[0001] Die Erfindung betrifft ein Tor, insbesondere ein Schnelllauftor oder ein Rolltor,
umfassend ein Torblatt und zwei Seitenbegrenzungen, wobei die Seitenbegrenzungen jeweils
ein Profil enthalten und die Profile eine Torblattebene definieren. Wenigstens eine
Seitenbegrenzung weist eine Lichtgitterleiste auf, wobei die Lichtgitterleiste in
einer Ausnehmung des Profils angeordnet ist. Die Ausnehmung umfasst zwei einander
gegenüberliegende Seitenwände sowie eine Rückwand, wobei die Lichtgitterleiste zwischen
dem in geschlossener Position befindlichen Torblatt und der Rückwand angeordnet ist.
Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Montage dieses Tores.
[0002] Derartige Tore sind grundsätzlich aus der Praxis bekannt. Hierbei wird die Lichtgitterleiste
zunächst in ein Gehäuse eingelegt und die verbleibenden Hohlräume in dem Gehäuse werden
mit einem Gießharz vergossen, um so die Lichtgitterleiste in dem Gehäuse zu befestigen.
In einem zweiten Schritt wird das Gehäuse am Ort der Montage des Tores mittels Schrauben
und Winkelhaltern an der Rückwand des Profils befestigt, so dass eine parallel zur
Torblattebene gerichtete Klemmkraft wirkt. Das Gehäuse wird gegebenenfalls noch mittels
Abstandshaltern beispielsweise an einer Laufschiene ausgerichtet. Zu diesem Zwecke
werden die Abstandshalter mittels Schrauben ebenfalls an der Rückwand des Seitenbegrenzungsprofils
befestigt.
[0003] Nachteilig an diesen aus der Praxis bekannten Toren ist, dass die Lichtgitterleiste
im Werk zunächst in das eigens erzeugte Gehäuse eingelegt und dann noch mit einem
Gießharz in dem Gehäuse fixiert werden muss. Ferner fallen pro Winkelhalter wenigstens
zwei Schrauben und je Abstandshalter wenigstens eine Schraube an, so dass über die
gesamte Höhe einer Lichtgitterleiste mit einer zweistelligen Zahl an Schrauben zu
rechnen ist. Außerdem müssen das Gehäuse sowie der Winkelhalter und gegebenenfalls
noch der Abstandshalter gleichzeitig mit einer Schraubverbindung fixiert werden, so
dass hier unter Umständen pro Schraubverbindung zwei Monteure diese Komponenten bis
zum Erreichen eines ausreichenden Drehmomentes der Schraubverbindung benötigt werden.
Folglich fällt bei der Befestigung der Lichtgitterleiste ein nicht unerheblicher Aufwand
an.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, den Aufwand bei der Herstellung und/oder
bei der Montage des Tores zu verringern. Insbesondere liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, den bezüglich der Lichtgitterleisten anfallenden Aufwand bei der Fertigung
im Werk und/oder bei der Montage zu verringern.
[0005] Zur Lösung der Aufgabe lehrt die Erfindung ein Tor, insbesondere ein Schnelllauftor
oder ein Rolltor, umfassend ein Torblatt und zwei Seitenbegrenzungen, wobei die Seitenbegrenzungen
jeweils ein Profil enthalten, wobei die Profile eine Torblattebene definieren, wobei
wenigstens eine Seitenbegrenzung eine Lichtgitterleiste aufweist, wobei die Lichtgitterleiste
in einer Ausnehmung des Profils angeordnet ist, wobei die Ausnehmung zwei einander
gegenüberliegende Seitenwände sowie eine Rückwand umfasst, wobei die Lichtgitterleiste
zwischen dem in geschlossener Position befindlichen Torblatt und der Rückwand angeordnet
ist, wobei wenigstens ein Klemmteil mittels einer Klemmkraft die Lichtgitterleiste
zwischen den Seitenwänden der Ausnehmung befestigt und wobei die Seitenwände der Ausnehmung
die Klemmkraft aufnehmen.
[0006] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass durch das Klemmteil bzw. die Klemmteile
die Lichtgitterleiste ohne ein zusätzliches Gehäuse unmittelbar in dem Profil der
Seitenbegrenzung befestigt werden kann. Hierdurch entfällt einerseits die Herstellung
eines Gehäuses für die Lichtgitterleisten und andererseits bedarf es nicht des Verfahrensschrittes
der Fixierung mittels eines Gießharzes. Somit wird der Herstellungsaufwand bezüglich
der Lichtgitterleisten verringert. Aufgrund der Klemmkraft, welche von den Seitenwänden
der Ausnehmung aufgenommen wird, kann die Lichtgitterleiste außerdem besonders einfach
in der Ausnehmung des Profils montiert werden. Mitunter sind Ausführungsformen möglich,
welche ohne jegliche Schrauben auskommen und bei denen die Klemmteile durch bloßes
Eindrücken in die Ausnehmung aufgrund der Klemmkraft fixiert werden. Außerdem kann
auch die Lichtgitterleiste durch bloßes Eindrücken fixierend eingeklemmt werden, so
dass lediglich ein Monteur benötigt wird und hierzu nicht einmal auf Werkzeug zurückgegriffen
werden muss. Darüber hinaus liegen auch solche Klemmteile im Rahmen der Erfindung,
welche mittels Schrauben eine zusätzliche Klemmkraft und so eine besonders stabile
Befestigung der Lichtgitterleiste erzeugen. In jedem Fall aber wird der Aufwand bei
der Montage der Lichtgitterleisten durch die von den Seitenwänden aufgenommene Klemmkraft
erheblich verringert.
[0007] Aufgrund des mechanischen Wirkprinzips
actio = reactio wird die Klemmkraft vorzugsweise auch von der Lichtgitterleiste bzw. von dem Klemmteil
aufgenommen. Insbesondere wirkt die Klemmkraft aufgrund des Prinzips
actio =
reactio zum Beispiel auf eine Seitenwand der Ausnehmung hin und damit zugleich auch von der
Seitenwand weg. Das Klemmteil umfasst vorzugsweise Kunststoff und ist weiter vorzugsweise
ein Spritzgussteil oder ein Abschnitt aus einem extrudierten Kunststoffelement. Das
Profil der Seitenbegrenzung weist bevorzugt ein Metall und insbesondere Aluminium
auf. Vorteilhafterweise sind in der Ausnehmung mehrere Klemmteile und weiter bevorzugt
zwei, drei, vier oder fünf Klemmteile in der Ausnehmung insbesondere zwecks Ausrichtung
und/oder Befestigung der Lichtgitterleiste angeordnet.
[0008] Vorteilhafterweise ist das Klemmteil so ausgebildet, dass wenigstens eine erste Flankenfläche
des Klemmteiles an einer ersten Flanke der Lichtgitterleiste anliegt, wobei wenigstens
eine erste Profilfläche des Klemmteiles an der der ersten Flanke der Lichtgitterleiste
zugeordneten Seitenwand der Ausnehmung des Profils anliegt. Der Ausdruck "Flanken"
meint insbesondere die den Seitenwänden der Ausnehmung zugewandten Flächen der Lichtgitterleiste.
Der Ausdruck "Vorderseite der Lichtgitterleiste" wird vorzugsweise als diejenige Seite
der Lichtgitterleiste verstanden, welche dem Torblatt in geschlossener Position zugewandt
ist. Der Ausdruck "Rückseite der Lichtgitterleiste" meint insbesondere eine von dem
in geschlossener Position befindlichen Torblatt abgewandten Seite der Lichtgitterleiste.
Insbesondere verbinden die Flanken der Lichtgitterleiste die Vorderseite und die Rückseite
der Lichtgitterleiste miteinander. Bevorzugt ist das Klemmteil so ausgebildet, dass
eine zweite Flankenfläche des Klemmteiles an einer zweiten Flanke der Lichtgitterleiste
anliegt, wobei eine zweite Profilfläche des Klemmteiles an der der zweiten Flanke
der Lichtgitterleiste zugeordneten Seitenwand der Ausnehmung des Profils anliegt.
[0009] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform klemmt das Klemmteil die Lichtgitterleiste
derart in der Ausnehmung fest, dass die Klemmkraftrichtung die Torblattebene schneidet.
Vorzugsweise wirkt die Klemmkraft in Richtung der Seitenwände der Ausnehmung. Zweckmäßigerweise
sind die Seitenwände der Ausnehmung parallel zueinander. Es liegt im Rahmen der Erfindung,
dass wenigstens eine und vorzugsweise beide Seitenwände der Ausnehmung parallel zur
Torblattebene liegen. Der Begriff "Torblattebene" meint insbesondere diejenige Ebene,
welche von dem Torblatt in geschlossener Position aufgespannt wird. Insbesondere ist
die Torblattebene nicht auf das Torblatt beschränkt. Idealerweise ist die Torblattebene
eine Ebene in mathematischem Sinne, wobei die Torblattebene in der Mitte der beiden
das Tor bedeckenden Flächen des Torblattes verläuft und wobei besonders vorzugsweise
die Torblattebene parallel zwischen diesen beiden Flächen angeordnet ist. Die Torblattebene
ist bevorzugt etwa parallel zu umliegenden Wandflächen angeordnet. Gemäß einer ganz
besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Klemmkraftrichtung senkrecht bzw. im
Wesentlichen senkrecht zur Torblattebene ausgerichtet.
[0010] Es ist sehr bevorzugt, dass das Klemmteil bzw. ein Boden des Klemmteiles so ausgebildet
ist, dass das Klemmteil bzw. der Boden von seiner Breite her dem Abstand der Seitenwände
der Ausnehmung zueinander entspricht, so dass das Klemmteil bzw. der Boden in die
Ausnehmung einsetzbar ist und vorzugsweise zwischen den Seitenwänden der Ausnehmung
eine Presspassung erfährt und von dieser Presspassung in der Ausnehmung gehalten wird.
Der Ausdruck "Presspassung" meint beispielsweise einen Kraftschluss bzw. einen Klemmsitz.
Gemäß einer ersten Ausführungsform ist der Boden zwischen der Rückwand der Ausnahme
und der Rückseite der Lichtgitterleiste angeordnet. Der Boden liegt zweckmäßigerweise
an der Rückwand der Ausnehmung und bevorzugt auch an der Rückseite der Lichtgitterleiste
an. Gemäß einer anderen Ausführungsform ist der Boden zwischen der Vorderseite der
Lichtgitterleiste und dem in geschlossener Position befindlichen Torblatt angeordnet,
und, weiter bevorzugt, liegt der Boden an der Vorderseite der Lichtgitterleiste an.
[0011] Es ist sehr vorteilhaft, wenn das Klemmteil oder das Klemmteil und eine Seitenwand
der Ausnehmung eine Nut definieren, wobei die Breite der Nut der Breite der Lichtgitterleiste
entspricht, so dass die Lichtgitterleiste in die Nut einsetzbar ist, wobei vorzugsweise
die Lichtgitterleiste in der Nut einen Klemmsitz erfährt und bevorzugt von diesem
Klemmsitz in der Ausnehmung gehalten wird. Der Ausdruck "Klemmsitz" meint insbesondere
einen Kraftschluss bzw. eine Presspassung. Das Klemmteil kann beispielsweise U-förmig,
L-förmig, keil- oder quaderförmig sein. Sehr bevorzugt liegt die Lichtgitterleiste
nur an einer bzw. mehreren Flächen des Klemmteiles an. Gemäß einer anderen Ausführungsform
liegt die Lichtgitterleiste sowohl an wenigstens einer Fläche des Klemmteiles als
auch an einer der Seitenwände der Ausnehmung an.
[0012] Es liegt insbesondere im Rahmen der Erfindung, wenn das Klemmteil ein Spreizteil
aufweist, welches Spreizteil die Klemmkraft oder eine zusätzliche Klemmkraft ausübt.
Der Ausdruck "die Klemmkraft" bedeutet vorzugsweise, dass nur das Spreizteil die Klemmkraft
ausübt. Der Ausdruck "eine zusätzliche Klemmkraft" meint bevorzugt, dass neben der
von dem Spreizteil erzeugten Klemmkraft noch eine andere Klemmkraft wirkt. Die andere
Klemmkraft kann beispielsweise durch eine Presspassung des Klemmteiles in der Ausnehmung
erzeugt worden sein. Das Spreizteil spreizt vorzugsweise eine erste und eine zweite
Seitenfläche des Klemmteiles auseinander. Vorzugsweise wird der wenigstens eine Schenkel
des Klemmteiles durch das Spreizteil in der Klemmkraftrichtung aufgeweitet. Eine gedachte
Verlängerung einer Längsachse des Spreizteiles schneidet vorzugsweise die Rückwand
der Ausnehmung und steht besonders vorzugsweise senkrecht bzw. im Wesentlichen senkrecht
auf der Rückwand der Ausnehmung. Das Spreizteil ist bevorzugt eine Schraube, welche
zweckmäßigerweise zur Spreizung in das Klemmteil eingeschraubt ist. Das Spreizteil
kann beispielsweise aber auch ein Keil oder ein Nagel sein. Gemäß einer Ausführungsform
umfasst das Klemmteil eine Vertiefung zur Aufnahme des Spreizteiles, welche Vertiefung
gemäß einer bevorzugten Ausführungsform nutförmig ist. Gemäß einer anderen Ausführungsform
ist die Vertiefung ein Loch bzw. eine Bohrung.
[0013] Vorteilhafterweise ist wenigstens eine der bzw. sind die Seitenwände der Ausnehmung
an ihrer zur Lichtgitterleiste gewandten Seite aufgeraut. Es ist bevorzugt, dass wenigstens
eine der bzw. die Seitenwände eine Riffelung aufweisen, wobei die Riffelung bzw. die
Riffelungen zweckmäßigerweise parallel zur Profillängsrichtung der Seitenbegrenzung
verläuft bzw. verlaufen. Weiter vorzugsweise verläuft die Riffelung bzw. verlaufen
die Riffelungen entlang der gesamten Profillänge der Seitenbegrenzung bzw. der Seitenbegrenzungen.
[0014] Besonders bevorzugt weist das Klemmteil einen Boden und wenigstens einen Schenkel
und vorzugsweise zwei Schenkel auf. Es ist vorteilhaft, wenn das Klemmteil etwa U-förmig
ausgebildet ist. Gemäß anderen Ausführungsformen ist das Klemmteil etwa L-förmig ausgebildet
und umfasst typischerweise einen Boden und einen Schenkel. Zweckmäßigerweise liegt
der Schenkel bzw. liegen die Schenkel an einer der bzw. den Flanken der Lichtgitterleiste
an. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass der Schenkel bzw. die Schenkel an einer
der beiden Seitenwände bzw. jeweils an einer Seitenwand der Ausnehmung anliegen.
[0015] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist der Boden des Klemmteiles zwischen der
Lichtgitterleiste und der Rückwand der Ausnehmung befindlich. Bevorzugt ist der Boden
im Verhältnis zu dem Schenkel bzw. den Schenkeln von dem in einer geschlossenen Position
befindlichen Torblatt abgewandt. Zweckmäßigerweise liegt der Boden an der Rückseite
der Lichtgitterleiste an und vorzugsweise liegt der Boden an der Rückwand der Ausnehmung
an. Vorteilhafterweise übt das Spreizteil eine zusätzliche Klemmkraft auf die Lichtgitterleiste
und den Schenkel bzw. die Schenkel des Klemmteiles aus. Vorzugsweise ist wenigstens
in einer oberen und wenigstens in einer unteren Hälfte der Lichtgitterleiste je ein
Klemmteil angeordnet.
[0016] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist der Boden des Klemmteiles zwischen der
Lichtgitterleiste und dem in geschlossener Position befindlichen Torblatt angeordnet.
Es liegt im Rahmen der Erfindung, wenn der Boden im Verhältnis zu dem Schenkel bzw.
den Schenkeln dem Torblatt zugewandt ist. Es ist bevorzugt, wenn der Boden an der
Vorderseite der Lichtgitterleiste anliegt. Vorzugsweise übt das Spreizteil die Klemmkraft
oder eine zusätzliche Klemmkraft und besonders vorzugsweise nur auf den Boden des
Klemmteiles aus. Das Klemmteil ist sehr bevorzugt an einem oberen und/oder an einem
unteren Ende der Lichtgitterleiste angeordnet, wobei vorzugsweise wenigstens ein weiteres
Klemmteil dazwischen befindlich ist. Das wenigstens eine weitere Klemmteil ist zweckmäßigerweise
derart ausgebildet, dass der Boden des wenigstens einen weiteren Klemmteils zwischen
der Lichtgitterleiste und der Rückwand der Ausnehmung befindlich ist.
[0017] Zur Lösung des technischen Problems lehrt die Erfindung ein Verfahren zur Montage
eines Tores, insbesondere eines Schnelllauftores oder eines Rolltores, vorzugsweise
eines erfindungsgemäßen Tores, wobei das Tor ein Torblatt und zwei Seitenbegrenzungen
umfasst, wobei die Seitenbegrenzungen jeweils ein Profil enthalten, wobei die Profile
eine Torblattebene definieren, wobei wenigstens ein Profil eine Ausnehmung aufweist,
wobei die Ausnehmung zwei einander gegenüberliegende Seitenwände sowie eine Rückwand
umfasst, wobei die Lichtgitterleiste zwischen dem in geschlossener Position befindlichen
Torblatt und der Rückwand befindlich ist, und wobei eine Lichtgitterleiste in der
Ausdehnung des wenigstens einen Profils angeordnet wird, in dem wenigstens ein Klemmteil
derart in die Ausnehmung eingebracht wird, dass das Klemmteil mittels einer Klemmkraft
die Lichtgitterleiste zwischen den Seitenwänden der Ausnehmung befestigt, wobei die
Seitenwände der Ausnehmung die Klemmkraft aufnehmen.
[0018] Es ist sehr bevorzugt, wenn zunächst das Klemmteil bzw. die Klemmteile in die Ausnehmung
eingebracht werden, wobei vorteilhafterweise das Klemmteil bzw. die Klemmteile eine
Presspassung in der Ausnehmung erfahren. Vorzugsweise wird dann die Lichtgitterleiste
in das Klemmteil bzw. in die Klemmteile eingesetzt, wobei bevorzugt die Lichtgitterleiste
einen Klemmsitz in einer Nut des Klemmteiles bzw. in Nuten der Klemmteile erfährt
und wobei besonders bevorzugt die Lichtgitterleiste von dem Klemmsitz in der Ausnehmung
gehalten wird.
[0019] Gemäß einer anderen Ausführungsform des Klemmteiles wird zunächst die Lichtgitterleiste,
vorteilhafterweise mittels Klemmsitz, in das Klemmteil bzw. in die Klemmteile eingesetzt
und anschließend bevorzugt gemeinsam mit den Klemmteilen in die Ausnehmung eingebracht.
Vorzugsweise erfahren das Klemmteil bzw. die Klemmteile bzw. die Lichtgitterleiste
in der Ausnehmung die Klemmkraft.
[0020] Schließlich werden gemäß einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform das Klemmteil
bzw. die Klemmteile mit einem bzw. mehreren Spreizteilen versehen, um die Klemmkraft
bzw. um eine zusätzliche Klemmkraft auf die Lichtgitterleiste bzw. das Klemmteil bzw.
die Klemmteile bzw. die Seitenwände auszuüben.
[0021] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Tores mit einem Torblatt und
zwei Seitenbegrenzungen,
- Fig. 2
- einen Querschnittsausschnitt einer der beiden Seitenbegrenzungen aus Fig. 1 mit einem
ersten erfindungsgemäßen Klemmteil,
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht des Klemmteiles aus Fig. 2,
- Fig. 4
- einen Querschnittsausschnitt einer der beiden Seitenbegrenzungen aus Fig. 1 mit einem
zweiten erfindungsgemäßen Klemmteil und
- Fig. 5
- eine perspektivische Darstellung des Klemmteiles aus Fig. 4.
[0022] Fig. 1 zeigt ein Schnelllauftor mit einem Torblatt 1 und zwei Seitenbegrenzungen
2. Die Seitenbegrenzungen 2 weisen jeweils ein Profil 3 auf, welches Profil in diesem
Ausführungsbeispiel aus Aluminium gefertigt ist. Das Torblatt 1 ist aus einem flexiblen
Material, weist vorzugsweise ein oder mehrere Fenster auf und wird in einen oberhalb
der Seitenbegrenzungen 2 angeordneten Rollenkasten aufgerollt. Ein Lichtgitter ist
zwischen den Seitenbegrenzungen 2 installiert und weist mehrere nicht sichtbare Lichtstrahlen,
welche Lichtstrahlen sich in waagerechter Richtung zwischen den Seitenbegrenzungen
2 erstrecken. Mit Hilfe des Lichtgitters wird der Verfahrweg des Torblattes 1 überwacht.
[0023] Das Lichtgitter wird typischerweise von zwei Lichtgitterleisten 5 erzeugt, wobei
jeweils eine Lichtgitterleiste an einer der beiden Seitenbegrenzungen 2 angeordnet
ist. Zweckmäßigerweise weist eine erste Lichtgitterleiste 5 eine Reihe an Lichtquellen
in Form von, bevorzugt, Leuchtdioden auf. Die erste Lichtgitterleiste 5 wird so ausgerichtet,
dass die Lichtstrahlen auf die zweite Lichtgitterleiste 5 treffen, wo die Lichtstrahlen
mittels entsprechender Detektoren erfasst werden.
[0024] Die erfindungsgemäße Anordnung der Lichtgitterleisten 5 in diesem Ausführungsbeispiel
ist in Fig. 2 abgebildet. Das Profil 3 weist eine Ausnehmung 6 aus, deren Öffnung
bezüglich der Lichtgitterleiste 5 dem in Fig. 2 nicht dargestellten Torblatt 1 zugewandt
ist. Zweckmäßigerweise liegt die Lichtgitterleiste 5 in einer Torblattebene 4, welche
Torblattebene 4 durch das Torblatt 1 in geschlossener Position bestimmt wird. Die
Ausnehmung 6 weist zwei einander gegenüberliegende Seitenwände 7 sowie eine Rückwand
8 auf. In der Ausnehmung 6 sitzt kraftschlüssig per Presspassung ein erstes erfindungsgemäßes
Klemmteil 10, welches bevorzugt U-förmig ausgebildet ist und zweckmäßigerweise einen
Boden 13 und zwei Schenkel 14 aufweist. Der Boden 13 und die Schenkel 14 sind bevorzugt
aus Kunststoff und definieren eine Nut 11, in welche Nut 11 die Lichtgitterleiste
5 kraftschlüssig angeordnet ist.
[0025] Zweckmäßigerweise wird bei der Montage zunächst das Klemmteil 10 in die Ausnehmung
6 eingesetzt, wodurch es aufgrund einer entsprechenden Dimensionierung eine Presspassung
und somit auch einen Kraftschluss erfährt, wodurch eine Klemmkraft auf die Seitenwände
7 wirkt. Aufgrund des Kraftschlusses bzw. der Presspassung bzw. der Klemmkraft wird
das Klemmteil 10 in der Ausnehmung 6 gehalten. Vorzugsweise werden dann noch weitere
Klemmteile 10 entlang der Höhe der Seitenbegrenzung 2 in die Ausnehmung 6 eingebracht.
In einem weiteren Schritt wird dann die Lichtgitterleiste 5 in die Nuten 11 der Klemmteile
10 eingesetzt, wobei die Lichtgitterleiste 5 aufgrund eines Klemmsitzes in den Nuten
11 gehalten wird. Die Seitenwände 7 weisen vorzugsweise je eine Riffelung 9 an ihren
der Lichtgitterleiste zugewandte Seite auf. Diese Riffelungen 9 unterstützen den Kraftschluss
bzw. die Presspassung.
[0026] In Fig. 3 ist das Klemmteil 10 aus Fig. 2 perspektivisch und außerdem auch noch mit
einem Spreizelement 12 in Form einer Schraube dargestellt. Das Spreizelement 12 greift
in eine Vertiefung 15 in Form einer Spaltnut ein, so dass eine zusätzliche Klemmkraft
auf die Seitenwände 7 bzw. auf die Lichtgitterleiste 5 einwirkt. Das Spreizteil 12
ermöglicht die dauerhafte Befestigung der Lichtgitterleiste 5 in der Ausnehmung 6.
Das Klemmteil 10 findet insbesondere in denjenigen Bereichen der Lichtgitterleiste
5 Anwendung, wo sich Lichtquellen bzw. Detektoren befinden.
[0027] In Fig. 4 ist ein zweites erfindungsgemäßes Klemmteil 20 abgebildet. Das Klemmteil
20 umfasst einen Boden 23 sowie zwei Schenkel 24, wodurch eine Nut 21 gebildet wird.
Ferner weist das Klemmteil 20 eine Vertiefung 25 in Form einer Spaltnut auf, in welche
ein Spreizelement 22 in Form einer Schraube eingeschraubt ist. Der Boden 23 und die
Schenkel 24 umfassen insbesondere Kunststoff. Das Klemmteil 20 ist vorzugsweise so
dimensioniert, dass es beim Einbringen in die Ausnehmung 6 eine Presspassung mit der
Ausnehmung 6 eingeht, so dass eine Klemmkraft auf die Seitenwände 7 einwirkt. Hierdurch
erfährt zugleich auch die Lichtgitterleiste 5 eine Klemmkraft. Diese Klemmkraft wird
noch einmal durch das Spreizelement 22 verstärkt, so dass das Klemmteil 20 dauerhaft
in der Ausnehmung 6 befestigt wird. Der Boden 23 liegt vorzugsweise an der Lichtgitterleiste
5 an.
[0028] Die Fig. 5 zeigt das Klemmteil 20 in perspektivischer Darstellung. Aus dieser Darstellung
wird zunächst ersichtlich, dass das Klemmteil 20 an einem unteren Ende der Lichtgitterleiste
5 und damit auch an einem unteren Ende des Profils 3 angeordnet ist und so einen Abschluss
bildet. In diesem Ausführungsbeispiel findet sich ferner ein Klemmteil 20 an einem
nicht dargestellten oberen Ende der Lichtgitterleiste 5. Zwischen den beiden Klemmteilen
20 ist das Klemmteil 10 bevorzugt bzw. sind die Klemmteile 10 gleichmäßig verteilt
angeordnet.
[0029] Insbesondere durch die Verwendung von zwei oder mehreren Klemmteilen 10, 20 wird
die Ausrichtung der Lichtgitterleisten 5 sehr vereinfacht. Dabei sorgen die Klemmteile
10, 20 über ihre Schenkel 14, 24 für eine parallel zu den Seitenwänden 7 verlaufende
Anordnung der Lichtgitterleiste 5. Demgegenüber bezwecken die Böden 14, 24 der Klemmteile
10, 20 vorzugsweise eine parallele Ausrichtung im Verhältnis zur Rückwand 8. Auf diese
Weise wird der Aufwand bei der Montage der Lichtgitterleisten stark verringert. Außerdem
erlauben die Klemmteile 10, 20 eine sehr große Flexibilität hinsichtlich der verwendeten
Lichtgitterleistentypen, so dass ein einziges Profil 3 mit beliebig vielen Lichtgitterleistentypen
kompatibel ist; es bedarf lediglich einer Anpassung des kostengünstigen Klemmteiles
10, 20 an den jeweiligen Querschnitt des verwendeten Lichtgitterleistentyps.
1. Tor, umfassend ein Torblatt (1) und zwei Seitenbegrenzungen (2), wobei die Seitenbegrenzungen
(2) jeweils ein Profil (3) enthalten, wobei die Profile (3) eine Torblattebene (4)
definieren, wobei wenigstens eine Seitenbegrenzung (2) eine Lichtgitterleiste (5)
aufweist, wobei die Lichtgitterleiste (5) in einer Ausnehmung (6) des Profils (3)
angeordnet ist, wobei die Ausnehmung (6) zwei einander gegenüberliegende Seitenwände
(7) sowie eine Rückwand (8) umfasst, wobei die Lichtgitterleiste (5) zwischen dem
in geschlossener Position befindlichen Torblatt (1) und der Rückwand (8) angeordnet
ist, wobei wenigstens ein Klemmteil (10, 20) mittels einer Klemmkraft die Lichtgitterleiste
(5) zwischen den Seitenwänden (7) der Ausnehmung (6) befestigt und wobei die Seitenwände
(7) der Ausnehmung (6) die Klemmkraft aufnehmen.
2. Tor nach Anspruch 1, wobei das Klemmteil (10, 20) die Lichtgitterleiste (5) derart
in der Ausnehmung (6) festklemmt, dass die Klemmkraftrichtung die Torblattebene (4)
schneidet.
3. Tor nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei das Klemmteil (10, 20) so ausgebildet
ist, dass das Klemmteil (10, 20) von seiner Breite her dem Abstand der Seitenwände
(7) der Ausnehmung (6) zueinander entspricht, so dass das Klemmteil (10, 20) in die
Ausnehmung (6) einsetzbar ist und vorzugsweise zwischen den Seitenwänden (7) der Ausnehmung
(6) eine Presspassung erfährt und von dieser Presspassung in der Ausnehmung (6) gehalten
wird.
4. Tor nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Klemmteil (10, 20) oder das Klemmteil
und eine Seitenwand (7) der Ausnehmung (6) eine Nut (11, 21) definieren, wobei die
Breite der Nut (11, 21) der Breite der Lichtgitterleiste (5) entspricht, so dass die
Lichtgitterleiste (5) in die Nut (11, 21) einsetzbar ist, wobei vorzugsweise die Lichtgitterleiste
(5) in der Nut (11, 21) einen Klemmsitz erfährt und bevorzugt von diesem Klemmsitz
in der Ausnehmung (6) gehalten wird.
5. Tor nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das Klemmteil (10, 20) ein Spreizteil
(12, 22) aufweist, welches Spreizteil (12, 22) die Klemmkraft oder eine zusätzliche
Klemmkraft ausübt, wobei bevorzugt das Klemmteil (10, 20) eine Vertiefung (15, 25)
zur Aufnahme des Spreizteiles (12, 22) umfasst.
6. Tor nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei wenigstens eine der bzw. die Seitenwände
(7) der Ausnehmung (6) an ihrer zur Lichtgitterleiste (5) gewandten Seite aufgeraut
ist bzw. sind, wobei vorzugsweise wenigstens eine der bzw. die Seitenwände (7) eine
Riffelung (9) aufweisen.
7. Tor nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei das Klemmteil (10, 20) einen Boden (13,
23) und wenigstens einen Schenkel und vorzugsweise zwei Schenkel (14, 24) aufweist.
8. Tor nach Anspruch 7, wobei der Boden (13) des Klemmteiles (10) zwischen der Lichtgitterleiste
(5) und der Rückwand (8) der Ausnehmung (6) befindlich ist.
9. Tor nach Anspruch 7, wobei der Boden (23) des Klemmteiles (20) zwischen der Lichtgitterleiste
(5) und dem in geschlossener Position befindlichen Torblatt (1) angeordnet ist.
10. Verfahren zur Montage eines Tores, vorzugsweise eines Tores nach einem der Ansprüche
1 bis 9, wobei das Tor ein Torblatt (1) und zwei Seitenbegrenzungen (2) umfasst, wobei
die Seitenbegrenzungen (2) jeweils ein Profil (3) enthalten, wobei die Profile (3)
eine Torblattebene (4) definieren, wobei wenigstens ein Profil (3) eine Ausnehmung
(6) aufweist, wobei die Ausnehmung (6) zwei einander gegenüberliegende Seitenwände
(7) sowie eine Rückwand (8) umfasst, wobei die Lichtgitterleiste (5) zwischen dem
in geschlossener Position befindlichen Torblatt (1) und der Rückwand (8) angeordnet
ist und wobei eine Lichtgitterleiste (5) in der Ausnehmung (6) des wenigstens einen
Profils (3) angeordnet wird, indem wenigstens ein Klemmteil (19, 20) derart in die
Ausnehmung (6) eingebracht wird, dass das Klemmteil (10, 20) mittels einer Klemmkraft
die Lichtgitterleiste (5) zwischen den Seitenwänden (7) der Ausnehmung (6) befestigt
und wobei die Seitenwände (7) der Ausnehmung (6) die Klemmkraft aufnehmen.