[0001] Es werden ein Rahmenelement, ein Verbindungselement und ein System mit mindestens
einem Rahmenelement und mindestens einem Verbindungselement beschrieben. Das System
und die Rahmenelemente dienen zur Aufnahme von Wandelementen, die über das System
an einer Tragstruktur, einer Decke, einem Boden und/oder Wänden befestigt werden können.
Wandelemente umfassen nicht abschließend Zellenelemente, Trennwände, etc. Insbesondere
können Rahmenelemente, Verbindungselemente und Systeme mit solchen Komponenten dazu
verwendet werden, um bspw. Kühlzellen, Kühlräume und/oder Klimakammern aufzubauen.
Weitere Einsatzgebiete umfassen Räume mit hohen hygienischen Anforderungen.
[0002] Aus
DE 20 2013 103 017 U1 ist beispielsweise ein Wandaufbau bekannt, der eine Wandverkleidung, eine erste,
bodenseitig angeordnete Halteschiene, eine zweite, deckenseitige angeordnete Halteschiene,
und wenigstens eine mit erster und zweiter Halteschiene in Eingriff bringbare Aufnahme
für die Wandverkleidung aufweist, wobei eine Einstellbarkeit der Relativposition von
Aufnahme und Halteschiene vorgesehen ist. Nachteilig sind dabei jedoch der große Aufwand
zur Bereitstellung des Wandaufbaus und die Vielzahl von benötigten Komponenten. Es
müssen stets Aufnahmeelemente auf die Halteschienen aufgebracht und anschließend deren
Position zueinander eingestellt werden. Dies ist sehr aufwendig und erfordert zusätzlich
eine präzise Einstellung. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass der in
DE 20 2013 103 017 U1 beschriebene Wandaufbau nicht für Kühlräume verwendet werden kann, weil eine Vielzahl
von Elementen mit sehr komplexen Profilen verbaut werden, was im Hinblick auf Hygiene
und Dämmung nachteilig ist. Derartige Profile lassen sich extrem schlecht reinigen.
Weiterhin bestehen zu viele Wärmeübertragungsstellen, so dass zusätzliche Dämmeinrichtungen
vorgesehen werden müssten.
[0003] Aufgabe ist es, ein System zur Aufnahme und Befestigung von Wandelementen zur Ausbildung
von vorstehend beispielhaft angeführten Räumen sowie Hilfsmittel zur Bereitstellung
eines solches Systems anzugeben, wobei Anforderungen im Hinblick auf Stabilität, Sicherheit,
Hygiene, Lebensdauer und Kombinierbarkeit erfüllt werden.
[0004] Diese Aufgabe wird durch ein Rahmenelement mit den in Anspruch 1 angegebenen technischen
Merkmalen, durch ein Verbindungselement mit den in den Ansprüchen 10 und 11 angegebenen
technischen Merkmalen und durch ein System mit den in Anspruch 14 angegebenen technischen
Merkmalen gelöst.
[0005] Ein die vorstehende Aufgabe lösendes Rahmenelement zur Aufnahme von Wandelementen
weist ein im Wesentlichen U-förmiges Profil auf, das aus einer Grundplatte mit daran
angeordneten Seitenwänden an gegenüberliegenden Seiten der Grundplatte gebildet ist,
wobei die Grundplatte mindestens eine Öffnung aufweist und die Seitenwände sich mindestens
abschnittsweise entlang der gegenüberliegenden Seiten erstrecken. Zudem weisen die
Seitenwände in dem Bereich, welcher der Grundplatte abgewandt ist, mindestens eine
sich mindestens abschnittsweise über die Länge der Seitenwände erstreckende Bördelung
auf.
[0006] Über die Bördelung bzw. die gebördelten Abschnitte der Seitenwände können bspw. Verbindungselemente
eingeschoben und sicher gehalten werden. Die Rahmenelemente können eine beliebige
Länge aufweisen. Der Abstand der gegenüberliegenden Seitenwände kann ebenfalls beliebig
gewählt werden, ist jedoch im Hinblick auf die aufzunehmenden Wandelemente zu bestimmen
und festzulegen. Bspw. beträgt der Abstand der gegenüberliegenden Seitenwände 80mm,
100mm, 120mm oder 150mmm. Dementsprechend können Wandelemente mit korrespondierenden
Wandstärken eingesetzt werden. Die Wandstärken der Wandelemente können hierzu geringfügig
kleiner sein, als der Abstand zweier gegenüberliegender Seitenwände. Zur Befestigung
von Wandelementen werden bspw. Rahmenelemente über die Öffnungen und Befestigungselemente
an einem Boden und einer Decke angebracht. Anschließend können die Wandelemente bspw.
eingeschoben und über zusätzliche Öffnungen in den Rahmenelementen fest mit diesen
verbunden werden. Eine Verbindung kann auch über eine Klemmwirkung aufgrund der gebördelten
Abschnitte erreicht werden, die eine federnde Wirkung aufweisen können.
[0007] Ein Vorteil der Ausbildung der Rahmenelemente gegenüber bspw. dem Aufbau von
DE 20 2013 103 017 U1 besteht in der einfachen Ausführung der Rahmenelemente und daher auch in deren einfacher
Herstellbarkeit. Dadurch sind die Rahmenelemente der hierin beschriebenen technischen
Lehre auch deutlich kostengünstiger als Halteschienen und Aufnahmeelemente mit komplexen
Profilen.
[0008] Das Rahmenelement kann mindestens zwei Abschnitte aufweisen, die in einem Winkel
zueinander verlaufen, wobei die Grundplatten der mindestens zwei Abschnitte in einer
Ebene liegen. Ein solches Rahmenelement kann in verschiedenen Winkeln zueinander verlaufende
Abschnitte aufweisen. Bspw. verlaufen die Abschnitte in Winkeln zwischen 15° und 170°
zueinander.
[0009] Mindestens eine Seitenwand kann aus mindestens zwei Elementen bestehen, die beabstandet
zueinander an der Grundplatte angeordnet sind. Ein solches Rahmenelement kann bspw.
als T-Verbinder verwendet werden, wobei mindestens drei weitere Rahmenelemente über
zusätzliche Verbindungselemente mit dem als T-Verbinder ausgestalteten Rahmenelement
verbunden werden.
[0010] Die Bördelung kann in weiteren Ausführungsformen mindestens eine Öffnung und/oder
eine Einkerbung aufweisen. Über die Öffnungen und/oder Einkerbungen können bspw. zusätzlich
Befestigungselemente eingehakt werden. Es können darüber auch Elemente von Wandelementen
eingebracht werden.
[0011] In weiteren Ausführungsformen kann mindestens eine Seitenwand im Bereich der Bördelung
eine Öffnung aufweisen. Öffnungen dienen bspw. zur Befestigung der Rahmenelemente
an einer Wand oder einer Decke sowie zum Befestigen von Wandelementen.
[0012] In noch weiteren Ausführungsformen können die gegenüberliegenden Seiten der Grundplatte
unterschiedlich lang sein. Solche Rahmenelemente können bspw. zum Ausbilden von Eckstrukturen
verwendet werden, wozu bspw. zwei auf Gehrung geschnittene Rahmenelemente alternativ
zu einem Rahmenelement mit zwei in einem Winkel zueinander verlaufenden Abschnitten
verwendet werden. Die beiden Rahmenelemente können über entsprechend ausgebildete
Verbindungselemente bzw. mindestens ein Verbindungselement eine geschlossene Aufnahmeschiene
bilden.
[0013] Die Seitenwände können auch eine solche Höhe aufweisen und die Bördelung derart umgebogen
sein, dass ein Verbindungselement in das Rahmenelement einsetzbar ist.
[0014] An mindestens einer Seite der Grundplatte, die sich an die gegenüberliegenden Seiten
anschließt, kann eine weitere Seitenwand vorgesehen sein, die orthogonal zur Grundfläche
angeordnet ist. Eine solche Seitenwand kann bspw. bei Rahmenelementen vorgesehen sein,
die als Türstock bzw. Abschlusselement bei Türen oder anderen Öffnungen vorgesehen
sind.
[0015] Das Rahmenelement kann aus Edelstahl bestehen. Das Rahmenelement kann in weiteren
Ausführungsformen aus einem Edelstahlblech bestehen.
[0016] Ein die vorstehende Aufgabe lösendes Verbindungselement zum Verbinden von Rahmenelementen
weist ein im Wesentlichen U-förmiges Profil mit zwei Seitenwänden und einer Grundplatte
auf. Ein solches Verbindungselement kann einfach in die vorstehend genannten Rahmenelemente
eingesetzt werden. Insbesondere weisen Verbindungselemente eine solche Länge auf,
dass Toleranzen ausgeglichen werden können.
[0017] Ein weiteres die vorstehende Aufgabe lösendes Verbindungselement zum Verbinden von
Rahmenelementen weist zwei Seitenwände auf, die über einen Abschnitt mit einem Radius
miteinander verbunden sind. Das Verbindungselement kann an der Seite bei zwei Rahmenelementen
vorgesehen sein, welche einem zu isolierenden oder abzuschirmenden Raum zugewandt
ist. Über den Radius wird ein Reinigen des Verbindungselements erleichtert und zudem
das Ablagern von Verunreinigungen erschwert bzw. verhindert.
[0018] Eine erste Seitenwand kann länger als eine zweite Seitenwand sein. Die Seitenwände
dienen einerseits zur Befestigung mit den entsprechenden Rahmenelementen und dienen
auf der anderen Seite für einen Längen- bzw. Toleranzausgleich, da die Seitenwände
- ebenso wie die U-förmigen Verbindungselemente - weiter oder weniger weit in den
Rahmenelementen aufgenommen werden können. Hierzu sind sämtliche Verbindungselemente
entsprechend auszuwählen, damit ein Ausgleich erfolgen kann.
[0019] Ein Verbindungselement der vorstehend genannten Varianten kann aus Edelstahl besteht.
Die Verbindungselemente können in weiteren Ausführungsformen aus einem Edelstahlblech
bestehen.
[0020] Ein die vorstehende Aufgabe lösendes System weist mindestens ein Rahmenelement der
vorstehend genannten Varianten und mindestens ein Verbindungselement der vorstehend
genannten Varianten auf, wobei
- mindestens ein U-förmiges Verbindungselement in zwei benachbarte Rahmenelemente abschnittsweise
eingesetzt ist, wobei die Grundplatte des Verbindungselements auf den Grundplatten
der Rahmenelemente aufliegt, die Seitenwände des Verbindungselements an den Innenseiten
der Seitenwände der Rahmenelemente anliegen und über die Bördelung der Seitenwände
der Rahmenelemente gehalten werden, und/oder
- mindestens ein Verbindungselement mit zwei über einen Abschnitt mit einem Radius verbundenen
Seitenwänden abschnittsweise in zwei benachbarten Rahmenelementen aufgenommen ist,
wobei die Seitenwände des Verbindungselements jeweils an einer Innenseite einer Seitenwand
eines Rahmenelements anliegen und zwischen der Grundplatte und der Bördelung der Rahmenelemente
gehalten sind.
[0021] Ein solches System ermöglicht eine einfache, sichere Befestigung und Aufnahme von
Wandelementen verschiedener Ausgestaltung (Wandstärke, Material, etc.) und bietet
zudem eine hygienische, thermisch isolierende Befestigung der Wandelemente.
[0022] Bei dem System können die Rahmenelemente über die Öffnungen in den Grundplatten und/oder
den Seitenwände an einer Tragstruktur, einer Wand, einem Boden und/oder einer Decke
mittels Befestigungselementen befestigt sein. Befestigungselemente sind bspw. Schrauben,
Nägel, Bolzen, Dübel, Niete und andere Spreiz- oder Spannelemente.
[0023] Alle hierin beschriebenen Öffnungen können oval, rund, kreisförmig, rechteckig oder
polygon sowie auch als Langlöcher ausgebildet sein. Langlöcher oder ähnliche Öffnungen
ermöglichen nach dem Einbringen von Befestigungsmitteln noch eine Ausrichtung.
[0024] Über die Verbindungselemente werden geschlossene Aufnahmeschienen bzw. -rahmen gebildet,
so dass insbesondere bei Kühlräumen oder ähnlichem eine thermische Isolierung bzw.
Trennung möglich ist. Die Verbindungselemente weisen zudem teilweise Radien auf, so
dass sich Verunreinigungen nur schwer ablagern und halten können sowie eine Reinigung
einfacher und zuverlässiger durchführbar ist. Das hierin beschrieben System ist daher
aus Hygienegesichtspunkten gegenüber bekannten Montagehilfen für bspw. Kühlwandelemente
aufgrund der einfachen und zuverlässigen Halterung und Abdichtung im Vorteil.
[0025] Gegenüber aus dem Stand der Technik bekannten Einrichtungen, wie bspw. dem Wandaufbau
von
DE 20 2013 103 017 U1 und einer bekannten Trockenbauwand, weisen das hierin beschriebene System und die
dafür vorgesehenen Hilfsmittel wesentliche Vorteile auf. Zum einen werden weder eine
Halteschiene und an die Halteschiene angebrachte Aufnahmeelemente mit komplexen Profilen,
wie aus
DE 20 2013 103 017 U1 bekannt, oder Aufbauten mit Schienen, Verbindungsleisten, Halteelemente, Klammern
etc., wie von Trockenbauwänden bekannt, benötigt, sondern lediglich Rahmenelemente,
die über Verbindungselemente miteinander verbunden werden. Die Verbindungselemente
dienen in erster Linie nicht zum Verbinden der Rahmenelemente mit bspw. Wandelementen.
Zum anderen lassen sich die Rahmenelemente viel leichter reinigen und weisen keine
Kanäle auf, über welche bspw. temperierte Luft entweichen kann.
[0026] Weitere Vorteile, Merkmale und Ausgestaltungsmöglichkeiten ergeben sich aus der nachfolgenden
Figurenbeschreibung mit Bezug auf die Zeichnungen.
[0027] Dabei zeigt:
- Fig.1
- eine perspektivische Darstellung zweier Rahmenelemente, zweier U-förmigen Verbindungselemente
und einem Verbindungselement, welches zwei über einen Abschnitt mit Radius verbundene
Seitenwände hat, die Teil eines Systems zur Aufnahme und Befestigung von Wandelementen
sind, wobei die Verbindungselemente in die Rahmenelemente derart eingesetzt sind,
dass sie an den Innenseiten der Seitenwände der Rahmenelemente anliegen und über die
gebördelten Abschnitte gehalten werden, und wobei die Öffnungen zur Befestigung an
einer Decke, einem Boden und/oder an einer Wand dargestellt sind;
- Fig. 2
- eine perspektivische Darstellung des Systems von Fig. 1 ohne Verbindungselemente,
wobei die Rahmenelemente über die auf Gehrung geschnittenen bzw. ausgebildeten Verbindungseiten
aneinander anliegen;
- Fig. 3
- eine perspektivische Darstellung eines im Wesentlichen U-förmigen Verbindungselements;
- Fig. 4
- eine perspektivische Darstellung eines Verbindungselements mit zwei Seitenwänden,
die über einen Abschnitt mit einem Radius miteinander verbunden sind;
- Fig. 5
- eine perspektivische Darstellung eines Rahmenelements, zweier U-förmiger Verbindungselemente
und zweier Verbindungselemente, die zwei über einen Abschnitt mit Radius verbundene
Seitenwände aufweisen, die Teil eines Systems zur Aufnahme und Befestigung von Wandelementen
sind, wobei die Verbindungselemente in das Rahmenelement derart eingesetzt sind, dass
sie an den Innenseiten der Seitenwände der Rahmenelemente anliegen und über die gebördelten
Abschnitte gehalten werden, und wobei die Öffnungen zur Befestigung an einer Decke,
einem Boden und/oder an einer Wand dargestellt sind;
- Fig. 6
- eine perspektivische Darstellung des Rahmenelements von Fig. 5;
- Fig. 7
- eine perspektivische Darstellung eines Verbindungselements mit zwei Seitenwänden,
die über einen Abschnitt mit einem Radius miteinander verbunden sind, wobei eine Seite
länger als die andere Seite ist und welches bei dem in Fig. 5 und 6 gezeigten Rahmenelement
in die Elemente der Seitenwand eingesetzt ist;
- Fig. 8
- eine perspektivische Darstellung eines Rahmenelementes;
- Fig. 9
- eine perspektivische Darstellung eines Rahmenelements, welches als Teil eines Türstocks
ausgebildet ist und an seinem einem Ende eine weitere orthogonal zur Grundplatte sich
erstreckende Seitenwand und einen Einschnitt zur Verbindung und Aufnahme bspw. einer
weiteren Türstockelements, das als Rahmenelement ausgebildet ist, an einer Seitenwand
im Bereich der weiteren Seitenwand aufweist; und
- Fig. 10
- eine perspektivische Darstellung eines weiteren Rahmenelements, welches als Teil eines
Türstocks ausgebildet ist und an seinem einem Ende eine weitere orthogonal zur Grundplatte
sich erstreckende Seitenwand und einen Einschnitt zur Verbindung und Aufnahme bspw.
einer weiteren Türstockelements, das als Rahmenelement ausgebildet ist, an einer Seitenwand
im Bereich der weiteren Seitenwand aufweist.
[0028] In den Figuren mit gleichen Bezugszeichen versehene Teile entsprechen im Wesentlichen
einander, sofern nichts anderes angeben ist. Darüber hinaus wird darauf verzichtet
Bestandteile zu beschreiben, welche nicht wesentlich zum Verständnis der hierin offenbarten
technischen Lehre sind.
[0029] Fig. 1 zeigt eine perspektivische Darstellung zweier Rahmenelemente 10, zweier U-förmiger
Verbindungselemente 30 und eines Verbindungselementes 40. Die beiden Rahmenelemente
10 liegen so aneinander an, dass sie eine im Wesentlichen rechtwinklige Aufnahme für
Wandelemente ausbilden. Die beiden Rahmenelemente 10 liegen hierzu an den schrägen
Abschnitten aneinander an und sind an ihren kürzeren Seitenwänden 18 über ein Verbindungselement
40 miteinander verbunden.
[0030] Fig. 2 zeigt eine perspektivische Darstellung der Rahmenelemente 10, die über auf
Gehrung geschnittene bzw. ausgebildete Verbindungseiten aneinander anliegen.
[0031] Die beiden Rahmenelemente 10 weisen jeweils eine Grundplatte 12 auf. Die Grundplatten
12 weisen eine Nut 16 und Öffnungen 14 auf. Über die Öffnungen 14 können die Rahmenelemente
10 beispielsweise an einem Boden, einer Decke oder einer Wand verschraubt werden.
Hierzu werden Schrauben oder in weiteren Ausführungsformen andere Befestigungselemente
in die Öffnungen 14 gesetzt und mit korrespondierenden Öffnungen bzw. einer Wand,
einer Decke oder eines Bodens bzw. mit darin aufgenommenen Dübeln verschraubt. Die
Befestigung über die Öffnungen 14 definiert die Position der Rahmenelemente 10.
[0032] Um die Rahmenelemente 10 beispielsweise vorzufixieren und in mindestens einer Richtung
verschieblich zu lagern und beispielsweise in einer zweiten Richtung eine gewisse
Verschiebung zuzulassen, weisen die Grundplatten 12 Nuten 16 auf. In diesen Nuten
16 können ebenfalls Befestigungselemente eingesetzt werden, wobei die längliche Ausbildung
dieser als Nuten 16 ausgebildeten Öffnungen eine nachträgliche Verlagerung der Rahmenelemente
10 zulässt. Nach einem Verschrauben der Rahmenelemente 10, beispielsweise über die
Öffnungen 14, ist deren Position jedoch festgelegt.
[0033] Die Rahmenelemente 10 weisen an gegenüberliegenden Seiten der Grundplatte 12 Seitenwände
18 auf. An den Seitenwänden 18 sind zusätzlich Öffnungen 24 vorgesehen, durch welche
weitere Befestigungsmittel zur Fixierung von Wandelementen eingesetzt werden können.
An den oberen Enden weisen die Seitenwände 18 eine Bördelung 20 auf. Die Bördelung
20 wird durch umgebogene Abschnitte der Seitenwände 18 gebildet, welche sich nicht
über die gesamte Länge der Seitenwände 18 erstrecken oder erstrecken müssen. Die Bördelung
20 weist zusätzlich Einkerbungen 22 auf. Die Bördelung 20 erlaubt es Verbindungselemente
20 oder 40 aufzunehmen und sicher zu halten. Zusätzlich können die Abschnitte mit
der Bördelung 20 einen geringen Abstand zu ihren Seitenwänden 18 aufweisen. Werden
nunmehr Wandelemente zwischen gegenüberliegenden Seitenwände 18 eines Rahmenelementes
10 eingesetzt, so werden die Abschnitte mit der Bördelung 20 in Richtung zu ihren
Seitenwänden 18 gedrückt, wodurch die Wandelemente 10 eingeklemmt werden. Die Abschnitte
mit der Bördelung 20 dienen dabei als Federn.
Die Rahmenelemente 10 können beispielsweise aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung
bestehen. Die Rahmenelemente 10 sind deshalb auch zur Bildung von Räumen mit hohen
Hygienestandards geeignet.
[0034] Fig. 3 zeigt eine perspektivische Darstellung eines Verbindungselementes 30 mit einem
U-förmigen Querschnitt. Das Verbindungselement 30 weist zwei gegenüberliegende Seitenwände
34 auf, die über eine Grundplatte 32 miteinander verbunden sind. Die Seitenwände 34
können Öffnungen aufweisen. Ebenso kann die Grundplatte 32 eine Öffnung 36 aufweisen.
Über die Öffnung 36 kann die Position des Verbindungselementes 30 an einer Decke,
einem Boden oder beispielsweise einer Wand festgelegt werden. Das Verbindungselement
30 besteht ebenso wie die Rahmenelemente 10 aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung.
Die Höhe der Seitenwände 34 ist so bestimmt, dass die Seitenwände 34 über die Bördelung
20 sicher gehalten werden können.
[0035] Fig. 4 zeigt eine perspektivische Darstellung eines Verbindungselementes 40. Das
Verbindungselement 40 weist zwei Seitwände 32 auf, die über einen Abschnitt 44 mit
einem Radius miteinander verbunden sind. Die Seitenwände 42 können in weiteren Ausführungsformen
ebenfalls Öffnungen aufweisen. Auch die Seitenwände 42 sind so ausgebildet, dass diese
über die Bördelung 20 an den Seitenwänden 18 von Rahmenelementen 10 sicher gehalten
werden können. Wie in Fig. 1 gezeigt, kann ein Verbindungselement 40 zur Ausbildung
von Übergängen zweier winklig zueinander angeordneter Rahmenelemente 10 verwendet
werden, wobei der Abschnitt 44 mit dem Radius sicherstellt, dass die Verbindungsbereiche
zwischen den beiden Seitenwänden 18 einfach gereinigt werden können. Zusätzlich kann
ein Längenausgleich wie bei einem Verbindungselement 30 erfolgen.
[0036] Wie in Fig. 1 gezeigt, können die beiden Rahmenelemente 10 über ein Verbindungselement
40 einfach miteinander verbunden werden. Die Rahmenelemente 10 können zusätzlich über
die Verbindungselemente 30 mit weiteren Rahmenelementen 10 verbunden werden. Die Position
der Rahmenelemente 10, beispielsweise an einer Decke und einem Boden, kann über Befestigungselemente
festgelegt werden, die in Öffnung 14 beziehungsweise in die Nuten 16 eingesetzt werden.
Ebenso kann die Position der Verbindungselemente 30 über die Öffnung 36 an einer Decke
festgelegt werden. In die Rahmenelemente 10 beziehungsweise zwischen die beiden Seitenwände
18 können Wandelemente (in den Figuren nicht dargestellt) eingesetzt beziehungsweise
seitlich eingeschoben werden. Hierdurch ist es möglich, auf einfache Art und Weise
beispielsweise eine Kühlwand auszubilden. Die eingesetzten Wandelemente können beispielsweise
Platten mit Dämmelementen oder sogenannte Dämmplatten sein.
[0037] Fig. 5 zeigt eine perspektivische Darstellung eines Rahmenelementes 10, welches zwei
eingesetzte U-förmige Verbindungselemente 30 und zwei Verbindungselemente 40 aufweist.
Die beiden Verbindungselemente 30 entsprechen im Wesentlichen dem in Fig. 3 gezeigten
Verbindungselement 30. Die Verbindungselemente 40 sind analog zu dem in Fig. 4 gezeigten
Verbindungselement 40 ausgebildet.
[0038] Fig. 7 zeigt den Unterschied zu den in den Fig. 4 gezeigten Verbindungselementen
40. Wie in Fig. 7 gezeigt, weist das Verbindungselement 40 eine Seitenwand 42 auf,
die deutlich länger ist als eine zweite Seitenwand 42. Hierdurch wird sichergestellt,
dass ein größerer Längenausgleich möglich ist. Soll beispielsweise ein weiteres Rahmenelement
10 über die beiden Verbindungselemente 40 mit dem Rahmenelement 10 von Fig. 5 verbunden
werden, so muss dieses nicht direkt an dem Rahmenelement 10 anstoßen, sondern kann
beabstandet zu diesem angeordnet werden. Über die Ausbildung der Seitenwände 42 kann
dabei festgelegt werden, in wie weit ein Längenausgleich erreicht werden kann.
[0039] Zusätzlich können an das in Fig. 5 gezeigte Rahmenelement 10 noch weitere Rahmenelemente
über die Verbindungselemente 30 angeschlossen werden. Die Öffnungen 36 in den Verbindungselementen
30 können auch so angeordnet sein, dass diese beim Einbringen einer Schraube mit korrespondierenden
Öffnungen 14 in der Grundplatte 12 des Rahmenelementes 10 fluchten oder die Grundplatte
12 durchdringen. Auf jeden Fall wird eine sichere Verbindung der Verbindungselemente
30 mit dem Rahmenelement 10 bereitgestellt.
[0040] Soll über die Verbindungselemente 30 zusätzlich ein Längenausgleich erfolgen, so
wird das Verbindungselement 30 zumindest mit einem Rahmenelement 10 über eine Öffnung
36 fest verbunden.
[0041] Fig. 6 zeigt eine perspektivische Darstellung des Rahmenelementes 10 von Fig. 5.
Das Rahmenelement 10 weist zwei gegenüberliegende Seitenwände 18 auf, die an ihrem
oberen Ende eine Bördelung 20 aufweisen. Eine der Seitenwände 18 ist unterbrochen
ausgeführt, sodass das in Fig. 6 gezeigte Rahmenelement 10 beispielsweise als T-Verbindungsstück
verwendet werden kann.
[0042] Fig. 8 zeigt eine perspektivische Darstellung eines länglichen Rahmenelementes 10.
Das Rahmenelement 10 weist eine große Längsstreckung auf. Ansonsten ist das Rahmenelement
10 analog zu den anderen Rahmenelementen 10 ausgebildet. Das heißt, dass das Rahmenelement
10 zwei gegenüberliegende Seitenwände 18 mit einer Bördelung 20 aufweist. An den Seitenwänden
18 sind Öffnungen 24 vorgesehen, über welche Befestigungselemente zum Verbinden mit
Wandelementen vorgesehen sind.
[0043] Fig. 9 zeigt eine perspektivische Darstellung eines Rahmenelementes 10, welches als
Teil eines Türstocks ausgebildet ist und an seinem einen Ende eine weitere orthogonal
zur Grundplatte 12 sich erstreckende Seitenwand 26 und einen Einschnitt zur Verbindung
und Aufnahme beispielsweise eines weiteren Türstockelements aufweist, wobei das weitere
Türstockelement ebenfalls als Rahmenelement 10 ausgebildet sein kann.
[0044] Fig. 10 zeigt eine perspektivische Darstellung eines weiteren Rahmenelementes 10,
welches als Teil eines Türstocks ausgebildet ist und an seinem einen Ende eine weitere
orthogonal zur Grundplatte 12 sich erstreckende Seitenwand 26 und einen Einschnitt
zur Verbindung und Aufnahme beispielsweise eines weiteren Türstockelements, dass ebenfalls
als Rahmenelement 10 ausgebildet ist, aufweist.
[0045] Die hierin gezeigten Rahmenelemente 10 können daher ohne weitere Elemente direkt
an einer Decke, einem Boden oder einer Wand angebracht werden und beispielsweise Dämmplatten
oder andere Wandelemente einfach und sicher halten. Über die Federung zwischen den
gebördelten Abschnitten wird auch eine sichere Montage ohne Verbindungselemente bereitgestellt.
Zusätzlich weisen die Rahmenelemente 10 sowie die Verbindungselemente 30 und 40 keine
komplexen Strukturen auf, sodass diese auch einfach gereinigt werden können. Zudem
ergeben sich keine Wärmeverluste aufgrund komplexer Profile.
Bezugszeichenliste
[0046]
- 10
- Rahmenelement
- 12
- Grundplatte
- 14
- Öffnung
- 16
- Nut
- 18
- Seitenwand
- 20
- Bördelung
- 22
- Einkerbung
- 24
- Öffnung
- 26
- Seitenwand
- 30
- Verbindungselement
- 32
- Grundplatte
- 34
- Seitenwand
- 36
- Öffnung
- 40
- Verbindungselement
- 42
- Seitenwand
- 44
- Abschnitt
1. Rahmenelement zur Aufnahme von Wandelementen, wobei das Rahmenelement (10) ein im
Wesentlichen U-förmiges Profil aufweist, das aus einer Grundplatte (12) mit daran
angeordneten Seitenwänden (18) an gegenüberliegenden Seiten der Grundplatte (12) gebildet
ist, wobei die Grundplatte (12) mindestens eine Öffnung (14) aufweist, die Seitenwände
(18) sich mindestens abschnittsweis entlang der gegenüberliegenden Seiten erstrecken
und die Seitenwände (18) in dem Bereich, welcher der Grundplatte (12) abgewandt ist,
mindestens eine sich mindestens abschnittsweise über die Länge der Seitenwände (18)
erstreckende Bördelung (20) aufweisen.
2. Rahmenelement nach Anspruch 1, wobei das Rahmenelement (10) mindestens zwei Abschnitte
aufweist, die in einem Winkel zueinander verlaufen, wobei die Grundplatten (12) der
mindestens zwei Abschnitte in einer Ebene liegen.
3. Rahmenelement nach Anspruch 1 oder 2, wobei mindestens eine Seitenwand (18) aus mindestens
zwei Elementen besteht, die beabstandet zueinander an der Grundplatte (12) angeordnet
sind.
4. Rahmenelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Bördelung (20) mindestens
eine Öffnung und/oder eine Einkerbung (22) aufweist.
5. Rahmenelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei mindestens eine Seitenwand (18)
im Bereich der Bördelung (20) eine Öffnung (24) aufweist.
6. Rahmenelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die gegenüberliegenden Seiten
der Grundplatte (12) unterschiedlich lang sind.
7. Rahmenelement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Seitenwände (18) eine solche
Höhe aufweisen und die Bördelung (20) derart umgebogen ist, dass ein Verbindungselement
(30; 40) in das Rahmenelement (10) einsetzbar ist.
8. Rahmenelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei an mindestens einer Seite der
Grundplatte (12), die sich an die gegenüberliegenden Seiten anschließt, eine weitere
Seitenwand (26) vorgesehen ist, die orthogonal zur Grundplatte (12) angeordnet ist.
9. Rahmenelement nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei das Rahmenelement (10) aus Edelstahl
besteht.
10. Verbindungselement zum Verbinden von Rahmenelementen, wobei das Verbindungselement
(30) ein im Wesentlichen U-förmiges Profil mit zwei Seitenwänden (34) und einer Grundplatte
(32) aufweist.
11. Verbindungselement zum Verbinden von Rahmenelementen, wobei das Verbindungselement
(40) zwei Seitenwände (42) aufweist, die über einen Abschnitt (44) mit einem Radius
miteinander verbunden sind.
12. Verbindungselement nach Anspruch 11, wobei eine erste Seitenwand länger ist als eine
zweite Seitenwand.
13. Verbindungselement nach einem der Ansprüche 10 bis 12, wobei das Verbindungselement
(30; 40) aus Edelstahl besteht.
14. System mit mindestens einem Rahmenelement (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 9 und
mindestens einem Verbindungselement (30; 40) nach einem der Ansprüche 10 bis 13, wobei
- mindestens ein U-förmiges Verbindungselement (30) in zwei benachbarte Rahmenelemente
(10) abschnittsweise eingesetzt ist, wobei die Grundplatte (32) des Verbindungselements
(30) auf den Grundplatten (12) der Rahmenelemente (10) aufliegt, die Seitenwände (34)
des Verbindungselements (30) an den Innenseiten der Seitenwände (18) der Rahmenelemente
(10) anliegen und über die Bördelung (20) der Seitenwände (18) der Rahmenelemente
(10) gehalten werden, und/oder
- mindestens ein Verbindungselement (40) mit zwei über einen Abschnitt (44) mit einem
Radius verbundenen Seitenwänden (42) abschnittsweise in zwei benachbarten Rahmenelementen
(10) aufgenommen ist, wobei die Seitenwände (42) des Verbindungselements (40) jeweils
an einer Innenseite einer Seitenwand (18) eines Rahmenelements (10) anliegen und zwischen
der Grundplatte (12) und der Bördelung (20) der Rahmenelemente (10) gehalten sind.
15. System nach Anspruch 14, wobei die Rahmenelemente (10) über die Öffnungen (14; 24)
in den Grundplatten (12) und/oder den Seitenwände (18) an einer Tragstruktur, einer
Wand, einem Boden und/oder einer Decke mittels Befestigungselementen befestigt sind.