[0001] Die Erfindung betrifft eine Seegangkompensationseinrichtung gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1.
[0002] Derartige Seegangkompensationseinrichtungen werden beispielsweise in der Marinetechnik
eingesetzt, um eine Last mittels eines Krans von einem Schiff auf einem ortsfesten,
beispielsweise am Ufer oder am Meeresboden abgestützten Objekt, wie eine Bohrplattform
abzusetzen. In umgekehrter Weise kann ein Kran auch auf der Bohrplattform oder dergleichen
angeordnet sein, so dass die Last auf dem Schiff oder einem entsprechenden, vom Seegang
beaufschlagten Objekt abzusetzen ist. Eine ähnliche Aufgabenstellung liegt vor, wenn
beispielsweise ein Bohrstrang von einer schwimmenden Plattform aus abgesenkt wird
und diese durch den Seegang angehoben oder abgesenkt wird.
[0003] Die dabei durch den Seegang verursachten Bewegungen einer Last können über die Seegangkompensationseinrichtung
(Heave Compensation Unit) ausgeglichen werden, so dass die Relativposition der Last
zu einem Zielniveau (Ablageposition an Land oder auf dem Schiff) trotz Wellengang
im Wesentlichen konstant gehalten wird.
[0004] Eine derartige Seegangkompensationseinrichtung ist beispielsweise in der
EP 2 414 218 B1 offenbart. Bei dieser bekannten Lösung hat die Einrichtung eine Plattform oder dergleichen,
die die zu übernehmende oder abzusetzende Last trägt oder auf der ein Kran oder dergleichen
angeordnet ist. Diese Plattform ist über eine Aktivzylinderanordnung auf einem Schiffsdeck
abgestützt. Die Schiffsbewegungen aufgrund des Seegangs werden über eine geeignete
Sensorik erfasst und an eine Steuereinheit weiter gegeben. Diese steuert dann den
Hub der Aktivzylinder so, dass die Plattform in der gewünschten Relativposition gehalten
wird.
[0005] In der
EP 1 993 902 B1 ist eine gattungsgemäße Seegangkompensationseinrichtung gezeigt, bei der eine die
Last aufnehmende Plattform als Stewart-Plattform ausgebildet ist. Eine derartige Anordnung
hat sechs schräg zu einander angestellte Aktivzylinder, über die die Plattform in
der gewünschten Relativposition gehalten werden kann. Zur Abstützung des Eigengewichtes
der Plattform und/oder der darauf angeordneten Last können den Aktivzylindern Passivzylinder
zugeordnet sein.
[0006] Eine ähnliche Lösung ist in der
EP 1 869 282 B1 gezeigt. Bei dieser Lösung sind jeweils ein hydraulischer Aktivzylinder und ein pneumatisch
vorgespannter Passivzylinder als Einheit ausgeführt.
[0007] Der Vorteil derartiger Systeme, bei denen eine Heave Compensation mittels einer Aktivzylinderanordnung
erfolgt und die Last durch Passivzylinder abgestützt wird, liegt darin, dass die Aktivzylinder
kleiner als bei einer herkömmlichen Lösung gewählt werden können, bei der diese auch
die Last abstützen müssen. Für diese kleineren Aktivzylinder können dann auch Pumpen
mit geringerem Fördervolumen eingesetzt werden, so dass der vorrichtungstechnische
Aufwand für die aktive Abstützung der Plattform verringert ist. Ein weiterer Vorteil
besteht darin, dass aufgrund der kleineren Zylinder und damit einher gehenden geringen
Druckmittelvolumenströmen die Ausgleichsbewegung mit höherer Dynamik erfolgt.
[0008] Insbesondere bei Seegangkompensationseinrichtungen, bei denen auch schwere Lasten
(> 600 Tonnen) aufgenommen werden sollen, besteht ein Problem darin, dass beim Abstützen
von unterschiedlichen Lasten auf der Passivseite ein erheblicher Aufwand betrieben
werden muss, um die jeweilige passive Abstützung an die Last anzupassen - dies ist
sowohl vom Zeitaufwand als auch vom vorrichtungstechnischen Aufwand her gesehen äußerst
aufwendig. Bei einigen Lösungen wird dann ein Kompromiss dahingehend eingegangen,
dass die Aktivzylinder doch wiederum einen Teil der Last aufnehmen müssen - dies führt
zu einer Verschlechterung der Dynamik und ggf. auch zur Notwendigkeit, größere Zylinder
mit damit einhergehenden größeren Pumpen, etc. zu verwenden.
[0009] Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Seegangkompensationseinrichtung
zu schaffen, die bei geringem vorrichtungstechnischen Aufwand eine einfache Anpassung
an unterschiedliche Belastungen ermöglicht.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Seegangkompensationseinrichtung mit
den Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst.
[0011] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0012] Die erfindungsgemäße Seegangkompensationseinrichtung hat eine Plattform, die von
zumindest einem Aktivaktuator bewegbar ist. Dieser ist über eine Steuereinheit ansteuerbar
ist, um vom Seegang oder dergleichen verursachte Relativbewegungen der Plattform mit
Bezug zu einer Zielposition auszugleichen. Dem Aktivaktuator ist ein Passivsystem
mit zumindest einem Aktuator zugeordnet, über den das Gewicht der Plattform und/oder
einer auf dieser angeordneten Last getragen wird. Erfindungsgemäß ist die Seegangkompensationseinrichtung
mit einer Konsole oder Hebelanordnung ausgeführt, die um eine Gelenkeinrichtung verschwenkbar
ist. An der Konsole greift einerseits der schwenkbar gelagerte Passiv-Aktuator an.
Andererseits greift die Konsole mittelbar oder unmittelbar an der Plattform an und
ist derart ausgebildet, dass sich ein Hebelarm des Passiv-Aktuators mit Bezug zur
Gelenkeinrichtung in Abhängigkeit von einer Ausfahr- oder Einfahrbewegung des Aktuators
ändert. Unter dem Begriff "Konsole" wird eine Einrichtung verstanden, die es ermöglicht,
den Aktuator mit einem veränderlichen Hebel in Wirkverbindung mit der Plattform zu
bringen.
[0013] Im Unterschied zu herkömmlichen Lösungen ist die von dem Passiv-Aktuator auf die
Plattform aufgebrachte Stützkraft variabel und hängt vorzugsweise indirekt von dem
Hub bzw. der Ausfahr- oder Einfahrbewegung des Aktuators und somit auch von dem Schwenkwinkel
der Konsole und von der Übersetzungs-/ Hebelverhältnissen ab. Diese Konsole ist vorzugsweise
so ausgelegt, dass bei unbelasteter Plattform der oben genannte Hebel relativ gering
ist - mit anderen Worten gesagt, der Passivaktuator greift mit einem vergleichsweise
ungünstigen Übersetzungsverhältnis an der Plattform an. Im Falle einer Last wird entsprechend
die Plattform etwas abgesenktdies führt zu einem Verschwenken der Konsole und einer
damit einhergehenden Vergrößerung des Stützhebels, so dass bei gleichbleibender Krafteinleitung
durch den Aktivzylinder aufgrund der günstigeren Übersetzung eine erhöhte Stützkraft
auf die Plattform übertragen wird, um die höhere Last zu tragen.
[0014] Das erfindungsgemäße System passt sich so zusagen selbsttätig sehr schnell an unterschiedliche
Lasten an - die eingangs erläuterten Nachteile herkömmlicher Systeme sind damit beseitigt.
[0015] Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist der Passiv-Aktuator -
im Folgenden nur Aktuator genannt - ein Zylinder, vorzugsweise ein Hydraulikzylinder,
der mittels eines Gasspeichers zumindest in Stützrichtung vorgespannt ist. Dieser
Gasspeicher wirkt dann als pneumatische Feder.
[0016] Als Gas wird vorzugsweise Stickstoff verwendet.
[0017] Eine Variante der Erfindung sieht vor, dass der Aktuator, die Gelenkeinrichtung und
eine die Plattform tragende Stützeinrichtung im Abstand zueinander an der Konsole
angreifen, wobei die Angriffsbereiche etwa ein Dreieck aufspannen und somit versetzt
zu einander angeordnet sind.
[0018] Bei der Verwendung eines Gasspeichers kann die üblicher Weise vorhandene nicht lineare
Abhängigkeit des Volumens des Gases vom einwirkenden Druck durch eine geeignete Mechanik
ausgeglichen werden, die dafür sorgt, dass die p-V-Abhängigkeit (Gas-Kurve) im Betriebsbereich
etwa linear ist.
[0019] Diese Mechanik kann beispielsweise eine Lenkeranordnung sein, die die Stützeinrichtung
trägt und die an der Konsole und an der Gelenkeinrichtung abgestützt ist. Diese Lenkeranordnung
kann beispielsweise einen Lenker aufweisen, der an der Konsole gelagert ist. Ein zweiter
Lenker kann dann an der Gelenkeinrichtung gelagert sein und über ein Kniegelenk mit
dem ersten Lenker verbunden sein. Die Stützeinrichtung ist dann im Bereich des Kniegelenkes
abgestützt.
[0020] Die Stabilität der Einrichtung ist verbessert, wenn zwei derartiger Lenkeranordnungen
parallel zu einander vorgesehen sind.
[0021] Wie bereits erläutert, wird die Kinematik dieser Lenkeranordnung so gewählt, dass
die nicht lineare p-V-Abhängigkeit des Gases (Gas-Kurve) in etwa kompensiert ist.
[0022] Bei einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel greifen an der Plattform drei
Aktivaktuatoren an, denen dann jeweils ein erfindungsgemäßes Passivsystem zugeordnet
ist.
[0023] Der Aufbau ist besonders kompakt, wenn die Passiv-Aktuatoren, vorzugsweise drei Passiv-Aktuatoren
an einem zentralen Stützblock abgestützt sind.
[0024] Die Aktivaktuatoren können mit den Passiv-Aktuatoren derart in Wirkverbindung stehen,
dass die Stellbewegung der Aktivaktuatoren durch das Passivsystem unterstützt wird.
So kann beispielsweise ein Aktivzylinder an der schwenkbaren Konsole gehalten sein,
so dass die Schwenkbewegung der Konsole die Stellbewegung unterstützt. Alternativ
kann die Schwenkbewegung der Konsole genutzt werden, um einen als Motor ausgeführten
Aktivaktuator zusätzlich in Stellrichtung anzutreiben. Bei einem elektrischen Antrieb
können die DC-Bus-Elemente der elektrischen Antriebe gekoppelt werden.
[0025] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden anhand schematischer
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen
Figur 1 eine 3D-Darstellung eines Modells eines ersten Ausführungsbeispiels einer
Seegangkompensationseinrichtung,
Figur 2 eine Prinzipskizze eines Passivsystems für eine Seegangkompensationseinrichtung,
Figur 3 eine detailreichere Darstellung eines Passivsystems gemäß Figur 2,
Figur 4 eine Prinzipdarstellung eines Passivsystems der Seegangkompensationseinrichtung
aus Figur 1,
Figur 5 eine detailreichere Darstellung eines Passivsystems gemäß Figur 4 und
Figur 6 die Seegangkompensationseinrichtung gemäß Figur 1 in einem Zustand, in dem
sie mit einer hohen Last beaufschlagt ist.
[0026] In Figur 1 ist eine dreidimensionale Prinzipdarstellung eines Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemäßen Seegangkompensationseinrichtung (Heave Compensation Unit)
1 - im Folgenden Unit 1 genannt - dargestellt. Wie eingangs erläutert, wird diese
beispielsweise auf dem Deck eines Schiffes angeordnet und dient dazu, aufgrund von
Wellengang verursachte Relativbewegungen des Schiffes mit Bezug zu einer ortsfesten
Position (Zielposition) auszugleichen. Die Unit 1 hat eine Plattform 2, auf der eine
Last abgesetzt oder von der eine derartige Last übernommen werden soll. Prinzipiell
ist es auch möglich, auf dieser Plattform 2 einen Kran oder dergleichen anzuordnen,
über den Lasten von einem ortsfesten System, beispielsweise einer Bohrplattform übernommen
und dann auf dem Schiff abgesetzt werden sollen.
[0027] Das Schiffsdeck ist in der Darstellung gemäß Figur 1 mit dem Bezugszeichen 4 versehen.
Die Abstützung der Plattform 2 auf dem Schiffsdeck 4 erfolgt zum einen über ein Aktivsystem
mit einer Vielzahl von Aktivaktuatoren. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel werden
drei Aktivaktuatoren 6, 8, 10 verwendet, die in Figur 1 lediglich strichpunktiert
angedeutet sind. Bei dem in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Plattform
2 im weitesten Sinn dreieckförmig ausgebildet, wobei dann die Aktivaktuatoren 6, 8,
10 in den Eckbereichen angreifen. Eine derartige Lösung ist in der eingangs genannten
EP 2 414 218 B1 offenbart. Die Ansteuerung der Aktivaktuatoren 6, 8, 10 erfolgt über eine angedeutete
Steuereinheit 12, die über die dargestellten Signalleitungen Stellsignale an die Aktivaktuatoren
6, 8, 10 abgibt, um die Plattform 2 in der vorbestimmten Relativposition zu halten
und dabei den Seegang zu kompensieren. Dieser wird über eine geeignete Sensorik 14
erfasst und von der Steuereinheit 12 verarbeitet.
[0028] Zur Abstützung des Gewichts der Plattform 2 und der darauf angeordneten Last ist
des Weiteren ein Passivsystem 16 vorgesehen. Die Aktivaktuatoren 6, 8, 10 dienen dann
im Wesentlichen nur noch dazu, die Plattform 2 zur Kompensation des Seegangs zu bewegen
- das Eigengewicht der Plattform und der darauf angeordneten Last wird über das Passivsystem
16 gestützt. Die Aktivaktuatoren 6, 8, 10 können beispielsweise Hydrozylinder, Hydromotoren
oder elektrische Antriebe aufweisen. Dabei ist jedem dieser Aktivaktuatoren 6, 8,
10 eine Passivaktuator-Anordnung 18, 20, 22 des Passivsystems 16 zugeordnet.
[0029] Figur 2 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer Passivaktuator-Anordnung 18, 20,
22 für ein Passivsystem 16 zur passiven Abstützung des Eigengewichts einer Plattform
2 oder darauf angeordneter Lasten.
[0030] Die in Figur 2 dargestellte Passivaktuator-Anordnung 18 hat einen Hydrozylinder 24,
der - beispielsweise über einen Gasspeicher 26 - in Ausfahrrichtung vorgespannt ist.
Der Hydrozylinder 24 kann beispielsweise als Differentialzylinder ausgebildet sein,
wobei ein Ringraum an einen Hydrospeicher oder dergleichen angeschlossen sein kann,
so dass bei einer Stellbewegung des Hydrozylinders 24 das Druckmittel aus dem sich
verkleinernden Druckraum in Richtung zum angeschlossenen Hydrospeicher verdrängt und
Druckmittel aus einem anderen , beispielsweise vom Gasspeicher 26 beaufschlagten,
Hydrospeicher in den sich vergrößernden Druckraum nachströmt.
[0031] Prinzipiell kann auch auf den Gasspeicher 26 verzichtet werden, so dass der in Ausfahrrichtung
wirksame Druckraum auf andere Weise vorgespannt werden muss. Der Hydrozylinder 24
ist gemäß der Darstellung in Figur 2 schwenkbar an einem deckseitigen Zylindergelenk
A gelagert. Eine Kolbenstange 28 des Hydrozylinders 24 oder ein sonstiges Stellelement
des Aktuators greift an einer Konsole 30 an, die um eine weitere am Schiffsdeck 4
abgestützte Gelenkeinrichtung C verschwenkbar gelagert ist. Die Kolbenstange 28 ist
in der Darstellung gemäß Figur 2 mit der Konsole 30 über ein Gelenk H verbunden.
[0032] An einem von der Gelenkeinrichtung C und dem Gelenk H entfernten und versetzt dazu
angeordneten Endabschnitt der Konsole 30 greift eine Stützeinrichtung 32 an, die beispielsweise
als starre Stützstrebe ausgebildet ist. Diese Stützeinrichtung 32 ist ihrerseits über
ein Gelenk G an der Konsole 30 angelenkt. Die Stützeinrichtung 32 greift über ein
Gelenk E an der Plattform 2 an und stützt diese somit gegenüber dem Schiffsdeck 4
ab. Zur Querstabilisierung der Plattform 2 während der Ausgleichsbewegung und auch
im stationären Zustand ist - wie aus der
EP 2 414 218 B1 bekannt - eine Querstrebe 34 angeordnet, die einerseits an der Plattform 2 angreift
und andererseits gelenkig über ein Stützgelenk D an dem Schiffsdeck 4 gelagert ist.
Dementsprechend sind die Gelenke D, A und C schiffsdeckseitig angeordnet.
[0033] Wie in Figur 2 dargestellt, sind die Gelenkeinrichtung C und die beiden mit H und
mit G bezeichneten Gelenke in etwa dreieckförmig zu einander angeordnet - die Konsole
30 hat dann eine entsprechende Geometrie, wobei die Außenkonturen selbstverständlich
verrundet oder in sonstiger Weise ausgebildet sein können.
[0034] Je nach Hub des Kolbens schwenkt die Konsole 30 um die Gelenkeinrichtung C herum,
wobei auch der Hydrozylinder um das Zylindergelenk A schwenkt. Dabei bewegt sich das
Gelenk H entlang einer Bewegungsbahn 34, die sich zwischen den Endpositionen J und
K erstreckt.
[0035] In Figur 2 dargestellt ist die Stellung der Konsole 30 bei nahezu vollständig eingefahrenem
Hydrozylinder 24 - diese Position wird bei maximaler Last eingenommen. Wie eingangs
erläutert, kann diese Last im 3- bis 4-stelligen Tonnenbereich liegen. In dieser Endposition
(Maximallast) ist der Hebel L, mit dem der Hydrozylinder 24 an der um die Gelenkeinrichtung
C drehbaren Konsole 30 angreift, maximal. Die Stellkraft des Hydrozylinders 24 wird
somit entsprechend dieses großen Hebels L auf die Konsole 30 und damit auch auf die
Stützeinrichtung 32 übertragen, so dass die Plattform 2 mit vergleichsweise großer
Kraft abgestützt ist.
[0036] Wird nun die Plattform 2 gegenüber dem in Figur 2 dargestellten Zustand entlastet,
so muss das Passivsystem 16 nur noch das Eigengewicht der Plattform 2 tragen - bei
herkömmlichen Lösungen musste dann die Vorspannung des Hydrozylinders 24, beispielsweise
der Gasdruck im Gasspeicher 26, angepasst werden, um eine Überkompensation zu vermeiden.
Dieser Gasdruck muss dann wiederum aufwendig bei Beaufschlagung mit einer Last erhöht
werden - wie eingangs erläutert, ist diese Anpassung zeit- und kostenintensiv.
[0037] Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist dies nicht erforderlich, da der Hydrozylinder
24 bei entlasteter Plattform 2 die Konsole 30 um die Gelenkeinrichtung C verschwenkt
und somit das Ende der Kolbenstange 28 und entsprechend das Gelenk H sich entlang
der Bewegungsbahn 34 zum Endpunkt K hin bewegt. In diesem Bereich ist ein deutlich
geringerer Hebel I wirksam. Der Hydrozylinder 24 schwenkt bei der Verschwenkung der
Konsole 30 um sein Zylindergelenk A und nimmt dann in der Endposition (keine Last
auf der Plattform 2) in etwa die in Figur 2 gestrichelt eingezeichnete Lage ein. Die
aus der Vorspannung resultierende Kraft des Hydrozylinders 24 wird mit einem sehr
kleinen Hebel I auf die Konsole 30 und damit die Stützeinrichtung 32 übertragen. Dies
führt dazu, dass die Stützkraft wesentlich geringer als bei eingefahrenem Hydrozylinder
(Position J) ist. Die resultierende Stützkraft wird somit ohne Änderung der Vorspannung
des Hydrozylinders 24 selbsttätig an die tatsächlichen Lastverhältnisse angepasst.
[0038] Die Geometrie der Konsole 30 und die der Verschwenkung des Hydrozylinders 24 sind
so ausgelegt, dass sich die erforderlichen Hebelverhältnisse einstellen, um das Eigengewicht
der Plattform 2 im Minimalfall und die maximal vorgesehen Last (beispielsweise > 1000
Tonnen) passiv abstützen zu können, ohne dass die Aktivaktuatoren einen nennenswerten
Beitrag leisten.
[0039] Figur 3 zeigt nochmals in einer etwas realistischeren Darstellung den Grundaufbau
des erfindungsgemäßen Passivsystems 16, wobei lediglich zwei Passivaktuator-Anordnungen
18, 20 dargestellt sind, über die die Plattform 2 passiv abgestützt ist. Auf dieser
soll mittels eines nicht vom Wellengang beeinflussten Krans, von dem lediglich der
Kranhaken dargestellt ist, eine Last 36 übernommen oder abgelegt werden. In Figur
3 rechts ist das Detail X dargestellt, das die Passivaktuator-Anordnung 18 zeigt.
Dementsprechend ist die Plattform 2 über die Stützeinrichtung 32 abgestützt, die über
das Gelenk E an der Plattform 2 und das Gelenk G an der Konsole 30 angreift. Letztere
ist - wie erläutert - schwenkbar um die am Schiffsdeck 4 abgestützte Gelenkeinrichtung
C schwenkbar. An der Konsole 30 greift des Weiteren über das Gelenk H die Kolbenstange
28 des Hydrozylinders 24 an, der seinerseits über das Zylindergelenk A (siehe Figur
3 links) schwenkbar am Schiffsdeck 4 gelagert ist. In der Darstellung gemäß Figur
3 wirkt eine Last 36 mit dem Maximalgewicht auf die Plattform 2, so dass entsprechend
der maximale Hebel L wirksam ist, um die Kraft des Hydrozylinders 24 auf die Plattform
2 zu übertragen.
[0040] Erfindungsgemäß wird somit die Kraft eines Passivaktuators, beispielsweise eines
Hydrozylinders über ein Hebelsystem auf die Plattform 2 übertragen, wobei der wirksame
Hebel bei hoher Last größer als im unbelasteten Zustand ist.
[0041] Figur 4 zeigt eine Variante, bei der die Vorspannung des Hydrozylinders 24 über den
Gasspeicher 26 erfolgt. Dieser ist mit Stickstoff gefüllt. Dieser Gasspeicher 26 wirkt
somit als Gasfeder, so dass sich der Druck in Abhängigkeit von der Last ändert. Aufgrund
der Kompressibilität von Gasen ist die Gas-Kennlinie, d.h. die Druck-Volumen-Kennlinie
nicht linear, so dass Druckänderungen nicht proportional zu den Volumenänderungen
sind. Derartige Abweichungen der "Gas-Kurve" werden beim dargestellten Ausführungsbeispiel
über eine Lenkeranordnung 38 kompensiert, die mechanisch zwischen der Stützeinrichtung
32 und der Konsole 30 angeordnet ist. Diese Lenkeranordnung 38 hat einen ersten Lenker
40, der über das Gelenk G an der Konsole 30 angelenkt ist. Ein zweiter Lenker 42 ist
einerseits über ein Lenkergelenk B am Schiffsdeck 4 schwenkbar gelagert und andererseits
über ein Kniegelenk F mit dem ersten Lenker 40 verbunden. Im Bereich dieses Kniegelenkes
F ist auch die Stützeinrichtung 32 schwenkbar angelenkt. Diese greift - wie beim zuvor
beschriebenen Ausführungsbeispiel - über das Gelenk E an der Plattform 2 an. Die Abstützung
in Querrichtung erfolgt wiederum über eine Querstrebe 35.
[0042] Die Kinematik der Lenkeranordnung 38, beispielsweise die Länge der Lenker 40, 42
ist so gewählt, dass die aus der Charakteristik der Gas-Kurve resultierenden Abweichungen
von der Ideallinie kompensiert werden. Im Übrigen entspricht das in Figur 4 dargestellte
Ausführungsbeispiel demjenigen aus den Figuren 2 und 3, so dass weitere Erläuterungen
unter Verweis auf die vorstehenden Ausführungen entbehrlich sind.
[0043] Figur 5 zeigt eine etwas detailreichere Darstellung des in Figur 4 dargestellten
Ausführungsbeispiels der Passivaktuator-Anordnung 18 (20, 22). Wie vorstehend ausgeführt,
wird die Plattform 2 über die jeweiligen Stützeinrichtung 32 abgestützt, die über
das Gelenk E an der Plattform 2 angelenkt ist. Die strebenförmige Stützeinrichtung
32 ist ihrerseits über das Kniegelenk F mit der Lenkeranordnung 38 verbunden. Dabei
ist das Kniegelenk F so ausgebildet, dass es die beiden Lenker 40, 42 gelenkig verbindet
und des Weiteren auch ein Schwenken der Stützeinrichtung 32 zumindest in der Zeichenebene
gemäß Figur 5 zulässt. Der erste Lenker 40 ist über das Gelenk G an der Konsole 30
angelenkt. Der zweite Lenker 42 ist am Lenkergelenk B gelagert. Die Kolbenstange 28
des Hydrozylinders 24 oder der sonstige Aktuator greift über das Gelenk H an der Konsole
30 an. Wie erläutert, ist der Hydrozylinder 24 über den Gasspeicher 26 auf einen vorbestimmten
Druck vorgespannt. Der kolbenstangenseitige Druckraum des Hydrozylinders 24 ist -
wie bereits eingangs erläutert - mit einem Hydrospeicher 44 verbunden. Insofern entspricht
das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 5 demjenigen aus Figur 4, so dass weitere Erläuterungen
entbehrlich sind.
[0044] Bei dem in Figur 5 dargestellten Ausführungsbeispiel kann bei Lastspitzen, beispielsweise
beim Ausgleich einer durch den Wellengang verursachten Absenkbewegung des Schiffes
die Funktion der Aktivaktuatoren 6, 8, 10 durch das Passivsystem 16 unterstützt werden.
Wie erläutert, können als Aktivaktuatoren Elektromotoren, Hydromotoren oder Hydrozylinder
oder dergleichen verwendet werden.
[0045] In Figur 5 rechts ist beispielhaft ein als Hydrozylinder ausgeführter Aktivaktuator
6 dargestellt, dessen Kolbenstange am Gelenk H angreift und somit mit der Konsole
30 verbunden ist. Die Betätigung dieses Aktivaktuators 6 erfolgt - wie in Figur 5
rechts angedeutet - über eine über Null verstellbare Hydropumpe 48, die über einen
Motor 50 angetrieben ist, um den Aktivaktuator 6 (Hydrozylinder) in Abhängigkeit vom
Stellsignal der Steuereinheit 12 ein- oder auszufahren. Das die maximale Leistung
des aktiven Systems erfordernde Ausfahren des Aktivaktuators 6 beim Absenken des Schiffs
(Heave) wird dabei durch das Passivsystem 16 unterstützt, da die Konsole 30 dann ebenfalls
in Richtung Vergrößerung des Hebelarms H schwenkt.
[0046] In Figur 5 links ist eine alternative Variante gezeigt. Bei dieser Variante sind
die Aktivaktuatoren 6 durch Hydromotoren 52 ausgebildet, die Stellelemente, beispielsweise
Spindeln oder dergleichen, antreiben, um die Plattform 2 in der gewünschten Relativposition
zu halten. Der Antrieb der Hydromotoren 52 erfolgt wie bei der zuvor beschriebenen
Variante über eine über Null verschwenkbare Pumpe 48 und einen von der Steuereinheit
12 angesteuerten elektrischen Antrieb 50. Bei der in Figur 5 links dargestellten Variante
ist der Hydromotor 52 zusätzlich über ein Ritzel 54 antreibbar, das mit einer Außenverzahnung
56 der Konsole 30 kämmt, so dass bei einer Verschwenkung der Konsole 30 um die Gelenkeinrichtung
C über das Ritzel 54 der Hydromotor 52 zusätzlich angetrieben wird, so dass dieser
durch das Passivsystem 16 in seiner Funktion unterstützt wird, um große Lastwechsel
mit hoher Dynamik ausgleichen zu können.
[0047] Mit derartigen Lösungen kann die Funktion zumindest eines Aktivaktuators durch das
Passivsystem unterstützt werden, so dass die dort "eingesparte" Energie zum Verstellen
der anderen Aktivaktuatoren genutzt werden kann. Prinzipiell können natürlich auch
alle Aktivaktuatoren durch das Passivsystem in der vorbeschriebenen Weise unterstützt
werden.
[0048] Das in Figur 1 dargestellte Ausführungsbeispiel ist mit einem Passivsystem 16 gemäß
Figur 4 ausgeführt, wobei dies in seiner Funktionsstellung dargestellt ist, die es
bei unbelasteter Plattform 2 einnimmt.
[0049] Gemäß der Darstellung in Figur 1 ist die Gelenkeinrichtung C über Gelenkwangen 58
am Schiffsdeck 4 abgestützt. Die einseitig verrundete Konsole 30 ist zwischen diesen
beiden Gelenkwangen 58 gelagert. Die Lenkeranordnung 38 ist einerseits über das Lenkergelenk
B an den Gelenkwangen 58 und andererseits über das Gelenk G an der Konsole 30 angelenkt.
Die Lenker 40, 42 sind über das Kniegelenk F mit einander verbunden. Wie in Figur
1 erkennbar, sind zwei derartiger Lenkeranordnungen 38, 38' als 4-Lenkeranordnung
parallel zu einander vorgesehen, so dass das Kniegelenk F die beiden Lenkeranordnungen
38, 38' verbindet. In diesem Verbindungsbereich ist dann die als Stützstrebe ausgeführte
Stützeinrichtung 32 abgestützt, die ihrerseits über das Gelenk E an der Plattform
2 angreift. Die Querabstützung erfolgt jeweils über eine Querstrebe 35, die einerseits
über ein Strebengelenk J an der Plattform 2 angelenkt ist und andererseits über das
Stützgelenk D am Schiffsdeck 4 abgestützt ist. Die Hydrozylinder 24 der Passivaktuator-Anordnungen
18, 20, 22 sind beim dargestellten Ausführungsbeispiel über das Zylindergelenk A an
einen deckseitigen Stützblock 60 abgestützt, an dem auch die anderen Hydrozylinder
der anderen Passivaktuatoranord-nungen abgestützt sind. Dieser Stützblock 60 befindet
sich gemäß der Darstellung in Figur 1 in etwa mittig unterhalb der im weitesten Sinn
dreieckförmigen Plattform 2.
[0050] In der Darstellung gemäß Figur 1 sind die Hydrozylinder 24 jeweils ausgefahren, so
dass der minimale Hebel I wirksam ist - dementsprechend ist kein Gewicht auf der Plattform
2 angeordnet.
[0051] Figur 6 zeigt den Zustand, in dem die maximale Last 36 auf die Plattform 2 wirkt.
Wie vorstehend ausgeführt, fahren die durch den Gasspeicher 26 vorgespannten Hydrozylinder
24 ein, so dass die Konsolen 30 aus der in Figur 1 dargestellten Schwenkposition nach
innen, hin zum Stützblock 60 schwenken und entsprechend der maximale Hebel L (siehe
Figur 2) wirksam ist, um die Last 36 abzustützen - die Plattform 2 nimmt dabei ihre
in Figur 6 dargestellte untere Position ein. In der Darstellung gemäß den Figuren
1 und 6 sind des Weiteren noch die als Hydrozylinder ausgebildeten Aktivaktuatoren
6, 8, 10 angedeutet, die einerseits über Gelenke (mit Bezugszeichen versehen sind
in Figur 6 nur die Gelenke K, L) an der Plattform 2 angreifen und andererseits, beispielsweise
am Gelenk H, an der jeweiligen Konsole 30 abgestützt sind.
[0052] Offenbart ist eine Seegangkompensationseinrichtung mit einem Aktivsystem und einem
Passivsystem. Bei dem Passivsystem sind Aktuatoren über eine Gelenkeinrichtung mit
einer eine Last tragenden Plattform verbunden. Über diese Gelenkeinrichtung kann der
wirksame Hebel, mit dem die Aktuatoren die Plattform passiv abstützen, in Abhängigkeit
vom Lastzustand verändert werden.
Bezugszeichenliste
[0053]
- 1
- Seegangkompensationseinrichtung (Unit)
- 2
- Plattform
- 4
- Schiffsdeck
- 6
- Aktivaktuatoren
- 8
- Aktivaktuatoren
- 10
- Aktivaktuatoren
- 12
- Steuereinheit
- 14
- Sensorik
- 16
- Passivsystem
- 18
- Passivaktuator-Anordnung
- 20
- Passivaktuator-Anordnung
- 22
- Passivaktuator-Anordnung
- 24
- Hydrozylinder
- 26
- Gasspeicher
- 28
- Kolbenstange
- 30
- Konsole
- 32
- Stützeinrichtung
- 34
- Bewegungsbahn
- 35
- Querstrebe
- 36
- Last
- 38
- Lenkeranordnung
- 40
- erster Lenker
- 42
- zweiter Lenker
- 44
- Hydrospeicher
- 46
- Kolbenstange
- 48
- Pumpe
- 50
- Motor
- 52
- Hydromotor
- 54
- Ritzel
- 56
- Außenverzahnung
- 58
- Gelenkwange
- 60
- Stützblock
1. Seegangkompensationseinrichtung mit einer Plattform (2), die von zumindest einem Aktivaktuator
(6, 8, 10) bewegbar ist, der über eine Steuereinheit (12) ansteuerbar ist, um vom
Seegang oder dergleichen verursachte Relativbewegungen der Plattform (2) mit Bezug
zu einer Zielposition auszugleichen, wobei den Aktivaktuatoren (6, 8, 10) ein Passivsystem
(16) mit zumindest einem Aktuator zugeordnet ist, über den das Gewicht der Plattform
(2) und/oder einer auf dieser angeordneten Last (36) zumindest teilweise abgestützt
ist, gekennzeichnet durch eine um eine Gelenkeinrichtung (C) verschwenkbare Konsole (30), an der einerseits
der schwenkbar gelagerte Aktuator angreift und die andererseits mittelbar oder unmittelbar
an der Plattform (2) angreift, und derart ausgebildet ist, dass sich ein Hebelarm
(L, I) des Aktuators mit Bezug zur Gelenkeinrichtung (C) in Abhängigkeit von einer
Ausfahr- oder Einfahrbewegung des Aktuators ändert.
2. Seegangkompensationseinrichtung nach Patentanspruch 1, wobei der Aktuator ein Hydrozylinder
(24) ist, der vorzugsweise mittels eines Gasspeichers (26) vorgespannt ist.
3. Seegangkompensationseinrichtung nach Patentanspruch 2, wobei der Gasspeicher (26)
mit Stickstoff gefüllt ist.
4. Seegangkompensationseinrichtung nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei
der Aktuator, die Gelenkeinrichtung (C) und eine die Plattform (2) stützende Stützeinrichtung
(32) im Abstand und versetzt zu einander angreifen, wobei diese Angriffsbereiche der
Komponenten etwa ein Dreieck ausbilden.
5. Seegangkompensationseinrichtung nach Patentanspruch 3, wobei die Stützeinrichtung
(32) ihrerseits über eine Lenkeranordnung (38) an der Konsole (30) und der Gelenkeinrichtung
(C) abgestützt ist.
6. Seegangkompensationseinrichtung nach Patentanspruch 4, wobei die Lenkeranordnung (38)
einen ersten Lenker (40) hat, der an der Konsole (30) gelagert ist und einen zweiten
Lenker (42) aufweist, der im Bereich der Gelenkeinrichtung (C) oder decksseitig gelagert
ist und der über ein Kniegelenk (F) mit dem ersten Lenker (40) verbunden ist, wobei
die Stützeinrichtung (32) im Bereich des Kniegelenkes (F) abgestützt ist.
7. Seegangkompensationseinrichtung nach Patentanspruch 5 oder 6, mit zwei parallelen
Lenkeranordnungen (38, 38').
8. Seegangkompensationseinrichtung nach einem der Patentansprüche 5 bis 7, wobei ein
Übersetzungsverhältnis der Lenkeranordnung (38, 38') so gewählt ist, dass eine Druck-/Volumenabhängigkeit
des Speichermediums des Gasspeichers (26) in etwa kompensiert ist.
9. Seegangkompensationseinrichtung nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei
Passivaktuator-Anordnungen (18, 20, 22) des Passivsystems (16) jeweils mit einer Querstrebe
(35) ausgeführt sind, die vorzugsweise in etwa quer zur Stützrichtung oder in etwa
quer zur Stellrichtung des Aktivaktuators (6, 8, 10) an der Plattform (2) angreift.
10. Seegangkompensationseinrichtung nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, mit
zumindest drei Aktivaktuatoren (6, 8, 10), denen jeweils ein Passivsystem (16) zugeordnet
ist.
11. Seegangkompensationseinrichtung nach Patentanspruch 10, wobei Hydrozylinder (24) der
Passivsysteme (16) an einem zentralen Stützblock (60) abgestützt sind.
12. Seegangkompensationseinrichtung nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei
das Passivsystem (16) und der zugeordnete Aktivaktuator (6, 8, 10) derart in Wirkverbindung
stehen, dass das Passivsystem (16) die Funktion der Aktivaktuatoren (6, 8, 10) direkt
unterstützt.