[0001] Die Erfindung betrifft einen Kassentisch in modularer Bauweise, mit einem Herzstück
als zentralem Element, mindestens einem Verkleidungselement und/oder mindestens einem
Funktionselement.
[0002] Kassentische, wie sie bspw. in Supermärkten und Warenhäusern eingesetzt werden, weisen
meist einen Arbeitsplatz für einen Kassenbediener auf, der typischerweise mit einer
Registrierkasse mit Warenscanner zur Erfassung der Waren ausgestattet ist. Solche
Kassentische besitzen zumeist ein auch als Vorlaufband bezeichnetes Warenförderband,
welches die Waren zum Arbeitsplatz des Kassenbedieners heranführt, und einen Nachlaufbereich,
der meist als Warenschacht zur Aufnahme der bereits gescannten Waren ausgeführt ist.
Im Warenschacht sind teilweise Einrichtungen vorgesehen, welche die Waren innerhalb
des Warenschachts weitertransportieren bzw. den Weitertransport unterstützen. Im Sinne
solcher Einrichtungen kann der Warenschacht beispielsweise geneigt sein und/oder mit
einem Rollenkasten ausgestattet sein. Auf den Rollen des Rollenkastens können die
Waren bis zum Ende des Warenschachtes gleiten, indem die drehbar gelagerten Rollen
mit den über sie gleitenden Waren mitdrehen. Gegebenenfalls können die Rollen auch
aktiv angetrieben sein. Eine alternative Möglichkeit ist ein auch als Nachlaufband
bezeichnetes Warenförderband, welches die Waren - ähnlich wie bei dem Vorlaufband
- aktiv vom Eingang des Warenschachts am Arbeitsplatz des Kassenbedieners wegführt.
[0003] Auf der dem Kassenbediener gegenüberliegenden Seite des Kassentischs kann der Kunde
an den Kassentisch herantreten und seine Waren auf dem Vorlaufband ablegen. Diese
werden dann in der Transportrichtung des Vorlaufbandes zum Kassenbereich und damit
dem Arbeitsplatz des Kassenbedieners transportiert und dort von diesem mit Hilfe eines
Warenscanners eingelesen. Die Waren werden daraufhin vom Kassenbediener zum Eingang
des Warenschachts weitergeschoben, von wo aus diese beispielsweise auf dem Nachlaufband
im Warenschacht weitertransportiert werden. Der Kunde kann die Waren dann aus dem
Warenschacht entnehmen.
[0004] Sämtliche der vorgenannten Merkmale können einzeln oder zu Merkmalsgruppen zusammengefasst,
auch Gegenstand des erfindungsgemäßen Kassentischs sein.
[0005] Derartige Kassentische werden heutzutage typischerweise als Holzmöbel aufgebaut,
in welche die einzelnen Funktionselemente, wie etwa die Warenförderbänder oder die
Registrierkasse mit Warenscanner eingelassen werden. Die Außenwände des Kassentischs
bilden dabei die tragende Struktur des Kassentischs. Als Holzmöbel aufgebaute Kassentische
sind bei einer gewünschten Umgestaltung sehr unflexibel, da das Holzmöbel selbst das
Design des Kassentischs vorgibt und in Form und Größe an die einzelnen Funktionskomponenten
angepasst werden muss. Beispielsweise ist in den Holzmöbeln typischerweise eine Aussparung
vorgesehen, in die ein Warenförderband einer genau vorgegebenen Länge und Form eingesetzt
werden kann. Soll nun bspw. das Warenförderband vergrößert werden, muss ein neues
Holzmöbel angefertigt werden, dessen Aussparung für das Warenförderband an die Größe
und Form des neuen Warenförderbandes angepasst ist.
[0006] Es ist außerdem oftmals nötig, den Kassentisch an eine andere Position innerhalb
des Geschäftes zu transportieren. Beispielsweise bei einer Umgestaltung der Einrichtung
eines Supermarktes soll der Kassentisch an einer anderen Stelle im Supermarkt aufgestellt
werden. Da die Kassentische meist direkt am Ausgang eines Supermarkts angeordnet sind,
kann es außerdem vorkommen, dass ein oder mehrere Kassentische aus dem Weg geräumt
werden müssen um andere große Einrichtungsgegenstände, wie beispielsweise Kühltruhen,
in den Supermarkt bringen zu können. Bei herkömmlichen Kassentischen muss ein Kassentisch
dafür ggf. vollständig oder zumindest teilweise demontiert werden. Bei der Demontage
und der erneuten Montage des Kassentischs an einer neuen Position können Montage-
und Transportschäden auftreten, welche zu einem Stabilitätsverlust der Einzelkomponenten
führen und auch optische Beeinträchtigungen bedeuten. Des Weiteren ist die Demontage
und Montage eines derartigen Kassentisches sehr zeitaufwändig, sodass bereits bei
kleinen Umgestaltungsmaßnahmen in einem Supermarkt bzw. Warenhaus typischerweise das
Geschäft für mehrere Tage geschlossen werden muss. Da dies mit Umsatz- und Gewinneinbußen
verbunden ist, können derartige Maßnahmen nur selten durchgeführt werden.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen Kassentisch zur Verfügung
zu stellen, der eine größere Flexibilität bei der Konstruktion und der Montage ermöglicht.
[0008] Die obige Aufgabe wird durch einen Kassentisch mit den Merkmalen des Anspruchs 1
gelöst. Der erfindungsgemäße Kassentisch weist dazu ein Herzstück auf, welches die
statisch tragende Struktur des gesamten Kassentischs bildet. Dies bedeutet, dass das
Herzstück sämtliche weiteren Elemente des Kassentischs statisch tragend fixiert. Das
Herzstück weist Schnittstellen zur Aufnahme des mindestens einen Funktionselements
und/oder des mindestens einen Verkleidungselements auf, wobei mindestens ein Funktionselement
und/oder mindestens ein Verkleidungselement an einer dafür vorgesehenen Schnittstelle
des Herzstücks festgelegt ist. Die Funktionselemente und/oder Verkleidungselemente
sind derart am Herzstück festgelegt, dass das Herzstück die Funktionselemente und/oder
Verkleidungselemente statisch trägt. Eine tragende Befestigung bedeutet in diesem
Zusammenhang, dass das ganze Gewicht der Funktionselemente und/oder Verkleidungselemente
auf dem Herzstück lasten kann, ohne dass - von dem Herzstück verschiedene - zusätzliche
Stützkörper benötigt werden oder eine andere Verbindung zum Untergrund bestehen müsste.
Als Funktionselemente eines Kassentischs können beispielsweise ein Vorlaufband, ein
Warenschacht, ein Nachlaufband, ein Rollenkasten, ein Warenscanner, eine Registrierkasse
und/oder ein Stuhl vorgesehen sein.
[0009] Um eine ausreichende Stabilität für die tragende Struktur des Herzstückes zu erreichen,
ist das Herzstück vorzugsweise aus Metall gefertigt. Form und Design des gesamten
Kassentischs ergeben sich erst durch die an das Herzstück angebrachten Verkleidungs-
und Funktionselemente. Damit werden durch das Herzstück noch sämtliche Freiräume bezüglich
Formgebung, Gestaltung und Herstellung offen gelassen, und die Anbauteile können individuell
auf unterschiedliche Anforderungen und Kundenwünsche zugeschnitten werden. Dabei kann
das Herzstück auch für verschiedenste Designs stets beibehalten werden. Als Schnittstelle
für Warenscanner und/oder Kassensysteme kann das Herzstück als Basis des Kassentischs
das Gerüst für den Einbau verschiedener Warenscanner und Kassensysteme aufweisen.
Für die Kabelführung und die Anbringung von Bediengeräten können bspw. Schienen und
Kanäle am Herzstück angebracht sein. Außerdem können im Herzstück zusätzliche Staumöglichkeiten
vorgesehen sein.
[0010] Durch diesen Aufbau des erfindungsgemäßen Kassentischs mit dem sämtliche Elemente
des Kassentischs (insbesondere sämtliche Funktionselemente) statisch tragenden Herzstück
ist es möglich, dass durch Anheben des Herzstücks der gesamte Kassentisch angehoben
und dadurch transportiert werden kann. Es ist daher nicht nötig, den erfindungsgemäßen
Kassentisch zum Transport zu zerlegen. Damit wird nicht nur verhindert, dass bedingt
durch die Demontage und erneute Montage des Kassentischs Schäden am Kassentisch auftreten
können. Ein Verschieben des Kassentischs innerhalb eines Gebäudes ist damit auch mit
geringem Zeitaufwand realisierbar.
[0011] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist das Herzstück einen als
Floß ausgebildeten steifen Rahmen auf, der in der Grundform vorzugsweise U-förmig
ausgebildet sein kann, wobei die beiden Schenkel der U-Form bspw. durch einen rechteckigen
Rahmen gebildet sein können, die durch einen gemeinsamen Längsträger als Basis der
U-Form verbunden sind. Dabei kann der Schenkel jeweils eine Seite der als Schenkel
dienenden rechteckigen Rahmen bilden. Jeder Schenkel kann auch durch ein Vierkantrohr
gebildet sein, das an einem Längsträger festgelegt ist. Das Vierkantrohr ist dabei
so ausgerichtet und dimensioniert, dass die in Richtung des Längsträgers verlaufende
Seite der Stirnfläche des Vierkantrohres länger ist als die senkrecht dazu verlaufende
Seite der Stirnfläche, wobei der Längsträger an der Stirnfläche festgelegt ist. Durch
eine solche Konstruktion wird eine besonders tragfähige Struktur des Floßes erreicht.
Die Schenkel werden auch als Querträger bezeichnet. Auf dem Floß, insbesondere den
Schenkeln des Floßes, können weitere Elemente des Herzstücks ausgebildet sind, bspw.
ein regal- oder rahmenartiger Aufbau. Dieser Aufbau kann bspw. mittels Profilblechteilen
mit und/oder ohne Abkantungen erfolgen.
[0012] Ein U-förmiges Floß als Herzstück hat den Vorteil eines Freiraums zwischen der Basis
und den einander gegenüberliegenden Schenkeln, in dem sich ein Kassierer aufhalten
kann.
[0013] Das Floß bildet den unteren Rahmen des Herzstücks, der aufgrund seiner Steifigkeit
geeignet ist, den gesamten Kassentisch zu tragen und auszurichten. Das Floß bildet
außerdem die Angriffsfläche für den Transport des gesamten Kassentischs mit Hilfe
von Flurfördermitteln. Dazu kann das Herzstück mit dem Flurfördermittel, beispielsweise
einem Hubwagen oder einem Gabelstapler, unterfahren werden, sodass das Herzstück beim
Anheben des Flurfördermittels mit dem Floß, insbesondere mit den Schenkeln des Floßes,
auf dem Flurfördermittel aufliegt. Durch die steife Struktur des Floßes ist damit
ein problemloses Anheben und Transportieren des gesamten Kassentischs möglich. Das
Floß kann an der Unterseite zusätzlich höhenverstellbare Füße aufweisen. Mit diesen
höhenverstellbaren Füßen kann der Kassentisch ausgerichtet werden und so beim Aufstellen
des Kassentischs Bodenunebenheiten und/oder eine Schrägheit des Untergrundes ausgeglichen
werden. Außerdem lässt sich so die gewünschte Arbeitshöhe einstellen.
[0014] Insbesondere wenn durch das Anbringen der verschiedenen Funktionselemente und/oder
Verkleidungselemente der Schwerpunkt des Kassentischs außerhalb des Herzstücks liegt,
kann in einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung vorgesehen sein, dass am Floß
eine Transporthilfe in Form von Rohren und/oder Trägern angebracht werden kann. Diese
Rohre und/oder Träger verlängern das Floß vorzugweise über den Schwerpunkt des Kassentischs
hinaus, so dass der Kassentisch auch in diesem Fall mit Hilfe eines Flurfördermittels
am Herzstück angegriffen und angehoben werden kann um den Kassentisch zu transportieren.
Nach dem Transport können die Rohre und/oder Träger einfach wieder entfernt werden.
Vorzugsweise werden diese Transporthilfen bspw. durch Verschrauben direkt an dem unteren
Rahmen des Floßes, beispielsweise an den Schenkeln, festgelegt.
[0015] In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist der Kassentisch (einschließlich
des Herzstückes) keine Bodenplatte auf. Da der gesamte Kassentisch von dem Herzstück,
und insbesondere dem Floß, als tragende Struktur getragen wird, ist es nicht nötig,
einen Boden im Kassentisch vorzusehen, der als zusätzliches Stabilitätselement dienen
könnte. Damit wird im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen mit Bodenplatte Material
und Gewicht eingespart. Es kann vorgesehen sein, dass ein Rohrrahmen am Herzstück,
bspw. an einem Aufbau auf dem Floß, festgelegt ist, an dem weitere Verkleidungselemente
angebracht sein können. Insbesondere eine Rückwand und/oder eine Türe für den Zugang
des Kassenbedieners zu seinem Arbeitsplatz können an einem derartigen Rohrrahmen am
Herzstück festgelegt sein. Durch das Vorsehen eines Rohrrahmens ist die Befestigung
der Verkleidungselemente nicht an das Herzstück oder daran befestigte Funktionselemente
bzw. Aufbauten gebunden, sondern es ist möglich, das Design des Kassentischs völlig
unabhängig von diesen Elementen zu wählen und beispielsweise Verkleidungselemente
auch über Abmessungen des Herzstücks oder der Funktionselemente hinaus anzubringen.
Durch den an dem Herzstück getragenen Rahmen aus bspw. Profilblechteilen werden auch
die Verkleidungsteile somit statisch von dem Herzstück getragen.
[0016] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann eines der Verkleidungselemente
eine Blende aufweisen und/oder ein Verkleidungselement als Blende ausgeführt sein,
welche für den Transport des Kassentischs entfernt werden kann. Durch das Entfernen
der Blende wird der Zugang mit einem gewöhnlichen Flurfördermittel an das Herzstück
erleichtert, sodass dieses für den Transport einfach mit dem gewöhnlichen Flurfördermittel
unterfahren werden kann. Damit ist ein besonders komfortabler und einfacher Transport
des Kassentischs möglich, da keine besonders ausgestatteten Flurfördermittel verwendet
werden müssen.
[0017] Erfindungsgemäß kann bei einer Ausführungsform vorgesehen sein, dass eines der Funktionselemente
ein Warenförderband ist. Dieses Warenförderband, beispielsweise ein Vorlaufband, kann
insbesondere einseitig am Herzstück festgelegt sein. Dafür ist an dem Herzstück eine
Schnittstelle vorgesehen. Diese Schnittstelle kann bspw. an einem Aufbau über dem
Floß, insbesondere einem Schenkel des Floßes, festgelegt sein. Eine bevorzugt vorgesehene
Schnittstelle ist als ein aus Stabilitätsgründen mehrfach abgewinkeltes Profilblech
ausgebildet, wobei vorzugsweise zwei einander gegenüberliegende Ränder zweifach um
jeweils 90° abgewinkelt sind und die Schnittstelle mit diesen abgewinkelten Rändern
auf einem Aufbau des Herzstücks aufliegt und mit diesem verschraubt wird. Eine solche
Schnittstelle ist bei vergleichsweise niedrigem Eigengewicht besonders stabil. Das
abgewinkelte Profilblech kann durch Walztechnik aus einem Blechteil gebildet werden.
Es ist aber auch möglich, verschiedene Blechteile durch Winkelverbinder, bspw. Winkelschienen,
miteinander zu verbinden.
[0018] Durch die lediglich einseitige Befestigung des Warenförderbandes, im Vergleich zu
einer komplett umlaufenden Befestigung, ist es nicht nötig Anpassungen am Herzstück
vorzunehmen, um verschiedene Warenförderbänder, beispielsweise mit unterschiedlichen
Längen, am Herzstück festzulegen. Gemäß dem bevorzugten erfindungsgemäßen Konzept
ist das Warenförderband außerdem freitragend am Herzstück festgelegt. Es ist daher
nicht erforderlich am freien Ende des Warenförderbands eine Stütze vorzusehen. Es
ist jedoch selbstverständlich möglich, aus Sicherheitsgründen dennoch eine derartige
Stütze am Warenförderband vorzusehen, um besonders hohe Kräfte auf das Warenförderband
abfedern zu können. Derartige Kräfte können bspw. auftreten, wenn sich ein Kunde,
beispielsweise Kinder, mit ihrem Körpergewicht auf das Warenförderband lehnen.
[0019] Das Warenförderband kann dabei direkt mit der dafür vorgesehenen Schnittstelle des
Herzstücks verbunden, insbesondere verschraubt sein. Beispielweise kann die Verschraubung
auch mittels Winkelverbindern vorgenommen werden, welche aufgrund ihres Aufbaus besonders
stabil gegen Verbiegungen sind. Das Warenförderband selbst kann aus zwei ineinandergreifenden
U-Schalen aufgebaut sein. Dadurch wird die nötige innere Stabilität, insbesondere
für eine freitragende Befestigung, gewährleistet.
[0020] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann das Warenförderband
über eine Länge von maximal 50 cm, insbesondere maximal 30 cm am Herzstück aufliegen.
Länge bedeutet dabei eine Ausdehnung in Längsrichtung oder Bewegungsrichtung des Warenförderbands.
Das Warenförderband weist bspw. durch den vorstehend beschriebenen Aufbau mit zwei
ineinandergreifenden U-Schalen die nötige innere Stabilität auf, um freitragend das
eigene Gewicht und das zusätzliche Gewicht durch etwaige weitere Anbauteile und/oder
auf dem Warenförderband aufgelegte Waren zu tragen. Durch die geringe Auflagefläche
ist eine besonders große Variabilität in den möglichen Gestaltungsvarianten des Kassentischs
möglich und das Herzstück muss nicht unnötig groß gestaltet werden. Beispielsweise
kann durch entsprechende Ausformung der Schnittstelle das Warenförderband auch schräg
bezogen auf die Längsachse des Herzstücks angebracht werden, ohne dass die tragende
Struktur des Floßes des Herzstücks verändert werden muss.
[0021] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der Kassentisch
einen Warenschacht auf, der an einer dafür vorgesehenen Schnittstelle am Herzstück
festgelegt sein kann. Diese Schnittstelle kann entsprechend der zuvor beschriebenen
Schnittstelle für das Warenförderband ausgebildet sein.
[0022] Der Warenschacht ist am Ende der Warentransportstrecke angeordnet und soll die vom
Kassenbediener bereits eingelesenen Waren aufnehmen. Zum Transport der Waren innerhalb
des Warenschachts kann ein Nachlaufband im Warenschacht vorgesehen sein, wobei sich
das Nachlaufband wie üblich über einen Teil der Breite oder erfindungsgemäß auch über
die volle Breite des Warenschachtes erstrecken kann. Dadurch werden sämtliche Waren,
die vom Kassenbediener in Richtung des Warenschachtes, insbesondere an dessen Eingang,
bewegt werden, über das Nachlaufband wegtransportiert, sodass sich keine Waren direkt
in der Nähe des Kassenbereichs stapeln können. Bei einem über die volle Breite des
Warenschachts verlaufenden Nachlaufband werden zuverlässig auch unterschiedliche,
für verschiedene Kunden separierbare Bereiche des Warenschachts erfasst. Es wird somit
vermieden, dass der Kassenbediener mit dem Einscannen der Waren warten muss, bis der
Kunde die bereits gescannten Waren eingepackt hat oder der Kassenbediener die bereits
gescannten Waren manuell im Warenschacht weiterschieben muss. So werden unnötige Wartezeiten
an der Kasse vermieden.
[0023] Oftmals ist in einem Warenschacht außerdem ein schwenkbarer Warentrenner zum Erzeugen
separierbarer Bereiche vorgesehen, der beim Kundenwechsel vom Kassenbediener umgelegt
werden kann, um zu vermeiden, dass die Waren verschiedener Kunden durcheinander geraten.
Weist das Nachlaufband im Warenschacht lediglich die Breite des Vorlaufbandes auf,
so ist meist das Nachlaufband nicht breit genug ist, um in beiden Stellungen des Warentrenners
die Waren bis zum Ende des Warenschachtes zu transportieren. Durch ein Nachlaufband,
welches über die gesamte Breite des Warenschachtes verläuft, kann sichergestellt werden,
dass in beiden Stellungen des Warentrenners sämtliche Waren vom Kassenbereich wegtransportiert
werden.
[0024] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein,
dass das Nachlaufband eine gleitfähige Oberfläche, beispielsweise in Form einer gleitfähigen
Beschichtung, aufweist. Sollte durch einen Defekt das Nachlaufband still stehen, sodass
dieses die Waren nicht mehr aktiv vom Kassenbereich weg zum Ende des Warenschachtes
transportieren kann, so können die Waren dennoch auf der gleitfähigen Oberfläche des
Nachlaufbandes gleiten. Es wird daher ein vollständiges Blockieren des Warentransports
vermieden, sodass die Kasse trotz eines defekten Nachlaufbandes weiterhin verwendet
werden kann. Um diesen Effekt zu begünstigen, kann das Nachlaufband insbesondere geneigt
angeordnet sein, sodass die Waren durch die Gravitation selbständig oder durch nur
leichtes Nachschieben des Kassenbedieners auf der gleitfähigen Oberfläche in dem Warenschacht
weitergleiten.
[0025] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist ein Stuhl für den Kassenbediener
vorgesehen, der mit einem Gelenkarm, insbesondere freitragend, drehbar und beweglich
am Herzstück angebracht ist. Vorzugsweise kann der Gelenkarm direkt an dem Floß des
Herzstücks festgelegt werden, bspw. durch Verschrauben. Der Stuhl und der Gelenkarm
müssen daher nicht am Boden abgestützt werden, wodurch Verschleißerscheinungen am
Ladenboden im Sitzbereich des Kassenbedieners vermieden werden. Es ist außerdem möglich,
dass der Stuhl vollständig in dem Fußraum des Kassentischs untergebracht werden kann,
ohne dass Rollen oder Füße nach außen überstehen. Damit wird der Raum optimal genutzt
und der Wechsel zwischen sitzend und stehend arbeitendem Kassenbediener ist ohne Einschränkungen
möglich.
[0026] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann ein Beistellmöbel vorgesehen
sein. Beispielsweise kann ein Regal für Einkaufstüten als Beistellmöbel unterhalb
des Vorlaufbandes angeordnet sein. Es ist außerdem möglich, dass das Beistellmöbel
eine zusätzliche Stützfunktion für ein Warenförderband übernimmt. Insbesondere bei
sehr langen Warenförderbändern mit einer Förderlänge über 3 m kann das Beistellmöbel
unterhalb des Warenförderbands angeordnet sein, um dieses und die statische Tragstruktur
des Herzstücks gegenüber einer übermäßigen Belastung abzustützen. Das Beistellmöbel
ist dabei nicht tragend am Herzstück festgelegt, sondern steht selbstständig auf dem
Boden auf. Es kann daher leicht verstellt werden.
[0027] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung, kann ein Warenförderband, insbesondere
ein Vorlaufband, schräg am Herzstück festgelegt sein. Die Richtung des Vorlaufbandes
legt die Transportrichtung der Waren und damit die Hauptachse des Kassentischs fest.
Diese Transportrichtung stimmt vorzugsweise im Wesentlichen mit der Längsachse, insbesondere
dem Längsträger, des Floßes überein, wobei ggf. auch eine winklige Anordnung zwischen
der Transportrichtung und dem Längsträger gewählt werden kann. Die Ausrichtung des
Herzstücks mit dem Arbeitsplatz des Kassenbedieners hingegen gibt dessen Blickrichtung
vor. Eine schräge Anordnung des Vorlaufbandes führt demnach dazu, dass der Arbeitsplatz
mit dem Kassenscanbereich des Kassenbedieners schräg zur Transportrichtung der Waren
angeordnet ist. Damit ist die Blickrichtung des Kassenbedieners nicht senkrecht zur
Transportrichtung, sondern seine Blickrichtung verläuft bspw. schräg entgegen der
Transportrichtung. Damit kann der Kassenbediener zusätzlich zu seinem Arbeitsplatz
noch weitere Bereiche des Kassentischs im Auge behalten. Dies ist besonders vorteilhaft,
wenn zusätzlich zum Kassenbedienerarbeitsplatz an dem Kassentisch noch Selbstbedienungskassenbereiche
vorgesehen sind. Damit kann der Kassenbediener neben seiner Kassenbedienertätigkeit
zusätzlich die Selbstbedienungskassen überwachen. Der Winkel zwischen Herzstück und
Vorlaufband kann beispielsweise durch die geometrische Form der Schnittstelle an dem
Herzstück zu dem Warenförderband und/oder dem Warentisch vorgegeben sein.
[0028] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Herzstück
sowohl für einen linkslaufenden als auch einen rechtslaufenden Kassentisch geeignet
ist. Bei einem linkslaufenden Kassentisch werden die Waren in Blickrichtung des Kassenbedieners
von links antransportiert und nach rechts weitertransportiert. Bei einem rechtslaufenden
Kassentisch ist die Bewegungsrichtung der Waren umgekehrt. Typischerweise werden eine
linkslaufende und eine rechtslaufende Kasse in einem Supermarkt nebeneinander angeordnet,
sodass sich die Kassenbediener von zwei nebeneinanderliegenden Kassen mit dem Rücken
gegenübersitzen. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass das Herzstück
einen symmetrischen Aufbau aufweist. Der symmetrische Aufbau bezieht sich insbesondere
auf das die statische Tragstruktur des Herzstücks bildende Floß, und zwar insbesondere
in Bezug auf eine in der Mitte des Längsträgers des Floßes und senkrecht zu diesem
Längsträger angeordnete Symmetrieachse. Da andere Elemente auch des Herzstücks selbst
erfindungsgemäß modular an diesem Floß festgelegt sind, können diese für einen Wechsel
zwischen einem linkslaufenden und einem rechtslaufenden Kassentisch leicht umgebaut
werden. Gemäß einer besonders bevorzugten Variante können auch an dem Floß, und insbesondere
an den Schenkeln / Querträgern des Floßes, befestigte Aufbauen in ihren Grundaufbauten
identisch sein, so dass das Herzstück mit Floß und daran befestigten Aufbauten die
beschriebene Spiegelsymmetrie aufweist. Dies gilt insbesondere für die GrundAufbauten
des Herzstücks, an denen dann bspw. die speziellen Schnittstellen für das Warenförderband
und/oder den Warenschacht modular festgelegt werden. Hierdurch ist es möglich, Herzstücke
bereits bei der Herstellung weitestgehend vorzumontieren. Dies erleichtert die spätere
Aufstellung des Kassentischs und nutzt die erfindungsgemäß vorteilhafte Tragstruktur
des Herzstücks bereits bei Antransport und Montage.
[0029] Durch die Eignung des Herzstücks für beide Warenlaufrichtungen, ist es nicht nötig
zwei verschiedene Herzstücke zu produzieren, was auf Seiten des Herstellers mit Kosteneinsparungen
verbunden ist. Es ist außerdem möglich, einen Kassentisch mit nur geringem Aufwand
von linkslaufend auf rechtslaufend umzubauen, ohne eine vollständig neue Kasse verwenden
zu müssen.
[0030] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Figuren erläutert. Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten
Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination den Gegenstand der Erfindung, auch
unabhängig von der Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren Rückbezügen.
[0031] Es zeigen:
- Fig.1
- einen erfindungsgemäßen Kassentisch in einer perspektivischen Ansicht;
- Fig. 2
- das Herzstück des Kassentischs in einer perspektivischen Ansicht;
- Fig. 3
- das Herzstück mit montiertem Vorlaufband und montiertem Warenschacht in einer perspektivischen
Ansicht.
[0032] Der in Fig. 1 dargestellte, vollständig aufgebaute, erfindungsgemäße Kassentisch
1 weist als zentrales Element ein Herzstück 2 auf, welches die statisch tragende Struktur
für sämtliche Anbauteile des Kassentischs bildet.
[0033] Ein Kassenbediener kann auf dem Stuhl 13 Platz nehmen und sitzt demnach direkt am
Kassenbereich 5 des Kassentischs 1. Der Kassenbereich 5 bildet den Arbeitsplatz des
Kassenbedieners. An der dem Kassenbediener, beziehungsweise dem Stuhl 13 gegenüberliegenden
Seite des Kassentischs 1 können die Kunden an den Kassentisch 1 herantreten.
[0034] Am Kassentisch 1 ist ein Vorlaufband 3 vorgesehen, auf welches die Kunden ihre Waren
auflegen können, damit diese dann durch Vorlaufband 3 in Richtung des Kassenbereichs
5 transportiert werden. Der Kassenbediener greift die Waren vom Ende des Vorlaufbandes
3 und bewegt die Waren über einen im Kassenbereich 5 vorgesehenen Scanner 15, um die
Waren einzulesen und deren Preis zu erfassen. Daraufhin bewegt der Kassenbediener
die Waren in Richtung des Rollenkastens 8, der im Warenschacht 4 vorgesehen ist. Durch
die Neigung des Rollenkastens 8 gleiten die Waren vom Eingang des Warenschachts 4
bis zum Ende des Warenschachts 4. Dort können Sie dann vom Kunden eingepackt werden.
[0035] Anstelle oder zusätzlich zum Rollenkasten 8 kann ein Nachlaufband im Warenschacht
vorgesehen sein. Das Nachlaufband kann in der Größe und Ausrichtung dem gezeigten
Rollenkasten 8 entsprechen oder sich beispielsweise über die gesamte Breite des Warenschachts
4 erstrecken. Der Kunde kann beispielsweise am Kartenterminal 10 seine Waren bezahlen
und diese aus dem Warenschacht 4 entnehmen. Zur Verhinderung von Diebstählen sind
am Kassentisch 1 zusätzlich noch Antennen 9 vorgesehen, die über Funk mit den Waren
in Verbindung stehen. Am Kassentisch 1 sind komplett umlaufend Verkleidungsteile 6
angeordnet, die das Design und die Form des Kassentischs 1 bestimmen. Ein als Rückwand
11 ausgebildetes Verkleidungsteil 6 grenzt den Arbeitsbereich des Kassenbedieners
nach hinten ab. Die Rückwand 11 ist nicht direkt am Vorlaufband 3, dem Warenschacht
4 oder dem Herzstück 2 angeordnet und kann deshalb nicht direkt an einem dieser Bauteile
festgelegt werden. Stattdessen weist der Kassentisch 1 einen - in Fig. 2 beispielhaft
für die gegenüberliegende Seite dargestellten - Rahmen 27 auf, der sich vom Herzstück
2 oder daran festgelegten Aufbauten bis in den Bereich der Rückwand 11 erstreckt und
an dem diese befestigt werden kann.
[0036] Im Kassentisch 1 ist zusätzlich ein sogenanntes Beistellmöbel 7 vorgesehen, welches
unterhalb des Vorlaufbandes 3 angeordnet ist. In diesem Beistellmöbel 7 sind mehrere
Fächer bspw. für Einkaufstüten vorgesehen. Zusätzlich kann dieses Beistellmöbel 7
eine Stützfunktion für das Vorlaufband 3 erfüllen. Zwar ist der Kassentisch 1 derart
eingerichtet, dass das Vorlaufband 3 freitragend am Herzstück 2 befestigt ist. Dennoch
kann im Falle einer übermäßigen Beanspruchung eine zusätzliche Stützung durch das
Beistellmöbel 7 die Stabilität des Kassentischs 1 erhöhen.
[0037] Um die Position des Kassentischs 1 auch aus großer Entfernung, zum Beispiel innerhalb
des gesamten Supermarkts, erkennen zu können, weist der Kassentisch 1 optional einen
Eye-Catcher 12 auf. Dieser ist als vertikale Stange ausgeführt und hat an seinem oberen
Ende eine Markierung mit der Nummerierung des Kassentischs. Am unteren Ende des Eye-Catchers
12, in etwa auf Augenhöhe eines Kunden, ist ein als Pinnwand ausgeführter Bereich
vorgesehen, auf dem bspw. Werbeträger oder Informationen angeordnet werden können.
[0038] Fig. 2 zeigt das Herzstück 2 eines erfindungsgemäßen Kassentischs. Das Herzstück
2 weist als Grundplattform ein Floß 25 auf, auf welchem das Herzstück 2 aufgebaut
ist. Das Floß 25 besteht im Wesentlichen aus einem auch als Längsstrebe bezeichneten
Längsträger 28, der als langes Rohrprofil mit kleinem, rechteckigem Querschnitt (Vierkantohr)
ausgeführt ist, und zwei senkrecht daran festgelegten Querträgern 29, die ebenfalls
als Rohrprofile, aber dadurch mit großem, rechteckigem Querschnitt ausgebildet sind
und auch als Querstreben bezeichnet werden können. Dadurch ergibt sich ein bereits
beschriebenes U-förmiges Floß 25, welches eine sehr hohe Steifigkeit aufweist, und
daher geeignet ist, das Herzstück 2 und den gesamten Kassentisch 1 darauf aufzubauen.
Durch den U-förmigen Aufbau ist der Innenbereich des Floßes 25 von einer Seite zugänglich,
sodass ein Kassenbediener an seinen Arbeitsplatz gelangen kann, ohne über etwaige
Streben steigen zu müssen.
[0039] Das Herzstück 2 ist darüber hinaus aus Stahlblechteilen gefertigt, die eine Basis
für die weiteren Funktionselemente und Verkleidungselemente bilden. Das Herzstück
2 weist eine Schnittstelle 21 für ein Vorlaufband 3 auf. Die Schnittstelle 21 ist
als Rohrprofil-artiges Profilblechteil ausgebildet und derart eingerichtet, dass ein
Vorlaufband 3 daran freitragend befestigt werden kann. Anstelle des Profilblechteils
könnte auch ein geschlossenes Rohrprofil verwendet werden.
[0040] Auf der gegenüberliegenden Seite des Herzstückes 2 ist eine ähnliche Schnittstelle
22 für einen Warenschacht 4 angeordnet. Die Schnittstelle 22 ist breiter als die Schnittstelle
21, da die Breite des Warenschachtes 4 als Nachlaufbereich größer ist als die Breite
des Vorlaufbandes 3. Diese Schnittstelle 22 ist bevorzugt als geschlossenes Rohrprofil
ausgeführt, da dieses die nötige Stabilität bietet, um den Warenschacht 4 aufnehmen
zu können, welcher typischerweise ein hohes Gewicht aufweist. Grundsätzlich wäre jedoch
auch ein geeignet geformtes Profilblechteil möglich.
[0041] Das Herzstück 2 besitzt außerdem eine Schiene 23, welche eine Schnittstelle für Bedienteile,
wie bspw. eine Scaneinrichtung oder ein Kartenterminal 10, bildet. Das Herzstück 2
weist weiter einen Rahmen 27 auf, an dem verschiedenste Verkleidungsteile 6 befestigt
werden können.
[0042] Der Stuhl 13 des Kassenbedieners ist mittels eines Gelenkarms 14 am Herzstück 2 festgelegt
und ist daher freitragend am Herzstück 2 angeordnet. Über den Gelenkarm 14 ist der
Stuhl 13 am Arbeitsplatz des Kassenbedieners beweglich angeordnet, so dass dieser
weggeschwenkt werden kann, um es dem Kassenbediener zu ermöglichen, ggf. auch stehend
arbeiten zu können. Im Herzstück 2 sind außerdem mehrere Staufächer 24 vorgesehen,
die dem Kassenbediener als Ablagefläche dienen können.
[0043] Das gesamte Herzstück 2 steht auf höhenverstellbaren Füßen 26, welche an der Unterseite
des Floßes 25 angeordnet sind. Mit Hilfe der Füße 26 kann das Herzstück 2 und damit
der gesamte Kassentisch 1 in der Höhe ausgerichtet werden. Für den Transport des Kassentischs
1 kann das Herzstück 2 mit einem Flurfördermittel (Hubwagen) unterfahren werden, und
an den Querstreben 29 des Floßes 25 angehoben werden.
[0044] Fig. 3 zeigt das Herzstück der Fig. 2 mit einem bereits befestigten Vorlaufband 3,
welches freitragend an der Schnittstelle 21 des Herzstücks 2 verschraubt ist. Die
Befestigung des Vorlaufbandes 3 ist unabhängig von der Länge, Breite und Form des
Vorlaufbandes 3. Am Herzstück 2 als zentrales tragendes Element können daher verschiedenste
Vorlaufbänder 3 festgelegt werden, ohne dass das Herzstück 2 an die Vorlaufbänder
3 angepasst werden muss.
[0045] In gleicher Weise ist an der Schnittstelle 22 des Herzstücks 2 der Warenschacht 4
mit dem darin befindlichen Rollenkasten 8 festgelegt. Anstelle des Rollenkastens kann
im Warenschacht 4 auch ein Nachlaufband vorgesehen sein, welches die Waren aktiv zum
Ende des Warenschachtes transportieren kann. Ein solches Nachlaufband kann sich gegebenenfalls
über die komplette Breite des Warenschachtes 4 erstrecken. Die Oberfläche des Nachlaufbandes
kann an Stelle der bekannten Gummierung eine glatte Oberflächenstruktur, beispielsweise
durch eine Beschichtung aufweisen. Bei einem Stillstand des Nachlaufbandes können
die Waren dann auf dieser glatten Oberfläche aufgrund der Neigung des Nachlaufbandes
in das hintere Ende des Warenschachtes gleiten.
[0046] Sowohl am Vorlaufband 3 als auch am Warenschacht 4 können die Verkleidungselemente
6 für den Kassentisch 1 angebracht werden. Die Verkleidungselemente 6, für die Rückwand
11 des Kassentischs können über einen Rahmen 27 am Herzstück 2 festgelegt werden.
Durch die Verkleidungselemente 6 wird das Design des Kassentischs 1 festgelegt.
[0047] Der erfindungsgemäße Kassentisch 1 kann im vollständig aufgebauten Zustand problemlos
durch Anheben des Herzstückes 2 an eine gewünschte Position transportiert werden.
Durch den modularen Aufbau und das universale Herzstück ist es außerdem möglich, Anpassungen
am Kassentisch 1 ohne großen Aufwand vorzunehmen.
Bezugszeichenliste
[0048]
- 1
- Kassentisch
- 2
- Herzstück
- 3
- Vorlaufband
- 4
- Warenschacht
- 5
- Kassenbereich
- 6
- Verkleidungsteil
- 7
- Beistellmöbel
- 8
- Rollenkasten
- 9
- Antenne
- 10
- Kartenterminal
- 11
- Rückwand
- 12
- Eye-Catcher
- 13
- Stuhl
- 14
- Gelenkarm
- 15
- Scanner
- 21
- Schnittstelle Vorlaufband
- 22
- Schnittstelle Warenschacht
- 23
- Befestigungsleiste
- 24
- Stauraum
- 25
- Floß
- 26
- höhenverstellbarer Fuß
- 27
- Rahmen
- 28
- Längsträger
- 29
- Querträger
1. Kassentisch in modularer Bauweise, mit einem Herzstück (2) als zentralem Element,
mindestens einem Funktionselement (3, 4, 8, 9, 13, 14, 15) und/oder mindestens einem
Verkleidungselement (6, 11), dadurch gekennzeichnet, dass das Herzstück (2) als tragende Struktur ausgebildet ist und Schnittstellen (21, 22)
zur Aufnahme des mindestens einen Funktionselements (3, 4, 8, 9, 13, 14, 15) und/oder
des mindestens einen Verkleidungselements (6, 11) aufweist, wobei das mindestens eine
Funktionselement (3, 4, 8, 9, 13, 14, 15) und/oder das mindestens eine Verkleidungselement
(6, 11) an der Schnittstelle (21, 22) am Herzstück festgelegt ist, sodass das Herzstück
(2) das mindestens eine Funktionselement (3, 4, 8, 9, 13, 14, 15) und/oder das mindestens
eine Verkleidungselement (6, 11) trägt.
2. Kassentisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Herzstück (2) einen als Floß (25) ausgebildeten, steifen Rahmen aufweist, und
an dem Floß (25) gegebenenfalls höhenverstellbare Füße (26) vorgesehen sind.
3. Kassentisch nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass am Floß (25) eine Transporthilfe in Form von Rohren und/oder Trägern anbringbar ist.
4. Kassentisch nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kassentisch (1) keine Bodenplatte aufweist und/oder mindestens ein Verkleidungselement
(6, 11) durch einen Rahmen (27) am Herzstück (2) festgelegt ist.
5. Kassentisch nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verkleidungselement (6, 11) eine Blende aufweist, die für den Transport entfernbar
ist, so dass das Herzstück (2) mit einem Flurfördermittel unterfahrbar ist.
6. Kassentisch nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Funktionselement (3, 4, 8, 9, 13, 14, 15) mindestens ein Warenförderband (3)
am Herzstück (2) festgelegt ist, wobei das Warenförderband (3) einseitig, vorzugsweise
freitragend am Herzstück (2) festgelegt ist.
7. Kassentisch nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Warenförderband (3) über eine Länge von maximal 50 cm, insbesondere maximal 30
cm am Herzstück (2) aufliegt.
8. Kassentisch nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Warenschacht (4) mit Nachlaufband vorgesehen ist, und dass sich das Nachlaufband
insbesondere über die volle Breite des Wareschachts (4) erstreckt.
9. Kassentisch nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Nachlaufband vorgesehen ist, welches eine gleitfähige Oberfläche aufweist.
10. Kassentisch nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Herzstück (2) ein Stuhl (13) mit Gelenkarm (14) freitragend angebracht ist.
11. Kassentisch nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Beistellmöbel (7) vorgesehen ist, das gegebenenfalls eine Stützfunktion
für ein Warenförderband (3) übernimmt.
12. Kassentisch nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Warenförderband, insbesondere ein Vorlaufband (3) schräg am Herzstück
festgelegt ist.
13. Kassentisch nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Herzstück (2) für einen linkslaufenden sowie einen rechtslaufenden Kassentisch
(1) geeignet ist.