[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Leuchte mit schalenförmigem Reflektor zur
gerichteten Lichtabgabe über eine Lichtaustrittsfläche des Reflektors mit bevorzugt
definierter Abrisskante der Lichtabgabe.
[0002] Derartige Leuchten werden bisher unter Einsatz von Hochdrucklampen betrieben, welche
eine definierte Lichtverteilung mit scharfer Abrisskante ermöglichen. Solche Leuchten
werden beispielsweise als Deckenfluter in Form von Pendelleuchten eingesetzt. Sie
stellen eine besonders hohe Lichtmenge bereit. Beispielsweise können Lichtstärken
von bis zu 20.000 Lumen erreicht werden. Aufgrund gesetzlicher Vorgaben sind jedoch
solche Hochdrucklampen nur noch bis zum Ende des Jahres 2016 verfügbar.
[0003] Die vorliegende Erfindung zielt nun darauf ab, eine vergleichbare Leuchte bereitzustellen,
welche auf den Einsatz von Hochdrucklampen verzichtet.
[0004] Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs gelöst. Die abhängigen
Ansprüche bilden den zentralen Gedanken der vorliegenden Erfindung in besonders vorteilhafter
Weise weiter.
[0005] Gemäß einem ersten Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung eine Leuchte mit einem
schalenförmigen Reflektor mit einer sich von einem Bodenbereich des Reflektors weg
erstreckenden, umlaufenden Reflektorwand, welche an ihrer dem Bodenbereich gegenüberliegenden
Seite eine Lichtaustrittsfläche begrenzt. Des Weiteren weist die erfindungsgemäße
Leuchte einen sich vom Bodenbereich in den Reflektor und zu der Lichtaustrittsfläche
hin längs erstreckenden und bezüglich seiner Längsachse beidseitig offenen Hohlkörper.
Über den Umfang des Hohlkörpers verteilt sind Leuchtmittel derart vorgesehen, dass
sie in thermischem Kontakt mit dem Hohlkörper stehen und wenigstens zum Teil Licht
radial - also seitlich - auf die Reflektorwand abgeben.
[0006] Mittels der vorbeschriebenen Leuchte wird es ermöglicht, über einen entsprechend
gestalteten Reflektor Licht in definierter Weise über eine vom Reflektor begrenzte
Lichtaustrittsfläche abzugeben. Die bei Betrieb mit entsprechend hohen Lichtströmen
auftretenden Betriebstemperaturen werden durch das mit dieser Leuchte bereitgestellte
Thermomanagement gezielt und effektiv abgeführt. Hierzu weist die Leuchte einen quasi
rohrförmigen Hohlkörper auf, mit dem die Leuchtmittel in direktem thermischen Kontakt
stehen, sodass die bei Betrieb der Leuchtmittel erzeugte Wärme direkt an den Hohlkörper
abgegeben werden kann. Aufgrund seiner hohlen Ausgestaltungsform bietet er eine große
Oberfläche zur Abführung der bei Betrieb erzeugten Wärme. Aufgrund der beidseitig
offenen Ausgestaltungsform des mit den Leuchtmitteln thermisch gekoppelten Hohlkörpers
wird Konvektion und folglich ein so genannter Kamineffekt erzielt, welcher automatisch
zu einer gesteigerten Wärmeabfuhr durch ständige Luftführung führt.
[0007] Die Reflektorwand weitet sich bevorzugt von dem Bodenbereich weg erstreckend auf.
Insbesondere ist hier ein im Wesentlichen parabelförmiger Querschnitt vorgesehen.
Ein derartig gestalteter, schalenförmiger Reflektor bietet eine gute Möglichkeit zur
entsprechenden, gerichteten Reflexion des von den Leuchtmitteln auf die Reflektorwand
abgegebenen Lichts in Richtung der Lichtaustrittsfläche.
[0008] Insbesondere ist die Reflektorwand derart ausgebildet, um das Licht der Leuchtmittel
zur definierten Lichtabgabe in Richtung der oder wenigstens teilweise auf die Lichtaustrittsfläche
zu lenken. Das von den Leuchtmitteln abgegebene Licht wird somit definiert geführt
und zur Lichtabgabefläche hin gelenkt, sodass eine gewünschte Abstrahlcharakteristik
erreicht werden kann.
[0009] In einer bevorzugten Ausgestaltungsform kann der Hohlkörper auf seiner der Reflektorwand
zugewandten Seite reflektierend ausgebildet sein. Insbesondere gilt dies wenigstens
im Bereich zwischen den Leuchtmitteln und der Lichtaustrittsfläche, also von den Leuchtmitteln
aus gesehen zur Lichtaustrittsfläche hin gerichtet. Dies hat den Vorteil, dass der
Hohlkörper ebenso zur definierten Lichtabgabe genutzt werden kann. Hierbei wird in
der Regel ein Teil des von der Reflektorwand umgelenkten Lichtes bevorzugt gezielt
auf die reflektierende Oberfläche des Hohlkörpers gelenkt, um somit zur definierten
Lichtabgabe über die Lichtaustrittsfläche bereitzustehen.
[0010] Der Hohlkörper ist in Längsrichtung des Reflektors gesehen bevorzugt mittig zu beziehungsweise
in dem Reflektor angeordnet. Auf diese Weise kann eine symmetrische Ausgestaltung
der Leuchte erzielt werden, was neben ästhetischen Gesichtspunkten auch für eine harmonische
Lichtabgabe von Vorteil ist.
[0011] Der Hohlkörper erstreckt sich bevorzugt wenigstens bis zur Lichtaustrittsfläche.
Grundsätzlich ist die Erfindung hierauf jedoch nicht beschränkt. Durch die Länge der
Erstreckung des Hohlkörpers kann somit diese im Sinne einer gewünschten und definierten
Lichtabgabe entsprechend ausgebildet sein. Dabei kann der Hohlkörper einerseits beispielsweise
aus dem Lichtweg des vom Reflektor einmal reflektierten Lichtes herausgehalten sein.
In diesem Fall braucht der Hohlkörper nicht zwingend reflektierende Oberflächen aufzuweisen.
Andererseits ist es auch denkbar, den Hohlkörper mit reflektierender Oberfläche zur
definierten Lichtlenkung und somit Lichtabgabe über die Lichtaustrittsfläche zu nutzen.
Auch ist es denkbar, den Hohlkörper beispielsweise gerade in definierten Bereichen
nicht reflektierend auszubilden, um den Lichtweg in bestimmten Winkeln ausgehend von
der Reflektorwand zu unterbrechen, was wiederum zu einer entsprechend definierten
Lichtabgabe führen kann.
[0012] In einer bevorzugten Ausgestaltungsform ist der Hohlkörper im Querschnitt rund, oval
oder polygonal ausgebildet. Insbesondere ist bei einer polygonalen Ausgestaltung ein
regelmäßig polygonaler Querschnitt vorteilhaft, um eine möglichst umlaufend gleichmäßige
Lichtabgabe zu erzeugen.
[0013] Der Reflektor und der Hohlkörper sind bevorzugt derart ausgebildet, um das Licht
der Leuchtmittel mit einem definierten Lichtabgabewinkel, vorzugsweise mit definierter
Abrisskante, über die Lichtabgabefläche abzugeben. Dabei soll die Lichtverteilung
bevorzugt im Wesentlichen rotationssymmetrisch sein. Auf diese Weise kann eine Abstrahlcharakteristik
einer bekannten Leuchte mit Hochdrucklampen nachgebildet werden. Der Lichtabgabewinkeln
beträgt dabei bevorzugt ≤±90°, vorzugweise ≤±60°, besonders bevorzugt ≤±45°, und am
meisten bevorzugt ≤±30°, wobei die Lichtabgabewinkel dabei über den Umfang gesehen
und zu den jeweils gegenüberliegenden Richtungen umlaufend gleich groß oder auch voneinander
abweichend vorliegen kann. Gemessen wird der Lichtabgabewinkel vorzugsweise bezüglich
der Hauptabstrahlrichtung der Leuchte, vorzugsweise in oder parallel zu der Längsachse
des Hohlkörpers. In letztgenanntem Fall ist bevorzugt eine über den Umfang gesehen
periodische oder anders gleichmäßige Änderung des Lichtabgabewinkels denkbar. Auch
ist eine umlaufend asymmetrische Lichtabgabe denkbar.
[0014] In einer bevorzugten Ausgestaltungsform sind die Leuchtmittel (direkt) auf dem Hohlkörper
vorgesehen. Vorzugsweise sind die Leuchtmittel im Bereich des Bodenbereichs des Reflektors,
also möglichst nahe des Fußes des Reflektors, vorgesehen, um somit die gesamte Reflektorwandfläche
zur definierten Lichtabgabe über die Lichtaustrittsfläche bereitstellen zu können.
[0015] Die Leuchtmittel sind bevorzugt über den Umfang des Hohlkörpers gleichmäßig verteilt
und besonders bevorzugt auf derselben Höhe des Reflektors bezüglich seiner Längsrichtung
angeordnet. Auf diese Weise kann ebenfalls eine möglichst harmonische und bevorzugt
gleichmäßige Lichtabgabe erzielt werden.
[0016] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltungsform sind die Leuchtmittel LEDs und insbesondere
LED-Module, wie beispielsweise COB-LED-Module (COB = Chip-On-Board). Diese Leuchtmittel
können entsprechend zur Abgabe - auch im Zusammenspiel mit den Reflektoren - einer
entsprechend hohen Lichtmenge von beispielsweise bis zu 20.000 Lumen bereitgestellt
werden. Diese Leuchtmittel sind besonders platzsparend und können aufgrund des erfindungsgemäßen
Thermomanagements durch die Anordnung des Hohlkörpers und dessen thermischer Kopplung
mit den Leuchtmitteln sicher betrieben werden.
[0017] Der Reflektor kann um seine Längsachse herum rotationssymmetrisch oder zyklisch symmetrisch
ausgebildet sein. Insbesondere die zyklisch symmetrische Ausgestaltung kann dabei
für eine definierte und bevorzugt umlaufend gleichmäßige und harmonische Lichtabgabe
eingesetzt werden.
[0018] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltungsform weist der Reflektor umlaufend mehrere
optische Bereiche auf. Dies können insbesondere mehrere Facettenbereiche sein. Diese
Facettenbereiche können in sich wiederum mehrere Facetten aufweisen. Auf diese Weise
kann eine definierte und gewünschte Lichtführung beziehungsweise Umlenkung über die
Reflektorwand erzielt werden. Dabei ist jeder Bereich des Reflektors optisch einem
und bevorzugt genau einem Leuchtmittel zugeordnet.
[0019] In einer bevorzugten Ausgestaltungsform kann der Reflektor sich radial vom Hohlkörper
zu der Reflektorwand hin erstreckende Kühlrippen aufweisen. Diese sind ferner bevorzugt
thermisch mit dem Hohlkörper gekoppelt. Auf diese Weise kann eine noch größere Oberfläche
zur Wärmeabfuhr der Betriebswärme der Leuchtmittel eingesetzt werden. Die Kühlrippen
können dabei die Flächen mit den jeweils zugeordneten Leuchtmitteln räumlich voneinander
trennen. In einer besonders bevorzugten Ausgestaltungsform können dabei die Kühlrippen
ebenfalls eine reflektierende Oberfläche aufweisen und somit als weiterer Teil des
Reflektors auch zur definierten Umlenkung des Lichts zur Lichtaustrittsfläche hin
genutzt werden.
[0020] Weitere Ausgestaltungsformen und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand
der folgenden Ausführungsbeispiele im Zusammenhang mit den Figuren der begleitenden
Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische perspektivische Ansicht einer Leuchte gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung,
- Figur 2
- eine schematische und funktionale Seitenansicht einer Leuchte gemäß einem zweiten
Ausführungsbeispiel der Erfindung mit beispielhafter Lichtführung eines Leuchtmittels,
- Figur 3
- eine schematischen und funktionale Draufsicht auf eine Leuchte gemäß einem dritten
Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung, und
- Figur 4
- einen beispielhafte Lichtverteilung einer erfindungsgemäßen Leuchte.
[0021] Die Figuren 1 bis 3 zeigen schematische Ausgestaltungsformen erfindungsgemäßer Leuchten
1. Diese Leuchten 1 weisen einen im Wesentlichen schalenförmigen Reflektor 2 auf.
Dieser Reflektor 2 hat einen Bodenbereich 3. Von diesem Bodenbereich 3 erstreckt sich
eine umlaufende Reflektorwand 4 weg, welche an ihrer den Bodenbereich 3 gegenüberliegenden
Seite eine Lichtaustrittsfläche 4 begrenzt.
[0022] Über diese Lichtaustrittsfläche 4 wird, wie beispielhaft in Figur 2 gezeigt, Licht
dieser Leuchte 1 nach außen abgegeben.
[0023] Wie insbesondere den Figuren 1 und 2 zu entnehmen ist, erstreckt sich die Reflektorwand
5 bevorzugt aufweitend von dem Bodenbereich 3 weg. Dabei kann sie beispielsweise einen
im Wesentlichen parabelförmigen Querschnitt aufweisen, wie dieser insbesondere in
Figur 2 in der Seitenansicht dargestellt ist.
[0024] Des Weiteren weist die Leuchte 1 einen sich vom Bodenbereich 3 in den Reflektor 2
und zu der Lichtaustrittsfläche 4 hin längs erstreckenden und bezüglich seiner Längsachse
L beidseitig offenen Hohlkörper 6.
[0025] Über den Umfang des Hohlkörpers 6 verteilt sind Leuchtmittel 7 derart vorgesehen,
dass sie in thermischem Kontakt mit dem Hohlkörper 6 stehen und wenigstens zum Teil
Licht radial - also seitlich - auf die Reflektorwand 5 abgeben. Dies ist beispielhaft
in Figur 2 dargestellt.
[0026] Der Hohlkörper 6 ist auf seiner der Reflektorwand 5 zugewandten Seite bevorzugt reflektierend
ausgebildet. Dabei kann der Hohlkörper 6 aus einem reflektierenden Material hergestellt
oder mit einer reflektierenden Oberfläche versehen sein. Letzteres kann durch Vorsehen
eines zusätzlichen, reflektierenden Elements oder auch durch entsprechende Beschichtung
der Hohlkörperoberfläche geschehen. Die reflektierende Oberfläche ist wenigstens im
Bereich zwischen den Leuchtmitteln 7 und der Lichtaustrittsfläche 4 bereitgestellt,
sodass diese, wie beispielhaft in Figur 2 dargestellt, auch wirksam in dem Lichtweg
zur Lichtlenkung genutzt werden kann.
[0027] Wie beispielsweise der Figur 2 und 3 zu entnehmen ist, kann der Hohlkörper in Längsrichtung
des Reflektors 2 gesehen mittig zu beziehungsweise in dem Reflektor 2 angeordnet sein.
Je nach gewünschter Lichtführung ist jedoch auch eine andere Anordnung beziehungsweise
Orientierung des Hohlkörpers 6 bezüglich des Reflektors 2 denkbar.
[0028] Wie in den Figuren 1 und 2 dargestellt, kann sich der Hohlkörper 6 bevorzugt wenigstens
bis zur Lichtaustrittsfläche 4 erstrecken. Auf diese Weise ist der Hohlkörper 6 beispielsweise
in einer Seitenansicht der Leuchte 1 nicht direkt sichtbar, kann aber maximal zur
Lichtlenkung eingesetzt werden, sofern er mit einer reflektierenden Oberfläche versehen
ist. Ist der Hohlkörper 6 nicht oder teilweise nicht mit einer reflektierenden Oberfläche
versehen, so kann er beispielweise zur Absorption des auf ihn treffenden Lichtes ebenso
zur definierten Lichtabgabe eingesetzt werden.
[0029] Wie beispielsweise den Figuren 1 bis 3 zu entnehmen ist, kann der Hohlkörper 6 im
Querschnitt rund ausgebildet sein. Auch andere Ausgestaltungsformen sind selbstverständlich
denkbar. Beispielsweise kann der Hohlkörper 6 auch oval oder polygonal ausgebildet
sein. In letztgenanntem Fall ist insbesondere eine regelmäßig polygonale Ausbildung
bevorzugt, um eine möglichst harmonische und gleichmäßige Lichtabgabe zu erzielen.
[0030] Der Hohlkörper 6 kann in Längsrichtung beziehungsweise in Richtung seiner Längsachse
L gesehen unterschiedliche Durchmesser aufweisen. Dies ist beispielsweise in der Seitenansicht
in Figur 2 deutlich zu erkennen. Dabei können die Leuchtmittel 7 bevorzugt auf einem
Bereich 61 kleineren Durchmessers d vorgesehen sein, während beispielsweise ein zwischen
Leuchtmitteln 7 und Lichtaustrittsbereich 4 vorgesehener Bereich 62, welcher insbesondere
den reflektierenden Bereich des Hohlkörpers 6 bildet, ein Bereich 62 größeren Durchmessers
sein. Selbstverständlich sind auch andere Ausgestaltungen denkbar. Insbesondere kann
durch eine definierte Ausgestaltung des Hohlkörpers 6 eine bevorzugt Lichtabgabe und
Lichtlenkung erzielt werden.
[0031] Die Reflektorwand 5 ist bevorzugt derart ausgebildet, um das Licht der Leuchtmittel
7 zur definierten Lichtabgabe der Leuchte 1 in Richtung der oder wenigstens teilweise
auf die Lichtaustrittsfläche 4 zu lenken. Das von der Reflektorwand somit umgelenkte
beziehungsweise reflektierte Licht der Leuchtmittel 7 kann somit beispielsweise zur
direkten Lichtabgabe über die Lichtaustrittsfläche 4 bereit gestellt werden oder auch
auf weitere Reflektorelemente - hier der reflektierende Bereich 62 des Hohlkörpers
6 - gelenkt werden, um dort einer weiteren Umlenkung zur definierten Lichtabgabe der
Leuchte 1 genutzt zu werden.
[0032] Insgesamt sind der Reflektor 2 sowie der Hohlkörper 6 derart ausgebildet, um das
Licht der Leuchtmittel 7 mit einem definierten Lichtabgabewinkel α über die Lichtabgabefläche
4 abzugeben. Dieser Winkel α wird bevorzugt bezüglich der Hauptabstrahlrichtung H
der Leuchte 1 festgelegt, welche vorliegende mit der Längsachse L des Hohlkörpers
6 zusammenfällt. Es ist besonders bevorzugt, dass durch den definierten Lichtabgabewinkel
α eine definierte Abrisskante bereitgestellt wird, um einen klare Lichtverteilung
zu erzielen. Mit anderen Worten begrenzt der Lichtabgabewinkel α einen maximalen Winkel.
Eine so bereitgestellte Lichtverteilung ist beispielhaft in Figur 4 dargestellt. Dort
ist zu erkennen, dass die Lichtverteilung, hier zur linken und rechten Seite gesehen,
klar und scharf begrenzt ist und somit einen definierten maximalen Lichtabgabewinkel
α aufweist. Auf diese Weise kann sicher eine Abblendwirkung erzielt werden, sodass
eine Blendung von Personen möglichst sicher vermieden werden kann. Der Lichtabgabewinkel
α beträgt dabei bevorzugt α ≤ ±90°, vorzugsweise α ≤ ±60°, besonders vorzugsweise
α ≤ ±45° und am meisten bevorzugt α ≤ ±30°. Der Lichtabgabewinkel α ist dabei über
den Reflektor 2 und den Hohlkörper 6 beliebig wählbar. Dabei kann beispielsweise eine
rotationssymmetrisch, gleichmäßige und harmonische Lichtabgabe bereitgestellt werden.
Es ist jedoch auch denkbar, dass der Lichtabgabewinkel α beispielsweise an gegenüberliegenden
Seiten der Leuchte 1 und/oder über den Umfang der Leuchte 1 gesehen unterschiedlich
ausgeprägt ist. Der Übergang der Lichtabgabewinkel α über den Umfang kann dabei wahlweise
harmonisch gleichmäßig oder wenigstens teilweise auch stufenförmig oder in anderer
Weise ausgebildet sein. Die Erfindung ist hierbei nicht auf einen bestimmten Lichtabgabewinkel
α begrenzt.
[0033] Wie beispielsweise der Figur 3 deutlich zu entnehmen ist, können die Leuchtmittel
7 auf dem Hohlkörper 6 (direkt) vorgesehen sein. Auf diese Weise wird eine sichere
und effektive thermische Kopplung bereitgestellt.
[0034] Die Leuchtmittel 7 sind bevorzugt in einem Bereich - also in der Nähe des - Bodenbereichs
3 vorgesehen. Mit anderen Worten befinden sich bezüglich der Längsachse L des Hohlkörpers
6 gesehen die Leuchtmittel 7 vorzugsweise in einem/einer den Bodenbereich 3 zugewandten
axialen Ende beziehungsweise Seite des Hohlkörpers 6. Auf diese Weise sind die Leuchtmittel
7 möglichst in einem Fuß des Reflektors 2 vorgesehen, sodass im Wesentlichen die gesamte
Reflektorwand 5 zur Lichtabgabe und Lichtlenkung eingesetzt werden kann. Jedoch sind
selbstverständlich auch andere Positionen der Leuchtmittel 7 bezüglich der Längsachse
L des Hohlkörpers 6 denkbar.
[0035] Wie beispielsweise der Figur 3 zu entnehmen ist, können die Leuchtmittel 7 über den
Umfang des Hohlkörpers 6 gleichmäßig verteilt und bevorzugt auf derselben Höhe X des
Reflektors 2 bezüglich seiner Längsrichtung L (vgl. Figur 2) angeordnet sein. Dies
ist insbesondere zur Erzielung einer gleichmäßigen und harmonischen Lichtabgabe gewünscht.
Selbstverständlich sind auch andere Anordnungspositionen der Leuchtmittel 7 insbesondere
auf dem Hohlkörper 6 denkbar.
[0036] Die Leuchtmittel sind, wie den Figuren 1 bis 3 zu entnehmen ist, insbesondere durch
LEDs bereitgestellt. Hier sind beispielhaft LED-Module insbesondere in der Ausprägung
also COB-LED-Module dargestellt. Selbstverständlich könnten die Leuchtmittel 7 auch
durch andere - insbesondere LED-Leuchtmittel - bereitgestellt sein. Die Ausgestaltung
als LED-Modul ist insbesondere wegen der gerichteten Lichtabgabe - hier auf die Reflektorwand
5 - bevorzugt einzusetzen. Ebenso sind LEDs in ihrer Ausgestaltungsform recht kompakt.
Das für die Leuchte 1 der vorliegenden Erfindung verwendete Thermomanagement mittels
des Konvektionfördernden Hohlkörpers 6 sorgt zudem für eine ausreichende Wärmabfuhr
der bei Betrieb der LED-Module 7 erzeugten Wärme.
[0037] Der Reflektor 2 ist um seine Längsachse L herum bevorzugt rotationssymmetrisch oder
wenigstens zyklisch symmetrisch ausgebildet, um eine insbesondere gleichmäßige Lichtabgabe
erzielen zu können.
[0038] Wie besonders den Figuren 1 und 3 zu entnehmen ist, kann der Reflektor 2 auch umlaufend
mehrere optische Bereiche 20 aufweisen. Dies können, wie in Figur 3 gezeigt, beispielsweise
auch Facettenbereiche sein, welche in sich ebenfalls mehrere Facetten aufweisen können.
Diese Bereiche 20 bilden letztlich die Reflektorwand 5, welche zum Inneren des Reflektors
2 und somit zu dem Hohlkörper 6 beziehungsweise den Leuchtmitteln 7 zugewandt sind.
In einer bevorzugten Ausgestaltungsform ist jeder der vorbezeichneten optischen Bereiche
20 des Reflektors 2 optisch einem Leuchtmittel 7 zugeordnet. Mit anderen Worten gibt
bevorzugt ein Leuchtmittel 7 sein Licht wenigstens im Wesentlichen gerichtet auf einen
der vorbezeichneten optischen Bereiche 20 ab. Auf diese Weise kann ebenfalls eine
definierte Lichtlenkung und möglichst harmonische Lichtabgabe erzielt werden.
[0039] Wie insbesondere Figur 1 zu entnehmen ist, kann der Reflektor 2 radial sich vom Hohlkörper
6 zu der Reflektorwand 5 hin erstreckende Kühlrippen 8 aufweisen. Diese sind besonders
bevorzugt thermisch mit dem Hohlkörper 6 gekoppelt. Dabei können, wie in Figur 1 gezeigt,
die Kühlrippen 8 die Bereiche 20 mit den jeweils zugeordneten Leuchtmitteln 7 räumlich
voneinander trennen, um so mit den Leuchtmitteln 7 eine geführte und definierte Lichtlenkung
und letztlich Lichtabgabe der Leuchte 1 zu bewirken. Dabei ist es denkbar, die Kühlrippen
8 wenigstens teilweise reflektierend auszubilden. Mit anderen Worten weisen die Kühlrippen
8 bevorzugt eine wenigstens teilweise reflektierende Oberfläche auf und können somit
ebenso zur definierten Lichtlenkung genutzt werden.
[0040] Eine wie beispielsweise in Figur 1 dargestellte, bevorzugte Leuchte 1 weist somit
in dem schalenförmigen Reflektor 2 einen sich darin längs erstreckenden Hohlkörper
6 auf, an dessen Fuß bevorzugt seitlich abstrahlende LED-Leuchtmittel 7 vorgesehen
sind. Somit kann eine im Wesentlichen vom Zentrum des Reflektors 2 ausgehende Lichtabstrahlung
möglichst nach allen Seiten ringsum des Reflektors 2 bereitgestellt werden. Das von
den Leuchtmitteln 7 so abgegebene Licht trifft dann zumindest zu einem Teil auf die
Reflektorwand 5 des Reflektors 2 und wird zur Lichtaustrittsfläche 4 hin nach oben
umgelenkt. Dabei kann das Licht, soweit gewünscht, zum Einen direkt von dem Leuchtmittel
7 aus über die Lichtaustrittsfläche 4 die Leuchte 1 verlassen und somit zur Lichtabgabe
bereitstehen. Zum Anderen kann das an dem Reflektor 2 beziehungsweise dessen Reflektorwand
5 reflektierte - also umgelenkte - Licht direkt zur Lichtaustrittsfläche 4 gelenkt
werden, um dort der Lichtabgabe der Leuchte 1 bereitzustehen. Es ist jedoch auch denkbar,
dass wenigstens ein Teil des durch den Reflektor 2 umgelenkten Lichtes auf den Hohlkörper
6 trifft; dabei insbesondere in einem Bereich zwischen Leuchtmitteln 7 und Lichtaustrittsfläche
4. Dort kann das Licht an dem Hohlkörper 6 bevorzugt erneut reflektiert werden, um
zur Lichtabgabe über die Lichtaustrittsfläche 4 bereitzustehen. Der Hohlkörper 6 kann
jedoch auch teilweise zur Lichtabsorption genutzt werden, um auch auf diese Weise
eine definierte Lichtabgabe zu bewirken. Die Ausgestaltung sowohl des Hohlkörpers
6 als auch des Reflektors 2 ist dabei derart, dass ein definierter Lichtabgabewinkel
α möglichst nicht überschritten wird und somit eine definierte Abrisskante der Lichtabgabe
gezielt eingestellt werden kann, um bevorzugt eine definierte Abblendwirkung der Leuchte
1 zu bewirken. Ebenso kann ein gewünschter Peak-Winkel für bestimmte Farbbereiche
über die geometrische Form von Reflektor 2 und Hohlkörper 6 im Zusammenspiel mit den
Leuchtmitteln 7 beliebig eingestellt werden.
[0041] Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die vorhergehenden Ausführungsbeispiele beschränkt.
Insbesondere sind die einzelnen Merkmale der vorbeschriebenen Ausführungsbeispiele
in beliebiger Weise untereinander austauschbar und/oder miteinander kombinierbar.
So ist beispielsweise die geometrische Form der vorbezeichneten Elemente durch die
Erfindung nicht beschränkt. Ebenso ist die Anzahl der Leuchtmittel 7 beziehungsweise
der optischen Bereiche 20 durch die Erfindung nicht beschränkt. In den Figuren sind
jeweils sechs Leuchtmittel 7 sowie sechs optische Bereiche 20 dargestellt. Es können
bevorzugt jedoch auch acht Leuchtmittel 7 und acht optische Elemente 20 oder auch
eine andere beliebige Anzahl vorgesehen sein.
1. Leuchte (1), aufweisend:
einen schalenförmigen Reflektor (2) mit einer sich von einem Bodenbereich (3) weg
erstreckenden, umlaufenden Reflektorwand (5), welche an ihrer dem Bodenbereich (3)
gegenüberliegenden Seite eine Lichtaustrittsfläche (4) begrenzt,
einen sich vom Bodenbereich (3) in den Reflektor (2) und zu der Lichtaustrittsfläche
(4) hin längs erstreckenden und bzgl. seiner Längsachse (L) beidseitig offenen Hohlkörper
(6),
wobei über den Umfang des Hohlkörpers (6) verteilt Leuchtmittel (7) derart vorgesehen
sind, dass sie in thermischem Kontakt mit dem Hohlkörper (6) stehen und wenigstens
zum Teil Licht seitlich auf die Reflektorwand (5) abgeben.
2. Leuchte (1) nach Anspruch 1, wobei die Reflektorwand (5) sich aufweitend von dem Bodenbereich
(3) weg erstreckt, vorzugsweise mit einem im Wesentlichen parabelförmigen Querschnitt.
3. Leuchte (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Reflektorwand (5) derart ausgebildet
ist, um das Licht der Leuchtmittel (7) zur definierten Lichtabgabe in Richtung der
oder wenigstens teilweise auf die Lichtaustrittsfläche zu lenken.
4. Leuchte (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Hohlkörper (6) auf
seiner der Reflektorwand (5) zugewandten Seite reflektierend ausgebildet ist, vorzugsweise
wenigstens im Bereich zwischen den Leuchtmitteln (7) und der Lichtaustrittsfläche.
5. Leuchte (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Hohlkörper (6) in Längsrichtung
des Reflektors (2) gesehen mittig zu bzw. in dem Reflektor (2) angeordnet ist, und/oder
wobei der Hohlkörper (6) im Querschnitt rund, oval oder polygonal, insbesondere regelmäßig
polygonal, ausgebildet ist.
6. Leuchte (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Hohlkörper (6) sich
wenigstens bis zur Lichtaustrittsfläche erstreckt.
7. Leuchte (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Hohlkörper (6) in Längsrichtung
gesehen unterschiedliche Durchmesser aufweist, wobei die Leuchtmittel (7) bevorzugt
auf einem Bereich (61) kleineren Durchmessers d vorgesehen sind und eine zwischen
Leuchtmittel (7) und Lichtaustrittsbereich vorgesehener Bereich (62), insbesondere
der reflektierende Bereich des Hohlkörpers (6), ein Bereich (62) größeren Durchmessers
D aufweist.
8. Leuchte (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Reflektor (2) und der
Hohlkörper (6) derart ausgebildet sind, um das Licht der Leuchtmittel (7) mit einem
definierten Lichtabgabewinkel α, vorzugsweise mit definierter Abrisskante, über die
Lichtabgabefläche abzugeben, vorzugsweise mit im Wesentlichen rotationssymmetrischer
Lichtverteilung, wobei der Lichtabgabewinkel bevorzugt ≤±90°, vorzugsweise ≤±60°,
besonders vorzugsweise ≤±45°, und am meisten bevorzugt ≤±30° beträgt.
9. Leuchte (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Leuchtmittel (7) auf
dem Hohlkörper (6) vorgesehen sind, vorzugsweise im Bereich des Bodenbereichs (3),
und/oder wobei die Leuchtmittel (7) über den Umfang des Hohlkörpers (6) gleichmäßig
verteilt und bevorzugt auf derselben Höhe des Reflektors (2) bzgl. seiner Längsrichtung
angeordnet sind.
10. Leuchte (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Leuchtmittel (7) LED-Module,
insbesondere COB-LED-Module aufweisen.
11. Leuchte (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Reflektor (2) um seine
Längsachse herum rotationssymmetrisch oder zyklisch symmetrisch ausgebildet ist.
12. Leuchte (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Reflektor (2) umlaufend
mehrere optische Bereiche (20) aufweist, insbesondere mehrere Facettenbereiche, wobei
jeder Bereich (20) des Reflektors (2) optisch einem Leuchtmittel (7) zugeordnet ist.
13. Leuchte (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Reflektor (2) radial
sich vom Hohlkörper (6) zu der Reflektorwand hin erstreckende Kühlrippen (8) aufweist,
welche thermisch mit dem Hohlkörper (6) gekoppelt sind.
14. Leuchte (1) nach Anspruch 12 und 13, wobei die Kühlrippen (8) die Bereiche (20) mit
den jeweils zugeordneten Leuchtmitteln (7) räumlich voneinander trennen.
15. Leuchte (1) nach Anspruch 13 oder 14, wobei die Kühlrippen (8) eine wenigstens teilweise
reflektierende Oberfläche aufweisen.