[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Dunstabzugshaube mit Auszugselement.
[0002] Bei Dunstabzugshauben ist es bekannt, beispielsweise zur Vergrößerung des Fangbereiches,
über den aufsteigende Dünste und Wrasen eingefangen und in die Dunstabzugshaube geleitet
werden können, Auszugselemente vorzusehen. Diese Auszugselemente können zusätzlich
oder alternativ zur Luftleitung auch zur Vergrößerung der Filterfläche dienen.
[0003] Das Auszugselement kann hierbei vorzugsweise automatisch ausgefahren werden. Insbesondere
ist es bekannt, Auszugselemente über Federkraft ausfahren zu lassen. Damit das Auszugselement
im eingefahrenen Zustand sicher gehalten wird, ist es erforderlich eine Fixierung
an der Dunstabzugshaube vorzusehen. Zum Ausziehen des Auszugselementes muss diese
Fixierung aber einfach gelöst werden können.
[0004] Zum Lösen der Fixierung muss der Benutzer der Dunstabzugshaube eine Zugkraft auf
das Auszugselement aufbringen. Diese ist sehr hoch, da die Fixierkraft so groß gewählt
werden muss, dass diese der Federkraft oder anderen Ausfahrkraft standhalten kann.
[0005] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde einen Verschlussmechanismus zu schaffen,
der zum einen ein sicheres Halten eines Auszugselementes in einer eingefahrenen Position
erlaubt und der andererseits auch ein einfaches Lösen der Verbindung erlaubt.
[0006] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass diese Aufgabe gelöst werden kann,
indem ein Verschlussmechanismus verwendet wird der unterschiedliche Verschlusstechniken
miteinander kombiniert.
[0007] Die Aufgabe wird daher gelöst durch eine Dunstabzugshaube, die zumindest ein Auszugselement,
das gegenüber einem feststehenden Dunstabzugsgehäuse der Dunstabzugshaube verschiebbar
ist, und zumindest eine Verschlussvorrichtung zum Halten des Auszugselementes in zumindest
einer eingefahrenen Position aufweist. Die Dunstabzugshaube ist dadurch gekennzeichnet,
dass die Verschlussvorrichtung ein Verschlusselement mit mindestens einem schwenkbar
gelagerten Klappenelement und zumindest ein Magnetelement aufweist, das dem Klappenelement
zugewandt ist und über das in zumindest einem Zustand der Verschlussvorrichtung das
Auszugselement an dem Dunstabzugsgehäuse gehalten wird.
[0008] Als Dunstabzugshaube wird eine Dunstabzugsvorrichtung bezeichnet, die insbesondere
zum Absaugen und Reinigen von Dünsten und Wrasen in einer Küche verwendet wird. Als
Dunstabzugshaube wird im Sinne der Erfindung vorzugsweise eine Flachschirmhaube bezeichnet.
Aber auch andere Dunstabzugshauben mit verschiebbarem Auszugselement, wie beispielsweise
Auszugessen werden als erfindungsgemäße Dunstabzugshaube verstanden. Das Dunstabzugsgehäuse
bezeichnet erfindungsgemäß das Gehäuse, in dem vorzugsweise das Gebläse oder der Lüfter
der Dunstabzugshaube aufgenommen ist und an dem ein Ansaugraum gebildet ist. Der Ansaugraum
kann beispielsweise durch ein Filterelement nach unten abschlossen sein. Der Ansaugraum
weist in der Regel einen größeren Querschnitt auf, als der Teil des Dunstabzugsgehäuses,
in dem der Lüfter angebracht ist. Das Dunstabzugsgehäuse kann auch weitere Elemente,
wie beispielsweise eine in der Regel im rückwärtigen Bereich der Dunstabzugshaube
angeordnete Lichtleiste, aufweisen. Das Dunstabzugsgehäuse ist feststehend. Dies bedeutet,
dass das Dunstabzugsgehäuse und dessen Teile an einer Montagewand, die eine Raumwand
oder Raumdecke darstellen kann, unbeweglich befestigt sind.
[0009] Das Auszugselement, das auch als Auszugsschublade oder Schublade bezeichnet wird,
ist gegenüber dem Dunstabzugsgehäuse verschiebbar. Insbesondere kann das Auszugselement
in eine eingefahren Position und zumindest eine ausgefahrene Position gebracht werden.
Die eingefahren Position wird auch als Ruheposition bezeichnet und die ausgefahrene(n)
Position(en) als Betriebsposition(en) bezeichnet. In der Ruheposition kann das Auszugselement
in einen Teil des Dunstabzugsgehäuses aufgenommen sein oder unter einem Teil des Dunstabzugsgehäuses
liegen. Das Auszugselement kann in der Ruheposition vollständig in oder unter dem
Dunstabzugsgehäuse liegen. Es liegt aber auch im Rahmen der Erfindung, dass das Auszugselement
in der Ruheposition nur teilweise in oder unter dem Dunstabzugsgehäuse liegt. Beispielsweise
kann eine Griffleiste an der Vorderseite des Auszugselementes über das Dunstabzugshaube
nach vorne überstehen.
[0010] Das Auszugselement kann zumindest eine Einlassöffnung für den Einlass von Dünsten
und Wrasen aufweisen. In diesem Fall kann in dem Auszugselement wenigstens ein Filterelement
vorgesehen sein. Es ist aber auch möglich das Auszugselement ohne Filterelement auszustatten.
In diesem Fall ist in dem Auszugselement vorzugsweise eine Luftleitplatte, beispielsweise
eine Kunststoffplatte vorgesehen. Zudem ist das Auszugselement vorzugsweise so mit
dem Dunstabzugsgehäuse verbunden, dass im ausgefahrenen Zustand des Auszugselementes
Luft, die an das oder in das Auszugselement strömt, in das Innere des Dunstabzugsgehäuses
geleitet werden kann. Vorzugsweise ist das Auszugselement horizontal verschiebbar.
Es liegt aber auch im Rahmen der Erfindung, dass das Auszugselement in einer von der
Horizontalen abweichenden Richtung, beispielsweise vertikal verschoben wird.
[0011] Erfindungsgemäß weist die Dunstabzugshaube zumindest eine Verschlussvorrichtung zum
Halten des Auszugselementes in zumindest einer eingefahrenen Position auf. Die Position,
in der das Auszugselement gehalten wird, ist vorzugsweise die Ruheposition.
[0012] Die Dunstabzugshaube ist dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlussvorrichtung ein
Verschlusselement mindestens einem schwenkbar gelagerten Klappenelement und zumindest
ein Magnetelement aufweist. Als Klappenelement wird ein Element bezeichnet, das eine
flächige Erstreckung aufweist. Beispielsweise kann das Klappenelement eine Platte
darstellen.
[0013] Das Klappenelement ist schwenkbar gelagert. Dies bedeutet, dass das Klappenelement
in verschiedene Winkelpositionen gebracht werden kann, ohne von der Dunstabzugshaube
gelöst zu werden. Das Magnetelement ist vorzugsweise ein Dauermagnet. Das Magnetelement
weist vorzugsweise ebenfalls eine flächige Erstreckung auf, wobei die Fläche des Magnetelementes
geringer sein kann als die Fläche des Klappenelementes.
[0014] Das Magnetelement ist so in der Dunstabzugshaube angebracht, dass dieses dem Klappenelement
zugewandt ist. Das Magnetelement kann hierbei an dem Klappenelement befestigt sein,
oder an einem anderen Teil der Dunstabzugshaube, insbesondere dem Auszugselement befestigt
sein. In zumindest einem Zustand der Verschlussvorrichtung wird das Auszugselement
über das Magnetelement an dem Dunstabzugsgehäuse gehalten.
[0015] Soweit nicht anders angegeben, beziehen sich Richtungsangaben, wie oben, unten, vorne
und hinten auf eine Dunstabzugshaube im montierten Zustand, in der die Verschlussvorrichtung
so angeordnet ist, dass das Klappenelement des Verschlusselementes in der Ruheposition
des Auszugselementes in der Vertikalen liegt darstellt.
[0016] Indem die erfindungsgemäß verwendete Verschlussvorrichtung sowohl ein Magnetelement
als auch ein bewegliches Klappenelement aufweist, kann die magnetische Verbindung
zwischen dem Auszugselement und dem Dunstabzugsgehäuse sichergestellt werden. Durch
Verschwenken des Klappenelementes wird aber die Magnetverbindung gelöst und die Verbindung
zwischen Auszugselement und Dunstabzugsgehäuse wird somit auf einfache Weise aufgehoben.
Da beim Lösen der Verbindung das Klappenelement geneigt ist, ist es nicht erforderlich
die Magnetkraft durch eine senkrechte Kraft, die der Magnetkraft nach der Größe entspricht
und dieser entgegengesetzt ist, aufzubringen. Somit ist die Kraft zum Lösen der Verbindung
geringer und das Auszugselement kann auf einfache Weise, insbesondere ohne großen
Kraftaufwand aus der Ruheposition heraus bewegt werden, das heißt gegenüber dem Dunstabzugsgehäuse
ausgezogen oder ausgefahren werden. Dennoch wird das Auszugselement in der Ruheposition
sicher an dem Dunstabzugsgehäuse gehalten.
[0017] Das Magnetelement kann an dem Klappenelement befestigt sein. Bei dieser Ausführungsform
ist das Magnetelement insbesondere an der äußeren Fläche des Klappenelementes, die
dem Auszugselement zugewandt ist, befestigt. In diesem Fall stellt die Verschlussvorrichtung
somit eine vormontierbare Vorrichtung dar. Das Magnetelement wirkt bei dieser Ausführungsform
mit einem metallischen Rahmen des Auszugselementes oder einem anderen magnetisierbaren
Teil, das beispielsweise an der Rückseite des Auszugselementes befestigt sein kann,
zusammen. Durch Verschwenken des Klappenelementes wird der Kontakt zwischen dem Magnetelement
und dem Auszugselement aufgehoben und die Verbindung dadurch gelöst.
[0018] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform stellt das Magnetelement aber ein zu dem
Verschlusselement separates Bauteil dar. Hierbei ist das Magnetelement so angeordnet,
dass dieses in zumindest einem Zustand der Verschlussvorrichtung zumindest teilweise
an dem Klappenelement anliegt. Bei dieser Ausführungsform kann das Magnetelement beispielsweise
an der Rückseite des Auszugselementes befestigt sein.
[0019] Das Klappenelement und insbesondere die Kontaktfläche, über die dieses mit dem Magnetelement
verbunden werden kann, besteht bei der Ausführungsform, in der das Magnetelement als
separates Bauteil vorliegt, aus einem magnetisierbaren Material. Beispielsweise kann
das Klappenelement aus Metall bestehen. Es ist aber auch möglich, an einem aus einem
anderen Material bestehenden Klappenelement eine Metallplatte anzubringen, die dann
Teil des Klappenelementes ist und mit der das Magnetelement verbunden werden kann.
[0020] Der Kontakt zwischen dem Klappenelement und dem Magnetelement wird in diesem Zustand
durch die Magnetkraft des Magnetelementes unterstützt, das heißt das Klappenelement
wird an dem Magnetelement gehalten. Der Zustand, in dem das Magnetelement zumindest
teilweise und vorzugsweise mit einer Seite vollständig an dem Klappenelement anliegt,
ist der Zustand der Verschlussvorrichtung, in dem diese das Auszugselement in der
Ruheposition hält. In dieser Position ist das Klappenelement so ausgerichtet, das
heißt verschwenkt, dass dessen Fläche mit der Fläche des Magnetelementes parallel
liegt.
[0021] Das Magnetelement kann an dem Dunstabzugsgehäuse und das Klappenelement an dem Auszugselement
angeordnet sein. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist aber das Klappenelement
an dem Dunstabzugsgehäuse befestigt und das Magnetelement ist an dem Auszugselement
befestigt. Insbesondere wird das Magnetelement an der Rückseite des Auszugselementes
angebracht und das Klappenelement an einer entsprechenden vorderen Wand des Dunstabzugsgehäuses
angeordnet. Zum Verschwenken und Halten des Klappenelementes weist das Verschlusselement
vorzugsweise weitere Elemente, wie ein Gehäuse, auf. In dem Dunstabzugsgehäuse ist
mehr Bauraum gegeben, so dass diese weiteren Elemente dort einfach aufgenommen werden
können. Das Auszugselement umfasst hingegen beispielsweise lediglich ein Flächenelement,
beispielsweise ein Filterelement oder eine Kunststoff- oder Glasplatte, das vorzugsweise
in einem Rahmen gehalten ist. An diesen Rahmen kann an der Außenseite das Magnetelement
angebracht, beispielsweise angeschraubt oder angeklebt, sein.
[0022] Die Bewegung des Klappenelementes kann über eine Vorrichtung, die an dem Lager des
Klappenelementes angeordnet ist, erfolgen. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
weist aber die Verschlussvorrichtung mindestens ein verschiebbares Element auf, das
in zumindest einer Position an dem Klappenelement in einem Abstand zu dem Lager des
Klappenelementes zumindest anliegt. Das verschiebbare Element kann an dem Klappenelement
anliegen. Es ist aber auch möglich, dass das Anliegen des verschiebbaren Elementes
zumindest zeitweise durch eine Rastverbindung unterstützt wird. Durch das Verschieben
des verschiebbaren Elementes in Richtung des Klappenelementes kann das Klappenelement
verschwenkt werden. Insbesondere kann das Klappenelement aus der parallelen Ausrichtung
mit dem Magnetelement verschwenkt werden und sich dadurch von dem Magnetelement ablösen.
Indem das verschiebbare Element an dem Klappenelement in einem Abstand zum Lager angreift,
ist die Kraft zum Bewegen des verschiebbaren Elementes und dadurch zum Verschwenken
verringert.
[0023] Das Verschwenken des Klappenelementes zum Lösen der Verbindung mit dem Magnetelement
kann auf unterschiedliche Weise ausgelöst werden. Beispielsweise kann die Klappe elektronisch
angesteuert werden. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform stellt das verschiebbare
Element aber ein Push-Push-Element dar. Als Push-Push-Element wird ein verschiebbares
Element verstanden, das über einen Push-Push-Mechanismus bewegt werden kann. Unter
Push-Push-Mechanismus wird ein Mechanismus verstanden, der eine Steuerkulisse aufweist,
die auch als Push-Push-Steuerkurve bezeichnet werden kann. In dieser Steuerkulisse
wird ein Steuerstift geführt. Die Steuerkulisse stellt vorzugsweise eine Herzkurvenkulisse
dar. Durch einen ersten Druck auf das verschiebbare Element wird dieses in einer verrasteten
Stellung gehalten. Durch einen weiteren Druck auf das verschiebbare Element wird dieses
aus der verrasteten Stellung gelöst und verschoben. Das verschiebbare Element wird
hierbei vorzugsweise in einer Rastvorrichtung gehalten, die ein Rastgehäuse umfasst.
Die Steuerkulisse kann dabei an dem verschiebbaren Element, insbesondere an einer
Seite die senkrecht zur Bewegungsrichtung des verschiebbaren Elementes steht, vorgesehen
sein und der Steuerstift an dem Rastgehäuse. Aber auch eine umgekehrte Anordnung,
bei der der Steuerstift an dem verschiebbaren Element und die Steuerkulisse an dem
Rastgehäuse vorgesehen sind, kann erfindungsgemäß verwendet werden. Vorzugsweise weist
das Push-Push-Element eine integrierte Federung auf, mittels derer bei Betätigen des
Push-Push-Elementes dieses von der eingefahrenen Position in eine ausgefahrene Position
gebracht wird.
[0024] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist das verschiebbare Element eine Rastgeometrie
zum Verrasten mit einem Rastelement des Klappenelementes auf. Die Rastgeometrie kann
im Inneren des verschiebbaren Elementes ausgebildet sein. Besonders bevorzugt weist
die Rastgeometrie eine Rastnase auf, die mit einem Rastarm des Klappenelementes zusammenwirken
kann, das heißt mit diesem verrasten kann. Durch die Rastverbindung des verschiebbaren
Elementes mit dem Klappenelement, ist die Verbindung flexibel und kann gelöst werden.
Insbesondere kann bei einem Verschieben des verschiebbaren Elementes das Klappenelement
verschwenkt werden, ohne, dass unmittelbar die Verbindung zwischen dem Klappenelement
und dem verschiebbaren Element gelöst wird. Bei Erreichen eines bestimmten Verschwenkwinkels
des Klappenelementes kann aber die Rastverbindung gelöst werden. Zudem sind der Zusammenbau
des Verschlusselementes sowie eine Demontage, beispielsweise wegen Wartungsarbeiten
durch diese Art der Verbindung vereinfacht.
[0025] Vorzugsweise wird das Klappenelement in seiner möglichen Bewegung begrenzt. Insbesondere
ist vorzugsweise vorgesehen, dass das Klappenelement aus der Position, in der dieses
parallel zu dem Magnetelement liegt, heraus nur um einen Winkel im Bereich von 10°
bis 50°, vorzugsweise 20° bis 40 und besonders bevorzugt 25° bis 30° verschwenkt werden
kann. Eine solche Begrenzung ist insbesondere bei Ausführungsformen von Vorteil, bei
denen ab einem bestimmten Verschwenkwinkel eine Rastverbindung zwischen dem Klappenelement
und dem verschiebbaren Element aufgehoben wird. Ohne eine Begrenzung der Bewegung
des Klappenelements würde dieses aus dem Verschlusselement herausklappen. Insbesondere
bei einer federunterstützten Bewegung des Klappenelementes aus dem eingeklappten Zustand
ist eine solche Begrenzung des Verschwenkwinkels von Vorteil.
[0026] Die Begrenzung des Verschwenkens kann auf unterschiedliche Weise erzielt werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist das Klappenelement an einem Gehäuse des
Verschlusselementes der Verschlussvorrichtung gelagert, weist das Klappenelement im
Abstand zu dem Lager einen Stift auf, der in ein Langloch des Gehäuses des Verschlusselementes
eingreift und durch den die Schwenkbewegung des Klappenelementes begrenzt wird.
[0027] Das Langloch weist vorzugsweise einen bogenförmigen Verlauf auf. Auf diese Weise
kann der Winkelbereich, um den das Klappelement verschwenkt werden kann, auf einfache
Weise, nämlich durch die Länge des bogenförmigen Langlochs definiert werden. Das Langloch
ist in einer Seitenwand des Gehäuses des Verschlusselementes eingebracht, die senkrecht
zu der Seite des Gehäuses steht, in der das Klappenelement liegt und insbesondere
in dem die Lager- oder Drehachse des Klappenelementes liegt.
[0028] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst das Dunstabzugsgehäuse eine Lichtleiste
und die mindestens eine Verschlussvorrichtung ist zumindest teilweise in der Lichtleiste
aufgenommen. Als Lichtleiste wird ein Bauteil des Dunstabzugsgehäuses bezeichnet,
in dem Beleuchtungsvorrichtungen, wie beispielsweise LED-Module aufgenommen sind und
über die beispielsweise ein unter der Dunstabzugshaube befindliches Kochfeld beleuchtet
werden kann. Solche Lichtleisten werden bei Dunstabzugshauben mit horizontal beweglichem
Auszugselement in der Regel im hinteren Bereich der Dunstabzugshaube angeordnet. Die
Lichtleiste kann beispielsweise eine nach oben offene Wannenform aufweisen und in
dem Wannenboden Durchlassöffnungen für den Lichtaustritt aufweisen. Da die Beleuchtungsvorrichtungen
in der Regel den Innenraum der Lichtleiste nicht vollständig ausfüllen, steht ein
ausreichender Bauraum zur Verfügung, in dem eine Verschlussvorrichtung und insbesondere
das Verschlusselement einer Verschlussvorrichtung aufgenommen werden kann. Die Verschlussvorrichtung
ist an einer im hinteren Bereich der Dunstabzugshaube angeordneten Lichtleiste so
in diese eingebaut, dass das Klappenelement in der Vorderseite der Lichtleiste liegt.
An der Rückseite eines vor der Lichtleiste verschiebbar angeordneten Auszugselementes
ist dann vorzugsweise das Magnetelement an einer Position vorgesehen, an der dieses
in der Ruheposition des Auszugselementes durch Verschieben des Auszugselementes mit
dem Klappenelement in Kontakt treten kann.
[0029] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist das Auszugselement über mindestens ein
Federelement, insbesondere eine Rollfeder, mit dem Gehäuse verbunden. Die Rollfeder
ist dabei so eingebaut, dass die Federkraft der Rollfeder das Auszugselement ausfährt.
Diese Ausführungsform ist vorteilhaft, da durch Aufheben der Verbindung zwischen dem
Magnetelement und dem Klappenelement, das Auszugselement automatisch in die aufgefahrene
Position, das heißt die Betriebsposition bewegt wird. Ein weitere Vorteil ist, dass
die Magnetkraft, die durch die Verbindung zwischen Magnetelement und Klappenelement
aufgebracht werden muss, um das Auszugselement in der Ruheposition zu halten verhältnismäßig
gering ist, da diese lediglich der Größe der Federkraft entsprechen muss. Somit kann
das Lösen der Verbindung weiter vereinfacht werden.
[0030] Gemäß einer Ausführungsform weist die Verschlussvorrichtung ein Magnetelement und
ein Verschlusselement mit einem Gehäuse auf, an dem das Klappenelement drehbar gelagert
ist und in dem ein verschiebbares Element, insbesondere ein Push-Push-Element, angeordnet
ist, das zwischen einer in das Gehäuse des Verschlusselementes eingeschobenen und
einer über das Gehäuse des Verschlusselementes herausragenden Position verschoben
werden kann und das mit dem Klappenelement in zumindest einem Zustand der Verschlussvorrichtung
verrastet ist. Als eingeschobene Position wird die Position des verschiebbaren Elementes
bezeichnet, in der dieses in dem Gehäuse des Verschlusselementes aufgenommen ist und
insbesondere nicht über dessen Seite, in dem das Klappenelement gelagert ist und in
der dieses im Ruhezustand des Auszugselementes liegt, herausragt. Als eine über das
Gehäuse herausragende Position wird die Position des verschiebbaren Elementes bezeichnet,
in der dieses über die Seite, in dem das Klappenelement gelagert ist, herausragt.
Die Seite über die das verschiebbare in der einen Position heraussteht ist vorzugsweise
die Vorderseite des Gehäuses des Verschlusselementes. Der Zustand in dem das Klappenelement
mit dem verschiebbaren Element verrastet ist, ist vorzugsweise zumindest der Zustand
der Verschlussvorrichtung, in der das Auszugselement sich in der Ruheposition befindet.
[0031] Gemäß einer Ausführungsform ist die Dunstabzugshaube eine Flachschirmhaube.
[0032] Die Erfindung wird im Folgenden erneut unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen
beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine schematische Explosionsansicht der Bauteile einer erfindungsgemäßen Dunstabzugshaube
im Bereich des Auszugselementes;
- Figur 2:
- eine schematische Explosionsansicht einer Ausführungsform des Verschlusselementes
der Verschlussvorrichtung;
- Figur 3:
- eine schematische Schnittansicht der Ausführungsform des Verschlusselementes der Verschlussvorrichtung
nach Figur 2 an einer Lichtleiste;
- Figur 4:
- eine schematische Ansicht der Verschlussvorrichtung nach Figur 3 in dem Zustand der
Ruheposition des Auszugselementes; und
- Figur 5:
- eine schematische Ansicht der Verschlussvorrichtung nach Figur 3 beim Bewegen des
Auszugselementes aus der Ruheposition heraus.
[0033] In Figur 1 ist eine schematische Explosionsansicht der Bauteile einer erfindungsgemäßen
Dunstabzugshaube 1 im Bereich des Auszugselementes 14 gezeigt. Insbesondere ist in
Figur 1 ein Auszugselement 14 gezeigt, das über Ausfahrvorrichtungen 11 an dem Dunstabzugsgehäuse
befestigt ist. Als Teil des Dunstabzugsgehäuses 10 ist in Figur 1 eine Lichtleiste
100 gezeigt.
[0034] Das Auszugselement 14 besteht in der dargestellten Ausführungsform aus einem Rahmen,
in den ein Flächenelement (nicht gezeigt) eingebracht werden kann. Das Auszugselement
14 wird über die Ausfahrvorrichtungen 11, die beispielsweise Schienen darstellten
können oder in Schienen aufgenommen sein können, beweglich an dem Dunstabzugsgehäuse
10 befestigt. An der Ausfahrvorrichtung 11 sind Rollfedern 110 befestigt, über die
die Ausfahrbewegung des Auszugselementes 14 erfolgt.
[0035] An der Rückseite des Auszugselementes 14 ist ein Magnetelement 15 als Teil einer
Verschlussvorrichtung 13 angeordnet. Das Magnetelement 15 ist mit dem Auszugselement
14 unlösbar verbunden. Das Magnetelement 15 kann beispielsweise angeschraubt sein.
[0036] In der Lichtleiste 100 als Teil des Dunstabzugsgehäuses 10 ist das Verschlusselement
13 der Verschlussvorrichtung 12 eingebracht. In der Figur 1 ist von dem Verschlusselement
13 lediglich das Gehäuse 130 und ein Teil des vorderen Klappenelementes 132 zu sehen.
[0037] In Figur 2 ist eine schematische Explosionsansicht einer Ausführungsform des Verschlusselementes
12 der Verschlussvorrichtung 13 gezeigt. Das Verschlusselement 12 besteht in der dargestellten
Ausführungsform einem Klappenelement 132 einem Gehäuse 130 und einer Rastvorrichtung
134. An der Vorderseite des Klappenelementes 132 ist in der dargestellten Ausführungsform
ein Metallelement 133 vorgesehen, das mit der Vorderseite, das heißt der Außenseite
des Klappenelementes 132 verbunden werden kann. Das Klappenelement 132 weist eine
Grundfläche auf, an der das Metallelement 133 befestigt werden kann. Von der Grundfläche
aus erstrecken sich an den Seiten des Klappenelementes 132 Führungswände 1322 nach
hinten. In den Führungswänden 1322 ist ein Teil des Lagers 1321 zur Lagerung des Klappenelementes
132 an dem Gehäuse 130 vorgesehen. Der Teil des Lagers 1321 ist in der dargestellten
Ausführungsform eine Öffnung, in die ein Lagervorsprung 1302 des Gehäuses 130 eingreifen
kann. Weiterhin ist an den Führungswänden 1322 nach außen gerichteter Stift 1320 vorgesehen.
Dieser dienen dazu in ein Langloch 1300 des Gehäuses 100 einzugreifen. Das Langloch
1300 weist einen bogenförmigen Verlauf auf und ist in einer der Seitenwände des Gehäuses
130 oder in beiden Seitenwänden des Gehäuses 130 eingebracht. Das Gehäuse 130 weist
in der dargestellten Ausführungsform eine nach vorne und hinten offene rechteckige
Form auf. Als vorne wird hierbei die Seite des Gehäuses 130 bezeichnet, die im eingebauten
Zustand dem Auszugselement 14 zugewandt ist. Es liegt aber auch im Rahmen der Erfindung,
dass das Gehäuse 130 beispielsweise nach hinten durch eine Rückwand verschlossen ist.
An der Außenseite des Gehäuses 130, insbesondere an den beiden Stirnseiten, die die
beiden Seitenwände miteinander verbinden, sind an dem Gehäuse 130 Klemmelemente 1301
angeformt, die in der dargestellten Ausführungsform Klemmlaschen darstellen. Im Inneren
des Gehäuses 130 ist eine Aufnahme 1303 geformt. Diese Aufnahme erstreckt sich in
der Richtung des Gehäuses 130 zwischen der Vorderseite und der Rückseite des Gehäuses,
weist aber eine geringere Tiefe auf, als das Gehäuse 130 in dieser Richtung besitzt.
In diese Aufnahme 1303 wird die Rastvorrichtung 134 eingeführt und vorzugsweise dort
verrastet. Die Rastvorrichtung 134 besteht in der dargestellten Ausführungsform aus
einem Rastgehäuse 1344 und einem in dem Rastgehäuse 1344 aufgenommenen verschiebbaren
Element, das insbesondere ein Push-Push-Element 1340 darstellt. In dem Push-Push-Element
1340 ist eine Rastgeometrie 1341 gebildet, die in der Figur 3 genauer gezeigt ist.
Insbesondere besteht die Rastgeometrie 1341 aus einer Rastnase 1342 und einem Herzkurven-Kulissenelement
1343, wobei die Seite des Herzkurven-Kulissenelementes 1343, die der Seite, in der
die Herzkurve eingebracht ist, gegenüber liegt, als Teil der Rastgeometrie 1341 dient.
[0038] Der Zusammenbau des Verschlusselementes 13 kann wie folgt erfolgen. Zunächst wird
die Rastvorrichtung 134 in die Aufnahme 1303 des Gehäuses 130 von vorne eingeschoben.
An dem Rastgehäuse 1344 sind an der Außenseite Rasthaken vorgesehen, über die das
Rastgehäuse 1344 und damit die Rastvorrichtung 134 in der Aufnahme 1303 gehalten werden.
Das Metallelement 133 wird an der Vorderseite der Grundfläche des Klappenelementes
132 befestigt. Dies kann beispielsweis durch das Einführen und Umbiegen der in Figur
2 gezeigten Laschen an dem Metallelement 133 erfolgen. Anschließend wird das Klappenelement
132 in das Gehäuse 130 eingebracht und über die Lageröffnungen 1321 an den Lagervorsprüngen
1302 befestigt und somit drehbar gelagert. Das Klappenelement 132 wird dann in Richtung
auf das Gehäuse 130 verschwenkt, wodurch der Stift 1320, der auch als Anschlagbolzen
bezeichnet werden kann, an der Innenseite des Gehäuses 130 entlanggeführt wird, bis
dieser das Langloch 1300 in dem Gehäuse 130 erreicht. Das Klappenelement 132 wird
dann weiter in Richtung auf das Gehäuse 130 verschwenkt, bis das Rastelement 1323
des Klappenelementes 132 an der Rastnase 1342 der Rastgeometrie 1341 der Rastvorrichtung
134 anliegt. Da das Rastelement 1323 und/oder die Rastnase 1342 flexibel sind, biegen
sich diese Elemente oder eines dieser Elemente bei einem weiteren Verschwenken des
Klappenelementes 132 bis die beiden Elemente miteinander verrasten. Wird das Klappenelement
132 noch weiter in Richtung auf das Gehäuse 130 verschwenkt, so wird das Push-Push-Element
1340 durch das Herzkurven-Kulissenelement in einer eingezogenen Position in dem Rastgehäuse
1344 gehalten und die Vorderseite des Klappenelementes 132 liegt in oder parallel
zu der Vorderseite des Gehäuses 139.
[0039] In Figur 3 ist eine schematische Schnittansicht der Ausführungsform des Verschlusselementes
13 nach Figur 2 an einer Lichtleiste 100 gezeigt. In der Figur 3 weist die Vorderseite
der Lichtleiste 100, das heißt die Seite, die im montierten Zustand der Dunstabzugshaube
1 nach vorne gerichtet ist, nach unten. In die Vorderseite der Lichtleiste 100 wird
von vorne (in Figur 3 von unten) das Gehäuse 130 des Verschlusselementes 13 eingebracht.
Das Gehäuse 130 wird soweit verschoben, bis die Klemmelemente 1301 des Gehäuses 130
durch die Aussparung in der Vorderseite der Lichtleiste 100 hindurchgetreten sind.
In der dargestellten Ausführungsform sind an der Aussparung Abbüge vorgesehen, an
denen die Klemmelemente 1301 des Gehäuses 130 im eingeschobenen Zustand (nicht gezeigt)
eingreifen.
[0040] Das Klappenelement 132 weist an seiner Rückseite (in Figur 3 an der Oberseite) ein
Rastelement 1323 auf, das einen Rastarm darstellt. Der Rastvorsprung an dem Rastarm
ist nach außen gerichtet. Das Rastelement 1323 und insbesondere der Rastvorsprung
greift mit einer Rastnase 1342 ein, die an der Rastvorrichtung 134 vorgesehen ist.
Die Rastvorrichtung 134 weist ein Rastgehäuse 1344 auf, in dem das als Push-Push-Element
1340 ausgestaltete verschiebbare Element aufgenommen ist. Die Rastnase 1342 ist an
dem verschiebbaren Element ausgebildet. Insbesondere ist die Rastnase 1342 an der
Innenseite des Push-Push-Elementes 1340 ausgebildet. Weiterhin weist das verschiebbare
Element, das heißt das Push-Push-Element 1340 ein Herzkurven-Kulissenelement 1343
auf. Über das Herzkurven-Kulissenelement 1343 kann das Push-Push-Element 1340 in dem
Rastgehäuse 1344 geführt bewegt werden.
[0041] Figur 4 zeigt eine schematische Ansicht der Verschlussvorrichtung in dem Zustand
der Ruheposition des Auszugselementes 14. In diesem Zustand liegt die Rückseite des
Magnetelementes 15 an der Vorderseite des Klappenelementes 132, insbesondere an dem
daran angebrachten Metallelement 133 an. Das Klappenelement 132 ist mit dem Push-Push-Element
1340 verrastet und dieses befindet sich in dem in das Rastgehäuse 1344 eingefahrenen
Zustand. Das Auszugselement 14 wird somit durch die Verschlussvorrichtung 12 in der
Ruheposition gehalten.
[0042] Durch Ausübung einer Druckkraft auf das Auszugselement 14 wird durch das Herzkurven-Kulissenelement
1343 das Push-Push-Element 1340 um einen gewissen Betrag aus dem Rastgehäuse 1344
ausgefahren. Durch das Ausfahren des Push-Push-Elementes 1340 drückt dieses von hinten
gegen das Klappenelement 132. Dieses verschwenkt dabei um das Lager 1321, 1303 nach
vorne. Da hierdurch zwischen der Rückseite des Magnetelementes 15 und der Vorderseite
des Klappenelementes 132 und insbesondere des Metallelementes 133 ein Winkel entsteht,
kann das Magnetelement 15 das Klappenelement 132 nicht mehr halten und löst sich von
dem Metallelement 133 ab. Die Verschwenkbewegung wird durch den in dem Langloch 1300
geführten Stift 1320 geführt. Zudem wird über die Länge des bogenförmigen Langlochs
1300 der Winkel α, um den das Klappelement 132 um das Lager 1321, 1303 verschwenkt
werden kann, begrenzt. Der Zustand der Verschlussvorrichtung 12 beim Bewegen des Auszugselementes
14 aus der Ruheposition heraus ist in Figur 5 gezeigt.
[0043] Will der Benutzer der Dunstabzugshaube 1 also das Auszugselement 14, das auch als
Schublade bezeichnet werden kann, ausfahren, muss dieser nur von vorne gegen das Auszugselement
11 drücken. Dadurch drückt das Magnetelement 15 gegen das Klappenelement 132 der Verschlussvorrichtung
12. Das Push-Push-Element 1340 in der Rastvorrichtung 134 wird dadurch entriegelt
und drückt von innen gegen das Klappenelement 132. Das Klappenelement 132 wird um
das Lager, das auch als Drehpunkt bezeichnet werden kann, gedreht und wird dadurch
verschwenkt. Das Magnetelement 15 wird damit von dem Klappenelement 132 abgestoßen.
In diesem Zustand wirken die Rollfedern 110 auf das Auszugselement 14 und dieses wird
ausgefahren. Um die Schublade wieder zu schließen, das heißt das Auszugselement 14
wieder in die Ruheposition zu bringen, drückt der Benutzer von vorne gegen das Auszugselement
14. Sobald das Magnetelement 15 in den Bereich des noch ausgeklappten Klappenelementes
132 gelangt, wird die Druckkraft des Benutzers über den Magneten 15 auf das Klappelement
132 übertragen und das Klappelement 132 schwingt wieder in das Gehäuse 130 des Verschlusselementes
13 der Verschlussvorrichtung 12 hinein. Sobald das Rastelement 1323, insbesondere
der Rasthaken an der Rückseite des Klappenelementes 132 die Rastgeometrie 1341, insbesondere
die Rastnase des Push-Push-Elementes 1340 erreicht hat, biegen sich diese beiden Elemente
leicht und verrasten bei weiterem Druck miteinander. Zudem wird das Push-Push-Element
1340 wieder in die eingefahrene Position gebracht und verrastet. In diesem Zustand
ist die Vorderseite des Klappenelementes 132 dann wieder parallel zu der Rückseite
des Magnetelementes 15 und das Magnetelement 15 hält über die Magnetkraft an dem Klappenelement
132. Somit bleibt das Auszugselement 14 eingefahren, das heißt wird in der Ruheposition
gehalten.
[0044] Sollte der Benutzer versehentlich an dem Auszugselement 14 ziehen, um dieses auszufahren,
löst sich das Magnetelement 15 über die Zugkraft des Benutzers von dem Klappenelement
132 ab und das Auszugselement 14 wird automatisch ausgefahren. Dabei wird keine mechanische
Belastung auf die Bauteile der Verschlussvorrichtung 13 gebracht und es erfolgt kein
Bruch von Bauteilen. Wird in diesem Fall das Auszugselement 14 wieder eingefahren,
greift das Magnetelement 15 erneut an dem Klappenelement 132 an und das Auszugselement
14 wird in der eingefahrenen Position gehalten.
[0045] Die vorliegende Erfindung weist somit eine Reihe von Vorteilen auf. Zum einen ist
die Verschlussvorrichtung und damit auch die Dunstabzugshaube einfach zu montieren.
Weiterhin ist eine sichere Haltefunktion des Auszugselementes über die Magnetkraft
gegeben. Zudem kann mit der erfindungsgemäß verwendeten Verschlussvorrichtung ein
sicheres Ver- und Entrasten des Klappenelementes erfolgen. Weiterhin ist das Ein-
und Ausfahren nahezu lautlos und der Benutzer erhält eine haptische Rückmeldung beim
Angreifen des Magneten an dem Klappenelement oder Lösen von dem Klappenelement. Schließlich
führt auch eine Fehlbetätigung des Auszugselementes, das heißt ein versehentliches
Herausziehen statt Drücken auf das Auszugselement nicht zur Zerstörung von Bauteilen
der Verschlussvorrichtung, des Ausfahrelementes oder dem Dunstabzugsgehäuse.
Bezugszeichenliste
[0046]
- 1
- Dunstabzugshaube
- 10
- Dunstabzugsgehäuse
- 100
- Lichtleiste
- 11
- Ausfahrvorrichtung
- 110
- Rollfeder
- 12
- Verschlussvorrichtung
- 13
- Verschlusselement
- 130
- Gehäuse
- 1300
- Langloch
- 1301
- Klemmelement
- 1302
- Lagervorsprung
- 1303
- Aufnahme
- 132
- Klappenelement
- 1320
- Stift
- 1321
- Lageröffnung
- 1322
- Führungswand
- 1323
- Rastelement
- 133
- Metallelement
- 134
- Rastvorrichtung
- 1340
- Push-Push-Element
- 1341
- Rastgeometrie
- 1342
- Rastnase
- 1343
- Herzkurven-Kulissenelement
- 1344
- Rastgehäuse
- 14
- Auszugselement (Schublade)
- 15
- Magnetelement
- α
- Klappwinkel
1. Dunstabzugshaube, die zumindest ein Auszugselement (14), das gegenüber einem feststehenden
Dunstabzugsgehäuse (10) der Dunstabzugshaube (1) verschiebbar ist, und zumindest eine
Verschlussvorrichtung (12) zum Halten des Auszugselementes (14) in zumindest einer
eingefahrenen Position aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlussvorrichtung (12) ein Verschlusselement (13) mit mindestens einem schwenkbar
gelagerten Klappenelement (132) und zumindest ein Magnetelement (15) aufweist, das
dem Klappenelement (132) zugewandt ist und über das in zumindest einem Zustand der
Verschlussvorrichtung (12) das Auszugselement (14) an dem Dunstabzugsgehäuse (10)
gehalten wird.
2. Dunstabzugshaube nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Magnetelement (14) in zumindest einem Zustand der Verschlussvorrichtung (12)
zumindest teilweise an dem Klappenelement (132) anliegt.
3. Dunstabzugshaube nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Klappenelement (132) an dem Dunstabzugsgehäuse (10) befestigt ist und das Magnetelement
(15) an dem Auszugselement (14) befestigt ist.
4. Dunstabzugshaube nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlussvorrichtung (12) mindestens ein verschiebbares Element aufweist, das
in zumindest einer Position an dem Klappenelement (132) in einem Abstand zu dem Lager
(1302, 1321) des Klappenelementes (132) zumindest anliegt.
5. Dunstabzugshaube nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das verschiebbare Element ein Push-Push-Element (1340) darstellt.
6. Dunstabzugshaube nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das verschiebbare Element eine Rastgeometrie (1341) zum Verrasten mit einem Rastelement
(1323) des Klappenelementes (132) aufweist.
7. Dunstabzugshaube nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Klappenelement (132) an einem Gehäuse (130) des Verschlusselementes (13) der
Verschlussvorrichtung (12) gelagert ist, das Klappenelement (132) im Abstand zu dem
Lager (1302, 1321) einen Stift (1320) aufweist, der in ein Langloch (1300) des Gehäuses
(130) des Verschlusselementes (13) eingreift und durch den die Schwenkbewegung des
Klappenelementes (132) begrenzt wird.
8. Dunstabzugshaube nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Dunstabzugsgehäuse (10) eine Lichtleiste (100) umfasst und die mindestens eine
Verschlussvorrichtung (12) zumindest teilweise in der Lichtleiste (100) aufgenommen
ist.
9. Dunstabzugshaube nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Auszugselement (14) über mindestens ein Federelement, insbesondere eine Rollfeder
(110), mit dem Gehäuse verbunden ist.
10. Dunstabzugshaube nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlussvorrichtung (12) ein Magnetelement (15) und ein Verschlusselement (13)
mit einem Gehäuse (130) aufweist, an dem das Klappenelement (132) drehbar gelagert
ist und in dem ein verschiebbares Element angeordnet ist, das zwischen einer in das
Gehäuse (130) des Verschlusselementes (13) eingeschobenen und einer über das Gehäuse
(130) des Verschlusselementes (13) herausragenden Position verschoben werden kann
und das mit dem Klappenelement (132) in zumindest einem Zustand der Verschlussvorrichtung
(12) verrastet ist.
11. Dunstabzugshaube nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Dunstabzugshaube (1) eine Flachschirmhaube ist.