[0001] Die Erfindung betrifft einen Antrieb für einen Flügel eines Fensters, einer Tür oder
dergleichen, mit einem Gehäuse und einem in dem Gehäuse angeordneten, mit einer Abtriebswelle
zum Öffnen und Schließen des Flügels zusammenwirkenden, durch eine Federeinheit in
Schließrichtung beaufschlagten Kolben, durch den das Gehäuse in einen die Federeinheit
enthaltenden Federraum und einen Dämpfungsraum unterteilt wird.
[0002] Antriebe der eingangs genannten Art sind allgemein bekannt. Sie können beispielsweise
als obenliegende Tür- oder Fensterantriebe ausgeführt sein, die häufig einen verzahnten
Kolben aufweisen, in dessen Verzahnung ein Ritzel einer Abtriebswelle kämmt. An der
Abtriebswelle ist dabei in bekannter Weise ein Gestänge oder ein in einer Gleitschiene
geführter Gleitarm angeordnet, der mit dem Flügel zum Öffnen und Schließen zusammenwirkt.
Der Kolben ist im mit Hydraulikflüssigkeit gefüllten Gehäuse durch eine Feder beaufschlagt.
Zur Steuerung des Verhaltens der Antriebe sind Überströmkanäle für die Hydraulikflüssigkeit
mit zugeordneten Ventilen in den Antrieben angeordnet. Zudem können solche Antriebe
beispielsweise auch als Bodentürschließer ausgebildet sein, die meistens mit einer
Abtriebswelle mit zugeordneter Hubkurvenscheibe versehen sind, die am Drehpunkt des
Flügels angreift. Die Antriebe können rein manuelle Antriebe oder auch automatische
Antriebe, in der Regel elektro-hydraulische Antriebe, sein.
[0003] Da das Gehäuse solcher Antriebe mit Hydraulikflüssigkeit befüllt ist, sind in der
Regel Maßnahmen zum Ausgleich der Volumenänderung der Hydraulikflüssigkeit in Folge
einer Wärmeausdehnung zu treffen. Zum Ausgleich einer solchen Volumen- oder Druckänderung
wurde bisher unter anderem ein von einem elastischen Hüllkörper umschlossenes Gasvolumen
vorgesehen, auf dessen Mantelfläche der Druck der Hydraulikflüssigkeit wirkt. Nachteilig
ist hierbei jedoch die aufwendige Abdichtung des elastischen Hüllkörpers, der möglicherweise
auch durch Alterung undicht werden könnte. Bekannt ist beispielsweise auch der Einsatz
von Schaumstoff, was jedoch insbesondere den Nachteil einer möglichen Beschädigung
durch Druckspitzen im Dauerlauf mit sich bringt.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Antrieb der eingangs genannten Art
anzugeben, der bei einfacherem und entsprechend kostengünstigerem Aufbau einen zuverlässigeren
Druckausgleich gewährleistet.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch einen Antrieb mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Antriebs ergeben sich
aus den Unteransprüchen, der vorliegenden Beschreibung sowie der Zeichnung.
[0006] Der erfindungsgemäße Antrieb für einen Flügel eines Fensters, einer Tür oder dergleichen
umfasst ein Gehäuse und einen in dem Gehäuse angeordneten, mit einer Abtriebswelle
zum Öffnen und Schließen des Flügels zusammenwirkenden, durch eine Federeinheit in
Schließrichtung beaufschlagten Kolben, durch den das Gehäuse in einen die Federeinheit
enthaltenden Federraum und einen Dämpfungsraum unterteilt wird. Das Gehäuse ist so
mit einer Hydraulikflüssigkeit befüllt, dass im Federraum ein einem Druckausgleich
dienendes Gasvolumen belassen ist und Hydraulikflüssigkeit aus dem Federraum nur durch
eine mit dem Kolben verbundene, sich in den Federraum erstreckende Hülse oder eine
wenigstens einen Abströmkanal aufweisende Kolbenstange hindurch in den Dämpfungsraum
überführbar ist, deren Hohlraum bzw. jeweiliger Abströmkanal über wenigstens eine
Eintrittsöffnung mit dem Federraum in Verbindung steht. Dabei sind die Hülse bzw.
Kolbenstange so im Federraum angeordnet und eine jeweilige Eintrittsöffnung so positioniert,
dass eine jeweilige Eintrittsöffnung der Hülse bzw. Kolbenstange auch bei der niedrigsten
Betriebstemperatur des Antriebs vollständig von der Hydraulikflüssigkeit umgeben ist.
[0007] Der Volumen- oder Druckausgleich wird somit durch das im Federraum belassene Gasvolumen
bewirkt, das kompressibel bzw. expandierbar ist und eine temperaturbedingte Änderung
des Volumens der Hydraulikflüssigkeit kompensiert. Durch die Hülse bzw. den Abströmkanal
in der Kolbenstange kann die jeweilige Eintrittsöffnung für die Hydraulikflüssigkeit
im Federraum so positioniert werden, dass sie sich bei beliebiger Lage des Antriebs
im Flüssigkeitsvolumen befindet. Somit kann kein Gas des Gasvolumens in den Dämpfungsraum
gelangen. Besonders geeignet ist eine in etwa mittige Positionierung der Eintrittsöffnung
in Längsrichtung des Federraums betrachtet, da dann auch bei beliebig vertikal orientiertem
Antrieb, wie es beim Transport vorkommen kann, kein Gas in den Dämpfungsraum gelangt
und ein maximales Gasvolumen möglich ist.
[0008] Indem die Hülse bzw. Kolbenstange so im Federraum angeordnet und eine jeweilige Eintrittsöffnung
so positioniert sind, dass eine jeweilige Eintrittsöffnung der Hülse bzw. Kolbenstange
auch bei der niedrigsten Betriebstemperatur des Antriebs vollständig mit der Hydraulikflüssigkeit
umgeben ist, ist das im Federraum belassene Gasvolumen während des Betriebs zumindest
bei den üblicherweise auftretenden Betriebstemperaturen eingeschlossen. Es kann somit
nicht in den Dämpfungsraum gelangen, was die Dämpfung verschlechtern würde und ein
sogenanntes Durchfallen des Flügels zur Folge hätte, was zur Sicherstellung eines
zuverlässigen Betriebs des Antriebs vermieden werden muss. Durch die erfindungsgemäße
Ausgestaltung wird mit einem einfacheren und entsprechend kostengünstigeren Aufbau
ein zuverlässigerer Druckausgleich erreicht.
[0009] Bevorzugt ist die Hydraulikflüssigkeit aus dem Federraum nur durch die Hülse bzw.
Kolbenstange hindurch und über den Kolben in den Dämpfungsraum überführbar. Dabei
ist der Kolben insbesondere als Hohlkolben ausgeführt, wobei dessen Hohlraum mit dem
Innenraum der Hülse bzw. dem Abströmkanal der Kolbenstange in Verbindung steht.
[0010] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Antriebs sind zur Steuerung
des Antriebsverhaltens bzw. zur hydraulischen Öffnungs- und/oder Schließdämpfung und/oder
dergleichen Überströmkanäle mit zugeordneten Ventilen zwischen dem Hohlraum des Kolbens
und dem Dämpfungsraum vorgesehen. Mit einer solchen Verlagerung der Öffnungs- oder
Schließdämpfung in den Schließbereich ist zudem gewährleistet, dass auch über die
dazu erforderlichen Überströmkanäle kein Gas des Gasvolumens in den Dämpfungsraum
gelangt und das Gas stets im Federraum verbleibt. Ein sogenanntes Durchfallen des
Flügels ist somit auch bei einer vorgesehenen Öffnungs- und/oder Schließdämpfung und
Endschlag zuverlässig ausgeschlossen.
[0011] Bevorzugt sind zudem die Hülse bzw. ein jeweiliger Abströmkanal der Kolbenstange
so im Federraum angeordnet und eine jeweilige Eintrittsöffnung der Hülse bzw. Kolbenstange
so positioniert, dass eine jeweilige Eintrittsöffnung unabhängig von der jeweiligen
Lage des Antriebs auch bei der niedrigsten Betriebstemperatur des Antriebs vollständig
von der Hydraulikflüssigkeit umgeben ist. Dabei kann die Hülse bzw. Kolbenstange quer
zur Verschieberichtung des Kolbens betrachtet insbesondere mittig im Federraum angeordnet
und die Eintrittsöffnung der mit dem Kolben verbundenen Hülse bzw. Kolbenstange bei
seine Ausgangsstellung einnehmendem Kolben, die dieser bei geschlossenem Flügel einnimmt,
in Längsrichtung des Federraums betrachtet insbesondere zumindest im Wesentlichen
im mittleren Bereich des Federraums angeordnet sein. Unabhängig von der jeweiligen
Lage des Kolbens, d.h. auch bei aus seiner Ausgangslage herausbewegtem Kolben, ist
die Eintrittsöffnung der Hülse oder Kolbenstange stets so innerhalb des Federraums
positioniert, dass sie unabhängig von der jeweiligen Lage des Antriebs stets von Hydraulikflüssigkeit
umschlossen und das aufgrund des leichteren spezifischen Gewichts oben liegende Gasvolumen
dadurch abgeschlossen ist, so dass ein unerwünschtes Durchfallen des Flügels verhindert
wird.
[0012] Dadurch ist die Druckausgleichsfunktion unabhängig von der jeweiligen Lage des Antriebs
sichergestellt. Diese Lageunabhängigkeit ist bei einer alternativen Montage auf der
Bandseite bzw. der Bandgegenseite einer Tür oder bei der wahlweisen Montage auf dem
Flügel oder auf dem Rahmen der Tür wichtig, da der Antrieb dabei auch um 180° gedreht
anbaubar sein muss. Die Lageunabhängigkeit ist auch bei Lagerung und Transport des
Antriebs vorteilhaft, wobei der Antrieb in unterschiedlichen Lagen verschiedenen Temperaturen
ausgesetzt sein kann.
[0013] Die Hülse bzw. Kolbenstange erstreckt sich bevorzugt zumindest parallel zur Bewegungsrichtung
des Kolbens und/oder zumindest im Wesentlichen parallel zur Mittenlängsachse des Federraums.
Dabei kann sich die Hülse bzw. Kolbenstange insbesondere zumindest im Wesentlichen
entlang der Mittenlängsachse des Federraums erstrecken.
[0014] Ist die Hydraulikflüssigkeit aus dem Federraum durch eine Hülse hindurch in den Dämpfungsraum
überführbar, so steht der Hohlraum der Hülse bevorzugt über wenigstens eine im Bereich
des vom Kolben abgewandten Hülsenendes vorgesehene Eintrittsöffnung mit dem Federraum
in Verbindung. Dabei kann der Hohlraum der Hülse beispielsweise über wenigstens eine
auf der vom Kolben abgewandten Stirnseite der Hülse vorgesehene Eintrittsöffnung mit
dem Federraum in Verbindung stehen. Alternativ oder zusätzlich kann der Hohlraum der
Hülse beispielsweise auch über wenigstens eine in deren Mantel vorgesehene Eintrittsöffnung
mit dem Federraum verbunden sein.
[0015] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann der Kolben zudem mit einer
zumindest teilweise von der Hülse umgebenen Kolbenstange verbunden und die Hydraulikflüssigkeit
aus dem Federraum durch einen zwischen der Hülse und der Kolbenstange verbleibenden
Zwischenraum hindurch in den Dämpfungsraum überführbar sein. Dabei kann die Hülse
beispielsweise an ihrem vom Kolben abgewandten Ende über dem ganzen Umfang dichtend
an der Kolbenstange anliegen und der zwischen der Hülse und der Kolbenstange verbliebene
Zwischenraum über wenigstens eine im Bereich dieses Endes im Mantel der Hülse vorgesehene
Eintrittsöffnung mit dem Federraum in Verbindung stehen.
[0016] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Antriebs,
bei der die Hydraulikflüssigkeit aus dem Federraum durch eine Kolbenstange hindurch
in den Dämpfungsraum überführbar ist, ist die Kolbenstange dazu mit wenigstens einem
sich ausgehend vom Kolben zumindest im Wesentlichen parallel zur Mittenlängsachse
der Kolbenstange erstreckenden Abströmkanal versehen, der über wenigstens eine im
Bereich seines vom Kolben abgewandten Endes vorgesehene Eintrittsöffnung mit dem Federraum
in Verbindung steht. Dabei kann die Kolbenstange insbesondere mit einem sich entlang
deren Mittellängsachse erstreckenden Abströmkanal versehen sein. Vorteilhafterweise
erstreckt sich ein jeweiliger Abströmkanal ausgehend vom Kolben nur entlang eines
Teils der Kolbenstange. Bevorzugt steht ein jeweiliger Abströmkanal über wenigstens
eine im Bereich seines vom Kolben abgewandten Endes vorgesehene, zumindest im Wesentlichen
radiale Eintrittsöffnung mit dem Federraum in Verbindung.
[0017] Bevorzugt ist die Hülse bzw. Kolbenstange mit nur einer Eintrittsöffnung für die
aus dem Federraum in den Dämpfungsraum zu überführende Hydraulikflüssigkeit versehen.
[0018] Es sind beispielsweise auch Ausführungen des erfindungsgemäßen Antriebs ohne Öffnungsdämpfung
denkbar. In einem solchen Fall ist der Antrieb lediglich mit einer entsprechenden
Hülse oder Kolbenstange mit integriertem Abströmkanal zu versehen und im Federraum
beim Befüllen mit Hydraulikflüssigkeit ein definiertes Gasvolumen zu belassen, das
durch eine entsprechende Anordnung der betreffenden Eintrittsöffnung der Hülse bzw.
Kolbenstange, die erfindungsgemäß stets von der Hydraulikflüssigkeit umgeben ist,
abgeschlossen ist und im Federraum verbleibt, so dass ein unerwünschtes Durchfallen
des Tür- bzw. Fensterflügels zuverlässig verhindert wird. Durch den leckagefreien
Volumenausgleich ist nunmehr beispielsweise auch bei einem Bodentürschließer eine
hydraulische Öffnungsdämpfung realisierbar.
[0019] Das Befüllen des Antriebs unter Belassung eines definierten Gasvolumens im Federraum
kann bei beliebiger Temperatur erfolgen, da das eingeschlossene Gasvolumen bei demgegenüber
niedrigeren Temperaturen expandiert und bei höheren Temperaturen komprimiert wird.
Es ist lediglich sicherzustellen, dass die jeweilige Eintrittsöffnung der Hülse bzw.
Kolbenstange für die Hydraulikflüssigkeit auch bei der niedrigsten Betriebstemperatur
noch von der Hydraulikflüssigkeit umgeben ist. Bei höheren Betriebstemperaturen nimmt
das Volumen der Hydraulikflüssigkeit zu, so dass die betreffende Eintrittsöffnung
über den gesamten Betriebstemperaturbereich von der Hydraulikflüssigkeit umschlossen
ist und das Gasvolumen damit zuverlässig abgeschlossen bleibt und nicht in den Dämpfungsraum
gelangen kann.
[0020] Bei dem betreffenden Gas kann es sich beispielsweise um Umgebungsluft handeln. Denkbar
ist jedoch auch ein anderes Gas. Als Hydraulikflüssigkeit kann insbesondere Öl vorgesehen
sein. Grundsätzlich sind jedoch auch andere Hydraulikflüssigkeiten denkbar.
[0021] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher erläutert; in dieser zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer beispielhaften Ausführungsform eines als Türschließer
ausgeführten erfindungsgemäßen Antriebs mit durch eine Hülse hindurch aus dem Federraum
in den Dämpfungsraum überführbarer Hydraulikflüssigkeit und einem verzahnten Kolben,
dessen Verzahnung mit einem der Abtriebswelle zugeordneten Ritzel kämmt,
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung einer weiteren beispielhaften Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Antriebs mit durch eine Hülse hindurch aus dem Federraum in den
Dämpfungsraum überführbarer Hydraulikflüssigkeit, wobei der Antrieb als Bodentürschließer
mit elektrischer Feststellung ausgeführt ist,
- Fig. 3
- eine vergrößerte Teildarstellung des Antriebs gemäß Fig. 2,
- Fig. 4
- eine schematische Teildarstellung einer beispielhaften Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Antriebs mit durch eine einen Abströmkanal aufweisende Kolbenstange hindurch aus dem
Federraum in den Dämpfungsraum überführbarer Hydraulikflüssigkeit, wobei der Antrieb
wieder als Bodentürschließer mit elektrischer Feststellung ausgeführt ist,
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung einer weiteren beispielhaften Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Antriebs mit durch eine Hülse hindurch aus dem Federraum in den
Dämpfungsraum überführbarer Hydraulikflüssigkeit, wobei der Antrieb als Türschließer
mit elektrischer Feststellung ausgeführt ist, und
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung einer weiteren beispielhaften Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Antriebs mit durch eine Hülse hindurch aus dem Federraum in den
Dämpfungsraum überführbarer Hydraulikflüssigkeit, wobei der Antrieb als mit einem
Elektromagneten versehener, mit einer Freilauffunktion ausgestatteter Türschließer
mit elektrohydraulischer Feststellung ausgeführt ist.
[0022] In den Fig. 1 bis 6 sind beispielhafte Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen
Antriebs 10 für einen Flügel eines Fensters, einer Tür oder dergleichen wiedergegeben.
[0023] Die verschiedenen Antriebe 10 umfassen jeweils ein Gehäuse 12 und ein in dem Gehäuse
12 angeordneten, mit einer Abtriebswelle 14 zum Öffnen und Schließen des Flügels zusammenwirkenden,
durch eine Federeinheit 16 in Schließrichtung beaufschlagten Kolben 18, durch den
das Gehäuse 12 in einen die Federeinheit 16 enthaltenden Federraum 20 und einen Dämpfungsraum
22 unterteilt wird.
[0024] Das Gehäuse 12 ist jeweils so mit einer Hydraulikflüssigkeit 24 befüllt, dass im
Federraum 20 ein einem Druckausgleich dienendes Gasvolumen 26 belassen ist und Hydraulikflüssigkeit
24 aus dem Federraum 16 nur durch eine mit dem Kolben 18 verbundene, sich in den Federraum
20 erstreckende Hülse 28 (vgl. die Fig. 1 bis 3, 5 und 6) oder eine wenigstens einen
Abströmkanal 30 aufweisende Kolbenstange (vgl. Fig. 4) hindurch in den Dämpfungsraum
22 überführbar ist, deren Hohlraum bzw. jeweiliger Abströmkanal 30 über wenigstens
eine Eintrittsöffnung 34 mit dem Federraum 20 in Verbindung steht.
[0025] Zudem sind die Hülse 28 bzw. Kolbenstange 32 jeweils so im Federraum 20 angeordnet
und eine jeweilige Eintrittsöffnung 34 so positioniert, dass eine jeweilige Eintrittsöffnung
34 der Hülse 28 bzw. Kolbenstange 32 auch bei der niedrigsten Betriebstemperatur des
Antriebs 10 vollständig von der Hydraulikflüssigkeit 24 umgeben ist.
[0026] Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen ist die jeweilige Hülse 28 bzw. Kolbenstange
32 nur mit einer Eintrittsöffnung 34 für die Hydraulikflüssigkeit 24 und eine jeweilige
zur Überführung von Hydraulikflüssigkeit 24 aus dem Federraum 20 in den Dämpfungsraum
22 dienende Kolbenstange 32 nur mit einem Abströmkanal 30 versehen. Die Hülse 28 bzw.
mit einem Abströmkanal 30 versehene Kolbenstange 32 erstreckt sich jeweils zumindest
im Wesentlichen parallel zur Bewegungsrichtung des Kolbens 18 und quer zur Bewegungsrichtung
des Kolbens 18 betrachtet zumindest im Wesentlichen mittig bzw. entlang der Mittenlängsachse
des Federraums 20. Zudem kann die Eintrittsöffnung 34 der mit dem Kolben 18 verbundenen
Hülse 28 bzw. Kolbenstange 32 bei seine Ausgangsstellung einnehmendem Kolben 18, die
dieser bei geschlossenem Flügel einnimmt, in Längsrichtung des Federraums 16 betrachtet
insbesondere zumindest im Wesentlichen im mittleren Bereich des Federraums 16 angeordnet
sein. Unabhängig von der jeweiligen Lage des Kolbens 18, d.h. auch bei aus seiner
Ausgangslage herausbewegtem Kolben 18, ist die Eintrittsöffnung 34 der Hülse28 oder
Kolbenstange 32 stets so innerhalb des Federraums 16 positioniert, dass sie unabhängig
von der jeweiligen Lage des Antriebs 10 stets von Hydraulikflüssigkeit 24 umschlossen
und das aufgrund des leichteren spezifischen Gewichts oben liegende Gasvolumen dadurch
abgeschlossen ist, so dass ein unerwünschtes Durchfallen des Flügels verhindert wird.
[0027] Wie insbesondere anhand der Fig. 1 zu erkennen ist, kann der Antrieb 10 insbesondere
so ausgeführt sein, dass die Hydraulikflüssigkeit 24 aus dem Federraum 20 durch die
Hülse 28 hindurch und über den Kolben 18 in den Dämpfungsraum 22 überführbar ist.
Entsprechend sind auch solche Ausführungen denkbar, bei denen die Hydraulikflüssigkeit
24 aus dem Federraum 20 durch eine Kolbenstange 32 hindurch und über den Kolben 18
in den Dämpfungsraum 22 überführbar ist.
[0028] Wie ebenfalls wieder insbesondere anhand der Fig. 1 zu erkennen ist, kann der Kolben
18 dazu als Hohlkolben ausgeführt sein, dessen Hohlraum 36 mit dem Innenraum der Hülse
28 bzw. dem Abströmkanal 30 einer Kolbenstange 32 in Verbindung steht.
[0029] Zudem sind bei den verschiedenen Ausführungsformen des Antriebs 10 die Hülse 28 bzw.
der Abströmkanal 30 der Kolbenstange 32 jeweils so im Federraum 20 angeordnet und
die Eintrittsöffnung 34 der Hülse 28 bzw. Kolbenstange 32 so positioniert, dass die
Eintrittsöffnung 34 unabhängig von der jeweiligen Lage des Antriebs 10 auch bei der
niedrigsten Betriebstemperatur des Antriebs 10 vollständig von der Hydraulikflüssigkeit
24 umgeben ist.
[0030] Indem die Hydraulikflüssigkeit 24 aus dem Federraum 16 nur durch die Hülse 28 bzw.
die einen Abströmkanal 30 aufweisende Kolbenstange 32 hindurch in den Dämpfungsraum
22 überführbar ist und die Eintrittsöffnung 34 der Hülse 28 bzw. Kolbenstange 32 für
die Hydraulikflüssigkeit 24 stets vollständig von der Hydraulikflüssigkeit 24 umgeben
ist, ist gewährleistet, dass das Gas des Gasvolumens 26 stets innerhalb des Federraums
20 verbleibt und nicht in den Dämpfungsraum 22 gelangt, so dass ein Durchfallen des
Flügels verhindert wird.
[0031] Indem die Eintrittsöffnung 34 unabhängig von der jeweiligen Lage des Antriebs 10
stets vollständig von Hydraulikflüssigkeit 24 umgeben und damit eine lageunabhängige
Druckausgleichsfunktion sichergestellt ist, ist der Antrieb 10 für unterschiedliche
Montageweisen geeignet. Eine solche Lageunabhängigkeit ist bei einer alternativen
Montage auf der Bandseite bzw. der Bandgegenseite einer Tür oder bei der wahlweisen
Montage auf dem Flügel oder auf dem Rahmen der Tür wichtig, da der Antrieb dabei auch
um 180 Grad gedreht anbaubar sein muss. Wie bereits erwähnt, ist die Lageunabhängigkeit
auch bei Lagerung und Transport des Antriebs 10 vorteilhaft, wobei der Antrieb 10
in unterschiedlichen Lagen verschiedenen Temperaturen ausgesetzt sein kann.
[0032] Wie insbesondere wieder der Fig. 1 zu entnehmen ist, können zur Steuerung des Antriebsverhaltens
bzw. zur hydraulischen Öffnungs- und/oder Schließdämpfung und/oder dergleichen Überströmkanäle
38 mit zugeordneten Ventilen 40, 42 zwischen dem Hohlraum 36 des Kolbens und dem Dämpfungsraum
22 vorgesehen sein. Durch die Verlagerung der Öffnungsdämpfung mit zugeordneten Steuerbohrungen
in den Schließbereich kann die Hydraulikflüssigkeit nur noch über die Hülse 28 bzw.
Kolbenstange 32 in den Dämpfungsraum 22 gelangen. Das Gas des Gasvolumens 26 verbleibt
im Federraum 20.
[0033] Ist die Hydraulikflüssigkeit 24 aus dem Federraum 20 durch eine Hülse 28 hindurch
in den Dämpfungsraum 22 überführbar (vgl. die Fig. 1 bis 3, 5 und 6), so steht der
als Abströmkanal dienende Hohlraum der Hülse 28 bevorzugt über eine im Bereich des
vom Kolben 18 abgewandten Hülsenendes vorgesehene Eintrittsöffnung 34 mit dem Federraum
20 in Verbindung. Dabei ist die betreffende Eintrittsöffnung 34 bei den Ausführungsformen
gemäß den Fig. 1 und 5 und 6 jeweils auf der vom Kolben 18 abgewandten Stirnseite
der Hülse 28 und bei der Ausführungsform gemäß den Fig. 2 und 3 in deren Mantel vorgesehen.
[0034] Dabei ist bei der Ausführungsform gemäß den Fig. 2 und 3 der Kolben 18 zudem mit
einer zumindest teilweise von der Hülse 28 umgebenen Kolbenstange 32 verbunden und
die Hydraulikflüssigkeit 24 aus dem Federraum 20 durch einen zwischen der Hülse 28
und der Kolbenstange 32 verbleibenden Zwischenraum 44 hindurch in den Dämpfungsraum
22 überführbar. Dabei liegt die Hülse 28 im vorliegenden Fall an ihrem vom Kolben
18 abgewandten Ende über den ganzen Umfang dichtend an der Kolbenstange 32 an, wobei
der zwischen der Hülse 28 und der Kolbenstange 32 verbleibende Zwischenraum 44 über
eine im Bereich dieses Endes im Mantel der Hülse 28 vorgesehene Eintrittsöffnung 34
mit dem Federraum 20 in Verbindung steht.
[0035] Ist dagegen die Hydraulikflüssigkeit 24 aus dem Federraum 20 durch eine Kolbenstange
32 hindurch in den Dämpfungsraum 22 überführbar (vgl. Fig. 4), so kann die Kolbenstange
32 dazu mit einem sich ausgehend vom Kolben 18 zumindest im Wesentlichen parallel
zur Mittenlängsachse der Kolbenstange 32 erstreckenden Abströmkanal 30 versehen sein,
der über eine im Bereich seines vom Kolben 18 abgewandten Endes vorgesehene Eintrittsöffnung
34 mit dem Federraum 20 in Verbindung steht. Beim Antrieb 10 gemäß der in Fig. 4 dargestellten
Ausführungsform erstreckt sich der Abströmkanal 30 entlang der Mittellängsachse der
Kolbenstange 32. Die Kolbenstange 32 erstreckt sich zumindest im Wesentlichen entlang
der Mittenlängsachse des Federraums 20. Wie der Fig. 4 zudem entnommen werden kann,
erstreckt sich der Abströmkanal 30 ausgehend vom Kolben 18 nur entlang eines Teils
der Kolbenstange 32. Dabei steht dieser Abströmkanal 30 über eine im Bereich seines
vom Kolben 18 abgewandten Endes vorgesehene, zumindest im Wesentlichen radiale Eintrittsöffnung
34 mit dem Federraum 20 in Verbindung.
[0036] Bei den verschiedenen Ausführungsformen des Antriebs 10 kann als Hydraulikflüssigkeit
24 beispielsweise Öl vorgesehen sein. Grundsätzlich ist jedoch auch eine andere Hydraulikflüssigkeit
bzw. Dämpfungsmedium denkbar. Bei dem Gas des im Federraum 20 eingeschlossenen Gasvolumens
26 kann es sich beispielsweise um Umgebungsluft oder auch um ein anderes geeignetes
Gas handeln.
[0037] Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung eine beispielhafte Ausführungsform eines
als oben liegender Türschließer ausgeführten erfindungsgemäßen Antriebs 10 mit durch
eine Hülse 28 hindurch aus dem Federraum 20 in den Dämpfungsraum 22 überführbarer
Hydraulikflüssigkeit 24 und einem verzahnten Kolben 18, dessen Verzahnung 46 mit einem
der Abtriebswelle 14 zugeordneten Ritzel 48 kämmt. Außer dem Volumenausgleich sind
im vorliegenden Fall auch eine hydraulische Öffnungsdämpfung sowie eine hydraulische
Schließdämpfung vorgesehen. Wie bereits erwähnt, sind dazu zwischen dem Hohlraum 36
des Kolbens 18 und dem Dämpfungsraum 22 Überströmkanäle 38 mit zugeordneten Ventilen
40, 42 und 52 vorgesehen, wobei die Ventile beispielsweise ein Schließzeitventil 40,
ein Öffnungsdämpfungs-Ventil 42 sowie Rückschlagventile 52 umfassen können. Zudem
können die Überströmkanäle 38 mit Abzweigungen 50 und einem diesem zugeordnetem Endschlag-Ventil
54 für eine Endschlagfunktion versehen sein.
[0038] Der Schließer kann mit einer definierten Gasmenge, beispielsweise Luftmenge, befüllt
werden. Durch die Anordnung der Hülse 28 kann das Gas in keiner Schließerlage in den
Dämpfungsraum 22 gelangen. Durch die Verlagerung der Öffnungsdämpfung mit zugeordneten
Steuerbohrungen in den Schließbereich kann die Hydraulikflüssigkeit nur noch über
die Hülse 28 in den Dämpfungsraum 22 gelangen. Das Gas verbleibt im Federraum 20.
[0039] Fig. 2 zeigt in schematischer Darstellung eine weitere beispielhafte Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Antriebs 10 mit durch eine Hülse 28 hindurch aus dem Federraum
20 in den Dämpfungsraum 22 überführbarer Hydraulikflüssigkeit 24, wobei der Antrieb
10 als Bodentürschließer beispielsweise mit elektrischer Feststellung ausgeführt ist.
Die Abtriebswelle 14 ist mit einer Nockenkontur 56 versehen, so dass mit einem jeweiligen
Verdrehen der Abtriebswelle die Kolbenstange 32 und der Kolben 18 in Axialrichtung
des Federraums 20 verschoben werden. Der Schließer kann wieder mit einer definierten
Gasmenge befüllt werden. Durch die Anordnung der Hülse 28 kann das Gas in keiner Schließerlage
in den Dämpfungsraum 22 gelangen. Die Hydraulikflüssigkeit 24 strömt nur noch über
den durch die Hülse 28 gebildeten Abströmkanal aus dem Federraum 20 in den Dämpfungsraum
22. Das Gas verbleibt im Federraum 20. Durch den leckfreien Volumenausgleich ist auch
bei einem solchen Bodentürschließer eine hydraulische Öffnungsdämpfung realisierbar.
[0040] Fig. 3 zeigt eine vergrößerte Teildarstellung des Antriebs 10 gemäß Fig. 2.
[0041] In Fig. 4 ist in schematischer Teildarstellung eine beispielhafte Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Antriebs 10 mit durch eine einen Abströmkanal 30 aufweisende
Kolbenstange 32 hindurch aus dem Federraum 20 in den Dämpfungsraum 22 überführbarer
Hydraulikflüssigkeit 24 wiedergegeben, wobei der Antrieb 10 wieder als Bodentürschließer
ausgeführt ist. Dieser kann beispielsweise mit einer elektrischen Feststellung versehen
sein. Der Abströmkanal 30 ist im vorliegenden Fall also unmittelbar in der Kolbenstange
vorgesehen.
[0042] Fig. 5 zeigt in schematischer Darstellung eine weitere beispielhafte Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Antriebs mit durch eine Hülse 28 hindurch aus dem Federraum
20 in den Dämpfungsraum 22 überführbarer Hydraulikflüssigkeit, der im vorliegenden
Fall als Türschließer ohne Öffnungsdämpfung ausgeführt ist. Dieser kann beispielsweise
wieder mit einer elektrischen Feststellung ausgeführt sein.
[0043] Dieser Schließer ohne Öffnungsdämpfung kann für den Volumenausgleich einfach mit
der Hülse 28 ausgestattet und mit einer definierten Gasmenge befüllt werden. Durch
die Anordnung der Hülse 28 kann das Gas des Gasvolumens 26 in keiner Schließerlage
in den Dämpfungsraum 22 gelangen.
[0044] Fig. 6 zeigt in schematischer Darstellung eine weitere beispielhafte Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Antriebs 10 mit durch eine Hülse 28 hindurch aus dem Federraum
20 in den Dämpfungsraum 22 überführbarer Hydraulikflüssigkeit 24, wobei der Antrieb
10 wieder ohne Öffnungsdämpfung ausgeführt ist. Der Antrieb 10 kann mit einem (nicht
dargestellten) Elektromagneten versehen und beispielsweise als Türschließer mit einer
Freilauffunktion und elektrohydraulischer Feststellung ausgeführt sein.
Bezugszeichenliste
[0045]
- 10
- Antrieb
- 12
- Gehäuse
- 14
- Abtriebswelle
- 16
- Federeinheit
- 18
- Kolben
- 20
- Federraum
- 22
- Dämpfungsraum
- 24
- Hydraulikflüssigkeit
- 26
- Gasvolumen
- 28
- Hülse
- 30
- Abströmkanal
- 32
- Kolbenstange
- 34
- Eintrittsöffnung
- 36
- Hohlraum
- 38
- Überströmkanal
- 40
- Schließzeitventil
- 42
- Öffnungsdämpfungs-Ventil
- 44
- Zwischenraum
- 46
- Verzahnung
- 48
- Ritzel
- 50
- Abzweigung
- 52
- Rückschlagventil
- 54
- Endschlag-Ventil
- 56
- Nockenkontur
- 58
- Gleitarm
1. Antrieb (10) für einen Flügel eines Fensters, einer Tür oder dergleichen, mit einem
Gehäuse (12) und einem in dem Gehäuse (12) angeordneten, mit einer Abtriebswelle (14)
zum Öffnen und Schließen des Flügels zusammenwirkenden, durch eine Federeinheit (16)
in Schließrichtung beaufschlagten Kolben (18), durch den das Gehäuse (12) in einen
die Federeinheit (16) enthaltenden Federraum (20) und einen Dämpfungsraum (22) unterteilt
wird, wobei das Gehäuse (12) so mit einer Hydraulikflüssigkeit (24) befüllt ist, dass
im Federraum (20) ein einem Druckausgleich dienendes Gasvolumen (26) belassen ist
und Hydraulikflüssigkeit (24) aus dem Federraum (16) nur durch eine mit dem Kolben
(18) verbundene, sich in den Federraum (20) erstreckende Hülse (28) oder eine wenigstens
einen Abströmkanal (30) aufweisende Kolbenstange (32) hindurch in den Dämpfungsraum
(22) überführbar ist, deren Hohlraum bzw. jeweiliger Abströmkanal (30) über wenigstens
eine Eintrittsöffnung (34) mit dem Federraum (20) in Verbindung steht, und wobei die
Hülse (28) bzw. Kolbenstange (32) so im Federraum (20) angeordnet und eine jeweilige
Eintrittsöffnung (34) so positioniert sind, dass eine jeweilige Eintrittsöffnung (34)
der Hülse (28) bzw. Kolbenstange (32) auch bei der niedrigsten Betriebstemperatur
des Antriebs (10) vollständig von der Hydraulikflüssigkeit (24) umgeben ist.
2. Antrieb nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Hydraulikflüssigkeit (24) aus dem Federraum (20) nur durch die Hülse (28) bzw.
Kolbenstange (32) hindurch und über den Kolben (18) in den Dämpfungsraum (22) überführbar
ist.
3. Antrieb nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (18) als Hohlkolben ausgeführt und dessen Hohlraum (36) mit dem Innenraum
der Hülse (28) bzw. dem Abströmkanal (30) der Kolbenstange (32) in Verbindung steht.
4. Antrieb nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass zur Steuerung des Antriebsverhaltens bzw. zur hydraulischen Öffnungs- und/oder Schließdämpfung
und/oder dergleichen Überströmkanäle (38) mit zugeordneten Ventilen (40, 42, 52) zwischen
dem Hohlraum (36) des Kolbens (18) und dem Dämpfungsraum (22) vorgesehen sind.
5. Antrieb nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (28) bzw. ein jeweiliger Abströmkanal (30) der Kolbenstange (32) so im
Federraum (20) angeordnet und eine jeweilige Eintrittsöffnung (34) der Hülse (28)
bzw. Kolbenstange (32) so positioniert sind, dass eine jeweilige Eintrittsöffnung
(34) unabhängig von der jeweiligen Lage des Antriebs (10) auch bei der niedrigsten
Betriebstemperatur des Antriebs (10) vollständig von der Hydraulikflüssigkeit (24)
umgeben ist.
6. Antrieb nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass sich die Hülse (28) bzw. Kolbenstange (32) zumindest im Wesentlichen parallel zur
Bewegungsrichtung des Kolbens (18) und/oder zumindest im Wesentlichen parallel zur
Mittenlängsachse des Federraums (20) erstreckt.
7. Antrieb nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass sich die Hülse (28) bzw. Kolbenstange (32) zumindest im Wesentlichen entlang der
Mittenlängsachse des Federraums (20) erstreckt.
8. Antrieb nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Hydraulikflüssigkeit (24) aus dem Federraum (20) durch eine Hülse (28) hindurch
in den Dämpfungsraum (22) überführbar ist und der Hohlraum der Hülse (28) über wenigstens
eine im Bereich des vom Kolben (18) abgewandten Hülsenendes vorgesehene Eintrittsöffnung
(34) mit dem Federraum (20) in Verbindung steht.
9. Antrieb nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum der Hülse (28) über wenigstens eine auf der vom Kolben (18) abgewandten
Stirnseite der Hülse (28) vorgesehene Eintrittsöffnung (34) mit dem Federraum (20)
in Verbindung steht.
10. Antrieb nach Ansprüche 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum der Hülse (28) über wenigstens eine in deren Mantel vorgesehene Eintrittsöffnung
(34) mit dem Federraum (20) in Verbindung steht.
11. Antrieb nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (18) zudem mit einer zumindest teilweise von der Hülse (28) umgebenen
Kolbenstange (32) verbunden und die Hydraulikflüssigkeit (24) aus dem Federraum (20)
durch einen zwischen der Hülse (28) und der Kolbenstange (32) verbleibenden Zwischenraum
(44) hindurch in den Dämpfungsraum (22) überführbar ist.
12. Antrieb nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (28) an ihrem vom Kolben (18) abgewandten Ende über den ganzen Umfang dichtend
an der Kolbenstange (32) anliegt und der zwischen der Hülse (28) und der Kolbenstange
(32) verbleibende Zwischenraum (44) über wenigstens eine im Bereich dieses Endes im
Mantel der Hülse (28) vorgesehene Eintrittsöffnung (34) mit dem Federraum (20) in
Verbindung steht.
13. Antrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Hydraulikflüssigkeit (24) aus dem Federraum (20) durch eine Kolbenstange (32)
hindurch in den Dämpfungsraum (22) überführbar ist und die Kolbenstange (32) dazu
mit wenigstens einem sich ausgehend vom Kolben (18) zumindest im Wesentlichen parallel
zur Mittenlängsachse der Kolbenstange (32) erstreckenden Abströmkanal (30) versehen
ist, der über wenigstens eine im Bereich seines vom Kolben (18) abgewandten Endes
vorgesehene Eintrittsöffnung (34) mit dem Federraum (20) in Verbindung steht.
14. Antrieb nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kolbenstange (32) mit einem sich entlang deren Mittenlängsachse erstreckenden
Abströmkanal (30) versehen ist.
15. Antrieb nach Anspruch 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet, dass ein jeweiliger Abströmkanal (30) sich ausgehend vom Kolben (18) nur entlang eines
Teils der Kolbenstange (32) erstreckt.
16. Antrieb nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, dass ein jeweiliger Abströmkanal (30) über wenigstens eine im Bereich seines vom Kolben
(18) abgewandten Endes vorgesehene, zumindest im Wesentlichen radiale Eintrittsöffnung
(34) mit dem Federraum (20) in Verbindung steht.
17. Antrieb zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (28) bzw. Kolbenstange (32) mit nur einer Eintrittsöffnung (34) für die
aus dem Federraum (20) in den Dämpfungsraum (22) zu überführende Hydraulikflüssigkeit
(24) versehen ist.