[0001] Die Erfindung betrifft eine Kabelverarbeitungsmaschine, welche zum Bestücken von
konfektionierten Kabelenden mit Steckergehäusen wenigstens einer Bauart dient, mit
wenigstens einem Steckergehäusehalter, wobei der Steckergehäusehalter wenigstens eine
Steckergehäuseaufnahme und für die wenigstens eine Steckergehäuseaufnahme Haltmittel
zum wiederlösbaren Halten eines in der Steckergehäuseaufnahme aufgenommenen Steckergehäuses
aufweist.
[0002] Aus der Druckschrift
EP 1 304 773 A1 ist eine eingangs genannte Kabelverarbeitungsmaschine bekannt. Diese Maschine ist
insbesondere für die Konfektionierung und Bestückung von Kabelbäumen ausgebildet.
Um Kabelbäume mit mehreren Steckergehäusen verarbeiten zu können, werden die zu bestückenden
Steckergehäuse in der Praxis üblicherweise auf sogenannten Paletten angeordnet. Die
aus
EP 1 304 773 A1 bekannte Kabelverarbeitungsmaschine verfügt über mindestens zwei Gehäusepaletten,
wobei sich jeweils eine Palette in einer Kabel-Bestückungsposition befindet, in der
die konfektionierten Kabelenden in korrespondierende Kabelaufnahmen der Steckergehäuse
eingebracht werden. Während des laufenden Bestückungsprozesses mit dieser ersten Palette
befindet sich eine zweite Palette in einer Ent-/Beladeposition, wo der Bediener den
fertigen Kabelbaum entnehmen und auf der Palette angeordneten Steckergehäusehalter
bzw. die in den Steckergehäusehalter vorgesehenen Steckergehäuseaufnahmen mit neuen
Steckergehäusen beladen kann. Ist der Bestückungsprozess abgeschlossen und die zweite
Palette fertig vorbereitet, löst der Bediener den Palettenwechsel aus, bei dem die
beiden Paletten automatisch getauscht werden, so dass die erste Palette mit den fertig
bestückten Kabelenden in die Ent-/Beladeposition verfährt, während die zweite Palette
mit den unbestückten Steckergehäusen in die Kabel-Bestückungsposition überführt wird,
um mit konfektionierten Kabelenden in Verbindung gebracht zu werden. Dieser bisweilen
ausschliesslich manuell durchgeführte Belade- und Entladeprozess ist jedoch häufig
sehr zeitaufwendig und wegen der personellen Bedienung zudem sehr kostenintensiv.
[0003] DE 196 19 695 A1 offenbart eine Kabelverarbeitungsmaschine gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, bei einer Kabelverarbeitungsmaschine
der eingangs beschriebenen Art den Kosten- und Zeitaufwand zumindest für das Entladen
der Steckergehäuseaufnahmen bzw. die Entnahme der mit den Kabelenden verbundenen Steckergehäuse
aus den Steckergehäuseaufnahmen des Steckergehäusehalters weitestgehend zu reduzieren.
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Kabelverarbeitungsmaschine nach Anspruch 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0006] In erfindungsgemässer Weise wurde erkannt, dass insbesondere dann, wenn ein Kabelbaum
mehrere identische oder ähnliche Steckergehäuse aufweist, es technisch leicht realisierbar
ist, neben dem eigentlichen Bestückungsprozess der Kabelenden mit Steckergehäusen
auch das Entladen der Steckergehäuseaufnahmen bzw. die Entnahme der mit den Kabelenden
verbundenen Steckergehäuse aus den Steckergehäuseaufnahmen zu automatisieren. Zur
Realisierung eines automatisierten Entladeprozesses ist es gemäss der Erfindung vorgesehen,
dass der Steckergehäusehalter, welcher wenigstens eine Steckergehäuseaufnahme und
für die wenigstens eine Steckergehäuseaufnahme Haltmittel zum wiederlösbaren Halten
eines in der Steckergehäuseaufnahme aufgenommenen Steckergehäuses aufweist, eine Vorrichtung
zum automatischen Entladen der wenigstens einen Steckergehäuseaufnahme umfasst, welche
Mittel zum automatisierten Lösen der Haltemittel aufweist. In erfindungsgemässer Weise
wurde erkannt, dass bereits ein automatisiertes Lösen der Haltemittel den Aufwand
für den Entladeprozess zeitlich wie technisch deutlich reduziert. Denn das bisher
manuell durchgeführte Lösen der Haltemittel ist, insbesondere bei Kabelbäumen, deren
Kabelenden mit mehreren Steckergehäusen bestückt wurden, sehr zeitaufwendig, da die
Steckergehäuse einzelnen nacheinander aus ihren jeweiligen Steckergehäuseaufnahmen
gelöst und entnehmen werden müssen. Mit dem automatisierten Lösen der Haltemittel
ist das Steckergehäuse jedoch unmittelbar frei entnehmbar und braucht somit im einfachsten
Fall nur noch aus der Steckergehäuseaufnahme herausgezogen oder ausgekippt zu werden.
Weist der Steckergehäusehalter mehrere Steckergehäuseaufnahmen auf oder sind bei einer
Kabelverarbeitungsmaschine mehrere Steckergehäusehalter mit je einer oder mehreren
Steckergehäuseaufnahmen vorgesehen, so können die Mittel zum automatisierten Lösen
der Haltemittel insbesondere derart ausgebildet sein, dass die Haltemittel für sämtliche
Steckergehäuseaufnahmen simultan gelöst werden, so dass in vorteilhafter Weise alle
mit Steckergehäusen bestückte Kabelenden in Einem bzw. als Ganzes gleichzeitig entnehmbar
sind.
[0007] Die beim erfindungsgemässen Steckergehäusehalter vorgesehenen Haltemittel verhindern
in ihrer Grundfunktion zum einen, dass das Steckergehäuse, insbesondere während eines
etwaigen Verschiebevorgangs des Steckergehäusehalters, versehentlich wieder aus der
Steckergehäuseaufnahme herausgelangt. Zum anderen erlauben die Haltemittel aber auch
die Durchführung eines Zugtests, nachdem die konfektionierten Kabelenden mit Steckergehäusen
bestückt wurden und die Steckergehäuse noch in den Steckergehäuseaufnahmen gehalten
sind. Mit dem Zugtest wird geprüft, ob die Verbindung zwischen Steckergehäuse und
konfektioniertem Kabelenden definierten und geforderten Mindest-Zugbelastungen standhält.
[0008] Die Haltmittel für die wenigstens eine Steckergehäuseaufnahme können gemäss verschiedenen
bevorzugten Ausgestaltungen der Erfindung folgendes aufweisen:
- wiederlösbare, formschlüssig wirkende Haltemittel, insbesondere mit korrespondierenden
Gegenrastmittel an dem auszunehmenden Steckergehäuse zusammenwirkende Rastmittel,
vorzugswiese wenigstens einen Rasthaken oder wenigstens eine federbelastete Rastkugel;
und/oder
- wiederlösbare reib- und/oder kraftschlüssig wirkende Haltemittel, insbesondere wenigstens
ein federbelastetes oder elastisch verformbares oder pneumatisches Klemmmittel, und/oder
- eine schaltbare Ansaugeinrichtung zum Halten eines Steckergehäuses in der Steckergehäuseaufnahme
mittels Unterdruck; und/oder
- ein schaltbares magnetisches Haltemittel.
[0009] Dabei können die erfindungsgemäss vorgesehenen Mittel zum automatisierten Lösen der
Haltemittel etwa durch die Schaltbarkeit bzw. entsprechende Schaltmittel der Ansaugeinrichtung,
der pneumatischen Klemmmittel bzw. des magnetischen Haltemittels realisiert sein.
Diese Schaltmittel können etwa wenigstens ein steuerbares bzw. schaltbares Fluid-
oder Luftventil, wenigstens eine steuerbare bzw. schaltbare Unterdruckquelle, wenigstens
eine steuerbare bzw. schaltbare Druckluftquelle, wenigstens eine steuerbare bzw. schaltbare
Strom- oder Spannungsquelle und/oder wenigstens einen steuerbaren bzw. schaltbaren
elektrischen oder elektronischen Schalter zum Unterbrechen einer elektrisch leitenden
Verbindung umfassen.
[0010] Des Weiteren können die erfindungsgemäss vorgesehenen Mittel zum automatisierten
Lösen der Haltemittel wenigstens einen, vorzugsweise mechanisch wirkenden Aktuator
aufweisen. Denkbar ist, dass der Aktuator den Formschluss bei formschlüssig wirkenden
Haltemittel löst, etwa die Verrastung von Rast- und Gegenrastmittel beispielsweise
durch Verbiegen oder Aufbiegen eines Rasthakens oder einer Rastklemme. Denkbar ist
ferner, dass der Aktuator den Reib- oder Kraftschluss bei reib- und/oder kraftschlüssig
wirkenden Haltemitteln löst, indem er auf das Steckergehäuse eine Kraft ausübt, die
entgegengesetzt und grösser ist, als die dem Reib- oder Kraftschluss entsprechende
Haltekraft der reib- und/oder kraftschlüssig wirkenden Haltemittel.
[0011] Um das Entladen des oder der Steckergehäusehalter bzw. Steckergehäuseaufnahmen noch
weiter zu automatisieren, ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass der wenigstens eine
Steckergehäusehalter bzw. die Vorrichtung zum automatischen Entladen der wenigstens
einen Steckergehäuseaufnahme für die wenigstens eine Steckergehäuseaufnahme Ausgebemittel
zum Ausgeben eines in der Steckergehäuseaufnahme gehaltenen Steckergehäuses aufweisen.
Die Ausgebemittel sind derart ausgebildet, dass sie aktiv ein in der Steckergehäuseaufnahme
gehaltenes Steckergehäuse aus der Steckergehäuseaufnahme herausfördern, insbesondere
auswerfen oder ausstossen. Dabei ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Ausgebemittel
für die wenigstens eine Steckergehäuseaufnahme Druckluftmittel zum unmittelbaren Beaufschlagen
des in der wenigstens einen Steckergehäuseaufnahme gehaltenen bzw. aufnehmbaren Steckergehäuses
aufweisen. Wenn der Steckergehäusehalter mehrere Steckergehäuseaufnahmen aufweist,
so ist es gemäß einem nicht beanspruchten Beispiel denkbar, dass der Steckergehäusehalter
für wenigstens zwei der mehreren Steckergehäuseaufnahmen, insbesondre für jede Steckergehäuseaufnahme
je ein separates Ausgebemittel aufweist, beispielsweise je einen separat pneumatisch
betätigbaren Austosskolben.
[0012] Erfindungsgemäß ist jedoch vorgesehen, dass der Steckergehäusehalter mehrere Steckergehäuseaufnahmen
umfasst und für wenigstens zwei der mehreren, vorzugsweise für alle Steckergehäuseaufnahmen
ein gemeinsames Ausgebemittel zum gemeinsamen Ausgeben der in den wenigstens zwei
Steckergehäuseaufnahmen gehaltenen bzw. aufnehmbaren Steckergehäuses aufweist. Hierdurch
reduziert sich der technische Aufwand für das automatisierte Entladen der Gehäuseaufnahmen
in besonderer Weise.
[0013] Erfindungsgemäß weist das gemeinsame Ausgebemittel Druckluftmittel zum gemeinsamen,
unmittelbaren Beaufschlagen der in den wenigstens zwei Steckergehäuseaufnahmen gehaltenen
bzw. aufnehmbaren Steckergehäuse auf.
[0014] Nach einer besonders bevorzugten Ausgestaltung ist das Ausgebemittel bzw. das gemeinsame
Ausgebemittel dazu ausgebildet, die Haltemittel vor oder beim Ausgeben eines in der
Steckergehäuseaufnahme gehaltenen Steckergehäuses zu lösen, so dass das automatische
Ausgeben gleichzeitig auch das automatische Freigeben bzw. Lösen der Steckergehäuse
aus den Haltemitteln bewirkt. Damit können die Ausgebemittel gleichzeitig auch eine
mögliche Realisierung der erfindungsgemäss vorgesehenen Mittel zum automatischen Lösen
der Haltermittel darstellen. Sind die Haltemittel derart ausgebildet, dass sie das
Steckergehäuse reib- und/oder kraftschlüssig in der Steckergehäuseaufnahme halten,
so kann das Ausgebemittel bzw. das gemeinsame Ausgebemittel zum Lösen der Haltemittel
in vorteilhafter Weise derart ausgebildet sein, dass es beim Ausgeben auf ein in der
Steckergehäuseaufnahme gehaltenes Steckergehäuse eine Ausgebekraft ausübt, die grösser
ist, als die dem Reib- oder Kraftschluss entsprechende Haltekraft der reib- und/oder
kraftschlüssig wirkenden Haltemittel.
[0015] Der Steckergehäusehalter stellt eine selbstständige Einheit dar, der unter anderem
als Austauschmodul oder Nachrüstmodul in eine bereits bestehende Kabelverarbeitungsmaschine
- etwa wie die aus
EP 1 304 773 A1 bekannte Kabelverarbeitungsmaschine - eingesetzt werden kann, um das bisher manuell
vorgenommene Entladen fortan automatisiert vorzunehmen.
[0016] Erfindungsgemäß ist der Steckergehäusehalter Teil einer Kabelverarbeitungsmaschine
der eingangs beschriebenen Art. In diesem Sinne betrifft die vorliegende Erfindung
eine Kabelverarbeitungsmaschine zum Bestücken von in Steckergehäuseaufnahmen gehaltenen
Steckergehäusen mit konfektionierten Kabelenden. Gattungsgemäss umfasst die Kabelverarbeitungsmaschine
wenigstens eine Kabelbestückungseinrichtung zum Einbringen wenigstens eines konfektionierten
Kabelendes in eine korrespondierende Kabelaufnahme eines Steckergehäuses, das in wenigstens
einer Steckergehäuseaufnahme eines Steckergehäusehalters der Kabelverarbeitungsmaschine
halterbar ist. Gemäss der Erfindung ist es vorgesehen, dass der Steckergehäusehalter
eine Vorrichtung zum automatischen Entladen der wenigstens einen Steckergehäuseaufnahme
umfasst, welche Mittel zum automatisierten Lösen der Haltemittel aufweist.
[0017] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass die
Kabelverarbeitungsmaschine wenigstens eine Steckergehäusepalette aufweist, auf der
der wenigstens eine erfindungsgemässe Steckergehäusehalter angeordnet ist. Insbesondere
kann die wenigstens eine Steckergehäusepalette eine verschiebbare Steckergehäusepalette
sein zum wahlweise Verschieben des Steckergehäusehalters zwischen einer Kabel-Bestückungsposition,
in der das eine oder die mehreren konfektionierten Kabelenden in korrespondierende
Kabelaufnahmen des einen oder der mehreren Steckergehäuse eingebracht werden, und
einer Entladeposition, in der zumindest das wenigstens eine mit einem Kabelenden verbundene
Steckergehäuse entladbar bzw. der Steckergehäuseaufnahmen entnehmbar ist. Die Verschiebbarkeit
kann durch eine einfache Hin- und Her-Bewegung/Bewegbarkeit der Steckergehäusepalette
entlang eines Führungsweges realisiert sein, insbesondere, wenn die Kabelverarbeitungsmaschine
nur eine Steckergehäusepalette aufweist. Hierzu kann eine einfache mechanische, vorzugsweise
angetriebene Verschiebeeinrichtung, etwa eine Linearführung, vorgesehen sein.
[0018] Von Vorteil weist die Kabelverarbeitungsmaschine jedoch mehrere Steckergehäusepaletten
auf, um gleichzeitig einerseits Steckergehäuse, die in Steckergehäusehaltern auf einer
der Steckergehäusepalette gehalten sind, in der Kabel-Bestückungsposition mit Kabelenden
zu verbinden und andererseits Steckergehäuseaufnahmen in Steckergehäusehaltern auf
einer anderen Steckergehäusepalette in einer Entladeposition zunächst - erfindungsgemäss
automatisiert - zu entladen (Entnahme von mit Kabelenden verbundenen Steckergehäusen)
und ggf. anschliessend in einer Beladeposition mit neuen Steckergehäusen wieder zu
beladen. Im Falle mehrerer gleichzeitig in der Maschine genutzter Steckergehäusepaletten
eignet sich als Verschiebeeinrichtung in vorteilhafter Weise ein sogenannter Palettenwechsler,
wie er beispielsweise aus
EP 1 304 773 A1 bekannt ist. Die Entlade- und Beladeposition können auch örtlich zusammenfallen bzw.
identisch sein.
[0019] Zur Betätigung der Mittel zum automatischen Lösen der Haltemittel und/oder der Ausgebemittel
des erfindungsgemässen Steckergehäusehalters kann es erwünscht oder erforderlich sein,
dass auf der verschiebbaren Steckergehäusepalette eine Druckluft-, Unterdruck- und/oder
Stromversorgung zur Verfügung steht, d.h. im bewegten System der verschiebbaren Steckergehäusepalette.
Um gleichzeitig die Verschiebbarkeit der Steckergehäusepalette zu gewährleisten, kann
die Druckluft-, Unterdruck- und/oder Stromversorgung flexible Versorgungsleitungen
zwischen Steckergehäusepalette und der entsprechenden Druckluft-, Unterdruck- und/oder
Stromquelle umfassen. Jedoch ist es auch denkbar, dass die Druckluft-, Unterdruck-
und/oder Stromversorgung zur Realisierung der Verschiebbarkeit der Steckergehäusepalette
unterbrochen wird und insbesondere dass eine Verbindung zu der entsprechenden Druckluft-,
Unterdruck- und/oder Stromquelle etwa nur an bestimmten Positionen entlang des Verschiebeweges
der Steckergehäusepalette gegeben ist. Demnach ist es gemäss einer vorteilhaften Ausgestaltung
der Erfindung vorgesehen, dass die Kabelverarbeitungsmaschine wenigstens eine ent-/koppelbare,
insbesondere automatisch ent-/koppelnde Druckluft-, Unterdruck- und/oder Stromversorgung
zum Bereitstellen von Druckluft, Unterdruck bzw. elektrischer Energie aufweist. Insbesondere
kann es vorgesehen sein, dass die verschiebbare Steckergehäusepalette für die ent-/koppelbare
Druckluft-, Unterdruck- und/oder Stromversorgung eine, insbesondere automatisch ent-/koppelnde
Kupplung aufweist, die mit einer korrespondierenden ortsfesten Gegenkupplung im Bereich
der Entladeposition bzw. Ent-/Beladeposition zusammenwirkt.
[0020] Erfindungsgemäß ist eine Aufnahmeeinrichtung zum Aufnehmen wenigstens eines mit einem
Steckergehäuse bestückten Kabelendes beim oder nach dem Ausgeben des in der Steckergehäuseaufnahme
gehaltenen Steckergehäuses vorgesehen, zum gleichzeitigen Aufnehmen mehrerer mit Steckergehäusen
bestückten Kabelenden beim oder nach dem gleichzeitigen Ausgeben der Steckergehäuse.
Gemäss einer vorteilhaften Ausgestaltung kann die Aufnahmeeinrichtung wenigstens eine
zumindest zweizinkige Sammelgabel oder einen Sammelkamm aufweisen. Auch kann für die
Aufnahmeeinrichtung eine Verschiebeeinrichtung vorgesehen sein, um diese etwa in der
der Entladeposition bzw. Ent-/Beladeposition in Ausgeberichtung aus den Steckergehäuseaufnahmen
vor und ggf. unterhalb der Steckergehäuseaufnahmen zu positionieren.
[0021] Weitere Ziele, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung sowie
anhand der beigefügten Figuren.
[0022] Es zeigen:
- Fig. 1
- perspektivische Ansicht eines möglichen Ausführungsbeispiels einer Kabelverarbeitungsmaschine
mit einer erfindungsgemässen Entladevorrichtung;
- Fig. 2
- perspektivische Ansicht einer Kabelbestückungseinrichtung sowie eines Steckergehäusehalters
gemäss eines möglichen Ausführungsbeispiels einer Kabelverarbeitungsmaschine;
- Fig. 3
- perspektivische Ansicht des Palettenwechslers der Kabelverarbeitungsmaschine gemäss
Fig. 1;
- Fig. 4-8
- perspektivische Ansicht eines möglichen Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemässen
Beladevorrichtung;
- Fig. 9
- perspektivische Ansicht eines möglichen Ausführungsbeispiels einer Steckergehäusepalette
mit einem erfindungsgemässen Steckergehäusehalter;
- Fig. 10
- Querschnitt durch Steckergehäusepalette mit Steckergehäusehalter gemäss Fig. 9; und
- Fig. 11-15
- perspektivische Darstellung eines Entladevorgangs gemäss der vorliegenden Erfindung.
[0023] Fig. 1 zeigt in perspektivischer Ansicht ein Ausführungsbeispiel einer Kabelverarbeitungsmaschine
1, die eine mögliche Realisierung eines erfindungsgemässen Steckergehäusehalters 210
mit einer Entladevorrichtung umfasst. Die nachfolgend exemplarisch beschriebene Kabelverarbeitungsmaschine
1 ist insbesondere für die Konfektionierung und Bestückung von Kabelbäumen ausgebildet.
Um Kabelbäume mit mehreren Steckergehäusen verarbeiten zu können, werden die zu bestückenden
Steckergehäuse 300 in Steckergehäuseaufnahmen 200 des Steckergehäusehalters 210 gehalten,
welcher auf einer sogenannten Steckergehäusepalette 220 angeordnet ist. Die vorliegend
dargestellte Kabelverarbeitungsmaschine 1 verfügt über zwei Steckergehäusepaletten
220, wobei sich jeweils eine Palette 220 in einer Kabel-Bestückungsposition befindet
(vgl. rechte Seite der Fig. 1 und insbesondere Fig. 2), in der konfektionierte Kabelenden
400 (in Fig. 1 nicht dargestellt) mittels einer Kabelbestückungseinrichtung 10 in
korrespondierende Kabelaufnahmen 310 der Steckergehäuse 300 eingebracht werden. Während
des laufenden Bestückungsprozesses mit dieser ersten Palette befindet sich eine zweite
Palette 220 in einer Ent-/Beladeposition (vgl. linke Seite der Fig. 1), wo der fertige
Kabelbaum - erfindungsgemäss automatisiert - entnommen wird und die auf der Palette
angeordneten Steckergehäuseaufnahmen 200 mithilfe einer Beladungsvorrichtung 100 mit
neuen Steckergehäusen 300 versehen werden. Ist der Bestückungsprozess abgeschlossen
und die zweite Palette fertig vorbereitet, wird der Palettenwechsel ausgelöst, bei
dem die beiden Paletten 220 mittels eines sogenannten Palettenwechslers 260 automatisch
getauscht werden, so dass die erste Palette 220 mit den fertig bestückten Kabelenden
in die Ent-/Beladeposition verfährt, während die zweite Palette 220 mit den unbestückten
Steckergehäusen 300 in die Kabel-Bestückungsposition gebracht wird, um dort mit konfektionierten
Kabelenden 400 in Verbindung gebracht zu werden.
[0024] Der Palettenwechsler 260 ist im Detail in Fig. 3 dargestellt, die den Palettenwechsler
260 während des Wechselvorgangs zeigt. Der Palettenwechsler 260 verfügt über zwei
horizontale Schienen 261, 262, auf denen die Paletten 220, welche auf Wagen 263, 264
befestigt sind, bewegt werden können. Die Bewegung erfolgt durch Zahnriemen 265, welche
in Zahnsegmente 266 eingreifen, die jeweils oben und unten an den Wagen 263, 264 angeordnet
sind (Details siehe auch Fig. 9). Damit die Wagen 263, 264 von der oberen Schiene
261 zur unteren Schiene 262 und umgekehrt gebracht werden können, verfügt der Palettenwechsler
über vertikale Lifte 267, an denen je ein Schienen-Verlängerungsstück 268 angebracht
ist. Sobald ein Wagen 263, 264 durch den Zahnriemen 265 vollständig auf ein Verlängerungsstück
268 bewegt wurde, kann die Vertikalbewegung ausgeführt werden. Üblicherweise erfolgt
der Palettenwechsel im Uhrzeigersinn, wie dies mit den Pfeilen P angeordnet ist. Die
Lifte 267 sind mit Servoachsen angetrieben und können dadurch beliebige Zwischenstellungen
anfahren.
[0025] Die Fig. 4-8 zeigen in Kombination mit Fig. 1 Details eines möglichen Ausführungsbeispiels
einer Beladevorrichtung 100, wie sie vorliegend in der Kabelverarbeitungseinrichtung
gemäss Fig. 1 zum Einsatz kommen kann. Die Beladevorrichtung 100 weist wenigstens
eine Speichereinrichtung 110 zum Speichern und Bereitstellen von Steckergehäusen 300
wenigstens einer Bauart auf. Ferner zeichnet sich die Beladevorrichtung durch wenigstens
eine Bestückungseinrichtung 120 aus, die dazu ausgebildet ist, ein oder mehrere Steckergehäuse
300 aus der wenigstens einen Speichereinrichtung 110 in eine bzw. mehrere korrespondierende
Steckergehäuseaufnahmen 200 einzubringen. Im vorliegend gezeigten Ausführungsbeispiel
ist die Beladevorrichtung 100 zum gleichzeitigen Beladen eines Steckergehäusehalters
210 mit zwei verschiedenen Steckergehäusetypen ausgebildet (vgl. Fig. 8). Hierzu umfasst
die Speichereinrichtung 110 für jeden Steckergehäusetyp je einen sogenannten Rütteltopf
111, 112, in dem die entsprechenden Steckergehäuse 300 bevorratet sind und für den
weiteren Verarbeitungsprozess sortiert und lagerichtig bereitgestellt werden. Entsprechend
weist die Beladevorrichtung 100 für jeden der Steckergehäusetypen je eine Bestückungseinrichtung
120 auf, welche die Steckergehäuseaufnahmen 200 im Steckergehäusehalter 210 auf der
Steckergehäusepalette 220 automatisch befüllt.
[0026] Zwischen jeder der Bestückungseinrichtungen 120 und den zugeordneten Speichereinrichtungen
110 ist je eine Zuführeinrichtung 130 vorgesehen, die im vorliegenden Ausführungsbeispiel
als Linearförderstrecke 131, 132 für je eine der beiden verschiedenen Steckergehäusetypen
ausgebildet ist. Die beiden Gehäusetypen werden in den Rütteltöpfen 111, 112 sortiert
und lagerichtig nebeneinander in die beiden Linearförderstrecken 131, 132 übergeben.
Die beiden Linearförderstrecken 131, 132 verfügen im vorliegenden Ausführungsbeispiel
über Schwingförderer, die entlang einer Führungsschiene eine kontinuierliche Förderung
von Steckergehäusen 300 beider Bauarten ermöglichen.
[0027] Am Ende jeder Linearförderstrecke 131, 132 ist eine Blockiervorrichtung 133, bestehend
aus einem Schieber und einem Pneumatikzylinder, angeordnet, mit dem die Förderung
gesteuert, insbesondere unterbrochen werden kann, indem beispielsweise ein Steckergehäuse
300 eingeklemmt wird.
[0028] Die beiden Linearförderstrecken 131, 132 bringen die jeweiligen Steckergehäuse 300
in korrekter Lage zu den jeweiligen Bestückungseinrichtungen 120. Im vorliegend dargestellten
Ausführungsbeispiel umfasst jede der beiden Bestückungseinrichtungen 120 eine Förder-
oder Ausgebeeinrichtung 121, die dazu ausgebildet ist, von der jeweiligen Zuführeinrichtung
130 zugeführte Steckergehäuse 300 in korrespondierende Steckergehäuseaufnahmen 200
einzubringen. Jede der beiden Förder- bzw. Ausgebeeinrichtungen 121 weist hierzu eine
Führungsbahn 123 auf, welche jeweils eine Reihe von hintereinander liegenden Steckergehäusen
300 aufnehmen können. Die Führungsbahnen 123 dienen insoweit gleichzeitig als Zwischenspeicher
123, um der jeweiligen Bestückungseinrichtung 120 zugeführte Steckergehäuse 300 zwischen
zu speichern. Die Führungsbahnen 123 sind rechtwinklig zu den Linearförderstrecken
131, 132 und in Verlängerung der Steckergehäuseaufnahmen 200 der Steckergehäusehalter
210 angeordnet. Hinter jeder Führungsbahn 123 befindet sich ein pneumatischer Ausstosskolben
122, dessen Hub wenigstens einer Länge eines Steckergehäuses 300 beträgt, sodass beim
Ausfahren des Ausstosskolbens die ganze Reihe der Steckergehäuse 300 um die Länge
eines Steckergehäuses 300 bewegt wird.
[0029] Bei dem vorliegend dargestellten Ausführungsbeispiel der Beladevorrichtung 100 ist
ferner eine Verschiebeeinrichtung 124 vorgesehen, um wenigstens die beiden Bestückungseinrichtungen
120 relativ zu den zu bestückenden Steckergehäuseaufnahmen 200 zu verschieben, insbesondere
zum Verschieben der Bestückungseinrichtungen 120 in eine entsprechende Beladeposition
für jede der zu bestückenden Steckergehäuseaufnahmen 200. Dies ist im vorliegenden
Ausführungsbeispiel mit einem Schlitten 125 realisiert, welcher mit einer pneumatischen
Linearachse bewegt werden kann.
[0030] Anhand der Fig. 4-8 wird nachfolgend ein beispielhafter Beladevorgang bzw. ein beispielhaftes
Beladeverfahren beschrieben: Ausgehend von der Ausgangsstellung (vgl. Fig. 4) werden
die Blockiervorrichtungen 133 betätigt, sodass die Zuführung von Steckergehäusen 300
in die jeweiligen Bestückungseinrichtungen 120 unterbrochen ist. Anschliessend fährt
der Schlitten 125 in Längsrichtung der Führungsbahnen 123 nach vorne, bis die Führungsbahnen
123 vor den zu befüllenden Steckergehäuseaufnahmen 200 stehen (vgl. Fig. 5). Als nächstes
werden die Ausstosskolben 122 ausgefahren, wodurch das jeweils vorderste Steckergehäuse
300 von der Führungsbahn 123 in die jeweilige Steckergehäuseaufnahmen 200 im Steckergehäusehalter
210 geschoben wird (vgl. Fig. 6). Danach fährt der Schlitten 125 zurück und die Ausstosskolben
122 werden eingefahren (vgl. Fig. 7). Im Anschluss werden die Blockiervorrichtungen
133 gelöst, wodurch das jeweils nächste Steckergehäuse 300 von der jeweiligen Linearförderstrecke
131, 132 in die Führungsbahn transportiert wird. Die Steckergehäusepalette 220 wird
vom Lift 267 (vgl. Fig. 3) nach oben bewegt bis die nächsten zu befüllenden Steckergehäuseaufnahmen
200 vor den Führungsbahnen 123 stehen (vgl. Fig. 8). Diese Schritte werden wiederholt,
bis alle Steckergehäuseaufnahmen 200 des Steckergehäusehalters 210 beladen sind.
[0031] Fig. 9 zeigt - wie bereits oben erwähnt - eine auf einem Wagen 263 angeordnete Steckergehäusepalette
220 mit einem Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen Steckergehäusehalters 210,
der Steckergehäuseaufnahmen 200 für zwei verschiedene Steckergehäusetypen aufweist,
welche in zwei vertikalen Reihen angeordnet sind. Fig. 10 ist ein Schnitt durch den
Steckergehäusehalter 210 gemäss Fig. 9. Der Schnitt zeigt die beiden Steckergehäuse
300 unterschiedlicher Bauart, welche in jeweils der Aussenform des Steckergehäuses
300 angepassten bzw. korrespondierenden Steckergehäuseaufnahmen 200 platziert sind.
In den Fig. 9 und 10 nicht dargestellte Halteelemente stellen sicher, dass die Steckergehäuse
während des Bestückungsprozesses in den Steckergehäuseaufnahmen 200 verbleiben. Abhängig
vom zu verarbeitenden Material kann es sich bei den Haltemittel um einfache reibschlüssige
Systeme - wie etwa Kugeldruckstücke - handeln. Alternativ können auch formschlüssige
Elemente wie Klinken vorhanden sein, die zum Entnehmen der Gehäuse aktiv geöffnet
werden müssen. Wie Fig. 10 ausserdem zu entnehmen ist, ist zum automatischen Entladen
der Steckergehäuse 300 pro Steckergehäuseaufnahmen 200 ein Ausgebemittel 230, vorliegend
ein pneumatisch betätigter Ausstosskolben 231 vorhanden, welcher im drucklosen Zustand
von einer Feder 232 in der eingefahrenen Stellung gehalten wird. Falls zum Entnehmen
der Steckergehäuse eine Klinke geöffnet werden muss, kann der Ausstosskolben so ausgebildet
sein, dass er auf dem ersten Abschnitt des Ausstosshubes die Klinke öffnet.
[0032] Anhand der Fig. 11-15 wird nachfolgend ein beispielhafter Entladevorgang bzw. ein
beispielhaftes Entladeverfahren fertig bestückter Steckergehäuse 300 beschrieben.
Nach Abschluss des Bestückungsvorgangs der konfektionierten Kabelenden 400 mit den
in auf der ersten Steckergehäusepalette 220 angeordneten Steckergehäusen 300 (vgl.
Fig. 2) sowie nach Abschluss des Beladevorgangs der Steckergehäuseaufnahmen 200 auf
der zweiten Steckergehäusepalette 220 fährt die zweite Steckergehäusepalette 220 nach
links in die Beladeposition, während die vollständig mit Gehäusen beladene erste Steckergehäusepalette
220 nach rechts zur Kabel-Bestückungsposition verfährt (Fig. 11 und Fig. 12). Wie
insbesondere Fig. 11 zu entnehmen ist, ist bei der vorliegenden Ausführungsform der
Kabelverarbeitungsmaschine 1 auf der linken Seite des Palettenwechslers 260 im Bereich
der Beladeposition eine Aufnahmeeinrichtung 250 zum Aufnehmen der mit den einen Steckergehäusen
bestückten Kabelenden 400 vorgesehen, um beim oder nach dem Ausgeben des in der Steckergehäuseaufnahme
200 gehaltenen Steckergehäuses 300 das System aus Kabelende und Steckergehäuse sicher
aufzunehmen. Bei der vorliegenden Ausführungsform ist die Aufnahmeeinrichtung 250
insbesondere zum gleichzeitigen Aufnehmen mehrerer mit Steckergehäusen 300 bestückten
Kabelenden 400 ausgebildet. Konkret besteht die Aufnahmeeinrichtung 250 im vorliegenden
Ausführungsbeispiel aus zwei jeweils zweizinkigen Gabeln 251, die mit einer pneumatischen
Hubeinheit zwischen zwei Stellungen vertikal verfahren werden können. Sobald die erste
Steckergehäusepalette 220 der linken Seite angekommen ist, fährt die Doppel-Gabel
251 im nächsten Schritt nach oben, sodass Kabelenden 400 von der Doppel-Gabel 251
gefangen werden (vgl. Fig. 13). Anschliessend werden alle Ausstosskolben 231 des Steckergehäusehalters
210 gemeinsam ausgefahren, wodurch die Steckergehäuse 300 ausgeworfen und entlang
der Doppel-Gabel nach unten rutschen (Fig. 14). Um die Druckluft für den Ausstossvorgang
bereitzustellen, kann eine pneumatische Kupplung (hier nicht dargestellt) ausfahren,
die hinter der Steckergehäusepalette 220 ortsfest angeordnet ist. Im nächsten Schritt
fährt die Doppel-Gabel 251 wieder nach unten. In dieser Stellung hat der Bediener
die Möglichkeit, die Kabelenden 400 bzw. den Kabelbaum zu einem beliebigen Zeitpunkt
zu entnehmen (vgl. Fig. 15). Die Aufnahmeeinrichtung 250, insbesondere die Doppel-Gabel
251 kann derart ausgebildet sein, dass sie mehrere Kabelbäume aufnehmen kann, sodass
nicht nach jedem Zyklus der gerade fertig gestellte Kabelbaum entnommen werden muss.
1. Kabelverarbeitungsmaschine (1) zum Bestücken von konfektionierten Kabelenden (400)
mit Steckergehäusen (300) wenigstens einer Bauart, mit wenigstens einer Kabelbestückungseinrichtung
(10) zum Einbringen wenigstens eines konfektionierten Kabelendes (400) in eine korrespondierende
Kabelaufnahme (310) eines Steckergehäuses (300), mit wenigstens einem Steckergehäusehalter
(210), wobei der Steckergehäusehalter (210) wenigstens eine Steckergehäuseaufnahme
(200) und für die wenigstens eine Steckergehäuseaufnahme (200) Haltemittel zum wiederlösbaren
Halten eines in der Steckergehäuseaufnahme aufnehmbaren Steckergehäuses (300) aufweist,
wobei der Steckergehäusehalter (210) eine Vorrichtung zum automatischen Entladen der
wenigstens einen Steckergehäuseaufnahme (200) umfasst, welche Mittel zum automatisierten
Lösen der Haltemittel aufweist, wobei der Steckergehäusehalter (210) mehrere Steckergehäuseaufnahmen
(200) umfasst und für wenigstens zwei der mehreren, vorzugsweise für alle Steckergehäuseaufnahmen
(200) ein gemeinsames Ausgebemittel zum gemeinsamen Ausgeben der in den wenigstens
zwei Steckergehäuseaufnahmen (200) gehaltenen bzw. aufnehmbaren Steckergehäuse (300)
aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Aufnahmeeinrichtung (250) zum gleichzeitigen Aufnehmen mehrerer mit Steckergehäusen
(300) bestückten Kabelenden (400) beim oder nach dem gleichzeitigen Ausgeben der Steckergehäuse
(300) bereitgestellt ist, und dass das gemeinsame Ausgebemittel für die wenigstens
zwei Steckergehäuseaufnahmen (200) Druckluftmittel zum gemeinsamen, unmittelbaren
Beaufschlagen der in den wenigstens zwei Steckergehäuseaufnahmen (200) gehaltenen
bzw. aufnehmbaren Steckergehäusen (300) aufweist.
2. Kabelverarbeitungsmaschine (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Steckergehäusehalter (210) auf einer Steckergehäusepalette (220)
angeordnet ist, insbesondere auf einer verschiebbaren Steckergehäusepalette (220)
zum wahlweise Verschieben des Steckergehäusehalters zwischen einer Kable-Kabel-Bestückungsposition,
in der das eine oder die mehreren konfektionierten Kabelenden (400) in korrespondierende
Kabelaufnahmen (310) des einen oder der mehreren Steckergehäuse (300) eingebracht
werden, und einer Entladeposition, in der zumindest das wenigstens eine mit einem
Kabelenden verbundene Steckergehäuse entladbar bzw. der Steckergehäuseaufnahmen entnehmbar
ist.
3. Kabelverarbeitungsmaschine (1) nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch wenigstens eine ent-/koppelbare, insbesondere automatisch ent-/koppelnde Druckluft-,
Unterdruck- und/oder Stromversorgung zum Bereitstellen von Druckluft, Unterdruck bzw.
elektrischer Energie auf der verschiebbaren Steckergehäusepalette (220).
4. Kabelverarbeitungsmaschine (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die verschiebbare Steckergehäusepalette (220) für die ent-/koppelbare Druckluft-,
Unterdruck- und/oder Stromversorgung eine, insbesondere automatisch ent-/koppelnde
Kupplung aufweist, die mit einer korrespondierenden ortsfesten Gegenkupplung im Bereich
der Entladeposition zusammenwirkt.
5. Kabelverarbeitungsmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeeinrichtung (250) wenigstens eine zumindest zweizinkige Sammelgabel (251)
oder wenigstens einen Sammelkamm aufweist.
6. Kabelverarbeitungsmaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Haltemittel für die wenigstens eine Steckergehäuseaufnahme (200) folgendes aufweisen:
a. wiederlösbare, formschlüssig wirkende Haltemittel, insbesondere mit korrespondierenden
Gegenrastmittel an dem auszunehmenden Steckergehäuse zusammenwirkende Rastmittel,
vorzugswiese wenigstens einen Rasthaken oder wenigstens eine federbelastete Rastkugel;
und/oder
b. wiederlösbare reib- und/oder kraftschlüssig wirkende Haltemittel, insbesondere
wenigstens ein federbelastetes oder elastisch verformbares oder pneumatisches Klemmmittel,
und/oder
c. eine schaltbare Ansaugeinrichtung zum Halten eines Steckergehäuses in der Steckergehäuseaufnahme
mittels Unterdruck; und/oder
d. ein schaltbares magnetisches Haltemittel.
7. Kabelverarbeitungsmaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das gemeinsame Ausgebemittel dazu ausgebildet ist, die Haltemittel vor oder beim
Ausgeben eines in der wenigstens einen bzw. den wenigstens zwei Steckergehäuseaufnahmen
(200) gehaltenen Steckergehäuses (300) zu lösen.
8. Kabelverarbeitungsmaschine (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das gemeinsame Ausgebemittel derart ausgebildet ist, dass es beim Ausgeben auf ein
in der wenigstens einen Steckergehäuseaufnahme (200) gehaltenes bzw. aufnehmbares
Steckergehäuse (300) eine Ausgebekraft ausübt, die grösser ist, als die dem Reib-
oder Kraftschluss entsprechende Haltekraft der reib- und/oder kraftschlüssig wirkenden
Haltemittel.
1. A cable processing machine (1) for fitting prefabricated cable ends (400) with connector
housings (300) of at least one type, with at least one cable fitting device (10) for
introducing at least one prefabricated cable end (400) into a corresponding cable
receptacle (310) of a connector housing (300), with at least one connector housing
holder (210), wherein the connector housing holder (210) has at least one connector
housing receptacle (200) and holding means for the at least one connector housing
receptacle (200) for releasably holding a connector housing (300) which can be received
in the connector housing receptacle, wherein the connector housing holder (210) has
a device for automatically unloading the at least one connector housing receptacle
(200), which device comprises means for automatically releasing the holding means,
wherein the connector housing holder (210) comprises a plurality of connector housing
receptacles (200) and, for at least two of the plurality of, preferably for all, connector
housing receptacles (200), has a common ejection means for the common ejecting of
the connector housings (300) that are held or can be received in the at least two
connector housing receptacles (200), characterized in that a receiving device (250) is provided for simultaneously receiving a plurality of
cable ends (400) fitted with connector housings (300) during or after the simultaneous
ejection of the connector housings (300), and in that the common ejection means for the at least two connector housing receptacles (200)
has compressed air means for commonly and directly acting on the connector housings
(300) that are held or can be received in the at least two connector housing receptacles
(200) .
2. The cable processing machine (1) according to claim 1, characterized in that the at least one connector housing holder (210) is arranged on a connector housing
pallet (220), in particular on a displaceable connector housing pallet (220) for selectively
displacing the connector housing holder between a cable-cable fitting position, in
which the one or the plurality of prefabricated cable ends (400) are inserted into
corresponding cable receptacles (310) of the one or the plurality of connector housings
(300), and a unloading position in which at least the at least one connector housing
connected to a cable end can be unloaded or be removed from the connector housing
receptacles.
3. The cable processing machine (1) according to claim 2, characterized by at least one decouplable/coupleable, in particular automatically decoupling/coupling
compressed air supply, negative pressure supply and/or power supply for providing
compressed air, negative pressure or electrical energy on the displaceable connector
housing pallet (220).
4. The cable processing machine (1) according to claim 3, characterized in that the displaceable connector housing pallet (220) for the decouplable/couplable compressed
air supply, negative pressure supply and/or power supply has a coupling, in particular
an automatically decoupling/coupling coupling, which cooperates with a corresponding
stationary mating coupling in the region of the unloading position.
5. The cable processing machine (1) according to any one of claims 1 to 4, characterized in that the receiving device (250) comprises at least one at least two-pronged collecting
fork (251) or at least one collecting comb.
6. The cable processing machine (1) according to any of the preceding claims,
characterized in that the holding means for the at least one connector housing receptacle (200) comprise
the following:
a. releasable, positively acting holding means, in particular with latching means,
preferably at least one latching hook or at least one spring-loaded latching ball,
cooperating with corresponding mating latching means on the connector housing to be
removed; and/or
b. releasable frictionally and/or non-positively acting holding means, in particular
at least one spring-loaded or elastically deformable or pneumatic clamping means,
and/or
c. a switchable suction device for holding a connector housing in the connector housing
receptacle by means of negative pressure; and/or
d. a switchable magnetic holding means.
7. The cable processing machine (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that the common ejection means is formed to release the holding means before or during
ejection of a connector housing (300) held in the at least one or the at least two
connector housing receptacles (200) .
8. The cable processing machine (1) according to claim 7, characterized in that the common ejection means is formed in such a manner that during ejection it exerts
an ejection force on a connector housing (300) that is held or can be received in
the at least one connector housing receptacle (200), which ejection force is greater
than the holding force of the frictionally and/or non-positively acting holding means
that corresponds to the frictional or non-positive connection.
1. Machine à traiter les câbles (1) pour équiper des extrémités de câble préparées (400)
avec des boîtiers de connexion (300) au moins d'un type de conception, avec au moins
un dispositif d'équipement de câble (10) pour poser au moins une extrémité de câble
préparée (400) dans un logement de câble (310) correspondant d'un boîtier de connexion
(300), avec au moins un support de boîtier de connexion (210), sachant que le support
de boîtier de connexion (210) comporte au moins un logement de boîtier de connexion
(200) et pour au moins un logement de boîtier de connexion (200), des moyens de fixation
pour le maintien amovible d'un boîtier de connexion (300) logeable dans le logement
de boîtier de connexion, sachant que le support de boîtier de connexion (210) comprend
un dispositif pour la décharge automatique d'au moins un logement de boîtier de connexion
(200), lequel comporte des moyens pour le démontage automatique des moyens de maintien,
sachant que le support de boîtier de connexion (210) comprend plusieurs logements
de boîtier de connexion (200) et pour au moins deux des plusieurs logements de boîtier
de connexion (200), de préférence pour tous, comporte un moyen de sortie commun pour
la sortie commune des boîtiers de connexion (300) maintenus ou logeables dans au moins
les deux logements de boîtier de connexion (200), caractérisée en ce qu'un dispositif de logement (250) est préparé pour loger simultanément plusieurs extrémités
de câble (400) équipées de boîtiers de connexion (300) à ou après la sortie simultanée
des boîtiers de connexion (300) et en ce que le moyen de sortie commun pour au moins deux logements de boîtier de connexion (200)
comporte des moyens d'air comprimé pour la sollicitation commune, directe des boîtiers
de connexion (300) maintenus ou logeables dans au moins les deux logements de boîtier
de connexion (200) .
2. Machine à traiter les câbles (1) selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'au moins un support de boîtier de connexion (210) est disposé sur une plaquette de
boîtier de connexion (220), en particulier sur une plaquette de boîtier de connexion
(220) mobile pour le déplacement selon nécessité du support de boîtier de connexion
entre une position d'équipement câble-câble, dans laquelle une ou plusieurs extrémités
de câble (400) préparées sont placées dans les logements de câble (310) correspondants
d'un ou de plusieurs boîtiers de connexion (300) et une position de décharge dans
laquelle au moins un boîtier de connexion relié à une extrémité de câble peut être
au moins déchargé ou peut être enlevé des logements de boîtier de connexion.
3. Machine à traiter les câbles (1) selon la revendication 2, caractérisée par au moins une alimentation découplable/accouplable, en particulier automatiquement
découplable/accouplable d'air comprimé, de vide et/ou de courant pour la mise à disposition
d'air comprimé, de vide ou d'énergie électrique sur la plaquette de boîtier de connexion
(220).
4. Machine à traiter les câbles (1) selon la revendication 3, caractérisée en ce que la plaquette de boîtier de connexion (220) mobile comporte un accouplement en particulier
automatiquement découplable/couplable pour l'alimentation découplable/couplable d'air
comprimé, de vide et/ou de courant, qui agit conjointement avec un contre-accouplement
fixe correspondant dans la zone de la position de décharge.
5. Machine à traiter les câbles (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisée en ce que le dispositif de logement (250) comporte au moins une fourche collectrice (251) au
moins à deux dents ou au moins un peigne collecteur.
6. Machine à traiter les câbles (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que les moyens de maintien pour au moins un logement de boîtier de connexion (200) comportent
les points suivants :
a. moyens de maintien démontables, agissant par conformité de forme, en particulier
moyens d'encliquetage agissant conjointement avec des moyens d'encliquetage opposés
correspondants sur le boîtier de connexion à enlever, de préférence au moins un crochet
d'enclenchement ou au moins une bille d'encliquetage sollicitée par ressort, et/ou
b. moyens de maintien démontables agissant par friction et/ou par force, en particulier
au moins un moyen de serrage sollicité par ressort ou élastiquement déformable ou
pneumatique, et/ou
c. un dispositif d'aspiration enclenchable pour maintenir un boîtier de connexion
dans le logement de boîtier de connexion au moyen de vide et/ou
d. un moyen de maintien magnétique enclenchable.
7. Machine à traiter les câbles (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le moyen de sortie commun est constitué pour défaire les moyens de maintien avant
ou lors de la sortie d'un boîtier de connexion (300) maintenu dans au moins un ou
au moins deux logements de boîtier de connexion (200).
8. Machine à traiter les câbles (1) selon la revendication 7, caractérisée en ce que le moyen de sortie commun est constitué de telle manière qu'il exerce lors de la
sortie sur un boîtier de connexion (300) maintenu et logeable dans au moins un logement
de boîtier de connexion (200), une force de sortie, qui est plus grande que la force
de maintien correspondant à la friction ou la force des moyens de maintien agissant
par conformité de friction et/ou de force.