[0001] Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der Fördertechnik und betrifft eine Zuführvorrichtung
zum Zuführen von einzelnen Produkten an eine Weiterverarbeitungsvorrichtung.
[0002] Im Weiteren betrifft die Erfindung auch ein Verfahren zum Erstellen eines lückenlosen
Produktestroms aus einzelnen Produkten mittels der oben genannten Zuführvorrichtung.
[0003] In der Verarbeitung von Druckereiprodukten werden mit der zunehmenden Personalisierung
und Regionalisierung des Inhaltes der Druckereiprodukte und insbesondere des Inhaltes
von Werbebeilagen immer höhere Anforderungen gestellt.
[0004] So besteht heute zunehmend der Wunsch, Printwerbung nicht mehr im Massenversand flächig
zu streuen sondern zielgerichtet an einen spezifischen Adressatenkreis zu richten.
Damit wird ein Trend aufgegriffen, welcher sich im Bereich der Onlinewerbung bereits
etabliert hat.
[0005] Der Trend zu personalisierter Werbung wird durch den Umstand befeuert, dass den Unternehmen
heutzutage mit der wachsenden Nutzung des Internets durch breite Bevölkerungsschichten
viel mehr Informationen über das Einkaufverhalten, die Interessen, sowie persönliche
Angaben, wie Alter oder Geschlecht, zu einzelnen Nutzern oder Nutzergruppen zur Verfügung
stehen als früher.
[0006] Diese Informationen werden von den Unternehmen nicht nur im Bereich der personalisierten
Onlinewerbung sondern zunehmend auch im Bereich der personalisierten Printwerbung
genutzt.
[0007] Zudem erhöht auch die fortschreitende Digitalisierung und Automatisierung der Arbeitsabläufe
auf dem Gebiet der Druckweiterverarbeitung die Möglichkeiten im Bereich der personalisierten
Druckereiprodukten.
[0008] Durch adressat-spezifische Werbung lassen sich beispielsweise die Werbemittel effizienter
einsetzen, da die Werbewirkung im Gegensatz zu Massenwerbung wesentlich weniger stark
verpufft. Zudem spricht personalisierte Werbung den Adressaten eher an als unpersönliche
Massenwerbung, welche häufig ungesehen in den Müll wandert.
[0009] So ist es beispielsweise bekannt mittels einer Sammeleinrichtung personalisierte
Kollektionen von Druckereiprodukten, insbesondere von Werbematerial, zusammenzustellen.
Die zusammengestellten Kollektionen werden beispielsweise in Druckereierzeugnissen,
wie Zeitungen oder Zeitschriften eingesteckt oder zu einer Zustelleinheit aufbereitet.
[0010] Mit der Entwicklung hin zur Personalisierung der Druckereiprodukte ist allerdings
auch die Fehlertoleranz bei der Bereitstellung bzw. Zusammenstellung von personalisierten
Druckereiprodukten stark gesunken.
[0011] Während es beispielsweise beim Massenversand von unpersönlicher Werbung durchaus
tolerierbar ist, wenn das eine oder andere Mal ein Druckereiprodukt nicht zugeführt
oder doppelt zugeführt wird oder das Druckereiprodukt fehlerhaft ist, so ist die diesbezügliche
Fehlertoleranz bei personalisierter Werbung doch wesentlich kleiner.
[0012] Diesem Umstand muss in den kritischen Bereichen der Druckweiterverarbeitung mit möglichst
fehlerfreien Prozessabläufen Rechnung getragen werden.
[0013] Bei Werbebeilagen handelt es sich in der Regel um zeitunkritische Druckereiprodukte,
welche sich entsprechend vorproduzieren lassen.
[0014] So ist es üblich, zeitunkritische Druckereiprodukte wie die erwähnten Werbebeilagen
vorzuproduzieren und in einem Zwischenspeicher bis zur Weiterverarbeitung zu speichern.
[0015] Die zeitunkritischen Druckereiprodukte werden mit der Erstellung des zeitkritischen
Hauptproduktes, wie Zeitung oder Zeitschrift, wieder aus dem Zwischenspeicher abgerufen
und dem Hauptprodukt beigelegt bzw. zusammen mit dem Hauptprodukt zu einer Zustelleinheit
zusammengeführt.
[0016] So ist es beispielsweise bekannt, solche zwischengespeicherte Druckereiprodukte von
einem Stapel abzuziehen oder von einem Wickel abzuwickeln und als Produktestrom der
Weiterverarbeitung zuzuführen.
[0017] Die Veröffentlichungsschriften
EP-A-2 700 599 und
WO 2008/000099 beschreiben beispielsweise eine derartige Vorrichtung zum Ablösen von Druckereiprodukten
von einem Stapel und Überführen in einen Produktestrom.
[0018] Ferner beschreibt die Veröffentlichungsschrift
CH 382 768 eine Einrichtung zum Ablegen der Druckereiprodukte einer Rotationsdruckmaschine.
Die Einrichtung umfasst einen als Schwerkraftförderer ausgelegten Rundlauf mit einer
Vielzahl von entlang einer Führungsschiene über Laufrollen abrollenden Einzelwagen
mit jeweils einem Greifer zum Erfassen und Halten eines Druckereiproduktes. Die Einzelwagen
werden zur Übernahme eines Druckereiproduktes über einen Riegel gesteuert freigegeben.
Die Einrichtung enthält ferner eine lichtelektrische Sensoreinrichtung. Die Freigabe
eines Einzelwagens erfolgt bei Detektieren einer Unterbrechung eines von der lichtelektrischen
Sensoreinrichtung erzeugten Messlichtstrahls durch das in den Übernahmebereich geförderte
Druckereiprodukt.
[0019] Je nach Eigenschaften des Druckereiproduktes sind Unregelmässigkeiten beim Abrufen
der Druckereiprodukte von einem Zwischenspeicher, insbesondere beim Abziehen der Druckereiprodukte
von einem Stapel nicht auszuschliessen, so dass der Produktestrom fehlende Druckereiprodukte,
falsch positionierte Druckereiprodukte oder fehlerhafte Druckereiprodukte aufweist.
[0020] Eine Aufgabe vorliegender Erfindung ist es deshalb, eine Zuführvorrichtung der eingangs
genannten Art vorzuschlagen, mittels welcher ein lückenloser Produktestrom aus einzelnen
Produkten zur Abgabe an eine Weiterbearbeitungsvorrichtung gebildet werden kann.
[0021] Gemäss einer weiteren Aufgabe soll die Zuführvorrichtung sicherstellen, dass auf
Abruf immer ein Produkt an die Weiterverarbeitungsvorrichtung abgegeben werden kann,
so dass in der Weiterverarbeitungsvorrichtung keine Taktlücken ausgebildet werden.
[0022] Gemäss einer weiteren Aufgabe soll der Produktestrom möglichst aus fehlerfreien Produkten
bestehen, so dass in der Weiterverarbeitungsvorrichtung möglichst nur fehlerfreie
Produkte weiterverarbeitet werden.
[0023] Die Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche 1 und 19 gelöst. Weiterbildungen
und besondere Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen,
der Beschreibung und den Zeichnungen.
[0024] Die Zuführvorrichtung enthält einen Bereitschaftsrundlauf mit einer Übernahmestation
und mit mehreren unabhängig voneinander umlaufend bewegbaren Transporteinheiten zur
Aufnahme jeweils eines Produktes an der Übernahmestation.
[0025] Ferner enthält die Zuführeinrichtung einen Bereitstellungsförderer zum Zuführen der
Produkte zur Übernahmestation, sowie eine Steuerungseinrichtung zum Steuern der Zuführung
der Produkte und der Transporteinheiten in einen Übernahmeabschnitt der Übernahmestation
und zum Steuern der Übernahme der zugeführten Produkte durch die Transporteinheiten.
[0026] Die Erfindung zeichnet sich gemäss einem ersten Erfindungsaspekt dadurch aus, dass
der Bereitschaftsrundlauf zum Erstellen eines lückenlosen Produktestroms eine Freigabeeinrichtung
zur taktgesteuerten Freigabe einzelner Transporteinheiten in den Übernahmeabschnitt
enthält, wobei die Steuerungseinrichtung dazu ausgelegt ist, nur bei der Zuführung
eines takt-korrekten Produktes in den Übernahmeabschnitt eine Transporteinheit freizugeben.
[0027] Wird dahingegen ein nicht takt-korrektes Produkt, nachfolgend auch Fehlprodukt genannt,
festgestellt, so ist die Steuerungseinrichtung dazu ausgelegt, im Übernahme-Takt des
Fehlproduktes keine Transporteinheit in den Übernahmeabschnitt freizugeben. Entsprechend
wird keine Transporteinheit im Übernahmetakt des Fehlproduktes in den Übernahmeabschnitt
gefördert.
[0028] Unter einem Fehlprodukt ist insbesondere ein im Produktestrom der Bereitstellungsförderer
fehlendes oder nicht ordnungsgemäss gefördertes Produkt oder ein fehlerhaftes Produkt
zu verstehen.
[0029] Ein nicht ordnungsgemäss gefördertes Produkt kann beispielsweise ein überzähliges
Produkt oder ein im Produktestrom falsch positioniertes Produkt sein. Überzählige
Produkte in einem Produktestrom liegen vor, wenn z. B. innerhalb eines Arbeitstaktes
mehrere Produkte gleichzeitig von einem Stapel abgetrennt werden.
[0030] Ein fehlerhaftes Produkt kann zum Beispiel ein beschädigtes Produkt, ein falsches
Produkt oder ein unvollständiges Produkt sein.
[0031] Die Produkte sind insbesondere flache, flexible Produkte. Die Produkte sind insbesondere
biegbar.
[0032] Findet die erfindungsgemässe Zuführvorrichtung in der Druckweiterverarbeitung Einsatz,
so handelt es sich bei den Produkten insbesondere um Druckereiprodukte.
[0033] Die Druckereiprodukte können Zeitungen, Magazine, Zeitschriften, Broschüren, Werbebeilagen,
einzelne Bögen, Blätter, Flyer und Werbeprospekte im weitesten Sinne sein.
[0034] Der Bereitschaftsrundlauf dient dazu, aus einzeln vom Bereitstellungsförderer zugeführten
Produkten einen lückenlosen Strom von Produkten für die Abgabe an eine an den Bereitschaftsrundlauf
anschliessende Weiterverarbeitungsvorrichtung zu erstellen.
[0035] Die Weiterverarbeitungsvorrichtung kann z. B. eine Sammeleinrichtung mit einer Sammelstrecke
zum Zusammenstellen von Kollektionen, insbesondere von personalisierten Kollektionen,
umfassen.
[0036] Die Transporteinheiten sind am Bereitschaftsrundlauf entlang einer geschlossenen
Umlaufbahn umlaufend bewegbar. Der Bereitschaftsrundlauf enthält hierzu insbesondere
eine entlang der Umlaufbahn verlaufende Führungsschiene zum Führen der Transporteinheiten.
[0037] Der Bereitschaftsrundlauf kann als Schwerkraftförderer ausgebildet sein. Schwerkraftförderer
zeichnen sich durch mindestens eine Steigstrecke aus, entlang welcher die Transporteinheiten
über einen Antrieb von einer tiefer gelegenen Position auf eine höher gelegen Position
entlang der Umlaufbahn gefördert werden. Ferner enthält der Schwerkraftförderer mindestens
eine Strecke mit Gefälle, entlang welcher sich die Transporteinheiten mittels Schwerkraftunterstützung
bewegen.
[0038] Die Transporteinheiten sind insbesondere als Einzelwagen ausgebildet. Die Transporteinheiten
umfassen insbesondere mindestens eine Laufrolle, über welche die Einzelwagen entlang
der oben genannten Führungsschiene abrollen können.
[0039] Die Transporteinheiten enthalten insbesondere jeweils ein Greiforgan zum Halten der
Produkte. Das Greiforgan kann z. B. eine Klammer oder ein Greifer sein.
[0040] Die Transporteinheiten können im Weiteren Mitnahmeelemente, wie Mitnahmenocken enthalten,
über welche die Transporteinheiten mittels eines Antriebs aktiv gefördert werden können.
[0041] Die Transporteinheiten können beispielsweise in der nachfolgend noch beschriebenen
Zwangsfördereinrichtung über die Mitnahmeelemente aktiv gefördert werden.
[0042] Ist der Bereitschaftsrundlauf als Schwerkraftförderer ausgebildet, so können die
Mitnehmer eines Antriebes die Transporteinheiten entlang der Steigstrecke über deren
Mitnahmeelemente aktiv hochfördern. Die Mitnehmer bilden einen Antriebskontakt mit
den Mitnahmeelementen aus.
[0043] Der Bereitstellungsförderer dient zum Zufördern der Produkte in den Übernahmeabschnitt
der Übernahmestation am Bereitschaftsrundlauf, wo diese von den Transporteinheiten
übernommen werden.
[0044] Der Bereitstellungsförderer ist insbesondere zur Zuförderung der Produkte von unten
in den Übernahmeabschnitt ausgelegt.
[0045] Gemäss einer Weiterbildung der Erfindung umfasst der Bereitstellungsförderer einen
Bandförderer. Der Bandförderer ist insbesondere ein Doppelbandförderer. Die Produkte
werden insbesondere durch den Förderspalt des Doppelbandförderers von unten in den
Übernahmeabschnitt der Übernahmestation gefördert.
[0046] Dem Bereitstellungsförderer kann eine Beschickungseinrichtung zugeordnet sein. Die
Beschickungseinrichtung kann auch Teil des Bereitstellungsförderers sein. Die Beschickungseinrichtung
dient zum Beschicken des Bereitstellungsförderers mit einem Strom von Produkten aus
einem Speicher. Der Speicher kann beispielsweise ein Stapel oder ein Wickel sein.
[0047] Die Produkte können im Bereitstellungsförderer in Form eines Schuppenstromes von
einander überlappenden Produkten oder in Form eines Produktestrom aus vereinzelten
und voneinander beabstandeten Produkten zum Bereitschaftsrundlauf hin gefördert werden.
Eine Vereinzelung der Produkte im Hinblick auf ein getaktete Übernahme einzelner Produkte
durch die Transporteinheiten kann auch noch innerhalb des Bereitstellungsförderers
stattfinden.
[0048] An der Übemahmestation übernehmen die Transporteinheiten die vom Bereitstellungsförderer
einzeln in den Übernahmeabschnitt geförderten Produkte.
[0049] Im Übernahmeabschnitt ist insbesondere eine Positioniereinrichtung vorgesehen, mittels
welcher die zugeförderten Produkte mit ihrer vorlaufenden Produktkante während der
Übernahme positioniert werden. Die Positioniereinrichtung kann einen Anschlag ausbilden,
an welchem die Produkte mit ihrer vorlaufenden Produktkante anschlagen.
[0050] Die Positioniereinrichtung dient insbesondere als Einschubbegrenzung. Das heisst,
die Positioniereinrichtung sorgt für eine definierte Einschubtiefe in das offene Greiforgan.
[0051] Die Übernahmestation ist insbesondere so ausgelegt, dass die Transporteinheiten seitlich
in den Übernahmeabschnitt gefördert werden.
[0052] Die Transporteinheiten werden insbesondere oberhalb der in den Übernahmeabschnitt
geförderten Produkte in den Übernahmeabschnitt bewegt.
[0053] Gemäss einer Weiterbildung der Erfindung enthält die Übernallmestation mindestens
eine Führungskulisse, mittels welcher das Greiforgan einer Transporteinheit zwecks
Übernahme des Produktes zwischen einer Öffnungs- und Schliessposition geschaltet werden
kann.
[0054] Die Übergabe der Produkte an die Transporteinheiten erfolgt getaktet. Dies bedeutet,
dass sowohl die vom Bereitstellungsförderer zugeförderten Produkte als auch die Transporteinheiten
getaktet in den Übernahmeabschnitt gefördert werden.
[0055] Gemäss einer Weiterbildung der Erfindung enthält die Übernahmestation hierzu eine
Zwangsfördereinrichtung. Die Zwangsfördereinrichtung wird über einen Antrieb aktiv
angetrieben.
[0056] Die Zwangsfördereinrichtung dient zum Fördern einzelner Transporteinheiten in einer
vorgegebenen Geschwindigkeit im Anschluss an die Freigabeeinrichtung bzw. dessen Rückhalteelement
in den Übernahmeabschnitt. Die Steuerung des Antriebs erfolgt über die Steuerungseinrichtung.
Die Zwangsfördereinrichtung erlaubt die getaktete Förderung von Transporteinheiten
in den Übernahmeabschnitt.
[0057] Die Fördergeschwindigkeit des Bereitstellungsförderers ist insbesondere auf die Fördergeschwindigkeit
der Zwangsfördereinrichtung abgestimmt, derart, dass ein takt-korrektes Produkt des
Bereitstellungsförderers und eine Transporteinheit eines Übemahmetaktes taktsynchron
in den Übernahmeabschnitt bewegt werden.
[0058] Der Antrieb des Bereitstellungsförderers und der Antrieb der Zwangsfördereinrichtung
sind hierzu insbesondere miteinander antriebstechnisch gekoppelt. Die Kopplung kann
mechanisch, z. B. mittels Getriebe, oder elektronisch, z. B. mittels der Steuerungseinrichtung
erfolgen.
[0059] Gemäss einer Ausführungsvariante umfasst die Zwangsfördereinrichtung eine um eine
Drehachse drehbare Transportschnecke. Entlang des Aussenumfanges der Transportschnecke
ist eine wendel- bzw. schraubenlinienförmig ausgebildete Führungsnut angeordnet.
[0060] Die Führungsnut dient der Aufnahme eines an der Transporteinheit angeordneten Mitnahmeelements,
wie Mitnahmenockens. Dieser greift im Anschluss an die Freigabeeinrichtung bzw. dessen
Rückhalteelement in die Führungsnut ein und wird zusammen mit der Transporteinheit
durch die sich mit der Transportschnecke drehenden Führungsnut entlang der Drehachse
der Transportschnecke mitgenommen und in den Übernahmeabschnitt gefördert.
[0061] Die Transporteinheit wird im Anschluss an die Übernahme des Produktes insbesondere
durch die Zwangsfördereinrichtung in Förderrichtung aus dem Übernahmeabschnitt herausgefördert.
[0062] Die Freigabeeinrichtung ist in Umlaufrichtung betrachtet vor der Zwangsfördereinrichtung
angeordnet. Die Freigabeeinrichtung dient einerseits dazu, pro Übernahmetakt eine
einzelne Transporteinheit in den Übernahmeabschnitt freizugeben. Ferner dient die
Freigabeeinrichtung auch dazu, in Zusammenarbeit mit der Steuerungseinrichtung nur
in jenen Übernahmetakten eine Transporteinheit freizugeben, in welchen ein takt-korrektes
Produkt in den Übernaluneabschnitt gefördert wird.
[0063] Die Freigabeeinrichtung enthält insbesondere ein durch die Steuerungseinrichtung
schaltbares Rückhalteelement, mittels welchem die Transporteinheiten in Umlaufrichtung
betrachtet vor dem Übernahmeabschnitt zurückgehalten werden. Durch Schalten des Rückhalteelementes
zwischen einer Rückhalte- und Freigabeposition können einzelne Transporteinheiten
in den Übernahmeabschnitt freigegeben werden. Das Rückhalteelement ist insbesondere
pneumatisch schaltbar.
[0064] Der Bereitschaftsrundlauf bildet in Umlaufrichtung betrachtet vor dem Rückhalteelement
insbesondere eine Staustrecke aus, in welcher die leeren Transporteinheiten gestaut
werden. Die Staustrecke verläuft insbesondere entlang eines Gefälles.
[0065] Bei den leeren Transporteinheiten handelt es sich um entlang der Umlaufbahn in Umlaufrichtung
von der Abgabestation zurückgeführte Transporteinheiten.
[0066] Gemäss einer Weiterbildung der Erfindung enthält der Bereitschaftsrundlauf einen
Taktnehmer, welcher den Fördertakt der Zwangsfördereinrichtung abnimmt. Der Taktnehmer
nimmt insbesondere den durch die Drehgeschwindigkeit einer Transportschnecke vorgegebenen
Fördertakt ab.
[0067] Der Taktnehmer dient insbesondere dazu, den Fördertakt des Bereitstellungsförderers
mit dem Fördertakt der Zwangsfördereinrichtung zu synchronisieren.
[0068] Der Taktnehmer dient ferner insbesondere dazu, den Arbeitstakt der Freigabeeinrichtung
mit dem Fördertakt der Zwangsfördereinrichtung zu synchronisieren.
[0069] Der Bereitschaftsrundlauf enthält im Weiteren eine Abgabestation, welche in Förderrichtung
betrachtet nach der Übernahmestation angeordnet ist. An der Abgabestation werden die
Produkte von den Transporteinheiten an eine Weiterverarbeitungsvorrichtung abgegeben.
[0070] Gemäss einer Weiterbildung der Erfindung bildet der Bereitschaftsrundlauf zwischen
der Übernahmestation und der Abgabestation eine Pufferstrecke aus. Die Abgabestation
ist in Umlaufrichtung bzw. Förderrichtung betrachtet folglich nach der Pufferstrecke
angeordnet.
[0071] Die Abgabestation kann eine Freigabeeinrichtung mit einem zwischen einer Freigabe-
und Rückhalteposition schaltbaren Rückhalteelement enthalten. Mittels der Freigabeeinrichtung
können einzelne Transporteinheiten zwecks Abgabe der Produkte an eine Weiterverarbeitungseinrichtung
aus der Pufferstrecke freigegeben werden. Die Abgabestation bzw. deren Freigabeeinrichtung
werden insbesondere durch die Steuerungseinrichtung gesteuert.
[0072] Die mit Produkten bestückten Transporteinheiten können in der Pufferstrecke gepuffert
werden. Die Pufferstrecke kann ein Gefälle aufweisen. Die Transporteinheiten können
sich so mittels Schwerkraftunterstützung entlang der Pufferstrecke zur Abgabestation
hin bewegen.
[0073] Der Arbeitstakt der Weiterverarbeitungseinrichtung, welche die Produkte von den Transporteinheiten
des Bereitschaftsrundlaufs an der Abgabestation übernimmt, ist in der Regel vom Übernahmetakt
der Übernahmestation des Bereitschaftsrundlaufs entkoppelt.
[0074] Das Puffern von Transporteinheiten mit Produkten dient nun der Sicherstellung einer
unterbruchlosen Versorgung der insbesondere mit einem anderen Arbeitstakt betriebenen
Weiterverarbeitungsvorrichtung mit Produkten.
[0075] Der Füllstand der Pufferstrecke mit Transporteinheiten wird gemäss einem weiteren
Erfindungsaspekt durch die Steuerungseinrichtung überwacht. Hierzu enthält der Bereitschaftsrundlauf
Mittel zum fortlaufenden Erfassen der Anzahl der in der Pufferstrecke gepufferten
Transporteinheiten.
[0076] Die Mittel umfassen insbesondere einen in Förderrichtung betrachtet vor der Pufferstrecke
angeordneten ersten Puffersensor zum Zählen der in die Pufferstrecke hinein bewegten
Transporteinheiten.
[0077] Ferner umfassen die Mittel insbesondere einen in Förderrichtung betrachtet nach der
Pufferstrecke angeordneten zweiten Puffersensor zum Zählen der aus der Pufferstrecke
heraus bewegten Transporteinheiten.
[0078] Aus den Sensordaten der Puffersensoren lässt sich nun mittels einer Auswerteeinheit
fortlaufend der Füllstand, d.h. die Anzahl der sich aktuell in der Pufferstrecke aufhaltenden
Transporteinheiten ermitteln.
[0079] Die Sensordaten bzw. die daraus abgeleiteten Füllstandinformationen dienen nun wiederum
dazu, den Füllstand der Pufferstrecke mittels der Steuerungseinrichtung zu regeln.
Ziel der Füllstandregelung ist es, sicherzustellen, dass sich immer eine genügende
Anzahl von Transporteinheiten mit Produkten in der Pufferstrecke befindet.
[0080] Voraussetzung hierzu ist, dass sich die Zuführvorrichtung mit einer variablen Taktrate
(Übernahmetakt) betreiben lässt. Der Übernahmetakt der Zuführvorrichtung ist entsprechend
vom Arbeitstakt der an diese anschliessenden Weiterverarbeitungsvorrichtung entkoppelt
und kann sich von diesem unterscheiden.
[0081] So lässt sich in Abhängigkeit vom Füllstand durch Erhöhen der Übernahme-Taktrate
der Zuführeinrichtung die Anzahl Transporteinheiten mit Produkten in der Pufferstrecke
vergrössern. Eine Erhöhung der Übernahme-Taktrate kann beispielsweise durch die Steuerungseinrichtung
ausgelöst werden, wenn diese eine Unterschreitung eines unteren Füllstand-Schwellenwertes
feststellt.
[0082] Andererseits lässt sich in Abhängigkeit vom Füllstand durch Absenken der Übernahme-Taktrate
der Zuführeinrichtung die Anzahl Transporteinheiten mit Produkten in der Pufferstrecke
reduzieren. Ein Absenken der Übernahme-Taktrate kann beispielsweise durch die Steuerungseinrichtung
ausgelöst werden, wenn diese eine Überschreitung eines oberen Füllstand-Schwellenwertes
feststellt
[0083] Die Bereitstellung eines lückenlosen Produktestromes, in welchem jede Transporteinheit
ein Produkt enthält, bedingt, dass fehlerhafte oder nicht ordnungsgemäss geförderte
Produkte aus dem Übernahmeabschnitt ausgeschleust werden.
[0084] Der Bereitstellungsförderer umfasst hierzu insbesondere eine Ausschleuseinrichtung,
welche die nicht von einer Transporteinheit übernommenen Fehlprodukte aus dem Übernahmeabschnitt
ausschleust.
[0085] Gemäss einer Weiterbildung der Erfindung enthält der Bereitstellungsförderer eine
Sensoreinrichtung zum Detektieren der von diesem zugeförderten takt-korrekten Produkte.
[0086] Die Sensoreinrichtung enthält insbesondere einen optischen Sensor zur Überwachung
bzw. Überprüfung des Produktestroms im Bereitstellungsförderer.
[0087] Die Sensoreinrichtung kann beispielsweise eine Lichtschranke umfassen, dessen Sensor
die Unterbrechung eines Messlichtstrahls detektiert. Lichtschranken sind insbesondere
zur Überwachung eines Produktestroms von vereinzelten und voneinander beabstandeten
Produkten geeignet.
[0088] Die Sensoreinrichtung kann auch Mittel zur Ausbildung eines Beleuchtungsstrahlprofils
umfassen, welches auf den flächigen Produkten eine Beleuchtungslinie projiziert. Eine
solche Sensoreinrichtung wird insbesondere zur Zählung der Produkte eines Schuppenstromes
eingesetzt.
[0089] Die auf der Oberfläche des Schuppenstromes projizierte Beleuchtungslinie wird mittels
einer elektronischen Kamera detektiert und ausgewertet. Die Beleuchtungslinie weist
aufgrund der Schuppenstruktur des Produktestroms Krümmungen auf. Aus den Krümmungen
kann die Auswerteeinheit die Produkte einzeln erkennen und zählen sowie allfällige
Unregelmässigkeiten, wie fehlende Produkte oder nicht ordnungsgemäss geförderte Produkte
ermitteln.
[0090] Eine solche Detektionseinrichtung ist beispielsweise in der
WO 2008/119192 beschrieben.
[0091] Die Sensoreinrichtung ist in Förderrichtung betrachtet insbesondere vor dem Förderspalt
eines die Produkte von unten in den Übernahmeabschnitt fördernden Doppelbandförderers
angeordnet.
[0092] Das dazugehörige, erfindungsgemässe Verfahren zeichnet sich gemäss einem Erfindungsaspekt
dadurch aus, dass mittels der Freigabeeinrichtung taktgesteuert einzelne Transporteinheiten
freigegeben und taktsynchron mit einzelnen Produkten vom Bereitstellungsförderer in
den Übernahmeabschnitt bewegt werden.
[0093] Hierbei wird nur bei der Zuführung eines takt-korrekten Produktes in den Übernahmeabschnitt
eine Transporteinheit durch die Freigabeeinrichtung freigegeben. Dadurch wird gewährleistet,
dass jede Transporteinheit im Übernahmeabschnitt ein takt-korrektes Produkt übernimmt.
[0094] Bei der Zuführung eines Fehlproduktes in den Übernahmeabschnitt wird entsprechend
keine Transporteinheit durch die Freigabeeinrichtung freigegeben. Entsprechend wird
im Übernahmetakt des Fehlproduktes keine Transporteinheit in den Übernahmeabschnitt
bewegt.
[0095] Die von der Sensoreinrichtung ermittelten Sensordaten aus der Überwachung des Produktestroms
werden mittels einer Auswerteeinheit ausgewertet. Aus den ausgewerteten Sensordaten
generiert die Steuerungseinrichtung die entsprechenden Steuerbefehle zur Freigabe
bzw. Nicht-Freigabe einer Transporteinheit in den Übernahmeabschnitt zwecks Übernahme
eines takt-korrekten Produktes.
[0096] Detektiert die Sensoreinrichtung ein takt-korrektes Produkt, so generiert die Steuerungseinrichtung
einen Steuerbefehl an die Freigabeeinrichtung zur Freigabe der taktzugehörigen Transporteinheit
zum Zeitpunkt des betreffenden Übernahmetaktes.
[0097] Detektiert die Sensoreinrichtung dahingegen ein Fehlprodukt, so generiert die Steuerungseinrichtung
keinen Steuerbefehl an die Freigabeeinrichtung zur Freigabe der taktzugehörigen Transporteinheit
zum Zeitpunkt des betreffenden Übernahmetaktes. Entsprechend wird keine Transporteinheit
im Übernahmetakt des Fehlproduktes in den Übernahmeabschnitt bewegt.
[0098] Handelt es sich beim Fehlprodukt um einen Leer-Takt, so wird im betreffenden Übernahmetakt
einfach keine Transporteinheit mit einem Produkt aus dem Übernahmeabschnitt in die
Pufferstrecke entlassen.
[0099] Handelt es sich beim Fehlprodukt um ein fehlerhaftes oder nicht ordnungsgemäss gefördertes
Produkt, so wird dieses zwar in den Übernahmeabschnitt gefördert, dort jedoch nicht
von einer Transporteinheit übernommen, da eine solche zu diesem Übernahmetakt nicht
freigegeben wurde.
[0100] Das durch den Bereitstellungsförderer in den Übernahmeabschnitt geförderte und nicht
übernommene Fehlprodukt wird vielmehr ausgeschleust.
[0101] Gemäss einer Weiterbildung der Erfindung wird das Fehlprodukt hierzu gegen einen
Abweiser gefördert, welcher dieses zur Ausschleuseinrichtung hin umlenkt. Der Abweiser
entspricht dabei insbesondere der oben erwähnten Positioniereinrichtung zur Begrenzung
der Einstecktiefe in das Greiforgan.
[0102] Da nun in insbesondere in einer Pufferstrecke, wie oben erwähnt, Transporteinheiten
mit Produkten gepuffert werden, vermögen die Übernahmetaktlücken, in welchen keine
Produkte von Transporteinheiten übernommen werden, nur den Füllstand entlang der Pufferstrecke
nicht jedoch den Arbeitstakt der nachfolgenden Weiterverarbeitungsvorrichtung zu beeinflussen.
[0103] Im Folgenden wird der Erfindungsgegenstand anhand eines Ausführungsbeispiels, welches
in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt ist, näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine Seitenansicht einer erfindungsgemässen Zuführvorrichtung;
- Figur 2:
- einen vergrösserten Ausschnitt der Übernahmestation nach Figur 1;
- Figur 3:
- einen vergrösserten Ausschnitt der Übernahmestation nach Figur 2 von der gegenüber
liegenden Seite;
- Figur 4a:
- einen vergrösserten Ausschnitt der Staustrecke gemäss Figur 1 mit Transportwagen;
- Figur 4b:
- einen vergrösserten Ausschnitt der Pufferstrecke gemäss Figur 1 mit Transportwagen;
- Figur 5:
- eine Seitenansicht der Zuführvorrichtung nach Figur 1 mit einer Beschickungseinrichtung
und einer Weiterverarbeitungsvorrichtung.
[0104] Grundsätzlich sind in den Figuren gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
[0105] Die Zuführvorrichtung 1 gemäss den Figuren 1 und 5 umfasst einen Bereitschaftsrundlauf
2, welcher dazu dient, aus einzeln zugeführten Druckereiprodukten 23 einen lückenlosen
Strom von Druckereiprodukten 23 für die Übergabe an eine an den Bereitschaftsrundlauf
2 anschliessende Weiterverarbeitungsvorrichtung 51 zu erstellen.
[0106] Der Bereitschaftsrundlauf 2 enthält eine Mehrzahl von entlang einer geschlossenen
Umlaufbahn umlaufend geführten Transportwagen 21. Die Transportwagen 21 enthalten
Laufrollen, über welche die Transportwagen 21 entlang einer Führungsschiene 20 abrollen.
Die Führungsschiene 20 führt entsprechend entlang der Umlaufbahn U (siehe Figur 4a
und 4b).
[0107] Die Transportwagen 21 umfassen jeweils einen Greifer 22 zum klemmenden Halten jeweils
eines Druckereiproduktes 23.
[0108] Der Bereitschaftsrundlauf 2 ist als Schwerkraftförderer ausgebildet, in welchem die
jeweils unabhängig voneinander entlang der Führungsschiene 20 bewegbaren Transportwagen
21 entlang einer Steigstrecke 26 nach oben gefördert werden. Die Transportwagen 21
weisen hierzu Mitnahmenocken 25 auf, über welche die Transportwagen 21 von einem Mitnehmerantrieb
entlang der Steigstrecke 26 mitgenommen werden.
[0109] Ausgehend vom oberen, höher gelegenen Ende der Steigstrecke 26 rollen die Transportwagen
21 mindestens abschnittsweise mittels Schwerkraftunterstützung entlang der mindestens
abschnittsweise ein Gefälle aufweisenden Förderschiene 20 zurück zum unteren, tiefer
gelegenen Beginn der Steigstrecke 26.
[0110] Der Bereitschaftsrundlauf 2 enthält im Weiteren eine Übernahmestation 5, welche einen
Übernahmeabschnitt 12 ausbildet. An der Übernahmestation 5 übernehmen die Transportwagen
21 jeweils ein von einem Bereitstellungsförderer 3 in den Übernahmeabschnitt 12 gefördertes
Druckereiprodukt 23.
[0111] Der Bereitstellungsförderer 3 umfasst einen Doppelbandförderer 30, mittels welchem
die Druckereiprodukte 23 von unten durch einen Förderspalt in den Übernahmeabschnitt
12 der Übernahmestation 5 gefördert werden (siehe Figur 1 und Figur 5).
[0112] Dem Bereitstellungsförderer 3 kann eine Beschickungseinrichtung 6 mit einem Produktespeicher
zugeordnet sein, von welchem die Druckereiprodukte 23 dem Doppelbandförderer 30 zugefördert
werden (siehe Figur 5).
[0113] Im Übernahmeabschnitt 12 des Bereitschaftsrundlaufs 2 ist eine Positioniereinrichtung
17 vorgesehen, an welcher die von unten zugeförderten Druckereiprodukte 23 mit ihrer
vorlaufenden Produktkante anschlagen, und so das Produkt mit seiner vorlaufenden Kante
positionieren. Die Positioniereinrichtung 17 dient unter anderem als Einschubbegrenzung.
Das heisst, die Positioniereinrichtung 17 sorgt für eine definierte Einschubtiefe
in den Greifer 22.
[0114] Hierzu bildet die Positioniereinrichtung 17 in Förderrichtung F betrachtet auf beiden
Seiten der Führungsschiene 20 jeweils einen Anschlag aus (siehe auch Figur 2 und 3).
In der Figur 2 ist aus Darstellungsgründen allerdings nur der in Betrachtungsrichtung
hinter der Transportschnecke 15 liegende Anschlag dargestellt.
[0115] Die Transportwagen 21 werden mit ihren Greifern seitlich in den Übernahmeabschnitt
12 gefördert. Die Übergabe der Druckereiprodukte 23 in die Greifer 22 der Transportwagen
21 erfolgt getaktet. Dabei wird jeweils von unten ein Druckereiprodukt 23 in den offenen
Greifer 22 des taktsynchron in den Übernahmeabschnitt 12 bewegten Förderwagens 21
gesteckt.
[0116] Der Greifer 22 wird zur Übernahme des Druckereiproduktes 23 über eine Kulissenführung
14 zwischen einer Offenstellung und einer Schliessstellung geschaltet.
[0117] Da die Übernahme der Druckereiprodukte 23 durch den Greifer 22 der Transportwagen
21 getaktet erfolgt, müssen sowohl die Druckereiprodukte 23 als auch die Transportwagen
21 getaktet in den Übernahmeabschnitt 12 gefördert werden.
[0118] Hierzu ist eine über einen Antrieb aktiv angetriebene Transportschnecke 15 mit einer
wendelförmig ausgebildeten Führungsnut 41 vorgesehen. Die Steuerung des Antriebs erfolgt
über eine Steuerungseinrichtung 4.
[0119] Der Mitnahmenocken 25 des Transportwagens 21 greift in Förderrichtung betrachtet
in einem Eintrittsbereich am vorderen Ende der Transportschnecke 15 in die Führungsnut
41 der Transportschnecke 15 ein und wird von dieser erfasst. Der Transportwagen 21
wird nun über den in der Führungsnut 41 geführten Mitnahmenocken 25 entlang der Transportschnecke
15 in Förderrichtung F getaktet in den Übernahmeabschnitt 12 transportiert.
[0120] Die Förderbewegung des Transportwagen 21 entlang der Drehachse D der Transportschnecke
15 wird über die Drehbewegung der Transportschnecke 15 um ihre Drehachse D erzeugt.
Die bei diesem Vorgang gleichsam um die Drehachse D rotierende Führungsnut bewegt
den Mitnahmenocken 25 und mit diesem den Förderwagen 21 in Förderrichtung F.
[0121] Der Transportwagen 21 wird im Anschluss an die Übernahme des Druckereiproduktes 23
durch die Transportschnecke 15 weiter in Förderrichtung F entlang ihrer Drehachse
D wieder aus dem Übernahmeabschnitt 12 herausgefördert.
[0122] Der Mitnahmenocken 25 verlässt am hinteren Ende der Transportschnecke 15 die Führungsnut
41 wieder. Der Transportwagen 21 geht entlang einer an die Transportschnecke 15 anschliessende
Förderstrecke mit Gefälle in eine Schwerkraftförderung über.
[0123] Der Bereitschaftsrundlauf 2 enthält im Weiteren einen in Umlaufrichtung U betrachtet
vor der Transportschnecke 15, d.h. vor dem Übernahmebereich 12, angeordnete Freigabeeinrichtung
7. Die Freigabeeinrichtung 7 enthält ein zwischen einer Rückhalte- und Freigabeposition
schaltbares Rückhalteelement 10, welches in einer Rückhalteposition die Transportwagen
21 vor dem Übernahmeabschnitt 12 zurückhält und staut. Das Rückhalteelement 10 hält
den Transportwagen 21 am Mitnahmenocken 35 zurück.
[0124] Der Bereitschaftsrundlauf 2 bildet in Umlaufrichtung U betrachtet vor dem Rückhalteelement
10 eine entsprechende Staustrecke 13 aus, in welcher die Transportwagen 21 gestaut
werden. Die Staustrecke 13 bildet ein Gefälle aus (siehe auch Figur 4a).
[0125] Durch Schalten des Rückhalteelementes 10 von der Rückhalte- in die Freigabeposition
mittels der Steuerungseinrichtung 4 werden einzelne Transportwagen 21 für den Eintritt
in den Übernahmeabschnitt 12 freigegeben.
[0126] Zum Freigeben einzelner Transportwagen 21 für den Eintritt in den Übernahmebereich
12 wir das Rückhalteelementes 10 mittels der Steuerungseinrichtung 4 jeweils von der
Rückhalte- in die Freigabeposition geschaltet.
[0127] Die freigegebenen Transportwagen 21 können sich mittels Schwerkraftunterstützung
zum Eintrittsbereich der Transportschnecke 15 hin bewegen, wo sie von der Transportschnecke
15 erfasst werden.
[0128] Die in Figur 4a gezeigten Transportwagen 21 sind jeweils mit einem elastisch deformierbaren
Auflaufelement 24 ausgerüstet. Dieses wird vom Eigengewicht eines in der Staustrecke
13 auf den vordersten, durch das Rückhalteelement 10 zurückgehaltenen Transportwagen
21 auflaufenden, nachfolgenden Transportwagens 21 elastisch deformiert.
[0129] Wird nun der vorderste Transportwagen 21 freigegeben, so stösst sich dieser durch
die entlastungsbedingte Rückstellung des Auflaufelementes 24 in seine ursprüngliche
Form vom nachlaufenden Transportwagen 21 ab und erhält so einen Bewegungsimpuls in
Richtung Transportschnecke 15.
[0130] Das Rückhalteelement 10 wird im vorliegenden Ausführungsbeispiel pneumatisch zwischen
der Rückhalte- und Freigabeposition geschaltet.
[0131] Der Bereitschaftsrundlauf 2 enthält im Weiteren einen Taktnehmer 16, welcher den
Takt der aktiv angetriebenen Transportschnecke 15 abnimmt. Der Fördertakt des Bereitstellungsförderers
3 sowie der Arbeitstakt der Freigabeeinrichtung 7 wird mit dem vom Taktnehmer 16 abgenommenen
Fördertakt der Transportschnecke 15 durch die Steuerungseinrichtung 4 synchronisiert.
[0132] Der Bereitschaftsrundlauf 2 bildet im Anschluss an die Übernahmestation 5 in einem
Streckenabschnitt mit Gefälle eine Pufferstrecke 18 aus, in welcher die mit Druckereiprodukten
23 bestückten Transportwagen 21 gepuffert werden (siehe auch Figur 4b).
[0133] Am Ende der Pufferstrecke 18 ist eine Abgabestation 9 mit einer weiteren Freigabeeinrichtung
angeordnet, welche ein zwischen einer Rückhalte- und Freigabeposition schaltbares
Rückhalteelement 63 enthält. Das Rückhalteelement 63 wird auf dieselbe Weise betrieben
wie das bereits oben beschriebene Rückhalteelement 10 der ersten Freigabeeinrichtung.
[0134] Die Transportwagen 21 können an der Abgabestation 9 mittels der Freigabeeinrichtung
einzeln aus der Pufferstrecke freigegeben und an eine Weiterverarbeitungseinrichtung
51 übergeben werden.
[0135] Die aus der Pufferstrecke 18 freigegebenen Transportwagen 21 können in gleicher Weise
wie oben beschrieben über das elastisch deformierbare Auflaufelement 24 einen Bewegungsimpuls
in Richtung Abgabestelle erhalten.
[0136] Die Druckeiprodukte 23 werden in einem tiefer gelegenen Abschnitt der Umlaufbahn
an der Abgabestation 9 abgeben. Im Anschluss an die Abgabestation 9 folgt in Umlaufrichtung
U betrachtet die bereits erwähnte Steigstrecke 26, entlang welcher die leeren Transportwagen
21 zwecks Rückführung zur Übernahmestation 5 in einen höher gelegenen Abschnitt der
Umlaufbahn U gefördert werden.
[0137] Das Puffern von Transportwagen 21 mit Druckereiprodukten 23 dient der Sicherstellung
einer unterbruchlosen Versorgung der mit einem anderen Arbeitstakt betriebenen Weiterverarbeitungsvorrichtung
51 mit Druckereiprodukten 23.
[0138] Durch das Puffern von Transportwagen 21 mit Druckereiprodukten 23 entlang der Pufferstrecke
18 soll sichergestellt werden, dass auch bei einzelnen oder mehreren nacheinander
auftretenden Fehlprodukten, wie nachfolgend noch beschrieben, die unterbruchlose Abgabe
von Druckereiprodukten 23 vom Bereitschaftsrundlauf 2 an die Weiterverarbeitungsvorrichtung
51 auf Abruf bzw. im Arbeitstakt der Weiterverarbeitungsvorrichtung 51 gewährleistet
ist.
[0139] Der Füllstand der Pufferstrecke 18 mit Transportwagen 21 wird durch die Steuerungseinrichtung
4 überwacht. Hierzu ist vor der Pufferstrecke 18 ein erster Puffersensor 61 und nach
der Pufferstrecke 18 ein zweiter Puffersensor 62 angeordnet. Der erste Puffersensor
61 dient der Zählung der in die Pufferstrecke 18 eintretenden Transportwagen 21 und
der zweite Puffersensor 62 dient der Zählung der die Pufferstrecke verlassenden Transportwagen
21. Aus den Sensordaten der Puffersensoren 61, 62 lässt sich nun fortlaufend der Füllstand,
d.h. die Anzahl der sich aktuell in der Pufferstrecke 18 befindenden Transportwagen
21 ermitteln.
[0140] Die Zuführvorrichtung 1 wird zur Steuerung des Füllstandes der Pufferstrecke 18 mit
einer variablen Taktrate betrieben.
[0141] Wie bereits weiter oben erläutert, kann bei gleichbleibender Abgabe-Taktrate - je
nach Füllstand der Pufferstrecke 18 - durch Erhöhen der Übernahme-Taktrate der Zuführeinrichtung
1 die Anzahl Transportwagen 21 in der Pufferstrecke 18 erhöht oder durch Absenken
der Übernahme-Taktrate der Zuführeinrichtung die Anzahl Transportwagen 21 in der Pufferstrecke
18 reduziert werden.
[0142] Die Bereitstellung eines lückenlosen Produktestromes, bei welchem jeder Greifer 22
eines Transportwagens 21 ein Druckereiprodukt 23 enthält, bedingt, dass nur Transportwagen
21 mit jeweils einem Druckereiprodukte 23 der Pufferstrecke 18 zugeführt werden. Fehlerhafte
Produkte werden daher im Übernahmeabschnitt ausgeschleust und Leer-Takte ohne Druckereiprodukt
23 werden ausgelassen.
[0143] Der Bereitstellungsförderer 3 umfasst hierzu eine Ausschleuseinrichtung 8 mit einer
Rutsche 19 zum Ausschleusen fehlerhafter Druckereiprodukte 23, welche nicht von einem
Greifer 22 eines Transportwagens 21 übernommen werden, aus dem Übernahmeabschnitt
12 mittels Schwerkraftunterstützung.
[0144] Der Bereitstellungsförderer 3 umfasst hierzu im Weiteren eine Sensoreinrichtung 31
zum Detektieren von takt-korrekten Produkten. Die Sensoreinrichtung 31 ist in Figur
1 in Förderrichtung F betrachtet beispielhaft vor dem Förderspalt des Doppelbandförderers
30 angeordnet.
[0145] Wird nun von der Sensoreinrichtung 31 ein takt-korrektes Produkt detektiert, so schaltet
die Steuerungseinrichtung 4 das Rückhalteelement 10 für den betreffenden Übernahme-Takt
in die Freigabeposition. Zum betreffenden Übernahme-Takt wird folglich ein Transportwagen
21 in den Übernahmeabschnitt freigegeben.
[0146] Wird zu einem Fördertakt kein takt-korrektes Produkte bzw. ein Fehlprodukt detektiert,
so schaltet die Steuerungseinrichtung 4 das Rückhalteelement 10 für den betreffenden
Übernahme-Takt nicht in die Freigabeposition. Folglich wird zum entsprechenden Übernahme-Takt
auch kein Transportwagen 21 in den Übernahmeabschnitt 12 gefördert.
[0147] Handelt es sich beim Fehlprodukt um einen Leer-Takt, so wird im betreffenden Arbeitstakt
einfach kein Transportwagen 21 mit einem Druckereiprodukt 23 aus dem Übernahmeabschnitt
12 in die Pufferstrecke 18 entlassen.
[0148] Handelt es sich beim Fehlprodukt um ein fehlerhaftes Druckereiprodukt 23, so wird
dieses zwar in den Übernahmeabschnitt 12 gefördert, dort jedoch nicht von einem Transportwagen
21 übernommen, da ein solcher nicht freigeschaltet wurde.
[0149] Das nicht übernommene, fehlerhafte Druckereiprodukt 23 wird vielmehr an der Positioniereinrichtung
17 nach unten umgelenkt und fällt auf die Rutsche 19 der Ausschleuseinrichtung 8,
über welche das fehlerhafte Druckereiprodukt 23 in einen Auffangbehälter rutscht.
Die Positioniereinrichtung 17 hat in diesem Fall auch die Funktion eines Abweisers.
[0150] Dank der Sensoreinrichtung 31 zum Detektieren von takt-korrekten Druckereiprodukten
23, wird sichergestellt, dass in den betreffenden Übernahme-Takten jeweils immer ein
takt-korrektes Druckereiprodukt 23 an den Transportwagen 21 übergeben und in die Pufferstrecke
18 entlassen wird. Da in der Pufferstrecke 18, wie oben bereits erwähnt, ein Puffer
aus Transportwagen 21 mit Druckereiprodukten 23 ausgebildet wird, vermögen die Übernahmelücken
nur den Füllstand nicht jedoch den Arbeitstakt der nachfolgenden Weiterverarbeitungsvorrichtung
51 zu beeinflussen.
1. Zuführvorrichtung (1) zum Zuführen von Produkten (23) an eine Weiterverarbeitungsvorrichtung
enthaltend:
- einen Bereitschaftsrundlauf (2) mit einer Übernahmestation (5) und mit mehreren
unabhängig voneinander umlaufend bewegbaren Transporteinheiten (21) zur Aufnahme jeweils
eines Produktes (23) an der Übernahmestation (5),
- einen Bereitstellungsförderer (3) zum Zuführen der Produkte (23) zur Übernahmestation
(5), und
- eine Steuerungseinrichtung (4) zum Steuern der Zuführung der Produkte (23) und der
Transporteinheiten (21) in einen Übernahmeabschnitt (12) der Übernahmestation (5)
und zum Steuern der Übernahme der zugeführten Produkte (23) durch die Transporteinheiten
(21),
dadurch gekennzeichnet, dass
der Bereitschaftsrundlauf (2) zum Erstellen eines lückenlosen Produktestroms eine
Freigabeeinrichtung (7) zur taktgesteuerten Freigabe einzelner Transporteinheiten
(21) in den Übemahmeabschnitt (12) enthält, wobei die Steuerungseinrichtung (4) dazu
ausgelegt ist, nur bei der Zuführung eines takt-korrekten Produktes in den Übernahmeabschnitt
(12) eine Transporteinheit (21) freizugeben.
2. Zuführvorrichtung (1) zum Zuführen von Produkten (23) an eine Weiterverarbeitungsvorrichtung
enthaltend:
- einen Bereitschaftsrundlauf (2) mit einer Übernahmestation (5) und mit mehreren
unabhängig voneinander umlaufend bewegbaren Transporteinheiten (21) zur Aufnahme jeweils
eines Produktes (23) an der Übernahmestation (5),
- einen Bereitstellungsförderer (3) zum Zuführen der Produkte (23) zur Übernahmestation
(5), und
- eine Steuerungseinrichtung (4) zum Steuern der Zuführung der Produkte (23) und der
Transporteinheiten (21) in einen Übernahmeabschnitt (12) der Übernahmestation (5)
und zum Steuern der Übernahme der zugeführten Produkte (23) durch die Transporteinheiten
(21),
wobei der Bereitschaftsrundlauf (2) in Umlaufrichtung (U) betrachtet nach der Übernahmestation
(5) eine Pufferstrecke (18) zum Puffern von mit Produkten (23) bestückten Transporteinheiten
(21) ausbildet,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Zuführvorrichtung (1) Mittel (61, 62) zum fortlaufenden Erfassen der Anzahl der
in der Pufferstrecke gepufferten Transporteinheiten (21) enthält.
3. Zuführvorrichtung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Übernahmestation (5) eine, mittels eines Antriebs antreibbare Zwangsfördereinrichtung
(11) zum Bewegen der Transporteinheit (21) in einer vorgegebenen Geschwindigkeit von
der Freigabeeinrichtung (7) in den Übernahmeabschnitt (12) enthält.
4. Zuführvorrichtung gemäss Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwangsfördereinrichtung (11) eine um eine Drehachse (D) drehbare Transportschnecke
(15) zum Bewegen der Transporteinheit (21) entlang der Drehachse (D) der Transportschnecke
(15) enthält.
5. Zuführvorrichtung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Bereitschaftsrundlauf (2) einen Taktnehmer (16) enthält, welcher den Fördertakt
der Zwangsfördereinrichtung (11) abnimmt.
6. Zuführvorrichtung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Übernahmestation (5) eine Positioniereinrichtung (17) zum Positionieren der vorlaufenden
Kante der vom Bereitstellungsförderer (3) in den Übernahmeabschnitt (12) geförderten
Produkte (23) während der Übernahme durch die Transporteinheit (21) enthält.
7. Zuführvorrichtung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Bereitstellungsförderer (3) einen Bandförderer (30) enthält, mittels welchem
die Produkte (23) zur Übernahmestation (5) gefördert werden.
8. Zuführvorrichtung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Bereitstellungsförderer (3) eine Sensoreinrichtung (31) zum Detektieren von Produkten
(23) enthält.
9. Zuführvorrichtung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Transporteinheiten (21) jeweils ein Greiforgan (22) zum Halten der Produkte (23)
umfassen.
10. Zuführvorrichtung gemäss Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Übernahmestation (5) mindestens eine Führungskulisse (14) zum Schalten der durch
den Übernahmeabschnitt (12) bewegten Greiforgane (22) der Transporteinheiten (21)
zwischen einer Offen- und Schliessstellung enthält.
11. Zuführvorrichtung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Bereitschaftsrundlauf (2) in Umlaufrichtung (U) betrachtet vor der Freigabeeinrichtung
(7) eine Staustrecke (13) zum Stauen der Transporteinheiten (21) ausbildet.
12. Zuführvorrichtung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb des Bereitstellungsförderers (3) und der Zwangsfördereinrichtung (11)
miteinander gekoppelt sind.
13. Zuführvorrichtung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass am Bereitschaftsrundlauf (2) in Umlaufrichtung (U) betrachtet nach der Übernahmestation
(5) und insbesondere nach einer Pufferstrecke (18) eine Abgabestation (9) angeordnet
ist.
14. Zuführvorrichtung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Freigabeeinrichtung (7) ein durch die Steuerungseinrichtung (4) schaltbares Rückhalteelement
(10) umfasst, mittels welchem die Transporteinheiten (21) in Umlaufrichtung (U) betrachtet
vor dem Übernahmeabschnitt (12) zurückgehalten und einzeln in den Übernahmeabschnitt
(12) freigegeben werden können.
15. Verfahren zum Erstellen eines lückenlosen Produktestroms, enthaltend:
- einen Bereitschaftsrundlauf (2) mit einer Übernahmestation (5), in welchem mehrere
Transporteinheiten (21) zur Aufnahme jeweils eines Produktes (23) an der Übernahmestation
(5) unabhängig voneinander umlaufend bewegt werden,
- einen Bereitstellungsförderer (3), mittels welchem Produkte (23) zur Übernahmestation
(5) gefördert werden, und
- eine Steuerungseinrichtung (4) zum Steuern der Zuführung der Produkte (23) und der
Transporteinheiten (21) in einen Übernahmeabschnitt (12) der Übernahmestation (5)
und zum Steuern der Übernahme der zugeführten Produkte (23) durch die Transporteinheiten
(21),
dadurch gekennzeichnet, dass
einzelne Transporteinheiten (21) mittels einer Freigabeeinrichtung (7) taktgesteuert
freigegeben und taktsynchron mit einzelnen Produkten (23) in den Übernahmeabschnitt
(12) bewegt werden, wobei nur bei der Zuführung eines takt-korrekten Produktes in
den Übernahmeabschnitt (12) eine Transporteinheit (21) durch die Freigabeeinrichtung
(7) freigegeben wird.
16. Verfahren zum Erstellen eines lückenlosen Produktestroms, enthaltend:
- einen Bereitschaftsrundlauf (2) mit einer Übernahmestation (5), in welchem mehrere
Transporteinheiten (21) zur Aufnahme jeweils eines Produktes (23) an der Übernahmestation
(5) unabhängig voneinander umlaufend bewegt werden,
- einen Bereitstellungsförderer (3), mittels welchem Produkte (23) zur Übernahmestation
(5) gefördert werden, und
- eine Steuerungseinrichtung (4) zum Steuern der Zuführung der Produkte (23) und der
Transporteinheiten (21) in einen Übernahmeabschnitt (12) der Übernahmestation (5)
und zum Steuern der Übernahme der zugeführten Produkte (23) durch die Transporteinheiten
(21),
wobei der Bereitschaftsrundlauf (2) in Umlaufrichtung (U) betrachtet nach der Übernahmestation
(5) eine Pufferstrecke (18) zum Puffern von mit Produkten (23) bestückten Transporteinheiten
(21) ausbildet,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Füllstand der Pufferstrecke (18) durch die Steuerungseinrichtung (4) überwacht
und geregelt wird.
17. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 15 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass mittels einer Sensoreinrichtung (31) ein takt-korrektes Produkt im Bereitstellungsförderer
(3) detektiert wird und die Steuerungseinrichtung (4) in der Folge einen Steuerbefehl
zur Freigabe einer Transporteinheit (21) zum Übernahmetakt des detektierten takt-korrekten
Produktes an der Übernahmestation (5) erzeugt.
18. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass ein Produkt (23) und eine Transporteinheit (21) eines Übernahmetaktes jeweils taktsynchron
in den Übernahmeabschnitt (12) gefördert werden.
19. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalttakt der Freigabeeinrichtung (7) mit dem vom Taktnehmer (16) abgenommenen
Takt der Zwangsfördereinrichtung (11) synchronisiert wird.
20. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 15 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Fördertakt des Bereitstellungsförderers (3) mit dem vom Taktnehmer (16) abgenommenen
Takt der Zwangsfördereinrichtung (11) synchronisiert wird.
21. Verfahren gemäss Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinrichtung (4) die Produktübernahme-Taktrate der Zuführvorrichtung
(1) bei Unterschreiten eines unteren Füllstand-Schwellenwertes erhöht und die Produktübernahme-Taktrate
bei Überschreiten eines oberen Füllstand-Schwellenwertes senkt.