[0001] Die Erfindung betrifft eine Schneidemaschine zum stapelweisen Schneiden von blattförmigem
Gut, mit einem auf das Gut absenkbaren Pressbalken, wobei der Pressbalken in einem
Maschinengestell vertikal verschieblich gelagert ist und hydraulisch wirkende Mittel
zum Absenken des Pressbalkens auf das Gut vorgesehen sind, wobei der Pressbalken mittels
der hydraulisch wirkenden Mittel über eine Hebelanordnung betätigbar ist.
[0002] Eine solche Schneidemaschine weist üblicherweise ein einer Bedienerseite der Schneidemaschine
zugewandtes Schneidmesser auf, das im sogenannten Schwingschnitt verfahrbar ist und
bei Antrieb des Schneidmessers das stapelförmige blattförmige Gut durchtrennt. Dieses
Gut liegt auf einem Tisch der Schneidemaschine. Unmittelbar benachbart des Schneidmessers
ist, von der Bedienerseite aus gesehen, hinter dem Schneidmesser der Pressbalken angeordnet.
Dieser lässt sich auf das zu schneidende Gut absenken und klemmt dieses somit beim
Schnitt zwischen sich und dem Tisch.
[0003] Eine Schneidemaschine der eingangs genannten Art ist aus der
EP 0 723 842 A1 bekannt. Bei dieser sind die hydraulisch wirkenden Mittel als Hydraulikzylinder ausgebildet.
Dieser ist unterhalb und neben dem Pressbalken angeordnet. Seitlich greifen an dem
Pressbalken zwei parallele Zugstangen an, die schwenkbar mit Winkelhebeln verbunden
sind, die ihrerseits schwenkbar im Maschinengestell gelagert sind. Das andere Ende
des jeweiligen Winkelhebels ist schwenkbar mit einer Verbindungsstange verbunden,
die damit die beiden Zugstangen kinematisch so koppelt, dass eine Gleichlaufführung
des Pressbalkens geschaffen ist. Einer der Winkelhebel weist einen die Funktion eines
Betätigungsarms aufweisenden dritten Arm auf, dessen freies Ende in den Stellweg des
Kolbens des Hydraulikzylinders ragt, der im Maschinengestell gelagert ist. Beim Ausfahren
des Kolbens wird damit der an diesem anliegende Betätigungsarm des dem Hydraulikzylinder
benachbarten Winkelhebels verschwenkt und aufgrund der starren Einheit des Winkelhebels
dieser insgesamt verschwenkt, mit der Folge, dass dieser Winkelhebel einerseits die
ihm zugeordnete Zugstange nach unten zieht, andererseits seine Bewegung über die Verbindungsstange
auf den anderen Winkelhebel übertragen wird, der die diesem zugeordnete andere Zugstange
nach unten zieht. In der Konsequenz wird aufgrund der synchronen Bewegung der beiden
Zugstangen der Pressbalken nach unten gezogen, beispielsweise beim Schneiden des gestapelten
blattförmigen Gutes oder zur Schnittandeutung. Angehoben wird der Pressbalken, indem
der Druckzylinder druckentlastet wird und eine einerseits am Maschinengestell, andererseits
mittelbar an der Verbindungsstange angreifende Rückholfeder die Verbindungsstange
beaufschlagt, in dem Sinne, dass die Winkelhebel entgegen der Beaufschlagungsrichtung
bei aktiviertem Drucksystem verschwenkt werden. Die Rückholfeder ist dabei als eine
Zugkraft aufbringende Spiralfeder ausgebildet.
[0004] Nachteilig ist bei dieser Kompensation der Gewichtskraft des Pressbalkens durch die
Federanordnung, dass die Feder über den Hubweg eine sich ändernde Federcharakteristik
aufweist. Verlängert sich die Feder mit zunehmender Absenkbewegung des Pressbalkens,
verändert sich damit auch die ausgeübte Federkraft. Demgegenüber ist die Gewichtskraft
des Pressbalkens unveränderlich. Die Konsequenz ist, dass die Gesamtkraft des Systems
aus Pressbalken und Federanordnung über den Hub des Pressbalkens veränderlich ist.
Dies ist im normalen Betrieb der Schneidemaschine, aber insbesondere bei der Funktion
der Schnittandeutung, von Nachteil.
[0005] In der Praxis besteht bei Schneidemaschinen die Möglichkeit, den jeweiligen Schnitt
anzudeuten. Hierzu kann von dem Bediener der Schneidemaschine der Pressbalken langsam
in Richtung des zu schneidenden Gutes abgesenkt werden, womit sich aufgrund der Nähe
des Pressbalkens zur Schneidgutoberfläche und der Parallelität der unteren Pressbalkenvorderkante
zum Schneidmesser das Schneidgut optimal bezüglich der Schneidebene ausrichten lässt.
Während der Schnittandeutung ist es in aller Regel erforderlich, dass die Bedienperson
den zu schneidenden Stapel unter dem Pressbalken manipuliert. Um eine Gefährdung der
Bedienperson auszuschließen, insbesondere unter dem Aspekt der Quetschung der Finger
zwischen dem Pressbalken und dem zu schneidenden Stapel, ist während der Schnittandeutung
die Presskraft des Pressbalkens herabgesetzt. Nach gültiger C-Norm 1010 beträgt diese
dynamische Presskraft im Schnittandeutungsmodus bei Schneidemaschinen mit einer Arbeitsbreite
bis zu 160 cm maximal 300 N, bei Schneidemaschinen mit einer Arbeitsbreite größer
160 cm maximal 500 N. Diese relativ geringe, begrenzte Presskraft wird nachteilig
überlagert durch die vorstehend erörterte Presskraft infolge Änderung der Federcharakteristik.
Abgesehen hiervon besteht bei einem Bruch der Feder die Gefahr, dass der Pressbalken
unter seinem erheblichen Eigengewicht auf den zu schneidenden Stapel fällt.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Schneidemaschine der eingangs genannten
Art so weiterzubilden, dass die Nachteile einer Änderung der Federcharakteristik,
die bei Kompensation der Gewichtskraft des Pressbalkens durch eine Federanordnung
auftreten, eliminiert sind.
[0008] Gelöst wird die Aufgabe durch eine Schneidemaschine, die gemäß den Merkmalen des
Patentanspruchs 1 ausgebildet ist.
[0009] Bei der erfindungsgemäßen Schneidemaschine ist vorgesehen, dass auf die Hebelanordnung
eine Gegengewichtanordnung einwirkt, die die Hebelanordnung entgegen der Gewichtskraft
des Pressbalkens beaufschlagt.
[0010] Es wirkt somit keine Federanordnung auf den Pressbalken, sondern die Gegengewichtanordnung
über die Hebelanordnung auf den Pressbalken. Es besteht somit die Möglichkeit, je
nach Wahl der Gewichtskraft der Gegengewichtanordnung die Gewichtskraft des Pressbalkens
auszutarieren, oder aber nahezu auszutarieren, womit einerseits zum Verfahren des
Pressbalkens nur eine geringe Antriebskraft erforderlich ist, andererseits besonders
vorteilhaft die Funktion der Schnittandeutung darstellbar ist.
[0011] Insbesondere ist vorgesehen, dass die hydraulisch wirkenden Mittel zum Absenken des
Pressbalkens auf das Gut vom Pressbalken entkoppelt sind, dahingehend, dass über die
hydraulisch wirkenden Mittel ausschließlich die Funktion des Absenkens des Pressbalkens
zwecks Klemmens des blattförmigen Guts beim Schnitt vollführt wird. Die anderen Bewegungsabläufe,
somit insbesondere das Anheben des Pressbalkens nach dem Schnitt und auch das Absenken
und Anheben des Pressbalkens während der Schnittandeutung können dann mittels eines
anderen Antriebs bewerkstelligt werden, wobei insbesondere ein elektromotorischer
Antrieb zum Vollführen dieser Bewegungen vorgesehen ist. Dieser separate Antrieb kann
relativ klein dimensioniert werden, weil er nur der Bewegung des gewichtsmäßig austarierten
bzw. gewichtsmäßig weitgehend austarierten Systems, das den Pressbalken und die Gegengewichtsanordnung
umfasst, dient. Wesentlich stärker sind die hydraulisch wirkenden Mittel auszulegen,
da diese die Presskraft beim Schneiden das blattförmigen Guts erzeugen.
[0012] Vorzugsweise ist die Schneidemaschine derart gestaltet, dass die Hebelanordnung zwei
im Maschinengestell schwenkbar gelagerte Hebel aufweist. Der jeweilige Hebel ist im
Bereich eines ersten Hebelarms, insbesondere im Bereich eines ersten Hebelendes, in
Wirkverbindung mit dem Pressbalken und ist im Bereich eines zweiten Hebelarms mittels
des hydraulisch wirkenden Mittels beaufschlagbar. Diese Gestaltung ist baulich besonders
einfach und ermöglicht eine kräftemäßig symmetrische Anbindung des Pressbalkens an
die Hebelanordnung.
Als besonders zweckmäßig wird es angesehen, wenn der jeweilige Hebel im Bereich des
ersten Hebelendes schwenkbar mit einer Stange verbunden ist, die im Bereich des diesem
Hebel abgewandten Endes schwenkbar mit dem Pressbalken im Bereich einer Lagerseite
des Pressbalkens verbunden ist. Durch diese Gestaltung ist eine konstruktiv besonders
einfache Anbindung des jeweiligen Hebels an den Pressbalken möglich.
[0013] Die hydraulisch wirkenden Mittel sind insbesondere als Hydraulikzylinder ausgebildet.
Vorzugsweise findet ein einziger Hydraulikzylinder Verwendung, mittels dessen beide
Hebel der Hebelanordnung beaufschlagbar sind. Insbesondere ist der Hydraulikzylinder
nicht mit den Hebeln verbunden und ist von unten gegen die Hebel zustellbar. Dies
ermöglicht ein entgegengesetztes synchrones Schwenken der Hebel mittels eines einzigen
Hydraulikzylinders.
[0014] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung ist vorgesehen, dass die Hebel um parallele
Achsen schwenkbar sind und in einem Kreuzungsbereich der Hebel diese Abstützeinrichtungen
aufweisen. Ein freies Ende eines Kolbens des Hydraulikzylinders ist in Kontakt mit
den Abstützeinrichtungen bringbar. Die jeweilige Abstützeinrichtung ist beispielsweise
als im Hebel gelagerter Zylinderring ausgebildet zwecks Kontaktierung der gekrümmten
äußeren Fläche des Zylinderrings mittels des Kolbens des Hydraulikzylinders. Dieser
Zylinderring kann durchaus auch drehbar gelagert sein.
[0015] Die Gegengewichtanordnung ist insbesondere derart gestaltet, dass sie Gegengewichte
aufweist, wobei in jedem Hebel mindestens ein Gegengewicht gelagert ist. Durch diese
Ausbildung der Anordnung von Hebeln und Gegengewichten lässt sich, bei im Wesentlichen
symmetrischer Anordnung der Gegengewichte, die gewünschte Austarierung bzw. im Wesentlichen
Austarierung des Gewichts des Pressbalkens erreichen.
[0016] Bevorzugt ist vorgesehen, dass der jeweilige Hebel im Bereich eines Hebelendes mit
dem Pressbalken zusammenwirkt und im Bereich des anderen Hebelendes im Hebel das Gegengewicht
gelagert ist. Insbesondere ist pro Hebel ein einziges Gegengewicht vorgesehen.
[0017] Die Gegengewichte sind insbesondere in den Hebeln schwenkbar gelagert. Hierbei ist
das jeweilige Gegengewicht schwenkbar mit einer Koppelstange verbunden, die schwenkbar
mit einem bezüglich des Maschinengestells stationären Lagerteil verbunden ist. Damit
ist gewährleistet, dass die Gegengewichte nicht frei schwenken können, sondern einerseits
schwenkbar an die Hebel, andererseits schwenkbar an die Koppelstangen bzw. die stationären
Lagerteile angebunden sind. Vorzugsweise entsprechen die über den Pressbalken in die
Hebelanordnung eingeleiteten Momente im Wesentlichen den über die Gegengewichtanordnung
in die Hebelanordnung eingeleiteten Momenten, bei entgegengesetzter Momentenrichtung.
Insbesondere ist vorgesehen, dass sich diese Momente exakt entsprechen.
[0018] Wegen dieser zumindest weitgehend austarierten Anordnung von Pressbalken und Gegengewichtanordnung
kann der Pressbalken bei denjenigen Funktionen, die nicht das Pressen des Guts, um
dieses in diesem Zustand zu schneiden, handelt, mittels eine weiteren Antriebs bewegt
werden, sowohl beim Heben als auch beim Senken des Pressbalkens. Dieser Antrieb kann
relativ schwach dimensioniert sein.
[0019] Unter diesem Aspekt wird es als besonders vorteilhaft angesehen, wenn Stellmittel,
insbesondere elektromotorisch antreibbare Stellmittel zum synchronen Verschwenken
der Hebelanordnung vorgesehen sind. Über den Antrieb werden die Stellmittel betätigt,
die synchron auf die Hebelanordnung einwirken, womit diese Hebelanordnung synchron
auf den Pressbalken im Sinne des Hebens bzw. Senkens des Pressbalkens einwirken kann.
[0020] Die Hebelanordnung ist somit mittels der Stellmittel zwecks Heben und/oder Senken
des Pressbalkens beaufschlagbar. Dies ist nur dann nicht der Fall, wenn die Hebelanordnung
mittels der hydraulisch wirkenden Mittel, somit des Hydraulikzylinders, beaufschlagt
wird.
[0021] Der Hydraulikzylinder kann sowohl einseitig als auch doppelseitig wirkend ausgebildet
sein. Ist der Hydraulikzylinder doppelseitig ausgebildet, kann dessen Kolben sowohl
ausfahren als auch einfahren. Im Fall der einseitigen Ausbildung des Hydraulikzylinders,
wonach dessen Kolbenstange nur ausfahren kann, besteht die Möglichkeit, den Kolben
mittels des weiteren Antriebs einzufahren. Insofern ist, bei zumindest teilweise ausgefahrenem
Kolben des Hydraulikzylinders, der Kolben mittels der Hebelanordnung, unter Einwirkung
der Stellmittel auf diese, vollständig einfahrbar.
[0022] Baulich besonders einfach kann die Bewegung des zusätzlichen Antriebs auf den Pressbalken
erfolgen, wenn die Stellmittel eine stationär gelagerte, antreibbare Gleichlaufwelle,
endseitig mit dieser verbundene Nockenstücke, sowie mit den Nockenstücken schwenkbar
verbundene Stangen, die mit den beiden Hebeln der Hebelanordnung schwenkbar verbunden
sind, aufweisen. Durch die Anbindung der jeweiligen Stange an das Nockenstück in Abstand
zur Drehachse der Gleichlaufwelle wird die Drehbewegung der Gleichlaufwelle in eine
im Wesentlichen geradlinige Stellbewegung der Stange umgewandelt, die zur Verstellbewegung
des Pressbalkens führt.
[0023] Bei dieser Ausbildung mit der Gleichlaufwelle ist insbesondere vorgesehen, dass ein
Elektromotor stationär gelagert ist, sowie der Elektromotor über ein Getriebe an die
Gleichlaufwelle angebunden ist, zwecks Verschwenkung der Gleichlaufwelle um einen
Teilkreiswinkel. Insbesondere erfolgt mittels des Elektromotors ein Verschwenken der
Gleichlaufwelle um einen Winkel von 60° bis 90°. Dieser Winkel ist ausreichend, um
über die den Nockenstücken zugeordneten Stangen die erforderliche Verfahrbewegung
des Pressbalkens zu erzielen, zwischen der vollständig angehobenen Stellung des Pressbalkens
und dessen vollständig abgesenkter Stellung, in der er auf einem Tisch der Schneidmaschine
aufliegt.
[0024] Vorzugsweise ist das abgebbare Drehmoment des Elektromotors zum Antreiben der Stellmittel
begrenzt, insbesondere derart, dass eine erzeugbare Presskraft zwischen Pressbalken
und blattförmigem Gut bzw. Tisch entweder 250 N bis 300 N, vorzugsweise 280 N bis
300 N, insbesondere 300 N beträgt oder 450 N bis 500 N, vorzugsweise 480 N bis 500
N, insbesondere 500 N beträgt. Dieser Presskraftbereich berücksichtigt die gemäß Normung
vorgegebene maximale dynamische Presskraft im Schnittandeutungsmodus bei Schneidemaschinen
mit einer Arbeitsbreite bis zu 160 cm bzw. einer Arbeitsbreite größer 160 cm. Durch
diese Auslegung des Elektromotors zum Antreiben der Stellmittel, ist dieser sowohl
geeignet für den Schnittandeutungsmodus als auch ausreichend dimensioniert zum Senken
des Pressbalkens, ohne Einwirkung der hydraulisch wirkenden Mittel, oder Anheben des
Pressbalkens, ferner bei einseitig wirkendem Hydraulikzylinder zum Einfahren dessen
Kolben.
[0025] Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen, der Beschreibung der
nachfolgenden Zeichnung der Figuren und den Figuren selbst dargestellt, wobei bemerkt
wird, dass alle Merkmale und Einzelmerkmale erfindungswesentlich sind.
[0026] In den Figuren ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels dargestellt, ohne
hierauf beschränkt zu sein. Es stellt dar:
- Fig. 1
- eine Frontansicht der Schneidemaschine, somit von der Bedienerseite her gesehen, bei
abgenommener Frontabdeckung, die unterhalb des Tisches der Schneidemaschine vorgesehen
ist,
- Fig. 2
- in der Frontansicht gemäß Fig. 1 die die Kinematik des Pressbalkens bewirkenden Teile
der Schneidemaschine, veranschaulicht bei vollständig angehobener Stellung des Pressbalkens,
- Fig. 3
- die Anordnung gemäß Fig. 2, veranschaulicht für die vollständig abgesenkte Stellung
des Pressbalkens aufgrund Betätigung mittels eines Elektromotors, bei eingefahrener
Stellung eines Kolbens eines Hydraulikzylinders,
- Fig. 4
- eine Ansicht IV der Anordnung gemäß der Fig. 2 und 3, allerdings bei nicht veranschaulichtem
Hydraulikzylinder und in etwa in horizontaler Stellung befindlichen Hebeln der Hebelanordnung,
- Fig. 5
- die Hebelanordnung, die Gegengewichtanordnung, die Stellmittel und den Elektromotor
zum Verstellen der beiden Hebel der Hebelanordnung, in einer räumlichen Darstellung,
- Fig. 6
- die Anordnung gemäß Fig. 5, aus einer anderen Blickrichtung gesehen.
Figurenbeschreibung
[0027] Die Schneidemaschine 1 dient dem Schneiden von gestapeltem blattförmigem Gut, beispielsweise
von Papier, Pappe, Folie und dergleichen. In einem Maschinengestell 2 sind ein Schneidmesser
3 und ein Pressbalken 4 verfahrbar gelagert. Hierbei ist das Schneidmesser 3 über
eine Führung in einem Schwingschnitt verfahrbar, somit vertikal verfahrbar mit einer
überlagerten horizontalen Komponente. Gezeigt ist in Fig. 1 die vollständig abgesenkte
Stellung des Schneidmessers 3, in der es geringfügig in eine in einen Tisch 5 der
Schneidemaschine 1 eingesetzte Schneidleiste eindringt. Der Tisch 5 besitzt eine horizontale
Tischfläche 6 zur Aufnahme des zu schneidenden sowie des geschnittenen Guts. Angetrieben
wird das Schneidmesser 3 mittels einer Hydraulikeinheit 7, die in einem seitlichen
Bereich der Schneidemaschine 1 angeordnet ist. Von der Bedienerseite gesehen ist hinter
dem Schneidmesser 3, an dieses angrenzend, der Pressbalken 4 angeordnet, der auf abgewandten
Seiten in Führungen 8 vertikal verfahrbar gelagert ist. Diese Führungen 8 sind mit
dem Maschinengestell 2 verbunden. Der Pressbalken 4 lässt sich in einer zum Schneidmesser
3 parallelen Ebene bewegen. In der vollständig angehobenen Position des Schneidmessers
3 befindet sich der Pressbalken 4 mit seiner unteren Pressfläche 50 auf einem etwas
tieferen Niveau als das Schneidmesser 3, sodass der Pressbalken 4 die untere Schneidkante
51 des Schneidmessers 3 abdeckt. Der Pressbalken 4 dient dem Pressen des in Stapelform
vorliegenden Guts gegen den Tisch 5 beim Schnitt und wird somit beim Schnitt, der
Absenkbewegung des Schneidmessers 3 vorlaufend, auf das zu schneidende Gut abgesenkt.
Der Pressbalken 4 dient ferner der Schnittandeutung.
[0028] Bei angehobenem Schneidmesser 3 und angehobenem Pressbalken 4 ist zwischen diesen
und dem Tisch 5 ein Durchgang im Maschinengestell 2 zur Aufnahme des Guts gebildet.
Oberhalb des Schneidmessers 3 und des Pressbalkens 4 ist das Maschinengestell 2 mit
einem Bedien- und Anzeigefeld 9 versehen. Beidseitig des Schneidmessers 3 weist die
Schneidemaschine 1 oberhalb des Tischs Sicherheitseinrichtungen 10 mit Lichtschranken
auf. Gelangt ein Bediener beim Schneidprozess in den kritischen Bereich vor dem Schneidmesser
3, werden Lichtstrahlen der Lichtschranke unterbrochen und es lösen die Sicherheitseinrichtungen
10 aus, dahingehend, dass die Bewegung des Schneidmessers 3 gestoppt wird. Die Auslösung
des Schnitts erfolgt über Zweihandbedienung mittels zweier im Bereich der Front des
Tisches 5 angeordneter Betätigungstasten 11.
[0029] Der Pressbalken 4 lässt sich bei dieser Schneidemaschine 1 auf zwei verschiedene
Arten bewegen:
So ist ein hydraulisches Mittel, das als Hydraulikzylinder 12 ausgebildet ist, vorgesehen.
Der Hydraulikzylinder 12 dient dem Absenken des Pressbalkens 4 auf das Gut, um dieses
beim Durchtrennen mittels des Schneidmessers 3 gegen den Tisch 5 zu pressen und somit
das Gut verschiebesicher zu positionieren. Davon unabhängig ist ein Elektromotor 13
vorgesehen, mittels dessen der Pressbalken 4 in seine vollständig angehobene Position
zurückverfahren werden kann und zum Zwecke der Schnittandeutung sowohl aus der vollständig
angehobenen Position auf das zu schneidende Gut abgesenkt als auch aus dieser Position
wieder vollständig angehoben werden kann. Grundsätzlich lässt sich mittels des Elektromotors
13 der Pressbalken 4 bis gegen die Tischfläche 6 fahren.
[0030] Im Einzelnen ist zum Bewegen des Pressbalkens 4 eine Hebelanordnung 14 vorgesehen.
Auf diese wirkt eine Gegengewichtanordnung 15 ein, die die Hebelanordnung 14 entgegen
der Gewichtskraft G des Pressbalkens 4 beaufschlagt. Die Hebelanordnung 14 weist zwei
weitgehend identisch ausgebildete Hebel 16, 17 auf, die jeweils um eine im Maschinengestell
2 gelagerte Achse 18 schwenkbar sind. Jeder Hebel 16 bzw. 17 weist Hebelarme 48, 49
auf. Die beiden Achsen 18 sind parallel zueinander angeordnet und senkrecht zu den
Verfahrebenen von Schneidmesser 3 und Pressbalken 4 orientiert. Der jeweilige Hebel
16 bzw. 17 ist im Bereich eines Hebelendes 19 schwenkbar mit einer Stange 20 verbunden.
Hierbei durchsetzt ein Bolzen 21 den Hebel 16 bzw. 17 und die zugeordnete Stange 20.
Im Bereich des unteren Endes des Pressbalkens 4, benachbart der zugeordneten Führung
8 außerhalb des Pressbereichs des Pressbalkens 4, ist die jeweilige Stange 20 über
einen Bolzen 22 schwenkbar mit dem Pressbalken 4 verbunden. Bei im Wesentlichen horizontaler
Stellung der Hebel 16, 17, bei der sich die Achsen 18 und Bolzen 21 in einer Ebene
befinden, sind die beiden Stangen 20 parallel zueinander angeordnet.
[0031] Der jeweilige Hebel 16 bzw. 17 nimmt im Bereich des anderen Hebelendes 23 schwenkbar
ein Gegengewicht 24 bzw. 25 der Gegengewichtanordnung 15 auf. Das jeweilige Gegengewicht
24 bzw. 25 ist als Metallplatte ausgebildet, die im Bereich ihres oberen Endes über
einen Bolzen 26 schwenkbar im zugeordneten Hebel 16 bzw. 17 im Bereich dessen Hebelende
23 gelagert ist. Die Achsen der Bolzen 26 sind parallel zu den Achsen der Bolzen 21
angeordnet.
[0032] Damit die Gegengewichte 24 bzw. 25 nicht frei pendeln können, sind sie im Bereich
ihrer unteren Enden um Bolzen 27 schwenkbar mit Koppelstangen 28 verbunden. Die dem
Bolzen 27 abgewandten Enden der Koppelstangen 28 sind um Bolzen 29 schwenkbar in unteren
Enden von Trägern 30 gelagert, die vertikal orientiert und mit dem Maschinengestell
2 fest verbunden, somit stationär sind.
[0033] Der jeweilige Hebel 16 bzw. 17 weist im Bereich des Hebelarms 48 zwischen der Achse
18 und dem Bolzen 26, näher zum Bolzen 26 hin, einen Bolzen 31 auf, in dem ein Zylinderring
32 axial festgelegt, drehbar gelagert ist. Auch diese Bolzen 31 sind parallel zu den
Bolzen 21 bzw. den Achsen 18 angeordnet. Die Zylinderringe 32 sind einander zugewandt
positioniert.
[0034] Die über den Pressbalken 4, somit über die beiden Stangen 20 in die Hebelanordnung
14 und damit die beiden Hebel 16, 17 eingeleiteten Momente entsprechen im Wesentlichen
den über die Gegengewichtanordnung 15, somit die beiden Gegengewichte 24, 25 in die
Hebelanordnung eingeleiteten Momente, womit diese Momente sich im Wesentlichen aufheben.
Da in einer zur Hälfte abgesenkten Stellung des Pressbalkens 4 die Stangen 20 vertikal
angeordnet sind, ändern sich Momentenverhältnisse an den Hebeln 16, 17 wegen des jeweiligen
aus dieser Stellung möglichen Schwenkwinkels des jeweiligen Hebels 16 bzw. 17 um ca.
±20° nur geringfügig. Hierbei sind der jeweilige Hebel 16 bzw. 17 und die dessen Gegengewicht
24 bzw. 25 zugeordnete Koppelstange 28 als Parallellenker ausgebildet. Unabhängig
von der jeweiligen Stellung des Pressbalkens 4 kann dieser somit unter Einwirkung
einer relativ geringen Kraft zwischen dessen gehobener und gesenkten Stellung bewegt
werden. Der Hydraulikzylinder 12 weist einen Kolben 33 auf, der teilweise aus dem
Gehäuse 34 des Hydraulikzylinders 12 heraus bewegbar ist, ausgehend von der eingefahrenen
Stellung, wie sie in Fig. 3 gezeigt ist, bis zu einer vollständig ausgefahrenen Stellung
bei somit vollständig abgesenktem Pressbalken 4, in denen, bezogen auf die Darstellung
der Fig. 3, der Kolben 33 die den beiden Hebeln 16, 17 zugeordneten Zylinderringe
32 berührt. Beim Ausfahren des Kolbens 33 liegt dieser somit an den Zylinderringen
32 an und überführt die Hebel 16, 17 von der angehobenen Stellung des Pressbalkens
4 gemäß Fig. 2 in die vollständig abgesenkte Stellung des Pressbalkens 4 gemäß Fig.
3, wenn kein Schneidgut auf dem Tisch aufliegt und somit der Pressbalken 4 vollständig
auf diesen abgesenkt wird. Befindet sich hingegen Schneidgut auf dem Tisch 5, kann
der ausfahrende Kolben 3 bei Anlage an den Zylinderringen 32 die Hebel 16, 17 nur
so weit verschwenken, wie es der Anlage des Pressbalkens 4 am zu schneidenden Stapel
entspricht.
[0035] Nach dem Pressen des zu schneidenden Guts und Vollführung des Schnitts mittels des
Schneidmessers 3 ist es erforderlich, den Pressbalken 4 wieder anzuheben. Da der Kolben
3 nur an den Zylinderringen 32 anliegt, ist es nicht möglich, über den Hydraulikzylinder
12 die Hebelanordnung 14 im Bereich der Bolzen 21 nach unten zu ziehen und demnach
den Pressbalken 4 anzuheben. Allenfalls kann bei Ausbildung des Hydraulikzylinders
12 als doppelt wirkender Zylinder der Kolben 33 vollständig in das Gehäuse 34 eingefahren
werden. Grundsätzlich kann der Hydraulikzylinder 12 auch nur einseitig wirksam ausgebildet
sein, dahingehend, dass nur das Ausfahren des Kolbens 33 zum Absenken des Pressbalkens
4 möglich ist. In diesem Fall müsste durch die externe Kraft des Elektromotors 13
über die Zylinderringe 32 der Kolben 33 in seine in das Gehäuse 34 eingefahrene Stellung
überführt werden.
[0036] Details der Schneidemaschine 1, die sich aufgrund der Wirkungsweise des Elektromotors
13 ergeben, sind nachfolgend beschrieben:
So sind Stellmittel 35, konkret mittels des Elektromotors 13 antreibbare Stellmittel
35 zum synchronen Verschwenken der Hebelanordnung 14 sowie der beiden Hebel 16, 17
vorgesehen. Mittels dieser Stellmittel 35 ist die Hebelanordnung 14, bei außer Kontakt
mit dieser befindlichem Hydraulikzylinder 12, zwecks Heben und/oder Senken des Pressbalkens
4 beaufschlagbar. Die Stellmittel 35 weisen eine stationär gelagerte, mittels des
Elektromotors 13 antreibbare Gleichlaufwelle 36, zwei endseitig mit dieser verbundene
Nockenstücke 37 sowie mit den Nockenstücken 37 schwenkbar verbundene Stangen 38 auf.
Die Gleichlaufwelle 36 ist im Bereich abgewandter Enden in Aufnahmen 39 axial festgelegt,
aber drehbar gelagert, wobei die dem Elektromotor 13 zugeordneten Aufnahme 39 über
Dämpfungselemente 40 in einem stationären Träger 41, der somit mit dem Maschinengestell
2 verbunden ist, gelagert ist und die Gleichlaufwelle 36 im Bereich des anderen Endes
in einem unmittelbar mit dem Maschinengestell 2 befestigten Träger 42 gelagert ist.
Die beiden Nockenstücke 37 sind drehfest mit der Gleichlaufwelle 36 verbunden und
in einer mittleren Hubstellung des Pressbalkens 4 mit deren Anbindungslinie zur Achse
der Gleichlaufwelle 36 zum Anbindungspunkt der Stangen 38 im Wesentlichen horizontal
positioniert, bei im Wesentlichen vertikaler Orientierung der Stangen 38. Die Stangen
38 sind im Bereich ihrer oberen Enden schwenkbar im zugeordneten Hebel 16 bzw. 17
gelagert und dort um mit den Hebeln 16 bzw. 17 verbundene Bolzen 43 schwenkbar. Dieser
Bolzen ist am jeweiligen Hebel 16 bzw. 17 zwischen der Achse 18 und dem Bolzen 21
angeordnet, jeweils näher zur Achse 18 hin. Ein Schwenken der Gleichlaufwelle 36 führt
somit zu einem synchronen entgegengesetzten Schwenken der beiden Hebel 16, 17.
[0037] Zum Antreiben der Gleichlaufwelle 36 ist der Elektromotor 13 vorgesehen, bei dem
es sich um einen Gleichstrommotor handelt, der mit einem Schneckengetriebe 44 unmittelbar
zusammenwirkt. Dieses Schneckengetriebe 44 ist an die dem Elektromotor 13 zugewandte
Aufnahme 39 angeflanscht. Eine Ausgangswelle des Schneckengetriebes 44 durchsetzt
diese Aufnahme 39 und ist dort drehfest mit einem Ritzel 45 verbunden, das mit Zähnen
46 einer Segmentscheibe 47 kämmt, die sich über einen Kreissektor von etwa 80° erstreckt.
Mittels dieses als Stellmotor ausgebildeten Elektromotors 13 lässt sich somit die
Segmentscheibe 47 und damit die Gleichaufwelle 36 um den begrenzten Winkel der Segmentscheibe
47 schwenken, womit sich der über die Gegengewichtanordnung 15 austarierte Pressbalken
4 ausschließlich mit relativ geringem Moment des Elektromotors heben und senken lässt.
Es wird somit ein Elektromotor 13 verwendet, der nur ein relativ geringes Moment abgeben
kann.
[0038] Es ist vorgesehen, dass das abgebbare Drehmoment des Elektromotors 13 begrenzt ist.
Dies derart, dass eine erzeugbare Presskraft zwischen Pressbalken 4 und Tisch 5 bzw.
Pressbalken 4 und zu schneidendem Gut begrenzt ist. Konkret ist beim Verfahrensschritt
der Schnittandeutung für den Fall einer Schneidemaschine mit einer Arbeitsbreite von
maximal 160 cm die dynamische Presskraft im Schnittandeutungsmodus von 300 N begrenzt
bzw. bei einer Arbeitsbreite der Schneidemaschine von größer 160 cm auf 500 N begrenzt.
[0039] Mittels des elektromotorischen Antriebs wird bei dieser Schneidemaschine 1 der Pressbalken
immer angehoben und im Fall der Schnittandeutung auch abgesenkt. Gegebenenfalls kann
der Elektromotor 13 auch betrieben werden, um den Kolben 33 des Hydraulikzylinders
12 wieder in seine eingefahrene Stellung zu überführen. Der Hydraulikzylinder 12 wird
nur dann aktiviert, wenn das Gut mittels des Pressbalkens 4 zu pressen ist, bevor
es mittels des Schneidmessers 3 durchtrennt wird.
Bezugszeichenliste
[0040]
- 1
- Schneidemaschine
- 2
- Maschinengestell
- 3
- Schneidmesser
- 4
- Pressbalken
- 5
- Tisch
- 6
- Tischfläche
- 7
- Hydraulikeinheit
- 8
- Führung
- 9
- Bedien- und Anzeigefeld
- 10
- Sicherheitseinrichtung
- 11
- Betätigungstaste
- 12
- Hydraulikzylinder
- 13
- Elektromotor
- 14
- Hebelanordnung
- 15
- Gegengewichtanordnung
- 16
- Hebel
- 17
- Hebel
- 18
- Achse
- 19
- Hebelende
- 20
- Stange
- 21
- Bolzen
- 22
- Bolzen
- 23
- Hebelende
- 24
- Gegengewicht
- 25
- Gegengewicht
- 26
- Bolzen
- 27
- Bolzen
- 28
- Koppelstange
- 29
- Bolzen
- 30
- Träger
- 31
- Bolzen
- 32
- Zylinderring
- 33
- Kolben
- 34
- Gehäuse
- 35
- Stellmittel
- 36
- Gleichlaufwelle
- 37
- Nockenstück
- 38
- Stange
- 39
- Aufnahme
- 40
- Dämpfungselement
- 41
- Träger
- 42
- Träger
- 43
- Bolzen
- 44
- Schneckengetriebe
- 45
- Ritzel
- 46
- Zahn
- 47
- Segmentscheibe
- 48
- Hebelarm
- 49
- Hebelarm
- 50
- Pressfläche
- 51
- Schneidkante
1. Schneidemaschine (1) zum stapelweisen Schneiden von blattförmigem Gut, mit einem auf
das Gut absenkbaren Pressbalken (4), wobei der Pressbalken (4) in einem Maschinengestell
(2) vertikal verschieblich gelagert ist und hydraulisch wirkende Mittel (12) zum Absenken
des Pressbalkens (4) auf das Gut vorgesehen sind, wobei der Pressbalken (4) mittels
der hydraulisch wirkenden Mittel (12) über eine Hebelanordnung (14) betätigbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass auf die Hebelanordnung (14) eine Gegengewichtanordnung (15) einwirkt, die die Hebelanordnung
(14) entgegen der Gewichtskraft des Pressbalkens (4) beaufschlagt.
2. Schneidemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebelanordnung (14) zwei im Maschinengestell (2) schwenkbar gelagerte Hebel (16,
17) aufweist, wobei der jeweilige Hebel (16 bzw. 17) im Bereich eines (ersten) Hebelarms
(49), insbesondere im Bereich eines (ersten) Hebelendes (19) in Wirkverbindung mit
dem Pressbalken (4) steht und im Bereich eines anderen (zweiten) Hebelarms (48) mittels
des hydraulisch wirkenden Mittels (12) beaufschlagbar ist.
3. Schneidemaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der jeweilige Hebel (16 bzw. 17) im Bereich des ersten Hebelendes (19) schwenkbar
mit einer Stange (20) verbunden ist, die im Bereich des diesem Hebel (16 bzw. 17)
abgewandten Endes schwenkbar mit dem Pressbalken (4) im Bereich einer Lagerseite des
Pressbalkens (4) verbunden ist.
4. Schneidemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das hydraulisch wirkende Mittel (12) als Hydraulikzylinder (12) ausgebildet ist,
der mit den Hebeln (16, 17) nicht verbunden ist, und von unten gegen die Hebel (16,
17) zustellbar ist, insbesondere in Abstand zu anderen (zweiten) Hebelenden (23) der
Hebel (16, 17) zustellbar ist.
5. Schneidemaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebel (16, 17) um parallele Achsen (18) schwenkbar sind und in einem Kreuzungsbereich
der Hebel (16, 17) diese Abstützeinrichtungen (32, 32) aufweisen, wobei ein freies
Ende eines Kolbens (33) des Hydraulikzylinders (12) in Kontakt mit den Abstützeinrichtungen
(32, 32) bringbar ist.
6. Schneidemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegengewichtanordnung (15) Gegengewichte (24, 25) aufweist, wobei in jedem Hebel
(16 bzw. 17) mindestens ein Gegengewicht (24 bzw. 25) gelagert ist.
7. Schneidemaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der jeweilige Hebel (16 bzw. 17) im Bereich eines Hebelendes (19) mit dem Pressbalken
(4) zusammenwirkt und im Bereich des anderen Hebelendes (23) ein Gegengewicht (24
bzw. 25) gelagert ist.
8. Schneidemaschine nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegengewichte (24, 25) in den Hebeln (16, 17) schwenkbar gelagert sind, wobei
das jeweilige Gegengewicht (24 bzw. 25) mit einer Koppelstange (28) verbunden ist,
die schwenkbar mit einem bezüglich des Maschinengestells (2) stationären Lagerteil
(30) verbunden ist.
9. Schneidemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die über den Pressbalken (4) in die Hebelanordnung (14) eingeleiteten Momente im
Wesentlichen den über die Gegengewichtanordnung (15) in die Hebelanordnung (14) eingeleiteten
Momenten entsprechen, bei entgegengesetzter Momentenrichtung, insbesondere exakt entsprechen.
10. Schneidemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass Stellmittel (35), insbesondere elektromotorisch antreibbare Stellmittel (35) zum
synchronen Verschwenken der Hebel (16, 17) der Hebelanordnung (14) vorgesehen sind.
11. Schneidemaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebelanordnung (14), bei außer Kontakt mit dieser befindlichen hydraulisch wirkenden
Mitteln (12), mittels der Stellmittel (35) zwecks Heben und/oder Senken des Pressbalkens
(4) beaufschlagbar ist.
12. Schneidemaschine nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass, bei zumindest teilweise ausgefahrenem Kolben (33) des Hydraulikzylinders (12), der
Kolben (33) der Hebelanordnung (14), unter Einwirkung der Stellmittel (35) auf diese,
vollständig einfahrbar ist.
13. Schneidemaschine nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellmittel (35) eine stationär gelagerte, antreibbare Gleichlaufwelle (36),
endseitig mit dieser verbundene Nockenstücke (37, 37), sowie mit den Nockenstücken
(37, 37) schwenkbar verbundene Stangen (38, 38), die mit den beiden Hebeln (16, 17)
der Hebelanordnung (14) schwenkbar verbunden sind, aufweisen.
14. Schneidemaschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass ein Elektromotor (13) stationär gelagert ist, sowie der Elektromotor (13) über ein
Getriebe (44) an die Gleichlaufwelle (36) angebunden ist, zwecks Verschwenkung der
Gleichlaufwelle (36) um einen Teilkreiswinkel, insbesondere um einen Winkel von 60°
bis 90°.
15. Schneidemaschine nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das abgebbare Drehmoment des Elektromotors (13) zum Antreiben der Stellmittel (35)
begrenzt ist, insbesondere derart, dass eine dynamische Presskraft im Schnittandeutungsmodus
bei einer Schneidemaschine mit einer Arbeitsbreite von bis zu 160 cm maximal 300 N
beträgt und bei einer Arbeitsbreite von größer 160 cm maximal 500 N beträgt.