[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Einblasen
von Einblasdämmstoff in Dämmstoffkammern von Bauelementen sowie ein Bauelement gemäss
den Oberbegriffen der unabhängigen Ansprüche.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Verfahren und Vorrichtungen zum Einblasen
von Einblasdämmstoffen in Dämmstoffkammern bekannt. Dabei wird grundsätzlich unterschieden
zwischen trockenem Einblasen in geschlossene Kammern und nassem Besprühen von offenen
Kammern.
[0003] So zeigt beispielsweise die
EP 2 333 198 A1 der Anmelderin eine Vorrichtung und ein Verfahren zum trockenen Einblasen, bei welchem
die Dämmstoffkammern mit einem Abdeckelement abgedeckt und durch einen Einfüllstutzen
ein Einblasdämmstoff in die Dämmstoffkammer eingeblasen wird. Um die mit dem Einblasdämmstoff
eingebracht Luft abführen und die gesamte Dämmstoffkammer gleichmässig mit Einblasdämmstoff
befüllen zu können, ist das Abdeckelement mit einer luftdurchlässigen Membran versehen,
durch welche die eingeblasene Luft austreten kann. Nach dem Befüllen wird die Kammer
verschlossen. Nachteilig ist, dass das eingeblasene Isolationsmaterial lose in der
Kammer liegt und durch Öffnungen, insbesondere im Brandfall, austreten kann.
[0004] Die
WO 2005/007984 A1 offenbart eine Isolation sowie ein Verfahren zum Anbringen einer Isolationsschicht,
bei dem Zellulosefasern in eine offene Wand- oder Deckenkammer eingespritzt werden.
Dabei werden die Zellulosefasern vor dem Aufbringen auf die Wand oder Decke benetzt.
Wenn das Zellulosematerial bereits mit einem Klebstoff vermischt ist, genügt ein Benetzen
mit Wasser, ansonsten wird mit einem flüssigen Bindemittel benetzt. Es bildet sich
eine Masse, welche auf der Wand oder Decke anhaftet und so eine Isolationsschicht
ausbilden kann. Nachteilig ist, dass sich bei einem solchen Sprühprozess überschüssiges
Fasermaterial auch ausserhalb der zu befüllenden Dämmstoffkammer niederschlägt, welches
anschliessend entfernt werden muss. Ausserdem ist die so erhaltene Oberfläche der
Isolationsschicht nicht flach ausgebildet und muss entsprechend nachbearbeitet werden.
[0005] Es ist Aufgabe der Erfindung, die Nachteile des Standes der Technik zu überwinden.
Insbesondere soll ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Einblasen von Einblasdämmstoff
in Dämmstoffkammern zur Verfügung gestellt werden, welche ein einfaches Einblasen
und Isolieren von Dämmstoffkammern ermöglicht. Ausserdem sollen insbesondere die Dämmstoffkammer
und das entsprechend ausgebildete Bauelement erhöhten Brandschutzbedingungen standhalten.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die in den unabhängigen Patentansprüchen definierten Vorrichtungen
und Verfahren gelöst. Weitere Ausführungsformen ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen.
[0007] Nachfolgend wird unter dem Begriff Einblasdämmstoff jegliche Art von losen Dämmstoffen
verstanden, welche mittels einer Einblasvorrichtung eingeblasen werden können. Insbesondere
fallen unter diese Kategorie natürliche Dämmstofffasern, wie beispielsweise Zellulosefasern,
Holzfasern, Holzspäne, Wolle, Stroh, Hanf, Flachs, Chinaschilf, aber auch Mineralfasern,
wie beispielsweise Glaswolle, Steinwolle. Des Weiteren werden unter einem Einblasdämmstoff
auch Polystyrolkugeln, Aerogel, Schaumstoffschnitzel und ähnliche Dämmstoffe verstanden.
[0008] Unter einer Dämmstoffkammer wird eine im Endzustand allseitig geschlossene Kammer
verstanden. Üblicherweise sind solche Dämmstoffkammern in Bauelementen angeordnet,
um beispielsweise ein Haus oder eine Produktionshalle aus vorgefertigten Elementen
schneller aufrichten zu können. Das Bauelement bildet z.B. eine Wand, einen Boden,
ein Dach von einem zu erstellenden Gebäude oder Teile davon. Entsprechend bestehen
diese Dämmstoffkammern meist aus einer Holz-, Holzfaser-, Gips- oder Holzverbundplatte
als Rückwand und sind sowohl links und rechts, als auch oben und unten durch ein seitliches
Begrenzungselement, meist ein Holzsparren, ein Pfosten oder eine Latte, begrenzt.
Nach dem Befüllen werden die Dämmstoffkammern üblicherweise mit einer Beplankung,
welche ebenfalls meist aus einer Holz-, Holzfaser-, Gips- oder Holzverbundplatte besteht,
verschlossen. Allenfalls kommt zum Verschliessen oder zusätzlich zur Beplankung eine
Folie, z.B. als Dampfsperre zum Einsatz. Solche Dämmstoffkammern werden in verschiedenen
Grössen verwendet, üblicherweise weisen sie einen Achsabstand von 62.5 cm und eine
Höhe von bis zu 3.0 m auf.
[0009] Ein erfindungsgemässes Verfahren zum Einblasen von Einblasdämmstoffen in Dämmstoffkammern
von Bauelementen umfasst die folgenden Schritte:
- Bereitstellen eines Bauelementes mit mindestens einer zu befüllenden Dämmstoffkammer,
- Abdecken der zu befüllenden Dämmstoffkammer mit einem Abdeckelement,
- Einblasen von Einblasdämmstoff durch mindestens einen Einfüllstutzen in die Dämmstoffkammer,
- Einbringen eines Bindemittels in die Dämmstoffkammer,
- Aktivieren des Bindemittels in der Dämmstoffkammer und/oder beim Einbringen in die
Dämmstoffkammer.
[0010] Das zum Abdecken der zu befüllenden Dämmstoffkammer verwendete Abdeckelement ist
vorzugsweise eine Einblasplatte, ähnlich wie in der Patentanmeldung
EP 2 333 198 A1 der Anmelderin beschrieben. Entsprechend kann der Einfüllstutzen in diesem Abdeckelement
integriert sein. Es versteht sich von selbst, dass hierzu nicht nur ein einzelner
Einfüllstutzen sondern auch eine Mehrzahl von über die Grundfläche der Dämmstoffkammer
verteilte Einfüllstutzen vorhanden sein können. Das Einbringen des Bindemittels in
die Dämmstoffkammer kann gleichzeitig mit dem Einblasen des Einblasdämmstoffes erfolgen.
Ebenso ist es jedoch auch denkbar, dass das Bindemittel und der Einblasdämmstoff in
abwechselnder Weise eingebracht werden. Dabei kann das Bindemittel durch denselben
Einfüllstutzen wie der Einblasdämmstoff oder aber durch separate Einfüllelemente eingebracht
werden. Durch das Aktivieren des Bindemittels in der Dämmstoffkammer und/oder beim
Einbringen in die Dämmstoffkammer wird erreicht, dass der Einblasdämmstoff sich sowohl
mit den Seitenwänden der Dämmstoffkammer als auch mit sich selbst verbindet, verklebt
und/oder vernetzt. Entsprechend wird ein Herausfallen des Einblasdämmstoffes durch
Öffnungen in der Kammerwand verhindert. Da das Bindemittel erst beim Einbringen oder
erst in der Dämmstoffkammer aktiviert wird, wird ausserdem ein Verkleben und Verstopfen
der Zuführungsleitung verhindert.
[0011] Üblicherweise wird die befüllte Dämmstoffkammer nach dem Abnehmen des Abdeckelementes
bzw. der Einblasplatte verschlossen, beispielsweise mit einer Holz-, Holzfaser- Gips-
oder Holzverbundplatte. Je nach verwendetem Bindemittel und der Aktivierungstechnologie
kann das Aktivieren vor oder nach dem Verschliessen der Dämmstoffkammer erfolgen.
[0012] Durch das Einbringen von Einblasdämmstoff und Bindemittel in Kombination mit dem
Aktivieren des Bindemittels in der Dämmstoffkammer kann sich der Einblasdämmstoff
mit den Seitenwänden der Dämmstoffkammer verbinden und verkleben. Ebenso kann eine
Bindung unter den einzelnen Dämmstoffpartikel oder Dämmstofffasern erfolgen. Es wird
ein zusammenhängendes Dämmstoffelement gebildet, so dass selbst in einem Brandfall
nach Durchbrennen der äusseren Verschlussplatte ein Herausfallen des Einblasdämmstoffes
verhindert wird. Wenn der entsprechende Einblasdämmstoff zusätzlich flammhemmend behandelt
ist, kann somit eine effiziente und günstig herzustellende Brandbarriere gebildet
werden.
[0013] Der Einblasdämmstoff und das Bindemittel können vor und/oder während dem Einblasen
in die Dämmstoffkammer vermischt werden. Flüssige Bindemittel werden vorzugsweise
während dem Einblasen in die Dämmstoffkammer mit dem Einblasdämmstoff vermischt, während
feste oder trockene Bindemittel vorzugsweise vor dem Einblasen mit dem Einblasdämmstoff
vermischt werden. Zum Vermischen von flüssigem Bindemittel beim Einblasen in die Dämmstoffkammer
werden beispielsweise Sprühdüsen verwendet, welche das Bindemittel in den mit dem
Einblasdämmstoff beladenen Luftstrom einblasen. Der Einblasdämmstoff kann somit durch
geeignete Anordnung der Sprühdüsen allseitig benetzt werden, sodass sich dieser in
der Dämmstoffkammer untereinander und mit den Seitenwänden der Dämmstoffkammer verbindet.
Bei einer Verwendung von festem oder trockenem Bindemittel wird dieses vorzugsweise
bereits über ein Dosiersystem einer Einblasvorrichtung dem Einblasdämmstoff beigefügt.
Die Vermischung kann in einem separaten Mischer und/oder in den für das Einblasen
benötigten Zufuhrleitungen erfolgen.
[0014] Das Bindemittel kann in fester und/oder flüssiger Form eingebracht werden. Wie bereits
vorgängig erwähnt, wird ein flüssiges Bindemittel vorzugsweise während dem Einblasen
beigemischt, sodass in den Zuführungsschläuchen ein Verstopfen verhindert wird.
[0015] Das Bindemittel kann ausgewählt sein aus der Gruppe umfassend:
- natürliche Bindemittel, insbesondere Weissleim, Lignin, Stärke, Kleister, Wasserglas,
Tannine, Hemicellulose, Saccharide usw.,
- künstliche Bindemittel, insbesondere thermoplastische Kunststoffe, Polyolefin-Fasern,
Zellulose-Polymer-Verbundstoffe usw.,
- künstliche Bindemittel in Verbindung mit Metallpartikeln,
- Bindemittel, welche erst beim Vermischen zweier Stoffe beim Einbringen zum Bindemittel
werden,
- Kombinationen daraus.
[0016] Die folgenden Saccharide können beispielsweise als Bindemittel verwendet werden,
wobei mit Sorbit gute Resultate erzielt wurden:
- Galactose / D-Fructose,
- Lactose,
- Mannit,
- Palmitinsäure,
- Saccharose,
- Sorbit,
- Stärke,
- Stearinsäure,
- Stearylalkohol,
- Thymolphthalain,
- Vitamin C,
- Acetylsalcylsäure,
- Adipinsäure,
- Apfelsäure,
- Antrachinon,
- Bernsteinsäure,
- Citronensäure,
- Fumarsäure,
- Gallussäure,
- Phenolphthalain,
- Phthalsäure,
- Sorbinsäure,
- L-(+)-Weinsäure,
- Xylit,
- Calciumaluminatsulfat,
- Ettringit.
[0017] Je nach Wahl des Einblasdämmstoffes kann auch das Bindemittel angepasst werden. Des
Weiteren bestimmt die Auswahl des Bindemittels und des Einblasdämmstoffes auch die
Art und Weise des Aktivierens des Bindemittels. Das Bindemittel kann auch natürlicherweise
im Einblasdämmstoff enthalten und gleichzeitig mit diesem eingeblasen werden, wie
z.B. Lignin in Zellulose-Dämmstoff.
[0018] Die Aktivierung des Bindemittels kann durch Temperatur und/oder Vibration und/oder
chemisch und/oder Druck erfolgen. Bei der Verwendung von flüssigen Bindemitteln, insbesondere
wasserbasierten Bindemitteln, werden bereits das Vermischen mit dem Einblasdämmstoff
und der somit einsetzende Trocknungsvorgang als Aktivieren verstanden. Eine Aktivierung
eines trockenen Bindemittels, z.B. Lignin oder Kleister, mit Wasser wird auch als
chemische Aktivierung verstanden.
[0019] Die Aktivierung des Bindemittels kann in einer Randschicht und/oder der gesamten
Dicke der Dämmstoffkammer erfolgen. So ist es bei dicken Dämmstoffkammern denkbar,
dass die Aktivierung des Bindemittels lediglich in einer Randschicht erfolgt. Entsprechend
bildet sich in der Dämmstoffkammer eine verfestigte Randstruktur, welche den darin
eingeschlossenen losen Einblasdämmstoff umgibt und im Brandfall auch festhält. Wenn
die Aktivierung des Bindemittels in der gesamten Dicke der Dämmstoffkammer erfolgt,
wird entsprechend die gesamte Einblasdämmstoffschicht verfestigt und gebunden. Ein
Herausfallen eines Teils des Einblasdämmstoffes wird verunmöglicht.
[0020] Eine erfindungsgemässe Vorrichtung zum Einblasen von Einblasdämmstoff in Dämmstoffkammern
von Bauelementen weist ein Abdeckelement zum wenigstens teilweisen Abdecken der Dämmstoffkammer
und wenigsten einen Einfüllstutzen zum Einbringen eines Einblasdämmstoffes in die
Dämmstoffkammer auf. Die Vorrichtung weist ausserdem wenigstens eine Benetzungseinrichtung
zum Benetzen einer Begrenzungsfläche der Dämmstoffkammer und/oder einer Oberfläche
einer Schicht von in die Dämmstoffkammer eingeblasenem Einblasdämmstoff mit einem
Bindemittel auf. Eine solche Vorrichtung kommt beispielsweise zum Einsatz, um ein
flüssiges Bindemittel vor dem Einfüllen des Einblasdämmstoffes in die zu befüllende
Dämmstoffkammer einzusprühen und deren innere Begrenzungsflächen zu benetzen. Ausserdem
kann der eingebrachte Einblasdämmstoff in der Dämmstoffkammer benetzt werden um eine
bindende und verfestigte Randschicht des Einblasdämmstoffes zu bilden.
[0021] In einer weiteren Ausführungsform weist eine erfindungsgemässe Vorrichtung zum Einblasen
von Einblasdämmstoff in Dämmstoffkammern von Bauelementen ein Abdeckelement zum wenigstens
teilweisen Abdecken der Dämmstoffkammer und mindestens einen Einfüllstutzen zum Einbringen
eines Gemisches aus Einlassdämmstoff und Bindemittel in die Dämmstoffkammer auf. Die
Vorrichtung weist weiter ein Aktivierungselement auf, um das Bindemittel zu aktivieren
und entsprechend den Einblasdämmstoff untereinander und/oder mit den Begrenzungsflächen
der Dämmstoffkammer zu verbinden.
[0022] Die Vorrichtung kann einen Mischer zum Vermischen des Einblasdämmstoffes und des
Bindemittels aufweisen. Ein solcher Mischer ist beispielsweise für die Verwendung
von festem oder trockenem Bindemittel einer Einblasvorrichtung vorgeschaltet. Entsprechend
wird mit der Vorrichtung bereits das komplette Gemisch aus Einblasdämmstoff und Bindemittel
eingeblasen.
[0023] Der Mischer kann zum Vermischen des Einblasdämmstoffes und des vorzugsweise flüssigen
Bindemittels im Einfüllstutzen angeordnet sein. Beispielsweise wird als ein solcher
Mischer ein mit Sprühdüsen versehener Einfüllstutzen angesehen. Die Sprühdüsen sind
dabei so ausgerichtet, dass ein flüssiges Bindemittel auf den den Einfüllstutzen durchlaufenden
Strom von Einblasdämmstoff gerichtet ist und der Einblasdämmstoff entsprechend mit
dem Bindemittel benetzt wird.
[0024] Das Aktivierungselement kann ein Element aufweisen, ausgewählt aus der Gruppe umfassend:
- wenigstens einen Auslass für Dampf und/oder Heissluft und/oder Gas und/oder Flüssigkeit
auf einer der Dämmstoffkammer zugewandten Seite des Abdeckelementes,
- wenigstens eine Injektionsnadel mit einem endseitigen Auslass für Dampf und/oder Heissluft
und/oder Gas und/oder Flüssigkeit auf einer der Dämmstoffkammer zugewandten Seite
des Abdeckelementes,
- wenigstens eine Induktionsschlaufe zur Erzeugung eines magnetischen Wechselfeldes
im Bereich der Dämmstoffkammer,
- wenigstens eine Hochfrequenzantenne zum Ausstrahlen einer Mikrowellenstrahlung in
den Bereich der Dämmstoffkammer,
- wenigstens einen Infrarotsensor zum Ausstrahlen einer Infrarotstrahlung in den Bereich
der Dämmstoffkammer,
- eine Kombination aus mehreren der vorgenannten Elemente.
[0025] Bei der Verwendung von Injektionsnadeln als Aktivierungselemente sind diese vorzugsweise
versenkbar und/oder ausfahrbar im Abdeckelement angeordnet. Durch eine versenkbare
und/oder ausfahrbare Anordnung kann der eingeblasene Einblasdämmstoff bzw. das entsprechende
Bindemittel in verschiedenen Tiefen der Dämmstoffkammer aktiviert werden. Sobald die
Aktivierung erfolgt ist, kann die Injektionsnadel im Abdeckelement versenkt werden,
sodass eine gleichmässige Ausbildung der Oberfläche des Einblasdämmstoffes in der
Dämmstoffkammer ermöglicht wird.
[0026] Bei der Verwendung von Induktionsschlaufen als Aktivierungselement wird vorzugsweise
ein magnetisches Wechselfeld im Frequenzbereich zwischen 20 kHz und 100 kHz erzeugt.
Die entsprechende Induktionsschlaufe oder Induktionsschlaufen können dabei im Abdeckelement
und/oder auf dem Auflagetisch der Dämmstoffkammer bzw. des Bauelementes integriert
sein.
[0027] Bei der Verwendung von Hochfrequenzantennen als Aktivierungselement kommt vorzugsweise
eine Mikrowellenstrahlung im Frequenzbereich von 0.9 GHz bis 3 GHz zur Anwendung.
Auch diese Hochfrequenzantennen können im Abdeckelement und/oder dem Auflagetisch
für die Dämmstoffkammern bzw. das Bauelement integriert sein.
[0028] Bei der Verwendung von Infrarotsendern zur Aktivierung wird vorzugsweise eine Infrarotstrahlung
im Bereich von 780 nm bis 3'000 nm ausgestrahlt. Diese Infrarotsender können im Abdeckelement
bzw. in dessen Oberfläche, aber auch an Injektionsnadeln oder gar auf dem Auflagetisch
angebracht sein.
[0029] Insbesondere bei der Verwendung von Induktionsschlaufen, Hochfrequenzantennen, Infrarotsendern
oder anderen Energie- oder Wärmequellen ist es auch denkbar, dass nicht jede einzelne
Dämmstoffkammer aktiviert wird, sondern ein gesamtes Bauelement umfassend mehrere
Dämmstoffkammern. Entsprechend kann die Vorrichtung eine Art Aktivierungsofen umfassen,
welcher vom Arbeitsschritt des Einblasens räumlich getrennt ist.
[0030] Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist das zur Verfügung stellen eines
Bauelementes, welches erhöhten Brandanforderungen genügt. Eine weitere Erfindung betrifft
ein Bauelement zum Erfüllen erhöhter Brandanforderungen. Ein erfindungsgemässes Bauelement
umfasst wenigstens eine Dämmstoffkammer, welche durch eine Vorderwand, eine Rückwand
sowie seitlich durch Begrenzungselemente definiert ist. Die Dämmstoffkammer ist mit
einem Einblasdämmstoff befüllt. Dieser Einblasdämmstoff ist vorzugsweise nach einem
vorgängig beschriebenen Verfahren und/oder mittels einer vorgängig beschriebenen Vorrichtung
eingebracht. Die Dichte des eingeblasenen Dämmstoffes beträgt dabei bei Verwendung
von Zellulosefasern weniger als 50 kg/m
3, vorzugsweise weniger als 45 kg/m
3, besonders bevorzugt weniger als 40 kg/m
3. Es versteht sich von selbst, dass es sich bei der genannten Dichte um eine Dichte
handelt, welche setzungssicher ist. Entsprechend wird sich die Dichte über den gesamten
Bereich der Dämmstoffkammer im Verlaufe der Zeit nicht mehr ändern, der eingeblasene
Dämmstoff wird nicht zusammenfallen und entsprechend keine Hohlräume innerhalb der
Dämmstoffkammer bilden. Diese Setzungssicherheit bei geringerer Dichte wird durch
das Bindemittel ermöglicht, welches die einzelnen Partikel des Einblasdämmstoffes
untereinander und mit den Begrenzungselementen der Dämmstoffkammer verbindet. Durch
die Verwendung einer geringeren Dichte an Einblasdämmstoff wird die Herstellung des
entsprechenden Bauelementes kostengünstiger und resourcenschonender.
[0031] Ein erfindungsgemässes Bauelement in einer weiteren Ausführungsform umfasst wenigstens
eine Dämmstoffkammer, welche durch eine Vorderwand, eine Rückwand sowie seitlich durch
Begrenzungselemente definiert ist. Die Dämmstoffkammer ist dabei mit einem Einblasdämmstoff
befüllt und weist zusätzlich ein nicht brennbares Rückhalteelement auf, welches zwischen
Einblasdämmstoff und der Vorderwand und/oder zwischen Einblasdämmstoff und der Rückwand
angeordnet ist. Insbesondere bei der industriellen Fertigung von Bauelementen kann
dieses Rückhalteelement eine komplette Rückwand bzw. Vorderwand des Bauelementes bedecken
und mit dieser in einem vorgängigen Schritt fest verbunden sein. Der Einblasdämmstoff
ist vorzugsweise nach einem vorgängig beschriebenen Verfahren und/oder mittels einer
vorgängig beschriebenen Vorrichtung eingebracht.
[0032] Das Rückhalteelement kann ausgewählt sein aus der Gruppe umfassend:
- ein Vlies,
- ein Netz,
- ein Gitter,
- eine Kombination aus mehreren der vorgenannten Elemente.
[0033] Beim entsprechenden Rückhalteelement ist es dabei ausschlaggebend, dass dieses im
Brandfall nicht verbrennen, schmelzen oder verglühen kann. Vorzugsweise erfüllt das
Rückhalteelement die gängigen Brandanforderungen nach Standard VKF Brandschutzrichtlinien
RF1 oder RF2 bzw. ist klassifiziert nach EN 13501-1:2010-01 wie in der nachfolgenden
Tabelle dargestellt:
Brandverhaltensgruppe VKF |
Klassifizierung EN 13501-1 für Bauprodukte |
RF1 |
A1 |
|
A2-s1, d0 |
RF2 |
A2-s1, d1 |
|
A2-s2, d0 |
|
A2-s2, d1 |
|
B-s1, d0 |
|
B-s1, d1 |
|
B-s2, d0 |
|
B-s2, d1 |
|
C-s1, d0 |
|
C-s1, d1 |
|
C-s2, d0 |
|
C-s2, d1 |
[0034] Vorzugsweise erfüllt auch das gesamte Bauelement mit Dämmstoffkammern die oben genannten
Brandanforderungen.
[0035] Anhand von Figuren, welche lediglich Ausführungsbeispiele darstellen, wird die Erfindung
im Folgenden näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine perspektivische Ansicht eines Bauelementes mit zu befüllenden Dämmstoffkammern,
- Figur 2:
- eine perspektivische Ansicht des Bauelements aus Figur 1, wobei eine Dämmstoffkammer
durch ein Abdeckelement einer erfindungsgemässen Vorrichtung abgedeckt ist,
- Figur 3:
- eine perspektivische Ansicht von unten auf das Abdeckelement aus Figur 2, und
- Figur 4:
- eine schematische Darstellung eines Schnittes durch ein Bauelement mit drei Dämmstoffkammern
und unterschiedlich aktivierten Einblasdämmstoffen und Bindemitteln.
[0036] Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Bauelementes 30 mit zu befüllenden
Dämmstoffkammern 31. Diese Dämmstoffkammern werden gebildet durch eine Rückwand 34
und seitlich angeordnete Begrenzungselemente 35. Das dargestellte Bauelement 30 umfasst
drei solche Dämmstoffkammern 31. Nach dem Befüllen der Dämmstoffkammern 31 wird das
Bauelement 30 üblicherweise mit einer Vorderwand (nicht dargestellt) verschlossen.
[0037] Figur 2 zeigt eine perspektivische Ansicht des Bauelementes 30 aus Figur 1 wobei
eine Dämmstoffkammer durch ein Abdeckelement 10 einer erfindungsgemässen Vorrichtung
abgedeckt ist. Vom Bauelement 30 sind zwei Dämmstoffkammern 31 noch sichtbar, welche
seitlich durch Begrenzungselemente 35 definiert werden. Diese Dämmstoffkammern 31
sind bereits mit einem Einblasdämmstoff 20 und dem entsprechenden Bindemittel 21 befüllt.
Die Oberfläche 23 des befüllten Einblasdämmstoffes ist flach ausgebildet, da diese
beim Befüllen durch das entsprechende Abdeckelement 10 begrenzt wurde.
[0038] Das Abdeckelement 10 weist auf seiner Oberseite eine Anschlussvorrichtung auf, um
mittels eines Zuführungsschlauches mit einer entsprechenden Einblasmaschine und einer
Dosiereinrichtung verbunden werden zu können. Diese Anschlussvorrichtung teilt sich
im gezeigten Abdeckelement in zwei Einfüllstutzen 11 auf, welche in der nachfolgenden
Figur 3 weiter ausgeführt werden.
[0039] Figur 3 zeigt eine perspektivische Ansicht von unten auf das Abdeckelement 10 aus
der Figur 2. Auf der dargestellten Unterseite dieses Abdeckelementes 10 sind zwei
Einfüllstutzen 11 als Öffnungen erkennbar, durch welche der einzublasende Einblasdämmstoff
und allenfalls das Bindemittel in die Dämmstoffkammer eingeblasen werden. Weiter zu
erkennen ist auf dieser Unterseite eine Vielzahl von Aktivierungselementen 12, welche
im dargestellten Ausführungsbeispiel als Injektionsnadeln 15 ausgebildet sind. Diese
Injektionsnadeln 15 stehen von der Oberfläche der Unterseite des Abdeckelementes 10
hervor und sind allenfalls versenkbar und ausfahrbar. Die Injektionsnadeln 15 können
in einer befüllten Dämmstoffkammer in den Einblasdämmstoff eingestochen werden, sodass
das im eingefüllte Einlassdämmstoff enthaltene Bindemittel beispielsweise mit Heissdampf
oder Heissluft aktiviert werden kann. Ausserdem kann mit einer solchen Ausführungsform
mit den Injektionsnadeln 15 ein flüssiges und/oder dampfförmiges Bindemittel während
und/oder nach dem Befüllen mit dem Einblasdämmstoff eingebracht und aktiviert werden.
Der Einblasdämmstoff verbindet sich mit dem Bindemittel zu einer kompakten Masse.
Ausserdem wird eine Verbindung zu den seitlichen Begrenzungselementen sowie an die
Rückwand der Dämmstoffkammer erzielt. Abhängig von der Dicke der zu befüllenden Dämmstoffkammer
können diese Injektionsnadeln 15 unterschiedlich weit ausgefahren werden. Ebenso ist
es beispielsweise denkbar, dass die Injektionsnadeln von einer maximal ausgefahrenen
Stellung kontinuierlich einfahren, während der Einblasdämmstoff und das Bindemittel
mit Heissdampf und/oder Heissluft beschickt werden. Somit kann eine Aktivierung des
Bindemittels kontinuierlich über die gesamte Dicke der Dämmstoffkammer erfolgen.
[0040] Selbstverständlich ist es auch denkbar, dass das Aktivierungselement 12 nicht als
Injektionsnadel ausgebildet ist, sondern allenfalls als Induktionsschlaufe, Hochfrequenzantenne,
Infrarotsender, usw. Die konkrete Ausgestaltung des Aktivierungselementes ist abhängig
vom Bindemitte, welches im konkreten Fall verwendet und aktiviert werden soll. Ebenfalls
ist es denkbar, dass das Aktivierungselement 12 lediglich eine Benetzungseinrichtung
darstellt, welche vor dem Befüllen der Dämmstoffkammer die Rückwand und die seitlichen
Begrenzungselemente mit einem Bindemittel bzw. Kleber besprüht, sodass der eingeblasene
Einblasdämmstoff sich mit diesen Elementen verbindet. Selbstverständlich kann die
Anzahl der Aktivierungselemente 12 des Abdeckelementes 10 entsprechend der Grösse
und/oder der benutzten Technologie angepasst werden.
[0041] Figur 4 zeigt eine schematische Darstellung eines Schnittes durch ein Bauelement
30 mit drei Dämmstoffkammern 31, 31', 31" mit unterschiedlich aktivierten Einblasdämmstoffen
20, 20', 20" und entsprechenden Bindemitteln. So zeigt beispielsweise die Dämmstoffkammer
31 einen Einblasdämmstoff 20, welcher mit dem entsprechenden Bindemittel über die
gesamte Dicke 25 aktiviert wurde. Die Dämmstoffkammern werden wiederum durch eine
Vorderwand 33, die Rückwand 34 und entsprechende seitliche Begrenzungselemente 35
gebildet.
[0042] In der Dämmstoffkammer 31' wurde lediglich eine Randschicht 24 des Einblasdämmstoffes
20' bzw. des entsprechenden Bindemittels aktiviert. Somit bildet sich eine randseitige
Hülle in der Dämmstoffkammer, welche den zentralen losen Einblasdämmstoff komplett
umhüllt. Diese Randschicht 24 ist durch eine unterschiedliche Schraffur dargestellt.
[0043] Die Dämmstoffkammer 31" weist einen losen Einblasdämmstoff 20", allenfalls mit entsprechendem
Bindemittel auf. Das Bindemittel wurde hier jedoch nicht aktiviert. Zusätzlich zu
den seitlichen Begrenzungselementen 35, der Vorderwand 33 und Rückwand 34 ist ein
Rückhalteelement 37 in Form eines Vlieses vorhanden, welches die Vorderwand 33 und
die Rückwand 34 innenseitig bedeckt. Im Falle eines Brandes wird nach dem Durchbrennen
der Vorderwand 33 und/oder der Rückwand 34 dieses Rückhalteelement 37 den losen Einblasdämmstoff
20" vor einem Herausfallen hindern. Zusätzlich zum Rückhalteelement 37 kann der Einblasdämmstoff
auch mit Bindemittel versehen und das Bindemittel aktiviert sein. Der Einblasdämmstoff
liegt somit nicht mehr lose vor, es ergibt sich ein zusätzlicher Brandschutz.
1. Verfahren zum Einblasen von Einblasdämmstoff (20) in Dämmstoffkammern (31) von Bauelementen
(30) umfassend die Schritte:
- Bereitstellen eines Bauelementes (30) mit mindestens einer zu befüllenden Dämmstoffkammer
(31),
- Abdecken der zu befüllenden Dämmstoffkammer (31) mit einem Abdeckelement (10),
- Einblasen von Einblasdämmstoff (20) durch mindestens einen Einfüllstutzen (11) in
die Dämmstoffkammer (31),
- Einbringen eines Bindemittels (21) in die Dämmstoffkammer (31),
- Aktivieren des Bindemittels (21) in der Dämmstoffkammer (31) und/oder beim Einbringen
in die Dämmstoffkammer (31).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Einblasdämmstoff (20) und das Bindemittel (21) vor und/oder während dem Einblasen
in die Dämmstoffkammer (31) vermischt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Bindemittel (21) in fester und/oder flüssiger Form eingebracht wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass das Bindemittel (21) ausgewählt ist aus der Gruppe umfassend:
- natürliche Bindemittel, insbesondere Weissleim, Lignin, Stärke, Kleister, Wasserglas,
Tannine, Hemizellulose, Saccharide, usw.,
- künstliche Bindemittel, insbesondere thermoplastische Kunststoffe, Polyolefinfasern,
Zellulose-Polymer-Verbundstoffe, usw.,
- künstliche Bindemittel in Verbindung mit Metallpartikeln,
- Bindemittel, welche erst bei Vermischung zweier Stoffe zu einem Bindemittel werden,
- Kombinationen daraus.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktivierung des Bindemittels (21) durch Temperatur und/oder Vibration und/oder
chemisch und/oder Druck erfolgt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktivierung des Bindemittels (21) in einer Randschicht (24) und/oder der gesamte
Dicke (25) der Dämmstoffkammer (31) erfolgt.
7. Vorrichtung zum Einblasen von Einblasdämmstoff (20) in Dämmstoffkammern (31) von Bauelementen
(30) mit einem Abdeckelement (10) zum wenigsten teilweisen Abdecken der Dämmstoffkammer
(31) und wenigstens einem Einfüllstutzen (11) zum Einbringen eines Einblasdämmstoffes
(20) in die Dämmstoffkammer (31), dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung wenigstens eine Benetzungseinrichtung zum Benetzen einer Begrenzungsfläche
der Dämmstoffkammer (31) und/oder einer Oberfläche (23) einer Schicht von in die Dämmstoffkammer
(31) eingeblasenem Einblasdämmstoff (20) mit einem Bindemittel (21) aufweist.
8. Vorrichtung zum Einblasen von Einblasdämmstoff (20) in Dämmstoffkammern (31) von Bauelementen
(30) mit einem Abdeckelement (10) zum wenigsten teilweisen Abdecken einer Dämmstoffkammer
(31) und mindestens einem Einfüllstutzen (11) zum Einbringen eines Gemisches aus Einblasdämmstoff
(20) und Bindemittel (21) in die Dämmstoffkammer (31), dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung wenigstens ein Aktivierungselement (12) aufweist, um das Bindemittel
(21) zu aktivieren.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung einen Mischer zum Vermischen des Einblasdämmstoffes (20) und des
Bindemittel (21) aufweist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Mischer zum Vermischen des Einblasdämmstoffes (20) und des vorzugsweise flüssigen
Bindemittels (21) im Einfüllstutzen (11) angeordnet ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass das Aktivierungselement (12) ein Element aufweist, ausgewählt aus der Gruppe umfassend:
- wenigstens einen Auslass für Dampf und/oder Heissluft und/oder Gas und/oder Flüssigkeit
auf einer der Dämmstoffkammer (31) zugewandten Seite des Abdeckelementes (10),
- wenigstens eine Injektionsnadel (15) mit einem endseitigen Auslass für Dampf und/oder
Heissluft und/oder Gas und/oder Flüssigkeit auf einer der Dämmstoffkammer (31) zugewandten
Seite des Abdeckelementes (10),
- wenigstens eine Induktionsschlaufe zur Erzeugung eines magnetischen Wechselfeldes
im Bereich der Dämmstoffkammer (31),
- wenigstens eine Hochfrequenzantenne zum Ausstrahlen einer Mikrowellenstrahlung in
den Bereich der Dämmstoffkammer (31),
- wenigstens einen Infrarotsender zum Ausstrahlen einer Infrarotstrahlung in den Bereich
der Dämmstoffkammer (31),
- eine Kombination aus mehreren der vorgenannten Elemente.
12. Bauelement (30) umfassend wenigstens eine Dämmstoffkammer (31), welche durch eine
Vorderwand (33), eine Rückwand (34) sowie seitlich durch Begrenzungselemente (35)
definiert ist, wobei die Dämmstoffkammer (31) mit einem Einblasdämmstoff (20) befüllt
ist, wobei der Einblasdämmstoff bevorzugt mit einem Verfahren nach einem der Ansprüche
1 bis 6 und/oder mittels einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11 eingebracht
wurde, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichte des eingeblasenen Dämmstoffes bei Verwendung von Zellulosefasern als Dämmstoff
weniger als 50 kg/m3, vorzugsweise weniger als 45 kg/m3, besonders bevorzugt weniger
als 40 kg/m3 beträgt.
13. Bauelement (30) umfassend wenigstens eine Dämmstoffkammer (31), welche durch eine
Vorderwand (33), eine Rückwand (34) sowie seitlich durch Begrenzungselemente (35)
definiert ist, wobei die Dämmstoffkammer (31) mit einem Einblasdämmstoff (20) befüllt
ist, wobei der Einblasdämmstoff vorzugsweise nach einem Verfahren nach einem der Ansprüche
1 bis 6 und/oder mittels einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11 eingebracht
wurde, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmstoffkammer (31) zusätzlich ein nichtbrennbares Rückhalteelement (37) aufweist,
welches zwischen Einblasdämmstoff (20) und der Vorderwand (33) und/oder zwischen Einblasdämmstoff
(20) und der Rückwand (34) angeordnet ist.
14. Bauelement (30) nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass das Rückhalteelement (37) ausgewählt ist aus der Gruppe umfassend:
- ein Vlies,
- ein Netz,
- ein Gitter,
- eine Kombination aus mehreren der vorgenannten Elemente.