[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines elektronisch gesteuerten
Kreiselpumpenaggregates mit den im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen
sowie eine elektronische Steuerung eines elektromotorisch angetriebenen Kreiselpumpenaggregates
zur Ausführung dieses Verfahrens mit den im Oberbegriff des Anspruchs 7 angegebenen
Merkmalen.
[0002] Moderne Pumpenaggregate, insbesondere elektromotorisch angetriebene Kreiselpumpenaggregate
weisen einen Elektromotor auf, dem ein Stromrichter/Frequenzumrichter vorgeschaltet
ist, so dass die Pumpen in weiten Drehzahlbereichen betrieben werden können und damit
auch ein vergleichsweise großes Leistungsspektrum abdecken. Bei Umwälzpumpenaggregaten
zählt es beispielsweise zum Stand der Technik, die Pumpe mit einer beliebigen konstanten
Drehzahl anzutreiben, aber auch den Betrieb nach vorgegebenen Pumpenkurven zu steuern.
Meist sind Regelungen vorgesehen, welche mittels hydraulischer Sensoren oder gegebenenfalls
auch nur anhand der elektrischen Werte des Motors betrieben werden, so können Heizungsumwälzpumpen
zum Beispiel mit Konstantdruckkurven, mit Konstant-Flow-Kurven, mit Proportionaldruckkurven
oder dergleichen betrieben werden. Bei Druckerhöhungsanlagen, sogenannten Boosterpumpen,
ist dabei nicht nur der Sollförderdruck einzustellen, auch die Schaltpunkte, an denen
eine weitere Pumpe zugeschaltet oder abgeschaltet wird. In der
EP1614903 A1 ist eine aus dem Stand der Technik bekannte Pumpe offenbart.
[0003] Diese durch die Motorelektronik ermöglichte Varianz ermöglicht zwar, ein Pumpenaggregat
energetisch optimiert auf den jeweiligen Anwendungsfall zu betreiben, dies setzt jedoch
voraus, dass das Pumpenaggregat auch entsprechend eingestellt worden ist, um so energetisch
optimiert betrieben zu werden.
[0004] In der Praxis stellt sich jedoch häufig das Problem, dass die Pumpenaggregate eingebaut
und mit den Werkseinstellungen in Betrieb genommen werden. So kommt es vor, dass solche
an sich energetisch sehr günstig betreibbaren Pumpenaggregate über Jahre aufgrund
mangelnder Einstellung der Parameter mit schlechtem Wirkungsgrad laufen und mehr elektrische
Energie benötigen, als dies an sich erforderlich wäre. Neben den erhöhten Energiekosten
führt dies häufig auch dazu, dass der durch die Pumpe erzeugte Differenzdruck zu hoch
ist, was zu unnötigen Leckagen im System und zu unnötig hohen Geräuschemissionen seitens
der Pumpe führen kann.
[0005] Im Anlagenbau zählt es bereits zum Stand der Technik einzelne Aggregate hinsichtlich
ihrer Effektivität zu überwachen. Aus
US 2005/0158179 A1 ist eine solche Anlage mit einer Verdrängerpumpe in Form einer Ölpumpe bekannt, die
von einem elektrischen Motor angetrieben ist, der eine elektronische Motorsteuerung
aufweist, die mit einer übergeordneten elektronischen Steuerung verbunden ist, die
über entsprechende Sensorik auch hydraulische Daten erfasst. Diese übergeordnete Steuerung
ist über ein Netzwerk mit einem übergeordneten zentralen Steuersystem verbunden, welches
periodisch die Daten der übergeordneten Steuerung abfragt, um die Motorsteuerung so
anzusteuern, dass die elektrische Energie zum Betrieb des Motors minimiert, der Verschleiß
der Pumpe und des Antriebssystems minimiert, die Abschaltzeiten verlängert werden
und die Fördermenge aus dem Bohrloch maximiert wird.
[0006] Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum
Betreiben eines elektronisch gesteuerten Kreiselpumpenaggregates so auszubilden, dass
die oben genannten Probleme nach Möglichkeit vermieden werden. Darüber hinaus soll
die elektronische Steuerung eines elektromotorisch angetriebenen Kreiselpumpenaggregates
zur Ausführung eines solchen Verfahrens angepasst werden.
[0007] Der verfahrensmäßige Teil dieser Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den in Anspruch
1 angegebenen Merkmalen gelöst, eine elektronische Steuerung zur Ausführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens ist in Anspruch 7 angegeben.
[0008] Das erfindungsgemäße Verfahren zum Betreiben eines elektronisch gesteuerten Kreiselpumpenaggregates,
bei dem in einer elektronischen Steuerung Einstellparameter der Pumpe zur Anpassung
an die hydraulischen Anforderungen der örtlichen Einbausituation einstellbar sind
und bei dem während des Betriebs Betriebsdaten des Pumpenaggregates registriert werden,
zeichnet sich gemäß der Erfindung dadurch aus, dass nach einer vorbestimmten Zeit
überprüft wird, ob alle Einstellparameter gegenüber einer Voreinstellung nicht geändert
worden sind und dann, wenn festgestellt wird, dass die Einstellparameter gegenüber
der Voreinstellung bisher nicht geändert worden sind, ein Signal zur Veränderung der
Einstellparameter abgegeben wird. Das Verfahren soll vorzugsweise automatisiert, das
heißt selbsttätig ablaufen, in dem es in die elektronische Steuerung implementiert
wird, wie dies weiter unten noch beschrieben ist.
[0009] Grundgedanke der Erfindung ist es, nach einer vorbestimmten Zeit eine Überprüfung
vorzunehmen, ob die Einstellparameter des Pumpenaggregates gegenüber einer Voreinstellung
überhaupt schon einmal geändert worden sind, um dann ein Signal abzugeben, anhand
dessen erkennbar ist, dass eine Veränderung der Einstellparameter zumindest überprüft
werden sollte.
[0010] Pumpenaggregat im Sinne der Erfindung kann dabei grundsätzlich jede elektromotorisch
Kreiselpumpe mit einer elektronischen Steuerung sein, bei welcher die Einstellparametern
der Pumpe zur Anpassung an die hydraulischen Anforderungen der örtlichen Einbausituation
veränderbar sind. Typischerweise handelt es sich hierbei um mittels Stromrichters/Frequenzumrichters
gesteuerte ein- oder mehrstufige Kreiselpumpen. Pumpenaggregat im Sinne der Erfindung
kann jedoch auch eine Anzahl von Einzelpumpenaggregaten sein, welche durch eine gemeinsame
Steuerung betrieben werden, wie dies beispielsweise bei Druckerhöhungsanlagen (z.B.
Boosterpumpen) der Fall ist.
[0011] Das abgegebene Signal kann beispielsweise zur Ansteuerung einer am Pumpenaggregat
vorgesehenen Kontrollleuchte, zur Abgabe eines akustischen Alarms oder auch zur Übermittlung
eines entsprechenden Datensatzes an eine cloudbasierte Datenbank oder einen Server
des Herstellers und/oder Betreibers des Pumpenaggregates gebildet sein.
[0012] Das erfindungsgemäße Verfahren wird mit Installation des Pumpenaggregates gestartet,
dann ist die werkseitige Voreinstellung des Pumpenaggregates die Voreinstellung. Dann
wird also nach einer vorbestimmten Zeit überprüft, ob diese werkseitige Voreinstellung
geändert worden ist oder nicht und im Falle einer Nichtänderung das entsprechende
Signal abgegeben.
[0013] Insoweit günstiger ist es, wenn nach einer vorbestimmten Zeit anhand der registrierten
Betriebsdaten überprüft wird, ob das Pumpenaggregat in einem energetisch günstigeren
Bereich betrieben werden kann. Hierzu ist in einer Weiterbildung des Verfahrens vorgesehen,
dass für die energetische Auswertung der Betriebsdaten elektrische Betriebsdaten des
Motors, insbesondere die elektrische Leistung des Motors, die steuerungsseitig ohnehin
zur Verfügung stehen und andererseits hydraulische Betriebsdaten der Pumpe, insbesondere
der Druck- und/oder Durchfluss verwendet werden. Hierdurch ist es ohne weitere Daten
möglich, das energetische Verhalten des Pumpenaggregates zu analysieren. Dabei wird
die sich aus den hydraulischen Betriebsdaten ergebende hydraulische Leistung mit der
elektrischen Leistung des Motors ins Verhältnis gesetzt um hierdurch die Effizienz
des Aggregates zu ermitteln. Die Leistung des Elektromotors steht seitens der Steuerungselektronik
zur Verfügung, von den hydraulischen Daten steht in der Regel ein Druck, typischerweise
der von der Pumpe aufgebrachte Differenzdruck sensorisch zur Verfügung, so dass in
Verbindung mit der motorseitig ebenfalls zur Verfügung stehenden Drehzahl die hydraulische
Leistung bestimmt werden kann. Alternativ oder zusätzlich können die Daten eines Durchflusssensors
hierzu verwendet werden. Die hydraulische Leistung ergibt sich bekanntermaßen aus
dem Produkt von Differenzdruck, Durchflussmenge, der Dichte des Fördermediums und
der Gravitationsbeschleunigung. So kann also mit diesen Daten zeitlich punktuell oder
auch kontinuierlich die Effizienz des Pumpenaggregates durch energetische Auswertung
der Betriebsdaten ermittelt werden.
[0014] Vorteilhaft werden die Betriebsdaten in zeitlichen Abständen oder kontinuierlich
registriert, das heißt erfasst und gespeichert, um nach der vorbestimmten Zeit eine
Effizienzprüfung durchführen zu können. Dabei ist es zweckmäßig, eine solche Effizienzprüfung
nicht nur von der Erstinbetriebnahme an durchzuführen, sondern in regelmäßigen zeitlichen
Abständen. Um die zu registrierende Datenmenge möglichst klein zu halten, ist es dabei
sinnvoll, Grenzwerte festzusetzen, wobei lediglich ein Unter- und Überschreiten dieser
Grenzwerte zu registrieren ist bzw. der zeitliche Verlauf des Unter- und Überschreitens.
Für die Effizienzermittlung kann beispielsweise festgelegt werden, dass das Pumpenaggregat
alle sechs Minuten seine Effizienz, also das Verhältnis zwischen hydraulischer Leistung
und elektrischer Leistung ermittelt. Wenn der Grenzwert auf maximal 30% festgelegt
worden ist, dann sind nur die Betriebspunkte zu registrieren, bei welchen der Effizienzfaktor
kleiner 0,7 ist. Die Anzahl der insgesamt zu berücksichtigenden Betriebspunkte ergibt
sich dann durch die vorbestimmte Zeit dividiert durch sechs Minuten. Das Verfahren
kann nicht nur dazu verwendet werden, einen energetisch günstigen Betrieb des Pumpenaggregates
zu forcieren, sondern kann auch dazu verwendet werden, eine deutliche Unter- oder
Überdimensionierung des Pumpenaggregates zu ermitteln und anzuzeigen.
[0015] Das Verfahren kann insbesondere bei einer Internetanbindung des Pumpenaggregates
im Idealfall zu einer automatischen Anpassung der Einstellparameter des Pumpenaggregates
führen, wenn über ein internetbasiertes Netzwerk nicht nur die Übermittlung und Registrierung
der Betriebsdaten des Pumpenaggregates erfolgt, sondern nach netzwerkseitiger Überprüfung
eine entsprechende Anpassung der Einstellparameter initiiert werden kann. Dies setzt
allerdings nicht nur eine Datenanbindung des Pumpenaggregates an das internetbasierte
Netzwerk, sondern auch die Möglichkeit der Veränderung der Betriebsparameter über
dieses Netzwerk voraus.
[0016] Bei Pumpenaggregaten, die eine solche internetbasierte Einstellung über ein Netzwerk
nicht vorsehen, kann netzwerkseitig ein Datensatz mit entsprechend angepassten Einstellparametern
zum Download bereitgestellt werden, welche der Servicetechniker beispielsweise auf
sein Smartphone herunterlädt und dann vor Ort in die elektronische Motorsteuerung
einliest. Idealerweise wird das Verfahren, bei welchem die Effizienz des Pumpenaggregates
überprüft wird, kontinuierlich während der gesamten Betriebszeit durchgeführt. Im
Hinblick auf die dann zu registrierende und verarbeitende große Datenmenge wird es
jedoch in der Praxis zweckmäßig sein, nach Erstinbetriebnahme innerhalb relativ kurzer
Zeit zu überprüfen, ob das Pumpenaggregat energetisch günstig läuft und dies dann
später in größeren Zeitabständen zu überprüfen. Insoweit ist es vorteilhaft, die vorbestimmte
Zeit, in welcher die Registrierung der Betriebsdaten erfolgt, zwischen einer Stunde
und sieben Tagen zu wählen. Wenn das Pumpenaggregat dann erst einmal in einen energetisch
günstigeren Zustand versetzt worden ist und sich die hydraulischen Randbedingungen,
wie dies häufig der Fall ist, nicht mehr grundlegend ändern, dann kann es ausreichen
die Energieeffizienzprüfung nach Ablauf eines Zeitintervalls wiederholt wird. Ein
solches Zeitintervall liegt typischerweise zwischen sechs Monaten und fünf Jahren,
kann jedoch auch im Einzelfall kürzer gewählt werden.
[0017] Das erfindungsgemäße Verfahren kann bei vorhandenen Pumpenaggregaten typischerweise
durch ein Softwareupdate in die elektronische Motorsteuerung implementiert werden.
Allerdings ist dann die Signalausgabe an die hardwaremäßig vorgegebenen Möglichkeiten
des Pumpenaggregates gebunden. In einfachster Form wird daher, wenn das Pumpenaggregat
keine Netzwerkanbindung, insbesondere keinen Internetzugang hat, eine Anzeige, zum
Beispiel eine rote Kontrollleuchte oder ein gelbes Blinklicht aktiviert und alternativ
oder zusätzlich ein akustisches Signal abgeben, so dass jeder, der in der Nähe des
Pumpenaggregates ist, darauf aufmerksam wird, dass hier offensichtlich ein Handlungsbedarf
besteht. Wenn, was bei einer Vielzahl insbesondere größerer Pumpenaggregate heute
schon der Fall ist, eine Netzwerkanbindung besteht, dann ist es vorteilhaft, wenn
das Signal in Form eines Datenpaketes über das internetbasierte Netzwerk zu einem
Server übertragen wird, welcher den Hersteller oder die Wartungsfirma darauf hinweist,
dass hier Handlungsbedarf besteht. In diesem Falle ist es vorteilhaft, wenn das Datenpaket
die Standortdaten des Pumpenaggregates beinhaltet, da dann eine räumliche Zuordnung
ohne Zugriff auf weitere personenbezogene Datenbanken möglich ist.
[0018] Zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens dient die erfindungsgemäße elektronische
Steuerung eines elektromotorisch angetriebenen Kreiselpumpenaggregates. Sie weist
Mittel zum Einstellen von Einstellparametern zur Anpassung des Pumpenaggregates an
die hydraulischen Anforderungen der örtlichen Einbausituation auf. Diese können durch
Taster/Schalter/Touchscreen am Aggregat selbst gebildet sein, mit denen die Einstellparameter
geändert werden können, beispielsweise durch Auswahl entsprechender Regelkurven oder
Druck/Flow-Sollwerte. Solche Mittel können jedoch auch drahtlos, beispielsweise mittels
eines mobilen Computers, typischerweise Smartphones oder Tablets gebildet sein, auf
denen eine entsprechende Softwareapplikation läuft, mit der diese Daten eingegeben
und drahtlos an die elektronische Steuerung übertragen werden können. Diese Mittel
können bei Netzwerkanbindung der elektronischen Steuerung auch durch Übermittlung
entsprechender Einstellungen über das Netzwerk gebildet sein.
[0019] Die Steuerung selbst ist dazu ausgebildet, Betriebsdaten des Pumpenaggregates zu
registrieren oder weiterzuleiten. Je nach zur Verfügung stehender Speicher- und Rechenkapazität
kann das erfindungsgemäße Verfahren einschließlich Registrierung und Auswertung der
registrierten Daten innerhalb der elektronischen Steuerung des Pumpenaggregates oder
zumindest teilweise auch über einen netzwerkgebundenen Server erfolgen, mit der die
elektronische Steuerung in Datenverbindung steht.
[0020] Gemäß der Erfindung ist die elektronische Steuerung des Pumpenaggregates allerdings
so ausgebildet, um selbst zu ermitteln, ob eine Einstellung der Einstellparameter
gegenüber einer registrierten Einstellung nach einer vorbestimmten Zeit erfolgt ist
und bei nicht erfolgter Einstellung selbsttätig ein Signal abzugeben. Grundsätzlich
kann eine solche Überprüfung in regelmäßigen Abständen selbsttätig durch die Steuerung
erfolgen oder auch ständig. Gemäß der Erfindung läuft diese vorbestimmte Zeit erstmals
von der Inbetriebnahme der Steuerung an und die registrierte Einstellung ist die werkseitige
Einstellung. Damit ist sichergestellt, dass dann, wenn das Pumpenaggregat nach Auslieferung
durch den Hersteller an seinem Bestimmungsort eingebaut und an das elektrische Versorgungsnetz
angeschlossen ist, unmittelbar nach dieser Erstinbetriebnahme zumindest überwacht
wird, ob die Einstellparameter gegenüber den werkseitigen Einstellungen verändert
worden sind oder nicht. Wenn letzteres nicht der Fall ist und das zur Einstellung
der Einstellparameter auffordernde Signal abgegeben wird, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit
davon auszugehen, dass das Pumpenaggregat in einem energetisch nicht optimierten Bereich
läuft, da nämlich nach Einbau und Inbetriebnahme keinerlei Einstellung der Einstellparameter
erfolgt ist.
[0021] In vorteilhafter Weiterbildung ist jedoch die elektronische Steuerung weiter dazu
ausgebildet, um selbsttätig zu ermitteln, ob das Pumpenaggregat in einem energetisch
günstigen Bereich betrieben wird oder nicht. Die insoweit erforderlichen Speicher-
und Rechenoperationen sind allerdings aufwendiger, weshalb diese vorteilhaft auch
über ein Netzwerk extern erfolgen können. Hierzu, als auch zur Übermittlung des Signals
und/oder von Betriebsdaten, weist die Steuerung vorteilhaft eine Schnittstelle zu
einem Netzwerk auf, vorzugsweise zu einem internetbasierten Netzwerk. Eine solche
Schnittstelle kann drahtgebunden, beispielsweise als LAN-Anschluss ausgebildet sein,
ist aber besonders vorteilhaft zur drahtlosen Datenübertragung ausgelegt, beispielsweise
mittels WLAN oder Mobilfunkanbindung.
[0022] Da Pumpenaggregate häufig an durch Funknetzwerke nicht abgedeckte Bereiche - sei
es unterirdisch oder in Kellern - angeordnet sind, kann es gemäß einer erfindungsgemäßen
Weiterbildung vorteilhaft sein, die elektronische Steuerung so auszulegen, dass sie
zur Übertragung der Einstellparameter mittels einer Softwareapplikation eines mobilen
Eingabegerätes, insbesondere eines Smartphones vorgesehen ist. Dabei kann das mobile
Eingabegerät die Verbindung zum Netzwerk herstellen, was gegebenenfalls ja nicht zeitgleich
erfolgen muss. Dann werden die zur übertragenden Einstellparameter vorteilhaft aus
dem Netzwerk mittels des mobilen Eingabegerätes geladen und nachfolgend in die elektronische
Steuerung übertragen.
[0023] Um das erfindungsgemäße Verfahren mit möglichst geringem hardwaremäßigem Aufwand
in einer elektronischen Steuerung realisieren zu können, ist gemäß der Erfindung vorgesehen,
dass die Einstellparameter in einer Datei der Steuerung gespeichert sind, und dass
lediglich die Änderung dieser Datei überwacht wird. Datei im Sinne dieser Erfindung
kann auch eine Gruppe von Dateien oder ein Ordner sein, entscheidend ist, dass die
Überwachung ohne konkrete Überwachung der Einstellparameter selbst erfolgen kann,
sondern in einfacher Weise durch die Überwachung der Datei, welche, bei Veränderung
ein geändertes Datum aufweist.
[0024] Die Einstellparameter der elektronischen Steuerung sind vorteilhaft eine oder mehrere
der Regelgrößen wie Fördermenge, Förderdruck, Drehzahl, Leistung wobei die hydraulischen
Regelgrößen Fördermenge und/oder Förderdruck typischerweise in Form von Regelkurven
einstellbar sind.
[0025] Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- in schematischer Darstellung eine cloudbasierte Einbindung einer elektronischen Motorsteuerung
eines Pumpenaggregates,
- Fig. 2A bis C
- drei Diagramme mit Pumpenkurven und
- Fig. 3
- ein Ablaufdiagramm.
[0026] In Fig. 1 ist ein Pumpenaggregat 1 dargestellt, eine sogenannte Boosterpumpe, die
aus drei parallel geschalteten Kreiselpumpen 2 aufgebaut ist, die jeweils von einem
frequenzumrichtergesteuerten Elektromotor 3 angetrieben werden, die aus einer gemeinsamen
Saugleitung 4 in eine gemeinsame Druckleitung 5 fördern. Das Pumpenaggregat 1 weist
eine übergeordnete elektronische Steuerung 6 auf, in welche Einstellparameter, insbesondere
der Förderdruck sowie die Zu- und Abschaltpunkte der Einzelpumpen eingebbar sind.
Diese elektronische Steuerung weist eine Schnittstelle zu einem Netzwerk auf, welches
cloudbasiert ist. Die Steuerung 6 ist mit einem WLAN-Modul sowie mit einem Mobilfunkmodul
ausgestattet, worüber sie drahtlos an das Netzwerk des Pumpenherstellers 7 über das
Internet 8, also die "Cloud" angebunden ist. Weiterhin ist die elektronische Steuerung
mit einer Bluetooth-Schnittstelle ausgestattet, über welche sie mit einem Smartphone
9 kommunizieren kann, über das ein Bediener 10 die in der Steuerung 6 verfügbaren
Einstellparameter abfragen und verändern kann. Das Smartphone 9 ist über seine Funkschnittstelle
ebenfalls mit dem Internet 8 und damit dem Netzwerk des Herstellers 7 verbunden.
[0027] Die elektronische Steuerung 6 ist dazu ausgelegt, nach einer vorbestimmten Zeit nach
Aufnahme des Betriebs des Pumpenaggregates 1 zu überprüfen, ob die Einstellparameter
gegenüber den Werkseinstellungen geändert worden sind. Diese Parameter sind in einer
Datei der Steuerung 6 digital abgespeichert, die Steuerung 6 überwacht das Speicherdatum
der Datei. Von der Erstinbetriebnahme an läuft ein Timer, der z.B. auf 72 Stunden
eingestellt ist, so dass nach Ablauf dieser vorbestimmten Zeit überprüft wird, ob
sich das Speicherdatum der Datei geändert hat oder nicht. Ist dies nicht der Fall,
wird ein Signal abgegeben, und zwar an der Steuerung 6 selbst zur Aktivierung einer
Warnleuchte 11, welche ein blinkendes Signal abgibt als Zeichen dafür, dass das Pumpenaggregat
1 noch nicht eingestellt worden ist. Gleichzeitig wird ein entsprechendes Datensignal
an das Netz abgegeben, so dass in der Datenbank des Herstellers 7 unter Angabe der
GPS-Daten des Standortes des Pumpenaggregates dies vermerkt wird und gleichzeitig
ein Hinweis erscheint, dass dieses Pumpenaggregat von einem Servicetechniker einzustellen
ist. Je nach Ausgestaltung und Anbindung an das Netzwerk 8, kann diese erforderliche
Einstellung über das Netzwerk selbst oder über den Hersteller 7 oder Betreiber erfolgen.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist ein Servicetechniker erforderlich, also
ein Bediener 10, der sich mit seinem Smartphone 9 und einer darauf laufenden Softwareapplikation
zum Pumpenaggregat 1 begibt, um über sein Smartphone 9 die Einstellparameter in der
Steuerung 6 entsprechend anzupassen. Der Servicetechniker 10 erhält dabei über das
Netzwerk 8 nicht nur den Hinweis, dass das Pumpenaggregat 1 hinsichtlich seiner Einstellparameter
zu konfigurieren ist, sondern auch die Standortdaten und, soweit vorhanden, die aus
dem Netzwerk 8 herunterladbaren Daten zur Anpassung der Einstellparameter.
[0028] Die elektronische Steuerung 6 weist neben dieser Einrichtung zur Überwachung der
Einstellung der Einstellparameter eine weitere Funktion auf, mit der während des Betriebs
des Pumpenaggregates in zeitlichen Abständen von drei Minuten die Betriebspunkte erfasst
und diese hinsichtlich ihrer energetischen Effizienz ausgewertet werden, wie dies
anhand der Fig. 2A bis C im nachfolgenden erläutert ist:
[0029] Die Fig. 2A zeigt eine typische Pumpenkurve eines Pumpenaggregates, bei welcher die
Förderhöhe in Abhängigkeit der Fördermenge aufgetragen ist. Die Förderhöhe ist der
Differenzdruck zwischen Pumpeneingang und Pumpenausgang, die Fördermenge ist der geförderte
Volumenstrom pro Zeiteinheit. Die anhand von Fig. 2A schematisch dargestellte Pumpenkurve
stellt eine Kreiselpumpe bei einer konstanten Drehzahl dar. Die Fig. 2B zeigt dazu
die elektrische Leistung P dieses Pumpenaggregates in Abhängigkeit der Fördermenge.
[0030] Bei Einsatz eines Stromrichters/Frequenzumrichters mit elektronischer Steuerung 6
kann das Pumpenaggregat auf einer Vielzahl unterschiedlicher solcher Pumpenkurven
gemäß Fig. 2A und 2B gefahren werden, wie dies anhand von Fig. 2C, welche drei solcher
Kurven ω1, ω2 und ω 3 zeigt, die unterschiedliche Drehzahlen repräsentieren. Diese
Kurven stellen die Effizienz η in Abhängigkeit der Fördermenge bei einer Drehzahl
dar. Dabei ist die Effizienz der Quotient aus hydraulischer Leistung und elektrischer
Leistung, also im Idealfall eins. Die elektrische Leistung wird dabei durch die Aufnahmeleistung,
das heißt das Produkt aus Strom und Spannung des antreibenden Elektromotors bzw. der
antreibenden Elektromotoren bestimmt und steht datenmäßig in der Steuerung 6 zur Verfügung.
Die hydraulische Leistung ergibt sich aus dem Produkt von Fördermenge, Förderhöhe,
Dichte und Gravitationsbeschleunigung. Sie kann über Differenzdruck und Durchflusssensoren
berechnet werden. Die Berechnung wird häufig in Ermangelung eines Durchflussmengensignals
nur unter Zugrundelegung des Differenzdrucksignals erfolgen. Wie die drei Kurven ω1,
ω2 und ω3 der Fig. 2C verdeutlichen, gibt es zu jeder Drehzahl nur einen Punkt höchster
Effektivität (BEP) [BEP - steht für Best Efficiency Point].
[0031] Diese Effizienzberechnungen werden in der elektronischen Steuerung 6 in zeitlichen
Abständen von z.B. drei Minuten durchgeführt und gespeichert. Die entsprechenden Betriebspunkte
sind in Fig. 2C beispielhaft durch Kreuze dargestellt.
[0032] Die elektronische Steuerung überprüft nun nach einer vorbestimmten Zeit die Effizienz
in den Betriebspunkten der Pumpe anhand der zuvor ermittelten Effektivitätskurven,
die entweder im laufenden Betrieb ermittelt oder gezielt angefahren werden. Es kann
nun anhand der Betriebspunkte unter zeitlicher Korrelation festgestellt werden, ob
diese im Bereich der BEP's liegen oder außerhalb. Dabei wird zweckmäßigerweise ein
Grenzwert von beispielsweise 30% zugrunde gelegt, so dass lediglich betrachtet wird,
wie viele der Betriebspunkte außerhalb dieser 30% Grenze liegen und wie viele innerhalb.
Die außerhalb dieser Grenze liegenden sind in Fig. 2C in der Gruppe M dargestellt.
[0033] Die elektronische Steuerung 6 ist somit in der Lage zu überprüfen, ob durch Änderung
der Einstellparameter das Pumpenaggregat in einem energetisch effektiveren Bereich
gefahren werden kann. Wenn dies der Fall ist, gibt die Steuerung 6 ein entsprechendes
Signal an das Netzwerk ab, so dass hersteller- oder betreiberseitig eine Aufforderung
zur Änderung der Einstellparameter ergeht.
[0034] Dabei können die für das Pumpenaggregat geeigneten Einstellparameter herstellerseitig
vorgegeben sein und über das Netzwerk drahtlos an das Smartphone 9 des Bedieners 10
übertragen werden, der diese dann in die elektronische Steuerung 6 des Pumpenaggregates
1 überträgt oder auch von dem Bediener selbst gewählt und eingestellt werden.
[0035] In Fig. 2C sind die Betriebspunkte in einem Bereich M dargestellt, der außerhalb
der 30% der BEP's liegt. Es ist also dort dargestellt, dass acht der zehn Betriebspunkte
außerhalb des 30%-Bereiches liegen und somit 80% der Betriebspunkte den festgelegten
Wirkungsgradgrenzbereich unterschreiten. In diesem Fall ist eine Anpassung der Einstellungsparameter
geboten.
[0036] Anhand von Fig. 3 ist der Ablauf des Verfahrens dargestellt. In einem ersten Schritt
15 werden die Effizienzkurven des Pumpenaggregates erzeugt. Diese können entweder
gezielt angefahren werden oder während des Betriebes für unterschiedliche Durchflussmengen
in Abhängigkeit der Drehzahl die motorseitig und somit steuerungsseitig stets bekannt
ist, ermittelt werden. Da die Kurven nie vollständig sind, muss entweder das Pumpenaggregat
zum Abfahren der vollständigen Kurve angesteuert werden oder interpoliert werden.
In der Praxis genügt es, die BEP's zu ermitteln, die sich für jede Drehzahl ergeben.
Nachdem diese Daten gesammelt sind, kann die Effizienzprüfung der Pumpe während des
Betriebs erfolgen. Es versteht sich, dass sich diese Verfahren anfänglich auch zeitlich
überschneiden können, was jedoch unproblematisch ist.
[0037] Wenn nun nach einem Zeitintervall von beispielsweise sechs Monaten oder ein oder
zwei Jahren nach Inbetriebnahme der Pumpe und erster Überprüfung die Effizienzüberwachung
erneut ablaufen soll, beginnt diese im Schritt 16 nach Ablauf des Timers entsprechend
der eingestellten Zeit von sechs Monaten, ein oder zwei Jahren nach der Erstüberprüfung
des Pumpenaggregates.
[0038] Es wird nun in einem zuvor bestimmten zeitlichen Abstand der beispielsweise zehn
Minuten beträgt die Effizienz des aktuellen Betriebspunktes des Pumpenaggregates berechnet
und gespeichert. Nach Ablauf einer vorbestimmten Zeit von beispielsweise 48 Stunden
wird diese Berechnung und Speicherung der Effizienz in den Betriebspunkten im dritten
Schritt 17 beendet. Im vierten Schritt 18 wird dann steuerungsseitig die Verteilung
der Betriebspunkte im Hinblick auf ihre Effizienz jeweils bezogen auf den BEP ausgewertet.
Wenn ein vorbestimmter Prozentsatz der Betriebspunkte, beispielsweise mehr als 60%
der Betriebspunkte den BEP jeweils um mehr als 30% unterschreitet, so wird im fünften
Schritt 19 ein Signal abgegeben, je nach Auswertergebnis, um die Einstellparameter
zu ändern oder auch die Pumpe durch eine kleinere oder grö-βere zu ersetzen.
[0039] Wird steuerungsseitig ermittelt, dass die Betriebspunkte hinsichtlich ihrer Effizienz
innerhalb der zuvor festgelegten 30%-Grenze liegen, dann wird das Verfahren gegebenenfalls
auch erst nach Ablauf eines vorbestimmten Zeitintervalls erneut gestartet, so dass
das Pumpenaggregat quasi über seine gesamte Betriebsdauer hinweg effizienzüberwacht
ist. Wenn nach Signalabgabe im fünften Schritt 19 die Einstellparameter geändert werden,
wird ebenfalls das Verfahren im zweiten Schritt 16 wieder aufgenommen, wohingegen
beim Austausch der Pumpe das Verfahren mit dem ersten Schritt 15 wieder beginnt.
Bezugszeichenliste
[0040]
- 1
- Pumpenaggregat
- 2
- Kreiselpumpe
- 3
- Elektromotor
- 4
- Saugleitung
- 5
- Druckleitung
- 6
- elektronische Steuerung
- 7
- Hersteller/Betreiber
- 8
- Internet/Cloud
- 9
- Smartphone
- 10
- Bediener
- 11
- Warnleuchte
- 15
- erster Schritt (Ermitteln der Effizienzkurven für unterschiedliche Drehzahlen)
- 16
- zweiter Schritt (Starten des Programms und Starten des Timers sechs Monate, ein, zwei
Jahre)
- 17
- dritter Schritt (Speichern und Ermitteln der Effizienz von Betriebspunkten)
- 18
- vierter Schritt (Auswerten der ermittelten Effizienzwerte)
- 19
- fünfter Schritt (Signalabgabe)
1. Verfahren zum Betreiben eines elektronisch gesteuerten Kreiselpumpenaggregats, bei
dem in einer elektronischen Steuerung (6) Einstellparameter der Pumpe zur Anpassung
an die hydraulischen Anforderungen der örtlichen Einbausituation einstellbar sind,
und bei dem während des Betriebes Betriebsdaten des Pumpenaggregats registriert werden,
dadurch gekennzeichnet, dass nach einer vorbestimmten Zeit nach Aufnahme des Betriebs des Kreiselpumpenaggregats
(1) überprüft wird, ob alle Einstellparameter gegenüber einer werkseitigen Voreinstellung
nicht geändert worden sind, wobei die Einstellparameter in einer Datei der Steuerung
(6) digital abgespeichert sind und die Steuerung (6) das Speicherdatum der Datei überwacht
und ein Timer vorgesehen ist, der von der Erstinbetriebnahme an für die vorbestimmte
Zeit läuft und nach Ablauf dieser vorbestimmten Zeit überprüft wird, ob sich das Speicherdatum
der Datei geändert hat oder nicht, und dass dann, wenn eine Änderung des Speicherdatums
der Datei nicht festgestellt wird, ein Signal zur Veränderung der Einstellparameter
abgegeben wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Registrierung von Betriebsdaten und die Überprüfung nach der vorbestimmten Zeit
oder einem Zeitintervall nach erfolgter Überprüfung wiederholt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass nach der vorbestimmten Zeit anhand der registrierten Betriebsdaten weiter überprüft
wird, ob ein oder mehrere vorbestimmte vorzugsweise zeitlich korrelierte Betriebsdatengrenzwerte
überschritten worden sind und dann, wenn dies festgestellt wird, ein Signal zur Veränderung
der Einstellparameter abgegeben wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Betriebsdaten des Pumpenaggregats über ein internetbasiertes Netzwerk registriert
und nach der vorbestimmten Zeit netzwerkseitig überprüft wird, ob das Pumpenaggregat
in einem energetisch günstigeren Bereich betrieben werden kann um dann vorzugsweise
netzwerkseitig die Einstellparameter entsprechend anzupassen oder beizubehalten oder
die Einstellparameter zur Übernahme bereitzustellen.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die vorbestimmte Zeit zwischen einer Stunde und sieben Tagen liegt und/oder das Zeitintervall
zwischen 1 bis 5 Jahren beträgt.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Signal eine optische Anzeige und/oder akustisches Signal aktiviert oder über
das internetbasierte Netzwerk vorzugsweise zusammen mit den Standortdaten des Pumpenaggregats
übertragen wird.
7. Elektronische Steuerung (6) eines elektromotorisch angetriebenen Kreiselpumpenaggregates
(1) zur Ausführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit Mitteln
zum Einstellen von Einstellparametern zur Anpassung des Pumpenaggregats (1) an die
hydraulischen Anforderungen der örtlichen Einbausituation (4, 5), wobei die Steuerung
(6) ausgebildet ist, um Betriebsdaten zu registrieren und/oder weiterzuleiten, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung (6) weiter ausgebildet ist, um zu ermitteln, ob eine Einstellung der
Einstellparameter gegenüber der werkseitigen Voreinstellung nach einer vorbestimmten
Zeit geändert worden ist und bei nicht erfolgter Änderung selbsttätig ein Signal abzugeben,
wobei die Einstellparamater in einer Datei der Steuerung (6) digital abgespeichert
sind und die Steuerung (6) das Speicherdatum der Datei überwacht und ein Timer vorgesehen
ist, welcher von der Erstinbetriebnahme an läuft, sodass nach Ablauf dieser vorbestimmten
Zeit überprüft wird, ob sich das Speicherdatum der Datei geändert hat oder nicht,
und im Fall einer Änderung das Signal abzugeben.
8. Elektronische Steuerung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung (6) eine Schnittstelle zu einem vorzugsweise internetbasiertem Netzwerk
(8) aufweist, über welche das Signal und/oder die Betriebsdaten weiterleitbar sind.
9. Elektronische Steuerung Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung (6) eine Schnittstelle zur drahtlosen Datenübertragung aufweist.
10. Elektronische Steuerung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung (6) zur drahtlosen Übertragung der Einstellungsparameter mittels einer
Softwareapplikation eines mobilen Eingabegeräts, insbesondere eines Smartphones (9)
und/oder zur Übertragung aus dem Netzwerk (8) ausgebildet ist.
11. Elektronische Steuerung nach einem der Ansprüche 7-10, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellparameter eine oder mehrere der Regelgrößen Fördermenge, Förderdruck,
Drehzahl, Leistung sind, wobei vorzugsweise Fördermenge und/oder Förderdruck in Form
von Regelkurven einstellbar sind.
1. A method for operating an electronically controlled centrifugal pump assembly, in
which setting parameters of the pump for adapting to the hydraulic requirements of
the local installation situation can be set in an electronic controller (6), and in
which operating data of the pump assembly are registered during operation, characterized in that after a predetermined time after recording the operation of the centrifugal pump
assembly (1), a check is carried out as to whether all setting parameters have not
been changed with respect to a factory preset, wherein the setting parameters are
stored digitally in a file of the controller (6) and the controller (6) monitors the
storage date of the file, and a timer is provided, which runs for the predetermined
time from the initial commissioning and after expiry of this predetermined time, a
check is carried out as to whether the storage date of the file has changed or not,
and in that when a change of the storage date of the file is not determined, a signal for changing
the setting parameters is output.
2. The method according to Claim 1, characterized in that the registration of operating data and the check after the predetermined time or
a time interval after a check has taken place are repeated.
3. The method according to Claim 1 or 2, characterized in that after the predetermined time, a further check is carried out on the basis of the
registered operating data as to whether one or more predetermined, preferably time-correlated,
operating data limit values have been exceeded and then, if this is determined, a
signal for changing the setting parameters is output.
4. The method according to one of the preceding claims, characterized in that the operating data of the pump assembly are registered via an internet-based network
and after the predetermined time, a check is carried out on the network as to whether
the pump assembly can be operated in a more energetically beneficial range, in order
then preferably to adapt or to retain the setting parameters accordingly via the network
or to prepare the setting parameters for transfer.
5. The method according to one of the preceding claims, characterized in that the predetermined time is between one hour and seven days and/or the time interval
is between 1 and 5 years.
6. The method according to one of the preceding claims, characterized in that the signal activates an optical display and/or acoustic signal or is transmitted
via the internet-based network preferably together with the location data of the pump
assembly.
7. An electronic controller (6) of an electromotively driven centrifugal pump assembly
(1) for carrying out the method according to one of the preceding claims, having means
for the setting of setting parameters for adapting the pump assembly (1) to the hydraulic
requirements of the local installation situation (4, 5), the controller (6) being
designed to register and/or to forward operating data, characterized in that the controller (6) is further designed to determine whether a setting of the setting
parameters has been changed with respect to the factory preset after a predetermined
time and if a change has not taken place to output a signal automatically, wherein
the setting parameters are stored digitally in a file of the controller (6) and the
controller (6) monitors the storage date of the file, and a timer is provided which
runs from the initial commissioning, so a check is carried out after expiry of this
predetermined time, as to whether the storage date of the file has changed or not
and to output the signal in the event of a change.
8. The electronic controller according to Claim 7, characterized in that the controller (6) has an interface for a preferably internet-based network (8),
via which the signal and/or the operating data can be forwarded.
9. The electronic controller according to Claim 7 or 8, characterized in that the controller (6) has an interface for wireless data transmission.
10. The electronic controller according to Claim 9, characterized in that the controller (6) is designed for wireless transmission of the setting parameters
by means of a software application of a mobile input device, particularly a smartphone
(9) and/or for transmission out of the network (8).
11. The electronic controller according to one of Claims 7-10, characterized in that the setting parameters are one or more of the controlled variables delivery rate,
delivery pressure, rotational speed, output, wherein preferably delivery rate and/or
delivery pressure can be set in the form of control curves.
1. Procédé destiné à faire fonctionner un ensemble de pompe centrifuge à commande électronique,
pour lequel des paramètres de réglage de la pompe peuvent être réglés dans une commande
électronique pour adaptation aux exigences hydrauliques de la situation de mise en
oeuvre locale et pour lequel des données de fonctionnement de l'ensemble de pompe
sont enregistrées pendant le fonctionnement, caractérisé en ce qu'après un temps prédéterminé, il est vérifié après enregistrement du fonctionnement
de l'ensemble de pompe centrifuge (1), si tous les paramètres de réglage n'ont pas
été modifiés par rapport à une configuration usine, sachant que les paramètres de
réglage sont numériquement mémorisés dans un fichier de la commande (6) et la commande
(6) surveille les données mémorisées du fichier et une minuterie est prévue, qui fonctionne
depuis la première mise en service pour le temps prédéterminé et après expiration
de ce temps prédéterminé, il est vérifié si les données mémorisées du fichier se sont
modifiées ou non et en ce qu'ensuite, si une modification des données mémorisées du fichier n'est pas constatée,
un signal est délivré pour modifier les paramètres de réglage.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'enregistrement des données de fonctionnement et le contrôle au bout du temps prédéterminé
ou d'un intervalle de temps sont répétés après contrôle effectué.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'après le temps prédéterminé, il est en plus vérifié à l'aide des données de fonctionnement
enregistrées, si une ou plusieurs valeurs limites de données de fonctionnement prédéterminées
de préférence en corrélation avec le temps ont été dépassées et, ensuite, si cela
est constaté, un signal est délivré pour modifier les paramètres de réglage.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les données de fonctionnement de l'ensemble de pompe sont enregistrées par un réseau
basé sur Internet et après le temps prédéterminé il est vérifié côté réseau, si l'ensemble
de pompe peut être utilisé dans une plage énergétiquement plus favorable pour adapter
ou maintenir ensuite en conséquence de préférence côté réseau les paramètres de réglage
ou conditionner les paramètres de réglage pour prise en charge.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le temps prédéterminé se situe entre une heure et sept jours et/ou comporte l'intervalle
de temps entre 1 à 5 ans.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le signal active un affichage optique et/ou un signal acoustique ou est transmis
par le réseau à base Internet de préférence en même temps que les données normalisées
de l'ensemble de pompe.
7. Commande électronique (6) d'un ensemble de pompe centrifuge entraîné par moteur électrique
(1) pour exécuter le procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
avec des moyens de réglage des paramètres de réglage pour l'adaptation de l'ensemble
de pompe (1) aux exigences hydrauliques de la situation de mise en oeuvre locale (4,5),
sachant que la commande (6) est constituée pour enregistrer et/ou transmettre des
données de fonctionnement, caractérisée en ce que la commande (6) est en plus constituée pour déterminer, si un réglage des paramètres
de réglage a été modifié au bout d'un temps prédéterminé par rapport à la configuration
usine et en cas de modification non effectuée délivrer automatiquement un signal,
sachant que les paramètres de réglage sont numériquement mémorisés dans un fichier
de la commande (6) et la commande (6) surveille les données mémorisées du fichier
et qu'une minuterie est prévue, laquelle se met en marche dès la première mise en
service de telle sorte qu'après expiration de ce temps prédéterminé, il est vérifié
si les données mémorisées du fichier se sont modifiées ou non et émettre le signal
en cas d'une modification.
8. Commande électronique selon la revendication 7, caractérisée en ce que la commande (6) comporte une interface vers un réseau (8) de préférence basé sur
Internet par lequel le signal et/ou les données de fonctionnement peuvent être transmis.
9. Commande électronique selon la revendication 7 ou 8, caractérisée en ce que la commande (6) comporte une interface pour la transmission de données sans fil.
10. Commande électronique selon la revendication 9, caractérisée en ce que la commande (6) est constituée pour la transmission sans fil des paramètres de réglage
au moyen d'une application logicielle d'un appareil d'introduction mobile, en particulier
d'un téléphone multifonctions (9) et/ou pour la transmission à partir d'un réseau
(8).
11. Commande électronique selon l'une quelconque des revendications 7-10, caractérisée en ce que les paramètres de réglage sont une ou plusieurs valeurs de réglag: débit, pression
de refoulement, vitesse de rotation, puissance, sachant que le débit et/ou la pression
de refoulement peuvent être réglés sous la forme de courbes de réglage.