
5 drei verschieden große Gläser 2. In Fig. 4 ist gezeigt, dass die Gläser 2 während
des Transport- und Aufbewahrungszustandes der Vorrichtung eine Liegeposition einnehmen
und bereichsweise auf der Aufnahmetasche 20 aufliegen. Der Glas-Fuß ist innerhalb
der Befestigungsmittel 17 an der Innenfläche des sich senkrecht zum Hauptabschnitt
8 erstreckenden Abschnitts 11 fixiert.
[0040] Fig. 5 zeigt den Entnahmezustand in einer Phase, in der der die Gläser 2 tragende
Abschnitt 11 vom Abschnitt 9 gelöst und um den Querfalz 6 um 90° gedreht ist und die
Außenfläche Abschnitts 11 den Untergrund 15 kontaktiert, wobei die Gläser 2 aus der
Liegeposition in eine Standposition verbracht sind. Wie in den Fig. 3 und 6 gezeigt,
verbleiben die Gläser im vorliegenden Ausführungsbeispiel nicht am Abschnitt 11, sondern
werden von den Befestigungsmitteln 17 entfernt und auf dem Tisch platziert.
[0041] Die Befestigungsmittel 17 weisen eine Unterschicht 25 und eine Oberschicht 26 auf.
In Fig. 7 ist gezeigt, dass die Oberschicht 26 die Unterschicht 25 teilweise überdeckt.
Die Ober- und Unterschichten 25, 26 sind aus Pappe hergestellt und an der zum Hauptabschnitt
8 weisenden Seite, nur im Randbereich, miteinander verklebt und verpreßt. Die Verbindung
der Ober- und Unterschicht an der vom Hauptabschnitt wegweisenden Seite erfolgt an
der Unterseite der Unterschicht 25. Dazu weist die Oberschicht einen hier nicht dargestellten,
sich unterhalb der Unterschicht befindlichen Überlappungsbereich auf, der nicht in
die Aussparungen 27 der Unterschicht hineinragt.
[0042] Die Unterschicht 25 ist auf der Innenfläche des Abschnitts 11 aufgeklebt und weist
in Fig. 8 gezeigte kreisförmige Aussparungen 27 für den Glas-Fuß auf. Der Durchmesser
der Aussparung 27 ist nur geringfügig größer als der Durchmesser des Glas-Fußes. Die
Materialstärke der Unterschicht 25 wirkt der Verschiebung des in die Aussparung 27
eingesetzten Glas-Fußes entlang der Innenfläche des Abschnitts 11 entgegen.
[0043] Die Oberschicht 26 überdeckt die Aussparungen 27 der Unterschicht 25 teilweise und
weist selbst Aussparungen 28 auf. Die Aussparungen 28 umfassen einen kreisförmigen
Abschnitt 29 geringeren Durchmessers für den Glas-Stiel und einen Ein- und Ausführkanal
30 mit einem Glas-Stiel-Führungsabschnitt 31 und einem Glas-Fuß-Führungsabschnitt
32.
[0044] Fig. 7 zeigt, dass die Unterschicht 25 im Bereich des Glas-Fuß-Führungsabschnitts
32 freigelegt ist. Die Ein- und Ausführung des Glas-Fußes erfolgt über den nahezu
halbkreisförmigen Fuß-Führungsabschnitt 32, dessen Durchmesser größer ist als der
Durchmesser des Glas-Fußes.
[0045] Beim Einführen des Glases 2 gelangt der Glas-Fuß zwischen die Unter- und Oberschicht
25, 26, die nur am Rand miteinander verklebt ist aber ansonsten die nötige Bewegungsfreiheit
für den Glas-Fuß lässt. Der Glas-Stiel erreicht den Glas-Stiel-Führungsabschnitt 31,
der Glas-Fuß erreicht allmählich die Aussparung 27 der Unterschicht 25 und der Glas-Stiehl
gelangt in den Abschnitt 29. Damit ist die Einführung beendet. Das Glas 2 kann sich
nicht selbsttätig aus dem Befestigungsmittel 17 lösen.
[0046] Beim Ausführen des Glases aus dem Befestigungsmittel 17. Der Gals-Stiel-Führungsabschnitt
31 liegt über der Aussparung 27 der Unterschicht 25. In Richtung Hauptabschnitt 8
leicht nach hinten gekippt um die die Verschiebesicherung bildende Materialstärkenstufe
der Unterschicht 25 an Aussparung 7 zu überwinden und dann durch den Ein- und Ausführkanal
30 in Richtung der in Fig. 1 gezeigten Längsachse A, in von dem Hauptabschnitt 8 wegweisender
Orientierung geschoben und von dem Befestigungsmittel 17 gelöst.
[0047] In den Fig. 3 und 6 ist dargestellt, dass das von den Gläsern 2 befreite Befestigungsmittel
von dem Abschnitt 12 nach Umlegen um den Querfalz 7 überdeckt wird.
[0048] Hinsichtlich weiterer, in den Figuren nicht gezeigter Merkmale wird auf den allgemeinen
Teil der Beschreibung verwiesen.
[0049] Abschließend sei darauf hingewiesen, dass die erfindungsgemäße Lehre nicht auf das
voranstehend erörterte Ausführungsbeispiel eingeschränkt ist. Vielmehr sind die unterschiedlichsten
Verbindungen zwischen den Utensilien und dem flächigen Grundkörper oder auch eine
fixe Anordnung reinigbarer Utensilien zum Mehrfachgebrauch möglich.
1. Vorrichtung zur Aufnahme von Utensilien (1, 2), umfassend einen flächigen Grundkörper
(3) mit mindestens drei Querfalzen (4, 5, 6, 7) zur Ausbildung von bezogen auf einen
Hauptabschnitt (8) umlegbaren Abschnitten (9, 10, 11, 12),
wobei während des Transport- und Aufbewahrungszustandes der Vorrichtung
• der Hauptabschnitt (8) mittels seiner Innenfläche die Standfläche (13) für mindestens
ein Utensil (1) und mittels seiner Außenfläche eine Kontaktfläche (14) zum Untergrund
(15) bildet,
• sich zu gegenüberliegenden Seiten des Hauptabschnitts (8) benachbarte Abschnitte
(10, 11) abgewinkelt zum Hauptabschnitt (8) erstrecken und
• ein zu einem abgewinkelten Abschnitt (10) benachbarter Abschnitt (9) eine Deckfläche
(16) ausbildet und
wobei mindestens ein Verbindungsmittel zur lösbaren, kraft- und / oder formschlüssigen
Verbindung des die Deckfläche (16) ausbildenden Abschnittes (9) mit dem abgewinkelten
Abschnitt (11) vorgesehen ist, der an der gegenüberliegenden Seite des Hauptabschnitts
(8) angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass während des Transport- und Aufbewahrungszustandes der Vorrichtung mindestens ein
Utensil (1) auf der Standfläche (13) des Abschnitts (8) angeordnet ist und durch die
Verbindung der Abschnitte (9, 11) und / oder durch den Kontakt mit den Innenflächen
der Abschnitte (9, 10, 11, 12) und / oder durch den Kontakt mit weiteren Utensilien
(2) in der Vorrichtung sicher gehalten ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsmittel als zusätzlicher Abschnitt (12) (Verbindungsmittelabschnitt)
des flächigen Grundkörpers (3) vorliegt, der während des Transport- und Aufbewahrungszustandes
der Vorrichtung mit dem die Deckfläche (16) bildenden Abschnitt (9) zusammenwirkt.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an der Innenfläche von zumindest einem zum Hauptabschnitt (8) benachbarter Abschnitt
(11) Befestigungsmittel (17) zu Aufnahme mindestens eines weiteren Utensils (2) vorgesehen
sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung aus dem Transport- und Aufnahmezustand in einen Entnahmezustand überführbar
ist, wobei die Verbindung zwischen dem die Deckfläche (16) bildenden Abschnitt (9)
und dem abgewinkelten Abschnitt (11) gelöst ist und sich die Positionen der Abschnitte
(9, 10, 11, 12) in Bezug auf Hauptabschnitt (8) verändern.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Abschnitt (11) während des Transport- und Aufbewahrungszustandes der Vorrichtung
vorzugsweise senkrecht zum Hauptabschnitt (8) erstreckt und zum Erreichen des Entnahmezustandes
um den sich zwischen Hauptabschnitt (8) und Abschnitt (11) erstreckenden Querfalz
(6) umlegbar ist, bis seine Außenfläche auf dem Untergrund (15) aufliegt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung nach der Entnahme des Utensils (1) von der Standfläche (13) des Hauptabschnitts
(8) eine Unterlage (18) für das Utensil (1) ausbildet, wobei sich die Abschnitte (9,
10) parallel zum Hauptabschnitt (8) erstrecken und gemeinsam über ihre Außenflächen
die Unterlage (18) bilden.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Hauptabschnitt (8) dieselbe Längenabmessung und dieselbe Breitenabmessung aufweist
wie die Abschnitte (9, 10) gemeinsam.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass während des Transport- und Aufbewahrungszustandes der Vorrichtung mindestens ein
Platzteller (19) und eine Aufnahmetasche (20) für Besteck, ggf. eine Serviette und
ggf. ein Brotteller, auf der Standfläche (13) des Hauptabschnitts (8) angeordnet sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmetasche (20) während des Transport- und Aufbewahrungszustandes der Vorrichtung
eine Halte- und Polsterfunktion ausübt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass während des Transport- und Aufbewahrungszustandes der Vorrichtung an der Innenfläche
des sich senkrecht zum Hauptabschnitt (8) erstreckenden Abschnitts (11) Gläser (2)
mit den Befestigungsmitteln (17) fixiert sind, die eine Liegeposition einnehmen und
bereichsweise auf der Aufnahmetasche (20) des Utensils (1) aufliegen.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass während der Entnahme die Verbindung zwischen dem die Deckfläche (16) bildenden Abschnitt
(9) und dem die Gläser (2) tragenden Abschnitt (11) gelöst ist und die Außenfläche
des die Gläser (2) tragenden Abschnitts (11) den Untergrund (15) kontaktiert, wobei
die Gläser (11) aus der Liegeposition in eine Standposition verbringbar sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel (17) durch einen Schichtaufbau des die Gläser (2) tragenden
Abschnitts (11) gebildet sind, wobei auf die Innenfläche des Abschnitts (11) eine
Unterschicht (25) mit Aussparungen (27) für den Glas-Fuß aufgebracht ist und auf der
Unterschicht (25) eine Oberschicht (26) vorgesehen ist, die die Aussparungen (27)
der Unterschicht (25) teilweise überdeckt und selbst Aussparungen (28) mit einem Abschnitt
(29) für den an den Glas-Fuß anschließenden Glas-Stiel und mit einem Ein- und Ausführkanal
(30) aufweist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Materialstärke der Unterschicht (25) eine Verschiebesicherung für den Glas-Fuß
gebildet ist und dass das Glas (2) zur Entnahme aus den Aussparungen (27, 28) der
Ober- und Unterschichten (25, 26) die Verschiebesicherung überwindet.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14 in Verbindung mit Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberschicht (26) des Befestigungsmittels (17) nach Entfernung der Gläser (2)
von dem Abschnitt (12) (Verbindungsmittelabschnitt) nach Umlegen um den Querfalz (7)
überdeckt wird.