[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein elektrisches/elektronisches Installationsgerät
mit einem Gerätekörper und einem mit dem Gerätekörper verbundenen Träger.
[0002] Solche Installationsgeräte werden üblicherweise in Gebäuden installiert und können
zum Beispiel als Schalter, Taster, Dimmer, Türkommunikationsgeräte, Schutzkontaktsteckdosen,
usw., ausgeführt sein.
[0003] Zur elektrischen Verbindung dieser Installationsgeräte weisen diese häufig ein oder
mehrere Kontaktiermodule auf, die dafür geeignet sind, Leiterendstücke aufzunehmen
und elektrisch leitend mit elektrischen Leitern verbunden zu werden.
[0004] Aus der Druckschrift
EP 2 846 407 A1 ist ein elektrisches/elektronisches Installationsgerät bekannt, welches wenigstens
ein Kontaktiermodul umfasst. Jedes Kontaktiermodul weist zum Anschluss von zwei elektrischen
Leitungen einen Schneidklemmbereich auf. Jeder Schneidklemmbereich weist eine Basis
auf, von welcher ausgehend drei Schenkel derart winklig abgebogen sind, dass einem
feststehenden ersten Schenkel zwei federnd ausgeführte zweite Schenkel zugeordnet
sind. Jeweils eine Leitung kann zwischen dem ersten Schenkel und jeweils einem von
den zwei federnd ausgeführten zweiten Schenkel aufgenommen werden.
[0005] Nachteilig an diesem elektrischen/elektronischen Installationsgerät aus dem Stand
der Technik ist, dass der Anschluss der zwei Leitungen an das Kontaktmodul sich nicht
unabhängig voneinander realisieren lässt. Das heißt, dass das Vorhandensein oder nicht
eines Leiters in dem Kontaktmodul Auswirkungen, beispielsweise hinsichtlich der zwischen
dem ersten Schenkel und dem zweiten Schenkel erzeugten Klemmkraft, auf den Anschluss
einer weiteren Leitung in dem Kontaktmodul hat.
[0006] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein elektrisches/elektronisches
Installationsgerät bereitzustellen, welches mit einem Kontaktiermodul versehen ist,
das geeignet ist, unabhängig vom Vorhandensein eines Leiters in dem Kontaktmodul den
Anschluss eines weiteren Leiters ermöglicht.
[0007] Diese Aufgabe wird durch das erfindungsgemäße elektrische/elektronische Installationsgerät
der eingangsgenannten Art gelöst, wobei der Gerätekörper für ein Anschlusspotential
wenigstens ein Kontaktiermodul, welches wenigstens zwei Kontaktiervorrichtungen zum
jeweiligen Anschluss einer elektrischen Leitung umfasst, aufweist, wobei jede Kontaktiervorrichtung
eine Schneidklemmeinrichtung und eine bezüglich der Schneidklemmeinrichtung beweglich
gelagerte Führungseinrichtung umfasst,
wobei jede Führungseinrichtung eine Aufnahmeeinrichtung umfasst, die in einer Einführstellung
der Führungseirichtung zur Aufnahme eines eine Isolierung aufweisenden Leitungsendstücks
der elektrischen Leitung geeignet ist und ausgebildet ist, die Isolierung des Leitungsendstücks
in einer Verbindungsstellung der Führungseinrichtung derart mit der jeweiligen Schneidklemmeinrichtung
in Verbindung zu bringen, dass die Isolierung durch die Schneidklemmeinrichtung eingeschnitten
wird und ein unterhalb der Isolierung angeordneter Leiter elektrisch leitend mit der
Schneidklemmeinrichtung in Berührung gebracht wird und
wobei die wenigstens zwei Schneidklemmeinrichtungen jeweils zwei Halteschenkel umfassen,
der Leiter in der Verbindungsstellung zwischen den zwei Halteschenkeln angeordnet
ist und jeweils elektrisch leitend mit den zwei Halteschenkeln in Berührung ist.
[0008] Diese Ausgestaltung bietet den Vorteil, dass das Kontaktiermodul zwei Leiter unabhängig
voneinander aufnehmen kann.
[0009] Vorzugsweise ist die Schneidklemmeinrichtung einer Kontaktiervorrichtung derart ausgebildet,
dass dieselbe Klemmkraft auf das in der Schneidklemmeinrichtung aufgenommene Leitungsendstück
durch die Schneidklemmeinrichtung ausgeübt wird, unabhängig davon, ob in der Schneidklemmeinrichtung
der jeweils anderen Kontaktiervorrichtung desselben Kontaktiermoduls bereits ein Leitungsendstück
aufgenommen ist oder nicht.
[0010] In einer bevorzugten Ausgestaltung sind die Halteschenkel jeder Schneidklemmeinrichtung
des Installationsgerätes ausgebildet, um unabhängig voneinander und/oder unabhängig
von den Halteschenkeln einer benachbarten Schneidklemmeinrichtung bewegbar zu sein.
[0011] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist der Abstand zwischen zwei benachbarten Halteschenkeln
der wenigstens zwei Klemmeinrichtungen des Kontaktiermoduls derart ausgebildet, dass
die zwei benachbarten Halteschenkel unabhängig voneinander bewegbar sind. Vorzugsweise
entspricht der Abstand wenigstens einem maximalen Querschnitt des Leiters.
[0012] In einer bevorzugten Ausgestaltung sind die Führungseinrichtungen unabhängig voneinander
von der Einführstellung in die Verbindungsstellung und/oder von der Verbindungsstellung
in die Einführstellung bewegbar.
[0013] Diese Ausgestaltung ermöglicht die Verbindung eines Leiters mit der Schneidklemmeinrichtung
unabhängig von der Verbindung des Leiters mit der weiteren Schneidklemmeinrichtung
des Kontaktiermoduls.
[0014] Vorzugsweise umfasst die Führungseinrichtung eine Schwenkachse, um welche herum die
Führungseinrichtung zwischen der Einführstellung und der Verbindungsstellung schwenkbar
ist.
[0015] Diese Ausgestaltung ermöglicht ein einfaches und sicheres Verbinden des Leiters mit
der Schneidklemmeinrichtung.
[0016] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist die Schwenkachse jeder Führungseinrichtung
im Wesentlichen in einer selben Ebene, die sich im Wesentlichen parallel zu einer
Erstreckungsebene des Trägers erstreckt, angeordnet.
[0017] Vorzugsweise verlaufen die Schwenkachsen jeder Führungseinrichtung im Wesentlichen
parallel zueinander.
[0018] Die zuvorgenannten Merkmale ermöglichen, dass wenigstens zwei Kontaktiervorrichtungen
in platzsparender Weise nebeneinander angeordnet und die Führungseinrichtungen der
zwei Kontaktiervorrichtungen verschwenkt werden können.
[0019] In einer bevorzugten Ausgestaltung verläuft ein sich an das Leitungsendstück anschließender
Leitungsabschnitt in der Verbindungsstellung im Wesentlichen orthogonal zu einer Erstreckungsebene
des Trägers.
[0020] Diese Ausgestaltung ermöglicht ein einfaches Montieren des Installationsgerätes,
beispielsweise in eine Unterputzdose, welche beispielsweise in einer Wand montiert
ist.
[0021] Alternativ kann ein sich an das Leitungsendstück anschließender Leitungsabschnitt
in der Verbindungsstellung im Wesentlichen parallel zu einer Erstreckungsebene des
Trägers verlaufen.
[0022] Vorzugsweise sind der Gerätekörper und/oder das Kontaktiermodul und/oder die Kontaktiervorrichtungen
derart ausgebildet, dass der Gerätekörper in eine Unterputzdose einführbar ist, wenn
jede Führungseinrichtung die Verbindungsstellung einnimmt.
[0023] Diese Ausgestaltung vereinfacht die Installation des Installationsgerätes an seinem
Bestimmungsort.
[0024] Vorzugsweise sind der Gerätekörper und die Kontaktiervorrichtungen derart ausgebildet,
dass ein Einführen des Gerätekörpers in eine Unterputzdose verhindert wird, wenn wenigstens
eine der Führungseinrichtungen die Einführstellung einnimmt.
[0025] Gemäß dieser Ausgestaltung wird verhindert, dass das Installationsgerät in seiner
bestimmungsgemäßen Lage verbaut wird, ohne dass eine elektrisch leitende Verbindung
zwischen der Schneidklemmeinrichtung und dem Leiter erfolgt.
[0026] Vorzugsweise ist das Leitungsendstück in der Einführstellung der Führungseinrichtung
in einer Einführrichtung, die im Wesentlichen orthogonal zur Schwenkachse verläuft,
in die Aufnahmeeinrichtung, einführbar.
[0027] Gemäß dieser Ausgestaltung wird die Einführung des Leitungsendstücks in die Führungseinrichtung
vereinfacht.
[0028] In einer bevorzugten Ausgestaltung wird die Führungseinrichtung zwischen der Einführstellung
und der Verbindungsstellung um die Schwenkachse herum um einen Winkel verschwenkt,
dessen Winkelmaß zwischen ca. 10° und ca. 90°, vorzugsweise zwischen ca. 10° und ca.
30°, weiterhin vorzugsweise ca. 20° beträgt.
[0029] Vorzugsweise umfasst die Führungseinrichtung wenigstens ein erstes Rastmittel und
der Gerätekörper weist wenigstens ein zweites Rastmittel auf, wobei das erste Rastmittel
und das zweite Rastmittel in der Verbindungsstellung derart miteinander in Wirkverbindung
stehen, dass die Führungseinrichtung in der Verbindungsstellung gehalten ist.
[0030] Diese Merkmale ermöglichen einen festen Sitz des Leitungsendstücks in dem Installationsgerät,
wenn die entsprechende Führungseinrichtung die Verbindungsstellung einnimmt.
[0031] In einer bevorzugten Ausgestaltung greifen das erste Rastmittel und das zweite Rastmittel
in der Verbindungsstellung formschlüssig ineinander.
[0032] Vorzugsweise ist das erste Rastmittel als Rastnase oder als Rasthaken und das zweite
Rastmittel als Raststeg ausgebildet, wobei die Rastnase oder der Rasthaken in der
Verbindungsstellung formschlüssig in den Raststeg eingreift.
[0033] In einer bevorzugten Ausgestaltung sind die wenigstens zwei Schneidklemmeinrichtungen
desselben Kontaktmoduls elektrisch leitend miteinander verbunden.
[0034] In dieser Ausgestaltung wird ein Kontakt für jeweils ein Anschlusspotential in dem
Kontaktmodul erzeugt.
[0035] Vorzugsweise ist der Abstand zwischen der Schwenkachse und einer durch den Mittelpunkt
in einer Einbaurichtung des Installationsgeräts verlaufenden Hauptachse größer als
der Abstand zwischen der Schneidklemmeinrichtung und der Hauptachse.
[0036] Vorzugsweise ist der Abstand zwischen der Schwenkachse und einer durch den Mittelpunkt
in einer Einbaurichtung des Installationsgeräts verlaufenden Hauptachse kleiner als
der Abstand zwischen der Schneidklemmeinrichtung und der Hauptachse.
[0037] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist die Schneidklemmeinrichtung einstückig, vorzugsweise
als Blechstanzteil ausgebildet.
[0038] Gemäß dieser Ausgestaltung kann die Schneidklemmeinrichtung in einer einfachen Weise
hergestellt werden.
[0039] Vorzugsweise ist die Schneidklemmeinrichtung geeignet, mit dem Leiterendstück, welches
einen Querschnitt umfasst, der ein Flächenmaß aufweist, welches zwischen ca. 0,5 mm
2 und ca. 2,5 mm
2 beträgt, verbunden zu werden und/oder ist die Aufnahmeeinrichtung geeignet, das Leiterendstück,
welches einen Querschnitt umfasst, der ein Flächenmaß aufweist, welches zwischen ca.
0,5 mm
2 und ca. 2,5 mm
2 beträgt, aufzunehmen.
[0040] Ein Leiterendstück, welches einen Querschnitt umfasst, der ein Flächenmaß aufweist,
welches zwischen ca. 0,5 mm
2 und ca. 2,5 mm
2 beträgt, entspricht einem Leiterendstück mit einem Durchmesser, der zwischen ca.
0,25 mm und ca. 0,57 mm beträgt.
[0041] In einer bevorzugten Ausgestaltung weisen die zwei Halteschenkel jeweils einen Hauptabschnitt
und einen Endabschnitt auf, wobei vorzugsweise die Hauptabschnitte der jeweiligen
Halteschenkel im Wesentlichen parallel zueinander verlaufen, wobei weiterhin vorzugsweise
die Endabschnitte bezüglich der Hauptabschnitte der jeweiligen Halteschenkel in Richtung
des Endabschnitts des gegenüberliegenden Halteschenkels abgewinkelt sind.
[0042] Diese Merkmale erlauben es, die Schneidklemmeinrichtung elastisch verformbar auszugestalten
und derart auszubilden, dass eine ausreichende Klemmkraft des zwischen den zwei Halteschenkeln
angeordneten Leiters ermöglich wird.
[0043] Vorzugsweise weist der Endabschnitt einen Schneidebereich und einen Klemmbereich
auf, wobei Schneidebereich und Klemmbereich derart angeordnet sind, dass das in die
Aufnahmeeinrichtung eingeführte Leitungsendstück bei einer Bewegung der Führungseinrichtung
von der Einführstellung in die Verbindungstellung derart an dem Schneidebereich entlang
geführt wird, dass Isolierung durch den Schneidebereich eingeschnitten wird, und anschließend
derart zwischen den Klemmbereichen beider Endabschnitte der jeweiligen Halteschenkel
der Schneidklemmeinrichtung angeordnet wird, dass der Leiter abschnittsweise elektrisch
leitend an dem Klemmbereich anliegt und das Leitungsendstück kraftschlüssig in der
Schneidklemmeinrichtung gehalten wird.
[0044] Diese Ausgestaltung ermöglicht ein einfaches und sicheres elektrisches Verbinden
des Leiters mit der Schneidklemmeinrichtung.
[0045] Vorzugsweise nimmt die Materialdicke des Endabschnitts ausgehend von dem Klemmbereich
hin zum Schneidebereich ab.
[0046] In einer bevorzugten Ausgestaltung nimmt die Materialdicke des Hauptabschnitts hin
zum Klemmbereich ab.
[0047] Gemäß dieser Ausgestaltung wird zugleich ein einfaches und sicheres Einführen des
Leiters in die Schneidklemmeinrichtung ermöglicht und eine ausreichend hohe Anpresskraft
der Schenkel an dem Leiter bereitgestellt, um den Leiter zwischen den Klemmbereichen
der Halteschenkel zu halten. In einer bevorzugten Ausgestaltung umfasst der Gerätekörper
ferner wenigstens einen Kontaktverbinder und die Schneidklemmeinrichtung einen Befestigungsabschnitt,
wobei der Kontaktverbinder mit dem Befestigungsabschnitt formschlüssig, vorzugsweise
mittels einer Bördelung und/oder stoffschlüssig, vorzugsweise mittels Widerstandsschweißen
verbunden ist, wobei weiterhin vorzugsweise beide Schneidklemmeinrichtungen eines
Kontaktmoduls mit demselben Kontaktverbinder verbunden sind.
[0048] Vorzugsweise sind die Schneidklemmeinrichtung und der Kontaktverbinder zumindest
teilweise aus unterschiedlichen Werkstoffen gebildet.
[0049] Vorzugsweise ist die Schneidklemmeinrichtung aus Bronze und/oder der Kontaktverbinder
aus Messing gefertigt.
[0050] Diese Ausgestaltung erlaubt es zugleich, eine ausreichende Schneidewirkung durch
den Schneidebereich zu erzielen und zugleich eine ausreichende Stromführung des Klemmbereichs
und/oder des Befestigungsabschnitts und/oder des Kontaktverbinders zu ermöglichen.
[0051] In einer bevorzugten Ausgestaltung sind die Schneidklemmeinrichtung und/oder die
Halteschenkel elastisch verformbar.
[0052] Diese Ausgestaltung ermöglicht ein einfaches und sicheres Verbinden des Leiters mit
der Schneidklemmeinrichtung.
[0053] Einzelheiten und weitere Vorteile des erfindungsgemäßen elektrischen/elektronischen
Installationsgeräts werden anhand der nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispiele
erläutert.
[0054] Dabei veranschaulichen im Einzelnen:
Figur 1: eine Vorderansicht eines erfindungsgemäßen elektrischen/elektronischen Installationsgeräts
nach einem ersten Ausführungsbeispiel;
Figur 2: eine Rückansicht des elektrischen/elektronischen Installationsgeräts nach
dem ersten Ausführungsbeispiel;
Figur 3 zeigt eine Seitenansicht des elektrischen/elektronischen Installationsgeräts
nach dem ersten Ausführungsbeispiel;
Figur 4 zeigt eine perspektivische Ansicht des elektrischen/elektronischen Installationsgeräts
nach dem ersten Ausführungsbeispiel;
Figur 5 zeigt eine perspektivische Schnittansicht des elektrischen/elektronischen
Installationsgeräts nach dem ersten Ausführungsbeispiel;
Figur 6 zeigt eine perspektivische Ansicht mehrere Schneidklemmeinrichtungen des elektrischen/elektronischen
Installationsgeräts nach dem ersten Ausführungsbeispiel;
Figur 7: eine Vorderansicht eines erfindungsgemäßen elektrischen/elektronischen Installationsgeräts
nach einem zweiten Ausführungsbeispiel;
Figur 8: eine Rückansicht des elektrischen/elektronischen Installationsgeräts nach
dem zweiten Ausführungsbeispiel;
Figur 9 zeigt eine Seitenansicht des elektrischen/elektronischen Installationsgeräts
nach dem zweiten Ausführungsbeispiel;
Figur 10 zeigt eine perspektivische Ansicht des elektrischen/elektronischen Installationsgeräts
nach dem zweiten Ausführungsbeispiel;
Figur 11 zeigt eine perspektivische Schnittansicht des elektrischen/elektronischen
Installationsgeräts nach dem zweiten Ausführungsbeispiel;
Figur 12 zeigt eine perspektivische Ansicht mehrere Schneidklemmeinrichtungen des
elektrischen/elektronischen Installationsgeräts nach dem zweiten Ausführungsbeispiel;
Figur 13: eine Vorderansicht eines erfindungsgemäßen elektrischen/elektronischen Installationsgeräts
nach einem dritten Ausführungsbeispiel;
Figur 14: eine Rückansicht des elektrischen/elektronischen Installationsgeräts nach
dem dritten Ausführungsbeispiel;
Figur 15 zeigt eine Seitenansicht des elektrischen/elektronischen Installationsgeräts
nach dem dritten Ausführungsbeispiel;
Figur 16 zeigt eine perspektivische Ansicht des elektrischen/elektronischen Installationsgeräts
nach dem dritten Ausführungsbeispiel;
Figur 17 zeigt eine perspektivische Schnittansicht des elektrischen/elektronischen
Installationsgeräts nach dem dritten Ausführungsbeispiel;
Figur 18 zeigt eine perspektivische Ansicht mehrere Schneidklemmeinrichtungen des
elektrischen/elektronischen Installationsgeräts nach dem dritten Ausführungsbeispiel.
[0055] Die Erfindung betrifft ein elektrisches/elektronisches Installationsgerät 10. Die
Figuren 1 bis 6 zeigen jeweils ein erfindungsgemäßes elektrisches/elektronisches Installationsgerät
nach dem ersten Ausführungsbeispiel, die Figuren 7 bis 12 zeigen ein elektrisches/elektronisches
Installationsgerät 10 nach einem zweiten Ausführungsbeispiel und die Figuren 13 bis
18 zeigen ein elektrisches/elektronisches Installationsgerät nach einem dritten Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
[0056] Das Installationsgerät 10 umfasst einen Gerätekörper 20 und einen mit dem Gerätekörper
20 verbundenen Träger 90. Das Installationsgerät 10 kann zur Verbindung mit wenigstens
einem Anschlusspotential ausgebildet sein. Der Gerätekörper 10 weist für jedes Anschlusspotential
wenigstens ein Kontaktiermodul 30 auf, welches mit wenigstens zwei Kontaktiervorrichtungen
40 zum jeweiligen Anschluss einer elektrischen Leitung 100 umfasst.
[0057] Das Installationsgerät 10 kann als Schalter oder Taster ausgebildet sein, wie in
den ersten Ausführungsbeispielen veranschaulicht. Das Installationsgerät 10 kann als
Schutzkontaktsteckdose ausgebildet sein, wie in dem dritten Ausführungsbeispiel veranschaulicht.
Alternativ kann das Installationsgerät 10 als ein Dimmer, ein Türkommunikationsgerät,
usw., ausgeführt sein.
[0058] Das Installationsgerät 10 nach den ersten beiden Ausführungsbeispielen umfasst vier
Kontaktiermodule 30 mit jeweils zwei Kontaktiervorrichtungen 40. Das Installationsgerät
10 nach dem dritten Ausführungsbeispiel umfasst drei Kontaktiermodule 30 mit jeweils
zwei Kontaktiervorrichtungen 40.
[0059] Jede Kontaktiervorrichtung 40 umfasst eine Schneidklemmeinrichtung 50 und eine bezüglich
der Schneidklemmeinrichtung 50 beweglich gelagerte Führungseinrichtung 70.
[0060] Jede Führungseinrichtung 70 umfasst eine Aufnahmeeinrichtung 72, die in einer Einführstellung
E der Führungseinrichtung 70 zur Aufnahme eines eine Isolierung 120 aufweisenden Leitungsendstücks
110 geeignet ist und ausgebildet ist, die Isolierung 120 des Leiterendstücks 110 in
einer Verbindungsstellung V der Führungseinrichtung 70 derart mit der jeweiligen Schneidklemmeinrichtung
50 in Verbindung zu bringen, dass die Isolierung 120 durch die Schneidklemmeinrichtung
50 eingeschnitten wird und ein unterhalb der Isolierung 120 angeordneter Leiter 130
elektrisch leitend mit der Schneidklemmeinrichtung 50 in Berührung gebracht wird.
[0061] Die wenigstens zwei Schneidklemmeinrichtungen 50 umfassen jeweils zwei Halteschenkel
52. Das Leitungsendstück ist in der Verbindungsstellung V zwischen den zwei Halteschenkeln
52 angeordnet und der Leiter 130 ist jeweils elektrisch leitend mit den zwei Halteschenkeln
52 in Berührung.
[0062] Zur besseren Veranschaulichung der Erfindung ist jeweils bei dem ersten Ausführungsbeispiel
eine Führungseinrichtung 70 eines Kontaktiermoduls 30 bildlich nicht wiedergegeben.
[0063] Wie insbesondere in den Figuren 3 bis 5, 9 bis 11 und 15 bis 17 veranschaulicht,
können die Führungseinrichtungen 70 unabhängig voneinander von der Einführstellung
E in die Verbindungsstellung V und/oder von der Verbindungsstellung V in die Einführungsstellung
E bewegbar sein.
[0064] Wie in denselben zuvorgenannten Figuren besonders veranschaulicht kann die Führungseinrichtung
eine Schwenkachse S umfassen, um welche herum die Führungseinrichtung 70 zwischen
der Einführstellung E und der Verbindungsstellung V schwenkbar ist.
[0065] Die Schwenkachse S jeder Führungseinrichtung 70 kann im Wesentlichen in einer selben
Ebene liegen, die sich im Wesentlichen parallel zu einer Erstreckungsebene des Trägers
90 erstreckt.
[0066] Die Schwenkachsen S unterschiedlicher Führungseinrichtungen 70 desselben oder eines
weiteren Kontaktiermoduls 30 können im Wesentlichen parallel zueinander verlaufen.
[0067] Ein sich an das Leitungsendstück 110 anschließender Leitungsabschnitt 112 kann in
der Verbindungsstellung V im Wesentlichen orthogonal zu einer Erstreckungsebene des
Trägers 90 verlaufen.
[0068] Der Gerätekörper 20, das Kontaktiermodul 30 und/oder die Kontaktiervorrichtungen
40 können derart ausgebildet sein, dass ein Einführen des Gerätekörpers 20 in eine
Unterputzdose zumindest teilweise verhindert wird, wenn wenigstens eine der Führungseinrichtungen
70 die Einführstellung E einnimmt.
[0069] Um den Leiter 130 elektrisch leitend mit der Schneidklemmeinrichtung 50 zu verbinden,
wird zunächst die Führungseinrichtung 70 in die Einführstellung E überführt und das
Leiterendstück 110 in die Aufnahmeeinrichtung 72 eingeführt. Anschließend wird die
Führungseinrichtung 70 in die Verschlussstellung V überführt. Durch das Überführen
der Führungseinrichtung 70 in die Verbindungsstellung wird das Leiterendstück derart
zwischen den zwei Halteschenkeln 52 der Schneidklemmeinrichtung 50 bewegt, dass der
Leiter 130 elektrisch leitend mit den zwei Halteschenkeln 52 verbunden wird.
[0070] Vorzugsweise ist das Leitungsendstück 110 in der Einführstellung E in der Führungseinrichtung
70 in einer Einführrichtung R, die im Wesentlichen orthogonal zur Schwenkachse S verläuft,
in die Aufnahmeeinrichtung 72 einführbar.
Die Führungseinrichtung 70 kann zwischen der Einführstellung E und der Verbindungsstellung
V um die Schwenkachse S herum um einen Winkel verschwenkt werden. Das Winkelmaß kann
zwischen ca. 10° und ca. 90°, vorzugsweise zwischen ca. 10° und ca. 30°, weiterhin
vorzugsweise ca. 20 ° betragen.
[0071] Dieser Winkel α ist insbesondere aus den Figuren 3, 9 und 15 ersichtlich.
[0072] Die Führungseinrichtung 70 kann wenigstens ein erstes Rastmittel 74 umfassen und
der Gerätekörper 20 kann wenigstens ein zweites Rastmittel 22 umfassen. Das erste
Rastmittel 74 und das zweite Rastmittel 22 können derart miteinander in Wirkverbindung
stehen, dass in der Verbindungsstellung V die Führungseinrichtung 70 in der Verbindungsstellung
V gehalten ist.
[0073] Das erste Rastmittel 74 und das zweite Rastmittel 22 können in der Verbindungsstellung
V formschlüssig ineinander greifen. Vorzugsweise kann das erste Rastmittel 74 als
Rastnase oder Rasthaken ausgebildet sein. Das zweite Rastmittel 22 kann als Raststeg
ausgebildet sein. Ein einzelner Raststeg und/oder ein einzelnes zweites Rastmittel
22 kann dabei mit einem oder mehreren ersten Rastmittel 74 und/oder Rastnasen und/oder
Rasthaken in Wirkverbindung stehen, wenn die Führungseinrichtung 70 die Verbindungsstellung
V einnimmt.
[0074] Die wenigstens zwei Schneidklemmeinrichtungen 50 jedes Kontaktiermoduls 30 können
elektrisch leitend miteinander verbunden sein.
[0075] Der Abstand zwischen der Schwenkachse S und einer durch den Mittelpunkt in einer
Einbaurichtung B des Installationsgeräts 10 verlaufenden Hauptachse H kann größer
sein als der Abstand zwischen der Schneidklemmeinrichtung 50 und der Hauptachse H.
Diese Ausgestaltung kann in dem in den Figuren 1 bis 6 wiedergegebenen ersten Ausführungsbeispiel
des Installationsgeräts 10 verwirklicht sein.
[0076] In einer alternativen Ausgestaltung kann der Abstand zwischen der Schwenkachse S
und einer durch den Mittelpunkt in einer Einbaurichtung B des Installationsgeräts
10 verlaufenen Hauptachse H kleiner sein als der Abstand zwischen der Schneidklemmeinrichtung
50 und der Hauptachse H. Diese Ausgestaltung kann in dem Installationsgerät 10 gemäß
dem zweiten und dritten Ausführungsbeispiel verwirklicht sein.
[0077] Die Schneidklemmeinrichtung 5 kann einstückig, vorzugsweise als Blechstanzteil ausgebildet
sein.
[0078] Die Schneidklemmeinrichtung 50 kann derart ausgebildet sein, dass sie geeignet ist,
mit dem Leiterendstück 110, welches einen Querschnitt umfasst, der ein Flächenmaß
aufweist, welches zwischen ca. 0,5 mm
2 und ca. 2,5 mm
2 beträgt, verbunden werden. Entsprechend kann die Aufnahmeeinrichtung 72 geeignet
sein, dass Leiterendstück 110, welches ein Querschnitt umfasst, der ein Flächenmaß
aufweist, welches zwischen ca. 0,5 mm
2 und ca. 2,5 mm
2 beträgt, aufzunehmen.
[0079] Im Weiteren wird der Aufbau der Schneidklemmeinrichtung 50 erläutert, welches in
den Installationsgeräten 10 gemäß den drei Ausführungsbeispielen verwendet wird.
[0080] Die zwei Halteschenkel 52 können jeweils einen Hauptabschnitt 54 und eine Endabschnitt
56 aufweisen. Die Hauptabschnitte 54 der jeweiligen Halteschenkel 52 derselben Schneidklemmeinrichtung
50 können im Wesentlichen parallel zueinander verlaufen. Ebenso können die Hauptabschnitte
54 der Halteschenkel 52 sämtlicher Schneidklemmeinrichtungen 50 des Installationsgerätes
im Wesentlichen parallel zueinander verlaufen.
[0081] Die Endabschnitte 56 können bezüglich der Hauptabschnitte 54 desselben Halteschenkels
52 in Richtung des Endabschnittes 56 des gegenüberliegenden Halteschenkels 52 derselben
Schneidklemmeinrichtung 50 abgewinkelt sein.
[0082] Der Endabschnitt 56 kann einen Schneidebereich 58 und einen Klemmbereich 60 aufweisen.
Der Schneidebereich 58 und der Klemmbereich 60 können dabei derart angeordnet sein,
dass das in die Aufnahmeeinrichtung 72 eingeführte Leitungsendstück 110 bei einer
Bewegung der Führungseinrichtung 70 von der Einführstellung E in die Verbindungsstellung
V derart an dem Schneidebereich 58 entlang geführt wird, dass die Isolierung 120 durch
das Entlangführen entlang des Schneidebereichs 58 eingeschnitten wird, und anschließend
derart zwischen den Klemmbereichen 60 bei der Endabschnitte 56 der jeweiligen Halteschenkel
52 der Schneidklemmeinrichtung 50 angeordnet sein, dass der Leiter 130 abschnittsweise
elektrisch oder zumindest abschnittsweise elektrisch leitend an dem Klemmbereich 60
anliegt und das Leitungsendstück 110 kraftschlüssig und/oder formschlüssig in der
Schneidklemmeinrichtung 50 gehalten wird.
[0083] Wie insbesondere in den Figuren 6, 12 und 18 zu erkennen ist, kann die Materialdicke
des Endabschnitts 56 ausgehend von dem Klemmbereich 60 hin zum Schneidebereich 58
abnehmen. Alternativ oder Zusätzlich kann die Materialdicke des Hauptabschnitts 54
hin zum Klemmbereich 60 abnehmen.
[0084] Der Gerätekörper 20 kann ferner wenigstens einen Kontaktverbinder 24 und die Schneidklemmeinrichtung
50 einen Befestigungsabschnitt 62 umfassen. Der Kontaktverbinder 24 kann mit dem Befestigungsabschnitt
62 formschlüssig, vorzugsweise mittels einer Bördelung und/oder stoffschlüssig, vorzugsweise
mittel Widerstandsschweißen verbunden sein. Bei der Schneidklemmeinrichtungen 50 eines
Kontaktiermoduls 30 können mit demselben Kontaktverbinder 24 verbunden sein.
[0085] Die Schneidklemmeinrichtung 50 und der Kontaktverbinder 24 können zumindest teilweise
aus unterschiedlichen Werkstoffen gebildet sein.
[0086] Die Schneidklemmeinrichtung 50 kann beispielsweise aus Bronze gefertigt sein. Der
Kontaktverbinder 24 kann aus Messing gefertigt sein.
[0087] Die Schneidklemmeinrichtung 50 und/oder die Halteschenkel 52 können elastisch verformbar
sein.
[0088] Gemäß aller Ausführungsbeispiele können die Endabschnitte 56 der Schneidklemmeinrichtungen
50 eines selben Kontaktiermoduls 30 im Wesentlichen in einer Ebene liegen.
[0089] Gemäß der ersten beiden Ausführungsbeispiele kann das Installationsgerät 10 bis zu
vier Kontaktiermodule umfassen. Gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel kann das Installationsgerät
10 bis zu drei Kontaktiermodule umfassen. Dabei kann eines der Kontaktiermodule 30
durch zwei Kontaktiervorrichtungen 40 gebildet sein, die sich bezüglich der Hauptachse
H gegenüberliegen.
[0090] Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die beschriebenen und dargestellten
Ausführungsformen begrenzt. Änderungen, z. B. in den Ausführungsformen der verschiedenen
Bestandteile oder Ersetzungen durch technische Äquivalente sind, soweit sie im Rahmen
des beanspruchten Schutzbegehrens bleiben, jederzeit möglich.
1. Elektrisches/elektronisches Installationsgerät umfassend einen Gerätekörper (20) und
einen mit dem Gerätekörper (20) verbundenen Träger (90),
wobei der Gerätekörper (20) für ein Anschlusspotential wenigstens ein Kontaktiermodul
(30), welches wenigstens zwei Kontaktiervorrichtungen (40) zum jeweiligen Anschluss
einer elektrischen Leitung (100) umfasst, aufweist, wobei jede Kontaktiervorrichtung
(40) eine Schneidklemmeinrichtung (50) und eine bezüglich der Schneidklemmeinrichtung
(50) beweglich gelagerte Führungseinrichtung (70) umfasst,
wobei jede Führungseinrichtung (70) eine Aufnahmeeinrichtung (72) umfasst, die in
einer Einführstellung (E) der Führungseirichtung (70) zur Aufnahme eines eine Isolierung
(120) aufweisenden Leitungsendstücks (110) der elektrischen Leitung (100) geeignet
ist und ausgebildet ist, die Isolierung (120) des Leitungsendstücks (110) in einer
Verbindungsstellung (V) der Führungseinrichtung (70) derart mit der jeweiligen Schneidklemmeinrichtung
(50) in Verbindung zu bringen, dass die Isolierung (120) durch die Schneidklemmeinrichtung
(50) eingeschnitten wird und ein unterhalb der Isolierung (120) angeordneter Leiter
(130) elektrisch leitend mit der Schneidklemmeinrichtung (50) in Berührung gebracht
wird und
wobei die wenigstens zwei Schneidklemmeinrichtungen (50) jeweils zwei Halteschenkel
(52) umfassen, das Leitungsendstück (110) in der Verbindungsstellung (V) zwischen
den zwei Halteschenkeln (52) angeordnet ist und jeweils elektrisch leitend mit den
zwei Halteschenkeln (52) in Berührung ist.
2. Elektrisches/elektronisches Installationsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtungen (70) unabhängig voneinander von der Einführstellung (E)
in die Verbindungsstellung (V) und/oder von der Verbindungsstellung (V) in die Einführstellung
(E) bewegbar sind.
3. Elektrisches/elektronisches Installationsgerät nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung (70) eine Schwenkachse (S) umfasst, um welche herum die Führungseinrichtung
(70) zwischen der Einführstellung (E) und der Verbindungsstellung (V) schwenkbar ist.
4. Elektrisches/elektronisches Installationsgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse (S) jeder Führungseinrichtung (70) im Wesentlichen in einer selben
Ebene, die sich im Wesentlichen parallel zu einer Erstreckungsebene des Trägers (90)
erstreckt, angeordnet sind.
5. Elektrisches/elektronisches Installationsgerät nach einem der Ansprüche 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachsen (S) jeder Führungseinrichtung (70) im Wesentlichen parallel zueinander
verlaufen.
6. Elektrisches/elektronisches Installationsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein sich an das Leitungsendstück (110) anschließender Leitungsabschnitt (112) in
der Verbindungsstellung (V) im Wesentlichen orthogonal zu einer Erstreckungsebene
des Trägers (90) verläuft.
7. Elektrisches/elektronisches Installationsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Gerätekörper (20) und/oder das Kontaktiermodul (30) und/oder die Kontaktiervorrichtungen
(40) derart ausgebildet sind, dass der Gerätekörper (20) in eine Unterputzdose einführbar
ist, wenn jede Führungseinrichtung (70) die Verbindungsstellung (V) einnimmt.
8. Elektrisches/elektronisches Installationsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Gerätekörper (20) und die Kontaktiervorrichtungen (40) derart ausgebildet sind,
dass ein Einführen des Gerätekörpers (20) in eine Unterputzdose zumindest teilweise
verhindert wird, wenn wenigstens eine der Führungseinrichtungen (70) die Einführstellung
(E) einnimmt.
9. Elektrisches/elektronisches Installationsgerät nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Leitungsendstück (110) in der Einführstellung (E) der Führungseinrichtung (70)
in einer Einführrichtung (R), die im Wesentlichen orthogonal zur Schwenkachse (S)
verläuft, in die Aufnahmeeinrichtung (72) einführbar ist.
10. Elektrisches/elektronisches Installationsgerät nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung (70) zwischen der Einführstellung (E) und der Verbindungsstellung
(V) um die Schwenkachse (S) herum um einen Winkel (α) verschwenkt wird, dessen Winkelmaß
zwischen ca. 10° und ca. 90°, vorzugsweise zwischen ca. 10° und ca. 30°, weiterhin
vorzugsweise ca. 20° beträgt.
11. Elektrisches/elektronisches Installationsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung (70) ein erstes Rastmittel (74) umfasst und der Gerätekörper
(20) wenigstens eine zweites Rastmittel (22) aufweist, wobei das erste Rastmittel
(74) und das zweite Rastmittel (22) in der Verbindungsstellung (V) derart miteinander
in Wirkverbindung stehen, dass die Führungseinrichtung (70) in der Verbindungsstellung
(V) gehalten ist.
12. Elektrisches/elektronisches Installationsgerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Rastmittel (74) und das zweite Rastmittel (22) in der Verbindungsstellung
(V) formschlüssig ineinander greifen.
13. Elektrisches/elektronisches Installationsgerät nach einem der Ansprüche 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet, dass das erste Rastmittel (74) als Rastnase oder Rasthaken ausgebildet ist und das zweite
Rastmittel (22) als Raststeg ausgebildet ist, wobei die Rastnase oder der Rasthaken
in der Verbindungsstellung (V) formschlüssig in den Raststeg eingreift.
14. Elektrisches/elektronisches Installationsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens zwei Schneidklemmeinrichtungen (50) desselben Kontaktiermoduls elektrisch
leitend miteinander verbunden sind.
15. Elektrisches/elektronisches Installationsgerät nach einem der Ansprüche 3 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen der Schwenkachse (S) und einer durch den Mittelpunkt in einer
Einbaurichtung des Installationsgeräts (10) verlaufenden Hauptachse (H) größer ist
als der Abstand zwischen der Schneidklemmeinrichtung (50) und der Hauptachse (H).
16. Elektrisches/elektronisches Installationsgerät nach einem der Ansprüche 3 bis 7 oder
9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen der Schwenkachse (S) und einer durch den Mittelpunkt in einer
Einbaurichtung des Installationsgeräts verlaufenden Hauptachse (H) kleiner ist als
der Abstand zwischen der Schneidklemmeinrichtung (50) und der Hauptachse (H).
17. Elektrisches/elektronisches Installationsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidklemmeinrichtung (50) einstückig, vorzugsweise als Blechstanzteil ausgebildet
ist.
18. Elektrisches/elektronisches Installationsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidklemmeinrichtung (50) geeignet ist, mit dem Leiterendstück (110), welches
einen Querschnitt umfasst, der ein Flächenmaß aufweist, welches zwischen ca. 0,5 mm2 und ca. 2,5 mm2 beträgt, verbunden zu werden und/oder dass die Aufnahmeeinrichtung (72) geeignet
ist, das Leiterendstück (110), welches einen Querschnitt umfasst, der ein Flächenmaß
aufweist, welches zwischen ca. 0,5 mm2 und ca. 2,5 mm2 beträgt, aufzunehmen.
19. Elektrisches/elektronisches Installationsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Halteschenkel (52) jeweils einen Hauptabschnitt (54) und einen Endabschnitt
(56) aufweisen, wobei vorzugsweise die Hauptabschnitte (54) der jeweiligen Halteschenkel
(52) im Wesentlichen parallel zueinander verlaufen, wobei weiterhin vorzugsweise die
Endabschnitte (56) bezüglich der Hauptabschnitte (54) der jeweiligen Halteschenkel
(52) in Richtung des Endabschnitts (56) des gegenüberliegenden Halteschenkels (54)
abgewinkelt sind.
20. Elektrisches/elektronisches Installationsgerät nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Endabschnitt (56) einen Schneidebereich (58) und einen Klemmbereich (60) aufweist,
wobei Schneidebereich (58) und Klemmbereich (60) derart angeordnet sind, dass das
in die Aufnahmeeinrichtung (72) eingeführte Leitungsendstück (110) bei einer Bewegung
der Führungseinrichtung (70) von der Einführstellung (E) in die Verbindungstellung
(V) derart an dem Schneidebereich (58) entlang geführt wird, dass Isolierung (120)
durch das Entlangführen an dem Schneidebereich (58) eingeschnitten wird, und anschließend
derart zwischen den Klemmbereichen (60) beider Endabschnitte (56) der jeweiligen Halteschenkel
(52) der Schneidklemmeinrichtung (50) angeordnet wird, dass der Leiter (130) zumindest
abschnittsweise elektrisch leitend an dem Klemmbereich (60) anliegt und das Leitungsendstück
(110) kraftschlüssig und/oder formschlüssig in der Schneidklemmeinrichtung (50) gehalten
wird.
21. Elektrisches/elektronisches Installationsgerät nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialdicke des Endabschnitts (56) ausgehend von dem Klemmbereich (58) hin
zum Schneidebereich (60) abnimmt.
22. Elektrisches/elektronisches Installationsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 21,
dadurch gekennzeichnet, dass der Gerätekörper (20) ferner wenigstens einen Kontaktverbinder (24) und die Schneidklemmeinrichtung
(50) einen Befestigungsabschnitt (62) umfasst, wobei der Kontaktverbinder (24) mit
dem Befestigungsabschnitt (62) formschlüssig, vorzugsweise mittels einer Bördelung
und/oder stoffschlüssig, vorzugsweise mittels Widerstandsschweißen verbunden ist,
wobei weiterhin vorzugsweise beide Schneidklemmeinrichtungen (50) eines Kontaktmoduls
mit demselben Kontaktverbinder (24) verbunden sind.
23. Elektrisches/elektronisches Installationsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 22,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidklemmeinrichtung (50) aus Bronze gefertigt ist und/oder der Kontaktverbinder
(24) aus Messing gefertigt ist.
24. Elektrisches/elektronisches Installationsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 23,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidklemmeinrichtung (50) und/oder die Halteschenkel (52) elastisch verformbar
sind.