[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erneuerung eines Gleises und Reinigung einer
Schotterbettung.
[0002] Gemäß
AT 368 217 ist ein Verfahren zur Sanierung eines Gleisunterbaues bekannt, bei dem mittels eines
brückenartigen ersten Gleisbaufahrzeuges ein Gleisjoch von einer Schotterbettung abgehoben
und vorübergehend in Gleislängsrichtung entfernt wird. In der so geschaffenen Umbaulücke
wird durch ein zweites Fahrzeug die alte Schotterbettung ausgeräumt. Danach wird -
wieder mittels des ersten Fahrzeugs - eine Planumschutzschichte sowie neuer Schotter
in die Umbaulücke eingebracht. Auf diese neue Bettung erfolgt die Ablage bzw. der
Wiedereinbau des alten Gleisjoches, das während des Bettungssanierungsvorgangs vom
Rahmen des ersten Fahrzeugs hängend auf diesem untergebracht war.
[0003] Aus
CH 657 649 ist eine Gleisbaumaschine zur teilweisen Erneuerung eines Gleises bekannt, die aus
einem endseitig auf zwei Fahrwerken gelagerten Tragbalken besteht. Dieser wird über
einem auszubauenden Gleisjoch platziert, welches hochgehoben und am Balken fixiert
wird. Danach wird die Maschine auf Raupenfahrwerken längs der Gleisbaulücke bewegt,
wobei mittels einer am Balkenende vorgesehenen Räumkette die alte Schotterbettung
entfernt und neuer Schotter eingebracht wird. Auf diesen wird das alte Gleisjoch anschließend
wieder abgelegt.
[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt nun in der Schaffung eines Verfahrens
der eingangs genannten Art, mit dem eine vereinfachte komplette Gleiserneuerung möglich
ist.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem Verfahren der gattungsgemäßen Art durch
die im Kennzeichen des Hauptanspruches angeführten Merkmale gelöst.
[0007] Ein derartiges Verfahren bietet den Vorteil, dass eine komplette Gleiserneuerung
inklusive eines Abtransportes der Altschienen und parallel dazu erfolgender Heranschaffung
von Neuschienen möglich ist. Damit erübrigt sich in vorteilhafter Weise ein zwei zusätzliche
Gleissperren erfordernder Abtransport der Altschienen bzw. eine Zulieferung von neuen
Schienen, die im Regelfall seitlich neben dem zu erneuernden Gleis vorgelagert werden.
[0008] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem Unteranspruch und der Zeichnungsbeschreibung.
[0009] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
näher beschrieben. Es zeigen: Fig. 1 eine (aus Platzgründen in zwei Teilen gezeigte)
schematische Seitenansicht des vorderen Abschnitts einer Anlage zur Gleiserneuerung
und Schotterreinigung, Fig. 2 eine vergrößerte Detailansicht eines Teiles der Anlage,
und Fig. 3 eine schematische Seitenansicht des hinteren Abschnitts der Anlage.
[0010] Eine in den Zeichnungen ersichtliche Anlage 1 dient zur Erneuerung eines Gleises
2 und zur Reinigung einer Schotterbettung 3 und besteht im Wesentlichen aus einer
Anzahl von in Gleislängsrichtung hintereinander angeordneten Gleisbaufahrzeugen, die
in einer Arbeitsrichtung 4 auf Schienenfahrwerken 5 bzw. teilweise zusätzlich auf
Raupenfahrwerken 6 verfahrbar sind. Der in Fig. 1 gezeigte vordere Abschnitt der Anlage
1 ist dem Abbau des alten Gleises 2 gewidmet und setzt sich aus einer Jochausbaumaschine
7 sowie mehreren, dieser in Arbeitsrichtung 4 vorgeordneten Gleisjoch-Waggons 8 zusammen.
Am vorderen Ende der Anlage 1 befindet sich ein Beladewagen 9, an den Silowagen 10
gekuppelt sind. Der Jochausbaumaschine 7 ist eine unabhängig verfahrbare Schotterbett-Reinigungsmaschine
11 nachgeordnet.
[0011] Der in Fig. 3 ersichtliche hintere Abschnitt der Anlage 1 dient der Verlegung eines
neuen Gleises 2 und beinhaltet eine der Reinigungsmaschine 11 in Arbeitsrichtung 4
nachfolgende Schwellenverlegemaschine 12, an die ein Antriebswagen 13 sowie eine Anzahl
von Schwellenwaggons 14 gekuppelt sind.
[0012] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Gleiserneuerung beginnt mit der abschnittsweisen
Entfernung des alten Gleises 2, indem jeweils ein Gleisjoch 15 mittels der Jochausbaumaschine
7 unter Bildung einer Umbaulücke 17 von der Schotterbettung 3 aufgehoben und mit Hilfe
eines Portalkranes 16 in Arbeitsrichtung 4 nach vorne transportiert wird (Fig. 1),
wo das Gleisjoch 15 auf einem der - auf dem alten Gleis 2 fahrenden - Gleisjoch-Waggons
8 abgelegt wird. Dabei ist das vordere Ende der Jochausbaumaschine 7 über Schienenfahrwerke
5 auf dem alten Gleis 2 abgestützt, während das hintere Ende der Maschine 7 in der
Umbaulücke 17 über ein zu diesem Zweck abgesenktes Raupenfahrwerk 6 auf der nun freigelegten
Schotterbettung 3 aufliegt.
[0013] Die in der Umbaulücke 17 nachfolgende, ebenfalls auf abgesenkten Raupenfahrwerken
6 fahrende Reinigungsmaschine 11 nimmt mittels einer Räumkette 18 die Schotterbettung
3 auf und reinigt diese in einer Siebanlage 19. Der gereinigte Schotter 20 wird über
eine Schurre 21 gleich wieder abgeworfen und hinter dem hinteren Raupenfahrwerk 6
planiert. Zusätzlich besteht auch noch die alternative Möglichkeit, über ein Förderband
22 bedarfsweise neuen Schotter via die Schurre 21 in die Umbaulücke 17 einzubringen
und zu planieren.
[0014] Wie in Fig. 1 und 2 zu sehen ist, wird der in der Siebanlage 19 anfallende Abraum
32 über eine Förderbandstraße 23 unterhalb der auf den Gleisjoch-Waggons 8 abgelegten
Gleisjoche 15 in Arbeitsrichtung 4 der Anlage 1 nach vorne transportiert, wo er über
den Beladewagen 9 (Fig. 1) in die Silowagen 10 zur Speicherung abgeworfen wird. Um
das Vorschieben eines ausgebauten Gleisjoches 15 auf der Jochausbaumaschine 7 zur
Ablage auf den ersten Gleisjoch-Waggon 8 ungehindert zu ermöglichen, ist ein Förderband
24 der Abraum-Förderbandstraße 23 über einen Antrieb 25 vertikal verschwenkbar ausgebildet.
Während des Vorschiebens des Gleisjoches 15 durch den Bereich dieses Förderbandes
24 wird der Abraumtransport kurzzeitig unterbrochen.
[0015] Die Vorfahrt der Jochausbaumaschine 7 und der nachfolgenden Reinigungsmaschine 11
muss derart aufeinander abgestimmt werden, dass eine kontinuierliche Übergabe des
Abraumes 32 auf ein hinteres Ende 33 der Förderbandstraße 23 möglich ist.
[0016] Im in Fig. 3 gezeigten hinteren Abschnitt der Anlage 1 folgt die unabhängig verfahrbare
Schwellenverlegemaschine 12 der Reinigungsmaschine 11 in einem gewissen Abstand und
ist dabei mit ihrem vorderen Ende auf einem Raupenfahrwerk 6 in der Umbaulücke 17
auf dem neuen bzw. gereinigten Schotter 20 abgestützt. Auf diesem werden anhand einer
Schwellenablagevorrichtung 26 kontinuierlich Neuschwellen 27 abgelegt, die mit Hilfe
eines Portalkranes 28 lagenweise herantransportiert werden. Die Neuschwellen 27 sind
auf am hinteren Ende der Anlage 1 angeordneten (nicht im Detail gezeigten) Schwellenwaggons
14 gelagert, wobei unterhalb der Neuschwellen 27 zusätzlich auch Neuschienen 29 gelagert
sind.
[0017] Diese Neuschienen 29 werden auf den Schwellenwaggons 14 mit Hilfe des Portalkrans
28 paarweise anhand einer Greifvorrichtung 30 erfasst und in Arbeitsrichtung 4 nach
vorne bis zu einer vorderen Übergabeposition 31 transportiert. In dieser Position
werden die freien Enden der Neuschienen 29 durch entsprechende - auf der Reinigungsmaschine
11 befestigte - Schienenzangen 34 übernommen und in die Umbaulücke 17 vorgezogen und
sodann auf dem gereinigten Schotter 20 der Schotterbettung 3 temporär abgelegt. Nach
erfolgter Neuschwellenablage werden die vorgelagerten Neuschienen 29 von der Schotterbettung
3 abgehoben, auf die Neuschwellen 27 eingespreizt und mit diesen zur Bildung des erneuerten
Gleises 2 verbunden.
1. Verfahren zur Erneuerung eines Gleises (2) und Reinigung einer Schotterbettung (3),
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) das alte Gleis (2) wird abschnittsweise als Gleisjoch (15) von der Schotterbettung
(3) aufgehoben, in einer Arbeitsrichtung (4) vortransportiert und auf Gleisjoch-Waggons
(8) abgelegt,
b) die freigelegte, eine Umbaulücke (17) bildende Schotterbettung (3) wird durch eine
Reinigungsmaschine (11) gereinigt, dabei anfallender Abraum (32) wird unterhalb der
auf den Gleisjoch-Waggons (8) abgelegten Gleisjoche (15) vortransportiert und in Silowagen
(10) gespeichert,
c) unterhalb von auf Schwellenwaggons (14) positionierten Neuschwellen (27) vorgelagerte
Neuschienen (29) werden durch die Reinigungsmaschine (11) in die Umbaulücke (17) vorgezogen
und auf der gereinigten Schotterbettung (3) abgelegt,
d) die Neuschwellen (27) werden auf die gereinigte Schotterbettung (3) abgelegt und
mit den von der Schotterbettung (3) abgehobenen Neuschienen (29) verbunden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Neuschienen (29) durch einen zum Transport der Neuschwellen (27) in Arbeitsrichtung
vorgesehenen Portalkran (28) paarweise in eine vordere Übergabeposition (31) zur Übernahme
durch die Reinigungsmaschine (11) gezogen werden.
1. A method for renewing a track (2) and cleaning a ballast bed (3),
characterized by the following features:
a) the old track (2) is lifted off the ballast bed (3) in sections as a track panel
(15), transported forward in a working direction (4) and deposited on track panel
wagons (8),
b) the exposed ballast bed (3), forming a renewal gap (17), is cleaned by a cleaning
machine (11), spoil (32) accruing in the process is transported forward underneath
the track panels (15) deposited on the track panel wagons (8), and stored in hopper
cars (10),
c) new rails (29), pre-deposited underneath new sleepers (27) positioned on sleeper
wagons (14), are pulled forward into the renewal gap (17) by the cleaning machine
(11) and deposited on the cleaned ballast bed (3),
d) the new sleepers (27) are laid down on the cleaned ballast bed (3) and connected
to the new rails (29) lifted off the ballast bed (3).
2. A method according to claim 1, characterized in that, by means of a gantry crane (28) provided for transport of the new sleepers (27)
in the working direction (4), the new rails (29) are pulled in pairs into a front
transfer position (31) for being received by the cleaning machine (11).
1. Procédé de renouvellement d'une voie ferrée (2) et de nettoyage d'un lit de ballast
(3),
caractérisé par les caractéristiques suivantes :
a) l'ancienne voie ferrée (2) est soulevée du lit de ballast (3) par sections en tant
qu'élément de voie préfabriqué (15), transportée au préalable dans un sens de travail
(4) et déposée sur des wagons d'éléments de voie préfabriqués (8),
b) le lit de ballast libéré (3) formant un intervalle de réfection (17) est nettoyé
par une machine de nettoyage (11), les déblais (32) produits ce faisant sont transportés
au préalable en dessous des éléments de voie préfabriqués (15) déposés sur les wagons
d'éléments de voie préfabriqués (8) et stockés dans des wagons-silos (10),
c) de nouveaux rails (29) logés au préalable en dessous de nouvelles traverses (27)
positionnées sur des wagons de traverses (14) sont avancés par la machine de nettoyage
(11) dans l'intervalle de réfection (17) et déposés sur le lit de ballast nettoyé
(3),
d) les nouvelles traverses (27) sont déposées sur le lit de ballast nettoyé (3) et
connectées aux nouveaux rails (29) relevés du lit de ballast (3).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les nouveaux rails (29) sont tirés par une grue à portique (28) prévue pour le transport
des nouvelles traverses (27) dans le sens de travail par paire dans une position de
transfert avant (31) pour la réception par la machine de nettoyage (11).
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