[0001] Die Erfindung betrifft eine Kabinenschutzeinrichtung für eine Kabine einer Aufzuganlage.
Hält eine Kabine einer Aufzuganlage an einem Stockwerk eines Gebäudes an, so sollten
der Kabinenboden und der Stockwerkboden bündig abschließen, um Kabineninsassen ein
möglichst komfortables und sicheres Aussteigen aus der Kabine zu ermöglichen. Kommt
die Kabine jedoch oberhalb des Stockwerkbodens zum Halten, so bildet sich eine vertikale
Öffnung zwischen dem Kabinenboden und dem Stockwerkboden aus und es besteht die Gefahr,
dass Personen in den Aufzugschacht stürzen. Ferner könnte beispielsweise ein in einem
unteren Stockwerk ausgebrochenes Feuer durch die Öffnung zwischen dem Kabinenboden
und dem Stockwerkboden auf das obere Stockwerk überschlagen.
Um dies zu verhindern ist es bekannt, unterhalb der Kabinentür eine Kabinenschürze
vorzusehen, die in vertikaler Richtung nach unten, d.h. in Richtung zum Schachtgrund
hin, ragt und somit die eventuelle Öffnung zwischen dem Kabinenboden und dem Stockwerkboden
verschließt. Eine solche Kabinenschürze hat beispielsweise eine Dimension von 2 m
2. Der Aufzugschacht bzw. die Schachtgrube müssen dabei tief genug sein, um die Kabinenschürze
aufzunehmen zu können, wenn die Kabine an ihrer tiefsten Position sich befindet. Insbesondere
wenn ein Aufzug nachgerüstet wird, zum Beispiel an der Außenwand eines Gebäudes, sind
jedoch die Möglichkeiten zum Ausheben einer entsprechend tiefen Schachtgrube nicht
gegeben oder zumindest begrenzt.
Bei niedrigen Schachtgruben ist es bekannt, eine teleskopierbare Schürze vorzusehen,
die beispielsweise aus drei in vertikaler Richtung zusammenschiebbaren Paneelen besteht.
[0002] WO 2013/054321 offenbart eine Kabinenschutzeinrichtung für eine Kabine einer Aufzuganlage, mit mindestens
einer Kabinenschürze, die an der Kabine um eine Horizontalachse verschwenkbar angelenkt
ist und in ihrer Ausklappposition vertikal nach unten und in ihrer Einklappposition
schräg oder horizontal jeweils unterhalb des Kabinenbodens sich erstreckt, und einer
Klappeinrichtung, die einen Auslöserstab, der mit einem Horizontalabstand zur Horizontalachse
angebracht ist und nach unten zum Schachtgrund hin sich derart lang erstreckt, dass,
wenn die Kabinenschürze in ihrer Ausklappposition ist und den Schachtgrund gerade
noch nicht berührt, mit dem Auslöserstab der Schachtgrund durch Verfahren der Kabine
in Richtung zum Schachtgrund hin kontaktierbar ist, und mindestens ein Getriebe aufweist,
das innerhalb des Horizontalabstands zwischen dem Auslöserstab und der Kabinenschürze
angeordnet ist und diese miteinander koppelt, so dass, wenn beim Annähern der Kabine
an den Schachtgrund der Auslöserstab diesen kontaktiert, durch die Weiterfahrt der
Kabine in Richtung zum Schachtgrund hin vom Schachtgrund via den Auslöserstab und
das Getriebe die Kabinenschürze von der Ausklappposition in die Einklappposition bringbar
ist, wodurch eine Kollision der Kabinenschürze mit dem Schachtgrund unterbunden ist.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Kabinenschutzeinrichtung für eine Kabine einer
Aufzuganlage zu schaffen, wobei die Aufzuganlage sicher betreibbar ist und dennoch
die Schachtgrube lediglich flach ausgeführt zu sein braucht und die Kabinenschutzeinrichtung
wartungsarm und zuverlässig ist.
[0004] Die Aufgabe wird gelöst mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen
dazu sind in den weiteren Patentansprüchen angegeben.
[0005] Die erfindungsgemäße Kabinenschutzeinrichtung für eine Kabine einer Aufzuganlage
weist mindestens eine Kabinenschürze, die an der Kabine um eine Horizontalachse verschwenkbar
angelenkt ist und in ihrer Ausklappposition vertikal nach unten und in ihrer Einklappposition
schräg oder horizontal jeweils unterhalb des Kabinenbodens sich erstreckt, und eine
Klappeinrichtung auf, die einen Auslöserstab, der am Kabinenboden mit einem Horizontalabstand
zur Horizontalachse angebracht ist und vom Kabinenboden nach unten zum Schachtgrund
hin sich derart lang erstreckt, dass, wenn die Kabinenschürze in ihrer Ausklappposition
ist und den Schachtgrund gerade noch nicht berührt, mit dem Auslöserstab der Schachtgrund
durch Verfahren der Kabine zum Schachtgrund hin kontaktierbar ist, und mindestens
ein Getriebe aufweist, das innerhalb des Horizontalabstands zwischen dem Auslöserstab
und der Kabinenschürze angeordnet ist und diese miteinander koppelt, so dass, wenn
beim Annähern der Kabine an den Schachtgrund der Auslöserstab diesen kontaktiert,
durch die Weiterfahrt der Kabine in Richtung zum Schachtgrund hin vom Schachtgrund
via den Auslöserstab und das Getriebe die Kabinenschürze von der Ausklappposition
in die Einklappposition bringbar ist, wodurch eine Kollision der Kabinenschürze mit
dem Schachtgrund unterbunden ist.
[0006] Die Aufzuganlage ist für ein Gebäude vorgesehen, in dem ein entsprechender Aufzugschacht
eingebaut ist, in dem die Aufzuganlage untergebracht ist. Beispielsweise erstreckt
sich der Aufzugschacht vom Keller des Gebäudes bis zu dessen Dachgeschoss, so dass
mit der Aufzuganlage jedes Stockwerk des Gebäudes erreichbar ist. Beim Betreiben der
Aufzuganlage wird die Kabine in dem Aufzugschacht vertikal verfahren, wobei die Kabine
in jedem Stockwerk so angehalten werden kann, dass der Kabinenboden mit dem jeweiligen
Stockwerkboden bündig ist. Sollte jedoch aufgrund einer Fehlfunktion der Aufzuganlage
die Kabine in einem der Stockwerke derart zum Halten kommen, dass der Kabinenboden
oberhalb dieses Stockwerkbodens angeordnet ist, verbleibt zwischen dem Kabinenboden
und dem Stockwerkboden eine Öffnung, durch die der Aufzugschacht vom Stockwerk her
zugänglich ist. Dadurch, dass die Kabinenschürze in ihrer Ausklappposition ist, sobald
der Auslöserstab den Schachtgrund nicht mehr kontaktiert, ist die Öffnung von der
Kabinenschürze abgedeckt. Somit ist es unmöglich, dass beispielsweise Personen durch
die Öffnung in den Aufzugschacht gelangen können.
[0007] Fährt die Kabine im Aufzugschacht nach unten, um das Kellergeschoss anzufahren, nähert
sich die Kabine dem Schachtgrund. Sobald der Auslöserstab den Schachtgrund berührt,
wird beim Weiterfahren der Kabine in Richtung zum Schachtgrund hin die Kabinenschürze
von ihrer Ausklappposition in ihre Einklappposition gebracht. Dadurch, dass der Auslöserstab
nach unten eine längere Erstreckung als die Kabinenschürze hat, ist eine Kollision
der Kabinenschürze mit dem Schachtgrund unterbunden. Sonst müsste die Schachtgrube
tiefer ausgeführt sein, wodurch dann ausreichend Platz für die Kabinenschürze in der
Ausklappposition bereitgestellt wäre. Durch die erfindungsgemäße Kabinenschutzeinrichtung
ist es vielmehr ermöglicht, die Schachtgrube lediglich flach auszuführen, was in baulicher
Hinsicht von Vorteil ist. Insbesondere bei einem Neubau braucht nur eine flache Schachtgrube
vorgesehen zu werden und bei Altbauten, die mit einem Aufzug nachgerüstet werden sollen,
ist häufig das Vorsehen nur einer flachen Schachtgrube möglich. Somit ist es vorteilhaft
sowohl bei Neubauten als auch bei Altbauten eine Aufzuganlage mit der erfindungsgemäßen
Kabinenschutzeinrichtung vorzusehen.
[0008] Sobald der Auslöserstab den Schachtgrund berührt und die Kabine weiter nach unten
zum Schachtgrund hin verfahren wird, findet eine Kraftübertragung vom Schachtgrund
auf den Auslöserstab durch das Eigengewicht der Kabine statt. Mit dem Getriebe, das
zwischen dem Auslöserstab und der Kabinenschürze in ihrer Ausklappposition angeordnet
ist, wird die Kraft vom Auslöserstab auf die Kabinenschürze derart übertragen, dass
die Kabinenschürze von ihrer Ausklappposition in ihre Einklappposition gebracht wird.
Somit wird der Antrieb der Kabinenschürze beim Einklappen durch das Eigengewicht der
Kabine und ihrer Bewegung nach unten bewerkstelligt, so dass etwa ein zusätzlicher
Antrieb zum Bewegen der Kabinenschürze nicht vorgesehen zu werden braucht. Außerdem
braucht etwa eine Stromzufuhr zu dem Antrieb ebenfalls vorteilhaft nicht vorgesehen
zu werden. Somit ist die Kabinenschutzeinrichtung unabhängig von jeder Energiezufuhr
von außen autark betreibbar, wodurch die Kabinenschutzeinrichtung einfach und zuverlässig
ist und lediglich einen geringen Wartungsaufwand erforderlich macht.
[0009] Sobald sich die Kabine im Keller befindet, ist die Kabinenschürze in der Einklappposition.
Dadurch wäre eine etwaige Öffnung zwischen dem Kabinenboden und dem Kellerboden von
der Kabinenschürze nicht abgedeckt. Dies ist jedoch unkritisch, da die Schachtgrube
des Aufzugsschachts ohnehin nur flach ausgebildet zu sein braucht.
[0010] Dadurch, dass der Auslöserstab durch das Verfahren der Kabine angetrieben wird, ist
es ausreichend, wenn der Verfahrweg der Kabine via das Getriebe bei einer Übersetzung
von Eins auf die Kabinenschürze übertragen wird. Somit ist erreicht, dass die Kabinenschürze
nicht zu langsam von der Ausklappposition in die Einklappposition überführt wird und
eine Kollision der Kabinenschürze mit dem Schachtgrund ist unterbunden. Das Getriebe
mit der Übersetzung Eins ist vorteilhaft sehr einfach ausgeführt.
[0011] Das Getriebe weist bevorzugt ein Zugmittel auf, das sowohl an dem Auslöserstab als
auch an der Kabinenschürze festgelegt ist, wodurch via das Zugmittel die Kabinenschürze
von dem Auslöserstab zum Bringen von der Ausklappposition in die Einklappposition
antreibbar ist. Bevorzugtermaßen ist das Zugmittel ein Seil oder eine Zugstange. Das
Zugseil ist bevorzugtermaßen um Umlenkrollen geführt.
[0012] Ferner ist es bevorzugt, dass das Getriebe ein Zahnrad aufweist, das an der Kabinenschürze
derart befestigt ist, dass die Horizontalachse, um die die Kabinenschürze verschwenkbar
ist, mit der Drehachse des Zahnrads zusammenfällt, wobei der Auslöserstab eine Längsverzahnung
aufweist, die mit dem Zahnrad in Eingriff steht, wodurch bei einer Längsbewegung des
Auslöserstabs via das Zahnrad die Kabinenschürze von ihrer Einklappposition in ihre
Ausklappposition bringbar ist. Das Getriebe weist vorteilhaft wenige und in ihrer
Funktion zuverlässige Bauteile auf, wodurch der Wartungsaufwand für die Kabinenschutzeinrichtung
gering ist.
[0013] Die Klappschutzeinrichtung weist bevorzugtermaßen zwei einander gegenüberliegende
Kabinenschürzen und für jede der Kabinenschürzen jeweils eines der Zugmittel auf,
wobei der Auslöserstab zwischen den Kabinenschürzen angeordnet ist. Soll die Kabine
von zwei einander gegenüberliegenden Seiten von einem Stockwerk aus zugänglich sein,
ermöglichen die beiden einander gegenüberliegenden Kabinenschürzen einen sicheren
Betrieb der Aufzuganlage. Dadurch, dass für die beiden Kabinenschürzen nur ein einziger
Auslöserstab vorgesehen ist, ist der Aufbau der Kabinenschutzeinrichtung einfach und
sicher im Betrieb.
[0014] Alternativ ist es bevorzugt, dass die Klappschutzeinrichtung eine einzige Kabinenschürze
aufweist, die an einer Seite der Kabine angelenkt ist, und der Auslöserstab an einer
der einen Seite gegenüberliegenden anderen Seite angeordnet ist, wobei das Zugmittel
den Abstand zwischen der einen Seite und der anderen Seite überbrückt.
[0015] Der Auslöserstab ist bevorzugt an der Kabine entlang seiner Längrichtung verschiebbar
gelagert. Ferner ist es bevorzugt, dass die Kabinenschürze zwischen ihrer Anlenkung
an der Kabine und der Festlegung des Zugmittels starr ausgebildet ist. Dadurch weist
die erfindungsgemäße Kabinenschutzeinrichtung wenige bewegliche Teile auf, die lediglich
zumindest einen geringen Verschleiß haben.
[0016] Die Kabinenschutzeinrichtung weist bevorzugtermaßen eine Riegeleinrichtung auf, mit
der die Kabinenschürze in ihrer Einklappposition und/oder in ihrer Ausklappposition
verriegelbar ist. Dadurch ist es unterbunden, dass, wenn mit der Kabinenschürze eine
Öffnung zwischen dem Kabinenboden und einem Stockwerkboden abgedeckt ist, die Kabinenschürze
etwa in den Aufzugschacht hineingedrückt werden kann.
[0017] Die Riegeleinrichtung weist bevorzugt einen Geberstab auf, der derart angeordnet
ist, dass beim Annähern der Kabine an den Schachtgrund der Geberstab vor dem Auslöserstab
den Schachtgrund kontaktiert, wodurch eine Entriegelung der Riegeleinrichtung durchführbar
ist. Die Funktionsweise des Geberstabs ist analog zu der des Auslöserstabs, wobei
via den Geberstab durch das Eigengewicht der Kabine beim nach unten Fahren eine Kraft
vom Schachtgrund auf die Riegeleinrichtung zum Verriegeln und/oder zum Entriegeln
der Riegeleinrichtung übertragbar ist. Dadurch braucht etwa für die erfindungsgemäße
Kabinenschutzeinrichtung kein separater Antrieb mit entsprechender Energiezuführung
für die Riegeleinrichtung vorgesehen zu werden.
[0018] Alternativ weist die Riegeleinrichtung ein Vorspannmittel auf, das mit dem Auslöserstab
gekoppelt ist, wobei der Auslöserstab mit dem Vorspannmittel derart zusammenwirkt,
dass, sobald der Auslöserstab beim Annähern der Kabine an den Schachtgrund diesen
kontaktiert und eine Vorspannkraft des Vorspannmittels durch den Auslöserstab überwunden
ist, eine Entriegelung der Riegeleinrichtung durchführbar ist. Dadurch braucht etwa
ein Geberstab zur Handhabung der Riegeleinrichtung nicht vorgesehen zu werden und
mit dem Auslöserstab sind sowohl das Verschwenken der Kabinenschürze als auch die
Betätigung der Riegeleinrichtung bewerkstelligt.
[0019] Im Folgenden wird die Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsformen mit Bezugnahme
auf die Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
Figuren 1 bis 9 schematische Darstellungen einer Aufzuganlage mit einer ersten bevorzugten
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kabinenschutzeinrichtung und
Figuren 10 bis 14 schematische Darstellungen einer Aufzuganlage mit einer zweiten
bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kabinenschutzeinrichtung.
[0020] Wie es aus den Figuren ersichtlich ist, weist eine Aufzuganlage 1 einen Aufzugschacht
2 auf, dessen unteres Ende von einer Schachtgrube 3 gebildet ist. Der Boden der Schachtgrube
3 ist der Schachtgrund 4. Eine Kabine 5 der Aufzuganlage 1 ist im Aufzugschacht 2
zum Vertikalverfahren angeordnet. Hierzu weist die Aufzuganlage 1 im Aufzugschacht
2 Verfahrschienen (nicht gezeigt) auf, an denen entlang die Kabine 5 mit ihrem Rahmen
6 vertikal verfahrbar gelagert ist. Die Kabine 5 weist ferner eine Kabinentür (nicht
gezeigt) auf, durch die die Kabine 5 von außerhalb etwa einem Stockwerk, in das die
Kabine 5 gefahren ist, zugänglich ist. Die Kabinentür ist teleskopierend ausgebildet,
so dass am Kabinenboden 8 der Kabine 5 für die Kabinentür eine Kabinentürverfahrschiene
7 vorgesehen ist. Die Aufzuganlage 1 gemäß den Figuren 1 bis 9 weist eine einzige
Kabinentür auf, wodurch eine einzige Kabinentürverfahrschiene 7 angordnet ist. Die
Aufzuganlage 1 gemäß den Figuren 10 bis 14 weist zwei einander gegenüberliegende Kabinentüren
auf, so dass entsprechend zwei Kabinentürverfahrschienen 7, 7' vorgesehen sind.
[0021] Im Folgenden wird eine erste Ausführungsform einer Kabinenschutzeinrichtung 9 gemäß
den Figuren 1 bis 9 beschrieben. Die Kabinenschutzeinrichtung 9 weist eine Kabinenschürze
10 auf, die ein Schürzenblatt 11 aufweist. Die Kabinenschürze 10 ist an der Kabinenverfahrschiene
7 angeordnet, wobei die Kabinenschürze 10 in eine Ausklappposition, in der das Schürzenblatt
11 von der Kabinentürverfahrschiene 7 nach unten senkrecht sich erstreckt, und in
eine Einklappposition bringbar ist, in der das Schürzenblatt 11 von der Kabinentürverfahrschiene
7 unterhalb des Kabinenbodens 8 horizontal sich erstreckt. In Figuren 1 bis 4 und
8 ist die Kabinenschürze in ihrer Ausklappposition gezeigt, wohingegen in Figur 6
die Kabinenschürze 10 in ihrer Einklappposition gezeigt ist. In Figuren 5 und 9 ist
die Kabinenschürze 10 in Lagen gezeigt, die ein Übergang von der Ausklappposition
in die Einklappposition sind.
[0022] Für die seitliche Berandung der Kabinenschürze 11 weist die Kabinenschürze 10 eine
Schürzenflanke 12 auf, die ein vom Schürzenblatt 11 vorstehendes Profil ist, wodurch
das Schürzenblatt 11 eine hohe Steifigkeit hat. Am Schürzendistalende 13 der Kabinenschürze
10, das der Kabinenverfahrtürschiene 7 angewandt angeordnet ist, weist das Schürzenblatt
11 eine Kröpflasche 14 auf. Mit Hilfe der Kröpflasche 14 ist bei einer eventuellen
Kollision der Kabinenschürze 10 mit dem Schachtgrund 4 oder einem versehentlich am
Schachtgrund 4 liegen gelassenen Gegenstand eine gewisse Stauchbarkeit und/oder Faltbarkeit
der Kabinenschürze 10 erreicht.
[0023] Das Schürzenproximalende 15 der Kabinenschürze 10 ist dem Schürzendistalende 13 gegenüberliegend
und unmittelbar benachbart zur Kabinentürverfahrschiene 7 angeordnet. Am Schürzenproximalende
15 weist die Kabinenschürze 10 ein Verschwenklager 16 als eine Anlenkung auf, das
von einer Lagerachse 17 und einer Lagerplatte 18 gebildet ist, in der ein Lagerloch
19 gefertigt ist, durch das die Lagerachse 17 sich erstreckt. Die Lagerachse 17 ist
parallel zur Kabinentürverfahrschiene 7 unterhalb derselben angeordnet. Die Lagerplatte
18 ist unterhalb an der Kabinentürverfahrschiene 7 befestigt, so dass die Kabinenschürze
10 an der Lagerplatte 18 via die Lagerachse 17 an der Kabinentürverfahrschiene 7 verschwenkbar
angelenkt ist. Die Achslinie der Lagerachse 17 fällt mit der Horizontalachse zusammen,
um die die Kabinenschürze 10 mittels des Verschwenklagers 16 verschwenkbar ist.
[0024] Die Kabinenschutzeinrichtung 9 weist eine Riegeleinrichtung 20 auf, mit der die Kabinenschutzeinrichtung
9 sowohl in ihrer Ausklappposition als auch in ihrer Einklappposition verriegelt gehalten
ist. Beim Übergang der Kabinenschutzeinrichtung 9 von der Ausklappposition in die
Einklappposition oder umgekehrt ist die Kabinenschutzeinrichtung 9 entriegelt, so
dass ein Verschwenken des Schürzenblatts 11 um die Lagerachse 17 ermöglicht ist. In
Gegensatz dazu ist bei der Verriegelung der Riegeleinrichtung 20 ein Verschwenken
des Schürzenblatts 11 um die Lagerachse 17 gehemmt.
[0025] Die Riegeleinrichtung 20 weist einen Exzenter 21 auf, der an einem Längsende der
Lagerachse 17 befestigt ist und somit exzentrisch von der Lagerachse 17 mitverdrehbar
ist. Der Exzenter 21 weist eine erste Verriegelungsfläche 22 und eine zweite Verriegelungsfläche
23 sowie eine Lauffläche 24 auf, die in Umfangsrichtung des Exzenters 21 gesehen zwischen
der ersten Verriegelungsfläche 22 und der zweiten Verriegelungsfläche 23 angeordnet
ist. Die erste Verriegelungsfläche 22 und die zweite Verriegelungsfläche 23 haben
einen radialen Verlauf und begrenzen in Umfangsrichtung die Lauffläche 24 und somit
den Exzenter 21.
[0026] Die Riegeleinrichtung 20 weist einen Schubstab 25 auf, der senkrecht zur Lagerachse
17 am Kabinenboden 8 längsverschiebbar angeordnet ist. Der Schubstab 25 hat ein erstes
Schubstablängsende 26 und ein zweites Schubstablängsende 27, wobei die Schubstablängsenden
26, 27 einander abgewandt sind und das erste Schubstablängsende 26 am Exzenter 21
angesiedelt ist. Am ersten Schubstablängsende 26 weist der Schubstab 25 einen Schubstabvorsprung
28 auf, der mit dem Exzenter 21 in Eingriff bringbar ist.
[0027] Ist die Kabinenschutzeinrichtung 9 in ihrer Ausklappposition, erstreckt sich das
Schürzenblatt 11 senkrecht vom Kabinenboden 8 nach unten. Der Exzenter 21 ist derart
angeordnet, dass seine erste Verriegelungsfläche 22 horizontal sich erstreckt. In
dieser Position sind der Exzenter 21 und der Schubstab 25 relativ zueinander derart
angeordnet, dass der Schubstabvorsprung 28 oberhalb der ersten Verriegelungsfläche
22 an dieser anliegt. Würde das Schürzenblatt 11 von der Ausklappposition in die Einklappposition
gedrückt werden, drückt der Exzenter 21 mit seiner ersten Verriegelungsfläche 22 an
den Schubstabvorsprung 28, wodurch ein Verschwenken des Schürzenblatts 11 unterbunden
ist. Dadurch ist von dem Schubstabvorsprung 28 und dem Exzenter 21 eine formschlüssige
Verbindung ausgebildet, durch die das Verriegeln der Kabinenschutzeinrichtung 9 in
der Ausklappposition bewerkstelligt ist.
[0028] Ist der Schubstab 25 von der Lagerachse 17 weg versetzt verschoben angeordnet, so
dass der Schubstabvorsprung 28 mit dem Exzenter 21 nicht mehr in Eingriff steht, ist
der Exzenter 21 freigelegt und die Kabinenschürze 10 ist um ihre Lagerachse 17 von
der Ausklappposition in die Einklappposition verschwenkbar. Befindet sich die Kabinenschürze
10 in einer Lage zwischen der Ausklappposition und der Einklappposition, ist der Exzenter
21 via die Lagerachse 17 entsprechend mit verdreht, so dass die Lauffläche 24 dem
Schubstabvorsprung 28 zugewandt angeordnet ist.
[0029] Am Kabinenboden 8 festgelegt ist eine Abstützplatte 29 vorgesehen, die ein Loch aufweist,
durch die der Schubstab 25 sich erstreckt. Zwischen der Abstützplatte 29 und dem Schubstabvorsprung
28 weist der Schubstab 25 eine Abstützstufe 30 auf, wobei zwischen der Abstützplatte
29 und der Abstützstufe 30 eine Druckschraubenfeder 31 um den Schubstab 25 und sowohl
an der Abstützplatte 29 als auch an der Abstützstufe 30 abgestützt derart angeordnet
ist, dass mit der Druckschraubenfeder 31 der Schubstab 25 in Richtung zum Exzenter
21 vorgespannt ist. Befindet sich das Schürzenblatt 11 in der Lage zwischen der Ausklappposition
und der Einklappposition wird der Schubstabvorsprung 28 mit der Druckschraubenfeder
31 auf die Lauffläche 24 gedrückt. Erreicht beim Verschwenken des Schürzenblatts 11
aus der Ausklappposition in die Einklappposition die Kabinenschürze 10 die Einklappposition,
so ist die zweite Verriegelungsfläche 23 horizontal verlaufend oberhalb des Schubstabvorsprungs
28 angeordnet, wobei der Schubstabvorsprung 28 nicht mehr mit der Lauffläche 24 in
Kontakt steht. Nun wird der Schubstab 25 durch die Vorspannung der Druckschraubenfeder
31 in Richtung zum Exzenter 21 hin längsverschoben, wobei der Schubstabvorsprung 28
mit der zweiten Verriegelungsfläche 23 in Eingriff gerät. Dadurch ist ein Verschwenken
des Schürzenblatts 11 aus der Einklappposition heraus unterbunden, da die Kabinenschürze
10 durch die formschlüssige Verbindung des Schubstabvorsprungs 28 mit der zweiten
Verriegelungsfläche 23 verriegelt ist. Damit die Kabinenschürze 10 von der Einklappposition
wieder in die Ausklappposition gebracht werden kann, ist der Schubstab 25 weg vom
Exzenter 21 entlang seiner Längsrichtung zu verschieben, so dass der Schubstabvorsprung
28 mit dem Exzenter 21 nicht mehr in Eingriff steht und dadurch der Exzenter zum Verschwenken
des Schürzenblatts 11 wieder freigelegt ist.
[0030] Das Zusammenwirken zwischen Schubstab 25 und Exzenter 21 ist nur möglich, wenn eine
entsprechende Positionierung des Schubstabs 25 relativ zum Exzenter 21 ermöglicht
ist. Um die entsprechende Positionierung in der Aufzuganlage 1 vor Ort vornehmen zu
können, weist die Riegeleinrichtung 20 eine Längenjustiereinrichtung 32 auf, mit der
die Position des Schubstabvorsprungs 28 relativ zum Exzenter 21 justierbar ist.
[0031] Am zweiten Schubstablängsende 27 weist der Schubstab 25 einen Hebel 33 auf, der mit
einem Hebellager 34 am Rahmen 6 verschwenkbar gelagert ist. Der Hebel 33 ist von zwei
Schenkeln gebildet, zwischen denen das Hebellager 34 angeordnet ist und der eine Schenkel
mit seinem einen Längsende eine erste Hebelanlenkung 35 aufweist, an der eine freigelegte
Hebelrolle 37 abgebracht ist, und der andere Schenkel mit einer zweiten Hebelanlenkung
36 am zweiten Schubstablängsende 27 angelenkt ist. Wird die Hebelrolle 37 um das Hebellager
34 verschwenkt, wird der Schubstab 25 in eine Längsbewegung gebracht, wobei die Kreisbewegung
der Hebelrolle 37 vom Hebel 33 in eine Translationsbewegung des Schubstabs 25 übersetzt
wird.
[0032] Die Riegeleinrichtung 20 weist einen Geberstab 38 auf, der vertikal verlaufend und
längsverschiebbar am Rahmen 6 gelagert ist. Die Länge des Geberstabs 38 ist derart
bemessen, dass, wenn die Kabinenschürze 10 in ihrer Ausklappposition ist, der Geberstab
38 über die Kröpflasche 14 des Schürzenblatts 11 nach unten hinausragt. Der Geberstab
38 weist ein oben gelegenes erstes Geberstablängsende 39, das angefast ausgebildet
ist und dadurch eine Anhebeflanke 40 aufweist, und ein untenliegendes zweites Geberstablängsende
41 auf, das dem Schachtgrund 4 zugewandt angeordnet ist. Der Geberstab 38 ist am Rahmen
6 relativ zur Hebelrolle 37 derart angeordnet, dass, wenn der Geberstab 38 nach oben
relativ zum Kabinenboden 8 verschoben wird, das erste Geberstablängsende 39 mit ihrer
Anhebeflanke 40 mit der Hebelrolle 37 in Wechselwirkung tritt, wodurch die Hebelrolle
37 von dem Geberstab 38 verdrängt wird und dadurch um das Hebellager 34 so verschwenkt
wird, dass der Schubstab 25 weg vom Exzenter 21 durch den Hebel 33 bewegt wird. Wird
der Geberstab 38 nach unten bewegt, wird die Hebelrolle 37 vom Geberstab 38 so lange
in Position gehalten, bis das erste Geberstablängsende 39 mit ihrer Anhebeflanke 40
sich von der Heberrolle 37 entfernt, wodurch durch die Vorspannkraft der Druckschraubenfeder
31 der Schubstab 25 zusammen mit dem Hebel 33 und der Hebelrolle 37 wieder in die
ursprüngliche Position gebracht wird.
[0033] Am zweiten Geberstablängsende 41 ist ein Teller 42 angebracht, wobei mit dessen Unterseite
der Schachtgrund 4 von dem Geberstab 38 kontaktierbar ist und der an seiner der Unterseite
abgewandten Seite eine Mitnehmerstufe 43 aufweist.
[0034] Die Kabinenschutzeinrichtung 9 weist eine Klappeinrichtung 44 auf. Die Klappeinrichtung
44 weist einen Auslöserstab 45 auf, der längsverschiebbar vertikal durch eine am Rahmen
6 befestigte Lagerhülse sich erstreckt. Der Auslöserstab 45 ist rohrförmig ausgebildet,
wobei der Geberstab 38 im Auslöserstab 45 und von diesem längsverschiebbar gelagert
ist, wobei der Auslöserstab 45 von der Lagerhülse am Rahmen 6 längsverschiebbar gelagert
ist. Der Auslöserstab 45 und der im Auslöserstab 45 innenliegend angeordnete Geberstab
38 sind zueinander teleskopierend eingerichtet. Der Geberstab 38 ragt mit seinem zweiten
Geberstablängsende 41 und seinem Teller 42 aus dem Auslöserstab 45 heraus.
[0035] Der Auslöserstab 45 hat ein obenliegendes erstes Auslöserstablängsende 46, an dem
eine Öse 47 angebracht ist. Ferner hat der Auslöserstab 45 ein untenliegendes zweites
Auslöserstablängsende 48, das eine Folgerstufe 49 ausbildet. Das zweite Geberstablängsende
41 steht von der Folgerstufe 49 ab, wobei der Teller 42 mit seiner Mitnehmerstufe
43 der Folgerstufe 49 zugewandt angeordnet ist. Befindet sich die Kabinenschutzeinrichtung
9 mit ihrer Kabinenschürze 10 in der Ausklappposition, dann ist das zweite Auslöserstablängsende
48 mit seiner Folgerstufe 49 unterhalb der Kröpflasche 14 des Schürzenblatts 11 angeordnet.
Nähert sich die Kabine 5 dem Schachtgrund 4, kommt es zum Kontakt des Tellers 42 mit
dem Schachtgrund 4. Bewegt sich die Kabine 5 weiter nach unten, wird der Geberstab
38 im Auslöserstab 45 und relativ zum Kabinenboden 8 nach oben verschoben, wobei der
Geberstab 38 mit seiner Anhebeflanke 40 die Hebelrolle 37 zur Seite schiebt und dadurch
der Schubstab 25 verschoben wird, wodurch eine Entriegelung der Riegeleinrichtung
20 bewerkstelligt wird. Sobald die Entriegelung der Riegeleinrichtung 20 eingetreten
ist, kontaktiert die Mitnehmerstufe 43 des Tellers 42 die Folgerstufe 49 des zweiten
Aulöserstablängsendes 48. Dadurch wird der Auslöserstab 45 mit dem Geberstab 38 relativ
zum Kabinenboden 8 nach oben verschoben.
[0036] Der Auslöserstab 45 weist im Bereich des zweiten Auslöserstablängsendes 48 eine Delle
50 auf. Die Delle 50 ist derart am Auslöserstab 45 angeordnet, dass, wenn die Kabinenschürze
10 in ihrer Einklappposition ist, die Hebelrolle 37 mit der Delle 50 in Eingriff steht,
wodurch die Hebelrolle 37 um das Hebellager 34 verschwenkt ist, wobei der Schubstab
25 wieder in Richtung zum Exzenter 21 hin verschoben ist, womit von dem Schubstabvorsprung
28 mit der zweiten Verriegelungsfläche 23 eine formschlüssige Verriegelung der Regeleinrichtung
20 bewerkstelligt ist.
[0037] Die Klappeinrichtung 44 weist ein Getriebe 51 auf. Das Getriebe 51 weist als ein
Zugmittel ein Seil 52 und drei Umlenkrollen 53 bis 55 auf, wobei das Seil 52 ein erstes
Seilende 56 und ein zweites Seilende 57 hat. Mit dem ersten Seilende 56 ist das Seil
52 am freistehenden Längsende der Schürzenflanke 12 im Bereich der Kröpflasche 14
befestigt und zur am Kabinenboden 8 befestigten ersten Umlenkrolle 53 geführt. Die
Umlenkrollen 54 und 55 sind ebenfalls am Kabinenboden 8 befestigt und führen das Seil
52 mit seinem zweiten Seilende 57 zur Öse 47 des Auslöserstabs 45, wobei an der Öse
47 das zweite Seilende 57 befestigt ist. Fährt die Kabine 6 nach unten und wird vom
Schachtgrund 4 relativ zur Kabine 5 gesehen der Geberstab 38 nach oben bewegt, wobei
der Geberstab 38 den Auslöserstab 45 mitnimmt, wird die Öse 47 relativ zum Kabinenboden
8 nach oben bewegt. Dadurch wird mit dem Seil 52 über die Umlenkrollen 53 bis 55 die
Kabinenschürze 10 von der Ausklappposition in die Einklappposition gezogen.
[0038] Fährt die Kabine 5 nach unten dem Schachtgrund 4 entgegen, berührt der Teller 42
den Schachtgrund 4 in einer Position, in der die Kabinenschürze 10 in der Ausklappposition
gerade den Schachtgrund 4 noch nicht berührt. Relativ zum Kabinenboden 8 gesehen wird
bei Weiterfahrt der Kabine 5 der Geberstab 38 nach oben verschoben, wodurch durch
das Zusammenwirken der Anhebeflanke 40 und der Hebelrolle 37 der Schubstab 25 via
den Hebel 33 vom Exzenter 21 weg bewegt wird, so dass die Riegeleinrichtung 20 entriegelt
wird. Daraufhin berührt die Mitnehmerstufe 43 die Folgerstufe 49, wodurch der Auslöserstab
45 relativ zum Kabinenboden 8 gesehen nach oben verschoben wird. Dadurch zieht der
Auslöserstab 45 das an der Öse 47 befestigte Seil 52, wodurch die Kabinenschürze 10
von der Ausklappposition in die Einklappposition verschwenkt wird. Bei entsprechend
geringem Abstand des Kabinenbodens 8 vom Schachtgrund 4 ist die Delle 50 in die Position
auf Höhe der Hebelrolle 37 gebracht, wodurch die Hebelrolle 37 in die Delle 50 eingreift,
so dass der Schubstab 25 zum Exzenter 21 hin verschoben wird, wodurch die Riegeleinrichtung
20 wieder verriegelt ist. Diese Position der Kabine 8 ist die im Aufzugschacht 2 am
tiefsten gelegene Position.
[0039] Fährt die Kabine 5 hoch, wird der Geberstab 38 zusammen mit dem Auslöserstab 45 relativ
zum Kabinenboden 8 gesehen nach unten bewegt, wodurch die Hebelrolle 37 mit der Delle
50 außer Eingriff gerät und dadurch die Riegeleinrichtung 20 wieder entriegelt wird.
Bei Weiterfahrt der Kabine 5 nach oben wird relativ zum Kabinenboden 8 gesehen der
Auslöserstab 45 zusammen mit dem Geberstab 38 nach unten bewegt, wodurch die Seillänge
zwischen der ersten Umlenkrolle 53 und dem Schürzendistalende 13 länger wird und dadurch
die Kabinenschürze 10 von der Einklappposition in die Ausklappposition gebracht wird.
Sobald die Kabinenschürze 10 in der Ausklappposition ist, endet die Bewegung des Auslöserstabs
45 relativ zum Kabinenboden 8. Bei Weiterfahrt der Kabine 5 nach oben wird der Geberstab
38 relativ zum Kabinenboden 8 so weit bewegt, bis die Anhebeflanke 40 von der Hebelrolle
37 abgehoben ist, wodurch die Riegeleinrichtung 20 die Kabinenschürze 10 in ihrer
Ausklappposition verriegelt.
[0040] Die in den Figuren 10 bis 14 gezeigte zweite bevorzugte Ausführungsform der Kabinenschutzeinrichtung
9 weist zwei Kabinenschürzen 10, 10' auf, wobei die zweite Kabinenschürze 10' ein
Schürzenblatt 11', eine Schürzenflanke 12', ein Schürzendistalende 13', eine Kröpflasche
14' und ein Schürzenproximalende 15' analog zur ersten Kabinenschürze 10 aufweist.
Die Kabinenschürzen 10, 10' sind an zwei einander gegenüberliegenden Seiten der Kabine
5 angeordnet, wobei an jeder der Seiten jeweils eine der Kabinentürverfahrschiene
7, 7' angebracht sind.
[0041] Der Auslöserstab 45 ist zwischen den Kabinenschürzen 10, 10' angeordnet und ist zum
Betätigen sowohl der einen Kabinenschürze 10 als auch der anderen Kabinenschürze 10'
eingerichtet. Am ersten Auslöserstablängsende 46 ist statt der Öse 47 gemäß der ersten
Ausführungsform ein Schulterbalken 58 befestigt, der sich quer zum Auslöserstab 45
erstreckt, wodurch der Auslöserstab 45 zusammen mit dem Schulterbalken 58 eine T-Form
haben. An den Längsenden des Schulterbalkens 58 ist jeweils ein Schultergelenk 59
vorgesehen, an dem jeweils eine Zugstange 60, 60' als ein Zugmittel angelenkt ist.
In den Figuren 10 bis 14 ist die rechte Zugstange 60 mit dem Distalende 13' der linken
Kabinenschürze 10' mittels eines Schürzengelenks 61' gekoppelt, wohingegen die linke
Zugstange 60' mit dem Distalende 13 der rechten Kabinenschürze 10 mittels eines Schürzengelenks
61 gekoppelt ist. Durch die T-Form des Auslöserstabs 45 und des Schulterbalkens 58
und der wechselseitigen Zuordnung der Zugstangen 60, 60' zu den Kabinenschürzen 10',
10 verlaufen die Zugstangen 60, 60' zueinander gekreuzt. Dadurch sind die Zugstangen
60, 60' scherenartig angeordnet.
[0042] Am Kabinenboden 8 ist eine Führungshülse 62 angebracht, mit der der Auslöserstab
45 vertikal verschiebbar gelagert ist. An der Führungshülse 62 sind jeweils links
und rechts vom Auslöserstab 45 Zapfen 63, 63' für die Riegeleinrichtung 20 angebracht.
Bei der zweiten Ausführungsform ist die Riegeleinrichtung 20 von einem ersten Scherhebel
64 und einem zweien Scherhebel 65 gebildet, die via ein Scherhebelgelenk 66 scherenartig
aneinander festgelegt sind. Die obenliegenden Längsenden der Scherhebel 64, 65 sind
mit einer Zugschraubenfeder 67 miteinander gekoppelt, so dass die obenliegenden Längsenden
der Scherhebel 64, 65 durch eine von der Zugschraubenfeder 67 ausgeübten Zugkraft
zueinander vorgespannt sind. An den obenliegenden Längsenden der Scherhebel 64, 65
sind jeweils Kipphebel 68, 69 angelenkt, die ihrerseits an ihren den Scherhebeln 64,
65 abgewandten Längsenden mittels eines Hebelgelenks 70 miteinander verschwenkbar
gelagert sind, wobei das Hebelgelenk 70 am ersten Auslöserstablängsende 46 des Auslöserstabs
45 befestigt ist.
[0043] Die Scherhebel 64, 65 weisen an ihren der Zugschraubenfeder 67 abgewandten Längsenden
jeweils außenliegende Kerben 71, 71' auf, die mit den Zapfen 63, 63' in Eingriff bringbar
sind. An den Kerben 71, 71' angrenzenden Führungsflanken 72, 72' formen die untenliegenden
Längsenden der Scherhebel 64, 65.
[0044] In der Ausklappposition der Kabinenschutzeinrichtung 9 sind die Kerben 71, 71' mit
den Zapfen 63, 63' in Eingriff gebracht. Dadurch ist das erste Auslöserstablängsende
46 am Kabinenboden 8 bzw. an der Führungshülse 62 angeordnet, wodurch der Auslöserstab
45 maximal lang vom Kabinenboden 8 nach unten vorsteht. Wird die Kabine 5 in Richtung
zum Schachtgrund 4 hin verfahren, berührt in entsprechender Position der Kabine 5
im Aufzugschacht 2 der Auslöserstab 45 mit seinem zweiten Auslöserstablängsende 48
den Schachtgrund 4. Bei einer entsprechenden Weiterfahrt der Kabine 5 nach unten wird
von dem Schachtgrund 4 auf den Auslöserstab 45 eine Kraft ausgeübt, die dazu führt,
dass via das Hebelgelenk 70 und den Kipphebeln 68, 69 die obenliegenden Längsenden
der Scherhebel 64, 65 zueinander bewegt werden, wobei die Vorspannkraft der Zugschraubenfeder
47 überwunden wird. Dabei bewegen sich die untenliegenden Längsenden der Scherhebel
64, 65 nach innen, wobei die Kerben 71, 71' von den Zapfen 63, 63' außer Eingriff
geraten. Dadurch ist der Auslöserstab 45 an der Führungshülse 62 in Vertikalrichtung
verschiebbar freigelegt. Bei entsprechendem Weiterfahren der Kabine 5 nach unten zum
Schachtgrund 4 hin wird nun der Auslöserstab 45 relativ zum Kabinenboden 8 gesehen
nach oben verschoben, wodurch via den Schulterbalken 58 und den Zugstangen 60, 60'
die Kabinenschürzen 10, 10' nach innen unterhalb des Kabinenbodens 8 eingeklappt werden.
Ist die Kabine 5 an ihrem tiefsten Punkt angelangt, so sind die Kabinenschürzen 10,
10' unterhalb des Kabinenbodens 8 im Wesentlichen horizontal verlaufend eingeklappt,
wobei der Auslöserstab 45 maximal lang nach oben vom Kabinenboden 8 vorsteht. Wie
es in Figur 14 gezeigt ist, sind die Kabinenschürzen 10, 10' etwas länger als die
hälftige Ersteckung des Kabinenbodens 8 ausgebildet. Durch eine entsprechend unterschiedliche
Länge der Zugstangen 60, 60' ist ein versetztes Einklappen der Kabinenschürzen 10,
10' bewerkstelligbar, wodurch eine Kollision der Kabinenschürzen 10, 10' in der Einklappposition
unterbunden ist.
[0045] Wird die Kabine 5 im Aufzugschacht 2 wieder nach oben verfahren, wird der Auslöserstab
45 relativ zum Kabinenboden 8 nach unten verschoben, wodurch die Kabinenschürzen 10,
10' wieder in Richtung zu ihrer Ausklappposition gebracht werden. Nähern sich die
Kabinenschürzen 10, 10' ihrer Ausklappposition, so nähern sich die Scherhebel 64,
65 den Zapfen 63, 63', wobei bei entsprechender Position der Kabine 5 die Führungsflanken
72, 72' von oben her die Zapfen 63, 63 berühren. Bei entsprechender Weiterfahrt der
Kabine 5 nach oben werden die Scherhebel 64, 65 von den Führungsflanken 72, 72' an
ihren untenliegenden Längsenden nach innen unter Überwindung der von der Zugschraubenfeder
67 aufgebrachten Vorspannkraft nach innen gedrückt, bis die Kerben 71, 71' an den
Zapfen 63, 63' einrasten. Dann sind die Kabinenschürzen 10, 10' wieder in ihre Ausklappposition
gebracht, wobei durch das Einrasten der Kerben 71, 71' an den Zapfen 63, 63' die Riegeleinrichtung
20 in ihren Verriegelungszustand gebracht ist. Bei entsprechender Weiterfahrt der
Kabine 5 nach oben verharren die Kabinenschürzen 10, 10' in ihrer Ausklappposition,
wodurch die Sicherungsfunktion der Kabinenschutzeinrichtung 9 erzielt ist. Für das
Funktionieren der Riegeleinrichtung 20 wirkt die Zugschraubenfeder 67 unterstützend.
Ohne der Zugschraubenfeder 67 ist die Funktionieren der Riegeleinrichtung 20 ebenfalls
erzielt.
Bezugszeichenliste
[0046]
- 1
- Aufzuganlage
- 2
- Aufzugschacht
- 3
- Schachtgrube
- 4
- Schachtgrund
- 5
- Kabine
- 6
- Rahmen
- 7, 7'
- Kabinentürverfahrschiene
- 8
- Kabinenboden
- 9
- Kabinenschutzeinrichtung
- 10, 10'
- Kabinenschürze
- 11, 11'
- Schürzenblatt
- 12, 12'
- Schürzenflanke
- 13, 13'
- Schürzendistalende
- 14, 14'
- Kröpflasche
- 15, 15'
- Schürzenproximalende
- 16
- Verschwenklager
- 17
- Lagerachse
- 18
- Lagerplatte
- 19
- Lagerloch
- 20
- Riegeleinrichtung
- 21
- Excenter
- 22
- erste Verriegelungsfläche
- 23
- zweite Verriegelungsfläche
- 24
- Lauffläche
- 25
- Schubstab
- 26
- erstes Schubstablängsende
- 27
- zweites Schubstablängsende
- 28
- Schubstabvorsprung
- 29
- Abstützplatte
- 30
- Abstützstufe
- 31
- Druckschraubenfeder
- 32
- Längenjustiereinrichtung
- 33
- Hebel
- 34
- Hebellager
- 35
- erste Hebelanlenkung
- 36
- zweite Hebelanlenkung
- 37
- Hebelrolle
- 38
- Geberstab
- 39
- erstes Geberstablängsende
- 40
- Anhebeflanke
- 41
- zweites Geberstablängsende
- 42
- Teller
- 43
- Mitnehmerstufe
- 44
- Klappeinrichtung
- 45
- Auslöserstab
- 46
- erstes Auslöserstablängsende
- 47
- Öse
- 48
- zweites Auslöserstablängsende
- 49
- Folgerstufe
- 50
- Delle
- 51
- Getriebe
- 52
- Seil
- 53
- erste Umlenkrolle
- 54
- zweite Umlenkrolle
- 55
- dritte Umlenkrolle
- 56
- erstes Seilende
- 57
- zweites Seilende
- 58
- Schulterbalken
- 59
- Schultergelenk
- 60, 60'
- Zugstange
- 61, 61'
- Schürzengelenk
- 62
- Führungshülse
- 63, 63'
- Zapfen
- 64
- erster Scherhebel
- 65
- zweiter Scherhebel
- 66
- Scherhebelgelenk
- 67
- Zugschraubenfeder
- 68
- erster Kipphebel
- 69
- zweiter Kipphebel
- 70
- Hebelgelenk
- 71, 71'
- Kerbe
- 72, 72'
- Führungsfanke
1. Kabinenschutzeinrichtung (9) für eine Kabine (5) einer Aufzuganlage (1), mit mindestens
einer Kabinenschürze (10; 10, 10'), die an der Kabine (5) um eine Horizontalachse
verschwenkbar angelenkt ist und in ihrer Ausklappposition vertikal nach unten und
in ihrer Einklappposition schräg oder horizontal jeweils unterhalb des Kabinenbodens
(8) sich erstreckt, und einer Klappeinrichtung (44), die einen Auslöserstab (45),
der mit einem Horizontalabstand zur Horizontalachse angebracht ist und nach unten
zum Schachtgrund (4) hin sich derart lang erstreckt, dass, wenn die Kabinenschürze
(10; 10, 10') in ihrer Ausklappposition ist und den Schachtgrund (4) gerade noch nicht
berührt, mit dem Auslöserstab (45) der Schachtgrund (4) durch Verfahren der Kabine
(5) in Richtung zum Schachtgrund (4) hin kontaktierbar ist, und mindestens ein Getriebe
(51) aufweist, das innerhalb des Horizontalabstands zwischen dem Auslöserstab (45)
und der Kabinenschürze (10; 10, 10') angeordnet ist und diese miteinander koppelt,
so dass, wenn beim Annähern der Kabine (5) an den Schachtgrund (4) der Auslöserstab
(45) diesen kontaktiert, durch die Weiterfahrt der Kabine (5) in Richtung zum Schachtgrund
(8) hin vom Schachtgrund (4) via den Auslöserstab (45) und das Getriebe (51) die Kabinenschürze
(10; 10, 10') von der Ausklappposition in die Einklappposition bringbar ist, wodurch
eine Kollision der Kabinenschürze (10; 10, 10') mit dem Schachtgrund (4) unterbunden
ist dadurch gekennzeichnet, dass der Auslöserstab (45) am Kabinenboden (8) angebracht ist und vom Kabinenboden (8)
sich nach unten hin zum Schachtgrund (4) erstreckt.
2. Kabinenschutzeinrichtung (9) gemäß Anspruch 1, wobei das Getriebe (51) ein Zugmittel
(52; 60, 60') aufweist, das sowohl an dem Auslöserstab (45) als auch an der Kabinenschürze
(10) festgelegt ist, wodurch via das Zugmittel (52; 60, 60') die Kabinenschürze (10;
10, 10') von dem Auslöserstab (45) zum Bringen von der Ausklappposition in die Einklappposition
antreibbar ist.
3. Kabinenschutzeinrichtung (9) gemäß Anspruch 2, wobei die Kabinenschutzeinrichtung
(9) zwei einander gegenüber liegende Kabinenschürzen (10; 10') und für jede der Kabinenschürzen
(10; 10') jeweils eines der Zugmittel (60, 60') aufweist und der Auslöserstab (45)
zwischen den Kabinenschürzen (10; 10') angeordnet ist.
4. Kabinenschutzeinrichtung (9) gemäß Anspruch 2, wobei die Kabinenschutzeinrichtung
(9) eine einzige Kabinenschürze (10) aufweist, die an einer Seite der Kabine (5) angelenkt
ist, und der Auslöserstab (45) an einer der einen Seite gegenüberliegenden anderen
Seite angeordnet ist, wobei das Zugmittel (52) den Abstand zwischen der einen Seite
und der anderen Seite überbrückt.
5. Kabinenschutzeinrichtung (9) gemäß einem der Ansprüche 2 bis 4, wobei das Zugmittel
(52; 60, 60') ein Seil (52) oder eine Zugstange (60, 60') ist.
6. Kabinenschutzeinrichtung (9) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Auslöserstab
(45) an der Kabine (5) entlang seiner Längsrichtung verschiebbar gelagert ist.
7. Kabinenschutzeinrichtung (9) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Kabinenschürze
(10; 10, 10') zwischen ihrer Anlenkung (16) an der Kabine (5) und der Festlegung des
Zugmittels (52; 60, 60') starr ausgebildet ist.
8. Kabinenschutzeinrichtung (9) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Kabinenschutzeinrichtung
(9) eine Riegeleinrichtung (20) aufweist, mit der die Kabinenschürze (10; 10 10')
in ihrer Einklappposition und/oder in ihrer Ausklappposition verriegelbar ist.
9. Kabinenschutzeinrichtung (9) gemäß Anspruch 8, wobei die Riegeleinrichtung (20) einen
Geberstab (38) aufweist, der derart angeordnet ist, dass beim Annähern der Kabine
(5) an den Schachtgrund (4) der Geberstab (38) vor dem Auslöserstab (45) den Schachtgrund
(4) kontaktiert, wodurch eine Entriegelung der Riegeleinrichtung (20) durchführbar
ist.
10. Kabinenschutzeinrichtung (9) gemäß Anspruch 8, wobei die Riegeleinrichtung (20) ein
Vorspannmittel (67) aufweist, das mit dem Auslöserstab (45) gekoppelt ist, wobei der
Auslöserstab (45) mit dem Vorspannmittel (67) derart zusammenwirkt, dass sobald der
Auslöserstab (45) beim Annähern der Kabine (5) an den Schachtgrund (4) diesen kontaktiert
und eine Vorspannkraft des Vorspannmittels (67) durch den Auslöserstab (45) überwunden
ist, eine Entriegelung der Riegeleinrichtung (20) durchführbar ist.
1. Cabin protection device (9) for a cabin (5) of an elevator system (1), wherein the
cabin protection device (9) comprises a cabin apron (10; 10, 10') that is pivotally
linked to the cabin (5) around a horizontal axis and wherein the cabin apron (10;
10, 10') extends in its fold-out position vertically downwards and in its fold-in
position transversely or horizontally respectively below the cabin bottom (8), wherein
the cabin protection device (9) comprises a folding device (44) that comprises a trigger
stick (45) that is arranged with a horizontal distance to the horizontal axis, and
wherein the trigger stick (45) extends such long downwards towards the shaft bottom
(4) that, if the cabin apron (10; 10, 10') is in its fold-out position and contacts
the shaft bottom (4) not just yet, the shaft bottom (4) is contactable with the trigger
stick (45) by moving the cabin (5) towards the shaft bottom (4), wherein the folding
device (44) comprises at least one gear (51) that is arranged within the horizontal
distance between the trigger stick (45) and the cabin apron (10; 10, 10'), and wherein
the gear (51) couples the trigger stick (45) with the cabin apron (10; 10, 10') so
that, if the trigger stick (45) contacts the shaft bottom (4) while approaching the
cabin (5) to the shaft bottom (4), the cabin apron (10; 10, 10') can be brought from
the fold-out position to the fold-in position via the trigger stick (45) and the gear
(51) by further driving of the cabin (5) towards the shaft bottom (4), whereby a collision
of the cabin apron (10; 10, 10') with the shaft bottom (4) is prevented, characterized in that the trigger stick (45) is arranged at the cabin bottom (8) and extends from the cabin
bottom (8) downwards towards the shaft bottom (4).
2. Cabin protection device (9) according to claim 1, wherein the gear (51) comprises
tensile means (52; 60, 60') that are fixed to the trigger stick (45) as well as to
the cabin apron (10), whereby the cabin apron (10; 10, 10') is driveable via the tensile
means (52; 60, 60') by the trigger sick (45) for bringing the cabin apron (10; 10,
10') from the fold-out position to the fold-in position.
3. Cabin protection device (9) according to claim 2, wherein the cabin protection device
(9) comprises two opposing cabin aprons (10; 10') and for each of the cabin aprons
(10; 10') respectively one of the tensile means (60, 60'), and wherein the trigger
stick (45) is arranged between the cabin aprons (10; 10').
4. Cabin protection device (9) according to claim 2, wherein the cabin protection device
(9) comprises a single cabin apron (10) that is linked to one side of the cabin (5),
and wherein the trigger stick (45) is arranged at another side that is opposite to
the one side, wherein the tensile means (52) bridges the distance between the one
side and the other side.
5. Cabin protection device (9) according to any one of the claims 2 to 4, wherein the
tensile means (52; 60, 60') is a rope (52) or a tensile rod (60, 60').
6. Cabin protection device (9) according to any one of the claims 1 to 5, wherein the
trigger stick (45) is slideably supported at the cabin (5) along its longitudinal
direction.
7. Cabin protection device (9) according to any one of the claims 1 to 6, wherein the
cabin apron (10; 10, 10') is formed rigidly between its linkage (16) to the cabin
(5) and the fixing of the tensile means (52; 60, 60').
8. Cabin protection device (9) according to any one of the claims 1 to 7, wherein the
cabin protection device (9) comprises a locking device (20) with which the cabin apron
(10; 10, 10') is lockable in its fold-in position and/or in its fold-out position.
9. Cabin protection device (9) according to claim 8, wherein the locking device (20)
comprises a sensor stick (38) that is arranged such that the sensor stick (38) contacts
the shaft bottom (4) before the trigger stick (45) while the cabin (5) is approaching
the shaft bottom (4), whereby an unlocking of the locking device (20) is performable.
10. Cabin protection device (9) according to claim 8, wherein the locking device (20)
comprises biasing means (67) that are coupled with the trigger stick (45), wherein
the trigger stick (45) interacts with the bias means (67) such that an unlocking of
the locking device (20) is performable as soon as the trigger stick (45) contacts
the shaft bottom (4) while approaching the cabin (5) to the shaft bottom (4) and a
biasing force of the biasing means (67) is overcome by the trigger stick (45).
1. Dispositif de protection de cabine (9) pour une cabine (5) d'une installation d'ascenseur
(1), comportant au moins un tablier de cabine (10 ; 10, 10') qui est articulé sur
la cabine (5) de manière à pouvoir pivoter autour d'un axe horizontal et qui s'étend,
dans sa position déployée, verticalement vers le bas et, dans sa position repliée,
de biais ou horizontalement respectivement sous le plancher (8) de cabine, et un dispositif
pliable (44) comportant une barre de déclenchement (45) qui est montée à une certaine
distance horizontale par rapport à l'axe horizontal et s'étend vers le bas jusqu'au
fond de la gaine (4) de telle sorte que lorsque le tablier de cabine (10; 10, 10')
est dans sa position déployée et ne vient pas encore en contact avec le fond de la
gaine (4), il peut venir en contact avec la barre de déclenchement (45) du fond de
la gaine (4) en déplaçant la cabine (5) en direction du fond de la gaine (4), et comporte
au moins une transmission (51) qui est agencée dans la distance horizontale entre
la barre de déclenchement (45) et le tablier de cabine (10 ; 10, 10') et est couplée
à celui-ci de telle sorte que lorsque la cabine (5) s'approche du fond de la gaine
(4), la barre de déclenchement (45) vient en contact avec celui-ci, et lorsque la
cabine (5) reprend sa course en direction du fond de la gaine (8) à partir du fond
de la gaine (4) via la barre de déclenchement (45) et la transmission (51), le tablier
de cabine (10 ; 10, 10') peut être amené de la position déployée à la position repliée,
en sorte qu'une collision du tablier de cabine (10 ; 10, 10') avec le fond de la gaine
(4) est évitée, caractérisé en ce que la barre de déclenchement (45) est montée sur le plancher (8) de cabine et s'étend
à partir du plancher (8) de cabine vers le bas jusqu'au fond de la gaine (4).
2. Dispositif de protection de cabine (9) selon la revendication 1, dans lequel la transmission
(51) comporte des moyens de traction (52 ; 60, 60') qui sont fixés aussi bien sur
la barre de déclenchement (45) que sur le tablier de cabine (10), en sorte que les
moyens de traction (52 ; 60, 60') permettent d'entraîner le tablier de cabine (10
; 10, 10') à partir de la barre de déclenchement (45) pour l'amener de la position
déployée à la position repliée.
3. Dispositif de protection de cabine (9) selon la revendication 2, dans lequel le dispositif
de protection de cabine (9) comporte deux tabliers de cabine (10 ; 10') situés l'un
au-dessus de l'autre et comporte respectivement l'un des moyens de traction (60, 60')
pour chacun des tabliers de cabine (10 ; 10'), et la barre de déclenchement (45) est
agencée entre les tabliers de cabine (10 ; 10').
4. Dispositif de protection de cabine (9) selon la revendication 2, dans lequel le dispositif
de protection de cabine (9) comporte un seul tablier de cabine (10) qui est construit
sur un premier côté de la cabine (5), et la barre de déclenchement (45) est agencée
sur un second côté opposé au premier côté, les moyens de traction (52) comblant la
distance entre le premier côté et le second côté.
5. Dispositif de protection de cabine (9) selon l'une des revendications 2 à 4, dans
lequel les moyens de traction (52 ; 60, 60') sont un câble (52) ou une tige de traction
(60, 60').
6. Dispositif de protection de cabine (9) selon l'une des revendications 1 à 5, dans
lequel la barre de déclenchement (45) est montée sur la cabine (5) de manière à pouvoir
se déplacer le long de sa direction longitudinale.
7. Dispositif de protection de cabine (9) selon l'une des revendications 1 à 6, dans
lequel le tablier de cabine (10; 10, 10') est formé de manière rigide entre son articulation
(16) sur la cabine (5) et la fixation des moyens de traction (52 ; 60, 60').
8. Dispositif de protection de cabine (9) selon l'une des revendications 1 à 7, dans
lequel le dispositif de protection de cabine (9) comporte un dispositif de verrouillage
(20) au moyen duquel le tablier de cabine (10 ; 10, 10') peut être verrouillé dans
sa position repliée et/ou dans sa position déployée.
9. Dispositif de protection de cabine (9) selon la revendication 8, dans lequel le dispositif
de verrouillage (20) comporte une tige de transmission (38) qui est agencée de sorte
que, lorsque la cabine (5) s'approche du fond de la gaine (4), la tige de transmission
(38) vient en contact avec le fond de la gaine (4) avant la barre de déclenchement
(45), en sorte qu'un déverrouillage du dispositif de verrouillage (20) peut être réalisé.
10. Dispositif de protection de cabine (9) selon la revendication 8, dans lequel le dispositif
de verrouillage (20) comporte des moyens de précharge (67) qui sont couplés à la barre
de déclenchement (45), dans lequel la barre de déclenchement (45) coopère avec les
moyens de précharge (67) de telle sorte que dès que la barre de déclenchement (45)
vient en contact avec le fond de la gaine lorsque la cabine (5) s'approche de celui-ci
et qu'une force de précharge des moyens de précharge (67) est surmontée par la barre
déclenchement (45), un déverrouillage du dispositif de verrouillage (20) peut être
réalisé.