[0001] Die Erfindung betrifft eine Steckverbinderanordnung, die aus einem Steckverbinder
und einem daran angeschlossenen Kabel besteht. Das Kabel hat mindestens einen Innenleiter
und einen den Innenleiter umlaufenden Außenleiter, wobei der Außenleiter elektrisch
mit einem Außenleitergehäuse des Steckverbinders verbunden ist.
[0002] Der Steckverbinder hat ein steckseitiges Ende zum Verbinden des Steckverbinders mit
einem Gegensteckverbinder und ein kabelseitiges Ende, an dem das Kabel (vorzugsweise
unlösbar durch Löten oder Crimpen) befestigt ist. Dabei ist der Innenleiter des Kabels
elektrisch mit einem Innenleiterteil des Steckverbinders wie etwa einem Kontaktstift
oder einer Kontaktbuchse verbunden und der Außenleiter des Kabels ist elektrisch mit
dem das Innenleiterteil umlaufenden Außenleitergehäuse des Steckverbinders verbunden,
so dass vorzugsweise von dem Kabel bis zu dem steckseitigen Ende des Steckverbinders
eine durchgehende Schirmung gebildet ist.
[0003] Es ist bekannt, zum Herstellen der Verbindung zwischen dem Steckverbinder und dem
Kabel das aus einem elektrisch leitenden Material bestehende und zumindest abschnittweise
hülsenförmige Außenleitergehäuse mit einem axialen Endabschnitt des Außenleiters zu
vercrimpen bzw. zu verpressen. Dazu wird bei der Herstellung der Steckverbinderanordnung
das Kabel an seinem vorderem Ende abisoliert bzw. der Kabelmantel abschnittsweise
entfernt, so dass der Außenleiter freigelegt ist. Anschließend wird das den Außenleiter
umlaufende Außenleitergehäuse mit dem Außenleiter verpresst.
[0004] Es hat sich allerdings herausgestellt, dass eine auf die beschriebene herkömmliche
Art hergestellte Steckverbinderanordnung im Bereich der Verbindung zwischen dem Steckverbinder
und dem Kabel regelmäßig nicht optimal elektrisch angepasst ist. Insbesondere kann
es im Verbindungsbereich zu ungewollten Abweichungen von dem vorgesehenen Wellenwiderstand
wie etwa zu einem unerwünschten Impedanzanstieg kommen.
[0005] Die Druckschrift
US 2003/087553 A1 beschreibt eine Anordnung aus einem Koaxialkabel und einer Verbinder, wobei der Außenleiter
des Kabels um eine Hülse zurückgeschlagen ist, und wobei ein weiteres Hülsenteil vorgesehen
ist.
[0006] In Anbetracht der beschriebenen Probleme ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
eine stabil und zugfest eingerichtete Verbindung zwischen dem Steckverbinder und dem
Kabel bereitzustellen, die ferner möglichst über ihre gesamte Erstreckung in Kabellängsrichtung
optimal elektrisch angepasst ist.
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine Steckverbinderanordnung gemäß Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.
[0008] Die erfindungsgemäße Steckverbinderanordnung weist ein den Innenleiter umlaufendes
Hülsenteil auf, das an das vordere axiale Ende des Außenleiters angrenzt und den Außenleiter
(bzw. eine Innenleiterschirmung) damit in axialer Richtung (in Richtung auf das steckseitige
Ende des Steckverbinders) fortsetzt. Wichtig dabei ist, dass das Hülsenteil etwa denselben
Innendurchmesser hat wie der Außenleiter des Kabels. Mit anderen Worten umläuft das
Hülsenteil den Innenleiter des Kabels in einem außenleiterfreien Bereich, der an dem
vorderen Kabelende vorgesehen ist, um eine Verbindung des Innenleiters mit dem Innenleiterteil
des Steckverbinders zu ermöglichen. Vorzugsweise ist das Hülsenteil zwischen dem vorderen
axialen Ende des Außenleiters und einem axialen Anschlag des Steckverbinders vorgesehen.
Die erfindungsgemäße Steckverbinderanordnung weist die weiteren in Patentanspruch
1 angegebenen Merkmale auf.
[0009] Die Erfindung geht auf die Erkenntnis zurück, dass zum Erhalt einer in Kabellängsrichtung
gleichbleibenden Impedanz bei unveränderter Kabelgeometrie auch ein im Wesentlichen
gleichbleibender Abstand zwischen dem Innenleiter und dem Außenleiter des Kabels erforderlich
ist. So führt eine Vergrößerung des Abstands zwischen Innenleiter und Außenleiter
des Kabels regelmäßig zu einem induktiven Bereich bzw. zu einem ungewollten Impedanzanstieg.
Eine unerwünschte sprunghafte Änderung des Abstands zwischen dem Innenleiter und dessen
Schirmung liegt bei herkömmlichen Steckverbinderanordnungen regelmäßig an dem vorderen
axialen Ende des Außenleiters vor. Erfindungsgemäß wird dagegen durch das Hülsenteil
die Schirmung auch im Bereich des vorderen axialen Endes des Außenleiters mit gleichbleibender
Entfernung zum Innenleiter fortgeführt, so dass keine Impedanzänderung in diesem Bereich
auftritt.
[0010] Vorzugsweise liegt dabei das Verhältnis zwischen dem Innendurchmesser des Hülsenteils
und dem Innendurchmesser des Außenleiters zwischen 0,9 und 1,2, besonders bevorzugt
zwischen 0,95 und 1,1, insbesondere zwischen 0,98 und 1,05, so dass der Außenleiter
an seinem axialen vorderen Ende praktisch stufenfrei in das Hülsenteil übergeht bzw.
sogar praktisch stufenfrei daran anliegt. Ein Sprung des Abstands zwischen Innenleiter
und dessen Schirmung am vorderen Ende des Außenleiters wird auf diese Weise zuverlässig
verhindert.
[0011] Das Hülsenteil kann einteilig als geschlossene Zylindermantelhülse gebildet sein
und wird in diesem Fall ausgehend von dem vorderen Kabelende über den Innenleiter
(bzw. über mehrere Innenleiter) in Richtung auf das vordere axiale Ende des Außenleiters
aufgeschoben. Alternativ kann das Hülsenteil auch als offene Hülse gebildet sein,
die erst durch einen Pressvorgang beim Anbringen der Hülse geschlossen wird und den
Innenleiter dann ringsum umläuft. Weiter alternativ kann das Hülsenteil aus zwei oder
mehr Hülsenschalen bestehen, die von verschiedenen Seiten auf den Innenleiter aufgesetzt
werden. Vorzugsweise ist das Hülsenteil in Form eines im Wesentlichen zylindermantelförmigen
Rohrabschnitts bzw. Rohrs gebildet und besteht aus einem leitenden Material wie etwa
einem Metall, insbesondere aus Kupfer, Silber o.dgl.
[0012] Zusätzlich zu dem Hülsenteil weist das Kabel eine den Innenleiter umlaufende Stützhülse
auf der dem Steckverbinder abgewandten Seite des Hülsenteils auf. Insbesondere wenn
die Stützhülse radial außen auf dem Außenleiter angeordnet ist, hat es sich als vorteilhaft
erwiesen, dass der Innendurchmesser der Stützhülse etwas größer ist als der Innendurchmesser
des Hülsenteils, so die Stützhülse problemlos außen auf den Außenleiter aufbringbar
ist, während das Hülsenteil zwar außen auf den Innenleiter, nicht aber außen auf den
Außenleiter aufbringbar ist. Dadurch ist über den gesamten Verlauf des Kabelendes
ein im Wesentlichen konstanter Abstand zwischen dem Innenleiter und der Schirmung
sichergestellt. Anders als die Stützhülse ist das Hülsenteil axial neben dem Außenleiter,
vorzugsweise aber nicht in derselben Radialebene wie der Außenleiter angeordnet, so
dass sich Außenleiter und Hülsenteil in Kabellängsrichtung nicht überlappen.
[0013] Die Stützhülse ist zum Halten und Fixieren des vorderen Endes des Außenleiters vorgesehen,
insbesondere wenn der Außenleiter in Form eines Drahtgeflechts o.dgl. vorgesehen ist.
In diesem Zusammenhang hat es sich als vorteilhaft erwiesen, dass das steckverbinderseitige
Ende der Stützhülse in Kabellängsrichtung im Wesentlichen mit dem axialen vorderen
Ende des Außenleiters zusammenfällt, so dass die Stützhülse den Außenleiter bis hin
zu seinem vorderen axialen Ende stützt und hält.
[0014] Im Hinblick auf eine optimale elektrische und mechanische Verbindung zwischen dem
Außenleiter, der Stützhülse und dem Außenleitergehäuse ist der Außenleiter um die
Stützhülse herum zurückgefaltet. In diesem Fall kann durch Verpressung eine besonders
dauerhafte und stabile Crimpverbindung zwischen dem vorzugsweise als Drahtgeflecht
gebildeten Außenleiter und der Stützhülse bzw. dem Außenleitergehäuse hergestellt
werden.
[0015] Vorzugsweise ist der Abstand zwischen dem kabelseitigen Ende des Hülsenteils und
dem steckverbinderseitigen Ende der Stützhülse bzw. dem daran umgeschlagenen Außenleiter
kleiner als 2 mm, insbesondere kleiner als 1 mm. Besonders vorteilhaft ist es, wenn
das kabelseitige Ende des Hülsenteils unmittelbar an dem steckverbinderseitigen Ende
der Stützhülse bzw. an dem daran umgeschlagenen Außenleiter anliegt. In diesem Fall
ist eine elektrische Verbindung zwischen dem Außenleiter und dem Außenleitergehäuse
nämlich nicht nur unmittelbar hergestellt, sondern auch mittelbar über das Hülsenteil.
[0016] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind das Hülsenteil
und/oder die Stützhülse zumindest abschnittsweise in Form einer zylindermantelförmigen
Hülse wie etwa einer Crimphülse gebildet, die entweder als einzelnes Teil gebildet
sein kann oder aus mehreren Zylinderschalenteilen besteht. Der Innendurchmesser des
Hülsenteils kann an den Außendurchmesser einer den (oder die) Innenleiter umgebenden
Isolierung angepasst sein und/oder der Innendurchmesser der Stützhülse kann an den
Außendurchmesser des Außenleiters angepasst sein.
[0017] Das Außenleitergehäuse weist einen Hülsenabschnitt zur Aufnahme des Kabelendes auf,
wobei eine Wand des Hülsenabschnitts radial außen an dem Hülsenteil und an der Stützhülse
anliegt. Mit anderen Worten ist der Hülsenabschnitt zur Aufnahme des Kabelendes zumindest
bis hin zu der Stützhülse eingerichtet. Dadurch wird zum einen eine durchgängige Schirmung
des Innenleiters sichergestellt. Zum anderen ist auf einfache Weise durch Anwendung
eine radialen Presskraft von außen auf die Wand des Hülsenabschnitts eine Verpressung
des Hülsenabschnitts mit dem Kabel möglich. Dadurch ist das Kabel zugfest an dem Steckverbinder
gehalten.
[0018] Gemäß einem besonders wichtigen Gesichtspunkt der Erfindung weist die Steckverbinderanordnung
mehrere Crimpverbindungen zwischen dem Hülsenabschnitt des Außenleitergehäuses und
dem Kabel auf Höhe des Hülsenteils und auf Höhe der Stützhülse auf. Als besonders
vorteilhaft hat es sich erwiesen, eine erste Crimpverbindung im Bereich des Hülsenteils
und mindestens eine zweite Crimpverbindung im Bereich der Stützhülse vorzusehen. Dadurch
werden zum einen ein guter elektrischer Kontakt und eine stabile mechanische Verbindung
zwischen dem Außenleiter und dem Außenleitergehäuse garantiert. Zum anderen wird sichergestellt,
dass sowohl die Stützhülse als auch das Hülsenteil sowohl gegenüber dem Außenleiter
als auch gegenüber dem Innenleiter ortsfest fixiert sind.
[0019] Im Hinblick auf einen optimalen Verlauf des Wellenwiderstands hat es sich als zweckmäßig
erwiesen, dass das steckverbinderseitige Ende des Hülsenteils unmittelbar an einem
axialen Anschlag des Außenleitergehäuses anliegt. Ausgehend von dem axialen Anschlag
hat das Außenleitergehäuse in Richtung auf das steckseitige Ende des Steckverbinders
vorzugsweise einen Innendurchmesser, der im Wesentlichen demjenigen des Außenleiters
des Kabels entspricht. Der Abstand zwischen dem axialen Anschlag des Steckverbinders
und dem vorderen axialen Ende des Außenleiters entspricht vorzugsweise im Wesentlichen
der axialen Abmessung des Hülsenteils. Im Hinblick auf eine kostengünstige Herstellbarkeit
und im Hinblick auf ein vergleichsweise leichtes Kabelgewicht hat es sich als vorteilhaft
erwiesen, dass der Außenleiter in Form eines Geflechts wie etwa eines Drahtgeflechts
gebildet ist. Ein Drahtgeflecht ist ferner besonders gut zum Herstellen einer Pressverbindung
geeignet und eignet sich zum Zurückfalten über die Stützhülse.
[0020] Andererseits kann der Innenleiter in Form einer von einem Dielektrikum umgebenen
Seele oder eines oder mehrerer jeweils isolierter Adern gebildet sein. Bspw. sind
ein oder mehrere Innenleiterpaare zum Übertragen eines oder mehrerer differentieller
Signale über das Kabel vorgesehen. Zwei Innenleiterpaare können bspw. in einer Sternviereranordnung
verlaufen. Vorzugsweise sind alle Innenleiter von dem gemeinsamen Außenleiter in Form
eines Drahtgeflechts umlaufen.
[0021] Das Kabel kann ein Koaxialkabel, ein geschirmtes Twisted-Pair-Kabel, ein geschirmtes
Stern-Viererkabel o. dgl. sein. Derartige Kabel sind regelmäßig zur Übertragung von
HF-Signalen vorgesehen, wobei in diesem Fall eine optimale elektrische Anpassung besonders
wichtig ist, um eine Verfälschung des Signalverlaufs zu vermeiden.
[0022] In der nun folgenden Beschreibung wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen erläutert. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- eine teilweise als Längsschnitt dargestellte schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen
Steckverbinderanordnung, und
- Fig. 2
- eine Querschnittansicht durch die in Fig. 1 gezeigte Steckverbinderanordnung (Schnittebene
S).
[0023] Die in Fig. 1 schematisch dargestellte erfindungsgemäße Steckverbinderanordnung 10
besteht aus eine Steckverbinder 20 wie etwa einem Koaxialstecker und einem daran angeschlossenen
Kabel 30 wie etwa einem Koaxialkabel, einem Sternviererkabel o.dgl.
[0024] Der Steckverbinder 20 ist zum Verbinden mit einem Gegensteckverbinder wie etwa einem
Buchsenteil an seinem in Fig. 1 links dargestellten steckseitigen Ende eingerichtet.
An dem in Fig. 1 rechts dargestellten kabelseitigen Ende des Steckverbinders 20 ist
das Kabel 30 zugfest befestigt.
[0025] Das Kabel 30 weist (hier beispielhaft) insgesamt vier verseilte Innenleiter 32 in
Form von jeweils mit einer Isolierung versehenen Adern auf. Jeweils zwei Innenleiter
32 bilden ein differentielles Leiterpaar zu Übertragung differentieller Signale wie
etwa HF-Signale o.dgl. Die vier Innenleiter 32 sind von einem gemeinsamen Außenleiter
34 in Form eines Drahtgeflechts umgeben, das die Innenleiter 32 nach außen hin abschirmt.
Das Drahtgeflecht liegt außen an der Aderisolierung an. Der Außenleiter 34 ist außen
koaxial von einem Kabelmantel 80 aus einem nichtleitenden Material wie etwa einem
Kunststoff umgeben.
[0026] Die Innenleiter 32 sind jeweils an ihrem dem Steckverbinder 20 zugewandten vorderen
Ende mit Innenleiterkontakten (nicht gezeigt) des Steckverbinders 20 elektrisch verbunden.
Der Außenleiter 34 an seinem dem Steckverbinder 20 zugewandten vorderen Endabschnitt
mit einem Außenleitergehäuse 24 des Steckverbinders elektrisch verbunden, der die
Schirmung der Innenleiter 32 bis hin zu dem steckseitigen Ende des Steckverbinders
20 fortsetzt.
[0027] Das vordere Kabelende ist in einem rohrartigen Hülsenabschnitt 26 des Außenleitergehäuses
24 aufgenommen, der ausgehend von einem Basisabschnitt des Außenleitergehäuses 24
kabelseitig vorsteht. Der Innendurchmesser des Hülsenabschnitts 26 entspricht im Wesentlichen
dem Außendurchmesser des Kabelmantels 30, so dass das Kabel 30 in die durch den Hülsenabschnitt
26 gebildete Öffnung einführbar ist.
[0028] An dem vorderen Ende des Kabels 30 ist der Kabelmantel 80 entfernt, so dass der Außenleiter
34 freigelegt ist und in elektrischen Kontakt mit der Wand des Hülsenabschnitts 26
gebracht werden kann.
[0029] Zur besseren Fixierung des vorderen axialen Endes A des Außenleiters 34 und insbesondere
zum Verhindern einer Beschädigung der Innenleiter 32 bei der Herstellung einer Crimpverbindung
zwischen dem Außenleiter 34 und dem Außenleitergehäuse 24 ist eine Stützhülse 60 auf
einem vorderen Abschnitt des Außenleiters 34 vorgesehen. Das Drahtgeflecht des Außenleiters
34 ist um das vordere Ende der Stützhülse herum zurückgeschlagen, so dass das Drahtgeflecht
des Außenleiters 34 an der Stützhülse 60 innen und außen anliegt. Damit bildet das
an dem vorderen Ende der Stützhülse 60 anliegende Drahtgeflecht das vordere axiale
Ende A des Außenleiters 34.
[0030] Wie in Fig. 1 deutlich dargestellt ist, ist zwischen dem axialen Ende A des Außenleiters
34 und einem Anschlag 25 des Steckverbinders ein Raum ohne Kabelaußenleiter gebildet,
in dem der Abstand zwischen den Innenleitern 32 und dem Hülsenabschnitt 26 erheblich
ist. Dieser sich am vorderen Ende A des Außenleiters 34 abrupt ändernde Abstand zwischen
Innenleiter und Schirmung führt bei herkömmlichen Steckverbinderanordnungen zu einem
induktiven Bereich mit unzureichender elektrischer Anpassung.
[0031] In diesem Raum ohne Kabelaußenleiter ist erfindungsgemäß ein Hülsenteil 50 radial
außen an den Innenleitern 32 angeordnet, das aus einem elektrisch leitenden Material
besteht. Der Innendurchmesser des Hülsenteils D entspricht im Wesentlichen dem Durchmesser
des Außenleiters 34, so dass ausgehend von dem axialen Ende des Außenleiters 34 bis
hin zu dem steckverbinderseitigen Ende des Hülsenteils 50 kein Sprung im Innendurchmesser
der Abschirmung vorhanden ist. Das kabelseitige Ende des Hülsenteils 50 liegt unmittelbar
an dem axialen Ende A des Außenleiters 34 an.
[0032] Andererseits liegt das steckverbinderseitige Ende des Hülsenteils 60 vorzugsweise
an einem axialen Anschlag 25 des Außenleitergehäuses 24 an. Ausgehend von dem Anschlag
25 ist ein Außenleiterbereich 28 des Außenleitergehäuses 24 vorgesehen, in dem der
Innendurchmesser des Außenleitergehäuses 24 im Wesentlichen dem Innendurchmesser D
des Außenleiters 34 entspricht. Damit wird die Schirmung in Richtung auf das steckseitige
Ende des Steckverbinders unter konstantem Abstand zu den Innenleitern fortgesetzt.
[0033] In Fig. 2 ist die erfindungsgemäße Steckverbinderanordnung in der durch das Hülsenteil
50 verlaufenden Schnittebene S im Querschnitt gezeigt. Es sind deutlich die von dem
Hülsenteil 50 umgebenen vier Innenleiter 32 dargestellt. Das Hülsenteil 50 wird wiederum
von dem Hülsenabschnitt 26 des Außenleitergehäuses 24 umlaufen. Durch Anwendung einer
radialen Presskraft von außen auf den Hülsenabschnitt 26 wird die Wand des Hülsenabschnitts
26 von außen an das Hülsenteil 50 angepresst.
[0034] Die Erfindung ist nicht auf die beschriebene Ausführungsform beschränkt. Insbesondere
kann das Hülsenteil auch anders geformt sein. Wichtig ist insbesondere, dass das Hülsenteil
den Außenleiter ausgehend von dessen axialem Ende in Richtung auf das vordere Kabelende
unter Beibehaltung des Abstands zwischen Innenleitern und Schirmung fortsetzt.
1. Steckverbinderanordnung (10) mit einem Steckverbinder (20) und einem daran angeschlossenen
Kabel (30) mit mindestens einem Innenleiter (32) und einem den Innenleiter (32) umlaufenden
Außenleiter (34), wobei der Außenleiter (34) des Kabels elektrisch mit einem Außenleitergehäuse
(24) des Steckverbinders (20) verbunden ist, ferner aufweisend: ein den Innenleiter
(32) umlaufendes Hülsenteil (50) mit etwa demselben Innendurchmesser (D) wie der Außenleiter
(34) des Kabels, das an ein vorderes axiales Ende (A) des Außenleiters (34) angrenzt
und eine Schirmung des Innenleiters in Richtung auf das vordere Kabelende fortsetzt;
und
eine den Innenleiter umlaufende Stützhülse (60) auf der dem Steckverbinder abgewandten
Seite des Hülsenteils (50), wobei der Außenleiter (34) um die Stützhülse (60) herum
zurückgefaltet ist,
wobei das Außenleitergehäuse (24) einen Hülsenabschnitt (26) zur Aufnahme eines Endes
des Kabels (30) aufweist, wobei eine Wand des Hülsenabschnitts (26) radial außen an
dem Hülsenteil (50) und an der Stützhülse (60) anliegt, gekennzeichnet durch
mehrere Crimpverbindungen zwischen dem Hülsenabschnitt (26) des Außenleitergehäuses
(24) und dem Kabel (30) auf Höhe des Hülsenteils (50) und auf Höhe der Stützhülse
(60).
2. Steckverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Hülsenteil (50) eine zylindermantelförmige Hülse ist.
3. Steckverbinderanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das kabelseitige Ende des Hülsenteils (50) unmittelbar an dem axialen Ende (A) des
Außenleiters (34) anliegt und/oder das steckverbinderseitige Ende des Hülsenteils
(50) unmittelbar an einem axialen Anschlag (25) des Außenleitergehäuses (24) anliegt,
an dem das Außenleitergehäuse 24 im Wesentlichen denselben Innendurchmesser (D) hat
wie der Außenleiter (34) des Kabels.
4. Steckverbinderanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Außenleiter (34) in Form eines Geflechts wie etwa eines Drahtgeflechts und/oder
der Innenleiter (32) in Form einer von einem Dielektrikum umgebenen Seele oder eines
oder mehrerer jeweils isolierter Adern gebildet ist.
5. Steckverbinderanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Kabel (30) ein Koaxialkabel, ein geschirmtes Twisted-Pair-Kabel, ein geschirmtes
Stern-Viererkabel o. dgl. ist.
1. Plug connector arrangement (10) comprising a plug connector (20) and a cable (30)
connected thereto, comprising at least one inner conductor (32) and an outer conductor
(34) surrounding the inner conductor (32), wherein the outer conductor (34) of the
cable is electrically connected to an outer conductor housing (24) of the plug connector
(20), further comprising:
a sleeve part (50) surrounding the inner conductor (32) which has approximately the
same inner diameter (D) as the outer conductor (34) of the cable, which adjoins a
front axial end (A) of the outer conductor (34) and which continues a shielding of
the inner conductor in the direction of the front cable end; and
a supporting sleeve (60) surrounding the inner conductor on the side of the sleeve
part (50) facing away from the plug connector, wherein the outer conductor (34) is
folded back over the supporting sleeve (60), wherein the outer conductor housing (24)
includes a sleeve section (26) to receive an end of the cable (30), wherein a wall
of the sleeve section (26) lies radially on the outside of the sleeve part (50) and
the supporting sleeve (60), characterised by several crimped connections between the sleeve section (26) of the outer conductor
housing (24) and the cable (30) on the level of the sleeve part (50) and on the level
of the supporting sleeve (60).
2. Plug connector according to claim 1, characterised in that the sleeve part (50) is a cylinder-barrel-formed sleeve.
3. Plug connector arrangement according to claim 1 or 2, characterised in that the cable-side end of the sleeve part (50) lies directly against the axial end (A)
of the outer conductor (34) and/or the plug-connector-side end of the sleeve part
(50) lies directly against an axial limit stop (25) of the outer conductor housing
(24) at which the outer conductor housing 24 has substantially the same inner diameter
(D) as the outer conductor (34) of the cable.
4. Plug connector arrangement according to one of the claims 1 to 3, characterised in that the outer conductor (34) is in the form of a braid, for example a wire braid, and/or
the inner conductor (32) is in the form of a core surrounded by a dielectric or one
or more insulated wires.
5. Plug connector arrangement according to one of the claims 1 to 5, characterised in that the cable (30) is a coaxial cable, a shielded twisted-pair cable, a shielded star
quad cable or similar.
1. Ensemble de connecteur à enfichage (10) comportant un connecteur à enfichage (20)
et un câble (30) connecté à celui-ci et pourvu d'au moins un conducteur intérieur
(32) et d'un conducteur extérieur (34) entourant le conducteur intérieur (32), le
conducteur extérieur (34) du câble étant connecté électriquement à un boîtier de conducteur
extérieur (24) du connecteur à enfichage (20), comprenant en outre : une partie de
douille (50) entourant le conducteur intérieur (32) et ayant approximativement le
même diamètre intérieur (D) que le conducteur extérieur (34) du câble, laquelle est
adjacente à une extrémité axiale avant (A) du conducteur extérieur (34) et qui prolonge
un blindage du conducteur intérieur en direction de l'extrémité avant du câble ; et
une douille de soutien (60) entourant le conducteur intérieur sur le côté de la partie
douille (50) détourné du connecteur à enfichage, le conducteur extérieur (34) étant
replié tout autour de la douille de soutien (60),
le boîtier de conducteur extérieur (24) présentant une portion de douille (26) pour
recevoir une extrémité du câble (30), une paroi de la portion de douille (26) prenant
appui radialement à l'extérieur contre la partie de douille (50) et contre la douille
de soutien (60),
caractérisé par
plusieurs liaisons serties entre la portion de douille (26) du boîtier de conducteur
extérieur (24) et le câble (30) à la hauteur de la partie de douille (50) et à la
hauteur de la douille de soutien (60).
2. Connecteur à enfichage selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la partie de douille (50) est une douille en forme d'enveloppe cylindrique.
3. Connecteur à enfichage selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
l'extrémité côté câble de la partie de douille (50) prend appui directement contre
l'extrémité axiale (A) du conducteur extérieur (34) et/ou l'extrémité côté connecteur
à enfichage de la partie de douille (50) prend appui directement contre une butée
axiale (25) du boîtier de conducteur extérieur (24), au niveau de laquelle le boîtier
de conducteur extérieur (24) présente sensiblement le même diamètre intérieur (D)
que le conducteur extérieur (34) du câble.
4. Connecteur à enfichage selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
le conducteur extérieur (34) est réalisé sous forme de tresse, tel qu'une tresse en
fil, et/ou le conducteur intérieur (32) est réalisé sous la forme d'une âme entourée
par un diélectrique ou d'un ou de plusieurs brins respectivement isolés.
5. Connecteur à enfichage selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
le câble (30) est un câble coaxial, un câble à paires torsadées blindé, un câble en
quarte blindé ou similaire.