[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine als Drehsperre ausgeführte Zugangskontrollvorrichtung
für Personen oder als Drehsperre ausgeführte Vorrichtung zur Personenzählung gemäß
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind als Drehsperren ausgeführte Zugangskontrollvorrichtungen
für Personen und Vorrichtungen zur Personenzählung bekannt. Sie umfassen einen, zwei
oder drei Sperrarme, die mit einer von einem Elektromotor antreibbaren Welle drehfest
verbunden sind, wobei die Winkel zwischen den Längsachsen der Sperrarme durch die
drehfeste Verbindung vorgegeben sind.
[0003] Bei als Drehsperren ausgeführten Zugangskontrollvorrichtungen für Personen wird bei
Auslesen einer gültigen Zugangsberechtigung mittels einer Leseeinrichtung eine derartige
Drehsperre durch Drehung der Welle, mit der die Sperrarme drehfest verbunden sind,
von einer Sperrstellung in eine Freistellung überführt. Bei als Drehsperren ausgeführten
Vorrichtungen zur Personenzählung wird, wenn eine Person im Durchgang detektiert wird,
was mittels geeigneter Sensoren, beispielsweise Lichttaster, Lichtschranken, Radarsensoren
etc. erfolgen kann, die Welle, mit der die Sperrarme drehfest verbunden sind, von
einer Sperrstellung in eine Freistellung überführt. Nach jedem Durchgang wird der
Wert eines der Durchgangsrichtung zugeordneten Zählers um 1 erhöht.
[0004] Bei Drehsperren mit drei Sperrarmen ist aufgrund der festen Winkel zwischen den Sperrarmen
der Komfort beim Durchgehen beeinträchtigt, da beispielsweise Gepäck oder Kinderwägen
über einen der drei Sperrarme gehoben werden müssen. Da in der Regel der Winkel zwischen
den Längsachsen zweier benachbarter Sperrarme 120° beträgt, kann zudem nicht der ganze
Durchgang freigegeben werden, da ein Sperrarm stets in den Durchgang hineinragt. Drehsperren
mit drei Sperrarmen weisen jedoch den Vorteil auf, dass sie einen ausreichenden Schleusenund
Vereinzelungseffekt gewährleisten, da sich eine Person beim Durchgehen stets zwischen
zwei Sperrarmen befindet.
[0005] Ferner sind Drehsperren mit zwei Sperrarmen bekannt, die mit einer von einem Elektromotor
antreibbaren Welle drehfest verbunden sind, welche jedoch die erwähnten Nachteile
der Drehsperren, umfassend drei Sperrarme nicht beseitigen können. Vielmehr wird eine
sichere Vereinzelung beeinträchtigt. Des Weiteren sind Drehsperren mit einem Sperrarm
bekannt, welcher sich jedoch um eine Vereinzelung zu gewährleisten, sehr schnell bewegt,
um einerseits den Durchgang freizugeben und andererseits eine Vereinzelung zu gewährleisten,
wodurch das Verletzungsrisiko für durchgehende Personen erhöht wird. Ferner wird der
Verschleiß aufgrund der hohen Drehgeschwindigkeit der Masse des einen Sperrarms in
nachteiliger Weise erhöht; die hohe Drehgeschwindigkeit ist dadurch bedingt, dass
der eine Sperrarm pro Durchgang um 360 Grad gedreht werden muss.
[0006] Zudem weisen die aus dem Stand der Technik bekannten Drehsperren mit zwei oder drei
Sperrarmen den Nachteil auf, dass bei einem Notfall, oder wenn die Anlage außer Betrieb
geschaltet werden soll, nicht der gesamte Durchgang freigegeben werden kann.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine als Drehsperre ausgeführte
Zugangskontrollvorrichtung für Personen oder als Drehsperre ausgeführte Vorrichtung
zur Personenzählung anzugeben, welche eine gute Vereinzelung bei gleichzeitiger Freigabe
des gesamten Durchgangs im Fall einer gültigen Zugangsberechtigung gewährleistet.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Weitere erfindungsgemäße
Ausgestaltungen und Vorteile gehen aus den Unteransprüchen hervor.
[0009] Demnach wird eine als Drehsperre ausgeführte Zugangskontrollvorrichtung für Personen
oder als Drehsperre ausgeführte Vorrichtung zur Personenzählung vorgeschlagen, umfassend
ein Gehäuse, in dem zumindest ein Antriebsmittel angeordnet ist, welche zwei von dem
zumindest einen Antriebsmittel antreibbare Sperrarme aufweist, die unabhängig voneinander
und mit gleicher oder unterschiedlicher Geschwindigkeit antreibbar und ansteuerbar
sind.
[0010] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung sind die Sperrarme derart unabhängig voneinander
antreibbar und ansteuerbar, dass eine sichere Vereinzelung und bei gültiger Zugangsberechtigung
eine Freigabe des gesamten Durchgangs erzielbar sind.
[0011] Die zwei Sperrarme sind vorzugsweise unabhängig voneinander derart antreibbar und
ansteuerbar, dass bei Vorliegen einer gültigen Zugangsberechtigung für den Fall einer
Zugangskontrollvorrichtung oder bei Detektion einer Person im Durchgang für den Fall
einer Vorrichtung zur Personenzählung der in Durchgangsrichtung sich in einer Ausgangsposition
vor einer Person angeordnete Sperrarm, der den Durchgang sperrt, den Durchgang vor
der Person ganz freigibt, wobei der zweite Sperrarm, der in der Ausgangsposition den
Durchgang freigibt derart angesteuert wird, dass er in Durchgangsrichtung hinter der
Person den Durchgang blockiert und die Ausgangsposition wieder angenommen wird, wobei
in aufeinander folgenden Ausgangspositionen die Position der Sperrarme vertauscht
ist.
[0012] Bei einer als Drehsperre ausgeführten Zugangskontrollvorrichtung für Personen werden
die Zugangsberechtigungen nach dem Stand der Technik von einer Leseeinrichtung der
Zugangskontrollvorrichtung erfasst, wobei die Überprüfung der Gültigkeit entweder
lokal oder in einem mit der Zugangskontrollvorrichtung verbundenen Server erfolgt.
Die Leseeinrichtung kann beispielsweise eine RFID-Leseeinrichtung, ein Fingerabdruckscanner,
ein Iris-Scanner, ein Barcode-Reader oder ein Magnetkartenleser sein. Ferner kann
die Leseeinrichtung eine Leseeinrichtung sein, welche aus einem Kundenmedium Zugangsberechtigungen
oder IDs, die einer gültigen Zugangsberechtigung zugeordnet sind, mittels Bluetooth-,
Bluetooth Low Energy-, WLAN- oder UWB- Standards auslesen kann. Zudem kann die Drehsperre
mehrere Leseeinrichtungen für unterschiedliche Standards aufweisen.
[0013] Gemäß der Erfindung sind ein erster Sperrarm auf einer ersten Welle und ein zweiter
Sperrarm auf einer zweiten Welle angeordnet, wobei die erste Welle als Hohlwelle ausgeführt
ist, durch die die zweite Welle geführt ist. Die erste und zweite Welle sind koaxial
zueinander angeordnet.
[0014] Die Sperrarme sind mit der jeweiligen Welle unter einem vorgegebenen Winkel zur Welle
drehfest verbunden; beispielsweise sind die Sperrarme auf der jeweiligen Welle gesteckt
oder geschraubt.
[0015] Vorzugsweise ist jeder Welle ein Antriebsmittel zugeordnet, das beispielsweise als
Elektromotor ausgeführt sein kann, welches die Welle antreibt. Im Rahmen weiterer
Ausgestaltungen können die Wellen hydraulisch, pneumatisch oder elektromagnetisch
antreibbar sein. Vorzugsweise ist das Antriebsmittel ein Elektromotor mit einem in
Kraftflussrichtung dem Elektromotor vorgeschalten Getriebe, wobei die jeweilige Welle
von einem Abtrieb des Getriebes antreibbar ist. Das Getriebe kann beispielsweise als
Planetengetriebe, als Stirnradgetriebe oder als Riemengetriebe oder als Kombination
der vorgenannten Getriebearten ausgeführt sein.
[0016] Im Rahmen weiterer Ausgestaltungen kann lediglich ein Antriebsmittel, z.B. ein Elektromotor
vorgesehen sein, dem ein Getriebe mit zwei Abtrieben vorgeschaltet ist, wobei ein
Abtrieb jeweils mit einer Welle verbunden oder mittels einer steuerbaren Kupplung
lösbar verbindbar ist, wobei bei geöffneter Kupplung die Wellen gegen einen vorgegebenen
Widerstand drehbar sind, der derart gewählt ist, dass der jeweilige Sperrarm ohne
äußere Krafteinwirkung festgehalten wird und mit einem definierten Drehmoment verdreht
werden kann. Die Getriebe sind hierbei derart ausgelegt, dass eine gewünschte Ansteuerung
der mit den Wellen verbundenen Sperrarme, insbesondere eine Ansteuerung ermöglicht
wird, die eine sichere Vereinzelung und bei gültiger Zugangsberechtigung eine Freigabe
des gesamten Durchgangs ermöglicht.
[0017] Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung weist die als Hohlwelle ausgeführte erste
Welle an deren dem Gehäuse der Drehsperre abgewandten Ende eine Ausnehmung auf, aus
der der der zweiten Welle zugeordnete zweite Sperrarm herausragt, wobei sich die Ausnehmung
über einen vorgegebenen Winkelbereich erstreckt, der beispielsweise Werte zwischen
200° und 300° annehmen kann und wobei der erste und zweite Sperrarm axial entlang
der Mittellängsachsen der koaxial zueinander angeordneten Wellen betrachtet aus der
gleichen axialen Position herausragen. Hierbei ist die Ausnehmung diametral gegenüber
dem mit der ersten Welle verbundenen ersten Sperrarm angeordnet. Auf diese Weise können
beide zueinander um einen Winkelbereich, der im Wesentlichen dem Winkelbereich der
Ausnehmung der Hohlwelle entspricht, unabhängig voneinander bewegbar.
[0018] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ragt der mit der zweiten Welle drehfest
verbundene zweite Sperrarm aus dem dem Gehäuse der Drehsperre abgewandten Ende der
als Hohlwelle ausgeführten ersten Welle heraus, so dass eine beliebige relative Bewegung
der beiden Sperrarme zueinander erzielbar ist. In diesem Fall rotieren beide Sperrarme
jeweils entlang unterschiedlicher Trajektorien.
[0019] Bei einem Notfall oder wenn die Drehsperre dauerhaft außer Betrieb geschaltet werden
soll, sind beide Sperrarme derart ansteuerbar, dass sie sich im kleinstmöglichen Winkel
zueinander in Richtung der Ebene des Durchgangs erstrecken, so dass der Durchgang
freigegeben wird. Für den Fall, dass die als Hohlwelle ausgeführte erste Welle an
deren dem Gehäuse der Drehsperre abgewandten Ende eine Ausnehmung aufweist, aus der
der der zweiten Welle zugeordnete zweite Sperrarm herausragt, beträgt der kleinstmögliche
Winkel zwischen den Sperrarmen ca. 360° minus dem Winkelbereich der Ausnehmung. Demnach
beträgt beispielsweise der kleinstmögliche Winkel zwischen den Sperrarmen 80° für
den Fall, dass sich die Ausnehmung über einen Winkelbereich von 280° erstreckt. Für
den Fall, dass eine beliebige relative Bewegung der beiden Sperrarme zueinander erzielbar
ist, sind die Sperrarme derart ansteuerbar, dass sie im Wesentlichen parallel zueinander
angeordnet sind.
[0020] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung weist die Drehsperre eine Batterie auf, welche
bei einem Stromausfall die vorzugsweise als Elektromotoren ausgeführten Antriebsmittel
mit Strom versorgt, wodurch gewährleistet ist, dass bei einem Notfall, oder wenn die
Drehsperre dauerhaft außer Betrieb geschaltet werden soll, beide Sperrarme derart
ansteuerbar sind, dass sie sich im kleinstmöglichen Winkel zueinander in Richtung
der Ebene des Durchgangs erstrecken, so dass der Durchgang freigegeben wird.
[0021] Durch die erfindungsgemäße Konzeption wird eine Drehsperre zur Verfügung gestellt,
welche die Funktionalität einer herkömmlichen Drehsperre mit drei Sperrarmen hinsichtlich
des Schleusen- und Vereinzelungseffektes ohne jedoch die aus dem Vorhandensein der
drei Sperrarme resultierenden Nachteile hinsichtlich des Komforts aufweist. Zudem
wird gewährleistet, dass im Notfall der gesamte Durchgang freigegeben wird.
[0022] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der beigefügten Figuren beispielhaft näher
erläutert, in denen eine als Drehsperre ausgeführte Zugangskontrollvorrichtung für
Personen dargestellt ist. Hierbei werden Beispiele möglicher Ansteuerungen der Sperrarme
während der Zugangskontrolle gezeigt; die Ansteuerung der Sperrarme der erfindungsgemäßen
Drehsperre kann entsprechend den Anforderungen variiert werden. Die gezeigten Beispiele
gelten analog auch für eine als Drehsperre ausgeführte Vorrichtung zur Personenzählung
bei Detektion einer Person im Durchgang. Bei den beigefügten Figuren ist der obere
linke Teil eine Frontansicht, der obere rechte Teil eine Draufsicht, der untere linke
Teil eine Seitenansicht und der untere rechte Teil eine Ansicht einer erfindungsgemäßen
Drehsperre entlang der Längsachsen der ersten und zweiten Welle. Die Durchgangsrichtung
ist bezogen auf den oberen linken Teil der Figuren von links nach rechts. Es zeigen:
Figur 1: eine erfindungsgemäße Drehsperre, bei der die als Hohlwelle ausgeführte erste
Welle an deren dem Gehäuse der Drehsperre abgewandten Ende eine Ausnehmung über einen
Winkelbereich von 240° aufweist, aus der der der zweiten Welle zugeordnete zweite
Sperrarm herausragt, in einer Ausgangsposition, bei der der zweite Sperrarm den Durchgang
sperrt, wobei der erste Sperrarm im Wesentlichen den ganzen Durchgang freigibt, wodurch
sich eine Person komfortabel dem zweiten Sperrarm nähern kann und wobei der Winkel
zwischen dem ersten und dem zweiten Sperrarm ca. 120° beträgt;
Figur 2: eine Drehsperre nach Figur 1, bei der nach Erfassung einer gültigen Zugangsberechtigung
nur der zweite Sperrarm um 30° in Durchgangsrichtung gedreht ist;
Figur 3: eine Drehsperre nach Figur 1, bei der nach der in Figur 2 gezeigten Drehung
nur des zweiten Sperrarms um 30° in Durchgangsrichtung nur der zweite Sperrarm um
weitere 90° gedreht ist, wodurch der ganze Durchgang freigegeben ist, um der Person,
die sich in der Ausgangsposition den ersten Sperrarm nähert, den Durchgang zu gewähren
;
Figur 4: eine Drehsperre nach Figur 1, bei der nach der in Figur 3 gezeigten weiteren
Drehung nur des zweiten Sperrarms um 90°, der erste und der zweite Sperrarm unabhängig
voneinander gedreht werden, wobei am Ende dieser Drehbewegungen sich der zweite Sperrarm
im Wesentlichen senkrecht zur Ebene des Durchgangs erstreckt und der erste Sperrarm
beginnt, den Durchgang hinter der Person, die durchgegangen ist, zu sperren;
Figur 5: eine Drehsperre nach Figur 1, bei der die Sperrarme nach der in Figur 4 gezeigten
Konstellation derart unabhängig voneinander gedreht werden, dass die Ausgangsposition
nach Figur 1 erreicht ist, mit dem Unterschied, dass der erste Sperrarm den Durchgang
sperrt, wobei der zweite Sperrarm den ganzen Durchgang freigibt.
Figur 6: eine Drehsperre nach Figur 1 zur Veranschaulichung der Position der Sperrarme
in einem Notfall oder wenn die Drehsperre dauerhaft außer Betrieb geschaltet werden
soll, wobei sich die Sperrarme im kleinstmöglichen Winkel zueinander nach unten in
Richtung der Ebene des Durchgangs erstrecken, so dass der Durchgang freigegeben wird.
Figur 7: eine erfindungsgemäße Drehsperre, bei der der mit der zweiten Welle drehfest
verbundene zweite Sperrarm aus dem dem Gehäuse der Drehsperre abgewandten Ende der
als Hohlwelle ausgeführten ersten Welle herausragt, so dass eine beliebige relative
Bewegung der beiden Sperrarme zueinander erzielbar ist in einer Ausgangsposition,
bei der der zweite Sperrarm den Durchgang sperrt, wobei der erste Sperrarm den ganzen
Durchgang freigibt, wodurch sich eine Person komfortabel dem zweiten Sperrarm nähern
kann;
Figur 8: eine Drehsperre nach Figur 7, bei der nach Erfassung einer gültigen Zugangsberechtigung
nur der zweite Sperrarm um 30° in Durchgangsrichtung gedreht ist;
Figur 9: eine Drehsperre nach Figur 7, bei der nach der in Figur 8 gezeigten Drehung
nur des zweiten Sperrarms um 30° in Durchgangsrichtung nur der zweite Sperrarm um
weitere 90° gedreht ist, wodurch der ganze Durchgang freigegeben ist, um der Person,
die sich in der Ausgangsposition den ersten Sperrarm nähert, den Durchgang zu gewähren
;
Figur 10: eine Drehsperre nach Figur 7, bei der nach der in Figur 9 gezeigten weiteren
Drehung nur des zweiten Sperrarms um 90°, der erste und der zweite Sperrarm unabhängig
voneinander gedreht werden, wobei am Ende dieser Drehbewegungen sich der zweite Sperrarm
im Wesentlichen senkrecht zur Ebene des Durchgangs erstreckt und der erste Sperrarm
beginnt, den Durchgang hinter der Person, die durchgegangen ist, zu sperren;
Figur 11: eine Drehsperre nach Figur 7, bei der die Sperrarme nach der in Figur 4
gezeigten Konstellation derart unabhängig voneinander gedreht werden, dass die Ausgangsposition
nach Figur 1 erreicht ist, mit dem Unterschied, dass der erste Sperrarm den Durchgang
sperrt, wobei der zweite Sperrarm den ganzen Durchgang freigibt; und
Figur 12: eine Drehsperre nach Figur 7 zur Veranschaulichung der Position der Sperrarme
in einem Notfall oder wenn die Drehsperre dauerhaft außer Betrieb geschaltet werden
soll, wobei sich die Sperrarme mit deren Längsachsen im Wesentlichen parallel zueinander
nach unten in Richtung der Ebene des Durchgangs erstrecken, so dass der Durchgang
freigegeben wird.
[0023] In den beigefügten Figuren ist eine Drehsperre mit 1 bezeichnet, wobei ein Gehäuse
der Drehsperre 1 mit 2, ein erster Sperrarm mit 3 und ein zweiter Sperrarm mit 4 bezeichnet
sind. Ferner ist mit 5 die antreibbare Welle bezeichnet, mit der der erste Sperrarm
3 drehfest verbunden ist, wobei mit 6 die antreibbare Welle bezeichnet ist, mit der
der zweite Sperrarm 3 drehfest verbunden ist.
[0024] Gemäß der Erfindung umfasst eine erfindungsgemäße Drehsperre 1 ein Gehäuse 2, in
dem Antriebsmittel angeordnet sind. Ferner umfasst die Drehsperre 1 zwei von den Antriebsmitteln
antreibbare Sperrarme 3, 4 auf, die unabhängig voneinander und mit gleicher oder unterschiedlicher
Geschwindigkeit antreibbar und ansteuerbar sind, derart, dass eine sichere Vereinzelung
und bei gültiger Zugangsberechtigung eine Freigabe des gesamten Durchgangs erzielbar
sind.
[0025] Hierbei sind ein erster Sperrarm 3 auf einer ersten Welle 5 und ein zweiter Sperrarm
4 auf einer zweiten Welle 6 angeordnet, wobei die erste Welle 5 als Hohlwelle ausgeführt
ist, durch die die zweite Welle 6 geführt ist, wobei die erste und zweite Welle 5,
6 koaxial zueinander angeordnet sind und wobei die Sperrarme 3, 4 mit der jeweiligen
Welle 5, 6 unter einem vorgegebenen Winkel zur Welle drehfest verbunden sind. Jeder
Welle 5, 6 ist ein von einer Steuerung ansteuerbares Antriebsmittel zugeordnet, welches
die Welle 5, 6 antreibt. Vorzugsweise werden die Wellen 5, 6 von jeweils einem Elektromotor
angetrieben.
[0026] Bei dem in Figuren 1 bis 6 gezeigten Beispiel weist die als Hohlwelle ausgeführte
erste Welle 5 an deren dem Gehäuse 2 der Drehsperre 1 abgewandten Ende eine Ausnehmung
auf, welche diametral gegenüber dem mit der ersten Welle 5 verbundenen ersten Sperrarm
3 angeordnet ist, aus der der der zweiten Welle 6 zugeordnete zweite Sperrarm 4 herausragt.
Bei dem gezeigten Beispiel erstreckt sich die Ausnehmung über 240°; gemäß der Erfindung
ragen der erste und zweite Sperrarm axial entlang der Mittellängsachsen der koaxial
zueinander angeordneten Wellen 5, 6 betrachtet aus der gleichen axialen Position heraus.
[0027] In der Ausgangsposition, die anhand Figur 1 veranschaulicht ist, wird der Durchgang
durch den zweiten Sperrarm 4 gesperrt, wobei der erste Sperrarm 3 den Durchgang freigibt
und leicht in den Durchgang hineinragt, um ein Unterklettern zu erschweren, wodurch
sich eine Person komfortabel dem zweiten Sperrarm 4 nähern kann und wobei der Winkel
zwischen dem ersten und dem zweiten Sperrarm ca. 120° beträgt. Gemäß der Erfindung
kann in der Ausgangsposition der Sperrarm, der nicht den Durchgang sperrt, d.h. bei
dem in Figur 1 gezeigten Beispiel der erste Sperrarm 3, den Durchgang ganz freigeben;
die entsprechende Position des Sperrarms entspricht beispielsweise der Position des
ersten Sperrarms 3 in Figur 6.
[0028] Wenn eine Person, die vor dem den Durchgang sperrenden zweiten Sperrarm 4 steht und
eine gültige Zugangsberechtigung bei sich trägt, was von einer nicht dargestellten
Leseeinrichtung erfasst wird, wird der zweite Sperrarm 4 derart angesteuert, dass
er um 30° in Durchgangsrichtung gedreht wird, wie anhand Figur 2 veranschaulicht.
Durch eine weitere Drehung um weitere 90°, wird der ganze Durchgang freigegeben, um
der Person den Durchgang zu gewähren, wie anhand Figur 3 dargestellt. Bei dem gezeigten
Beispiel wird der erste Sperrarm 3 während der Drehung des zweiten Sperrarms 4 nicht
gedreht. Im Rahmen weiterer Ausgestaltungen kann der erste Sperrarm um einen kleinen
Winkel, beispielsweise um 30° gedreht werden, um bereits zu diesem Zeitpunkt zu beginnen,
den Durchgang hinter der Person zu sperren.
[0029] Anschließend werden der erste und der zweite Sperrarm 3, 4 unabhängig voneinander
gedreht, wobei am Ende dieser Drehbewegungen sich der zweite Sperrarm 4 im Wesentlichen
senkrecht zur Ebene des Durchgangs erstreckt und der erste Sperrarm 3 beginnt, den
Durchgang hinter der Person, die durchgegangen ist, zu sperren; diese Situation ist
anhand Figur 4 veranschaulicht. Im weiteren Verlauf werden die Sperrarme 3, 4 derart
unabhängig voneinander gedreht, dass die Ausgangsposition nach Figur 1 erreicht ist,
mit dem Unterschied, dass der erste Sperrarm 3 den Durchgang sperrt, wobei der zweite
Sperrarm 4 den ganzen Durchgang freigibt.
[0030] Bei einem Notfall oder wenn die Drehsperre 1 dauerhaft außer Betrieb geschaltet werden
soll, werden die Sperrarme 3, 4 derart angesteuert, dass sie sich im kleinstmöglichen
Winkel zueinander nach unten in Richtung der Ebene des Durchgangs erstrecken, so dass
der Durchgang freigegeben wird. Bei dem gezeigten Beispiel beträgt der kleinstmögliche
Winkel zwischen den Sperrarmen, bedingt durch die als Hohlwelle ausgeführte erste
Welle 5 120° da sich die Ausnehmung der Hohlwelle 5 über einen Winkelbereich von 240°
erstreckt.
[0031] Bei dem in Figuren 7 bis 12 gezeigten Beispiel ragt der mit der zweiten Welle drehfest
verbundene zweite Sperrarm 4 aus dem dem Gehäuse 2 der Drehsperre 1 abgewandten Ende
der als Hohlwelle ausgeführten ersten Welle 5 heraus, so dass eine beliebige relative
Bewegung der beiden Sperrarme 3, 4 zueinander erzielbar ist.
[0032] In der Ausgangsposition, die anhand Figur 7 veranschaulicht ist, wird der Durchgang
durch den zweiten Sperrarm 4 gesperrt, wobei der erste Sperrarm 3 leicht in den Durchgang
hineinragt, um ein Unterklettern zu erschweren. Gemäß der Erfindung kann in der Ausgangsposition
der Sperrarm, der nicht den Durchgang sperrt, d.h. bei dem in Figur 7 gezeigten Beispiel
der erste Sperrarm 3, den Durchgang ganz freigeben.
[0033] Wenn eine Person, die vor dem den Durchgang sperrenden zweiten Sperrarm 4 steht und
eine gültige Zugangsberechtigung bei sich trägt, was von einer nicht dargestellten
Leseeinrichtung erfasst wird, wird bei dem gezeigten Beispiel der zweite Sperrarm
4 derart angesteuert, dass er um 30° in Durchgangsrichtung gedreht wird, wie anhand
Figur 8 veranschaulicht. Durch eine weitere Drehung um weitere 90°, wird der ganze
Durchgang freigegeben, um der Person den Durchgang zu gewähren, wie anhand Figur 9
dargestellt. Bei dem gezeigten Beispiel wird der erste Sperrarm 3 während der Drehung
des zweiten Sperrarms 4 nicht gedreht. Im Rahmen weiterer Ausgestaltungen kann der
erste Sperrarm um einen kleinen Winkel, beispielsweise um 30° gedreht werden, um bereits
zu diesem Zeitpunkt zu beginnen, den Durchgang hinter der Person zu sperren.
[0034] Anschließend werden der erste und der zweite Sperrarm 3, 4 unabhängig voneinander
gedreht, wobei am Ende dieser Drehbewegungen sich der zweite Sperrarm 4 im Wesentlichen
senkrecht zur Ebene des Durchgangs erstreckt und der erste Sperrarm 3 beginnt, den
Durchgang hinter der Person, die durchgegangen ist, zu sperren; diese Situation ist
anhand Figur 10 veranschaulicht. Im weiteren Verlauf werden die Sperrarme 3, 4 derart
unabhängig voneinander gedreht, dass die Ausgangsposition nach Figur 7 erreicht ist,
mit dem Unterschied, dass der erste Sperrarm 3 den Durchgang sperrt, wobei der zweite
Sperrarm 4 den ganzen Durchgang freigibt.
[0035] Bei einem Notfall oder wenn die Drehsperre 1 dauerhaft außer Betrieb geschaltet werden
soll, werden die Sperrarme 3, 4 derart angesteuert, dass sie sich im kleinstmöglichen
Winkel zueinander nach unten in Richtung der Ebene des Durchgangs erstrecken, so dass
der Durchgang freigegeben wird. Bei dem gezeigten Beispiel beträgt der kleinstmögliche
Winkel 0°, da eine beliebige relative Bewegung der beiden Sperrarme 3, 4 zueinander
erzielbar ist. Die Sperrarme 3, 4 erstrecken sich mit deren Längsachsen im Wesentlichen
parallel zueinander nach unten in Richtung der Ebene des Durchgangs, so dass der Durchgang
freigegeben wird.
[0036] Mit der erfindungsgemäßen Drehsperre ist ein Zwei-Richtungsbetrieb möglich. Die Durchgangsrichtung
kann umgekehrt werden, wobei in diesem Fall die beispielhaft gezeigten Bewegungen
der Sperrarme in entgegengesetzter Richtung ablaufen.
1. Als Drehsperre (1) ausgeführte Zugangskontrollvorrichtung für Personen oder als Drehsperre
(1) ausgeführte Vorrichtung zur Personenzählung, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Gehäuse (2) umfasst, in dem zumindest ein Antriebsmittel angeordnet ist und
dass sie zwei von dem zumindest einen Antriebsmittel antreibbare Sperrarme (3, 4)
aufweist, die unabhängig voneinander und mit gleicher oder unterschiedlicher Geschwindigkeit
antreibbar und ansteuerbar sind.
2. Als Drehsperre (1) ausgeführte Zugangskontrollvorrichtung für Personen oder als Drehsperre
(1) ausgeführte Vorrichtung zur Personenzählung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrarme (3, 4) derart antreibbar und ansteuerbar sind, dass eine sichere Vereinzelung
und bei Vorliegen einer gültigen Zugangsberechtigung für den Fall einer Zugangskontrollvorrichtung
oder bei Detektion einer Person im Durchgang für den Fall einer Vorrichtung zur Personenzählung
eine Freigabe des gesamten Durchgangs erzielbar sind.
3. Als Drehsperre (1) ausgeführte Zugangskontrollvorrichtung für Personen oder als Drehsperre
(1) ausgeführte Vorrichtung zur Personenzählung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Sperrarme (3, 4) unabhängig voneinander derart antreibbar und ansteuerbar
sind, dass bei Vorliegen einer gültigen Zugangsberechtigung für den Fall einer Zugangskontrollvorrichtung
oder bei Detektion einer Person im Durchgang für den Fall einer Vorrichtung zur Personenzählung
der in Durchgangsrichtung sich in einer Ausgangsposition vor einer Person angeordnete
Sperrarm, der den Durchgang sperrt, den Durchgang vor der Person ganz freigibt, wobei
der zweite Sperrarm, der in der Ausgangsposition den Durchgang freigibt, derart angesteuert
wird, dass er in Durchgangsrichtung hinter der Person den Durchgang blockiert und
die Ausgangsposition wieder angenommen wird, wobei in aufeinander folgenden Ausgangspositionen
die Position der Sperrarme (3, 4) vertauscht ist.
4. Als Drehsperre (1) ausgeführte Zugangskontrollvorrichtung für Personen oder als Drehsperre
(1) ausgeführte Vorrichtung zur Personenzählung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein erster Sperrarm (3) auf einer ersten Welle (5) und ein zweiter Sperrarm (4) auf
einer zweiten Welle (6) angeordnet sind, wobei die erste Welle (5) als Hohlwelle ausgeführt
ist, durch die die zweite Welle (6) geführt ist, wobei die erste und zweite Welle
(5, 6) koaxial zueinander angeordnet sind und wobei die Sperrarme (3, 4) mit der jeweiligen
Welle (5, 6) unter einem vorgegebenen Winkel zur Welle drehfest verbunden sind, wobei
jeder Welle (5, 6) ein Antriebsmittel zugeordnet ist, welches die Welle antreibt.
5. Als Drehsperre (1) ausgeführte Zugangskontrollvorrichtung für Personen oder als Drehsperre
(1) ausgeführte Vorrichtung zur Personenzählung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die als Hohlwelle ausgeführte erste Welle (5) an deren dem Gehäuse der Drehsperre
(1) abgewandten Ende eine Ausnehmung aufweist, welche diametral gegenüber dem mit
der ersten Welle (5) verbundenen ersten Sperrarm (3) angeordnet ist, aus der der der
zweiten Welle (6) zugeordnete zweite Sperrarm (4) herausragt, wobei sich die Ausnehmung
über einen vorgegebenen Winkelbereich erstreckt und wobei der erste und zweite Sperrarm
(3, 4) axial entlang der Mittellängsachsen der koaxial zueinander angeordneten Wellen
(5, 6) betrachtet aus der gleichen axialen Position herausragen.
6. Als Drehsperre (1) ausgeführte Zugangskontrollvorrichtung für Personen oder als Drehsperre
(1) ausgeführte Vorrichtung zur Personenzählung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Ausnehmung über einen Winkelbereich erstreckt, der Werte zwischen 200° und
300° annimmt.
7. Als Drehsperre (1) ausgeführte Zugangskontrollvorrichtung für Personen oder als Drehsperre
(1) ausgeführte Vorrichtung zur Personenzählung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der mit der zweiten Welle (6) drehfest verbundene zweite Sperrarm (4) aus dem dem
Gehäuse (2) der Drehsperre (1) abgewandten Ende der als Hohlwelle ausgeführten ersten
Welle (5) herausragt, so dass eine beliebige relative Bewegung der beiden Sperrarme
(3, 4) zueinander erzielbar ist.
8. Als Drehsperre (1) ausgeführte Zugangskontrollvorrichtung für Personen oder als Drehsperre
(1) ausgeführte Vorrichtung zur Personenzählung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Notfall oder wenn die Drehsperre (1) dauerhaft außer Betrieb geschaltet
werden soll, beide Sperrarme (3, 4) derart ansteuerbar sind, dass sie sich im kleinstmöglichen
Winkel zueinander in Richtung der Ebene des Durchgangs erstrecken, so dass der Durchgang
freigegeben wird.
9. Als Drehsperre (1) ausgeführte Zugangskontrollvorrichtung für Personen oder als Drehsperre
(1) ausgeführte Vorrichtung zur Personenzählung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass sie als Antriebsmittel zwei Elektromotoren aufweist, wobei jeder Welle (5, 6) ein
Elektromotor zugeordnet ist, welcher die Welle (5, 6) antreibt.
10. Als Drehsperre (1) ausgeführte Zugangskontrollvorrichtung für Personen oder als Drehsperre
(1) ausgeführte Vorrichtung zur Personenzählung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Elektromotor in Kraftflussrichtung ein Getriebe vorgeschaltet ist.
11. Als Drehsperre (1) ausgeführte Zugangskontrollvorrichtung für Personen oder als Drehsperre
(1) ausgeführte Vorrichtung zur Personenzählung nach einem der vorangehenden Ansprüche
1-8, dadurch gekennzeichnet, dass als Antriebsmittel ein Elektromotor vorgesehen ist, dem ein Getriebe mit zwei Abtrieben
vorgeschaltet ist, wobei ein Abtrieb jeweils mit einer Welle (5, 6) verbunden oder
mittels einer steuerbaren Kupplung lösbar verbindbar ist, wobei bei geöffneter Kupplung
die Wellen gegen einen vorgegebenen Widerstand drehbar sind, der derart gewählt ist,
dass der jeweilige Sperrarm ohne äußere Krafteinwirkung festgehalten wird und mit
einem definierten Drehmoment verdreht werden kann.
12. Als Drehsperre ausgeführte Zugangskontrollvorrichtung für Personen oder als Drehsperre
(1) ausgeführte Vorrichtung zur Personenzählung nach Anspruch 9, 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Batterie aufweist, welche bei einem Stromausfall die Antriebsmittel mit
Strom versorgt.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Als Drehsperre (1) ausgeführte Zugangskontrollvorrichtung für Personen oder als Drehsperre
(1) ausgeführte Vorrichtung zur Personenzählung, umfassend ein Gehäuse (2), in dem
zumindest ein Antriebsmittel angeordnet ist und dass sie zwei von dem zumindest einen
Antriebsmittel antreibbare Sperrarme (3, 4) aufweist, die unabhängig voneinander und
mit gleicher oder unterschiedlicher Geschwindigkeit antreibbar und ansteuerbar sind,
wobei ein erster Sperrarm (3) auf einer ersten Welle (5) und ein zweiter Sperrarm
(4) auf einer zweiten Welle (6) angeordnet sind, wobei die erste Welle (5) als Hohlwelle
ausgeführt ist, durch die die zweite Welle (6) geführt ist, wobei die erste und zweite
Welle (5, 6) koaxial zueinander angeordnet sind und wobei die Sperrarme (3, 4) mit
der jeweiligen Welle (5, 6) unter einem vorgegebenen Winkel zur Welle drehfest verbunden
sind, wobei jeder Welle (5, 6) ein Antriebsmittel zugeordnet ist, welches die Welle
antreibt, dadurch gekennzeichnet, dass die als Hohlwelle ausgeführte erste Welle (5) an deren dem Gehäuse der Drehsperre
(1) abgewandten Ende eine Ausnehmung aufweist, welche diametral gegenüber dem mit
der ersten Welle (5) verbundenen ersten Sperrarm (3) angeordnet ist, aus der der der
zweiten Welle (6) zugeordnete zweite Sperrarm (4) herausragt, wobei sich die Ausnehmung
über einen vorgegebenen Winkelbereich erstreckt und wobei der erste und zweite Sperrarm
(3, 4) axial entlang der Mittellängsachsen der koaxial zueinander angeordneten Wellen
(5, 6) betrachtet aus der gleichen axialen Position herausragen und dass als Antriebsmittel
ein Elektromotor vorgesehen ist, dem ein Getriebe mit zwei Abtrieben vorgeschaltet
ist, wobei ein Abtrieb jeweils mit einer Welle (5, 6) verbunden oder mittels einer
steuerbaren Kupplung lösbar verbindbar ist, wobei bei geöffneter Kupplung die Wellen
gegen einen vorgegebenen Widerstand drehbar sind, der derart gewählt ist, dass der
jeweilige Sperrarm ohne äußere Krafteinwirkung festgehalten wird und mit einem definierten
Drehmoment verdreht werden kann.
2. Als Drehsperre (1) ausgeführte Zugangskontrollvorrichtung für Personen oder als Drehsperre
(1) ausgeführte Vorrichtung zur Personenzählung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrarme (3, 4) derart antreibbar und ansteuerbar sind, dass eine sichere Vereinzelung
und bei Vorliegen einer gültigen Zugangsberechtigung für den Fall einer Zugangskontrollvorrichtung
oder bei Detektion einer Person im Durchgang für den Fall einer Vorrichtung zur Personenzählung
eine Freigabe des gesamten Durchgangs erzielbar sind.
3. Als Drehsperre (1) ausgeführte Zugangskontrollvorrichtung für Personen oder als Drehsperre
(1) ausgeführte Vorrichtung zur Personenzählung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Sperrarme (3, 4) unabhängig voneinander derart antreibbar und ansteuerbar
sind, dass bei Vorliegen einer gültigen Zugangsberechtigung für den Fall einer Zugangskontrollvorrichtung
oder bei Detektion einer Person im Durchgang für den Fall einer Vorrichtung zur Personenzählung
der in Durchgangsrichtung sich in einer Ausgangsposition vor einer Person angeordnete
Sperrarm, der den Durchgang sperrt, den Durchgang vor der Person ganz freigibt, wobei
der zweite Sperrarm, der in der Ausgangsposition den Durchgang freigibt, derart angesteuert
wird, dass er in Durchgangsrichtung hinter der Person den Durchgang blockiert und
die Ausgangsposition wieder angenommen wird, wobei in aufeinander folgenden Ausgangspositionen
die Position der Sperrarme (3, 4) vertauscht ist.
4. Als Drehsperre (1) ausgeführte Zugangskontrollvorrichtung für Personen oder als Drehsperre
(1) ausgeführte Vorrichtung zur Personenzählung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Ausnehmung über einen Winkelbereich erstreckt, der Werte zwischen 200° und
300° annimmt.
5. Als Drehsperre (1) ausgeführte Zugangskontrollvorrichtung für Personen oder als Drehsperre
(1) ausgeführte Vorrichtung zur Personenzählung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Notfall oder wenn die Drehsperre (1) dauerhaft außer Betrieb geschaltet
werden soll, beide Sperrarme (3, 4) derart ansteuerbar sind, dass sie sich im kleinstmöglichen
Winkel zueinander in Richtung der Ebene des Durchgangs erstrecken, so dass der Durchgang
freigegeben wird.
6. Als Drehsperre ausgeführte Zugangskontrollvorrichtung für Personen oder als Drehsperre
(1) ausgeführte Vorrichtung zur Personenzählung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Batterie aufweist, welche bei einem Stromausfall die Antriebsmittel mit
Strom versorgt.