[0001] Die Erfindung befasst sich mit einer Jackup-Brückenstruktur, welche modular aufgebaut
ist und für Forschungs-, Bergungs-, Service- und/oder Installations-Schiffe zur Anwendung
kommt.
[0002] Service- und/oder Installations-Schiffe werden in sehr unterschiedlichen Bereichen
angewendet. Beispielsweise sind für die Errichtung und Wartung von Offshore-Anlagen,
insbesondere an Offshore-Windenergie-Anlagen, sogenannte Errichterschiffe im Einsatz,
welche eine sichere und technisch notwendige Position an der ermöglichen.
[0003] Obwohl die Erfindung für viele mögliche Anwendungen, beispielsweise neben der Errichtung
und Reparatur von Offshore-Windenergie-Anlagen auch für Öl- bzw. Gas-Plattformen,
für Forschungsschiffe, für das Heben von Schiffswracks oder den Bau und die Reparatur
von Pipelines, in Frage kommt, soll hier die Beschreibung anhand von Offshore-Windenergie-Anlagen
erfolgen.
[0004] Ein Offshore Windpark besteht in der Regel aus einer Vielzahl von Windenergieanlagen,
welche über mehrere Quadratkilometer strukturiert verteilt sind.
[0005] Die Anlagen bestehen typischerweise aus einem Turm, der Generatorgondel und den Flügeln.
Die Offshore-Windenergie-Anlagen stehen auf gerammten Rohren (Monopile)oder auf drei/mehrbeinigen
Gitterstrukturfundamenten. Diese Gitterstrukturen werden mit dem Seeboden "vernagelt"
oder per Saugverankerung (Suction Bucket) im Seeboden eingeschwemmt.
[0006] Für die Errichtung und Wartung von Offshore-Windparks werden spezielle Schiffe benötigt,
welche über einen Schwerlastkran, Stellfläche für Komponenten von Windkraftanlagen
sowie ausfahrbare Standbeine (Jackup-System) verfügen. Sogenannte Errichterschiffe,
Hubschiffe (Jackup-Schiffe) oder auch geschleppte Hubinseln werden durch die Standbeine
fest auf dem Meeresboden verankert, und bilden somit eine feste Arbeitsbasis.
[0007] Die bisher im Betrieb befindlichen Hubschiffe können sich mit Hilfe von hydraulischen
oder elektrisch betriebenen Standbeinen (sogenannte Jackup-Legs) an einer festen Position
im Meer aufstellen. Während der Fahrt sind die Beine angehoben. An der vorgesehenen
Position werden diese abgesenkt und auf den Meeresboden gesetzt. Dann wird das Schiff
aus dem Wasser gehoben. Die Errichterschiffe sind mit einem großen Schwerlastkran
ausgestattet. Außerdem sind Unterkünfte für die Besatzung und mitunter auch ein Hubschrauberlandeplatz
vorgesehen.
[0008] Traditionell werden Standbein-Konstruktionen durch den Schiffskörper gehend positioniert,
was die transversalen Abstände dieser Beine maßgeblich einschränkt und die Wartung
der unterhalb der Wasserlinie verbleibenden Komponenten (Bein, Füße, Pumpsysteme)
entsprechend erschwert. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Standbeine seitlich
außerhalb der Schiffsbreite anzuordnen, wobei deren Antriebseinheiten seitlich mit
der Außenhaut des Schiffes verbunden sind.
[0009] In den Veröffentlichungen
EP 2617641 A1 (Bewegungsvorrichtung für eine Windturbinenanordnung und Verfahren zum Laden/Entladen
einer Windturbinenanordnung damit),
EP 1356205 B1 (Verfahren und Vorrichtung zur Anordnung mindestens einer Windturbine an offenem
Wasser),
DE 102013104278 A1 (Schwimmfähige Arbeitsplattform mit einem Hubsystem und Verfahren zum Heben bzw.
Absenken einer derartigen schwimmfähigen Arbeitsplattform) und
US 6808337 B1 (Meeresbauwerk) werden dazu verschiedene Konstruktionen offenbart. Diese Konstruktionen
sind teilweise auch zur Nachrüstung oder den Umbau von Schiffen geeignet.
[0010] Die zu realisierenden Hebehöhen und Lastgrößen zwingen die Positionierung eines Kranes
dieser Schiffe in eine kürzest mögliche Entfernung zur Windenergieanlage. Ungünstige
Positionierungen des Kranes bedingen einen größer werdenden Kranausleger, welcher
die Hebehöhen des Kranes einschränkt und auch das Kippmoment erhöht. Dies macht es
notwendig, den Kran überdimensioniert für seine Aufgabe auszulegen, was ebenfalls
Auswirkungen auf die Schiffkonstruktion hat.
[0011] In
EP 2146006 A1 wird eine Plattform auf offenem Meer zum Anheben offenbart, bei der zwei schwimmende
Einheiten miteinander verbunden werden und auf der Verbindung ein Kran angeordnet
ist. Eine ähnliche Anordnung ist aus
FR 2298474 A1 bekannt.
Darstellung der Erfindung
[0012] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Jackup-Brückenstruktur zu entwickeln, welche unabhängig
von einem Wasserfahrzeug eingesetzt werden kann, zur Nachrüstung bereits gebauter
Wasserfahrzeuge geeignet ist und/oder als tragende Komponente bei der Neukonstruktion
eines Jackup-Wasserfahrzeugs eingesetzt werden kann. Die Jackup-Brückenstruktur sollte
modular aufgebaut sein, wobei durch gleiche Module eine Vielzahl von Anwendungen ermöglicht
werden können.
[0013] Die erfindungsgemäße Lösung wird in den Ansprüchen offenbart.
[0014] Eine erfindungsgemäße Jackup-Brückenstruktur besteht aus einer schiffbauähnlichen
Struktur, an welcher backbordseitig und steuerbordseitig jeweils ein Gehäuse angeordnet
ist, welches der Aufnahme von nach unten ausfahrbaren Standbeinen dient. Die schiffbauähnliche
Struktur besteht aus mehreren Etagen und ist mit Einrichtungen zur Führung eines Schiffes
und/oder zur Unterbringung von Maschinen, Anlagen und/oder Personal versehen.
[0015] In dem Gehäuse ist das Standbein mit seinem Standbein-Mechanismus und seinem notwendigen
elektrischen oder hydraulischen Antriebsanlagen angeordnet.
[0016] In einer weiteren Ausführungsform ist die Jackup-Brückenstruktur mit einem Kran versehen,
dessen Maschinenhaus und Antriebseinheiten sich im Innern der schiffbauähnlichen Struktur
befinden, wobei die schiffbauähnliche Struktur als Kranfundament und Maschinenbereich
dient.
[0017] In einer weiteren Ausführungsform sind zwei schiffbauähnliche Strukturen mittels
mindestens einer Verbindungsstruktur fest miteinander verbunden. Die mindestens eine
Verbindungsstruktur ist als stabilisierendes Element zwischen den schiffbauähnlichen
Strukturen angeordnet und dient der Unterbringung von Versorgungsleitungen. Außerdem
wird eine begehbare Verbindung zwischen den zwei schiffbauähnlichen Strukturen geschaffen.
Werden zwei Verbindungsstrukturen zwischen den schiffbauähnlichen Strukturen angeordnet,
liegen diese backbord- und steuerbordseitig.
[0018] In einer weiteren Ausführungsform ist die mindestens eine Verbindungsstruktur ein
Schwimmdock.
[0019] Die Größe und konstruktiven Auslegung der Jackup-Brückenstruktur ist durch ihre Anwendung
bestimmt. Diese ist diese so dimensioniert, dass die Jackup-Brückenstruktur beispielsweise
mittels einer Barge oder eines Hubschiffs transportiert werden kann.
[0020] In einer weiteren Ausführungsform ist die Jackup-Brückenstruktur fest mit einem Wasserfahrzeug,
vorzugsweise über dessen Hauptdeck, verbunden. Dies kann auch durch Nachrüstung an
einem bereits gebauten Wasserfahrzeug erfolgen.
[0021] Wesentliche Vorteile der erfindungsgemäßen Jackup-Brückenstruktur ergeben sich aus
den vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten. Vorhandene Wasserfahrzeuge können an diese
"angehängt" werden und somit Beinabstände realisiert werden, welche ansonsten die
Neukonstruktion und Bau eines Jackup-Wasserfahrzeuges mit notwendiger Breite bei innenliegenden
Beinen notwendig machen würde.
[0022] Mit der erfindungsgemäßen Jackup-Brückenstruktur können neben der autarken Anwendung
Wasserfahrzeuge ausgerüstet werden, welche unabhängig von Standbeinen und deren Antriebskonstruktion
gebaut werden können. Hier ergeben sich Vorteile bezüglich der Auswahl möglicher Werften
und deren Baudockbreiten. Ebenso ist eine Nachrüstung auf einem vorhandenen Wasserfahrzeug
möglich. Durch diese flexible modulare Gestaltung der Jackup-Brückenstruktur erschließt
sich ein breites Anwendungsgebiet. Der Abstand der Standbeine ist je nach vorgesehenem
Einsatz realisierbar ohne die innere Struktur des Wasserfahrzeuges sowie der internen
Aggregate zu verändern.
[0023] Neubau-Wasserfahrzeuge können ohne Aufbautenstrukturen konzipiert und gebaut werden,
wobei die modulare Jackup-Brückenstruktur (neu oder vorhanden) später adaptiert und
intergriert werden kann. Diese Schritte lassen sich auch ortsunabhängig an verschiedenen
Werftstandorten weltweit koordinieren.
[0024] Bei Montage eines Wasserfahrzeuges unterhalb der Jackup-Brückenstruktur ist es realisierbar,
dass die Beine und Fundament-Abstützung komplett aus dem Wasser gehoben werden können.
Hierdurch ist eine optimale Begehung dieser Bereiche möglich, was die Wartung, Revison
und eventuelle Repartur dieser Anlagenteile möglich macht.
[0025] Die Jackup-Brückenstruktur ermöglich neue konzeptionelle und logistische Möglichkeiten
für die Planung und Durchführung von Installationschritten an Offshore Windpark Anlagen
als auch bei deren Wartung und Rückbau.
[0026] Ein weiterer Vorteil ist es, dass dynamisch positionierte Wasserfahrzeuge den Transport
der Bauteile für Offshore-Windenergieanlagen zu dem Bauplatz vor Ort und damit zur
Jackup-Brückenstruktur übernehmen. Diese Wasserfahrzeuge können für den Materialtransport
zwischen Hersteller/Verladehafen und dem Baufeld pendeln. Auf diese Art ist der Kran
ununterbrochen verfügbar. Das führt zu einer wesentlichen Zeit- und dadurch auch Kostenersparnis.
Ausführung der Erfindung
[0027] Die Erfindung wird anhand von Zeichnungen näher erläutert. Hierzu zeigen
Figur 1 die erfindungsgemäße Jackup-Brückenstruktur in einem ersten Ausführungsbeispiel
Figur 2 ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Jackup-Brückenstruktur,
Figur 3 skizzenhafte Darstellung der erfindungsgemäßen Jackup-Brückenstruktur in Verbindung
mit einem Wasserfahrzeug und
Figur 4 skizzenhafte Darstellung der erfindungsgemäßen Jackup-Brückenstruktur in Verbindung
mit einem Wasserfahrzeug, welches angehoben ist.
[0028] Figur 1 zeigt in einem ersten Ausführungsbeispiel die erfindungsgemäße Jackup-Brückenstruktur.
Die Jackup-Brückenstruktur besteht aus mehreren, modularen Einheiten. Der Grundaufbau
besteht aus eine schiffbauähnlichen Struktur 2, welche sich aus verschiedenen stahlbaulichen
Einheiten zusammensetzt. Die schiffbauähnliche Struktur 2 ist grundsätzlich konzeptionell
einer schiffbaulichen Aufbautenkonstruktion ähnlich, statisch und dynamisch betrachtet
aber entsprechend auszulegen. Sie besteht aus mehreren Etagen, die je nach Anwendung
und Bedarf beispielsweise sowohl der Unterbringung von Maschinen und Anlagen, Werkstatträumen,
von Personal als auch der Führung eines Wasserfahrzeugs dienen können. Die schiffbauähnliche
Struktur 2 ist mit zwei backbordseitig und steuerbordseitig angeordneten Gehäusen
1, welche weitere Module darstellen, fest verbunden. In den Gehäusen 1 sind nach unten
ausfahrbare Standbeine 3 mit einer Fundament-Abstützung 31 (Spudcan) und ihren, hier
nicht gezeigten, Standbein-Mechanismen, beispielsweise die Beinantriebe, gelagert.
[0029] Die Gehäuse 1 für den Standbein-Mechanismus und die Standbeine 3 bilden mit den notwendigen
elektrischen oder hydraulischen Antriebsanlagen eine Sektionseinheit und sind mit
der schiffbauähnlichen Struktur 2 fest verbunden. Die Ausstattung dieser Einheit aus
schiffbauähnlicher Struktur 2 und Gehäuse 1 für die Standbeine 3 richtet sich in der
Größe und der konstruktiven Auslegung nach der möglichen Anwendung.
[0030] Des Weiteren ist in dem nach Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel als weiteres Modul
ein leistungsfähiger Kran 4 auf der schiffbauähnlichen Struktur 2 angeordnet. In diesem
Ausführungsbeispiel dient die schiffbauähnliche Struktur 2 als Kranfundament, und
nimmt im Innern die notwendigen Versorgungsanlagen für die Jackup-Brückenstruktur
sowie die Antriebseinheiten für den Kran 4 auf.
[0031] Figur 2 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel mit zwei Jackup-Brückenstrukturen,
wobei zwei Jackup-Brückenstrukturen durch Verbindungsstrukturen 5 miteinander fest
verbunden sind. Eine erste Jackup-Brückenstruktur ist mit einem Kran 4 ausgestattet
und eine zweite Jackup-Brückenstruktur ist als Wohn- und Arbeitsbereich für die Mannschaft
ausgeführt. In der Regel sind zwei Verbindungsstrukturen 5 vorgesehen, welche backbord-
und steuerbordseitig mit der schiffbauähnlichen Struktur 2 verbunden sind. Denkbar
ist es aber auch, dass eine entsprechend größer dimensionierte und zentral platzierte
Verbindungsstruktur 5 ausreichend ist. Die Verbindungsstrukturen 5 verbinden die Jackup-Brückenstrukturen
nicht nur von außen, sondern schaffen auch im Innern eine Verbindung, in welcher das
Personal geschützt vor Wettereinflüssen von einer Jackup-Brückenstruktur zur anderen
gelangen kann. Die Verbindungsstrukturen 5 haben somit mehrere Aufgaben, sie verbinden
die Jackup-Brückenstrukturen miteinander und dienen gleichzeitig als Versteifung der
gesamten Konstruktion. Außerdem sind sie begehbar und bieten Raum für die Versorgungsleitungen
zwischen den Jackup-Brückenstrukturen. Die Verbindungsstrukturen 5 können als weiteres
Modul ebenfalls als tragende Strukturen ausgelegt sein, um diese Konstruktion mittels
eines Hubschiffes transportieren zu können.
[0032] Da die Jackup-Brückenstruktur modular aufgebaut ist, kann sie für die unterschiedlichsten
Anwendungen modifiziert werden. So ist es möglich, eine einzelne Jackup-Brückenstruktur
mittels einer Barge "huckepack" an den gewünschten Ort zu bringen. Die Standbeine
3 werden ausgefahren und im Seegrund mittels der entsprechend groß dimensionierter
Fundament-Abstützungen 31 (Spudcans) durch in den Seegrund eingetriebene Rohre (Piles)
verankert. Die Barge kann dann herausfahren und den Standort wieder verlassen. Die
Jackup-Brückenstruktur ist autonom und verbleibt am Ort, beispielsweise um Forschungsarbeiten
oder die Hebung eines Wracks durchzuführen. Das Personal kann beispielsweise eingeflogen
werden, hierzu ist eine Hubschrauber-Plattform vorzusehen.
[0033] Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass zwei Jackup-Brückenstrukturen durch ein
Schwimmdock miteinander verbunden sind und an den Standort geschleppt werden. Das
Schwimmdock kann im leicht gehobenen, beballasteten Zustand vor Ort geflutet werden.
Zubringerbargen können mit dem Material, beispielsweise für eine Offshore-Windenergieanlage,
einschwimmen. Die Standbeine 3 werden nun weiter ausgefahren während die Ballasttanks
und das Schwimmdock gelenzt werden. Anschließend wird die mitgebrachten Ladung der
Bargen installiert.
[0034] In den Figuren 3 und 4 wird eine weitere Anwendung skizzenhaft dargestellt, bei der
zwei separate Jackup-Brückenstrukturen mit einem Wasserfahrzeug 6 in Verbindung stehen.
In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist eine Jackup-Brückenstruktur als Wohnraumbereich
und Kommandobrücke für das Wasserfahrzeug 6 ausgeführt und die andere Jackup-Brückenstruktur
ist mit einem Kran 4 verbunden. Die Standbeine 3 werden Backbord und Steuerbord am
Wasserfahrzeug 6 neben der Schiffsaußenhaut nach unten geführt und positioniert, sodass
die Standbeine 3 seitlich am eigentlichen Schiffskörper vorbeigeführt werden. Dadurch
können Schiffe jeglicher Art mit entsprechenden festigkeitsrelevanten Modifikationen
der Schiffsstrukturen aus- oder nachgerüstet werden. Die Verbindung der Jackup-Brückenstruktur
mit dem Wasserfahrzeug 6 wird über die Längs-/ Querverbände des Hauptdecks realisiert,
unabhängig der Außenhautkonzeption des Wasserfahrzeuges.
[0035] Figur 4 zeigt eine skizzenhafte Darstellung der Anordnung nach Figur 3 im angehobenen
Zustand.
[0036] Die Art der Antriebe (hydraulisch oder elektrisch), sowie die Art der Beinkonstruktion
(Rund aus Rohr, Viereckig/Dreieckig aus Stahlplatten, Gittermastsystem aus Rohr) sind
je nach Einsatzzweck der Jackup-Brückenstruktur zu definieren.
[0037] Da es sich bei der vorhergehenden, detailliert beschriebenen Jackup-Brückenstruktur
und deren unterschiedliche Anwendungen um Ausführungsbeispiele handelt, können sie
in üblicher Weise vom Fachmann in einem weiten Umfang modifiziert werden, ohne den
Bereich der Erfindung zu verlassen. Insbesondere können auch die konkreten Ausgestaltungen
der Aufbauten in anderer Form als in der hier beschriebenen folgen. Ebenso kann der
Kran 4 oder die Gehäuse 1 mit den Standbeinen 3 in einer anderen Form ausgestaltet
werden, wenn dies aus Platzgründen bzw. designerischen Gründen notwendig ist. Weiter
schließt die Verwendung der unbestimmten Artikel "ein" bzw. "eine" nicht aus, dass
die betreffenden Merkmale auch mehrfach vorhanden sein können.
Bezugszeichen
[0038]
- 1
- Gehäuse
- 2
- schiffbauähnliche Struktur
- 3
- ausfahrbare Standbeine 31 Fundament-Abstützung (Spudcan)
- 4
- Kran
- 5
- Verbindungsstruktur
- 6
- Wasserfahrzeug
1. Jackup-Brückenstruktur dadurch gekennzeichnet, dass diese aus einer schiffbauähnlichen Struktur (2) besteht, an welcher backbordseitig
und steuerbordseitig jeweils ein Gehäuse (1) angeordnet ist, welches der Aufnahme
von nach unten ausfahrbaren Standbeinen (3) dient.
2. Jackup-Brückenstruktur nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die schiffbauähnliche Struktur (2) aus mehreren Etagen besteht und mit Einrichtungen
zur Führung eines Wasserfahrzeugs und/oder zur Unterbringung von Maschinen, Anlagen
und/oder Personal versehen ist.
3. Jackup-Brückenstruktur nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass in dem Gehäuse (1) das Standbein (3) mit seinem Standbein-Mechanismus und seinem
notwendigen elektrischen oder hydraulischen Antriebsanlagen angeordnet ist.
4. Jackup-Brückenstruktur nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass diese mit einem Kran (4) versehen ist, dessen Maschinenhaus und Antriebseinheiten
sich im Innern der schiffbauähnlichen Struktur (2) befinden und dass die schiffbauähnliche
Struktur (2) als Kranfundament und Maschinenbereich ausgelegt ist.
5. Jackup-Brückenstruktur nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass
zwei schiffbauähnliche Strukturen (2) mittels mindestens einer Verbindungsstruktur
(5) fest miteinander verbunden sind.
6. Jackup-Brückenstruktur nach Anspruch 5 dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Verbindungsstruktur (5) als stabilisierendes Element zwischen
den schiffbauähnlichen Strukturen (2) angeordnet ist und der Unterbringung von Versorgungsleitungen
dient, sowie eine begehbare Verbindung zwischen den schiffbauähnlichen Strukturen
(2) schafft.
7. Jackup-Brückenstruktur nach Anspruch 5 oder 6 dadurch gekennzeichnet, dass
zwei Verbindungsstrukturen (5) backbord- und steuerbordseitig mit der schiffbauähnlichen
Struktur (2) verbunden sind.
8. Jackup-Brückenstruktur nach Anspruch 5 dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Verbindungsstruktur (5) ein Schwimmdock ist.
9. Jackup-Brückenstruktur nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass
Größe und konstruktiven Auslegung der Jackup-Brückenstruktur durch ihre Anwendung
bestimmt ist.
10. Jackup-Brückenstruktur nach Anspruch 9 dadurch gekennzeichnet, dass
diese so dimensioniert ist, dass die Jackup-Brückenstruktur mittels einer Barge oder
eines Hubschiffs transportiert werden kann.
11. Jackup-Brückenstruktur nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
diese fest mit einem Wasserfahrzeug (6) verbunden ist.
12. Jackup-Brückenstruktur nach Anspruch 11 dadurch gekennzeichnet, dass diese an einem Wasserfahrzeug (6) nachgerüstet ist.