[0001] Die Erfindung betrifft eine Übertragungsvorrichtung zum Übertragen zweier Hochfrequenzsignale
sowie einen Magnetresonanztomographen mit einer erfindungsgemäßen Übertragungsvorrichtung.
[0002] Magnetresonanztomographen sind bildgebende Vorrichtungen, die zur Abbildung eines
Untersuchungsobjektes Kernspins des Untersuchungsobjektes mit einem starken äußeren
Magnetfeld ausrichten und durch ein magnetisches Wechselfeld zur Präzession um diese
Ausrichtung anregen. Die Präzession bzw. Rückkehr der Spins aus diesem angeregten
in einen Zustand mit geringerer Energie wiederum erzeugt als Antwort ein magnetisches
Wechselfeld, auch als Magnetresonanzsignal bezeichnet, das über Antennen empfangen
wird.
[0003] Mit Hilfe von magnetischen Gradientenfeldern wird den Signalen eine Ortskodierung
aufgeprägt, die nachfolgend eine Zuordnung von dem empfangenen Signal zu einem Volumenelement
ermöglicht. Das empfangene Signal wird dann ausgewertet und eine dreidimensionale
bildgebende Darstellung des Untersuchungsobjektes bereitgestellt.
[0004] Zur Anregung der Präzession der Spins sind magnetische Wechselfelder mit einer Frequenz,
die der Larmorfrequenz bei der jeweiligen statischen Magnetfeldstärke entspricht,
und sehr hohen Feldstärken bzw. Leistungen erforderlich. Zur Verbesserung des Signal-Rauschverhältnisses
des von den Antennen empfangenen Magnetresonanzsignals werden häufig als Lokalspulen
bezeichnete Antennen verwendet, die unmittelbar am Patienten angeordnet werden.
[0005] Zur Bildgebung müssen die von der Lokalspule empfangenen Magnetresonanzsignale zu
einer Empfangseinrichtung des Magnetresonanztomographen übertragen werden. Bei einer
Lokalspule mit einer Mehrzahl an in einer Matrix angeordneten Antennenspulen kann
es sich dabei um eine Mehrzahl an unabhängig voneinander zu übertragenden Signalen
handeln.
[0006] Zur Übertragung der Signale werden üblicherweise Koaxialkabel verwendet, die insbesondere
in dünnen und flexiblen Ausführungsformen teuer und schwierig zu verarbeiten sind.
Im Bündel können aber auch dünne Koaxialkabel sperrig und schwer zu handhaben sein.
[0007] Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, eine Übertragungsvorrichtung und einen Magnetresonanztomographen
bereitzustellen, die einfacher zu handhaben und kostengünstiger sind.
[0008] Die Aufgabe wird durch eine erfindungsgemäße Übertragungsvorrichtung nach Anspruch
1 sowie einen erfindungsgemäßen Magnetresonanztomographen nach Anspruch 9 und ein
Übertragungsverfahren nach Anspruch 13 gelöst.
[0009] Die erfindungsgemäße Übertragungsvorrichtung ist zum Übertragen eines ersten Hochfrequenzsignals
und eines zweiten Hochfrequenzsignals für einen Magnetresonanztomographen vorgesehen.
Das erste Hochfrequenzsignal und das zweite Hochfrequenzsignal unterscheiden sich,
insbesondere ist das zweite Hochfrequenzsignal auch nicht ein invertiertes erstes
Hochfrequenzsignal. Mit anderen Worten, das erste und das zweite Hochfrequenzsignal
sind voneinander unabhängige Signale und werden nicht nur unmittelbar voneinander
abgleitet, beispielsweise durch ein aktives oder passives Bauelement. Das erste und
das zweite Hochfrequenzsignal unterscheidet sich damit von den sonst üblichen Signalen
auf einer symmetrischen Leitung, die sich lediglich durch das Vorzeichen der Amplitude
unterscheiden und beispielsweise durch einen Transformator, ein komplexes Netzwerk
oder einen Transistor aus einem gemeinsamen Signal erzeugt werden.
[0010] Die Übertragungsvorrichtung weist eine geschirmte symmetrische Übertragungsleitung
zur Übertragung des ersten Hochfrequenzsignals und des zweiten Hochfrequenzsignals
auf. Beispielsweise kann es sich bei der geschirmten symmetrischen Übertragungsleitung
um ein geschirmtes Adernpaar eines LAN-Kabels, wie z.B. CAT-7 handeln, es sind aber
auch andere symmetrische Übertragungsleitungen wie Stegleitung, Streifenleiter auf
einer flexiblen Platine oder ähnliches denkbar.
[0011] Weiterhin weist die Übertragungsvorrichtung einen ersten Signaltreiber auf, wobei
ein erster Signaleingang des ersten Signaltreibers ausgelegt ist, das erste Hochfrequenzsignal
zu empfangen und wobei ein erster Signalausgang des ersten Signaltreibers mit einer
ersten Ader der symmetrischen Übertragungsleitung in elektrischer Verbindung steht.
Der erste Signaltreiber ist vorzugsweise eine aktive Verstärkerschaltung, es sind
aber auch passive Netzwerke als Signaltreiber denkbar.
[0012] Die Übertragungsvorrichtung weist darüber hinaus
einen zweiten Signaltreiber auf, wobei ein zweiter Signaleingang des zweiten Signaltreibers
ausgelegt ist, das zweite Hochfrequenzsignal zu empfangen und wobei ein zweiter Signalausgang
des zweiten Signaltreibers mit einer zweiten Ader der symmetrischen Übertragungsleitung
in elektrischer Verbindung steht. Im Übrigen lassen sich die für den ersten Signaltreiber
gemachten Aussagen auch auf den zweiten Signaltreiber anwenden.
[0013] Bei der erfindungsgemäßen Übertragungsvorrichtung steht eine Schirmung der symmetrischen
Übertragungsleitung mit einem gemeinsamen Massepotential bzw. Bezugspotential für
den ersten Signalausgang und den zweiten Signalausgang in elektrischer Verbindung.
Vorzugsweise ist diese Verbindung ohmsch und/oder weist einen geringen Widerstand
auf, beispielsweise kleiner als 10 Ohm, 5 Ohm, 1 Ohm oder 0,1 Ohm.
[0014] Auf vorteilhafte Weise ermöglicht die erfindungsgemäße Übertragungsvorrichtung die
Nutzung einzelner Adern einer geschirmten symmetrischen Übertragungsleitung als einzelne,
schwach gekoppelte Koaxialkabel zur im Wesentlichen unabhängigen Übertragung zweier
unterschiedlicher Signale. So kann ein kostengünstiges und einfacher handzuhabendes
Kabel für einen Magnetresonanztomographen genutzt werden.
[0015] Der erfindungsgemäße Magnetresonanztomograph und das erfindungsgemäße Übertragungsverfahren
teilen die Vorteile der erfindungsgemäßen Übertragungsvorrichtung.
[0016] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0017] In einer möglichen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Übertragungsvorrichtung
ist die Übertragungsvorrichtung ausgelegt, das erste Hochfrequenzsignal und das zweite
Hochfrequenzsignal unabhängig voneinander zu übertragen. Unabhängig voneinander zu
übertragen heißt dabei im Sinne der Erfindung, dass am Ende der Übertragungsleitung,
das dem Einspeisepunkt der Signaltreiber entgegengesetzt ist, das erste Hochfrequenzsignal
an der ersten Ader bereitgestellt wird und das zweite Hochfrequenzsignal an der ersten
Ader eine Dämpfung von mehr als 20dB, 30dB oder 40dB gegenüber dem ersten Hochfrequenzsignal
aufweist. Weiterhin wird am Ende der Übertragungsleitung das zweite Hochfrequenzsignal
an der zweiten Ader bereitgestellt und das erste Hochfrequenzsignal weist an der zweiten
Ader eine Dämpfung von mehr als 20dB, 30dB oder 40dB gegenüber dem zweiten Hochfrequenzsignal
auf.
[0018] In einer denkbaren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Übertragungsvorrichtung
entspricht eine Länge der Übertragungsleitung im Wesentlichen einem ganzzahligen Vielfachen
m einer halben effektiven Wellenlänge des ersten Hochfrequenzsignals und einem ganzzahligen
Vielfachen n im Wesentlichen einer halben effektiven Wellenlänge des zweiten Hochfrequenzsignals.
Die effektive Wellenlänge wird dabei auf die Mittelfrequenz bezogen und hängt von
einer Vakuumwellenlänge durch eine Verkürzungsfaktor ab, der von der Geometrie der
geschirmten symmetrischen Übertragungsleitung und verwendeten Materialien abhängt,
insbesondere deren Dielektrizitätskonstante. Als im Wesentlichen entsprechen wird
dabei angesehen, dass die Länge der Übertragungsleitung um weniger als 5%, 10%, 20
% oder 30% von einem ganzzahligen Vielfachen der halben effektiven Wellenlängen abweicht.
Vorzugsweise sind die effektiven Wellenlängen des ersten Hochfrequenzsignals und des
zweiten Hochfrequenzsignals im Wesentlichen gleich und damit die ganzen Zahlen n und
m gleich. Als im Wesentlichen gleich kann dabei angesehen werden, dass die Frequenzbereiche
beider Signale überlappen oder sich die Mittenfrequenzen um höchstens 1%, 5%, 10%
oder 20% unterscheiden. Es ist aber auch denkbar, dass das zu übertragendende erste
Hochfrequenzsignal und das zweite Hochfrequenzsignal unterschiedliche Mittenfrequenzen
aufweisen und m und n verschiedene ganze Zahlen sind.
[0019] Bei Längen der Übertragungsleitung, die einem ganzzahligen Vielfachen der halben
effektiven Wellenlänge entsprechen, ergibt sich auf vorteilhafte Weise ein Maximum
der Entkopplung des ersten und des zweiten Hochfrequenzsignals, sodass eine Dämpfung
des jeweils anderen Signals am Ende der Übertragungsleitung von mehr als 20dB, 30dB
oder 40dB erreicht werden kann. In einem Magnetresonanztomographen werden darüber
hinaus Frequenzraster bei der Auswahl verwendeter Frequenzen genutzt. Um Störungen
durch Oberwellen zu vermeiden, werden vorzugsweise Frequenzen mit einem Vielfachen
einer Grundfrequenz genutzt. Daher lassen sich auch Längen der Übertragungsleitung
bestimmen, bei denen für unterschiedliche Signalfrequenzen die Bedingung erfüllt ist.
[0020] In einer möglichen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Übertragungsvorrichtung
ist an einem von dem ersten Signaltreiber und dem zweiten Signaltreiber entfernten
Ende der Übertragungsleitung die erste Ader der symmetrischen Übertragungsleitung
mit der zweiten Ader über einen Entkopplungswiderstand elektrisch verbunden.
[0021] Ein Widerstand an einem von dem ersten Signaltreiber und dem zweiten Signaltreiber
entfernten Ende, auch als lastseitiges Ende der Übertragungsleitung bezeichnet, ist
aufgrund der Phasenverschiebung über die Länge der Übertragungsleitung in der Lage,
ein zwischen den Adern auftretendes Übersprechen zumindest teilweise zu kompensieren
und so die Übertragungseigenschaften weiter zu verbessern.
[0022] In einer denkbaren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Übertragungsvorrichtung
weist der Entkopplungswiderstand eine komplexe Impedanz auf.
[0023] Auf vorteilhafte Weise kann ein komplexer Entkopplungswiderstand zwischen den Adern
am lastseitigen Ende durch geeignete Frequenz- und Phasenabhängigkeit ein Übersprechen
der Übertragungsleitung noch besser kompensieren.
[0024] In einer möglichen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Übertragungsvorrichtung
weist diese eine Mehrzahl an symmetrischen Übertragungsleitungen, ersten Signaltreibern
und zweiten Signaltreiben zur Übertragung einer Mehrzahl an ersten Hochfrequenzsignalen
und zweiten Hochfrequenzsignalen auf. Dabei ist es sowohl denkbar, dass jede Übertragungsleitung
eine separate Schirmung für das jeweilige Paar aus erster Ader und zweiter Ader aufweist,
oder dass mehrere oder alle symmetrischen Übertragungsleitungen eine gemeinsame Schirmung
aufweisen, die diese dann gemeinsam umgibt.
[0025] Die erfindungsgemäße Übertragungsvorrichtung ermöglicht durch die Nutzung von Kabeln
mit einer Mehrzahl an symmetrischen Adernpaaren, beispielsweise Twisted-Pair-LAN-Kabel,
eine kostengünstige Übertragung einer Vielzahl von Hochfrequenzsignalen.
[0026] In einer denkbaren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Übertragungsvorrichtung
sind die erste Ader und die zweite Ader der symmetrischen Übertragungsleitung an einem
von dem ersten Signaltreiber und dem zweiten Signaltreiber entfernten Ende der Übertragungsleitung
durch jeweils einen Abschlusswiderstand zur Schirmung abgeschlossen. Der Abschlusswiderstand
weist dabei vorzugsweise eine Impedanz auf, die der Impedanz der Übertragungsleitung
im Wesentlichen entspricht, der Betrag des Abschlusswiderstandes also höchstens um
10%, 20%, 50% oder 100% von einem Betrag der Impedanz der Übertragungsleitung abweicht.
Aufgrund der nachfolgend in der Figurenbeschreibung beschriebenen Lambda/2-Transformation
sind aber auch andere Werte für die Impedanz des Abschlusswiderstands denkbar.
[0027] Auf vorteilhafte Weise werden durch einen Abschluss der Übertragungsleitung mit einem
Widerstand, der der Impedanz der Übertragungsleitung entspricht, Reflektionen auf
der Übertragungsleitung reduziert.
[0028] In einer möglichen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Übertragungsvorrichtung
weist das erste Hochfrequenzsignal eine erste Mittenfrequenz und das zweite Hochfrequenzsignal
eine zweite Mittenfrequenz aufweist, wobei die erste Mittenfrequenz und die zweite
Mittenfrequenz unterschiedlich sind. Als unterschiedlich wird dabei angesehen, dass
die erste Mittenfrequenz von der zweiten Mittenfrequenz um mehr als 30%, 50%, 100%
oder um ein mehrfaches abweicht.
[0029] Auf vorteilhafte Weise ist die erfindungsgemäße Übertragungsvorrichtung in der Lage,
unterschiedliche Signale auch in unterschiedlichen Frequenzbereichen unabhängig voneinander
zu übertragen, wobei als unabhängig eine Entkopplung des ersten Hochfrequenz von dem
zweiten Hochfrequenzsignal an einem von den Signaltreibern entgegengesetzten Ende
der Übertragungsleitung eine Dämpfung des jeweils anderen Signals von mehr als 10
dB, 20 dB, 30 dB oder 40 dB angesehen wird.
[0030] Das erfindungsgemäße Verfahren teilt die Vorteile der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0031] Die oben beschriebenen Eigenschaften, Merkmale und Vorteile dieser Erfindung sowie
die Art und Weise, wie diese erreicht werden, werden klarer und deutlicher verständlich
im Zusammenhang mit der folgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele, die im Zusammenhang
mit den Zeichnungen näher erläutert werden.
[0032] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine beispielhafte schematische Darstellung einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Magnetresonanztomographen;
- Fig. 2
- eine beispielhafte schematische Darstellung einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Übertragungsvorrichtung;
- Fig. 3
- eine beispielhafte schematische Darstellung einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Übertragungsvorrichtung;
- Fig. 4
- einen beispielhaften Verlauf einer Übersprechungsdämpfung in einer erfindungsgemäßen
Übertragungseinrichtung.
[0033] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Magnetresonanztomographen 1 mit einer erfindungsgemäßen Übertragungsvorrichtung 70.
[0034] Die Magneteinheit 10 weist einen Feldmagneten 11 auf, der ein statisches Magnetfeld
B0 zur Ausrichtung von Kernspins von Proben bzw. in einem Körper eines Patienten 40
in einem Aufnahmebereich erzeugt. Der Aufnahmebereich ist in einem Patiententunnel
16 angeordnet, der sich in einer Längsrichtung 2 durch die Magneteinheit 10 erstreckt.
Üblicherweise handelt es sich bei dem Feldmagneten 11 um einen supraleitenden Magneten,
der magnetische Felder mit einer magnetischen Flussdichte von bis zu 3T, bei neuesten
Geräten sogar darüber, bereitstellen kann. Für geringere Feldstärken können jedoch
auch Permanentmagnete oder Elektromagnete mit normalleitenden Spulen Verwendung finden.
[0035] Weiterhin weist die Magneteinheit 10 Gradientenspulen 12 auf, die dazu ausgelegt
sind, zur räumlichen Differenzierung der erfassten Abbildungsbereiche in dem Untersuchungsvolumen
dem Magnetfeld B0 variable Magnetfelder in drei Raumrichtungen zu überlagern. Die
Gradientenspulen 12 sind üblicherweise Spulen aus normalleitenden Drähten, die zueinander
orthogonale Felder in dem Untersuchungsvolumen erzeugen können.
[0036] Die Magneteinheit 10 weist ebenfalls eine Körperspule 14 auf, die dazu ausgelegt
ist, ein über eine Signalleitung zugeführtes Hochfrequenzsignal in das Untersuchungsvolumen
abzustrahlen und von dem Patient 40 emittierte Resonanzsignale zu empfangen und über
eine Signalleitung abzugeben. Weiterhin weist der erfindungsgemäße Magnetresonanztomograph
eine oder mehrere Lokalspulen 50 auf, die in dem Patiententunnel 16 nahe am Patient
40 angeordnet sind.
[0037] Eine Steuereinheit 20 versorgt die Magneteinheit 10 mit den verschiedenen Signalen
für die Gradientenspulen 12 und die Körperspule 14 und wertet die empfangenen Signale
aus.
[0038] So weist die Steuereinheit 20 eine Gradientenansteuerung 21 auf, die dazu ausgelegt
ist, die Gradientenspulen 12 über Zuleitungen mit variablen Strömen zu versorgen,
welche zeitlich koordiniert die erwünschten Gradientenfelder in dem Untersuchungsvolumen
bereitstellen.
[0039] Weiterhin weist die Steuereinheit 20 eine Empfangseinheit 22 auf, die ausgelegt ist,
einen Hochfrequenz-Puls mit einem vorgegebenen zeitlichen Verlauf, Amplitude und spektraler
Leistungsverteilung zur Anregung einer Magnetresonanz der Kernspins in dem Patienten
40 zu erzeugen. Dabei können Pulsleistungen im Bereich von Kilowatt erreicht werden.
Die einzelnen Einheiten sind über einen Signalbus 25 untereinander verbunden.
[0040] Die Lokalspule 50 empfängt vorzugsweise ein Magnetresonanzsignal aus dem Körper des
Patienten 40, denn aufgrund des geringen Abstandes ist das Signal-zu-Rauschverhältnis
(SNR) der Lokalspule 50 besser als bei einem Empfang durch die Körperspule 14. Das
von der Lokalspule 50 empfangene MR-Signal wird in der Lokalspule 50 aufbereitet und
mittels der erfindungsgemäßen Übertragungsvorrichtung 70 an die Empfangseinheit 22
des Magnetresonanztomographen 1 zur Auswertung und Bilderfassung weitergeleitet. Dabei
können Teile der Übertragungsvorrichtung 70 auch in einem Gehäuse der Lokalspule 50
vorgesehen sein.
[0041] Fig. 2 zeigt eine mögliche Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Übertragungsvorrichtung
in schematischer Darstellung.
[0042] Die erfindungsgemäße Übertragungsvorrichtung 70 weist eine symmetrische Übertragungsleitung
71 auf, bei der sich eine erste Ader 73 und eine zweite Ader 74 durch ein Dielektrikum
getrennt, von einer Schirmung 72 umgeben, entlang einer Längsausdehnung der Übertragungsleitung
71 erstrecken. Die erste Ader 73 und die zweite Ader 74 können dabei wie in der Zeichnung
angedeutet miteinander verdrillt sein. Beispiele für derartige Übertragungsleitungen
sind LAN-Kabel, beispielsweise CAT-7 Kabel, bei denen mehrere Adernpaare gebündelt
sind. Die Schirmung 72 kann dabei Beispielsweise durch eine leitende Folie oder von
einem Drahtgeflecht gebildet sein. Es ist aber auch denkbar, dass die erste Ader 73
und die zweite Ader 74 in einem im Wesentlichen vorbestimmten Abstand parallel zueinander
entlang der Längsausdehnung angeordnet sind.
[0043] In einer Ausführungsform können die erste Ader 73 und die zweite Ader 74 sowie die
Schirmung 72 an einem oder beiden Enden der Übertragungsleitung mit einem Steckverbinder
, beispielsweise einem RJ-45 Stecker, für eine lösbare elektrische Verbindung konfektioniert
sein.
[0044] Es ist auch denkbar, dass mehrere Adernpaare in einem gemeinsamen Schirm geführt
werden, ohne gegeneinander durch paarweise Schirmung geschirmt zu sein, beispielsweise
LAN CAT-6 Kabel mit der Bezeichnung S/UTP ("Screened Unshielded Twisted Pair").
[0045] Die Übertragungsvorrichtung 70 weist weiterhin einen ersten Signaltreiber 80 mit
einem ersten Signaleingang 81 und einen zweiten Signaltreiber 85 mit einem zweiten
Signaleingang 86 zur Zuführung von zwei unabhängigen Hochfrequenzsignalen auf, jeweils
eines der Hochfrequenzsignale für einen Signaltreiber. Als Bezugspotential für das
erste und das zweite Hochfrequenzsignal dient ein Bezugspotential bzw. Massepotential
75. Als unabhängig werden dabei die Hochfrequenzsignale angesehen, wenn diese nicht
unmittelbar voneinander durch eine einfache passive oder aktive Schaltung abgeleitet
werden. Insbesondere werden nicht solche Hochfrequenzsignale als unabhängig betrachtet,
die üblicherweise für die Verwendung von symmetrischen Übertragungsleitungen aus einem
einzigen Signal durch Invertierung bzw. Phasenverschiebung erzeugt werden, sodass
die erste Ader und die zweite Ader jeweils entgegengesetzte Spannung führen und ein
übersprechendes Signal durch das entgegengesetzte Signal der anderen Ader kompensiert
wird. Auch ist das Summensignal unabhängiger Hochfrequenzsignale nicht dauerhaft im
Wesentlichen gleich Null, sodass für das erste Hochfrequenzsignal und das zweite Hochfrequenzsignal
nach der Übertragungsleitung ein Bezugspotential bzw. eine Signalmasse bereitgestellt
werden muss.
[0046] Das erste und das zweite Hochfrequenzsignal wird in dem ersten Signaltreiber 80 und
dem zweiten Signaltreiber 85 verstärkt und/oder an eine Impedanz angepasst, die an
dem ersten Signalausgang 82 bzw. dem zweiten Signalausgang 87 angeschlossen ist. Dabei
ist es sowohl denkbar, dass der erste Signaltreiber 80 und der zweite Signaltreiber
85 aktive Verstärkerschaltungen sind oder auch nur passive Anpassungsnetzwerke.
[0047] Der erste Signalausgang 82 ist dabei mit der ersten Ader 73 elektrisch verbunden
und der zweite Signalausgang 87 mit der zweiten Ader 74. Eine Impedanz der ersten
Ader 73 und der zweiten Ader 74 als Lastimpedanz an den Signalausgängen ist dabei
durch die Geometrie der Übertragungsleitung 71 sowie der verwendeten Materialien bestimmt.
Auch kann wie nachfolgend zu Fig. 3 erläutert, die Impedanz durch Abschlusswiderstände
beeinflusst sein. Weiterhin ist das Massepotential 75, das das Bezugspotential für
den ersten Signaleingang 81 und den zweiten Signaleingang 86 bildet, auch gleichzeitig
das Bezugspotential für den ersten Signalausgang 82 und den zweiten Signalausgang
87 und sowohl mit dem ersten Signaltreiber 80, dem zweiten Signaltreiber 85 und der
Schirmung 72 elektrisch verbunden, vorzugsweise ohmsch.
[0048] Der erste Signaltreiber 80 und der zweite Signaltreiber 85 sind vorzugsweise in einem
Gehäuse der Lokalspule 50 vorgesehen, es ist aber genauso denkbar, dass der erste
Signaltreiber 80 und der zweite Signaltreiber 85 in einem separaten Gehäuse, in einem
Gehäuse eines Steckverbinders oder bei einer Signalübertragung von der Steuereinheit
20 hin zu der Lokalspule 50 auch in einem Gehäuse der Steuereinheit 20 als ein Bestandteil
vorgesehen ist.
[0049] Vorzugsweise weist die Übertragungsleitung 71 eine Länge 76 auf, die ein ganzzahliges
Vielfaches der verkürzten effektiven halben Wellenlänge des ersten und des zweiten
Hochfrequenzsignals ist. Ein Verkürzungsfaktor ergibt sich durch die Geometrie und
die verwendeten Materialien, insbesondere deren Dielektrizitätskonstante, der Übertragungsleitung
71. Ein typischer Wert für den Verkürzungsfaktor ist bei einem CAT-7 Kabel zwischen
0,6 und 0,7. Für Längen 76, die ein Vielfaches der verkürzten halben Wellenlänge des
ersten und/oder zweiten Hochfrequenzsignals sind, ergeben sich Minima im Übersprechen
zwischen dem ersten und dem zweiten Hochfrequenzsignal an dem Ende der Übertragungsleitung
71, das dem ersten Signaltreiber 80 und dem zweiten Signaltreiber 85 entgegengesetzt
ist.
[0050] Zudem reduziert sich bei diesen Längenverhältnissen der Einfluss der vorliegenden
Leitungsimpedanz auf die Signalübertragung, da aufgrund der Lambda/2-Transformation
am Leitungs-Eingang stets die am Leitungs-Ende vorliegende Lastimpedanz erscheint.
Hierdurch wird es möglich, Kabelanordnungen zu verwenden, die nicht für diesen Anwendungsfall
auf zum Beispiel 50 Ω Leitungsimpedanz ausgelegt wurden.
[0051] In Fig. 4 ist ein beispielhafter Verlauf der Übersprechungsdämpfung in einer erfindungsgemäßen
Übertragungseinrichtung dargestellt. Die horizontale Achse gibt das Verhältnis der
Länge durch die effektive Wellenlänge an, das entspricht gleichzeitig einer zunehmenden
Frequenz nach rechts. Die Hochachse gibt die den Pegel des jeweils anderen Hochfrequenzsignals
in Dezibel in Bezug auf das zu übertragende Hochfrequenzsignal an dem Ende der Übertragungsleitung
71 an, das dem ersten Signaltreiber 80 und dem zweiten Signaltreiber 85 entgegengesetzt
ist. Dabei schwankt der Pegel zwischen -5 dB bei ungünstiger Länge 76 der Übertragungsleitung
71 und - 40 dB bei einer idealen Länge L = Lambda
eff*n/2 mit n als natürlicher Zahl. Die maximale Dämpfung ist dabei abhängig von den
Eigenschaften der Übertragungsleitung und kann typische Werte zwischen 15 dB und 45
dB oder mehr annehmen. Die Dämpfung ergibt sich als der Betrag des Pegelverhältnisses.
[0052] Weisen das erste und das zweite Hochfrequenzsignal unterschiedliche Mittenfrequenzen
und effektive Wellenlängen λ
1, λ
2 auf, so ist es in einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Übertragungsvorrichtung
70 möglich, die Länge der Übertragungsleitung 70 L als L = (n*λ
1)/2 = (m*λ
2)/2 mit n, m als natürliche Zahlen zu wählen.
[0053] Aus der Fig. 4 ist auch ersichtlich, dass das Minimum der Übersprechungsdämpfung
eine gewisse Breite in Bezug auf Länge zur effektiven Wellenlänge und damit auch in
Bezug auf die Frequenz des ersten bzw. zweiten Hochfrequenzsignals aufweist. Auf vorteilhafte
Weise ist es daher auch möglich, ein Signal mit einer gewissen Bandbreite zu übertragen,
ohne dass die Übersprechungsdämpfung zu groß wird. Hier ist zwischen geforderter Bandbreite,
minimal zulässiger Übersprechungsdämpfung in Abhängigkeit von den Eigenschaften der
Übertragungsleitung 71 abzuwägen.
[0054] Fig. 3 stellt eine denkbare Ausführungsform der erfindungsgemäßen Übertragungsvorrichtung
70 dar. Gleiche Gegenstände sind mit gleichen Referenzzeichen bezeichnet.
[0055] Die Übertragungsvorrichtung 70 der Fig. 3 unterscheidet sich zum einen von der Übertragungsvorrichtung
der Fig. 2 durch die Abschlusswiderstände 83. Mittels der Abschlusswiderstände 83
können Reflexionen auf der Übertragungsleitung 71 reduziert werden, wenn die Ausgangsimpedanz
des ersten Signaltreibers 80 und des zweiten Signaltreibers 85 nicht der Leitungsimpedanz
der Übertragungsleitung 71 entsprechen oder eine an dem den Signaltreibern entgegengesetzte
Ende angeschlossene Last eine andere Eingangsimpedanz aufweist.
[0056] Gleichzeitig oder auch unabhängig von den Abschlusswiderständen 83 ist es denkbar,
die erste Ader 73 und die zweite Ader 74 an dem den Signaltreibern entgegengesetzte
Ende der Übertragungsleitung 71 durch einen Entkopplungswiderstand 84 zu verbinden.
Aufgrund der Phasenverschiebung durch die Länge 76 der Übertragungsleitung 71 mit
L = Lambda
eff*n/2 kann durch ein entgegengesetztes Vorzeichen des ersten Hochfrequenzsignals zu
dem auf die zweite Ader 74 eingekoppelte Übersprechungssignal die Übersprechungsdämpfung
verbessert werden, und umgekehrt für das zweite Hochfrequenzsignal.
[0057] In den Fig. 2 und Fig. 3 ist die elektrische Verbindung zwischen dem ersten Signalausgang
82 und der ersten Ader 73 bzw. dem zweiten Signalausgang 87 und der zweiten Ader 74
nur schematisch angedeutet und die Art der elektrischen Verbindung nicht genauer festgelegt.
Bei dieser elektrischen Verbindung kann es sich bei einer geringen Länge, beispielsweise
einer Länge kleiner als ein Zehntel der effektiven Wellenlänge Lambda
eff des zu übertragenden Hochfrequenzsignals um einfache elektrische Drahtverbindungen
oder Leitungen auf einer Platine. Bei größeren Längen werden jedoch Wellenphänomene
wie Reflektion relevant, sodass vorzugsweise Wellenleiter wie zum Beispiel Koaxialleitungen
oder Streifenleiter, gegebenen Falls mit Abschlusswiderständen, die elektrische Verbindung
bereitstellen.
[0058] In einer möglichen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Übertragungsvorrichtung
kann die Übertragungsleitung 71 auch eine Mehrzahl an Paaren von erster Ader 73 und
zweiter Ader 74 aufweisen, die jeweils mit einer separaten Schirmung 72 versehen sind.
Beispielsweise weist ein LAN-Kabel der Kategorie CAT-7 insgesamt vier Adernpaare mit
eigener Abschirmung auf, sodass mit einem CAT-7-Kabel eine erfindungsgemäße Übertragungsvorrichtung
70 zur Übertragung von insgesamt acht voneinander unabhängigen Hochfrequenzsignalen
bereitgestellt wird.
[0059] In einer weiteren möglichen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Übertragungsvorrichtung
kann die Übertragungsleitung 71 auch eine Mehrzahl an Paaren von erster Ader 73 und
zweiter Ader 74 aufweisen, die zusammengefasst lediglich mit einer gemeinsamen Schirmung
72 versehen sind, die jedoch nicht paarweise mit einer separaten Schirmung 72 versehen
sind. Hierunter fallen beispielsweise LAN-Kabel mit der Bezeichnung S/UTP ("Screened
Unshielded Twisted Pair").
[0060] Das erste Hochfrequenzsignal oder das zweite Hochfrequenzsignal können beispielsweise
Magnetresonanzsignale sein, die von mehreren Antennenspulen einer Lokalspule 50 aufgenommen
werden. Diese Signale können dabei beispielsweise durch einen Vorverstärker (LNA)
verstärkt sein, oder auch durch Mischung mit einem lokalen Oszillator auf eine niedrigere
Zwischenfrequenz umgesetzt sein. Dabei ist es denkbar, dass zur weiteren Verarbeitung
das lokale Oszillatorsignal als Referenz benötigt wird und ebenfalls eines der zu
übertragenden Hochfrequenzsignale ist.
[0061] In einer denkbaren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Magnetresonanztomographen
1 kann eine weitere Kompensation des Übersprechens in einer der Übertragungsvorrichtung
nachfolgenden Signalverarbeitung realisiert werden. Beispielsweise kann die Empfangseinheit
22 durch ein passives Kompensationsnetzwerk oder auch durch eine digitale Signalbearbeitung
ausgelegt sein, Anteile des zweiten Hochfrequenzsignals in dem übertragenen ersten
Hochfrequenzsignal zu reduzieren. Wenn die Eigenschaften der Übertragungsvorrichtung
70 bekannt sind, insbesondere der Grad des Übersprechens und die Phasenbeziehung,
so kann digital oder analog ein entsprechendes Kompensationssignal mit umgekehrtem
Vorzeichen erzeugt werden und durch Summation der Signale eine weitere Reduzierung
des Übersprechens erreicht werden.
[0062] Das erfindungsgemäße Verfahren zum Übertragen eines ersten Hochfrequenzsignals und
eines zweiten Hochfrequenzsignals wird auf einem erfindungsgemäßen Magnetresonanztomographen
1 mit einer bereits beschriebenen erfindungsgemäßen Übertragungsvorrichtung 70 ausgeführt.
Bei dem Übertragungsverfahren wird das erste Hochfrequenzsignal dem ersten Signaleingang
81 des ersten Signaltreibers 80 zugeführt wird und an dem ersten Signalausgang 82
an die erste Ader 73 der Übertragungsleitung 71 weitergeleitet. Ebenso wird das zweite
Hochfrequenzsignal dem zweiten Signaleingang 86 des zweiten Signaltreibers 85 zugeführt
und an dem zweiten Signalausgang 87 an die zweite Ader 74 weitergeleitet. Das erste
Hochfrequenzsignal und das zweite Hochfrequenzsignal sind voneinander unabhängige
Signale in dem bereits beschriebenen Sinn, insbesondere lässt sich das zweite Hochfrequenzsignal
nicht durch eine einfache passive oder aktive Schaltung aus dem ersten Hochfrequenzsignal
ableiten, und umgekehrt. Das erste Hochfrequenzsignal und das zweite Hochfrequenzsignal
können beispielsweise Magnetresonanzsignale unterschiedlicher Antennenspulen aus unterschiedlichen
Körperbereichen sein. Das erste Hochfrequenzssignal und das zweite Hochfrequenzsignal
werden erfindungsgemäß zu einem von dem ersten Signaltreiber und dem zweiten Signaltreiber
entfernten Ende der Übertragungsleitung unabhängig voneinander übertragen, mit anderen
Worten, das erste Hochfrequenzsignal und das zweite Hochfrequenzsignal sind nach der
Übertragung im Wesentlichen unverändert, d.h. bis auf eine konstante Dämpfung und
Phasenverschiebung. Insbesondere ist eine Übersprechungsdämpfung zwischen den beiden
Hochfrequenzsignalen größer als 15, 20, 30 oder 40 dB.
[0063] Obwohl die Erfindung im Detail durch das bevorzugte Ausführungsbeispiel näher illustriert
und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele
eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden,
ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.
1. Übertragungsvorrichtung zum Übertragen eines ersten Hochfrequenzsignals und eines
zweiten Hochfrequenzsignals für einen Magnetresonanztomographen (1), wobei die Übertragungsvorrichtung
(70) aufweist:
eine geschirmte symmetrische Übertragungsleitung (71) zur Übertragung des ersten Hochfrequenzsignals
und des zweiten Hochfrequenzsignals,
einen ersten Signaltreiber (80), wobei ein erster Signaleingang (81) des ersten Signaltreibers
(80) ausgelegt ist, das erste Hochfrequenzsignal zu empfangen und wobei ein erster
Signalausgang (82) des ersten Signaltreibers (80) mit einer ersten Ader (73) der symmetrischen
Übertragungsleitung (71) in elektrischer Verbindung steht;
einen zweiten Signaltreiber (85), wobei ein zweiter Signaleingang (86) des zweiten
Signaltreibers (85) ausgelegt ist, das zweite Hochfrequenzsignal zu empfangen und
wobei ein zweiter Signalausgang (87) des zweiten Signaltreibers (85) mit einer zweiten
Ader (74) der symmetrischen Übertragungsleitung (71) in elektrischer Verbindung steht
und wobei eine Schirmung (72) der symmetrischen Übertragungsleitung (71) mit einem
gemeinsamen Massepotential (75) für den ersten Signalausgang (82) und den zweiten
Signalausgang (87) in elektrischer Verbindung steht.
2. Übertragungsvorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Übertragungsvorrichtung (70) ausgelegt
ist, das erste Hochfrequenzsignal und das zweite Hochfrequenzsignal unabhängig voneinander
zu übertragen.
3. Übertragungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei eine Länge (76) der Übertragungsleitung
(71) im Wesentlichen einem ganzzahligen Vielfachen m einer halben effektiven Wellenlänge
des ersten Hochfrequenzsignals entspricht und im Wesentlichen einem ganzzahligen Vielfachen
n einer halben effektiven Wellenlänge des zweiten Hochfrequenzsignals.
4. Übertragungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei an einem von
dem ersten Signaltreiber (80) und dem zweiten Signaltreiber (85) entfernten Ende der
Übertragungsleitung (71) die erste Ader (73) der symmetrischen Übertragungsleitung
(71) mit der zweiten (74) Ader über einen Entkopplungswiderstand (84) elektrisch verbunden
ist.
5. Übertragungsvorrichtung nach Anspruch 4, wobei der Entkopplungswiderstand (84) eine
komplexe Impedanz aufweist.
6. Übertragungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Übertragungsvorrichtung
(70) eine Mehrzahl an symmetrischen Übertragungsleitungen (71), ersten Signaltreibern
(80) und zweiten Signaltreiben (85) zur Übertragung einer Mehrzahl an ersten Hochfrequenzsignalen
und zweiten Hochfrequenzsignalen aufweist.
7. Übertragungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die erste Ader
(73) und die zweite Ader (74) der symmetrischen Übertragungsleitung (71) an einem
von dem ersten Signaltreiber (80) und dem zweiten Signaltreiber (85) entfernten Ende
der Übertragungsleitung (71) durch jeweils einen, insbesondere einer Leitungsimpedanz
der ersten Ader (73) und der zweiten Ader (74) entsprechenden Abschlusswiderstand
(83) zur Schirmung (72) abgeschlossen sind.
8. Übertragungsvorrichtung einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das erste Hochfrequenzsignal
eine erste Mittenfrequenz und das zweite Hochfrequenzsignal eine zweite Mittenfrequenz
aufweist, wobei die erste Mittenfrequenz und die zweite Mittenfrequenz unterschiedlich
sind.
9. Magnetresonanztomograph mit einer Übertragungsvorrichtung (71) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche.
10. Magnetresonanztomograph nach Anspruch 9, wobei der Magnetresonanztomograph (1) eine
Lokalspule (50) und eine Empfangseinrichtung (22) aufweist und die Übertragungseinrichtung
(70) eine Signalverbindung zwischen der Lokalspule (50) und der Empfangseinrichtung
(22) herstellt.
11. Magnetresonanztomograph nach Anspruch 9 oder 10, wobei das erste Hochfrequenzsignal
und/oder das zweite Hochfrequenzsignal eines aus Magnetresonanzsignal, Zwischenfrequenzsignal
oder lokalem Oszillatorsignal ist oder sich aus diesen zu einem kombinierten Signal
zusammensetzt.
12. Magnetresonanztomograph nach einem der Ansprüche 9 bis 11, wobei die Empfangseinrichtung
eine digitale Signalverarbeitung zur Verarbeitung der von der Übertragungsvorrichtung
empfangenen Signale aufweist und die digitale Signalverarbeitung ausgelegt ist, ein
Übersprechen der zwischen den Signalen zumindest teilweise zu kompensieren.
13. Verfahren zum Übertragen eines ersten Hochfrequenzsignals und eines zweiten Hochfrequenzsignals
für einen Magnetresonanztomographen (1), mit einer Übertragungsvorrichtung (70), wobei
die Übertragungsvorrichtung (70) aufweist:
eine geschirmte symmetrische Übertragungsleitung (71), einen ersten Signaltreiber
(80) mit einem ersten Signaleingang (81)und einem ersten Signalausgang (82), der mit
einer ersten Ader (73) der symmetrischen Übertragungsleitung (71) elektrisch verbunden
ist;
einen zweiten Signaltreiber (85) mit einem zweitem Signaleingang (86) und einem zweiten
Signalausgang (87), der mit einer zweiten Ader (74) der symmetrischen Übertragungsleitung
(71) elektrisch verbunden ist;
eine Schirmung (72) der symmetrischen Übertragungsleitung (71), wobei die Schirmung
(72) mit einem gemeinsamen Massepotential (75) für den ersten Signalausgang (83) und
den zweiten Signalausgang (87) elektrisch verbunden ist,
wobei in einem Schritt des Verfahrens das erste Hochfrequenzsignal dem ersten Signaleingang
(81) des ersten Signaltreibers (80) zugeführt wird und an dem ersten Signalausgang
(82) an die erste Ader (73) weitergeleitet wird, das zweite Hochfrequenzsignal dem
zweiten Signaleingang (86) des zweiten Signaltreibers (85) zugeführt wird und an dem
zweiten Signalausgang (87) an die zweite Ader (74) weitergeleitet wird,
wobei das erste Hochfrequenzsignal unabhängig von dem zweiten Hochfrequenzsignal ist
und das erste Hochfrequenzssignal und das zweite Hochfrequenzsignal zu einem von dem
ersten Signaltreiber (80) und dem zweiten Signaltreiber (85) entfernten Ende der Übertragungsleitung
(71) unabhängig voneinander übertragen werden.