[0001] Die Erfindung betrifft eine Packung für Zigaretten gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] In der Praxis kann es aus verschiedenen Gründen vorkommen, dass die Packungsgrößen
bzw. die Abmessungen von Packungen für Zigaretten vorgegeben sind, beispielsweise
aus gesetzlichen, steuerlichen oder technischen Gründen. Um eine kostengünstige Herstellung
von Packungen zu gewährleisten, ist es aber wünschenswert, dass die Packung bei konstanten
(Außen-)Abmessungen mit unterschiedlichen Inhalten befüllt werden können, um flexibel
auf entsprechende Vorgaben in verschiedenen Märkten reagieren zu können, ohne dass
eine kostspielige Umrüstung der Verpackungsmaschinen erforderlich wäre. Insbesondere
ist es von Interesse eine geringere Anzahl von Zigaretten bzw. Zigarettengruppen mit
geringeren Abmessungen in üblichen Packungen unterzubringen.
[0003] Aus der
US 5,158,664 ist es bekannt, einen speziellen Kragen einzusetzen, um die Breite des Innenraums
des Schachtelteils zu reduzieren. Hierbei weist der Kragen innere und äußere Seitenwände
auf. Die inneren Seitenwände sind mit Abstand zu den äußeren Seitenwänden angeordnet,
sodass die Breite des Innenraums entsprechend reduziert wird. Die Zigaretten liegen
innenseitig an den inneren Seitenwänden an. Ein Nachteil diese Lösung besteht darin,
dass der spezielle Kragen aus einem komplizierten Zuschnitt mit vielen Wandungen hergestellt
wird, der einer komplexen Handhabung bzw. Faltung bedarf.
[0004] Einen anderen Weg geht die
US 4,850,482, bei der ein Einsatz benutzt wird, der ein rückseitiges Füllstück aufweist. Auch
hier ist der Zuschnitt sehr kompliziert aufgebaut.
[0005] Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde Packungen für Zigaretten
weiterzuentwickeln, insbesondere im Hinblick auf eine möglichst vorteilhafte Aufnahme
unterschiedlicher Packungsinhalte in vorzugsweise standardisierten Packungen.
[0006] Eine Packung zur Lösung dieser Aufgabe weist die Merkmale des Anspruchs 1 auf.
[0007] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung
erläutert. In dieser zeigen:
- Fig. 1
- ein nicht zur Erfindung gehöriges erstes Beispiel einer Packung für Zigaretten mit
geöffnetem Deckel in räumlicher Darstellung,
- Fig. 2
- den Inhalt der Packung gemäß Fig. 1 in teilweiser räumlicher Darstellung,
- Fig. 3
- einen Kragen für die Packung gemäß Fig. 1 in teilweise gefalteter Stellung,
- Fig. 4
- den Kragen gemäß Fig. 3 im Grundriss,
- Fig. 5
- ein erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel einer Packung für Zigaretten in räumlicher
Darstellung,
- Fig. 6
- den Inhalt der Packung gemäß Fig. 5 in teilweiser räumlicher Darstellung,
- Fig. 7
- einen Kragen für die Packung gemäß Fig. 5 in teilweise gefalteter Stellung,
- Fig. 8
- den Kragen gemäß Fig. 7 im Grundriss,
- Fig. 9
- ein nicht zur Erfindung gehöriges Beispiel einer Packung für Zigaretten mit geöffnetem
Deckel in räumlicher Darstellung,
- Fig. 10
- den Inhalt der Packung gemäß Fig. 9 in teilweiser räumlicher Darstellung,
- Fig. 11
- einen Kragen für die Packung gemäß Fig. 9 in teilweise gefalteter Stellung,
- Fig. 12
- den Kragen gemäß Fig. 11 im Grundriss,
- Fig. 13
- einen Zuschnitt für die Packung gemäß Fig. 9 im Grundriss
- Fig. 14
- einen Zuschnitt für die Packung gemäß Fig. 9 im Vertikalschnitt entlang Schnittlinie
XIV - XIV,
- Fig. 15
- ein nicht zur Erfindung gehöriges Beispiel einer Packung für Zigaretten mit geöffnetem
Deckel in räumlicher Darstellung,
- Fig. 16
- den Inhalt der Packung gemäß Fig. 15 in teilweiser räumlicher Darstellung,
- Fig. 17
- einen Kragen für die Packung gemäß Fig. 15 in teilweise gefalteter Stellung,
- Fig. 18
- den Kragen gemäß Fig. 15 im Grundriss,
- Fig. 19
- eine schematische Darstellung eines ersten Faltschritts für den Kragen der Packung
gemäß Fig. 15,
- Fig. 20
- eine schematische Darstellung eines zweiten Faltschritts für den Kragen der Packung
gemäß Fig. 15,
- Fig. 21
- ein nicht zur Erfindung gehöriges Beispiel einer Packung für Zigaretten mit geöffnetem
Deckel in räumlicher Darstellung,
- Fig. 22
- den Inhalt der Packung gemäß Fig. 21 in teilweise räumlicher Darstellung,
- Fig. 23
- einen Kragen für die Packung gemäß Fig. 21 in gefalteter Stellung,
- Fig. 24
- den Kragen für die Packung gemäß Fig. 21 im Grundriss,
- Fig. 25
- ein nicht zur Erfindung gehöriges Beispiel einer Packung für Zigaretten mit geöffnetem
Deckel in räumlicher Darstellung,
- Fig. 26
- einen Vertikalschnitt durch die Packung gemäß Fig. 25 entlang Schnittlinie XXVI -
XXVI in Fig. 25,
- Fig. 27
- einen Kragen für die Packung gemäß Fig. 25 in gefalteter Stellung, und
- Fig. 28
- den Kragen für die Packung gemäß Fig. 25 im Grundriss.
[0008] Die Erfindung wird nachfolgend an verschiedenen Beispielen beschrieben, die sich
jeweils auf eine Packung 10 des Typs Klappschachtel (Hinge-Lid-Packung) für Zigaretten
bezieht. Es wird explizit darauf hingewiesen, dass sich die Erfindung auf andere Typen
von Packungen für Zigaretten beziehen kann. Nur die im Ausführungsbeispiel gemäß Fig.
5 bis 8 gezeigte Packung fällt unter die Erfindung.
[0009] Die in den Fig. gezeigten Packungen 10 bestehen aus einem Schachtelteil 11 und einem
schwenkbar im Bereich einer Rückwand 12 des Schachtelteils 11 angebrachten Deckel
13. Das Schachtelteil 11 besteht ferner aus einer (unteren) Bodenwand 14 und einer
(aufrechten) Vorderwand 15, die der Rückwand 12 gegenüber liegt. Seitenwände 16, 17
verbinden Rückwand 12 und Vorderwand 15 miteinander und sind aus einander überdeckenden,
inneren und äußeren Seitenlappen 18, 19 gebildet. Der Deckel 13 besteht ebenfalls
aus Vorderwand 20, Rückwand 21, Stirnwand 54 und Seitenwänden 22, 23. Die Seitenwände
22, 23 des Deckels 13 sind ebenfalls durch einander überdeckende, innere und äußere
Seitenlappen 24, 25 gebildet.
[0010] Ein weiterer Bestandteil der Packungen 10 ist jeweils ein Kragen 26 in unterschiedlicher
Konfiguration. Grundbestandteile des Kragens 26 sind aber stets eine Kragen-Vorderwand
27, die an der Vorderwand 15 des Schachtelteils 11 anliegt und gegebenenfalls mit
dieser durch Klebung verbunden ist. Weiterhin gehören zum Kragen 26 Kragen-Seitenwände
28, die sich entlang von Seitenwänden 16, 17 des Schachtelteils 11 erstrecken. Ein
aus dem Schachtelteil 11 herausragender oberer Bereich des Kragens 26 wird durch den
Deckel 13 in Schließstellung der Packung 10 umschlossen.
[0011] Die so ausgebildete, quaderförmige Packung 10 aus dünnem Karton ist besonders geeignet
für die Aufnahme von Zigaretten oder anderen stabförmigen Gegenständen. Die Zigaretten
werden als Zigarettengruppe 29 formiert und sind durch einen Innenzuschnitt 30 beispielsweise
aus Stanniol umgeben. Es entsteht so ein Zigarettenblock 31. In den gezeigten Ausführungsbeispielen
ist die Zigarettengruppe 29 bzw. der Zigarettenblock 31 im Wesentlichen quaderförmig
ausgebildet, mit einem quadratischen oder rechteckigen Querschnitt. Es versteht sich,
dass die Zigarettengruppe 29 bzw. der Zigarettenblock 31 auch andere Querschnittsformen
aufweisen kann, beispielsweise mit einem trapezförmigen oder dreieckigen Querschnitt.
[0012] Eine Besonderheit besteht hinsichtlich der Abmessungen der Zigarettengruppe 29 bzw.
des Zigarettenblocks 31. Die Abmessungen (Breite, Höhe, Tiefe) entsprechen nämlich
zumindest teilweise nicht den entsprechenden Abmessungen des Innenraums des Schachtelteils
11 bzw. der Packung 10, sodass ohne Gegenmaßnahmen ein Hohlraum entstehen würde, bzw.
die Zigarettengruppe 29 bzw. der Zigarettenblock 31 nicht sicher bzw. ordnungsgemäß
im Schachtelteil 11 gehalten würden. Entsprechend ist mindestens eine Abmessung der
Zigarettengruppe 29 bzw. des Zigarettenblocks 31 kleiner als eine entsprechende Abmessung
des Innenraums des Schachtelteils 11 bzw. der Packung 10.
[0013] Sofern im Rahmen dieser Anmeldung darauf abgestellt wird, dass die Abmessungen (von
Zigarettengruppe 29 bzw. Zigarettenblock 31 einerseits und des Innenraums des Schachtelteils
11 bzw. der Packung 10 andererseits) unterschiedlich sind, so bezieht sich dies nicht
auf die üblichen Abweichungen, die im Zuge von Maß- und Fertigungstoleranzen bzw.
zwecks einfacher Entnahme der Zigaretten üblicherweise vorhanden sind, sondern um
Abweichungen die über dieses Maß hinaus gehen. Die Erfindung bezieht sich auf Abweichungen
in den Abmessungen, die dadurch entstehen, dass innerhalb der Packung 10 eine oder
mehrere Zigarettengruppen 29 bzw. Zigarettenblöcke 31 Aufnahme finden, die aufgrund
der Anzahl und/oder Abmessungen der Zigaretten einen geringeren Packungsinhalt haben
als bei derartigen Packungen 10 üblich, sodass signifikante Unterschiede in den Abmessungen
bestehen, die auf geeignete Weise ausgeglichen werden müssen, um die Zigarettengruppe
29 bzw. den Zigarettenblock 31 trotz der abweichenden Abmessungen sicher in der Packung
10 aufzunehmen.
[0014] Im ersten nicht zur Erfindung gehörigen Beispiel gemäß Fig. 1 bis 4 sind zwei Zigarettengruppen
29 bzw. Zigarettenblöcke 31 vorgesehen, deren Breite gemeinsam geringer als die Breite
des Innenraums des Schachtelteils 10 ausgebildet ist. Hinsichtlich der Tiefe und der
Höhe bestehen keine Besonderheiten bzw. unterschiedliche Abmessungen.
[0015] Die Zigarettengruppen 29 bzw. die Zigarettenblöcke 31 sind im Querschnitt im Wesentlichen
quadratisch ausgebildet, mit einer Anordnung von jeweils vier Zigaretten in vier Reihen.
Beide Zigarettengruppen 29 bzw. Zigarettenblöcke 31 verfügen über identische Abmessungen.
Es versteht sich, dass die Zigarettengruppen 29 bzw. Zigarettenblöcke 31 in einer
Variante auch unterschiedliche Abmessungen aufweisen können.
[0016] Zum Ausgleich der geringeren Breite der beiden Zigarettengruppen 29 bzw. Zigarettenblöcke
31 kommt ein in besonderer Weise gestalteter Kragen 26 zum Einsatz, der aus mehreren
Abschnitten bzw. Faltlappen gebildet ist. Jede der beiden Zigarettengruppen 29 bzw.
Zigarettenblöcke 31 wird durch den Kragen 26 an drei Seiten umschlossen, nämlich im
Bereich der Vorderwand 15 durch eine Kragen-Vorderwand 27 sowie im Bereich der Seitenwände
16, 17 durch äußere Kragen-Seitenwände 28. Ferner sind innere Kragen-Seitenwände 32
vorgesehen, die sich entlang von einander zugewandten Seitenflächen der im Abstand
zueinander angeordneten Zigarettengruppen 29 bzw. Zigarettenblöcke 31 erstrecken.
Zwischen den beiden inneren Kragen-Seitenwänden 32 ist ein Stützorgan 33 angeordnet,
welches aus einem Faltlappen des Kragens 26 gebildet ist. Ferner sind die beiden inneren
Kragen-Seitenwände 32 durch eine Verbindungslasche 34 verbunden.
[0017] Jeweils eine äußere Kragen-Seitenwand 28, eine Kragen-Vorderwand 27 und eine innere
Kragen-Seitenwand 32 bilden einen Abschnitt 35, 36 des Kragens. Die beiden Abschnitte
werden durch die Verbindungslasche 34 miteinander verbunden.
[0018] Die Breite der Verbindungslasche 34 entspricht der Breite des Stützorgans 33, das
durch Stanzschnitte 37 aus dem Material des Kragens 26 gebildet und um eine Faltlinie
38 schwenkbar mit einem oberen Ende der Verbindungslasche 34 schwenkbar verbunden
ist.
[0019] Bei der Herstellung der Packung 10 werden die beiden Zigarettengruppen 29 bzw. Zigarettenblöcke
31 in jeweils einen Abschnitt 35, 36 des Kragens 26 eingewickelt und das Stützorgan
33 quer zur Ebene der Verbindungslasche 34 geschwenkt (Fig. 3). In dieser Stellung
liegen die inneren Kragen-Seitenwände 28 an den freien Längsrändern des Stützorgans
33 an und überbrücken den Abstand zwischen den beiden Zigarettengruppen 29 bzw. Zigarettenblöcken
31, sodass die kleinere gemeinsame Breite der Zigarettengruppen 29 bzw. Zigarettenblöcke
31 durch das Stützorgan 33 des Kragens 26 ausgeglichen wird.
[0020] Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass das Stützorgan 33 so angeordnet ist,
dass der Konsument bzw. Verbraucher bei geöffneter Packung nicht in den Abstand bzw.
Raum zwischen den beiden Zigarettengruppen 29 bzw. Zigarettenblöcken 31 sehen kann.
[0021] Im vorliegenden Fall ist das Stützorgan 33 etwa auf Höhe einer Schließkante 39 des
Schachtelteils 11 angeordnet und verläuft im Wesentlichen horizontal bzw. parallel
zur Bodenwand 14. Die Länge des Stützorgans 33 entspricht dabei der entsprechenden
Abmessung der Kragen-Seitenwände bzw. der entsprechenden Tiefe des Innenraums des
Schachtelteils 11, sodass der sich im Schachtelteil 11 erstreckende Hohlraum zwischen
den beiden Zigarettengruppen 29 bzw. Zigarettenblöcken 31 oberseitig abgedeckt wird.
[0022] Eine weitere Besonderheit betrifft die Anordnung von ansonsten üblichen Ausnehmungen
40 im Bereich einer Oberseite des Kragens 26 zur Entnahme von Zigaretten. Diese Ausnehmungen
40 erstrecken sich jeweils über Eck im Bereich der Kragen-Vorderwände 27 sowie der
daran anschließenden inneren Kragen-Seitenwände 32.
[0023] Das Ausführungsbeispiel der Erfindung gemäß Fig. 5 bis 8 unterscheidet sich vom ersten
Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 bis 4 zum einen durch die Anzahl und Größe der Zigarettengruppen
29 und zum anderen durch die Konstruktion des Kragens 26. Entsprechend werden nachfolgend
nur die soweit geänderten Aspekte beschrieben, wobei für übereinstimmende Teile die
gleichen Bezugszeichen benutzt werden.
[0024] Bei dem Packungsinhalt handelt es sich beim zweiten Ausführungsbeispiel um eine einzelne
Zigarettengruppe 29 bzw. um einen einzelnen Zigarettenblock 31. Die Zigarettengruppe
29 bzw. der Zigarettenblock 31 ist zentral bzw. mittig im Schachtelteil 11 angeordnet,
wobei die Breite der Zigarettengruppe 29 bzw. des Zigarettenblocks 31 (deutlich) geringer
als die entsprechende Abmessung des Innenraums des Schachtelteils 11 ist.
[0025] Die Zigarettengruppe 29 bzw. der Zigarettenblock 31 ist im Querschnitt rechteckig
ausgebildet mit jeweils fünf Zigaretten in vier Reihen. Es versteht sich, dass auch
andere Querschnitte bzw. eine abweichende Anzahl an Zigaretten denkbar ist.
[0026] Der Kragen 26 ist wie beim ersten Ausführungsbeispiel einteilig ausgestaltet mit
einer Kragen-Vorderwand 27, die eine zentrale Ausnehmung 40 aufweist, sowie zwei Kragen-Seitenwänden
28, die benachbart zu den Seitenwänden 16, 17 des Schachtelteils 11 angeordnet sind.
Bezüglich der Tiefe und Höhe der Zigarettengruppe 29 bzw. des Zigarettenblocks 31
bestehen keine Besonderheiten.
[0027] Aufgrund der geringeren Breite der Zigarettengruppe 29 bzw. des Zigarettenblocks
31 liegen dessen Seitenflächen nicht an den Kragen-Seitenwänden 28 an, sondern lediglich
an der Kragen-Vorderwand 27. Entsprechend müssen Maßnahmen getroffen werden, um die
Zigarettengruppe 29 bzw. den Zigarettenblock 31 seitlich zu halten. Hierzu sind spezielle
Stützlaschen 41 vorgesehen, die aus entsprechenden Faltlappen des Kragens 26 gefaltet
werden.
[0028] Die Stützlaschen 41 verlaufen einerseits parallel zu den Kragen-Seitenwänden 28 und
liegen an den entsprechenden Seitenflächen der Zigarettengruppe 29 bzw. des Zigarettenblocks
31 an, um diese seitlich zu halten. Eine weitere Stützlasche 42 verläuft quer zur
Stützlasche 41 und erstreckt sich entlang der Rückwand 12 des Schachtelteils 11.
[0029] Die beiden Stützlaschen 41, 42 werden aus dem Material des Kragens durch einen horizontalen
Stanzschnitt 37 gebildet und sind über Faltlinien 38 mit der Kragen-Vorderwand sowie
über eine Restverbindung 43 mit einem Eckbereich der Kragen-Seitenwände 28 verbunden.
[0030] Im dritten nicht zur Erfindung gehörigen Beispiel gemäß Fig. 9 bis 14 ist eine Zigarettengruppe
29 bzw. ein Zigarettenblock 31 vorgesehen, der sich nicht über die volle Tiefe des
Innenraums des Schachtelteils 11 erstreckt. Hinsichtlich der Abmessungen in der Breite
und der Höhe bestehen keine Besonderheiten.
[0031] Die Zigarettengruppe 29 bzw. der Zigarettenblock 31 ist im Querschnitt rechteckig
ausgebildet, mit jeweils zehn Zigaretten in zwei Reihen. Es versteht sich, dass auch
andere Querschnitte bzw. eine abweichende Anzahl an Zigaretten denkbar ist.
[0032] Die Breite der Kragen-Seitenwände 28 ist an die Tiefe der Zigarettengruppe 29 bzw.
des Zigarettenblocks 31 angepasst. Die Zigarettengruppe 29 bzw. der Zigarettenblock
31 liegt an drei Seiten am Kragen 26 an, nämlich im Bereich der Kragen-Vorderwand
27 sowie der beiden Kragen-Seitenwände 28.
[0033] Die Zigarettengruppe 29 bzw. der Zigarettenblock 31 ist so positioniert, dass dieser
an der Rückwand 12 des Schachtelteils 11 anliegt. Entsprechend ist die Kragen-Vorderwand
27 mit Abstand zur Vorderwand 15 des Schachtelteils positioniert.
[0034] Um diesen Abstand zu überbrücken, sind zwei Stützlaschen 44 vorgesehen, die durch
Stanzen aus dem Material des Kragens 26 gebildet sind. Nach dem Umfalten der Kragen-Seitenwände
28 erstrecken sich die Stützlaschen 44 jeweils in der Ebene der Kragen-Seitenwände
28 und ragen über die Kragen-Vorderwand 27 hinaus bis an die Vorderwand 15 des Schachtelteils
11 und sorgen so für eine Stabilisierung des Kragens 26 bzw. der Zigarettengruppe
29 bzw. des Zigarettenblocks 31.
[0035] Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass die Breite der inneren Deckel-Seitenlappen
24, 25 an die Position von Deckelbremsen 45 angepasst ist. Die Deckelbremsen 45 sind
wie üblich in der Ebene der Kragen-Vorderwand 27 ausgebildet, die sich jedoch wegen
des Abstands zur Vorderwand 15 des Schachtelteils 11 in einer anderen Ebene als üblich
befindet. Entsprechend sind die Deckel-Seitenlappen 24, 25 mit einer geringeren Breite
quer zur Längserstreckung des Zuschnitts 46 für die Packung 10 ausgebildet.
[0036] Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass der Hohlraum im Schachtelteil 11 zwischen
der Kragen-Vorderwand 27 und der Vorderwand 15 des Schachtelteils 11 oberseitig abgedeckt
wird. Hierzu ist etwa auf Höhe der Schließkante 39 des Schachtelteils 11 bzw. geringfügig
darunter (Fig. 14) eine Abdecklasche 47 in Verlängerung der Vorderwand 15 des Schachtelteils
11 ausgebildet, die in die Packung 10 hinein gefaltet wird, um den Raum zwischen der
Vorderwand 15 des Schachtelteils 11 und der Kragen-Vorderwand 27 abzudecken.
[0037] Um die Abdecklasche 47 in der umgefalteten Stellung gemäß Fig. 14 zu sichern, ist
ferner eine Vertiefung 48 in der Kragen-Vorderwand 27 gebildet, in der die Abdecklasche
mit einer Haltenase 49 einrastet.
[0038] Im vierten nicht zur Erfindung gehörigen Beispiel gemäß Fig. 15 bis 20 ist wiederum
eine Zigarettengruppe 29 bzw. ein Zigarettenblock 31 vorgesehen, der eine geringere
Breite als der Innenraum des Schachtelteils 11 aufweist. Die Tiefe und Höhe der Zigarettengruppe
29 bzw. des Zigarettenblocks 31 ist ohne besondere Merkmale.
[0039] Die Zigarettengruppe 29 bzw. der Zigarettenblock 31 ist im Querschnitt rechteckig
ausgebildet, mit jeweils fünf Zigaretten in vier Reihen. Es versteht sich, dass auch
andere Querschnitte bzw. eine abweichende Anzahl an Zigaretten denkbar ist.
[0040] Wie in den beiden vorhergehenden Ausführungsbeispielen ist die Zigarettengruppe 29
bzw. der Zigarettenblock 31 mittig im Schachtelteil 12 angeordnet. Die Zigarettengruppe
29 bzw. der Zigarettenblock 31 liegt an der Kragen-Vorderwand 27 an. Seitlich wird
die Zigarettengruppe 29 bzw. der Zigarettenblock 31 durch jeweils einen Füllkörper
50 abgestützt, der durch Wandungen des Kragens 26 gebildet ist und der die unterschiedlichen
Abmessungen ausgleicht.
[0041] Der Kragen 26 verfügt über eine Kragen-Vorderwand, die sich über die gesamte Vorderseite
der Packung 10 erstreckt. Hieran schließen sich jeweils Kragen-Seitenwände 28 an,
die sich benachbart zu den Seitenwänden 16, 17 des Schachtelteils 11 erstrecken. Hieran
an schließen sich jeweils Faltlappen 51, die sich entlang der Rückwand 12 des Schachtelteils
11 erstrecken. Es folgen dann wiederum Faltlappen 52, die sich parallel zu den Kragen-Seitenwänden
28 erstrecken, nämlich ausgehend von den Faltlappen 51 in Richtung der Kragen-Vorderwand
27. Schließlich sind die Faltlappen 52 über Verbindungslaschen 53 mit der Kragen-Vorderwand
27 verbunden, sodass quaderförmige, hohle Füllkörper 50 durch die Wandungen des Kragens
26 gebildet werden.
[0042] Die Füllkörper 50 stützen durch entsprechende Abmessungen die Zigarettengruppe 29
bzw. den Zigarettenblock 31 seitlich durch Anlage an den Seitenwänden 16, 17 des Schachtelteils
11 einerseits und den Seitenflächen der Zigarettengruppe 29 bzw. des Zigarettenblocks
31 andererseits.
[0043] Bei der Herstellung der Packung 10 wird so vorgegangen, dass zunächst gemäß Fig.
19 die Faltlappen 51, 52 mit der Verbindungslasche 53 umgefaltet werden, wobei die
Verbindungslaschen 53 beispielsweise durch Aktivieren von Hotmelt-Leim mit der Kragen-Vorderwand
27 verbunden werden können. Danach wird der Kragen 26 flach auf einen Zigarettenblock
31 gelegt und durch Verschwenken der Kragen-Seitenwände 28 um die Kragen-Vorderwände
27 die beiden Füllkörper 50 beiderseits des Zigarettenblocks 31 aufgerichtet.
[0044] Ein fünftes nicht zur Erfindung gehöriges Beispiel ist in Fig. 21 bis 24 gezeigt.
Ähnlich wie beim dritten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 9 bis 12 verfügt die Zigarettengruppe
29 bzw. der Zigarettenblock 31 über eine Breite, die etwa der Breite des Schachtelteils
11 entspricht, wohingegen die Tiefe der Zigarettengruppe 29 bzw. des Zigarettenblocks
31 jedoch geringer ist als die entsprechende Abmessung des Schachtelteils 11.
[0045] Eine Besonderheit besteht darin, dass der Kragen 26 in Art einer Hülse ausgebildet
ist, in der die Zigarettengruppe 29 bzw. der Zigarettenblock 31 Aufnahme findet.
[0046] Die Hülse wird im Wesentlichen durch Teile der Kragen-Vorderwand 27 gebildet. Hierzu
weist die Kragen-Vorderwand 27 einen Einschnitt 55 auf, der sich über die gesamte
Breite der Kragen-Vorderwand 27, sowie beiderseits in die angrenzenden Kragen-Seitenwände
28 erstreckt. Von den beiden seitlichen Enden des Einschnitts 55 in Richtung zur Unterseite
des Kragens 26 erstrecken sich jeweils Faltlinien 56. In Verbindung mit den Faltlinien
57 zwischen der Kragen-Vorderwand 27 sowie den beiden angrenzenden Kragen-Seitenwänden
28 lässt sich ein unterer Abschnitt 58 der Kragen-Vorderwand 27 unterhalb des Einschnitts
55 in eine Position gemäß Fig. 23 bringen.
[0047] Nach Faltung eines zwischen den beiden Faltlinien 56, 57 befindlichen Materialschenkels
60 um die beiden Faltlinien 56, 57 liegt der Schenkel 60 jeweils innenseitig an den
Kragen-Seitenwänden 28 an und der untere Abschnitt 58 befindet sich parallel zum oberen
Abschnitt 59 der Kragen-Vorderwand 27, jedoch mit Abstand zu dieser. Dabei entspricht
der Abstand zwischen den beiden Ebenen, in denen die beiden Abschnitte 58, 59 der
Kragen-Vorderwand 27 angeordnet sind, im Wesentlichen der Tiefe der Zigarettengruppe
29 bzw. des Zigarettenblocks 31. Auf diese Weise liegt die Zigarettengruppe 29 bzw.
der Zigarettenblock 31 einerseits vorderseitig am oberen Abschnitt 59 der Kragen-Vorderwand
27 und andererseits rückseitig am unteren Abschnitt 58 der Kragen-Vorderwand 27 an.
[0048] Wie Fig. 21 zeigt, liegt der obere Abschnitt 59 der Kragen-Vorderwand 27 innenseitig
an der Vorderwand 15 des Schachtelteils 11 an. Der untere Abschnitt 58 der Kragen-Vorderwand
27 ist entsprechend der Breite der Schenkel 60 von der Vorderwand 15 beabstandet.
Im vorliegenden Fall sind die Schenkel 60 so bemessen, dass der untere Abschnitt 58
auch mit Abstand zur Rückwand 12 angeordnet ist. Die Breite der Schenkel 60 kann so
bemessen werden, dass der untere Abschnitt 58 entsprechend der Abmessung der Zigarettengruppe
29 bzw. des Zigarettenblock 31 vom oberen Abschnitt 59 beabstandet ist.
[0049] Grundsätzlich ist es natürlich denkbar, dass alternativ der obere Abschnitt 59 entsprechend
mit Abstand zur Vorderwand 15 des Schachtelteils 11 angeordnet wird. Denkbar ist auch
eine Kombination der beiden Maßnahmen.
[0050] Ein sechstes nicht zur Erfindung gehöriges Beispiel gemäß Fig. 25 bis 28 unterscheidet
sich von dem vorstehend beschriebenen fünften Ausführungsbeispiel nur durch Details
im Bereich des Abschnitts 58 des Kragens 26. Insofern wird nachfolgend auch nur auf
die sich hieraus ergebenden Besonderheiten eingegangen. Im Übrigen wird auf die Beschreibung
des fünften Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 21 bis 24 verwiesen.
[0051] Wie aus den Fig. 26 bis 28 ersichtlich, weist der Abschnitt 58 des Kragens 26 zwei
zusätzliche Faltlinien 61, 62 auf, um die der Abschnitt 58 gefaltet werden kann, sodass
der Hohlraum zwischen der Rückseite der Zigarettengruppe 29 bzw. des Zigarettenblocks
31 und der Innenseite der Rückwand 12 teilweise verschlossen wird.
[0052] Vorzugsweise wird der Abschnitt 58 um die beiden Faltlinien 61, 62 in eine Z-förmige
Konfiguration gefaltet, derart, dass ein Materialstreifen 63 zwischen den beiden Faltlinien
61, 62 der Breite des Hohlraums entspricht und parallel zur Bodenwand 14 gerichtet
verläuft und so einen unteren Teil des Hohlraums verdeckt. Ein unterer Materialabschnitt
64 unterhalb der Faltlinie 62 liegt dabei an der Rückwand 12 an und kann mit dieser
durch Klebung verbunden sein. Ein oberer Materialabschnitt 65 des Abschnitts 58 liegt
wie im vorherigen Ausführungsbeispiel an der Rückseite des Zigarettenblocks 31 an.
[0053] Im vorliegenden Fall verlaufen die Faltlinien 61, 62 parallel zueinander und zum
Einschnitt 55. Die untere Faltlinie 62 verläuft weiterhin auf Höhe der Unterseite
der Kragen-Seitenwände 28, sodass der Materialabschnitt 64 durch einen Ansatz gebildet
ist, der in Größe und Gestalt einer gegenüberliegenden Ausnehmung 65 im Bereich einer
Oberseite des Kragens 26 entspricht, die zur Erleichterung der Entnahme von Zigaretten
aus der Packung 10 dient.
[0054] Allen gezeigten Beispielen ist gemeinsam, dass die Zigarettengruppe 29 bzw. der Zigarettenblock
31 jeweils nur in einer Abmessung von den entsprechenden Abmessungen des Innenraums
des Schachtelteils 11 abweicht, nämlich entweder in der Breite oder der Tiefe. Hinsichtlich
der Höhe der Zigarettengruppe 29 bzw. des Zigarettenblocks 31 sind in keinem der Fälle
irgendwelche Besonderheiten gegeben.
[0055] Es kann aber natürlich sein, dass die Abmessungen der Zigarettengruppe 29 bzw. des
Zigarettenblocks 31 in mehr als einer Dimension bzw. Richtung von den entsprechenden
Abmessungen des Innenraums des Schachtelteils 11 abweichen. Gegebenenfalls können
mehrere der einzelnen Maßnahmen zum Ausgleichen der unterschiedlichen Abmessungen
miteinander kombiniert werden.
[0056] Weiterhin ist darauf zu achten, dass die Zigarettengruppen 29 bzw. Zigarettenblöcke
31 möglichst eine größere Breite als Tiefe aufweisen sollten, um die Faltung des Innenzuschnitts
im Bereich der Oberseite ordnungsgemäß durchführen zu können.
[0057] Beim Packungsinhalt kann es sich grundsätzlich um Zigaretten mit normalen Abmessungen
handeln, oder aber auch um Zigaretten mit geringerem Durchmesser als normale Zigaretten,
nämlich sogenannte Slim- oder Superslim-Zigaretten.