Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft eine Haarbürste zum Entwirren und Pflegen von Haupthaar sowie
ein Verfahren zum Herstellen einer Haarbürste zum Entwirren und Pflegen von Haupthaar.
Die Haarbürste kann insbesondere eingerichtet sein für eine Anwendung, beispielsweise
für eine Pflege und/oder ein Frisieren von menschlichem Haar. Die Haarbürste kann
eingerichtet sein für eine Verwendung in trockenem Haar und/oder für eine Verwendung
in nassem Haar und/oder bei einem Trocknungsvorgang des Haars, beispielsweise beim
Föhnen des Haars.
Stand der Technik
[0002] Haarbürsten dienen seit jeher dem Kämmen von Haaren von Mensch und Tier. Grundlegendes
Ziel des Kämmvorgangs ist es dabei, Verunreinigungen und Verfilzungen aus den Haaren
zu entfernen und die Haare in eine gewünschte Ausrichtung zu bringen. Insbesondere
kosmetische Bürsten zur Verwendung beim Menschen sollen aber nach Möglichkeit noch
weitere Funktionen erfüllen, nämlich Pflege des Haares, insbesondere Verbesserung
der Haarstruktur und Herstellung eines seidenen Glanzes. Für ein optimales Kämmergebnis
ohne Ziepen und Reißen sind die Borsten oftmals aus einem flexiblen Kunststoffmaterial
hergestellt.
[0003] In
EP 2 124 668 B1 wird beispielsweise eine Haarbürste zur Verwendung beim Entwirren von Haar beschrieben.
Die Haarbürste umfasst einen Korpusabschnitt und davon vorspringend eine Vielzahl
von im Wesentlichen parallelen Borsten, die aus einem nicht starren Kunststoffmaterial
hergestellt sind.
[0004] In
WO 2014/147170 A2 wird eine Haarbürste vorgeschlagen, welche beschichtete Tierhaare enthält. Die Tierhaare
sind mit teilhydrolysiertem Keratin beschichtet. Weiterhin wird ein Verfahren zur
Herstellung einer solchen Haarbürste sowie eine Verwendung von mit teilhydrolysiertem
Keratin beschichteten Tierhaaren zur Herstellung einer Haarbürste vorgeschlagen.
[0005] Trotz der aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtungen und Verfahren beinhalten
diese noch zahlreiche Verbesserungswünsche. So wird in
EP 2 124 668 B1 zwar Entwirrung der Haare vorgeschlagen, jedoch wird der Aspekt einer pflegenden
Wirkung nicht berücksichtigt. Weiterhin kann die vorgeschlagene Haarbürste in der
WO 2014/147170 A2 eine geringe Stabilität aufweisen, insbesondere bei stark verknotetem Haar.
Aufgabe der Erfindung
[0006] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Haarbürste zum Entwirren und
Pflegen von Haupthaar sowie ein Verfahren zum Herstellen einer Haarbürste zum Entwirren
und Pflegen von Haupthaar bereitzustellen, welche die Nachteile bekannter Haarbürsten
und Herstellverfahren zumindest weitgehend vermeiden. Insbesondere soll eine Entwirren
des Haupthaars und eine gleichzeitige Pflege des Haupthaars gewährleistet sein.
Offenbarung der Erfindung
[0007] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Haarbürste zum Entwirren und Pflegen von Haupthaar
sowie ein Verfahren zum Herstellen einer Haarbürste zum Entwirren und Pflegen von
Haupthaar mit den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche. Vorteilhafte Weiterbildungen,
welche einzeln oder in beliebiger Kombination realisierbar sind, sind in den abhängigen
Ansprüchen dargestellt.
[0008] Im Folgenden werden die Begriffe "haben", "aufweisen", "umfassen" oder "einschließen"
oder beliebige grammatikalische Abweichungen davon in nicht-ausschließlicher Weise
verwendet. Dementsprechend können sich diese Begriffe sowohl auf Situationen beziehen,
in welchen, neben den durch diese Begriffe eingeführten Merkmalen, keine weiteren
Merkmale vorhanden sind, oder auf Situationen, in welchen ein oder mehrere weitere
Merkmale vorhanden sind. Beispielsweise kann sich der Ausdruck "A hat B", "A weist
B auf", "A umfasst B" oder "A schließt B ein" sowohl auf die Situation beziehen, in
welcher, abgesehen von B, kein weiteres Element in A vorhanden ist (d.h. auf eine
Situation, in welcher A ausschließlich aus B besteht), als auch auf die Situation,
in welcher, zusätzlich zu B, ein oder mehrere weitere Elemente in A vorhanden sind,
beispielsweise Element C, Elemente C und D oder sogar weitere Elemente.
[0009] Weiterhin wird darauf hingewiesen, dass die Begriffe "mindestens ein" und "ein oder
mehrere" sowie grammatikalische Abwandlungen dieser Begriffe, wenn diese in Zusammenhang
mit einem oder mehreren Elementen oder Merkmalen verwendet werden und ausdrücken sollen,
das das Element oder Merkmal einfach oder mehrfach vorgesehen sein kann, in der Regel
lediglich einmalig verwendet werden, beispielsweise bei der erstmaligen Einführung
des Merkmals oder Elementes. Bei einer nachfolgenden erneuten Erwähnung des Merkmals
oder Elementes wird der entsprechende Begriff "mindestens ein" oder "ein oder mehrere"
in der Regel nicht mehr verwendet, ohne Einschränkung der Möglichkeit, dass das Merkmal
oder Element einfach oder mehrfach vorgesehen sein kann.
[0010] Weiterhin werden im Folgenden die Begriffe "vorzugsweise", "insbesondere", "beispielsweise"
oder ähnliche Begriffe in Verbindung mit optionalen Merkmalen verwendet, ohne dass
alternative Ausführungsformen hierdurch beschränkt werden. So sind Merkmale, welche
durch diese Begriffe eingeleitet werden, optionale Merkmale, und es ist nicht beabsichtigt,
durch diese Merkmale den Schutzumfang der Ansprüche und insbesondere der unabhängigen
Ansprüche einzuschränken. So kann die Erfindung, wie der Fachmann erkennen wird, auch
unter Verwendung anderer Ausgestaltungen durchgeführt werden. In ähnlicher Weise werden
Merkmale, welche durch "in einer Ausführungsform der Erfindung" oder durch "in einem
Ausführungsbeispiel der Erfindung" eingeleitet werden, als optionale Merkmale verstanden,
ohne dass hierdurch alternative Ausgestaltungen oder der Schutzumfang der unabhängigen
Ansprüche eingeschränkt werden soll. Weiterhin sollen durch diese einleitenden Ausdrücke
sämtliche Möglichkeiten, die hierdurch eingeleiteten Merkmale mit anderen Merkmalen
zu kombinieren, seien es optionale oder nicht-optionale Merkmale, unangetastet bleiben.
[0011] In einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Haarbürste zum Entwirren
und Pflegen von Haupthaar offenbart. Die Haarbürste umfasst einen Bürstenkörper und
mindestens ein Borstenkissen. Von dem Borstenkissen erstrecken sich räumlich getrennt
Kunststoffborsten und Reihen von Borstenbüscheln.
[0012] Die Haarbürste eine kann insbesondere eingerichtet sein, um von einem Benutzer verwendet
zu werden. Der Begriff "Benutzer" bezeichnet insbesondere einen Menschen, welcher
die Haarbürste anwendet. Die Haarbürste kann insbesondere eingerichtet sein, um an
dem Haupthaar des Benutzers selbst oder an dem Haupthaar eines anderen Menschen oder
Tiers durch den Benutzer angewendet zu werden.
[0013] Der Begriff "Haarbürste" bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Kämmen von Haaren,
wie beispielsweise von Menschenhaaren oder Tierhaaren. Die Haarbürste kann insbesondere
für eine Pflege und/oder ein Frisieren von menschlichem Haar eingerichtet sein. Die
Haarbürste kann eingerichtet sein für eine Verwendung in trockenem Haar und/oder für
eine Verwendung in nassem Haar und/oder bei einem Trocknungsvorgang des Haars, beispielsweise
beim Föhnen des Haars. Von dem Begriff "Haarbürste" werden Bürsten aller Ausführungen
und Formen erfasst wie beispielsweise Flachbürsten, Paddlebürsten, Rundföhnbürsten
oder Skelettbürsten. Besonders bevorzugt ist die Haarbürste jedoch als Flachbürste
oder Paddlebürste ausgestaltet, da sich gerade bei diesen Ausgestaltungen die Kombination
aus einer pflegenden Wirkung und einer Entwirrfunktion besonders vorteilhaft bemerkbar
macht. Dementsprechend kann die Haarbürste insbesondere ein Bürstenkissen aufweisen,
welches beispielsweise im Wesentlichen eben oder gewölbt sein kann und welches sich
beispielsweise auf einer Seite einer Halbschale eines Gehäuses der Haarbürste erstreckt.
[0014] Die Haarbürste kann einen Bürstenstiel aufweisen oder auch ohne Stiel ausgestaltet
sein.
[0015] Der Begriff "Haare" bezeichnet im Sinne der vorliegenden Erfindung grundsätzlich
lange Hornfäden eines beliebigen Menschen oder Tiers, welche aus einer Hautoberfläche
des Menschen oder des Tiers hervorstehen und/oder herausragen. Die Haare weisen im
Wesentlichen Keratin auf. Der Begriff "Haupthaar" bezeichnet insbesondere Kopfhaare
auf einem Kopf des Menschen.
[0016] Wie oben ausgeführt, ist die Haarbürste zum Entwirren von dem Haupthaar eingerichtet.
Der Begriff "Entwirren" kann beispielsweise ein Lösen von Knoten und/oder Verfilzungen
des Haupthaars umfassen. Weiterhin das der Begriff "Entwirren" ein Ausrichten von
Haaren des Haupthaars in ein oder mehrere gewünschte Richtungen umfassen. Auch weitere
Vorgänge können von dem Begriff "Entwirren" umfasst sein. Weiterhin ist die Haarbürste,
wie oben ausgeführt, zum Pflegen von dem Haupthaar eingerichtet. Der Begriff "Pflegen"
kann insbesondere ein Abtransportieren von Ablagerungen auf einer Kopfhaut umfassen.
Weiterhin kann der Begriff "Pflegen" eine Förderung einer Durchblutung der Kopfhaut
umfassen, insbesondere durch eine Massagewirkung. Durch eine verbesserte Durchblutung
der Kopfhaut kann eine Versorgung von Haarwurzeln des Haupthaars gefördert werden,
welche im Allgemeinen ausschließlich über Blutgefäße ernährt werden. Darüber hinaus
kann der Begriff "Pflegen" eine Versorgung des Haupthaars mit Keratin umfassen. Hierzu
kann die Haarbürste insbesondere eingerichtet sein, um Keratin über einen Längeren
Zeitraum, insbesondere über einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten, nach und nach
an das Haupthaar abzugeben. Das Keratin kann insbesondere eingerichtet sein, um eine
Haaroberfläche des Haupthaars zu glätten und um eine elastische Beschaffenheit von
Haaren des Haupthaars zu gewährleisten. Weiterhin kann das Keratin temperaturresistente
Eigenschaften aufweisen und eingerichtet sein, das Haupthaar vor täglichen Belastungen
wie Sonnenstrahlen, kalter Winterluft und/oder Hitze von Stylinggeräten zu schützen.
Folglich kann das Keratin eingerichtet sein, eine gesunde Haarstruktur des Haupthaars
zu erhalten.
[0017] Der Begriff "Bürstenkörper" bezeichnet grundsätzlich ein beliebiges Element, insbesondere
ein beliebiges Strukturelement, welches der Haarbürste eine mechanische Stabilität
verleiht. Insbesondere kann der Bürstenkörper ein Gehäuse aufweisen, welches die Haarbürste
oder einen Teil der Haarbürste umschließt, beispielsweise ein schalenförmiges Gehäuse.
Der Bürstenkörper kann beispielsweise ganz oder teilweise aus mindestens einem der
folgenden Werkstoff hergestellt sein: Kunststoff, Holz, Metall, Keramik. Auch eine
Kombination von Werkstoffen oder eine andere Wahl der Werkstoffe ist denkbar.
[0018] Der Bürstenkörper kann insbesondere ganz oder teilweise als Griffkörper ausgestaltet
sein und kann beispielsweise von einem Benutzer mit der Hand ergriffen werden. Unter
einem "Griffkörper" ist somit eine grundsätzlich beliebige Vorrichtung zu verstehen,
durch welche ein Benutzer die Haarbürste festhalten kann. Alternativ oder zusätzlich
kann die Haarbürste jedoch auch mindestens einen separaten Griff aufweisen, welcher
von dem Benutzer ergriffen werden kann und welcher separat von einen Basiskörper ausgestaltet
ist, mit dem Basiskörper verbunden ist oder auch ganz oder teilweise Bestandteil des
Basiskörpers ist. Beispielsweise kann sich der Griff vom Basiskörper aus erstrecken,
beispielsweise in Form mindestens eines Stiels und/oder Griffs mit runder oder polygonaler
Form. Auch andere Ausgestaltungen sind möglich. Insbesondere kann der Basiskörper
mit dem Borstenkissen verbunden sein und kann eingerichtet sein, das Borstenkissen
durch das Haupthaar zu führen.
[0019] Der Griffkörper, insbesondere der Basiskörper des Griffkörpers, kann eine Grundform
aufweisen, welche beispielsweise in Draufsicht oval oder Ei-förmig ausgestaltet ist.
Unter dem Begriff "oval" im Sinne der vorliegenden Erfindung ist grundsätzlich eine
ebene rundliche konvexe Form, insbesondere eine Ei-Form zu verstehen. Als Spezialfälle
umfasst der Begriff Kreise und Ellipsen. Auch andere Ausführungsformen der Grundform
des Griffkörpers bzw. des Basiskörpers sind grundsätzlich denkbar. In einer Seitenansicht
kann der Griffkörper bzw. der Basiskörper des Oberteils eine gewölbte Form aufweisen.
Beispielsweise kann der Griffkörper bzw. der Basiskörper in der Seitenansicht eine
ergonomische Form ähnlich einer Computermaus aufweisen, derart, dass der Griffkörper
bzw. der Basiskörper beispielweise in Draufsicht eine Eiförmige Gestalt aufweist und
in Seitenansicht eine gekrümmte Form aufweist.
[0020] Der Griffkörper bzw. der Basiskörper kann weiterhin seitlich Einkerbungen für Finger
des Benutzers aufweisen. An den Einkerbungen kann der Griffkörper bzw. der Basiskörper
ganz oder teilweise aus einem Elastomermaterial hergestellt sein. Unter einem Elastomermaterial
im Sinne der vorliegenden Erfindung ist grundsätzlich eine Kategorie eines Kunststoffmaterials
im Sinne der oben genannten Definition zu verstehen. Insbesondere ist ein Elastomermaterial
ein elastisch verformbares Kunststoffmaterial sein, welches derart eingerichtet ist,
dass sich das elastisch verformbare Kunststoffmaterial bei Zug- und/oder Druckbelastung
elastisch verformt und danach wieder in ihre ursprüngliche, unverformte Gestalt zurückgeht.
Das Elastizitätsmodul des verwendeten Elastomermaterials kann typischerweise im Bereich
von 0,01 bis 0,1 N/mm
2 liegen.
[0021] Unter einem "Borstenkissen" im Sinne der vorliegenden Erfindung ist grundsätzlich
eine beliebige Einheit aus im Wesentlichen zueinander parallelen Borsten zu verstehen.
Insbesondere kann das Borstenkissen mindestens eine Oberfläche aufweisen, auf welcher
die Borsten angeordnet sind und von der sich die Borsten erstrecken. Beispielsweise
können die Borsten alle dieselbe Länge und/oder Dicke aufweisen. Weiterhin können
sich die Borsten des Borstenkissens in ihrer Länge und/oder Dicke unterscheiden. Das
Borstenkissen kann daher auch als Borstenfeld bezeichnet werden. Das Borstenkissen
kann eine Grundform aufweisen, ausgewählt aus einer ovalen Grundform, einer runden
Grundform oder einer polygonalen Grundform, insbesondere einer rechteckigen Grundform
mit abgerundeten Ecken. Auch andere Grundformen sind jedoch grundsätzlich denkbar.
[0022] Unter dem Begriff "im Wesentlichen zueinander parallelen Borsten" ist im Sinne der
vorliegenden Erfindung grundsätzlich eine Parallelität zu verstehen, wobei jedoch
Winkelabweichungen von der Parallelität tolerierbar sind, beispielsweise Winkeltoleranzen
von nicht mehr als 20°, insbesondere nicht mehr als 10°, besonders bevorzugt nicht
mehr als 5° oder sogar nicht mehr als 3°. Insbesondere können die Borsten des Borstenkissens
zumindest in einem Teilbereich des Borstenkissens in einer Mehrzahl an geraden oder
gekrümmten Linien angeordnet sein. Unter einem Teilbereich ist grundsätzlich ein Anteil
eines Elements zu verstehen. Beispielsweise kann der Teilbereich im Bereich von 70%
bis 90% des Borstenkissens liegen. Auch andere Ausführungsbeispiele sind grundsätzlich
denkbar.
[0023] Das Borstenkissen kann im Wesentlichen eben oder schalenförmig oder kissenförmig
ausgestaltet sein. Weiterhin kann der Bürstenkörper als Halbschale ausgebildet sein
und das Borstenkissen auf einer Rückseite der Halbschale umschließen. Das Borstenkissen
kann zumindest teilweise aus Kunststoff hergestellt sein. Das Borstenkissen kann durch
mindestens einen Kunststoff-Formgebungsprozess hergestellt sein, insbesondere durch
ein Spritzgießverfahren.
[0024] Unter einer "Borste" im Sinne der vorliegenden Erfindung ist grundsätzlich ein dünnes,
längliches Element zu verstehen, welches eingerichtet ist, in ein Haar und/oder eine
Haarsträhne eines Benutzers einzugreifen. Eine Borste kann beispielsweise im Wesentlichen
gerade ausgestaltet sein und kann beispielsweise einen Durchmesser oder Äquivalentdurchmesser
aufweisen, welcher eine Länge der Borste um mindestens einen Faktor 10 unterschreitet.
Die Borste kann sich insbesondere von einer Oberfläche eines Borstenfelds einer Bürste
erstrecken, wobei das Borstenfeld grundsätzlich eine Vielzahl von Borsten aufweist.
[0025] Die Borste kann insbesondere eine Länge und eine Dicke aufweisen. Unter einer "Länge"
einer Borste kann eine Ausdehnung einer beliebigen Borste von einer Oberfläche, an
welcher die Borste befestigt ist, bis zu einem freien Ende der Borste verstanden werden.
Unter einer "Dicke" einer Borste kann ein Durchmesser einer beliebigen Borste verstanden
werden. Die Borsten können beispielsweise Längen im Bereich von 5 mm bis 20 mm aufweisen.
Auch kleinere und/oder größere Längen sind grundsätzlich denkbar. Die Borsten können
weiterhin beispielsweise Dicken im Bereich von 0,1 mm bis 3 mm aufweisen. Auch kleinere
und/oder größere Dicken sind jedoch denkbar. Die Borsten können beispielsweise eine
zylindrische Grundform aufweisen. Weiterhin können die Borsten in ihrer Dicke variieren.
Beispielsweise kann die Borste konisch sein. Folglich können sich die Borsten mit
zunehmender Entfernung von dem Borstenkissen konisch verjüngen. Weiterhin können sich
die Borsten mit zunehmender Entfernung von dem Borstenkissen stufenförmig verjüngen.
[0026] Der Begriff "Kunststoffborsten" bezeichnet grundsätzlich beliebige Borsten, welche
aus mindestens einem Kunststoffmaterial hergestellt sind. Die Kunststoffborsten können
ganz oder zumindest teilweise von dem mindestens einen Kunststoffmaterial hergestellt
sein. Unter einem Kunststoffmaterial im Sinne der vorliegenden Erfindung ist grundsätzlich
ein beliebiges polymeres Material zu verstehen, welches synthetisch oder halbsynthetisch
aus monomeren organischen Molekülen oder Biopolymeren oder auch aus Naturstoffen hergestellt
ist. Weiterhin können das Kunststoffmaterial ein oder mehrere Füllstoffe wie Fasern,
Ruße oder Sand oder verschiedene Additive wie Farbmittel, Weichmacher oder Stabilisatoren
umfassen. Insbesondere können die Kunststoffborsten ganz oder teilweise aus thermoplastischen
Materialien und/oder Elastomermaterialien hergestellt sein.
[0027] Die Kunststoffborsten können insbesondere flexible Kunststoffborsten sein. Hierbei
können die Kunststoffborsten zumindest teilweise aus einem flexiblen Kunststoffmaterial
hergestellt sein. Der Begriff "zumindest teilweise flexibel" bezeichnet grundsätzlich
ist eine Biegbarkeit eines beliebigen Elements, wobei das Element derart eingerichtet
ist, dass durch eine Ausübung einer Biegekraft eine Verformung, beispielsweise eine
Verbiegung, erfolgt. Weiterhin kann das Element derart eingerichtet sein, dass nach
einem Aufheben der Biegekraft das Element ganz oder zumindest teilweise wieder eine
Ausgangsgestalt des Elements einnimmt. Beispielsweise kann das Kunststoffmaterial
der Kunststoffborsten in einem bestimmten Temperaturbereich, beispielsweise von -20
°C bis 70 °C, elastisch verformbar sein. Beispielsweise kann ein Elastizitätsmodul
des Kunststoffmaterials im Bereich von 50-1000 N/mm
2 (bei 23 °C) liegen. Auch ein Einsatz von Kunststoffmaterialien, welche Elastizitätsmodule
außerhalb dieses Bereichs aufweisen, ist grundsätzlich denkbar.
[0028] Die Kunststoffborsten können auf dem Borstenkissen in Reihen angeordnet sein. Der
Begriff "Reihe" bezeichnet grundsätzlich, dass mehrere beliebige Elemente zueinander
in einer räumlich geordneten Folge angeordnet sind, beispielsweise auf einer Oberfläche.
Insbesondere die Elemente auf einer Linie angeordnet sein. Unter einer "Linie" im
Sinne der vorliegenden Erfindung ist grundsätzlich ein imaginärer, zweidimensionaler
Strich zu verstehen. Insbesondere kann sich auf der Linie eine Vielzahl an Elementen
befinden. Die Linie kann dabei gerade oder ungerade sein. Eine ungerade Linie kann
beispielsweise ein oder mehrere Kurven aufweisen. Die Elemente auf der Linie können
beispielsweise in einem konstanten Abstand zueinander angeordnet sein. Die Oberfläche
kann insbesondere eine Vielzahl von Linien aufweisen, wobei die Linien zueinander
in einem weiteren konstanten Abstand zueinander angeordnet sein können. Der konstante
Abstand und der weitere konstante Abstand können verschieden oder identisch zueinander
sein. Auch andere Ausführungsformen sind grundsätzlich denkbar. Beispielsweise können
die Elemente in veränderlichen Abständen zueinander angeordnet sein. Beispielsweise
kann die Größe des konstanten Abstands und/oder des weiteren konstanten Abstands in
einem Bereich 1 mm bis 10 mm, vorzugsweise von 2 mm bis 7 mm, besonders bevorzugt
von 4 mm bis 5 mm liegen.
[0029] Auch andere Größen des Abstands sind grundsätzlich denkbar. Zwischenräume zwischen
benachbarten Linien werden im Rahmen dieser Erfindung auch als Lücken bezeichnet.
[0030] Insbesondere können die Elemente in einer Mehrzahl an geraden oder gekrümmten Linien
angeordnet sein, vorzugsweise in geraden, zueinander parallelen Linien. Vorzugsweise
können die Elemente in einem Winkel von 90° zu der Oberfläche, an welcher die Elemente
befestigt sind, ausgerichtet sein. Grundsätzlich sind auch andere Ausführungsformen
denkbar, beispielsweise können die Elemente in einem Winkel von 10° bis 90°, vorzugsweise
von 20° bis 80°, besonders bevorzugt von 45°, zu der Oberfläche ausgerichtet sein.
[0031] Die Reihen von Kunststoffborsten können mindestens eine erste Reihe von Kunststoffborsten
mit einer ersten Länge und mindestens eine zweite Reihe von Kunststoffborsten mit
einer zweiten Länge umfassen. Die Begriffe "erste Länge" und "zweite Länge" sind rein
beschreibend und als reine Bezeichnungen anzusehen, ohne eine Rangfolge anzugeben
und beispielsweise ohne die Möglichkeit auszuschließen, dass mehrere Arten von ersten
Längen und mehrere Arten von zweiten Längen oder jeweils genau eine Art vorgesehen
sein können. Weiterhin können zusätzliche Längen, beispielsweise dritte Längen vorhanden
sein.
[0032] Die Kunststoffborsten können dieselbe Länge aufweisen. Alternativ können die Kunststoffborsten
auch unterschiedliche Längen aufweisen. So können beispielsweise mindestens 2, mindestens
3, mindestens 4 oder sogar mehr unterschiedliche Längen vorgesehen sein, beispielsweise
30 oder mehr unterschiedliche Längen.
[0033] Insbesondere können die Reihen von Kunststoffborsten mindestens drei Reihen unterschiedlicher
Borstenlänge umfassen. Innerhalb einer Reihe können die Kunststoffborsten jeweils
identische Längen aufweisen, die Längen der Kunststoffborsten der mindestens drei
Reihen unterschiedlicher Borstenlängen können sich jedoch unterscheiden. Die Reihen
von Kunststoffborsten und die Reihen von Borstenbüscheln können insbesondere parallel
angeordnet sein. Weiterhin können die Reihen von Kunststoffborsten und die Reihen
von Borstenbüscheln nicht-versetzt zueinander angeordnet sein.
[0034] Das Borstenkissen und die Kunststoffborsten können beispielsweise einstückig hergestellt
sein und einen Grundkörper bilden. Der Begriff "Grundkörper" bezeichnet grundsätzlich
ein beliebiges Element, insbesondere ein beliebiges Strukturelement, welches eine
Komponente, eine Teilkomponente oder eine Basis über ein Objekt bildet. Der Grundkörper
kann insbesondere eine Komponente einer Bürste sein, welche eingerichtet ist zum Entwirren
und Pflegen von Haupthaar. Der Grundkörper kann ganz oder zumindest teilweise identisch
sein mit dem Basiskörper, wie der bereits beschreiben wurde oder im Folgenden noch
beschrieben wird. Der Grundkörper kann auch als "pad" bezeichnet werden. Der Grundkörper
kann beispielsweise ganz oder teilweise aus mindestens einem Kunststoffmaterial hergestellt
sein. Das Kunststoffmaterial kann insbesondere ein thermoplastisches Kunststoffmaterial
sein, beispielsweise Polypropylen oder Polyethylen. Weiterhin kann das Kunststoffmaterial
ein thermoplastisches Elastomermaterial sein, beispielsweise ein thermoplastisches
Polyester-Elastomer. Beispielsweise kann es sich bei dem thermoplastischen Polyester-Elastomer
um Hytrel
® von DuPont handeln. Auch andere Materialien sind jedoch grundsätzlich denkbar.
[0035] Der Begriff "Büschel" bezeichnet grundsätzlich eine Schar oder eine Vielzahl von
beliebigen länglichen Elementen, welche zusammen eine Einheit bilden. Die Elemente
können insbesondere dicht zueinander angeordnet sein, insbesondere derart, dass sich
die Elemente berühren. Hingegen können mehrere der Büschel zueinander in einem vergleichsweise
größeren Abstand zueinander angeordnet sein, beispielsweise in einem Abstand von 1
mm bis 10 mm, vorzugsweise in einem Abstand von 2 mm bis 7 mm, besonders bevorzugt
in einem Abstand von 3 mm bis 5 mm. Auch andere Ausführungsformen sind jedoch denkbar.
Der Begriff "Borstenbüschel" bezeichnet grundsätzlich eine Vielzahl von Borsten, welche
eine Einheit bilden. Die Borsten können sich insbesondere von einer Oberfläche einer
Bürste erstrecken. Folglich kann das Borstenbüschel an der Oberfläche einen geringeren
Durchmesser aufweisen als in einer Entfernung zu der Oberfläche. Beispielsweise kann
das Borstenbüschel an der Oberfläche einen Durchmesser von 0,5 mm bis 3 mm, vorzugsweise
von 1 mm bis 2 mm, aufweisen. In einem Abstand von 0,5 mm zu der Oberfläche kann das
Borstenbüschel beispielsweise einen Durchmesser vom 1 mm bis 5 mm, vorzugsweise von
2 mm bis 3 mm, aufweisen. Auch andere Dimensionen sind grundsätzlich denkbar. Das
Borstenbüschel kann folglich insbesondere zu der Oberfläche hin spitz zusammenlaufen.
Insbesondere können die Borstenbüschel kürzer sein als die längsten Kunststoffborsten
der Haarbürste. Auch andere Dimensionen sind jedoch denkbar.
[0036] Die Borstenbüschel können Naturhaarbüschel sein. Der Begriff "Naturhaar" bezeichnet
grundsätzlich Haare, welche von Lebewesen, insbesondere von Tieren, stammen und nicht
synthetisch in einem Labor hergestellt sind. Die Naturhaare können jedoch grundsätzlich
ein oder mehrere Nachbehandlungsschritte umfassen, welche beispielsweise eine Reinigung
der Naturhaare oder ein Zusetzen der Naturhaare mit weiteren Stoffen wie beispielsweise
eine Anreicherung der Naturhaare mit Keratin umfassen. Insbesondere können die Borstenbüschel
Wildschweinborstenbüschel sein.
[0037] Auch andere Ausführungsformen der Borstenbüschel sind jedoch grundsätzlich denkbar.
Beispielsweise können die Borsten der Borstenbüschel ganz oder teilweise aus synthetisch
gefertigten Borsten hergestellt sein. Die synthetisch gefertigten Borsten der Borstenbüschel
können insbesondere mindestens ein flexibles Material umfassen. Insbesondere können
die synthetisch gefertigten Borsten der Borstenbüschel aus mindestens einem Kunststoffmaterial
hergestellt sein.
[0038] Weiterhin können die synthetisch gefertigten Borsten der Borstenbüschel mit Keratin
angereichert sein.
[0039] Die erfindungsgemäße Haarbürste kann insbesondere mindestens zwei Reihen von Borstenbüscheln,
vorzugsweise mindestens drei Reihen von Borstenbüscheln vorzugsweise mindestens vier
Reihen von Borstenbüscheln, vorzugsweise mindestens fünf Reihen von Borstenbüscheln
und besonders bevorzugt mindestens sechs Reihen von Borstenbüscheln umfassen. Beispielsweise
kann die Haarbürste genau fünf Reihen von Borstenbüscheln aufweisen. Beispielsweise
kann die Haarbürste genau sechs Reihen von Borstenbüscheln aufweisen. Auch eine andere
Anzahl an Reihen von Borstenbüscheln ist jedoch grundsätzlich denkbar. Beispielsweise
kann die Haarbürste auch sieben Reihen, acht Reihen oder neun Reihen von Borstenbüscheln
aufweisen.
[0040] In einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum Herstellen
einer Haarbürste zum Entwirren und Pflegen von Haupthaar vorgeschlagen. Das Verfahren
kann die Verfahrensschritte, welche im Folgenden beschrieben werden, umfassen. Die
Verfahrensschritte können beispielsweise in der vorgegebenen Reihenfolge durchgeführt
werden. Eine andere Reihenfolge ist jedoch ebenfalls denkbar. Weiterhin können ein
oder mehrere Verfahrensschritte gleichzeitig oder zeitlich überlappend durchgeführt
werden. Weiterhin können einer, mehrere oder alle der Verfahrensschritte einfach oder
auch wiederholt durchgeführt werden. Das Verfahren kann darüber hinaus noch weitere
Verfahrensschritte umfassen.
[0041] Das Verfahren zum Herstellen einer Haarbürste zum Entwirren und Pflegen von Haupthaar
umfasst die folgenden Schritte:
- a) Bereitstellen eines Grundkörpers, wobei der Grundkörper ein Borstenkissen und eine
Mehrzahl von Kunststoffborsten aufweist, wobei die Kunststoffborsten in Reihen angeordnet
sind;
- b) Einbringen von Lochreihen in das Borstenkissen, wobei jede Lochreihe eine Mehrzahl
von Löchern umfasst;
- c) Einbringen von Borstenbüscheln in die Löcher; und
- d) Fixierung der Borstenbüschel in den Löchern.
[0042] Insbesondere wird bei dem Verfahren eine Haarbürste hergestellt, wie sie bereits
beschrieben wurde oder im Folgenden noch beschrieben wird.
[0043] Der Verfahrensschritt a) kann eine Herstellung des Grundkörpers umfassen. Insbesondere
kann die Herstellung des Grundkörpers ein Kunststoff-Formgebungsverfahren umfassen.
Bei dem Kunststoff-Formgebungsverfahren können sowohl der Grundkörper als auch die
Kunststoffborsten hergestellt werden. Beispielsweise kann das Kunststoff-Formgebungsverfahren
ein Spritzgießverfahren umfassen. Weiterhin kann der Verfahrensschritt a) eine Fixierung
des Grundkörpers in einer Halterung umfassen.
[0044] Der Verfahrensschritt b) kann insbesondere ein Bohrverfahren umfassen. Der Begriff
"Bohrverfahren" bezeichnet grundsätzlich ein beliebiges, spannabhebendes Fertigungsverfahren,
welche rotationssymmetrische Vertiefungen und/oder Löcher in einem beliebigen Element
erzeugt. Der Begriff "Loch" bezeichnet grundsätzlich einen in einem beliebigen Material
offenen Hohlraum. Das Loch kann das Material insbesondere vollständig durchdringen
und kann daher auch als Durchgangsöffnung bezeichnet werden. Weiterhin kann das Loch
rotationssymmetrisch ausgebildet sein, vorzugsweise rund.
[0045] In Verfahrensschritt c) können insbesondere die Borstenbüschel in die Löcher eingeschossen
werden. Dies kann insbesondere mittels eines Tuftingverfahrens erfolgen. Der Begriff
"Tuftingverfahren" bezeichnet grundsätzlich ein beliebiges Verfahren, bei welchem
ein oder mehrere längliche Materialien, insbesondere Fasermaterialien, in Löcher eines
Objekts geführt werden, wobei die Materialen an einer Seite des Objekts geöffnet sind.
Das Material kann insbesondere mittels einer Schlaufe in die Löcher eingeschlossen
werden. Die Schlaufe kann insbesondere an einer Rückseite des Borstenkissens angeordnet
sein und Enden des Materials können sich an einer Vorderseite des Borstenkissens erstrecken.
Der Verfahrensschritt d) kann insbesondere eine jeweilige Fixierung der Borstenbüschel
auf der Rückseite des Borstenkissens mittels mindestens eines Fixierelements umfassen.
Der Begriff "Fixierelement" bezeichnet grundsätzlich ein beliebiges Element, welches
eingerichtet ist, um ein Objekt mechanisch zu fixieren, derart, dass ein Verschieben
des Objekts ganz oder zumindest teilweise reduziert ist. Die Fixierelemente können
insbesondere ausgewählt sein aus der Gruppe bestehend aus: Klammern, insbesondere
Metallklammern; Plättchen, insbesondere Metallplättchen. Weiterhin kann das Verfahren,
insbesondere nach Verfahrensschritt d), eine Entfernung überschüssiger oder gebrochener
Borsten der Borstenbüschel umfassen.
[0046] Die vorgeschlagene Haarbürste zum Entwirren und Pflegen von Haupthaar sowie das Verfahren
zum Herstellen einer Haarbürste zum Entwirren und Pflegen von Haupthaar weisen gegenüber
bekannten Haarbürsten und Herstellverfahren zahlreiche Vorteile auf.
[0047] Insbesondere kann die vorgeschlagene Haarbürste eine kombinierte Wirkung aufweisen.
Die Borstenbüschel können eingerichtet sein, um ein oder mehrere Haarsträhnen des
Haupthaars festzuhalten während die Kunststoffborsten eingerichtet sind, in festgehaltene
Haarsträhnen einzugreifen und Knoten zu lösen. Eine Entwirrung des Haupthaars kann
insbesondere durch das flexible Material der Borsten sowie durch einen Einsatz von
unterschiedlich langen Borsten unterstützt sein.
[0048] Weiterhin können die Kunststoffborsten insbesondere für eine Massage und/oder für
eine Stabilität bei nassem Haar und/oder für ein Aufbringen von Pflegeprodukten eingerichtet
sein. Darüber hinaus können die Borstenbüschel für eine Glättung, insbesondere für
trockenes Haar, und/oder für eine Haarpflege, insbesondere für trockenes Haar, eingerichtet
sein. Beispielsweise können die Borstenbüschel ganz oder teilweise aus Naturhaaren
hergestellt sein. Die Naturhaare können insbesondere Keratin aufweisen, welches eingerichtet
ist, die Haarpflege zu unterstützen.
[0049] Weiterhin kann eine Kombination von unterschiedlichen Materialen für die Borsten
des Borstenkissens eine antistatische Wirkung bewirken und zu einer verbesserten Reinigung
des Haupthaars führen. Im Vergleich zu reinen Naturhaar-Haarbürsten kann die vorgeschlagene
Haarbürste stabiler sein, da ein Ausfall der Borsten zumindest zu einem großen Teil
reduziert ist.
[0050] Zusammenfassend sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung folgende Ausführungsformen
besonders bevorzugt:
Ausführungsform 1: Haarbürste zum Entwirren und Pflegen von Haupthaar, umfassend einen
Bürstenkörper und mindestens ein Borstenkissen, wobei sich von dem Borstenkissen räumlich
getrennt Kunststoffborsten und Reihen von Borstenbüscheln erstrecken.
Ausführungsform 2: Haarbürste nach der vorhergehenden Ausführungsform, wobei der Bürstenkörper
als Halbschale ausgebildet ist und das Borstenkissen auf einer Rückseite umschließt.
Ausführungsform 3: Haarbürste nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei
das Borstenkissen und die Kunststoffborsten einstückig hergestellt sind und einen
Grundkörper bilden.
Ausführungsform 4: Haarbürste nach der vorhergehenden Ausführungsform, wobei der Grundkörper
ganz oder teilweise aus mindestens einem Kunststoffmaterial hergestellt ist
Ausführungsform 5: Haarbürste nach der vorhergehenden Ausführungsform, wobei das Kunststoffmaterial
ein thermoplastisches Kunststoffmaterial ist.
Ausführungsform 6: Haarbürste nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei
die Kunststoffborsten flexible Kunststoffborsten sind.
Ausführungsform 7: Haarbürste nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei
die Reihen von Kunststoffborsten mindestens eine erste Reihe von Kunststoffborsten
mit einer ersten Länge und mindestens eine zweite Reihe von Kunststoffborsten mit
einer zweiten Länge umfassen.
Ausführungsform 8: Haarbürste nach der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei die
Reihen von Kunststoffborsten mindestens drei Reihen unterschiedlicher Borstenlänge
umfassen, wobei die Kunststoffborsten innerhalb einer Reihe jeweils identische Borstenlängen
aufweisen, wobei sich die Borstenlängen der Kunststoffborsten der mindestens drei
Reihen unterschiedlicher Borstenlängen jedoch unterscheiden.
Ausführungsform 9: Haarbürste nach einer der beiden vorhergehenden Ausführungsformen,
wobei die Borstenbüschel kürzer sind als die längsten Kunststoffborsten der Haarbürste.
Ausführungsform 10: Haarbürste nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei
die Reihen von Kunststoffborsten und die Reihen von Borstenbüscheln parallel angeordnet
sind.
Ausführungsform 11: Haarbürste nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei
die Reihen von Kunststoffborsten und die Reihen von Borstenbüscheln nicht-versetzt
zueinander angeordnet sind.
Ausführungsform 12: Haarbürste nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei
das Borstenkissen im Wesentlichen eben oder schalenförmig oder kissenförmig ausgestaltet
ist
Ausführungsform 13: Haarbürste nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei
das Borstenkissen zumindest teilweise aus Kunststoff hergestellt ist.
Ausführungsform 14: Haarbürste nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei
das Borstenkissen durch mindestens einen Kunststoff-Formgebungsprozess hergestellt
ist, insbesondere durch ein Spritzgießverfahren.
Ausführungsform 15: Haarbürste nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei
das Borstenkissen eine Grundform aufweist, ausgewählt aus einer ovalen Grundform,
einer runden Grundform oder einer polygonalen Grundform, insbesondere einer rechteckigen
Grundform mit abgerundeten Ecken.
Ausführungsform 16: Haarbürste nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei
die Borstenbüschel Naturhaarbüschel sind.
Ausführungsform 17: Haarbürste nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei
die Borstenbüschel Wildschweinborsten-Büschel sind.
Ausführungsform 18: Verfahren zum Herstellen einer Haarbürste zum Entwirren und Pflegen
von Haupthaar, umfassend die folgenden Schritte:
- a) Bereitstellen eines Grundkörpers, wobei der Grundkörper ein Borstenkissen und eine
Mehrzahl von Kunststoffborsten aufweist, wobei die Kunststoffborsten in Reihen angeordnet
sind;
- b) Einbringen von Lochreihen in das Borstenkissen, wobei jedem Lochreihe eine Mehrzahl
von Löchern umfasst;
- c) Einbringen von Borstenbüscheln in die Löcher; und
- d) Fixierung der Borstenbüschel in den Löchern.
Ausführungsform 19: Verfahren nach der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei bei
dem Verfahren eine Haarbürste nach einem der vorhergehenden, eine Haarbürste betreffenden
Ausführungsformen hergestellt wird.
Ausführungsform 20: Verfahren nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen des
Verfahrens, wobei Verfahrensschritt a) eine Herstellung des Grundkörpers umfasst.
Ausführungsform 21: Verfahren nach der vorhergehenden Ausführungsform, wobei die Herstellung
des Grundkörpers ein Kunststoff-Formgebungsverfahren umfasst, wobei bei dem Kunststoff-Formgebungsverfahren
sowohl der Grundkörper als auch die Kunststoffborsten hergestellt werden.
Ausführungsform 22: Verfahren nach der vorhergehenden Ausführungsform, wobei das Kunststoff-Formgebungsverfahren
ein Spritzgießverfahren umfasst
Ausführungsform 23: Verfahren nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen des
Verfahrens, wobei Verfahrensschritt a) eine Fixierung des Grundkörpers in einer Halterung
umfasst.
Ausführungsform 24: Verfahren nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen des
Verfahrens, wobei Verfahrensschritt b) ein Bohrverfahren umfasst.
Ausführungsform 25: Verfahren nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen des
Verfahrens, wobei die Borstenbüschel in Verfahrensschritt c) in die Löcher eingeschossen
werden.
Ausführungsform 26: Verfahren nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen des
Verfahrens, wobei Verfahrensschritts d) eine jeweilige Fixierung der Borstenbüschel
auf einer Rückseite des Borstenkissens mittels mindestens einem Fixierelements umfasst.
Ausführungsform 27: Verfahren nach der vorhergehenden Ausführungsform, wobei die Fixierelemente
ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus: Klammern, insbesondere Metallklammern;
Plättchen, insbesondere Metallplättchen.
Ausführungsform 28: Verfahren nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen des
Verfahrens, wobei das Verfahren weiterhin, insbesondere nach Verfahrensschritt d),
eine Entfernung überschüssiger oder gebrochener Borsten der Borstenbüschel umfasst.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0051] Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen, insbesondere in Verbindung mit
den Unteransprüchen. Hierbei können die jeweiligen Merkmale für sich alleine oder
zu mehreren in Kombination miteinander verwirklicht sein. Die Erfindung ist nicht
auf die Ausführungsbeispiele beschränkt. Die Ausführungsbeispiele sind in den Figuren
schema-tisch dargestellt. Gleiche Bezugsziffern in den einzelnen Figuren bezeichnen
dabei gleiche oder funktionsgleiche bzw. hinsichtlich ihrer Funktionen einander entsprechende
Elemente.
[0052] Im Einzelnen zeigen:
- Figuren 1A bis 1G
- ein exemplarisches Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Haarbürste in verschiedenen
Seitenansichten (Figuren 1A bis 1C, 1E), in verschiedenen perspektivischen Darstellungen
(Figuren 1D, 1F) sowie in einer Schnittdarstellung (Figur 1G); und
- Figuren 2A bis 2C
- ein exemplarisches Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Haarbürste in verschiedenen
perspektivischen Darstellungen (Figuren 2A, 2B) und in einer Seitenansicht (Figur
2C)
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0053] Figuren 1A bis 1G zeigen ein exemplarisches Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Haarbürste 110 in verschiedenen Seitenansichten (Figuren 1A bis 1C, 1E), in verschiedenen
perspektivischen Darstellungen (Figuren 1D, 1F) sowie in einer Schnittdarstellung
(Figur 1G).
[0054] Die Haarbürste 110 umfasst einen Bürstenkörper 112. Der Bürstenkörper 112 ist beispielsweise
in Figur 1A in einer Draufsicht gezeigt. Insbesondere kann der Bürstenkörper 112 ein
Gehäuse 114, beispielsweise ein schalenförmiges Gehäuse 116, aufweisen. Weiterhin
kann der Bürstenkörper 112 ganz oder teilweise als Griffkörper 118 ausgebildet sein
und kann eingerichtet sein, um von einem Benutzer mit der Hand ergriffen zu werden.
Insbesondere kann der Griffkörper 118 eine Grundform aufweisen, welche beispielsweise
in Draufsicht, wie beispielsweise in Figur 1A dargestellt, oval oder Ei-förmig ausgestaltet
ist. In einer Seitenansicht, wie beispielsweise in Figur 1B dargestellt, kann der
Griffkörper 118 eine gewölbte Form aufweisen. Weiterhin kann der Griffkörper 118 seitlich
Einkerbungen 120 für Finger des Benutzers aufweisen. An den Einkerbungen 120 kann
der Griffkörper 118 ganz oder teilweise aus einem Elastomermaterial hergestellt sein,
beispielsweise Silikon.
[0055] Weiterhin umfasst die Haarbürste 110 mindestens ein Borstenkissen 122. Das Borstenkissen
122 ist beispielsweise in der Seitenansicht gemäß Figur 1B oder Figur 1C dargestellt.
Das Borstenkissen 122 kann im Wesentlichen eben ausgestaltet sein. Das Borstenkissen
122 kann von dem Bürstenkörper 112 zumindest teilweise umschlossen sein. Das Borstenkissen
122, insbesondere eine Rückseite 124 des Borstenkissens 122, kann formschlüssig und/oder
kraftschlüssig und/oder stoffschlüssig mit dem Bürstenkörper 112 verbunden sein. Insbesondere
kann der Bürstenkörper 112 als Halbschale 125 ausgebildet sein und das Borstenkissen
122 auf einer Rückseite 127 der Halbschale 125 umschließen.
[0056] Von dem Borstenkissen 122 räumlich getrennt erstrecken sich, wie insbesondere in
den Figuren 1D bis 1F dargestellt, Kunststoffborsten 126 und Reihen 128 von Borstenbüscheln
130. Die Kunststoffborsten 126 können insbesondere aus mindestens einem Kunststoffmaterial,
vorzugsweise aus mindestens einem flexiblen Kunststoffmaterial hergestellt sein. Die
Kunststoffborsten 126 können daher insbesondere flexible Kunststoffborsten 132 sein.
Die Kunststoffborsten 126 können beispielsweise einen runden Durchmesser aufweisen.
Insbesondere können die Kunststoffborsten 126 konische Kunststoffborsten 134 sein,
welche sich mit zunehmender Entfernung von dem Borstenkissen 122 verjüngen. Darüber
hinaus können das Borstenkissen 122 und die Kunststoffborsten 126 beispielsweise einstückig
hergestellt sein und einen Grundkörper 136 bilden.
[0057] Die Borstenbüschel 130 umfassen eine Vielzahl von Borsten 138, welche dicht zueinander
angeordnet sind. Die Borstenbüschel 130 können Naturhaarbüschel 140 sein. Insbesondere
können die Borstenbüschel 130 Wildschweinborstenbüschel 142 sein.
[0058] Weiterhin können die Kunststoffborsten 126 auf dem Borstenkissen 122 in Reihen 144
angeordnet sein. Die Reihen 144 können gerade Reihen 146 sein und sich quer, insbesondere
in einem Winkel von 45° bis 90°, zu einer Längsachse 148 der Haarbürste 110 erstrecken.
[0059] Die Reihen 144 von Kunststoffborsten 126 können mindestens eine erste Reihe 150 von
Kunststoffborsten 126 mit einer ersten Länge 152 und mindestens eine zweite Reihe
154 von Kunststoffborsten 126 mit einer zweiten Länge 156 umfassen. Weiterhin können
die Reihen 144 von Kunststoffborsten 126 mindestens eine dritte Reihe 158 von Kunststoffborsten
126 mit einer dritten Länge 160 umfassen. Innerhalb einer ersten Reihe 150, der zweiten
Reihe 154 und der dritten Reihe 158 können die Kunststoffborsten 126 jeweils identische
Längen 152, 156, 160 aufweisen. Beispielsweise können die erste Länge 152 und die
zweite Länge 154 identisch sein, während sich die dritte Länge 160 von der ersten
Länge 152 und der zweiten Länge 154 unterscheidet.
[0060] Insbesondere kann das Borstenkissen 122 mehrere Einheiten 162 umfassen, welche jeweils
die erste Reihe 150, die zweite Reihe 154 und die dritte Reihe 160 umfassen können.
Weiterhin kann das Borstenkissen 122 weitere Einheiten 164, insbesondere an Endabschnitten
166 der Haarbürste 110 umfassen, welche beispielweise zwei der Reihen 144, beispielsweise
die erste Reihe 150 und die zweite Reihe 154 aufweist, oder beispielsweise lediglich
eine der Reihen 144, wie beispielsweise die erste Reihe 150 aufweist.
[0061] Die Reihen 128 der Borstenbüschel 130 können zwischen den Einheiten 162,164 angeordnet
sein. Die Einheiten 162,164 und die Reihen 128 von Borstenbüscheln 130 können insbesondere
parallel angeordnet sein. Weiterhin können die Einheiten 162,164 Reihen 128 von Borstenbüscheln
130 nicht-versetzt zueinander angeordnet sein. Darüber hinaus können die Kunststoffborsten
126 und die Borstenbüschel 130 im Wesentlichen zueinander parallel angeordnet sein.
[0062] Die Borstenbüschel 130 können, wie in der Schnittdarstellung gemäß Figur 1G dargestellt,
in Löcher 168 von Lochreihen 167 eingeschossen sein. Die Borsten 138 können insbesondere
mittels einer Schlaufe 170 in die Löcher 168 eingeschlossen sein. Die Schlaufe 170
kann insbesondere an der Rückseite 124 des Borstenkissens 122 angeordnet sein und
Enden 172 der Borsten 138 können sich an einer Vorderseite 174 des Borstenkissens
122 erstrecken. Eine jeweilige Fixierung der Borstenbüschel 130 auf der Rückseite
124 des Borstenkissens 122 kann mittels mindestens eines Fixierelements 176 erfolgen.
Das Fixierelement 176 kann bespielweise eine Aufnahme 178 sein.
[0063] Figuren 2A bis 2C zeigen ein weiteres exemplarisches Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Haarbürsten 110 in verschiedenen perspektivischen Darstellungen (Figuren 2A, 2B) und
in einer Seitenansicht (Figur 2C). Die Haarbürste 110 entspricht zumindest in weiten
Teilen der Haarbürste 110 gemäß der Figuren 1A bis 1G, sodass weitgehend auf die Beschreibung
der Figuren 1A bis 1G oben verwiesen werden kann.
[0064] Das Borstenkissen 122 der Haarbürste 110, wie in den Figuren 2A bis 2C dargestellt,
kann insbesondere eine mittlere Einheit 180 aufweisen. Die mittlere Einheit 180 kann
beispielweise, wie in Figur 2B dargestellt eine erste mittlere Reihe 182 mit Kunststoffborsten
126, welche eine erste mittlere Länge 184 aufweisen, eine zweite mittlere Reihe 186
mit Kunststoffborsten 126, welche eine zweite mittlere Länge 188 aufweisen, eine dritte
mittlere Reihe 190 mit Kunststoffborsten 126, welche eine dritte mittlere Länge 192
aufweisen, und eine vierte mittlere Reihe 194 mit Kunststoffborsten 126, welche eine
vierte mittlere Länge 196 aufweisen, umfassen. Die erste mittlere Länge 184 und die
dritte mittlere Länge 192 können identisch sein und größer sein als die zweite mittlere
Länge 188 und die vierte mittlere Länge 196. Die vierte mittlere Länge 196 kann größer
sein als die zweite mittlere Länge 188. Die Länge der Borstenbüschel 130 kann identisch
sein mit der ersten mittleren Länge 184 und der dritten mittleren Länge 192.
[0065] Die in den Figuren 1A bis 2C dargestellten Haarbürsten 110 zeigen lediglich exemplarische
Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Haarbürste 110. Auch andere Ausführungsformen
sind grundsätzlich denkbar. Beispielsweise sind auch Haarbürsten 110 mit sechs Reihen
128 von Borstenbüscheln 130 denkbar.
Bezugszeichenliste
[0066]
- 110
- Haarbürste
- 112
- Bürstenkörper
- 114
- Gehäuse
- 116
- schalenförmiges Gehäuse
- 118
- Griffkörper
- 120
- Einkerbungen
- 122
- Borstenkissen
- 124
- Rückseite
- 125
- Halbschale
- 126
- Kunststoffborsten
- 127
- Rückseite
- 128
- Reihe
- 130
- Borstenbüschel
- 132
- flexible Kunststoffborsten
- 134
- konische Kunststoffborsten
- 136
- Grundkörper
- 138
- Borsten
- 140
- Naturhaarbüschel
- 142
- Wildschweinborstenbüschel
- 144
- Reihe
- 146
- gerade Reihe
- 148
- Längsachse
- 150
- erste Reihe
- 152
- erste Länge
- 154
- zweite Reihe
- 156
- zweite Länge
- 158
- dritte Reihe
- 160
- dritte Länge
- 162
- Einheit
- 164
- weitere Einheit
- 166
- Endabschnitt
- 167
- Lochreihe
- 168
- Loch
- 170
- Schlaufe
- 172
- Ende
- 174
- Vorderseite
- 176
- Fixierelement
- 178
- Aufnahme
- 180
- mittlere Einheit
- 182
- erste mittlere Reihe
- 184
- erste mittlere Länge
- 186
- zweite mittlere Reihe
- 188
- zweite mittlere Länge
- 190
- dritte mittlere Reihe
- 192
- dritte mittlere Länge
- 194
- vierte mittlere Reihe
- 196
- vierte mittlere Länge
1. Haarbürste (110) zum Entwirren und Pflegen von Haupthaar, umfassend einen Bürstenkörper
(112) und mindestens ein Borstenkissen (122), wobei sich von dem Borstenkissen (122)
räumlich getrennt Kunststoffborsten (126) und Reihen (128) von Borstenbüscheln (130)
erstrecken.
2. Haarbürste (110) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der Bürstenkörper (112) als
Halbschale (125) ausgebildet ist und das Borstenkissen (122) auf einer Rückseite (127)
umschließt.
3. Haarbürste (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Borstenkissen
(122) und die Kunststoffborsten (126) einstückig hergestellt sind und einen Grundkörper
(136) bilden.
4. Haarbürste (110) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der Grundkörper (136) ganz
oder teilweise aus mindestens einem Kunststoffmaterial hergestellt ist.
5. Haarbürste (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Kunststoffborsten
(126) flexible Kunststoffborsten (132) sind.
6. Haarbürste (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Reihen (144) von
Kunststoffborsten (126) mindestens eine erste Reihe (150) von Kunststoffborsten (126)
mit einer ersten Länge (152) und mindestens eine zweite Reihe (154) von Kunststoffborsten
(126) mit einer zweiten Länge (156) umfassen.
7. Haarbürste (110) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Reihen (144) von Kunststoffborsten
(126) mindestens drei Reihen (150, 154, 158) unterschiedlicher Borstenlängen (152,
156, 160) umfassen, wobei die Kunststoffborsten (126) innerhalb einer Reihe (150,
154, 158) jeweils identische Borstenlängen (152, 156, 160) aufweisen, wobei sich die
Borstenlängen (152, 156, 160) der Kunststoffborsten (126) der mindestens drei Reihen
(150, 154, 158) unterschiedlicher Borstenlängen (152, 156, 160) jedoch unterscheiden.
8. Haarbürste (110) nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, wobei die Borstenbüschel
(130) kürzer sind als die längsten Kunststoffborsten (126) der Haarbürste (110).
9. Haarbürste (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Reihen (144) von
Kunststoffborsten (126) und die Reihen (128) von Borstenbüscheln (130) parallel angeordnet
sind.
10. Haarbürste (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Reihen (144) von
Kunststoffborsten (126) und die Reihen (128) von Borstenbüscheln (130) nicht-versetzt
zueinander angeordnet sind.
11. Haarbürste (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Borstenkissen
(122) im Wesentlichen eben oder schalenförmig oder kissenförmig ausgestaltet ist.
12. Haarbürste (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Borstenbüschel
(130) Naturhaarbüschel (140) sind, insbesondere Wildschweinborsten-Büschel (142).
13. Verfahren zum Herstellen einer Haarbürste (110) zum Entwirren und Pflegen von Haupthaar,
umfassend die folgenden Schritte:
a) Bereitstellen eines Grundkörpers (136), wobei der Grundkörper (136) ein Borstenkissen
(122) und eine Mehrzahl von Kunststoffborsten (126) aufweist, wobei die Kunststoffborsten
(126) in Reihen (144) angeordnet sind;
b) Einbringen von Lochreihen (167) in das Borstenkissen (122), wobei jede Lochreihe
(167) eine Mehrzahl von Löchern (168) umfasst;
c) Einbringen von Borstenbüscheln (130) in die Löcher (168); und
d) Fixierung der Borstenbüschel (130) in den Löchern (168).
14. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei Verfahrensschritt a) eine Herstellung
des Grundkörpers (136) umfasst, wobei die Herstellung des Grundkörpers (136) ein Kunststoff-Formgebungsverfahren
umfasst, wobei bei dem Kunststoff-Formgebungsverfahren sowohl der Grundkörper (136)
als auch die Kunststoffborsten (126) hergestellt werden.
15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Verfahrensansprüche, wobei die Borstenbüschel
(130) in Verfahrensschritt c) in die Löcher (168) eingeschossen werden.
16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Verfahrensansprüche, wobei Verfahrensschritts
d) eine jeweilige Fixierung der Borstenbüschel (130) auf einer Rückseite (124) des
Borstenkissens (122) mittels mindestens eines Fixierelements (176) umfasst.