[0001] Die Erfindung betrifft Packungen für Zigaretten gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
Weiterhin sind Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Packungen Gegenstand von
Erfindungen.
[0002] Für besondere Formen von (Zigaretten-)Packungen, insbesondere für Folienpackungen,
ist eine formierte, vorzugsweise aus Zigaretten-Reihen gebildete Zigarettengruppe
von einem inneren Schutz- bzw. Stützorgan - nachfolgend Tray - umgeben. Das Tray dient
insbesondere zur Sicherung der Formation der Zigarettengruppe während des Verpackungsprozesses
und nach Ingebrauchnahme der Packung. Weiterhin werden die Zigaretten gegen mechanische
und/oder thermische Belastungen geschützt. Eine in vorstehender Weise ausgebildete
Zigaretten-Folienpackung ist vorzugsweise als Innenpackung in einer Klappschachtel
als Außenpackung angeordnet.
[0003] Vorliegend geht es um die Ausbildung des Trays und um die Herstellung einer Einheit
aus Zigarettengruppe und Tray. Das Tray ist so ausgebildet, dass die Zigarettengruppe
von einer Vorderwand, einer Bodenwand, einer Rückwand und Seitenwänden aus einander
(teilweise) überdeckenden Seitenlappen umgeben ist (
WO 2015/062681 A1). Die Rückwand (und an dieser angeordnete Seitenlappen) des Trays erstreckt sich
vorzugsweise über einen bodenseitigen Teilbereich der Zigarettengruppe. Die Seitenlappen
sind mit der Vorderwand - innere Seitenlappen - einerseits und mit der Rückwand -
äußere Seitenlappen - andererseits verbunden.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Gestaltung und Herstellung von inneren
Stützorganen bzw. Trays für Zigarettenpackungen und die Herstellung von Einheiten
aus Zigarettengruppe und Tray zu verbessern, insbesondere derart, dass eine stabile,
dreidimensionale Struktur der Trays ohne Verwendung von Leimverbindungen geschaffen
wird.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe ist das Stützorgan bzw. das Tray mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 ausgebildet. Weiterhin wird eine innovativ besondere Fertigungstechnologie
für das Tray in der funktionsgemäßen Ausbildung mit einer Zigarettengruppe vorgeschlagen.
[0006] Das Stützorgan bzw. das Tray für die Zigarettengruppe ist im Wesentlichen becherförmig
ausgebildet, wobei die Seitenlappen (leimfrei) zur Bildung der Seitenwände miteinander
verbunden sind. Das so ausgebildete Tray besteht vorzugsweise aus einem einstückigen
Zuschnitte (aus dünnem Karton oder dergleichen). Alternativ kann die Rückwand mit
den daran angebrachten (äußeren) Seitenlappen aus einem gesonderten Zuschnitt bestehen.
Die aneinanderliegenden Seitenlappen der Vorderwand einerseits und der Rückwand andererseits
sind mit Hilfe von Verbindungslaschen bzw. Verhakungslaschen in der packungsgemäßen
Relativstellung fixiert, wobei die Verbindungslaschen form- und/oder kraftschlüssig
ineinander verhakt sind, vorzugsweise derart, dass im Wesentlichen in Längserstreckung
gerichtete Stützkanten der Verhakungsorgane aneinanderliegen und so Rückwand sowie
(äußere) Seitenlappen in Position halten.
[0007] Vorzugsweise sind die Seitenlappen jeweils mit aufeinander abgestimmten (linienförmigen)
Stanzungen versehen, die zur Begrenzung von Verhakungslaschen dienen. Diese werden
in einer Versatz- bzw. Winkelstellung relativ zum übrigen Teil des Zuschnitts bzw.
des Faltlappens in die wechselseitige Verhakungsstellung gebracht.
[0008] Zur weiteren Verbesserung der kraft- und formschlüssigen Verbindung der Seitenlappen
sind vorzugsweise zwei Verankerungspositionen für die äußeren und inneren Seitenlappen
vorgesehen, insbesondere derart, dass der innere Seitenlappen zwei im (quergerichteten)
Abstand voneinander angebrachten Stanzungen aufweist, in die Gegenlappen bzw. Eckbereiche
des äußeren Seitenlappens eintreten. Der freie Endbereich des äußeren Seitenlappens
ist im Bereich von freiliegenden Ecken fixiert.
[0009] Eine weitere Besonderheit hinsichtlich der Gestaltung des Innenkragens bzw. des Trays
besteht darin, dass die großflächigen Wandungen, nämlich Vorderwand einerseits und
Rückwand andererseits bis in den Bereich von Filtern der Zigaretten verlängert sind,
wobei diese zur freien, offenen Stirnseite weisen. Die Filter der Zigaretten werden
mindestens teilweise durch Vorderwand und Rückwand überdeckt. Letztere erstreckt sich
dabei mit einem Vorsprung bis zum bündigen Abschluss mit den Enden der Filter.
[0010] Eine besondere Innovation ist die Herstellung der packungsgerechten Trays bzw. von
Einheiten aus Zigarettengruppe und Tray. Der Zuschnitt für das Tray wird in (mindestens)
eine Zwischenfaltstellung gebracht, in der die (inneren und äußeren) Seitenlappen
aneinanderliegen und mindestens ein Verhakungsorgan, vorzugsweise der inneren Seitenlappen,
in eine vorläufige Verhakungsposition gebracht ist. In dieser Zwischenfaltstellung
wird die (formierte) Zigarettengruppe über die offene (Stirn-)Seite in das Tray eingeschoben
- bei vorzugsweise trichterförmig bzw. schräg angeordneter, nach oben gerichteter
Rückwand. Danach wird das Tray fertig gefaltet, wobei die Verhakungsorgane in die
wechselseitige Verhakungsstellung gelangen. Dieser Faltschritt wird vorzugsweise durch
Verschiebung der Einheit aus Tray und Zigarettengruppe gegen einen bodenseitigen Anschlag,
insbesondere einer Tasche eines Faltrevolvers oder dergleichen bewirkt unter gleichzeitiger
Druckeinwirkung auf die freiliegende, nach oben gerichtete Rückwand.
[0011] Besonders wichtig ist bei der Faltung des becherförmigen Trays eine besondere Gestaltung
des Zuschnitts, dahingehend, dass Ecklappen im Bereich des Bodens mit den äußeren
(verkürzten) Seitenlappen verbunden und bei dem Faltprozess über eine Faltlinie zwischen
(äußeren) Seitenlappen und Ecklappen in eine Stellung unter Anlage an der Bodenwand
gefaltet sind. Dadurch entsteht eine Falteinheit im Wesentlichen aus Bodenwand, Rückwand,
(äußeren) Seitenlappen und Ecklappen. Diese Einheit wird bei der Zwischenfaltstellung
und bei der Komplettierung des Trays - unter Einrasten der Verhakungsorgane - um eine
Faltlinie zwischen Vorderwand einerseits und Bodenwand andererseits gefaltet. Die
Ecklappen stabilisieren die dreidimensionale Falteinheit.
[0012] Weiterhin ist von Besonderheit, dass die Verhakungsorgane vor Erreichen der Zwischenfaltstellung,
insbesondere bei ungefaltetem Zuschnitt des Trays, in eine Schrägstellung gebracht
werden.
[0013] Weitere Merkmale und Einzelheiten der erfindungsgemäßen Packung, des Herstellungsverfahrens
und der Vorrichtung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es
zeigt:
- Fig. 1
- eine (Zigaretten-)Folienpackung in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 2
- einen (einstückigen) Zuschnitt eines Stützorgans für eine Zigarettengruppe-Tray,
- Fig. 3
- den Zuschnitt gemäß Fig. 2 in einer ersten, besonderen Faltstellung, in Perspektive,
- Fig. 4
- das Tray in einer weiteren Zwischenfaltstellung - Einschubstellung der Zigarettengruppe,
- Fig. 5
- das fertig gefaltete Tray mit Zigarettengruppe (Einheit),
- Fig. 6a
- einen (markierten) Ausschnitt der Verhakung gemäß Fig. 5 in vergrößertem Maßstab,
perspektivisch,
- Fig. 6b
- die Einzelheit gemäß Fig. 6a in Seitenansicht,
- Fig. 7
- eine Vorrichtung zum Herstellen von Trays bzw. Einheiten in perspektivischer Ansicht,
- Fig. 8
- eine Falteinheit - Faltrevolver - der Vorrichtung gemäß Fig. 7 in Draufsicht VIII,
in vergrößertem Maßstab,
- Fig. 9
- eine Einzelheit der Vorrichtung gemäß Fig. 8 in Seitenansicht IX-IX in vergrößertem
Maßstab,
- Fig. 10
- einen Quer- bzw. Radialschnitt X-X der Fig. 8, ebenfalls vergrößert,
- Fig. 11
- einen Längs- bzw. Radialschnitt XI-XI der Fig. 8 mit einer ersten Zwischenfaltstellung
des Trays,
- Fig. 12
- eine Darstellung analog Fig. 11 in einer weiteren Zwischenfaltstellung,
- Fig. 13
- eine Darstellung der Einzelheit des Faltrevolvers in einer Schnittebene XIII-XIII
der Fig. 8, nämlich des Einschubvorgangs für die Zigarettengruppe,
- Fig. 14
- die Einzelheit gemäß Fig. 13 nach Fertigstellung der Einheit aus Tray und Zigarettengruppe,
- Fig. 15
- einen weiteren (Radial-)Schnitt XV-XV der Fig. 8,
- Fig. 16
- einen (Radial-)Schnitt XVI-XVI der Fig. 8 im Bereich einer Ausschubstation,
- Fig. 17
- eine Einrichtung zum Herstellen einer Folienpackung für Einheiten aus Zigarettengruppe
und Tray in schematischer, perspektivischer Darstellung,
- Fig. 18
- einen Zuschnitt für ein Stützorgan bzw. Tray mit weiteren Ausführungsvarianten,
- Fig. 19
- einen Teilbereich einer Einheit mit einer der Alternativen gemäß Fig. 18,
- Fig. 20
- eine Darstellung analog Fig. 19 der weiteren Ausführung in Fig. 18,
- Fig. 21
- einen Zuschnitt für eine weiterentwickelte Ausführung eines Innenkragens bzw. Trays,
- Fig. 22
- eine fertige Einheit aus Zigarettengruppe und Tray in der Ausführung des Zuschnitts
gemäß Fig. 21 in Perspektive,
- Fig. 23
- den Ausschnitt XXIII der Fig. 22 in vergrößertem Maßstab.
[0014] Die Ausführungsbeispiele beziehen sich auf die Ausbildung von Zigarettenpackungen,
insbesondere auf den Inhalt einer Folienpackung bzw. Innenpackung 10 in einer Außenpackung,
vorzugsweise in einer Klappschachtel (nicht gezeigt). Die Innenpackung 10 ist vorzugsweise
als Dichtpackung ausgebildet, mit den Packungsinhalt allseitig umgebender Dichtfolie.
Im stirnseitigen Bereich ist eine Öffnungshilfe gebildet mit einer als Betätigungsorgan
dienenden Verschlusslasche 11. Diese ist mittels Verklebung an der Innenpackung 10
fixiert. Durch Abziehen der Verschlusslasche 11 wird eine Entnahmeöffnung freigelegt.
[0015] Die den Packungsinhalt allseitig umgebende Folie der Innenpackung 10 bildet vorzugsweise
Seitennähte 12 im Bereich von aufrechten Schmalseiten und eine rückseitige Quernaht
13. Diese ist vorzugsweise etwa in halber Höhe einer Folienrückwand angebracht. Die
Nähte 12 und 13 sind vorzugsweise als Flossennähte ausgebildet.
[0016] Der Inhalt der Packung 10 ist eine Gruppe von Zigaretten 14, also eine Zigarettengruppe
15, insbesondere mit Filter 90 an der (oberen) Stirnseite. Die Zigaretten 14 sind
in (drei) Reihen - in wechselseitiger "Sattellage" - formiert. Die Zigarettengruppe
15 ist innerhalb der Packung 10 von einem Stütz- bzw. Schutzorgan bzw. von einer Teilpackung
umgeben, die vorzugsweise becherförmig ausgebildet ist. Die Zigarettengruppe 15 wird
an fünf Seiten umfasst. Demnach bildet das Stützorgan - nachfolgend Tray 16 - eine
Vorderwand 17, eine Bodenwand 18, eine Rückwand 19 und schmale, aufrechte Seitenwände
aus einander teilweise überdeckenden Seitenlappen, nämlich inneren Seitenlappen 20
und äußeren Seitenlappen 21. Die inneren Seitenlappen 20 liegen unmittelbar seitlich
an der Zigarettengruppe 15 an. Diese Faltlappen sind mit der Vorderwand 17 verbunden
und erstrecken sich vorzugsweise über die volle Höhe des Trays 16 bzw. der Zigarettengruppe
15.
[0017] Die äußeren Seitenlappen 21 sind mit der Rückwand 19 verbunden und liegen bei der
becherförmigen Struktur des Trays 16 (Fig. 5) an der Außenseite der Seitenlappen 20
an.
[0018] Die Rückwand 19 ist vorliegend verkürzt ausgebildet, erstreckt sich nur über einen
bodenseitigen Teilbereich der Zigarettengruppe 15, etwa bis unterhalb der Quernaht
13 der Innenpackung 10. Die Seitenlappen 21 sind hinsichtlich der Länge an die Rückwand
19 angepasst.
[0019] Weiterhin sind Ecklappen 22 Teil eines Zuschnitts 38 (Fig. 2) für das Tray 16. Als
Besonderheit sind die Ecklappen 22 mit den (äußeren) Seitenlappen 21 verbunden und
quer zu diesen faltbar, nämlich über eine vorzugsweise als Perforationslinie ausgebildete
Faltlinie 23. Von der Bodenwand 18 einerseits und den (inneren) Seitenlappen 20 andererseits
sind die Ecklappen 22 durch (winkelförmige) Stanzlinien 24 abgegrenzt.
[0020] Die Faltlappen bzw. Wandungen des Trays 16 sind durch vorzugsweise vorbearbeitete
Faltlinien gegeneinander abgegrenzt, vorliegend durch Längsfaltlinien 25 und Querfaltlinien
26. Vorzugsweise sind diese als Schwächungslinien, insbesondere als Perforationslinien,
ausgebildet.
[0021] Zuschnitte 38 für Trays 16 werden abfallfrei von einer fortlaufenden Materialbahn
abgetrennt. Die Vorderwand 17 ist mit einer stirnseitigen Ausnehmung 27 versehen,
die bei dem fertig gefalteten Gebilde (Fig. 5) die Entnahme der Zigaretten 14 erleichtert.
Diese sind vorzugsweise mit Filtern zur (offenen) Stirnseite des Trays 16 gerichtet.
Der durch Stanzschnitt gebildeten Ausnehmung 27 ist gegenüberliegend an der Rückwand
19 ein Vorsprung 28 mit den Konturen der Ausnehmung 27 angeordnet. Dieser ist demnach
Teil der Rückwand 19.
[0022] Die dreidimensionale, insbesondere becherförmige Struktur des Trays 16 wird durch
form-und/oder kraftschlüssige Verbindung von Faltlappen gewährleistet. Insbesondere
sind die Seitenlappen 20, 21 durch Verhakungslappen, vorzugsweise durch je eine Verhakungslasche
29 und eine Gegenlasche 30 in der packungsgemäßen Position fixiert.
[0023] Die eine Verhakungslasche 29 befindet sich vorzugsweise am inneren Seitenlappen 20,
insbesondere als Teil desselben. Der Seitenlappen 20 ist - in einem unteren, der Bodenwand
18 zugekehrten Bereich - vorzugsweise mit einem einzigen, durchgehenden, konturierten
Stanzschnitt 31 zur Bildung der Verhakungslasche 29 versehen. Der Stanzschnitt 31
besteht aus einer vom freien Rand des Seitenlappens 20 ausgehenden (schräg gerichteten)
Anfangskante 32 und einem anschließenden, unter einem stumpfen (gerundeten) Winkel
gerichteten Schenkel, nämlich einer Stützkante 33, die in Aufwärtsrichtung weist,
also in Richtung zur offenen Seite des Trays 16. Die in der dargestellten oder funktional
ähnlichen Form ausgebildete Verhakungslasche 29 ist bewegbar bzw. schwenkbar, nämlich
um eine Laschenfaltlinie 85, in eine schräg nach außen gerichtete Verhakungsstellung
unter einem spitzen Winkel zum Seitenlappen 20.
[0024] Das Gegenorgan wird vorzugsweise durch einen einfachen, insbesondere geradlinigen
Einschnitt 34 gebildet, der von einem freien Querrand des Seitenlappens 21 geführt
ist. Auf der einen Seite des Einschnitts 34 wird die - in der Wirkstellung dreieckförmige
- Gegenlasche 30 gebildet, die entlang einer (schräg gerichteten) Laschenfaltlinie
86 in eine schräg gerichtete Funktionsstellung bewegt wird (Fig. 3, Fig. 6a).
[0025] Die Verhakungslaschen 29, 30 erzeugen aufgrund der Anordnung, der Gestaltung und
der Relativstellung eine wechselseitige form- und kraftschlüssige Verhakung (Fig.
6a). Die Laschen 29, 30 werden vorzugsweise in einem ersten Arbeitsschritt, insbesondere
vor der Faltung eines Zuschnitts 38 für das Tray 16, in die Verhakungsstellung bewegt,
nämlich nach außen entlang den Laschenfaltlinien 85, 86 in eine Schrägstellung gebracht
(Fig. 3). In der packungsgemäßen Endstellung (Fig. 5, Fig. 6a, Fig. 6b) sind die Laschen
29, 30 mit einander zugekehrten Kanten wechselseitig abgestützt, insbesondere in der
Richtung, ein Abheben der Rückwand 19 verhindert ist. Die etwa horizontal gerichtete
Stützkante 33 erhält Anlage an einer durch die Gegenlasche 30 gebildeten Gegenkante
87.
[0026] Dieser Seitensteg 88 erstreckt sich an der Innenseite der Verhakungslaschen 29, 30
und mindestens teilweise an der Innenseite des Seitenlappens 20, mindestens mit einem
Endbereich, nämlich einem Abschnitt 89, der etwa 1 mm bis 2 mm beträgt (Fig. 6b).
[0027] Zusätzlich wird eine justierende Stütz- und Haltewirkung durch einen Seitensteg 88
geschaffen, der an der der Rückwand 19 zugekehrten Seite in Bezug auf den Einschnitt
34 durch den Seitenlappen 21 gebildet ist.
[0028] Bei der Herstellung des Trays 16 werden in einem ersten Faltschritt (Fig. 3) ausgewählte
Teile des Zuschnitts 38 aufgerichtet bzw. gefaltet. Die Vorderwand 17 ist nach diesem
ersten Faltschritt unten liegend. In derselben Ebene, also ungefaltet, bleibt die
anschließende Bodenwand 18. Die Rückwand 19 ist aufgerichtet. Die mit der Bodenwand
19 verbundenen Seitenlappen 21 sind ebenfalls aufgerichtet und darüber hinaus in die
Ebene der Seitenflächen gefaltet. Die mit dem Seitenlappen 21 verbundenen Ecklappen
22 werden bei diesem Faltvorgang mitgenommen bis zur Anlage an der Innenseite der
Bodenwand 18. Die Ecklappen 22 bewirken eine Stabilisierung dieser Zwischenfaltstellung,
insbesondere auch durch Anlage einer freien Kante der Ecklappen 22 an einer aufrechten
Endkante 41 der Seitenlappen 20 (Fig. 3). Die Seitenlappen 21 liegen in einer geringfügig
nach außen versetzten Ebene im Verhältnis zur (aufrechten) Ebene der Seitenlappen
20.
[0029] Durch Andrücken der Rückwand 19 an die eingeschobene Zigarettengruppe 15 wird die
Endstellung des Trays bzw. der Einheit 35 einschließlich der Endverhakung der Organe
29 und 30 bewirkt.
[0030] Eine Besonderheit ist die Herstellung des Trays 16 als inneres Packungskonstrukt
für die Zigarettengruppe 15, und zwar das wechselseitige Einfädeln der Verhakungsorgane
29, 30. Wichtig ist die Schaffung einer Zwischenfaltstellung - etwa entsprechend Fig.
4 -, in der die Seitenlappen 20, 21 bereits mit Teilbereichen aneinanderliegen und
vorzugsweise ein wechselseitiger Teileingriff der Verhakungsorgane 29, 30 geschaffen
ist, mindestens eine wechselseitige Ausrichtung. Die Rückwand 19 befindet sich in
einer öffnenden Schrägstellung. Dies erleichtert den Einschub der Zigarettengruppe
15 über die offene Seite des Trays 16. Auch die Bodenwand 18 - mit den an dieser anliegenden
Ecklappen 22 - befindet sich in einer Schrägstellung. Durch fortgesetzte Kraftübertragung
in Längsrichtung der Zigaretten 14 - insbesondere übertragen auf das Tray 16 - wird
durch Gegenorgane der bodenseitige Teil des Trays 16 in die Endstellung bewegt, insbesondere
auch die Rückwand 19 unter Herstellung der Einraststellung der Verhakungsorgane 29,
30. Es wird so eine fertige Einheit 35 aus Tray 16 und Zigarettengruppe 15 geschaffen.
Diese Einheit 35 kann weiterverarbeitet werden, insbesondere durch Einhüllen in eine
Folie.
[0031] Eine fertigungstechnische Besonderheit ergibt sich durch die Verbindung der Ecklappen
22 mit den - verkürzten - äußeren Seitenlappen 21. Wie insbesondere aus Fig. 3, Fig.
4 ersichtlich, bildet der zu faltende Bodenteil, bestehend aus Bodenwand 18, Rückwand
19, Seitenlappen 21 und Ecklappen 22, eine Falteinheit. Dies ist entlang der zwischen
Vorderwand 17 und Bodenwand 18 gebildeten Querfaltlinie 26, die als Schwenk- bzw.
Gelenklinie für die vorgenannte Einheit wirkt schwenkbar, wenn diese aus der Ausgangsstellung
gemäß Fig. 3 in die Zwischenfaltstellung gemäß Fig. 4 und schließlich in die Endstellung
gemäß Fig. 5 gefaltet wird. In der letztgenannten Stellung ergibt sich ein "Klickeffekt"
durch Einrasten der Verhakungsorgane. Durch die Verbindung der Ecklappen 22 mit den
äußeren Seitenlappen 21 wird darüber hinaus die Formstabilität der Einheit gewährleistet
und ein Rückstelleffekt vermieden, da die Ecklappen 22 Bodenwand 18 und Rückwand 19
in der Endstellung halten bzw. stabilisieren.
[0032] Die apparative Umsetzung des Herstellungsverfahrens für Tray 16 und die Schaffung
der Einheit 35 ergibt sich schematisch aus Fig. 7. Die Zuschnitte 38 für Trays 16
werden von einer Traybahn 36 im Bereich eines Trennaggregats 37 abgetrennt und mit
Abstand voneinander weitertransportiert.
[0033] Das Trennaggregat 37 ist mit Trenn-, Präge- und Stanzorganen versehen, sodass in
diesem Bereich komplette Zuschnitte 38, vorliegend in der Ausführung gemäß Fig. 2,
hergestellt werden. Es werden demnach auch die Verankerungsorgane - Verhakungslaschen
29, 30 - durch entsprechende Stanzschnitte hergestellt. Der vorzugsweise komplette
Zuschnitt 38 wird entlang einer Zuschnittbahn 39 einem Faltaggregat, insbesondere
einem Faltrevolver 40, zugeführt.
[0034] Die Zuschnitte 38 werden - mit der Rückwand 19 in Förderrichtung vorn liegend - entlang
der Zuschnittbahn 39 einer Einschubstation 42 des Faltrevolvers 40 zugeführt. Der
vorzugsweise um eine vertikale Achse drehende Faltrevolver 40 weist eine Mehrzahl
von Aufnahmen für je einen Zuschnitt 38 auf, insbesondere Taschen 43. Diese sind längs
des Umfangs mit gleichen Abständen voneinander angeordnet, sodass bei - taktweiser
- Drehbewegung die Taschen 43 in funktional aufeinander abgestimmte Stationen gelangen.
[0035] Jede Tasche 43 weist eine - horizontal, radial gerichtete - Bodenplatte 44 auf. Diese
ist vorzugsweise geteilt und besteht aus zwei im Abstand voneinander liegenden Tragstegen
mit aufrechten Taschen-Seitenwänden 45.
[0036] In der Einschubstation 42 befindet sich der Zuschnitt 38 in der Endstellung oberhalb
einer Tasche 43. Durch Abwärtsbewegung wird der Zuschnitt 38 unter Aufrichtung von
ausgewählten Faltlappen in die Tasche 43 eingeführt und auf der Bodenplatte 44 abgelegt.
Diese Einführung erfolgt durch einen Stempel 46 mit Stempelplatte 47. In einer Ausgangsstellung
(Fig. 10, strichpunktiert) befindet sich die Stempelplatte 47 oberhalb des Zuschnitts
38. Durch Abwärtsbewegung der Stempelplatte 47 wird der Zuschnitt 38 an aufrechten,
ortsfesten Faltwänden 48 entlanggeführt, die im seitlichen Bereich die Seitenlappen
20 und an der Innenseite die Rückwand 19 mit an dieser angebrachten Faltlappen aufrichtet
in eine (im Längsschnitt) L-Form des Zuschnitts 38. Die Stempelplatte 47 ist so bemessen,
dass die gegen die Bodenwand 44 der Tasche 43 bewegten Zuschnittbereiche im Wesentlichen
vollflächig abgedeckt sind, also die Vorderwand 17 und die anschließende Bodenwand
18.
[0037] Der Zuschnitt 38 wird entlang der Zuschnittbahn 39 bis in eine Endstellung oberhalb
der jeweiligen Tasche 43 transportiert, und zwar bis zur Anlage an einem Anschlag
57. In der Endphase der Bewegung wird der Zuschnitt 38 durch einen Schieber 58 bewegt.
Die Ausgangsstellung des Stempels 46 bzw. der Stempelplatte 47 ist auf diese Endstellung
ausgerichtet.
[0038] Mit Einführung des Zuschnitts 38 in die Tasche 43 wird ein erster, komplexer Faltschritt
für den Zuschnitt 38 ausgeführt. Die betreffende Tasche 43 wird sodann durch entsprechende
Drehbewegung des Revolvers in eine Faltstation 49 gefördert, in der der Zuschnitt
38 bzw. das Tray 16 unter Bildung einer Zwischenfaltstellung (Fig. 12) geformt wird.
[0039] In einem ersten Faltschritt wird die Bodenwand 18 aufgerichtet, und zwar über eine
Schrägstellung gemäß Fig. 11 in die Zwischenfaltstellung, in der die Bodenwand 18
unter einem spitzen Winkel zur Vertikalen gerichtet ist. Die bereits gefaltete Rückwand
19 gelangt in eine trichterförmig geöffnete Schrägstellung. Insgesamt entspricht die
Faltstellung gemäß Fig. 12 der im Zusammenhang mit Fig. 4 beschriebenen Faltstellung.
[0040] Die Faltbewegung der Bodenwand 18 wird vorzugsweise durch Verschiebung des Zuschnitts
38 in Radialrichtung gegen eine radial innenliegende Taschen-Rückwand 50 bewirkt.
Eine Faltkante 26 zwischen Bodenwand 18 und Rückwand 19 erhält Anlage an der Taschen-Rückwand
50. Durch die Radialverschiebung des Trays 16 wird die Bodenwand 18 - unter entsprechender
Mitnahme der Rückwand 19 - aufgerichtet bis in die Zwischenfaltstellung, die zugleich
Einschubstellung für die Zigarettengruppe 15 ist. Die Verschiebung des Trays 16 in
der Tasche 43 erfolgt vorzugsweise durch einen Schieber 51, der mit einem (gabelförmigen)
Schieberkopf den freien, radial außenliegenden Rand der Vorderwand 17 - vorzugsweise
zu beiden Seiten der Ausnehmung 27 - erfasst und in Richtung zur Taschen-Rückwand
50 verschiebt.
[0041] Die dadurch eingeleitete Faltbewegung der Rückwand 19 wird durch einen Faltstempel
52 unterstützt bzw. vollendet. Dieser liegt an der Außenseite der Rückwand 19 an und
korrespondiert mit der Schwenkbewegung beim Einschieben des Zuschnitts 38 in die Tasche
43.
[0042] Die Verhakungsorgane 29, 30 werden vor dem Einfädeln in die Verhakungsstellung vorgeformt,
insbesondere im Bereich der Zuschnittbahn 39. Wie aus Fig. 8 in der Übersicht und
in Fig. 9 im Detail ersichtlich, sind oberhalb der Zuschnittbahn 39 auf- und abbewegbare
Faltorgane, nämlich Faltfinger 53 angeordnet. Zu beiden Seiten der Zuschnitte 38 wirkende
Faltfinger 53 sind durch eine U-förmige Tragverbindung zu einer Einheit zusammengefasst.
Durch Abwärtsbewegung wird die jeweilige Verhakungslasche 29, 30 nach unten gefaltet.
Vorzugsweise ist an der Unterseite der Zuschnitte 38 ein ortsfester Gegenfalter 54
angeordnet. Faltfinger 53 und Gegenfalter 54 sind vorzugsweise mit schräg gerichteten
Faltflächen ausgebildet, um eine entsprechende Stellung des jeweiligen Verhakungslappens
zu gewährleisten. Die Zuschnitte werden demnach mit vorgefalteten bzw. vorgeformten
(nach unten weisenden) Verhakungslaschen 29, 30 der Einschubstation 42 zugeführt.
[0043] Während der Einführung des Zuschnitts 38 in eine Tasche 43 werden auch die Ecklappen
22 in die packungsgemäße Relativstellung gefaltet, nämlich zur Anlage an der Innenseite
der Bodenwand 18. Zu diesem Zweck sind im Bereich der Abwärtsbewegung des Zuschnitts
38 Faltorgane für die Ecklappen 22 angebracht, insbesondere nasenartige Vorsprünge
55 an der Taschen-Rückwand 50.
[0044] Das in beschriebener Weise in die Zwischenfaltstellung gemäß Fig. 12 geformte Tray
gelangt sodann in eine Füllstation 56. In dieser wird die formierte Zigarettengruppe
15 in die Tasche 43 bzw. in das teilweise gefaltete Tray 16 eingeschoben, vorliegend
in Radialrichtung.
[0045] Die Zigaretten 14 werden in üblicher Weise in einem Zigarettenmagazin 59 unter Bildung
der Gruppen entnommen und einem Zigarettenrevolver 60 übergeben. Dieser transportiert
die Zigarettengruppen 15 in eine (untere) Ausschubebene. Durch einen Schieber 62 wird
jeweils eine Zigarettengruppe 15 aus dem Zigarettenrevolver 60 aus-und in eine Tasche
43 bzw. in ein Tray 16 eingeschoben. Vorzugsweise ist zwischen dem Zigarettenrevolver
60 und der Tasche 43 des Revolvers 40 ein Mundstück 61 positioniert, welches eine
exakte und gezielte Einschubbewegung für die Zigarettengruppe in das Tray 16 gewährleistet.
[0046] Der Zuschnitt 38 bzw. das Tray 16 befindet sich beim Einschub der Zigarettengruppe
15 in der Vorfaltstellung gemäß Fig. 12. Die Seitenlappen 20, 21 liegen aneinander.
Die Verhakungsorgane 29, 30 sind aufeinander ausgerichtet, sodass beim Komplettieren
des Trays 16 durch Herunterdrücken der Rückwand 19 mit den (äußeren) Seitenlappen
21 der wechselseitige Eingriff der Verhakungsorgane 29, 30 erfolgt. Zugleich wird
dabei die Bodenwand 18 in die packungsgerechte (aufrechte) Stellung bewegt (Fig. 14).
Dazu wird die Einheit 35 aus Zigarettengruppe 15 und Tray 16 in Radialrichtung verschoben,
und zwar durch den Schieber 62 mit der Zigarettengruppe 15.
[0047] Zur Vollendung der Faltung im Bereich der (Füll-)Station 56 kommt ein stempelartiges
Druckorgan 63 zum Einsatz. Dieses ist in der betreffenden Station auf- und abbewegbar
und erhält mit einer großflächigen Druckplatte Anlage an der Rückwand 19. In der unteren
Endstellung des Druckorgans 63 liegt die Rückwand 19 an der Zigarettengruppe 15 an.
Die Verhakungsorgane 29, 30 befinden sich in der fixierenden Verhakungsstellung.
[0048] Die komplettierte Einheit 35 gelangt über weitere Stationen aufgrund der Bewegung
des Faltrevolvers 40 in eine Ausschubstation 64. Diese liegt vorzugsweise der Füllstation
56 diametral gegenüber. Die Einheit 35 - Zigarettengruppe 15 mit Tray 16 - wird an
dieser Stelle aus der Tasche 43 ausgeschoben, insbesondere durch einen Gurt 65 mit
Mitnehmern 66 zum Erfassen der Einheiten 35.
[0049] Im Bereich des Faltrevolvers 40 sind (kreisbogenförmige) Führungen angeordnet zum
Fixieren des Trays 16 bzw. der Einheit 35 in den Taschen 43. Eine oberseitige Führung,
insbesondere eine ringförmige Oberführung 67, erstreckt sich von der Einschubstation
42 bis zur Füllstation 56. Die Oberführung 67 ist so angeordnet, dass der teilweise
gefaltete Zuschnitt 38 bzw. das Tray 16 in der Anlage an der Bodenplatte 44 der Tasche
43 fixiert ist. Die Oberführung 67 hat insbesondere Kontakt mit den freien Kanten
der aufgerichteten Seitenlappen 20.
[0050] Im Anschluss an die Füllstation 56 ist eine weitere Oberführung, nämlich eine Trayführung
68 wirksam. Diese ist in Radialrichtung versetzt zur Oberführung 67 angeordnet und
erstreckt sich vorzugsweise bis zur Ausschubstation 64. Die Trayführung 68 hat Anlage
an der nach oben gerichteten Rückwand 19 (Fig. 15, Fig. 16).
[0051] Eine Außenführung 74 erstreckt sich in konzentrischer Anordnung zum Faltrevolver
40 an dessen Außenseite, derart, dass die Zuschnitte 38 bzw. die Trays 16 und schließlich
die Einheiten 35 an der offenen Seite der Taschen 43 gehalten werden. Die Außenführung
74 erstreckt sich von der Einschubstation 42 bis zur Ausschubstation 64, mit Unterbrechungen
im Bereich von Arbeitsstationen.
[0052] Im Anschluss an die Ausschubstation 64 ist ein Wendeaggregat für die Einheiten 35
wirksam. Vorliegend wird ein Wenderevolver 69 in aufrechter Ebene, insbesondere quer
zur Ausschubrichtung der Einheiten 35 eingesetzt. Dieser nimmt die Einheiten 35 von
dem Gurt 65 ab, insbesondere durch einen Heber 70, und legt die Einheiten 35 - nun
mit nach oben gerichteter Vorderwand 17 und in Querrichtung orientierten Zigaretten
14 - auf einem Abförderer (nicht dargestellt) ab. Dieser transportiert die Einheiten
mit exaktem Abstand voneinander zu einem Umhüllungsaggregat 71.
[0053] Das Umhüllungsaggregat 71 ist so ausgebildet, dass eine fortlaufende Folienbahn 72
von oben auf die Reihe der aufeinanderfolgenden Einheiten 35 abgelegt und um diese
herumgefaltet wird in eine schlauchartige Struktur. Ränder der Folienbahn 72 werden
- unterhalb der Einheiten 35 - unter Bildung einer Längsnaht - entsprechend der Quernaht
13 - miteinander verbunden. Im Bereich einer Siegelstation 73 werden zwischen den
aufeinanderfolgenden Einheiten 35 durch Siegelorgane - Siegelwalzen - quergerichtete
Siegelnähte der Folienbahn 72 hergestellt - entsprechend den Seitennähten 12. In diesem
Bereich wird auch ein Trennschnitt durchgeführt, sodass komplette Folienpackungen
- Innenpackung 10 - entstehen.
[0054] Fig. 18 bis Fig. 20 zeigen Alternativen hinsichtlich der Gestaltung und Anordnung
von Stanzungen im Bereich von inneren Seitenlappen 20 einerseits und äußeren Seitenlappen
21 andererseits zur Schaffung von Verhakungslaschen für den wechselseitigen kraft-
und/oder formschlüssigen Eingriff.
[0055] Fig. 18 zeigt zwei unterschiedliche Ausführungen der Zuschnitte 38. Diese stimmen
im Grundaufbau überein mit dem Zuschnitt 38 der Fig. 2. Lediglich die Ecklappen 22
sind über eine Faltlinie 23 mit den inneren Seitenlappen 20 verbunden und durch Stanzlinien
24 von den übrigen benachbarten Faltlappen abgetrennt.
[0056] Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 18, links und entsprechend Fig. 19 erstrecken
sich Stanzungen im Bereich der Faltlappen 20, 21 von freien Längskanten ausgehend
in Querrichtung. Der innere Seitenlappen 20 ist mit einer vom Rand aus konvergierenden,
vorzugsweise etwa keilförmigen Stanzung 75 versehen, die sich über einen Teilbereich
des Faltlappens 20, vorzugsweise etwa bis zur Mitte erstreckt. Eine Gegenstanzung
des (äußeren) Seitenlappens 21 ist ebenfalls keilförmig ausgebildet, vorzugsweise
jedoch mit einer schräg gerichteten Führungskante und mit einer vorzugsweise rechtwinklig
gerichteten Querkante 77, die eine Verhakungslasche, insbesondere eine Außenlasche
78, begrenzt. Das Gegenorgan ist eine Innenlasche 79 als von der Stanzung 75 begrenzter
Teil des Seitenlappens 20. Die Laschen 78, 79 sind durch wechselseitigen Eingriff
der Seitenlappen 20 und 21 miteinander verhakt, wobei die Anordnung und Abmessung
so getroffen ist, dass die Stanzungen 75 und 76 passend ineinandergreifen und an den
Enden eine wechselseitige Abstützung bilden.
[0057] Bei der Ausführung gemäß Fig. 18, rechts und entsprechend Fig. 20 ist der innere
Seitenlappen 20 mit einer vorzugsweise geradlinigen Querstanzung 80 versehen, die
sich vorliegend über die volle Breite des Faltlappens 20 erstreckt. Die Querstanzung
80 bildet einen keilförmigen Eingang 81. Die mit den Verankerungsorganen des Seitenlappens
20 zusammenwirkende Stanzung im Bereich des äußeren Seitenlappens 21 besteht vorliegend
aus einem vorzugsweise geradlinigen Einschnitt 82, (etwa) in der Mitte der Querkante
des Faltlappens 21 liegend.
[0058] Bei der Faltung des Zuschnitts 38 gelangen die Stanzungen 80, 82 in Eingriff miteinander,
derart, dass ein (randseitiger) Lappenteil 83 an der Außenseite und ein (innenliegender)
Lappenteil 84 an der Innenseite des inneren Seitenlappens 20 liegt. Dieser wird zwischen
den leicht gespreizten, jedenfalls unter einem Winkel zueinander gerichteten Lappenteilen
83, 84 eingeklemmt.
[0059] Eine besondere (unabhängige) Ausführung eines Trays 16 ist in Fig. 21, Fig. 22 und
Fig. 23 gezeigt. Bei diesem Stützorgan bzw. Tray 16 für eine Zigarettengruppe 15 ist
einerseits eine verbesserte Abstützung und Fixierung der formierten Zigarettengruppe
15 und andererseits eine verbesserte kraft- und/oder formschlüssige Verbindung der
Seitenlappen (20, 21) gegeben.
[0060] Der Zuschnitt 38 für diese Ausführung des Trays 16 ist vorzugsweise abfallfrei von
einer fortlaufenden Materialbahn - dünner Karton - abtrennbar. Vorzugsweise werden
alle Stanzungen und/oder Prägungen im Bereich einer entsprechend ausgebildeten Stanz-
bzw. Trenneinheit angebracht, insbesondere auch Stanzungen und Prägungen für die kraft-
und/oder formschlüssige Verbindung der Seitenlappen 20, 21 miteinander. Die Abmessung
des Zuschnitts 38 bzw. des Trays 16 ist in besonderer Weise auf die Ausrichtung der
Zigaretten 14 innerhalb der Zigarettengruppe 15 abgestimmt. Filter 90 der Zigaretten
14 sind zur (offenen) Stirnseite des Trays 16 gerichtet. Die Vorderwand 17 des Trays
16 erstreckt sich - überwiegend - über die volle Länge der Zigaretten 14, schließt
mit diesen im Wesentlichen bündig ab. Dies gilt auch für die mit der Vorderwand 17
verbundenen Seitenlappen 20. Lediglich die Ausnehmung 27 ist zurückgesetzt.
[0061] Eine Besonderheit liegt in der Struktur der Rückseite. Der unter Bildung des Vorsprungs
28 von einem nachfolgenden Zuschnitt abgetrennte Zuschnitt 38 ist im Bereich der Stirnseite
durch quergerichtete Oberkanten 93 der Rückwand 19 begrenzt. Diese Kanten 93 erstrecken
sich über die volle Breite der Seitenlappen 21. Die Abmessung der Rückwand 19 ist
so gewählt, dass diese sich bis in den Bereich der Filter 90 erstreckt und diese in
einem der Bodenwand 18 zugekehrten Rand- bzw. Endbereich überdeckt. Der Vorsprung
28 ist so ausgebildet, dass dieser mit einem freien Querrand etwa bündig mit den Enden
der Zigaretten 14 bzw. der Filter 90 liegt. Dieser Gestaltung liegt die Erkenntnis
zugrunde, dass die Formation der Zigaretten, also die Zigarettengruppe 15, besonders
stabil und formerhaltend fixiert ist, wenn die Filter 90 mindestens teilweise durch
das Halte- bzw. Umhüllungsorgan erfasst sind.
[0062] Die Verankerungsorgane für die Seitenlappen 20, 21 sind hinsichtlich der randseitigen
Organe in der im Zusammenhang mit Fig. 1 bis Fig. 6b beschriebenen und dargestellten
Weise ausgebildet. Es wird demnach insoweit auf die vorangehende Beschreibung Bezug
genommen.
[0063] Die Seitenlappen 20, 21 sind vorzugsweise mit mindestens einem weiteren kraft- und
formschlüssig wirkenden Verbindungsmittel versehen. Dieses besteht bei dem gezeigten
Ausführungsbeispiel aus einer schräg gerichteten Stanzung bzw. Ausnehmung 91 in einem
der Vorderwand 17 zugekehrten Randbereich des Seitenlappens 20 - benachbart zu einer
Längsfaltlinie 25. Die Stanzung bzw. Ausnehmung 91 ist etwa unter einem Winkel von
45° gerichtet. Konkret ist eine U-Stanzung 94 angebracht, die eine schwenkbare Lasche
bildet mit einer Schwenkachse 95.
[0064] Bei der Zusammenfügung der Faltlappen 20, 21 wird die durch die U-Stanzung 94 gebildete
Lasche nach außen gefaltet. Ein Eckbereich 92 des außenliegenden Seitenlappens 21
wird in die Ausnehmung 91 im Bereich der U-Stanzung 94 eingeführt und bewirkt eine
zusätzliche justierende, aber auch haltende Fixierung des Seitenlappens 21. Der (dreieckförmige)
Eckbereich 92 liegt an der Innenseite des inneren Seitenlappens 20.
[0065] Die vorstehende Ausführung kann alternativ auch für Innenkragen bzw. Trays eingesetzt
werden, bei denen die Seitenlappen 20, 21 - zusätzlich oder alternativ - durch Leim,
z. B. durch Leimpunkte, miteinander verbunden sind.
Bezugszeichenliste:
| 10 |
Innenpackung |
54 |
Gegenfalter |
| 11 |
Verschlusslasche |
55 |
Vorsprung |
| 12 |
Seitennaht |
56 |
Füllstation |
| 13 |
Quernaht |
57 |
Anschlag |
| 14 |
Zigarette |
58 |
Schieber |
| 15 |
Zigarettengruppe |
59 |
Zigarettenmagazin |
| 16 |
Tray |
60 |
Zigarettenrevolver |
| 17 |
Vorderwand |
61 |
Mundstück |
| 18 |
Bodenwand |
62 |
Schieber |
| 19 |
Rückwand |
63 |
Druckorgan |
| 20 |
innerer Seitenlappen |
64 |
Ausschubstation |
| 21 |
äußerer Seitenlappen |
65 |
Gurt |
| 22 |
Ecklappen |
66 |
Mitnehmer |
| 23 |
Faltlinie |
67 |
Oberführung |
| 24 |
Stanzlinie |
68 |
Trayführung |
| 25 |
Längsfaltlinie |
69 |
Wenderevolver |
| 26 |
Querfaltlinie |
70 |
Heber |
| 27 |
Ausnehmung |
71 |
Umhüllungsaggregat |
| 28 |
Vorsprung |
72 |
Folienbahn |
| 29 |
Verhakungslasche |
73 |
Siegelstation |
| 30 |
Gegenlasche |
74 |
Außenführung |
| 31 |
Stanzschnitt |
75 |
Stanzung |
| 32 |
Anfangskante |
76 |
Gegenstanzung |
| 33 |
Stützkante |
77 |
Querkante |
| 34 |
Einschnitt |
78 |
Außenlasche |
| 35 |
Einheit |
79 |
Innenlasche |
| 36 |
Traybahn |
80 |
Querstanzung |
| 37 |
Trennaggregat |
81 |
Eingang |
| 38 |
Zuschnitt |
82 |
Einschnitt |
| 39 |
Zuschnittbahn |
83 |
Lappenteil |
| 40 |
Faltrevolver |
84 |
Lappenteil |
| 41 |
Endkante |
85 |
Laschenfaltlinie |
| 42 |
Einschubstation |
86 |
Laschenfaltlinie |
| 43 |
Tasche |
87 |
Gegenkante |
| 44 |
Bodenplatte |
88 |
Seitensteg |
| 45 |
Taschen-Seitenwand |
89 |
Abschnitt |
| 46 |
Stempel |
90 |
Filter |
| 47 |
Stempelplatte |
91 |
Ausnehmung |
| 48 |
Faltwand |
92 |
Eckbereich |
| 49 |
Faltstation |
93 |
Oberkante |
| 50 |
Taschen-Rückwand |
94 |
U-Stanzung |
| 51 |
Schieber |
95 |
Schwenkachse |
| 52 |
Faltstempel |
|
|
| 53 |
Faltfinger |
|
|
1. Packung für Zigaretten (14) oder andere stabförmige Raucherartikel mit einem die Zigaretten
(14), insbesondere eine in Reihen geordnete Zigarettengruppe (15), mindestens teilweise
umgebenden Halte- bzw. Stützorgan aus dünnem Karton oder gleichartigem Packstoff -
Tray (16) - der bzw. das vorzugsweise eine Vorderwand (17), eine Rückwand (19), eine
Bodenwand (18) und Seitenwände aus einander mindestens teilweise überdeckenden Seitenlappen
(20, 21) aufweist, wobei eine aus Zigarettengruppe (15) und Tray (16) bestehende Einheit
(35) vorzugsweise von einer Folie umgeben ist unter Bildung einer Folien- bzw. Innenpackung
(10), dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenlappen (20, 21) zur Bildung von Seitenwänden des Trays (16) durch (ausschließlich)
wechselseitige formschlüssige und/oder kraftschlüssige Verbindung in einer packungsgemäßen
Stellung - mit wechselseitiger (Teil-)Überdeckung - gehalten sind, insbesondere durch
Verhakung von Verhakungslaschen (29, 79, 83) und Gegenlaschen (30, 78, 84), wobei
die Verhakungslaschen und Gegenlaschen als Teile der Seitenwände bzw. der Seitenlappen
(20, 21) durch Stanzung bzw. durch Schnitte gebildet sind.
2. Packung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenlappen (20, 21) insbesondere schlitzförmige Stanzungen aufweisen, die mit
vorzugsweise ebenfalls schlitzförmigen Stanzungen des jeweils anderen Faltlappens
korrespondieren, insbesondere derart, dass innere Seitenlappen (20) eine durch einen
- linienförmigen, konturierten - Stanzschnitt (31) gebildete Verhakungslasche (29)
und der andere Seitenlappen (21) eine durch vorzugsweise geradlinigen Einschnitt (34)
gebildete Gegenlasche (30) aufweist, wobei die Verhakungslaschen (29, 30) vorzugsweise
derart zusammenwirken, dass die in eine Schrägstellung - nach außen - geformten Verhakungslaschen
(29, 30) mit Stützkanten aufeinander abgestützt sind, insbesondere mit einer - etwa
horizontalen - nach unten gerichteten Stützkante (33) der Verhakungslasche (29) einerseits
und einer entgegengerichteten Gegenkante (87) der Gegenlasche (30) andererseits.
3. Packung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der (äußere) Seitenlappen (21) in einem der (quergerichteten) Rückwand (19) zugekehrten
Bereich einen Seitensteg (88) neben der Gegenlasche (30) bzw. neben dem Einschnitt
(34) bildet, der sich an der Innenseite in Bezug auf die Verhakungslaschen (29, 30)
erstreckt und mit einem Teilbereich - Abschnitt (89) - im Bereich des Seitenlappens
(20) liegt im Anschluss an die Verhakungslasche (29).
4. Packung nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die schlitz- bzw. linienförmigen Stanzungen (31, 34) zur Bildung der Verhakungslasche
(29) einerseits und der Gegenlasche (30) andererseits von freien Rändern bzw. Kanten
der jeweiligen Faltlappen ausgehend geführt sind, insbesondere ein (konturierter)
Stanzschnitt (31) für die Verhakungslasche (29) des Seitenlappens (20) ausgehend von
einer freien Längskante desselben und/oder der Einschnitt (34) für die Gegenlasche
(30) von einer freien Querkante des (äußeren) Seitenlappens (21) ausgehend, wobei
vorzugsweise der innere Seitenlappen (20) durch entsprechende Ausbildung des Stanzschnitts
(31) eine langgestreckte Verhakungslasche (29) aufweist, die einerseits durch eine
freie Randkante des Seitenlappens (20) und andererseits durch den konturierten Stanzschnitt
(31) begrenzt ist, derart, dass die Verhakungslasche (29) in der Verhakungsstellung
um eine vorzugsweise quergerichtete Faltlinie in die schräggerichtete Verhakungsstellung
weist, während die Gegenlasche (30) des äußeren Seitenlappens (21) vorzugsweise als
im Wesentlichen dreieckförmige Lasche ausgebildet ist.
5. Packung nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche für Zigaretten (14) mit
zur Stirnseite der Packung weisenden Filtern (90),
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) die Vorderwand (17) des Trays (16) und die mit dieser verbundenen (inneren) Seitenlappen
(20) erstrecken sich mindestens bis in einen Bereich einer (Teil-)Abdeckung von Filtern
(90) der Zigaretten (14), vorzugsweise über die volle Länge der Zigaretten (14) mit
(etwa) bündigem Abschluss mit den Zigaretten (14) bzw. den Filtern (90),
b) die Rückwand (19) des Trays (16) und die mit dieser verbundenen äußeren Seitenlappen
(21) erstrecken sich mindestens bis in den Bereich einer (Teil-)Überdeckung der Filter
(90) der Zigaretten (14), vorzugsweise derart, dass an der Rückwand (19) ein Vorsprung
(28) - entsprechend einer Ausnehmung (27) der Vorderwand (17) - sich bis in den Bereich
eines bündigen Abschlusses mit den Filtern (90) der Zigaretten (14) erstreckt,
c) seitliche Bereiche der Rückwand (19) bilden - quergerichtete - Oberkanten (93)
als - zurückgesetzte - Begrenzung der Rückwand (19), derart, dass die Oberkanten (93)
im Bereich der Filter (90) der Zigaretten (14) liegen.
6. Packung nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) die Seitenlappen (20, 21) sind durch mindestens eine weitere, zweite formschlüssige
und/oder kraftschlüssige Verbindung - zusätzlich zu den Verhakungslaschen (29, 79,
83) und Gegenlaschen (30, 78, 84) miteinander verbunden,
b) die zusätzliche Verbindung der Seitenlappen (20, 21) ist im Abstand von der ersten
formschlüssigen und/oder kraftschlüssigen Verbindung der Seitenlappen (20, 21) angeordnet,
vorzugsweise in einem der Vorderwand (17) zugekehrten Bereich,
c) vorzugsweise ist eine schräg gerichtete Stanzung - Ausnehmung (91) - des inneren
Seitenlappens (20) benachbart zur Vorderwand (17) positioniert, wobei der äußere Seitenlappen
mit einem freiliegenden Eckbereich (92) in die Ausnehmung (91) eintritt bzw. durch
diese hindurchtritt und an der Innenseite des innenliegenden Seitenlappens (20) positioniert
ist.
7. Packung nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass einer der Faltlappen, insbesondere der inneren Seitenlappen (20), einen vorzugsweise
geradlinigen, quergerichteten Stanzschnitt aufweist, insbesondere über die volle Breite
des Seitenlappens (20) - Querstanzung (80) -, wobei ein durch den anderen Faltlappen
- äußerer Seitenlappen (21) - gebildeter Gegenlappen - Lappenteil (83) - im Bereich
der Querstanzung (80) zwischen durch den Stanzschnitt (80) gebildeten Teilen des Seitenlappens
(20) eingeklemmt ist und wobei vorzugsweise der klemmend verankerte Lappenteil (83)
des Seitenlappens (21) durch einen vorzugsweise geradlinigen Einschnitt (82), ausgehend
von einer freien Querkante des Seitenlappens (21), gebildet ist, derart, dass ein
der Rückwand (19) zugekehrter weiterer Lappenteil (84) unter Spannung - geklemmt -
an der Innenseite des Seitenlappens (20) im Bereich der Querstanzung (80) anliegt.
8. Packung nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Seitenlappen (20, 21) angeordnete, insbesondere quergerichtete Stanzungen
zur Bildung von Verhakungslaschen und Gegenlaschen mindestens teilweise keilförmig
ausgebildet sind, vorzugsweise als keilförmige Stanzung (75) des inneren Seitenlappens
(20) einerseits und als Gegenstanzung (76) im Bereich des äußeren Seitenlappens (21),
wobei die Stanzungen (75 und 76) vorzugsweise sich etwa bis zur Mitte der Seitenlappen
(20 bzw. 21) erstrecken und in der Faltstellung ineinandergreifen, derart, dass ein
Lappen des Seitenlappens (21) - Außenlasche (78) unter Klemmwirkung an der Außenseite
des Seitenlappens (20) und ein innerer Klemmlappen - Innenlasche (79) - ebenfalls
unter Spannung an der Außenseite des Seitenlappens (21) anliegt.
9. Packung nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Innenseite der Bodenwand (18) des Trays (16) anliegende Ecklappen (22) mit
den äußeren Seitenlappen (21) verbunden sind, insbesondere über eine durch Schwächung
des Materials gebildete Faltlinie (23), wobei die Ecklappen (22) gegenüber der Bodenwand
(18) einerseits und den inneren Seitenlappen (20) andererseits durch Stanzlinien (24)
abgeteilt sind, derart, dass eine schwenkbare Einheit aus Bodenwand (18), Rückwand
(19), Seitenlappen (21) und Ecklappen (22) gebildet ist.
10. Verfahren zum Herstellen von Einheiten (35) aus einer Zigarettengruppe (15) und einem
diese mindestens teilweise umgebenden Stützorgan - Tray (16) - aus einem vorzugsweise
einstückigen Zuschnitt (38), insbesondere als Inhalt einer Folienpackung - Innenpackung
(10) -
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) der Zuschnitt (38) des Trays (16) wird vorzugsweise durch Eindrücken in eine Aufnahme
bzw. Tasche (43) eines Endlosförderers - (Falt-)Revolver (40) - eingeführt, derart,
dass mindestens eine Vorderwand (17) des Zuschnitts (38) an einem Boden - Bodenplatte
(44) - der Tasche (43) anliegt und andere Bereiche des Zuschnitts (38) aufgerichtet
sind, insbesondere eine Rückwand (19) und an der Vorderwand (17) angebrachte (innere)
Seitenlappen (20),
b) der Zuschnitt (38) wird sodann durch Faltung mindestens der Rückwand (19) aus einer
aufrechten Stellung in eine schräggerichtete Stellung in Richtung zur Endstellung
gefaltet,
c) des Weiteren werden die mit der Rückwand (19) verbundenen äußeren Seitenlappen
(21) in eine quergerichtete Stellung gefaltet unter Teilanlage an den inneren Seitenlappen
(20),
d) in dieser Zwischenfaltstellung des Zuschnitts (38) wird die formierte, aus vorzugsweise
mehreren Reihen bestehende Zigarettengruppe (15) über eine offene, radial außenliegende
Seite des Trays (16) eingeschoben, vorzugsweise bis in den Bereich der Bodenwand (18),
e) sodann wird das Tray (16) fertig gefaltet durch Abwärtsfaltung der Rückwand (19)
bis in die Endstellung unter gleichzeitiger wechselseitiger Einführung der Verhakungsorgane,
insbesondere der Verhakungslasche (29) und der Gegenlasche (30) in die Verhakungsstellung.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) in einer ersten Faltstellung des Zuschnitts (38), insbesondere nach Einführen in
eine Tasche (43) des Revolvers (40), liegen Vorderwand (17) und Bodenwand (18) in
einer gemeinsamen Ebene an der Bodenplatte (44) der Tasche (43), während die Seitenlappen
(20) sowie die Rückwand (19) mit den Seitenlappen (21) aufgerichtet sind,
b) durch Faltung des aufrechten Schenkels mit der Rückwand (19) in eine Schrägstellung
- Zwischenfaltstellung - wird die Bodenwand (18) ebenfalls in eine Schrägstellung
- unter einem spitzen Winkel zur Bodenplatte (44) - gefaltet, einschließlich der an
der Innenseite der Bodenwand (18) anliegenden, mit den äußeren Seitenlappen (21) verbundenen
Ecklappen,
c) danach wird durch Radialverschiebung des teilweise gefalteten Zuschnitts (38) in
der Tasche (43) die Bodenwand (18) in die packungsgemäße Stellung - quer zur Vorderwand
(17) - aufgerichtet, vorzugsweise durch Übertragung von Schubkraft auf eine freie,
radial außenliegende Kante der Vorderwand (17) und durch Anlage der Bodenwand (18)
bzw. einer Querfaltlinie (26) an einem Anschlag - Taschen-Rückwand (50) - und wobei
vorzugsweise
d) die Bodenwand (18) ist in der Zwischenfaltstellung des Zuschnitts (38) bzw. des
Trays (16) - vorzugsweise entsprechend der Einschubstellung für die Zigarettengruppe
(15) - in einer Schrägstellung angeordnet,
e) eine Einheit aus Bodenwand (18), Rückwand (19), äußeren Seitenlappen (21) und Ecklappen
(22) ist zuerst in die Zwischenfaltstellung und danach in die packungsgemäße Endstellung
faltbar, wobei in der Endphase der Faltung die Verhakungsorgane (29, 30) in Eingriff
gelangen.
12. Verfahren nach Anspruch 11 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verhakungsorgane der Seitenlappen (20, 21), insbesondere Verhakungslasche (29)
und/oder Gegenlasche (30), bei vorzugsweise ungefaltetem Zuschnitt (38) in eine Wirkstellung
gefaltet werden - unter einem spitzen Winkel zur Ebene der Seitenlappen (20, 21) -,
vorzugsweise während des Transports des (ungefalteten) Zuschnitts (38) entlang einer
Zuschnittbahn (39) zur Tasche (43) des Faltrevolvers (40), wobei von oben wirkende
Faltfinger (53) die Faltung der Laschen (29, 30) in Abwärtsrichtung bewirken und dass
vorzugsweise bei Beginn der Einführung des Zuschnitts (38) durch Abwärtsbewegung in
eine Tasche (43) Ecklappen (22) des Zuschnitts in eine Vorfaltstellung gefaltet werden,
vorzugsweise durch feststehende, in die Bewegungsbahn des Zuschnitts (38) ragende
Vorsprünge (55).
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mit nach oben gerichteter Stellung der Rückwand (19) hergestellten Trays (16)
bzw. Einheiten (35) nach der Fertigstellung, insbesondere nach Ausschub aus dem Faltrevolver
(40), gewendet werden, vorzugsweise durch einen Wenderevolver (69), derart, dass beim
anschließenden Weitertransport die Vorderwand (17) nach oben gerichtet ist.
14. Vorrichtung zum Herstellen von Packungen für Zigaretten (14) oder dergleichen, bestehend
aus einem eine Zigarettengruppe (15) mindestens teilweise umgebenden Halt- bzw. Stützorgan
- Tray (16) - mit Vorderwand (17), Rückwand (19), Bodenwand (18) und aus einander
teilweise überdeckenden Seitenlappen (20, 21) gebildeten Seitenwänden, wobei eine
aus Zigarettengruppe (15) und Tray (16) bestehende Einheit (35) nachfolgend in eine
Folie eingehüllt wird unter Bildung einer Folien- bzw. Innenpackung (10),
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) ein Trennaggregat (37) dient zum vorzugsweise fortlaufenden Abtrennen von Zuschnitten
(38) für jeweils ein Tray (16) von einer fortlaufenden Materialbahn - Traybahn (36)
-, vorzugsweise unter Anbringung von Stanzlinien und Faltlinien (25, 26),
b) eine Zuschnittbahn (39) dient zum Transport der abgetrennten und auf Abstand voneinander
gebrachten Zuschnitte (38) zu einem Faltaggregat, insbesondere einem Faltrevolver
(40),
c) zur Einführung eines Zuschnitts (38) in eine Aufnahme - Tasche (43) - des Faltrevolvers
(40) ist oberhalb der Tasche (43) ein Eindrückorgan - Stempel (46) mit Stempelplatte
(47) - angeordnet zum Eindrücken des Zuschnitts (38) in die darunter befindliche Tasche
(43) unter Aufrichtung von ausgewählten Bereichen bzw. Faltlappen des Zuschnitts (38),
d) der Stempel (46) bzw. die Stempelplatte (47) sind so angeordnet und bemessen, dass
beim Einführen des Zuschnitts (38) in die Tasche (43) eine Vorderwand (17) und eine
anschließende Bodenwand (18) in einer gemeinsamen Ebene an einer Bodenplatte (44)
der Tasche (43) anliegen, die übrigen Bereiche und Faltlappen hingegen aufgerichtet
sind,
e) durch Drehbewegung des Faltrevolvers (40) sind die Taschen (43) mit teilweise gefaltetem
Zuschnitt (38) nacheinander in eine Faltstation (49) zur Durchführung weiterer Faltschritte,
in eine Füllstation (56) zum Einschieben einer Zigarettengruppe (15) in das unfertige
Tray (16) und vorzugsweise zur Komplettierung des Trays (16) sowie schließlich in
eine Ausschubstation (64) transportierbar, in der die fertigen Einheiten (35) aus
dem Faltrevolver (40) ausschiebbar sind.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Zuführung der Zuschnitte (38) zum Faltrevolver (40), insbesondere
im Bereich der Zuschnittbahn (39), Faltorgane wirksam sind zum (Vor-)Falten von Verhakungslaschen
(29) bzw. Gegenlaschen (30), insbesondere auf- und abbewegbare Faltfinger (53), die
durch Abwärtsbewegung die Laschen (29, 30) nach unten falten, insbesondere in Verbindung
mit einem unterhalb der Bewegungsbahn der Zuschnitte (38) angeordneten Gegenfalter
(54).
16. Vorrichtung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass in der Bewegungsbahn der Zuschnitte (38) zum Faltaggregat - Faltrevolver (40) - Faltorgane
zum Vorfalten von Ecklappen (22) angeordnet sind, insbesondere feststehende Vorsprünge
(55) im Bereich einer Taschen-Rückwand (50), wobei vorzugsweise zum Aufrichten der
Bodenwand (18) aus einer (horizontalen) Ausgangsstellung in eine schräg gerichtete
Zwischenfaltstellung und schließlich in die aufgerichtete Endstellung auf den Zuschnitt
(38) bzw. das Tray (16) wirkende Schuborgane dienen, insbesondere ein Schieber (51)
mit einem vorzugsweise gabelförmigen Kopf zur Anlage an einer freien, radial außenliegenden
Kante der Vorderwand (17) und wobei weiterhin vorzugsweise die Faltbewegung der Rückwand
(19), insbesondere in Verbindung mit der Bodenwand (18), in eine Zwischenfalt- und
schließlich in die Endstellung zusätzliche, an der Außenseite der Rückwand (19) wirkende
Falt- bzw. Druckorgane dienen, insbesondere ein Faltstempel (52).