[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Boden, insbesondere Terrassen- oder Balkonboden,
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Ein Boden ist z. B. aus der
EP 1 739 252 B1 bekannt. Der bekannte Boden umfasst mehrere Bohlen, die jeweils einen rechteckigen
Querschnitt mit zwei einander gegenüberliegenden längeren Seiten und zwei einander
gegenüberliegenden kürzeren Seiten besitzen, wobei die Bohlen in einer Längsrichtung
des Bodens parallel zueinander verlaufend und in einer Querrichtung des Bodens mit
Abstand zueinander angeordnet sind. Die Bohlen sind hierbei derart orientiert, dass
eine der im Querschnitt betrachtet längeren Seiten, also eine der "Flachseiten" der
Bohlen nach oben gerichtet sind und diese nach oben gerichteten Flachseiten somit
eine begehbare Fläche des Bodens bilden.
[0003] Um die Bohlen in ihrer gegenseitigen Anordnung und gegenseitigen Beabstandung zu
halten, umfasst der aus der
EP 1 739 252 B1 bekannte Boden des Weiteren eine Unterkonstruktion, auf welcher die Bohlen mit ihren
unteren Flachseiten aufgelagert sind, sowie zwischen einander benachbart verlaufenden
Bohlen eingesetzte, im Querschnitt W-förmige Abdeckprofile, die einerseits an der
Unterkonstruktion befestigt und andererseits mit seitlichen Außenschenkeln in korrespondierende
Nuten an den Seitenflächen der Bohlen eingesetzt sind.
[0004] Problematisch ist bei derartigen Böden, insbesondere wenn die Bohlen aus Schnittholz
gebildet sind, deren Neigung, sich im Laufe der Zeit zu verformen, etwa verursacht
durch einen "Schwund" und/oder eine "Schüsselung" der Bohlen. Insbesondere bei dem
aus der
EP 1 739 252 B1 bekannten Boden ist ferner der Material- und Fertigungsaufwand im Zusammenhang mit
der erforderlichen Unterkonstruktion sowie den Abdeckprofilen nachteilig.
[0005] Eine aus dem Stand der Technik bekannte Lösung, um einen auch über längere Einsatzzeiten
stabilen und verformungsfreien Boden zu schaffen, sieht vor, dass die Bohlen derart
orientiert sind, dass deren nach oben gerichtete Seiten von einer der kürzeren Seiten
des Querschnitts der Bohlen gebildet sind, wobei zum Halten der Bohlen in ihrer gegenseitigen
Anordnung und in ihrem gegenseitigen Abstand mehrere die Bohlen durch Bohrungen hindurch
in Querrichtung durchsetzende Stangen und von den Stangen durchsetzte Abstandhalter
zwischen einander benachbart verlaufenden Bohlen vorgesehen sind.
[0006] Durch diese Orientierung der Bohlen kann vorteilhaft das Ausmaß etwaiger Verformungserscheinungen
verringert werden, wobei darüber hinaus z. B. die bei bekannten Bodenkonstruktionen
besonders problematische Schüsselung vorteilhaft nicht mehr an der Oberseite des Bodens
sichtbar ist.
[0007] Ein derartiger Boden, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, ist aus der
EP 2 357 300 A2 bekannt. Durch diese Konstruktion können insbesondere Böden für Außenflächen wie
z. B. Balkone und Terrassen wesentlich stabiler, verzugsfreier und langlebiger gestaltet
werden. Vorteilhaft sind dann auch keine aufwändigen Unterbaukonstruktionen erforderlich.
[0008] Nachteilig ist bei dem aus der
EP 2 357 300 A2 bekannten Boden jedoch z. B. ein mit der genannten Orientierung der Bohlen verbundener
relativ hoher Materialaufwand. Ferner ist die Fertigung dieses bekannten Bodens insofern
kostenintensiv, als die Abstandhalter einstückig mit den Bohlen vorgesehen sind und
daher durch relativ aufwendiges Fräsen aus einem Vollmaterial ausgebildet werden müssen
(was außerdem einen noch weiter erhöhten Materialaufwand für das Material der Bohlen
bedeutet).
[0009] Die
EP 0 396 136 A1 zeigt einen Boden mit mehreren C-förmigen Metallprofilen, die jeweils einen im Wesentlichen
rechteckigen Querschnitt besitzen, und die parallel mit Abstand zueinander verlaufen.
Nach oben gerichtete Seiten der Metallprofile sind von einer der kürzeren Seiten des
rechteckigen Querschnitts der Metallprofile gebildet. Zum Halten der Metallprofile
sind mehrere durch Bohrungen hindurch in Querrichtung durchsetzende Stangen und von
den Stangen durchsetzte Abstandhalter zwischen einander benachbart verlaufenden Metallprofilen
vorgesehen.
[0010] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine neuartige Konstruktion für einen
Boden der gattungsgemäßen Art bereitzustellen, mittels welcher in einfacher Weise
ein relativ großflächiger und dennoch kostengünstiger, über längere Einsatzzeiten
stabiler und verformungsfreier Boden geschaffen werden kann.
[0011] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch einen Boden nach Anspruch 1 gelöst. Die
abhängigen Ansprüche sind auf vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung gerichtet.
[0012] Insbesondere bei einer Vorfertigung des Bodes bzw. von am Verwendungsort zusammenzusetzenden
Bodenmodulen ist der Zeitaufwand zur Installation des erfindungsgemäßen Bodens gering.
Je nach den statischen Gegebenheiten können mit dem Boden weite Strecken von Auflager
zu Auflager überbrückt werden.
[0013] Es versteht sich, dass die bei der Erfindung vorgesehene Orientierung der Bohlen
als solche mit einem relativ hohen Materialaufwand verbunden ist. Es hat sich jedoch
herausgestellt, dass dieser Nachteil in der Praxis letztlich durch die gravierend
vergrößerte Haltbarkeit des erfindungsgemäßen Bodens überkompensiert wird. In diesem
Zusammenhang ist auch zu bedenken, dass bei der Erfindung der trapezförmige Querschnitt
den Materialaufwand vorteilhaft verringert. Darüber hinaus sind bei der Erfindung
die Mittel zum Halten der Bohlen in ihrer gegenseitigen Anordnung und in ihrem gegenseitigen
Abstand relativ einfach zu realisieren.
[0014] Der erfindungsgemäße Boden kann z. B. als vorgefertigtes Bodenmodul mit z. B. wenigstens
10, insbesondere z. B. wenigstens 20 Bohlen ausgebildet sein, was den Installationsaufwand
am Einsatzort entsprechend verringert.
[0015] Die Bohlen können z. B. eine Länge von mindestens 2 m, insbesondere mindestens 3
m besitzen. Insbesondere bei vorgefertigten Bodenmodulen ist aus logistischen Gründen
(Transport) eine Länge der Bohlen von maximal 20 m, insbesondere maximal 15 m zweckmäßig.
Je nach Kontur der gewünschten Bodenfläche können die Bohlen eine einheitliche Länge
oder aber unterschiedliche Längen besitzen. Bevorzugt besitzen die Bohlen über deren
gesamte Länge einen einheitlichen Querschnitt (abgesehen von den Stellen, an denen
unten noch erwähnte "Bohrungen" in den Bohlen vorgesehen sind).
[0016] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind die Bohlen aus Schnittholz gebildet
(z. B. Eiche, Esche, Lärche etc.). Insbesondere bei einem derartigen Naturmaterial
und einem Einsatz des Bodens im Freien ist mit relativ großer Verformungsneigung zu
rechnen, die jedoch auf Grund der erfindungsgemäßen Konstruktion letztlich keine gravierenden
Auswirkungen für den Nutzer mit sich bringt.
[0017] Es soll jedoch im Rahmen der Erfindung nicht ausgeschlossen sein, dass die Bohlen
aus einem anderen Material gebildet sind, wie beispielsweise einem Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoff
(z. B. Mischung aus Holzmehl, gegebenenfalls Additiven und einem thermoplastischen
Kunststoff).
[0018] Die Bohlen besitzen einem im Wesentlichen viereckigen Querschnitt mit zwei einander
gegenüberliegenden längeren Seiten und zwei einander gegenüberliegenden kürzeren Seiten,
worunter insbesondere auch Querschnitte fallen, bei denen eine oder mehrere Ecken
abgerundet oder gefast sind.
[0019] Die Begriffe "längere" und "kürzere" (Seiten) sind im Rahmen der Erfindung aufeinander
bezogen derart zu verstehen, dass jede der längeren Seiten länger ist als jede der
kürzeren Seiten.
[0020] In einer bevorzugten Ausführungsform des Bodens ist der Querschnitt der Bohlen jeweils
symmetrisch zu einer vertikalen Mittellinie der betreffenden Bohle. In einer optionalen
Weiterbildung ist der Querschnitt der Bohlen darüber hinaus symmetrisch zu einer horizontalen
Mittellinie der Bohlen.
[0021] Gemäß der Erfindung ist der Querschnitt im Wesentlichen trapezförmig, wobei die im
Boden nach oben und nach unten gerichteten Seiten der Trapezform bevorzugt parallel
zueinander verlaufen. Hierbei wiederum bevorzugt weichen die Innenwinkel der Trapezform
um maximal 20°, insbesondere maximal 10°, vom rechten Winkel (90°) ab.
[0022] Es können eine oder mehrere der Ecken des Querschnitts der Bohlen abgerundet oder
gefast sein.
[0023] In einer Ausführungsform sind z. B. zumindest die zwei zur Oberseite des Bodens hin
angeordneten Ecken abgerundet oder gefast. Es können auch z. B. sämtliche der vier
Ecken der Querschnittsform der Bohlen abgerundet oder gefast sein. Was die Dimensionierung
von Abrundungen bzw. Fasen anbelangt, so wird durch dieselben die Querschnitssfläche
der Bohle bevorzugt um weniger als 5%, weiter bevorzugt um weniger als 1%, verringert
im Vergleich zur entsprechenden nicht-abgerundeten bzw. nicht-gefasten Querschnittsfläche.
[0024] Bei den nachfolgenden Erläuterungen betreffend Abmessungen der einzelnen Bohlen werden
in Querrichtung des Bodens gemessene Längen auch als "Breiten" und in Vertikalrichtung
des Bodens gemessene Längen auch als "Höhen" bezeichnet.
[0025] Die Breite der Bohlen an deren nach oben gerichteten Seite beträgt bevorzugt wenigstens
2 cm, insbesondere wenigstens 3 cm, und bevorzugt maximal 10 cm, insbesondere maximal
8 cm.
[0026] Die Breite der Bohlen an der nach unten gerichteten Seite ist bevorzugt gleich oder
kleiner als die Breite an der nach oben gerichteten Seite. In einer Ausführungsform
liegt das Verhältnis dieser beiden Breiten in einem Bereich von 1:1 bis 1:0,33, insbesondere
in einem Bereich von 1:1 bis 1:0,5.
[0027] Die Höhe der Bohlen beträgt bevorzugt wenigstens 4 cm, insbesondere wenigstens 6
cm, und bevorzugt maximal 15 cm, insbesondere maximal 10 cm.
[0028] Das Verhältnis der größten Breite einer Bohle (bevorzugt an der nach oben gerichteten
Seite der Bohle) zur größten Höhe der Bohle liegt bevorzugt in einem Bereich von 1:1,33
bis 1:3, insbesondere in einem Bereich von 1:1,5 bis 1:2.
[0029] Im Hinblick auf etwaig vorhandene Abrundungen bzw. Fasen an Ecken des Bohlenquerschnitts
sind die hier angegebenen Verhältnisse von Abmessungen unter Vernachlässigung dieser
Abrundungen bzw. Fasen zu verstehen (d. h. so zu berechnen, als ob keine Abrundungen
bzw. Fasen vorhanden sind).
[0030] Der in Querrichtung des Bodens vorliegende (lichte) Abstand zwischen einander benachbarten
Bohlen im Bereich der nach oben gerichteten Seiten der Bohlen beträgt bevorzugt wenigstens
3 mm, insbesondere wenigstens 5 mm, und bevorzugt maximal 15 mm, insbesondere maximal
10 mm.
[0031] Gemäß der Erfindung sind zum Halten der Bohlen in ihrer gegenseitigen Anordnung mehrere
die Bohlen in Querrichtung des Bodens durchsetzende Stangen vorgesehen.
[0032] Die Stangen können z. B. exakt in Querrichtung des Bodens verlaufen, wobei z. B.
entsprechende Bohrungen in den Bohlen ausgebildet sein können, durch welche hindurch
die jeweilige Stange verläuft. Bevorzugt verlaufen die Stangen jeweils mit einem geringen
Spiel (z. B. kleiner als 2 mm) durch die betreffenden Bohrungen der Bohlen.
[0033] Gemäß der Erfindung sind zum Halten der Bohlen in ihrem gegenseitigen Abstand Abstandhalter
zwischen einander benachbart verlaufenden Bohlen eingesetzt.
[0034] Die Abstandhalter können z. B. eine hülsenartige Form besitzen, so dass diese bei
Verwendung der vorgenannten Stangen vorteilhaft wie die Bohlen ebenfalls von den Stangen
durchsetzt sein können, um die einzelnen Abstandhalter zuverlässig in ihrer Anordnung
zwischen einander benachbart verlaufender Bohlen zu halten. Hierbei können insbesondere
hohlzylindrische Hülsen vorgesehen sein, deren Innendurchmesser ähnlich wie der Innendurchmesser
der erwähnten Bohrungen der Bohlen an den Außendurchmesser der Stangen angepasst ist,
um ein bevorzugt geringes Spiel auch zwischen den Stangen und den hülsenförmigen Abstandhaltern
vorzusehen.
[0035] Im Falle derjenigen Ausführungsvariante der Erfindung, bei welcher hülsenförmige,
jeweils von einer Stange durchsetzte Abstandshalter eingesetzt werden, sind die Bohrungen
der Bohlen mit einer Senkung derart ausgebildet, dass stirnseitige Enden der Abstandhalter
in Querrichtung des Bodens betrachtet ein Stück weit (z. B. 1 bis 5 mm) in die Bohlen
hineinragen, was die Stabilität beim Halten der Bohlen in ihrer gegenseitigen Anordnung
weiter verbessert. Die Form der Senkungen ist hierbei zweckmäßigerweise an die Form
der stirnseitigen Enden der Abstandhalter anzupassen. Im Falle von hohlzylindrischen
Abstandhaltern ist insofern eine Senkung mit vertiefter, planer Fläche bevorzugt,
wie diese z. B. nach Einbringung der Bohrungen nachträglich mit einem Plansenker erzeugt
werden kann.
[0036] Die Tiefe der Senkung der Bohrung liegt gemäß der Erfindung in einem Bereich des
0,05-fachen bis 0,25-fachen der im Bereich der Senkung vorliegenden Breite der Bohle.
[0037] In einer Ausführungsform sind die erwähnten Stangen und/oder die erwähnten Abstandhalter
aus einem metallischen Material (z. B. Edelstahl) gebildet.
[0038] Die Querausdehnung (Durchmesser) der Stangen kann entsprechend der beim Einsatz des
Bodens zu erwartenden mechanischen Belastung geeignet gewählt werden.
[0039] In einer Ausführungsform liegt die Querausdehnung (Durchmesser) der Stangen in einem
Bereich von 5 mm bis 20 mm.
[0040] In einer Ausführungsform liegt die Querausdehnung (Durchmesser) der Stangen in einem
Bereich des 0,05-fachen bis 0,2-fachen der Höhe der Bohlen.
[0041] Auch ein in Längsrichtung des Bodens gewählter Abstand zwischen den Stangen kann
entsprechend der zu erwartenden mechanischen Belastung geeignet gewählt werden. In
vielen Anwendungsfällen kann der letztere Abstand zwischen den Stangen z. B. in einem
Bereich von 0,5 m bis 1 m zweckmäßig sein.
[0042] Die erwähnten Stangen können z. B. als Gewindestangen mit einem Außengewinde ausgebildet
sein, um durch Aufschrauben einer Mutter an wenigstens einem Ende jeder Gewindestange
eine in Querrichtung des Bodens wirkende fixierende Verspannung der Bohlen mit den
dazwischen eingesetzten Abstandhaltern realisieren zu können.
[0043] Falls es im Laufe der Zeit zu Schwunderscheinungen oder sonstigen Verformungen an
den Bohlen kommt, so kann der Boden z. B. durch geeignetes Nachziehen der Gewindestangenverschraubungen
gerichtet werden. Insbesondere bei einer bezüglich einer Horizontalebene symmetrischen
Gestaltung des Bodens kommt auch in Betracht, den Boden nach längerer Einsatzzeit
einfach umzudrehen, um die vorherige Unterseite als neue Oberseite zu verwenden.
[0044] In manchen Anwendungsfällen ist es wünschenswert, bei dem Boden einen vertikalen
Durchtritt von kleineren Gegenständen oder z. B. von Wasser durch die in Querrichtung
des Bodens betrachtet vorliegenden Spalte zwischen einander benachbarten Bohlen zu
vermeiden. Für diesen Fall können entsprechende, z. B. über die gesamte Länge des
Bodens verlaufende Füllkörper bzw. Dichtungen zwischen einander benachbart verlaufenden
Bohlen eingesetzt werden.
[0045] In einer vorteilhaften anderen Ausführungsvariante der Erfindung wird mit derartigen
Füllkörpern gleichzeitig die Funktion der erwähnten Abstandhalter realisiert. Hierfür
kann z. B. vorgesehen sein, dass die Füllkörper unter Einsatz der erwähnten Stangen,
insbesondere Gewindestangen, jeweils zwischen zwei benachbarten Bohlen eingeklemmt
bzw. verspannt werden. Die Füllkörper können hierbei im Bereich der Stangen mit entsprechenden
Ausnehmungen (z. B. Bohrungen) versehen sein, um den Durchtritt der Stangen zu ermöglichen.
[0046] In einer insbesondere zur Wasserabdichtung geeigneten und vom Materialaufwand her
besonders vorteilhaften Weise sind die Füllkörper erfindungsgemäß im Wesentlichen
als in Längsrichtung des Bodens verlaufende Profile (z. B. aus Metall wie z. B. Edelstahl
oder aus Kunststoff) ausgebildet, wobei diese Profile jeweils umfassen: einen vertikal
verlaufenden und Ausnehmungen zum Durchtritt der Stangen aufweisenden Stegabschnitt,
der bevorzugt wenigstens annähernd in der Mitte des Spaltes zwischen den benachbarten
Bohlen verläuft, sowie an den beiden Vertikalenden dieses Stegabschnitts angeordnete,
horizontal sich erstreckende Profilabschnitte, welche sowohl die Abstandhalterfunktion
als auch die Abdichtfunktion erfüllen. Die seitlichen Enden dieser Profilabschnitte
können z. B. direkt an den benachbarten Bohlen anliegen.
[0047] In einer Ausführungsvariante des Bodens wird die begehbare Fläche von den nach oben
gerichteten Seiten der Bohlen selbst gebildet.
[0048] In einer anderen Ausführungsvariante wird die begehbare Fläche von separat gefertigten
Deckleisten gebildet, die (direkt oder indirekt) an den nach oben gerichteten Seiten
der Bohlen angebracht sind.
[0049] Die Anbringung der Deckleisten kann z. B. durch eine Verschraubung und/oder Verklebung
mit den Bohlen bewerkstelligt sein. Vorteilhaft kann an dieser Stelle auch eine Strukturierung
der nach oben gerichteten Seiten der Bohlen in Kombination mit einer korrespondierenden
Strukturierung von Unterseiten der Deckleisten vorgesehen sein, um eine (zusätzliche)
Formschlussverbindung und/oder eine im Hinblick auf eine Verklebung vorteilhafte Kontaktflächenvergrößerung
zu realisieren. Als eine solche Strukturierung kommt insbesondere z. B. wenigstens
eine in Längsrichtung des Bodens verlaufende Erhebung an der nach oben gerichteten
Seite der Bohle (oder der nach unten gerichteten Seite der Deckleiste) in Kombination
mit einer korrespondierenden Nut an der nach unten gerichteten Seite der Deckleiste
(bzw. der nach oben gerichteten Seite der Bohle) in Betracht.
[0050] In Hinblick auf eine einfache Verlegung des Bodens z. B. auf Beton oder anderen festen
Untergründen können z. B. höhenverstellbare Stellfüße an der Unterseite des Bodens
vorgesehen sein. Hierfür kommen im Rahmen der Erfindung vielfältige Gestaltungen in
Betracht. In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist der Boden mit mehreren
Stellfüßen versehen, die jeweils eine vertikal verlaufende Gewindestange umfassen,
die im Bereich eines Spalts zwischen einander benachbarten Bohlen verläuft, an ihrem
unteren Ende bevorzugt mit einem tellerförmigen Auflageteil zur Auflage auf dem Untergrund
versehen ist, und an ihrem oberen Ende einen zum Angriff eines Werkzeuges geeigneten
Kopf (insbesondere z. B. Innensechskant, Torx oder dergleichen) aufweist, um so durch
eine Drehung der Gewindestange eine Höhenverstellung zu bewerkstelligen, wobei im
Bereich der nach unten gerichteten Seiten der beiderseits der Gewindestange benachbarten
Bohlen eine Lagerplatte an den nach unten gerichteten Seiten der Bohlen aufliegt und
dort befestigt ist, und wobei diese Lagerplatte eine mit Innengewinde versehene Bohrung
aufweist, mit welcher ein Schaftabschnitt der Gewindestange im Eingriff steht.
[0051] Eine bevorzugte Verwendung des Bodens ist die Verwendung desselben im Freien.
[0052] In einer bevorzugten Verwendung des Bodens ist vorgesehen, dass der minimale Abstand
zwischen zwei Auflagern (z. B. erwähnte Stellfüße) des Bodens größer als 1 m, insbesondere
größer als 2 m ist.
[0053] In einer Ausführungsform der Verwendung des Bodens ist vorgesehen, dass ausgehend
von der durch die Position der Auflager definierten ("aufgespannten") Auflagefläche
in wenigstens einer Richtung (z. B. Längsrichtung und/oder Querrichtung) des Bodens,
ein freitragender Überhang des Bodens mit einer Auskragungslänge von mehr als 0,3
m, insbesondere mehr als 0,6 m vorgesehen ist.
[0054] In einer Ausführungsform der Verwendung des Bodens ist dieser an zwei seitlichen
Randbereichen jeweils durch mehrere Auflager abgestützt, wobei ein minimaler Abstand
zwischen den beiden durch die jeweiligen Auflager definierten Auflageflächen größer
als 2 m, insbesondere größer als 3 m ist.
[0055] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen mit Bezug auf die
beigefügten Zeichnungen weiter beschrieben. Es stellen dar:
- Fig. 1
- eine teilweise Schnittansicht eines Bodens gemäß eines nicht-erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels,
- Fig. 2
- eine teilweise Perspektivansicht eines Bodens gemäß eines weiteren, nichterfindungsgemäßen
Ausführungsbeispiels,
- Fig. 3
- eine teilweise Schnittansicht eines Bodens gemäß eines erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels,
- Fig. 4
- eine teilweise Schnittansicht eines Bodens gemäß eines weiteren Ausführungsbeispiels,
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht zur Veranschaulichung einer Verwendung eines Bodens gemäß
eines Ausführungsbeispiels, und
- Fig. 6
- eine perspektivische Ansicht zur Veranschaulichung einer Verwendung eines Bodens gemäß
eines weiteren Ausführungsbeispiels.
[0056] Fig. 1 zeigt einen Boden 10, beispielsweise zur Verlegung auf einer Terrasse oder
einem Balkon, mit mehreren Bohlen 12 aus Schnittholz (hier z. B. Eiche), die jeweils
einen im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt mit zwei einander gegenüberliegenden
längeren Seiten 14 und zwei einander gegenüberliegenden kürzeren Seiten 16 besitzen,
wobei die Bohlen 12 in einer Längsrichtung L des Bodens 10 parallel zueinander verlaufend
und in einer Querrichtung Q des Bodens 10 mit einem Abstand d zueinander angeordnet
sind, und wobei an nach oben gerichteten Seiten der Bohlen 10 eine begehbare Fläche
des Bodens 10 ausgebildet ist. Eine Vertikal- bzw. Hochrichtung ist in Fig. 1 mit
H bezeichnet.
[0057] Fig. 1 zeigt der Einfachheit halber lediglich die ausgehend von einem in Fig. 1 linken
Rand des Bodens 10 angeordneten ersten vier Bohlen 12. Die tatsächliche Anzahl an
Bohlen 12 ist grundsätzlich beliebig und kann entsprechend der in Querrichtung Q benötigten
Breite des Bodens 10 entsprechend gewählt werden. Beispielsweise bei einer gewünschten
Breite des Bodens 10 von ca. 2 m könnte der dargestellte Boden 10 z. B. ca. 30 bis
70 Bohlen 12 aufweisen.
[0058] Auch die in Längsrichtung L betrachtet vorliegende Länge des Bodens 10 kann z. B.
in einer Größenordnung von einem oder mehreren Metern liegen. Die in Längsrichtung
L betrachtete Länge des Bodens kann einheitlich sein, kann jedoch auch über die Querrichtung
betrachtet variieren (unterschiedlich lange Bohlen).
[0059] Die Bohlen 12 besitzen eine durch den gegenseitigen Abstand der jeweiligen längeren
Seiten 14 definierte Breite b und eine durch den gegenseitigen Abstand der jeweiligen
kürzeren Seiten 16 definierte Höhe h.
[0060] Eine Besonderheit des Bodens 10 besteht darin, dass die Bohlen 12 derart orientiert
sind, dass deren nach oben gerichtete Seiten, an welchen die begehbare Bodenfläche
ausgebildet ist, von einer der beiden kürzeren Seiten 16 des Querschnitts der Bohlen
12 gebildet sind. Es gilt demnach h > b.
[0061] Der Abstand d zwischen einander benachbarten Bohlen 12 ist bevorzugt über die gesamte
Bodenbreite einheitlich gewählt und beträgt im dargestellten Ausführungsbeispiel z.
B. 8 mm. Besonders bevorzugt liegt der Abstand d im Bereich von 5 mm bis 10 mm.
[0062] Gewünschtenfalls können Querschnittsecken der Bohlen 12, wie z. B. in Fig. 1 auch
dargestellt, gefast (alternativ abgerundet) sein.
[0063] Zum Halten der Bohlen 12 in ihrer gegenseitigen Anordnung und in ihrem gegenseitigen
Abstand d sind mehrere die Bohlen 12 in Querrichtung Q des Bodens 10 durchsetzende
Gewindestangen 18 vorgesehen, die im dargestellten Beispiel exakt in Querrichtung
Q durch entsprechend angeordnete Bohrungen 20 der Bohlen 12 verlaufen.
[0064] Zwischen einander benachbart verlaufenden Bohlen 12 sind jeweils hohlzylindrische
Abstandhalterhülsen 22 eingesetzt, die jeweils von einer der Gewindestangen 18 durchsetzt
werden.
[0065] In der Schnittdarstellung von Fig. 1 ist lediglich eine der Gewindestangen 18 zu
erkennen.
[0066] Zweckmäßigerweise sind die Gewindestangen 18 mit einem in Längsrichtung L betrachteten
gegenseitigen Abstand von typischerweise ca. 0,2 m bis 1 m über die Gesamtlänge des
Bodens 10 verteilt angeordnet.
[0067] Eine optionale Besonderheit des dargestellten Bodens 10 besteht auch darin, dass
die Bohrungen 20 jeweils an ihren Bohrungsmündungen mit einer einige mm tiefen Senkung
versehen sind, in welche die stirnseitigen Enden der Abstandhalterhülsen 22 eingesetzt
sind.
[0068] Die Anordnung der Bohlen 12 mit den zwischengefügten Abstandhalterhülsen 22 ist fixiert
bzw. verspannt durch an jeder Gewindestange 18 an deren beiden Enden aufgeschraubte
Spannmuttern, von denen in Fig. 1 eine ersichtlich und mit 24 bezeichnet ist (Alternativ
zum Einsatz von Spannmuttern an beiden Enden einer Stange könnte auch z. B. ein Ende
der Stange mit einem fest angebundenen "Kopf" und nur das andere Ende mit einem Außengewinde
und Spannmutter versehen sein).
[0069] Die begehbare Fläche des Bodens 10 wird im dargestellten Beispiel von den nach oben
gerichteten Seiten 16 der Bohlen 12 selbst gebildet. Gewünschtenfalls können diese
Seiten 16 aus ästhetischen Gründen und/oder im Hinblick auf eine gewünschte Rutschhemmung
mit einer Strukturierung ausgebildet sein. Hierfür kommen insbesondere in Längsrichtung
L durchgehend verlaufende Nuten, z. B. Rechtecknuten, oder z. B. eine wellenartige
Riffelung in Betracht.
[0070] Eine weitere optionale Besonderheit des dargestellten Bodens 10 besteht darin, dass
dieser an gewünschten Stellen mit Stellfüßen ausgestattet ist, von denen in Fig. 1
einer ersichtlich und mit 26 bezeichnet ist.
[0071] Im dargestellten Beispiel umfasst der Stellfuß 26 eine Gewindestange 28, an deren
unteren Ende ein Auflageteller 30 angebracht ist (bevorzugt um eine Längsmittelachse
der Gewindestange drehbar). Die Gewindestange 28 ragt nach oben hin in einen Spalt
zwischen zwei einander benachbarten Bohlen 12 hinein, wobei ein Außengewinde der Gewindestange
28 im Eingriff mit einem Innengewinde einer Lagerplatte 32 steht, welche an der Unterseite
des Bodens 10 den Spalt zwischen den beiden betreffenden Bohlen 12 überbrückend an
diesen Bohlen 12 befestigt ist (z. B. durch eine Verschraubung wie in Fig. 1 angedeutet).
Die Lagerplatte 32 besitzt im dargestellten Beispiel eine etwa quadratische Kontur.
Durch diese Konstruktion kann eine Höhenverstellung des Stellfußes 26 durch eine entsprechende
Drehung der Gewindestange 28 bewerkstelligt werden. Im dargestellten Beispiel ist
das obere Ende der Gewindestange 28 hierfür zum Werkzeugeingriff geeignet formgestaltet,
also z. B. mit einem Innensechskant oder dergleichen versehen.
[0072] Durch die dargestellte Konstruktion des Bodens 10 und die damit realisierte Verbindung
von "stehenden Hölzern" (Bohlen 12) können vorteilhaft z. B. Außenflächen wie Balkone
und Terrassen wesentlich stabiler, verzugsfreier und langlebiger gestaltet werden.
[0073] Die stehend angeordneten Hölzer weisen in ihrer Verbindung miteinander eine geringere
Schwundneigung sowie eine geringere Schüsselung und Rissbildung im Vergleich zu herkömmlich
verlegter Brettware auf.
[0074] Der Boden 10 kann vorteilhaft z. B. als vorgefertigtes Bodenmodul ("Bodenmatratze")
in ganzen (am Einsatzort aneinanderzufügenden) Einheiten bzw. Bahnen auf Maß hergestellt
werden.
[0075] Bei der nachfolgenden Beschreibung von weiteren Ausführungsbeispielen werden für
gleichwirkende Komponenten die gleichen Bezugszahlen verwendet, jeweils ergänzt durch
einen kleinen Buchstaben zur Unterscheidung der Ausführungsform. Dabei wird im Wesentlichen
nur auf die Unterschiede zu dem bzw. den bereits beschriebenen Ausführungsbeispielen
eingegangen und im Übrigen hiermit ausdrücklich auf die Beschreibung vorangegangener
Ausführungsbeispiele verwiesen.
[0076] Fig. 2 zeigt einen Boden 10a, wobei der Einfachheit halber wieder lediglich vier
Bohlen 12a dargestellt sind und darüber hinaus die Anordnung einer Gewindestange 28a
vereinfacht dargestellt ist.
[0077] Ein wesentlicher Unterschied des Bodens 10a gegenüber dem bereits beschriebenen Boden
10 (Fig. 1) besteht darin, dass bei dem Boden 10a keine hülsenförmigen Abstandhalter
(Abstandhalterhülsen 22 in Fig. 1) vorgesehen sind, sondern zwischen einander benachbart
verlaufenden Bohlen 12a jeweils ein in der Längsrichtung L verlaufendes Abdicht- und
Abstandhalterprofil 40a eingesetzt ist.
[0078] Zum Durchtritt der Gewindestangen 28a sind entsprechend angeordnete Bohrungen in
den Profilen 40a ausgebildet.
[0079] Jedes Profil 40a .umfasst einen vertikal verlaufenden und Ausnehmungen zum Durchtritt
der Stangen aufweisenden Stegabschnitt 42a, der in der Mitte des Spaltes zwischen
den benachbarten Bohlen 12a verläuft, sowie an den beiden Vertikalenden dieses Stegabschnitts
42a angeordnete, horizontal sich erstreckende Profilabschnitte 44a, welche sowohl
die Abstandhalterfunktion als auch die Abdichtfunktion erfüllen. Insofern handelt
es sich bei dem Profil 40a im dargestellten Beispiel um ein "Doppel-T"- bzw. "I"-Profil.
Die seitlichen Enden der Profilabschnitte 44a liegen direkt an den benachbarten Bohlen
12a an (Alternativ könnten die Profilabschnitte 44a auch teilweise in entsprechenden
Nuten der Bohlen 12a versenkt sein).
[0080] Bevorzugt ist das Profil 40a, wie in Fig. 2 auch dargestellt, so dimensioniert und
angeordnet, dass dessen Profilabschnitte 44a nicht bündig mit den nach oben bzw. unten
gerichteten Seiten der Bohlen 12a abschließen, sondern in Hochrichtung H betrachtet
innerhalb des Spaltes zwischen den Bohlen 12a verlaufen, so dass an der Oberseite
des Bodens 10a entsprechende "Wasserablaufrinnen" ausgebildet sind.
[0081] Die im dargestellten Beispiel von Fig. 2 (wie auch Fig. 1) vorligende Symmetrie des
Bodens 10a bezüglich einer horizontalen Mittelebene besitzt den Vorteil, dass (z.
B. nach längerer Nutzung) die Anordnung der Bohlen 12a mitsamt Profilen 40a auch um
180° gewendet (umgedreht) werden kann.
[0082] Fig. 3 zeigt einen Boden 10b in einer der Fig. 1 entsprechenden Darstellung, wobei
in der Teildarstellung von Fig. 3 wieder lediglich vier Bohlen 12b eingezeichnet sind.
[0083] Ein wesentlicher Unterschied zwischen dem Boden 10b und den bereits beschriebenen
Böden 10 und 10a (Fig. 1 bzw. Fig. 2) besteht darin, dass die einzelnen Bohlen 12b
einen im Wesentlichen trapezförmigen Querschnitt besitzen, wobei dieser Querschnitt
wieder zwei einander gegenüberliegende längere Seiten 14b und zwei einander gegenüberliegende
kürzere Seiten 16b besitzt, wobei die kürzeren Seiten 16b parallel zueinander verlaufend
eine Oberseite (begehbare Fläche des Bodens 10b) und eine Unterseite des Bodens 10b
ausbilden, wohingegen die längeren Seiten 14b nicht parallel zueinander verlaufen,
so dass eine Breite der Bohlen 12b sich von oben nach unten hin verkleinert.
[0084] In Fig. 3 ist eine an der begehbaren Fläche des Bodens 10b vorhandene Breite der
Bohlen 12b mit b1 bezeichnet und eine am unteren Ende der Bohlen 12b vorhandene Breite
mit b2 bezeichnet. Im dargestellten Beispiel ist b2 etwa das 0,5-fache von b1.
[0085] Mit der Ausführungsform gemäß Fig. 3 wird im Vergleich zu den Ausführungen gemäß
Fig. 1 und Fig. 2 vorteilhaft Material (für die Bohlen 12b) eingespart.
[0086] Fig. 4 zeigt einen Teil eines Bodens 10c, nämlich eine zur Bildung derselben vorgesehene
Bohle 12c, wobei der Boden 10c durch eine wie bereits beschriebene Aneinanderreihung
einer Vielzahl derartiger Bohlen 12c gebildet wird.
[0087] Die Bohlen 12c besitzen einen im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt mit einer
Höhe h und einer Breite b.
[0088] Ein wesentlicher Unterschied des Bodens 10c im Vergleich zu den bereits beschriebenen
Ausführungen besteht darin, dass die begehbare Fläche des Bodens 10c nicht von den
nach oben gerichteten Seiten 16c selbst gebildet ist, sondern die begehbare Fläche
von Deckleisten 50c gebildet ist, die an den nach oben gerichteten Seiten 16c der
Bohlen 12c angebracht sind.
[0089] Die Deckleisten 50c sind im dargestellten Beispiel mit den Bohlen 12c verklebt. Vorteilhaft
ist eine Strukturierung (hier: längsverlaufende Erhebung) der nach oben gerichteten
Seiten 16c der Bohlen 12c und eine damit im Eingriff stehende korrespondierende Strukturierung
(hier: längsverlaufende Nut) von Unterseiten der Deckleisten 50c vorgesehen, um eine
zusätzliche Formschlussverbindung und eine für die Verklebung vorteilhafte Kontaktflächenvergrößerung
zu erzielen.
[0090] Da die Deckleisten 50c eine Breite b' besitzen, die größer als eine Breite b der
Bohlen 12c ist, wird mit der Ausführungsform gemäß Fig. 4 im Vergleich zu den Ausführungen
gemäß der Fig. 1 und Fig. 2 wieder vorteilhaft Material für die Bohlen 12c eingespart.
Ganz allgemein liegt ein "seitlicher Überhang" b' - b bevorzugt in einem Bereich des
0,75-fachen bis 1,5-fachen der Breite b (bzw. falls die betreffenden Bohlen keine
einheitliche Breite b besitzen, der Breite der Bohlen an ihrer nach oben gerichteten
Seite). Ein für den Nutzer des Bodens relevanter (lichter) Abstand zwischen in Querrichtung
einander benachbarten Deckleisten 50c liegt bevorzugt in einem Bereich von 5 mm bis
10 mm. Aufgrund des erwähnten Überhangs der Deckleisten 50c ist dann der Abstand zwischen
den einander benachbarten Bohlen 12c entsprechend größer.
[0091] Fig. 5 veranschaulicht ein Anwendungsbeispiel eines Bodens 10d der hier beschriebenen
Art.
[0092] Der Boden 10d ist im Wesentlichen wie der Boden 10 (Fig. 1) aufgebaut, wobei jedoch
auf höhenverstellbare Verstellfüße verzichtet ist und stattdessen eine direkte Auflagerung
von Bohlen 12d auf in Querrichtung Q verlaufende Träger 60 (z. B. aus Holz) vorgesehen
ist. Die Träger 60d sind wiederrum jeweils an ihren Enden und gegebenenfalls an weiteren
Stellen ihres Verlaufes auf vertikal in einen Untergrund 62d eingesetzte Pfähle 64d
(z. B. Rundstämme aus Eichenholz) aufgelagert.
[0093] Ausgehend von der in Fig. 5 nach links hin "letzten Auflagerung" durch den in Fig.
5 linken Träger 60d ist bis zum linken Ende Boden 10d hin ein freitragender Überhang
vorgesehen, der um etwa 0,5 m auskragend bemessen ist.
[0094] Fig. 6 veranschaulicht ein weiteres Verwendungsbeispiel für einen Boden 10e der hier
beschriebenen Art.
[0095] In diesem Beispiel ist der Boden 10e an seinem in Fig. 6 linken Ende auf einem Garagendach
aufgelagert und an seinem in Fig. 6 rechten Ende an einer Hausfassade angebracht.
Zwischen diesen beiden relativ weit auseinanderstehenden Auflagerbereichen erstreckt
sich ein in Längsrichtung L betrachtet mittlerer Bereich des Bodens 10e freitragend.
1. Boden (10), insbesondere Terrassen- oder Balkonboden, mit mehreren Bohlen (12), die
jeweils einen im Wesentlichen viereckigen Querschnitt mit zwei einander gegenüberliegenden
längeren Seiten (14) und zwei einander gegenüberliegenden kürzeren Seiten (16) besitzen,
wobei die Bohlen (12) in einer Längsrichtung (L) des Bodens (10) parallel zueinander
verlaufend und in einer Querrichtung (Q) des Bodens (10) mit Abstand (d) zueinander
angeordnet sind, wobei an nach oben gerichteten Seiten der Bohlen (12) eine begehbare
Fläche des Bodens (10) ausgebildet ist, wobei die Bohlen (12) derart orientiert sind,
dass deren nach oben gerichtete Seiten von einer der kürzeren Seiten (16) des Querschnitts
der Bohlen (12) gebildet sind, und wobei zum Halten der Bohlen (12) in ihrer gegenseitigen
Anordnung und in ihrem gegenseitigen Abstand (d) mehrere die Bohlen (12) durch Bohrungen
(20) hindurch in Querrichtung (Q) durchsetzende Stangen (28) und von den Stangen (28)
durchsetzte Abstandhalter (22; 40) zwischen einander benachbart verlaufenden Bohlen
(12) vorgesehen sind,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bohlen (12) einen im Wesentlichen trapezförmigen Querschnitt mit einer sich von
oben nach unten hin verkleinernden Breite (b) besitzen,
und dass die Abstandhalter (22; 40) jeweils hülsenförmig ausgebildet sind und die
Bohrungen (20) der Bohlen (12) jeweils an ihren Bohrungsmündungen mit einer Senkung
derart ausgebildet sind, dass stirnseitige Enden der hülsenförmigen Abstandhalter
(22) in Querrichtung (Q) betrachtet jeweils ein Stück weit in die Bohlen (12) hineinragen,
wobei die Tiefe der Senkungen der Bohrung (20) jeweils das 0,05-fache bis 0,25-fache
der im Bereich der Senkungen vorliegenden Breite der Bohle (12) beträgt,
oder die Abstandhalter (22; 40) jeweils als in Längsrichtung (L) verlaufende Profile
(40) ausgebildet sind, die im Bereich der Stangen (28) mit Ausnehmungen zum Durchtritt
der Stangen (28) versehen sind, wobei diese Profile (40) jeweils umfassen: einen vertikal
verlaufenden und die Ausnehmungen zum Durchtritt der Stangen (28) aufweisenden Stegabschnitt
(42a), und an den beiden Vertikalenden dieses Stegabschnitts (42a) angeordnete, horizontal
sich erstreckende Profilabschnitte (44a), welche sowohl die Abstandhalterfunktion
als auch eine Abdichtfunktion erfüllen und hierfür an den benachbarten Bohlen (12)
anliegen.
2. Boden (10) nach Anspruch 1, ausgebildet als vorgefertigtes Bodenmodul mit wenigstens
10, insbesondere wenigstens 20 der vorgenannten Bohlen (12).
3. Boden (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Bohlen (12) aus Schnittholz
gebildet sind.
4. Boden (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Innenwinkel der Trapezform
um maximal 20°, insbesondere maximal 10°, vom rechten Winkel abweichen.
5. Boden (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Verhältnis einer Breite
(b1) an der nach oben gerichteten Seite zu einer Breite (b2) an der nach unten gerichteten
Seite der Bohlen (12) in einem Bereich von 1:1 bis 1:0,33, insbesondere in einem Bereich
von 1:1 bis 1:0,5 liegt.
6. Boden (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Verhältnis einer Breite
(b1) an der nach oben gerichteten Seite zu einer größten Höhe (h) der Bohlen (12)
in einem Bereich von 1:1,33 bis 1:3, insbesondere in einem Bereich von 1:1,5 bis 1:2
liegt.
7. Boden (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Bohlen (12) aus einem
Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoff gebildet sind.
8. Boden (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die begehbare Fläche von
den nach oben gerichteten Seiten (16) der Bohlen (12) selbst gebildet ist.
9. Boden (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die begehbare Fläche von Deckleisten
(50) gebildet ist, die an den nach oben gerichteten Seiten (16) der Bohlen (12) angebracht
sind.
10. Verwendung eines Bodens (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 9 als im Freien verlegter
Boden, insbesondere Terassenboden oder Balkonboden.
1. A floor (10), in particular terrace or balcony floor, with a plurality of planks (12),
each having a substantially quadrangular cross section with two opposite longer sides
(14) and two opposite shorter sides (16), wherein the planks (12) in a longitudinal
direction (L) of the floor (10) are arranged running parallel to each other and in
a transverse direction (Q) of the floor (10) are arranged with a distance (d) to each
other, wherein at upwardly directed sides of the planks (12) a walk-on surface of
the floor (10) is formed, wherein the planks (12) are oriented such that their upwardly
directed sides are formed by one of the shorter sides (16) of the cross section of
the planks (12), and wherein for holding the planks (12) in their mutual arrangement
and in their mutual distance (d) a plurality of rods (28) passing through bores (20)
in the transverse direction (Q) are provided and spacers (22; 40) penetrated by the
rods (28) are provided between adjacent planks (12) are provided,
characterized in that the planks (12) have a substantially trapezoidal cross section with a width (b) decreasing
from top to bottom,
and that the spacers (22; 40) are each sleeve-shaped and the bores (20) of the planks
(12) are each formed at their bore mouths with a countersink such that end-side ends
of the sleeve-shaped spacers (22) viewed in the transverse direction (Q) respectively
protrude a little way into the planks (12), wherein the depth of the countersinks
of the bore (20) is in each case 0.05 times to 0.25 times the width of the plank (12)
in the area of the countersinks,
or the spacers (22; 40) are each formed as profiles (40) extending in the longitudinal
direction (L) and provided with recesses for the passage of the rods (28) in the region
of the rods (28), wherein these profiles (40) in each case comprise: a vertically
extending web portion (42a) having the recesses for passing the rods (28), and horizontally
extending profile portions (44a) disposed at the two vertical ends of said web portion
(42a), which perform both the spacer function and a sealing function and for this
rest on the adjacent planks (12).
2. The floor (10) according to claim 1, formed as a prefabricated floor module with at
least 10, in particular at least 20, of said planks (12).
3. The floor (10) according to any of the preceding claims, wherein the planks (12) are
formed from sawn wood.
4. The floor (10) according to any of the preceding claims, wherein the internal angles
of the trapezoidal shape differ by a maximum of 20°, in particular a maximum of 10°,
from the right angle.
5. The floor (10) according to any of the preceding claims, wherein the ratio of a width
(b1) at the upwardly directed side to a width (b2) at the downwardly directed side
of the planks (12) is in a range of 1:1 to 1:0.33, in particular in a range of 1:1
to 1:0.5.
6. The floor (10) according to any of the preceding claims, wherein the ratio of a width
(b1) at the upwardly directed side to a maximum height (h) of the planks (12) is in
a range of 1:1.33 to 1:3, in particular in a range of 1: 1.5 to 1: 2.
7. The floor (10) according to any of the preceding claims, wherein the planks (12) are
formed from a wood-plastic composite.
8. The floor (10) according to any of the preceding claims, wherein the walk-on surface
is formed by the upwardly directed sides (16) of the planks (12) themselves.
9. A floor (10) according to any of claims 1 to 7, wherein the walk-on surface is formed
by cover strips (50) attached to the upwardly directed sides (16) of the planks (12).
10. A use of a floor (10) according to any of claims 1 to 9 as an outdoor floor, in particular
terrace floor or balcony floor.
1. Sol (10), en particulier sol de terrasse ou de balcon, avec plusieurs madriers (12),
qui possèdent respectivement une section pour l'essentiel quadrangulaire avec deux
côtés (14) plus longs opposés l'un à l'autre et deux côtés (16) plus courts opposés
l'un à l'autre, sachant que les madriers (12) passent dans une direction longitudinale
(L) du sol (10) parallèlement les uns aux autres et sont disposés dans une direction
transversale (Q) du sol (10) à distance (d) l'un de l'autre, sachant que sur les côtés
dirigés vers le haut des madriers (12) est constituée une surface praticable du sol
(10), sachant que les madriers (12) sont orientés de telle manière que les côtés dirigés
vers le haut de ceux-ci sont constitués par un des côtés (16) plus courts de la section
des madriers (12) et sachant que pour maintenir les madriers (12) dans leur disposition
réciproque et à leur distance réciproque (d), sont prévues plusieurs barres (28) traversant
les madriers (12) à travers des trous (20) en direction transversale (Q) et des espaceurs
(22 ; 40) traversés par les barres (28) entre les madriers (12) passant de façon adjacente
l'un par rapport à l'autre,
caractérisé en ce que les madriers (12) possèdent une section pour l'essentiel trapézoïdale avec une largeur
(b) se réduisant du haut vers le bas,
et en ce que les espaceurs (22 ; 40) sont respectivement constitués en forme de manchon et les
trous (20) des madriers (12) sont constitués respectivement à leurs embouchures avec
un lamage de telle manière que les extrémités frontales des espaceurs (22) en forme
de manchon, vues dans la direction transversale (Q), pénètrent respectivement, d'une
partie loin dans les madriers (12), sachant que la profondeur des lamages de trou
(20) représente respectivement 0,05 fois à 0,25 fois la largeur de madrier (12) existante
dans la zone des lamages,
ou les espaceurs (22 ; 40) sont respectivement constitués comme des profilés (40)
passant en direction longitudinale (L), qui sont dotés dans la zone des barres (28)
d'évidements pour faire passer les barres (28), sachant que ces profilés (40) comprennent
respectivement : une section de nervure (42a) passant verticalement et comportant
les évidements pour faire passer les barres (28) et des sections de profilés (44a)
disposées sur les deux extrémités verticales de cette section de nervure (42a) s'étendant
horizontalement, lesquelles remplissent aussi bien la fonction d'espaceur que la fonction
d'étanchéification et adhèrent à cet effet aux madriers (12) adjacents.
2. Sol (10) selon la revendication 1, constitué comme un module de sol préfabriqué avec
au moins 10, en particulier au moins 20 des madriers (12) préalablement cités.
3. Sol (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, sachant que les madriers
(12) sont formés de bois de sciage.
4. Sol (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, sachant que les angles
intérieurs de la forme trapézoïdale s'écartent au maximum de 20°, en particulier au
maximum de 10°, de l'angle droit.
5. Sol (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, sachant que le rapport
entre une largeur (b1) sur le côté dirigé vers le haut et une largeur (b2) sur le
côté dirigé vers le bas des madriers (12) se situe dans une plage de 1 : 1 à 1 : 0,33,
en particulier dans une plage de 1 : 1 à 1 : 0,5.
6. Sol (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, sachant que le rapport
entre une largeur (b1) sur le côté dirigé vers le haut et une hauteur maximale (h)
des madriers (12) se situe dans une plage de 1 : 1,33 à 1 : 3, en particulier dans
une plage de 1 : 1,5 à 1 : 2.
7. Sol (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, sachant que les madriers
(12) sont formés à partir d'un matériau composite bois-matière plastique.
8. Sol (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, sachant que la surface
praticable est formée elle-même par les côtés (16) dirigés vers le haut de madriers
(12).
9. Sol (10) selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, sachant que la surface praticable
est formée de listeaux de couverture (50), qui sont montés sur les côtés (16) dirigés
vers le haut des madriers (12).
10. Utilisation d'un sol (10) selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, en tant
que sol posé en plein air, en particulier sol de terrasse ou de balcon.