[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bearbeiten von mineralischen
Werkstücken, Flächen und/oder Bauabschnitten, insbesondere von Beton, gemäß den Merkmalen
des unabhängigen Anspruches 1. Die Erfindung betrifft zudem ein Verfahren zum Bearbeiten
von mineralischen Werkstücken, Flächen und/oder Bauabschnitten mit den Merkmalen des
unabhängigen Verfahrensanspruchs 12.
[0002] In manchen Fällen, beispielsweise bei Renovierungs- oder Restaurierungsarbeiten,
ist es notwendig, bestimmte Bereiche mineralischer Werkstücke, Flächen und/oder Bauabschnitten,
wie beispielsweise einer Betonmauer oder Betonwand, abzutragen, um Armierungen oder
Stahlelemente der Betonmauer oder Betonwand freizulegen. Hierbei ist es zweckmäßig,
die Armierung oder Stahlbestandteile durch die Abtragung des Betons nicht zu beschädigen.
Weiterhin kann es zweckmäßig sein, lediglich Material bis zu einer vorgesehenen Tiefe
abzutragen. In weiteren Fällen kann es gewünscht sein, das Material, und wahlweise
auch ggf. vorhandene Armierungen oder Stahlbestandteile ebenfalls zu durchtrennen.
Dies kann beispielsweise bei Abbruch- oder Abrissarbeiten notwendig sein. Hierzu werden
oftmals Hochdruck-Wasserstrahlsysteme genutzt, da bei derartigen Systemen große Materialstärken
bearbeitbar oder durchtrennbar sind. Weiterhin entstehen bei Abtragen oder Schneiden
von Beton mittels Hochdruck-Wasserstrahl üblicherweise saubere Oberflächen oder Schnittkanten,
sowie wird durch die Verwendung eines Hochdruck-Wasserstrahlsystems kaum störender
Staub, Dampf oder Rauch gebildet.
[0003] Aus der
DE 40 24 298 A1 ist eine Vorrichtung zum Abtragen von Beton mittels wenigstens eines Hochdruck-Flüssigkeitsstrahles
bekannt. Die Vorrichtung ist zum Abtragen von Beton an horizontalen, vertikalen, und
geneigten Betonflächen bzw. Bauteilen mittels eines Wasserstrahles vorgesehen. Hierzu
umfasst die Vorrichtung ein als Saugglocke ausgebildetes Vorrichtungsteil, einen Längsschlitten
sowie einen Querschlitten. Ein von dem Querschlitten wegstehender Düsentragarm ist
mit einem Ende befestigt und trägt an seinem anderen Ende einen Spritzkopf, dessen
Achse senkrecht zu der von den Bewegungsrichtungen gebildeten Ebene verläuft und der
an seinem unteren Ende eine Düse für den Austritt des Hochdruck-Wasserstrahles aufweist.
Im Spritzkopf ist ein an der Düse mündender Kanal ausgebildet, der über einen flexiblen
Schlauch mit einer Hochdruck-Wasserquelle in Verbindung steht. Nachteilig an dieser
Vorrichtung ist allerdings die stark durch den Längs- und Querschlitten begrenze Bewegungsfreiheit
des Spritzkopfes und der dadurch eingeschränkten möglichen Bearbeitungsfläche des
Spritzkopfes.
[0004] Weiterhin ist bereits aus der
EP 0 351 481 A1 eine Vorrichtung zur Bearbeitung einer zwischen Boden und Decke verlaufenden Wandfläche
bekannt. Hierzu weist die Vorrichtung eine Führungsschiene auf, an dem das obere Ende
des vertikalen Rahmens geführt ist. Die Schiene ist an der Decke oder der Wand befestigt.
Das Führungsbett ist am Boden aufgestellt. Zwischen den Endteilen des Führungsbettes
sind zwei Führungsstangen angeordnet, zwischen denen eine Leitspindel verläuft. Entlang
den beiden Holmen des Vertikalrahmens ist die Fräs- Meißelmaschine auf- und abwärts
bewegbar. Dazu dient ein unten im Rahmen angeordneter Motor mit einem Getriebe. Dieses
treibt ein Kettenrad für eine Rundgliedkette an. Auch bei dieser Vorrichtung ist die
Bewegungsflexibilität der Fräs- und Meißelmaschine stark durch die Schienen des Vertikalrahmens
begrenzt. Ebenfalls nachteilig sind der komplexe Aufbau der Führungsschienen und der
Antriebsvorrichtung, sowie die damit verbundene aufwändige Installation und Deinstallation
der Vorrichtung.
[0005] Ein vorrangiges Ziel der Erfindung ist es also, eine Vorrichtung sowie ein entsprechendes
Verfahren zum Bearbeiten von mineralischen Werkstücken, Flächen und/oder Bauabschnitten
bereitzustellen, mittels welcher eine große Bearbeitungsfläche bearbeitet werden kann
und welche eine einfache Montage und Demontage erlaubt. Ebenfalls soll die Vorrichtung
leicht handhabbar und universell einsetzbar sein. Zudem soll das Verfahren leicht
durchführbar und universell anwendbar sein.
[0006] Das obige Ziel der Erfindung wird durch eine Vorrichtung zum Bearbeiten von mineralischen
Werkstücken, Flächen und/oder Bauabschnitten erreicht, welche die Merkmale des Patentanspruchs
1 umfasst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen werden durch die Unteransprüche beschrieben.
[0007] Zur Erreichung des oben formulierten Ziels schlägt die vorliegende Erfindung eine
Vorrichtung zur abrasiven Einwirkung, zum abrasiven Bearbeiten, zum Schneiden und/oder
Abtragen von mineralischen Werkstücken, Flächen und/oder Bauabschnitten, insbesondere
von Beton, mittels einer Einrichtung zur Erzeugung wenigstens eines Hochdruck-Fluidstrahls
vor. Die Vorrichtung zur abrasiven Einwirkung, zum abrasiven Bearbeiten, zum Schneiden
und/oder Abtragen von mineralischen Werkstücken, Flächen und/oder Bauabschnitten umfasst
dabei zumindest einen Sprühkopf, welcher zumindest eine Austrittsdüse für den Hochdruck-Fluidstrahl
aufweist. Bei dem Hochdruck-Fluidstrahl kann es sich beispielsweise um einen Hochdruck-Wasserstrahl
oder um einen mit Abrasivmittel versetzten Hochdruck-Wasserstrahl handeln. Vorzugsweise
ist der Sprühkopf dazu vorgesehen und/oder geeignet, um oszillierende Bewegungen auszuführen.
Weiterhin umfasst die Vorrichtung eine Positionierungseinrichtung zur Positionierung
des zumindest einen Sprühkopfs im Bereich einer Arbeitsebene. Mittels der Positionierungseinrichtung
ist der zumindest eine Sprühkopf bezüglich der Arbeitsebene und/oder in mindestens
zwei Achsen beabstandet und in etwa parallel zu einer Oberfläche des jeweiligen Werkstücks,
der zu bearbeitenden Fläche und/oder des zu bearbeitenden Bauabschnittes beweglich
bzw. verschiebbar angeordnet.
[0008] Die Positionierungseinrichtung weist zumindest ein erstes und zumindest ein zweites
Schienenelement auf. Das zumindest eine erste Schienenelement ist lösbar an der Oberfläche
des jeweiligen Werkstücks, der zu bearbeitenden Fläche und/oder des zu bearbeitenden
Bauabschnittes bzw. im Bereich der Arbeitsebene fixierbar. Hierzu kann das zumindest
eine erste Schienenelement Befestigungselemente aufweisen, an welchen das zumindest
eine erste Schienenelement durch eine Verbindung, beispielsweise durch eine Schraubverbindung,
im Bereich der Arbeitsebene lösbar fixiert werden kann. Das zumindest eine zweite
Schienenelement ist verschiebbar an dem zumindest einen ersten Schienenelement angeordnet.
Weiterhin sind das zumindest eine erste Schienenelement und das zumindest eine zweite
Schienenelement zumindest annähernd rechtwinklig zueinander ausgerichtet. Vorzugsweise
ist das zumindest eine erste Schienenelement zumindest annähernd vertikal und das
zumindest eine zweite Schienenelement zumindest annähernd horizontal ausgerichtet.
Der zumindest eine Sprühkopf ist verschiebbar an dem zumindest einen zweiten Schienenelement
angeordnet. In einer bevorzugten Ausgestaltungsform der Erfindung ist der zumindest
eine Sprühkopf und/oder die zumindest eine Austrittsdüse in der Neigung bezüglich
der Arbeitsebene verstellbar. Hierbei kann beispielsweise eine Neigung von 45° gewünscht
sein, um Eckbereiche des Bereichs der Arbeitsebene mittels des Hochdruck-Fluidstrahls
erreichen zu können.
[0009] Diese Ausgestaltungsweise der Vorrichtung zum Schneiden und/oder Abtragen von Beton
erlaubt eine einfache Montage und Demontage an einem zu bearbeitenden mineralischen
Werkstück, einer Fläche und/oder einem Bauabschnitt. Durch die Befestigung der Vorrichtung
an dem zu bearbeitenden mineralischen Werkstück, der Fläche und/oder dem Bauabschnitt
ergibt sich ein flexibel anpassbarer Bereich der Arbeitsebene, welcher Bereich durch
den aus der Austrittsdüse des Sprühkopfs austretenden Hochdruck-Fluidstrahl bearbeitet
werden kann. Ein stetiges Umsetzen der Vorrichtung aufgrund eines eingeschränkten
Bewegungs- bzw. Arbeitsbereichs kann so vermieden werden.
[0010] In einer bevorzugten Ausgestaltungsform der Vorrichtung zum Schneiden und/oder Abtragen
von Beton ist an zumindest einem Ende des zumindest einen ersten Schienenelements
ein erster Anbindungsbereich zur Anbindung eines weiteren ersten Schienenelements
vorgesehen. Wahlweise oder zusätzlich dazu kann auch an zumindest einem Ende des zumindest
einen zweiten Schienenelements ein zweiter Anbindungsbereich zur Anbindung eines weiteren
zweiten Schienenelements vorgesehen sein. Vorzugsweise sind jedoch an den beiden Enden
des zumindest einen ersten Schienenelements und an den beiden Enden des zumindest
einen zweiten Schienenelements jeweils Anbindungsbereiche vorgesehen, sodass an beiden
Enden des zumindest einen ersten Schienenelements und an beiden Enden des zumindest
einen zweiten Schienenelements jeweils weitere erste bzw. zweite Schienenelemente
angebracht werden können. Auf diese Weise lässt sich ein vergrößerter Bereich der
Arbeitsebene bilden, welcher mit dem aus der Austrittsdüse des Sprühkopfs austretenden
Hochdruck-Fluidstrahl bearbeitet werden kann, ohne die gesamte Vorrichtung umsetzen
zu müssen.
[0011] Weiterhin kann der erste Anbindungsbereich zumindest ein Verbindungselement zur Anbindung
eines weiteren ersten Schienenelements an das zumindest eine erste Schienenelement
und/oder der zweite Anbindungsbereich zumindest ein Verbindungselement zur Anbindung
eines weiteren zweiten Schienenelements an das zumindest eine zweite Schienenelement
aufweisen. Die weiteren ersten bzw. zweiten Schienenelemente können ebenfalls über
erste bzw. zweite Anbindungsbereiche aufweisen, welche bevorzugt ebenfalls jeweils
Verbindungselemente vorsehen.
[0012] Die Verbindungselemente können auf unterschiedliche Art ausgebildet sein. So ist
denkbar, dass die Verbindungselemente derartig gestaltet sind, dass lediglich eine
einfache Schraubverbindung ausreicht, um ein erstes Schienenelement mit einem weiteren
ersten Schienenelement bzw. ein zweites Schienenelement mit einem weiteren zweiten
Schienenelement verbinden zu können. Weiterhin können jeweils zwei zu verbindende
Verbindungselemente eine derartige Form aufweisen, dass diese jeweils ein Gegenstück
mit dem zu verbindenden Verbindungselement bilden. So kann das Verbindungselement
eines ersten Schienenelements ein erstes Gegenstück bilden, das Verbindungselement
eines weiteren ersten Schienenelements ein zweites Gegenstück. Dadurch lassen sich
das erste Verbindungselement des einen ersten Schienenelements und das zweite Verbindungselement
des weiteren ersten Schienenelements miteinander verbinden oder ineinander stecken,
sodass vorzugsweise keinerlei Werkzeug oder Befestigungsmittel zur Herstellung einer
stabilen Verbindung zwischen dem ersten Verbindungselement und dem zweiten Verbindungselement
bzw. dem einen ersten Schienenelement und dem weiteren Schienenelement notwendig ist.
Das weitere erste Schienenelement kann dabei ebenfalls lösbar im Bereich der Arbeitsebene
fixierbar sein. Bei dieser Ausgestaltungsvariante des Verbindungselements kann insbesondere
das erste Ende des einen ersten Schienenelements ein als erstes Gegenstück ausgebildetes
Verbindungselement aufweisen, und das zweite Ende des einen ersten Schienenelements
ein als zweites Gegenstück ausgebildetes Verbindungselement. Durch eine derartige
einheitliche Ausgestaltungsweise lassen sich mehrere erste Schienenelemente auf einfache
Weise miteinander verbinden. Das zumindest eine zweite Schienenelement sowie weitere
zweite Schienenelemente können eine entsprechend zu dem zumindest einen ersten Schienenelement
bzw. den weiteren ersten Schienenelementen Ausgestaltung des zweiten Anbindungsbereichs
bzw. des Verbindungselements aufweisen.
[0013] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das zumindest eine zweite Schienenelement
mittels einer ersten Vorschubeinheit an dem zumindest einen ersten Schienenelement
vertikal verschiebbar angeordnet. Weiterhin kann der zumindest eine Sprühkopf mittels
einer zweiten Vorschubeinheit an dem zumindest einen zweiten Schienenelement horizontal
verschiebbar angeordnet sein. Mittels einer dritten Vorschubeinheit, welche vorzugsweise
an, auf oder im Bereich der ersten Vorschubeinheit vorgesehen ist, kann das zumindest
eine zweite Schienenelement bezüglich des zumindest einen ersten Schienenelements
horizontal verschiebbar angeordnet sein.
[0014] An dem zumindest einen ersten Schienenelement kann zumindest eine erste Zahnstange
angeordnet sein, welche in Wirkverbindung mit einem an der ersten Vorschubeinheit
angeordneten ersten Antriebsmittel eine Verstellung der ersten Vorschubeinheit bezüglich
des zumindest einen ersten Schienenelements bewirkt. Weiterhin kann an dem zumindest
einen zweiten Schienenelement zumindest eine zweite Zahnstange angeordnet sein, welche
in Wirkverbindung mit einem an der zweiten Vorschubeinheit angeordneten zweiten Antriebsmittel
eine Verstellung der zweiten Vorschubeinheit bezüglich des zumindest einen zweiten
Schienenelements bewirkt. An der dritten Vorschubeinheit kann ein drittes Antriebsmittel
angeordnet sein, welches in Wirkverbindung mit der zweiten Zahnstange des zumindest
einen zweiten Schienenelements eine bezüglich des zumindest einen ersten Schienenelements
horizontale Verstellung des zumindest einen zweiten Schienenelements bewirkt. Bevorzugt
handelt es sich bei dem ersten, dem zweiten und dem dritten Antriebsmittel jeweils
um ein Zahnrad, welches erste Zahnrad mit der ersten Zahnstange, und welches zweite
und dritte Zahnrad mit der zweiten Zahnstange in Wirkverbindung gebracht ist oder
gebracht werden kann.
[0015] Weiterhin kann an der ersten Vorschubeinheit und/oder an der zweiten Vorschubeinheit
und/oder der dritten Vorschubeinheit ein jeweils Vorschubmotor vorgesehen sein, welcher
einen Antrieb des ersten Antriebsmittels und/oder des zweiten Antriebsmittels und/oder
des dritten Antriebsmittels bewirkt. Auch ist denkbar, dass lediglich ein einzelner
Vorschubmotor oder zwei Vorschubmotoren für einen Antrieb des ersten Antriebsmittels
und/oder des zweiten Antriebsmittels und/oder des dritten Antriebsmittels vorgesehen
sind. Bei dem Vorschubmotor oder den Vorschubmotoren kann es sich beispielsweise um
einen elektrisch oder pneumatisch angetriebenen Antriebsmotor handeln.
[0016] Je nach aktueller Begebenheit und/oder Beschaffenheit des mineralischen Werkstücks,
der Fläche und/oder des Bauabschnittes kann eine Vorschubgeschwindigkeit der ersten,
zweiten und/oder dritten Vorschubeinheit variabel einstellbar sein. Vorzugsweise ist
eine konstante Vorschubgeschwindigkeit der ersten, zweiten und/oder dritten Vorschubeinheit
wählbar. Hierzu ist es denkbar, beispielsweise mehrere unterschiedliche Vorschubstufen
vorzuschlagen, zwischen welchen ausgewählt werden kann. Ebenso ist auch eine stufenlose
Einstellung der Vorschubgeschwindigkeiten der ersten, zweiten und/oder dritten Vorschubeinheit
denkbar.
[0017] Beispielsweise kann es denkbar sein, dass eine Steuereinheit bzw. eine Steuerungseinrichtung
der ersten, zweiten und/oder dritten Vorschubeinheit mit einer Bedieneinheit gekoppelt
ist, um den Vorschub und/oder die Vorschubgeschwindigkeiten der ersten, zweiten und/oder
dritten Vorschubeinheit regeln zu können. Hierzu ist die Nutzung einer durch eine
Kabelverbindung mit der Steuereinheit bzw. der Steuerungseinrichtung der ersten, zweiten
und/oder dritten Vorschubeinheit verbundenen, ggf. tragbaren, Bedieneinheit denkbar.
Weiterhin ist auch die Anwendung kabelloser Bediensysteme denkbar. Hierbei kann die
Bedieneinheit beispielsweise via Bluetooth, WLAN oder vergleichbaren Übertragungsverfahren
mit der Steuereinheit bzw. der Steuerungseinrichtung der ersten, zweiten und/oder
dritten Vorschubeinheit gekoppelt sein. Bei der Bedieneinheit kann es sich beispielsweise
um ein, ein Display aufweisendes Steuergerät handeln, um ggf. verschiedene Werte oder
Einstellungsmodi abbilden zu können. Ebenso ist es denkbar, einen Tabletcomputer als
eine Art Fernsteuerungseinheit für die Vorrichtung zu nutzen.
[0018] Die Bedieneinheit kann weiterhin auch mit einer Steuerungseinrichtung des Sprühkopfs
der Vorrichtung gekoppelt sein. Hierbei ist es denkbar, beispielsweise verschiedene
Sprühprofile des Sprühkopfs abzubilden, zwischen welchen ein Bediener der Bedieneinheit
auswählen kann. Beispielsweise kann je nach zu bearbeitendem mineralischem Werkstück,
zu bearbeitender Fläche oder zu bearbeitendem Bauabschnitt eine Druckvorgabe für den
von dem Sprühkopf zu erzeugenden Hochdruck-Fluidstrahl vorgeschlagen werden. Zudem
kann ggf. auch ein Aktivieren oder Deaktivieren der oszillierenden Bewegung des Sprühkopfs
über die Bedieneinheit ermöglicht werden.
[0019] Weiterhin kann an oder im Bereich der ersten, zweiten und/oder dritten Vorschubeinheit,
vorzugsweise jedoch an oder im Bereich des Sprühkopfs der zweiten Vorschubeinheit,
eine Sensoreinheit angeordnet sein. Mittels der Sensoreinheit können beispielsweise
Unebenheiten und/oder Unregelmäßigkeiten des zu bearbeitenden mineralischen Werkstücks,
der zu bearbeitenden Fläche und/ oder des zu bearbeitenden Bauabschnitts erfasst werden.
Die Sensoreinheit kann mit der Steuerungseinrichtung des Sprühkopfs und/oder mit der
Steuereinheit bzw. Steuerungseinrichtung der Bedieneinheit gekoppelt sein, um ggf.
automatisch auf die Unebenheiten und/oder Unregelmäßigkeiten reagieren zu können.
Auch können die Unebenheiten und/oder Unregelmäßigkeiten auf dem ggf. vorhandenen
Display der Bedieneinheit abgebildet werden, sodass der Bediener der Bedieneinheit
auf die Unebenheiten und/oder Unregelmäßigkeiten reagieren kann.
[0020] In einer bevorzugten Ausführungsvariante der Vorrichtung kann das erste Schienenelement
durch mindestens zwei fluchtend aneinandergefügte erste Schienenabschnitte mit sich
lückenlos aneinander anschließenden Zahnstangen gebildet sein. Dadurch wird eine weitgehend
unterbrechungsfreie Beweglichkeit des zumindest einen zweiten Schienenelements über
die gesamte Länge des ersten Schienenelements erlaubt bzw. ermöglicht. Weiterhin kann
das erste Schienenelement durch zwei, drei oder mehr fluchtend aneinandergefügte Schienenabschnitte
mit sich lückenlos aneinander anschließenden Zahnstangen gebildet sein. So wird eine
Beweglichkeit des zweiten Schienenelements über eine unbegrenzte bzw. nur durch die
Gesamtlänge des ersten Schienenelements begrenzte Strecke erlaubt bzw. ermöglicht.
[0021] Das oben genannte Ziel der Erfindung wird nicht nur durch die erfindungsgemäße Vorrichtung,
sondern auch durch ein Verfahren zum Bearbeiten von mineralischen Werkstücken, Flächen
und/oder Bauabschnitten erreicht. So schlägt die Erfindung zur Erreichung des oben
formulierten Ziels ein Verfahren zum abrasiven Einwirken, Bearbeiten, Schneiden und/oder
Abtragen von mineralischen Werkstücken, Flächen und/oder Bauabschnitten, insbesondere
von Beton mittels wenigstens eines Hochdruck-Fluidstrahls vor, wobei das Verfahren
insbesondere mittels einer Vorrichtung gemäß einer der zuvor beschriebenen Ausführungsvarianten
durchführbar ist bzw. durchgeführt werden kann. Es ist zudem vorgesehen, dass das
erfindungsgemäße Verfahren zumindest die nachfolgenden Schritte umfasst. Es wird ein
Hochdruck-Fluidstrahl erzeugt, der oszillierende Bewegungen ausführt bzw. ausführen
kann. die Erzeugung des Hochdruck-Fluidstrahls erfolgt mittels wenigstens eines Sprühkopfes,
der mindestens eine Austrittsdüse für den Hochdruck-Fluidstrahl aufweist. Der wenigstens
eine Sprühkopf wird im Bereich einer Arbeitsebene positioniert, und zwar mittels einer
Positionierungseinrichtung. Hierbei ist vorgesehen, dass der wenigstens eine Sprühkopf
bezüglich der Arbeitsebene und/oder in mindestens zwei Achsen beabstandet und in etwa
parallel zu einer Oberfläche des jeweiligen Werkstücks, der zu bearbeitenden Fläche
und/oder des zu bearbeitenden Bauabschnittes bewegt bzw. verschoben werden kann. Weiterhin
ist vorgesehen, dass die Positionierungseinrichtung zumindest ein erstes und zumindest
ein zweites Schienenelement aufweist. Das zumindest eine erste Schienenelement kann
lösbar an der Oberfläche des jeweiligen Werkstücks, der zu bearbeitenden Fläche und/oder
des zu bearbeitenden Bauabschnittes bzw. im Bereich der Arbeitsebene fixiert werden.
Das zumindest eine zweite Schienenelement ist weiterhin verschiebbar an dem zumindest
einen ersten Schienenelement angeordnet. Zudem können das zumindest eine erste Schienenelement
und das zumindest eine zweite Schienenelement zumindest annähernd rechtwinkelig zueinander
ausgerichtet werden bzw. sind annähernd rechtwinkelig zueinander ausgerichtet. Erfindungsgemäß
sieht das Verfahren weiterhin vor, dass der wenigstens eine Sprühkopf an dem zumindest
einen zweiten Schienenelement verschoben werden kann, und dass dadurch das Werkstück
und/oder die zu bearbeitende Fläche und/oder den zu bearbeitenden Bauabschnitt mit
dem oszillierenden Hochdruck-Fluidstrahl beaufschlagt bzw. überstrichen wird.
[0022] Eine Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens kann zudem vorsehen, dass das zumindest
eine zweite Schienenelement mittels einer ersten Vorschubeinheit an dem zumindest
einen ersten Schienenelement vertikal verschoben werden kann. Außerdem kann vorgesehen
sein, dass der zumindest eine Sprühkopf mittels einer zweiten Vorschubeinheit an dem
zumindest einen zweiten Schienenelement horizontal verschoben werden kann.
[0023] Eine weitere Variante des Verfahrens kann vorsehen, dass der zumindest eine Sprühkopf
und/oder die zumindest eine Austrittsdüse in der Neigung bezüglich der Arbeitsebene
verstellt werden können.
[0024] Es sei an dieser Stelle zudem darauf hingewiesen, dass alle Aspekte der zuvor in
verschiedenen Ausführungsvarianten beschriebenen erfindungsgemäßen Vorrichtung gleichermaßen
auf das Verfahren anwendbar sind bzw. sich auf das Verfahren beziehen können. Gleiches
gilt umgekehrt, so dass auch alle Aspekte der zuvor beschriebenen Verfahrensvarianten
gleichermaßen auf die erfindungsgemäße Vorrichtung anwendbar sind bzw. sich auf die
erfindungsgemäße Vorrichtung beziehen können. Wenn daher an einer Stelle der vorliegenden
Beschreibung von einer Vorrichtungsvariante die Rede ist, so ist dies generell so
zu verstehen, dass sich dieser beschriebene Aspekt gleichermaßen auf eine beliebige
Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens beziehen oder eine solche Verfahrensvariante
beschreiben kann. Wenn zudem an einer anderen Stelle der vorliegenden Beschreibung
von einer Verfahrensvariante die Rede ist, so ist dies generell so zu verstehen, dass
sich dieser beschriebene Verfahrensaspekt gleichermaßen auf eine beliebige Variante
der erfindungsgemäßen Vorrichtung beziehen oder eine solche Vorrichtungsvariante beschreiben
kann.
[0025] Im Folgenden sollen Ausführungsbeispiele die Erfindung und ihre Vorteile anhand der
beigefügten Figuren näher erläutern. Die Größenverhältnisse der einzelnen Elemente
zueinander in den Figuren entsprechen nicht immer den realen Größenverhältnissen,
da einige Formen vereinfacht und andere Formen zur besseren Veranschaulichung vergrößert
im Verhältnis zu anderen Elementen dargestellt sind.
Fig. 1 zeigt eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur abrasiven
Einwirkung, zum abrasiven Bearbeiten, zum Schneiden und/oder Abtragen von mineralischen
Werkstücken, Flächen und/oder Bauabschnitten.
Fig. 2 zeigt eine Perspektivansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Fig. 3a zeigt eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Vorschubmotors.
Figuren 3b und 3c zeigen jeweils eine schematische Darstellung erfindungsgemäßer Vorschubeinheiten.
Fig. 3d zeigt eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Schienenelements.
Fig. 4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Fig. 5 zeigt eine weitere Variante der Vorrichtung nach Fig. 4.
Fig. 6 zeigt eine weitere Ausführungsvariante der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0026] Für gleiche oder gleich wirkende Elemente der Erfindung werden identische Bezugszeichen
verwendet. Ferner werden der Übersicht halber nur Bezugszeichen in den einzelnen Figuren
dargestellt, die für die Beschreibung der jeweiligen Figur erforderlich sind. Die
dargestellten Ausführungsformen stellen lediglich Beispiele dar, wie die erfindungsgemäße
Vorrichtung und/oder das erfindungsgemäße Verfahren ausgestaltet sein kann/können
und stellen keine abschließende Begrenzung dar.
[0027] In Fig. 1 ist eine Ausführungsvariante einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 2 zur
abrasiven Einwirkung, zum abrasiven Bearbeiten, zum Schneiden und/oder Abtragen von
mineralischen Werkstücken, Flächen und/oder Bauabschnitten gezeigt. Die Vorrichtung
2 umfasst eine Positionierungseinrichtung 4, mittels welcher ein Sprühkopf 6 in einer
durch die Positionierungseinrichtung 4 aufgespannten Arbeitsebene, welche durch das
Bezugszeichen 12 angedeutet wird, und/oder bezüglich einer mindestens zwei Achsen
beabstandeten und in etwa parallel zu einer Oberfläche eines Werkstücks, einer zu
bearbeitenden Fläche und/oder eines zu bearbeitenden Bauabschnittes verschoben werden
kann. Die Positionierungseinrichtung 4 weist ein erstes Schienenelement 8 sowie ein
zweites Schienenelement 10 auf.
[0028] Eine bevorzugte Ausführungsform eines Schienenelements 8, 10 ist in Fig. 3d abgebildet.
Das erste Schienenelement 8 kann lösbar in der Arbeitsebene 12, etwa an der Oberfläche
des jeweiligen Werkstücks, an der zu bearbeitenden Fläche und/oder an dem zu bearbeitenden
Bauabschnitt, fixiert werden. In einer bevorzugten Ausführungsform, beispielsweise
bei der Bearbeitung einer senkrecht stehenden Betonmauer, ist das erste Schienenelement
8 vertikal ausgerichtet. Die lösbare Fixierung kann beispielsweise anhand von mit
Bohrlöchern 14 versehenen Befestigungselementen 16 ermöglicht werden, durch welche
mit den mineralischen Werkstücken, Flächen und/oder Bauabschnitten im Bereich der
Arbeitsebene 12, an welchem abrasiv eingewirkt, abrasiv bearbeitet, geschnitten und/oder
abgetragen werden soll, eine Schraubverbindung hergestellt werden kann. Das zweite
Schienenelement 10 ist hochkant ausgerichtet und verschiebbar an dem ersten Schienenelement
8 angebracht. Die Verschiebbarkeit des zweiten Schienenelements 10 wird mittels einer
ersten Vorschubeinheit 20 ermöglicht, welche an dem ersten Schienenelement 8 verschiebbar
befestigt ist. Vorzugsweise sind das erste Schienenelement 8 und das zweite Schienenelement
10 rechtwinklig zueinander angeordnet, sodass sich eine horizontale Ausrichtung des
zweiten Schienenelements 10 ergibt. Es ist jedoch auch eine horizontale Ausrichtung
des ersten Schienenelements 8 denkbar, sodass das zweite Schienenelement 10 entsprechend
eine vertikale Ausrichtung aufweisen kann.
[0029] An den jeweiligen Enden der Schienenelemente 8, 10 ist jeweils ein Anbindungsbereich
26' vorgesehen, welcher jeweils ein Verbindungselement 26 aufweisen kann, sodass bei
Bedarf weitere erste bzw. zweite Schienenelemente 8*, 10* (vgl. Fig. 5) an das erste
und zweite Schienenelement 8, 10 angebunden werden können. Auf der dem zweiten Schienenelement
10 zugewandten Seite des ersten Schienenelements 8 kann das erste Schienenelement
8 eine Zahnstange 8' aufweisen. Mittels einem an der ersten Vorschubeinheit 20 angeordneten
ersten Antriebsmittel 18', vorzugsweise in Form eines antreibbaren ersten Zahnrads
18, kann die erste Vorschubeinheit 20, und somit das zweite Schienenelement 10, entlang
der Zahnstange 8' in vertikaler Richtung (vgl. Pfeil 38) verschoben werden.
[0030] Das zweite Schienenelement 10 kann ebenfalls mit einer Zahnstange 10' versehen sein.
An dem zweiten Schienenelement 10 ist an einer zweiten Vorschubeinheit 20' der Sprühkopf
6 verschiebbar fixiert. Um einen Wechsel oder Austausch des Sprühkopfes zu erleichtern,
kann der Sprühkopf lösbar an der zweiten Vorschubeinheit 20' befestigt sein. Ein zweites
Antriebsmittel 22' in Form eines antreibbaren zweiten Zahnrads 22, welches an der
zweiten Vorschubeinheit 20'angeordnet ist, kann in Wirkverbindung mit der Zahnstange
10' eine Verschiebung des Sprühkopfs 6 in horizontaler Richtung (vgl. Pfeil 40) ermöglichen.
Das erste Zahnrad 18 sowie das zweite Zahnrad 22 kann beispielsweise mittels eines
Vorschubmotors 44 (vgl. Fig. 2 und 3a) angetrieben werden. Der Sprühkopf 6 weist eine
Austrittsdüse 36 (vgl. Fig. 3c) auf, durch welche ein Hochdruck-Fluidstrahl bereitgestellt
werden kann. Zur Fluidversorgung kann der Sprühkopf 6 bzw. die Austrittsdüse 36 mit
einer Fluidversorgungsleitung 24 gekoppelt sein. Mittels einer Steuerungseinrichtung
S bzw. einer Steuereinheit 46 kann die Steuerung der Vorrichtung 2 bzw. der Positionierungseinrichtung
4 ermöglicht werden.
[0031] In Fig. 2 ist ebenfalls eine Ausführungsvariante der erfindungsgemäßen Vorrichtung
2 zur abrasiven Einwirkung, zum abrasiven Bearbeiten, zum Schneiden und/oder Abtragen
von mineralischen Werkstücken, Flächen und/oder Bauabschnitten abgebildet. Auch hier
weist die Positionierungseinrichtung 4 ein erstes und ein zweites Schienenelement
8, 10 auf. Das zweite Schienenelement 10 ist mittels der ersten Vorschubeinheit 20
an dem ersten Schienenelement 8 verschiebbar befestigt. Eine bevorzugte Befestigungsvarinate
des zweiten Schienenelements 10 an der Vorschubeinheit 20 ist in Fig. 3b abgebildet.
Die erste Vorschubeinheit 20 weist hierbei vier abstehende Elemente 30 auf, welche
mittels Streben 32 stabilisiert sind. Das zweite Schienenelement 10 kann an den Elementen
30 fixiert werden. Mittels Klammerelementen 34 der ersten Vorschubeinheit 20 kann
das erste Schienenelement 8 umklammert werden, sodass die erste Vorschubeinheit 20
bzw. das zweite Schienenelement 10 an dem ersten Schienenelement 8 verschiebbar befestigt
ist.
[0032] Weiterhin ist auch der Sprühkopf 6 mittels der zweiten Vorschubeinheit 20' an dem
zweiten Schienenelement 10 verschiebbar befestigt. Eine bevorzugte Ausführungsform
der zweiten Vorschubeinheit 20' ist in Fig. 3c abgebildet. An der zweiten Vorschubeinheit
20' sind ebenfalls abstehende Elemente 30' vorgesehen, welche mittels Streben 32'
stabilisiert sind. An den Elementen 30' kann der Sprühkopf 6 fixiert werden. Der Sprühkopf
6 weist dabei eine Austrittsdüse 36 auf, durch welche ein Hochdruck-Fluidstrahl austreten
kann. Beispielsweise kann der Sprühkopf 6 elektrisch oder hydraulisch angetrieben
sein. Die Fluidversorgung für den Sprühkopf 6 kann beispielsweise mittels einer in
Fig. 1 dargestellten Fluidversorgungsleitung 24 sichergestellt sein. Der Sprühkopf
6 bzw. die Austrittsdüse 36 ist zur Ausführung oszillierender Bewegungen geeignet,
sodass der Hochdruck-Fluidstrahl oszillierend ausgestrahlt werden kann. Auch denkbar
ist eine starre Anordnung des Sprühkopfs 6 bzw. der Austrittsdüse 36, um einen feststehenden
Hochdruck-Fluidstrahl zu erhalten. Ebenfalls kann, wie durch die Pfeile 42 angedeutet,
der Neigungswinkel der Austrittsdüse 36 bzw. der Austrittswinkel des Hochdruck-Fluidstrahls
verändert werden, sodass beispielsweise auch Eckbereiche der Arbeitsebene 12 mit dem
Hochdruck-Fluidstrahl erreicht werden können. Hierbei ist beispielsweise eine Neigung
des Sprühkopfs 6 bzw. der Austrittsdüse 36 von 45° denkbar. Die zweite Vorschubeinheit
20' weist ebenfalls Klammerelemente 34' auf, welche das zweite Schienenelement 10
umklammern können, sodass die zweite Vorschubeinheit 20' bzw. der Sprühkopf 6 verschiebbar
an dem zweiten Schienenelement 10 befestigt ist.
[0033] In Fig. 4 ist eine weitere Ausführungsvariante einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
2 zur abrasiven Einwirkung, zum abrasiven Bearbeiten, zum Schneiden und/oder Abtragen
von mineralischen Werkstücken, Flächen und/oder Bauabschnitten dargestellt. Wie bei
der Ausführungsvariante der Figuren 1 und 2 weist die Vorrichtung 2 auch hier eine
Positionierungsvorrichtung 4, bestehend aus einem ersten Schienenelement 8 und einem
zweiten Schienenelement 10, auf. Das erste Schienenelement 8 kann an mit Bohrlöchern
14 versehenen Befestigungselementen 16 mittels einer Schraubverbindung an einem mineralischen
Werkstück, einer Fläche und/oder einem Bauabschnitt lösbar in vorzugsweise vertikaler
Ausrichtung befestigt werden. Durch die an dem mineralischen Werkstück, der Fläche
und/oder dem Bauabschnitt befestigte Vorrichtung 2 kann ein Bereich eine Arbeitsebene
12 ausgebildet werden. Das erste Schienenelement 8 ist mit einer Zahnstange 8' versehen.
Das zweite Schienenelement 10 ist mittels einer ersten Vorschubeinheit 20 vertikal
verschiebbar (vgl. Pfeil 38) an dem ersten Schienenelement 8 angeordnet. Dabei ist
das zweite Schienenelement 10 quer ausgerichtet an der ersten Vorschubeinheit 20 angeordnet.
An der ersten Vorschubeinheit 20 ist ein antreibbares erstes Zahnrad 18 angeordnet,
mittels welchem in Wirkverbindung mit der Zahnstange 8' die erste Vorschubeinheit
20 bzw. das zweite Schienenelement 10 vertikal verschoben werden kann. Auch die Verwendung
eines Treibrads statt eines Zahnrads 18 ist ohne weiteres möglich.
[0034] Das zweite Schienenelement 10 weist ebenfalls eine Zahnstange 10' auf. Aufgrund der
quer ausgerichteten Anordnung des zweiten Schienenelements 10 ist die Zahnstange 10'
an der oberen Fläche des zweiten Schienenelements 10 angeordnet. Eine zweite Vorschubeinheit
20' ist horizontal verfahrbar (vgl. Pfeil 40) an dem zweiten Schienenelement 10 angeordnet.
An der zweiten Vorschubeinheit 20' ist ein Sprühkopf 6 angeordnet, welcher eine Austrittsdüse
36 für einen Hochdruck-Fluidstrahl aufweist. Der Sprühkopf 6 bzw. die Austrittsdüse
36 kann, wie bereits im Zusammenhang mit den vorherigen Ausführungsbeispielen beschrieben,
zur Ausführung einer oszillierenden Bewegung geeignet und zudem in der Neigung verstellbar
sein. Wie auch an der ersten Vorschubeinheit 20 kann auch an der zweiten Vorschubeinheit
20' zur Verstellung der zweiten Vorschubeinheit 20' ein nicht abgebildetes zweites
Zahnrad 22 vorgesehen sein. Auch hier ist die Anwendung eines Treibrads statt eines
zweiten Zahnrads 22 denkbar. Weiterhin ist in dieser Ausführungsform der Vorrichtung
2 auch das zweite Schienenelement 10 horizontal verfahrbar (vgl. Pfeil 56). Dazu kann
vorzugsweise an der ersten Vorschubeinheit 20 eine weitere dritte Vorschubeinheit
20" angeordnet sein, welche über ein drittes Antriebsmittel 58' in Form eines antreibbaren
dritten Zahnrads 58 oder eines Treibrads verfügt. Das dritte Zahnrad 58 befindet sich
mit der Zahnstange 10' des zweiten Schienenelements 10 in Wirkverbindung, sodass durch
einen Antrieb des dritten Zahnrads 58 das zweite Schienenelement 10 horizontal bezüglich
des ersten Schienenelements 8 verfahren werden kann. Anhand der gepunkteten Fläche
50 wird eine bereits durch den Hochdruck-Fluidstrahl bearbeitete Fläche dargestellt.
[0035] Zur Energieversorgung der Vorschubeinheiten 20, 20', 20" kann an den Vorschubeinheiten
20, 20', 20" ein Vorschubmotor 44 vorgesehen sein (vgl. Fig. 2 und 3a). Der Vorschubmotor
44 kann beispielsweise zum Antrieb der Zahnräder 18, 22, 58 geeignet sein, sodass
die durch eine Wirkverbindung zwischen dem jeweiligen Zahnrad 18, 22, 58 und den Zahnstangen
8', 10' eine Verschiebung des zweiten Schienenelements 10 in vertikaler bzw. horizontaler
Richtung 38, 56 bzw. des Sprühkopfs 6 in horizontaler Richtung 40 ermöglicht werden
kann. Bei dem Vorschubmotor 44 kann es sich zum Beispiel um einen Elektromotor oder
um einen hydraulisch angetriebenen Motor handeln. Des Weiteren kann den Vorschubeinheiten
20, 20', 20" eine Steuerungsvorrichtung 46 zur Steuerung des Verschiebungsvorgangs
oder des Hochdruck-Fluidstrahls zugeordnet sein. In einer Ausführungsform kann die
Fluidversorgungsleitung 24 gleichzeitig als Energieversorgungsleitung 48 für den Vorschubmotor
44 und/oder die Steuerungsvorrichtung 46 genutzt werden. Weiterhin ist auch die Nutzung
eigener Energieversorgungsleitungen für den Vorschubmotor 44 und/oder die Steuervorrichtung
46 denkbar. Mittels der Steuerungseinrichtung S im Zusammenhang mit der Steuereinheit
46 ist eine Steuerung der Vorrichtung 2, insbesondere der Verschiebung der Vorschubeinheiten
20, 20', 20" sowie der Regelung des Hochdruck-Fluidstrahls, möglich. Die Steuerung
kann beispielsweise über eine Verbindungsleitung zwischen der Steuerungseinrichtung
S und der Steuereinheit 46 durchgeführt werden. Wahlweise kann auch eine kabellose
Verbindung zwischen der Steuerungseinrichtung S und der Steuereinheit 46 bestehen,
sodass eine flexible Bedienung der Vorrichtung 2 möglich ist (vgl. Fig. 6).
[0036] Die schematische Darstellung der Fig. 5 zeigt eine weitere Ausgestaltungsvariante
der erfindungsgemäßen Vorrichtung 2. Hierbei sind das erste und zweite Schienenelement
8, 10 jeweils durch ein weiteres erstes und zweites Schienenelement 8*, 10* bzw. erste
und zweite Schienenabschnitte 8*, 10* verlängert. Die weiteren ersten und zweiten
Schienenelemente 8*, 10* bzw. ersten und zweiten Schienenabschnitte 8*, 10* können
mit lediglich geringem Aufwand mittels der Verbindungselemente 26 an dem ersten und
zweiten Schienenelement 8, 10 angebunden werden. Auf diese Weise kann die mögliche
zu bearbeitende Fläche 50 des Sprühkopfs 6 vergrößert werden. Weiterhin können an
das erste und zweite Schienenelement 8, 10 zwei, drei oder mehr fluchtende weitere
erste und zweite Schienenelemente 8*, 10* bzw. erste und zweite Schienenabschnitte
8*, 10* aneinandergereiht werden (vgl. Fig. 6). Auch die Zahnstangen 8', 10' der Schienenelemente
8, 10 bzw. 8*, 10* reihen sich vorzugsweise lückenlos aneinander, sodass eine weitgehend
unterbrechungsfreie Beweglichkeit der Vorschubeinheiten 20, 20', 20"über die gesamte
Länge der Schienenelemente 8, 10, 8*, 10* ermöglicht wird.
[0037] Der Sprühkopf 6 bzw. die Austrittsdüse 36 kann zum Schneiden von mineralischen Werkstücken,
Flächen und/oder Bauabschnitten vorgesehen sein. Für das Schneiden von mineralischen
Werkstücken, Flächen und/oder Bauabschnitten ist keine oszillierende Bewegung notwendig.
Anhand der mit dem Bezugszeichen 54 gekennzeichneten Linie ist ein Schnitt in einem
mineralischen Werkstück, einer Fläche und/oder einem Bauabschnitt dargestellt. Weiterhin
kann der Sprühkopf 6 bzw. die Austrittsdüse 36 zum abrasiven Einwirken, zum abrasiven
Bearbeiten und/oder Abtragen von mineralischen Werkstücken, Flächen und/oder Bauabschnitten
vorgesehen sein. Hierbei ist insbesondere eine oszillierende Bewegung des Sprühkopfs
6 bzw. der Austrittsdüse 36 notwendig. Die Oberfläche des mineralischen Werkstücks,
der Fläche und/oder des Bauabschnitts kann dabei beispielsweise in einer mehrere Zentimeter
dicken Schicht abgetragen werden. Sich im mineralischen Werkstück, der Fläche und/oder
dem Bauabschnitt befindliche Elemente, wie beispielsweise Armierungen oder Stahlelemente,
bleiben bei dieser Vorgehensweise unbeschädigt bzw. werden von dem Hochdruck-Fluidstrahl
nicht durchtrennt. Dies ist durch die mit dem Bezugszeichen 52 gekennzeichnete Armierung
dargestellt.
[0038] In Fig. 6 ist eine weitere Ausgestaltungsvariante der erfindungsgemäßen Vorrichtung
2 gezeigt. Hierbei sind weitere erste und zweite Schienenelemente 8*, 10* bzw. erste
und zweite Schienenabschnitte 8*, 10* an das erste und zweite Schienenelement 8, 10
angebracht, um die Bewegungsfreiheit sowie die mögliche Bearbeitungsfläche der Vorrichtung
2 zu vergrößern. Wie bereits in Fig. 5 beschrieben, können die weiteren ersten und
zweiten Schienenelemente 8*, 10* bzw. die ersten und zweiten Schienenabschnitte 8*,
10* auf einfache Weise an das erste und zweite Schienenelement 8, 10, bzw. an daran
bereits angebundene weitere erste und zweite Schienenelemente 8*, 10* angekoppelt
werden. Um die Stabilität der Vorrichtung aufrechtzuerhalten bzw. zu vergrößern können
die weiteren ersten Schienenelemente 8* bzw. ersten Schienenabschnitte 8* mittels
Befestigungselementen 16 in der Arbeitsebene 12 fixiert werden. Durch die weiteren
ersten und zweiten Schienenelemente 8*, 10* bzw. ersten und zweiten Schienenabschnitte
8*, 10* ist eine Vergrößerung der durch den Sprühkopf 6 zu bearbeitenden Fläche möglich,
wie sie durch das Bezugszeichen 50' angedeutet ist. Je mehr weitere erste und zweite
Schienenelemente 8*, 10* bzw. erste und zweite Schienenabschnitte 8*, 10* an das erste
und zweite Schienenelement 8, 10 angebracht werden, desto großflächiger und weiter
kann sich folglich die mögliche Bearbeitungsfläche 50' erstrecken.
[0039] Zur Erleichterung einer Steuerung der Vorrichtung 2, insbesondere der Vorschubeinheiten
20, 20', 20" sowie des Sprühkopfes 6, können an den Vorschubeinheiten 20, 20', 20"Steuereinheiten
60 vorgesehen sein, welche mit der Steuerungseinrichtung S in Verbindung stehen. Zudem
kann auch der Sprühkopf 6 über eine Steuereinheit 60' verfügen, welche mit der Steuerungseinrichtung
S gekoppelt ist. Die Steuerungseinrichtung S bzw. die Steuereinheiten 60 und 60' können
weiterhin auch mit einer Bedieneinheit B gekoppelt sein, um einem Bediener der Vorrichtung
2 eine Bedienung bzw. Steuerung der Vorschubeinheiten 20, 20', 20" bzw. des Sprühkopfes
6 zu erleichtern. So kann beispielsweise über die Bedieneinheit eine Vorschubgeschwindigkeit
der Vorschubeinheiten 20, 20', 20" eingestellt werden, welche sich für das aktuell
vorhandene mineralische Werkstück, die Fläche und/oder den Bauabschnitt eignet. Ebenso
bietet sich eine mögliche Einstellung des Sprühkopfes 6 mit Hilfe der Bedieneinheit
B an. Hierbei kann beispielsweise ein Aktivieren oder Deaktivieren einer oszillierenden
Bewegung des Sprühkopfs 6 über die Bedieneinheit B vorgenommen, oder eine Druckvorgabe
für den von dem Sprühkopf 6 zu erzeugenden Hochdruck-Fluidstrahl angepasst werden.
[0040] Auch die Anbringung einer nicht abgebildeten Sensoreinheit an oder im Bereich der
Vorschubeinheiten 20, 20', 20", vorzugsweise an oder im Bereich des Sprühkopfes 6,
welche ggf. mit der Steuerungseinrichtung S bzw. der Steuereinheiten 60, 60' gekoppelt
ist, ist denkbar. Mittels der Sensoreinheit können beispielsweise Unebenheiten und/oder
Unregelmäßigkeiten des zu bearbeitenden mineralischen Werkstücks, der zu bearbeitenden
Fläche und/oder des zu bearbeitenden Bauabschnitts 50 erfasst werden. Die durch die
Sensoreinheit erfassten Werte können beispielsweise an der Bedieneinheit B angezeigt
oder auf einem Display der Bedieneinheit B dargestellt werden, sodass der Bediener
der Vorrichtung 2 unmittelbar auf die Unebenheiten und/oder Unregelmäßigkeiten reagieren
kann. Auch kann eine automatische Anpassung der Einstellungen der Vorschubeinheiten
20, 20', 20" oder des Sprühkopfes 6 mittels der Steuerungseinrichtung S bzw. der Steuereinheiten
60, 60' erfolgen.
[0041] Es sei abschließend darauf hingewiesen, dass alle Aspekte der zuvor in verschiedenen
Ausführungsvarianten beschriebenen erfindungsgemäßen Vorrichtung 2 gleichermaßen auf
das Verfahren anwendbar sind bzw. sich auf das Verfahren beziehen können. Gleiches
gilt umgekehrt, so dass auch alle Aspekte der zuvor beschriebenen Verfahrensvarianten
gleichermaßen auf die erfindungsgemäße Vorrichtung 2 anwendbar sind bzw. sich auf
die erfindungsgemäße Vorrichtung beziehen können. Wenn daher an einer Stelle der vorliegenden
Beschreibung von einer Vorrichtungsvariante die Rede ist, so ist dies generell so
zu verstehen, dass sich dieser beschriebene Aspekt gleichermaßen auf eine beliebige
Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens beziehen oder eine solche Verfahrensvariante
beschreiben kann. Wenn zudem an einer anderen Stelle der vorliegenden Beschreibung
von einer Verfahrensvariante die Rede ist, so ist dies generell so zu verstehen, dass
sich dieser beschriebene Verfahrensaspekt gleichermaßen auf eine beliebige Variante
der erfindungsgemäßen Vorrichtung 2 beziehen oder eine solche Vorrichtungsvariante
beschreiben kann.
[0042] Die Erfindung wurde unter Bezugnahme auf die Figuren 1 bis 6 anhand bevorzugter Ausführungsformen
beschrieben. Damit ist jedoch keineswegs ausgeschlossen, dass der Fachmann auf Grundlage
der beschriebenen Ausführungsformen Abwandlungen oder Änderungen der Erfindung machen
wird, ohne dabei den Schutzbereich der nachstehenden Ansprüche zu verlassen.
Bezugszeichenliste
[0043]
- 2
- Vorrichtung zur abrasiven Einwirkung, zum abrasiven Bearbeiten, zum Schneiden und/oder
Abtragen von mineralischen Werkstücken, Flächen und/oder Bauabschnitten, insbesondere
von Beton
- 4
- Positioniereinrichtung
- 6
- Sprühkopf
- 8, 8*, 8'
- erstes Schienenelement; weiteres erstes Schienenelement; erste Zahnstange
- 10, 10*, 10'
- zweites Schienenelement; weiteres zweites Schienenelement; zweite Zahnstange
- 12
- Arbeitsebene
- 14
- Bohrlöchern
- 16
- Befestigungselemente
- 18, 18'
- erstes Zahnrad, erstes Antriebsmittel
- 20, 20', 20"
- erste Vorschubeinheit; zweite Vorschubeinheit, dritte Vorschubeinheit
- 22, 22'
- zweites Zahnrad, zweites Antriebsmittel
- 24
- Fluidversorgungsleitung
- 26, 26'
- Verbindungselement; Anbindungsbereich
- 30, 30'
- abstehende Elemente
- 32, 32'
- Streben
- 34, 34'
- Klammerelemente
- 36
- Austrittsdüse
- 38
- Verschiebung in vertikaler Richtung
- 40
- Verschiebung in horizontaler Richtung
- 42
- Verstellung der Neigung der Austrittsdüse
- 44
- Vorschubmotor
- 46
- Steuereinheit
- 48
- Energieversorgungsleitung
- 50
- bearbeitete bzw. zu bearbeitende Fläche
- 50'
- vergrößerte mögliche Bearbeitungsfläche
- 52
- Armierung
- 54
- Schnitt
- 56
- Verschiebung in horizontaler Richtung
- 58, 58'
- drittes Zahnrad, drittes Antriebsmittel
- 60, 60'
- Steuereinheiten
- S
- Steuerungseinrichtung
- B
- Bedieneinheit
1. Vorrichtung (2) zur abrasiven Einwirkung, zum abrasiven Bearbeiten, zum Schneiden
und/oder Abtragen von mineralischen Werkstücken, Flächen und/oder Bauabschnitten,
insbesondere von Beton mittels einer Einrichtung zur Erzeugung wenigstens eines Hochdruck-Fluidstrahls,
umfassend:
- zumindest einen Sprühkopf (6), welcher zumindest eine Sprühkopf (6) zumindest eine
Austrittsdüse (36) für den Hochdruck-Fluidstrahl aufweist und welcher Sprühkopf (6)
zur Ausführung oszillierender Bewegungen vorgesehen und/oder geeignet ist,
- eine Positionierungseinrichtung (4) zur Positionierung des zumindest einen Sprühkopfs
(6) im Bereich einer Arbeitsebene (12), mittels welcher Positionierungseinrichtung
(4) der zumindest eine Sprühkopf (6) bezüglich der Arbeitsebene (12) und/oder in mindestens
zwei Achsen beabstandet und in etwa parallel zu einer Oberfläche des jeweiligen Werkstücks,
der zu bearbeitenden Fläche und/oder des zu bearbeitenden Bauabschnittes beweglich
bzw. verschiebbar angeordnet ist,
• wobei die Positionierungseinrichtung (4) zumindest ein erstes und zumindest ein
zweites Schienenelement (8, 10) aufweist, welches zumindest eine erste Schienenelement
(8) lösbar an der Oberfläche des jeweiligen Werkstücks, der zu bearbeitenden Fläche
und/oder des zu bearbeitenden Bauabschnittes bzw. im Bereich der Arbeitsebene (12)
fixierbar ist, und welches zumindest eine zweite Schienenelement (10) verschiebbar
an dem zumindest einen ersten Schienenelement (8) angeordnet ist,
• wobei das zumindest eine erste Schienenelement (8) und das zumindest eine zweite
Schienenelement (10) zumindest annähernd rechtwinklig zueinander ausgerichtet sind,
und
• wobei der zumindest eine Sprühkopf (6) verschiebbar an dem zumindest einen zweiten
Schienenelement (10) angeordnet ist.
2. Vorrichtung (2) nach Anspruch 1, wobei an zumindest einem Ende des zumindest einen
ersten Schienenelements (8) ein erster Anbindungsbereich (26') zur Anbindung eines
weiteren ersten Schienenelements (8*) vorgesehen ist und/oder wobei an zumindest einem
Ende des zumindest einen zweiten Schienenelements (10) ein zweiter Anbindungsbereich
(26') zur Anbindung eines weiteren zweiten Schienenelements (10*) vorgesehen ist.
3. Vorrichtung (2) nach Anspruch 2, wobei der erste Anbindungsbereich (26') zumindest
ein Verbindungselement (26) zur Anbindung eines weiteren ersten Schienenelements (8*)
an das zumindest eine erste Schienenelement (8) und/oder wobei der zweite Anbindungsbereich
(26') zumindest ein Verbindungselement (26) zur Anbindung eines weiteren zweiten Schienenelements
(10*) an das zumindest eine zweite Schienenelement (10) aufweist.
4. Vorrichtung (2) nach Anspruch 2 oder 3, wobei an dem zumindest einen ersten Schienenelement
(8, 8*) zumindest eine erste Zahnstange (8') angeordnet ist, welche in Wirkverbindung
mit einem an der ersten Vorschubeinheit (20) angeordneten ersten Antriebsmittel, insbesondere
Zahnrad (18), eine Verstellung der ersten Vorschubeinheit (20) bezüglich des zumindest
einen ersten Schienenelements (8, 8*) bewirkt.
5. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das zumindest eine zweite
Schienenelement (10, 10*) mittels einer ersten Vorschubeinheit (20) an dem zumindest
einen ersten Schienenelement (8, 8*) vertikal verschiebbar angeordnet ist, und/oder
wobei der zumindest eine Sprühkopf (6) mittels einer zweiten Vorschubeinheit (20')
an dem zumindest einen zweiten Schienenelement (10, 10*) horizontal verschiebbar angeordnet
ist.
6. Vorrichtung (2) nach Anspruch 4 oder 5, wobei an dem zumindest einen zweiten Schienenelement
(10) zumindest eine zweite Zahnstange (10') angeordnet ist, welche in Wirkverbindung
mit einem an der zweiten Vorschubeinheit (20') angeordneten zweiten Antriebsmittel,
insbesondere Zahnrad (22), eine Verstellung der zweiten Vorschubeinheit (20') bezüglich
des zumindest einen zweiten Schienenelements (10) bewirkt.
7. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei das zumindest eine zweite
Schienenelement (10) mittels einer dritten Vorschubeinheit (20") bezüglich des zumindest
einen ersten Schienenelements (8) horizontal verschiebbar angeordnet ist.
8. Vorrichtung (2) nach Anspruch 7, wobei die dritte Vorschubeinheit (20") an, auf oder
im Bereich der ersten Vorschubeinheit (20) angeordnet ist, und wobei an der dritten
Vorschubeinheit (20") ein drittes Antriebsmittel, insbesondere ein Zahnrad (58), angeordnet
ist, welches in Wirkverbindung mit der zweiten Zahnstange (10') eine bezüglich des
zumindest einen ersten Schienenelements (8) horizontale Verstellung des zumindest
einen zweiten Schienenelements (10) bewirkt.
9. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 4 bis 8, wobei an der ersten Vorschubeinheit
(20) und/oder an der zweiten Vorschubeinheit (20') und/oder an der dritten Vorschubeinheit
(20") zumindest ein Vorschubmotor (44) vorgesehen ist, welcher einen Antrieb des ersten
Antriebsmittels (18) und/oder des zweiten Antriebsmittels (22) und/oder des dritten
Antriebsmittels (58) bewirkt.
10. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei mittels einer an Befestigungselementen
(16) des zumindest einen ersten Schienenelements (8) angebrachten Verbindung, insbesondere
Schraubverbindung, das zumindest eine erste Schienenelement (8) im Bereich der Arbeitsebene
(12) lösbar fixierbar ist.
11. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 4 bis 10, wobei das erste Schienenelement
(8) durch mindestens zwei fluchtend aneinandergefügte Schienenabschnitte (8, 8*) mit
sich lückenlos aneinander anschließenden Zahnstangen (8') gebildet ist, die eine weitgehend
unterbrechungsfreie Beweglichkeit des zweiten Schienenelements (10) über die gesamte
Länge des ersten Schienenelements (8, 8*) erlaubt/ermöglicht, und/oder wobei das erste
Schienenelement (8) durch zwei, drei oder mehr fluchtend aneinandergefügte Schienenabschnitte
(8*) mit sich lückenlos aneinander anschließenden Zahnstangen (8') gebildet ist, die
eine Beweglichkeit des zweiten Schienenelements (10, 10*) über eine unbegrenzte bzw.
nur durch die Gesamtlänge des ersten Schienenelements (8, 8*) begrenzte Strecke erlaubt/ermöglicht.
12. Verfahren zum abrasiven Einwirken, Bearbeiten, Schneiden und/oder Abtragen von mineralischen
Werkstücken, Flächen und/oder Bauabschnitten, insbesondere von Beton mittels wenigstens
eines Hochdruck-Fluidstrahls, wobei das Verfahren insbesondere mittels einer Vorrichtung
gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11 durchführbar ist bzw. durchgeführt wird, und wobei
das Verfahren zumindest die folgenden Schritte umfasst:
- Erzeugung eines oszillierende Bewegungen ausführenden Hochdruck-Fluidstrahls mittels
wenigstens eines Sprühkopfes (6), der mindestens eine Austrittsdüse (36) für den Hochdruck-Fluidstrahl
aufweist,
- Positionieren des wenigstens einen Sprühkopfes (6) im Bereich einer Arbeitsebene
(12) mittels einer Positionierungseinrichtung (4), wobei der wenigstens eine Sprühkopf
(6) bezüglich der Arbeitsebene (12) und/oder in mindestens zwei Achsen beabstandet
und in etwa parallel zu einer Oberfläche des jeweiligen Werkstücks, der zu bearbeitenden
Fläche und/oder des zu bearbeitenden Bauabschnittes bewegt bzw. verschoben werden
kann,
• wobei die Positionierungseinrichtung (4) zumindest ein erstes und zumindest ein
zweites Schienenelement (8, 10) aufweist, welches zumindest eine erste Schienenelement
(8) lösbar an der Oberfläche des jeweiligen Werkstücks, der zu bearbeitenden Fläche
und/oder des zu bearbeitenden Bauabschnittes bzw. im Bereich der Arbeitsebene (12)
fixiert werden kann, und welches zumindest eine zweite Schienenelement (10) verschiebbar
an dem zumindest einen ersten Schienenelement (8) angeordnet ist,
• wobei das zumindest eine erste Schienenelement (8) und das zumindest eine zweite
Schienenelement (10) zumindest annähernd rechtwinklig zueinander ausgerichtet sind
bzw. ausgerichtet werden können, und
• wobei der wenigstens eine Sprühkopf (6) an dem zumindest einen zweiten Schienenelement
(10) verschoben werden kann und dadurch das Werkstück und/oder die zu bearbeitende
Fläche und/oder den zu bearbeitenden Bauabschnitt überstreicht und mit dem oszillierenden
Hochdruck-Fluidstrahl beaufschlagt.
13. Verfahren nach Anspruch 12, bei dem das zumindest eine zweite Schienenelement (10,
10*) mittels einer ersten Vorschubeinheit (20) an dem zumindest einen ersten Schienenelement
(8, 8*) vertikal verschoben werden kann.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, bei dem der zumindest eine Sprühkopf (6) mittels
einer zweiten Vorschubeinheit (20') an dem zumindest einen zweiten Schienenelement
(10, 10*) horizontal verschoben werden kann.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14, bei dem der zumindest eine Sprühkopf
(6) und/oder die zumindest eine Austrittsdüse (36) in der Neigung bezüglich der Arbeitsebene
(12) verstellt werden kann/können.