[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Reinigung von Förderaggregaten
für fließfähige Medien, welche einen strömungstechnischen Reinigungskreis ausbildet,
in welchem nacheinander ein Reinigungsmitteltank und wenigstens ein zu reinigendes
Förderaggregat von einem Reinigungsmittel durchflossen werden, wobei wenigstens eines
der zu reinigenden Förderaggregate das Reinigungsmittel in dem Reinigungskreis umwälzt.
[0002] Eine derartige Lösung ist bereits aus der
DE 197 41 242 C1 vorbekannt. Dort wird eine Anlage zum Reinigen einer Abfüllanlage beschrieben, wie
sie etwa in der Gastronomie Einsatz findet. Diese Lösung sieht vor, aus einem Reinigungsmitteltank
anstelle der ansonsten durchgeförderten Getränke ein Reinigungsmittel herauszufördern
und über die Zapfanlage abzulassen. Hierdurch erfolgt eine Reinigung der Abfüllanlage.
[0003] Förderaggregate finden in zahlreichen Bereichen des Handels und der Industrie Einsatz.
Prinzipiell können damit praktisch Flüssigkeiten unterschiedlichster Viskosität gefördert
werden, die von einem in ein anderes Behältnis überführt werden sollen. Beispielsweise
können Förderaggregate mit Pumpenlanzen ausgestattet sein und damit etwa in ein Fass
einragen, wobei das Förderaggregat die in dem Fass enthaltene Flüssigkeit über die
Pumpenlanze entnimmt und weiterfördert.
[0004] Häufig werden Förderaggregate in der Industrie für unterschiedliche Medien eingesetzt,
so dass es erforderlich ist, die Förderaggregate einer inwendigen und auswendigen
Reinigung zurückzuführen, um ein erstes gefördertes Medium vollständig zu entfernen,
bevor ein Förderaggregat zur Förderung eines zweiten Mediums verwendet wird. Nur so
kann gewährleistet werden, dass eine Verunreinigung der geförderten Medien wirkungsvoll
vermieden wird.
[0005] In aller Regel stellt jedoch die sorgfältige Reinigung eines Förderaggregats, insbesondere
auch einer Pumpenlanze, einen aufwändigen Arbeitsschritt dar, der von Benutzungspersonal
häufig vergessen oder eingespart wird. Neben Verunreinigungen der zu fördernden Medien
kommt es dabei auch zu Verschmutzungen und auf Dauer zu Beschädigungen an den Förderaggregaten,
deren Behebung dann noch wesentlich aufwändiger und kostenintensiver wird und zudem
für einen längeren Ausfall des Förderaggregats sorgt.
[0006] Vor diesem Hintergrund liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zu Grunde, eine
Vorrichtung zur Reinigung von Förderaggregaten für fließfähige Medien zu schaffen,
welche sehr einfach und effektiv eingesetzt werden kann, um die hiermit einhergehenden
Aufwände aufseiten der Benutzer möglichst gering zu halten.
[0007] Dies gelingt durch eine Vorrichtung zur Reinigung von Förderaggregaten für fließfähige
Medien gemäß Merkmalen des Anspruchs 1. Weitere, sinnvolle Ausgestaltungen einer derartigen
Vorrichtung können den Unteransprüchen entnommen werden.
[0008] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass eine Vorrichtung zur Reinigung von Förderaggregaten
für fließfähige Medien zunächst einen strömungstechnischen Reinigungskreis ausbildet,
in welchem ein Reinigungsmittel zwischen einem Reinigungsmitteltank und dem zu reinigenden
Förderaggregat im Kreis gepumpt wird. Auch bei dem Reinigungsmittel handelt es sich
um ein fließfähiges Medium, das aufgrund des Durchlaufens durch das Förderaggregat
überall dorthin gelangt, wo auch die im Betrieb des Förderaggregats geförderten fließfähigen
Medien hingelangen. In einem einfachen Fall kann es sich bei dem Reinigungsmittel
um einfaches Wasser handeln, dem Wasser können aber auch wirksame Substanzen wie Seifen
oder andere chemische, desinfizierende oder lösemittelhaltige Substanzen beigemischt
werden. Auch können andere Reinigungsmittel auf Kohlenwasserstoffbasis wie Alkohole,
Benzole und dergleichen mehr eingesetzt werden oder die Basis für ein Reinigungsmittel
bilden.
[0009] Zunächst wird hierbei der Reinigungsmitteltank mit dem Reinigungsmittel befüllt und
dann die Umwälzung im so gebildeten Reinigungskreis begonnen. Die Umwälzung erfolgt
hierbei mithilfe des zu reinigenden Förderaggregats selbst, welches das aus dem Reinigungsmitteltank
stammende Reinigungsmittel durch sich selbst hindurchfördert und wieder in den Reinigungsmitteltank
zurückleitet.
[0010] Hierdurch ergibt sich für den Benutzer eine Möglichkeit, das Förderaggregat zu reinigen,
indem es einfach in den beschriebenen Reinigungskreis eingehängt und betrieben wird.
Ergänzend kann nach einem Spülvorgang das Reinigungsmittel noch gegen ein Mittel zum
Nachspülen ausgetauscht werden, welches die Substanzen des Reinigungsmittels ebenfalls
weitgehend wegspült. Auch ist es möglich, das Förderaggregat mit dem Reinigungsmittel
darin etwa über Nacht, zwischen dem Spülschritt und dem Nachspülschritt stehen zu
lassen, so dass die Substanzen des Reinigungsmittels wirken können. Auch kann die
Pumpe im Spülschritt über Nacht stehen gelassen werden, um auch intensive Verschmutzungen
zu beseitigen.
[0011] In jedem Fall entfallen hierdurch aufwändige Reinigungsschritte, um die Förderaggregate
zu reinigen, so dass eine sorgfältige Reinigung für den Benutzer attraktiver und einfacher,
sowie effektiver wird.
[0012] Der Aufbau eines solchen Reinigungskreises hängt etwas von den zu reinigenden Förderaggregaten
ab. Eine Dosierpumpe hat beispielsweise einen Zulauf und einen Ablauf, welche direkt
mit dem Reinigungsmitteltank verbunden werden können, so dass die Dosierpumpe als
Förderaggregat direkt aus dem Reinigungsmitteltank in den Reinigungsmitteltank fördert.
Der Zulauf ist dann über eine Zulaufleitung mit einem Ablauf des Reinigungsmitteltanks
und der Ablauf über eine Ablaufleitung mit einem Zulauf des Reinigungsmitteltanks
verbunden.
[0013] Handelt es sich bei dem Förderaggregat hingegen um eine Behälterpumpe mit einer Pumpenlanze,
so muss die Vorrichtung etwas anders aussehen. Hier besteht eine Möglichkeit bereits
darin, die Pumpenlanze direkt in den Reinigungsmitteltank einzuführen und diesen hierzu
als Tauchbehälter auszugestalten. Dann wird die Behälterpumpe Reinigungsmittel aus
dem Tauchbehälter herausfördern und ihm wieder direkt über einen Zulauf zuführen.
[0014] Darüber hinaus kann der für die Reinigung der Behälterpumpe vorgesehene Tauchbehälter
von dem Reinigungsmitteltank separat gebildet sein. Dann sieht der Reinigungskreis
einen Tauchbehälter mit einer oberseitigen Einführöffnung zum Einführen der Pumpenlanze
der Behälterpumpe vor. Die Behälterpumpe saugt dann das Reinigungsmittel aus dem Tauchbehälter
an und fördert es zurück in den Reinigungsmitteltank, von wo es über eine Zulaufleitung
zurück in den Tauchbehälter strömen kann.
[0015] Mit einigem Vorteil kann der Tauchbehälter in seinem oberen Bereich, also um die
Einführöffnung herum, eine Verjüngung aufweisen, so dass die Pumpwirkung im oberen
Bereich stärker wird und dort die von der Pumpe verursachte Strömung schneller fließt.
Dies verbessert zusätzlich die Reinigungswirkung.
[0016] Der Tauchbehälter kann ferner an seiner oberseitigen Einführöffnung einen Einführtrichter
aufweisen, der sich nach oben erweitert und über den eine Positionierung der Pumpenlanze
einer mit dem Tauchbehälter zu verbindenden Behälterpumpe vereinfacht wird. Zudem
kann ein solcher Einführtrichter eventuell von dem Förderaggregat abtropfendes Medium
auffangen und in den Tauchbehälter einlaufen lassen, so dass keine Verunreinigungen
um die Vorrichtung herum entstehen.
[0017] An diesen Einführtrichter kann ferner ein Tropfschutzblech angebracht sein, welches
beispielsweise rinnenförmig gestaltet und durch Klemmen, Stecken, Schrauben und dergleichen
lösbar mit der Oberkante des Einführtrichters verbunden werden kann. Während der Einführtrichter
einen eher lokalen Tropfschutz bewirkt, kann das Tropfschutzblech den vollständigen
Weg aus einem Behälter heraus bis zu dem Tauchbehälter abdecken und eventuell abfallende
Tropfen auffangen und in den Einführtrichter einleiten. Hierzu kann das Tropfschutzblech
zwar auch auf dem Einführtrichter und dem Behälter, in dem die Behälterpumpe zuvor
betrieben wurde, aufgelegt sein, um jedoch ein Einlaufen der abtropfenden Flüssigkeit
auf in den Einführtrichter zu gewährleisten muss der Tropfschutzblech wenigstens waagrecht,
vorzugsweise in einem Winkel zwischen 0° und 10°, zu der Oberkante des Einführtrichters
herab geneigt sein und besonders bevorzugt von dieser Oberkante aus freitragend abstehen.
[0018] Nach dem Einführen der Pumpenlanze mit der daran befestigten Behälterpumpe in den
Tauchbehälter wird die Behälterpumpe zur Reinigung eingeschaltet. Hierdurch können
Schwingungen entstehen, die für Lärm und eine unsichere Lagerung der Behälterpumpe
in dem Tauchbehälter sorgen. Daher kann im Bereich der Einführöffnung des Tauchbehälters
eine Fixiereinrichtung vorgesehen sein, mit welcher die Pumpenlanze und damit die
mit der Pumpenlanze verbundene Behälterpumpe gegenüber dem Tauchbehälter festgelegt
werden.
[0019] Eine solche Fixiereinrichtung kann aus einer Mehrzahl von über den Umfang der Außenwand
des Tauchbehälters verteilten Klemmschrauben gebildet sein, welche durch die Außenwand
hindurch mithilfe jeweils eines in die Außenwand eingeschnittenen oder dieser vorgesetzten
Gewindes auf die Mitte der Einführöffnung zu geschraubt werden können. Sie treffen
dann auf die Pumpenlanze und fixieren sie von mehreren Seiten, bis die Pumpenlanze
unbeweglich gehalten ist. Die Klemmschrauben können mit endständigen Handrädern versehen
sein, um eine Fixierung mit der bloßen Hand, also werkzeugfrei, erledigen zu können.
[0020] Wesentlicher Aspekt der Erfindung ist eine Reinigung von Förderaggregaten von der
Innenseite, indem das Reinigungsmittel durch die Förderaggregate hindurchgepumpt wird.
Insbesondere bei den genannten Behälterpumpen ist aber auch eine äußerliche Reinigung,
insbesondere im Bereich ihrer Pumpenlanze sinnvoll, da diese im Betrieb stets zumindest
teilweise auch mit ihrer Außenseite in das zu fördernde Medium einragt. Um eine äußerliche
Reinigung zu bewirken, kann der Außenwand des Tauchbehälters, vorzugsweise im Bereich
der Einführöffnung, eine Mehrzahl von Zulaufleitungen zugeordnet sein, über welche
Reinigungsmittel aus dem Tauchbehälter oder aus dem Reinigungsmitteltank in den Tauchbehälter
eingebracht, mit Vorteil eingespritzt wird. Im Moment des Eintauchens der Pumpenlanze
wird diese dabei angespritzt und so äußerlich von Schmutz befreit während sie in den
Tauchbehälter eingeführt wird.
[0021] In konkreter Ausgestaltung kann um die Einführöffnung herum eine Manschettenkammer
gebildet sein, an deren Innenwand eine oder mehrere, vorzugsweise gleichmäßig über
den Innenumfang der Innenwand der Manschettenkammer, Zulauföffnungen in Richtung der
Pumpenlanze weisen. Durch eine Druckbeaufschlagung der Manschettenkammer kann das
Reinigungsmittel den Druck über die Zulauföffnungen abbauen, über welche das Reinigungsmittel
in das Innere des Rohrs eingespritzt wird.
[0022] Weiter kann es sinnvoll sein, der Zulaufleitung, welche mit der Manschettenkammer
verbunden ist, eine Hilfspumpe zuzuordnen, da ansonsten die Behälterpumpe im ersten
Moment ihrer Einführung noch kein Reinigungsmittel im Kreis pumpen kann. Gegebenenfalls
kann die Hilfspumpe das zu reinigende Förderaggregat unterstützen oder nur im Wechsel
mit diesem arbeiten.
[0023] Im Bodenbereich weist die Zulaufleitung oder alternativ oder zusätzlich die Ablaufleitung
einen Bodenablauf auf, welcher vorzugsweise in einem geodätisch tiefsten Punkt gebildet
ist und eine Entleerung des Reinigungskreises aufgrund der Schwerkraft erlaubt. Ein
Ablaufventil verhindert hierbei das unbeabsichtigte Verlieren von Reinigungsmittel
und kann daher zwischen einer Offen- und einer Geschlossenstellung hin und her wechseln.
[0024] Dem Bodenablauf kann ergänzend eine Filteranordnung zugeordnet sein, mit deren Hilfe
Substanzen des Reinigungsmittels abgeschieden und/oder neutralisiert werden kann.
Es wird so verhindert, dass in dem Reinigungsmittel enthaltene Schadstoffe austreten
und ein Umweltgift darstellen.
[0025] Dem Reinigungskreis kann ferner ein Heizelement zugeordnet sein. Mithilfe eines solchen
Heizelements, welches etwa als Durchlauferhitzer oder dergleichen ausgestaltet sein
kann, kann die Temperatur des Reinigungsmittels erhöht werden, um auch thermische
Reaktionskräfte für eine verbesserte Reinigungswirkung zum Einsatz zu bringen.
[0026] Während des Betriebs wird das Reinigungsmittel kontinuierlich im Kreis gepumpt, so
dass näherungsweise keine Veränderung der Menge an Reinigungsmittel während eines
Reinigungsvorgangs erfolgt. Für eine Erstbefüllung kann jedoch der Reinigungsmitteltank
oder gegebenenfalls der Tauchbehälter eine Befüllöffnung aufweisen, an welcher eine
Befüllleitung an eine Reinigungsmittelquelle wie etwa eine Wasserleitung oder einen
Reinigungsmittelbehälter, angeschlossen werden kann. Dem Reinigungsmittel kann dabei
vorzugsweise zusätzlich, etwa mithilfe einer der Befüllleitung zugeordneten Dosierpumpe,
vorzugsweise einer Proportionaldosierung, reinigungswirksame Zusatzstoffe zudosiert
werden.
[0027] Der gesamte Reinigungskreis funktioniert in einer einfachsten Anordnung zunächst
mit einem einzelnen Förderaggregat. Jedoch ist es auch möglich, mehrere Förderaggregate
strömungstechnisch hintereinander zu schalten, so dass das Reinigungsmittel die einzelnen
Förderaggregate nacheinander durchfließt. In diesem Fall sollte allerdings lediglich
eines der Förderaggregate aktiv betrieben werden, während die anderen Förderaggregate
allenfalls von dem strömenden Reinigungsmittel getrieben werden. Würden mehrere Förderaggregate
gleichzeitig betrieben werden, so könnte sich zwischen mehreren Förderaggregaten unterschiedlicher
Förderleistung ein Druck aufbauen, der die Förderaggregate beschädigen könnte.
[0028] Schließlich stellt es eine besonders bevorzugte Ausgestaltung dar, wenn der Reinigungskreis
mit seinen Elementen als mobile Konstruktion auf einem Transportfahrzeug angeordnet
ist, wie etwa einem Handwagen. So kann die erfindungsgemäße Vorrichtung stets an den
Ort verbracht werden, an dem Förderaggregate zu reinigen sind und es ist nicht erforderlich,
die mitunter stark verschmutzten Förderaggregate an einen bestimmten Ort zu verbringen
und damit die Umgebung ebenfalls zu verschmutzen oder einen großen Aufwand für eine
Verpackung oder gar eine Vorreinigung erbringen zu müssen.
[0029] Die vorstehend beschriebene Erfindung wird im Folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels
näher erläutert.
[0030] Es zeigen
- Figur 1
- eine Vorrichtung zur Reinigung von Förderaggregaten für fließfähige Medien in einer
schematischen seitlichen Querschnittsdarstellung,
- Figur 2
- ein Detail der Vorrichtung gemäß Figur 1 in einer schematischen seitlichen Querschnittsdarstellung,
sowie
- Figur 3
- einen Reinigungskreis in einem prinzipiellen Blockschaltbild.
[0031] Figur 1 zeigt einen Handwagen 26, welcher auf Rädern montiert und damit mobil ausgestaltet
ist. Dieser Handwagen 26 ist in unmittelbarer Nähe zu einem Fass 25 aufgestellt, aus
dem gerade ein Förderaggregat 1 mit einer Pumpenlanze 7 entnommen worden und in einen
Tauchbehälter 8 eingeschoben worden ist. Das Förderaggregat 1 wurde zuvor in dem Fass
25 als Behälterpumpe eingesetzt, um den Inhalt des Fasses 25 herauszufördern und seiner
Bestimmung zuzuführen. Nachdem nunmehr das Förderaggregat 1 in dem Fass 25 nicht mehr
benötigt wird, wird das Förderaggregat 1 mit seiner Pumpenlanze 7 aus dem Fass 25
herausgezogen und zur Reinigung in den Tauchbehälter 8 eingebracht.
[0032] Damit die Pumpenlanze 7 des Förderaggregats 1 leichter in den Tauchbehälter 8 eingeführt
werden kann, weist der Tauchbehälter 8 einen Einführtrichter 10 auf. An diesem Einführtrichter
10 ist ein Tropfschutzblech 24 durch Verklemmen oder Verschrauben lösbar am Rand des
Einführtrichters befestigt, so dass die Pumpenlanze 7 beim Herausziehen aus dem Fass
25 und Verbringen in den Tauchbehälter 8 keine Verunreinigungen hinterlässt. Die Pumpenlanze
7 befindet sich immer über dem Fass 25, dem rinnenförmig gebildeten Tropfschutzblech
24 oder dem Einführtrichter 10, bis sie durch eine Einführöffnung 9 in der Mitte des
Einführtrichters 10 in das Innere des Tauchbehälters 8 eingebracht wurde.
[0033] Mit auf dem Handwagen angeordnet ist ein Reinigungsmitteltank 4, der über eine Hilfspumpe
16 durch einen Manschettenring 14 des Tauchbehälters 8 Reinigungsmittel auf die Pumpenlanze
sprüht, wie später zu Figur 2 beschrieben. Ebenfalls ist der Reinigungsmitteltank
4 über eine bodennahen Zulauf-/Ablaufleitung 5, 6 mit dem Tauchbehälter 8 und über
eine Ablaufleitung 6 mit einem Ablauf des Förderaggregats 1 verbunden. Das in dem
Reinigungsmitteltank 4 vorgehaltene Reinigungsmittel wird im laufenden Betrieb der
beschriebenen Anordnung dann aus dem Reinigungsmitteltank 4 über die Zulaufleitungen
5 in den Tauchbehälter 8 eingebracht und dort die Pumpenlanze 7 von außen säubern.
Das Förderaggregat 1 wird hierzu betrieben, so dass in dem Tauchbehälter 8 enthaltenes
Reinigungsmittel, beispielsweise Wasser mit einem Reinigungszusatz, am freien Ende
der Pumpenlanze 7 angesaugt und durch die Pumpenlanze 7 und das Förderaggregat 1 selbst
hindurch wieder in den Reinigungsmitteltank gepumpt. Aufgrund des Durchfließens durch
das Förderaggregat 1 und das Umspülen der eingetauchten Teile erfolgt eine Reinigung
des Förderaggregats 1 von innen und von außen.
[0034] Für eine Erstbefüllung des Reinigungskreises ist auf dem Handwagen 26 ferner ein
Zusatztank 22 angeordnet, in welchem der Reinigungszusatz vorgehalten wird. Mit diesem
verbunden ist eine Proportionaldosierung 21, welche ebenfalls mit einer Reinigungsmittelquelle
23, beispielsweise einer Wasserleitung oder einem weiteren Tank, verbunden ist. Die
Proportionaldosierung sorgt dafür, dass eine exakte Mischung des gewünschten Reinigungsmittels
zur Verfügung steht und auch im Fall einer reinen Nachfüllung das Verhältnis zwischen
Reinigungsmittel und Reinigungszusatz gleich bleibt.
[0035] Zur Entleerung des Reinigungskreises ist ein Bodenablauf 17 vorgesehen, welcher in
einem Bodennahen Zulauf-/Ablaufrohr zwischen dem Reinigungsmitteltank 4 und dem Tauchbehälter
8 angeordnet ist. Durch ein Öffnen des Ablaufventils 18 können aufgrund der Schwerkraft
sowohl der Reinigungsmitteltank 4 als auch der Tauchbehälter 8 vollständig entleert
werden, was je nach Anwendungsfall, zuletzt gefördertem Medium und verwendetem Reinigungsmittel
und Reinigungszusätzen in einen Auffangbehälter oder in die Kanalisation erfolgen
kann.
[0036] Figur 2 zeigt als Detail der Figur 1 den Bereich der Einführöffnung 9 des Tauchbehälters
8. Diesem ist ein Manschettenring 14 zugeordnet, welcher die Einführöffnung 9 umgibt.
Mithilfe einer Hilfspumpe 16 wird Reinigungsmittel aus dem Reinigungsmitteltank 4
während des Einbringens der Pumpenlanze 7 des zu reinigenden Förderaggregats in den
Tauchbehälter 8 angefördert, welches zunächst einen Hohlraum in dem Manschettenring
14 auffüllt und dann über Zulauföffnungen 15 an der Innenseite des Manschettenrings
14 auf die Pumpenlanze 7 sprüht. Dadurch erfolgt während des Einführens der Pumpenlanze
7 in den Tauchbehälter 8 bereits eine äußerliche Reinigung derselben, bevor durch
Inbetriebnehmen des Förderaggregats 1 auch eine inwendige Reinigung hinzukommt. Die
Pumpenlanze wird mithilfe von Klemmschrauben 13, welche an einer Fixiereinrichtung
12 angeordnet und über den Umfang des Halses des Tauchbehälters verteilt sind, festgeklemmt,
so dass im Betrieb des Förderaggregats 1 sich dieses nicht zu starken Bewegungen aufschwingt,
sondern sicher gehalten ist.
[0037] Figur 3 zeigt schließlich eine schematische Anordnung der Elemente des Reinigungskreises
für den Fall der gleichzeitigen Reinigung von drei zu reinigenden Förderaggregaten
1, 2 und 3. Diese werden strömungstechnisch in Reihe hintereinandergeschaltet, so
dass von einem Reinigungsmitteltank 4 über eine Zulaufleitung 5 herangeführtes Reinigungsmittel
zunächst das Förderaggregat 1, dann das Förderaggregat 2 und schließlich das Förderaggregat
3 durchläuft, bevor es über eine Ablaufleitung 6 wieder zum Reinigungsmitteltank 4
zurückgefördert wird. Dabei ist nur bei dem ersten um ein aktives Förderaggregat 1,
während die anderen beiden passive Förderaggregate 2 und 3 sind, die von dem aktiven
Förderaggregat 1 getrieben werden.
[0038] Wir bereits beschrieben wird zur Erstbefüllung einer über eine Befüllleitung 20 mit
dem Reinigungsmitteltank 4 verbundene Proportionaldosierung 21 von einer Reinigungsmittelquelle
23 und einem Zusatztank 22 mit einem Reinigungszusatz versorgt, diese Komponenten
zu dem verwendeten Reinigungsmittel vermischt und damit der Reinigungsmitteltank 4
erstbefüllt.
[0039] Nach der Benutzung wird das Ablaufventil 18 geöffnet und das verschmutzte Reinigungsmittel
über eine Filteranordnung 19 gereinigt und über einen Bodenablauf aus dem System entfernt.
[0040] Vorstehend beschrieben ist somit eine Vorrichtung zur Reinigung von Förderaggregaten
für fließfähige Medien, mit welcher durch Zirkulieren von Reinigungsmittel durch ein
oder mehrere Förderaggregate eine einfache und effektive Reinigung gewährleistet.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0041]
- 1
- aktives Förderaggregat
- 2
- passives Förderaggregat
- 3
- passives Förderaggregat
- 4
- Reinigungsmitteltank
- 5
- Zulaufleitung
- 6
- Ablaufleitung
- 7
- Pumpenlanze
- 8
- Tauchbehälter
- 9
- Einführöffnung
- 10
- Einführtrichter
- 11
- Verjüngung
- 12
- Fixiereinrichtung
- 13
- Klemmschrauben
- 14
- Manschettenring
- 15
- Zulauföffnung
- 16
- Hilfspumpe
- 17
- Bodenablauf
- 18
- Ablaufventil
- 19
- Filteranordnung
- 20
- Befüllleitung
- 21
- Proportionaldosierung
- 22
- Zusatztank
- 23
- Reinigungsmittelquelle
- 24
- Tropfschutzblech
- 25
- Fass
- 26
- Handwagen
1. Vorrichtung zur Reinigung von Förderaggregaten für fließfähige Medien, welche einen
strömungstechnischen Reinigungskreis ausbildet, in welchem nacheinander ein Reinigungsmitteltank
(4) und wenigstens ein zu reinigendes Förderaggregat (1, 2, 3) von einem Reinigungsmittel
durchflossen werden, wobei wenigstens eines der zu reinigenden Förderaggregate (1,
2, 3) das Reinigungsmittel in dem Reinigungskreis umwälzt, dadurch gekennzeichnet, dass der Reinigungsmitteltank (4) als Tauchbehälter (8) mit einer oberseitigen Einführöffnung
(9) zum Einführen einer mit einem zu reinigenden Förderaggregat (1) verbundenen Pumpenlanze
(7) zugeordnet ist, wobei das zu reinigende Förderaggregat (1) einen Ablauf aufweist,
welcher über eine Ablaufleitung (6) mit einem Zulauf des Tauchbehälters (8) verbunden
ist.
2. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Reinigungskreis ein Tauchbehälter (8) mit einer oberseitigen Einführöffnung (9)
zum Einführen einer mit einem zu reinigenden Förderaggregat (1) verbundenen Pumpenlanze
(7) zugeordnet ist, wobei das zu reinigende Förderaggregat (1) einen Ablauf aufweist,
welcher über eine Ablaufleitung (6) mit einem Zulauf des Reinigungsmitteltanks (4)
verbunden ist und wobei der Tauchbehälter (8) einen Zulauf aufweist, welcher über
eine Zulaufleitung (5) mit einem Ablauf des Reinigungsmitteltanks (4) verbunden ist.
3. Vorrichtung gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Tauchbehälter (8) in zumindest einem Abschnitt nach oben verjüngt.
4. Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Tauchbehälter (8) an seiner oberseitigen Einführöffnung (9) ein sich nach oben
erweiternder Einführtrichter (10) zugeordnet ist.
5. Vorrichtung gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass dem Einführtrichter (10) ein, vorzugsweise rinnenförmiges, Tropfschutzblech (24)
zugeordnet ist, welches mit einer Oberkante des Einführtrichters (10) lösbar, vorzugsweise
über eine Steck- oder Klemmverbindung, verbunden ist und freitragend von dem Einführtrichter
(10) absteht.
6. Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Tauchbehälter (8) im Bereich seiner Einführöffnung (9), eine Fixiereinrichtung
(12) zur Fixierung der Pumpenlanze (7) des zu reinigenden Förderaggregats (1) zugeordnet
ist.
7. Vorrichtung gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Fixiereinrichtung (12) aus einer Mehrzahl über den Umfang der die Einführöffnung
(9) umgebenden Außenwand verteilter Klemmschrauben (13) gebildet ist, die vorzugsweise
mit Handrädern versehen sind.
8. Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Tauchbehälter (8) im Bereich seiner Einführöffnung (9) eine Mehrzahl über den
Umfang der die Einführöffnung umgebenden Außenwand verteilter Zulauföffnungen (15)
zugeordnet sind, welche den Zulauf des Tauchbehälters bilden oder ihm angehören.
9. Vorrichtung gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Zulauföffnungen (15) in einer Innenwand eines zumindest abschnittsweise umlaufenden
Manschettenrings (14) gebildet sind, in welchen aus dem Reinigungsmitteltank (4) über
die Zulaufleitung (5) Reinigungsmittel herangeführt und über die Zulauföffnungen (15)
in den Tauchbehälter (8) eingebracht, vorzugsweise unter Druck eingespritzt wird.
10. Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 7 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Zulaufleitung (5) zu dem Manschettenring (14) eine Reinigungsmittel aus dem Reinigungsmitteltank
(4) oder dem Tauchbehälter (8) heranfördernde Hilfspumpe (16) zugeordnet ist.
11. Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Zulaufleitung (5) und/oder der Ablaufleitung (6) ein Bodenablauf (17) zugeordnet
ist, über welchen der Reinigungskreis aufgrund der Schwerkraft über ein Ablaufventil
(18) entleerbar ist.
12. Vorrichtung gemäß Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass dem Bodenablauf (17) eine Filteranordnung (19) zur Abscheidung und/oder Neutralisierung
von Schadstoffen aus dem Reinigungsmittel zugeordnet ist.
13. Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Reinigungskreis ein Heizelement zur Temperierung des Reinigungsmittels, vorzugsweise
ein Durchlauferhitzer, zugeordnet ist.
14. Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Reinigungsmitteltank (4) eine Befüllöffnung aufweist, welche zum Zwecke einer
Erstbefüllung mittels einer Befüllleitung (20) an eine Reinigungsmittelquelle (23)
anschließbar ist, wobei dem Reinigungsmittel vorzugsweise, etwa mithilfe einer der
Befüllleitung (20) zugeordneten Dosierpumpe, vorzugsweise einer Proportionaldosierung
(21), im Rahmen der Erstbefüllung reinigungswirksame Zusatzstoffe zudosierbar sind.
15. Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Reinigungskreis mehrere strömungstechnisch hintereinandergeschaltete Förderaggregate
(1, 2, 3) angehören, von denen lediglich ein aktives Förderaggregat (1) als Kreislaufpumpe
eingesetzt und aktiv betrieben wird.