[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Beladen von Steckergehäuseaufnahmen mit
korrespondierenden Steckergehäusen wenigstens einer Bauart, insbesondere für eine
bzw. zur Verwendung bei einer sogenannten Kabelverarbeitungsmaschine, welche zum Bestücken
von konfektionierten Kabelenden mit Steckergehäusen dient, die in den zu beladenden
Steckergehäuseaufnahmen gehalten sind. Die Erfindung betrifft ferner eine Kabelverarbeitungsmaschine
mit einer solchen Beladevorrichtung sowie eine Vorrichtung zum Entladen der Steckergehäuseaufnahmen
nach dem Bestücken mit konfektionierten Kabelenden.
[0002] Aus der Druckschrift
EP 1 304 773 A1 ist eine eingangs genannte Kabelverarbeitungsmaschine bekannt. Diese Maschine ist
insbesondere für die Konfektionierung und Bestückung von Kabelbäumen ausgebildet.
Um Kabelbäume mit mehreren Steckergehäusen verarbeiten zu können, werden die zu bestückenden
Steckergehäuse in der Praxis üblicherweise auf sogenannten Paletten angeordnet. Die
aus
EP 1 304 773 A1 bekannte Kabelverarbeitungsmaschine verfügt über mindestens zwei Gehäusepaletten,
wobei sich jeweils eine Palette in einer Kabel-Bestückungsposition befindet, in der
die konfektionierten Kabelenden in korrespondierende Kabelaufnahmen der Steckergehäuse
eingebracht werden. Während des laufenden Bestückungsprozesses mit dieser ersten Palette
befindet sich eine zweite Palette in einer Ent-/Beladeposition, wo der Bediener den
fertigen Kabelbaum entnehmen und auf der Palette angeordneten Steckergehäusehalter
bzw. die in den Steckergehäusehalter vorgesehenen Steckergehäuseaufnahmen mit neuen
Steckergehäusen beladen kann. Ist der Bestückungsprozess abgeschlossen und die zweite
Palette fertig vorbereitet, löst der Bediener den Palettenwechsel aus, bei dem die
beiden Paletten automatisch getauscht werden, so dass die erste Palette mit den fertig
bestückten Kabelenden in die Ent-/Beladeposition verfährt, während die zweite Palette
mit den unbestückten Steckergehäusen in die Kabel-Bestückungsposition überführt wird,
um mit konfektionierten Kabelenden in Verbindung gebracht zu werden. Dieser bisweilen
ausschliesslich manuell durchgeführte Belade- und Entladeprozess ist jedoch häufig
sehr zeitaufwendig und wegen der personellen Bedienung zudem sehr kostenintensiv.
[0003] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht somit darin, für eine Kabelverarbeitungsmaschine
der eingangs beschriebenen Art den Kosten- und Zeitaufwand zumindest für das Beladen,
vorzugsweise auch für das Entladen der Steckergehäuseaufnahmen bzw. Steckergehäusehalter
weitestgehend zu reduzieren.
[0004] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung nach Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0005] In erfindungsgemässer Weise wurde erkannt, dass insbesondere dann, wenn ein Kabelbaum
mehrere identische oder ähnliche Steckergehäuse aufweist, es technisch leicht realisierbar
ist, neben dem eigentlichen Bestückungsprozess der Kabelenden mit Steckergehäusen
auch die Bestückung der Steckergehäuseaufnahmen mit korrespondierenden Steckergehäusen
und ggf. sogar auch die Entnahme des fertigen Kabelbaumes zu automatisieren.
[0006] Zur Realisierung eines automatisierten Beladeprozesses weist die Vorrichtung gemäss
der Erfindung wenigstens eine Speichereinrichtung zum Speichern und Bereitstellen
von Steckergehäusen wenigstens einer Bauart auf. Ferner zeichnet sich die erfindungsgemässe
Beladevorrichtung durch wenigstens eine Bestückungseinrichtung aus, die dazu ausgebildet
ist, ein oder mehrere Steckergehäuse aus der wenigstens einen Speichereinrichtung
in eine bzw. mehrere korrespondierende Steckergehäuseaufnahmen einzubringen.
[0007] Gemäss einer ersten vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann zwischen der Speichereinrichtung
und der Bestückungseinrichtung eine Zuführeinrichtung angeordnet sein. Diese Zuführeinrichtung
ist dazu ausgebildet, Steckergehäuse, insbesondere sortiert und/oder lagerichtig,
von der Speichereinrichtung in die Bestückungseinrichtung zu überführen.
[0008] Hierzu kann die Zuführeinrichtung nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung
der Erfindung einen Linearförderer bzw. eine Linearförderstrecke aufweisen. Linearförderer
sind im Allgemeinen aus dem Stand der Technik bekannt und dienen dem Vibrationstransport
von Werkstücken entlang eines Führungselementes, etwa einer Förder- bzw. Führungsschiene
oder einer Transportrinne. Dabei erzeugt in der Regel ein Elektromagnet in Verbindung
mit Federpaketen eine Mikrowurfbewegung auf dem Führungselement, um das Fördergut
- hier Steckergehäuse aus der Speichereinrichtung - in eine bestimmte Richtung - hier
in Richtung der Bestückungseinrichtung - fortzubewegen. Darüber hinaus kann ein Linearförderer
entlang seines Förderwegs in vorteilhafter Weise auch als Puffer- und Staustrecke
dienen, so dass auch bei lückenhafter oder unregelmäßiger Zuführung durch die vorgeschaltete
Speichereinrichtung Steckergehäuse für den nachfolgenden Bestückungsprozess kontinuierlich
bereit stehen. Demnach kann die Zuführeirichtung gemäss einer vorteilhaften Ausgestaltung
der Erfindung eine Schwingförder-Einrichtung und/oder eine Führungsschiene umfassen.
Des Weiteren kann die Führungsschiene von Vorteil im Querschnitt zumindest teilweise
an die (Querschnitts-)Form der zuzuführenden Steckergehäuse angepasst sein, so dass
diese von Vorteil sortiert und lagegerichtet der Bestückungseinrichtung zugeführt
werden können.
[0009] Anstelle einer aktiven Linearförderstrecke bzw. Schwingförder-Einrichtung kann gemäss
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung auch nur eine "passive" Führungsschiene
und/oder ein Führungsschlauch zwischen Speichereinrichtung und Bestückungseinrichtung
vorsehen sein, über die Steckergehäuse aus einer Speichereinrichtung in eine tiefergelegene
Bestückungseinrichtung im Wesentlich nur schwerkraftgetrieben zugeführt werden.
[0010] Um das Zuführen von Steckergehäusen von der Speichereinrichtung in die Bestückungseinrichtung
zu kontrollieren, insbesondere zu unterbrechen, kann es gemäss einer weiteren Ausgestaltung
der Erfindung vorgesehen sein, dass die Zuführeinrichtung eine Blockiervorrichtung,
insbesondere einen Schieber oder einen Verschluss, aufweist.
[0011] Die wenigstens eine Speichereinrichtung weist gemäss einer vorteilhaften Ausgestaltung
der Erfindung einen Rütteltopf auf, der insbesondere dazu ausgebildet ist, um die
darin aufnehmbaren Steckergehäuse sortiert und lagerichtig bereit zu stellen. "Sortiert"
im Sinne der vorliegenden Erfindung bezieht sich vornehmlich auf eine stückweise Bereitstellung
der Steckergehäuse, während sich "lagerichtig" auf eine definierte Lage der Steckergehäuse
beim Bereitstellen bezieht. Insbesondere für die Bestückungseinrichtung ist es beim
Bereitstellen der Steckergehäuse einer bestimmten Bauart von Vorteil, wenn diese der
Bestückungseinrichtung in einer definierten und stets gleichen Lage zugeführt werden
bzw. zur Aufnahme/Übernahme bereit stehen, damit die Bestückungseinrichtung im Weiteren
die Steckergehäuse stets in der gleichen Weise weiterverarbeiten kann, insbesondere
im Hinblick auf die Solllage der Steckergehäuse bezüglich der Steckergehäuseaufnahme.
In diesem Sinne dient der Rütteltopf nicht nur als Speicher bzw. Vorrat für Steckergehäuse,
sondern gleichzeitig auch als Sortiereinrichtung für die Bestückungseinrichtung bzw.
- sofern vorhanden - für die dazwischen geschaltete Zuführeinrichtung.
[0012] Alternativ oder zusätzlich kann die Speichereinrichtung nach einer weiteren vorteilhaften
Ausgestaltung der Erfindung wenigstens ein Magazin, insbesondere ein Stangenmagazin,
Trommelmagazin, Tellermagazin, Kurvenmagazin, Röhrenmagazin oder Schneckenmagazin,
aufweisen, um die darin aufgenommenen Steckergehäuse sortiert und lagerichtig bereit
zu stellen.
[0013] Nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung kann die Bestückungseinrichtung
einen Bestückungsroboter, insbesondere einen sogenannten Pick-and-Place-Roboter umfassen,
der dazu eingerichtet ist, vorzugsweise mit Hilfe einer Greifeinrichtung, von der
Speichereinrichtung bereit gestellte oder - sofern vorhanden - von der Zuführeinrichtung
zugeführte Steckergehäuse aufzunehmen, zu korrespondierenden Steckergehäuseaufnahmen
zu transferieren und darin einzubringen. Hierbei kann es insbesondere vorgesehen sein,
dass der Bestückungsroboter Lageerkennungsmittel aufweist, um die Lage jedes einzelnen
der mittels der Greifeinrichtung von der Speichereinrichtung bzw. der Zuführeinrichtung
aufgenommenen Steckergehäuse zu bestimmen. Im Weiteren kann der Bestückungsroboter
über Lageänderungsmittel, beispielsweise eine rotierbare und/oder schwenkbare Greifeinrichtung,
verfügen, um die Lage der aufgenommenen Steckergehäuse für das Einbringen in die Steckergehäuseaufnahme
an die Solllage bezüglich der Steckergehäuseaufnahme anzupassen. Insbesondere kann
es vorgesehen sein, dass der Bestückungsroboter einen Mehr-Achs-, insbesondere 2-,
3-, 4- oder 5-Achs-Roboterarm oder einen Roboterarm mit 2, 3, 4 oder 5 Bewegungsfreiheitsgraden
aufweist.
[0014] Ferner kann die Bestückungseinrichtung gemäss einer vorteilhaften Ausgestaltung eine
Förder- oder Ausgebeeinrichtung aufweisen, die dazu ausgebildet ist, von der Speichereinrichtung
bereit gestellte oder - sofern vorhanden - von der Zuführeinrichtung zugeführte Steckergehäuse
in korrespondierende Steckergehäuseaufnahmen einzubringen. Im Speziellen kann die
Förder- oder Ausgebeeinrichtung einen Ausstosskolben oder dergleichen umfassen, um
ein Steckergehäuse in eine korrespondierende Steckergehäuseaufnahme zu fördern. Der
Ausstosskolben kann beispielsweise ein pneumatisch betätigbarer oder magnetisch betätigbarer
oder mittels Federkraft betätigbarer Ausstosskolben sein. Beim Fördern bzw. Vorschieben
der Steckergehäuse sind die Steckergehäuse vorzugsweise mittels Führungsmitteln, etwa
auf oder in einer Führungsschiene oder in einem Lauf, geführt.
[0015] Darüber hinaus kann es vorgesehen sein, dass die Bestückungseinrichtung wenigstens
einen Zwischenspeicher aufweist, um der Bestückungseinrichtung zugeführte Steckergehäuse
zwischen zu speichern. Hierdurch können auch bei lückenhafter oder unregelmäßiger
Zuführung durch die vorgeschaltete Speichereinrichtung bzw. Zuführeinrichtung Steckergehäuse
für den nachfolgenden Bestückungsprozess kontinuierlich bereit stehen. Von Vorteil
kann das zuvor erwähnte Führungsmittel zum Führen der Steckergehäuse beim Vorschieben
bzw. Ausfördern aus der Bestückungseinrichtung als Zwischenspeicher dienen, in bzw.
auf dem etwa mehrere Steckergehäuse hintereinander in Serie angeordnet bzw. aufgereiht
sind. Hierbei kann der Ausstosskolben beim Ausstossen bzw. Einbringen eines Steckergehäuses
jeweils die gesamte Reihe der in Serie hintereinander angeordneten Steckergehäuse
um die Länge eines Steckergehäuses in Richtung Steckergehäuseaufnahme fördern und
anschliessend wieder zurückgezogen werden, so dass in der Reihe am förderstromaufwertigen
Ende der Reihe Platz für ein neues Steckergehäuse geschaffen wird, das sodann von
der Speichereinrichtung bzw. der Zuführeinrichtung bereitgestellt wird, um dien fei
gewordenen Platz zu besetzen.
[0016] Um wenigstens die Bestückungseinrichtung, vorzugsweise die gesamte Beladevorrichtung
relativ zu den zu bestückenden Steckergehäuseaufnahmen, insbesondere die Bestückungseinrichtung
in eine entsprechende Beladeposition für jede oder mit jeder der zu bestückenden Steckergehäuseaufnahmen
zu bringen, weist die Beladevorrichtung gemäss einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung
der Erfindung eine wenigstens eindimensional, vorzugsweise wenigstens zweidimensional,
besonders bevorzugt wenigstens dreidimensional bewegbare Verschiebeeinrichtung auf.
Vorzugsweise kann die wenigstens eine Bestückungseinrichtung in Einbringrichtung der
Steckergehäuse in die korrespondierenden Steckergehäuseaufnahmen bzw. in Richtung
des Einlasses der Steckergehäuseaufnahmen vor- und zurückbewegt werden. Zudem kann
es vorgesehen sein, dass zumindest die Bestückungseinrichtung in einer Ebene senkrecht
zur Einbringrichtung der Steckergehäuse in die korrespondierenden Steckergehäuseaufnahmen
bzw. senkrecht zur Richtung des Einlasses der Steckergehäuseaufnahmen in wenigstens
eine erste Richtung, insbesondere zusätzlich in eine zweite, vorzugsweise zur ersten
Richtung senkrechten Richtung, besonders bevorzugt frei in der zuvor genannten Ebene
bewegt werden. Zudem kann es vorgesehen sein, dass die Bestückungseinrichtung um eine
Achse parallel zur Einbringrichtung der Steckergehäuse in die korrespondierenden Steckergehäuseaufnahmen
bzw. parallel zur Richtung des Einlasses der Steckergehäuseaufnahmen rotierbar ist,
um die Lage der Steckergehäuse für das Einbringen an die Solllage bezüglich der Steckergehäuseaufnahme
anzupassen. Wie bereits oben erläutert, kann es hierzu insbesondere vorgesehen sein,
dass der Bestückungsroboter Lageerkennungsmittel aufweist, um die Lage jedes einzelnen
der einzubringenden Steckergehäuse zu bestimmen.
[0017] Die erfindungsgemässe Beladevorrichtung weist wenigstens eine Speichereinrichtung
für Steckergehäuse wenigstens einer Bauart sowie wenigstens eine Bestückungseinrichtung
auf. Denkbar ist aber auch, dass die Beladevorrichtung gemäss einer weiteren vorteilhaften
Ausgestaltung der Erfindung für das Beladen von unterschiedlichen Steckergehäuseaufnahmen
mit korrespondierenden Steckergehäusen unterschiedlicher Bauart ausgebildet ist. Hierzu
ist von Vorteil für jede Steckergehäusebauart jeweils eine Speichereinrichtung, eine
Zuführeinrichtung - sofern vorgesehen - und vorzugsweise auch eine Bestückungseinrichtung
vorhanden. Denkbar ist aber auch, dass eine geringere Anzahl von Bestückungseinrichtungen
vorgesehen ist, als Speichereinrichtungen vorhanden sind. Insbesondere wenn die Bestückungseinrichtung
einen Bestückungsroboter, insbesondere einen Mehr-Achs-Roboterarm umfasst, vorzugsweise
mit einer dreh- und/oder schwenkbaren Greifeinrichtung, die Steckergehäuse mit unterschiedlichen
Formen und Grössen zu greifen vermag, kann auch nur eine einzige Bestückungseinrichtung
vorgesehen sein, die je nach Bestückungsplan selektiv verschiedene Steckergehäuse
von unterschiedlichen Speichereinrichtungen aufnimmt und in korrespondierende Steckergehäuseaufnahmen
einbringt.
[0018] Gemäss der Erfindung stellt die Beladevorrichtung eine selbstständige Einheit dar,
die insbesondere als Nachrüstmodul oder Ergänzungsbaugruppe auch in eine bereits bestehende
Kabelverarbeitungsmaschine - etwa wie die aus
EP 1 304 773 A1 bekannte Kabelverarbeitungsmaschine - nachträglich integriert werden kann, um das
bisher manuell vorgenommene Beladen fortan automatisiert vorzunehmen.
[0019] Grundsätzlich kann die Beladevorrichtung aber auch Teil einer Kabelverarbeitungsmaschine
der eingangs beschriebenen Art sein. Im diesem Sinne betrifft die vorliegende Erfindung
im Weiteren eine Kabelverarbeitungsmaschine zum Bestücken von in Steckergehäuseaufnahmen
gehaltenen Steckergehäusen mit konfektionierten Kabelenden. Gattungsgemäss umfasst
die Kabelverarbeitungsmaschine wenigstens einen Steckergehäusehalter, der wenigstens
eine Steckergehäuseaufnahme aufweist, sowie wenigstens eine Kabelbestückungseinrichtung
zum Einbringen wenigstens eines konfektionierten Kabelendes in eine korrespondierende
Kabelaufnahme eines Steckergehäuses, das in der wenigstens einen Steckergehäuseaufnahme
halterbar ist. Gemäss der Erfindung weist die Kabelverarbeitungsmaschine wenigstens
eine erfindungsgemässe Vorrichtung zum Beladen der wenigstens einen Steckergehäuseaufnahme
mit einem korrespondierenden Steckergehäuse auf.
[0020] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass der
wenigstens eine Steckergehäusehalter auf einer Steckergehäusepalette angeordnet ist,
insbesondere auf einer verschiebbaren Steckergehäusepalette zum wahlweise Verschieben
des Steckergehäusehalters zwischen einer Kabel-Bestückungsposition, in der das eine
oder die mehreren konfektionierten Kabelenden in korrespondierende Kabelaufnahmen
des einen oder der mehreren Steckergehäuse eingebracht werden, und einer Beladeposition,
in der die Steckergehäuseaufnahmen mit korrespondierenden Steckergehäusen beladen
werden. Die Verschiebbarkeit kann durch eine einfache Hin- und Her-Bewegung/Bewegbarkeit
der Steckergehäusepalette entlang eines Führungsweges realisiert sein, insbesondere,
wenn die Kabelverarbeitungsmaschine nur eine Steckergehäusepalette aufweist.
[0021] Hierzu kann eine einfache mechanische, vorzugsweise angetriebene Verschiebeeinrichtung,
etwa eine Linearführung, vorgesehen sein.
[0022] Von Vorteil weist die Kabelverarbeitungsmaschine jedoch mehrere Steckergehäusepaletten
auf, um gleichzeitig einerseits Steckergehäuse, die in Steckergehäusehaltern auf einer
der Steckergehäusepalette gehalten sind, in der Kabel-Bestückungsposition mit Kabelenden
zu verbinden und andererseits Steckergehäuseaufnahmen in Steckergehäusehaltern auf
einer anderen Steckergehäusepalette in einer Entladeposition zunächst zu entladen
(Entnahme von mit Kabelenden verbundenen Steckergehäusen) und anschliessend in einer
Beladeposition mit neuen Steckergehäusen wieder zu beladen. Im Falle mehrerer gleichzeitig
in der Maschine genutzter Steckergehäusepaletten eignet sich als Verschiebeeinrichtung
in vorteilhafter Weise ein sogenannter Palettenwechsler, wie er beispielsweise aus
EP 1 304 773 A1 bekannt ist. Die Entlade- und Beladeposition können auch örtlich zusammenfallen bzw.
identisch sein.
[0023] Um die jeweilige Positionierung der Bestückungseinrichtung relativ zu den zu beladenden
Steckergehäuseaufnahmen zu realisieren, kann es alternativ oder zusätzlich zu der
oben beschriebenen Verschiebbarkeit der Bestückungseinrichtung vorgesehen sein, dass
der wenigstens eine Steckergehäusehalter zum Verschieben des wenigstens einen Steckergehäusehalters
relativ zur Bestückungseinrichtung auf einer verschiebbaren Steckergehäusepalette
angeordnet ist. Insbesondere kann es in vorteilhafter Weise vorgesehen sein, die Verschiebeinrichtung
zum Verschieben der Steckergehäusepalette zwischen der Kabel-Bestückungsposition und
der Beladeposition gleichzeitig dafür zu nutzen, um die wenigstens eine Steckergehäuseaufnahme
des wenigstens einen Steckergehäusehalters in eine entsprechende Beladeposition mit
der Bestückungseinrichtung zu bringen.
[0024] Wie nachstehend erläutert, kann es erwünscht oder erforderlich sein, dass auf der
verschiebbaren Steckergehäusepalette eine Druckluft-, Unterdruck- und/oder Stromversorgung
zur Verfügung steht, d.h. im bewegten System der verschiebbaren Steckergehäusepalette.
Um gleichzeitig die Verschiebbarkeit der Steckergehäusepalette zu gewährleisten, kann
die Druckluft-, Unterdruck- und/oder Stromversorgung flexible Versorgungsleitungen
zwischen Steckergehäusepalette und der entsprechenden Druckluft-, Unterdruck- und/oder
Stromquelle umfassen. Jedoch ist es auch denkbar, dass die Druckluft-, Unterdruck-
und/oder Stromversorgung zur Realisierung der Verschiebbarkeit der Steckergehäusepalette
unterbrochen wird und insbesondere dass eine Verbindung zu der entsprechenden Druckluft-,
Unterdruck- und/oder Stromquelle etwa nur an bestimmten Positionen entlang des Verschiebeweges
der Steckergehäusepalette gegeben ist. Demnach ist es gemäss einer vorteilhaften Ausgestaltung
der Erfindung vorgesehen, dass die Kabelverarbeitungsmaschine wenigstens eine ent-/koppelbare,
insbesondere automatisch ent-/koppelnde Druckluft-, Unterdruck- und/oder Stromversorgung
zum Bereitstellen von Druckluft, Unterdruck bzw. elektrischer Energie aufweist. Insbesondere
kann es vorgesehen sein, dass die verschiebbare Steckergehäusepalette für die ent-/koppelbare
Druckluft-, Unterdruck- und/oder Stromversorgung eine, insbesondere automatisch ent-/koppelnde
Kupplung aufweist, die mit einer korrespondierenden ortsfesten Gegenkupplung im Bereich
der Beladeposition und/oder Entladeposition zusammenwirkt.
[0025] Gemäss einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann der wenigstens
eine Steckergehäusehalter für die wenigstens eine Steckergehäuseaufnahme Haltmittel
zum wiederlösbaren Halten eines in der wenigstens einen Steckergehäuseaufnahme aufgenommenen
Steckergehäuses aufweisen. Die Haltemittel verhindern zum einen, dass das in der Steckergehäuseaufnahme
aufgenommene Steckergehäuse, insbesondere während des Verschiebens der Steckergehäusepalette,
versehentlich wieder aus der Steckergehäuseaufnahme herausgelangt. Zum anderen erlauben
die Haltemittel die Durchführung eines Zugtests, nachdem die konfektionierten Kabelenden
mit Steckergehäusen bestückt wurden und die Steckergehäuse noch in den Steckergehäuseaufnahmen
gehalten sind. Mit dem Zugtest wird geprüft, ob die Verbindung zwischen Steckergehäuse
und konfektioniertem Kabelenden definierten und geforderten Mindest-Zugbelastungen
standhält.
[0026] Die Haltmittel für die wenigstens eine Steckergehäuseaufnahme können gemäss verschiedenen
bevorzugten Ausgestaltungen der Erfindung folgendes aufweisen:
- wiederlösbare, formschlüssig wirkende Haltemittel, insbesondere mit korrespondierenden
Gegenrastmittel an dem auszunehmenden Steckergehäuse zusammenwirkende Rastmittel,
vorzugswiese wenigstens einen Rasthaken oder wenigstens eine federbelastete Rastkugel;
und/oder
- wiederlösbare reib- und/oder kraftschlüssig wirkende Haltemittel, insbesondere wenigstens
ein federbelastetes oder elastisch verformbares oder pneumatisches Klemmmittel, und/oder
- eine schaltbare Ansaugeinrichtung zum Halten eines Steckergehäuses in der Steckergehäuseaufnahme
mittels Unterdruck; und/oder
- ein schaltbares magnetisches Haltemittel.
[0027] Um neben dem Beladen der Steckergehäuseaufnahmen auch das Entladen der Steckergehäuseaufnahmen
im Sinne der Aufgabe der vorliegenden Erfindung zu automatisieren, kann es vorgesehen
sein, dass die Haltemittel zum Entnehmen der mit Kabelenden bestückten Steckergehäuse
aus den Steckergehäuseaufnahmen automisch lösbar ausgebildet sind und/oder dass der
Steckergehäusehalter eine Vorrichtung zum automatischen Entladen der wenigstens einen
Steckergehäuseaufnahme umfasst, welche Mittel zum automatisierten Lösen der Haltemittel
aufweist. Durch ein automatisiertes Lösen der Haltemittel wird der Aufwand für den
Entladeprozess zeitlich wie technisch bereits deutlich reduziert. Denn das bisher
manuell durchgeführte Lösen der Haltemittel ist, insbesondere bei Kabelbäumen, deren
Kabelenden mit mehreren Steckergehäusen bestückt wurden, sehr zeitaufwendig, da die
Steckergehäuse einzelnen nacheinander aus ihren jeweiligen Steckergehäuseaufnahmen
gelöst und entnehmen werden müssen. Mit dem automatisierten Lösen der Haltemittel
ist das Steckergehäuse jedoch unmittelbar frei entnehmbar und braucht somit im einfachsten
Fall nur noch aus der Steckergehäuseaufnahme herausgezogen oder ausgekippt zu werden.
Weist der Steckergehäusehalter mehrere Steckergehäuseaufnahmen auf oder sind bei einer
Kabelverarbeitungsmaschine mehrere Steckergehäusehalter mit je einer oder mehreren
Steckergehäuseaufnahmen vorgesehen, so können die Mittel zum automatisierten Lösen
der Haltemittel insbesondere derart ausgebildet sein, dass die Haltemittel für sämtliche
Steckergehäuseaufnahmen simultan gelöst werden, so dass in vorteilhafter Weise alle
mit Steckergehäusen bestückte Kabelenden in Einem bzw. als Ganzes gleichzeitig entnehmbar
sind.
[0028] Dabei können die erfindungsgemäss vorgesehenen Mittel zum automatisierten Lösen der
Haltemittel etwa durch die Schaltbarkeit bzw. entsprechende Schaltmittel der Ansaugeinrichtung,
der pneumatischen Klemmmittel bzw. des magnetischen Haltemittels realisiert sein.
Diese Schaltmittel können etwa wenigstens ein steuerbares bzw. schaltbares Fluid-
oder Luftventil, wenigstens eine steuerbare bzw. schaltbare Unterdruckquelle, wenigstens
eine steuerbare bzw. schaltbare Druckluftquelle, wenigstens eine steuerbare bzw. schaltbare
Strom- oder Spannungsquelle und/oder wenigstens einen steuerbaren bzw. schaltbaren
elektrischen oder elektronischen Schalter zum Unterbrechen einer elektrisch leitenden
Verbindung umfassen.
[0029] Des Weiteren können die erfindungsgemäss vorgesehenen Mittel zum automatisierten
Lösen der Haltemittel wenigstens einen, vorzugsweise mechanisch wirkenden Aktuator
aufweisen. Denkbar ist, dass der Aktuator den Formschluss bei formschlüssig wirkenden
Haltemittel löst, etwa die Verrastung von Rast- und Gegenrastmittel beispielsweise
durch Verbiegen oder Aufbiegen eines Rasthakens oder einer Rastklemme. Denkbar ist
ferner, dass der Aktuator den Reib- oder Kraftschluss bei reib- und/oder kraftschlüssig
wirkenden Haltemitteln löst, indem er auf das Steckergehäuse eine Kraft ausübt, die
entgegengesetzt und grösser ist, als die dem Reib- oder Kraftschluss entsprechende
Haltekraft der reib- und/oder kraftschlüssig wirkenden Haltemittel.
[0030] Um das Entladen des oder der Steckergehäusehalter bzw. Steckergehäuseaufnahmen im
Sinne der Automatisierungsaufgabe weiterzuentwickeln, kann der wenigstens eine Steckergehäusehalter
nach einer weiteren Ausgestaltung für die wenigstens eine Steckergehäuseaufnahme Ausgebemittel
zum Ausgeben eines in der Steckergehäuseaufnahme gehaltenen Steckergehäuses aufweisen.
Die Ausgebemittel sind derart ausgebildet, dass sie aktiv ein in der Steckergehäuseaufnahme
gehaltenes Steckergehäuse aus der Steckergehäuseaufnahme herausfördern, insbesondere
auswerfen oder ausstossen. Dabei können die Ausgebemittel für die wenigstens eine
Steckergehäuseaufnahme einen Austosskolben, insbesondere einen pneumatisch betätigbaren
oder magnetisch betätigbaren oder mittels Federkraft betätigbaren Austosskolben, und/oder
Druckluftmittel zum unmittelbaren Beaufschlagen des in der wenigstens einen Steckergehäuseaufnahme
gehaltenen bzw. aufnehmbaren Steckergehäuses aufweisen. Wenn der Steckergehäusehalter
mehrere Steckergehäuseaufnahmen aufweist, so ist es denkbar, dass der Steckergehäusehalter
für wenigstens zwei der mehreren Steckergehäuseaufnahmen, insbesondre für jede Steckergehäuseaufnahme
je ein separates Ausgebemittel aufweist, beispielsweise je einen separat pneumatisch
betätigbaren Austosskolben.
[0031] Umgekehrt kann der Steckergehäusehalter aber auch im Falle, dass er mehrere Steckergehäuseaufnahmen
umfasst, in vorteilhafter Weise für wenigstens zwei der mehreren, vorzugsweise für
alle Steckergehäuseaufnahmen ein gemeinsames Ausgebemittel zum gemeinsamen Ausgeben
der in den wenigstens zwei Steckergehäuseaufnahmen gehaltenen bzw. aufnehmbaren Steckergehäuses
aufweisen. Hierdurch reduziert sich der technische Aufwand für das automatisierte
Entladen der Gehäuseaufnahmen in besonderer Weise. Gemäss einer bevorzugten Ausgestaltung
kann das gemeinsame Ausgebemittel für die wenigstens zwei Steckergehäuseaufnahmen
beispielsweise je einen Austosskolben für jede der wenigstens zwei Steckergehäuseaufnahmen
aufweisen, die durch einen gemeinsamen Bestätigungsmechanismus, insbesondere pneumatisch
oder magnetisch oder mittels Federkraft, gemeinsam betätigbar sind. Besonders bevorzugt
kann das gemeinsame Ausgebemittel je einen Austosskolben für jede der wenigstens zwei
Steckergehäuseaufnahmen aufweisen, die mechanisch, insbesondere über ein verbindendes
Trägerelement, miteinander verbunden und durch einen gemeinsamen Bestätigungsmechanismus,
insbesondere pneumatisch oder magnetisch oder mittels Federkraft, gemeinsam betätigbar
sind. Alternativ kann das gemeinsame Ausgebemittel aber auch Druckluftmittel zum gemeinsamen,
unmittelbaren Beaufschlagen der in den wenigstens zwei Steckergehäuseaufnahmen gehaltenen
bzw. aufnehmbaren Steckergehäuses aufweisen.
[0032] Nach einer besonders bevorzugten Ausgestaltung ist das Ausgebemittel bzw. das gemeinsame
Ausgebemittel dazu ausgebildet, die Haltemittel vor oder beim Ausgeben eines in der
Steckergehäuseaufnahme gehaltenen Steckergehäuses zu lösen, so dass das automatische
Ausgeben gleichzeitig auch das automatische Freigeben bzw. Lösen der Steckergehäuse
aus den Haltemitteln bewirkt. Damit können die Ausgebemittel gleichzeitig auch eine
mögliche Realisierung der erfindungsgemäss vorgesehenen Mittel zum automatischen Lösen
der Haltermittel darstellen. Sind die Haltemittel derart ausgebildet, dass sie das
Steckergehäuse reib- und/oder kraftschlüssig in der Steckergehäuseaufnahme halten,
so kann das Ausgebemittel bzw. das gemeinsame Ausgebemittel zum Lösen der Haltemittel
in vorteilhafter Weise derart ausgebildet sein, dass es beim Ausgeben auf ein in der
Steckergehäuseaufnahme gehaltenes Steckergehäuse eine Ausgebekraft ausübt, die grösser
ist, als die dem Reib- oder Kraftschluss entsprechende Haltekraft der reib- und/oder
kraftschlüssig wirkenden Haltemittel.
[0033] Weiterhin kann eine Aufnahmeeinrichtung zum Aufnehmen wenigstens eines mit einem
Steckergehäuse bestückten Kabelendes beim oder nach dem Ausgeben des in der Steckergehäuseaufnahme
gehaltenen Steckergehäuses vorgesehen sein, insbesondere zum gleichzeitigen Aufnehmen
mehrerer mit Steckergehäusen bestückten Kabelenden beim oder nach dem gleichzeitigen
Ausgeben der Steckergehäuse. Gemäss einer vorteilhaften Ausgestaltung kann die Aufnahmeeinrichtung
wenigstens eine zumindest zweizinkige Sammelgabel oder einen Sammelkamm aufweisen.
Auch kann für die Aufnahmeeinrichtung eine Verschiebeeinrichtung vorgesehen sein,
um diese etwa in der Entladeposition bzw. Ent-/Beladeposition in Ausgeberichtung aus
den Steckergehäuseaufnahmen vor und ggf. unterhalb der Steckergehäuseaufnahmen zu
positionieren.
[0034] Weitere Ziele, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung sowie
anhand der beigefügten Figuren.
[0035] Es zeigen:
- Fig. 1
- perspektivische Ansicht eines möglichen Ausführungsbeispiels einer Kabelverarbeitungsmaschine
mit einer erfindungsgemässen Beladevorrichtung;
- Fig. 2
- perspektivische Ansicht einer Kabelbestückungseinrichtung sowie eines Steckergehäusehalters
gemäss eines möglichen Ausführungsbeispiels einer Kabelverarbeitungsmaschine;
- Fig. 3
- perspektivische Ansicht des Palettenwechslers der Kabelverarbeitungsmaschine gemäss
Fig. 1;
- Fig. 4-8
- perspektivische Ansicht eines möglichen Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemässen
Beladevorrichtung;
- Fig. 9
- perspektivische Ansicht eines möglichen Ausführungsbeispiels einer Steckergehäusepalette
mit Steckergehäusehalter;
- Fig. 10
- Querschnitt durch Steckergehäusepalette mit Steckergehäusehalter gemäss Fig. 9; und
- Fig. 11-15
- perspektivische Darstellung eines Entladevorgangs gemäss der vorliegenden Erfindung.
[0036] Fig. 1 zeigt in perspektivischer Ansicht ein Ausführungsbeispiel einer Kabelverarbeitungsmaschine
1 mit einer möglichen Realisierung einer erfindungsgemässen Beladevorrichtung 100.
Die nachfolgend exemplarisch beschriebene Kabelverarbeitungsmaschine 1 ist insbesondere
für die Konfektionierung und Bestückung von Kabelbäumen ausgebildet. Um Kabelbäume
mit mehreren Steckergehäusen verarbeiten zu können, werden die zu bestückenden Steckergehäuse
300 in Steckergehäuseaufnahmen 200 eines Steckergehäusehalters 210 gehalten, welcher
auf einer sogenannten Steckergehäusepalette 220 angeordnet ist. Die vorliegend dargestellte
Kabelverarbeitungsmaschine 1 verfügt über zwei Steckergehäusepaletten 220, wobei sich
jeweils eine Palette 220 in einer Kabel-Bestückungsposition befindet (vgl. rechte
Seite der Fig. 1 und insbesondere Fig. 2), in der konfektionierte Kabelenden 400 (in
Fig. 1 nicht dargestellt) mittels einer Kabelbestückungseinrichtung 10 in korrespondierende
Kabelaufnahmen 310 der Steckergehäuse 300 eingebracht werden. Während des laufenden
Bestückungsprozesses mit dieser ersten Palette befindet sich eine zweite Palette 220
in einer Ent-/Beladeposition (vgl. linke Seite der Fig. 1), wo der fertige Kabelbaum
- vorzugsweise automatisch - entnommen wird und die auf der Palette angeordneten Steckergehäuseaufnahmen
200 mithilfe der Beladungsvorrichtung 100 mit neuen Steckergehäusen 300 versehen werden.
Ist der Bestückungsprozess abgeschlossen und die zweite Palette fertig vorbereitet,
wird der Palettenwechsel ausgelöst, bei dem die beiden Paletten 220 mittels eines
sogenannten Palettenwechslers 260 automatisch getauscht werden, so dass die erste
Palette 220 mit den fertig bestückten Kabelenden in die Ent-/Beladeposition verfährt,
während die zweite Palette 220 mit den unbestückten Steckergehäusen 300 in die Kabel-Bestückungsposition
gebracht wird, um dort mit konfektionierten Kabelenden 400 in Verbindung gebracht
zu werden.
[0037] Der Palettenwechsler 260 ist im Detail in Fig. 3 dargestellt, die den Palettenwechsler
260 während des Wechselvorgangs zeigt. Der Palettenwechsler 260 verfügt über zwei
horizontale Schienen 261, 262, auf denen die Paletten 220, welche auf Wagen 263, 264
befestigt sind, bewegt werden können. Die Bewegung erfolgt durch Zahnriemen 265, welche
in Zahnsegmente 266 eingreifen, die jeweils oben und unten an den Wagen 263, 264 angeordnet
sind (Details siehe auch Fig. 9). Damit die Wagen 263, 264 von der oberen Schiene
261 zur unteren Schiene 262 und umgekehrt gebracht werden können, verfügt der Palettenwechsler
über vertikale Lifte 267, an denen je ein Schienen-Verlängerungsstück 268 angebracht
ist. Sobald ein Wagen 263, 264 durch den Zahnriemen 265 vollständig auf ein Verlängerungsstück
268 bewegt wurde, kann die Vertikalbewegung ausgeführt werden. Üblicherweise erfolgt
der Palettenwechsel im Uhrzeigersinn, wie dies mit den Pfeilen P angeordnet ist. Die
Lifte 267 sind mit Servoachsen angetrieben und können dadurch beliebige Zwischenstellungen
anfahren.
[0038] Die Fig. 4-8 zeigen in Kombination mit Fig. 1 Details eines möglichen Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemässen Beladevorrichtung 100, wie sie vorliegend in der Kabelverarbeitungseinrichtung
gemäss Fig. 1 zum Einsatz kommt. Erfindungsgemäss weist die Beladevorrichtung 100
wenigstens eine Speichereinrichtung 110 zum Speichern und Bereitstellen von Steckergehäusen
300 wenigstens einer Bauart auf. Ferner zeichnet sich die erfindungsgemässe Beladevorrichtung
durch wenigstens eine Bestückungseinrichtung 120 aus, die dazu ausgebildet ist, ein
oder mehrere Steckergehäuse 300 aus der wenigstens einen Speichereinrichtung 110 in
eine bzw. mehrere korrespondierende Steckergehäuseaufnahmen 200 einzubringen. Im vorliegend
gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Beladevorrichtung 100 zum gleichzeitigen Beladen
eines Steckergehäusehalters 210 mit zwei verschiedenen Steckergehäusetypen ausgebildet
(vgl. Fig. 8). Hierzu umfasst die Speichereinrichtung 110 für jeden Steckergehäusetyp
je einen sogenannten Rütteltopf 111, 112, in dem die entsprechenden Steckergehäuse
300 bevorratet sind und für den weiteren Verarbeitungsprozess sortiert und lagerichtig
bereitgestellt werden. Entsprechend weist die Beladevorrichtung 100 für jeden der
Steckergehäusetypen je eine Bestückungseinrichtung 120 auf, welche die Steckergehäuseaufnahmen
200 im Steckergehäusehalter 210 auf der Steckergehäusepalette 220 automatisch befüllt.
[0039] Zwischen jeder der Bestückungseinrichtungen 120 und den zugeordneten Speichereinrichtungen
110 ist je eine Zuführeinrichtung 130 vorgesehen, die im vorliegenden Ausführungsbeispiel
als Linearförderstrecke 131, 132 für je eine der beiden verschiedenen Steckergehäusetypen
ausgebildet ist. Die beiden Gehäusetypen werden in den Rütteltöpfen 111, 112 sortiert
und lagerichtig nebeneinander in die beiden Linearförderstrecken 131, 132 übergeben.
Die beiden Linearförderstrecken 131, 132 verfügen im vorliegenden Ausführungsbeispiel
über Schwingförderer, die entlang einer Führungsschiene eine kontinuierliche Förderung
von Steckergehäusen 300 beider Bauarten ermöglichen.
[0040] Am Ende jeder Linearförderstrecke 131, 132 ist eine Blockiervorrichtung 133, bestehend
aus einem Schieber und einem Pneumatikzylinder, angeordnet, mit dem die Förderung
gesteuert, insbesondere unterbrochen werden kann, indem beispielsweise ein Steckergehäuse
300 eingeklemmt wird.
[0041] Die beiden Linearförderstrecken 131, 132 bringen die jeweiligen Steckergehäuse 300
in korrekter Lage zu den jeweiligen Bestückungseinrichtungen 120. Im vorliegend dargestellten
Ausführungsbeispiel umfasst jede der beiden Bestückungseinrichtungen 120 eine Förder-
oder Ausgebeeinrichtung 121, die dazu ausgebildet ist, von der jeweiligen Zuführeinrichtung
130 zugeführte Steckergehäuse 300 in korrespondierende Steckergehäuseaufnahmen 200
einzubringen. Jede der beiden Förder- bzw. Ausgebeeinrichtungen 121 weist hierzu eine
Führungsbahn 123 auf, welche jeweils eine Reihe von hintereinander liegenden Steckergehäusen
300 aufnehmen können. Die Führungsbahnen 123 dienen insoweit gleichzeitig als Zwischenspeicher
123, um der jeweiligen Bestückungseinrichtung 120 zugeführte Steckergehäuse 300 zwischen
zu speichern. Die Führungsbahnen 123 sind rechtwinklig zu den Linearförderstrecken
131, 132 und in Verlängerung der Steckergehäuseaufnahmen 200 der Steckergehäusehalter
210 angeordnet. Hinter jeder Führungsbahn 123 befindet sich ein pneumatischer Ausstosskolben
122, dessen Hub wenigstens einer Länge eines Steckergehäuses 300 beträgt, sodass beim
Ausfahren des Ausstosskolbens die ganze Reihe der Steckergehäuse 300 um die Länge
eines Steckergehäuses 300 bewegt wird.
[0042] Bei dem vorliegend dargestellten Ausführungsbeispiel der Beladevorrichtung 100 ist
ferner eine Verschiebeeinrichtung 124 vorgesehen, um wenigstens die beiden Bestückungseinrichtungen
120 relativ zu den zu bestückenden Steckergehäuseaufnahmen 200 zu verschieben, insbesondere
zum Verschieben der Bestückungseinrichtungen 120 in eine entsprechende Beladeposition
für jede der zu bestückenden Steckergehäuseaufnahmen 200. Dies ist im vorliegenden
Ausführungsbeispiel mit einem Schlitten 125 realisiert, welcher mit einer pneumatischen
Linearachse bewegt werden kann.
[0043] Anhand der Fig. 4-8 wird nachfolgend ein beispielhafter Beladevorgang bzw. ein beispielhaftes
Beladeverfahren beschrieben: Ausgehend von der Ausgangsstellung (vgl. Fig. 4) werden
die Blockiervorrichtungen 133 betätigt, sodass die Zuführung von Steckergehäusen 300
in die jeweiligen Bestückungseinrichtungen 120 unterbrochen ist. Anschliessend fährt
der Schlitten 125 in Längsrichtung der Führungsbahnen 123 nach vorne, bis die Führungsbahnen
123 vor den zu befüllenden Steckergehäuseaufnahmen 200 stehen (vgl. Fig. 5). Als nächstes
werden die Ausstosskolben 122 ausgefahren, wodurch das jeweils vorderste Steckergehäuse
300 von der Führungsbahn 123 in die jeweilige Steckergehäuseaufnahmen 200 im Steckergehäusehalter
210 geschoben wird (vgl. Fig. 6). Danach fährt der Schlitten 125 zurück und die Ausstosskolben
122 werden eingefahren (vgl. Fig. 7). Im Anschluss werden die Blockiervorrichtungen
133 gelöst, wodurch das jeweils nächste Steckergehäuse 300 von der jeweiligen Linearförderstrecke
131, 132 in die Führungsbahn transportiert wird. Die Steckergehäusepalette 220 wird
vom Lift 267 (vgl. Fig. 3) nach oben bewegt bis die nächsten zu befüllenden Steckergehäuseaufnahmen
200 vor den Führungsbahnen 123 stehen (vgl. Fig. 8). Diese Schritte werden wiederholt,
bis alle Steckergehäuseaufnahmen 200 des Steckergehäusehalters 210 beladen sind.
[0044] Fig. 9 zeigt - wie bereits oben erwähnt - eine auf einem Wagen 263 angeordnete Steckergehäusepalette
220 mit einem Steckergehäusehalter 210, der Steckergehäuseaufnahmen 200 für zwei verschiedene
Steckergehäusetypen aufweist, welche in zwei vertikalen Reihen angeordnet sind. Fig.
10 ist ein Schnitt durch den Steckergehäusehalter 210 gemäss Fig. 9. Der Schnitt zeigt
die beiden Steckergehäuse 300 unterschiedlicher Bauart, welche in jeweils der Aussenform
des Steckergehäuses 300 angepassten bzw. korrespondierenden Steckergehäuseaufnahmen
200 platziert sind. In den Fig. 9 und 10 nicht dargestellte Halteelemente stellen
sicher, dass die Steckergehäuse während des Bestückungsprozesses in den Steckergehäuseaufnahmen
200 verbleiben. Abhängig vom zu verarbeitenden Material kann es sich bei den Haltemittel
um einfache reibschlüssige Systeme - wie etwa Kugeldruckstücke - handeln. Alternativ
können auch formschlüssige Elemente wie Klinken vorhanden sein, die zum Entnehmen
der Gehäuse aktiv geöffnet werden müssen. Wie Fig. 10 ausserdem zu entnehmen ist,
ist zum automatischen Entladen der Steckergehäuse 300 pro Steckergehäuseaufnahmen
200 ein Ausgebemittel 230, vorliegend ein pneumatisch betätigter Ausstosskolben 231
vorhanden, welcher im drucklosen Zustand von einer Feder 232 in der eingefahrenen
Stellung gehalten wird. Falls zum Entnehmen der Steckergehäuse eine Klinke geöffnet
werden muss, kann der Ausstosskolben so ausgebildet sein, dass er auf dem ersten Abschnitt
des Ausstosshubes die Klinke öffnet.
[0045] Anhand der Fig. 11-15 wird nachfolgend ein beispielhafter Entladevorgang bzw. ein
beispielhaftes Entladeverfahren fertig bestückter Steckergehäuse 300 beschrieben.
Nach Abschluss des Bestückungsvorgangs der konfektionierten Kabelenden 400 mit den
in auf der ersten Steckergehäusepalette 220 angeordneten Steckergehäusen 300 (vgl.
Fig. 2) sowie nach Abschluss des Beladevorgangs der Steckergehäuseaufnahmen 200 auf
der zweiten Steckergehäusepalette 220 fährt die zweite Steckergehäusepalette 220 nach
links in die Beladeposition, während die vollständig mit Gehäusen beladene erste Steckergehäusepalette
220 nach rechts zur Kabel-Bestückungsposition verfährt (Fig. 11 und Fig. 12). Wie
insbesondere Fig. 11 zu entnehmen ist, ist bei der vorliegenden Ausführungsform der
Kabelverarbeitungsmaschine 1 auf der linken Seite des Palettenwechslers 260 im Bereich
der Beladeposition eine Aufnahmeeinrichtung 250 zum Aufnehmen der mit den einen Steckergehäusen
bestückten Kabelenden 400 vorgesehen, um beim oder nach dem Ausgeben des in der Steckergehäuseaufnahme
200 gehaltenen Steckergehäuses 300 das System aus Kabelende und Steckergehäuse sicher
aufzunehmen. Bei der vorliegenden Ausführungsform ist die Aufnahmeeinrichtung 250
insbesondere zum gleichzeitigen Aufnehmen mehrerer mit Steckergehäusen 300 bestückten
Kabelenden 400 ausgebildet. Konkret besteht die Aufnahmeeinrichtung 250 im vorliegenden
Ausführungsbeispiel aus zwei jeweils zweizinkigen Gabeln 251, die mit einer pneumatischen
Hubeinheit zwischen zwei Stellungen vertikal verfahren werden können. Sobald die erste
Steckergehäusepalette 220 der linken Seite angekommen ist, fährt die Doppel-Gabel
251 im nächsten Schritt nach oben, sodass Kabelenden 400 von der Doppel-Gabel 251
gefangen werden (vgl. Fig. 13). Anschliessend werden alle Ausstosskolben 231 des Steckergehäusehalters
210 gemeinsam ausgefahren, wodurch die Steckergehäuse 300 ausgeworfen und entlang
der Doppel-Gabel nach unten rutschen (Fig. 14). Um die Druckluft für den Ausstossvorgang
bereitzustellen, kann eine pneumatische Kupplung (hier nicht dargestellt) ausfahren,
die hinter der Steckergehäusepalette 220 ortsfest angeordnet ist. Im nächsten Schritt
fährt die Doppel-Gabel 251 wieder nach unten. In dieser Stellung hat der Bediener
die Möglichkeit, die Kabelenden 400 bzw. den Kabelbaum zu einem beliebigen Zeitpunkt
zu entnehmen (vgl. Fig. 15). Die Aufnahmeeinrichtung 250, insbesondere die Doppel-Gabel
251 kann derart ausgebildet sein, dass sie mehrere Kabelbäume aufnehmen kann, sodass
nicht nach jedem Zyklus der gerade fertig gestellte Kabelbaum entnommen werden muss.
1. Vorrichtung (100) zum Beladen von Steckergehäuseaufnahmen (200) mit korrespondierenden
Steckergehäusen (300) wenigstens einer Bauart, insbesondere zur Verwendung bei einer
Kabelverarbeitungsmaschine (1) zum Bestücken von konfektionierten Kabelenden (400)
mit in Steckergehäuseaufnahmen (200) gehaltenen Steckergehäusen (300), gekennzeichnet durch wenigstens eine Speichereinrichtung (110) zum Speichern und Bereitstellen der Steckergehäuse
(300) sowie wenigstens eine Bestückungseinrichtung (120), die dazu ausgebildet ist,
ein oder mehrere Steckergehäuse (300) aus der wenigstens einen Speichereinrichtung
(110) in eine bzw. mehrere korrespondierende Steckergehäuseaufnahmen (200) einzubringen.
2. Vorrichtung (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Speichereinrichtung (110) und der Bestückungseinrichtung (120) eine
Zuführeinrichtung (130) angeordnet ist, die dazu ausgebildet ist, Steckergehäuse (300),
insbesondere sortiert und/oder lagerichtig, von der Speichereinrichtung (110) in die
Bestückungseinrichtung (120) zu überführen.
3. Vorrichtung (100) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführeinrichtung (130) eine Linearförderstrecke (131, 132) und/oder eine Schwingförder-Einrichtung
und/oder eine Führungsschiene und/oder Führungsschlauch aufweist.
4. Vorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführeinrichtung (130) eine Blockiervorrichtung (133), insbesondere einen Schieber
oder einen Verschluss, aufweist, um das Zuführen von Steckergehäusen (300) von der
Speichereinrichtung (110) in die Bestückungseinrichtung (120) zu kontrollieren, insbesondere
zu unterbrechen.
5. Vorrichtung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Speichereinrichtung (110) einen Rütteltopf (111, 112) aufweist,
der insbesondere dazu ausgebildet ist, um die darin aufnehmbaren Steckergehäuse (300)
sortiert und lagerichtig bereit zu stellen.
6. Vorrichtung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Speichereinrichtung (110) wenigstens ein Magazin, insbesondere ein Stangenmagazin,
Trommelmagazin, Tellermagazin, Kurvenmagazin, Röhrenmagazin oder Schneckenmagazin,
aufweist, um die darin aufgenommenen Steckergehäuse (300) sortiert und lagerichtig
bereit zu stellen.
7. Vorrichtung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bestückungseinrichtung (120) einen Bestückungsroboter, insbesondere einen Pick-and-Place-Roboter
umfasst, der dazu eingerichtet ist, vorzugsweise mit Hilfe einer Greifeinrichtung,
von der Speichereinrichtung (110) bereit gestellte oder - sofern vorhanden - von der
Zuführeinrichtung (130) zugeführte Steckergehäuse aufzunehmen, zu korrespondierenden
Steckergehäuseaufnahmen (200) zu transferieren und darin zu einzubringen.
8. Vorrichtung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bestückungseinrichtung (120) eine Förder- oder Ausgebeeinrichtung (121) aufweist,
insbesondere einen pneumatisch betätigbaren oder magnetisch betätigbaren oder mittels
Federkraft betätigbaren Austosskolben (122), die dazu ausgebildet ist, von der Speichereinrichtung
(110) bereit gestellte oder - sofern vorhanden - von der Zuführeinrichtung (130) zugeführte
Steckergehäuse (300) in korrespondierende Steckergehäuseaufnahmen (200) einzubringen.
9. Vorrichtung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bestückungseinrichtung (120) wenigstens einen Zwischenspeicher (123) aufweist,
um der Bestückungseinrichtung (120) zugeführte Steckergehäuse (300) zwischen zu speichern.
10. Vorrichtung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine wenigstens eindimensional, vorzugsweise wenigstens zweidimensional, besonders
bevorzugt wenigstens dreidimensional bewegbare Verschiebeeinrichtung (124) zum Verschieben
wenigstens der Bestückungseinrichtung (120) relativ zu den zu bestückenden Steckergehäuseaufnahmen
(200), insbesondere zum Verschieben der Bestückungseinrichtung (120) in eine entsprechende
Beladeposition für jede der zu bestückenden Steckergehäuseaufnahmen (200).
11. Kabelverarbeitungsmaschine (1) zum Bestücken von konfektionierten Kabelenden (400)
mit in Steckergehäuseaufnahmen (200) gehaltenen Steckergehäusen (300) wenigstens einer
Bauart, mit wenigstens einem Steckergehäusehalter (210), der wenigstens eine Steckergehäuseaufnahme
(200) aufweist, und mit wenigstens einer Kabelbestückungseinrichtung (10) zum Einbringen
wenigstens eines konfektionierten Kabelendens (400) in eine korrespondierende Kabelaufnahme
(310) eines Steckergehäuses (300), das in der wenigstens einen Steckergehäuseaufnahme
(200) halterbar ist, gekennzeichnet durch wenigstens eine Vorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 zum Beladen der
wenigstens einen Steckergehäuseaufnahme (200) mit einem korrespondierenden Steckergehäuse
(300).
12. Kabelverarbeitungsmaschine (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Steckergehäusehalter (210) auf einer Steckergehäusepalette (220)
angeordnet ist, insbesondere auf einer verschiebbaren Steckergehäusepalette (220)
zum wahlweise Verschieben des Steckergehäusehalters zwischen einer Kabel-Bestückungsposition,
in der das eine oder die mehreren konfektionierten Kabelenden (400) in korrespondierende
Kabelaufnahmen (310) des einen oder der mehreren Steckergehäuse (300) eingebracht
werden, und zumindest einer Beladeposition, in der die Steckergehäuseaufnahmen (200)
mit korrespondierenden Steckergehäusen (300) beladen werden; und/oder dass der wenigstens
eine Steckergehäusehalter (210) zum Verschieben des wenigstens einen Steckergehäusehalters
(210) relativ zur Bestückungseinrichtung (120) der Beladevorrichtung (100) auf einer
verschiebbaren Steckergehäusepalette (220) angeordnet ist, um die wenigstens eine
Steckergehäuseaufnahme (200) des wenigstens einen Steckergehäusehalters (210) in eine
entsprechende Beladeposition mit der Bestückungseinrichtung (120) zu bringen.
13. Kabelverarbeitungsmaschine (1) nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch wenigstens eine ent-/koppelbare, insbesondere automatisch ent-/koppelnde Druckluft-,
Unterdruck- und/oder Stromversorgung zum Bereitstellen von Druckluft, Unterdruck bzw.
elektrischer Energie auf der verschiebbaren Steckergehäusepalette (220).
14. Kabelverarbeitungsmaschine (1) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die verschiebbare Steckergehäusepalette (220) für die ent-/koppelbare Druckluft-,
Unterdruck- und/oder Stromversorgung eine, insbesondere automatisch ent-/koppelnde
Kupplung aufweist, die mit einer korrespondierenden ortsfesten Gegenkupplung im Bereich
der Beladeposition zusammenwirkt.
15. Kabelverarbeitungsmaschine (1) nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckergehäusehalter (210) für die wenigstens eine Steckergehäuseaufnahme (200)
Haltmittel zum wiederlösbaren Halten eines in der Steckergehäuseaufnahme aufnehmbaren
Steckergehäuses (300)aufweist und bevorzugt eine Vorrichtung zum automatischen Entladen
der wenigstens einen Steckergehäuseaufnahme (200) umfasst, welche Mittel zum automatisierten
Lösen der Haltemittel aufweist.