[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Trockner für eine textile Warenbahn mit
einem Trocknerraum, in dem wenigstens eine luftdurchlässige Trommel drehbar angeordnet
ist, die von der Warenbahn teilweise umschlingbar ist und wobei die Warenbahn mit
erwärmter Trocknungsluft durchströmbar ist, und wobei ein Ventilator vorgesehen ist,
mit dem über eine axial zur Trommel ausgebildete Saugseite ein Saugzug aus der Trocknungsluft
aus der Innenseite der Trommel und eine Umwälzung der Trocknungsluft zurück in den
Trocknerraum bildbar ist, und wobei mittels einer Heißgasquelle aufgeheiztes Gas der
umwälzenden Trocknungsluft zuführbar ist.
[0002] Die
DE 10 2012 109 878 B4 offenbart einen Trockner für eine textile Warenbahn mit einem Trocknerraum, in dem
mehrere luftdurchlässige Trommeln drehbar angeordnet sind. Ein Ventilator zieht über
eine Saugseite die feuchte Trocknungsluft aus der Innenseite der Trommel, wobei jeder
Trommel ein separater Ventilator zugeordnet ist. Der vor dem Ventilator gebildete
Saugzug der Trocknungsluft durchwandert den Ventilator und gelangt in einen Heizungs-
und Ventilatorraum. Eine Zwischenkammer ist zwischen einer Stirnseite der Trommeln
und dem Heizungs- und Ventilatorraum eingerichtet und bildet einen geschlossenen Raum,
der jedoch mit dem Saugzug in Verbindung steht. Folglich strömt die feuchte Trocknungsluft
aus der Innenseite der Trommel in die Zwischenkammer ein, und der Ventilator saugt
über seine Saugseite die Trocknungsluft schließlich an und gibt diese in den Heizungs-
und Ventilatorraum ab. In der Zwischenkammer wird der Trocknungsluft Frischluft zugeführt
und ein Teil der feuchten Trocknungsluft wird als Abluft aus der Zwischenkammer abgeführt.
[0003] Zum Wärmeeintrag, der zur Aufheizung der Trocknungsluft notwendig ist, dienen Heizelemente,
die im Heizungs- und Ventilatorraum angeordnet sind. Die Heizelemente sind derart
im Heizungs- und Ventilatorraum angeordnet, dass diese vom Luftstrom der vom Ventilator
radial oder tangential abströmenden Trocknungsluft umströmt werden.
[0004] Abhängig von der Ausgestaltung und der Anordnung der Heizelemente im Heizungs- und
Trocknungsraum ergeben sich nachteilhafterweise Luftsträhnen in der Trocknungsluft
mit unterschiedlichen Temperaturbereichen, mit denen die Trocknungsluft vom Heizungs-
und Ventilatorraum über einen Vorraum schließlich in den Trocknerraum eintritt. Dabei
ist nicht grundsätzlich sichergestellt, dass nach einem Durchströmen einer Siebdecke,
die den Vorraum vom Trocknerraum trennt, die Temperatur der Trocknungsluft zur Beaufschlagung
der textilen Warenbahn über der gesamten Breite vergleichmäßigt ist.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist die Weiterbildung eines Trockners für eine textile Warenbahn
mit einer verbesserten Heißluftzufuhr. Insbesondere soll die Heißluftzufuhr möglichst
effizient erfolgen und eine Beaufschlagung der textilen Warenbahn mit der Trocknungsluft
ermöglichen, die über der gesamten Breite der textilen Warenbahn eine möglichst gleichmäßige
Temperatur aufweist.
[0006] Diese Aufgabe wird ausgehend von einem Trockner gemäß dem Oberbegriff des Anspruches
1 in Verbindung mit den kennzeichnenden Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0007] Die Erfindung schließt die technische Lehre ein, dass wenigstens ein Heißgas-Zuführring
vorgesehen ist, der den Saugzug umschließt und über den Heißgas im Wesentlichen vollumfänglich
in den Saugzug einströmbar ist.
[0008] Kerngedanke der Erfindung ist eine gezielte Einspeisung des Heißgases vor dem Ventilator,
sodass eine Vermischung des Heißgases mit der aus der Innenseite der Trommel abgesaugten
Trocknungsluft stattfindet, wobei die Durchmischung durch das Hindurchtreten der gemischten
Trocknungsluft mit dem Heißgas durch den Ventilator besonders effektiv genutzt werden
kann. Die Trocknungsluft tritt gemeinsam mit dem Heißgas durch den Ventilator hindurch,
wobei das Gemisch axial angesaugt wird und radial oder tangential vom Ventilator abströmt.
Die abströmende aufgeheizte Trocknungsluft kann nachfolgend wieder in den Trocknerraum
eintreten, wobei der Eintritt in den Trocknerraum mit einer gleichmäßigen Temperatur
erfolgt, und die textile Warenbahn wird über der gesamten Breite mit einer Trocknungsluft
gleicher Temperatur beaufschlagt.
[0009] Mit weiterem Vorteil weist der Heißgas-Zuführring in wenigstens einem Umfangsbereich
einen vorzugsweise radial auf eine Ringmitte des Heißgas-Zuführringes zulaufenden
Heißgaskanal auf, über den das Heißgas in den Heißgas-Zuführring führbar ist. Das
Heißgas gelangt über den Heißgaskanal an einer Eintrittsstelle in den Heißgas-Zuführring
und verteilt sich im Wesentlichen vollständig über dem Umfang des Heißgas-Zuführrings.
Hierfür können innerhalb des Heißgas-Zuführrings beispielsweise Leitbleche vorgesehen
sein. Auch eine geometrische Ausformung des Heißgas-Zuführrings kann so ausgelegt
sein, dass eine möglichst gleichmäßige Verteilung des Heißgases über dem Umfang des
Heißgas-Zuführrings und damit auch über dem Umfang des Saugzuges erreicht wird. Folglich
wird vorteilhafterweise über dem Umfang gleichmäßig das Heißgas in den Saugzug eingespeist,
ohne dass besonders heiße oder kältere Bereiche im Luftgemisch der Trocknungsluft
gemeinsam mit dem Heißgas entstehen.
[0010] Auch ist es von Vorteil, dass der Heißgas-Zuführring so eingerichtet ist, dass an
einer ersten Seite des Heißgas-Zuführringes ein stirnseitiges Ende der Trommel angrenzt,
und insbesondere ist vorgesehen, dass an einer zweiten Seite des Heißgas-Zuführrings
ein Saugeinzug des Ventilators angeordnet ist bzw. an diese angrenzt. Mit anderen
Worten befindet sich der Heißgas-Zuführring erfindungsgemäß zwischen dem Ende der
Trommel und dem Saugeinzug des Ventilators. Das stirnseitige Ende der Trommel kann
dabei zusammenfallen mit einer Trennwand zwischen dem Trocknerraum zur Aufnahme der
Trommel und beispielsweise einem Ventilatorraum, in dem der Ventilator aufgenommen
ist. An dieser Trennwand kann der Heißgas-Zuführring haltend angebracht sein, und
in der Trennwand befindet sich eine Durchtrittsöffnung, die beispielsweise etwa die
Öffnungsweite der Trommelinnenseite aufweist, sodass die Innenseite der Trommel im
Wesentlichen vollständig in den Ventilatorraum geöffnet ist. Dabei ist mit besonderem
Vorteil vorgesehen, dass das offene, stirnseitige Ende der Trommel so an die innere
Öffnung des Heißgas-Zuführrings angrenzt, dass keine Trocknungsluft aus der Innenseite
der Trommel wieder zurück in den Trocknerraum gelangt, ohne durch den Heißgas-Zuführring
und schließlich durch den Ventilator hindurchzutreten.
[0011] Eine bevorzugte, aber nicht ausschließlich mögliche Bildung der Heißgasquelle kann
mittels eines Gasgebläsebrenners mit einem Brennrohr vorgesehen sein. Die Heißgasquelle
ist dabei so an den Heißgaskanal angeschlossen, dass das Rauchgas des Gasgebläsebrenners
vollständig in den Heißgaskanal und schließlich in den Heißgas-Zuführring einströmt.
Das Rauchgas gelangt über den Heißgas-Zuführring schließlich in die Trocknungsluft
und heizt diese auf. Das Brennrohr des Gasgebläsebrenners bildet dabei den Anschluss
an den Heißgaskanal. Die Ausführung der Heißgasquelle als Gasgebläsebrenner hat den
Vorteil, dass bereits ein Rauchgaszug entsteht, der das heiße Rauchgas über den Heißgaskanal
in den Heißgas-Zuführring einbläst. Zusätzlich kann innenseitig im Heißgas-Zuführring
durch den hindurchströmenden Saugzug ein Unterdruck im Zuführring erzeugt werden,
sodass zusätzlich durch diesen Saugeffekt das Rauchgas des Gasgebläsebrenners über
das Brennrohr, den Heißgaskanal und den Heißgas-Zuführring in den Saugzug der Trocknungsluft
eingezogen werden kann.
[0012] Zur vorteilhaften Anordnung des Ventilators ist ein Ventilatorraum vorgesehen, der
rückseitig an den Trocknerraum angeschlossen ist. Die feuchte Trocknungsluft tritt
dabei von der Innenseite der Trommel über die Öffnung, durch den Heißgas-Zuführring
und schließlich durch den Ventilator in den Ventilatorraum ein. Dabei entsteht ein
weiterer Vorteil, wenn das Brennrohr der Heißgasquelle wenigstens abschnittsweise
durch den Ventilatorraum hindurchgeführt ist, sodass die umwälzende Trocknungsluft
zusätzlich dadurch aufgeheizt wird, dass diese am heißen Brennrohr konvektieren kann.
[0013] Ein Trockner zur Trocknung einer textilen Warenbahn, beispielsweise nach einem Waschvorgang
oder einem Vernadelungsvorgang mittels einer Wasserstrahlung, weist regelmäßig mehr
als eine Trommel auf, um die die textile Warenbahn geführt wird. Beispielsweise weist
ein Trockner zwei oder vorzugsweise drei Trommeln auf, und die Warenbahn wird über
einen Einlass in den Trocknerraum eingeführt und umschlingt eine erste Trommel beispielsweise
etwa 180° um eine erste Seite, wobei nachfolgend die textile Warenbahn eine zweite
Trommel ebenfalls etwa mit 180° auf einer gegenüberliegenden Seite umschlingt, woraufhin
eine weitere, beispielsweise dritte und letzte Trommel folgt, die von der textilen
Warenbahn wieder von der gegenüberliegenden Seite umschlungen wird. Schließlich verlässt
die textile Warenbahn den Trocknerraum über einen Auslass. Der Einlass und der Auslass
sind schlitzförmige Öffnungen im Gehäuse des Trocknerraums, durch die vorzugsweise
nur geringe Mengen der Trocknungsluft ein- oder austreten können. Jedem Innenraum
der einzelnen Trommeln sind Ventilatoren zugeordnet, die in einem gemeinsamen Ventilatorraum
oder in jeweils separaten Ventilatorräumen aufgenommen sind. Folglich wird mit besonderem
Vorteil für die Einspeisung von Heißluft in jeden der Saugzüge aus der Innenseite
der Trommeln ein Heißgas-Zuführring vorgesehen.
[0014] Zur Speisung der mehreren Heißgas-Zuführringe mit Heißgas ist mit besonderem Vorteil
vorgesehen, dass zwei Heißgas-Zuführringe mit einer gemeinsamen Heißgasquelle verbunden
sind. Dabei kann sich an das Brennrohr des Gasgebläsebrenners ein Winkelgehäuse anschließen,
das einen ersten Anschlussausgang zur Anbindung eines ersten Heißgaskanals und einen
zweiten Anschlussausgang zur Anbindung eines zweiten Heißgaskanals aufweist.
[0015] Alternativ zu einem Gasgebläsebrenner mit einem Brennrohr zur Bildung der Heißgasquelle
können auch externe Heißgasquellen eingerichtet sein. Somit wird ein weiterer Vorteil
erreicht, wenn mit Bezug auf eine Trommel ein erster Heißgas-Zuführring vorgesehen
ist, der mit einer ersten Heißgasquelle gekoppelt ist und wenn ein zweiter Heißgas-Zuführring
vorgesehen ist, der mit einer zweiten Heißgasquelle gekoppelt ist, wobei beide Heißgas-Zuführringe
benachbart zueinander den Saugzug umschließend angeordnet sind. Dabei kann die zweite
Heißgasquelle mittels einer peripheren Wärmequelle gebildet sein.
[0016] Der Heißgas-Zuführring weist zur optimalen Zufuhr des Heißgases in den Saugzug ein
U-förmiges Kastenprofil auf, wobei eine Austrittsöffnung radial nach innen weisend
ausgebildet ist. Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn der Heißgas-Zuführring einen
Kanalanschluss mit einem großen Querschnitt aufweist, und die axiale Querschnittshöhe
mit Bezug auf den Verlauf des Saugzugs entlang einer Mittelachse des Heißgas-Zuführrings
verringert sich bis zur Austrittsöffnung, sodass die Heißluft beschleunigt in den
Saugzug eintreten kann. Leitbleche innerhalb des U-förmigen Kastenprofils des Heißgas-Zuführrings
können dabei eine möglichst gleichmäßige Austritts-Strömungsgeschwindigkeit aus dem
Heißgas-Zuführring in den Saugzug für die Zufuhr des Heißgases ermöglichen.
[0017] Zwischen dem Trocknerraum und dem Ventilatorraum kann gemäß einer weiteren Variante
des Trockners ein Zwischenraum ausgebildet sein, in den wenigstens eine Frischluft
zuführbar ist und/oder aus dem eine Abluft herausführbar ist, wobei wenigstens ein
Heißgas-Zuführring im Zwischenraum angeordnet ist. Beispielsweise ist ein erster Heißgas-Zuführring
im Zwischenraum angeordnet, der mit einer ersten Heißgasquelle gekoppelt ist, und
ein weiterer Heißgas-Zuführring ist im Ventilatorraum angeordnet, der mit einer weiteren
Heißgasquelle gekoppelt ist.
[0018] Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen werden nachstehend gemeinsam mit der
Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Figuren
näher dargestellt. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Querschnittsansicht durch einen Trockner mit einer dargestellten Trommel und
mit der Anordnung eines Heißgas-Zuführrings gemäß der Erfindung,
- Figur 2
- eine weitere Ansicht der Anordnung des Heißgas-Zuführringes,
- Figur 3
- eine perspektivische Ansicht des Heißgas-Zuführringes,
- Figur 4
- eine Seitenansicht des Heißgas-Zuführringes,
- Figur 5
- eine Anordnung von zwei Heißgas-Zuführringen, die jeweils einer eigenen Trommel zugeordnet
sind und die über eine gemeinsame Heißgasquelle gespeist sind und
- Figur 6
- eine perspektivische Ansicht von zwei Trommeln, und vor den stirnseitigen Enden der
Trommeln befinden sich jeweils zwei Heißgas-Zuführringe, wobei je zwei Heißgas-Zuführringe
benachbarter Trommeln über eine gemeinsame Heißgasquelle mit Heißgas speisbar sind.
[0019] Figur 1 zeigt in einer Querschnittsansicht einen Trockner 100 für eine textile Warenbahn
1 mit einem Trocknerraum 10, in dem eine luftdurchlässige Trommel 11 drehbar angeordnet
ist, und die textile Warenbahn 1 ist um die Trommel 11 herum geschlungen. Weiterhin
ist ein Ventilator 12 vorgesehen, mit dem über eine axial zur Trommel 11 ausgebildete
Saugseite 13 ein Saugzug 14 aus der Innenseite der Trommel 11 und eine Umwälzung von
Trocknungsluft 15 zurück in den Trocknerraum 10 bildbar ist, und wobei mittels einer
Heißgasquelle 16 Heißgas der umwälzenden Trocknungsluft 15 zuführbar ist. Die Trocknungsluft
tritt aus einem Ventilatorraum 26, in dem der Ventilator 12 aufgenommen ist, zunächst
in einen Vorraum 28 ein. Der Vorraum 28 ist zum Trocknerraum 10 getrennt durch eine
Siebdecke 31, wobei sowohl auf der Oberseite als auch auf der Unterseite der Trommel
11 jeweilige Vorräume 28 mit Siebdecken 31 ausgebildet sind, die die Vorräume 28 vom
Trocknerraum 10 trennen. Die Siebdecken 31 bewirken eine weitere Vergleichmäßigung
der Trocknungsluft 15, die aufgeheizt in die Vorräume 28 eintritt und gleichmäßig
über die Siebdecken 31 in den Trocknerraum 10 gelangt.
[0020] Zur Einspeisung von Heißgas in die Trocknungsluft 15 ist erfindungsgemäß ein Heißgas-Zuführring
17 vorgesehen, der den Saugzug 14 umschließt und über den Heißgas im Wesentlichen
vollumfänglich in den Saugzug einströmen kann. Die Trocknungsluft 15 in Form des Saugzuges
14 aus der Innenseite der Trommel 11 vermischt sich dabei vor dem Ventilator 12 mit
dem Heißgas, und durch die Verwirbelungen im Ventilator 12 erfolgt eine homogene Durchmischung
der feuchten Trocknungsluft 15 aus der Innenseite der Trommel 11 mit dem Heißgas aus
der Heißgasquelle 16. Schließlich kann die gut durchmischte Trocknungsluft 15 vom
Ventilatorraum 26 in den Vorraum 28 überströmen.
[0021] Die Heißgasquelle 16 ist gemäß dem gezeigten Ausführungsbeispiel gebildet durch einen
Gasgebläsebrenner 21, an den sich ein Brennrohr 22 anschließt. Das Brennrohr 22 erstreckt
sich wenigstens teilweise in den Ventilatorraum 26 hinein, sodass die Trocknungsluft
15 an der Außenseite des Brennrohres 22 konvektieren kann, wodurch die Trocknungsluft
15 weiter aufgeheizt wird.
[0022] Die Anordnung der Trommel 11 zeigt, dass das stirnseitige Ende 19 im Wesentlichen
angrenzt an den Heißgas-Zuführring 17, und der Ventilator 12 weist eine Saugseite
13 auf, an die sich der Heißgas-Zuführring 17 auf der gegenüberliegenden Seite von
dem stirnseitigen Ende 19 der Trommel 11 angrenzt. Damit bildet der Heißgas-Zuführring
17 einen Übergang vom stirnseitigen Ende 19 der Trommel 11 zur Saugseite 13 des Ventilators
12.
[0023] Figur 2 zeigt eine detaillierte Ansicht des Ventilatorraums 26, der angrenzend an
den nicht näher gezeigten Trocknerraum 10 angeordnet ist, und der Saugzug 14, der
mittels des Ventilators 12 über seinen Saugeinzug 20 und durch den Heißgas-Zuführring
17 hindurch angesaugt wird, ist mit einer Anzahl von Pfeilen dargestellt. Der Saugzug
14 wird aus einer Innenseite einer Trommel abgesaugt, wobei die nicht dargestellte
Trommel eine Saugseite 13 aufweist, die an eine Trennwand 32 angrenzt, die den Trocknerraum
10 vom Ventilatorraum 26 trennt. Zur Hindurchführung des Saugzuges 14 weist die Trennwand
32 eine Durchtrittsöffnung 34 auf, die mit der Saugseite 13 der Trommel in Überdeckung
gebracht ist.
[0024] Die Trocknungsluft 15 verlässt den Ventilator 12 in den Ventilatorraum 26 hinein,
wobei die Trocknungsluft 15 mit einer weiteren Anzahl von Pfeilen dargestellt ist.
Über die Heißgasquelle 16 umfassend einen Gasgebläsebrenner 21 und ein Brennrohr 22
wird Heißgas erzeugt, welches über einen Heißgaskanal 18 und über den nachfolgenden
den Heißgas-Zuführring 17 dem Saugzug 14 zugeführt wird, und das Heißgas vermischt
sich mit dem Saugzug 14 und durchwandert den Ventilator 12. Damit ist die Temperatur
der Trocknungsluft 15 höher als die Temperatur der Trocknungsluft im Saugzug 14. Rückseitig
des Ventilators 12 ist ein Motor 29 dargestellt, welcher sich ebenso wie der Gasgebläsebrenner
21 außerhalb des Ventilatorraums 26 befindet.
[0025] Figur 3 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Heißgas-Zuführrings 17, der über
einen Kanalanschluss 30 verfügt, und der Kanalanschluss 30 kann an den Heißgaskanal
18 (siehe Figur 2) angeschlossen werden. Der Heißgas-Zuführring 17 weist ein U-förmiges
Kastenprofil auf, und das Kastenprofil bildet radial nach innen eine Austrittsöffnung
23, durch die das Heißgas in den Saugzug 14 eingegeben werden kann.
[0026] Figur 4 zeigt eine Seitenansicht des Heißgas-Zuführrings 17, und es sind Leitbleche
33 dargestellt, die dazu eingerichtet sind, den Heißgasaustritt über dem Umfang der
Austrittsöffnung 23 im Wesentlichen zu vergleichmäßigen.
[0027] Der Heißgas-Zuführring 17 ist dabei weiterhin so ausgestaltet, dass die Durchtrittsöffnung
34 mit Bezug auf das U-förmige Kastenprofil außermittig ausgebildet ist, sodass das
U-förmige Kastenprofil in Richtung zum Kanalanschluss 30 eine größere Profiltiefe
aufweist, und zum gegenüberliegenden Punkt des Kanalanschlusses 30 verjüngt sich das
U-förmige Kastenprofil. Durch den kleiner werdenden Querschnitt vergleichmäßigt sich
dabei die Strömung des Heißgases innerhalb des Heißgas-Zuführrings 17 derart, dass
das Heißgas im Wesentlichen gleichmäßig über den Umfang verteilt die Austrittsöffnung
23 verlässt.
[0028] Figur 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Anordnung von zwei Heißgas-Zuführringen
17, die jeweils vor einer Trommel 11 angeordnet sind, und die Heißgas-Zuführringe
17 werden über eine gemeinsame Heißgasquelle 16 gespeist. Zur Aufzweigung des Heißgases
aus der Heißgasquelle 16 dient ein Winkelgehäuse 24, welches jeweilige Anschlussausgänge
25 zum Anschluss von Heißgaskanälen 18 aufweist. Damit verbindet jeweils ein Heißgaskanal
18 die Heißgas-Zuführringe 17 mit der Heißgasquelle 16. Folglich stehen die Heißgaskanäle
18 in einem Winkel zueinander, wobei die Heißgasquelle 16 zwischen den beiden Heißgas-Zuführringen
17 außermittig angeordnet ist. Wird Heißgas über die Heißgasquelle 16 und die Heißgaskanäle
18 den Heißgas-Zuführringen 17 zugeleitet, kann das Heißgas auf vorstehend beschriebene
Weise über die jeweiligen Austrittsöffnungen 23 der Heißgas-Zuführringe 17 in den
Saugzug 14 auf den jeweiligen Trommelseiten der Trommeln 11 austreten.
[0029] Figur 6 zeigt eine perspektivische Ansicht von zwei Trommeln 11, die in einem nicht
näher dargestellten Trocknerraum 10 aufgenommen sind. Das Ausführungsbeispiel zeigt
einen Zwischenraum 27, und der Zwischenraum 27 ist durch die Trennwand 32 vom Trocknerraum
10 getrennt. Vor dem Zwischenraum 27 befindet sich der Ventilatorraum 26, der durch
eine weitere Trennwand 35 vom Zwischenraum 27 getrennt ist.
[0030] Ein erstes Paar von Heißgas-Zuführringen 17 ist mit einer ersten Heißgasquelle 16
verbunden, und ein zweites Paar Heißgas-Zuführringe 17 ist mit einer zweiten Heißgasquelle
16 verbunden. Die Paare der Heißgas-Zuführringe 17 sind so angeordnet, dass vor jedem
stirnseitigen Ende 19 der Trommeln 11 ein Heißgas-Zuführring 17 aus dem ersten Paar
und angrenzend an diesen in benachbarter Anordnung ein weiterer Heißgas-Zuführring
17 eines zweiten Paares angeordnet ist.
[0031] Dabei kann eine erste Heißgasquelle 16 durch einen Gasgebläsebrenner und einem Brennrohr
gebildet sein, und eine weitere Heißgasquelle 16 kann durch eine externe Wärmequelle,
beispielsweise durch ein peripher angeordnetes Blockheizkraftwerk gebildet werden.
Damit ergeben sich zwei Heißgasquellen über jeweilige Heißgas-Zuführringe 17 in jedem
der Saugzüge, die über die stirnseitigen Enden 19 aus den Trommeln 11 erzeugt werden.
[0032] Die Erfindung beschränkt sich in ihrer Ausführung nicht auf das vorstehend angegebene
bevorzugte Ausführungsbeispiel. Vielmehr ist eine Anzahl von Varianten denkbar, welche
von der dargestellten Lösung auch bei grundsätzlich anders gearteten Ausführungen
Gebrauch macht. Sämtliche aus den Ansprüchen, der Beschreibung oder den Zeichnungen
hervorgehenden Merkmale und/oder Vorteile, einschließlich konstruktiver Einzelheiten
oder räumlicher Anordnungen, können sowohl für sich als auch in den verschiedensten
Kombinationen erfindungswesentlich sein.
Bezugszeichen
[0033]
- 100
- Trockner
- 1
- textile Warenbahn
- 10
- Trocknerraum
- 11
- Trommel
- 12
- Ventilator
- 13
- Saugseite
- 14
- Saugzug
- 15
- Trocknungsluft
- 16
- Heißgasquelle
- 17
- Heißgas-Zuführring
- 18
- Heißgaskanal
- 19
- stirnseitiges Ende
- 20
- Saugeinzug
- 21
- Gasgebläsebrenner
- 22
- Brennrohr
- 23
- Austrittsöffnung
- 24
- Winkelgehäuse
- 25
- Anschlussausgang
- 26
- Ventilatorraum
- 27
- Zwischenraum
- 28
- Vorraum
- 29
- Motor
- 30
- Kanalanschluss
- 31
- Siebdecke
- 32
- Trennwand
- 33
- Leitblech
- 34
- Durchtrittsöffnung
- 35
- Trennwand
1. Trockner (100) für eine textile Warenbahn (1) mit einem Trocknerraum (10), in dem
wenigstens eine luftdurchlässige Trommel (11) drehbar angeordnet ist, die von der
Warenbahn (1) teilweise umschlingbar ist und wobei die Warenbahn mit erwärmter Trocknungsluft
(15) durchströmbar ist, und wobei ein Ventilator (12) vorgesehen ist, mit dem über
eine axial zur Trommel (11) ausgebildete Saugseite (13) ein Saugzug (14) aus der Trocknungsluft
(15) aus der Innenseite der Trommel (11) und eine Umwälzung der Trocknungsluft (15)
zurück in den Trocknerraum (10) bildbar ist, und wobei mittels einer Heißgasquelle
(16) aufgeheiztes Gas der umwälzenden Trocknungsluft (15) zuführbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Heißgas-Zuführring (17) vorgesehen ist, der den Saugzug (14) umschließt
und über den Heißgas im Wesentlichen vollumfänglich in den Saugzug (14) einströmbar
ist.
2. Trockner (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Heißgas-Zuführring (17) in wenigstens einem Umfangsbereich einen vorzugsweise
radial auf eine Ringmitte des Heißgas-Zuführrings (17) zulaufenden Heißgaskanal (18)
aufweist, über den das Heißgas in den Heißgas-Zuführring (17) führbar ist.
3. Trockner (100) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Heißgas-Zuführring (17) so eingerichtet ist, dass an einer ersten Seite des Heißgas-Zuführringes
(17) ein stirnseitiges Ende (19) der Trommel (11) angrenzt und dass an einer zweiten
Seite des Heißgas-Zuführringes (17) ein Saugeinzug (20) des Ventilators (12) angeordnet
ist.
4. Trockner (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Heißgasquelle (16) mittels eines Gasgebläsebrenners (21) mit einem Brennrohr
(22) gebildet ist.
5. Trockner (100) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilator (12) in einem Ventilatorraum (26) angeordnet ist, wobei sich das Brennrohr
(22) wenigstens abschnittsweise durch den Ventilatorraum (26) erstreckt und die umwälzende
Trocknungsluft (15) am heißen Brennrohr (22) konvektiert.
6. Trockner (100) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein erster Heißgas-Zuführring (17) vorgesehen ist, der mit einer ersten Heißgasquelle
(16) gekoppelt ist und dass ein zweiter Heißgas-Zuführring (17) vorgesehen ist, der
mit einer zweiten Heißgasquelle (16) gekoppelt ist, wobei beide Heißgas-Zuführringe
(17) benachbart zueinander und den Saugzug (14) umschließend angeordnet sind.
7. Trockner (100) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite Heißgasquelle (16) mittels einer peripheren Wärmequelle gebildet ist.
8. Trockner (100) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Heißgas-Zuführring (17) ein umlaufendes U-förmiges Kastenprofil aufweist, wobei
eine Austrittsöffnung (23) radial nach innen weisend ausgebildet ist.
9. Trockner (100) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Trockner (100) eine oder mehrere Trommeln (11) aufweist, wobei jeder Trommel
(11) wenigstens ein Heißgas-Zuführring (17) zugeordnet ist.
10. Trockner (100) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Heißgas-Zuführringe (17) mit einer gemeinsamen Heißgasquelle (16) verbunden
sind.
11. Trockner (100) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass sich an das Brennrohr (22) des Gasgebläsebrenners (21) ein Winkelgehäuse (24) anschließt,
das einen ersten Anschlussausgang (25) zur Anbindung eines ersten Heißgaskanals (18)
und einen zweiten Anschlussausgang (25) zur Anbindung eines zweiten Heißgaskanals
(18) aufweist.
12. Trockner (100) nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Trocknerraum (10) und dem Ventilatorraum (26) ein Zwischenraum (27)
ausgebildet ist, in den wenigstens eine Frischluft zuführbar ist und/oder aus dem
eine Abluft herausfühbar ist, wobei wenigstens ein Heißgas-Zuführring (17) im Zwischenraum
(27) angeordnet ist.