[0001] Die Erfindung betrifft ein Schaltmechanismus mit kombinierter Schaltfunktion und
Statusanzeige, insbesondere für Geräte eines Installationsbusses, wobei der Schaltmechanismus
geeignet ist zur Betätigung einer Funktionstaste des Gerätes.
[0002] Um in modernen Gebäuden bzw. Häusern eine einfache und komfortable Bedienung der
verschiedenen Busgeräte zu ermöglichen, können diese über einen Installationsbus angesteuert
werden. Ein solcher Installationsbus ist beispielsweise der europäische Installationsbus
(EIB), der in dem KNX-Standard beschrieben ist.
[0003] Eine Gebäudeinstallationseinrichtung ermöglicht es, einzelne Gebäudeinstallationen,
wie beispielsweise eine Lampe oder einen Heizkörper, individuell gemäß einem vorgegebenen
Betriebsplan zu steuern, indem an jeder Gebäudeinstallation ein Busgerät bereitgestellt
wird, welches die jeweilige Gebäudeinstallation steuert, also beispielsweise automatisch
eine Lampe an- und ausschaltet oder einen Thermostat eines Heizkörpers einstellt.
Die Busgeräte können dabei untereinander und auch mit einem zentralen Konfigurationsgerät
(z.B. ETS) über einen Gebäudeinstallationsbus verbunden sein, so dass die Geräte gegenseitig
Daten austauschen können und die Busgeräte zentral über das Konfigurationsgerät konfiguriert
oder re-konfiguriert werden können. Die unter den Busgeräten ausgetauschten Daten
können beispielsweise Sensordaten oder Steuerdaten sein.
[0004] Das zugrundliegende Bussystem basiert darauf, dass jeder Busteilnehmer über einen
eigenen Mikroprozessor verfügt und somit selbständig und unabhängig von einem zentralen
Prozessor seine Daten verwaltet. Jedem Busteilnehmer ist hierzu ein Applikationsprogramm
mit Kommunikationsobjekten und Parametern zugeordnet.
[0005] Zur Vergabe einer individuellen Adresse an ein Bus-Gerät bzw. an einen Busteilnehmer,
insbesondere ein KNX-Gerät, ist es bekannt, dass zunächst eine Programmiertaste des
Bus-Gerätes gedrückt werden muss. Wenn die Programmiertaste des Bus-Gerätes gedrückt
ist, leuchtet beispielsweise die Programmier-LED des Bus-Gerätes und der Programmiermodus
des Bus-Gerätes ist aktiviert. Mit einem speziellen Inbetriebnahmetool bzw. einer
speziellen Inbetriebnahmesoftware, beispielsweise der ETS (ETS = Engineering Tool
Software) oder einem KNX-Inbetriebnahmetool, kann dem entsprechenden Bus-Gerät dann
eine individuelle Adresse zugewiesen werden.
[0006] Es ist bekannt an Busgeräten die Programmiertaste und die Statusanzeige (Programmier-LED)
durch zwei getrennte Elemente, d.h. durch ein Bedienelement und ein weiteres Anzeigeelement
auszuführen. Andere bekannte Ausführungsformen von Busgeräten benötigen zusätzliche
Werkzeuge zum Betätigen der Programmiertaste.
[0007] Busgeräte mit den bekannten Programmiertasten bzw. Statusanzeigen sind somit aufwändig
zu bedienen bzw. aufwändig herzustellen.
[0008] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen in der Herstellung kostengünstigen
und ohne weitere Werkzeuge zu bedienenden Schaltmechanismus, insbesondere für Busgeräte,
bereitzustellen.
[0009] Die Aufgabe wird gelöst durch einen Schaltmechanismus mit kombinierter Schaltfunktion
und Statusanzeige, insbesondere für Geräte eines Installationsbusses, wobei der Schaltmechanismus
geeignet ist zur Betätigung einer Funktionstaste des Gerätes, wobei der Schaltmechanismus
einen axial beweglichen Lichtleiter aufweist, der von aussen am Gerät mechanisch betätigbar
ist, zum Schalten der Funktionstaste im Geräteinneren; und wobei der Lichtleiter zur
optischen Statusanzeige der Funktionstaste ausgebildet ist. Somit lässt sich z.B.
für einen Busteilnehmer (z.B. Aktor, wie z.B. Alarmmelder, Fensterantrieb; oder Sensor,
wie z.B. Lichtschalter, Bewegungsmelder) eines Gebäudeinstallationssystems (z.B. KNX-System)
ein Schaltmechanismus mit Tastfunktion und Statusanzeige platzsparend und funktionssicher
bereitstellen. Der Schaltmechanismus kann insbesondere in einen Installationsgerät
untergebracht werden, ohne dabei die Außengeometrie des Geräts zu verändern. Weiterhin
ist die Tastfunktion ohne Zuhilfenahme eines Werkzeugs ermöglicht.
[0010] Eine erste vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass der Lichtleiter
in axialer Richtung ein erstes Ende und ein gegenüberliegendes zweites Ende aufweist,
wobei das erste Ende als Betätigungselement für eine axiale mechanische Betätigung
des Lichtleiters ausgebildet ist. Das Betätigungselement kann von einem Bediener von
Aussen am Gehäuse betätigt werden, z.B. durch eine mechanisches Drücken auf das Betätigungselement
in axialer Richtung, um den Lichtleiter in axialer Richtung in das Gehäuseinnere zu
bewegen, um das gegenüberliegende zweite Ende des Lichtleiters mechanisch z.B. in
einen Mikroschalter einzukoppeln, d.h. den Mikroschalter zu betätigen. Der Mikroschalter
befindet sich mit Vorteil auf einer Leiterplatte mit weiteren Bauelementen des entsprechenden
Installationsgerätes.
[0011] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass das erste
Ende als optische Linse ausgebildet ist. Dadurch hat das erste Ende des Lichtleiters
sowohl eine Tastfunktion (z.B. mechanische Betätigung) als auch eine Anzeigefunktion
(z.B. Statusanzeige des Mikroschalters). Die Statusanzeige des Mikroschalters kann
z.B. durch eine entsprechende Lichtkodierung (z.B. Licht an / Licht aus / Blinklicht)
oder eine entsprechende Farblichtkodierung (z.B. unterschiedliche Lichtfarben für
"Schalter ein", "Schalter aus", "Schalter defekt" durch die optische Linse am Gehäuseäusseren
angezeigt werden.
[0012] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass das erste
Ende konvex ausgebildet ist. Durch die konvexe Geometrie der optischen Linse ist das
durch den Lichtleiter nach Aussen transportierte Licht zur Statusanzeige von allen
Seiten für einen Bediener gut sichtbar. Mit Vorteil ist die Krümmung der optischen
Linse so ausgebildet, dass diese von einem Bediener leicht und sicher ertastbar ist,
bei ausreichender Streueigenschaft.
[0013] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass das erste
Ende versenkt in einer Vertiefung des Gehäuses des Gerätes angebracht ist. Dadurch
wird insbesondere die äussere Gehäusegeometrie nicht verändert.
[0014] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass das Betätigungselement
versenkt in einer angefasten, insbesondere stark angefasten, Vertiefung des Gerätegehäuses
angebracht ist. Dies ermöglicht eine gute Sichtbarkeit der Statusanzeige, trotz der
Versenkung des Betätigungselementes in der Gehäusewand. Ausserdem kann das Betätigungselement
trotz der versenkten Anbringung werkzeuglos betätigt werden.
[0015] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass das zweite
Ende des Lichtleiters ausgebildet ist zur mechanischen Kopplung mit der Funktionstaste,
insbesondere einem Mikrotaster. Der Mikroschalter befindet sich mit Vorteil auf einer
Leiterplatte zusammen mit weiteren Bauelementen (z.B. Prozessor, Kommunikationsmodule)
für die Funktions- und Steuerungslogik des entsprechenden Installationsgerätes. Mikroschalter
sind heutzutage Standardbauteile für elektronische Geräte. Sie können z.B. als "Schliesser",
"Öffner" oder als "Wechsler" in digitalen Steuerungen bzw. Schaltungen verwendet werden.
Die mechanische Kopplung des Lichtleiters mit der Funktionstaste erfolgt z.B. durch
eine mechanische Kontaktierung, insbesondere durch eine direkte mechanische Einwirkung
des zweiten Endes des Lichtleiters auf den Taster des Mikroschalters. Mit Vorteil
ist dabei das zweite Ende des Lichtleiters auf die Tastergeometrie des Mikroschalters
abgestimmt.
[0016] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass das zweite
Ende des Lichtleiters ausgebildet ist zur Einkopplung von Licht zur Darstellung des
Status der Funktionstaste. Die Einkopplung von Licht kann z.B. durch eine auf der
Leiterplatte befindlichen LED erfolgen, die vom Mikroschalter entsprechend seines
Zustandes geschaltet wird. Eine LED (Leuchtdiode) ist ein Halbleiter-Bauelement mit
elektrischen Eigenschaften einer Diode, bei der elektrische Energie in Lichtenergie
umgewandelt wird. Mit Vorteil ist die LED auf der Leiterplatte räumlich neben dem
Mikroschalter angeordnet, so dass das Licht der LED leicht in das zweite Ende des
Lichtleiters einkoppelbar ist. Das Licht der LED kann durch die räumliche Nähe des
zweiten Endes leicht in den Lichtleiter eingekoppelt werden.
[0017] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass der Lichtleiter
als ein Werkstück ausgebildet ist. Der Lichtleiter mit seinen Enden ist somit leicht,
insbesondere in einem Arbeitsgang, herstellbar. Der Lichtleiter wird z.B. mittels
eines Spritzgusswerkzeuges hergestellt. Als Material kann z.B. PMMA (Polymethylmethacrylat
auch Acrylglas genannt) verwendet werden.
[0018] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass der Lichtleiter
rechteckig, insbesondere mit Strukturelementen zur Verteilung von eingekoppeltem Licht
in Richtung des ersten Endes ausgebildet ist. Mit Vorteil handelt es sich beim Lichtleiter
um einen rechteckigen Stab. Durch die Verwendung eines Lichtleiters mit einem rechteckigen
Querschnitt ist im Vergleich zu einem Lichtleiter mit einem runden Querschnitt die
aussen sichtbare Oberfläche am ersten Ende grösser und der Lichtleiter kann trotzdem
in seiner Länge in axialer Richtung schmal bzw. dünn gestaltet werden. Bei den Strukturelementen
kann es sich z.B. um eine Einkerbung und/oder einen entsprechenden Schliff im Werkstück
des Lichtleiters handeln.
[0019] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass der Schaltmechanismus
ausgebildet ist, für eine benutzerseitige, insbesondere manuelle, Schalteingabe. Mit
Vorteil handelt es sich um einen im Gehäuse versenkten bzw. abgesenkten Schaltmechanismus,
der von einem Bediener werkzeuglos betätigt werden kann.
[0020] Die Erfindung sowie vorteilhafte Ausführungen der vorliegenden Erfindung werden am
Beispiel der nachfolgenden Figuren erläutert. Dabei zeigen:
- FIG 1
- eine erste beispielhafte Ausführungsform für den erfindungsgemässen Schaltmechanismus,
- FIG 2
- eine zweite beispielhafte Ausführungsform für den erfindungsgemässen Schaltmechanismus,
und
- FIG 3
- eine dritte beispielhafte Ausführungsform für den erfindungsgemässen Schaltmechanismus.
[0021] Geräte der elektrischen Installationstechnik in Gebäuden sind z.B. Aktoren, Steckdosen,
Schalter, Dimmer, Jalousieschalter, Bewegungsmelder, Busgeräte, Windsensoren, Antriebe
für Markisen, usw. Diese Geräte werden handelsüblich in den Bauformen als Unterputzgerät,
Inputzgerät, Aufputzgerät oder als Reiheneinbaugerät bekannt. In modernen Gebäuden
bzw. Häusern können diese Geräte über einen Installationsbus angesteuert werden. Ein
solcher Installationsbus ist beispielsweise der europäische Installationsbus (EIB),
der in dem KNX-Standard beschrieben ist. Diese Geräte weisen üblicherweise an ihrem
Gehäuse Anzeigeelemente (z.B. Kontrollleuchte) und/oder Funktionseingabeelemente (z.B.
Taster) auf.
[0022] Figur 1 zeigt eine erste beispielhafte Ausführungsform für den erfindungsgemässen
Schaltmechanismus SM1. Der Schaltmechanismus SM1 ist insbesondere für Geräte bzw.
Teilnehmer (Busteilnehmer) eines Installationsbussystems (z.B. KNX-System) verwendbar.
[0023] Die Darstellung gemäss Figur 1 zeigt einen Schaltmechanismus SM1 mit kombinierter
Schaltfunktion und Statusanzeige, insbesondere für Geräte G1 eines Installationsbusses,
wobei der Schaltmechanismus SM1 geeignet ist zur Betätigung einer Funktionstaste,
z.B. eines Mikrotasters, der sich auf einer Leiterplatte im Inneren des Gehäuses des
Gerätes G1 befindet. Der Schaltmechanismus SM1 weist einen axial beweglichen Lichtleiter
LL1 auf, der von aussen am Gerät G1 mechanisch betätigbar ist, zum Schalten der Funktionstaste
im Geräteinneren. Der Lichtleiter LL1 ist in Bewegungsrichtung BR axial bewegbar und
befindet sich mit Vorteil in einer schachtartigen Ausnehmung bzw. Aussparung im Inneren
des Gehäuses G1. Mit Vorteil weist die schachtartigen Ausnehmung bzw. Aussparung Führungen
oder Führelemente auf, um eine stabile axiale Führung des Lichtleiters LL1 in Bewegungsrichtung
BR zu gewährleisten. Der Lichtleiters LL1 weist ein erstes Ende EE1 auf, das als Betätigungspunkt
zur mechanischen Betätigung ausgebildet ist. Die mechanische Betätigung kann z.B.
durch Drücken des Betätigungspunktes in Richtung des Gehäuseinneren erfolgen. Weiterhin
ist der Betätigungspunkt zur optischen Statusanzeige der Funktionstaste (z.B. eines
Mikroschalters ausgebildet.
[0024] Mit Vorteil weist der Lichtleiter LL1 in axialer Richtung ein erstes Ende EE1 und
ein gegenüberliegendes zweites Ende ZE1 auf, wobei das erste Ende EE1 als Betätigungselement
(Betätigungspunkt) für eine axiale mechanische Betätigung des Lichtleiters LL1 ausgebildet
ist.
[0025] Mit Vorteil ist das zweite Ende ZE1 des Lichtleiters LL1 ausgebildet zur mechanischen
Kopplung mit der Funktionstaste, insbesondere einem Mikrotaster im Inneren des Gehäuses
des Gerätes G1.
[0026] Mit Vorteil ist das zweite Ende ZE1 des Lichtleiters LL1 ausgebildet zur Einkopplung
LE1 von Licht zur Darstellung des Status der Funktionstaste des Mikroschalters.
[0027] Mit Vorteil ist das das erste Ende EE1 des Lichtleiters LL1 versenkt in einer Vertiefung
V1 des Gehäuses des Gerätes G1 angebracht.
[0028] Mit Vorteil ist das das erste Ende EE1 bzw. der Betätigungspunkt des Lichtleiters
LL1 versenkt in einer angefasten Vertiefung V1 des Gerätegehäuses angebracht.
[0029] Mit Vorteil ragt das das erste Ende EE1 des Lichtleiters LL1 nicht über die Gehäusegeometrie
des Gerätes G1 hinaus.
[0030] Die Darstellung gemäss Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung des Gehäuses und
des Gehäuseinneren eines Gerätes G1, insbesondere eines Busgerätes eines Installationsbussystems
(z.B. KNX-System).
[0031] Figur 2 zeigt eine zweite beispielhafte Ausführungsform für den erfindungsgemässen
Schaltmechanismus SM2, wobei das erste Ende EE2 des Lichtleiters versenkt in einer
Vertiefung V2 des Gehäuses des Gerätes G2 angebracht ist.
[0032] Die Darstellung gemäss Figur 2 zeigt das erste Ende EE2 des Lichtleiters, welches
als Betätigungselement (Betätigungspunkt) ausgebildet ist für eine axiale mechanische
Bewegung des Lichtleiters ins Gehäuseinnere, z.B. zur Betätigung eines Mikroschalters
bzw. Mikrotasters. Bei einem Mikrotaster kann es sich z.B. um eine Programmiertaste
oder einen Programmiertaster handeln.
[0033] In der Darstellung gemäss Figur 2 ist das Betätigungselement EE2 versenkt in einer
angefasten Vertiefung V2 des Gerätegehäuses angebracht.
[0034] Figur 3 zeigt eine dritte beispielhafte Ausführungsform für den erfindungsgemässen
Schaltmechanismus SM3 mit kombinierter Schaltfunktion und Statusanzeige, insbesondere
für Geräte G3 eines Installationsbusses (z.B. KNX-Bus), wobei der Schaltmechanismus
SM3 geeignet ist zur Betätigung einer Funktionstaste T, z.B. eines Mikroschalters
MS des Gerätes G3. Der Schaltmechanismus SM3 weist einen axial beweglichen Lichtleiter
LL2 auf, der von aussen am Gerät G3 mechanisch betätigbar ist, zum Schalten der Funktionstaste
T im Geräteinneren. Der Lichtleiter LL2 ist ausgebildet zur optischen Statusanzeige
der Funktionstaste T. Dazu weist der Lichtleiter LL2 in axialer Richtung ein erstes
Ende EE3 und ein gegenüberliegendes zweites Ende ZE2 auf, wobei das erste Ende EE3
als Betätigungselement für eine axiale mechanische Betätigung des Lichtleiters LL2
ausgebildet ist. Mit Vorteil ist das erste Ende EE3 als optische Linse ausgebildet.
Mit Vorteil ist das erste Ende EE3 konvex ausgebildet. Mit Vorteil ist das erste Ende
EE3, d.h. das Betätigungselement für eine mechanische axiale Bewegung des Lichtleiters
LL2, versenkt in einer Vertiefung V3', V3" des Gehäuses des Gerätes G3 angebracht.
Mit Vorteil ist das Betätigungselement EE3 versenkt in einer angefasten Vertiefung
V3', V3" des Gerätegehäuses angebracht, so dass das Betätigungselement EE3 nicht über
die Aussengeometrie des Gehäuses des Gerätes G3 hinausragt.
[0035] Das zweite Ende ZE2 des Lichtleiters LL2 ist ausgebildet zur mechanischen Kopplung
mit der Funktionstaste T, insbesondere einem Mikrotaster bzw. Mikroschalter MS. Mit
Vorteil ist das zweite Ende ZE2 des Lichtleiters LL2 ausgebildet zur Einkopplung LE2
von Licht zur Darstellung des Status der Funktionstaste T bzw. des Mikroschalters
MS. Mit Vorteil ist das zweite Ende ZE2 des Lichtleiters LL2 so ausgebildet, dass
Licht einer Lichtquelle LED (z.B. eine LED) direkt in den Lichtleiter LL2 einkoppelbar
ist. Mit Vorteil wird bei einer Betätigung der Funktionstaste T der Schaltstatus der
Taste bzw. des Status des dazugehörigen Mikrotasters oder Mikroschalters MS in einer
entsprechend schaltbaren LED abgebildet (z.B. "Licht an" für einen geschalteten Mikroschalter
und "Licht aus" für einen ungeschalteten Mikroschalter.
[0036] In der Darstellung gemäss Figur 3 befinden sich der Mikroschalter MS und die dazugehörige
LED auf einer Leiterplatte LP im Innenbereich des Gerätes G3. Die Leiterplatte weist
weitere elektronische Bauelemente zur Realisierung der entsprechenden Funktion des
Gerätes G3 auf. Mit Vorteil ist der Lichtleiter LL2 in seinem Querschnitt in axialer
Richtung rechteckig ausgebildet, insbesondere mit Strukturelementen zur Verteilung
von eingekoppeltem Licht in Richtung des ersten Endes EE3. Bei den Strukturelementen
kann es sich z.B. um eine Einkerbung und/oder einen entsprechenden Schliff im Werkstück
des Lichtleiters handeln.
[0037] Der erfindungsgemässe Schaltmechanismus SM3 zeichnet sich insbesondere aus durch
einen rechteckigen, axial beweglichen Lichtleiter LL2 der die Gehäusegeometie nicht
verändert, aber trotzdem ohne Zuhilfenahme eines Werkzeugs zu betätigen ist und bei
seitlichem Betrachtungswinkel von Aussen gut zu sehen ist.
[0038] Die entsprechend angefaste Vertiefung (Senke) am Gehäuse des Geräts ermöglicht die
werkzeuglose Betätigung trotz der versenkten Anbringung des Lichtleiters.
[0039] Weitere Vorteile sind:
- Wechsel von einer runder Lichtleitergeometrie zur einer rechteckigen, damit die Oberfläche
des Lichtleiter die von außen zu sehen ist größer wird, aber der Lichtleiter trotzdem
schmaler (dünner) gestaltet werden kann.
- Aufbringen einer konvexen Geometrie an der von außen ersichtlichen Oberfläche des
Lichtleiters.
[0040] Versenkter/Abgesenkter Schaltmechanismus mit kombinierter Schaltfunktion und Statusanzeige,
insbesondere für Geräte eines Installationsbusses (z.B. KNX-Bus), wobei der Schaltmechanismus
geeignet ist zur werkzeuglosen Betätigung einer Funktionstaste des Gerätes, wobei
der Schaltmechanismus einen axial beweglichen, mit Vorteil rechteckigen, Lichtleiter
aufweist, der von aussen am Gerät werkzeuglos mechanisch betätigbar ist, zum Schalten
der Funktionstaste im Geräteinneren; und wobei der Lichtleiter zur optischen Statusanzeige
der Funktionstaste ausgebildet ist, wobei mit Vorteil das erste Ende des Lichtleiters
versenkt in einer Vertiefung, insbesondere in einer in einer angefasten Vertiefung,
des Gehäuses des Gerätes angebracht ist. Der Schaltmechanismus ist insbesondere für
die Betätigung von Mikrotaster verwendbar.
Bezugszeichen
[0041]
- SM1 - SM3
- Schaltmechanismus
- V1, V2, V3' V3"
- Vertiefung
- LL1, LL2
- Lichtleiter
- EE1 - EE3
- Erstes Ende
- ZE1, ZE2
- Zweites Ende
- BR
- Bewegungsrichtung
- LE1, LE2
- Lichteinkopplung
- MS
- Mikroschalter
- LED
- Lichtelement
- T
- Taste
- LP
- Leiterplatte
- G1 - G3
- Gerät
1. Schaltmechanismus (SM1 - SM3) mit kombinierter Schaltfunktion und Statusanzeige, insbesondere
für Geräte (G1 - G3) eines Installationsbusses, wobei der Schaltmechanismus (SM1 -
SM3) geeignet ist zur Betätigung einer Funktionstaste (MS, T) des Gerätes,
wobei der Schaltmechanismus (SM1 - SM3) einen axial beweglichen Lichtleiter (LL1,
LL2) aufweist, der von aussen am Gerät (G1 - G3) mechanisch betätigbar ist, zum Schalten
der Funktionstaste (MS, T) im Geräteinneren; und
wobei der Lichtleiter (LL1, LL2) zur optischen Statusanzeige der Funktionstaste (MS,
T) ausgebildet ist.
2. Schaltmechanismus (SM1 - SM3) nach Anspruch 1, wobei der Lichtleiter (LL1, LL2) in
axialer Richtung ein erstes Ende (EE1 - EE3) und ein gegenüberliegendes zweites Ende
(ZE1, ZE2) aufweist, wobei das erste Ende (EE1 - EE3) als Betätigungselement für eine
axiale mechanische Betätigung des Lichtleiters (LL1, LL2) ausgebildet ist.
3. Schaltmechanismus (SM1 - SM3) nach Anspruch 2, wobei das erste Ende (EE1 - EE3) als
optische Linse ausgebildet ist.
4. Schaltmechanismus (SM1 - SM3) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das erste
Ende (EE1 - EE3) konvex ausgebildet ist.
5. Schaltmechanismus (SM1 - SM3) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das erste
Ende (EE1 - EE3) versenkt in einer Vertiefung (V1, V2, V3', V3") des Gehäuses des
Gerätes (G1 - G3) angebracht ist.
6. Schaltmechanismus (SM1 - SM3) nach Anspruch 5, wobei das Betätigungselement versenkt
in einer angefasten Vertiefung (V1, V2, V3', V3") des Gerätegehäuses angebracht ist.
7. Schaltmechanismus (SM1 - SM3) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das zweite
Ende (ZE1, ZE2) des Lichtleiters (LL1, LL2) ausgebildet ist zur mechanischen Kopplung
mit der Funktionstaste, insbesondere einem Mikrotaster (Microtaster).
8. Schaltmechanismus (SM1 - SM3) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das zweite
Ende des Lichtleiters (LL1, LL2) ausgebildet ist zur Einkopplung von Licht zur Darstellung
des Status der Funktionstaste (MS, T).
9. Schaltmechanismus (SM1 - SM3) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Lichtleiter
(LL1, LL2) als ein Werkstück ausgebildet ist.
10. Schaltmechanismus (SM1 - SM3) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Lichtleiter
(LL1, LL2) rechteckig, insbesondere mit Strukturelementen zur Verteilung von eingekoppeltem
Licht in Richtung des ersten Endes (EE1 - EE3) ausgebildet ist.
11. Schaltmechanismus (SM1 - SM3) nach einem der vorstehenden Ansprüche, ausgebildet für
eine benutzerseitige, insbesondere manuelle, Schalteingabe.