[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Gestrickteils, insbesondere
einer Bandage, auf einer Strickmaschine mit zwei sich gegenüberliegenden Nadelbetten
und einer Maschentransfereinrichtung.
[0002] Gestrickteile werden üblicherweise auf Strickmaschinen gefertigt, wobei als Strickmaschinen
entweder Flachstrickmaschinen oder Rundstrickmaschinen zum Einsatz kommen. Jede RR-Strickmaschine
weist mindestens zwei sich gegenüberliegende Nadelbetten auf, bei einer Flachstrickmaschine
als vorderes und hinteres Nadelbett bezeichnet, bei einer Rundstrickmaschine als Zylinder
(vorderes Nadelbett) und Rippscheibe (hinteres Nadelbett). Unabhängig davon werden
mit den Fadenführern und den Nadeln der jeweiligen Nadelbetten der Strickmaschine
der oder die Fäden geführt und der Gestrickkörper gestrickt.
[0003] Mit derartigen Maschinen können verschiedenartige Fäden verarbeitet werden. Neben
üblichen, das Grundgestrick bildenden Fäden werden in bestimmten Anwendungsfällen
auch elastische Fäden verarbeitet, die dem Gestrickteil eine Dehnbarkeit verleihen.
Beispielsweise wird ein solcher elastischer Faden beim Stricken eines Bündchens verarbeitet,
oder beim Stricken eines körperbetonten Gestrickteils, das sich am Körper des Trägers
anlegt. Ein solcher elastischer Faden weist eine hohe Dehnbarkeit und eine hohe Rücksprungkraft
auf, wobei zumeist Silikon- oder Elastomerfäden verarbeitet werden.
[0004] Häufig ist es aber auch gewünscht, dass ein Gestrickteil zumindest abschnittsweise
an der linken Warenseite, also der beim Tragen zum Träger respektive zur Haut gerichteten
Seite, eine leichte Haftschicht aufweist, die ein Rutschen des Gestrickteils verhindert.
Um einen solchen Gestrickteilabschnitt vorzusehen ist es üblich, ein zusätzliches
Haftband an- oder aufzunähen, das zumeist aus einer textilen Fläche besteht, die mit
einer Haftbeschichtung, beispielsweise aus Silikon belegt ist. Alternativ ist es auch
bekannt, unmittelbar auf das Grundgestrick Applikationen beispielsweise aus Silikon
durch Drucken oder Kleben etc. aufzubringen. Diese Möglichkeiten sind jedoch aufwändig,
da zusätzliche Teile hergestellt respektive an- oder aufgenäht respektive appliziert
werden müssen.
[0005] Aus
WO 97/16587 A1 ist ein Verfahren zur Herstellung eines schlauchförmigen Gestrickteils gemäß Oberbegriff
von Anspruch 10 auf einer Rundstrickmaschine mit zwei Nadelgruppen aus ersten und
zweiten Nadeln bekannt, bei welchem Verfahren ein Elastomerfaden mit der ersten oder
zweiten Nadelgruppe eingestrickt oder aufplattiert wird.
[0006] Aus
US 3 392 553 A ist ein Gestrickteil in Form eines Strumpfes bekannt. Dieser Strumpf wird auf einer
einfonturigen Strickmaschine hergestellt, es handelt sich demzufolge um eine einflächige
Maschenware mit einer ersten Warenseite aus rechten Maschen und einer gegenüberliegenden
Warenseite aus linken Maschen. In das Gestrick wird ein elastischer Faden eingebracht,
der in einem ersten Maschenstäbchenbereich durch eine Flottung eingebunden ist, während
er in hierzu benachbarten Maschenstäbchenbereichen zur Verankerung im Gestrick auf
den Grundgestrickfaden aufplattiert ist. Ein Haftbereich wird durch die Flottungen
des elastischen Fadens gebildet.
[0007] Auch aus
FR 2 996 860 A1 ist ein Gestrickteil in Form eines Strumpfes bekannt, der auf einer einfonturigen
Strickmaschine hergestellt wird, also eine einflächige Maschenware ist. Auch hier
wird ein elastischer Faden in einem Randbereich des Gestricks eingebracht, der abschnittsweise
flott liegt.
[0008] Schließlich ist aus
US 5 299 435 A1 ein Gestrickteil bekannt, dessen Grundgestrick gemäß Oberbegriff von Anspruch 1 auf
einer zwei Nadelbetten aufweisenden Strickmaschine hergestellt wird, wobei ein zusätzlicher
Faden in das Grundgestrick eingelegt wird.
[0009] Der Erfindung liegt damit das Problem zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung eines
Gestrickteils anzugeben, das die Möglichkeit zur Ausbildung eines unmittelbar gestrickteilseitig
gegebenen Haftbereichs bietet.
[0010] Zur Lösung dieses Problems ist bei einem Verfahren zur Herstellung eines Gestrickteils,
insbesondere einer Bandage, auf einer Strickmaschine mit zwei sich gegenüberliegenden
Nadelbetten und einer Maschentransfereinrichtung vorgesehen, dies durch folgende Schritte
zu realisieren:
- a) Stricken eines Grundgestricks auf beiden Nadelbetten,
- b) Umhängen einzelner, auf voneinander beabstandeten Nadeln der die linke Warenseite
bildenden Maschenreihe des ersten Nadelbetts hängender Maschen des Grundgestricks
auf gegenüberliegende leere Nadeln des zweiten Nadelbetts,
- c) Abstricken von mit Fang oder Masche belegten, zu infolge des Umhängens unbelegten
Nadeln benachbarten Nadeln des ersten Nadelbetts mittels eines elastischen Fadens
unter Bildung einer Flottung,
- d) Zurückhängen der zuvor umgehängten Maschen auf die früheren Nadeln,
- e) Abstricken der zurückgehängten Maschen und der aus dem elastischen Faden gestrickten
Maschen mit dem das Grundgestrick bildenden Faden.
[0011] Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht quasi das "Einstricken" eines "Haftbereichs",
das heißt, dass ein definierter Haftbereich allein durch entsprechendes Stricken gebildet
wird. Hierzu wird zunächst unter Verwendung eines ersten Fadens das Grundgestrick
gebildet, in dem auf beiden Nadelreihen gemäß der entsprechenden vorgegebenen Strickbindung
gestrickt wird.
[0012] Um nun den "Haftbereich" zu stricken werden im nächsten Schritt gezielt Maschen von
einem Nadelbett auf Nadeln des anderen Nadelbetts gehängt. Konkret werden einzelne,
voneinander beabstandete Maschen der die linke Warenseite, also die Gestrickinnenseite
bildenden Maschenreihe des Grundgestricks auf gegenüberliegende leere Nadeln des anderen
zweiten Nadelbetts umgehängt. Dies geschieht mittels einer entsprechenden Maschentransfereinrichtung
der Strickmaschine. Je nach der gestrickten Bindung wird, wie beispielsweise bei einer
2 x 1-Patentbindung, jede 2. Masche (= 3. Nadel) umgehängt.
[0013] Im nun folgenden Schritt werden die von mit Fang oder Masche des Grundgestrick-Fadens
belegten, zu den infolge des Umhängens unbelegten Nadeln des die linke Warenseite
bildenden ersten Nadelbetts mittels eines elastischen Fadens unter Bildung einer Flottung
mit Masche abgestrickt. Der elastische Faden wird also auf denjenigen Nadeln, die
rechts oder/und links einer nunmehr leeren Nadel, weil zuvor umgehängten Masche, liegen,
mit einer Masche abgestrickt. Der elastische Faden erstreckt sich dann mit jeweils
einer Flottung von Masche zu Masche, wobei sich die Flottung beispielsweise bei einer
2 x 1-Patentbindung über zwei Nadeln erstreckt, jedoch jegliche denkbare Kombinationen
möglich sind.
[0014] Sodann werden im nächsten Schritt die zuvor umgehängten Maschen des Grundgestricks
mittels der Maschentransfereinrichtung auf ihre früheren Nadeln zurückgehängt. Dieses
Zurückhängen erfolgt quasi gegen die Flottung.
[0015] Im letzten Schritt werden die zurückgehängten Maschen und die aus dem elastischen
Faden gestrickten Maschen mit dem das Grundgestrick bildenden Faden abgestrickt, wonach
die Schritte b - e (Rapport) solange fortgesetzt bzw. wiederholt werden können, bis
der "Haftbereich" die gewünschte Breite aufweist und fertiggestrickt ist. Daran kann
sich ein Gestrick beliebiger Bindung anschließen, oder das Gestrick kann mit dem Abstricken
gemäß Schritt e) enden. Je öfter der Rapport, also die Schritte b) - e) wiederholt
werden, umso breiter wird der gestrickte "Haftbereich". Ein schmaler "Haftbereich"
kann theoretisch durch einmaliges Durchführen der Schritte b) - e), also nur eine
Maschenreihe gebildet werden.
[0016] Durch das Umhängen der Maschen, das Stricken des elastischen Fadens auf Nadeln des
die linke Warenseite strickenden Nadelbetts mit Flottung sowie das Zurückhängen wird
erreicht, dass durch die Flottung die zurückgehängten Maschen respektive die Maschen,
die im Bereich der Flottung mit dem textilen Grundgestrick-Faden gestrickt werden,
durch die Rückstellkraft des elastischen Fadens in das Gestrick gedrückt werden. Demgegenüber
liegen die mit dem elastischen Faden auf der ersten Nadelreihe gestrickten Maschen
quasi erhaben, so dass der elastische Faden an der linken Warenseite respektive der
Gestrickinnenseite hervortritt. Das Hervortreten des elastischen Fadens wird insbesondere
unterstützt, wenn die Nadel, auf der eine Masche des elastischen Fadens abgestrickt
wird, zuvor mit einem Fang belegt ist. Denn der Fang vergrößert quasi das Fadenvolumen,
so dass die Masche aus dem elastischen Faden noch etwas weiter hervorsteht.
[0017] Auf diese Weise wird also sichergestellt, dass einerseits unmittelbar an der Warenseite,
die hautseitig aufliegt, hinreichend viel Material an elastischem Faden vorhanden
ist, so dass die leicht haftende Eigenschaft des elastischen Fadens, beispielsweise
eines Silikon- oder Elastanfadens, ausgenutzt werden kann, um eine gute Haftung zur
Haut des Trägers sicherzustellen. Gleichzeitig sind benachbarte Maschen, gebildet
durch den textilen Strickfaden, durch die Flottung des elastischen Fadens in das Gestrickinnere
gedrückt, liegen also nicht hautseitig an und reduzieren demzufolge das Haftvermögen
des eingestrickten "Haftbandes" nicht. Hierüber ist sichergestellt, dass ein sehr
guter Haftkontakt erreicht werden kann, allein durch entsprechendes Einstricken des
elastischen Fadens in der beschriebenen Weise. Es ist nicht mehr erforderlich, zur
Bildung des Haftbereichs ein zusätzliches Haftband oder dergleichen vorzusehen.
[0018] Bevorzugt werden die Nadeln, die mit dem elastischen Faden mit Masche abgestrickt
werden, zuvor nur mit einem Fang belegt, der wie beschrieben keine eigene Masche bildet
sondern lediglich das "Fadenvolumen" an der Nadel vergrößert, was dazu führt, dass
der elastische Faden noch etwas weiter aus der Gestrickebene hervortritt. Dies führt
ferner dazu, dass von Maschenreihe zu Maschenreihe stets der elastische Faden prominent
hervortritt. Gleichwohl könnte die Nadel auch mit einer Masche aus dem textilen Grundgestrick-Faden
belegt sein. In diesem Fall würde sich quasi von Maschenreihe zu Maschenreihe der
textile Faden und der elastische Faden maschenmäßig abwechseln. In Gestricklängsrichtung
gesehen bedeutet die Belegung mit dem Fang, dass sich quasi eine geschlossene Linie
(Maschenstäbchen) aus elastischen Fadenmaschen an der Gestrickinnenseite ausbildet,
während bei Belegung mit einer textilen Masche aus dem Grundgestrickfaden von Maschenreihe
zu Maschenreihe ein Wechsel aus textilem Faden und elastischem Faden in Gestricklängsrichtung
gesehen gegeben wäre.
[0019] In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass zwischen zwei umgehängten
Maschen wenigstens eine, vorzugsweise wenigstens zwei Nadeln liegen. Je nachdem, wie
viele Nadeln dazwischenliegen, ist die Länge der Flottung und folglich der Abstand
der in Gestrickquerrichtung gesehenen "Haftreihen" aus elastischen Fadenmaschen.
[0020] Wie beschrieben wird im letzten Schritt einer solchen Strickbindung mit dem Grundgestrick-Faden
abgestrickt. Dies kann derart erfolgen, dass die mit dem elastischen Faden abgestrickten
Nadeln entweder mit Fang oder mit Masche abgestrickt werden, während die Nadeln mit
den zurückgehängten Maschen mit Masche abgestrickt werden. Der Unterschied, ob ein
Fang oder eine Masche abgestrickt wird in Bezug auf das Hervortreten der elastischen
Fadenmaschen ist bereits oben erläutert. Die Nadeln mit den zurückgehängten Maschen
werden vorzugsweise mit Masche abgestrickt, da diese Masche im nächsten Verfahrensdurchgang
wiederum umgehängt und dadurch ein problemloser Ablauf gewährleistet wird. Bei geeignetem
Fadenmaterial ist auch der tourenmäßige Einsatz der Bindungselemente Flottung und/oder
Fang auf dieser Nadel denkbar. Zweckmäßig ist es, wenn beim Abstricken gemäß dem letzten
Schritt mit dem das Grundgestrick bildenden Faden auch die Maschen des gegenüberliegenden
Nadelbetts abgestrickt werden.
[0021] Denkbar ist es, jeweils nur eine Nadel mit dem elastischen Faden abzustricken. Das
heißt, dass jede Flottung von einer einzelnen Masche zur nächsten einzelnen Masche
läuft. Alternativ ist es auch denkbar, dass zwei nebeneinander liegende Nadeln mit
dem elastischen Faden abgestrickt werden. In diesem Fall wären beide Nadeln mit Fang
oder Masche des Grundgestricks belegt. Insgesamt ergeben sich dann breitere Reihen,
gesehen in Gestrickquerichtung, aus elastischem Faden.
[0022] In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Maschen mustermäßig
verteilt über die gesamte Breite des Grundgestricks umgehängt werden. Alternativ ist
es denkbar, die Maschen nur in einzelnen Bereichen des Grundgestricks umzuhängen.
Dies ermöglicht es, die hervortretenden Reihen oder Bereiche aus elastischem Faden
nur partiell auszubilden, so dass die Haftwirkung nur partiell zur Geltung kommt,
beispielsweise um problemlos über diesen Bereich nähen zu können bzw. die Haftwirkung
lokal einzugrenzen etc. In Bereichen, in denen kein Umhängen erfolgt, ergibt sich
folglich keine Flottung, die die Maschen, gestrickt mit dem Grundgestrick-Faden zurückhalten
könnte respektive ins Gestrickinnere drücken würde. Vielmehr treten in diesen nicht
umgehängten Bereichen die Strickmaschen hervor und bilden die Gestrickinnenseite.
Eine nennenswerte Haftwirkung ist in diesem Bereich nicht gegeben. Die Maschen, gestrickt
mit dem elastischen Faden, treten zurück, sie ziehen sich in das Gestrick, die Haftwirkung
nimmt in diesem Bereich damit zwangsläufig ab. Das heißt, dass mustermäßig verteilt
umgehängt werden kann, und/oder blockweise, um nur partiell das "Haftband" einzustricken.
[0023] Als elastischer Faden wird bevorzugt ein Silikon- oder Elastanfaden verwendet. Grundsätzlich
besteht die Möglichkeit, wenn die Strickmaschine entsprechend konfiguriert ist, mit
"nackten", also unumwundenen Silikon- oder Elastanfäden zu arbeiten. Bevorzugt jedoch
wird ein mit einem in einem Fluid löslichen, insbesondere wasserlöslichen Umwindefaden
umwundener elastischer Faden verwendet. Ein solcher Umwindefaden reduziert die Reibung
des ansonsten leicht haftenden Silikon- oder Elastanmaterials an den maschenbildenden
Elementen (Nadel, Fadenführer etc.) und der Fadenzuführung (Fournisseur, Fadenspanner,
Fadenbremse etec.). Beispielsweise wird ein Umwindefaden aus "Solvron®" verwendet,
der wasserlöslich ist. Das heißt, dass das Gestrickteil nach dem Stricken gewaschen
werden muss, was dazu führt, dass sich der wasserlösliche Umwindefaden auflöst und
die haftenden Eigenschaften des Silikon- oder Elastanfaden voll zur Wirkung kommen.
[0024] Schließlich ist es denkbar, vor oder nach dem Abstricken mit dem elastischen Faden
einen elastischen Schussfaden einzulegen. Dieser Schussfaden, der beispielsweise dann
eingelegt werden kann, wenn ein kompressives Gestrickteil gestrickt werden soll, beeinträchtigt
die Funktion des "gestrickten Haftbandes" in keiner Weise.
[0025] Ein erfindungsgemäßes Strickteil, insbesondere eine Bandage, besteht aus einem das
Grundgestrick bildenden Faden und einem zumindest abschnittsweise eingestrickten elastischen
Faden, wobei das Grundgestrick zweiflächig ausgebildet ist und der elastische Faden
in zumindest einem Teil der im Gestrickquerrichtung verlaufenden Maschenreihen an
der linken Warenseite erhaben ist und benachbarte Maschen des Grundgestrick-Fadens
durch die Flottung des elastischen Fadens in das Gestrickinnere gedrückt sind.
[0026] Das Grundgestrick ist dabei bevorzugt mit einer 2 x 1Patentbindung gestrickt. Die
insbesondere in den folgenden Figuren dargestellte Bindung in Fadenlauf (Fig. 1) und
Maschenbild (Fig. 2) eines 2 x 1-Patents dient jedoch nur als ein Beispiel, weitere
Bindungsvarianten auf Basis der vorgestellten Funktionsweise (Hervorheben von Maschen
gestrickt mit elastischen Fäden und Zurückdrängen der Maschen gestrickt mit klassischem
Fadenmaterial durch Flottung des elastischen Fadens) sind selbstverständlich möglich.
[0027] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus dem im Folgenden
beschriebenen Ausführungsbeispiel sowie anhand der Zeichnung. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- ein Diagramm zur Darstellung des Fadenverlaufs zur Erläuterung des erfindungsgemäßen
Verfahrens, und
- Fig. 2
- eine Darstellung des Maschenbildes der linken, zum Körper gewandten Warenseite eines
erfindungsgemäße Gestrickteils.
[0028] Fig. 1 zeigt in Form von fünf Teildiagrammen a) - e) den Fadenverlauf der unterschiedlichen,
ein erfindungsgemäßes Gestrickteil bildenden Fäden.
[0029] Gestrickt wird angenommenermaßen auf einer Flachstrickmaschine, die ein hinteres
Nadelbett 1 und ein vorderes Nadelbett 2 aufweist. Gestrickt wird zum einen mit einem
klassischen, das Grundgestrick bildenden Strickfaden 3 beispielsweise aus Wolle, Baumwolle,
Polyamid, Viskose, Polyester, Polyacryl etc. Ferner wird mit einem elastischen Faden
4 gestrickt, beispielsweise einem Silikon- oder Elastanfaden, der gegebenenfalls mit
einem wasserlöslichen Umwindefaden versehen ist.
[0030] Diagramm a) zeigt die Ausgangsposition und die Versatzgrundposition. Auf dem hinteren
Nadelbett 1 wird die linke Warenseite, also die Gestrickinnenseite, die dem Träger
zugewandt ist, gestrickt, während auf dem vorderen Nadelbett 2 die Gestrickaußenseite
gestrickt wird.
[0031] Jedes Nadelbett 1, 2 verfügt über eine Vielzahl einzelner Nadeln 5, 6, die je nach
der zu strickenden Bindungstechnik entsprechend mit Maschen oder Fang belegt oder
unbelegt sind. Im gezeigten Beispiel sei angenommen, dass eine 2 x 1-Patentbindung
gestrickt wird. Ersichtlich läuft der Grundgestrick-Faden 3 sowohl um Nadeln 5 des
hinteren Nadelbetts als auch Nadeln 6 des vorderen Nadelbetts. Im gezeigten Beispiel
sind jeweils die Nadeln 5a des hinteren Nadelbetts mit einem Fang 7 des Grundgestrick-Fadens
belegt, während die Nadeln 5b des hinteren Nadelbetts mit einer Masche 8 belegt sind.
Die verbleibenden Nadeln 5c sind nicht belegt.
[0032] Auf dem vorderen Nadelbett 2 sind die Nadeln 6a jeweils mit einer Masche 9 des Grundgestrick-Fadens
belegt, während die Nadeln 6b frei sind.
[0033] Im nächsten Schritt, siehe Diagramm b), das den Rapportbeginn zeigt, werden die Maschen
8 von den Nadeln 5b des hinteren Nadelbetts 1 auf die Nadeln 6b des vorderen Nadelbetts
umgehängt. Sie befinden sich nun also auf dem vorderen Nadelbett 2.
[0034] Im nächsten Schritt gemäß Diagramm c) wird der elastische Faden 4 gestrickt. Hierzu
werden auf den Nadeln 5a mit dem Fang 7 jeweils Maschen 10 abgestrickt, wie das Diagramm
c) deutlich zeigt. Ansonsten liegt der elastische Faden 4 flott, das heißt, dass zwischen
zwei Maschen 10 jeweils eine Flottung 11 gegeben ist. Diese Flottung 11 erstreckt
sich bei der hier gezeigten 2 x 1-Patentbindung über zwei nun aufgrund des Umhängens
der Maschen 8 leere Nadeln 5b und 5c.
[0035] Im nächsten im Diagramm d) gezeigten Schritt werden die zuvor umgehängten Maschen
8 von den Nadeln 6b wieder auf die Nadeln 5b des hinteren Nadelbetts 1 umgehängt.
Dieses Umhängen erfolgt quasi gegen den flottliegenden elastischen Faden 4, der gemäß
Schritt c) am ersten respektive hinteren Nadelbett 1 abgestrickt ist.
[0036] Im letzten Schritt gemäß Diagramm e) wird nun erneut der textile Grundgestrick-Faden
3 gestrickt, wobei mit ihm wiederum dieselben Nadeln 5a mit einem Fang 7 bzw. 5b mit
einer Masche 8 bzw. 6a mit einer Masche 9 abgestrickt werden, wie zur Versatzgrundposition
gemäß Diagramm a) gezeigt. Das heißt, dass das Diagramm e) letztlich das Rapportende
darstellt, gleichzeitig aber auch die Ausgangssituation für den Rapportbeginn gemäß
Diagramm b).
[0037] Die Schritte gemäß der Diagramme b) - e), die den erfindungsgemäßen Verfahrensschritten
b) - e) entsprechen, und die den Rapport darstellen, können nun beliebig oft wiederholt
werden. Je öfter sie wiederholt werden, umso breiter wird der gestrickte "Haftbereich".
Ein schmaler Haftbereich kann auch nur durch eine solche Maschenreihe gebildet werden.
Der Abschluss kann durch das Abstricken gemäß Schritt e) erfolgen, oder es kann sich
ein beliebiger weiterer Gestrickabschnitt mit beliebiger Bindung anschließen.
[0038] Durch das Umhängen der Maschen 8 befindet sich die jeweils umgehängte Masche beim
Stricken des elastischen Fadens 4 in Bezug zu der linken Warenseite, also der die
Gestrickinnenseite bildenden Maschenreihe des hinteren Nadelbetts 1 zum Gestrickinneren
versetzt. Das heißt, dass die Flottung 11 des elastischen Fadens 4 in Bezug auf die
Gestrickinnenseite vor den umgehängten Maschen 8, also dem Teil des Grundgestricks,
der zwischen den Maschen 10 aus dem elastischen Faden 4 liegt, angeordnet ist. Dies
führt nun dazu, dass am fertigen Gestrickteil die Flottung 11 die Maschen 8 in Richtung
der Gestrickaußenseite drückt, sie also in das Gestrickinnere drückt. Demgegenüber
hervorgehoben zur linken Warenseite, also der Gestrickinnenseite, liegen die Maschen
10 des elastischen Fadens, die auf dem hintern Nadelbett 1 gestrickt sind. Das heißt,
dass zur Gestrickinnenseite gerichtet viel elastisches Fadenmaterial gegeben ist.
Da der elastische Faden, sei es der Silikonfaden, sei es der Elastanfaden, eine entsprechende
Hafteigenschaft aufweist und da die Maschen 10 hervorgehoben respektive erhaben liegen
ergibt sich hieraus folglich ein entsprechender Haftbereich, der allein durch die
in Gestricklängsrichtung gesehen gegebenen Maschenreihen aus den Maschen 10 des elastischen
Fadens 4 gebildet ist. Die Hafteigenschaften sind beachtlich gut, da sie durch die
zurückgedrängten Maschen 8 aus dem nicht haftenden Grundgestick-Faden nicht beeinträchtigt
werden.
[0039] Am fertigen Gestrickteil ergeben sich in Gestricklängsrichtung gesehen längslaufende
Maschenstäbchen 12 aus den Maschen 10, benachbart zu denen, quasi zum Gestrickinneren
vertieft, die Flottungen 11 des elastischen Fadens 4 und hinter diesen die Maschenstäbchen
aus den Maschen 8 und 9 (in Gestricklängsrichtung gesehen) des Grundgestricks liegen.
[0040] Ein exemplarisches Maschenbild der linken, also zum Körper weisenden Warenseite,
also der Gestrickinnenseite, in Form einer 2 x 1-Patentbindung ist in Fig. 2 gezeigt.
[0041] Gezeigt sind die Maschen 10 aus dem elastischen Faden 4, die, gesehen in Gestricklängsrichtung,
längslaufende, erhabene Maschenstäbchen 12 bilden. Gezeigt sind auch die entsprechenden
Fänge 7 des textilen Grundgestrick-Fadens 3, auf denen die Maschen 10 des elastischen
Fadens 4 abgestrickt sind.
[0042] Zwischen den Maschenstäbchen 12 respektive den Maschen 10 verlaufen die Flottungen
11 des elastischen Fadens 4. Diese liegen zur Gestrickinnenseite hin gerichtet oberhalb
der zur Gestrickaußenseite gesehen dahinterliegenden Maschen 8 und 9. Die Maschen
8 sind die Maschen, die auf dem hinteren Nadelbett 1 gestrickt wurden und um- und
zurückgehängt wurden, während die Maschen 9 die Maschen sind, die ausschließlich auf
dem vorderen Nadelbett 2 gestrickt wurden. Aufgrund der Rückstellkraft des elastischen
Fadens 4 im Bereich der Flottung und der Bildung der Maschen 10, abgestrickt auf dem
Fang 7, liegen die Maschenstäbchen 12 erhaben bezüglich der Ebene der Flottungen 11,
so dass sich eine erhabene Rippenstruktur ergibt, die durch den elastischen Faden
4 gebildet ist.
[0043] Wird als elastischer Faden 4 ein mit einem wasserlöslichen Umwindefaden umwundener
Faden verwendet, so ist es nach dem Herstellen des Gestrickteils erforderlich, dieses
zu waschen, so dass der Umwindefaden sich auflöst und der jeweilige Silikon- oder
Elastanfaden dann bloß liegt.
[0044] Wenngleich das Ausführungsbeispiel jeweils eine 2 x 1-Bindung zeigt, ist es gleichermaßen
denkbar, eine Art 1 x 1-Bindung zu stricken. In diesem Fall würde zwischen zwei Maschenstäbchen
12 nur ein Maschenstäbchen, gebildet (in Gestrickängsrichtung gesehen) aus den Maschen
9, auf dem Nadelbett 2, das die rechte Warenseite bildet, gestrickt, Will man auf
der rechten Warenseite, also der dem Körper abgewandten Gestrickseite, breitere Rippen,
so erhöht man die Anzahl der Maschenstäbchen aus den Maschen 9 auf dem Nadelbett 2.
Ebenfalls können die Rippen auf dem Nadelbett 1, linke Warenseite zum Körper hin,
verbreitert werden durch Erhöhung der Rippen aus dem Fang 7 in geeigneter Kombination
mit den Maschenstäbchen aus den Maschen 9 auf dem Nadelbett 2 und dem nachfolgenden
Abstricken durch Maschen 10 mit dem elastischen Faden 4. Durch Erhöhung der Anzahl
an Maschen 8 auf dem Nadelbett 1 und den dementsprechenden freien Nadeln 6b auf dem
Nadelbett 2 lässt sich auch die Breite der Flottung 11 erhöhen..
[0045] Grundsätzlich wäre es auch denkbar, anstelle eines Maschenstäbchens 12 pro Breitenbereich
des Gestrickteils zwei solcher Maschenstäbchen 12 auszubilden. In diesem Fall müsste
im Schritt gemäß Diagramm c) auf zwei benachbarten Nadeln 5 des hinteren Nadelbetts
1 der elastische Faden abgestrickt werden. Es ergäben sich dann in der Summe etwas
breitere haftende Maschenreihen durch die parallel liegenden benachbarten Maschenstäbchen
12. Das heißt, dass auch diesbezüglich Variationsmöglichkeiten gegeben sind.
[0046] Schließlich besteht natürlich auch die Möglichkeit, je nach der gewählten Bindungsart
nicht nur eine Masche 8 umzuhängen, sondern beispielsweise zwei solcher Maschen, die
links und rechts der Nadel, die mit dem elastischen Faden abgestrickt werden soll,
liegen. Auch diesbezüglich ist also eine Variationsmöglichkeit gegeben. Daneben kann
natürlich jederzeit auch ein Verfahrensschritt eingeschoben werden, mit dem die Nadeln
auf dem vorderen Nadelbett 2 zusätzlich abgestrickt werden, beispielsweise zur Bildung
eines Musters etc.
[0047] Der erfindungsgemäße Haftbereich kann an einem beliebigen Grund- oder Basisgestrickabschnitt
angestrickt werden. Z. B. wird bei einer Bandage zuerst der schlauchförmige Gestrickkörper,
z. B. als Kompressionsgestrick, gestrickt, wonach der Haftbereich unter Anwendung
des erfindungsgemäßen Verfahrens angestrickt wird. Ein solcher Haftbereich kann natürlich
auch an beiden Gestrickteilenden vorgesehen sein, wie er sich theoretisch auch über
die gesamte Länge des Gestrickteils erstrecken kann.
1. Verfahren zur Herstellung eines Gestrickteils auf einer Strickmaschine mit zwei sich
gegenüberstehenden Nadelbetten (1, 2) und einer Maschentransfereinrichtung, beinhaltend
folgende Schritte:
a) Stricken eines Grundgestricks auf beiden Nadelbetten (1, 2),
b) Umhängen einzelner, auf voneinander beabstandeten Nadeln (5b) der die linke Warenseite
bildenden Maschenreihe des ersten Nadelbetts (1) hängender Maschen (8) des Grundgestricks
auf gegenüberliegende leere Nadeln (6b) des anderen zweiten Nadelbetts (2), gekennzeichnet durch:
c) Abstricken von mit Fang (7) oder Masche belegten, zu infolge des Umhängens unbelegten
Nadeln (5b) benachbarten Nadeln (5a) des ersten Nadelbetts (1) mittels eines elastischen
Fadens (4) unter Bildung einer Flottung (11),
d) Zurückhängen der zuvor umgehängten Maschen (8) auf die früheren Nadeln (5b),
e) Abstricken der zurückgehängten Maschen (8) und der aus dem elastischen Faden (4)
gestrickten Maschen (10) mit dem das Grundgestrick bildenden Faden (3).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zwei umgehängten Maschen (8) wenigstens eine, vorzugsweise wenigstens zwei
Nadeln (5a, 5c) liegen.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mit dem elastischen Faden (4) abgestrickten Nadeln (5a) mit Fang (7) oder Masche
und Nadeln (5b) mit den zurückgehängten Maschen (8) mit Masche (8) mit dem das Grundgestrick
bildenden Faden (3) abgestrickt werden.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beim Abstricken mit dem das Grundgestrick bildenden Faden (3) auch die Maschen der
Nadeln (6) der zweiten Nadelbetts (2) abgestrickt werden.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils nur eine Nadel (5a) mit dem elastischen Faden (4) abgestrickt wird, oder
dass zwei oder mehr nebeneinander liegende Nadeln (5a) mit dem elastischen Faden (4)
abgestrickt werden.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Maschen (8) symmetrisch verteilt über die gesamte Breite des Grundgestricks umgehängt
werden, und/oder dass die Maschen (8) nur in einzelnen Bereichen des Grundgestricks
umgehängt werden.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als elastischer Faden (4) ein Silikon- oder Elastanfaden verwendet wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein mit einem fluidlöslichen, insbesondere wasserlöslichen Umwindefaden umwundener
elastischer Faden (4) verwendet wird.
9. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass vor oder nach dem Abstricken mit dem elastischen Faden (4) ein elastischer Schussfaden
eingelegt wird.
10. Gestrickteil, bestehend aus einem das Grundgestrick bildenden Faden (3) und einem
zumindest abschnittsweise eingestrickten elastischen Faden (4), wobei das Grundgestrick
zweiflächig ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der elastische Faden (4) in zumindest einem Teil der in Gestrickquerrichtung verlaufenden
Maschenreihen an der linken Warenseite erhaben ist und benachbarte Maschen des Grundgestrick-Fadens
(3) durch eine Flottung (11) des elastischen Fadens (4) in das Gestrickinnere gedrückt
sind.
11. Gestrickteil nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Bandage ist.
12. Gestrickteil nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Grundgestrick mit einer 1 x 1-, einer 2 x 1- oder einer 3 x 1-Patentbindung oder
einer sonstigen Kombination einer Patentbindung gestrickt ist.
1. Method for producing a knitted fabric panel on a knitting machine having two mutually
opposite needle beds (1, 2) and a loop transfer installation, comprising the following
steps:
a) knitting a knitted ground fabric on both needle beds (1, 2);
b) transferring individual loops (8) of the knitted ground fabric that are suspended
from mutually spaced apart needles (5b) of the stitch course of the first needle bed
(1) that forms the left fabric side to opposite empty needles (6b) of the other, second,
needle bed (2);
characterized by
c) casting off needles (51) which are populated by a tuck (7) or a loop to neighbouring
needles (5b) of the first needle bed (1), said neighbouring needles (5b) being unpopulated
as a consequence of the transfer, by means of an elastic thread (4) while forming
a float (11);
d) returning the previously transferred loops (8) to the previous needles (5b);
e) casting off the returned loops (8) and the loops (10) knitted from the elastic
thread (4) conjointly with the threads (3) that form the knitted ground fabric.
2. Method according to Claim 1, characterized in that at least one needle, preferably at least two needles (5a, 5c), lie/lies between two
transferred loops (8) .
3. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that the needles (5a) cast off with the elastic thread (4) are cast off with the tuck
(7) or loop together with the thread (3) that forms the knitted ground fabric, and
needles (5b) with the returned loops (8) are cast off with the loop (8) together with
the thread (3) that forms the knitted ground fabric.
4. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the loops of the needles (6) of the second needle bed (2) are also cast off when
casting off together with the threads (3) that form the knitted ground fabric.
5. Method according to one of the preceding claims, characterized in that only one needle (5a) with the elastic thread (4) is in each case cast off, or in that two or more needles (5a) with the elastic thread (4) lying next to one another are
cast off.
6. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the loops (8) are transferred so as to be symmetrically distributed across the entire
width of the knitted ground fabric, and/or in that the loops (8) are transferred only
in individual regions of the knitted ground fabric.
7. Method according to one of the preceding claims, characterized in that a silicone or elastane thread is used as the elastic thread (4).
8. Method according to Claim 7, characterized in that an elastic thread (4) which is wrapped by a fluid-soluble, in particular water-soluble,
wrapping thread is used.
9. Method according to one of the preceding claims, characterized in that an elastic weft thread is inserted before or after casting-off with the elastic thread
(4).
10. Knitted fabric panel composed of a thread (3) that forms the knitted ground fabric,
and an elastic thread (4) that is incorporated in at least regions of the knitted
structure, wherein the knitted ground fabric is configured so as to be bi-planar,
characterized in that the elastic thread (4) stands proud in at least part of the stitch courses that run
in the transverse direction of the knitted fabric on the left fabric side, and neighbouring
loops of the knitted base fabric thread (3) are impressed into the interior of the
knitted fabric by a float (11) of the elastic thread (4).
11. Knitted fabric panel according to Claim 10, characterized in that said knitted fabric panel is a bandage.
12. Knitted fabric panel according to Claim 10, characterized in that the knitted ground fabric is knitted in a 1 x 1, a 2 x 1, or a 3 x 1 brioche stitch,
or any other combination of a brioche stitch.
1. Procédé de fabrication d'un élément tricoté sur une machine à tricoter munie de deux
fontures (1, 2) situées en face l'une de l'autre et d'un appareil de transfert de
mailles, comprenant les étapes consistant à :
a) tricoter un tricot de base sur les deux fontures (1, 2),
b) transférer des mailles individuelles (8), suspendues à des aiguilles (5b), espacées
les unes des autres, de la rangée de mailles formant l'envers, de la première fonture
(1), du tricot de base à des aiguilles (6b) vides opposées de l'autre deuxième fonture
(2), caractérisé par les étapes consistant à :
c) arrêter des aiguilles (5a) de la première fonture (1), occupées par une charge
(7) ou une maille, qui sont voisines d'aiguilles (5b) non occupées à la suite du transfert,
au moyen d'un fil élastique (4) avec formation d'un flotté (11),
d) retransférer les mailles (8) transférées auparavant sur les aiguilles précédentes
(5b),
e) arrêter les mailles retransférées (8) et les mailles (10) tricotées à partir du
fil élastique (4) avec le fil (3) formant le tricot de base.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins une, de préférence au moins deux aiguilles (5a, 5c) se trouvent entre deux
mailles transférées (8).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les aiguilles (5a) arrêtées avec le fil élastique (4) sont arrêtées avec une charge
(7) ou une maille et les aiguilles (5b) avec les mailles retransférées (8) sont arrêtées
avec une maille (8) avec le fil (3) formant le tricot de base.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que lors de l'arrêt avec le fil (3) formant le tricot de base, les mailles des aiguilles
(6) de la deuxième fonture (2) sont également arrêtées.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'à chaque fois uniquement une aiguille (5a) est arrêtée avec le fil élastique (4),
ou en ce que deux aiguilles (5a) ou plus situées les unes à côté des autres sont arrêtées avec
le fil élastique (4).
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les mailles (8) sont transférées selon une distribution symétrique sur l'ensemble
de la largeur du tricot de base, et/ou en ce que les mailles (8) sont transférées uniquement dans des zones individuelles du tricot
de base.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un fil en silicone ou en élasthanne est utilisé en tant que fil élastique (4) .
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'un fil élastique (4) enroulé avec un fil d'enroulement soluble dans les fluides, notamment
soluble dans l'eau, est utilisé.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un fil de trame élastique est inséré avant ou après l'arrêt avec le fil élastique
(4).
10. Élément tricoté, constitué d'un fil (3) formant le tricot de base et d'un fil élastique
(4) intégré par tricotage au moins en sections, le tricot de base étant configuré
à double face, caractérisé en ce que le fil élastique (4) est en relief dans au moins une partie des rangées de mailles
s'étendant dans la direction transversale de tricot sur l'envers et des mailles voisines
du fil de tricot de base (3) sont enfoncées par un flotté (11) du fil élastique (4)
à l'intérieur du tricot.
11. Élément tricoté selon la revendication 10, caractérisé en ce qu'il s'agit d'un bandage.
12. Élément tricoté selon la revendication 10, caractérisé en ce que le tricot de base est tricoté avec un liage de côtes anglaises 1 x 1, 2 x 1 ou 3
x 1 ou une autre combinaison d'un liage de côtes anglaises.